Durch den Schnee und durch den Wald

Tief im Balarus liegt das kleine Dorf Balar, welches ganz Celcia mit dem guten Holz der Wälder versorgt. Unter dem frischen grünen Nadel- und Blätterdach der Bäume leben viele Tiere und genießen den Frieden der Natur.
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Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 25. August 2010, 23:59

Erasmus kommt von hier: Barnors Schenke

Erasmus war noch nicht besonders lange unterwegs, als der Schneesturm erneut und dieses mal um einiges heftiger, über ihn herein brach. Die Bäume und Streucher, die links und rechts neben ihm in die Höhe sprossen, schützen den Mann nicht wirklich, ihre blattlosen Gerippe schafften es kaum, etwas von dem Schnee abzufangen, ehe er auf den Jäger traf. Gleichsam wurde es anscheinend mit jedem Schritt, den er tat kälter, woran wohl weniger der Schnee selbst, sondern der beißende Wind schuld war. Es schien fast so, als wolle Mutter Natur nicht, dass Erasmus das Dörfchen zu diesem Zeitpunkt verlies. Einfacher wäre es wohl sicher gewesen, wenn der junge Mann erst später im nächsten Jahr aufgebrochen währe, zu einem Zeitpunkt an dem der Wald in voller Blüte stand.
Aber so war das nun mal, wenn man Jung und Stur war: hatte man sich etwas in den Kopf gesetzt, so blieb man sich selbst treu. Auch wenn das bedeutete, die Widrigkeiten des Wetters ertragen zu müssen. Auf den ersten Wegstunden durch den Wald traf Erasmus auf nichts, nicht einmal einen Schneehasen, der auf der suche nach Futter war, oder einen Fuchs, der auf der suche nach einem Schneehasen war. In den kalten tagen der zeit des Übergangs und auch danach, zur zeit der dunklen Tage, war dieser Teil der Insel Belfar immer so gut wie ausgestorben. Das hatte zwar zum einen etwas gutes an sich, denn so lief man weniger Gefahr einem Wildtier zu begegnen, doch für Erasmus brachte es noch ein Problem mit sich: Er hatte kaum Proviant dabei und sollte er das bisschen Essen, dass er mit sich herum trug erst einmal verzerrt haben, so würde ihm das erlegen von neuem Wild danach sichtlich erschwert werden.
Den ganzen bisherigen Weg hinweg, waren das Brausen des Windes und das Stapfen seiner eigenen Füße im Schnee die einzigen Laute, die der Jäger zuhören bekam. Das änderte sich aber nach etwa zweieinhalb Wegstunden. Ohne Vorwarnung brach das Gehweih eines Hirsches aus dem Unterholz hervor, dem der gewaltige Körper des aus dem Winterschlaf geschreckten Bocks folgte. Einen Augenblick lang glotzte das stolze Tier blöde den Menschen an. Der Hirsch hatte mit dem Anblick des anderen wohl genau so wenig gerechnet, wie Erasmus. Dann, nachdem ihm wohl wieder eingefallen war, dass man solch komischen Wesen lieber aus dem Weg geht, setzte das Rotwild sich wieder in Bewegung und stürmte in die andere Richtung weiter, noch bevor der Jäger etwas unternehmen konnte. Jammerschade, denn das Wildbret, dass sich der Mann durch erlegen des Hirsches gesichert hätte, wäre sicherlich genug gewesen, um den Weg bis zum Kanal keinen Hunger leiden zu müssen. Die ansonsten so abweisende Kälte war durchaus hilfreich, wenn es im die Konservierung von Lebensmitteln ging. Vor den des Pelgarers waren noch immer die Spuren im Schnee zu sehen. Das Tier wäre eine leichte Beute, selbst jetzt wo es aufgeschreckt war ...
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Samstag 28. August 2010, 16:25

Erasmus fluchte auf dem Weg immer wieder leise, denn er hatte sich die Abreise doch ein wenig besser vorgestellt. Bei dem Wetter konnte man nicht unbedingt weit sehen und an den Kräften zehrte es auch. Doch das waren nur die kleinsten Probleme. Nach einigen Stunden Wandern, machte sich der erste Hunger schon bemerkbar.
Also öffnete Erasmus seine Tasche und aß ein wenig von seinem Proviant.
Er hatte nicht sonderlich viel mit, aber er würde schon was auf dem Weg finden.
Gerade als er das dachte, sprang ein Hirsch vor ihm auf die Straße und starrte ihn an.
Der Hirsch war zwar kein besonders großer, doch das Fleisch würde bis nach Sarma reichen und den Jäger gut ernähren, auch das Leder würde er gut benutzen können, denn ein wenig mehr Kleidung würde bei der Kälte nicht schaden.
Doch bevor Erasmus reagieren konnte, war der Hirsch schon wieder zwischen den Bäumen verschwunden. Die Spuren die er hinterließ waren klar zu erkennen, doch als erfahrener Jäger wusste er das dies nicht so lange bleiben wird. Durch den Schneefall wären sie in kürzester Zeit nicht mehr zu erkennen.
Also nahm Erasmus den Bogen und legte einen Pfeil auf um dann mit einem schnelles Tempo den Spuren zu folgen. Durch den Schnee waren die schritte des Jägers gedämpft und auch der Wind stand günstig. Nach einem kurzen Augenblick konnte er also wieder das Rotwild sehen und schlich sich näher an das Tier heran, um es mit einem gezielten Schuss zu töten. Aus der Nähe konnte der Jäger das Tier genauestens beobachten. Er sah sich das Tier an und bemerkte eine auffällige Narbe
an dem Leib des Tieres. Anscheinend hatte es schon einen Jäger überlebt, doch dieses mal wird es nicht so viel Glück haben.

Er schlich sich nah genug ran und hob den Bogen bereit zum Schuss, er zielte auf den Hals des Tieres.
Der Wind kam aus der Richtung des Tieres, es wäre also Gegenwind bei dem Schuss. Doch als geübter Schütze hatte der Jäger kein Problem mit dem Wind auf der kurzen Entfernung.
Phaun, bitte lasst mich dieses Tier erlegen und mich von seiner Kraft selber stärken.
Es ist eine Harte Zeit für Tier und Mensch, ich und auch das Tier hat sein Leben verdient.
Für mich wäre dieses Tier aber wichtig, ich brauche Nahrung, und nur du, Phaun, kannst mir jetzt helfen.

Betete der Jäger still in seinem Kopf um kurz danach den Pfeil auf das Tier zu schießen.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Samstag 28. August 2010, 19:24

Nicht nur der Jäger hatte mit dem Wetter zu kämpfen, dem gejagten Hirsch ging es nicht anders. Die Jahreszeit war hart, das Tier war von der Kälte und dem Futtermangel erschöpft. Sich in dieser Verfassung einen Weg durch den gut dreißig Zentimeter hohen Schnee zu bahnen, raubte dem Hirsch bald die letzte Kraft, wodurch Erasmus rasch Raum gut machte. Letzten Endes blieb das Rotwild erschöpft stehen und schnüffelte an den mageren Blättern eines Busches. Das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm, denn der Jäger näherte sich gegen den Wind, wodurch der Geweihträger keine Witterung aufnehmen konnte.
Als erfahrener Jäger stellte es für Erasmus kein Problem dar, sich an das ahnungslose Tier heran zu schleichen und seinen Bogen zu spannen. Der Pfeil, den er an die Sehne gelegt hatte, war wohl der Einzige versuch den er hatte. Sollte er fehl gehen, würde das seine Beute wohl so aufschrecken, dass es nahe zu unmöglich war dem Hirsch ein zweites mal ohne Probleme so nah zu kommen. Das der Wind aus der entgegengesetzten Richtung kam, machte die Sache nicht einfacher, man musste nun genau abwägen, wie viel früher der Pfeil seine Wucht verlieren würde. Nach einem kurzen Stoßgebet an Phaun lies der Jäger die Bogensehne losschnellen. Das gefiederte Projektil zischte nahezu lautlos durch die Luft und fand tatsächlich sein Ziel. In dem Moment, da der Hirsch das Sausen hörte und seinen Kopf umwand, traf es ihm in den Nacken. Wahrlich der Gott der Jagd musste auf Erasmus’ Seite gewesen sein, denn die Spitze des Pfeils durchtrennten die Nackenwirbel und perforierte die Lunge des edlen Tieres. Wie vom Schlag getroffen fiel es zur Seite weg. Unfähig sich zu Bewegen lag es da. Ein kleines Rinnsal aus Blut lief den pelzigen Hals entlang und färbte den Schnee rot. Der Hirsch schnaubte leise, Unverständnis lag in seinen Augen.
Noch immer war der Wind ein lautes Rauschen in Erasmus Ohren, doch urplötzlich mischte sich ein anderes Geräusch darunter. Ein anderes Heulen ....
Wölfe. Der laute Ruf des Raubtiers drang dem Jäger durch Mark und Bein. Jedes kleine Kind wusste, dass dort wo ein Wolf war, fast immer viele Wölfe waren. Mit einem Rudel hungriger Bestien konnte sich Erasmus alleine wohl kaum anlegen. Der Wind hatte das Wolfsgeheul mit sich getragen, darum konnte man nicht genau sagen, wo sich das Rudel im Moment befand. Es klang zumindest so, als wären die Bestien weit entfernt, doch konnte man sich darauf verlassen? Und da lag der Hirsch. Kaum 20 Meter entfernt lag der leicht bebende Körper des armen, leidenden Tiers am Boden. Nun hieß es Beeilen für den Jäger. Zumindest das Fleisch brauchte er, wobei es selbstverständlich war, dass Erasmus das leiden des armen Tieres zu beenden hatte. Wenigstens das lag in seiner Verantwortung! Auf das Leder und den Pelz konnte der Pelgarer im Notfall verzichten, Hauptsache er entkam den mordlustigen Fleischfressern, die hier im Wald ihr Unwesen trieben.
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Sonntag 29. August 2010, 21:58

Der Pfeil traf sein Ziel besser als Erasmus erwartet hat, durch den Treffer ging das Tier sofort nieder und schnaufte nur noch schwer. Also ging der junge Jäger zu dem Wildtier und gab diesem den Todesstoß. In diesem Moment hörte der Jäger das heulen eines Wolfes und als erfahrener Jäger wusste er, dass Wölfe heulen um ihr Gebiet zu markieren oder um anderen Wölfen ein Zeichen zu geben, dass sie. Jedoch konnte er durch den Wind nicht genau sagen wie weit sie weg waren und wie viel Zeit er noch hatte den Hirsch auseinander zu nehmen.
Denn in dieser Jahreszeit sind die Wölfe aggressiv und greifen alles an, was sie als Beute sehen. Auch vor Menschen machten sie nicht halt.
Erasmus nahm also sein Messer und schnitt ein paar Stücke Fleisch aus dem Torso des Tieres.
Er schnitt 4 Stücke heraus bevor er ein erneutes heulen hörte, dieses mal lauter als das vorherige.
Der Jäger packte die Stücke schnell ein und lief wieder zurück zum weg, die Reste des Elches werden die Wölfe lange genug beschäftigen nicht auf seine Fährte zu kommen. Damit hatte er sich die nächsten paar Tage an Proviant gesichert und er brauchte sich erst mal keine Gedanken darum machen.
Das einzige das ihn verärgerte war das Leder das nun von den anderen Tieres zerfetzt wird und er es nicht mehr verkaufen kann.


Als Erasmus den Weg wieder erreicht hatte, hörte er erneut das Heulen. Dieses Mal war es jedoch wieder weiter weg als das, was er beim Hirsch hörte. Erleichtert seufzte er ging mit raschen schritten den weg weiter Richtung Süden. Nach einer kurzen Weile spürte er schmerzen in seinem Bein. Die Wunde aus seiner Kindheit machte sich mal wieder bemerkbar und es wurde mit jedem Schritt schlimmer.
Verfluchte Wunde... Ich kann so nicht weitergehen. Ich werde auf meiner Reise versuchen, dies nochmals behandeln zu lassen, zur Not mit Hilfe der Magie.
Als er das dachte, schaute er sich um und suchte einen Ort zum ausruhen. Die Dämmerung machte es zwar nicht gerade einfacher doch der Jäger fand eine Stelle an einem großen Baum.
Dort schaufelte er mit seinen Händen eine Grube in den Schnee, Die Grube war Tief genug gebuddelt so das der Untergrund die Erde war. Die eine Seite bildete der Baum, dieser stand auch in der Windrichtung so das Erasmus vor dem Wind geschützt war.
Er brach ein paar Äste von den umliegenden Bäumen und sammelte diese auf einen Haufen in der Grube. Es dauerte zwar eine ganze weile, doch Erasmus schaffte es eine kleine Flamme aus dem Holz hervorzubringen. Mittlerweile war es schon dunkel und eiskalt geworden, da kam das kleine Feuer gerade recht. Der Jäger nahm die kleine Flasche von Barnor aus der Tasche und gönnte sich ein Schluck des Weines.
Der Wirt hatte nicht gelogen, es war wirklich ein guter Wein und man schmeckte sogar den typischen Traubengeschmack aus Balar.
Nun baute Erasmus nur noch ein improvisiertes Dach aus einer Decke über die Grube, lies aber einen Spalt frei, damit der Rauch des Feuer entweichen konnte und er wickelte sich selber in seinen Umhang ein. Es dauerte auch nicht lange da schlief der Jäger ein und die alte Wunde an seinem Bein konnte sich wieder erholen.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Dienstag 31. August 2010, 19:34

Die Arbeit an dem gefällten Tier gingen dem Jäger schnell von der Hand. Mit geübter Klinge schnitt er sich die besten Scheiben des Wildbret aus dem Körper des Tiers. Nachdem er sich seinen Proviant organisiert hatte, war auch schon die Zeit gekommen, eine überlegte Flucht anzutreten, denn der Geruch der Innereien und des Blutes würde in kürzester Zeit die gefährlichsten Bestien anlocken. Und tatsächlich, kaum hatte Erasmus seinen Weg fortgesetzt, als auch schon das Heulen der Wölfe zuhören war, ein schauriger Kanon, der einem eine Gänsehaut bereiten konnte. Woran Erasmus jedoch nicht gedacht hatte: Auch das Fleisch das er für sich selbst mitgenommen hatte, dünstete den Odem von Blut ab. Und über Wölfe konnte man grundsätzlich zwei Dinge sagen: Sie hatten verdammt gute Geruchssinne und sie waren immer hungrig ... Trotzdem, die Wolfslaute schienen sich von dem Jäger zu entfernen. Vielleicht begnügten sie sich ja doch mit den Überresten des toten Geweihträgers.
Inzwischen war die Dämmerung herein gebrochen, die Sonne sank hinter dem Horizont hinab und die Nacht war dazu bereit, sich auf die Welt zu stürzen. Sich dessen Bewusst, und auch weil sich die alte Verletzung an seinem Bein meldete, bemühte sich Erasmus ein Nachtlager aufzuschlagen. Nachdem er sich um ein wärmendes Feuer gekümmert hatte, wohl zum einfachen Zweck nicht zu erfrieren, rollte er sich in seinen Mantel und schien sofort einzuschlafen. Doch er hatte einen unruhigen Schlaf. Im Traum jagte er einer Kreatur nach, die er nicht richtig sehen konnte, von der er nicht einmal wusste was es war. Er wusste nur, dass er das Wesen erlegen musste. Endlich schien Erasmus das Geschöpf in einer höhle gestellt zu haben. Er stand vor dem dunklen Spalt, während von drinnen ein schreckliches Brüllen erklang. Noch einmal war das heulen zu hören, das doch sehr an das der Wölfe erinnerte. Dann wurde es schwarz, denn das Bewusstsein des Jägers kämpfte ums erwachen und war dabei zu gewinnen.
Vor seinen Augen war es dunkel, doch noch immer hörte er das Heulen. Schlagartig wurde ihm klar, dass er nicht mehr schlief sondern wach war und das Knurren aus seinem Rücken drang. Als Erasmus die Augen aufschlug, konnte er verschwommen die Umrisse eines Tieres sehen, dass sich an seinem Reisebeutel zugange machte. Nach ein paar mal blinzeln konnte der Pelgarer dann auch erkennen, dass es sich bei diesem Tier um einen weißen Wolf handelte, der mit dem Kopf in der Tasche steckte. Blitzartig zog der Wolf seinen Kopf ins Freie, grade so, als ob er gemerkt hatte, das Erasmus wach war. In seinem Maul steckte eine Scheibe Wildbret. Das hundeartige Gesicht mit den gelben Augen blickte starr und knurrte leise. Es klang jedoch nicht bedrohlich. Mit einer Ruckartigen Bewegung wies der Wolf nach Süden. Dann schien es so, als würde er den Kopf schüttelten und rannte in die entgegengesetzte Richtung davon, ohne den Menschen weiter zu beachten.
Damit hatte er wohl mehr als Glück gehabt. Wie viele Leute konnten schon von sich behaupten, im Schlaf von einem Wolf überrascht zu werden und unbehelligt aus der Sache herausgekommen zu sein?
Die Sonne stieg grade über den Horizont, es war noch sehr früher Morgen. Das Feuer unter der Decke war verloschen, als Abdeckung darauf gesunken war, besiegt von der Schneemasse, die wohl aus dem Geäst des hohen Baums gefallen war. Doch sei’s drum, es war Zeit weiter zu gehen.
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Dienstag 31. August 2010, 20:20

Mitten in der Nacht, schreckte Erasmus aus seinem Traum, denn ein weißer Wolf machte sich gerade an seinem Reisebeutel zu schaffen. Dieser zog den Kopf raus, als hätte er bemerkt das der Mensch nicht mehr schläft, und starte diesen mit seinen gelben Augen an.
Die Augen des Tieres hatten etwas gutmütiges und Erasmus wusste nicht recht was er machen sollte. Als das Tier dann mit dem Fleischstück im Mund Richtung Süden schaute und dabei den Kopf schüttelte war der Jäger so verwundert, dass der Wolf ungehindert nach Norden verschwinden konnte.
Der Jäger sah die Sonne aufgehen und begann seine Sachen für die weitere Reise zu packen.
Doch bevor er das tat, nahm er noch ein Stück von dem Brot das er dabei hatte und aß es mit wenigen Bissen.
Die Begegnung mit dem weißen Wolf lies ihm aber an nichts anderes mehr zu denken, er wusste nicht warum der Wolf nicht lieber ihn als Nachtmahl genommen hat.
Auch meinte Erasmus, dass der Wolf Richtung Süden gesehen hat und dabei den Kopf schüttelte.
Natürlich konnte es ein Zeichen sein, aber wenn im Süden wirklich etwas ist, sollte er sich es ansehen und seiner Heimat davon berichten. Die wenigen Menschen die nach Balar in den letzten Monden gekommen sind, haben nie wirklich erzählt was sie dazu trieb zu diesem Dorf zu kommen.
Egal was mich weiter im Süden erwartet... Ich werde auf mich aufpassen und meiner Heimat davon erzählen. Dann hätte meine Reise nicht einfach nur zu meinem Diensten genutzt sondern auch dem Wohle von Balar.

Nun also machte sich Erasmus wieder auf den Weg gen Süden mit den Gedanken weiterhin bei dem weißen Wolf, dessen Augen sich tief in die Gedanken des Jägers gebrannt hatten.
Er wusste immer noch nicht warum der Wolf es getan hat, er wusste nur das er durch das Fleisch zu ihm gelockt wurden ist. Das hätte auch nicht so glimpflich ablaufen können, das nächste mal werde ich den Rucksack unter dem Schnee vergraben. Das sollte die Tiere daran hindern von dem Geruch angelockt zu werden. Dachte der Jäger während er ruhig den Weg entlang ging.
Warum aber sollte ein gewöhnlicher Wolf mich vor etwas Warnen... Vielleicht hatte Erasmus sich auch getäuscht und der Wolf hatte mit dem Schütteln nur das Stück Fleisch besser im Maul halten können.

Aber dies sollte ihn nicht aufhalten, er wollte Celcia bereisen und auch andere Völker kennen lernen, damit er seine Jagdkunst verbessern kann und seltene Waren aus anderen Regionen mit nach Hause bringt. Das würde ihm sicher einen guten Ruf bringen und auch die ein oder andere Drachme.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Freitag 3. September 2010, 18:05

Zwar war ein neuer Tag angebrochen, doch dieser brachte keine Verbesserung des Wetters mit sich. Weiterhin war der Balarus Opfer eines heftigen Schneegestöbers, dessen weiße Pracht, als zusätzliche Last für Erasmus, sich immer höher aufstaute. Das machte es fast schon mit jedem Schritt schwerer voran zu kommen. Inzwischen schloss die Schneedecke fast schon mit seinen Stiefeln ab, wodurch alle paar Meter etwas kaltes an den Beinen des Menschen entlang glitt.
Sicherlich, heute nahm er den störenden Frost und den Schneefall wohl nicht so deutlich war, wie noch am tag zuvor. Grund dafür mochte die Begegnung mit dem weißen Wolf gewesen sein. Das Tier hatte sich doch recht ungewöhnlich verhalten. Normalerweise ließen diese Fleischfresser keine Gelegenheit aus, sich soviel Futter wie möglich zu beschaffen. Dieser aber nicht, im Gegenteil. War da nicht sogar so etwas wie Schuldbewusstsein in den großen gelben Augen gewesen, als das Tier sich einen Teil von Erasmus Vorräten gestohlen hatte? Aber das mochte täuschen. Immerhin war es fraglich, ob Wölfe überhaupt intelligent genug waren, um sich einer solchen Tat als Schuldiger bewusst zu werden.
Eines konnte man dem neuen Tag jedoch zugute halten: Das Gestöber mochte geblieben sein, der Wind hingegen war verebbt. Und ohne das stürmische Rauschen in den Ohren war es auch gleich viel leichter.
Obgleich es so ausgesehen hatte, als ob der Fleischdieb Erasmus vor dem Süden hatte warnen wollen, ging der Jäger doch weiterhin diesen Weg entlang und das über mehrere Stunden hinweg. Den Pfad hatte er verloren und unter der weißen Masse begraben würde er ihn wohl auch nicht mehr wiederfinden. Dank seiner Erfahrungen als Jäger, behielt der Pelgarer aber in etwa den Kurs nach Süden bei. Ein Stadtbewohner hätte sicherlich die Orientierung verloren und damit auch jede Möglichkeit, lebend aus dem Balarus heraus zu kommen.
Als er so seine Zeit unterwegs war und der Wald doch immer der selbe blieb, begann die Sonne langsam wieder zu sinken. Er war ein gutes Stück voran gekommen, wenn es so weiter ging, würde er Morgen gegen Dämmerung oder spätestens Übermorgen Mittag am Belfa-Kanal.
Es wurde langsam Zeit, sich wieder einen Ort für ein Nachtlager zu suchen, als etwas zu hören war, das man für Wind in den Ästen halten mochte. Der Haken an der Sache lag klar auf der Hand, es wehte grade gar kein Weg. Erst nachdem man sich wirklich auf die Geräusche konzentrierte, konnte Erasmus in etwa verstehen, dass es sich bei ihnen um menschliche Stimmen handelte! Doch worüber ihre Besitzer sich stritten, war auf die Entfernung nicht zu verstehen. Dann erklang vielstimmiges Lachen, von mindestens vier oder mehr Männern.
Durch das blätterlose Unterholz war nun auch der leicht rötliche, angenehm anmaßende Schein einer Fackel oder eines Lagerfeuers zu sehen. Es tanzte etwa 100 Meter entfernt südöstlich von seiner momentanen Position und die Stimmen schienen aus der selben Richtung zu kommen. Das war doch mehr als mysteriös. Wer lagerte denn schon knapp anderthalb Tagesmärsche von Balar entfernt im Wald und das zu dieser unmenschlichen Jahreszeit?
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Montag 6. September 2010, 17:46

Durch den vielen Schnee konnte Erasmus die Straße nicht mehr sehen, doch als geübter Jäger wusste er ohne mit der Wimper zu zucken in welche Richtung der Belfa-Kanal liegt, er erkannte es an den Bäumen. Sie waren alle durch den normalen Ost-Wind nach Westen gewachsen. Dadurch konnte jeder Bewohner der Insel sich hier Orientieren. Es war also kein Nachteil auf einer Insel an der Ost-Küste Celcias zu wohnen, denn hier kam der Wind hauptsächlich vom Meer.
Das Wetter besserte sich jedoch, denn der Wind war kaum noch zu spüren und das machte die Kälte doch wieder um einiges angenehmer. Als Erasmus aber stimmen aus der Ferne hörte, blieb er stehen und versuchte zu lauschen. Er konnte jedoch nichts verstehen, konnte aber erkennen das es sich um Männerstimmen handelte. Auch konnte er nach mehrmaligen umschauen, ein schwaches Licht erkennen. Dieses flackerte und deshalb konnte man sich denken das es entweder von einer Fackel oder von einem Feuer kam.
Doch wunderte sich der Jäger sehr darüber das auch andere in diesem grausamen Wetter sich hinaus gewagt haben in den Wald.

Bei dem Anblick des flackernden Lichtes, wünschte sich Erasmus auch an einem Feuer zu sitzen und mit ein paar seiner Freunde zu unterhalten. Doch leider war er schon 2 Tagesmärsche von Balar entfernt und nun hatte der Jäger wirklich keine Lust mehr wieder umzukehren. Nach einigen Überlegungen, ob die Stimmenbesitzer wohl möglich Räuber sind oder vielleicht sogar noch schlimmeren, beschloss er sich erst einmal langsam dem Licht zu nähern.
Erasmus begann mit langsamen Schritten auf das Feuer loszugehen und konnte bereits nach kurzer Zeit die Umrisse von Personen erkennen. Deren Stimmen wurde Lauter und ab und zu konnte man schon einzelne Wörter verstehen. Auch konnte der Jäger erkenne, dass die Personen ab und zu ihren Arm zum Mund bewegten, als würden sie gerade etwas trinken oder essen.

Als er die Personen erkennen konnte, hockte sich Erasmus hinter einen Baum und sah erst einmal eine Weile rüber zu den Männern. Vielleicht konnte er aus den Gesprächen hören, welche Art von Menschen es doch waren. Ob es nun Banditen, Wanderer, Händler oder vielleicht sogar Pilger sind.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 9. September 2010, 00:43

Die dicke Schneedecke dämpfte die Schritte des Jägers noch weiter ab, als es die Fähigkeiten des Mannes ohnehin schon taten. Nur das leise knirschen war zu hören, das immer dann entstand, wenn der Schnee durch die Stiefelsohle festgetreten wurde. Doch bei dem momentanen Wetterverhältnissen bekamen die Männer um das Lagerfeuer davon nichts mit, da sie ohnehin mit sich selbst mehr als genug beschäftigt waren. Hätte Erasmus zurück geblickt, von seinen eigenen Fußspuren wäre kaum noch etwas zu sehen gewesen. In mehr als zehn Metern Entfernung waren sie bereits unter der weißen Masse begraben.
Ohne bemerkt zu werden, schaffte der Pelgarer es bis zu einem Baum am Rande des Feuerscheins zu schleichen. Eins stand auf den ersten Blick fest: Diese Männer waren keine Bürger von Balar! In einem großen Kreis ums Feuer saßen, lagen und knieten etwa ein Dutzend Kerle, von denen die meisten sich in dicke Felle und Decken gewickelt hatten. In ihrer Mitte war ein Lagerfeuer aufgebaut worden, um einiges größer als das kleine Ding, mit dem sich der Jäger letzte Nacht warm gehalten hatte.
Jetzt wo Erasmus so nah an der Gruppe der fremden Menschen war, konnte man ihre Stimmen nicht mehr überhören. Sie brüllten und grölten, jubelten zwei Gestalten zu, die im Schein des Feuers miteinander rangen. Beide waren in viel zu dünne Stoffkleidung gehüllt und griffen sich immer wieder gegenseitig mit ihren Dolchen an, wenn sie sich nicht grade irgendwelche Wörter an den Kopf warfen. Die Sprache der Lagerbewohner klang Sinnlos und ohne Zusammenhang. Für den lauschenden Mann, der fast sein ganzes Leben lang in der kleinen Dorfgemeinschaft verbracht hatte, ergaben die Laute keinen Sinn, er verstand höchstens genug um zu wissen, dass es Sendil war.
Neben dem eigentlichen Feuer befand sich noch eine kleinere Glut, über der ein Kochgerüst aufgebaut war. Aus dem Topf, in dem es heiter blubberte, stieg ein süßer, alkoholischer Geruch auf. Immer wieder stand einer der Männer von seiner Ruhestätte auf um seinen Humpen an dem Glühwein neu zu füllen. Der Kampf zwischen den beiden Wüstenmännern war indes fast beendet. Der größere von beiden hatte mehrere stark blutende Wunden und torkelte leicht. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der kleinere ihm sein geschlängeltes Messer in den Wanst rammte.
Wieder stand ein Mann ganz in der Nähe von Erasmus Versteck auf, doch anstatt zu der Kochstelle mit dem warmen Brandwein zu torkeln, hielt er genau auf den Baum zu, hinter dem sich der Jägersmann kauerte. Dabei nestelte er an seinem Gürtel herum. Entdeckt hatte man den Fremden also noch nicht, der Andere wollte nur seine Blase leeren, jedoch an der wohl ungünstigsten Stelle im Wald. Zumindest für den Mann aus Balar, der nun Gefahr lief entdeckt zu werden.
Der Wüstenmann hatte sein Gemächt entblößt, der gelbe Strahl verfehlte den Baum knapp und färbte den Schnee neben Erasmus immer dunkler. Der Mann hatte ein dümmliches Gesicht, dem ein Ausdruck angestrengten Nachdenkens anhaftete. Doch als er so da stand und eine sich erleichterte, wanderte sein Blick zur Seite und streifte die Fußspuren des Jägers. Dadurch das der Schnee von oben die Spuren bereits fast wieder ausgefüllt hatte, waren sie nicht sofort zu erkennen und das der Mann nicht der hellste war, trug wohl dazu bei, dass er nicht sofort erkannte, was er sah. Doch so langsam schien es ihm zu dämmern. Gerade als er etwas sagen wollte, brüllte die ganze Meute auf, denn der dickere der beiden Kontrahenten war so eben zusammen gebrochen. Auch der Kerl in Erasmus nähe begann zu jubeln, warf beide Arme in die Luft und sprenkelte dabei seine Lederstiefel. Fürs erste schien Erasmus gerettet zu sein. Doch noch war der Mann nicht weg und auch wenn er es durch die Aufregung wieder vergessen hatte, im Grunde wusste der Typ, dass etwas nicht stimmte ...
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Montag 13. September 2010, 21:11

Aus der Nähe konnte er auf einen Blick erkennen das diese Männer nicht aus Balar stammen, sondern sie hatten eine etwas dunklere Hautfarbe. Auch die Sprache kannte er, denn Banor sprach mit manchen Reisenden aus dem Süden des öfteren solche Worte.
Als der eine Mann auf den Baum zu kam und dabei seinen Gürtel öffnete versuchte sich der Jäger so ruhig wie möglich zu halten, doch leider entdeckte der Mann die Fußspuren des Jägers und er schien sich sichtlich zu fragen woher diese stammten.
Doch mit einmal gab es ein lautes Gejohle, beim Feuer lag einer der Kämpfenden am Boden.
Nun wäre der Ideale Zeitpunkt zu fliehen, damit der Mann mit heruntergelassener Hose ihn nicht fand.
Wenn sie wirklich aus dem Süden kommen, sind es sicherlich keine Räuber. Sonst wären sie sicherlich im Süden geblieben. Vor allem bei dem Wetter.
Dachte Erasmus und blieb erst mal still sitzen, dann entschloss sich der Jäger für eine Sache.
Erasmus stand auf und trat hinterm Baum hervor, mit seiner schlichten Leder- und Pelzkleidung und mit dem Bogen über seiner Schulter, war er kein bedrohlicher Anblick, jeder konnte erkennen das es sich um einen Jäger handelte.

Der Mann der sich gerade noch entleerte, stolperte erschrocken zurück und fiel dabei über seine Hose und landete mit dem blanken Hinterteil im Schnee. Er rief etwas zu seinem Leuten am Lagerfeuer und diese drehten sich augenblicklich zum Jäger um.

„Seit gegrüßt Reisende... Ich hoffe ich störe eure gemütliche Runde nicht. “
Sagte der Jäger mit seiner etwas rauen stimme.
Innerlich hoffte er das sie seine Worte verstanden und dass diese Männer wirklich mit friedlichen Absichten hier lagerten.
Nach bevor die Männer wirklich antworten konnten, sprach der Jäger erneut.
„Ihr braucht eure Waffen nicht gegen mich heben, denn ich bin nur ein einfacher Jäger der sich auf der Reise gen Süden befindet. Und nach eurem Aussehen zu urteilen, stammt ihr aus Sarma.
Könntet ihr mir vielleicht sagen, warum seit einiger Zeit kaum noch Händler oder andere aus Sarme nach Balar kommen ?“

Der Jäger hoffte auf eine Antwort die ihm seine Reise nicht wieder nach Balar führen lässt.
Wenn es einfach wegen dem Winter ist, wäre ich erleichtert.
Ich hoffe das es nur der Winter ist.

Der Jäger stand dort und sah genauestens auf die Reaktion der Wüstenmänner.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Samstag 25. September 2010, 12:21

Musha - Bist du bereits so betrunken, dass du nicht einmal mehr gerade pissen kannst?!, brach einer der fremden Südländer in lautes Lachen aus und blickte zu dem vermeidlichen Dummbatz herüber. Gerade als er einen weiteren, bissigen Spruch zum Besten bringen wollte, viel ihm die seltsame Gestalt im Halbdunkel der Bäume auf. DA IST JEMAND IM WALD!, brüllte der Mann lauthals, um das laute Gröllen seiner Spießgesellen zu übertönen. Nicht sofort, aber Stück für Stück, hoben sich die Köpfe der Anwesenden und das lustige Beisammensein wurde je unterbrochen. Ein riesiger Mann erhob sich aus der Mitte des Lagers - Er musste gute zwei oder zweieinhalb Schritte groß sein. Die schwarzen Haare waren wild und lagen in dicken Zöpfen auf seinen Haaren. Die dunklen Augen blickten den Fremden mit einer Mischung aus Neugierde und Feindseeligkeit an - Erasmus hatte die kleine Gruppe eidneutig überrascht und man konnte erkennen, dass dies vielleicht der einzige Grund für den ausstehenden Tod des Jägers war. Die umstehenden Kerle tauschten immer wieder verschmitzte Blicke mit diesme Riesen aus. Es war eindeutig der Anführer. Plötzlich und ohne Vorwarnung, holte der Südländer aus und gab einem nahe stehenden Mann eine saftige Ohrfeige, so dass dieser rücklings im Schnee landete. Die Oberarme des gewaltigen Sarmaner schienen genug Kraft zu haben, einen Ork zu erwürgen - Wer auch immer dieser Leute waren, es konnte sich nicht um einfach Händler handeln. Erasmus fragte sich allmählich, ob es wirklich eine gute Idee war sich zu zeigen. Rufe wurden laut und auch der Anführer, den einige jetzt mit Shikan ansprachen, schien Befehle zu brüllen, während einer seiner massigne Finger auf den Jäger zeigte. Unvermittelt standen einige der Fremdlinge hinter Erasmus im Wald. Sie hatten sich während des Tumults hinter ihn geschlichen und legte mit Kurzbögen auf ihn an - Eine falsche Bewegung würde mit Sicherheit zum Tod führen. Gerade Erasmus wusste um die Wirkung eines solchen Projektils und die Kraft die dahinter steckte. "Komm ins Licht, Fremdling!, sagte der südländische Riese in einem erwartungsvollen Ton. Da die Wahlmöglichkeiten stark eingeschränkt waren, befolgte Erasmus die Anweisung und betrat die Lichtung. Es roch nach Urin, Alkohol und gammeligne Fleisch. Es war eindeutig, dass dieses Lager bereits länger Zeit existierte. Jetzt, dass der Feuerschein die Umgebung erhellte, fiel dem Jäger etwas am äußeren Rand auf, direkt hinter dem Anführer. Eine kleine Ansammlung von Menschen, in schlechte Umhänge gewickelt und weit ab von der Wärme des Feuers. Nur wenige nahmen die Ankunft des Neulings wahr, nur zwei oder drei Köpfe hoben sich zittrig - Ketten klirrten und es wurde immer klarer, was dies für Menschen waren und warum sie sich im Winter des Waldes an so einem Ort aufhielten - Sklavenhändler die sich versteckten. Einer der Sklavne war bis zu den Augen vermummt, aber aus diesen blickte er starr und voller Erwartung auf den Jäger. Endlich stand der Reisende vor dem Samaer. "Wer bist du ... was willst du hier? Spuck es aus oder wir lassen dich den Wölfen zum Spielen hier ...", griente der Riese und fixierte den Jäger mit den kalten Augen. Um Erasmus herum klirrten Waffen und jemand spielte bösartig mit der Sehne seines Bogens.
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Samstag 25. September 2010, 13:12

Die Fremden hatten den Jäger umzingelt und hatten alle ihre Waffen bereit zum angreifen.
Einer der Männer rief Befehle aus und die anderen folgten diesen anscheinend sofort. Der Mann der die Befehle rief, war eindeutig der Anführer.
Er war sicherlich um die zwei Schritt groß, wenn nicht sogar größer, und er hatte schwarzes Haar das in dicken Zöpfen herunter hing.

Ich hätte verschwinden sollen dachte Erasmus nur während er einige Schritte zum Anführer ging.
"Mein Name ist Erasmus, ich bin Jäger und meine Heimat ist der Wald... Ich habe euer Lagerfeuer aus der Ferne sehen können und wollte wissen, wer hier in dieser Jahreszeit freiwillig Lagert." Während er Sprach musterte er die Kerle und stellte leider fest, dass eine Flucht und ein Kampf unmöglich waren. Er hatte keine andere Wahl als zu versuchen sich mit diesen Reisenden gut zu verstehen oder auf jeden Fall das Beste aus dieser Situation zu machen.
"Ich habe keine Waffe gegen euch erhoben... Warum also erhebt ihr eure Waffen gegen mich ?"
Fragte der Jäger nachdem er sich vorgestellt hatte und blickte dem Anführer in die Augen.
Zeige keine Schwäche, aber behalte deinen Mut in Grenzen... Das waren Worte von seinem Vater, die sich in solchen Momenten immer Bewahrheitet haben und dem Jäger auch schon das Leben gerettet haben.

Erasmus drehte sich mit vorgezeigten Händen und musterte jeden der Männer kurz, sie waren alle das Kämpfen gewöhnt und auch die Bogenschützen schienen ihre Waffen zu beherrschen.
Nachdem er dem Anführer wieder in die Augen schaute, kam er leider zu dem Entschluss, dass die Flucht unmöglich ist. Die Männer stehen zu dicht an einander und dort wo keine Männer waren, stand ein Baum im weg.

Ob der Wolf wohl dies voraus gesehen hatte... War es das wo vor der Wolf ihn warnen wollte.. Der Jäger dachte wieder an den Wolf und hoffte innerlich das dieser tatsächlich von Phaun gesandt wurden war... Denn wenn er es war, würde der Gott der Tiere ihn nicht so hier enden lassen.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Samstag 25. September 2010, 18:58

Der Anführer hob eine Braue und das Gesicht verzog sich zu einer gehässigen Maske - Boshaftigkeit funkelte in den brauen Augen und mit einem zischenden Lachen, übersetzte er die Worte des Jägers für die anderen Halunken im Lager. Wie von einem guten Witz geschüttelt, brachen die übrigen Männer in Lachen aus und schafften es kaum sich wieder zu fangen. Der Riese hob die Hand. Das Lager verstummte. Nur das Schnaufen der Räuber und der leichte Wind in den Ästen waren zu hören. Shikan blickte Erasmus lange an und ließ sich dann wieder auf seinen improvisierten Thron fallen. "Mein Name ist Shikan D´Kahraban und das du ohne Waffe hier auftauchst ist kein Grund dafür, dass wir unsere stecken lassen.", äußerte sich der Samaer und faltete die Hände ineinander. Er war eindeutig gebildet oder hatte zumindest eine Art Bildung erhalten - Denn er war nicht mit den anderen Männern zu vergleichen. "Du hast bemerkt, meine Männer fanden es eher belustigend, dass du so dumm warst." Ein leistes Tuscheln hob an und die meisten ließen ein gehässigen Gackern hören. "Schnauze, ihr Bastarde!, brüllte Shikan lauthals und fletschte die Zähne bedrohlich. Die Wölfe waren eindeutig nicht die gefährlichstne Tiere des Waldes - Zumindest nicht im Moment. "Aber wir sind Händler, daher können wir dir sagen, warum so wenig Handel mit euch getrieben wird.", mit einem Fingerzeig wies er einen der Männer an und schon legte dieser seine schwere Hand auf die Schulter des Jägers, der mit mehr harter als sanfter Gewalt auf einen Baumstamm gezwungen wurde, der provisorisch als Bank diente. "Es herrscht Krieg ... Besetzung ... was auch immer.", begann der Dunkelhäutige. "Aber für Händler wie uns ...", er breitete die Arme aus," ... gibt es keine bessere Situation um Geld zu verdienen!" Die Räuber johlten und schrien ihren Triumph und ihren Stolz heraus. Laut knallend fuhren die Topfdeckelgroßen Hände des Samaer auf dessen Stuhllehnen nieder. Jeder schweig. "Unser Gut sind Menschen ... und so wie du aussiehst, denke ich, dass man einen guten Preis bezahlen würde - Stramme Nordländer sind gerne in den Ställen gesehen." Der Mann, der Erasmus ebennoch mit sanfter Gewalt auf den stamm gedrückt hatte, spannte seine Muskeln und die starken Finger, fraßen sich in die Schulter des jungen Jägers. "Ich denke, du wirst dich hier wohl fühlen ... schafft ihn zu den anderen und sorgt dafür, dass er nicht fliehen kann." Einer der Männer trieb seinen Fuß in den Rücken des Jungen. Erasmus fiel vorne über und landete im schlammigen Boden um die Feuerstelle - Der Schnee war geschmolzen und hatte teile des Erdreichs aufquellen lassen. Bevor sich Erasmus wehren konnte, wurde ihm der Bogen und auch das Messer abgenommen, denn diese Männer verstanden hier Handwerk. Klackend schloß sich ein schweres Schloß und eine Handschelle lag um Erasmus Arm gebunden - Ein zweites Klacken ertönte und schon war er mit der großen Kette verbunden, welche die Gefangenen an einem Baum hielten. Die Räuber hatten den Jäger zu den anderen geschleift, entfernten sich und waren alsbald wieder in ihrem Fest gefangen. Es mussten einige Minuten vergangen sein. Der Himmel verfärbte sich bereits. Das Stöhnen der halbtoten Sklaven erklang. Nur einer der Sklaven, sagte nichts, bewegte sich nicht und schien auchsonst nichts von einer Tortur zu zeigen. Es war die selbe Gestalt, die Erasmus bei dessen Ankunft zu genau beobachtet hatte. Jetzt drehte sie sich um und blickte dem Jäger ins Gesicht. Die Augen waren tiefgrün und spiegelten eine Seele wieder, der jeder Mann erlegen wäre ... es war eindeutig eine Frau. Ihr Stimme war leise, doch konnte man sie sehr gut verstehen. Ein leichter Akzent wehte mit, viel weniger als beim anführer der Gruppe. "Sie haben euch also erwischt - Ihr wart sehr närrisch. Warum seid ihr nicht weggelaufen, als ihr euch hinter dem Baum versteckt habt?" - Wie hatte sie das sehen können, das musste sich Erasmus jetzt fragen. Denn ohne Zweifel lagen einige Meter zwischen der jetzigen und der Position an der sich der junge Mann versteckt hatte. "Hehe ...", ließ sie ein sehr mädchenhaftes Lachen hören, " ... die Männer taten gut daran, dich auszulachen. Nichtsdestotrotz ... mein Name ist Famina ... du bist von hier hast du gesagt? Kennst du dich gut im Wald aus?", ihr Stimme schien unschukldig - Teilweise so, als ob sie nicht einmal wusste, dass sie in Gefangenschaft war.
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Samstag 25. September 2010, 21:02

Bevor der Jäger reagieren konnte war er unbewaffnet bei den anderen Sklaven...
Es ist also Krieg... Aber was hatte es mit den Dunkelhäutigen auf sich ? Hatte Sarma etwa einen Krieg begonnen ? Jetzt muss ich erst einmal meine Sachen wiederbekommen und zurück zum Dorf
Die anderen Sklaven schienen schwach und ausgehungert zu sein, nur einer der Sklaven drehte sich plötzlich um. Die Augen vom Sklaven waren tiefgrün und Erasmus wusste sofort das diese Augen nur von einer Weiblichen Person stammen konnten. Als sie anfing zu sprechen hörte er die ersten Worte nicht, denn er war zu abgelenkt von ihren Augen.
die Männer taten gut daran, dich auszulachen. Nichtsdestotrotz ... mein Name ist Famina ... du bist von hier hast du gesagt? Kennst du dich gut im Wald aus?

Der Jäger musste leicht schmunzeln.
„Natürlich kenne ich mich hier im Wald aus, ich bin seit 9 Jahren Jäger hier auf der Insel. Es gibt kaum Orte hier die ich nicht gesehen habe.“ sagte Erasmus mit leiser und tiefer Stimme zu der Sklavin. „ Bloß nützt mir das jetzt ziemlich wenig... Außer die Herren da Trinken so weiter wie sie es bis jetzt taten...“

Er musterte die Frau und fragte sich wie sie wohl bei den Sklavenhändlern gelandet ist, aber darum konnte er sich sicherlich später noch Gedanken machen. Auch wie er die Handfesseln loswerden sollte, war dem Jäger noch unklar...

Eines werde ich mit in die Zukunft nehmen... Lasse fremde dich nie wieder umkreisen und vor allem, gehe nie wieder mit einem guten Glauben auf eine Gruppe fremder zu


Erasmus schaute auf die Gruppe der Sklavenhändler, und sprach wieder zur Sklavin als keiner der Männer zu ihnen hinschaute. „Hast du etwas vor ? Ich glaube schlimmer als der Tod ist das Leben eines Sklaven alle male...“

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Samstag 25. September 2010, 22:34

Nachdenklich zog Famina die Brauen zusammen und schwieg ein wenig. Es schien, als habe Erasmus etwas gesagt, was die junge Frau zum nachdenken brachte. Schnell fasste sie sich wieder und blickte skeptisch zu der Gruppe Männer, die sich nun wieder ihren kleinen Kämpfen widmete - Bald würde der Alkohol und die Erschöpfung das Nötige tun. Erasmus war neugierig. Das musste man ihm eingestehen, aber im Moment, hatte die Sklavin nichts weiter zu tun. "Sklave zu sein soll schlimmer sein als der Tod?! Da wo ich herkomme ... ", sie blickte sich um und versuchte festzustellen, ob die anderen schliefen. Niemand wollte Aufregung haben, denn den Menschen ging es auch ohne Erinnerungen an die Heimat schlecht genug. Jeder schien sich in die Welt der Träume gehungert zu haben. " ... ist Skalve zu sein, meist die einzige Rettung vor dem Tod und die Menschen, versuchen schon immer dem Tod auf jede nur erdenkliche Art und Weise zu entkommen. Du bist sehr schnell mit deinem Urteil, Jägersmann." Sie spickte immer mal wieder in die Mitte des Lagers. Viel bewegte ich nicht mehr. Doch es würde noch einige Stunden brauchen, bis jeder eingeschlafen war.

Nach ungefähr drei Stunden, die Kälte war noch beissender geworden, dröhnte das Geräusch von vielen schnarchenden Leuten durch den Wald - Man hätte meinen können, ein vielköpfiges Monster hätte das Nachtlager hier aufgeschlagen. Jetzt jedoch kam Bewegung in die Reihen der Sklaven. Zwei der vermeitlich Halbtoten erhoben sich und blickten sich um. Ihre Augen waren anders als die der Frau - Kalt und Skurpellos. Eindeutig keine einfachen Gefangenen. Noch überraschender war es, als auch das Mädchen aufstand und an ihrer Handfessel rumnestelte. Sie verstand ihr Handwerk, denn nach nur wenigen Bewegungen klickte es leise und das Metall viel ab. Kurz vor dme Boden fing sie es auf und legte es leise zu Boden. Die beiden Männer taten es ihr gleich. Sechs Augen richteten sich auf Erasmus und ein paar worte in Sendli wurden gewechselt. Die Herren hatten wohl nur wenig Lust, den Jäger mitzunehmen, denn sie zeigte auf Erasmus und schüttelte energisch mit dem Kopf. Doch die Dame war überzeugt von ihrer Entscheidung und überstimmte den Rest der kleinen Gruppe. Sofort machte sich Famina an die Fesseln des jungen Nordländers. "Du musst sie entschuldigen ... sie sind Fremden gegenüber immer sehr feindseelig gegenüber ... normalerweise hätten wir dich auch getötet, aber wir brauchen dich noch ... meiner Meinung nach.", mit dem letzten Wort schnappte die Fessel auf und wurde sanft zu Boden gelassen. Der Jäger war schneller wieder frei, als er es sich hätte träumen lassen. Die beiden Männer machten sich auf und verteilten sich. Schon bald konnte man sie zwischen den Bäumen und Sträuchern auftauchen sehen und so leise wie der Wind wurden die Wachen dezimiert. Es war unbeschreiblich, wie schnell die geheimnisvollen Männer vorgingen und auch Famina war unbemerkt bis zum Anführer vorgedrungen. Sie winkte Erasmus zu sich und deutete auf dessen Waffen, die ein kleines Stück abseits des Lagers lagen. Doch plötzlich schnellte eine breite Hand hervor und schlag sich um Faminas Hals - Ein lautes Würgen war zu hören und man konnte das breite Grinsen des Riesen sehen. Er umklammerte den Hals des Mädchens und obwohl sie sich wehrte, schaffte sie es nicht, aus dem Griff zu entkommen. Die dicke Wollrobe rutschte herunter und gab den Blick auf eine Samaerin preis, deren Körper ihrem Gesichts um nichts nachstand. Sie hätte Tänzerin sein können oder vielleicht eine sehr teure Prostituierte. Die enge Lederkleidung gab viel Preis und es war eindeutig, dass Erasmus hier keine einfachen Gefangenen vor sich hatte. Die tiefgrünen Augen trafen das Gesicht des Jägers und in ihnen lag ein Bitten. Die beiden Weggefährten seiner neuen Bekannschaft eilten durch das Lager, rschlugen dabei wild die aufwachenden Räuber, aber es war eindeutig, dass der Anführer den Hals es Mädchens brechen würde, noch lange bevor sie gerettet werden konnte - Es lag jetzt am jungen Jägersmann.
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Montag 27. September 2010, 21:13

Die Hand des Anführers packte den Hals von Famina und drückte mit aller Kraft zu, die Kraft reichte sicherlich aus um ihr den Hals zu brechen. Der Jäger schaute sich schnellstens um und sah die Glut des restlichen Feuers. Der Jäger nahm ein glühendes Stück am kalten Ende und presste das andere Ende dem Anführer ins Gesicht.
Die ließ von der Sklavin los und schrie auf vor Schmerzen und vor Wut, er schlug wie Wild um sich, denn anscheinend hatte die Glut sein eines Auge getroffen und so war das sehen für den Anführer sehr erschwert.
Erasmus packte die nach Luft schnappende Frau und zog sie ein Stück weg von dem in Raserei gefallenden Anführer. Dieser kniede sich hin und schaufelte mit der Hand etwas Schnee in sein Gesicht um die Schmerzen zu kühlen, dabei rief er anscheinend Befehle, denn die noch Lebenden Sklavenhändler begannen nach und nach auf zu stehen und suchten ihre Waffen.
Zum Glück für die Sklaven war der Alkoholpegel noch recht hoch, da letzte Nacht gefeiert wurden war.

Dann zog der Jäger einer der bereits getöteten Wachen, das Schwert vom Körper und begann die noch liegenden Wachen zu erstechen. Der Jäger konnte zwar mit dem Schwert nicht kämpfen, aber zum erstechen, wehrloser Räuber reichte es alle male.

Leider waren nun der Rest der Räuber schon aufgestanden und einige hatten auch schon ihre Waffen ergriffen. Die beiden Kumpanen von Famina töteten noch noch einige der Räuber und waren dann bei der Position der beiden anderen angelangt.

„Wer von euch hat jetzt einen Plan wie wir weiter machen ? Ich bräuchte einen Bogen zum Kämpfen... Also bin euch keine große Hilfe momentan..“
Sagte er zu den 3 ehemaligen Sklaven.
Die beiden Männer schauten ihn nur grimmig an und der Jäger nahm es als ein Zeichen von : „ Halt den Mund „

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Samstag 2. Oktober 2010, 14:39

"Sag deinem Schoßtierchen, es soll aufhören wie ein Idiot zu brabbeln!", grummelte einer der Helfer und ließ die beiden samae´schen Dolche in den Händen kreisen. Immernoch von Kapuzen verdeckt, war es schwer die Gesichter von Faminas Begleitern zu erkennen. Aber aufgrund ihrer Stimmlage wäre es wohl auch kein besonders großer Genuss. Der zweite Kämpfer führte ein Krummschwert und schlitzte einem ankommenden Banditen den Bauch auf, so dass sich eine breite Blutlache im Schnee bildete - Mittlerweile war das Schneefeld kaum noch als weiß zu bezeichnen, denn überall vermischte sich das unschuldige Weiß mit dem tödlichen Rot. Der Anführer schien langsam wieder bei klarem Verstand zu sein und brüllte lauthals Befehle in die Masse seiner jetzt noch wenigen Untergebenen. Famina verpasste dem aufmüpfigen Gefährten eine Kopfnuss und sprach einige, harte Worte in Sendli, worauhin sie nur einen untergebene Blick erntete.
"Gut, Erasmus, dann bleib bei mir, wir werden dir deinen Bogen besorgen!", sagte Famina ruhig. "Ihr anderen, haltet uns den Weg frei!", meinte sie sehr harsch. Die wilde Südländerin griff nach Erasmus Handgelenk und zog ihn mit sich. Die beiden Männer an ihrer Seite waren wie der Wind. Sie tauchten immer dann auf, wenn sich ein Feind nährte und schlugen ihn so geschickt nieder, dass man annehmen konnte, die Gegner starben freiwillig. Endlich kamen sie bei den Waffen des Jägermannes an und jetzt zog selbst Famina ihre Waffen. Sie führte eine Art Klinge, die man über die Finger zog und dadurch mit einfachen Faustschlägen gefährliche Wunden reißen konnte. "Dann bleib hinten und pass auf dich auf, Erasmus ...", meinte Famina und stürmte mit den beiden Begleitern in die Gegnergruppen. Der Anführer der Sklaventreiber war inzwischen auf dem Weg durch den Wald und wollte fliehen - Höhstwahrscheinlich hatte er erkannt, dass dieser kleiner Überraschungsangriff seinen Untergang bedeutete. Dabei achtete er nicht auf Erasmus oder die anderen, sondern rettete sich über eine Lichtung in Richtung Meer. Famina jedoch entdeckte ihn. "Erasmus!! Er darf nicht entkommen!", schrie sie durch den Kampflärm und versuchte durch die Feinde zu brechen, doch leider treten für jedne besiegten Feind zwei Neue auf den Plan.
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Mittwoch 6. Oktober 2010, 21:22

Erasmus nahm den Bogen und nahm einen Pfeil aus dem im Schnee liegenden Köcher.
Er brauchte einen Augenblick, aber schließlich sah er den Anführer der Sklavenhändler über die Lichtung laufen.
Perfekt... Kaum Wind, freie Sicht... Eine bessere Situation gäbe es nicht dachte der Jäger und hob dem Bogen zum Schuss. Jedoch stieß ihn Famina zur Seite und dort wo er gerade noch stand, war nun ein Pfeil im Boden. Einer der Sklavenjäger hatte seinen Bogen und brachte der kleinen Gruppe nun mehr Probleme, Erasmus wusste, wenn er nun den Bogenschützen erlegte konnte der Anführer fliehen. Wenn er aber nun den Anführer stoppt könnte einer der Gruppe verletzt werden, aber ohne lange zu überlegen zielte er auf den Anführer der immer noch in Reichweite war.
Natürlich zielte er als erfahrender Jäger nicht auf die Position in der sich der Anführer befand, sondern ein gutes Stück vor. Das einzige das nun noch das schwierige war, den Anführer nur zu verletzen und zu stoppen, nicht zu töten.

Mit einen zischen löste sich der Pfeil von der Sehne und flog nun in die Richtung des Anführers.
Doch den ob er traf oder nicht konnte Erasmus nicht sehen, denn nach dem Schuss konzentrierte er sich aufs ausweichen und er musste seinen Köcher wieder finden.
Denn durch die Kämpfe wurde der Schnee aufgewirbelt und der Köcher lag nun irgendwo im Schnee begraben. Als der Jäger diesen aber nicht schnell genug Fand, nahm er den Pfeil der den andere Bogenschütze gerade auf ihn geschossen hatte und legte diesen auf die Sehne.
Der Pfeil des Sklavenjägers war um einiges feiner bearbeitet und auch war eine Verzierung an dem schafft zu erkennen. Auch die Federn waren dem Jäger unbekannt, aber anscheinend kamen diese von einem der Vögel die in der Wüste lebten.

Er hielt Ausschau nach dem anderen Schützen, jedoch schien dieser nicht mehr zu stehen. Denn entdecken konnte Erasmus ihn nicht mehr. Also hielt der Jäger nun einige Feinde auf Abstand die doch Respekt vor dem Bogen hatten, denn sie wussten sicherlich selber das der Bogen durch viele Rüstungen einfach durchschlug.
Famina und ihre beiden Kumpanen waren blutüberströmt, aber man konnte nicht erkennen ob es nun ihr Blut war oder das der getöteten Feinde. Aber so wie sie noch kämpften, glaubte Erasmus mal einfach das es zu den Gegners gehörte.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 7. Oktober 2010, 13:49

Surrend durchschnitt der Pfeil des Jägers die eiskalte Waldluft. Erasmus hatte gut gezielt und mit einem schmatzenden Geräusch brach das Geschoss des Jägers durch die dicke, schwarze Haut des Sklavenhändlers. Der Anführer bremste langsam ab und blieb schlussendlich stehen. Seine massige Hand griff sich in den Nacken und suchte nach dem Grund der Schmerzen - Die Finger tasteten am Schaft entlang und als er den Pfeil erkannte, erschlafften seine Knie und der gewaltige Körper klappte zusammen. Beim Aufprall wirbelte jede Menge Schnee auf bald schon konnte man das Ziel des Jägers nicht mehr klar erkennen.

Inzwischen waren Famina und ihre beiden Gefährten bei Erasmus angelangt. Die restlichen Räuber wagten sich nicht mehr in ihre Nähe. Der anführer war geflohen oder Tod, die meisten ihrer Brüder lagen blutend im Weiß des Waldes und allmählich sanken die Hoffnungen auf einen Sieg über die kleine Gruppe. "Vergessen wir das! Mir ist mein Leben zu schade für so etwas!", brüllte einer und rannte in Richtung des Waldes davon. Allerdings war der Mann zur Rechten Faminas schneller. Er holte aus und warf seinen Dolch hinter dem Flüchtling her. Er ächzte kurz auf und krachte schreiend zu Boden. Die Waffe hatte sich genau den Rücken gebort und seine Wirbelsäule zertrennt. Erasmus war eindeutig in Begleitung von Menschen die im Töten geübt waren. Sofort brach eine Panik aus und jeder Sklavenhändler versuchte seine Haut zu retten. Sofort nahmen die immernoch vermummten Samaer die Verfolgung auf, ließen Erasmus und Famina alleine im Lager zurück. Sie stemmte die Hände in die Hüfte und wandte sich mit einem verführerischen Lächeln zu Erasmus um. Die grünen Augen blitzen vor Freude und selbst das tropfende Blut der Toten schien der Schönheit dieser Frau nicht zu schaden. "Danke für deine Hilfe!, meinte sie sanft und sie war so ruhig und gelassen, als wäre es ihr tägliches Geschäft ein ganzes Lager aus gefährlichen Räubern und hünenhaften Sklavenhändlern auszuradieren. Mit einem leisen Surren zog sie einen der Dolche aus einer versteckten Scheide unter dem dünnen Stoffgewand. Sie schritt auf Erasmus zu. "Es wird Zeit ...", sagte die Samaerin und ihr Blick wurde zu Eis. Immer näher kam sie dem Jäger und mit einer unmenschlichen Bewegung warf sie die Waffe in Weidenfels Richtung. Nur knapp raste die Klinge an seiner Wange vorbei und nur wenige Meter hinter ihm stöhnte jemand auf.
Der Schütze, der die kleine Gruppe aus der Entfernung angegriffen hatte, war durch die Bäume hinter Erasmus geschlichen und wollte diesen mit einem präzisen Schuss ausschalten. Famina lächelte wieder und schritt zu der Leiche um sich ihre Waffe wiederzuholen. Ihre Bewegungen waren anmutig und zeigten, dass es sich unmöglich um eine einfache Bäuerin handeln konnte. "Damit wären wir Quitt, Erasmus!", gab sie freundlich zu Wort und machte sich inzwischen daran, die Fesseln der anderen Gefangenen zu lösen. "Nehmt euch zu Essen aus dem Lager und wartet auf weitere Anweisungen!", befehligte sie in Sendli. Die beiden Männer kehrten aus dem Wald zurück und waren getränkt in Blut - Vermutlich hatte niemand ihrer Feide überlebt und wenn doch, dann würden sie den Wald nicht überleben, dass wusste Erasmus. Sie schritten auf ihre Anführerin zu. Alle drei führten ein intensives Gespräch und wieder schien der Jäger Hauptthema zu sein. Schlussendlich schickte Famina die unheimlichen Krieger zu den Gefangen und ging dann, bekleidet mit einem Mantel den sie vor dem Angriff anhatte, zurück zum Weidenfels. "Die beiden sind immernoch der Meinung ich hätte dich töten sollen, Erasmus. Aber ich brauche dich. Leider weiß niemand der hier anwesenden, wie wir aus dem Wald herauskommen. Wir müssen zu einem Fischerdorf names Uruia ... es sollte im Süden liegen.", sie stoppte kurz und gab ein Handzeichen, damit man ein Feuer entfachte. "Wir müssen zurück nach Samar. Wenn du mich in das Dorfst führst, dann hast du einen Gefallen bei mir offen. Kommen wir ins Geschäft?", fragte Famina und streckte ihre feingliedrige Hand aus. Das meiste Blut daran war bereits getrocknet oder gefroren. Diese Frau war facettenreich - Eine eiskalte Mörderin, ein charmantes Kind der Wüste und wie es schien, eine ausgezeichnete Geschäftsfrau. Die grünen Augen blicken fragend in Erasmus Gesicht und es schien ein ewiges Fragen darin. Erasmus sollte sich nur eine Frage stellen: War es schlau mit einer Frau im Wald zu verschwinden, die gerade eben ein Dutzend Männer gedankenlos niedergemetzelt hatte?
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Sonntag 17. Oktober 2010, 19:53

Erasmus beobachtete den Kampf und nach kurzer Zeit war es auch schon vorbei, die Sklavenhändler flohen in alle Richtungen und jeder versuchte sein Leben zu retten.
Famina drehte sich zu ihm und Wurf ihren Dolch in sein Richtung.
Der Dolch flog so knapp vorbei, das Erasmus den Wind spüren konnte, denn der Dolch verursachte.
Als er sich umdrehte sah er auch schon, den Schützen der Sklavenhändler zusammen sinken, dieser hatte sich um die Gruppe geschlichen und wollte nun von hinten Erasmus töten.
„Danke, du hast mir das Leben gerettet.“ sagte er lächelnd.

Natürlich kannte Erasmus das Dorf in das Famina wollte, es belieferte sein Heimatdorf fast Täglich mit Fisch. Aber dennoch wusste er nicht ganz wie er Famina einschätzen sollte, sie konnte die Sklavenhändler ohne große Mühe töten und dennoch war das Aussehen der Frau das genaue Gegenteil.
Es ist riskant jemanden zu trauen den man noch nicht lange kennt und auch ihre beiden männlichen Begleiter scheinen etwas gegen mich zu haben. Ich muss wohl immer ein Auge auf Famina und ihre Begleiter haben, ansonsten könnte das mit meinen Tod enden.
Das Massaker das die drei angerichtet hatten, gaben dem jungen Mann allen guten Grund sich diese Gedanken zu machen. Denn wie sollte man jemanden Trauen, der dir mit blutiger Hand ein Angebot macht.

Erasmus schaute sich um und sah wie die anderen ehemaligen Gefangenen die Leichen der Räuber nach Wertsachen, Essen und Trinken durchsuchten.
Auch die beiden Begleiter Famina's durchsuchten die leblosen Körper, aber auch gingen sie zu der Leiche des Anführers, die mittlerweile noch kaum zu sehen war. Der Schnee hatte fast alles bedeckt, nur die Stelle wo der Pfeil traf war noch Frei. Das warme Blut das aus der Wunde kam, hatte den Schnee geschmolzen. Als die beiden Männer dort waren, nahmen sie den Pfeil aus dem Körper und drehten ihn um. Was weiter geschah war Erasmus jetzt egal, denn er musste nun eine Antwort auf das Angebot von Famina geben.
Er überlegte noch einmal kurz und fasste dann endlich einen Beschluss.

Der Jäger schaute genaustens auf die Reaktion der Frau und sagte schließlich „Gut, ich führe euch zu dem Dorf. Es ist um den einen Tagesmarsch entfernt und das wäre dann ohne Pause. Aber was wollt ihr in dem Dorf ?“. Er hoffte innerlich sehr auf eine Antwort, denn er war sich immer noch nicht sicher ob man Famina vertrauen konnte, aber sie würde auch nicht ehrlich antworten, wenn sie etwas böses vorhat. Trotzdem würde Erasmus sie dorthin führen, denn sonst würden sie wahrscheinlich erfrieren bevor sie eine Siedlung finden würden.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Sonntag 17. Oktober 2010, 20:47

"Nur wir beide, Erasmus. Du und ich. Der Rest bleibt hier und wartet auf meine Nachricht - Also keine anzüglichen Überraschungen!" Aus Faminas Mund klang eine solche Möglichkeit eher spöttisch. Hatte sie doch erst vor einem kurzen Augenblick ihren Dolch in den Augen eines Südländers versenkt. Doch ihr Lächeln war so reizend und man könnte meinen Erasmus wäre nur einer von vielen Männern, die dieses genießen durfte. Es wirkte wie ein Druckmittel beim Handeln.
Die Samaerin löste den Griff, wandte sich um und gebot dem Jäger mit einem erhobenen Zeigefinger zu warten. Ihr graziler Körper schlenderte mit einem aufreizendem Wackeln des Hinterteils zu der kleinen Gruppe Befreiter und Gefährten. Sie wechselte einige Worte und erhielt sehr heftigen Widerstand. Als das Mädchen jedoch auf Erasmus zeigte und dann mit ihren Dolchen wirbelte, schienen das die meisten der Anwesenden sehr witzig zu finden, denn sie begannen laut zu lachen. Einige wechselten einen verschlagenden Blick mit dem Fremden. Jetzt allerdings sollte Erasmus etwas auffallen, denn sie schienen sich mit einer Art speziellen Gruß zu verabschieden - Es war weder ein Kriegergruß noch die Art, wie sich einfache Bürger die Hand gaben. Viel mehr war eine Abfolge vieler kleiner Bewegungen.
Famina kehrte zurück und überprüfte seelenruhig ihre Ausrüstung. "Gehen wir?", fragte sie beiläufig und lud den Jäger ein, die Führung zu übernehmen. "Hier ... das wirst du brauchen.", meinte sie und bückte sch nach einem der Schwerter ihrer Feinde. Mit einem Zwinkern warf sie es ihm zu und legte kurz darauf den Reiseumhang an, denn der Wind frischte auf. Weidenfels setzte sich an die Spitze.
"Was wir dort wollen ... wie gesagt, wir wollen nach Samar. Wir wollen Heim. Was treibt dich in das Lager eines Sklavenhändlers, der in der gesamten Wüste gesucht wird?", raunte die Wüstendame unter ihrem Mundschutz hervor. Bald schon verschwommen die Reste des Lagers hinter den Beiden und der endlose Wald verschluckte sie - Jetzt war Erasmus gefragt und sein Orietierungssinn. Es gab mit Sicherheit keinen Zweifel daran, dass Erasmus sterben würde, sollte er Famina enttäuschen oder versuchen sie zu betrügen.
Aber er musste sich fragen, warum eine solche Gruppe im Wald anzutreffen war und dann noch mit solchen Fähigkeiten unter solchen Händlern.
Er hatte nun Zeit Famina zu betrachten. Sie war unbeschwert, ihre gesame Haltung und Bewegung wirkte wie die eines Kindes. Die Kälte schien sie nicht zu stören, noch schien sie sich des sicheren Todes bewusst, wenn sie das Dorf nicht fanden. Ihre gesamte Bewegung jedoch war eindeutig - Sie wusste um ihre Reize und selbst der Ganz war darauf ausgelegt, Männeraugen zu verwirren. Was auch immer ihre Berufung war oder ihre Herkunft, sie war keine einfache Sklavin und warscheinlich war sie dies noch nie gewesen. Auch Faminas Begleiter waren eindeutig geübt im Töten, doch gerade, dass man es Famina nicht anssah, machte sie für Erasmus gefährlicher. Er würde sich noch weiterhin fragen, was dise Reise für ihn bereithalten sollten ... nur soviel stand fest: Wenn er ihr half, dann würde er seinem Ziel nach Samar zu kommen, ebenfalls sehr viel schneller näher kommen.

Mod-Eintrag: Erasmus Weidenfels erhält ein Kurzschwert
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Donnerstag 21. Oktober 2010, 17:26

Erasmus befestigte das Kurzschwert an seinem Gürtel und wartete bis Famina bereit war.
Als sie mit ihren Leuten sprach, fühlte sich Erasmus unwohler den je, er überlegte sich sogar einfach zu verschwinden in einem passenden Moment. Doch wusste er auch, das man der Frau danach nicht über den weg laufen sollte und beschloss sich ihr das Dorf zu zeigen.
Denn alleine würde sie auch nicht viel ausrichten können in dem Dorf.
Als Famina dem Jäger die leicht ironische Antwort gab, musste der Jäger schmunzeln und ging los in den Wald. Famina folgte ihm, dabei fiel Erasmus auf das sie recht leicht bekleidet war aber anscheinend machten die kalten Temperaturen der jungen Dame nichts aus.
Sie verstand es die Männer um den Verstand zu bringen und das mit allen ihren weiblichen Reizen.
Er versuchte sich einzureden dem zu widerstehen, aber bei jedem Anblick schienen seine Gedanken wieder bei ihr.

Erasmus schaute zum Himmel und dann achtete er auf das Moos an den Bäumen, er konnte sich daran orientieren und ging Zielsicher Richtung Süden, dort wo das Dorf liegt.
Falls sie nicht direkt am Dorf landen sollten, gab es die Straße an der Küste, die als Orientierung und direkten Weg nach Uruia.
Nach bereits kurzer Zeit Wanderschaft und gegenseitiges an schweigen, dachte Erasmus darüber nach, wie seine Reise weiter gehen sollte. Denn anscheinend war Sarma nicht sicher, aber es war die einzige Stadt mit ausreichend großen Schiffen die zum Festland fuhren.
Er stellte sich Sarma mit den Worten eines Händlers vor, der einst in seinem Dorf war.
Dieser erzählte von schönen Frauen überall auf den Straßen, die Gerüche der verschiedensten Kräuter schweben durch die Luft und die Bauwerke sind mit Gold überzogen.
Er konnte sich das gut vorstellen, das einzige zudem er sich kein Bild machen konnte, war das mit dem Gold an den Häusern.

Das Dorf Uruia, Erasmus war bereits dort, aber genau erinnern konnte er sich nicht an das Dorf. Er wusste nur noch das an den Stegen unzählige Fischerbote lagen und der Geruch von Fisch und dem Salzigen Meer lag in der Luft. Die Schenke in dem Dorf hieß „Zum fliegenden Fisch“ was natürlich zu der Spezialmahlzeit der Schenke zurückführte. Denn dies waren Fische mit Flügeln, die ein wenig nach Ente schmeckten.

Er schaute zu Famina und sagte mit seiner Tiefen stimmen „Wie ich bereits sagte, dauert es knapp einen Tag ohne Pause. Willst du also eine Pause halten zwischen durch ?“
Auch wenn Erasmus glaubte das sie ohne Pause zum Dorf wollte, fragte er einfach aus Höflichkeit.
Denn er wusste nicht, wie Famina die sonst in der Wärme der Wüste wohnt die Temperaturen hier im kühleren Klima aushält.
Erasmus wollte nur ungern das sie aus Entkräftung Stirbt oder erfriert.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 21. Oktober 2010, 19:35

Famina legte den Kopf schief. "Du redest nicht so gerne über deine Ziele, hu? Nunja - Du musst es mir nicht erzählen.", sagte das junge Mädchen in einem unschuldigen Ton, aber jeder konnte sehen, dass es sie kränkte, denn hatte Famina ihm nicht von ihren Zielen berichtet? Ein wenig beleidigt, beschleundigte das Kind der Wüste ihren Schritt und wirbelte immer mehr Schnee auf. Der Himmel war nun vollkommen grau und die Schauer würe vermutlich noch bis zum Eintreffen der Dämmerung andauern. "Lebst du eigentlich schon lange in dieser Einöde aus Eis und Dreck?", wurde Erasmus bissig gefragt. Ein lautes Schmatzen ertönte und Famina blieb stehen. "Bei den Göttern, was?!", kreischte sie auf und zog ihren Fuß aus der dicken Schneedecke. Eine zähe, braune Flüssigkeit baumelte von ihren Sohlen herab. Für Erasmus eindeutig die Hinterlassenschaft eines Rehbocks. Angewidert schüttelte das Mädchen das unschöne Geschenk vom Fuss, reckte das Kinn in die Höhe und versuchte nicht, den Jäger anzusehen.

Es vergingen einige Stunden der Wanderung und auf Erasmus Frage, ob man eine Pause einlegen sollte, verneinte sie. Jeder konnte sehen, dass Eile ihr größter Antrieb war. Etwas lag im Argen, dass musste selbst der Jäger feststellen. "Ich sehe Häuser!", jauchzte die Samaerin plötzlich auf und beschleunigte. Sie schlug Äste zur Seite und brach durch eine wilde, weiße Wolke mitten in das gesuchte Dorf. Viele Blicke wandten sich um. Etwas blamiert, steckte das Mädchen die Zunge heraus und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Fremde waren selten und daher verfolgten entliche Augen das vorrankommen des kleinen Gespanns. Einige Händler hobne grüßend die Hand, als Erasmus an ihren Läden vorbei ging. Scheinbar, so dachte Famina, war der neue Begleiter keine unbekannte Figur im ländlichen Bereich.

Nach einigen Metern erreichten beide Reisende eine Tür, die selbst für den Jägersmann neu schien. Ein seltsames Zeichen war in die obere, linke Ecke eingeritzt worden. Es war schwer zu erkennen, aber es könnte sich dabei um eine Blume handeln - Ein Wildgewächs oder eine Rose. Famina blickte sich skeptisch um und klopfte in einem unrhythmischen Takt gegen das Holz. Zuerst blieb es stumm, dann hörte man Schritte und jemand riss die Tür mit einem solchen Schwung auf, dass der Schnee von der Dachkante purzelte und nur eine Handbreit neben Erasmus aufschlug. "Famina?! Seid ihr das! Ohh ... ich dachte, wir hätten euch verloren?!", jubelte ein alter Mann im Türrahmen. Sein Bart war lang und schmutzig, üblich für die Bewohner des Dorfes. "Schnell, schnell kommt herein!", meinte er und zog erst das Mädchen und dann den Jäger in die alte Kammer. Es roch nach Salzfisch und feuchter Takelage. Knarzend schloß sich die Tür hinter den Dreien. Famina nahm die Kapuze ab und umarmte den Herren. "Danke, Urland, dass du gewartet hast. Die anderen leben auch noch und wir haben viele retten können und wenn Erasmus hier seine Sache gut gemacht hat, dürften wir uch nie wieder Probleme mit diesem Pack haben.", griente sie und deutete mit dem Daumen auf den Jäger. Der alte Mann machte große Augen und schüttelte mehr als heftig die Hand des Weidenfels. "Großartige Arbeit!", lobte er und lächelte breit und zahnlos.

Famina schritt in der Dunkelheit sicher weiter und entzündete eine Öllampe auf der anderen Seite des Raums. Es war sehr seltsam, dass sie sich so gut orientieren konnte, aber wahrscheinlich, kannte das Mädchen diesen Ort besser als Erasmus und konnte sich daher so sicher bewegen. "Urland, wir brauchen das Boot und du musst die anderen holen. Sie befinden sich nördlich von hier auf eine Lichtung - Sie haben ein Feuer entzünbdet, du solltest sie finden können." Der Alte nickte fleißig und eilte zu einem Rad am Ende der Kammer. Die schwitzigen Hände umfassten die Apperatur und je öfter er daran drehte, desto breiter wurde eine Öffnung am hinteren Teil des Gebäudes. Jetzt, wo das Licht hereinviel, konnte man ein kleines Segelboot erkennen, dass genügend Platz für vier oder acht Personen hatte. Famina sprang belustigt hinein und begann damit, alles für eine Fahrt vorzubereiten. Unter Ächzen klärte Urland sie über die Vorräte an Bord auf. "Ihr müsstet meinem Bruder sagen, dass er bei der Rückfahrt Proviant an Bord nehmen muss, Prinzessin!", raunte er und wurde plötzlich sehr still. Famina´s Blick wurde schlagartig hasserfüllt und fixierten den alten Kauz. Dieser zitterte etwas und machte sich daran schneller zu drehen. "Verzeiht!, presste er hervor und das junge Mädchen ließ von ihm ab. Die verführerischen, grünen Augen legten sich jetzt auf Erasmus. "Also, Jägersmann, dies ist eure Gelegenheit: Ich fahre nach Samar - Kommt mit mir oder versucht euer Glück an einem anderen Ort!", ihre Stimme hatte erneut etwas kühles, als wäre sie eine Geschäftsfrau oder eine Regentin.

Mod-Wahl: Erasmus hat jetzt die Möglichkeit auf das Geschäft einzugehen (Es geht weiter in Samar) oder nicht (Der Geschichtsverlauf ändert sich)
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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erasmus Weidenfels » Donnerstag 21. Oktober 2010, 21:46

Du redest nicht so gerne über deine Ziele, hu? Nunja - Du musst es mir nicht erzählen
Sagte Famina nachdem Erasmus auf ihre frage nicht geantwortet hatte.
Nagut ich kann ihr es wohl erzählen „Ich habe mir nach dem Tod meines Vaters in den Kopf gesetzt, aus jeden Teil dieser Welt ein Tier zu erlegen und die Trophäen mit in meine Heimat bringen. Ich will jedes Tier kennen und studiert haben. Natürlich nicht durch Bücher oder Schriften, nur durch meine eigene Erfahrung. Mein Vater hatte schon ähnliche Träume, aber er hatte nie die Möglichkeit dazu, den seine Familie war ihm wichtiger geworden.“
Kurz nach dem Erzählten, war auch schon wieder ruhe eingekehrt und nur der kurze Moment in dem Famina in die Hinterlassenschaften von einem Rehbock trat, brachen das schweigen.

Dann waren auch schon Häuser am Horizont zu sehen und Famina stürmte los und brach durch die Äste, so das sie in einer weißen Wolke aus aufgewirbelten Schnee nun plötzlich mitten im Dorf stand. Viele der Bewohner hatten nun ihre Augen auf sie gerichtet und sie wurde leicht verlegen.
Dabei fand Erasmus das Famina noch verspielt wirkte, trotz der nächtlichen Aktion die mehreren Männer das Leben gekostet hatte. Erasmus ging hinterher und der ein oder anderen kannte er hier und er hob grüßend die Hand. Dann blieben sie auch schon vor einer Tür stehen die dem Jäger neu war und Famina klopfte etwas unrhythmisch gegen diese.
Kurz danach hörte er Schritte und die Tür wurde mit Schwung geöffnet das etwas Schnee vom Dach knapp neben Erasmus auf den Boden aufschlug.
Ein älterer Herr stand nun dort und freute sich über das wiedersehen mit Famina, danach zog er nun auch die beiden gerade Angekommenen ins Haus und schloss die Tür.
Aus dem nachfolgenden Gespräch erfuhr der Jäger das der Mann Urland hieß und Famina anscheinend ein Boot bei ihm hatte. Dann drehte Urland an einem Rad das an der Wand hing und die Rückseite des Hauses begann sich zu öffnen. Dort war ein Segelboot das sicherlich acht Mann transportieren konnte.

Famina sprang in das Boot und Urland erzählte Ihr müsstet meinem Bruder sagen, dass er bei der Rückfahrt Proviant an Bord nehmen muss, Prinzessin! . Sie schaute ihn Wütend an und er entschuldigte sich sogleich danach. Prinzessin ? Das würde einiges erklären, aber ihrer Reaktion zu urteilen, sollte man sie nicht drauf anschprechen...
Erasmus tat lieber so als hätte er es nicht gehört und dann kam Famina auch schon mit der entscheidenen Frage Also, Jägersmann, dies ist eure Gelegenheit: Ich fahre nach Samar - Kommt mit mir oder versucht euer Glück an einem anderen Ort!

Er strich sich über Kinn und überlegte. Laut ihrer Aussage ist Krieg in Samar, aber vielleicht scheint es doch nicht so schlimm zu sein. Sie muss ja wissen wie es dort ist.
„Ich würde mich Freuen mit dir zu Reisen, denn würde ich nach Samar kommen und vielleicht findet sich dort eine Möglichkeit zum Festland zu kommen.“
Der Jäger dachte nicht nur an das weiterkommen, sondern auch das er mehr Zeit mit Famina verbrachte, denn sie schien doch eine interessante Frau zu sein, die viele Geheimnisse hatte. Und schaden kann es nicht, gute Kontakte in der Wüstenmetropole zu haben.
„Sagt mir einfach ob ich euch beiden noch irgendwie behilflich sein kann, ich stehe nur ungerne untätig in der Gegend. Außer es hat irgendwas mit der Seefahrt zu tun, da kenne ich mich leider nicht aus.“ sagte Erasmus nachdem Urland und Famina beide wieder begannen die Überfahrt vorzubereiten.

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Re: Durch den Schnee und durch den Wald

Beitrag von Erzähler » Freitag 22. Oktober 2010, 15:27

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