Liliths Haus

Die Wohnviertel gleichen jeder anderen Stadt auch, nur dass man hier keine Männer finden wird. Fachwerkhäuser reihen sich Wand an Wand, dazwischen hängen Wäscheleinen und dennoch findet man viele Häuser mit kunstvollen Holzschnitzereien.
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Re: Liliths Haus

Beitrag von Erzähler » Montag 22. Februar 2010, 16:25

Constanze verschränkte hochmütigen Blickes die Arme vor der Brust. Dieses Männchen war nicht einmal in der Lage, ein paar Hanfseile zu fangen. Es beruhigte sie. Er war ungeschickt. Was hatte sich Lilith da nur ins Haus geholt? Nicht mehr lange und er wird Xytras wieder verlassen. Sie wünschte es sich. Die Jungfrauen würden sich schon überreden lassen. Conny konnte es immer noch nicht glauben, dass sie ihrer über alles geliebten Elfenfreundin diesen Wunsch erfüllt hatten. Wussten sie etwa mehr als die Amazone selbst? Aber Lilith vertraute ihr! Sie waren enge Freundinnen. Lilith wusste, was Constanze für sie empfand. Sie würde ihr nichts verheimlichen ...

Unglücklicherweise weit gefehlt und das hätte Constanze möglicherweise auch herausgefunden, wenn sie in ihrem Waffenstillstand zu Darak diesen einmal gefragt hätte, ob er mehr wüsste. Denn Darak kannte die eigentlichen Gründe für sein Hiersein. Nicht die Spende war für Lilith Blütentau vordergründig gewesen, sondern Daraks Art, die ihr in seiner Anwesenheit helfen sollte, den Glauben an die Männerwelt zurück zu gewinnen. Mut, sich dieser Welt als mehr als eine Amazone zu stellen: nämlich als Frau, die durchaus Teil des Festlandes sein wollte. Eine Frau, die sich nach Mann und Familie sehnte, allerdings ebenso nach dem Respekt, den ein jedes Wesen Celcias verdienen sollte. Lilith hatte schon vor Catties Aufnahme in den kleinen Kreis skurriler Abenteurer erkannt, wie zärtlich Darak Luthrokar sein konnte. Und doch ... sie erinnerte sich bestimmt auch daran, dass er Mörder war. Sie hatte miterlebt, wie Soldaten ihn damals aus dem Elfendorf Eldar gezerrt und als Gefangener nach Pelgar gebracht hatten - unter Anklage, ihn verurteilen zu müssen, weil er ein Straftäter war.
Von einem solchen Mann wollte Lilith weiterhin diesen Glauben zurückgewinnen, sogar unter der Möglichkeit, dass sich Darak in sie verliebte. In diese elfische Amazone, die im Grunde ihres Herzens kaum eine war. Ganz im Gegensatz zu ihr stand da Constanze, eine Vollblut-Amazone sondersgleichen! Vermutlich ahnte Darak bereits, warum Lilith nicht mit ihrer besten Freundin hatte reden können.

Die Hauptfrau der Amazonen teilte Darak seine Aufgabe zu und nach einem starren Blick, als er sie um ihre ... Weiblichkeiten bat, hörte man sie zischend ausatmen. "Die Kerze ...", gab Darak erklärend ab. Constanze stellte sie auf eine der höheren Steinstufen. Sie warf Darak einen strengen Blick zu. "Glaubst du wirklich, ich wäre so kaltblütig wie ihr Männchen und würde dich hier im Dunkeln zurücklassen?" Da sprach sie einen deutlichen Unterschied an. Die Amazonen mochten Männer verachten, aber wenn gezwungenermaßen einer in ihren Reihen war, so behandelten sie ihn nicht wie einen Verbrecher oder einen Sklaven. Gut, sie zollten ihm wenig Respekt, verachteten ihn und beschimpften ihn, aber Darak war auf Xytras noch nicht gefoltert worden - die Spende konnte man nicht als solche bezeichnen, er war freiwillig deshalb hergekommen.
Nein, diese Frauen sperrten ihn nicht in feuchte Verliese, schlugen und peitschten ihn. Sie ... ließen ihm auf bizarre Weise doch eine gewisse Würde. Etwas, das den meisten Mädchen und Frauen genommen worden war, ehe man sie rettend in die Stadt der selbstbewussten Frauen geführt hatte.

„Das..tut mir leid…wenn ich diesen Eindruck hinterlassen habe… aber die weisen Jungfern haben Lilith doch ihre Unterstützung bereits zugesagt…Wird… sie es nicht als etwas… kränkend empfinden wenn du gegen ihre Bitte vorgehst?“

Constanze verließ schweigend den Kellerraum. Von unten konnte Darak sie mit Alma sprechen hören. "Ich lass ihn nicht weg", tönte die für Frauenverhältnisse tiefe Stimme der monströsen Heilerin nach unten. Jede Silbe ein schwerer Schritt auf der steinernen Treppe. Constanzes wenn auch strenge und feste Stimme konnte damit nicht mithalten. Aber sie schien durch eine Geste zu antworten, denn man hörte nichts von ihr. Die nächsten Geräusche waren Schritte und eine Tür, die erst geöffnet wurde und anschließend wieder ins Schloss fiel.

Die Amazonenhauptfrau hatte das Haus verlassen. Es dauerte nicht lange, da stampfte es wieder auf der Treppe. Dieses Mal war es nicht Almas rollende Stimme, sondern die Heilerin selbst, die in den Keller hinabstieg. Sie hockte sich auf die vorletzte Stufe - das hieß, dass sich ihr Speck auch noch auf die Stufen darüber und darunter verteilte. Hätte sich Alma zu Darak in den Raum gestellt, wäre dieser wohl an die Wand gequetscht worden. Das erkannte auch die Tonne von Weib. So hockte sie auf der Treppe und versperrte den einzigen Fluchtweg, falls die Luft knapp wurde.
"Du sollst Kartoffeln in Säcke packen?", brummte sie. "Wolltest du nicht auf der Burg was machen?"
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Re: Liliths Haus

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 24. Februar 2010, 11:19

"Glaubst du wirklich, ich wäre so kaltblütig wie ihr Männchen und würde dich hier im Dunkeln zurücklassen?" Darak blickte sie lange an. Dann seufzte er. „Ich bin schon sehr vielen Menschen begegnet die auch mich geprägt haben…“ Erwiderte er knapp. Eine vielleicht für Constanze nicht als solche zu erkennende Anspielung auf seine eigene Traumatas die er in seinem bisherigen Leben erfahren hatte. Er nahm die Kerze dankbar entgegen und stellte sie an eine sichere Stelle wo er sie nicht aus Versehen umschubsen konnte.
Constanze wandte sich währenddessen ab und liess ihn alleine im Keller. Darak liess Cattie auf den Boden hopsen und begann brav damit die Säcke zu füllen und zusammen zu binden. Er entschied sich nicht nach oben zu gehen auch wenn er durchaus konnte – schliesslich war Alma hier. Aber erstens musste er die Säcke füllen und zweitens würde die Dicke sich ohnehin von ihrer natürlichen Neugierde getrieben zu ihm runter gestampft kommen.

Tatsächlich dauerte es keine zehn Minuten da setzte sich die Masse auch in Bewegung und stieg zu ihm in den Keller runter. Darak blickte zu ihr hin. Im fahlen Kerzenlicht sah er wahrlich aus wie ein kleiner verstossener den es zu verstecken galt. „Hallo.“ Lächelte er ihr entgegen und schuftete weiter.

"Du sollst Kartoffeln in Säcke packen?" „Ja… genau das soll ich tun… während Constanze bei den Jungfrauen dafür spricht mich von der Insel zu schmeissen.“ Er seufzte. Hoffentlich kam Lilith bald nach Hause. Er sehnte sich nach etwas… er blickte Alma an… attraktiven Wärme. Auf die Frage ob er denn nicht in der Burg zu tun hatte schüttelte er nur den Kopf. „Nicht mehr.“ Meinte er knapp und arbeitete weiter. Erst als er drei Säcke gefüllt hatte erzählte er Alma von seinem Tag. Wie er Amazonenmädchen hat überfallen müssen, wie die dabei beinahe zusammengebrochen waren. Wie er ins Klassenzimmer genommen wurde und was für eine Rede er in etwa gehalten hatte.

„Constanze meint ich sei nicht gut für die Mädchen. Ich würde sie mit meinen „romantischen Geschichten“ nur schlecht beeinflussen. Weisst du nicht alle Frauen hier denken so radikal wie Constanze…“ Einige taten es vermutlich aber auch oder sogar noch extremer. „Ausgerechnet die radikalste muss Befehlshaberin meines Halsbandes sein.“ Murmelte er und strich sich darüber worauf es ihm einen leichten Zwick bescherte. „autsch..“ Wenigstens hatte sie noch nie davon gebrach gemacht. Warum auch? Darak hatte sich bisher sehr bemüht und angepasst gezeigt. Etwas, was durchaus nicht selbstverständlich für den Sklaventreiber war. Elena war eine jener Frauen gewesen die erfahren hatte wie Darak tun konnte wenn ihm eine Gefangenschaft nicht passte.
Damals noch, als er sich Woltov nannte und sie ihn auf Elenas Pferd gehievt hatte war er sich nicht zu schade ihr ins Haar zu spucken. Nun… dies würde er bei Constanze wohl genau einmal machen und dann hätte er wohl für sein ganzes Leben lang ausgespuckt.

„Hast du die ganzen Kriegerinnen hier gesehen? Wofür rüsten die sich?“ Wechselte er das Thema. Darak und sein Gefolge waren dem Krieg welcher das Festland heimsuchte praktisch ausgewichen. In den tiefen Dschungel waren die feindlichen Truppen nämlich noch nicht vorgedrungen gewesen als sich Darak und sein Gefolge da durchgeschlagen hatten. Wenn er wüsste was in Pelgar und Andunie jetzt gerade los war.

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Re: Liliths Haus

Beitrag von Gestalt » Freitag 26. Februar 2010, 23:10

Constanze hatte nichts erwidert. Sie blockte vollkommen ab und reagierte nicht ein einziges Mal auf Daraks Andeutungen, dass auch er nicht gerade gut behandelt worden war. Auch er besaß Schatten in seiner Vergangenheit wie sie selbst oder Lilith. An Lilith dachte er, sehnte sich nach ihrer Nähe, während Kartoffel für Kartoffel im Sack landete und Alma mit ihm sprach. Die dicke Heilerin konnte ihm vielleicht Halt geben und ihm eine gute Freundin sein, aber für ein paar erholsame Stunden, in denen man alles vergessen konnte, taugten ihre Schwimmringe leider nicht. Sie waren eher abschreckend, schließlich könnte man zwischen ihnen eingeklemmt werden oder ersticken.
Trotzdem grüßte Darak mit einem Lächeln und Alma grüßte ihn auf selbe Weise zurück. Ihr Lächeln schwand, als Darak wie beiläufig mitteilte, was Constanze vor hatte. In die Heilerin kam Bewegung. Ihr Speck bebte. Wenn der Vulkan Alma ausbrach, würde er auch Darak mit sich ins Unglück reißen. "WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS?!", donnerte es. Von der Kellerdecke rieselte Staub. Alma war fassungslos. "Aber sie und du, ihr habt einen WAFFENSTILLSTAND! Du ... du ... du GEHÖRST Lilith ... also irgendwie. Kein Menschenhandel, ach, DU WEISST WAS ICH MEINE!"

Alma ließ sich nur schwerlich beruhigen. Ihre Neugierde, warum Darak nun nicht mehr in der Amazonenburg beschäftigt war und wie denn sein Tag verlaufen war, sorgten dafür, dass Alma schnell wieder zur Beherrschung kam. Brummig hockte sie auf der Treppe und lauschte den Worten des Gehörnten. Hin und wieder schnaubte sie oder stieß ein "Unerhört!" heraus. "Du wirst hier sehr schlecht behandelt", stellte sie am Schluss fest. "Kein bisschen Respekt und Constanze ist die schlimmste von allen. Die sollte sich freuen, dass sie einen Kerl wie dich kennenlernen darf. HA! Die bräuchte wohl mal einen richtigen Mann in ihrem Bett!" Alma brachte es auf den Punkt. Andererseits hatte Darak nun schon einige amazonische Schicksale hören dürfen und die wenigstens würden sich ihn als wärmenden Schlafpartner wünschen. Die jungen Amazonen fürchteten Männer sogar und Constanze schärfte ihnen deren Boshaftigkeit weiter ein. Wenigstens stärkte sie das Selbstbewusstsein der Frauen, sich gegen solche Männchen zu wehren. Aber auch Darak machte sie schlecht und der gehörte nicht zu diesen Kerlen - seit Elena nicht mehr.

"Hast du die ganzen Kriegerinnen hier gesehen? Wofür rüsten die sich?" "Ja, ich hab sie gesehen und mich auch gleich zusammen mit Cattie etwas in der Stadt umgehört. Wir scheinen ziemlich viel verpasst zu haben, während wir im Dschungel unterwegs waren." Almas Gesichtsausdruck wurde plötzlich sehr ernst und wenn eine Alma ernst schaute, dann merkte man dies sofort. Ihre Schweinsäuglein wurden noch kleiner, die Falten dafür tiefer und die Mundwinkel formten sich dermaßen bizarr, dass ihre ganze Mimik verrutschte.
Alma winkte Darak heran und zeigte auf einen der verschnürten Kartoffelsäcke. "Ich weiß nicht, wieviel dir an der Heimat liegt ... oder wo du daheim bist, aber ist besser, du setzt dich." Sie holte Luft, sehr viel Luft. Und dann sprach sie: "Die dunklen Völker sind in den Krieg gezogen. Den jüngsten Nachrichten zufolge ziehen Dunkelelfen gegen Andunie und Pelgar in den Krieg. Sarma wurde eingenommen und sie haben sich Unterstützung bei den Piraten geholt. Deshalb rüsten sich auch einige Amazonen. Sie haben sich von der furchtlosen Cattie anheuern lassen, weil die Dunkelelfen ihnen Städte auf dem Festland zusichern, die von Frauen regiert werden dürfen." Alma schnaubte. Sie glaubte nicht an dieses fadenscheinige Angebot. "Nicht alle Amazonen ziehen in den Krieg. Einige halten nichts davon und noch weniger, einer Piratin beizutreten, die sich mit Männern zusammen tut. Alle Amazonen, die auf der Insel bleiben, wollen sich dem Krieg nicht anschließen, hoffen aber auf einen Sieg ihrer Schwestern."
Alma schaute auf. "Ich hab Pelgar nie wirklich gemocht. Die Armenviertel sind voller Probleme, aber der Adel wirft ein lysanthorisches Tuch über alles. Außerdem ist die Bezahlung ziemlich schlecht, sogar für Heiler. Aber es ist meine Heimat, ich hab dort fünf Kinder großgezogen! Wenn Pelgar in dunkelelfische Hände fällt, werden viele leiden müssen."
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Re: Liliths Haus

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 2. März 2010, 14:20

Darak senkte sein Haupt. Er wollte nicht dass Alma sich so wegen ihm aufregte, denn sie neigte dazu genau so aufbrausend für ihn einzustehen. Nur bei Constanze befürchtete er dass sich seine Situation bei einer überstürzten Solidaritätsaktion seitens Alma nur noch mehr verschlechtern würde. Schliesslich könnte sie ihm vorwerfen die Frauen gegen sie aufzuhetzen und somit manipulativ zu sein. Es war nicht leicht als Männchen bei den Amazonen. Ganz und gar nicht. Wo Lilith nur steckte? Er sehnte sich so nach ihr. Stattdessen blieb ihm nichts anderes übrig als Almas Wutausbruch zu folgen.

"Kein bisschen Respekt und Constanze ist die schlimmste von allen. Die sollte sich freuen, dass sie einen Kerl wie dich kennenlernen darf.“ „Alma… ist schon gut… beruhige dich! Ich denke nicht dass die weisen Jungfrauen mich wegschicken werden…“ HA! Die bräuchte wohl mal einen richtigen Mann in ihrem Bett!" Darak blieb das Wort im Halse stecken. Er hüstelte. Nicht dass er das nicht auch schon gedacht hatte – und zwar mit sich in der männlichen Hauptrolle. Aber dies von Alma zu hören war irritierend. „ALMA!“ Ereiferte er sich und schauderte im nächsten Augenblick.

Um sie endlich zu beruhigen wechselte der Gehörnte das Thema und fragte nach was all die Kriegerinnen zu tun hatten. Alma sah plötzlich sehr ernst aus, wie damals als sie machtlos dem desolaten Zustand seines Beines ihm hatte mitteilen müssen. Darak setzte sich brav auf den Kartoffelsack. Cattie hüpfte sogleich zu ihm und hockte sich auf seinem Schoss wo sie leise vor sich hin gluckte. Er streichelte sein Lieblingshuhn.
"Die dunklen Völker sind in den Krieg gezogen. Den jüngsten Nachrichten zufolge ziehen Dunkelelfen gegen Andunie und Pelgar in den Krieg. Sarma wurde eingenommen und sie haben sich Unterstützung bei den Piraten geholt.“ Darak starrte Alma an. „Krieg?!“ Die Dunklen Völker? Darak war nie in seinem Leben in Morgeria gewesen und hatte auch sonst nur sehr wenig mit Dunkelelfen am Hut gehabt. Vielleicht lag dies daran dass Dunkelelfen nicht in die Minen geschickt sondern gleich hingerichtet wurden. Der einzige Dunkelelf an den er sich erinnern konnte war dieser schmierige Kerl aus dem Kerker von Andunie der sich an Elena rangemacht hatte während Valrock – Faldor möge seine Seele rösten – ihm die Haut vom Knochen geschabt hatte. Es war auch der erste Dunkelelf den er getötet hatte.
Er senkte sein Haupt. Um Sarma tat es ihm nicht leid obwohl er viele Jahre dort gelebt hatte. Eine Kriegsherrschaft würde nicht schrecklicher sein als die welche damals an der Macht gewesen war. Sklaverei und Menschenhandel würde wohl weiterexistieren. Darak konnte sich gar vorstellen dass Sarma die Hochburg der versklavten Völker werden würde.

Und um Pelgar? Die Stadt des Lysanthors? Nun dass diese Stadt geschliffen wurde war für ihn nur nochmals ein eindeutiges Indiz dafür dass Lysanthor sich einen Dreck um seine Schützlinge scherte. Ein Gott der es tatenlos zuliess wie seine eigens als Hauptsitz erwählter Ort angegriffen wurde war es nicht wert angebetet zu werden. Vielleicht würden dies die Paladine und Ritter nun auch endlich kapieren.
Aber um Andunie reute es ihn. Viel verband ihn mit dieser Stadt. Der Mord welcher sein Leben verändert hatte aber auch Hauptmann Zitter der ihm das Leben geschenkt hatte. Hoffentlich fiel er nicht in der Schlacht! „Zitter…“ Hauchte er leise.

“Deshalb rüsten sich auch einige Amazonen. Sie haben sich von der furchtlosen Cattie anheuern lassen, weil die Dunkelelfen ihnen Städte auf dem Festland zusichern, die von Frauen regiert werden dürfen." „Das ist doch Blödsinn!“ Ereiferte sich Darak. „Wie naiv sind die eigentlich? Wie Naiv sind die Piraten! Die werden doch nur als Frontfutter missbraucht und sobald die Städte eingenommen sind werden sie selber abgeschlachtet werden! Niemals würden die Dunklen Horden es zulassen dass fremde jene Städte regieren die sie erobert haben dass wäre ja auch sinnlos!“
Er schnaubte. „Sie kämpfen auf der falschen Seite!!“ Das würde er wohl nicht zu laut sagen dürfen wenn er nicht selbst nach Sarma deportiert und gleich den Eroberer überlassen werden wollte.
„Aber es ist meine Heimat, ich hab dort fünf Kinder großgezogen! Wenn Pelgar in dunkelelfische Hände fällt, werden viele leiden müssen.“ „Ja was willst du tu? Du bist keine Soldatin… und ich auch nicht.“ Er schnaubte. „Ich könnte mir höchstens in Sarma ein goldiges Näschen verdienen.“ Knurrte er. Seine Stimmung war drastisch gesunken. „Ich will nicht dass diese schmierigen Gesellen über uns herrschen.“ Doch was sollte er schon tun? Sich dem Widerstand anschliessen? Als Söldner irgendwo in den Schlachtfeldern verrecken?

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Re: Liliths Haus

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 3. März 2010, 09:02

"Ich BIN ruhig!" Oh ja, man merkte es deutlich. Alma war so ruhig wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Venen an ihrem Hals, die man auch für neue Fettpolster hätte halten können, traten dick hervor. Ihr Lid zuckte und sie ballte die fettigen Wurstfinger immer wie zu Fäusten, entspannte sie, ballte sie erneut. Alma war die Ruhe selbst!
In diesem Zustand entfleuchte einem auch schon einmal eine unpassende Bemerkung. Wobei, passend wäre sie gewesen. Darak selbst hatte schon daran gedacht, Constanze einmal durch körperliche Nähe auf den Zahn zu fühlen, aber dass in Almas Geist ein ähnlicher Gedanke herum schwirrte, kam für den Gehörnten dann doch überraschend. "ALMA!" "Jaja", schnaubte die Heilerin. "Ich weiß schon, die Kleine hat viel mitgemacht. Aber genau deshalb sollte sie wohl mal jemand vom Gegenteil überzeugen, dass nicht alle Männer von Grund auf schlecht sind." Jetzt hatte sich Alma endlich etwas abreagiert. Sie seufzte und schüttelte bedauernd den Kopf. "Armes Ding. Sie verpasst so viele schöne Momente, weil sie niemanden an sich heranlässt. Naja, keinen Mann jedenfalls. Dabei könnt ihr schon richtige Stiere sein." Sie grinste Darak an. Was beinhaltete dieses Grinsen noch alles?!

Glücklicherweise kamen die beiden auf ein anderes, weitaus ernsteres Thema zu sprechen: Krieg. Nicht unbedingt ein erfreulicheres Gesprächsthema, aber es lenkte von Almas liebestollen Männerfantasien ab.
"Zitter ..." "Hast du auch gleich an ihn gedacht? Ja, ich habe ihn auch nicht vergessen. Hoffentlich geht es ihm gut." Alma teilte die Sorge um den andunischen Hauptmann. Die Nachricht, die für die Amazonen aktuell war, konnte nicht mehr frisch sein. Ob Andunie und Pelgar bereits angegriffen worden waren? Wie viele Tote würde es geben? Dunkelelfen machten doch keine Gefangenen ...
Auch Darak machte sich so seine Gedanken. Er hielt die Piraten gleichermaßen wie die Amazonen für dumm und naiv. Sie glaubten an dunkelelfische Versprechungen, wo doch deutlich war, dass dieses Volk ihnen das Blaue vom Himmel log. "Du gehörst also demnach auch zu den Frauen, die hier bleiben und sich Cattie nicht anschließen würden." Alma versuchte, das Ganze mit ein wenig Heiterkeit zu würzen. So wirklich wollte ihr das nicht gelingen. Sie brummte und erhob sich mit aller Mühe. Speck verteilte sich neu, schlug nach allen Seiten aus und wackelte noch immer, nachdem die Tonne schon wieder von ihren kurzen Beinchen getragen wurde. Eine wahre Meisterleistung, was diese beiden Gliedmaßen so alles aushielten. Sie mussten zäh wie Darak Luthrokar sein.

"Sie kämpfen auf der falschen Seite!" "Viele von ihnen kämpfen wohl um eines kleinen Stückchens Hoffnung wegen. Sie träumen von einem besseren Celcia. Nun, die Amazonen. Die Piraten sehen darin wohl nur eine Ausrede, um große Plünderungen sogar an Land zu beginnen. Hmpf! Es werden so viele sterben ..." Das sorgte Alma wohl am meisten. Sie wollte gar nach Pelgar, um dort irgendwie zu helfen. Selbst eine Tonne wie sie, die nur aus Fettschichten und ... noch mehr Fettschichten zu bestehen schien, besaß einen leichten Heilerkomplex.
"Ja, was willst du tun? Du bist keine Soldatin ... und ich auch nicht." "Ich bin Heilerin", antwortete sie. Und damit hatte sie alles gesagt. Heiler wurden im Krieg oftmals mehr gebraucht, als neue Soldaten, die man an die Front schicken und dem Feind hilflos ausliefern konnte. Heiler flickten solche Idioten wieder zusammen.
"Ich will nicht, dass diese schmierigen Gesellen über uns herrschen."
"Ich auch nicht!" Das war nicht Almas donnernde Stimme. Die Heilerin drehte sich halb um sich selbst - eine überaus komplizierte Bewegung, wenn man auf den schmalen Stufen einer Kellertreppe stand. Von oben fiel ein schmaler Schatten herab. Lilith Blütentau stand im Türrahmen. Kein Lächeln lag auf ihren sanften Zügen. Sie strahlte Entschlossenheit aus ... Kampfgeist. Dann entdeckte sie Darak und nun rang sie sich doch ein liebevolles Lächeln ab. "Ich habe dich am Strand gesucht", hauchte sie. Anschließend wandte sie sich wieder an beide. "Ihr habt also auch davon gehört, dass Kriegszustände herrschen. Seltsam, dass wir davon so gar nichts mitbekommen haben. Aber nun holt es uns doch ein." Eine solch harte Entschlossenheit war man von der Elfe eigentlich nicht gewohnt und was wollte sie damit bezwecken? Etwa ebenfalls in den Krieg ziehen? Sie war doch Sängerin!

"Ich muss Xytras wieder verlassen, um tausender ängstlicher Seelen Willen." Lilith schob sich an Alma vorbei die Treppe hinunter. Wie sie das schaffte, ohne zwischen Fettspalten zu landen oder vom übermäßigen Speck erdrückt zu werden, blieb allen ein Rätsel. Dazu brauchte es wohl elfengleiche Grazie.
Sie trat vor Darak, musterte ihn. Eine Hand legte sich auf Catties Federn. Das Huhn gluckte zufrieden, als es von der Elfe gestreichelt wurde. "Darak, ich muss helfen. Ich bin keine Amazonenkriegerin so wie Constanze, aber ich muss etwas tun. Die weisen Jungfrauen begrüßten es, dass ich mich freiwillig gemeldet habe, auf dem Festland nach flüchtenden Frauen zu suchen und ihnen den Weg in die Amazonenwelt zu weisen. Bei uns können sie sich verstecken. Sie müssen keine Amazonen werden, um Schutz zu erhalten. Ich hoffe, du verstehst das. Ich muss wieder auf Reisen gehen ... begleitest du mich?" Ihr Charme war bezaubernd, ihre Art unschuldig. Plötzlich trat sie noch dichter an ihn heran und lehnte ihren Kopf an seine Brust. "Ich brauche jemanden, der mich bei dieser Mission unterstützt. Jemand, der auf mich aufpasst."
Constanze hatte sie offenkundig noch nicht darum gebeten.
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Re: Liliths Haus

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 9. März 2010, 10:36

Ich BIN ruhig!" Darak wich instinktiv einen Schritt zurück. Er wollte nicht von Almas „ruhe“ pattgewalzt werden. Gegen die verbalen Tiefschläge jedoch konnte er sich nicht wehren. Es gehörte sich irgendwie einfach nicht wenn eine Frau wie… sie solche Dinge aussprach! Darak empörte sich sogleich. “ "Ich weiß schon, die Kleine hat viel mitgemacht. Aber genau deshalb sollte sie wohl mal jemand vom Gegenteil überzeugen, dass nicht alle Männer von Grund auf schlecht sind." Darak starrte sie an. „D..das meinst du doch nicht ernst?“ Er traute Alma durchaus zu dass sie versuchen würde Darak mit Constanze zu verkuppeln. „Die würde ein Männchen beim Akt töten!“ Oder Peitschen und Fesseln….mrrr… nein er durfte seine Gedanken jetzt nicht wieder in irgendwelche tieferliegenden Fantasien verlieren. Dann folgte ein Satz Almas mit dem weder Daraks Verstand noch seine Hose gerechnet hätte. Beides jedoch kriegte beinahe einen Krampf. "Armes Ding. Sie verpasst so viele schöne Momente, weil sie niemanden an sich heranlässt. Naja, keinen Mann jedenfalls. Dabei könnt ihr schon richtige Stiere sein.“ Er starrte sie an. Den Kinnladen heruntergeklappt. Nein er wollte es nicht wissen! Er schauderte. Zur Entlastung seiner Fantasie wechselte das Thema endlich.

Es wurde ernst. Man sprach vom Krieg… der im Heimatland tobte oder dort wo sie freunde Hinterlassen hatten. "Hast du auch gleich an ihn gedacht? Ja, ich habe ihn auch nicht vergessen. Hoffentlich geht es ihm gut." „Ja…“ Darak biss die Zähne zusammen. Man konnte nur Hoffen das Andunie nicht eingenommen worden ist… sonst… er schauderte.
"Du gehörst also demnach auch zu den Frauen, die hier bleiben und sich Cattie nicht anschließen würden." „Ich würde mich niemals einer Gruppe anschliessen die mit dem Dunklen Heer paktiert!“ Knurrte er. „Die vernichten Menschenleben! Städte…Bürger…Unschuldige!“
Viele von ihnen kämpfen wohl um eines kleinen Stückchens Hoffnung wegen. Sie träumen von einem besseren Celcia. Nun, die Amazonen. Die Piraten sehen darin wohl nur eine Ausrede, um große Plünderungen sogar an Land zu beginnen. Hmpf! Es werden so viele sterben ..“ „Und während da draussen ihr Volk für die falsche Seite kämpft haben die drei ach so weisen Jungfrauen nichts besseres zu debattieren als meinen Aufenthalt hier?! So weise können die ja nicht sein…“ Brummte er. Sowas würde er vor einer Amazone wohl nur einmal sagen.

"Ich bin Heilerin", Darak seufzte. „Ja…“ Er wusste dass sie keine ruhige Nacht mehr haben würde bis sie nicht helfen konnte. Er wollte nicht von den Dunkelelfen unterjocht werden! Diese schmierigen Gesellen. Da war er nicht der einzige. Weder er noch Alma hatten bemerkt wie Lilith zu ihnen gestossen war. Darak blickte zu ihr hin. Er lächelte ihr entgegen. Es war immer erleichternd für ihn wenn sie in seiner Nähe war. So war er wenigstens sicher vor Übergriffen.
"Ihr habt also auch davon gehört, dass Kriegszustände herrschen. Seltsam, dass wir davon so gar nichts mitbekommen haben. Aber nun holt es uns doch ein." „Ja…“ Darak seufzte. Aber Krieg bedeutete Wahnsinn! Dort zu überleben das war schwerer als es in den Minen zu tun!
"Ich muss Xytras wieder verlassen, um tausender ängstlicher Seelen Willen." Darak schaute auf und sah wie Lilith auf ihn zukam.
"Darak, ich muss helfen. Ich bin keine Amazonenkriegerin so wie Constanze, aber ich muss etwas tun. Die weisen Jungfrauen begrüßten es, dass ich mich freiwillig gemeldet habe, auf dem Festland nach flüchtenden Frauen zu suchen und ihnen den Weg in die Amazonenwelt zu weisen.“ Darak sah aus. „Und was ist mit deren Söhnen…“ Er blickte auf. „Glaubst du auch nur eine Frau würde ihre Familie verlassen? Wenn ihr helfen wollt müsst ihr doch auch männliche Flüchtlinge bei euch aufnehmen!

“ Bei uns können sie sich verstecken. Sie müssen keine Amazonen werden, um Schutz zu erhalten. Ich hoffe, du verstehst das. Ich muss wieder auf Reisen gehen ... begleitest du mich?"Darak senkte sein Haupt. Liess Cattie auf den Boden und umarmte Lilith. „Das weisst du doch…“ Hauchte er leise. Er küsste ihre Stirn. Er schaute sie an, mit seinen grauen wunderschönen Augen.
"Ich brauche jemanden, der mich bei dieser Mission unterstützt. Jemand, der auf mich aufpasst." „Ich werde dir helfen Lilith…“

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Re: Liliths Haus

Beitrag von Gestalt » Mittwoch 10. März 2010, 10:08

Lilith zuckte zusammen, als Darak nach den Söhnen flüchtiger Frauen sprach. Die Töchter zu retten, war für eine Amazone selbstverständlich. Sie würden keines der Mädchen in einem Krieg zurücklassen. Aber die Söhne ... Lilith erwiderte Daraks Blick leicht verwirrt. Dann schüttelte sie den Kopf und seufzte. Das war ihre Antwort. Sowohl sie als auch Darak wussten, dass Jungen bei amazonischen Rettern keine Chance hatten. Die Elfe schien es ebenfalls zu bedauern.
Constanze hätte Darak für seine "romantischen Worte", Jungen und Mädchen müssten beide gleichermaßen vom Krieg verschont werden, vermutlich mit einer Grillung durch das Halsband belohnt. Zum Glück war die Elfe, die ihn aufgenommen hatte, anders. Lilith verstand ihn, obwohl sie Amazone war.

"Wir ... könnten sie mitnehmen und für sie vielleicht einen anderen Unterschlupf finden, der sicher ist", versuchte sie, einen Kompromiss mit jemandem auszuhandeln, der sich eigentlich nicht einmal in die Entscheidungen und Jahre alten Traditionen der Amazonen einzumischen hatte. "Wenn meine Schwestern unter Cattie kämpfen, die sich mit Männern eine Besatzung aufbaut, nimmt sie vielleicht auch Jungen auf, aus denen mal Männer werden könnten. Wichtig ist, dass mir jemand hilft. Allein schaffe ich die Mission nicht."
Wie zärtlich sie lächelte, als Darak sie in eine Umarmung schloss, ihre Stirn küsste und bestätigte, auf sie aufzupassen. Sie lehnte sich an ihn heran, in diese starken Arme, die ihr Constanze trotz aller Muskeln nicht bieten konnte. Und sie fühlte sich wohl, behütet. "Danke", hauchte sie ihm entgegen und umarmte Darak nun ihrerseits. Wie klein und zart ihre Hände im Vergleich mit den seinen doch waren! Aber sie konnten Wunder bewirken und im Moment strichen sie in sich wiederholenden Bahnen sanft über seinen Rücken.

"Vergesst eure Mission nicht, ihr Turteltauben", räusperte sich Alma. Ihre Fülle bewegte sich. Sie stand auf. "Wir sollten nicht unvorbereitet abreisen. Vorräte, Decken, Waffen, Medikamente müssen eingepackt und verstaut werden! Wir brauchen GUTES Schuhwerk."
"Du begleitest uns auch, Alma?" Lilith hob freudestrahlend ihren Kopf. So viel Unterstützung kam für die Elfe unerwartet. Sie drückte sich ein Tränchen der Rührung fort. Alma nickte. "Natürlich komm ich mit!", donnerte ihre tiefe Frauenstimme. "Ist meine Pflicht, ich bin ja Heilerin. Ich muss helfen, wenn ich kann und da draußen werden einige Hilfe brauchen. Hast du dir denn schon überlegt, wo du mit deiner Flüchtlings-Rettungsaktion beginnen wirst, Lilith Schätzchen?"
Die Elfe schüttelte den Kopf. "Wir werden durchs Land ziehen und finden, wen wir finden. Es sind nicht mehr viele Schiffe vor Anker und wir müssen mit dem mitfahren, was da ist und uns mitnehmen wir... will." Sie warf einen flüchtigen Blick auf Darak. Es würde nicht leicht werden, überhaupt von der Insel herunter zu kommen. Sämtliche Schiffe besaßen amazonische Besatzung. Welches würde ein Männchen auf einer Tage andauernden Fahrt akzeptieren?
"Aber du hast Recht, Alma. Wir müssen uns vorbereiten. Am besten sucht jetzt jeder ein wenig zusammen. Ich werde Proviant einpacken. Ihr beiden könnt euch im Haus umsehen und bereitlegen, was eurer Meinung nach wichtig ist. Wir dürfen auch unsere Sicherheit nicht vernachlässigen. Oh ... und jemand sollte Constanze Bescheid geben. Sie wird wissen wollen, dass ich gehen muss." Mit Jemand war Darak gemeint. Alma machte keine Anstalten, diese Rolle zu übernehmen. Sie wollte möglichst nicht mit der giftigen Amazone sprechen, außerdem knuffte sie den Gehörnten vielsagend in die Seite und erinnerte ihn mit einem eindeutigen Blick daran, was dieses Kampfweib einmal dringend brauchte.
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Darak Luthrokar
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Re: Liliths Haus

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 10. März 2010, 19:08

Darak senkte sein Haupt und biss seine Zähne aufeinander so dass sich seine Kiefermuskeln ballten. Er hatte ja bereits damit gerechnet dass es kaum möglich werden würde junge Männer zu schützen. Ihnen drohte die Gefahr der Zwangsrekrutierung. Hier ging es nicht um kampferprobte Männer sondern um Bauern, Studenten oder Jünglinge. Sie würden wohl alle als Frontfutter enden. Viele Mütter und Ehefrauen würden den Tod ihrer Söhne und ihres Gatten erleben. Das war ein Tribut der jeder Krieg forderte. Wie auch der Tribut von Folter, Vergewaltigung und unendliches Leid.

"Wir ... könnten sie mitnehmen und für sie vielleicht einen anderen Unterschlupf finden, der sicher ist" Darak nickte. „Vielleicht könnten wir hier im Umland der Insel ein Flüchtlingslager errichten…“ Vermutlich wäre auch dies den Amazonen schon zu nahe. Aber der Krieg forderte doch auch unkonventionelles Handeln! So fand zumindest Darak. „Hier geht es um weit mehr als um die Differenzen zwischen Mann und Frau! Hier geht es um die Vernichtung und Unterjochung der Menschen und friedlebenden Völker! Das ist Wahnsinn! Da kann man doch nicht an solchen abstrusen Grundsätzen festhalten!“ Ja… es war Daraks grosses Glück dass Constanze gerade nicht da war.

Er wusste ja eigentlich dass er Lilith nicht zu überzeugen hatte sondern die drei weisen Jungfern und vermutlich auch Constanze welche im Moment am stärksten gegen ihn opponierte. Auch war es für ihn selbstverständlich dass er Lilith beistehen würde. Er genoss die selige Umarmung und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht ehe er sanft ihre Stirn küsste. Der Krieg war plötzlich wieder sehr weit entfernt von seinen Empfindungen doch Alma holte ihn jäh in die Realität zurück.

"Vergesst eure Mission nicht, ihr Turteltauben" „Ja…“ Nickte Darak knapp und löste sich aus der Umarmung.
„Wir sollten nicht unvorbereitet abreisen. Vorräte, Decken, Waffen, Medikamente müssen eingepackt und verstaut werden! Wir brauchen GUTES Schuhwerk." „Eine Rüstung… und viele Waffen ja…“ Darak hatte keine Lust von irgendeinem Pfeil niedergestreckt zu werden. Er kannte den Krieg ja nicht wirklich stellte sich aber vor, dass Pfeile dort vorhanden sein konnten. Die Vorstellung dass so eine Spitze seinen Körper durchbohrte behagte ihm nicht und da Darak Schmerzen geradezu anzog wollte er sich wenigstens so gut es ging davor schützen. Vielleicht hatten die Amazonen noch alte Rüstung von Männchen die das Pech gehabt hatten nicht mehr an einem Stück von der Insel zu kommen. Alma erklärte ebenfalls ihren Beistand. Sie war sicherlich eine sehr wichtige Einheit in ihrer Truppe schliesslich war sie die einzige Heilkundige.

"Ist meine Pflicht, ich bin ja Heilerin. Ich muss helfen, wenn ich kann und da draußen werden einige Hilfe brauchen.“ Darak nickte nur. Er wollte sich gar nicht ausmalen was sie da alles antreffen würden.

“ Hast du dir denn schon überlegt, wo du mit deiner Flüchtlings-Rettungsaktion beginnen wirst, Lilith Schätzchen?" „Ausserdem werden wir doch auch noch weitere Unterstützung benötigen. Zu viert kommen wir nicht weit wenn uns niemanden den Rücken stärkt. Wir bräuchten mindestens ein Schiff dass die Flüchtlinge dann auch abholt!“ Darak dachte schon sehr weit voraus. Aber er wusste dass man sich bei dieser Sache auch keine Fehler erlauben durfte.
"Aber du hast Recht, Alma. Wir müssen uns vorbereiten. Am besten sucht jetzt jeder ein wenig zusammen. Ich werde Proviant einpacken. Ihr beiden könnt euch im Haus umsehen und bereitlegen, was eurer Meinung nach wichtig ist.“ „und Rüstungen?“ Hakte er nochmals nach.
“Wir dürfen auch unsere Sicherheit nicht vernachlässigen. Oh ... und jemand sollte Constanze Bescheid geben. Sie wird wissen wollen, dass ich gehen muss." Darak starrte Alma fassungslos an. Wie konnte sie während Lilith in ihrem Satz gleich noch davon sprach wie wichtig es war die eigene Sicherheit nicht zu vernachlässigen nur an IHN denken wenn es darum ging die Furie über ihre Pläne zu informieren. „I..ich?!“

Er wurde angeknufft. „ICH?! SEID IHR DENN…“ Er seufzte. „Anrfhggh verdammt…“ Schnaubte er. „Schon gut.“ Er holte tief Luft und marschierte aus dem Haus – und vergass dabei dass er dies eigentlich gar nicht tun durfte. Er wusste ja wo Constanze vermutlich noch steckte und es war ihm gerade recht, vielleicht konnte er auch noch vor den Weisen sprechen.

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Re: Liliths Haus

Beitrag von Erzähler » Freitag 12. März 2010, 00:35

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