Shyréa

Längst unbekannte ehemalige Rassen haben in den Tiefen des grünen Rankenwaldes Götter verehrt, die mit ihnen verschwunden sind. Doch ein Tempel steht noch. Birgt er Schätze oder Gefahren? Niemand weiß es, doch die, die loszogen, kehrten nicht zurück.

Shyréa

Beitragvon Erzähler » Montag 19. Februar 2018, 00:57

Maruka kommt aus Im Herzen Neldoreths

Die Reise durch den Urwald war - untertrieben ausgedrückt - fordernd. Der Erdboden war entweder bedeckt mit Bewuchs, oder weich und matschig durch dichtes verrottendes Laub. Deswegen bewegten sich die Beiden auch primär über die oberen Ebenen, was Maruka alles an Fähigkeiten abverlangte, dass sie besaß.
Um über Zweige zu balancieren und größere Zwischenräume zu überwinden bedurfte es übermenschlicher Gewandtheit, Krallen und eines hervorragenden Gleichgewichtssinns und sie erreicht tatsächlich einige Male ihre Grenzen.
Die Rüstung war dabei ein weiteres Hindernis, denn sie schränkte ihre Bewegungsfähigkeit ein, aber sie zu mit zu tragen wäre noch umständlicher gewesen. Also arrangierte sie sich damit und lernte immer besser damit umzugehen, bis das schwarze Leder wie eine zweite Haut an ihr saß.

Dass sie sie permanent trug, und sie durch die Feuchtigkeit des Dschungels und Marukas Schweiß mehr als eingetragen wurde, half sicher auch dabei.
Revien blieb die ganze Zeit über Panther. Während die Beiden durch den Dschungel striffen, wäre seine elfische Gestalt schlichtweg hinderlich gewesen und wenn sie dann erschöpft einen Lagerplatz suchten um zu Rasten, blieb ihnen wenig Energie um noch viel zu tun, außer zu Essen und dann zu schlafen.

Maruka hätte nicht sagen können, wie der Wächter die richtige Richtung fand. Die Wege durch die Bäume waren oft verzweigt und gingen kreuz und quer. Weder Sonne noch Sterne waren durch das dichte Blätterdach zu sehen – außer man kam auf eine der seltenen Lichtungen. Es war nicht einmal wirklich zu erkennen, ob es Nacht oder Tag war, weil der Wald stets im Zwielicht zu liegen schien.
Und trotzdem suchten sie nie lange nach passenden Ästen und stets schienen sie vorwärts zu kommen. Immer wieder erspähte sie dabei ihre Funkenfreunde, die sie Begleiteten und ihnen, wenn sie rasteten, kleine Geschenke in Form von essbaren Früchten und Nüssen brachten.

Eine Diät, die durchaus für genug Energie Ausgleich sorgte, aber nichts, dass Maruka auf Dauer genießen konnte. Doch zum Jagen fehlte ihnen Beiden die Energie.
Am dritten Tag ihrer Reise begann sich ihre Umgebung zu verändern. Es war wenig etwas Visuell zu erfassendes, sondern vielmehr ein Gefühl, eine Stimmung die sich veränderte. Marukas scharfe Instinkte schlugen an und ließ sich ihren Magen in Nervosität zusammen ziehen. Der Kapayu summte vor Leben und kein Raubtier, dass all seine Sinne zusammen hatte, hätte diesen Ort als friedlich oder ungefährlich beschrieben. Aber es war ein funktionierendes System, in dem von der kleinsten Ameise bis zum größten Baum jeder seinen Platz kannte und auch, wenn es ein ständiger Überlebenskampf war, so hatte doch alles seine Ordnung.

Jetzt jedoch schien die Umgebung eine Feindseligkeit auszustrahlen, die dem Wald nicht eigen war. Plötzlich wurde es ruhiger in dem Wald, der sonst nie ruhte oder schlief. Viele der Bäume waren über und über mit Schlingpflanzen bedeckt und viele hatten den Kampf gegen die Schmarotzer verloren. Nur wenige Vögel und Affen waren zu finden und es roch seltsam muffig um sie herum. Die Luft schien förmlich zu stehen und jeden frischen Luftzug zu ersticken.
Sie fühlte ein rucken an ihrem Zopf und die Anwesenheit ihres kleinen Funkenfreundes, der sich verschüchtert in ihrem Haar versteckte.

Der Panther machte einen weiten Satz auf den nächsten größeren Ast. Der, auf dem Maruka stand, geriet durch das unerhebliche Gewicht, dass sich abgestoßen hatte und nun fehlte, in Schwingungen und sie glich die Bewegung mit federnden Knien und ihrem Schwanz aus. Ein grinsen erschien auf ihrem Gesicht. Jeden anderen hätte es vermutlich vom Ast gefegt, aber sie blieb anmutig stehen und begrüßte den leichten Windhauch, der durch das schwingen entstand.
Der Panther hatte sich umgewandt, um nach ihr zu sehen, da wurde seine grünen Augen plötzlich Tellergroß und er sah sie entsetzt an. Sie wollte sich gerade erschreckt umdrehen, da hörte sie ein dumpfes Krachen und aus dem Federn wurde ein Fallen. Der Ast unter ihr gab nach und brach vom Baum ab.
„Maruka!“
Hörte sie Revien rufen. Er verschwand aus ihren Blickfeld, als sie gegen einen tieferen Ast schlug und dieser durch ihren Aufprall ebenso barst. Sie wurde herum gewirbelt und verlor einen Augenblick die Orientierung. Als sie diese wieder fand, war der Boden ein gutes Stück näher gekommen und immer weitere Zweige brachen unter dem Gewicht des großen Astes ab, der für sie den Weg für eine freien Fall schuf.

Verzweifelt griff sie nach allem, was in ihre Reichweite kam und wurde immer panischer, als die Ranken, die den Baum umschlangen, immer wieder unter ihren Händen abrissen und ihren Fall nicht einmal verlangsamten. Ihr blieb nicht einmal mehr Luft um zu schreien. In einem letzten Versuch, nicht am Boden zu zerschellen ergriff sie eine Liane, die am Baum herabhing und krallte sich darin fest.
Fast hätte sie wieder los gelassen, als die Liane hielt, und ihr Arm ausgekugelt zu werden drohte als ihr Fall abrupt stoppte. Sie schlug gegen den Baumstamm, als ihr Schwung sie in der horizontalen weiter leitete. Ein abgebrochener Ast stach ihr in die Seite, konnte aber das Leder ihrer Rüstung nicht durchdringen. Dafür sorgte er für eine Prellung an ihrem Brustkorb.

Weiterhin unkontrolliert schwingend schaffte sie es, keuchend Luft in ihre Lungen zu saugen, da riss die vermaledeite Liane und sie segelte weiter hinab.
Allerdings nicht weit. Mit einem platschen landete sie nur einen Augenblick später im Matsch. Sie hatte sich gerade rechtzeitig gefangen, bevor ihr der Aufprall sicher einige Knochen gebrochen hätte. Funken erhellten das Zwielicht um sie herum, gerade als sie sich halb aus dem stinkenden Schlamm aufgerichtet hatte.

Starke Arme zogen sie an eine Muskulöse, von Lumpen bedeckte Brust und hielten sie etwas fester, als ihr eigentlich lieb war. Gerade als sie protestieren wollte hielt Revien sie etwas von sich weg und begann sie panisch nach Verletzungen zu untersuchen.
„Maruka! Geht es dir gut?!“
Offenbar war sie nicht die einzige, die den Schrecken ihres Lebens erlitten hatte. Ein Glück, dass sie sich noch hatte abfangen können. Der Heiler hatte wohl gerade vergessen, dass man mit gestürzten Personen vorsichtig umging und sie nicht in Schraubstock Umarmungen riss, bevor er festgestellt hatte, ob sie nicht vielleicht einen Haufen Prellungen und Zerrungen, oder gar Brüche, davongetragen hatten.
Wobei, eine Umarmung war nach dem Schrecken vielleicht gar nicht das Schlechteste.
„Faun sei Dank. Ich dachte ich hätte dich verloren!“
Revien klang Atemlos.

Ein weiteres Krachen erklang und ein weiterer riesiger Ast fiel genau auf sie zu. Aus reinem Instinkt riss sie den Waldelfen um und rollte mit ihm zusammen zu Seite. Einer peitsche gleich knallte ein dünner Zweig über ihren Rüstungsbedeckten Rücken, und sie Beide wurden von Blattwerk bedeckt. Schwer Atmend registrierten sie Beide, dass sie noch lebten, wobei Maruka über Revien lag. Dort, wo sie vorhin noch gekniet hatten, lag jetzt ein Ast, der fast einen Meter Durchmesser hatte. Unbewusst hatten sie Beide den Ast angesehen und als sie nun unisono den Kopf zurückdrehten, waren ihrer Beider Nasenspitzen nur Zentimeter voneinander entfernt.
Marukas Herz schlug ihr bis zum Hals und ihre Hand, die auf Reviens Brust zum Liegen gekommen war, erfühlte, dass auch sein Herz raste. Aber ihr Puls begann aus anderen Gründen als der Todesangst im schnellen Rhythmus zu pochen. Ihrer Beider Atem mischte sich und sie drohte in den grünen Augen des Waldelfen zu versinken. Sie sah darin eine Sehnsucht, die in ihr ein Echo fand und die Welt schrumpfte zusammen auf ihrer Beider Körper und den Atem den sie teilten. Wie wohl Reviens Lippen schmeckten?

Ein knarren und krachen ließ sie Beide vor Schreck zusammen zucken und Revien wand sich unter ihr und dem Ast heraus und zog sie dann ebenfalls darunter hervor. Noch bevor sie aufstehen konnte, nahm er sie schon auf die Arme und trug sie weg von dem langsam auseinanderfallenden Baum. Dass sie dabei die ganze Zeit auch hätte selbst laufen können, schien er nicht zu bemerken oder einsehen zu wollen. Selbst als sie außer Reichweite waren, schien er sich nur sehr wiederwillig von ihr zu lösen.

Noch immer hatte sie Beide das Adrenalin im Griff und der Waldelf sah äußerst besorgt zu ihr herab.
Sie waren bedeckt mit stinkendem Schlamm und Maruka ahnte, dass sie den Sturz noch spüren würde. Auch Revien hatte einige Kratzer abbekommen – vermutlich weil er so schnell den Boden hatte erreichen wollen.
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Montag 19. Februar 2018, 11:25

Maruka beobachtete ihren elfischen Begleiter. Während die Beiden durch den Dschungel streiften, wäre Reviens elfische Gestalt schlichtweg hinderlich gewesen und wenn sie dann erschöpft einen Lagerplatz suchten um zu Rasten, blieb ihnen wenig Energie um noch viel zu tun, außer zu Essen und dann zu schlafen. Immer wieder erspähte sie dabei ihre Funkenfreunde, die sie Begleiteten und ihnen, wenn sie rasteten, kleine Geschenke in Form von essbaren Früchten und Nüssen brachten. Wann immer sie rasteten fiel ihr Blick auch auf Revien, der sich wirklich verändert hatte. Auch in ihren Träumen verarbeitet sie die letzten Tage ihres Zusammenseins.

„Ich werde mich hüten, dich ein weiteres Mal mit etwas so Banalem zu vergleichen. Und Danke, ich weiß deine Rückseite auch sehr zu schätzen.“
Maruka hatte etwas erwidern wollen, ihn jedoch nur mit offenem Mäulchen angestarrt.
Das Bild wechselt schnell und zeigte abermals den grinsenden Elfen.
„Sehr gut. Du siehst jedenfalls gefährlich genug aus!“
Er tätschelte ihr den Kopf, war allerdings darauf bedacht, danach außerhalb ihrer Reichweite zu stehen. Das Getätschel führte dazu, dass ihre Ohren waagerecht vom Kopf ab standen und ihr einen etwas bedrüppelten Ausdruck verliehen. Dann schlug sie tatsächlich spielerisch mit eingezogenen Krallen und schnellen weichen Knuffern nach ihm, die noch nicht einmal trafen, stampfte mit einem Fuß auf und meinte bockig, wie ein kleines Mädchen:
„Ich BIN gefährlich!“
Dann wurde aus ihrem Schmunzelt ein ausgelassenes Lachen. Ja, da etwa jemand plötzlich zum Spielen aufgelegt und Maruka gefiel der neue Revien.


Die Reise durch den Urwald war - untertrieben ausgedrückt – fordernd und dass Revien die ganze Zeit über seine Panther Gestalt bei behielt, machte sie ein klein bisschen neidisch. Trotzdem machte ihr das Reisen Spaß. Sie beobachtete seinen tierischen Leib mit viel Wohlwollen. Es war sicher schön, wenn nach belieben seine Form wechseln konnte, wenn die Umgebung es erforderte. Aber das war es nicht, was Marukas Laune dann doch irgendwann dämpfte. Es war auch nicht die Diät, die ihren Magen einmal mehr in ihrem Leben schrumpfen ließ.
Am dritten Tag ihrer Reise begann sich ihre Umgebung zu verändern. Es war wenig etwas visuell zu erfassendes, sondern vielmehr ein Gefühl, eine Stimmung die sich veränderte. Marukas scharfe Instinkte schlugen an und ließ sich ihren Magen in Nervosität zusammen ziehen. Die Umgebung schien eine Feindseligkeit auszustrahlen, die dem Wald nicht eigen war. Plötzlich wurde es ruhiger in dem Wald, der sonst nie ruhte oder schlief. Viele der Bäume waren über und über mit Schlingpflanzen bedeckt und viele hatten den Kampf gegen die Schmarotzer verloren. Nur wenige Vögel und Affen waren zu finden und es roch seltsam muffig um sie herum. Die Luft schien förmlich zu stehen und jeden frischen Luftzug zu ersticken. Sie fühlte ein ruckeln an ihrem Zopf und die Anwesenheit ihres kleinen Funkenfreundes, der sich verschüchtert in ihrem Haar versteckte.
Immer häufiger sah sie sich suchend um, immer auf eine lauernde Gefahr wartend. Irgendwie hatte sie auch das Gefühl langsamer voran zu kommen. Trotzdem fühlte sie sich nicht allein. Revien war bei ihr.

Der Vorfall kam ganz unerwartet und erwischte sie kalt. Eben hatte sie noch ...
„Maruka!“
, hörte sie Revien rufen. Sie hatte noch instinktiv versucht sich ihm entgegen zu strecken, doch da war auch schon der Ast unter ihren Füßen verschwunden. Revien verschwand aus ihren Blickfeld, als sie gegen einen tieferen Ast schlug und dieser durch ihren Aufprall ebenso barst.
Au...
Sie wurde herum gewirbelt und verlor einen Augenblick die Orientierung. Als sie diese wieder fand, war der Boden ein gutes Stück näher gekommen und immer weitere Zweige brachen unter dem Gewicht des großen Astes ab, der für sie den Weg für eine freien Fall schuf.
Au... au... AU... aU... Auaaah... arrr...
Verzweifelt griff sie nach allem, was in ihre Reichweite kam und wurde immer panischer, als die Ranken, die den Baum umschlangen, immer wieder unter ihren Händen abrissen und ihren Fall nicht einmal verlangsamten. Ihr blieb nicht einmal mehr Luft um zu schreien. In einem letzten Versuch, nicht am Boden zu zerschellen ergriff sie eine Liane, die am Baum herabhing und krallte sich darin fest.
Bitte halt!
Fast hätte sie wieder los gelassen, als die Liane hielt, und ihr Arm ausgekugelt zu werden drohte als ihr Fall abrupt stoppte.
Arr...
Sie schlug gegen den Baumstamm, als ihr Schwung sie in der horizontalen weiter leitete.
AU!
Ein abgebrochener Ast stach ihr in die Seite, konnte aber das Leder ihrer Rüstung nicht durchdringen. Dafür sorgte er für eine Prellung an ihrem Brustkorb. Der Schmerz förderte ihr Adrenalin und ihre Wut.
Aua!!! Grrrrr!
Weiterhin unkontrolliert schwingend schaffte sie es, keuchend Luft in ihre Lungen zu saugen, da riss die vermaledeite Liane und sie segelte weiter hinab.
Ach nöö!
Allerdings nicht weit.
Pfoten nach vorne!
Mit einem platschen landete sie nur einen Augenblick später im Matsch.
...und Ende!
Sie hatte sich gerade rechtzeitig gefangen, bevor ihr der Aufprall sicher einige Knochen gebrochen hätte.
… Los! Komm auf die Beine!
Funken erhellten das Zwielicht um sie herum, gerade als sie sich halb aus dem stinkenden Schlamm aufgerichtet hatte.
Was...?
Starke Arme zogen sie an eine Muskulöse, von Lumpen bedeckte Brust und hielten sie etwas fester, als ihr eigentlich lieb war.
Au! ...zum wiederholten Mal! ...ach egal!
Gerade als sie protestieren wollte hielt Revien sie etwas von sich weg und begann sie panisch nach Verletzungen zu untersuchen.
„Maruka! Geht es dir gut?!“
Offenbar war sie nicht die einzige, die den Schrecken ihres Lebens erlitten hatte. Ein Glück, dass sie sich noch hatte abfangen können. Der Heiler hatte wohl gerade vergessen, dass man mit gestürzten Personen vorsichtig umging und sie nicht in Schraubstock-Umarmungen riss, bevor er festgestellt hatte, ob sie nicht vielleicht einen Haufen Prellungen und Zerrungen, oder gar Brüche, davongetragen hatten. Das Revien ein Heiler war, dass war bei Maruka sowieso noch nicht so recht angekommen, wobei eine Umarmung war nach dem Schrecken vielleicht gar nicht das Schlechteste Heilmittel, denn Marukas Beine zitterten tatsächlich etwas von dem Schreck und sie lehnte sich in seine haltenden Hände.
„Faun sei Dank. Ich dachte ich hätte dich verloren!“
Revien klang atemlos.
Faun? Was hat der damit... ach wieder nur so eine Rede...
Ein weiteres Krachen erklang und ein weiterer riesiger Ast fiel genau auf sie zu. Aus reinem Instinkt riss sie den Waldelfen um und rollte mit ihm zusammen zu Seite. Einer Peitsche gleich knallte ein dünner Zweig über ihren Rüstungsbedeckten Rücken, und sie beide wurden von Blattwerk bedeckt.
Autsch!
Schwer atmend registrierten sie beide, dass sie noch lebten, wobei Maruka über Revien lag, in ihrem Rücken das Blattwerk der Baumkrone, gleich einer grünen Höhle.
Ich lebe!
Dort, wo sie vorhin noch gekniet hatten, lag jetzt ein Ast, der fast einen Meter Durchmesser hatte.
Puh hätte uns das Ding getroffen...
Unbewusst hatten sie beide den Ast angesehen und als sie nun unisono den Kopf zurückdrehten, waren ihrer beider Nasenspitzen nur Zentimeter voneinander entfernt.
Huch... äh... nah...
Marukas Herz schlug ihr bis zum Hals und ihre Hand, die auf Reviens Brust zum Liegen gekommen war, erfühlte, dass auch sein Herz raste. Aber ihr Puls begann aus anderen Gründen als der Todesangst im schnellen Rhythmus zu pochen. Ihrer beider Atem mischte sich und sie drohte in den grünen Augen des Waldelfen zu versinken. Ihr Kopf lehrte sich einen Augenblick und die Zeit dehnte sich. Sie sah darin eine Sehnsucht, die in ihr ein Echo fand und die Welt schrumpfte zusammen auf ihrer beider Körper und den Atem den sie teilten. War das das Adrenalin, was ihre Sinne fokussierte? Sie zog ihre Unterlippe zwischen ihre Zähne.
Wie wohl seine Lippen schmecken?
Ein weiteres Knarren und Krachen ließ sie beide vor Schreck zusammen zucken und Revien wand sich unter ihr und dem Ast, samt Blattwerk heraus und zog sie dann ebenfalls darunter hervor. Noch bevor sie aufstehen konnte, nahm er sie schon auf die Arme.
Ich kann laufen, denke ich...
Revien trug sie weg von dem langsam auseinanderfallenden Baum. Dass sie dabei die ganze Zeit auch hätte selbst laufen können, schien er nicht zu bemerken oder einsehen zu wollen. Maruka hing in seinen Armen und auch wenn sie es sich nicht ganz eingestehen wollte, so fühlte sich seine Zuwendung einfach gut an. Das Adrenalin ließ sie ohnehin die Schmerzen noch nicht spüren, also genoss sie erst einmal still seinen sich kraftvoll an ihrer Seite bewegenden Körper. Er hatte sich einen ihrer Arme beim Anheben um den Hals gelegt und sie hielt sich an seiner Schulter fest, damit sie nicht zu schwer für ihn war. Etwas wunderte sie schon die ganze Zeit...
Ich habe vorhin doch seine Brust gefühlt. Er wirkt gar nicht mehr so dürr... ob das irgendwie mit der Vereinigung von Geist und Körper zusammen hängt?
Sehr vorsichtig, spähte sie aus halb geschlossenen Augen unter seine löchrigen Klamotten und versuchte sich ein Bild von ihm zumachen, denn es war auch einfach besser, dass sie sich auf ihn konzentrierte, als auf sich selbst und ihrem verbeulten Körper. Aus Angst er könnte wie Enveri sie vor Schreck einfach fallen lassen, wenn sie etwas falsches tat, verhielt sie sich lieber ganz ruhig dabei. Als sie außer Reichweite waren, schien er sich nur sehr widerwillig von ihr zu lösen, aber er tat es wohl. Noch immer hatte sie beide das Adrenalin im Griff und der Waldelf sah äußerst besorgt zu ihr herab. Maruka versuchte sich an einem schiefen Grinsen, dass jedoch etwas misslang. Sie waren bedeckt mit stinkendem Schlamm und Maruka ahnte, dass sie den Sturz noch spüren würde. Auch Revien hatte einige Kratzer abbekommen – vermutlich weil er so schnell den Boden hatte erreichen wollen. Etwas verwirrt schaute sie an seiner Schulter vorbei zu dem Unglücksort und murmelte leise:
„Das war knapp!“
Sie sah den Baum böse an und knurrte sogar leicht:
„Böser Baum!“
, dann grinste sie etwas gelungener und sah wieder zu ihm auf.
„Schön, das wir noch leben! Und übrings... ...Au!“
Dann gaben plötzlich ihre Beine nach.
Na huch?!?
Um nicht einfach umzufallen ließ sie sich schlichtweg im Schneidersitz auf ihren kleinen Hintern nieder, so dass es wenigstens halbwegs geplant hätte wirken können, wenn Revien kein so genauer Beobachter gewesen wäre. Sicher hatte er ihr geholfen und sie spürte seinen sorgenvollen Blick auf sich.
„Ich lebe! Alles gut. ...bestimmt ein paar blaue Flecke, aber die sieht man unter Fell eh nicht.“
, versuchte sie das ganze ein bisschen zu verharmlosen.
„Das wäre es jetzt echt gewesen! Kurz vor der großen Aufgabe, vom Ast erschlagen! Was für ein ehrenhafter Tod!“
meinte sie witzelnd und mit sehr ironischem Unterton. Einen Moment saß sie dann still da und atmete ein paar Mal tief durch. So langsam verabschiedete sich das Adrenalin und kündigten sich die Schmerzen an. Bevor sie ganz da waren wollte Maruka eine Bestandsaufnahme der Blessuren haben und sie begann vorsichtig ihren Körper abzutasten, wobei die Rüstung eher hinderlich war, aber trotzdem war sie gerade froh über den zusätzlichen Schutz. Zögerlich schob sie ihre schmalen Hände mal hier mal da unter die Rüstung um die schlimmsten Stellen zu betasten. Sie hoffte kein Blut zu finden, denn das würden andere Raubtiere wittern können. Beulen, Blutergüsse, kleine Kratzer, dass alles konnte man mit Schlamm gut behandeln und davon hatten sie hier jede Menge. Sie merkte schnell, dass sie jetzt wirklich eine Pause gebrauchen konnte. Die drei Tage schnelles Reisen und der Sturz hatten ihre Spuren hinterlassen.
Oh, ein Bad im See...die Schwerelosigkeit des Wassers genießen und sich treiben lassen... DAS wäre es jetzt!
, dachte sie still und ihr Gesicht bekam sicher einen sehnsüchtigen Ausdruck. Dann sah sie Revien an, ließ ihren Blich argwöhnisch durch die Vegetation streifen und fragte leise:
„Glaubst du, wir finden hier irgendwo eine kleine sichere Ecke, wo ich mal kurz verschnaufen kann? Ich fühl mich grade... etwas verbeult.“
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Montag 19. Februar 2018, 23:00

Da war kein Zweifel. Revien hatte sich nicht nur in seinem Charakter verändert, auch sein Körper schien Kräftiger und weniger ausgehungert.

Etwas verwirrt schaute sie an seiner Schulter vorbei zu dem Unglücksort und murmelte leise:
„Das war knapp!“
Sie sah den Baum böse an und knurrte sogar leicht:
„Böser Baum!“
, dann grinste sie etwas gelungener und sah wieder zu ihm auf.

Revien versuchte sich ebenfalls an einem aufmunternden Lächeln, aber seine Augen waren noch immer voller Sorge.
„Schön, das wir noch leben! Und übrings... ...Au!“
„Ja, finde i..Maruka!“
Dann gaben plötzlich ihre Beine nach.
Na huch?!?
Um nicht einfach umzufallen ließ sie sich schlichtweg im Schneidersitz auf ihren kleinen Hintern nieder, so dass es wenigstens halbwegs geplant hätte wirken können, wenn Revien kein so genauer Beobachter gewesen wäre.

Eine Hand um ihre Taille stütze er Maruka, bis sie saß.
„Ich lebe! Alles gut. ...bestimmt ein paar blaue Flecke, aber die sieht man unter Fell eh nicht.“
, versuchte sie das Ganze ein bisschen zu verharmlosen.
„Das wäre es jetzt echt gewesen! Kurz vor der großen Aufgabe, vom Ast erschlagen! Was für ein ehrenhafter Tod!“
meinte sie witzelnd und mit sehr ironischem Unterton. Einen Moment saß sie dann still da und atmete ein paar Mal tief durch. So langsam verabschiedete sich das Adrenalin und kündigten sich die Schmerzen an.


„Ja, das wäre es wohl. Ein schöner Beschützer bin ich dir, Kätzchen.“
Murmelte Revien mehr als nur reuig. Vorsichtig strich er ihr vom Matsch verklebte Strähnen aus dem Gesicht. Noch immer hielt er eine Hand an ihrer Hüfte. Er hockte vor ihr und musterte sie eingehend.
Bevor sie ganz da waren wollte Maruka eine Bestandsaufnahme der Blessuren haben und sie begann vorsichtig ihren Körper abzutasten, wobei die Rüstung eher hinderlich war, aber trotzdem war sie gerade froh über den zusätzlichen Schutz. Zögerlich schob sie ihre schmalen Hände mal hier mal da unter die Rüstung um die schlimmsten Stellen zu betasten. Sie hoffte kein Blut zu finden, denn das würden andere Raubtiere wittern können. Beulen, Blutergüsse, kleine Kratzer, dass alles konnte man mit Schlamm gut behandeln und davon hatten sie hier jede Menge.

Die Bewegungen allein zeigten ihr, wo es hakte. Ihr Arm, mit dem sie den Großteil ihres Gewichts gefangen hatte, war zwar nicht aus- aber verrenkt und ihr Rücken, ihre Hüfte und ihre Schulter der linken Seite begannen schon jetzt zu schmerzen. Außerdem spürte sie, wie ihre Wange anschwoll und ein kupferner Geschmack auf ihrer Zunge lag. Sie musste sich auf die Wange gebissen haben.
Revien half ihr sanft aber gekonnt dabei, sich nach größeren Verletzungen zu Untersuchen und die schnallen der Rüstung zu Lockern. Dabei zogen sie Beide so einige Blätter und Zweige aus Rüstung und Haaren. Zum Glück schien die Rüstung alle schwereren Verletzungen verhindert zu haben.

Sie merkte schnell, dass sie jetzt wirklich eine Pause gebrauchen konnte. Die drei Tage schnelles Reisen und der Sturz hatten ihre Spuren hinterlassen.
Oh, ein Bad im See...die Schwerelosigkeit des Wassers genießen und sich treiben lassen... DAS wäre es jetzt!
, dachte sie still und ihr Gesicht bekam sicher einen sehnsüchtigen Ausdruck. Dann sah sie Revien an, ließ ihren Blich argwöhnisch durch die Vegetation streifen und fragte leise:
„Glaubst du, wir finden hier irgendwo eine kleine sichere Ecke, wo ich mal kurz verschnaufen kann? Ich fühl mich grade... etwas verbeult.“


Revien nickt nur konzentriert und überprüfte noch einmal die Bewegungsfähigkeit eines ihrer Handgelenke. Erst dann sah er sie wieder an.
„Wir werden etwas finden … ICH werde etwas finden, wo du in Sicherheit Rasten kannst. Warte hier, ich bin so schnell zurück, wie ich kann. Und wenn wir dich wieder sauber bekommen haben, kümmere ich mich um deine Verletzungen.“
Er stand auf und klopfte sich, unsinnigerweise, die schlammbedeckten Knie ab. Er umrundete konzentriert den Baum, an dem sie noch immer lehnte. Als er wieder bei Maruka ankam, wirkte er überzeugt und wiederholte seine Runde. Diesmal jedoch sprach er in einem leisen, rhythmischen Sprechgesang in einer ihr unbekannten Sprache und vollführte weit ausholende Bewegungen die fast einem Tanz glichen.
Von seinen Fingerspitzen begannen grüne und goldene Funken zu tropfen und verteilten sich über den Boden, doch statt einzusinken blieben sie auf dem Morast liegen und bildeten wunderschöne, wilde Muster. Als sie sich neugierig vorbeugte, um einen der Funken zu berühren, blitzte dieser auf und ließ ihren Arm vom Finger bis zur Schulter hinauf prickeln.

Als Revien ein drittes Mal den Baum großzügig umrundet hatte, sammelten sich die Funken am Boden in einem Kreis und rankten in Windeseile in einer Kuppel um den Baum und verblassten dann wieder.
Die Luft um Maruka herum fühlte sich plötzlich leichter und frischer an. Die drückende Feuchtigkeit schien weniger niederschmetternd und auch das Gefühl ständiger Bedrohung ebbte ab. Dafür sorgte die Sicherheit, die sie umgab dafür, dass der Schreck des Beinahe Todes sie umso heftiger einholte und drohte, sie in ein zitterndes weinendes Wrack zu verwandeln. Dass war der Verlust des Adrenalins, das wusste Maruka, aber es war trotzdem nicht angenehm, so mit ihrer Beherrschung ringen zu müssen.
„Bleib im Kreis, ich beeile mich.“
Sagte Revien und lief los. Nach nur wenigen Schritten hüllten ihn wieder Funken ein und ein großer Panther jagte durch das Unterholz und verschwand darin.

Maruka bemerkte, dass sie trotz allem nicht alleine war. Ihr kleiner Funkenfreund saß ihr zu Füßen und auch ein paar Andere saßen oder bewegten sich innerhalb des Kreises.
Um sie herum begann der Wald wieder zögerlich zu erwachen, auch wenn er hier bei weitem nicht seine volle Stärke erreichte. Die Minuten zogen sich unangenehm lang und langsam begann sie unruhig zu werden.
Inzwischen hatten auch die letzten Spuren des Adrenalins sie verlassen und sie fühlte sich matt und trotz der Hitze zittrig. Ihre Rüstung begann an den Stellen, an denen sie Prellung davon getragen hatte, zu drücken und der Schlamm, der sich in alle möglichen Ritzen geschlichen hatte, scheuerte auf ihrer Haut. Sie hatte einen Schluck Wasser aus ihrem Schlauch nehmen wollen, aber den hatte sie irgendwo während des Sturzes verloren.
Das Ausbleiben von Geräuschen ließ ihre Ohren zucken, und sie lauschte, den vereinzelten Bewohnern des Dschungels gleich, auf das, was da wohl Bedrohliches kommen mochte.

Sie hörte es bevor sie es sah. Ein rascheln und Knacken, sowie ein gelegentliches Stöhnen kündigten einen Neuankömmling an, der nicht im Geringsten darauf bedacht war, sich vorsichtig oder Leise zu bewegen, was Revien definitiv ausschloss.
Ein langer dürrer Schemen bewegte sich in steifen Bewegungen auf zwei Beinen durch die herabgefallenen Zweige, die sich in einem großen Radius um den zerfallenen Baum verteilten. Ein weiterer Vierbeiniger folgte ihm.
Marukas Fell stellte sich auf und eine Gänsehaut bedeckte ihre Haut. Das, was da durch den Wald lief war Falsch und Böse. Ängstlich huschten die Funkenfreunde auf sie oder den Baumstamm zu und verschwanden dann im Nichts.
Die Beiden Schemen bewegten sich in groben ungelenken Bewegungen auf dem zerfallenen Baum zu und näherten sich damit immer weiter Marukas Position. Noch hatten sie die Hybridin nicht entdeckt.

Der Kreis um sie herum war zwar nicht zu sehen, aber sie spürte seine Kraft noch immer. Er reichte etwa drei ein halb Meter in die Höhe, so dass sie auf ein paar niedrig hängende Äste klettern konnte, ohne den Kreis zu verlassen. Allerdings lag es noch immer wesentlich niedriger als ihr lieb gewesen wäre.

Deckung gab es leider nur Außerhalb des Kreises im Unterholz, sei es in dem Feld aus diversen herabgefallenen Ästen, als auch einigen Sträuchern, die in etwas Entfernung zu ihrem derzeitigen Aufenthaltsort standen.
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Dienstag 20. Februar 2018, 22:21

„Ja, das wäre es wohl. Ein schöner Beschützer bin ich dir, Kätzchen.“
Murmelte Revien mehr als nur reuig.
Er macht sich schon wieder Vorwürfe... Herrje, das war ein Unfall! Daran hat doch keiner Schuld. Ist ja nicht so, als hätte er den Ast angesägt oder so.
Revien hob seine Hand. Vorsichtig strich er ihr vom Matsch verklebte Strähnen aus dem Gesicht und die Hybridin hätte die Berührung gerne genossen, genauso wie seine andere Hand, die noch immer an ihrer Hüfte verweilte, aber die einsetzenden Schmerzen konnten einem auch jede kleine Freude verderben! Er hockte vor ihr und musterte sie eingehend. Bevor die Schmerzen sie einholten, wollte Maruka eine Bestandsaufnahme der Blessuren haben und sie begann vorsichtig ihren Körper abzutasten. Ihr Arm, mit dem sie den Großteil ihres Gewichts gefangen hatte, war zwar nicht ausgekugelt aber verrenkt und ihr Rücken, ihre Hüfte und ihre Schulter der linken Seite begannen schon jetzt zu schmerzen.
Schulter schonen! Seite...wird hübsch blau werden, aber Jey! Ich hab Fell, wen störts! HA! ..solange mich da keiner anfasst...
Außerdem spürte sie, wie ihre Wange anschwoll und ein kupferner Geschmack auf ihrer Zunge lag. Sie musste sich auf die Wange gebissen haben. Vorsichtig ließ sie ihre Zunge innen über die wunde Stelle fahren und schluckte tapfer das Blut runter.
So schmecke ich also … gar nicht so schlecht... ein bisschen wie Hühn... OCH HÖR AUF!
Revien half ihr sanft aber gekonnt dabei, sich nach größeren Verletzungen zu untersuchen. Seine Zuwendung tat ihr vor allem in der Seele gut. Der Schreck saß ihr leider trotzdem noch in den Knochen.
„Glaubst du, wir finden hier irgendwo eine kleine sichere Ecke, wo ich mal kurz verschnaufen kann? Ich fühl mich grade... etwas verbeult.“
Revien nickt nur konzentriert und überprüfte noch einmal die Bewegungsfähigkeit eines ihrer Handgelenke, wobei sich Maruka ein bisschen wie ein Stofftier fühlte, dass man zum Sprechen für kleine Kinder bewegte.
„Wir werden etwas finden … ICH werde etwas finden, wo du in Sicherheit rasten kannst. Warte hier, ich bin so schnell zurück, wie ich kann. Und wenn wir dich wieder sauber bekommen haben, kümmere ich mich um deine Verletzungen.“
Ach Schlamm ist doch gut... kühlt wenigstens... aber beeil dich! So kaputt sollte ich nicht in einen Kampf ziehen. … Verletzungen versorgen klingt klasse! Sauber sein auch... aber vor allem die Verletzungen...!
Außerdem tröpfelte Marukas Unterbewusstsein in eine Richtung, in der sie von Revien massiert wurde und das wäre doch zu schön! Ohne etwas von ihren bewussten oder unbewussten Gedanken zu ahnen stand er auf und klopfte sich, unsinniger weise, die dreckigen Knie ab. Er umrundete konzentriert den Baum, an dem sie noch immer lehnte. Sie folgte ihm neugierig mit dem Blick.
Was macht er da?
Als er wieder bei Maruka ankam, wirkte er überzeugter und wiederholte seine Runde. Diesmal jedoch sprach er in einem leisen, rhythmischen Sprechgesang in einer ihr unbekannten Sprache und vollführte weit ausholende Bewegungen die fast einem Tanz glichen.
Nett...mach das bitte noch mal nackt für mich... ähm... Ich glaub, mein Schädel hat doch was abbekommen...
Von seinen Fingerspitzen begannen grüne und goldene Funken zu tropfen und verteilten sich über den Boden, doch statt einzusinken blieben sie auf dem Morast liegen und bildeten wunderschöne, wilde Muster.
Ui! Schick!!
Als sie sich neugierig vorbeugte, um einen der Funken zu berühren, blitzte dieser auf und ließ ihren Arm vom Finger bis zur Schulter hinauf prickeln.
Upsa... Angucken, nicht anfassen!
Als Revien ein drittes Mal den Baum großzügig umrundet hatte, sammelten sich die Funken am Boden in einem Kreis und rankten in Windeseile in einer Kuppel um den Baum und verblassten dann wieder.
Wow!
Die Luft um Maruka herum fühlte sich plötzlich leichter und frischer an. Die drückende Feuchtigkeit schien weniger niederschmetternd und auch das Gefühl ständiger Bedrohung ebbte ab. Dafür sorgte die Sicherheit, die sie umgab dafür, dass der Schreck des Beinahe-Todes sie umso heftiger einholte und drohte, sie in ein zitterndes weinendes Wrack zu verwandeln. Plötzlich kämpfte sie mit den Tränen. Dass war der Verlust des Adrenalins, das wusste Maruka, aber es war trotzdem nicht angenehm, so mit ihrer Beherrschung ringen zu müssen.
„Bleib im Kreis, ich beeile mich.“
Maruka nickte und hatte auch wirklich kein bisschen Lust sich gerade irgendwo anders hin zu bewegen. Ihr Pantherchen verschwand im Unterholz und Maruka brach fast augenblicklich in Tränen aus. Die Anspannung, der Schock, die Sorge, die unangenehme Umgebung, die nicht greifbare Bedrohung, das alles hatte sie bisher gut weg gesteckt, doch jetzt fehlte der Grund stark zu sein. Revien fehlte, also weinte sie. Dicke Tropfen flossen in die Unsichtbarkeit ihres schwarzen Fells. Ihre Sicht war verschwommen und sie schluchzte einmal leise.
So! Das reicht jetzt! Hör auf zu heulen! Du hast schon schlimmeres erlebt!
Maruka bemerkte, dass sie trotz allem nicht alleine war und rief sich zu Räson. Ihr kleiner Funkenfreund saß ihr zu Füßen und auch ein paar Andere saßen oder bewegten sich innerhalb des Kreises.
Schön, dass ihr da seid...
Um sie herum begann der Wald wieder zögerlich zu erwachen, auch wenn er hier bei weitem nicht seine volle Stärke erreichte. Die Minuten zogen sich unangenehm lang und langsam begann sie unruhig zu werden.
Wo wohl Revien bleibt?
Inzwischen hatten auch die letzten Spuren des Adrenalins sie verlassen und sie fühlte sich matt und trotz der Hitze zittrig.
Tief atmen! Ruh dich aus, so lange es geht. Du bist nicht schwer verletzt und wir müssen bestimmt bald weiter.
Ihre Rüstung begann an den Stellen, an denen sie Prellung davon getragen hatte, zu drücken. Sie hätte einen Schluck Wasser aus ihrem Schlauch nehmen wollen, aber den hatte sie irgendwo während des Sturzes verloren.
Mist! Duuurst... und ach ja: Au!
Das Ausbleiben von Geräuschen ließ ihre Ohren plötzlich zucken, und sie lauschte, den vereinzelten Bewohnern des Dschungels gleich, auf das, was da wohl bedrohliches kommen mochte.
Verdammt! Nicht gut!
Sie hörte es bevor sie es sah. Ein Rascheln und Knacken, sowie ein gelegentliches Stöhnen kündigten einen Neuankömmling an, der nicht im Geringsten darauf bedacht war, sich vorsichtig oder leise zu bewegen, was Revien definitiv ausschloss.
Nicht gut! Verstecken...
Maruka drückte sich enger zwischen die Wurzeln des Baumes, so dass sie für einen zufälligen Blick unsichtbar sein sollte. Sie vertraute auf Reviens Magie, dass sie sie schützen würde. Dann sah sie es auch. Ein langer dürrer Schemen bewegte sich in steifen Bewegungen auf zwei Beinen durch die herabgefallenen Zweige, die sich in einem großen Radius um den zerfallenen Baum verteilten. Ein weiterer Vierbeiniger folgte ihm.
Was zum Harax?...
Marukas Fell stellte sich auf und eine Gänsehaut bedeckte ihre Haut. Das, was da durch den Wald lief war Falsch und Böse.
Falsch...Böse!... Und dass, wo ich doch gerade so schön fit bin!
, grummelte sie lautlos in sich hinein. Ängstlich huschten die Funkenfreunde auf sie oder den Baumstamm zu und verschwanden dann im Nichts. Die beiden Schemen bewegten sich in groben ungelenken Bewegungen auf dem zerfallenen Baum zu und näherten sich damit immer weiter Marukas Position. Noch hatten sie die Hybridin nicht entdeckt.
Verstecken!
Die ungelenken Bewegungen irritierten sie ein bisschen, aber die könnten auch der unebenen Umgebung geschuldet sein. Marukas Instinkt setzte ein. Selbst wenn der lange Schatten ein Mensch war... und sie tendierte eher zu der Annahme, dass es dieser 'Bartileuses' oder etwas ähnlich böses war, so hatte er einen Vierbeiner dabei, was bedeute, dass sie vermutlich gewittert werden konnte. Gerade in diesem Augenblick war sie heil froh eine Heilschlammpackung am Körper zu tragen! So sollte ihr eigener Geruch halbwegs überdeckt sein. Sicherheitshalber nahm sie sich aber noch mal eine Hand voll, von der schwarzbraunen Pampe und strich sich damit übers Gesicht. Der magische Kreis um sie herum war zwar nicht zu sehen, aber sie spürte seine Kraft noch immer. Er reichte etwa drei ein halb Meter in die Höhe, so dass sie auf ein paar niedrig hängende Äste klettern konnte, ohne den Kreis zu verlassen. Allerdings lagen diese noch immer wesentlich niedriger als ihr lieb gewesen wäre. Das wichtigste war, dass sie jetzt vor allem lautlos aus der direkten Sichtlinie verschwand und die war am Boden einfach zu breit und zu offen.
Verstecken! Jetzt!
Revien hatte den Zauber so gewirkt, dass Maruka seine Grenzen hatte sehen können und die beiden Neuankömmlinge machten so viel Lärm, dass sie sich halbwegs zutraute sich unbemerkt zu bewegen. Beiden Informationen entnahm sie, dass es eine Möglichkeit der Entdeckung zu entkommen, indem sie sich vorsichtig soweit erhob, dass sie sich geduckt bewegen konnte und sich dabei möglichst tief in den Schatten hielt. Das wild herum liegende Bruchwerk des Baumes sollte wenigsten aus der Ferne noch etwas Deckung bieten. Maruka erinnerte sich, Revien war um den Baum herum gegangen, also tat sie dies auch. Dann wanderte ihr Blick hinauf zu den untersten Ästen.
Oh, DAS wird weh tun...!
Sie streckte sich, fand eine Furche in der Rinde und versenkte leise ihre Krallen darin. Einen Sprung wagte sie nicht, denn erstens könnte das Gewicht ihres Körpers das Blattwerk in Schwingungen versetzen und den Vierbeiner anlocken, wenn er wie sie auf Bewegungen sensibilisiert war. Zweitens wollte sie auf jeden Fall Geräusche vermeiden.
Nicht wittern, nicht sehen, nicht hören lassen!!!
Das war jetzt das Wichtigste. Und vielleicht ein bisschen Glück? Reviens Magie vertraute sie, doch wie gut war dieses Böse? Lieber auf Nummer sicher gehen, war die Devise.
Los!
Nicht zögernd hob sie den verletzten Arm und ließ den Schmerz zu. Es brachte nichts, dagegen anzukämpfen, man musste ihn akzeptieren um ihn zu überwinden. Diesmal waren es Tränen des Schmerzes, die ihre Wangen befeuchteten, aber sie zog sich lautlos den Stamm hinauf und höher, jede Möglichkeit nutzend, im Schatten des Baumes zu verschwinden. Knirschte ihr Gelenk? Riss da eine Muskelfaser? Egal! Hauptsache es passierte leise!
AAAAaaaaaaaaarrrrrrrr!!!!
Ihre Funkenfreunde hatten sich versteckt, also war es vermutlich auch gut, wenn sie es ihnen gleich tat. Nur konnte sich Maruka leider nicht in 'Nichts' auflösen. Das einzige was sie sonst noch vielleicht in der Hinterhand hatte, war ein gewisser Hang zu einer Göttin, die wohl Schatten mochte. Also suchte sie sich eine Stelle, wo sie mit der Schattenseite des Baumes eins werden konnte. Sie schmiegte sich an die Rinde, nutzte die natürliche Deckung einer Astgabel, sodass sie von unten nur schwer zu erkennen war und schloss einen Moment die Augen.
Hallo Manthala, ich mal wieder! Bist bestimmt grade schwer beschäftigt, aber ich könnte gerade deine Hilfe gebrauchen. Der Kerl fühlt sich echt nicht gut an! Stimmt!
Tier und Mensch waren sich einig in diesem Stoßgebet. Mehr traute sich Maruka nicht zu beten. Sie öffnete die Augen nur zu schmalen Schlitzen, damit sie sich nicht durch eine Reflektion verriet. Jetzt musste sie sich vor allem auf ihre Ohren verlassen. Die waren gut! Sehr gut! Jetzt hieß es warten... und ggf. den rechten Moment für Angriff oder Flucht zu finden, wenn nötig. Als lautloser Beobachter gefiel ihr ihre Rolle am besten, doch sie war genauso bereit alles aus ihrem angeschlagenen Körper heraus zu holen, wenn sie damit den Feind schlagen oder schwächen konnte. Und dass diese Gestalt böse war, das stand außer Frage, also gab es da kein Zögern. Ihre Krallen juckten leicht und Maruka zwang sich wie schon damals als menschliche Jägerin zu einer flachen Atmung.
...Schatten... Ich bin ein Schatten... Schatten...
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Donnerstag 22. Februar 2018, 21:41

Hallo Manthala, ich mal wieder! Bist bestimmt grade schwer beschäftigt, aber ich könnte gerade deine Hilfe gebrauchen. Der Kerl fühlt sich echt nicht gut an! Stimmt!
Ging es Maruka durch den Kopf und sie presste sich, die Atmung flach haltend, an den Stamm des Baumes.
Die Göttin sandte ihr weder ein Zeichen, noch zusätzliche Schatten. Alles musste man selber machen!

Ihr Herz pumpte in schnellem Rhythmus und es rauschte Laut in ihren Ohren. Wären die Beiden Schemen nicht so laut gewesen, hätte sie über diesen Lärm kaum etwas hören können.
Sie zwang sich dazu, weiterhin Flach und langsam zu Atmen und schaffte es, ihren Puls soweit zu beruhigen, dass das rauschen ihres Blutes nicht mehr alles andere Übertönte.
Sie hörte ein Schnüffeln und dumpfes Grunzen, sowie rascheln. Ihr wurde kalt und ihr Magen krampfte sich zusammen. Sie kannte diese Art von Grunzen. Es klang wie ein Warg! Aber seine Masse hatte überhaupt nicht nach einem warg ausgesehen! Er war zu schmal, hatte nicht genug wuschiges Fell. Konnte sie sich geirrt haben?

Jetzt wurde ihr der Nachteil ihres Versteckes klar. Sie mochte zwar gut verborgen sein, aber sie konnte auch niemand anderen sehen, außer, er würde in ihr Blickfeld treten. Die Ohren gespitzt lauschte sie so gut wie sie konnte, um den Weg des Feindes nachzuvollziehen. Schlurfende Schritte und ein wühlen drangen an ihre Ohren und näherten sich langsam ihrer Position.

Zu zielgerichtet, um nicht einer Spur zu folgen!!! Hatte der Hund … Warg … was auch immer – etwa sie oder Revien gewittert?
Was mochte Schlimmer sein? Wenn er ihrem Geruch folgte, oder seinem? Aber der Waldgeist/Panther/Waldelf sollte ja wehrhaft genug sein, um mit diesem Gegner fertig zu werden, oder?
Egal, wen es nun schlimmer traf: Keine der Beiden Varianten war wünschenswert.

Jetzt waren sie nah genug, dass Maruka ein schnüffeln und Schmatzen hören konnte. Schlamm wurde aufgewühlt und Zweige zur Seite gefegt und zertreten. Und dann ein schmerzerfülltes Jaulen! Das Fell an ihrem Körper richtet sich auf, wo es nicht von Rüstung bedeckt wurde und einen kurzen Augenblick sah sie wieder die Kuppel um sicher herum.

Aber hieß das, dass der Kreis hielt? Oder war er jetzt durchbrochen? Sie biss die Zähne zusammen und kämpfte gegen den Drang an, sich nach dem Gegner um zu sehen.
Ein widerwärtiger Gestank – noch schlimmer als der des Schlamms, der sie bedeckte – schlich sich in ihre Nase. Verwesung und Schimmel. Ihre Kiefer verkrampften sich und sie krallte sich unbewusst fester in den Baum.
Immer näher kam das Schnüffeln während Maruka damit beschäftigt war, ihre Atmung flach und ruhig zu halten. Und dann traten die Beiden Schemen an den Rand ihres Blickfeldes.
Der Vierbeiner war zuerst zu sehen, wie er in einem Präzisen Kreis um den Baum ging. Sie Schloss vor Erleichterung kurz die Augen. Der Kreis hielt!

Aber das war auch das einzige, was sie davon abhielt, gänzlich in Panik auszubrechen.
Das, was da mehr und mehr zu erkennen war, musste einmal ein Warg gewesen sein. Jetzt war es nur ein dürrere, ausgetrocknet wirkender Leib. Vereinzelt hingen noch fetzen von Fell an ihm, graue, zum Teil von Schimmel bedeckte Haut spannte sich über Knochen und Muskeln. An vielen Stellen waren blanker Muskel und Knochen zu erkennen. Ersteres davon in einem fahlen Rostton, der kaum mehr an Fleisch erinnerte. Dort, wo einst die Augen des Geschöpfs lagen, waren dunkle leere Höhlen.

Dem Warg folgend kam ein schlanker hochgewachsener Leib in Sicht. Er trug noch einzelne Rüstungssteile an sich, ein Großteil davon verschimmelt und verrostet. Eines der Beine wurde nachgezogen und stand in einem unnatürlichen Winkel. Auf dem Kopf des Zweibeiners saß ein verrosteter, an einer Stelle deutlich eingeschlagener Helm. Kein Mensch diesen Helm tragen können – außer er hatte ein passendes Loch im Schädel.
Alles, was er am Leib trug, schlackerte an ihm herum und schien zu groß für den Skelettdünnen Körper. Ein Schwert lag locker, fast nachlässig in seiner Hand. Der Untote blickte sich suchend um und zu spät begriff Maruka, dass sie sich längst hätte bewegen müssen, um noch weiter gut versteckt zu bleiben.

Wie in Zeitlupe drehte sich der Kopf ihres Gegners in ihre Richtung. Seine Milchig weißen Augen blickten direkt in ihre. Auf diese Entfernung hätte sie es nicht sehen können, aber sie wusste, das milchige Weiß trug in seinem Innersten ein kaltes grausames Licht, dass dem Kadaver Leben und Verstand einhauchte und sie spürte am Rande ihres Seins eine schleimige Präsenz an ihrem Bewusstsein vorbei streichen.
Und dann blendete die Kuppel ein weiteres Mal in grün und golden auf und ließ den Untoten einige Schritte zurücktaumeln.
Ein röcheln und krächzen ging von dem Leichnam aus und jagte Maruka Schauer über Schauer über den Rücken bis ihr förmlich schlecht wurde.

„Glahhaubssst duhuu dasss wieherd dichhh ssschützzzzen?“
Grollte das Wesen und blickte suchend auf den Baum und seine Äste. Die Stimme klang seltsam Körperlos und gepresst. Wenn Marukas Ohren sie nicht täuschten, musste die Quelle des Geräuschs irgendwo über dem Kopf des Untoten liegen. Der Warg Kadaver grollte tief und furchteinflößend. Seine ohnehin immer entblößten Reißzähne gut sichtbar.
„Kommmm rauhuuus kleiiinesss Hässsschennn, iiiich fresssse dichhhh schhhhhohn nichhht.“
Der Untote blickte wieder suchend umher, wobei sein Blick auch einige Male über Maruka streifte.

Ihre Zunge klebte wie ein trockener Waschlappen an ihrem Gaumen und sie schaffte es kaum, genug Spucke für ein Schlucken zusammen zu kratzen.

In einem der Gebüsche hinter den Untoten schienen sich die Schatten verfestigt zu haben und die Hybridin glaubte einen Augenblick ein grünes Blitzen gesehen zu haben.
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Freitag 23. Februar 2018, 11:09

Die Göttin sandte ihr weder ein Zeichen, noch zusätzliche Schatten.
Alles musste man selber machen! Ah, ich weiß, das ist eine Prüfung oder so...
grummelte Maruka in sich hinein. Im Zweifelsfall, waren es immer Prüfungen oder unergründliche Wege, die die Götter dazu trieben, mal etwas wirklich herausragendes wie wahre Wunder zu vollbringen, aber dann, wenn man sie am nötigsten hatte, oder eben glaubte es nötig zu haben, dann rühren sie keinen Finger.
Ich werd nie Priesterin werden, das kannst jetzt so was von vergessen!!!
Ihr Herz pumpte in schnellem Rhythmus und es rauschte Laut in ihren Ohren, da waren innerliche Zwiegespräche mit Gottheiten eine gute Beschäftigung, da sie sowieso nichts hörte. Wären die Beiden Schemen nicht so laut gewesen, hätte sie sie über diesen Lärm kaum wahrgenommen. Das jetzt auch ihr wichtigstes Sinnesorgan ihr den Dienst versagte, ging ja so gar nicht!
RUHE JETZT!
Sie zwang sich dazu, flach und langsam zu atmen und schaffte es, ihren Puls soweit zu beruhigen, dass das rauschen ihres Blutes nicht mehr alles andere übertönte.
Geht doch...
Prompt hörte Maruka ein Schnüffeln und dumpfes Grunzen, sowie rascheln. Ihr wurde kalt und ihr Magen krampfte sich zusammen. Ihr Tier kannte diese Art von Grunzen. Ihr Mensch geriet nur in Panik, da er nur Geschichten kannte. Es klang wie ein Warg! Aber seine Masse hatte überhaupt nicht nach einem Warg ausgesehen! Er war zu schmal, hatte nicht genug wuscheliges Fell. Konnte sie sich geirrt haben?
Bestimmt!
Der Nachteil ihres Versteckes war klar. Sie mochte zwar gut verborgen sein, aber sie konnte auch niemand anderen sehen, außer, er würde in ihr Blickfeld treten. Die Ohren gespitzt lauschte sie so gut wie sie konnte, um den Weg des Feindes nachzuvollziehen. Schlurfende Schritte und ein wühlen drangen an ihre Ohren und näherten sich langsam ihrer Position. Zu zielgerichtet, um nicht einer Spur zu folgen!!! Hatte der Hund … Warg … was auch immer – etwa sie oder Revien gewittert?
Was mochte schlimmer sein? Wenn er ihrem Geruch folgte, oder seinem?
Seinem! Revien hat hier eine Aufgabe, die er erfüllen muss. Er muss den Wald rein halten, ich ...bin hübsches, eventuell hilfreiches Beiwerk. *schief grins* Aber Revien sollte ja wehrhaft genug sein, um mit diesem Gegner fertig zu werden, ...Oder???
, sorgte sich die Hybridin in aller Stille.
Das Problem ist nur, es sind zwei Gegner nicht nur einer und egal, wen es nun schlimmer trifft, keine der beiden Varianten wären wünschenswert.
Es war sogar sehr wahrscheinlich, dass es sie beide treffen könnte und zwei Gegner auch sie beide zerreißen konnten und alles umsonst gewesen war.
Nicht so pessimistisch... noch atmest du ja!
Dann waren sie nah genug, dass Maruka ein schnüffeln und Schmatzen hören konnte. Schlamm wurde aufgewühlt und Zweige zur Seite gefegt und zertreten. Marukas Gemütszustand verschlechterte sich weiter bei unter der wachsenden Bedrohung. Und dann hörte sie ein schmerzerfülltes Jaulen! Das Fell an ihrem Körper richtet sich auf, wo es nicht von Rüstung bedeckt wurde und einen kurzen Augenblick sah sie wieder die Kuppel um sicher herum.
HA! Erstschlag für die Guten!
Der Warg hatte also ihren Baum gefunden und sich die Nase verbrannt. Aber hieß das, dass der Kreis hielt? Oder war er jetzt durchbrochen? Sie biss die Zähne zusammen und kämpfte gegen den Drang an, sich nach dem Gegner um zu sehen. Ein widerwärtiger Gestank – noch schlimmer als der des Schlamms, der sie bedeckte – schlich sich in ihre Nase: Süßliche Verwesung und beißender Schimmel. Ihre Kiefer verkrampften sich und sie krallte sich unbewusst fester in den Baum.
UUUuuurrrrrg! Nicht brechen! Nicht brechen! Nicht...
Immer näher kam das Schnüffeln während Maruka damit beschäftigt war, ihre Atmung flach und ruhig zu halten. Und dann traten die beiden Schemen an den Rand ihres Blickfeldes.
Der Vierbeiner war zuerst zu sehen, wie er in einem präzisen Kreis um den Baum ging. Sie Schloss vor Erleichterung kurz die Augen. Der Kreis hielt!
Hoffentlich für sehr laaaange!
Aber das war auch das einzige, was sie davon abhielt, gänzlich in Panik auszubrechen.
Das, was da mehr und mehr zu erkennen war, musste einmal ein Warg gewesen sein. Jetzt war es nur ein dürrerer, ausgetrocknete wirkender Leib. Vereinzelt hingen noch Fetzen von Fell an ihm, graue, zum Teil von Schimmel bedeckte Haut spannte sich über Knochen und Muskeln. An vielen Stellen waren blanker Muskel und Knochen zu erkennen. Ersteres davon in einem fahlen Rostton, der kaum mehr an Fleisch erinnerte. Dort, wo einst die Augen des Geschöpfs lagen, waren dunkle leere Höhlen. Maruka kroch allein schon bei dem Anblick die Galle den Rachen hinauf.
Das beiß ich nicht! Auf keinen Fall!
Dem Warg folgend kam ein schlanker hochgewachsener Leib in Sicht. Er trug noch einzelne Rüstungsteile an sich, ein Großteil davon verschimmelt und verrostet. Eines der Beine wurde nachgezogen und stand in einem unnatürlichen Winkel. Auf dem Kopf des Zweibeiners saß ein verrosteter, an einer Stelle deutlich eingeschlagener Helm. Kein Mensch diesen Helm tragen können – außer er hatte ein passendes Loch im Schädel.
Es wird immer schlimmer!
Alles, was er am Leib trug, schlackerte an ihm herum und schien zu groß für den skelettierten Körper. Ein Schwert lag locker, fast nachlässig in seiner Hand. Der Untote blickte sich suchend um. Wie in Zeitlupe drehte sich der Kopf ihres Gegners in ihre Richtung. Seine milchig weißen Augen blickten direkt in ihre. Auf diese Entfernung hätte sie es nicht sehen können, aber sie wusste, das milchige Weiß trug in seinem Innersten ein kaltes grausames Licht, dass dem Kadaver Leben und Verstand einhauchte und sie spürte am Rande ihres Seins eine schleimige Präsenz an ihrem Bewusstsein vorbei streichen.
Iiii gitt!
Am liebsten hätte sie sich geschüttelt, gebadet, sich geputzt oder selbst das Fell abgezogen um dieses Gefühl los zu werden, aber für das alles war gerade keine Zeit.
Gut... also nicht gut... Er hat mich entdeckt. Was jetzt?...
Maruka wurde langsam immer panischer und mit Panik dachte es sich nicht gut nach. Und dann blendete die Kuppel ein weiteres Mal in grün und golden auf und ließ den Untoten einige Schritte zurücktaumeln.
Zweiter Schlag für die Guten, du Leichensack!
Ein Röcheln und Krächzen ging von dem Leichnam aus und jagte Maruka Schauer über Schauer über den Rücken bis ihr förmlich schlecht wurde... also noch schlechter, als schon von dem Gestank.
„Glahhaubssst duhuu dasss wieherd dichhh ssschützzzzen?“
Na eine Weile schon... und dumm genug, dass du da auch rein rennst, nachdem dein Vierbeiniger Freund es schon getan hat, bist ja.
Das Wesen blickte suchend auf den Baum und seine Äste. Die Stimme klang seltsam körperlos und gepresst. Wenn Marukas Ohren sie nicht täuschten, musste die Quelle des Geräuschs irgendwo über dem Kopf des Untoten liegen. Dieses Phänomen irritierte sie nur noch mehr. Der Warg-Kadaver grollte tief und furchteinflößend. Seine ohnehin immer entblößten Reißzähne gut sichtbar.
Ob untote was gegen Pfeile haben? Verdammt! Wie tötet man was schon tot ist??? Heilen? Oh gut! Klasse, dass ich kein Heiler bin! Grrrr....
Marukas Gedanken fanden keinen rechten Einrastpunkt. Sie fürchtete sich, vor dem was da unten war, aber sie war auch nicht bereit sich einfach zerfleischen zu lassen. Prompt sprach der Lange auch noch davon, was sie nicht wirklich glücklicher machte:
„Kommmm rauhuuus kleiiinesss Hässsschennn, iiiich fresssse dichhhh schhhhhohn nichhht.“
Der Untote blickte wieder suchend umher, wobei sein Blick auch einige Male über Maruka streifte.
Wer's glaubt...!
Ihre Zunge klebte wie ein trockener Waschlappen an ihrem Gaumen und sie schaffte es kaum, genug Spucke für ein Schlucken zusammen zu kratzen, wie sollte sie dann reden?
Verdammt, was mach ich nur? Antworten? Ihn hinhalten, bis er es doch schafft hier rein zu kommen um mich zu fressen?
Die ganze Situation war einen Tick zu überfordern für die junge Hybridin, was nicht verwunderlich war. Sie war 18, hatte noch nie in ihrem Leben Untote oder Wargs gesehen und zu allem Überfluss auch körperlich angeschlagen. Hätte sie noch analytisch ihre Situation betrachten können, so hätte ihr Verstand ihr verraten, dass die Chancen schlecht standen. So aber, tat es ihr Tier:
Der Lange ist langsam, dem könnten wir noch weg rennen, aber dieser Riesenwolf... ?
Das Tier in Maruka behielt die Oberhand, was gut war, denn so konnte der Mensch doch ein klein Wenig nachdenken, wenn auch nicht mehr so gut.
Wenn es je eine Vorlage für den „großen bösen Wolf“ gegeben hat, dann war das DER DA!
Marukas Augen huschten ziellos suchend durch die Gegend auf der suche nach einer Idee, Lösung oder einem Ausweg. In einem der Gebüsche hinter den Untoten schienen sich die Schatten verfestigt zu haben und die Hybridin glaubte einen Augenblick ein grünes Blitzen gesehen zu haben.
Panterchen???...
, keimte Hoffnung in ihr auf?
...oder noch mehr Untote?... EGAL! Ich sitz hier eh fest! WENN es Revien ist, dann lenke ich die beiden da unten ab, damit er sie überraschen kann! Wenn nicht, macht es die Situation auch nicht viel schlimmer...denke ich...
Maruka beließ ihren Körper immernoch in der Deckung des Baumstamms, aber zog ihren Schwanz unter sich hervor. Ein Ministoßgebet, dass ihrem schönsten Körperteil nichts geschehen sollte, folgte und dann ließ sie ihn sich von Astgabel rollen und die Spitze hin und her zucken.
„He da, Langer! Du bist doch bestimmt dieser Barthilie-dingsda... Bartilemeus? Eben dieser Oberbösnickel? Oder bist du nur ein Lakei, der die Wölfe Gassi führen darf?“
Ok, ein bisschen provokant, aber sicher ablenkend genug... für den Langen.
Um dem Wolf noch etwas mehr an sich zu fesseln zog sie ihre verletzte Wange zwischen die Zähne, so eben auch ein bisschen Blut von sich mit in den Speichel und griff auch ihre kindlichen Erfahrungen im Weit-spucken zurück. Ihr Ziel lag außerhalb der magischen Umrandung und Maruka hoffte, dass Reviens magische Barriere böse Wesen draußen, aber ummagischen 'Rotz' passieren lassen würde. Ihr Tier wusste, dass dieser sich dann sicher wie wild darauf stürzen würde, zumal er an sein eigentliches Ziel gerade nicht heran kam. Außerdem war die „Geste“ des Ausspuckens auch noch eine eigene Provokation für sich. Also wiesierte sie einen besonders dicken Ast an, der am Boden lag, damit sich der Warg erst einmal darin die Zähne verbiss. Soweit der 'nicht wirklich gut überdachte' Plan.
Das die beiden Wesen nicht 'wirklich' sehen konnten, war ihr inzwischen aufgegangen. Aber sie nahmen sie vermutlich auf eine andere Art war. Der Warg konnte riechen und war vermutlich auch schneller als sein 'Herrchen'. Der Lange war langsam, aber vermutlich zu irgendwelchen magischen Tricks imstande, die sie nicht einschätzen konnte. Solange also die Barriere hielt, wollte sie Zeit schinden. Wenn sie jedoch brach, würde Maruka versuchen höher in die Bäume zu flüchten, denn eine Jagd am Boden schien ihr noch weniger Erfolg versprechend und gegen etwas untotes zu kämpfen, in ihrem leicht angeschlagenen Zustand? Beziehungsweise gegen zwei Gegner gleichzeitig?
Wenn es nicht sein muss, lieber nicht.
Wenn Revien oder die Funkenfreunde jedoch etwas anderes signalisierten würden, dann könnte man den Plan auch schnell über den Haufen werfen. Wozu war man schließlich ein Mädchen und änderte eh schon alle fünf Sekunden seine Meinung. Wenn es zum Kampf kommen sollte, würde Maruka nicht daneben stehen und zugucken. Nein, dann würde sie auch ihren Spaß haben wollen, aber ein Sinnloser Tod stand nicht auf ihrer Liste.
Die Tapferen Mantrons starben im Kampf oder gar nicht!
Und im Moment, war die Option 'gar nicht sterben' ihr lieber, als sich angeschlagen in einen Kampf zu stürzen, ohne Revien, bzw. vielleicht mit Revien, oder... Es gab einfach zu viele 'Wenns' in dieser Gleichung.
„Also, Langer! Was ist?“
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Mittwoch 28. Februar 2018, 00:27

„He da, Langer! Du bist doch bestimmt dieser Barthilie-dingsda... Bartilemeus? Eben dieser Oberbösnickel? Oder bist du nur ein Lakei, der die Wölfe Gassi führen darf?“
Maruka sammelte einen ansehnlichen Klumpen Speichel, angereichert mit dem Blut ihrer verletzten Wange, rollte ihn einmal auf der Zunge und spuckte dann gekonnt in Richtung eines größeren Astes außerhalb des Kreises und in der Nähe des Untoten Warges.

Die Flüssigkeit schoss los und ein platschen ließ erahnen, dass sie zumindest in Reichweite von Marukas Ziel gelandet war.
Der Kopf des Warges schnellte herum und dann sprang er tatsächlich das Stück Holz an, dass sie offenbar getroffen hatte.
Innerlich gratulierte sich die Hybridin für den gelungen Plan.

Der Kopf des Untoten Kriegers wandte sich unterdessen direkt in Marukas Richtung, offenbar konnte er zumindest ihrer Stimme folgen.
Plan A bis Z im Hinterkopf folgte sie weiter dem Plan der Ablenkung und Verkündete ungeduldig:
„Also, Langer! Was ist?“
Der Untote stand da, den erschreckend leeren Blick auf die junge Frau gerichtet, und zog den trockenen Lappen, der einmal seine Lippe gewesen sein musste, ein Stück hoch, um seine Zähne zu entblößen. Der Warg beschäftigte sich noch immer intensiv damit, den Ast zu zerstückeln.
„Duhuuuu bissst töhrichhht unhtttt dreißttt, kleinesss Mädchhhheeen.“
Verkündete er geringschätzig.

Dann rollte er in einer fast menschlich anmutenden Geste die Schultern und trat ein weiteres Mal auf den Kreis zu. Dieses Mal jedoch ließ er sich nicht zurückstoßen sondern hielt seine Position. Ein Regen aus Funken entstand und die schützende Kuppel wurde um die Hände des Untoten sichtbar. Seine Hände begannen schwärze um sich zu sammeln, die sich wie Würmer in die Kuppel zu bohren begannen.
Während Funken begannen, Rüstungsteile und Fleisch von den Armen des Untoten zu brennen, schien es als ‚infizierte‘ das Schwarz immer weiter die Kuppel. Die zarten grünen Ranken, die in hübschen geschwungen Mustern über der Kuppel lagen, verfärbten sich erst grau und wurden dann aschgrau und zerfielen zu feinem Staub, der in Richtung Boden rieselte, aber nie dort ankam.
Immer mehr der Kuppel wurde Sichtbar und von dem ‚Befall‘ betroffen. Der Warg hatte den Ast in kleine Fetzten zerstückelt und sah nun gierig zu ihr auf.
„Duhu kennssst ahlssso Behlphegorrr? Iiich dehnnnke wirrr solltten unssss persssönlich treffehn. Kohmmm dochhh ruhunnterrr kleinessss Mähdchhheeen, meihnee Dienerr brihngen dichhh zzzu miiir.“
Grollte er und entschieden zu viel Freude sprach aus seiner Stimme.

Ihr Plan, den Gegner abzulenken, war schon einmal gelungen, allerdings fehlte bis jetzt das erwünschte Eingreifen Reviens. Konnte sie sich geirrt haben?
Schon jetzt war mehr als die Hälfte der Ranken zu Asche verfallen und Maruka war einige Äste hinauf geklettert, um so viel Distanz wie möglich zwischen sich und die Untoten zu bringen.
Und dann krachte es, ähnlich dem Geräusch, dass sie nur Minuten zuvor gehört hatte, bevor sie in den freien Fall wechselte. Vor Angst krampfte sich in ihr alles zusammen, aber der Ast, auf dem sie kauerte blieb fest.
Dafür aber zersprang die Kuppel um sie herum in feinen Aschestaub der nur Sekunden später zu Nichts wurde.

Ein triumphierendes leicht hysterisches Lachen hallte aus der Nähe des Untoten Kriegers und die Präsenz des Nekromanten in seiner schleimigen modrigen Form drohte ihr den Atem zu rauben.
Der Boden brach auf und dicke Wurzeln schossen daraus hervor. Schneller als sich Pflanzen jemals bewegen sollten, schlangen sie sich um die beiden Untoten und zogen sie erbarmungslos und brutal zu Boden. Das Lachen endete abrupt.
Der Panther sprang aus seinem Versteck zwischen den Büschen und eilte Zielstrebig auf die Bewegungslosen Körper am Boden zu.

Ein markdurchdringendes Kreischen ließ die Blätter um Maruka herum rauschen und ihre Ohren schmerzhaft Klingeln.

Schwärze, in ihrer Substanz ähnlich wie Tinte, quoll zwischen den Ranken, die die Untoten fast gänzlich umschlangen, hervor und schleuderte gegen das anstürmende Raubtier. Revien wurde einige Meter zurück geworfen, landete aber auf allen vier Pfoten und stemmte sich, umgeben von grün goldenem Licht, gegen den Strom aus Schwärze.

Bis jetzt hatte Maruka gebannt das Schauspiel beobachtet, ganz in der Gewissheit, dass sie gegen Magie ohnehin nichts ausrichten konnte, aber dann entdeckte sie mit erschrecken, dass der Warg sich los gekämpft hatte.
Unbemerkt von Revien pirschte sich das Untote Tier an den Wächter des Waldes heran – aber noch konnte Maruka es verhindern.
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Mittwoch 28. Februar 2018, 21:47

Der Untote stand da, den erschreckend leeren Blick auf die junge Frau gerichtet, und zog den trockenen Lappen, der einmal seine Lippe gewesen sein musste, ein Stück hoch, um seine Zähne zu entblößen.
Wäch wie eklig! Das kann man ja nicht mitansehen!
Marukas Blick schweifte kurz zum Warg, der sich noch immer intensiv damit beschäftigte, den Ast zu zerstückeln.
„Duhuuuu bissst töhrichhht unhtttt dreißttt, kleinesss Mädchhhheeen.“
, verkündete das Skelett geringschätzig und Maruka sah ihn notgedrungen wieder an.
Ja und du hast gleich Probleme!
Sie funkelt ihn böse an, auch wenn sie sich nicht sicher war, ob er sie wirklich sehen konnte. Dann rollte er in einer fast menschlich anmutenden Geste die Schultern und trat ein weiteres Mal auf den Kreis zu.
Na Langer, mal schauen ob du aus deinen Fehlern gelernt hast.
Dieses Mal jedoch ließ er sich nicht zurückstoßen sondern hielt seine Position.
Mist! Das sieht nicht gut aus!
Ein Regen aus Funken entstand und die schützende Kuppel wurde um die Hände des Untoten sichtbar. Seine Hände begannen Schwärze um sich zu sammeln, die sich wie Würmer in die Kuppel zu bohren begannen.
Och nööö!
Während Funken begannen, Rüstungsteile und Fleisch von den Armen des Untoten zu brennen, schien es als ‚infizierte‘ das Schwarz immer weiter die Kuppel. Die zarten grünen Ranken, die in hübschen geschwungen Mustern über der Kuppel lagen, verfärbten sich erst grau und wurden dann aschgrau und zerfielen zu feinem Staub, der in Richtung Boden rieselte, aber nie dort ankam.
Lange wird das nicht stand halten... aber wenigstens ist er abgelenkt und verbraucht viel Magie!
Immer mehr der Kuppel wurde sichtbar und von dem ‚Befall‘ betroffen. Der Warg hatte den Ast in kleine Fetzten zerstückelt und sah nun gierig zu ihr auf.
„Duhu kennssst ahlssso Behlphegorrr? Iiich dehnnnke wirrr solltten unssss persssönlich treffehn. Kohmmm dochhh ruhunnterrr kleinessss Mähdchhheeen, meihnee Dienerr brihngen dichhh zzzu miiir.“
Grollte er und entschieden zu viel Freude sprach aus seiner Stimme. Das Problem an seiner Aussagen war, dass sie Maruka mehr verwirrte, als einschüchterte. Wo der erste Teil geklungen hatte, als spräche er über eine dritte Person so klang der Rest, als würde die Stimme selbst, die die ganze Zeit „neben oder über“ dem Skelett zu schweben schien, doch von sich selbst sprechen.
Vielleicht ist er sich da selbst uneins.
Allerdings hatte Maruka andere Probleme, als sich um die innere „Perspektive“ ihres Gegners zu kümmern, oder nachzugrübeln ob es so etwas gab wie „durch“ einen Untoten sprechen. Diese Magie war ihr sehr suspekt! Ihr Plan, den Gegner abzulenken, war aber schon einmal gelungen. Allerdings fehlte bis jetzt das erwünschte Eingreifen Reviens.
Ich hoffe, ich habe mich nicht geirrt.
Schon jetzt war mehr als die Hälfte der Ranken zu Asche verfallen und Maruka war einige Äste hinauf geklettert, um so viel Distanz wie möglich zwischen sich und die Untoten zu bringen. Dann krachte es, ähnlich dem Geräusch, dass sie nur Minuten zuvor gehört hatte, bevor sie in den freien Fall wechselte. Maruka zuckte heftig zusammen und krallte sich am Stamm fest. Vor Angst krampfte sich in ihr alles zusammen, aber der Ast, auf dem sie kauerte blieb fest. Dafür aber zersprang die Kuppel um sie herum in feinen Aschenstaub der nur Sekunden später zu Nichts wurde.
NEIN!
Ein triumphierendes leicht hysterisches Lachen hallte aus der Nähe des Untoten Kriegers und die Präsenz des Nekromanten in seiner schleimigen modrigen Form drohte ihr den Atem zu rauben.
Für einen winzigen Moment fragte sich Maruka, ob sie vielleicht die Stelle angreifen sollte, wo die Stimme her kam, aber das erschien ihr zu wage. Sie konnte nicht gegen etwas kämpfen das unsichtbar, oder vielleicht sogar gar nicht da war.
Plötzlich brach der Boden auf und dicke Wurzeln schossen daraus hervor. Schneller als sich Pflanzen jemals bewegen sollten, schlangen sie sich um die beiden Untoten und zogen sie erbarmungslos und brutal zu Boden. Das Lachen endete abrupt.
HA!
Der Panther sprang aus seinem Versteck zwischen den Büschen und eilte zielgenau auf die bewegungslosen Körper am Boden zu.
...Revien...!
Noch nie war sie so erleichtert gewesen ihr Pantherchen zu sehen! Doch dann ließ ein markdurchdringendes Kreischen die Blätter um Maruka herum rauschen und ihre Ohren schmerzhaft klingeln. Schwärze, in ihrer Substanz ähnlich wie Tinte, quoll zwischen den Ranken, die die Untoten fast gänzlich umschlangen, hervor und schleuderte gegen das anstürmende Raubtier. Revien wurde einige Meter zurück geworfen, landete aber auf allen vier Pfoten und stemmte sich, umgeben von grün goldenem Licht, gegen den Strom aus Schwärze.
MACH IHN FERTIG!!!
, feuerte die Hybridin ihren Elfen mental an und bis jetzt hatte Maruka gebannt das Schauspiel beobachtet, ganz in der Gewissheit, dass sie gegen Magie ohnehin nichts ausrichten konnte, aber dann entdeckte sie mit erschrecken, dass der Warg sich los gekämpft hatte.
Du dreckiges Mistvieh! Na warte...
Unbemerkt von Revien pirschte sich das untote Tier an den Wächter des Waldes heran – aber noch wusste Maruka das zu verhindern! Zeit um Pläne zu machen gab es nicht. Das einzige was sie wusste, dass Wargs Wölfen nicht unähnlich waren. Wölfe jagten mit ihrer Nase, die gleichzeitig auch ihr empfindlichstes Organ war. Das war also ihr instinktives Ziel. Dort hoffe sie dem Monster so richtig viel Schmerzen zufügen zu können. Darüber nachdenken, ob ein untoter Warg noch Schmerzen fühlen konnte oder nicht, dazu gab es hier gerade keinen Raum. Entweder es klappte oder eben nicht. So oder so, der Kopf des Wargs rückte in ihren Fokus. Da sie das deutlich kleinere und leichtere Tier war, musste sie nur im ersten Angriff gut treffen. Wenn sie es schaffte sich auf seinem Rücken fest zu krallen, dann hätte sie eine Chance das Monster wenigstens so lange in Schach zu halten, dass Revien hoffentlich mit seinem Gegner fertig werden, und ihr dann helfen würde. Sie zog ihren Dolch aus der Scheide. Das Adrenalin in ihren Adern hatte sowieso schon wieder zu kochen begonnen und so ignorierte sie ihre leichten Verletzungen. Einen Moment atmete sie noch einem tief durch, stand aufrecht am Stamm des großen Baumes und fixierte den Warg. Dann stieß sie sich ab und rannte über den dicken Ast, der schnell viel dünner wurde. Sie spannte ihre Muskelfasern an und sprang! Lang ausgestreckt segelte sie durch die Luft und überbrückte die Distanz. Ihr Schwanz half ihr die Richtung gut beizubehalten und sich in der Luft so zu drehen, dass sie in den Nacken des viel größeren Tiers krachte. Zwei Dinge geschahen gleichzeitig. Zum einen: Maruka nutze den Schwung ihres kontrollierten Falls und rammte ihren Dolch mit beiden Händen haltend die Klinge dem Warg in den Schädel. Geplant war gewesen sein Gehirn zu treffen, aber dass ging leicht daneben. Jetzt steckte der Dolch etwas zu weit vorne in der Nasenwurzel, was vielleicht auch nicht schlecht war. Leider tötete es den Warg nicht. Zum anderen saß die 'Servali' dem Monster sprichwörtlich im Nacken und schlang ihre zum Glück noch gesunden Beine um den Hals des Tiers. Die Wucht des Aufpralls und der Angriff hatten bewirkt, dass der Kopf des Wargs sich in den Boden rammte und er erst mal eine Ladung Waldboden fraß. Das nach vorne kippende Tier schnaufte dumpf, aber jetzt ging der Kampf erst richtig los!
Das gefährlichste an einem Wolf war sein Gebiss! Nur war der Warg viel größer als ein Wolf und sein Schädel gewaltig. Die Zähne waren so lang wie Marukas Finger und denen war Maruka zwar sehr nahe, aber sie schlag ihre Arme um den Kiefer des Tiers, während ihre Beine den Hals umschlungen hielten und ihr Körper ihm die Sicht nahm, da sie auf seinem Schädel quasi zwischen seinen Ohren lag.
KOPFKNUDDELN!!... damit er mich nicht beißen kann!
Ihr eigener Kopf war seiner Nase sehr nahe und auch wenn sie eigentlich nicht vorgehabt hatte, dieses Vieh zu beißen, so taten das Katzen nun mal, wenn sie kämpften um zu töten. Erst kratzten sie, wenn das erfolgreich saß, dann bissen sie sich fest und zu guter Letzt, wenn sie ihre Beute dann in ihrer tödlich Umarmung hielten rissen sie ihr mit den Hinterbeinen die Eingeweide auf. In Marukas Fall waren Attacke 'eins' schon mal ganz gut gelungen. Jetzt hielt sie sich fest, auch wenn ihre Krallen nicht viel Schaden anrichten. Dem Warg riss nun den Kopf nach oben um den Störfaktor in seinem Nacken los zu werden. Die Wucht und die Kraft die das Monster dabei entfaltete, war gewaltig und Maruka brauchte ihre ganze Kraft um sich fest zu halten. Ihre Beine hätten einem lebenden Wesen schon längst die Luft abgedrückt. Zu doof, dass Untote nicht atmeten! Ihre Schulter schmerzte, als das Vieh seinen Kopf hin und her warf. Dieses Mal war der Schmerz jedoch fast willkommen, denn er steigerte ihren Hass und sie biss zu. Diesmal traf sie sogar und bereute es sofort! Das wabblige Fleisch der Wargnase schmeckte faulig, schimmlig und einfach nur widerwärtig.
Egal!
Sie musste es ja nicht schlucken, wollte das auch auf keinen Fall, sie wollte ihren Gegner nur lange beschäftigen und schwächen. Ob sie nun Sieg oder Niederlage erringen würde, war ihr gerade völlig egal. Für solche Gedanken war hier kein Raum. Jetzt gab es nur Krallen, Blut und Hass. Ohne auf ihre Umgebung zu achten verbiss sie sich weiter in das Nasenbein des Monsters. Ihre spitzen Eckzähne mochten nicht so lang sein, aber auch ihr Kiefer war ihr kräftigster Muskel. Als sie auf knöchernen Widerstand traf, spannte sie noch einmal mit aller Kraft ihre Muskeln an. Arme, Beine, Rumpf und Kiefer schraubten sich unerbittlich um den Schädel des sich wehrenden Tiers. Die Wucht eines Schlags traf Marukas Seite, als der Warg seinen Kopf blindlings hin und her schleuderte. Irgendetwas traf sie beide. Wahrscheinlich ein Baumstamm, der einfach nicht rechtzeitig aus dem Weg gesprungen war.
Nicht! Los! Lassen!
Ihre ohnehin schon lädierte Seite sandte Schmerzen in ihr Hirn, aber Maruka kämpfte gerade um ihr Leben. Endlich hielt der Warg etwas ruhiger und fast glaubte sich Maruka auf der Siegerseite. Dann riss etwas ihren linken Oberschenkel entlang und teilte ihre Rüstung und auch ihr Fleisch. Das Mistvieh versuchte sie abzustreifen. Blutgeruch lag in der Luft und Maruka tat das einzige was sie jetzt noch tun konnte, bevor es dem Monster gelang sie los zu werden und doch noch zu fressen.
ICH – SCHMECKE – NICHT!
Mit jedem mentalen Aufschrei spannte sie sich mehr an. Verbissen in die Nase des Tiers, mit den Armen um seine Schnauze, den Beinen um seinen Hals, rammte sie ihre Fersen in seine Brust und bäumte sich angestachelt durch die Schmerzen ein letztes Mal auf. Sie wölbte den Rücken nach hinten und streckte sich, den Kopf des Tiers, mit sich in den Nacken reißend. Etwas krachte und die modernden Muskeln des Wargs rissen. So stabil war das Monster also doch nicht! Das zarte Gewebe unter der Kehle gab als erstes nach und riss auf. Muskelscheiden, faules Fleisch, marode Sehnen und Adern rissen. Die Speiseröhre kam heraus. Das Genick brach und der Warg stolperte zur Seite. Immer noch den Schädel in ihrer festen Umarmung halten krachte Maruka auf ihre Schulter. Der Waldboden hatte noch ein paar spitze Äste für sie, die sie aber kaum bemerkte. Der Kopf zuckte noch immer, aber Maruka zog weiter. Die ersten Wirbelkörper erschienen und trennten sich vom Rumpf. Ab der Bruchstelle kam da auch nichts mehr und Maruka stemmte noch einmal ihre Beine in den nutzlos gewordenen Körper des Wargs. Der Kopf riss ab und Maruka gab ihn schwungvoll frei. Niemals hätte sie das bei einem lebenden Tier geschafft, aber hier gab es nur faules Fleisch und alte Knochen. Schwer und schnell atmend lag sie zwischen dem leblosen Resten des Wargs und hörte ihrem rasenden Herzen zu. Das Adrenalin hielt sie noch wach, aber sie ahnte, das die eine Attacke des Wargs, als seine Vorderpranke ihr Bein aufgerissen hatte, ernsthafte Folgen haben würde. Wie tief er durch die Rüstung gelangt war, konnte sie gerade nur vermuten. Aber noch lebte sie und bevor sie auch nur darüber nachdenken konnte, stellte sie die Ohren auf.
Wo ist Revien? Wo ist der Lange?...
Konnte sie sich aufsetzen? Konnte sie noch kämpfen? Konnte sie Revien helfen?

((ooc: Ausgang in Absprache mit dem Mod. Verfasst.
Frage: Maruka ist leicht

oder schwer verletzt

??))
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Sonntag 4. März 2018, 23:12

(ooc: Danke Maruka für diesen großartigen Post :) ! )


Schwer und schnell atmend lag sie zwischen dem leblosen Resten des Wargs und hörte ihrem rasenden Herzen zu. Das Adrenalin hielt sie noch wach, aber sie ahnte, das die eine Attacke des Wargs, als seine Vorderpranke ihr Bein aufgerissen hatte, ernsthafte Folgen haben würde. Wie tief er durch die Rüstung gelangt war, konnte sie gerade nur vermuten. Aber noch lebte sie und bevor sie auch nur darüber nachdenken konnte, stellte sie die Ohren auf.

Die Atmosphäre hatte sich mit der Spannung der Magie aufgeladen und jagte ihr unangenehme Schauer über die Haut.

Den Kadaver von sich weg zu stoßen war keine Option, aber sie merkte, dass sie sich herauswinden konnte. Also rutschte und wand sie sich, wobei sie ihr Bein mit sengendem Schmerz belohnte. Aber immerhin war es noch benutzbar.

Als sie es endlich geschafft hatte, unter dem Körper hervor zu kommen, bot sich ihr eine Interessante Szene.


Der Untote hatte sich offenbar ebenfalls von den Wurzeln befreit und war einige Schritte auf den Panther zu gegangen. Dafür war die tintenartige Dunkelheit zurückgedrängt worden und ballte sich nun dicht um den dürren skelettierten Körper und überragte diesen um einige Meter. Die Form schien annähernd Humanoid, auch wenn sie sich immer wieder verlor. Der Wächter hatte die Ohren zurückgelegt und bewegte sich Schritt für Schritt mit gehobenen Lefzen auf das Gebilde zu. Das grün goldene Licht seiner Magie umwirbelte ihn dabei und malte Muster auf seinen schwarzen Pelz. Ranken schlangen sich um die Beine des Untoten, wanderten immer höher und vertrieben die Dunkelheit.

„Neiin! Dass darf nichhht ssssein!“

Kreischte das Wesen panisch auf. Der Panther brüllte laut und die Ranken schlangen sich umso schneller und stärker um den Untoten. Als sie dessen Kopf erreicht hatten und die schwarze Masse nur noch ein dünner Faden mit dem Untoten verband, zogen sie sich weiter zusammen und der Körper zerbarst mit einem lauten Knacken. Ohne eine Verbindung waberte die schwärze und suchte nach einem neuen Anker, aber weder der Krieger noch der Warg konnten noch dazu dienen. Mit einem Schrei – und einem weiteren Schlag von Reviens Macht – wurde die Wesenheit in einer Welle aus Magie weggespült.

Wie ein scharfer Wind rollte es auch über Maruka hinweg, die sich in den Schlamm in Deckung warf. Der Kadaver des Wargs hob ein Stück an und einige Teile flogen in Fetzen von dem Skelett und landeten mitunter auf Maruka.

JETZT brauchte sie definitiv ein Bad.

Angewidert begann sie sich aufzurichten und von den stinkenden Resten zu befreien.

„Maruka?“

Hörte sie Revien rufen. Offenbar hatte er sie während des Kampfes aus den Augen verloren und suchte sie jetzt. Dann wusste er ja noch gar nichts davon, dass sie ihm den Hintern gerettet hatte. Sie wollte ihn gerade auf sich aufmerksam machen, da erblickte er sie. Mit einem großen Satz, in dem er sich in Funken auflöste und als Mann wieder zusammen setzte, eilte er zu ihr. Sofort suchten seine Augen sie nach Verletzungen ab und wurden groß, als sie auf ihr aufgeschlitztes Bein fielen.

„Du bist verletzt!“

Er wischte ein paar Wargreste von ihrer Schulter und half ihr auf die Beine. Beinahe wäre sie wieder eingeknickt, aber starke Hände hielten sie aufrecht. Verdammt tat das weh! Und zwar nicht nur ihr Bein, sondern auch der Rest ihres Körpers.

Besorgt sah sich Revien um und stellte fest.

„Wir sollten hier verschwinden. Das hier war sicher nicht die einzige böse Überraschung und ich habe gerade ein großes Schild mit ‚wir sind hier‘ aufgestellt.“

Sprach er und sah dann zu ihr herunter. Die Frage, ob sie laufen könne, schien ihm durch den Kopf gegangen zu sein, aber so wackelig wie die Hybridin sich gerade fühlte, und so stark, wie sie sich gerade von ihm stützen ließ, lag die Antwort auf der Hand. Er legte den Kopf nachdenklich schief und dann lächelte er Spitzbübisch. Noch bevor Maruka anderweitig reagieren konnte, zog er sie an sich und legte seine Lippen auf ihre.

Wärme durchflutete sie plötzlich – und zwar nicht die, die sie ob eines Kusses erwartet hätte! Es war, als würde sie das pure Leben durchströmen. Jede Zelle ihres Körpers erwachte mit neuem Leben und Schmerz und Müdigkeit wurden von Kraft und einem wohligen Schauer ersetzt. Gierig trank sie von dem Strom, der in sie Floss, öffnete ihre Lippen und ihren Mund und was eine mehr oder minder unschuldige Geste gewesen war, wurde Leidenschaftlicher, als Revien mit einem ähnlichen Hunger antwortete. Der überaus schlechte Geschmack in ihrem Mund wurde von frische und Revien ersetzt. Frau und Serval gleichermaßen atmeten auf und fühlten sich einander näher und stärker denn je zuvor.

Und dann beendete Revien den Kuss und Maruka stand aufrecht und sicher auf ihren Beinen. Der Elf schien bei weitem nicht so begeistert wie sie, denn auch wenn er um Beherrschung rang, schien ihm irgendetwas sauer aufgestoßen zu sein.

„Wir sollten gehen.“

Stellte er etwas angespannt fest und ging los. Noch immer etwas irritiert von Reviens Reaktion, erspähte Maruka ihren Wasserschlauch und nahm ihr unbeschädigtes Hab und Gut mit sich.

Währenddessen fuhr Revien sich so heimlich über den Mund und spuckte aus, um den Geschmack von Verwesung von seiner Zunge zu vertreiben.

Die Hybridin hatte ‚frühlings-geschmack‘ auf der Zunge, Revien einen leckeren Happen Zombie Warg.

„Ich habe einen Platz für ein Lager gefunden … und sogar etwas, wo wir uns waschen können.“

Klärte er sie auf. Offenbar noch immer darum bemüht, sie so schnell wie möglich vom umgestürzten Baum weg zu bringen. Die Kraft, die Maruka durchströmte, hielt weiter an, auch wenn sie spürte, dass sie mit jeder verstrichenen Minute abnahm.

Es dauerte etwa eine Stunde, bis sie auf ein von Gebüsch umgebenes Stückchen freien Boden trafen. Das Plätschern eines Baches hallte aus einer Ecke wieder. Der Untergrund schien hier fester, und als sie ihre Umgebung genauer betrachtete, fiel ihr auf, dass sie in keinem natürlichen Unterschlupf Obdach fanden.

An einigen Stellen blitzte weißer Marmor auf und eines der Gebüsche rankte sich um eine halb zerfallene Mauer.

Der Bach, den Marukas feine Ohren wahrgenommen hatten, floss durch ein Loch in der Mauer hinein in ein Becken, um sich dort zu sammeln, und dann weiter in den Wald hinein. Trotz der traurigen Reste von Zivilisation hatte der Ort etwas friedliches an sich und die Hybridin wähnte sich erst einmal außerhalb der Gefahr. Zumindest sprachen Reviens nun entspannte, müde herabfallende Schultern dafür.

Wie aus dem nichts tauchten die Funkenfreunde auf und sprangen voller Freude in das Wasserbecken.

Die Kraft, die Revien ihr gegeben hatte, war fast versiegt und inzwischen spürte Maruka wieder jeden Knochen in ihrem Leib. Die Blutung ihres Beines war gestoppt – vermutlich durch die Macht des Wächters – aber die Wunde musste noch immer versorgt werden.

„Hier sollten wir erste einmal sicher sein.“ Bestätigte Revien Marukas Annahme und sah zu dem Teich, der in etwa die Größe und tiefe einer Badewanne hatte, nur eben ganz Rund.

„Ich würde vorschlagen, du wäschst dich zuerst und dann kümmere ich mich um deine Wunden.“


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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Freitag 9. März 2018, 11:15

Nie würde Maruka das grün goldene Licht der Magie vergessen, dass Revien um wirbelte und ihn dabei Muster auf seinen schwarzen Pelz malte. Vollkommen fasziniert hatte sie nur Augen für ihn und bemerkte nur am Rande die Ranken, die sich um die Beine des Untoten wanderten, immer höher und die Dunkelheit vertrieben
„Neiin! Dass darf nichhht ssssein!“
Kreischte das Wesen panisch auf.
Aua! Meine Ohren!
Der Panther brüllte laut auf, aber sein Brüllen war tiefer und ließ Maruka erbeben. Sie hatte größten Respekt vor seiner Macht und ihr Tier ordnete sich automatisch unter. In ihrem Kopf duckte sich der Serval dicht an den Boden und ihr Mensch zuckte zusammen. Nicht nur instinktive Angst ließ sie so reagieren, da war noch etwas anderes, etwas das sich mehr nach Ehrfurcht anfühlte und ...Stolz auf seiner Seite kämpfen zu dürfen. Ja sie liebte diesen machtvollen Anblick, die Stärke und die Reinheit, die der Wächter ausstrahlte. Sie hätte dem Schauspiel der Lichter, dem Glanz seines Fells, dem Gefühl in seiner Macht zu baden sich ganz hin geben können, doch die Ranken schlangen sich schnell und stärker um den Untoten. Als sie dessen Kopf erreicht hatten und die schwarze Masse nur noch ein dünner Faden mit dem Untoten verband, zogen sie sich weiter zusammen und der Körper zerbarst mit einem lauten Knacken.
Schon vorbei?...schade...
Tatsächlich war es nicht nur die Servali in ihr, die gerne länger dem „Spiel“ mit dem Gegner zugesehen hätte. Auch die Menschenfrau genoss, jeden Augenblick, denn Adrenalin pulsierte in ihren Adern und es war ein berauschendes Gefühl. Ohne eine Verbindung waberte die Schwärze nur noch kurz umher und suchte nach einem neuen Anker, aber weder der Krieger noch der Warg konnten noch dazu dienen.
Nicht mich!
Maruka drückte sich tief hinter den Leib des Wargs in Deckung. Mit einem Schrei – und einem weiteren Schlag von Reviens Macht – wurde die Wesenheit in einer Welle aus Magie weggespült. Die Hybridin lugte mit angelegten Ohren aus ihrem Versteck.
Ha! Nimm das du...
Wie ein scharfer Wind rollte es auch über Maruka hinweg, die sich in den Schlamm in Deckung warf. Der Kadaver des Wargs hob ein Stück an und einige Teile flogen in Fetzen von dem Skelett und landeten mitunter auf Maruka.
Igittigittigitt!
JETZT brauchte sie definitiv ein Bad.
Ist das eklig!!
Angewidert begann sie sich aufzurichten und von den stinkenden Resten zu befreien.
Zupf...zupf...das sieht nach einem Stück Ohr aus...zupf..zupf...hm...Darm oder ...zupf...Gehirn?...zupf...Knochensplitter...zupf...
„Maruka?“
Ja?
Hörte sie Revien rufen und hob den Kopf in seine Richtung. Offenbar hatte er sie während des Kampfes aus den Augen verloren und suchte sie jetzt. Dann wusste er ja noch gar nichts davon, dass sie ihm den Hintern gerettet hatte. Na ja, oder er ihr, je nach dem wie man es betrachtete. Sie wollte ihn gerade auf sich aufmerksam machen, da erblickte er sie. Mit einem großen Satz, in dem er sich in Funken auflöste und als Mann wieder zusammen setzte, eilte er zu ihr.
Wohoo.. schick!
Sie grinste ihm entgegen.
Ich glaub ich werde mich daran nie satt sehen können! Seine Magie ist einfach wunderschön!...und so praktisch!
Kaum war er bei ihr suchten seine Augen sie nach Verletzungen ab und wurden groß, als sie auf ihr aufgeschlitztes Bein fielen.
„Du bist verletzt!“
Sie nickte und zuckte mit den Schulten.
„Das passiert wohl, wenn man mit untoten Wargs kuschelt.“
Er wischte ein paar Reste von ihrer Schulter und half ihr auf die Beine. Beinahe wäre sie wieder eingeknickt, aber starke Hände hielten sie aufrecht.
Au!
Verdammt tat das weh! Und zwar nicht nur ihr Bein, sondern auch der Rest ihres Körpers. Besorgt sah sich Revien um und stellte fest.
„Wir sollten hier verschwinden. Das hier war sicher nicht die einzige böse Überraschung und ich habe gerade ein großes Schild mit ‚wir sind hier‘ aufgestellt.“
Marukas Augen wurden groß.
Das war nur der Anfang? ... Mist!
Revien sah an ihr hinunter. Die Frage, ob sie laufen könne, schien ihm durch den Kopf gegangen zu sein, aber so wackelig wie die Hybridin sich gerade fühlte, und so stark, wie sie sich gerade von ihm stützen ließ, lag die Antwort wohl auf der Hand. Laufen würde vielleicht ein kleines Stück gehen, aber dann? Maruka wollte gerade den Mund öffnen um ihm zu sagen, dass es ihr leid tat, dass sie ihn gerade aufhielt und … Er legte den Kopf nachdenklich schief und dann lächelte er spitzbübisch.
Was jetzt??? Er hat doch was vor! Ich bin mir nie sicher, ob mir dieser Gesichtsausdruck bei Kerlen gefallen soll oder besser nicht...
Noch bevor Maruka anderweitig reagieren konnte, zog er sie an sich und legte seine Lippen auf ihre.
Wa...??? ......hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm......schnurrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
Die Frage nach dem Gefallen, hatte sich gerade erledigt. Mit einem leisen sinnlichen Seufzer schmolzen Marukas Knochen dahin. Seine Lippen waren im ersten Moment erstaunlich weich und vor lauter Aufregung hielt Maruka den Atem an. All ihre Sinne fokussierten sich auf diesen kleinen Punkt dieser Verbindung und die Welt herum begann zu verblassen. Langsam strich seine Haut über ihre unerfahrenen Lippen und hinterließen einen unendlich großen Hunger nach mehr. Ihr Herz begann zu hämmern und stolperte, als sie in seinem Atem ertrank. Warm streichelte Haut auf Haut und Schauer um Schauer sickerte in das junge Mädchenherz, wie Sommerregen in durstiges Moos. Instinktiv legte sie ihre Arme um seinen Nacken und ließ ihre Finger in sein Haar wandern. Es war einfach zu schön! Revien küsste sie und flüssiges Glück rann ihren Rücken hinunter.
Na huch?
Wärme durchflutete sie plötzlich – und zwar nicht die, die sie ob eines Kusses erwartet hätte! Warm war ihr trotzdem, denn …
HEY, ich werde geküsst und es ist sooo...
Es war, als würde sie das pure Leben durchströmen. Jede Zelle ihres Körpers erwachte mit neuem Leben und Schmerz und Müdigkeit wurden von Kraft und einem wohligen Schauer ersetzt. Ein recht hoher fast wimmernder Laut entrang sich ihrer Kehle, da sie ihn nicht zurück halten konnte. Der Kuss an sich war ja schon überwältigend, aber das hier, das entriss sie gerade dieser Welt und ließ sie schweben.
Oh hmmmm, ist das gut...
Dann setzte ihre Denkfähigkeit aus. Gierig trank sie von dem Strom, der in sie floss, öffnete ihre Lippen und ihren Mund und was eine mehr oder minder unschuldige Geste gewesen war, wurde schnell leidenschaftlicher, als Revien mit einem ähnlichen Hunger antwortete. Maruka schlang ihre Arme stärker um ihn, streckte sich und presste sich so nah an ihn so weit es ging und doch reichte es nicht im mindesten. Alles in ihr rief diesen Mann zu sich. Alles sehnte sich nach ihm, obwohl er ihr doch nie näher gewesen war. Wenn ein Kuss alleine schon so sinnlich, erotisch, leidenschaftlich sein konnte, so spielte hier Revien gerade nicht mit fairen Mitteln. Seine Magie versetzte Marukas Körper in Schwingungen, in eine Extase, die sie sich selbst nicht zugetraut hätte, ...sofern sie irgendwann wieder anfangen könnte darüber nachzudenken. Ihre instinktgesteuerten Reaktionen waren heftig, ungefiltert und leidenschaftlich wild. Ihre Krallen vergruben sich in seinem ohnehin schon löchrigem Hemd um ihn noch näher an sich zu ziehen. Ein Strom aus Energie floss in sie und ließ sie zitternd in seinen Armen zurück. Sie reagierte wie eine Ertrinkende, die nach jedem Atemzug rang. Das Prickeln in ihrem Körper wuchs schnell an und sammelte sich in ihrer Mitte um dort zu einem glühenden Punkt anzuschwellen, der sie schier um den Verstand brachte. Ohne es zu merken hatte sie einen Fuß angehoben und stand nur noch auf der Spitze des anderen. Ihr Oberschenkel winkelte sich seitlich an seinen Körper. Auch ihr Schwanz entwickelte ein Eigenleben. Ein wohliges Zucken in der Schwanzwurzel bewegte ihn schwingend und in der Spitze rollte er sich. Der Geschmack in ihrem Mund war von frische und Revien erfüllt. Frau und Serval gleichermaßen atmeten auf und fühlten sich einander näher und stärker denn je zuvor. Noch nie waren sie sich so einig gewesen, dass das hier gut und richtig war.
Und dann beendete Revien den Kuss und Maruka stand aufrecht und sicher auf ihren Beinen. Na ja, wenn man den Pudding in ihren Knien weg ließ, dann stimmte das sogar. Mit verhangenem Blick, halb gesenkten Lidern blinzelte sie ein paar Mal und versuchte zu begreifen wer oder wo sie war. Mühsam kämpfte sie um ihre Beherrschung, wo ihre Lippen doch noch so wunderbar nach kribbelten. Versonnen wanderten einige Fingerspitzen über ihren Mund. Wo war er?
Revien...?
Er hatte sich von ihr gelöst und ihre Hand war noch nach ihm ausgestreckt, als er sich abwandte.
Der Elf schien bei weitem nicht so begeistert wie sie, denn auch wenn er um Beherrschung rang, schien ihm irgendetwas sauer aufgestoßen zu sein. Gleich einem Bad in den Gewässern Mantrons kühlte sich die Stimmung ab. Maruka fühlte sich furchtbar.
Was?..ähm...hab ich was falsch gemacht?
„Wir sollten gehen.“
Stellte er etwas angespannt fest und ging los, sodass Maruka nur noch seinen Hinterkopf anstarren konnte. Etwas in ihrer Brust schien der Meinung zu sein, dass es hier und jetzt kaputt gehen musste, dass es aus ihrem Körper purzelte und trotz des weichen Waldbodens in tausend Teile zerspringen und hier bleiben musste. Maruka schluckte schwer und bekam den dicken Klos in ihrem Hals trotzdem nicht hinunter gewürgt. Noch immer etwas irritiert von Reviens Reaktion, erspähte Maruka ihren Wasserschlauch und nahm ihr unbeschädigtes Hab und Gut mit sich.
„Ich habe einen Platz für ein Lager gefunden … und sogar etwas, wo wir uns waschen können.“
, klärte er sie auf.
Oh... das klang irgendwie ... hart...ich muss was falsch gemacht haben...hab ich vielleicht aus Versehen gebissen?
Ein zustimmendes:
„Hmhm.“
, war das einzige was sie gerade zustand brachte. Offenbar noch immer darum bemüht, sie so schnell wie möglich vom umgestürzten Baum weg zu bringen. Maruka befühlte kurz ihre kleinen Eckzähne mit der Zunge. Sie schmeckte nur „Frühling“ und Revien, aber kein Blut oder Warg, weswegen sie auch gerade nicht auf die Idee kam, dass sie eigentlich Verwesungsgeschmack im Mund haben sollte.
...ich muss wirklich sehr schlecht im Küssen sein, wenn er...ohje....
Am liebsten hätte sie sich irgendwo verkrochen, aber sie mussten hier schließlich zusammen bleiben, also lief sie tapfer hinter ihm her, auch wenn sie sich gerade in Grund und Boden schämte. Mit hängenden Ohren und schlaff herab hängendem Schwanz schlich sie hinter ihm her. Die Kraft, die Maruka durchströmte, hielt weiter an, auch wenn sie spürte, dass sie mit jeder verstrichenen Minute abnahm.
Vielleicht war das ...das alles nur ein Zauber... Vielleicht hat er nur.. weil ich verletzt bin...
Maruka starrte seinen Hinterkopf an und wischte sich eilig die kleinen scharfkantigen Diamanten aus den Augenwinkeln, die sich da heimlich gebildet hatten und dort nun wirklich nicht hin gehörten!
Hör auf! Sei tapfer! Er braucht dich als Unterstützung gegen dieses Böse... nicht für... Hör auf!

Es dauerte etwa eine Stunde, bis sie auf ein von Gebüsch umgebenes Stückchen freien Boden trafen. Die Zeit und die Bewegung hatten die Hybridin wieder etwas beruhigt, aber die Zweifel hatten hartnäckig an ihrem Selbstvertrauen genagt. Das sie hier eine Aufgabe hatten, half ihr sich auf andere Dinge zu konzentrieren, wie zum Beispiel die Tatsache, dass sie überlebt hatten!
Hey, ich hab einen Warg getötet! Das ist doch was! Na ja, tot war er ja irgendwie vorher schon, also doch nicht... und ohne Revien hätte mich der Magier platt gemacht.
Das Plätschern eines Baches hallte aus einer Ecke wieder und Maruka begann sich umzusehen. Der Untergrund schien hier fester, und als sie ihre Umgebung genauer betrachtete, fiel ihr auf, dass sie in keinem natürlichen Unterschlupf Obdach fanden. An einigen Stellen blitzte weißer Marmor auf und eines der Gebüsche rankte sich um eine halb zerfallene Mauer.
Ein Haus? Wer hier wohl früher einmal gewohnt hat?
Der Bach, den Marukas feine Ohren wahrgenommen hatten, floss durch ein Loch in der Mauer hinein in ein Becken, um sich dort zu sammeln, und dann weiter in den Wald hinein. Trotz der traurigen Reste von Zivilisation hatte der Ort etwas friedliches an sich und die Hybridin wähnte sich erst einmal außerhalb der Gefahr. Zumindest sprachen Reviens nun entspannte, müde herabfallende Schultern dafür. Bevor sie ihn darüber befragen konnte, tauchten wie aus dem nichts die Funkenfreunde auf und sprangen voller Freude in das Wasserbecken. Maruka fand ihr Lächeln wieder, dass sie unterwegs irgendwo verloren geglaubt hatte, aber keine Traurigkeit konnte so lange dauern, wie diese Freude. Außerdem hielten ihre Stimmungen grundsätzlich nur drei Sekunden und wechselten dann zur nächsten. Einen Moment stand sie also nur still da und genoss den Anblick. Das Leuchten ihrer Freunde erhellte das fließende Wasser, ließ kreiselnde Muster entstehen und erinnerte sie entfernt an das nächtliche Leuchten über Mantrons Himmel. Sie hätte es weiter genossen, wenn nicht die Kraft, die Revien ihr gegeben hatte, inzwischen fast versiegt wäre und Maruka wieder jeden Knochen in ihrem Leib zu spüren begann. Ihr Arm, mit dem sie beim Sturz den Großteil ihres Gewichts gefangen hatte, war zwar nicht aus- aber verrenkt und ihr Rücken, ihre Hüfte und ihre Schulter der linken Seite begannen schmerzten. Außerdem war ihre Wange angeschwollen und der Riss an ihrem äußeren linken Oberschenkel hatte wieder begonnen kontinuierlich zu brennen. Die letzten Meter, die letzten Minuten hatte sie schon innerlich über ein paar sehr deftige Flüche nachgedacht, aber sich dann doch lieber auf das Laufen konzentriert. Die Blutung ihres Beines war glücklicher Weise gestoppt, was verhindert hatte, dass sie unterwegs zusammen brach. Vermutlich hatte das die Macht des Wächters bewirkt, aber die Wunde musste noch immer versorgt werden. Sie musste aus der versifften Rüstung raus und außerdem hatte sie seit einiger Zeit wieder den ekeligen Geschmack des Wargs im Mund.
„Hier sollten wir erste einmal sicher sein.“
Bestätigte Revien Marukas Annahme und sah zu dem Teich, der in etwa die Größe und tiefe einer Badewanne hatte, nur eben ganz Rund.
„Ich würde vorschlagen, du wäschst dich zuerst und dann kümmere ich mich um deine Wunden.“
Sie sah ihn an und ließ ihren Blick einmal von oben nach unten und zurück wandern. Mit einem etwas spöttischen Blick und einer Spur Neid dachte sie:
Na wunderbar. Der Kerl hat nicht einen Fleck abbekommen und ich sehe aus als hätte ich... ALS HÄTTE ICH EINEN WARGLEICHNAHM ZERFLEDDERT!
„Schön.“
, war ihre knappe Antwort, dann drehte sie sich um, wanderte (humpelte) ein kleines Stück zu einem jungen Gehölz, suchte sich einen biegsamen grünen Zweig, den sie fingerlang abschnitt und die Rinde ungefähr einen Finger breit abschälte. Dann steckte sie sich das Ende in den Mund und begann darauf herum zu kauen, bis es schön faserig war. Ihre Zähne mussten schließlich sauber gehalten werden und seit geraumer Zeit war dieser brechreizerregende Geschmack zurück gekehrt. Sie sah sich nach einer Ecke um, wo Revien sie nicht beobachten konnte. Sie musste mal und konnte kaum noch an etwas anderes denken. Eigentlich schon seit 'Jahren', aber die Aufregung hielt halt gewisse Bedürfnisse zurück. Gerade als sie die Hose herunter ziehen wollte, erinnerte sie der Riss in ihrem Oberschenkel sie einmal mehr schmerzhaft daran, dass er noch da war. Auch ihre Schulter meldete sich, einige Rippen und die Hüfte, aber Maruka knurrte nur missmutig und biss herzhaft auf ihre provisorische Zahnbürste.
Böse Rüstung!
So schnell es eben ging und mit einigen leisen Flüchen erledigte sie ihr Geschäft, verscharrte die Spuren und humpelte zurück. Die Hose hatte sie gar nicht erst wieder geschlossen, sondern hielt sie vorm Bauch mit einer Hand zusammen. Ihr Blick fiel auf die Stelle wo der kleine Bach ihren Unterschlupf wieder verließ. Dort ging sie hin und begann sich umständlich auszuziehen.
Autsch....autsch...autsch...autsch..autsch...
Die Schmerzen vermiesten ihre Laune zusehends und der Geschmack in ihrem Mund...
Moment!...ähm...Wenn er mich gek... oooooh neeeiiiiiiinnn! VERDAMMT!
Wimmernd, mit der Hose noch um ein Bein gewickelt und den Rest verkrampft fest haltend, hopste sie zu dem kleinen Baum zurück, schnitt einen zweiten kleinen Zweig ab. Ihr Dolch schälte die Rinde fingerbreit ab und sie sah das Werk prüfen an. Dann warf sie es Revien mit knallroten Ohren zu.
„Kau auf dem Ende...dann wird es besser.“
Kann ich nicht einfach auf der Stelle tot umfallen? Dann brauch er meinen stinkenden Kadaver nur noch irgendwo verscharren und ich geb noch guten Dünger für irgendeinen Baum ab!
Hopsend bewegte sie sich zurück zum Wasserablauf und ließ sich dort auf ihren noch unverletzten Hintern fallen.
Notschlachten wäre auch eine Lösung!
Fast war ihr schon ein bisschen zum Kichern zu mute.
Ich gäbe bestimmt einen schicken Bettvorleger für irgend einen hohen Herren ab.
Vorsichtig schälte sie nun die Rüstungshose von ihrem verletzen Bein.
...autsch autsch autsch... Böse Hose!
Dann war ihre Jacke dran, aber auch hier knurrte sie einige Male, denn das Überstrecken nach hinten tat wirklich gemein weh. Irgendwie schaffte sie es das doofe Ding dann doch abzuschütteln und schnaufte kurz. Die verpestete Rüstung legte sie sorgfältig in den Ablauf, damit sie schon mal einweichen konnte. Später konnte sie sie dann leichter reinigen. Ohne Revien anzusehen fragte sie:
„Sag mal... meinst du, es gibt noch andere Monster hier die... die meinem Gestank folgen könnten?“
Nein, sie wollte gewiss nicht beim Baden überrascht werden! Trotzdem stand sie nun etwas wackelig am Beckenrand und ließ ihr verletztes Bein als erstes hinein gleiten. Bei Kontakt mit dem Wasser fauchte sie tonlos und murmelte leise und mit angelegten Ohren:
„Böses Wasser!“
Dann ließ sie sich langsam und tief den Schmerz weg atmend in das kühlende Nass gleiten. Irgendwie tat ihr inzwischen alles weh und fast die ganze linke Körperhälfte fühlte sich an, als wäre sie von einem Baum gestürzt und von einem Warg zerfleischt worden.
HA – HA
Mit einer Mischung aus Wut, Frustration, Scham und Herzschmerz tauchte sie unter. Die Stille unter Wasser brachte die junge Frau immer dazu ihre Mitte wieder zu finden. Schon vor ihrer Verwandlung war das Tauchen eine ihrer Lieblingsbeschäftigung gewesen, bis sie ihr zum Verhängnis geworden war. Maruka öffnete die Augen und ließ das Farbenspiel und die Lichter um sich herum auf ihre Seele wirken. Blaue und grüne Lichter tanzten mit den Schatten und vertrieben alles schlechte. Auch kleine Bröckchen Warg fanden ihren Weg fort von der Hybridin und wurden von der leichten Strömung davongetragen. Als Maruka wieder auf tauchte strich sie sich mit beiden Händen das Wasser aus der Mähne. Sie löste ihren Zopf und begann die Haare mit den Fingern auszukämmen. Selbst vergessend saß sie in dem kleinen Becken und dachte eine Weile an gar nichts mehr. Sie war am Leben, das reichte. Alles andere war in die Fäden des Schicksalsteppich gewebt und würde sich ihr schon bei Zeiten offenbaren. Das kühlende Wasser half.
Ihr kleiner gemeinsamer Unterschlupf glühte sanft von Licht der Funken und zauberte glitzernde Reflexe auf ihr schwarzes Fell. Glatt und kurz lag es an ihrem Körper. Mit gesenktem Blick und halb geschlossenen Augen gab sich Maruka ihrer Reinigung hin. Ausgiebig kämmte sie mit ihren Krallen durch ihren kurzen Pelz und streichelte ihren ganzen Körper. Mit jedem sanften Streichen ihrer eigenen Hände beruhigte sich ihren aufgewühlten Geist. Einst war sie vielleicht ein braves Mädchen gewesen, aber jetzt war sie eben auch ein wildes Wesen, dass gebunden an Instinkte und an die Natur war. Nie hatte sie groß über Florencia oder Phaun nachgedacht, tat es auch jetzt nicht, aber sie konnte ihre Macht über sie fühlen. Sie fühlte sich mit dem Wald verbunden, genauso wie mit dem Tier in sich. Vielleicht war es auch der magische Kuss gewesen, der sie noch mehr mit dem wilden Wesen, der Servali in ihr verbunden hatte? Maruka ließ ihre Gedanken schweifen.
Bin ich glücklich?... … Ja.
Sie lächelte versonnen.
Wenn man mich noch vor wenigen Wochen gefragt hätte, was mein größter Wunsch gewesen wäre, dann hätte ich geantwortet, ich würde gerne wieder Mensch sein. ...und heute? … Heute würde ich sagen, wenn man mir mein Tier nehmen würde, wäre ich nur noch halb so glücklich.
Maruka schloss die Augen, lehnte sich zurück und ließ sich im flachen Wasser treiben.
Gibt es etwas das fehlt? … Sicher … Ich habe Wünsche … aber in erster Linie will ich einfach nur das Leben genießen.
Ein Teil ihrer Gedanken wanderten zu winzigen aufblitzenden Bildern aus Vergangenheit Wunschvorstellungen. Marukas Leib sehnte sich nach körperlicher Zuwendung, ihre Seele nach Liebe. Sie wollte das Gefühl, dass das Licht des Vollmondes in ihr erweckte wieder fühlen. Sie wollte wissen wie es war, wenn der Mann den sie wollte für sie früher nach Hause kam und nicht in die Taverne zu seinen Freunden ging. Sie wollte wissen was das, was ihre Mutter ihrem Vater ins Ohr geflüstert hatte bedeutete. Irgendwas von „Feld pflügen“ hatte sie einmal gehört, aber nicht verstanden, denn sie hatten doch gar kein Feld! Wann immer sie das getan hatte, war Vater sehr eilig geworden und des Nächtens hatten sie beieinander unter den Fellen gelegen und sich im Arm gehalten. Das hatte sie beide immer sehr glücklich gemacht und Maruka sehnte sich nach jemanden, der sie ebenfalls so halten würde. Sie erinnerte sich an die Worte ihrer Mutter, als sie einmal danach gefragt hatte:
„„Eines Tages wird ein Mann kommen, zu dem du dich hingezogen fühlen wirst, mehr als zu allem anderen und dieser wird dich dann zur Frau machen. Wenn du Glück hast, dann wird er bei dir bleiben und ihr werdet sehr glücklich. Aber sei auch nicht traurig wenn er nicht bleibt. Das Schicksal ist manchmal launisch. Ich glaube, es ist eine Frau wie Ventha, stürmisch und launisch im Gemüt.Wenn du etwas findest, dass dich glücklich macht, dann halt es so fest wie du nur kannst.““
Das hatte sie vor. Maruka wusste zwar weniger als ihre Servali, was das „zur Frau machen“ bedeutete, aber sie sehnte sich danach. Der Kuss, Revien hatte sie daran erinnert, wie es war „in Mondlicht zu baden“, wie sie es nannte. Ihre Rolligkeit zu Beginn ihrer Ankunft hier, sie war vergangen, aber etwas in diesem Kuss hatte sie wieder erweckt... zu mindestens einen kurzen Moment lang, als das flüssige Glück sich in ihrer Mitte gesammelt hatte. Es war ein schöner Moment gewesen, ein kurzer Augenblick der süchtig machen könnte. Das Mädchenherz in Maruka wollte wieder schneller Schlagen und die Katze in ihr wollte ihre Krallen und Zähne in sein Fell schlagen. Vielleicht ging ja beides? Sie wusste nicht wie, aber etwas lauerte unter ihrer Haut, dass ausbrechen wollte. Sie war zwar noch von keinem Mann berührt worden, dafür hatte sie mit ihrer Selbst-Entjungferung gesorgt. Sie war kein scheues Mädchen, dass von Anstand und Moral gesteuert wurde. Maruka würde wild sein...ungestüm und leidenschaftlich. Sie würde gewiss Fehler machen, aber der Mann der das aushalten konnte, der war vielleicht näher als sie dachte.
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Sonntag 18. März 2018, 23:54

Näher, als der jungen Frau bewusst war.
„Du scheinst den Warg wieder los geworden zu sein.“
Sprach Revien, der nahe des Teiches kniete. Wie er sich so an sie hatte anschleichen konnte, wollte ihr nicht in den Sinn kommen. Oder vielleicht doch. Es war herrlich entspannend in dem kühlen nass – und sie hatte sich etwas in ihren Gedanken verloren.

„Wie wäre es, wenn du aus dem Wasser kommst, dann kann ich mich um deine Wunde kümmern.“

Die Hybridin stöhnte leise, denn fast wäre sie in dem kleinen gemütlichen Becken eingeschlafen. Die kleinen Funkenfreunde hatten ihre Ruhe genutzt und Marukas Fell weiter geputzt. Es war irgendwie niedlich gewesen, ihnen zuzusehen, wie sie den „Warg“ stückchenweise entsorgten. Das so kleine Wesen eine so starke emotionale Sprache sprechen konnten, war schon erstaunlich. Besonders das „igitigit“- Gefühl hatte sie ein paar mal schmunzeln lassen, mit dem die Funken sich mit ihr „unterhielten“. Sie war einfach dankbar gewesen. Auch um die Wunde waren sie vorsichtig herum geschwommen und hatten den Dreck heraus gespült. Es hatte ein wenig gebrannt und noch mal etwas nach geblutet, aber auch dafür war Maruka dankbar. Jetzt nervte aber der Elf und forderte sie auf, den gemütlichen Ort zu verlassen. Anstatt aufzustehen, erhob sie sich nur ein Stück und krabbelte dann umständlich auf allen Vieren auf Revien zu.

Dieser reagierte auf ihr verhalten mit einer gehobenen Braue, ging dann aber zu einem Sammelsurium aus verschiedensten Dingen, die er vor ihr ausgebreitet hatte. Mit einem kurzen Erstaunen betrachtete sie es. Viel lag da herum. Das Merkwürdigste waren jedoch die großen Ameisen, die auf einer ausgeschnittenen Frucht herum marschierten. Maruka betrachtete Revien der sich, auf seinen Unterschenkeln kniend, nieder gelassen hatte. Seine Hände ruhten in einer fast meditativen Position auf seinen Oberschenkeln. Kurz war sie versucht seine Haltung nachzuahmen, doch die Spannung ihrer Schenkel würde die Wunde eher weiter aufreißen lassen.
„Ich bauche dein Bein.“

Maruka grinste.
„Und wo willst du es hin haben?“
Die leicht doppeldeutige Provokation schwang deutlich mit, doch ihr glucksendes Grinsen verriet, dass sie ihn jedoch ganz bestimmt nicht treten wollte.

Geduldig und mit einem leicht amüsierten Gesichtsausdruck antwortete er:
„So nah wie möglich.“
„Hmmm...“
Maruka krabbelte weiter langsam auf ihn zu, drehte sich dann seitlich nach rechts und präsentierte ihre komplette Silhouette. In einer ausladenden Dreipunktwendung, die vielleicht so nicht nötig gewesen wäre näherte sie sich dann rückwärts, bis sie mit den Füßen gegen seine Knie stieß. Ihr kleiner Hintern mit dem langen Schwanz kam ihm dabei gefährlich nah und sie spürte kurz ein Streichen an ihrer Schwanzspitze.

Ha! Irgendwo hab ich ihn getroffen!

Dann drehte sie sich wieder ein Stück und kniete so nun quer vor ihm. Mit einem leicht übertrieben angestrengten Schnaufen ließ sie sich auf die Seite fallen, streckte ihr rechtes Bein lang unter sich aus und winkelte den rechten Arm so an, dass sie ihren Kopf in der Hand abstützen konnte. Mit leicht angehobenen Oberkörper und ihm zugewandten neugierigen Gesichtsausdruck, schob winkelte sie nun ihr linkes oberes Bein an und schob es langsam zwischen seine leicht geöffneten Schenkel.

Woll'n, doch mal sehen, ob wir dich auch ein bisschen quälen können...?

„Nah genug?“
Revien sagte nichts, aber nickte.
Er schien noch immer ganz und gar Heiler und enttäuschend unbeendruckt. Maruka wollte spielen und er machte so ein ernstes Gesicht. Na ja, die Wunde war jetzt auch nicht gut geeignet um wild herum zu tollen, aber ein bisschen Necken sollte doch drin sein. Das war er dann jedoch tat, kam einer Qual schon verdammt nah. Mit konzentriertem Gesichtsausdruck legte er beide Hände links und rechts an ihren Oberschenkel um die Wunde noch einmal genau zu betrachten. Dass seine Finger dabei vorne und hinten auf ihrem weichen nassen Fell seidene Stromstöße aussandten, war sicher nicht geplant gewesen. Ob das Magie war oder reine Sinnlichkeit? Sie wusste es nicht und es war auch egal. Seine rechte Hand lag aber auch schon verdammt nach an ihrem süßen Hintern und viel zu nah an einem anderen Punkt ihres Körpers der gerade wieder zum Leben erwachte. Süße kleine Zuckungen, ließen Maruka nun doch nervös werden, so dass sie ihren Schwanz lieber fest hielt, der anfing ein klein bisschen hin und her zu peitschen. Grinste Revien etwa? Und was tat er denn jetzt?

Autsch!

Er hatte die Wundränder ein wenig geöffnet und prüfte die Tiefe. Maruka grummelte leise, denn der Warg hatte in seinem Versuch sie los zu werden einen gut 10 Finger breiten hässlich gefransten Riss in ihre Haut getrieben, dort wo der vordere und hintere Muskel eine Rinne bildeten. Zum Glück, denn sonst hätte sie unmöglich laufen können. Schon ein bisschen neugierig was jetzt kam, schaute sie Revien mit großen Augen zu, wie er nun eine der Ameisen flink packe und sie zwischen den Fingern hielt. Die großen Beißwerkzeuge versuchten seine Finger zu erwischen und Maruka schwante schlimmes. Bevor sie jedoch etwas einwenden konnte, senkte er das Krabbeltier auf die Wundränder, die er mit der anderen Hand zusammen gedrückt hielt.

Autschautschautschautsch! Und AUTSCH!

Tatsächlich entrang nur das letzte gezischte:
„Autsch!“
ihrer Kehle, als die Ameise zu biss. Ihre Kiefer schlossen die Wunde wie eine Klammer.
„Äh...“
Maruka kam nicht weiter, denn Revien beugte sich über ihren Schenkel und biss den Hinterleib des kleinen Tiers ab. Dabei hielt er wieder seine großen - schönen - warmen - starken Hände neben den Schnitt. Die Ablenkung war perfekt! Maruka schluckte leicht, denn sein Gesicht so nah DORT zu haben, versetzte etwas in ihr in Schwingungen. Atemlos sah sie zu, wie Revien fort fuhr. Sechs Ameisen bissen zu und sechs mal wallte ihr Blut auf, als Revien deren Körper abbiss und ihr damit definitiv nicht nah genug kam.

„Autsch...autsch...autsch...autsch...autsch.“

Irgendwie tat es garnicht so weh. Es zwickte, brannte aber dann wurde es warm und schön. Ihr leises atemloses Gemecker war eher Ausdruck ihrer Anspannung. Als er geendet hatte nahm er noch ein Blatt ihn den Mund, kaute darauf herum und „küsste“ dann den Brei auf die Wunde. Darüber kam dann ein breites festes Blatt, dass die Wunder abdeckte. Dann griff er hinter sich und anscheinend hatte er von seiner ohnehin schon löchrigen Gewandung irgendein paar Streifen abgerissen. Zuckten seine Mundwinkel? Maruka war ohnehin schon ganz kribbelig, aber als Revien mit so einem vorbereiteten Streifen vorne zwischen ihre Beine fuhr, zog sie überrascht die Luft scharf ein. Ihre Augen wurden riesig, als seine zweite Hand zu ihrem Hintern hinauf wanderte und im Zenit ihrer Schenkel sich seine Finger trafen um den Stoffstreifen in Empfang zu nehmen. Mit jeder Wicklung die folgte, wickelte er in Richtung Knie, doch da war es schon zu spät. Marukas Schoß stand in Flammen und das einzige war die Hybridin gerade zustande brachte war, ihre Schwanzspitze zu sich heran zu ziehen und leicht hinein zu beißen.


Als Revien schließlich von seiner Arbeit auf sah funkelten seine Augen amüsiert und er musterte Maruka eingehend. Dabei bebten seine Nasenflügel kurz, als er einen tiefen Atemzug nahm.
Er schob sein arbeitswerkzeug schnell und etwas nachlässig zur Seite und legte dann seine Hand sanft auf die Hand, die ihren Schwanz hielt. Sanft zog er sie samt Schwanz vom Mund und betrachtete das Nasse zerzauste Ende. Er lachte kurz auf und schüttelte leicht den Kopf, dann senkte er seine Hand zusammen mit der ihren. Wieder musterte er sie und das wilde Funkeln machte kurz Platz für eine tiefe Zuneigung, die seine Züge weich und junge erscheinen ließ.

Ehrfürchtig strich er über ihre Stirn, die Wange herunter und bis zum Kinn. Dieses umfasste er und küsste sie sanft und langsam. Die Hitze, die sich in Marukas Mitte gesammelt hatte, drohte sie zu verbrennen und ihr verletztes Bein, genauso wie ihre schmerzenden Gliedmaßen, waren vergessen. Ersetz durch einen ihr bisher unbekannten Hunger, der ihre Gedanken so zäh wie Hönig werden ließ. Noch dazu kam, dass sie wieder diese Energie durchflutete, die sie zuvor gespürt hatte.
Ihr Körper Antwortete sofort auf die sachte Berührung und sie schmiegte sich an ihn, wollte ihn überall an sich spüren und ehe sie es sich versah, saß sie rittlings auf seinem Schoß, ihre kleinen festen Brüste an ihn gepresst, ihre Hände in seinen roten Haaren vergraben. Ihr Atem ging schneller und auch Revien wirkte Atemlos.

Enveri hatte sie damals zurückgestoßen und auch jetzt wallte kurz Angst in ihr auf, dass Revien genauso reagieren würde.
Aber das genussvolle Lächeln in seinem Gesicht ließ sie aufatmen, genauso wie seine Hand, die ihren untere Rücken umspannte und sie an ihn presste. Nur warum machte er dann nicht weiter?!
„Das sollte reichen, um deine Heilung zu beschleunigen.“
Stellte er fest und nahm einen tiefen Atemzug, als wollte er sich beruhigen.
„Es tut mir Leid, das ist der schnellste Weg, um dir etwas von meiner Kraft zu geben, Maruka… und ich habe dich damit überfallen. Ich wollte dich auf gar kein Fall zu etwas drängen, auch wenn ich befürchte, dass es dazu schon zu spät ist… “
Gedankenverloren strich er mit dem Daumen über ihre Wange und musterte ihre geröteten Lippen.
„Ich muss aber gestehen, dass es ganz wundervoll ist, dich zu Küssen. Selbst, wenn du nach untotem Warg schmeckst. Der Nachgeschmack ist dann nur etwas unangenehm.“
Er zwinkerte ihr mit Schalk im Nacken zu.
„Aber was ich auf keinen Fall will, ist dich zu überrumpeln. Ein Wort von dir, und ich halte gebührenden Abstand.“
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Dienstag 20. März 2018, 10:08

Marukas Schoß stand in Flammen und das einzige war die Hybridin gerade zustande brachte war, ihre Schwanzspitze zu sich heran zu ziehen und leicht hinein zu beißen. Mit riesigen Augen, groß wie Untertassen schaute sie zu wie er seine Arbeit seelenruhig beendete, wären sie gerade vor Anspannung verging. Als Revien schließlich von seiner Arbeit auf sah funkelten seine Augen amüsiert und er musterte Maruka eingehend. Dabei bebten seine Nasenflügel kurz, als er einen tiefen Atemzug nahm. Er schob sein Arbeitswerkzeug schnell und etwas nachlässig zur Seite und legte dann seine Hand sanft auf die Hand, die ihren Schwanz hielt. Sanft zog er sie samt Schwanz vom Mund und betrachtete das Nasse zerzauste Ende.
Was mach ich denn da? Ich sabbere vor lauter Aufregung meinen Schwanz voll... wie peinlich!
Er lachte kurz auf, ein Geräusch, dass sie sehr mochte und ihre Scham vergessen ließ. Dann schüttelte er leicht den Kopf und senkte er seine Hand zusammen mit der ihren. Wieder musterte er sie und das wilde Funkeln machte kurz Platz für eine tiefe Zuneigung, die seine Züge weich und jung erscheinen ließ. Wenn er sie so ansah, wusste Maruka nicht mehr wo sie war. Er bewegte sich und sie folgte jeder seiner Regungen mit den Augen.
Ich so nervös... was passiert hier?
Ehrfürchtig strich er über ihre Stirn und sie schloss schnurrend die Augen um sie wider einen Spalt breit zu öffnen. Als er ihre Wange herunter fuhr öffneten sich ihre Lippen und sie neigte sich der sanften Berührung entgegen. Er umfasste ihr Kinn, überbrückte die Entfernung und küsste sie sanft und langsam.
Er .. tut … es … wieder.
Seine Lippen schmeckten genauso gut wie beim ersten Mal und irgendwie noch besser. Maruka zitterte leicht, so erregt war sie. Gern hätte sie ein bisschen an ihm geknabbert, aber wusste nicht so recht wie. Ihre Lippen bebten an seinen und jetzt fühlte es sich noch richtiger an als beim ersten Mal. War das dieses Gefühl, von dem Jenna (ihre Freundin) gesprochen hatte, wovon man süchtig werden konnte? Ihr Herz begann schneller zu schlagen und rannte vor ihrem Verstand davon. Gedanken begannen zu zerfließen.
… was … ? ...mache ich es richtig?
Die Hitze, die sich in Marukas Mitte gesammelt hatte, drohte sie zu verbrennen und ihr verletztes Bein, genauso wie ihre schmerzenden Gliedmaßen, waren vergessen. Ersetzt durch einen ihr bisher unbekannten Hunger, der ihre Gedanken so zäh wie Honig werden ließ.
… was … mache … ich … hier …? Ruhig!
Noch dazu kam, dass sie wieder diese Energie durchflutete, die sie zuvor gespürt hatte.
… das kenne... ich doch … Egal! SCHNURREN!
Ihr Körper antwortete sofort auf jede sachte Berührung und sie schmiegte sich an ihn, wollte ihn überall an sich spüren und ehe sie es sich versah, saß sie rittlings auf seinem Schoß, ihre kleinen festen Brüste an ihn gepresst, ihre Hände in seinen roten Haaren vergraben. Maruka könnte nicht sagen, ob sie die Bewegung eingeleitet hatte oder ob er sie an sich gezogen hatte. Sie bekam gerade nicht mehr all zu viel mit. Der Kuss wurde intensiver. Das alles fühlte sich so unglaublich an. Sie brauchte mehr davon. Viel mehr! Sie schlang ihre Beine um seine Hüften und genoss jeden Zentimeter seiner Haut, die sie erreichen konnte.
Ich will ihm unter die Haut kriechen... was für ein Blödsinn, aber … ja!
Ihr Atem ging schneller und auch Revien wirkte atemlos.
Aber wenn er jetzt … Kannst du nicht mal ruhig sein?!
Enveri hatte sie damals zurückgestoßen und auch jetzt wallte kurz Angst in ihr auf, dass Revien genauso reagieren würde.
Aber er kann uns damit weg tun. Blödsinn! Schau doch...
Maruka blinzelte vorsichtig, als er von ihr abließ. Ihr Mund suchte noch mit kleinen Schnappbewegungen nach dem seinen. Ein bisschen sah das aus wie ein Fisch, der nach seinem Futter hapste. Als sie wieder richtig sehen konnte, erkannte sie es. Das genussvolle Lächeln in seinem Gesicht ließ sie aufatmen, genauso wie seine Hand, die ihren untere Rücken umspannte und sie an ihn presste. Sein Körper sprach eine eigene Sprache und der vertraute ihr Tier. Seine Hand kurz über ihrem Hintern, nahe ihrer Schwanzwurzel, ließ sie sich unruhig auf seinem Schoß winden und sein Leib fühlte sich gut an, dort zwischen ihren Beinen. Das musste doch irgendwie noch näher gehen?! Nicht nur das Tier in ihr mochte diese feste Berührung an dieser Stelle. Nur warum machte er dann nicht weiter?!
Worauf wartest du?
„Das sollte reichen, um deine Heilung zu beschleunigen.“
Stellte er fest und nahm einen tiefen Atemzug, als wollte er sich beruhigen.
Was? ...Das ist alles ...worum es hier geht? Um ...meine Heilung...???
Etwas in ihr drohte zu kippen, zu fallen, abzustürzen. Maruka hielt still und lauschte. Innerlich stand sie gerade an einer Klippe und starrte in den Abgrund unter ihr.
„Es tut mir Leid, das ist der schnellste Weg, um dir etwas von meiner Kraft zu geben, Maruka… und ich habe dich damit überfallen. Ich wollte dich auf gar kein Fall zu etwas drängen, auch wenn ich befürchte, dass es dazu schon zu spät ist… “
Sie sah ihn mit großen fragenden, aber noch leicht verhangenen Augen an. Auch ihre Hände wollten seine Haare nicht verlassen, aber irgendwie hörte sich das gerade nicht gut an.
Zu spät...wofür?...ich ...ich bin so verwirrt...was...
Gedankenverloren strich er mit dem Daumen über ihre Wange und musterte ihre geröteten Lippen.
Warum sagt er mit seinem Körper etwas anderes als mit seinem Geist?
„Ich muss aber gestehen, dass es ganz wundervoll ist, dich zu küssen. Selbst, wenn du nach untotem Warg schmeckst...“
ETWA IMMERNOCH?
„...Der Nachgeschmack ist dann nur etwas unangenehm.“
Er zwinkerte ihr mit Schalk im Nacken zu.
Moment... er hat 'war' gesagt... er ...Er spielt. Das ist gut! ...also schmecke ich nicht mehr nach Warg und er ...neckt mich?... Ja, du dumme Nuss!
„Aber was ich auf keinen Fall will, ist dich zu überrumpeln. Ein Wort von dir, und ich halte gebührenden Abstand.“
ABSTAND?! ...ach hör gar nicht drauf!
Maruka war bei dem Wort Abstand zusammen gezuckt und guckte ihn nun fast ein wenig wütend an. Ihr Griff wurde fester in seinen Haaren.
„Ich weiß nicht genau was du hier gerade angefangen hast, aber du wirst es zu Ende bringen und das schnell!!!“
Ihr Griff wurde wieder etwas weicher und sie suchte nach verstehbaren Worten.
„Ich ...ich halte das nicht lange aus. Das ist ...zu... intensiv! Vielleicht... vielleicht schummelst du ja mit deiner Magie und du kannst überhaupt nicht so gut küssen?! Ist mir egal! Es gefällt mir so! Ich brauch das jetzt! Du wirst das jetzt weiter machen und nichts von ABSTAND oder so sagen, sonst ...sonst muss ich ...dich doch hauen!“
Androhung von Gewalt in einer romantischen Situation half bekanntlich immer! Jetzt erst merkte die Hybridin was sie das eigentlich gerade gesagt hatte und fügte eine eilige Erklärung hinzu, die es vielleicht nicht unbedingt besser machte:
„Es kann nur sein, dass ich dir vielleicht aus Versehen weh tue. Bitte pass auf, dass ich ...das ich dich nicht kratze oder beiße. Ich will das nämlich. Also nicht doll, aber ...schon ein bisschen.“
Sie leckte, dann biss sie sich auf die Unterlippe und zog den rechten Mundwinkel zu einem niedlichen Grinsen hoch. Zur Demonstration fuhr sie seinen Arm hinunter und nahm seine Hand dann hoch an ihren Mund. Ohne den Augenkontakt zu unterbrechen, leckte sie ein zwei mal über seinen Puls, seinen Handrücken und biss dann ein klein wenig in seinen Zeigefinger. Vorsichtig ließ sie ihre glatten Zähne über seine Haut schleifen und zitterte dabei am ganzen Körper. Ihre glatte Zahnkante zupfte an seiner Haut. Sie achtete darauf, dass ihre kleinen Eckzähne nicht zu sehr ins Spiel kamen, aber doch so sehr, dass er verstand wovor sie sich fürchtete.
Beiß ihn! Markiere ihn als den Unseren! ...aber, das geht doch nicht...
Ihr Tier wollte zärtlich beißen, aber seine Haut war dünn und ihre Krallen ebenfalls scharf. Maruka wollte mehr und ihre Beine zogen ihre Umarmung enger um seine Taille, aber sie hatte keine Ahnung, was sie tun konnte... oder durfte. Atemlos flehend flüsterte sie:
„Zeig mir was ich machen soll! ...Bitte!“
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Dienstag 27. März 2018, 13:57

Ihr Griff wurde fester in seinen Haaren. Seine Augen wurden schmaler und er grinste genussvoll.

„Ich weiß nicht genau was du hier gerade angefangen hast, aber du wirst es zu Ende bringen und das schnell!!!“
Marukas fordernder Ton schien Revien mitnichten zu stören, aber er unterbrach sie nicht.

Ihr Griff wurde wieder etwas weicher und sie suchte nach verstehbaren Worten.

„Ich ...ich halte das nicht lange aus. Das ist ...zu... intensiv! Vielleicht... vielleicht schummelst du ja mit deiner Magie und du kannst überhaupt nicht so gut küssen?! Ist mir egal! Es gefällt mir so! Ich brauch das jetzt! Du wirst das jetzt weiter machen und nichts von ABSTAND oder so sagen, sonst ...sonst muss ich ...dich doch hauen!“
Androhung von Gewalt in einer romantischen Situation half bekanntlich immer! Jetzt erst merkte die Hybridin was sie das eigentlich gerade gesagt hatte und fügte eine eilige Erklärung hinzu, die es vielleicht nicht unbedingt besser machte:
„Es kann nur sein, dass ich dir vielleicht aus Versehen weh tue. Bitte pass auf, dass ich ...das ich dich nicht kratze oder beiße. Ich will das nämlich. Also nicht doll, aber ...schon ein bisschen.“
Sie leckte, dann biss sie sich auf die Unterlippe und zog den rechten Mundwinkel zu einem niedlichen Grinsen hoch.
Reviens Blick war auf ihre Lippen konzentriert, so als gäbe es nichts Faszinierendes auf der Welt, als ihr dabei zuzusehen, wie sie auf ihre Lippe biss. So begegnete er ihrem Blick mit Verzögerung und einem Hunger, der in ihrem sein Echo fand.

Zur Demonstration fuhr sie seinen Arm hinunter und nahm seine Hand dann hoch an ihren Mund. Ohne den Augenkontakt zu unterbrechen, leckte sie ein zwei mal über seinen Puls, seinen Handrücken und biss dann ein klein wenig in seinen Zeigefinger. Revien holte scharf Luft. Seine Wimpern hatten sich fast gänzlich über seine grünen Augen gesenkt und sein leichtes Lächeln sprach von Wonne. Vorsichtig ließ sie ihre glatten Zähne über seine Haut schleifen und zitterte dabei am ganzen Körper. Ihre glatte Zahnkante zupfte an seiner Haut. Sie achtete darauf, dass ihre kleinen Eckzähne nicht zu sehr ins Spiel kamen, aber doch so sehr, dass er verstand wovor sie sich fürchtete.

Beiß ihn! Markiere ihn als den Unseren! ...aber, das geht doch nicht...

Ihr Tier wollte zärtlich beißen, aber seine Haut war dünn und ihre Krallen ebenfalls scharf. Maruka wollte mehr und ihre Beine zogen ihre Umarmung enger um seine Taille, aber sie hatte keine Ahnung, was sie tun konnte... oder durfte. Atemlos flehend flüsterte sie:
„Zeig mir was ich machen soll! ...Bitte!“


„Shhh… dann gehörst du heute Nacht mir.“

Raunte Revien und fuhr mit der Fingerspitze, in die Maruka vorsichtig gebissen hatte, über ihre leicht geöffneten Lippen. Dann zog er ihr Gesicht wieder an seines und küsste sie, diesmal fordernd und hungrig – so als wollte er sein eigenes Zeichen auf ihr hinterlassen. Bevor er sich wieder von ihr löste, biss er sie in die Unterlippe. Es war nur ein kurzes Aufflackern von Schmerz gewesen, aber sie schmeckte Blut auf ihrer Zunge. Neckend leckte er über ihre Lippe. Seine Hände fuhren, beginnend ab ihrem Nacken, ihren Rücken herab und zogen tiefe Furchen durch ihr Fell – und ein leichtes Kratzen über ihre Haut. Genug um einen Pfad süßen Schmerzes zu hinterlassen.
Als Revien sie jetzt angrinste, sah sie spitze Eckzähne blitzen und seine Pupillen waren geschlitzt.

„Ich bin nicht so zerbrechlich, wie ich aussehe, Maruka. Nicht mehr.“

Die Welt verlor plötzlich einen Augenblick ihren Halt und die Hybridin fand sich auf ihrem Rücken wieder, Reviens Hände lagen um ihre Handgelenke und hielten diese am Boden fest. Seine Becken rieb sich an ihrem und machte ihr das Denken schwer.

Fordernd eroberte Reviens Zunge ihren Mund, spielte und neckte und biss. Dann wanderte er weiter, biss in ihr Kinn und ihren Hals. Dabei ließ er durchaus Vorsicht walten und achtete darauf, sie niemals wirklich zu verletzen – auch wenn ihre Haut an ein paar Stellen trotzdem leicht brannte, so als hätten die Spitzen Reißzähne ihre Haut an wenigen Stellen durchstoßen.

Er ergriff nun beide ihrer Handgelenke mit einer Hand und widmete sich dann hingebungsvoll ihren kleinen Brüsten. Leckte, streichelte und biss.

Reviens Atem ging schwer und auch Maruka fühlte sich Atemlos. Er schob sich wieder höher um ihren hungrigen Kuss zu stehlen – und dann biss er sie in ihr empfindliches rechtes Ohr und grinste sie herausfordernd an.
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Dienstag 27. März 2018, 20:04

Maruka wollte mehr und ihre Beine zogen ihre Umarmung enger um seine Taille, aber sie hatte keine Ahnung, was sie tun konnte... oder durfte. Atemlos flehend flüsterte sie:
„Zeig mir was ich machen soll! ...Bitte!“
Seine Antwort ließ sie erbeben.
„Shhh… dann gehörst du heute Nacht mir.“
...gehörst du heute Nacht mir...
Echote es in ihr nach und ein Schauer rann ihr zwischen den Schulterblättern die Wirbelkörper wie Spannungsbögen hinunter. Das Grundprinzip "jemanden zu gehören" hatte Maruka in der Sklaverei zu genüge kennen gelernt, doch anstatt, dass sie nun in Panic verfiel, oder etwas in ihr aufbegehren wollte, geschah etwas ganz anderes. Und das versetzte sie in Erstaunen. Revien fuhr mit der Fingerspitze, in die Maruka vorsichtig gebissen hatte, über ihre leicht geöffneten Lippen und verwirrte damit die aufmommenden Gedanken, bevor sie Gestalt annehmen konnten. Die Berührung war so sinnlich, dass sie nach Atem rang und der nächste Schauer sich in ihrem Innern zusammen braute. Dann zog er ihr Gesicht wieder an seines und küsste sie, diesmal fordernd und hungrig, so als wollte er sein eigenes Zeichen auf ihr hinterlassen. Ihre Lippen glühten und sie zitterte immer mehr. Sie wusste jetzt kaum noch was sie da tat, aber sie versuchte seine Bewegungen nachzuahmen. Der Druck seiner Lippen nahm zu, nahm ab und sie gab sich ganz seiner Führung hin. Ihr Tier jubilierte in ihrem Innern und rollte sich auf genüsslich den Rücken, alle Viere in die Luft gereckt und wohlig schnurrend. Bevor er sich wieder von ihr löste, biss er sie in die Unterlippe. Es war nur ein kurzes Aufflackern von Schmerz gewesen, aber sie schmeckte Blut auf ihrer Zunge und die kleine wunde Stelle an ihrer Lippe. Maruka zeigte Zähne zur Antwort und ihr Instinkt diesen merkwürdigen "Kampf" zu gewinnen war geweckt. Am liebsten hätte sie sofort zurück gebissen und sie machte eine Schnappbegung nach seinem sich entfernenden köslichen Mund. Neckend leckte er über ihre Lippe. Seine Hände fuhren, beginnend ab ihrem Nacken, ihren Rücken herab und zogen tiefe Furchen durch ihr Fell und ein leichtes Kratzen über ihre Haut. Genug um einen Pfad süßen Schmerzes zu hinterlassen. Maruka ließ mit der Bewegung ihren Kopf in den Nacken fallen, präsentierte damit ihre Kehle und streckte ihren Rücken durch, um so tiefer er kam. Ihr ganzer Körper antwortete mit einer sinnlichen Welle, die jede Muskelfaser spannte, ihren Brustkorb hob und sie sich an ihm reiben ließ. Einen Moment vergas sie alles um sich herum und schloss die Augen. Seine Hände schienen genau zu wissen, wo eben diese inneren Schauer sie versenkt hatten und das Schaben seiner Nägel (oder Krallen) intensivierte den Strohm aus flüssigem Mondlicht, dass durch ihre Adern rann. Mühsam kämpfte sie sich ins Bewusstsein zurück und hörte überrascht ihr eigenes leises Seufzen. Blinzelnd sah sie an. Als Revien sie jetzt angrinste, sah sie spitze Eckzähne blitzen und seine Pupillen waren geschlitzt. Überraschung stand ihr ins Gesicht geschrieben und sie griff nach Halt suchend nach seinen Schultern, da sie das Gefühl zu fallen noch nicht ganz abgeschüttelt hatte.
„Ich bin nicht so zerbrechlich, wie ich aussehe, Maruka. Nicht mehr.“
Das sprach der Geist aus Revien und die Erkenntnis, dass er damit durchaus Recht haben könnte, ließ sie erbeben. Der Panther war um ein vielfaches stärker als sie. Das eröffnete ganz neue Möglichkeiten und Maruka grinste abermals mit ihrer Unterlippe zwischen den Zähnen. Die Welt verlor plötzlich einen Augenblick ihren Halt und die Hybridin fand sich auf ihrem Rücken wieder, Reviens Hände lagen um ihre Handgelenke und hielten diese am Boden fest. Ein kurzer Schreck flammte in ihren Augen auf.
Nicht... DOCH! Lass ihm machen!
Das Gefühl sich nicht richtig bewegen zu können, erinnerte an beklemmende Situationen in ihrem Leben, aber Revien vertraute sie. Im Bruchteil einer Sekunde flutete eine Erinnerung durch ihren Geist, denn schon einmal hatte so ein Mann auf ihr gelegen, sie fest gehalten und kurz darauf festgestellt, dass Maruka keine Jungfrau im anatomischen Sinne mehr war, was ihr damals zur Flucht verholfen hatte. Sademos war wutentbrannt aus dem Zimmer gestürmt um irgendjemand, dem er die Tat wohl vermutlich anlastete, zu foltern. Damals hatten seine hungrigen Blicke ihr einzig und allein Angst eingejagt und sie hatte die Tat an sich selbst begeangen, damit er es nicht tat. Auch wenn sie also noch nie mit einem Mann zusammengelegen hatte, so war sie doch nicht mehr unberührt. Doch dieses Mal war irgendetwas anderes, so vollständig anders, dass Maruka es nicht benenne konnte.
Was passiert hier? ...hmmm....
Ihr Tier schnurrte ausgiebig, als Revien sein Becken in ihr rieb. Es machte ihr das Denken schwer.
Wa... Huch?... ...oooohhh... ...
Fordernd eroberte Reviens Zunge ihren Mund, spielte und neckte und biss. Vorsichtig versuchte sie den kleinen Ringkampf mit siner Zunge aufzunehmen und leckte seine Lippen, wenn er sie Atem holen ließ.
Oh ist das guuuut...! ...hmmmmmrr... Ist das richrtig was ich mache? Geht das so? Ich will nichts falsch machen. Er stößt mich sonst vielleicht wieder weg...
Langsam wurde sie mutiger, erwiederte den Kuss mit wachsendere Leidenschaft, doch etwas hielt sie noch zurück.
Ist das richig? Was mache ich hier überhaupt? Passiert das jetzt wirklich? Ist das so wie bei Mama und Papa? Ist es so wie ich es mit vorgestellt habe? Muss das so sein, so mit diesen kleinen Blitzen? ...Ist das jetzt die 'perfekte Nacht'? Ist das der richtige Moment, die rictige Zeit? Bin ich bereit? Es fühlt sich so gut an, aber ... hmmrrrrrrrrrr... Habe ich mir das so erträumt? Deute ich sein Verhalten richtig? Will er mich den wirklich? Waren das die Zeichen, das ich alles richtig mache? Ich wollte mich als Mädchen immer für den Mann aufsparen, der mich liebt... ...hmrrrrrrrrrrrrrrr...
Das Tier in ihr begann immer mehr zu knurren, bei so vielen störenden Gedanken.
Sag mal, worauf wartest du eigentlich?
Was?
Worauf wartest du? Willst du nun leben, oder nicht!?!

Verstört schwieg das Mädchenherz in ihr einen Moment und dabei Gewann ihre Leidenschaft wieder zu wachsen, denn Revien wanderte er weiter, biss in ihr Kinn und ihren Hals.
Willst du vielleicht noch länger warten um 'irgendwann' glücklich zu sein?
Aber ich bin doch jetzt glücklich!
Worauf wartest du dann?
Ich... Ich habe Angst...
Wovor?
Was ist, wenn ich nicht aufhören kann? Wenn ihm nicht gefällt was ich mache? Was wenn...
Blödsinn! Glaub an dich! Du kannst ihm alles geben was er will ! Du kannst ihm vertauen. Du kannst dir vertrauen. Du lebst nur einmal, also kannst du dich auch mal fallen lassen! Willst du nicht wissen, wie es ist zu lieben, bevor du stirbst? Worauf wartest du?
...

Maruka fiel langsam keine Gegenargumente ein und die Servali wurde immer unruhiger in ihr. Der Zwiespalt hatte nur Sekunden gedauert, aber dann löste sich der letzte Knoten und Revien hatte unbemerkt etwas bewirkt, dass Maruka niemals alleine geschafft hatte. Seine Gier nach ihr hatte etwas in ihr geweckt, dass sie unbedingt haben wollte. Dafür würde sie kämpfen und gleichermaßen sich ganz und gar fallen lassen. Ihr tief verwurzelten Ängste aus der Sklaverei geboren, sie lösten sich auf und sie begann seine dominante Art tatsächlich zu genießen. Niemals hätte sie sich vorstellen können, von einem Mann so angefasst zu werden und dabei Lust zu empfinden, aber so war es. Vielleicht hätte sie sich dafür schämen sollen, aber das konnte sie nicht. Ganz im Gegenteil! Sie brauchte das Gefühl, dass jemand die Kontrolle für sie übernahm, sie führte und sie auf dieser Ebene ganz neues Vertrauen lernen konnte. Vertrauen, dass man ihr genommen hatte, das sie fast zerstört hatte und das Revien ihr nun auf seine ganz und gar natürliche Art wieder gab. Enveri hätte das nicht gekonnt, Liam nur in winzigen Stücken, aber Revien überflutete sie einfach mit diesem Gefühl. IHM konnte sie sich vollkommen ausliefern, ohne in Panic zu geraten. Ja da war ein winziger Moment gewesen, wo sie kurz die Luft angehalten hatte. Ein Atemzug lang hatte sie gezögert, doch dann zerflossen ihre Zweifel. Ja, sie wollte das hier mehr als alles andere und wenn sie morgen sterben würde, dann wenigstens glücklich.
Denn das war es was sie fühlte:

Gleißendes, strahlendes GLÜCK!

Maruka seufzte tief und bog ihren Körper seinem entgegen. Revien gab den Ton an, führte in diesem Tanz und sie folgte jeder seiner Bewegungen. Ihre Fersen drückten sich voller Wonne in seine Oberschenkel. Sie brauchte ihn noch näher... irgendwie. Leise wimmernden Laute mischten sich mit ihrem heiseren Atem. Ein bisschen wilder wurden ihre Bewegungen schon und Revien musste schon Kraft aufbringen um sie am Boden zu halten. Er biss sie sanft in den Hals. Dabei ließ er durchaus Vorsicht walten und achtete darauf, sie niemals wirklich zu verletzen, auch wenn ihre Haut an ein paar Stellen trotzdem leicht brannte, so als hätten die Spitzen seiner Reißzähne ihre Haut an wenigen Stellen angeritzt. Ein lustvolles Stöhnen entfleuchte ihrem atemlos geöffneten Mund. Sie wand sich unter ihm. Er ergriff nun beide ihrer Handgelenke mit einer Hand und widmete sich dann hingebungsvoll ihren kleinen Brüsten. Eigentlich hätte dises 'an den Boden gepinnt werden' sie verstören müssen, aber sie genoss seine Stärke jeden Moment mehr. Er leckte, streichelte und biss die kleinen Hügel und Maruka bäumte sich wild auf. Kleine Blitze zucken durch ihren Körper und schienen sich in ihrer Mitte zu sammeln. Immer wieder zuckten sie durch ihren Leib und hinterließen Schauer aus süßester Qual. Dass sie sich unter ihm kaum bewegen konnte, macht es nur um so süßer. Sie überließ sich ganz seiner Macht, denn hätte er ihr auch nur ein wenig mehr Spielraum gelassen, sie hätte wieder angefangen zu denken. So war es also genau richtig für seine kleine wilde Katze.

Reviens Atem ging schwer und auch Maruka fühlte sich atemlos. Er schob sich wieder höher um ihren hungrigen Kuss zu stehlen.
Nicht aufhören!!!
Dann biss er sie in ihr empfindliches rechtes Ohr und grinste sie herausfordernd an. Sie schappte nach seinem Kinn, bekam es aber nicht richtig zu fassen. Sie knurrte leise und mischte ihre leise Stimme in den Laut:
"GRRRrrrrrrr....Worauf wartest du? ..."
Provozierend, herausfordernd sah sie ihn aus ihrer durchaus unterlegenen Position an. Sie verschluckte sich fast an ihrem eigenen SchnurrKnurren und flüsterte noch ein leises:
"Mehr! ... Ich ...will ...mehr!"
Mit jedem Atemzug erreichte ein glühendes Wort seine Sinne. Ihr Körper untermalte bebend ihre gehauchten Worte. Sie kämpfte auch nicht ihre Arme frei zu bekommen. Ihre Hände lagen ergeben in seiner Umklammerung, auch wenn ihre Krallen ausgefahren waren. Die hatte sie gerade nicht so gut unter Kontrolle und so war sie sogar dankbar für seine starke Führung. Ihre Schulterspitzen hatte sie in den Untergrund gebort und reckt ihm ihre kleinen Rundungen entgegen. Ihr Bauchfell zuckte unkontrolliert und ihre Schenkel hielten ihn fest umfangen. Ein Bein hatte sie dabei so weit angezogen, dass ihre Ferse seinen festen Hintern rieb. Das andere war etwas tiefer zwischen seine Schenkel geschoben und ihre Zehen krallten sich in den Stoff seiner Hose.
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Dienstag 3. April 2018, 14:14

Sie knurrte leise und mischte ihre leise Stimme in den Laut:
"GRRRrrrrrrr....Worauf wartest du? ..."
Provozierend, herausfordernd sah sie ihn aus ihrer durchaus unterlegenen Position an. Sie verschluckte sich fast an ihrem eigenen SchnurrKnurren und flüsterte noch ein leises:
"Mehr! ... Ich ...will ...mehr!"
Mit jedem Atemzug erreichte ein glühendes Wort seine Sinne. Ihr Körper untermalte bebend ihre gehauchten Worte.


Die geschlitzten Pupillen in Reviens Augen öffneten sich, so dass das Grün der Iris nur noch ein dünner Strich am Rand war.
„Alles was du willst, Maruka.“
Raunte er und leckte über ihre Lippen. Bevor sie ihn mit einem schnappen erwischen konnte, entzog er sich ihr wieder. Das Spiel bereitete ihm offenbar Spaß.
„Du bist wunderschön.“
Er lächelte und sah sie an, als existiere nichts auf der Welt außer ihr. Dann beugte er sich wieder zu ihr herab um ihrer Beider Hunger nach Einander zu stillen. Ihrer Münder vereinigten sich und diesmal rangen ihrer Zungen gleichermaßen miteinander und auch Maruka kam in den Geschmack Reviens Blutes, als sie fest in seine Unterlippe biss. Seine freie Hand ging dabei auf Wanderschaft und erkundete ihren schlanken, seidigen Körper. Spielerisch umkreiste ein Finger die Spitze ihrer weichen Rundungen, wanderte herab über ihre Seite zu ihrem festen Hintern. Seine Hand umspannte ihre Pobacke fest und folgte dann dem Strich ihres Fells weiter herab. Dadurch, dass ihre Beine ihn so nah umschlungen, reichte er bis hinab zu ihrem Knöchel, den er umfasste und dann sachte zurück zog, bis ihr Bein nicht mehr dicht um seinen Körper lag. Dann fuhr seine Hand wieder höher, mit den Fingerspitzen zog er vier Furchen vom Knöchel hinauf zu ihrem Oberschenkel. Dort angekommen zog er seinen Unterleib zurück, um Raum für seine Hand zu schaffen. In süßer Pein strich er zuerst über die Linie, an der der Oberschenkel ins Becken übergingen, vom Hintern hinauf in Richtung Bauch. Dann senkte sich seine Hand über ihre Mitte.
So leicht wie eine Feder erkundete er sie, bis Maruka den unbändigen Drang hatte, ihn für seine Zurückhaltung zu beißen oder anzuschreien. Das vergnügte Glitzern in seinen Augen sprach davon, dass der Waldelf durchaus um ihre Qual wusste – genauso wie sein eiserner Griff um ihre Handgelenke. Spielerisch umkreiste er ihren Eingang mit den Fingerspitzen. Sie spürte, wie sich heiße Glut zwischen ihren Beinen sammelten, zusammen, mit einem Gefühl, dass sich jedweder ihrer Erfahrungen entzog. Ein Sehnen, das sich aufbaute und ihren Unterleib in flüssige Lust verwandelte und die Ahnung eines Höhepunktes, der sich mit jedem streicheln weiter näherte.
Revien hatte irgendwann aufgehört, ihren Mund zu erobern und war zu knabbern an Kinn und Hals übergegangen. Jetzt hob er seinen Blick und konzentrierte sich auf etwas in Höhe von Marukas Händen. Ein knacken ließ sie erschreckt zucken, dann stießen Ranken aus dem Boden, vorbei an den geborstenen Steinplatten und schlangen sich um ihre Handgelenke. Das goldgrüne Licht, das sie dabei umspielte und Reviens konzentrierter Blick ließen den Alarm in ihrem Magen wieder abflauen. Das war sein tun. Die Ranken waren fest, aber Maruka wusste, sie würde sich los reißen können, wenn sie es nur wollte. Revien gab ihr einen kurzen Kuss, biss in ihren Hals, küsste und leckte ihre beiden Knospen und rutschte dann zwischen ihre Beine. Nicht aber ohne befehlend zu grollen.
„Still halten.“
Mit den Händen drückte er ihre Knie zur Seite. Dann wanderte sein Kopf zwischen ihre Beine und, bis nichts mehr zählte außer dem Gefühl seines Mundes, der sie liebkoste. Ein sanfter Biss in ihre Perle ließ die Welt für sie in tausend Scherben zerspringen als ihr Unterleib sich in Zuckungen zusammenzog und ihr Verstand sich vor Lust auflöste.
Gerade, als das Beben in ihr abebbte, katapultierte sie Reviens Zunge zurück auf den Gipfel und ließ sie erneut erzittern und noch ein drittes Mal holte er sie zurück an den Ort, an dem die Welt zu lustvollen Scherben zersprang. Als ein viertes Mal ausblieb, wusste Maruka nicht, ob sie enttäuscht oder erleichtert sein sollte, da senkte Revien seinen Mund auf ihren und Küsste sie langsam und genussvoll. Revien trennte sich von ihr mit einem Gesichtsausdruck, der zufriedener nicht hätte sein können.
„Immer noch mehr, Kätzchen?“

((Es folgt eine Zusammenfassung interner Absprachen))
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Dienstag 3. April 2018, 14:23

((Zusammenfassung interner Absprachen. Wechsel zwischen Erzähler und Spieler mit ::: getrennt.))

Die geschlitzten Pupillen in Reviens Augen öffneten sich, so dass das Grün der Iris nur noch ein dünner Strich am Rand war.
„Alles was du willst, Maruka.“
Raunte er und leckte über ihre Lippen. Bevor sie ihn mit einem schnappen erwischen konnte, entzog er sich ihr wieder. Das Spiel bereitete ihm offenbar Spaß.
„Du bist wunderschön.“
Er lächelte und sah sie an, als existiere nichts auf der Welt außer ihr. Maruka blinzelte ein paar mal langsam, denn solche Worte hatte sie noch nie gehört. Ihr Vater hatte sie 'niedlich' gefunden, ihre Mutter 'hübsch', Jenna fand sie 'besonders', aber das war es auch schon an netten Aussagen. Selbst ihre erste heimliche Liebe hatte sie mit einem fetten Seehundjungen verglichen. Alle anderen Betitlungen verdrängte sie lieber, denn sie gehörten in eine Zeit aus Schmerz und Gefangenschaft. 'Wunderschön' war da schon etwas ganz besonderes und Marukas Innenohren färbten sich spontan dunkler.
Dann beugte Revien sich wieder zu ihr herab um ihrer beider Hunger nach Einander zu stillen. Ihrer Münder vereinigten sich und diesmal rangen ihrer Zungen gleichermaßen miteinander und auch Maruka kam in den Geschmack Reviens Blutes, als sie fest in seine Unterlippe biss. Diesmal war es nicht seine Magie, die sie in den Wahnsinn trieb, es war seine wilde Seite, die sie anspornte mutig zu sein. In Ihm fand sie einen ebenbürtigen Partner.
Seine freie Hand ging auf Wanderschaft und erkundete ihren schlanken, seidigen Körper. Maruka sah an sich hinab und verfolgte gebannt seine Bewegungen. Sie stellte sich ein letztes Mal die Frage, warum sie nicht wieder Mensch sein könnte, denn früher hatte sie schöne volle Brüste gehabt. Eben die Rundungen einer Mantronerin, rassig und deutlich größer als heute, aber als Revien eben jene kleinen Hügel so inniglich liebkoste, stelle sie fest, dass sie genau so wie sie jetzt war, ihm wohl voll und ganz genügte. Das machte sie glücklicher als alles andere bisher und sie wölbte sich seinen Berührungen entgegen. Er wanderte mit seiner Hand herab über ihre Seite zu ihrem festen Hintern. Seine Hand umspannte ihre Pobacke fest und folgte dann dem Strich ihres Fells weiter herab. Dadurch, dass ihre Beine ihn so nah umschlungen, reichte er bis hinab zu ihrem Knöchel, den er umfasste und dann sachte zurück zog, bis ihr Bein nicht mehr dicht um seinen Körper lag. Begierig folgte sie seinen Gesten.
Dann fuhr seine Hand wieder höher, mit den Fingerspitzen zog er vier Furchen vom Knöchel hinauf zu ihrem Oberschenkel. Gegen den Strich war das Gefühl noch intensiver und Maruka gab ein leises Knurren von sich, dass Ausdruck höchster Wonne war. Dort angekommen zog er seinen Unterleib zurück, um Raum für seine Hand zu schaffen. In süßer Pein strich er zuerst über die Linie, an der der Oberschenkel ins Becken übergingen, vom hinten hinauf in Richtung Bauch. Die Katze in ihr hätte sich am liebsten unter ihm herum gerollt. Eine leise wilde Stimme in ihrem Kopf flüsterte:
Streck ihm den Hintern entgegen!
, aber wie sollte das gehen? Er hielt sie doch fest! Maruka hatte schon Wölfe bei der Paarung gesehen und nahm an, dass das was ihre Mutter und ihr Vater unter den Decken so trieben, ähnlich ablaufen müsste. Sie kam jedoch nicht dazu weiter darüber nachzudenken, denn Revien senkte seine Hand über ihre Mitte.
Das kitz...
Dann brach etwas zur Seite weg und sie verlor endgültig den Faden. Ihre Augen funkelten bei jeder zarten Reizung und sie wand sich wild unter ihm. Das vergnügte Glitzern in seinen Augen sprach davon, dass der Waldelf durchaus um ihre Qual wusste, genauso wie sein eiserner Griff um ihre Handgelenke. Vielleicht hätte sie Rache geschworen, wenn sie hätte geradeaus denken können, doch ihr Körper, ihr Hirn hatten sich verflüssigt und ihre Muskeln zuckten unkontrolliert. Wimmerte da jemand? Spielerisch umkreiste er ihren Eingang mit den Fingerspitzen. Ihr Herz raste, ihr Atem glich einem Hecheln und immer mehr Muskeln spannten sich in der Hoffnung auf Erlösung an, Erlösung, die aber nicht kam. Revien hatte irgendwann aufgehört, ihren Mund zu erobern und war zu Knabbern an Kinn und Hals übergegangen. Jetzt hob er seinen Blick und konzentrierte sich auf etwas in Höhe von Marukas Händen. Ranken schlangen sich um ihre Handgelenke. Das goldgrüne Licht verriet, das war sein tun. Sie entspannte sich und lächelte, als würde sie dankbar sein und das war sie auch. Sie sah hinauf zu den starken Pflanzenfasern und probierte fester daran zu ziehen. Die Ranken waren fest, aber Maruka wusste, sie würde sich los reißen können, wenn sie es nur wollte. Nur wollte sie nicht! Sie hielt sich an ihnen fest und grub ihre scharfen Krallen genussvoll in die flexiblen Fasern. Hier konnte sie sich fest halten, während ihr Körper zu zerfließen drohte. Sehr zufrieden sah sie Revien an, dann rutschte er zwischen ihre Beine.
Na huch? Was wird das?
Maruka erinnerte sich, dass die Wölfe auch ihre läufigen Hündinnen dort geleckt hatten und schaute neugierig auf ihn herunter. Seine roten Haare bildeten einen glühenden Kontrast zu ihrem schwarzen Fell. Befehlend grollte er:
„Still halten.“
Maruka hielt still und biss sich auf die Lippen. Der harte Ton machte ihr nichts aus. Ganz im Gegenteil, sie liebte ihn, denn er zeigte ihr, dass ihr Partner stark war und wusste was er tat. Mit den Händen drückte der Elf ihre Knie zur Seite. Dann wanderte sein Kopf zwischen ihre Beine und ihr Kopf fiel nach hinten. Das Gefühl war unglaublich...dachte sie, aber dann begann seine Zunge das zu tun, was seine Hand begonnen hatte. Maruka zuckte kurz, spannte sich an und dann ließ sie sich fallen. Es war zu schön! Zu intensiv, als das sie Worte dafür finden konnte. Es war flüssiges Glück, was sich in ihrem Bauch sammelte und jede Zelle ihres Körpers umspülte. Sie konnte nicht denken, aber sie war neugierig, also sah sie wann immer er es ihr erlaubte zu ihm hinunter. Irgendwann ließ sie sich einfach fallen und glitt in einen seligen Zustand hinüber, der nur noch aus süßen Muskelzuckungen zu bestehen schien. Ihre Welt hatte sich verflüssigt und zog sich immer mehr um einen kleinen Punkt zusammen. Der Druck in ihrem Innern presste das Glück das sie empfand zu einem einzigen großen Diamanten zusammen, dann ließ er die Welt für sie in tausend Scherben zerspringen. Ihr Unterleib zog sich in Zuckungen zusammenzog und ihr Verstand löste sich in Lust auf.
Maruka konnte nicht denken, nur empfinden. Es strömte wie Diamantene Sandkörner durch ihre Adern und ließen sie zittern. Gerade, als das Beben in ihr abebbte, katapultierte sie Reviens Zunge zurück auf den nächsten Gipfel und ließ sie erneut erzittern und noch ein drittes Mal holte er sie zurück an den Ort, an dem die Welt zu lustvollen Scherben zersprang. Maruka wusste nicht, was sie für Laute dabei von sich gab. Sie wusste auch nicht wie sie sich bewegte, oder was sie tat. Das einzige was sie vor dem sicheren davon fliegen abhielt, waren die Ranken um ihre Hände.
Als ein viertes Mal ausblieb, wusste Maruka nicht, ob sie enttäuscht oder erleichtert sein sollte. Er schob sich wieder zu ihrem Mund hinauf und senkte seine Lippen auf ihre. Er küsste sie langsam und genussvoll. Revien trennte sich von ihr mit einem Gesichtsausdruck, der zufriedener nicht hätte sein können.
„Immer noch mehr, Kätzchen?“
Jaaaahhhhhhhhhhhrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr...
Auch wenn die Katze in ihr schon längst wusste, was sie brauchte, so hatte die Hybridin wirklich wirklich wirklich große Probleme zu einer Antwort zu kommen. Drei unglaubliche Wellen hatten ihren Verstand in alle Winde verteilt und nun verlangte er, dass sie sprechen sollte? Noch immer versuchten ihr Lippen zeitverzögert seine zu erhaschen, aber er hatte sich wieder aus ihrer Reichweite gestohlen. Sie ließ wohlig erschöpft und doch noch kräftig nachbebend die Kopf fallen und blinzelte ein paar mal sinnlich. Der Genuss den er ihr bereitet hatte, zeichnete sich in jeder Faser ihres Körpers ab und rollte durch ihre Gliedmaßen. Ein glückseliges Grinsen zog ihre Lippen langsam in die breite. Leise kleine Seufzer ausstoßend versuchte sie sich irgendwie soweit zu sammeln, dass sie wenigsten ein klein wenig wieder geradeaus denken konnte... was ihr gründlich misslang. Sie gluckste leise vor Glück, was einem Kichern schon recht nah kam. Dann versuchten ihre Augen seine zu fixieren, aber auch das misslang.
Bin ich jetzt eine ...Frau?
Sie schloss sie wieder und konzentrierte sich einfach eine kleine Weile auf ihren schnellen Atem, ihren donnernden Herzschlag und das unglaubliche Gefühl von Sternenstaub in ihren Adern. Langsam wurde ihr zartes Grinsen immer breiter und mit geschlossenen Lidern gurrte sie irgendwann:
„Joooaaa... war ...schön! ...aber …“
Sie biss sich auf die Lippen.
„...war ...das alles?...“
Ein Lied hatte sich einen Spalt breit gehoben und unter ihren langen Wimpern linste sie ihn keck an. Dann zog sie die Nase kraus und lachte herzhaft, da sie seinen Gesichtsausdruck sah. Im gleichen Moment verstand sie auch, dass was sie da gesagt hatte, einen Mann auch gründlich anstacheln konnte. Beim Training ihres Vaters und seinen Freunden war der Satz ein paar mal gefallen, deshalb war er ihr auch vielleicht heraus gerutscht. Aber eigentlich war es auch gleich. Sie hatte fragen wollen: War das alles, bin ich jetzt eine Frau?, aber dazu fehlte ihr doch der lange Atem. Da sie keine Reaktion von ihm abwarten wollte und sie Arme gerade nicht benutzen konnte, umarmten ihre Beine seinen Körper und sie zog ihn zu sich heran. Es fühlte sich einfach so gut an, seine nackte Haut an ihren Schenkeln zu fühlen und wieder flüstere die Servali in ihr:
Los! Hintern strecken!
Aber Maruka das Mädchen verstand nicht so ganz wozu das gut sein sollte. Sie wollte Revien spüren, wollte dass er sie berührte, eben das tat, was er mit ihr tat. Sie wollte dass er sie liebte so wie er sie liebte, oder was auch immer das war. Das Wort war es noch nicht einmal, dass ihr durch den Kopf ging, es war mehr das Gefühl, dass sich warm in ihr eingenistet hatte. Selbst wenn das hier nur für eine Nacht war, sie ihm eben diese eine Nacht gehören würde, wie er gesagt hatte, selbst wenn sie danach tot waren oder getrennte Wege gingen. Sie war glücklich und das wollte sie ihm zeigen! Ihr Kopf schnellte hoch und sie schnappte nach seinem Kinn, aber erreichte ihn nicht. Revien war der Meister, sie der Spieler. Sie ließ sich wieder sinken, schaukelte leicht in den Hüften hin und her und rieb sich so an ihm. Ihre Lider klimperten ein paar mal schnell und sie flüsterte:
„Ich will mehr! ...immernoch.“
Woher diese Gier kam? Sie wusste es nicht. Vielleicht hing es damit zusammen, dass ihr tierischer Anteil nun mal Katze war. Die Paarung dauerte bei dieser Rasse manchmal Tage und Löwen liebten sich gleich mehrere Male schnell hintereinander. Auch wenn sie gerade die kleine Pause durch ihr Geplänkel genoss, so brannte ihre Neugierde auf das Leben hell und heiß. Und Revien hatte ihr gerade noch etwas sehr wichtiges beigebracht!
Es galt nicht nur zu 'überleben'!
Es galt zu LEBEN!

:::

„Joooaaa... war ...schön! ...aber …...war ...das alles?...“
Reviens Augenbrauen wanderten in die Höhe und er blinzelte ungläubig. Der Waldelf fiel in ihr Lachen ein.
„Ich will mehr! ...immernoch.“
„Jede andere Antwort wäre äußerst … enttäuschend! Du bist wirklich … frech.“
Die Pausen in Reviens Sätzen verdankte Maruka dem kreisen ihrer Hüften, in denen er die Augen schloss und offenbar um Beherrschung rang. Er fasste seine Roben an den Seiten und zog sie sich über den Kopf, dann befreite er sich kurz aus der Umklammerung von Marukas Beinen und zog die Hose aus. Nackt und zum Anbeißen ragte er nun über ihr auf, ganz wie - hrm vermutlich Phaun - ihn schuf. Er hatte beweintem nicht die Schulterbreite oder den massiven Brustkorb eines Mantroners, aber in der Bewegung konnte Maruka das Spiel der Muskeln unter seiner Haut erkennen. Und noch etwas anderes ragte da in stattlicher Länge und Breite auf Lenden Höhe auf.
Wo die Männer, die sie aus ihrer Heimat kannte (oder auch Liam) nur aus Kraft zu bestehen schienen, war der Elf Eleganz und Ausdauer in einem unwiderstehlichen Paket. Und noch etwas war anders: Wo Menschen Männer mehr oder minder behaart waren, fehlte dem Elfen dies.
Mit einer Handbewegung löste Revien die Ranken um Marukas Handgelenke und zog sie zu sich hinauf, so dass sie voreinander knieten. Fasziniert strich er durch ihre lange Mähne und betrachtete ihr Gesicht.
„Ich will auch mehr … ich weiß nicht, ob ich jemals von dir genug bekomme, Maruka. Du bist wie Frühling, wie neues Leben und der erste reine Sonnenstrahl nach der Regenzeit …“
Er küsste sie auf den Scheitel und sog ihren Duft ein.
„Berühre mich, Maruka, stille deine Neugier, bevor ich dir mehr gebe.“
Dann flüsterte er ihr ins Ohr.
„Und wenn du fertig bist, tu, was dein Serval dir sagt.“

:::

Revien befreite er sich kurz aus der Umklammerung von Marukas Beinen und zog die Hose aus. Marukas Mund öffnete sich leicht und starrte ihn an. Nackt und zum Anbeißen ragte er nun über ihr auf, ganz wie irgend ein Gott ihn wohl erschaffen haben musste, als dieser vermutlich seinen besten Tag gehabt hatte. Maruka starrte!
Der Elf hatte beweintem nicht die Schulterbreite oder den massiven Brustkorb eines Mantroners, aber in der Bewegung konnte Maruka das Spiel der Muskeln unter seiner Haut erkennen, wie sie sich streckten und in die Länge zogen. Fast hätte sie sich schon beim Anblick seiner definierten Bauchmuskeln verschluckt, aber als er dann die Beinkleider ablegte...
Etwas anderes ragte da in stattlicher Länge und Breite auf Lenden Höhe auf. Marukas Augen wurden groß und jetzt erst klappte ihr Kiefer mit einem leichten Schnappgeräusch wieder zu, damit sie schlucken konnte und nicht noch anfing zu sabbern.
Ganz schön groß das Ding... puh... Also ich glaube, irgendwie gehört das in mich rein, aber wie nur? ...
Der Rest des Mannes war aber auch nicht zu verachten. Sie ließ noch einmal genüsslich ihren Blick über jedes Detail wandern. Wo die Männer, die sie aus ihrer Heimat kannte (oder auch Liam) nur aus Kraft zu bestehen schienen, war der Elf Eleganz und Ausdauer in einem unwiderstehlichen Paket.
Es ist schon seltsam... Ich dachte, ich würde ihn zu schlank finden. Die Männer in Mantron sehen ganz anders aus. Vater... die Jungs im der Stadt... Baltos... Liam... Ich dachte... ich würde nur so einen attraktiv finden können... aber...
Maruka schnurrte erneut bei dem Anblick, der sich ihr bot. Revien war der Typ Mann, der angezogen schlank und vielleicht sogar etwas mager wirkte, aber soweit sie seinen Körper nun begutachten konnte, bestand er aus köstlichen Muskelpaketen, die sich elegant unter seiner Haut abzeichneten. Jede seiner Bewegungen war eine Symphonie für ihre Sinne.
Er ist perfekt!!! Er ist perfekt für mich! ...UNS!
Und noch etwas war anders: Wo Menschen Männer mehr oder minder behaart waren, fehlte dem Elfen dies vollständig. Reviens Nacktheit stand somit im kompletten Gegensatz zu ihr und nichts, aber auch gar nichts verbarg seinen perfekten Körper. Dieser Umstand gefiel ihr sogar ausnehmend gut! Sie musste ihn einfach anstarren und fand es herrlich. Mit faszinierten Blicken folgte sie ihm, als er mit einer Handbewegung die Ranken um Marukas Handgelenke löste und zog sie zu sich hinauf, so dass sie voreinander knieten. Fasziniert strich er durch ihre lange Mähne und betrachtete ihr Gesicht. Sie blinzelte bei der sanften Berührung und lehnte ihren Kopf in seine Hand.
„Ich will auch mehr … ich weiß nicht, ob ich jemals von dir genug bekomme, Maruka. Du bist wie Frühling, wie neues Leben und der erste reine Sonnenstrahl nach der Regenzeit …“
Maruka stand abermals der Mund offen.
So etwas wunderbares, so etwas anrührendes hatte noch nicht mal in den schönsten Geschichten gestanden ...und sie kannte schon eine ganze Menge. Sie musste blinzeln, denn tatsächlich glänzten ihre Augen für einen Augenblick leicht feucht. Ihr Herz schlug so laut in ihrer Brust, dass er es doch auch hören musste. Revien küsste sie auf den Scheitel und sog ihren Duft ein. Seine Stimme streichelte warm und rau ihre Sinne:
„Berühre mich, Maruka, stille deine Neugier, bevor ich dir mehr gebe.“
Brav hob sie ihre Hand und hätte ihn schon fast berührt, dann flüsterte er ihr ins Ohr:
„Und wenn du fertig bist, tu, was dein Serval dir sagt.“
Woher weist du, dass... Stille deine Neugierde und dann tu was ICH dir sage! Du hast es gehört!
Das Mädchen fragte sich noch still, woher Revien von ihrem inneren Widerstreit wusste, aber gestand sich ein, dass sie womöglich keine gute Schauspielerin war und er es wahrscheinlich ganz von selbst erraten hatte. Sie hatte ja auch schon regelrechte 'Streitgespräche' mit sich selbst geführt, als sie am See waren. Also war es dann doch nicht so verwunderlich. Trotzdem schämte sie sich kurz ein bisschen, dass sie sich manchmal noch immer so uneins war.
Du lässt dich schon wieder ablenken, wo du ihn doch ablecken solltest!
Maruka biss sich einmal mehr auf die Unterlippe. Die Aufregung war ihr anzusehen. Das Mädchen in ihr war von Natur aus neugierig, aber ohne die Leitung ihrer Servali, oder ohne seine Anleitung, fühlte sie sich gleich wieder hilflos.
Mutig sein! Tapfer! Ich schaff das!
, spornte sie sich selbst an. Der Vorschlag ihrer tierischen Seite mit dem Ablecken, hörte sich ja nicht schlecht an, aber die Menschenfrau war da doch etwas vorsichtiger. Mit nervös flackernden Blick überbrückte sie die letzten Zentimeter und berührte seine Brust, dort wo sein Herz schlug. Ihren Körper beugte sie dabei etwas nach vorne und stützte sich mit der anderen Hand auf seinem Oberschenkel ab. Sie schnupperte an seinem Schlüsselbein und schielte zu seinem Gesicht hinauf, immer nach Warnzeichen Ausschau haltend, ob sie irgendetwas falsch machte. Sicher kitzelten die viel zu zarten Berührungen fürchterlich, aber Revien zeigte Geduld mit ihr und hielt still. Ihre kleine rosa Zunge schnellte hervor und leckte die Stelle über seinem Schlüsselbein, dort wo Schulter und Hals ineinander über gingen. Er schmeckte einfach herrlich! Sein Geruch machte sie ja schon wahnsinnig, aber sein Geschmack war der Gipfel! Sie musste einfach mehr davon kosten und leckte über seinen Adamsapfel, wanderte dann etwas tiefer, dorthin wo seine festen Muskelfasern begannen. Ihre Mähne streichelte bei jeder Bewegung seinen Körper, fiel wie Wasser über seine Haut. Gleichzeitig ließ sie ihre flache Hand über seinen Brustkorb wandern. Ihre kleine Zunge wanderte tiefer und fand einen der kleinen festen Knoten und sie fragte sich, ob ihm die Berührung wohl dort genauso gefiel, wie als er es bei ihr getan hatte? Ihr Tier spornte sie im Hintergrund immer wieder an, sich mehr zu zu trauen, also biss sie leicht in das feste Brustfleisch neben dem Knoten und schnurrte genüsslich. Zufrieden betrachtete sie den kleinen Zahnabdruck, den sie hinterlassen hatte und grinste zu ihm hinauf.
!!MEINS!!
Da war sie sich einig! Der Biss war nicht tief, aber ihre Eckzähne hatten zwei kleine Ritzer in der Haut hinterlassen. Ihre Katze war damit vollauf zufrieden, während das Mädchen bangte, dass sie ihn tatsächlich gebissen hatte und er sie vielleicht dafür schelten könnte. Aber er hatte ja gesagt, dass er nicht mehr so verletzlich war... und sie sollte sich ausprobieren... und er hatte sie von ihren Fesseln in mehr als nur einem Sinne befreit!
Also mach was!
Damit sie beide Hände benutzen konnte, rückte sie noch näher und spreizte dabei die Beine um ein Knie zwischen seine zu platzieren. Das war besser und sie, rückte noch ein bisschen näher, stellte ein Bein sogar auf, sodass ihr Oberschenkel an ihrer Brust lag und sie schon halb auf seinem Knie saß. Seine straffen Schenkel boten dabei eine willkommene Reibungsfläche. Sie fühlte sich sicherer, wenn sie sich an ihn lehnen, ihm nah war und ein Arm seinen warmen Körper umfangen konnte. Mit einem Arm umfasste sie also seine Schulter, während die andere auf Wanderschaft ging. Aber ihr Ehrgeiz war geweckt. Sie wollte Revien erkunden und um nicht in der Welt diese Chance verstreichen lassen.
Was muss ich machen?
Mit geneigtem Kopf sah sie hinunter und dann wieder Revien an. Vorsichtig ließ sie ihre Hand tiefer wandern und beobachtete das leichte Zucken seiner Bauchmuskeln. Auch das Ding zuckte und schien in Erwartung ihrer Berührung noch zu wachsen. Es sah schon ein bisschen komisch aus, so wie es da so aufrecht stand. Die Katzenhybridin nahm den Zeigefinger ihrer Hand, beugte die anderen Finger zur Faust und stupste es mit der Rückseite ihrer Finger an, peinlich darauf achtend, dass die Krallenspitze in die entgegen gesetzte Richtung zeigte. Als Reaktion schaukelte das Ding lustig hin und her und zuckte wieder. Ein bisschen Spieltrieb setzte ein und sie stupste noch zweimal mit der Kralle dagegen und lächelte vergnügt, als es wieder zuckte. Revien stöhnte leise und Maruka sah zu ihm auf. Sein Gesicht war etwas angespannt, aber sie konnte keine Abneigung darin lesen, also probierte sie etwas neues. Sie beugte alle Finger und streichelte die äußere lange Wölbung entlang, bis zu der Stelle wo das harte angeschwollene Fleisch in zwei weichere Beutel über ging. Sie strich ganz langsam wieder hinauf. Die Haut von dem Ding war seiden glatt und das Fleisch darunter ungewöhnlich hart. Ob das weh tat? Sie hatte Jenna einmal zugesehen, wie sie einem jungen Mann die Schultern massiert hatte und dachte sich, dass das vielleicht hier auch helfen könnte die Muskeln wieder weich zu bekommen. Oh wie falsch sie doch mit dieser Annahme lang! Aber so recht traute sie sich das mit ihren Krallen auch nicht zu. Wenn sie zu erregt war, dann traten die Spitzen immer wieder unkontrolliert hervor und sie wollte ihm nicht weh tun!
Wie wäre es mit lecken?
Maruka neigte wieder den Kopf und verwarf aber den Gedanken, denn ihre spitzen Eckzähne wollte sie lieber nicht dort unten ausprobieren, wo seine Haut noch dünner schien. Aber sie ließ von dem Ding ab und maß mit ihren Fingern die Dicke. Dann führte sie ihre Finger zum Mund und maß den Abstand zwischen ihren Eckzähnen. Mit seitlich geneigtem Kopf dachte sie:
Könnte eng werden...
und verwarf die Idee vorerst.
Nicht beißen! Lecken! … Reiben … um ihn streichen!
Die Katze in ihr wollte sich überall an Revien reiben, ihren Duft mit seinem mischen. Aber Maruka hatte schon einen anderen Gedanken erfasst. Etwas unsicher, was sie sonst noch so ausprobieren wollte, kam ihr nämlich dann eine gänzlich andere Idee. Sie rückte ein kleines Stück ab und bat Revien, sich auf den Rücken zu legen.
Ich muss da was wissen...
Etwas zögernd kam er ihrer Bitte nach. Auch wenn sie damit einen direkten Vergleich anstellte, so musste Maruka doch wissen, ob sich das Ding, auf dem sie bei Liam im Zelt gesessen hatte, sich genauso anfühlte wie bei Revien. Sahen alle Männer da unten so aus? Genüsslich betrachtete sie einen Moment den faszinierenden Mann an ihrer Seite und schwang sich dann mit weit gespreizten Beinen über sein Becken, genau so wie sie bei Liam nachts in seinem Zelt auf ihm gesessen hatte – nur dass der Mann jetzt unter ihr nicht von seinem Mantel von ihr getrennt wurde. Ihre Hände kamen auf seinen Bauchmuskeln zum Liegen, nicht an seiner Kehle und Maruka versuchte den Punkt zu finden, wo dann die Beule sie so schön stimuliert hatte. Sie rutschte ein bisschen hin und her, prüfte ihren Sitz und rollte mit dem Becken. Das Problem war nur, dass jetzt Revien Beule ungeschützt unter ihr lag und sie ihn damit aufs äußerste 'massierte'!
Das ist viel besser, als im Zelt! VIEL BESSER!
Maruka hob in kleinen Bewegungen ihr Becken ein bisschen an und streckte instinktgesteuert dann wieder ihren Hintern raus. Vor, zurück, vor, zurück, rieb sie sich an ihm.
Ui... das fühlt sich fast so gut an wie seine Zunge...
Fasziniert von der eigenen Wirkung erbebte sie aufrecht auf ihm sitzend und sah ihn überrascht an. Sich so an ihm zu reiben, versetzte sie eine Extase, die sich schnell steigerte und sie sich vorsichtig und langsam stärker auf ihm nieder ließ. Den Druck langsam erhöhend, versuchte sie immernoch seine Mimik zu deuten, aber das wurde zunehmend schwerer, also fragte sie einfach:
„Mach ich ...das richtig? ...Ist das ...gut? ...Ich finde es ...es fühlt sich ...gut an.“
In jede Pause mischte sich ein Atemzug, eine Bewegung ihres Beckens und ein wohliges Schnurren ließ ihren Körper vibrieren, was den Effekt auf den Mann unter ihr sicher nicht minderte.
„Bitte...uuuhhi... Das ist gut!“
Schon zuckten ihre Krallenspitzen wieder hervor und ritzten ganz leicht in Reviens Haut.
„Oh...“
Sie hob ein bisschen erschrocken die Hände von seinem Körper und setzte sich so zwangsläufig noch stärker auf ihn. Einen Moment saß sie still da, die Hände an ihr trommelndes Herz gepresst und starrte auf ihn herunter. Die kleinen Muskeln in ihrem Innern rollten sich schon wieder in kleinen Wellen in ihr zusammen, als wollten sie das Ding in sich ziehen. War das eine gute Idee? Wenn sie sich ein bisschen nach vorne lehnen würde, nur ein bisschen nach oben rutschten, das Ding befreien?
Genug herum probiert! Mach es einfach!
Marukas Ohren zuckten aufgeregt und Revien hatte schließlich gesagt, sie sollte auf ihren Serval hören.
„Darf ich... ...Ich will... das... hier...“
Zusammenhanglos versuchte sie Worte für ihre Sehnsucht zu finden. Weiter sprach sie auch nicht, denn sie hatte sich ein kleines Stück erhoben, schaute auf das Ding unter sich hinunter, dass ihr so viel Freude spendete und versuchte durch Bewegungen ihrer Hüfte es so zu positionieren, dass es dort hin passte, wo Reviens Finger um ihren Eingang gekreist waren. Unsicher prüfte sie, ob es passte, aber es erschien ihr ein bisschen groß. Jenna hatte gesagt, das erste Mal würde weh tun und Maruka hatte zwar kein Jungfernhäutchen mehr, aber trotzdem war sie eng und musste sich erst an das Gefühl gewöhnen. Wieder zögerte sie, ob sie alles richtig machte und versuchte sich auf Revien zu konzentrieren. Doch das konnte sie eigentlich schon nicht mehr. Zu schön und auch zu fremd waren die Empfindungen, die der Druck zwischen ihren Beinen auslöste. Stück für Stück senkte sich Maruka tiefer und hob sich kurz wieder als das Gefühl zu intensiv wurde und sie drohte die Kontrolle zu verlieren. Dann ging es weiter. Quälend langsam senkte sie sich herab. Jeder Millimeter lockte den nächsten und musste ausgiebig genossen werden. Unendlich vorsichtig ließ sie sich von diesem Gefühl einnehmen. Immer wieder rollten kleine Schauer durch ihren Körper und ließen sie voller Erstaunen auf ihn nieder blicken. Immer wieder fragte sie sich, ob das so sein musste, dieses wunderbare Gefühl..., ob bei ihm alles in Ordnung war, ...ob sie alles richtig machte und ihm auch nicht weh tat. Tatsächlich glaubte sie schon ein paar Mal, dass es so sein könnte, so angestrengt wie Revien aussah, aber seine Geduld mit ihr ließ sie weiter machen. Die letzten Zentimeter waren schon fast nicht mehr auszuhalten. Irgendwie ging es nicht mehr richtig weiter und der Druck in ihrem Innern erhöhte sich zu einem unbeschreiblichen Gefühl.
Es war, als würde sie endlich ..'komplett' sein – endlich ganz.
Mit geschlossenen Augen saß sie einen Moment ganz still auf ihm und genoss das Gefühl vom ihm erfüllt zu sein. Alles war in diesem Augenblick in Ordnung. Alles war richtig und gut. Mit Revien verbunden zu sein, ihn so zu spüren, war ein bisschen so wie 'ankommen' und nicht mehr 'weglaufen müssen'. Es brauchte einen Moment, bis sie sich an seine Größe gewöhnt hatte und dann ließ sie sich mit einem langgezogenen Seufzer auf seine Brust nieder. Die Arme rollte sie eng an seine Seiten, die Finger zur kleinen Faust gekrümmt, Handballen nach innen gerichtet. Sie machte ihren Körper klein, damit ihr Gesicht in seiner Hals beuge liegen konnte, erhöhte so unwissentlich den Druck noch einmal. Die Beine waren stark angewinkelt und sie 'rollte' sich quasi auf seiner Brust gemütlich zusammen, immer mit ihm verbunden in ihrer Mitte. Warum sollte sie sich auch bewegen? Das hier war perfekt. ...aus ihrer Sicht. Nach dreieinhalb wunderbaren Wellen, war ihr Körper bereit gewesen ihn aufzunehmen und nun war alles da wo es sein sollte. Bei der Paarung der Wölfe war es auch nicht viel anders. Sie hatte gesehen, wie der Rüde ein paarmal erfolglos versuchte sich zu verbinden und wenn es dann gelang, hingen sie für eine Weile ineinander fest. Man durfte sie dann auch nicht trennen! Norna Wolfsruf hatte ihr erklärt, dass die Rüden so etwas wie einen Widerhaken hatten und man sie sonst verletzen könnte. Also blieb Maruka still liegen und genoss das Gefühl des Ausgefülltseins. Wie eine seidenweiche Decke lag sie auf ihm und machte sich auch keine Gedanken, ob sie zu schwer sein könnte; war sie gewiss nicht. Maruka war rund herum mit sich zufrieden. So mit ihm verbunden war die Welt nur ein ferner Ort und das ihr war ihre Mitte. Hier konnte sie ruhen. Hier war sie zu Hause.

Dann begann sie leise zu schnurren … !!!

:::


Revien hatte die Augen halb geschlossen und Atmete tief und schnell, während seine Muskeln unter ihrer Berührung zuckten.
!!MEINS!!
Sie hatte ihn gebissen. Dann begann ihre Forschungsreise. Mit neugierigem Blick folgte er Marukas Bitte sich auf den Rücken zu legen. Dann setzte sie sich auf ihn. Revien stieß zischend den Atem aus und ergriff eine Wurzel in Reichweite. Die Muskeln an seinem Kiefer zuckten, so fest waren seine Zähne aufeinander gebissen. Seine Hände hatten sich an die Wurzel geklammert, aber er sah ihr aufmunternd zu.
„Mach ich ...das richtig? ...Ist das ...gut? ...Ich finde es ...es fühlt sich ...gut an.“
„Uhh … das … ja.“
Er holte wieder zischend zwischen den zusammen gebissenen Zähnen Luft. Seine Stimme klang gepresst.
„Zu uhhh … zu gut … ohhh!“
Seine Fingerknöchel wurden weiß, als er den Griff um die Wurzel verstärkte und das Holz unter dem Druck knarzte.
„Bitte...uuuhhi... Das ist gut!“
Schon zuckten ihre Krallenspitzen wieder hervor und ritzten ganz leicht in Reviens Haut.
„Oh...“

Sein „Ohhh!“ klang weniger erschreckt als genüsslich.
Sie hob ein bisschen erschrocken die Hände von seinem Körper und setzte sich so zwangsläufig noch stärker auf sein Gemächt. Was er mit einem stöhnen beantwortete, das allerdings nicht unglücklich klang. Einen Moment saß sie still da, die Hände an ihr trommelndes Herz gepresst und starrte auf ihn herunter.
„Darf ich... ...Ich will... das... hier...“
Zusammenhanglos versuchte sie Worte für ihre Sehnsucht zu finden.

„Hm hmm.“
Antwortete Revien Wortlos. Weiter sprachen sie auch nicht. Der Mann, der noch Momente zuvor sie in den Wahnsinn getrieben hatte, befand sich nun in selbiger Situation. Er hatte den Kopf nach hinten geworfen, so dass seine Kehle schutzlos vor ihr präsentiert war. Jeder Muskel seines Körpers stand unter Anspannung und seine Hände hielten an der Wurzel fest, wie an einem Rettungsanker. Nur dass er sich nicht in seine Lust hineinfallen ließ, sondern mit seiner Beherrschung rang.
Die letzten Zentimeter waren schon fast nicht mehr auszuhalten. Mit geschlossenen Augen saß sie einen Moment ganz still auf ihm, dann ließ sie sich mit einem langgezogenen Seufzer auf seine Brust nieder. Die Arme rollte sie eng an seine Seiten, die Finger zur kleinen Faust gekrümmt, Handballen nach innen gerichtet. Sie machte ihren Körper klein, damit ihr Gesicht in seiner Hals beuge liegen konnte, erhöhte so unwissentlich den Druck noch einmal. Die Beine waren stark angewinkelt und sie 'rollte' sich quasi auf seiner Brust gemütlich zusammen, immer mit ihm verbunden in ihrer Mitte. So mit ihm verbunden war die Welt nur ein ferner Ort und das ihr war ihre Mitte. Hier konnte sie ruhen. Hier war sie zu Hause. Dann begann sie leise zu schnurren … !!
Reviens Atem beruhigte sich langsam und die Anspannung in seinem Körper löste sich etwas. Schließlich nahm er sogar seine Hände von der Wurzel und strich stattdessen über ihr seidiges Fell und ihr langes Haar.
„Das war …“
Ein weiteres Mal um Atem und um Worte ringend sprach er schließlich weiter.
„Du bist ein Naturtalent, Maruka. Fast hättest du mich meine Beherrschung gekostet.“
Er holte noch einmal tief Luft und sah sie dann liebevoll an.
„Geht es dir gut, kleine Wildkatze? Genug gespielt?“
Er hatte eine Augenbraue gehoben und sah sie verschmitzt an.
„Wahrscheinlich hast du nie genug gespielt, was? Aber noch länger halte ich nicht durch. Nicht, wenn du so … wundervolle Dinge mit mir anstellst.“
Zärtlich fuhr er ihr mit den Fingerspitzen seitlich über ihr Gesicht und fasste dann ihr Kinn, um sie näher zu sich herauf zu ziehen, und sie neckend zu Küssen.
Dann hob er sein Becken und bewegte sich in ihr, was einen erneuten Schauer aus Vergnügen in ihrem Schoß auslöste.
„Ich hab dir noch nicht alles gezeigt …“
Ein weiterer Stoß traf ihr Becken.
„ … auch wenn ich kein langes Vergnügen versprechen kann. Dafür fühlst du dich zu gut an.“
, raunte er.
„Halt dich fest.“
Wies er sie an und rollte dann mit ihr zur Seite, so dass sie nun auf dem Rücken lag. Maruka griff sofort nach den erprobten Wurzeln. Zuerst vorsichtig und sanft, dann fester, bewegte er sich in ihr, stieß vor und zurück in einem schneller werdenden Rhythmus, der Marukas Welt auf das Gefühl ihrer vereinigten Körper zusammen schrumpfen ließ. Der Moment der Ruhe hatte sie träge und entspannt werden lassen, aber jetzt baute sich der Druck in ihr langsam wieder auf und während der Reise zum Höhepunkt belohnte er sie mit einer köstlichen Vorfreude.
Langsam weitete sich ihr Innerstes und schmiegte sich um Reviens Härte. Sein Blick war konzentriert und noch immer spürte sie seine Anspannung und wie diese mit jedem Stoß seiner Hüften zunahm. Er hielt in der Bewegung inne, und hob beide ihrer Knöchel an, so dass sie an seine Schultern gelehnt waren. Als er nun fortfuhr, war seine Bewegung in ihr ungleich intensiver. Stöhnen und Seufzten drang an ihr Ohr und sie war sich nicht sicher, ob es aus ihrer oder seiner Kehle kam. Sein Rhythmus wurde schneller und härter und trieb sie ins selige Vergessen. Alle Unsicherheit und alle Fragen, die ihre Gedanken zuvor geplagt hatten, wurden weggefegt und an ihre Stelle traten Lust und Vergnügen. Ein weiterer Höhepunkt ließ sie erbeben und aufschreien. Welle um Welle umspülte sie und wurde begleitetet von einem aufstöhnen Reviens, als er seinen Höhepunkt in ihr fand. Eine prickelnde Wärme erfüllte ihren Schoß und breitete sich in ihrem Körper aus. Die Gerüche um sie herum wurden plötzlich intensiver, das Grün grüner und ihre Sinne weiteten sich aus. Sie war nicht länger begrenzt auf Augen, Ohren und Nase, sie spürte das Leben selbst, die Natur, die Erde, auf der sie lag. Mit dem ‚Sehen‘ kam das Verständnis. Es war weniger ein Wissen im rationalen Sinne, eher ein Gefühl der Selbstverständlichkeit. In diesem Augenblick begriff sie das komplexe Ökosystem, in dem sie sich befand, erkannte die Verbindungen zwischen Pflanzen, Pilzen, Tieren und Insekten. Diese Erfahrung war neu, für den Serval genauso wie für die Frau, aber es erfüllte sie mit einem inneren Frieden. Der Tod war nur ein Bestandteil des Lebens. Aus altem entstand neues und auch wenn sich alles stetig veränderte, so erhielt es damit auch den Status Quo. Und sie gehörte dazu, denn auch, wenn sie sich in einem ständigen Status des ‚Dazwischen‘ (weder Serval noch Mensch) befand, hatten sie einen Platz in dieser Welt. Und jetzt, erfüllt von dieser Macht, sahen sie, dass das Puzzlestück, dass Frau und Serval vereinen würde, ganz nah war. Revien war das, was sie werden könnten. Vielleicht nicht in all seiner Macht, aber in der Symbiose miteinander. Blinzelt stellte sie fest, dass sie Beide in grün goldenem Licht badeten und grinste. Ihre Beine umschlangen Reviens Hüften und sein Kopf war auf ihre Schulter gesunken.
Sie spürte die Entspannung und das Glück in ihm und eine Erleichterung, die auch sie selbst ergriffen hatte. Es war, als hätten sich für sie Beide, ein paar Steine im Mosaik ihres Lebens verschoben und bildeten nun ein anderes – ein besseres Bild.
Für sie war es die Befreiung aus den Ketten, die die Dunkelelfen und die Sklaverei um ihren Geist und ihren Körper geschlungen hatten. Für Revien war es eine Jahrhunderte alte Schuld, die ihn nicht länger zu Boden rang. Weil er akzeptieren konnte, dass die Hybriden, die durch sein Mitwirken in diese Welt fanden, kein ‚Fehler‘ waren. Weil gerade jetzt der Grund seines Glücks – eine Hybride – eng umschlungen und eins mit ihm hier lag. Und wie könnte er noch glauben, dass etwas schlecht an diesem neuen Volk war, wenn es Jemand so wundervollen wie Maruka hervor bringen konnte? Eine junge Frau, die trotz Versklavung und Folter noch so viel Mitgefühl und Leben ausstrahlen konnte. Die trotz allem unverdorben blieb und in Stärke aus ihrer Vergangenheit heraustrat, statt zu zerbrechen? Und auch wenn der Mensch Stärke in sich trug, war es die Kombination, die sie gerettet hatte. Ein Wesen, das trotz seiner Andersartigkeit wunderschön und anmutig war. Und wirklich wirklich flauschig!

Viel zu schnell löste sich das Gefühl der Verbundenheit – zusammen mit dem Selbstverständnis der Natur um sie herum - auf und wich einer mundanen Zufriedenheit und Mattigkeit. Revien rollte sich von ihr herunter und schloss sie in seine Arme. Der Wächter musste die Beherrschung verloren haben und mehr mit ihr geteilt haben, als er wollte … oder? Einen Moment lang hatte sie die Macht Reviens durchströmt und zusammen damit, wie er die Welt sehen musste – und sie. Und ein Funken dessen blieb in ihr und pulsierte in ihrer Brust.
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Dienstag 3. April 2018, 19:14

((Doppelpost, da der letzte Teil der Zusammenfassung aus der Feder des Erzählers stammte.))

Für Maruka war es die Befreiung aus den Ketten, die die Dunkelelfen und die Sklaverei um ihren Geist und ihren Körper geschlungen hatten. Für Revien war es eine Jahrhunderte alte Schuld, die ihn nicht länger zu Boden rang. Weil er akzeptieren konnte, dass die Hybriden, die durch sein Mitwirken in diese Welt fanden, kein ‚Fehler‘ waren. Weil gerade jetzt der Grund seines Glücks – eine Hybride – eng umschlungen und eins mit ihm hier lag. Und wie könnte er noch glauben, dass etwas Schlecht an diesem neuen Volk war, wenn es jemand so wundervollen wie Maruka hervor bringen konnte? Eine junge Frau, die trotz Versklavung und Folter noch so viel Mitgefühl und Leben ausstrahlen konnte. Die trotz allem unverdorben blieb und in Stärke aus ihrer Vergangenheit heraustrat, statt zu zerbrechen? Und auch wenn der Mensch die Stärke in sich trug, war es die Kombination mit dem Tier, die sie gerettet hatte. Ein Wesen, das trotz seiner Andersartigkeit wunderschön und anmutig war. Und wirklich wirklich flauschig!

Auf wirklich wirklich flauschigen Wattewölkchen schwebte Marukas Geist dahin. Sie war einfach nur selig. Das Leuchten, die Verbindung von Körper und Geist, die Magie, sie nahm alles an und fiel in tiefe Seligkeit. Sie fachte nicht mehr darüber nach, was alles hätte falsch laufen können, ob Revien oder sie einander irgendwie weh tun könnten, oder ob irgendwelche Vorstellungen und Prägungen aus ihrem Leben Bedeutung hatten. Sie dachte auch nicht mehr darüber nach, ob sie ihm gefallen konnte, ob sie genug für ihn war. Sie sorgte sich auch nicht mehr, dass sie ihn körperlich oder geistig verletzten oder zu etwas drängen könnte, das er nicht wollte. Nicht davon, was sie vorher belastet hatte, hatte unter der Schönheit der Wahrheit bestehen können. Alles verblasste zu unwichtigen kleinen Erinnerungen, im Licht dieser Erkenntnis. Ihr Wissen darum, dass er sie genauso wollte wie sie ihn, dass sie beide mehr als nur gesund für einander waren, dass sie sich gegenseitig heilen konnten, an Körper wie am Geiste, DAS war das was ihrer Seele Frieden gab.
Sie fühlte sich genau hier unter ihm vollkommen frei und gelöst.
Die Magie, oder was da mit ihnen passiert war, verstand sie nicht. Auch nicht was sein könnte oder war. Sie schwebte im hier und jetzt und genoss jeden Atemzug, der erfüllt war mit seinem Duft.

Doch viel zu schnell löste sich das Gefühl der Verbundenheit – zusammen mit dem Selbstverständnis der Natur um sie herum - auf und wich einer mundanen Zufriedenheit und Mattigkeit. Revien rollte sich von ihr herunter und schloss sie in seine Arme. Aber auch hier war sie zufrieden. Hier gehörte sie hin! In seine Arme. Schnurrend schmiegte sie sich an seinen Körper und lauschte seinem Herzschlag. Irgendwie war das alles unglaublich und schön! Unwillkürlich musste sie leise kichern.
Ob Jenna wohl so ein phantastisches Erstes Mal gehabt hatte? Ich denke nicht. Hihi...
Ihre Katze war nur noch am Schnurren und lag irgendwo rücklings in einer Ecke ihrer Seele, alle vier Pfoten von sich gesteckt und genoss den Augenblick. Von dort kamen erst mal keine bewusten Gedanken.
Das... das war ...phantastisch!
Sie rieb mit der Wange über seine Brust, als sie langsam und träge zu ihm auf sah.
Diese … Wahrnehmung! Seine Sicht auf die Welt! WAHNSINN!
Der Wächter musste die Beherrschung verloren haben und mehr mit ihr geteilt haben, als er wollte … oder? Sie war sich sicher, einen Moment lang hatte sie die Macht Reviens durchströmt und zusammen damit, wie er die Welt sehen musste – und sie. Und ein Funken dessen blieb in ihr und pulsierte in ihrer Brust. Dieser Funken reichte aber aus um ihre ganze Seele zu erleuchten und sie mit einem nie geahnten Selbstbewusstsein zu erfüllen. Er hatte ihr das größte Geschenk gemacht, dass man einem andern Wesen geben konnte. Sie fand keine Worte dafür, aber ...was es auch war.

Maruka war glücklich!

Ein bisschen blöd im Kopf, aber glücklich! So merkte sie nicht, dass sie leise vor sich hin schnurrend aussprach, was sie dachte:
„Glück … ja, das könnte es sein nur viel viel viel viel VIEL mehr davon, gemischt mit mit schwarzem Samt und leisem Schnurren - Eine Prise sehnsüchtige Dunkelheit und prickelndem Leben – Getaucht in den Geschmack von Honig und Sternenstaub. Ja, so fühl ich mich... und eins ist so klar wie der Vollmond...“
Tatsächlich waren Tier und Mensch gerade eins, was sich auch in ihrem leisen Murmeln bemerkbar machte.
„...Ich will das immer wieder.“
Träge strich sie über seine glatte Brust und verlor sich in dem Gefühl von Fell auf Haut. Der kleine Funken seiner Macht glomm in ihrem Herzen und wärmte sie von innen. Gemütlich kehrte ihr Verstand zurück. Durchaus befriedigt sah sie zu ihm, dann langsam etwas bewusster, auf und flüstere ein gehauchtes und lag gezogenes:
„Nochmaaaahhhhl!“
Das sie gerade nicht ganz bei Trost war, war ihr anzusehen. Schwer und weich lag ihr Körper an seinen gebettet und sonnte sich in seiner Gegenwart. Sie blinzelte langsam und wiederholte:
„Nochmaaahhhhl... immer nochmaaaahhhl!“
und grinste ihre kleinen Eckzähne bleckend, von einem Ohr zum anderen, da sie sonst keine Worte fand, ihr Gefallen stärker auszudrücken. Die Grinsekatze rieb ihr Kinn an seiner Brust und schnurrte glücklich vor sich hin. Sie schloss die Augen und döste ein bisschen vor sich hin. Solange wie die Welt der Meinung war, ihr dieses Glück zu schenken, so lange wollte sie es auch auskosten.
„...bisschen Pause, aber dann...nochmaaaaahhhl!“
, murmelte sie lächelnd und ließ ihren Kopf matt in die Kuhle zwischen Schulter und Brust fallen.
„...bisschen Pause, dann bringst du mir alles bei, was du weist.“
Mit den letzten gehauchten Worten griff die Müdigkeit nach ihr.
Nur ein bisschen dösen...
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Dienstag 10. April 2018, 22:21

„Glück … ja, das könnte es sein nur viel viel viel viel VIEL mehr davon, gemischt mit mit schwarzem Samt und leisem Schnurren - Eine Prise sehnsüchtige Dunkelheit und prickelndem Leben – Getaucht in den Geschmack von Honig und Sternenstaub. Ja, so fühl ich mich... und eins ist so klar wie der Vollmond...“
Tatsächlich waren Tier und Mensch gerade eins, was sich auch in ihrem leisen Murmeln bemerkbar machte.
„...Ich will das immer wieder.“
Träge strich sie über seine glatte Brust und verlor sich in dem Gefühl von Fell auf Haut.

Revien lachte auf, als sie ihre Absicht verkündete.
„Ich wusste nicht, dass du eine poetische Ader hast, Maruka. Das klang wirklich schön.“

Der kleine Funken seiner Macht glomm in ihrem Herzen und wärmte sie von innen. Gemütlich kehrte ihr Verstand zurück. Durchaus befriedigt sah sie zu ihm, dann langsam etwas bewusster, auf und flüstere ein gehauchtes und lag gezogenes:
„Nochmaaaahhhhl!“
Das sie gerade nicht ganz bei Trost war, war ihr anzusehen. Schwer und weich lag ihr Körper an seinen gebettet und sonnte sich in seiner Gegenwart. Sie blinzelte langsam und wiederholte:
„Nochmaaahhhhl... immer nochmaaaahhhl!“
und grinste ihre kleinen Eckzähne bleckend, von einem Ohr zum anderen, da sie sonst keine Worte fand, ihr Gefallen stärker auszudrücken. Die Grinsekatze rieb ihr Kinn an seiner Brust und schnurrte glücklich vor sich hin.

Revien schloss sie in seine Arme und drückte sie fest an sich. Unbewusst streichelte er über ihr seidiges Fell. Sein Gesicht strahlte, als er sie ansah, und die Hybridin wusste in diesem Moment, dass sie Beide in Glückseligkeit schwelgten.
„Gib mir ein bisschen Zeit, Maruka, dann ja.“

Sie schloss die Augen und döste ein bisschen vor sich hin. Solange wie die Welt der Meinung war, ihr dieses Glück zu schenken, so lange wollte sie es auch auskosten.
„...bisschen Pause, aber dann...nochmaaaaahhhl!“
, murmelte sie lächelnd und ließ ihren Kopf matt in die Kuhle zwischen Schulter und Brust fallen.
„...bisschen Pause, dann bringst du mir alles bei, was du weist.“
Mit den letzten gehauchten Worten griff die Müdigkeit nach ihr.
Nur ein bisschen dösen...


Begleitet von ihrem eigenen Schnurren und sanft kraulenden Händen glitt sie sanft ins Reich der Träume. Leicht wie eine Feder glitt sie durch ein Meer aus Sternenübersähter Dunkelheit. Am Rande ihrer Wahrnehmung lauerten die Schatten ihrer Ereignisreichen Reise, aber es schien, als wache diese Nacht jemand über sie und hielt Schrecken von ihrem Bewusstsein fern. So hatte sie eine erholsame Ruhe – und ein umso süßeres erwachen, als liebkosende Hände und heiße Lippen sie wach küssten.

Hungrig verschmolzen ihre Leiber miteinander und Revien zeigte ihr, dass sie nicht die Einzige war, der es nach mehr gelüstete. Mit Hingabe widmeten sie sich Einander und genossen die Nähe des Anderen. Erst als das knurren ihrer Mägen alles zu übertönen begann, ließen sie wehmütig voneinander ab.

Wie die Tage davor hatten die Funkenfreunde aus dem nirgendwo eine Mahlzeit zusammengestellt. Bedauerlicherweise bestand die ausschließlich aus Früchten und Nüssen. Aber wer waren sie, sich zu beschweren, wenn ihnen das Frühstück quasi ‚zuflog‘?

Revien konnte dabei kaum aufhören zu grinsen und warf ihr immer wieder verschmitzte Blicke zu. Ihre Augen begegneten einander und in wortloser Verständigung begannen sie einander zu Füttern. Das sinnliche Erlebnis führte schon bald dazu, dass ihr Hunger zwar gestillt wurde, aber mit jedem Bissen ein anderes Bedürfnis neu erwachte.
„Es ist unglaublich … ich hätte nie gedacht, dass ich mich jemals wieder so fühlen könnte!“
Sprach er halb zu sich selbst. Er blickte zu Maruka und ungläubige Freude erhellte sein Gesicht.
„Du machst mich Glücklich, meine feline Poetin, so unendlich Glücklich!“
Er beugte sich zu ihr und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen, der sicher nur flüchtig gedacht war. Nur dass er es sich dann anders überlegte und Maruka stattdessen so Leidenschaftlich küsste, dass ihre Knie weich wurden.
„Ich wünschte, dieser Morgen würde ewig dauern!“
Er lächelte sehnsüchtig und brachte dann wieder Distanz zwischen sie Beide.
„Aber ich befürchte, wir haben eine Aufgabe zu erfüllen. Eine die nicht weiter aufgeschoben werden darf, so sehr ich es auch möchte.“
Er strich über ihr Haar und lächelte nochmals versonnen. Als er aufstehen wollte – vermutlich um sich anzuziehen – zog ihn Maruka zurück und wandte das gesammelte Wissen der letzten Nacht an, um jeden Gedanken an ‚Aufbrechen‘ zu ersticken.



Ein paar kleine Tode und ein Bad später stand die Sonne schon hoch am Himmel, als Revien zum dritten Mal verkündete:
„Jetzt müssen wir aber wirklich ernsthaft aufhören!“
Und leider meinte er es diesmal ernst genug um sich an zu ziehen und die Hände von Maruka zu lassen.

Maruka bemerkte, dass die verspannten Muskeln und schmerzenden Prellungen, die sie hätte verspüren müssen, ausblieben. Sie fühlte sich entspannt und geschmeidig und selbst von ihrer Wunde war nichts als eine frische Narbe zu erkennen. Die ‚Nadeln‘ mit denen die Wundränder zusammen gehalten worden waren, waren bereits abgefallen. Einzig eine leichte Wundheit in gewissen Bereichen verspürte sie noch. Und wer beschwerte sich schon über dieses Problem, wenn es doch mit so süßen Erinnerungen verknüpft war?

Scheinbar wärmte der Funken Wächter-Macht, der nun heller und stärker in ihrer Brust schlug, sie nicht nur. Er half ihrem Körper auch, sich um einiges schneller zu erholen.
Revien hatte sich inzwischen angezogen und sah mehr als bedauernd, aber auch ungemein Glücklich aus. So entspannt hatte sie ihn noch nie erlebt und auch noch nie so Jungenhaft und Ausgelassen.
„Wir müssen es einem ganz besonderen Schicksalswink verdanken, dass wir noch nicht von irgendetwas stinkendem bösen Überrascht wurden.“
Er blickte gen Himmel und murmelte:
„Wie konnte ich nur so die Zeit vergessen?“
Als er nun wieder zu Maruka sah, musste er unweigerlich Grinsen. Das letzte war wohl eher eine Rhetorische Frage.
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Donnerstag 12. April 2018, 17:14

Revien schloss sie in seine Arme und drückte sie fest an sich. Unbewusst streichelte er über ihr seidiges Fell. Sein Gesicht strahlte, als er sie ansah, und die Hybridin wusste in diesem Moment, dass sie beide in Glückseligkeit schwelgten. Es war der schönste Moment in ihrem Leben und auch der, an dem sie sich am sichersten fühlte. Hier lag er, der Mann, der sie glücklich machte und sonnte sich in ihrer Gegenwart, genauso wie sie es andersherum bei ihm tat. Da war einfach kein Platz für Zweifel, jeglicher Art. Glückseligkeit war etwas wunderbares und sie wollte mehr davon.
„Gib mir ein bisschen Zeit, Maruka, dann ja.“
Begleitet von ihrem eigenen Schnurren und sanft kraulenden Händen glitt sie sanft ins Reich der Träume. Leicht wie eine Feder glitt sie durch ein Meer aus Sternen übersäter Dunkelheit. Am Rande ihrer Wahrnehmung lauerten die Schatten ihrer ereignisreichen Reise, aber es schien, als wache diese Nacht jemand über sie und hielt die Schrecken von ihrem Bewusstsein fern. So hatte sie eine erholsame Ruhe – und ein umso süßeres Erwachen, als liebkosende Hände und heiße Lippen sie wach küssten. Mit einem leisen langgezogenen:
„Aaaaahhhh...“
, erwachte sie und floss von einem süßen warmen Zustand in den nächsten. Heiß und hungrig ergab sie sich vollkommen seiner Führung, seinen Armen, seinen Berührungen. Hungrig verschmolzen ihre Leiber miteinander und Revien zeigte ihr, dass sie nicht die Einzige war, der es nach mehr gelüstete. Mit Hingabe widmeten sie sich einander und genossen die Nähe des Anderen. Erst als das Knurren ihrer Mägen alles zu übertönen begann, ließen sie wehmütig voneinander ab. Es gab einfach Bedürfnisse, die waren Stärker als der Paarungswahn, dem beide anheim gefallen waren.
Wie die Tage davor hatten die Funkenfreunde aus dem nirgendwo eine Mahlzeit zusammengestellt. Bedauerlicherweise bestand die ausschließlich aus Früchten und Nüssen. Aber wer waren sie, sich zu beschweren, wenn ihnen das Frühstück quasi ‚zuflog‘?
Irgendwann brauch ich trotzdem etwas FLEISCH!...
Hungrig betrachtete sie Reviens Hintern, als er sich nach einer davon gerollten Nuss bückte. Ein Frühstück mit Genuss folgte und das in mehr als nur einer Hinsicht. Revien konnte dabei kaum aufhören zu grinsen und warf ihr immer wieder verschmitzte Blicke zu. Ihre Augen begegneten einander und in wortloser Verständigung begannen sie einander zu füttern. Das sinnliche Erlebnis führte schon bald dazu, dass ihr Hunger zwar gestillt wurde, aber mit jedem Bissen ein anderes Bedürfnis neu erwachte.
„Es ist unglaublich … ich hätte nie gedacht, dass ich mich jemals wieder so fühlen könnte!“
, sprach er halb zu sich selbst und sie verstand, was er meinte. Auch sie war fast verloren gewesen und fühlte sich bei ihm wieder ganz. Er blickte zu Maruka und ungläubige Freude erhellte sein Gesicht. Marukas Herz quoll über und sie war unendlich glücklich, diesen Mann so zu sehen, diese Worte zu hören und die selbe Lust am Leben zu fühlen.
„Du machst mich glücklich, meine feline Poetin, so unendlich glücklich!“
„feli ... Po?...was?“
Er beugte sich zu ihr und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen, der sicher nur flüchtig gedacht war. Nur dass er es sich dann anders überlegte und Maruka stattdessen so leidenschaftlich küsste, dass ihre Knie weich wurden. Ein Zittern ging durch ihren Körper und sie vergaß was sie eben hatte fragen wollen. Das alles war so unendlich schön, dass ihr ganzes Wesen, jede Zelle ihres Körpers rund herum zu Frieden war.
„Ich wünschte, dieser Morgen würde ewig dauern!“
Er lächelte sehnsüchtig und brachte dann wieder Distanz zwischen sie beide. Maruka hatte die Augen noch halb geschlossen und die Lippen suchten nach seinen.
„Aber ich befürchte, wir haben eine Aufgabe zu erfüllen. Eine die nicht weiter aufgeschoben werden darf, so sehr ich es auch möchte.“
Er strich über ihr Haar und lächelte nochmals versonnen. Erst jetzt bemerkte sie richtig, dass er ernsthaft aufgehört hatte.
Wie jetzt? Erst anheizen, dann aufhören? Nicht mit mir, mein großer Waldgeist!
Als er aufstehen wollte, vermutlich um sich anzuziehen, zog ihn Maruka zurück und wandte das gesammelte Wissen der letzten Nacht an, um jeden Gedanken an ‚Aufbrechen‘ zu ersticken. Auch ein paar neue Ideen waren dabei, wie zum Beispiel das intensive mit ihm Ringen, Reiben und Lecken seiner Haut...am ganzen Körper. In der kleinen Kuhle zwischen seinen Brustfleisch schmeckte er leicht salzig und sein Moschusduft trieb sie in den Wahnsinn. Lecken war eine interessante Sache und seine Reaktionen waren sehr vielschichtig. Benutzte sie nur die Spitze ihrer weichen Zunge, so fühlte es sich weich und geschmeidig an, aber streckte sie sie ein bisschen weiter heraus, dann wurde sie rau und bot herben Widerstand auf seiner Haut. Außerdem musste sie noch herausfinden, ob er überall so lecker schmeckte. Sie brauchte ihn und zeigte es ohne jegliche Hemmungen, denn Tier und Mensch wollten das gleiche. Wie rollig, wobei diese Zeit vorbei war, rieb sie sich an ihm und ihr Schwanz zuckte in der Wurzel, signalisierte, dass sie bereit war. Sie streckte ihren süßen Hintern und knurrte leise, wenn er nicht schnell genug auf ihr süßes Flehen reagierte. Die Katze in ihr provozierte und rief nach seiner Bestie und die Menschenfrau liebte den Mann, der er war. Beides zusammen fließen zu lassen, eröffnete neue Hochgefühle und jeder folgende kleine Tod ließ sie stärker werden. Nicht an Macht, aber an Liebe zu ihm.

Beim späteren Bad stand die Sonne schon hoch am Himmel, als Revien zum dritten Mal verkündete:
„Jetzt müssen wir aber wirklich ernsthaft aufhören!“
Maruka gähnte, hob ein Augenlid, als glaubte sie ihm noch nicht so ganz, streckte die wohlig schmerzenden Muskeln, rekelte sich im Wasser und präsentierte das „willige Weibchen“, das sie nun mal war. Leider meinte er es diesmal ernst genug um sich an zu ziehen und die Hände von Maruka zu lassen. Mit leichtem Schmollmund sah sie ihm schnurrend zu und betastete dabei ihren eigenen Körper. Sie bemerkte, dass die verspannten Muskeln und schmerzenden Prellungen, die sie hätte verspüren müssen, ausgeblieben waren. Sie fühlte sich entspannt und geschmeidig und selbst von ihrer Wunde war nichts als eine frische Narbe zu erkennen. Die ‚Nadeln‘ mit denen die Wundränder zusammen gehalten worden waren, waren bereits abgefallen. Einzig eine leichte Wundheit in gewissen Bereichen verspürte sie noch. Und wer beschwerte sich schon über dieses Problem, wenn es doch mit so süßen Erinnerungen verknüpft war! Selig lächelnd strich sie sich mit dem Handballen zwischen den Beinen, sah ihn dabei mit glühenden Augen an und genoss den wohl vorerst letzten prickelnden Moment zwischen ihnen. Ihr ging es einfach rund um gut! Ihre Seele heilte an seiner und ihr Körper tat das gleiche. Scheinbar wärmte der Funken „Wächter-Macht“, der nun heller und stärker in ihrer Brust schlug, sie nicht nur. Er half ihrem Körper auch, sich um einiges schneller zu erholen. Es war ein interessanter Effekt und sie empfand es als überaus praktisch, aber ihre bewussten Gedanken brauchten noch etwas Zeit um von den vielen vielen Wolkenschichten herab zu steigen, wo sie glücklich schwebten.
Revien hatte sich inzwischen angezogen und sah mehr als bedauernd, aber auch ungemein glücklich aus. So entspannt hatte sie ihn noch nie erlebt und auch noch nie so jungenhaft und ausgelassen.
„Wir müssen es einem ganz besonderen Schicksalswink verdanken, dass wir noch nicht von irgendetwas stinkendem bösen Überrascht wurden.“
Er blickte gen Himmel und murmelte:
„Wie konnte ich nur so die Zeit vergessen?“
Als er nun wieder zu Maruka sah, musste er unweigerlich grinsen, was sie natürlich von Herzen erwiderte. Diesen Mann so glücklich zu sehen, wie er da stand und sie anlächelte, so warm, so voller Lebensfreude, DAS war es was Maruka ganz tief in ihrer Seele berührt, beruhigte und ihr das Gefühl gab „zuhause“ zu sein. Sie liebte seine Zärtlichkeiten, seine Wildheit, seine Fürsorge und seine Leidenschaft, aber sie liebte es auch, dass SIE das alles aus ihm heraus geholt hatte. Mit einem tiefen schon fast Schicksalsergebenen Seufzen erhob sie sich aus dem Wasserbecken, streckte und dehnte sich und strich sich dann mit langsamen fließenden Bewegungen das Wasser aus ihrem kurzen Fell. In der warmen Luft des Dschungels sollte ihr Fell binnen Minuten trocken sein. Sie schlenderte mit wiegenden Hüften zu ihren Habseligkeiten und inspizierte mit zuckendem Schwanz ihre Rüstung, wobei sie natürlich nicht brav in die Hocke ging, sondern ihre runde Hinteransicht gekonnt in Szene setzte. Ihre natürliche Eleganz der Katze, zusammen mit der jugendlichen Verspieltheit des Mädchens, ließ sie mutig sein und stellte seine Selbstbeherrschung immer wieder auf die Probe. Das es mit ihrer eigenen Selbstbeherrschung dabei nicht weit her war, dass störte sie nicht weiter. Die Katze nahm sich wonach ihr eben der Sinn stand. Einzig der Mensch machte sich gelegentlich pragmatische Gedanken. Langsam zog sie sich ebenfalls an, wobei sie ihn aus dem Augenwinkel beobachtete.
„Kennst du vielleicht irgendeine Salbe oder bestimmte Kräuter die gegen das Wundsein helfen?“
Sie rieb die Schenkel aneinander und zeigte ein halb gequältes halb sehnsüchtig lächelndes Gesicht. Reviens angespannte Kiefermuskulatur war einfach zu süß und sie neckte ihn so unendlich gerne. Diese Art von Spiel lag ihr im Blut und davon würde sie wohl nie genug bekommen. Gleichzeitig wusste aber ein kleiner Teil in ihr, dass das hier schnell sehr gefährlich werden könnte! Nicht nur die Umgebung war gefährlich, sie könnte sich ernsthaft in diesen Mann verlieben und was dann? Ein klein bisschen Unsicherheit blieb einfach, auch wenn ihre Katze davon nichts hören wollte. Revien war gefährlicher als alles was sie bisher in ihrem Leben über den Weg gelaufen war. In einen Armen könnte sie sich verlieren und neu erfinden.
Maruka seufzte noch einmal schwer, zog das letzte Teil ihrer Rüstung an und sah ihn bedauernd an.
„Später dann... Nochmal.“
und zwinkerte ihm mit beiden Augen sinnlich zu und schmunzelte vergnügt.
„Jetzt gehen wir erst mal ein paar Bösnickeln auf die Rübe hauen!“
Ihr Lächeln wurde breiter und zeigte definitiv zu viel Zähne!
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Sonntag 24. Juni 2018, 15:14

Maruka seufzte noch einmal schwer, zog das letzte Teil ihrer Rüstung an und sah ihn bedauernd an.
„Später dann... Nochmal.“
und zwinkerte ihm mit beiden Augen sinnlich zu und schmunzelte vergnügt.
Revien grinste wölfisch und sein Gesicht verriet, dass er gerade darüber nachdachte, wie das ‚Nochmal‘ aussehen könnte.
„Jetzt gehen wir erst mal ein paar Bösnickeln auf die Rübe hauen!“
Ihr Lächeln wurde breiter und zeigte definitiv zu viel Zähne!


Etwas ertappt bestätigte er:
„Richtig. Bösnickeln auf den Kopf hauen.“
Er stockte und runzelte etwas die Stirn.
„Bösnickel … das Wort kannte ich noch nicht. Gibt unseren Feinden eine ganz neue Note.“
Er lachte. Offensichtlich gefiel ihm das Wort.

Als sie all ihre Sieben Sachen bei sich hatten zogen sie los in richtung der Ruinen. Maruka hatte den Ort noch nie besucht, aber sie spürte wie sie ihm näherkamen. Ein drückendes Gefühl der Bedrohung legte sich auf ihre Gemüter und wischte die Heiterkeit in ihren Herzen davon. Doch selbst die tiefste Dunkelheit vermochte nicht die Verbundenheit und das Glück in ihnen zu vertreiben, dass sich letzte Nacht verfestigt hatte.

Revien kehrte nicht zurück zum Ort des Angriffs, stattdessen wählte er eine direktere Route. Sie glitten durch den Wald wie Schatten, mal über die Bäume, mal über den Bode – wobei Revien sehr vorsichtig wurde, wenn es in weitere Höhen ging, da die Bäume immer schwächer und brüchiger wurden. Der Wald fühlte sich mehr tot als Lebendig an. Und noch etwas passierte, die Funkenfreunde, die sich meist ungesehen, aber nicht ungefühlt um sie herum bewegten, kamen ihnen jetzt näher und blieben sichtbar. Schließlich ‚klebten‘ sie quasi an Maruka und Revien. Neben ihrem ganz besonderen Freund, der sich in ihr langes Haar schlang, hing sich noch einer an ihren Gürtel und ein anderer Ritt auf ihrer Schulter.
Bei Revien verschmolzen einige förmlich mit dem Waldgeist und badeten ihn kurzzeitig in grünes Leuchten, das er alsbald verschleierte, um nicht wie ein Leuchtfeuer im schattigen Wald aufzufallen. Ähnliches taten auch die Funkenfreunde bei Maruka, um nicht ihr ein leuchtendes Zielkreuz aufzumalen.

Bizarrer Weise war der Wald hier heller, als üblich. Es gab schlichtweg nicht genug Blattwerk, um die Sonne völlig auszuschließen.
Sie begegneten keinen weiteren Untoten Truppen auf ihrem Weg – ob das an einer klugen Wegfindung des Elfen lag oder daran, dass es keine weiteren Patrouillen gab, blieb offen.
Schließlich lichtete sich der Wald und graues Licht erhellte die Umgebung. Der Wald schien schon vor einiger Zeit an Farbe verloren zu haben und matschig graue braun und Olivtöne beherrschten ihre Umgebung. Die Hybridin war darum bemüht, so wenig wie möglich zu berühren, weil alles schleimig und halb tot anmutete.

Vor ihnen erschien überwachsenes halb zerfallenes Mauerwerk. Dann, ganz plötzlich wurde die Hybridin von Farben überspült und ein gänzlich anderes Bild schob sich in ihre Sicht. Gedämpft hörte sie die klänge eines belebten Dschungels hinter sich. Vor ihr erhob sich ein schlanker Bau aus hellem Stein. Die formen waren delikat und organisch, die Baukunst ohne Zweifel beeindruckend. Wunderschöne bunte Blüten sprossen aus einer Rankenpflanzen, die sich das Gebäude hinauf wandte. Ein weißer Pfad aus Pflastersteinen schlängelte sich in ein Tal bevölkertes hinab. Der Dschungel hier wirkte gezähmt aber nicht zerstört. Gebäude und Pflanzen gingen in einander über und formten ein Kunstwerk, das seinesgleichen suchte.

Ein kleiner Vogel flog genau an ihrer Nase vorbei und segelte auf den ausgestreckten Finger einer grazilen Elfe, die ihn anlächelte, als wäre er ein alter Freund. Sie trug lockere, reich verzierte Tuniken in hellen Grüntönen. Ihr braunes Haar war aufwändig geflochten und mit wunderschönen Blumen geschmückt.

Maruka zwinkerte irritiert. Als ihre Augen sich wieder öffneten empfing sie tristes graubraun, stille und verfallene Ruinen.
Revien war ein paar Schritte weitergelaufen und hatte hinter einem Baum Deckung gesucht. Er gestikulierte energisch in ihre Richtung, sagte aber nichts. Noch immer etwas aus dem Konzept gebracht folgte sie seinen Anweisungen und stellte sich zu ihm hinter den Baum.

Revien wirkte besorgt und fragte sehr leise:
„Alles in Ordnung?“
Dann bat er sie mit Gesten, mit ihm zusammen um den Baum herum zu schauen und zeigte auf ein Lager, das etwas tiefer in einer Senke lag. Von dem gepflasterten Weg war nichts mehr zusehen, aber etwas, das vielleicht mal eine Straße war, führte relativ gerade hinunter zu einem Zeltlager.

Irgendjemand legte hier sehr viel Wert auf passende Zeltplanen Farben, denn die drei aufgestellten Zellte waren schwarz – beziehungsweise die zwei kleineren waren pechschwarz und das größere dreckig dunkelgrau. Vier Bewaffnete standen mit steifem Rücken und bewegungslos um das Lager herum. Ein längerer Tisch war in der Mitte des Lagers aufgestellt worden und ein dürrer, schwarzberobter Mann war darüber gebeugt. Schriftrollen, Tiegel, Phiolen und eine große Messingschale befanden sich auf der Tischplatte. Der Mann, dessen Haut und Haar gegen die dunklen Roben so weiß wie Knochen hervorstachen, richtete sich auf und rief einem anderen etwas zu.
Sie kannte die Melodie der Sprache, auch wenn sie die Worte von hier aus nicht verstehen konnte. Dunkelelfisch.

Eine kleinere, runde Gestalt eilte herbei und reichte ihm etwas. Der Weißhaarige nahm es entgegen und scheuchte den kleineren mit einem hieb wieder fort. Dieser verschwand in einem der schwarzen Zelte.
„Das ist der Nekromant, ich bin mir sicher.“
Flüsterte der Geist des Waldes.
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Samstag 30. Juni 2018, 10:45

Nach ihrem verliebten Geplänkel, brachen sie bald auf und machten sich auf den Weg zu den Ruinen. Trotz der trister werdenden Umgebung gab sich Maruka keineswegs der depressiven Stimmung hin, sondern badete weiterhin in dem Glück, dass sie erfahren hatte. Sie waren eine Weile gelaufen, da erschien vor ihnen, überwachsenes, halb zerfallenes Mauerwerk.

Dann, ganz plötzlich wurde die Hybridin von Farben überspült und ein gänzlich anderes Bild schob sich in ihre Sicht. Maruka zuckte zusammen und hielt sich nah am Boden. Gedämpft hörte sie die Klänge eines belebten Dschungels hinter sich. Ihre Ohren zuckten umher. Vor ihr erhob sich plötzlich ein schlanker Bau aus hellem Stein. Die Formen waren delikat und organisch, die Baukunst ohne Zweifel beeindruckend. Wunderschöne bunte Blüten sprossen aus Ranken-pflanzen, die sich das Gebäude hinauf wunden. Ein weißer Pfad aus Pflastersteinen schlängelte sich in ein bevölkertes Tal hinab. Der Dschungel hier wirkte gezähmt aber nicht zerstört. Gebäude und Pflanzen gingen in einander über und formten ein Kunstwerk, das seinesgleichen suchte. Ein kleiner Vogel flog genau an ihrer Nase vorbei und segelte auf den ausgestreckten Finger einer grazilen Elfe, die Revien anlächelte, als wäre er ein alter Freund. Sie trug lockere, reich verzierte Tuniken in hellen Grüntönen. Ihr braunes Haar war aufwändig geflochten und mit wunderschönen Blumen geschmückt.

Maruka zwinkerte irritiert. Als ihre Augen sich wieder öffneten empfing sie tristes graubraun, stille und verfallene Ruinen. Revien war ein paar Schritte weitergelaufen und hatte hinter einem Baum Deckung gesucht. Er gestikulierte energisch in ihre Richtung, sagte aber nichts. Noch immer etwas aus dem Konzept gebracht folgte sie seinen Anweisungen und stellte sich zu ihm hinter den Baum.
WAS WAR DAS DENN JETZT?
Revien wirkte besorgt, was sicher an ihrem verstörten Gesichtsausdruck und den zuckenden Ohren lag und fragte sehr leise:
„Alles in Ordnung?“
Maruka antwortete sehr leise flüsternd:
„Ich glaube, ich hatte eben so etwas wie einen Wachtraum...“
Ich hoffe, dass passiert mir nächstes Mal nicht mitten im Kampf... heilige Manthala, DAS war seltsam.
Maruka konnte sich ihre erste „magische“ Erfahrung nicht wirklich erklären und es verwirrte sie, was auch immer es gewesen war. Vielleicht hatten ihre Funkenfreunde beschlossen, jetzt mit Bildern anstatt mit Emotionen zu kommunizieren? Es blieb aber auch keine Zeit sich darüber zu unterhalten. Revien bat sie mit Gesten, mit ihm zusammen um den Baum herum zu schauen und zeigte auf ein Lager, das etwas tiefer in einer Senke lag. Von dem gepflasterten Weg war nichts mehr zusehen, aber etwas, das vielleicht mal eine Straße war, führte relativ gerade hinunter zu einem Zeltlager. Irgendjemand legte hier sehr viel Wert auf passende Zeltplanen Farben, denn die drei aufgestellten Zelte waren schwarz – beziehungsweise die zwei kleineren waren pechschwarz und das größere dreckig dunkelgrau. Vier Bewaffnete standen mit steifem Rücken und bewegungslos um das Lager herum. Ein längerer Tisch war in der Mitte des Lagers aufgestellt worden und ein dürrer, schwarz berobter Mann war darüber gebeugt. Schriftrollen, Tiegel, Phiolen und eine große Messingschale befanden sich auf der Tischplatte. Der Mann, dessen Haut und Haar gegen die dunklen Roben so weiß wie Knochen hervorstachen, richtete sich auf und rief einem anderen etwas zu. Sie kannte die Melodie der Sprache, auch wenn sie die Worte von hier aus noch nicht verstehen konnte. Dunkelelfisch. Maruka floss ein kalter Schauer über den Rücken und ihr Nackenfell stellte sich auf. Sie hatte gehofft diese Sprache, die sie während ihrer Gefangenschaft gelernt hatte, nicht all zu schnell wieder hören zu müssen. Sie sprach sie eher schlecht, und auch im Verstehen war sie noch unsicher, aber die Monate hatten ihr Verständnis für den Feind geschärft.
Eine kleinere, runde Gestalt eilte herbei und reichte dem Größeren etwas. Der Weißhaarige nahm es entgegen und scheuchte den kleineren mit einem Hieb wieder fort. Dieser verschwand in einem der schwarzen Zelte.
„Das ist der Nekromant, ich bin mir sicher.“
Flüsterte der Geist des Waldes.
Belphedings...?...!...
Maruka formte mit den Lippen tonlos ihren Gedanken und nickte zum Zeichen, dass sie verstanden hatte. Dann zogen sie sich wieder in die tiefen Schatten der Bäume zurück. Ihr Hirn arbeitete auf Hochtouren. Etwas nachdenklich sah sie an sich hinunter und betrachtete ihre Dunkelelfen Rüstung. Mehrere Ideen huschten ihr durch den Kopf.
Die erste war, ganz dreist offen den Weg hinunter zu spazieren und mit Manthalas Hilfe zu lügen was das Zeug her gab. Sie könnte eine Späherin sein, von einem Trupp Dunkelelfen. Ihr Herr und Meister Sademos, so könnte sie behaupten, hätte Wind davon bekommen, was hier vor sich geht und seine Männer ausgeschickt haben... Maruka verwarf den Gedanken aber wieder, denn er beinhaltete einen gewaltigen Fehler. Der Nekromant hatte schon gegen sie gekämpft und seine Schergen, dieser hässliche, faulige Warg und sein Begleiter hatten sie gesehen. Ein Bluff war also so oder so nicht mehr drin. Also dachte sie weiter nach. Der Anblick des Nekromanten war ihr am unheimlichsten und sein kleiner Diener war gewiss nicht auf ihrer Seite, wenn sie ihn befreien würde. Solche Typen stießen einem eher den Dolch in den Rücken um ihrem Herrn zu gefallen. Die vier Wächter sahen taff aus. Sorgen bereiteten die, die sie nicht sah. Es konnten noch weitere in den Zelten schlafen oder sonst wo verbergen. Allein die zahlenmäßige Übermacht gefiel ihr nicht. Ein Frontalangriff mussten sie somit auch ausschließen. Also würde es darauf hinaus laufen, das sie die Gruppe teilen und wieder teilen und noch mal teilen mussten um sie nach und nach zu dezimieren, was jedes Mal auch ein Verletzungsrisiko mit sich brachte und an ihren Kräften zehren würde. Aber anders ging es nun mal nicht und eine geographische Engstelle gab es hier nicht, wo man sich jeden einzeln vor nehmen konnte. Den einzigen Vorteil, den sie sah, war die Dunkelheit und selbst die war bei diesem Feind nicht unbedingt wirklich vorhanden, denn seine Wachen könnten genauso tot sein wie der zuvor und sich nach ganz andern Regeln bewegen. Ob die Dunkelheit hier noch ihr Verbündeter war? Maruka fragte sich was Manthala sich nur gedacht hatte sie auf einen Haufen Untoter zu schicken, wenn die nicht mal Augen hatten. Nekromantie war einfach SCH...! Der Gedanke an Manthala, die Göttin der Händler und Diebe brachte sie dann aber auf ihre vorerst letzte Idee, die ihr aber nicht wirklich gut gefiel. Mit zusammen gezogenen Brauen starrte sie auf den Boden.
Ein Ablenkungsmanöver und ins Lager schleichen um das zu stehlen, was wir brauchen... aber was dann?
Neugierig und angespannt sah sie Revien an, der sicher einen Plan hatte, der ihr besser gefiel. Ihre eigenen Pläne von 1a bis gefühlt 24d passten ihr alle nicht, denn eben jetzt gerade, wo sie gelernt hatte wie schön das Leben sein konnte, da wollte sie nicht mehr einfach so sterben. Jetzt wollte sie nicht einmal mehr nur überleben, sondern sie wollte LEBEN! Reviens Nähe, sein Duft, seine Präsenz, alles das wollte sie noch viel genauer kennen lernen und von ihm lernen wie fantastisch es sich anfühlen konnte, sich einem anderen Wesen hinzugeben. Dieses Gefühl, sich im so vollkommen auszuliefern, wovor sie früher solche Angst gehabt hatte, sich in ihm zu verlieren, das wolle sie wieder erleben. Um so wichtiger war es, dass sie hier aus diesem Kampf siegreich hervor gingen. Bis vor kurzem war es Maruka manchmal regelrecht egal gewesen wofür sie am Ende sterben würde, doch jetzt, jetzt war es ihr wichtig, wofür sie lebte! Im Endeffekt war Sterben leicht, das Leben war die wahre Herausforderung! Und jetzt stand sie wieder einer Herausforderung gegenüber. Sie sah Revien fragend an und falls er wollte, so würde sie ihm ihre Gedanken, ihre Ideen mitteilen, doch sie wartete, was er noch für Informationen vielleicht beizusteuern hatte. Vor allem der Bereich der Magie machte ihr etwas Angst. Im Stillen wünschte sie sich sogar, dass sie etwas hätte, was sie dem entgegen setzen könnte, um diesen Untoten eins über zu braten! Aber hier kannte sie nicht einmal das Gelände, was ihr vielleicht einen Vorteil verschaffen könnte. Hoffentlich hatte Revien einen Plan.
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Sonntag 1. Juli 2018, 15:45

Maruka antwortete sehr leise flüsternd:
„Ich glaube, ich hatte eben so etwas wie einen Wachtraum...“


Revien runzelte kurz Nachdenklich die Strin, fuhr aber erst einmal fort. Als Maruka mit den Lippen den Namen ‚Belphegor‘ formte trat das runzeln wieder auf seine Stirn.
„Nein, nicht er – wenn du sagen willst was ich Denke, dass du sagen willst. Und es ist weise, ihn nicht laut auszusprechen.“
Er seufzte, weiterhin so leise wie möglich.
„Ich befürchte, dass ist einfach einer der vielen Unholde, die die dunklen Energien dieses Ortes ausnutzen wollen – am liebsten würde ich ihn links liegen lassen und mich auf das eigentliche Problem stürzen. Aber er weis von uns und er könnte uns in den Rücken fallen.“
Er musterte den Schauplatz noch einmal.
„Für die Anzahl der Zelte sind es zu wenig Personen – gerade, weil die Wächter dort Untod sind.“
Er grollte leise und unzufrieden.
„Wie würdest du vorgehen. Maruka?“
Die Hybridin erläuterte die Optionen, die sie sah und Revien nickte anerkennend.
„Das Täuschungsmanöver wäre elegant, aber du hast recht, er kennt dich bereits. Aber wenn er nicht alleine hier ist - und seine Mitstreiter nicht hier sind, lassen sich diese vielleicht in dir Irre führen.“
Er verzog den Mund.
„Viele wenns und vielleichts befürchte ich. Aber bei einem bin ich mir sicher. Wenn es nicht Untot oder schwer verletzt ist, wird sich niemand jetzt in den Zelten aufhalten – außer vielleicht – wie du schon sagtest - um zu schlafen. Es ist einfach zu stickig dort drin.“
Er rieb sich übers Kinn.
„Die Anzahl an Untoten, die der Magier kontrolliert ist nicht ohne … es ist gut möglich, dass er einen Fokus nutzt, um seine Kraft zu bündeln. Für gewöhnlich tragen Nekromanten diese am Leib um sich besser zentrieren zu können. Es ist aber auch möglich – und leider wäre es dann auch nicht das erste Mal – dass die dunkle Macht genutzt wird, die diesen Ort verdirbt. Dann wäre der Fokus Ortsgebunden und irgendwo im Lager zu finden – vermutlich in einem der Beiden Zelte – oder aber auf dem Tisch. Wenn wir ihn zerstören, verliert er im Idealfall alles, was er beschworen hat – und ist geschwächt vom Rückschlag des Zerbrochenen Fokusses.
Das hieße aber auch, wenn wir den Fokus nicht zerstören, dass er noch viel mehr Untote beschwören kann – und dass er ein ernsthafter Gegner für mich wird.“
Reviens Blick wurde Finster.
„So oder so, wir brauchen mehr Informationen – entweder indem wir das Lager ausspähen oder herausfinden ob er andere Verbündete hat und diese finden. Ich befürchte allerdings, dass ich beim Ausspähen des Lagers nicht helfen kann. Ich gehe jetzt schon das Risiko ein, dass er meine Präsenz bemerkt. Würde ich unter seiner Nase herumschleichen, würde er mich sofort spüren. Das heißt, du müsstest sein Lager ausspähen.“
Maruka sah, dass ihm dieser Gedanke gar nicht schmeckte.
„Und ja, ich denke auch, dass es schwieriger würde, seinen Lakaien um zu drehen – schwierig, aber nicht unmöglich. Aber das Timing müsste gut sein – und es brächte dich oder uns möglicherweise in beträchtliche Gefahr“
Er seufzte.
„Was denkst du, welche Ansatz könntest du eher tragen? Aufklärung und dann weiter sehen - oder es gibt den Fokus, du zerstörst ihn und wir greifen sofort an. Oder aber potentielle verbündete des Nekromanten finde und sie in die Irre führen oder sogar irgendwie auf ihn hetzen? Eine Ablenkung für das Ausspähen kann ich dir sicher verschaffen, sofern du sie überhaupt brauchst.“
Er stockte, wie als erinnerte er sich an etwas.
„Den Wachtraum den du hattest … was hast du gesehen?“
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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Montag 2. Juli 2018, 09:01

„Ich habe die Klänge eines belebten Dschungels hinter mir gehört und dann war da plötzlich ein schlanker Bau aus hellem Stein, irgendwie wie gewachsen und sehr schön. Ein Pfad führte in ein bevölkertes Tal hinab. Dann sauste ein Vogel genau an meiner Nase vorbei und landete auf den ausgestreckten Finger einer Elfe. Sie trug eine verzierte grüne Tunika. Ihr braunes Haar war geflochten und mit Blumen geschmückt... Irgendwie alles sehr realistisch, aber doch irgendwie nicht da. Ich hoffe, so was passiert mir nicht mal während eines Kampfes. Es war nur kurz. Meinst du, das hat irgendeine Bedeutung? Oder werd ich langsam verrückt?“
, berichtete Maruka und musterte neugierig Reviens Reaktion.
Ob ich nun verrückt werde oder das doch irgendein Einfluss von außen ist...ist eigentlich egal. Wir haben wichtigeres zu tun... denke ich.
„Was die Bösnickel angeht... Es läuft wohl darauf hinaus, dass ich mich da runter schleichen werde und versuchen muss mehr raus zu bekommen, am besten ohne entdeckt zu werden und wenn ich was sehe, das wie ein „Fokus“ aussieht, macht ich es kaputt.“
Maruka blinzelte zweimal schnell und fragte dann:
„Wie sieht ein Fokus aus?“
Sie kratzte sich am linken Ohr das nervös zuckte, weil sie mit dem Begriff nicht so wirklich etwas anfangen konnte.
„Ein Ablenkungsmanöver würde meine Chancen erhöhen nicht entdeckt zu werden... aber mir gefällt der Gedanke nicht, dass du die ganze Aufmerksamkeit auf dich ziehst und die ganzen Bösnickel dann auf dir rum hacken.“
, schmollte Maruka und kaute auf ihrer Unterlippe.
„Außerdem weiß der Nekromant, dass wir zu zweit sind. Wenn du dein Manöver startest, wird er sich nach mir umsehen. Es wird die Gruppe teilen, aber so oder so, wird er gewarnt sein. Ich werde also versuchen erst einmal allein da runter zu gehen und wenn was schief geht oder … Moment. Sag mal. Können wir vielleicht über unsere kleinen Freunde irgendwie in Verbindung bleiben? Ich meine, dass ich dir irgendwie ein Zeichen geben kann, wann genau du sie ablenken musst und wo?“
Dabei suchte sie in ihrem Fell und ihrer Mähne nach ihrem kleinen Funkenfreund.
„Könnt ihr uns dabei helfen?“
Grob war also ein Plan gefasst. Auf die Feinheiten musste man dann ohnehin flexibel eingehen wenn es soweit war.
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Re: Shyréa

Beitragvon Erzähler » Donnerstag 19. Juli 2018, 21:40

„Ich habe die Klänge eines belebten Dschungels hinter mir gehört und dann war da plötzlich ein schlanker Bau aus hellem Stein, irgendwie wie gewachsen und sehr schön. Ein Pfad führte in ein bevölkertes Tal hinab. Dann sauste ein Vogel genau an meiner Nase vorbei und landete auf den ausgestreckten Finger einer Elfe. Sie trug eine verzierte grüne Tunika. Ihr braunes Haar war geflochten und mit Blumen geschmückt... Irgendwie alles sehr realistisch, aber doch irgendwie nicht da. Ich hoffe, so was passiert mir nicht mal während eines Kampfes. Es war nur kurz. Meinst du, das hat irgendeine Bedeutung? Oder werd ich langsam verrückt?“
, berichtete Maruka und musterte neugierig Reviens Reaktion.


Revien sah sie etwas bestürzt an.
„Das … das ist das Echo von Shyréa wie es einmal war. Wenn man weiter ins Herz der Stadt vorstößt, gibt es regelrecht kleine Bereiche, in denen man die Stadt vor ihrer Katastrophe sieht und erlebt. Ich weiß nicht, was es genau ist – oder warum es so ist.
Aber bis jetzt wusste ich nicht, dass man es auch in Visionen sehen kann – ich habe nichts wahrgenommen. Ich bin sicher, dass du nicht verrückt bist! Nur sehr sensitiv für diesen Ort. Ich hoffe, es passiert nicht wieder, aber ich kann es nicht versprechen. Scheinbar hat dir Shyréa einen besonderen Gruß zukommen lassen … oder aber diese ‚Verwerfungen‘ aus Erinnerungen werden Schlimmer. Sie sollten so weit am Rand seltener sein und demensprechend erwarte ich keine weiteren in der Nähe.“
Revien runzelte die Stirn und musterte Maruka interessiert.

Die junge Frau fuhr fort:
„Was die Bösnickel angeht... Es läuft wohl darauf hinaus, dass ich mich da runter schleichen werde und versuchen muss mehr raus zu bekommen, am besten ohne entdeckt zu werden und wenn ich was sehe, das wie ein „Fokus“ aussieht, macht ich es kaputt.“
Maruka blinzelte zweimal schnell und fragte dann:
„Wie sieht ein Fokus aus?“
Sie kratzte sich am linken Ohr das nervös zuckte, weil sie mit dem Begriff nicht so wirklich etwas anfangen konnte.
„Ein Ablenkungsmanöver würde meine Chancen erhöhen nicht entdeckt zu werden... aber mir gefällt der Gedanke nicht, dass du die ganze Aufmerksamkeit auf dich ziehst und die ganzen Bösnickel dann auf dir rum hacken.“
, schmollte Maruka und kaute auf ihrer Unterlippe.
„Außerdem weiß der Nekromant, dass wir zu zweit sind. Wenn du dein Manöver startest, wird er sich nach mir umsehen. Es wird die Gruppe teilen, aber so oder so, wird er gewarnt sein. Ich werde also versuchen erst einmal allein da runter zu gehen und wenn was schief geht oder … Moment. Sag mal. Können wir vielleicht über unsere kleinen Freunde irgendwie in Verbindung bleiben? Ich meine, dass ich dir irgendwie ein Zeichen geben kann, wann genau du sie ablenken musst und wo?“
Dabei suchte sie in ihrem Fell und ihrer Mähne nach ihrem kleinen Funkenfreund.
„Könnt ihr uns dabei helfen?“
Grob war also ein Plan gefasst. Auf die Feinheiten musste man dann ohnehin flexibel eingehen wenn es soweit war.


Revien nickte zustimmend.
„Ich stimme dir zu – wir fahren am besten damit, wenn der Nekromant nicht bemerkt, dass wir je in seinem Lager waren.
Du könntest einen der Waldgeister mit dir nehmen, damit er mir signalisieren kann, dass du Hilfe brauchst, das ist eine gute Idee. Und mach dir keine Sorgen, ich werde für Ablenkung Sorgen – aber ich gebe auch auf mich Acht.
Ich befürchte, es gibt nicht nur das eine Aussehen für einen Fokus. Aber du solltest ihn spüren können, wenn du ihm nahekommst. Das Tier in dir wird instinktiv das böse und unreine darin erkennen. Außerdem wird dich die Macht, die ich dir gegeben habe um zu heilen, dafür sensibilisieren. Wenn du zuvor Magie gewirkt hättest, hättest du vermutlich sogar damit arbeiten können. Die Instinkte in dir werden aber ohnehin verlässlicher sein, also sorge dich nicht, du wirst ihn finden.“

Der kleine Funkenfreund, der sie schon öfter begleitet hatte, ließ sich kurzzeitig blicken, und verbarg sich dann wieder in ihrem Haar. Ob der Rest der Geister sie verlassen hatte, wusste sie nicht, aber Revien wirkte nicht so, als hätte sie zusätzliche Begleiter, als er ihr aufmunternd zunickte. Es war dann wohl Zeit, aufzubrechen.
Unter ihr lag das Lager. Zwei der potentiellen Untoten standen am Weg, zwei weitere waren jeweils an entgegengesetzten Enden des Lagers zu entdecken. Die Aufmerksamkeit des Nekromanten war noch immer auf den Tisch gerichtet, der Handlanger verblieb im Zelt.

Die etwas erhöhte Position verschaffte der Hybridin nicht nur einen Vorteil beim Überblick, er ermöglichte ihr auch, ihren Weg vorab zu planen.
Das Dickicht hier war lichter als im restlichen Dschungel, aber bei weitem noch dicht genug um Deckung zu bieten – bis zu dem Teil, der offenbar weggeschlagen worden war. Jemand hatte sich die Mühe gemacht, den Lagerplatz frei zu Räumen und auch etwas Unterholz um das Lager weg zu schlagen. Der Kreis war nicht weit genug, um einen wirklichen Vorteil zu bieten, aber zumindest bot er etwas Freiraum um das Lager – und eine zusätzliche Herausforderung für Maruka, wenn sie IN das Lager schleichen wollte. Dafür gab es ein paar halbhohe Ruinen, die Deckung bieten konnten.
Sie entschied sich dafür, das Lager rechts zu Umkreisen um dann zwischen den Beiden kleineren Zelten heraus zu kommen. Dort boten ihr genug Bäume und Büsche, sowie eine halb verfallene Mauer genug Deckung. Sie prägte sich die Route ein und schlich dann auf leisen Sohlen los.

Sie hatte sich lang genug im Dschungel bewegt, um sich sicher zu fühlen und sie wusste, für ein Menschliches Ohr würde sie unhörbar sein. Trotzdem begann ihr Herz schneller zu schlagen und sie spürte, wie sich jeder Muskel in ihrem Körper anspannte. Ein Fehler, und sie würde entdeckt werden und dann Gnade ihr Manthala. Was ihr alles passieren könnte, wenn sie entdeckt wurde!!
Dicht am Boden pirschte sie weiter, wobei sie sich immer wieder ins Gedächtnis rief, wohin sie Laufen wollte. Denn eine gute Deckung für sie bedeutete auch, dass sie den Überblick von vorhin einbüßte. Ab und an trug der Wind einen Geruch aus Verwesung und einem anderen, chemischen beißenden Geruch mit sich heran, der ihr die Position des Lagers verriet.

Sie kam gut voran, und auch, wenn ihr Herz laut klopfte hatte sie noch nichts verraten. Sie war ein Schatten unter vielen.

Die Mauer hinter einem der kleinen Zelte kam in Sicht und auch die kleine Schneise, die die Dunkelelfen um ihr Lager geschlagen hatten. Sie richtete sich weiter auf, um zur nächsten Deckung zu eilen, da sträubte sich ihr Fell im Nacken. Halb in der Bewegung erstarrt ließ sie den Blick wandern, um auszumachen, was ihr Unterbewusstsein entdeckt hatte. Sekunden zogen sich in die Länge bis sie zu Ewigkeiten wurden, während etwas in ihr schrie:
DA IST ETWAS, DA IST ETWAS!!!!

Panisch sah sie zum Lager und zur Mauer, ließ den Blick über das Dickicht wandern, aber da war nichts! Fast hätte sie sich selbst schon dafür gescholten, wie schreckhaft sie war, da bewegte sich etwas in ihrem Augenwinkel.
Alarmiert ließ sie sich zurück ins Dickicht sinken, wobei die schnellere Bewegung ein Rascheln verursachte. Flach atmend verharrte sie Regungslos, während ihre Augen auf der Suche nach dem Schatten hin und her wanderten.
Innerlich zählte sie von dreißig abwärts, während sie darauf wartete, entdeckt zu werden – oder den Schatten zu entdecken, der ihr alle Haare zu Berge stehen ließ. Nichts passierte und der Wald blieb weiterhin still. Kein Alarm schrei, kein Knacken. Ihre Nerven waren zum Zerreißen gespannt.

Der kleine Vogel, den sie zuvor in der Vision gesehen hatte, landete auf der Mauer und blickte keck in ihre ungefähre Richtung. Hatte sie etwa wieder Visionen?! Das durfte hier und jetzt auf keinen Fall passieren!
Aber die Farben waren noch immer gedeckt, die Vegetation um sie herum kränklich und gerade jetzt wehte ein weiterer Hauch beißenden Geruchs zu ihr herüber.
Und dann drehte sich der Vogel etwas und entblößte seine andere Seite. Federn fehlten großflächig an seiner Seite und entblößten schwarzes Fleisch und weiße Knochen. Stumm öffnete sich sein Schnabel, dann stieß er sich ab und flog weiter, über sie hinweg.

Hätten ihre Instinkte sie nicht gewarnt, sie wäre gerade weiter gelaufen… mit Gewalt zwang sie sich selbst wieder zur Ruhe, suchte noch einmal genau nach ähnlichen ‚Spähern‘ und schlich dann weiter, als sie keine entdeckte.
Maruka ließ sich dann nahe eines Baumes, in einem Gebüsch, das diesen hinauf rankte, nieder um einen besseren Blick auf das Lager zu haben, dass dank des Freischlages gut zu überblicken war.
Von hier aus stand der berobte weißhaarigen Dunkelelf mit dem Rücken zu ihr – etwa fünf Meter entfernt. Sie spähte zwischen den kleineren Zelten hindurch, wobei der Handlanger im von ihr aus linken verschwunden war.
Der Tisch war beladen mit Tiegeln, Phiolen und einer großen Messingschale, sowie ein paar Utensilien auf einer Ledertasche – vielleicht Operationsbesteck?- außerdem lag eine Schriftrolle ausgebreitet darauf – offen gehalten durch einen menschlichen Schädel und einen Ritualdolch.

Ein seltsamer, Singsang ähnlicher, dissonanter Ton kam aus dem linken Zelt, der Schauder über die Haut der Hybridin jagte.
„Fadys! Hast du es ... ...... gegeben?! Mir geht .... ....... ....... auf die .......“
Faucht der Weißhaarige ohne von seiner Arbeit aufzublicken.
„Davon ...... .... es meine ......... und weist du, was das für dein ....... ........ bedeuten wird?! Ich werde nicht mit dem Zauber fertig und dann werde ich DICH .......... zur .............. machen und der ........ als .......... in den ...... werfen!“
Rascheln drang aus dem Zelt, der Singsang brach ab und wurde zum Gurgeln, Glas, das auf etwas hartes traf, etwas Schweres, das auf den Boden plumpste, dann Stille.
„Es ist ......., Meister Darath. Alles .......“
Der übergewichtige Handlanger kam aus dem Zelt. Schweiß stand ihm auf der Stirn und seine dunkle Haut wirkte gräulich wächsern. Seine Bewegungen waren nervös und zittrig, so als litte er unter Fieber und er verströmte einen unangenehmen Geruch nach Krankheit und Angst, der selbst Maruka erreichte.
„Gut.“
Grollte der Dunkelelf und arbeitete schweigsam weiter, während der dicke Artgenosse ihm zusah.
Die Instinkte der Hybridin schrien Alarm und warnten sie vor dem, was da vor ihr lagt. Alles an den Männern wirkte Falsch, Krank und beschmutzt. Aber noch mehr warnten sie die Hybridin vor dem, was im linken Zelt zu finden war.

Was würde sie tun?

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Re: Shyréa

Beitragvon Maruka » Freitag 27. Juli 2018, 10:08

Das Erlebnis mit dem Vogel sensibilisierte Maruka auf ihre Instinkte zu hören. Vielleicht war es sogar der selbe Vogel dem sie hier gerade begegnete und nur knapp entgangen war. Solche kleinen Späher konnten ihr wirklich gefährlich werden und sie schnell verraten. Um so erleichterter war sie, als er weiter flog. Hätten ihre Instinkte sie nicht gewarnt, sie wäre gerade weiter gelaufen und ihre Aufgabe wäre noch bevor sie begonnen hätte, beendet, sie höchstwahrscheinlich tot und Revien…
Nein, für solche Gedanken hab ich jetzt keine Zeit!
Mit Gewalt zwang sie sich selbst wieder zur Ruhe, suchte noch einmal genau nach ähnlichen ‚Spähern‘ und schlich dann weiter, als sie keine entdeckte. Maruka ließ sich dann nahe eines Baumes, in einem Gebüsch, das diesen hinauf rankte, nieder um einen besseren Blick auf das Lager zu haben, dass dank des Freischlages gut zu überblicken war. Von hier aus stand der weißhaarigen Dunkelelf mit dem Rücken zu ihr – etwa fünf Meter entfernt.
Er würde mich nicht kommen sehen, ...aber das wäre ungeschickt. Ich muss den Fokus finden.
Sie spähte zwischen den kleineren Zelten hindurch, wobei der Handlanger im von ihr aus linken verschwunden war. Der Tisch hinter dem Nekromanten war beladen mit Tiegeln, Phiolen und einer großen Messingschale, sowie ein paar Utensilien auf einer Ledertasche. Außerdem lag eine Schriftrolle ausgebreitet darauf, offen gehalten durch einen menschlichen Schädel und einem Ritualdolch. Der Anblick all dieser Gegenstände hatte etwas gruseliges an sich, aber erinnerte Maruka auch an die Küche ihrer Mutter. Und wie ihre Mutter war der Nekromant sehr ungehalten, wenn etwas nicht so lief wie sie wollte, oder nicht da war, wo es hin gehörte.
„Fadys! Hast du es ... ...... gegeben?! Mir geht .... ....... ....... auf die .......“
Fauchte der Weißhaarige ohne von seiner Arbeit aufzublicken.
Fadys ...Aha der Name des Kleinen... Mal schaun, was das heißen könnte: … Hast du es mir schon gegeben? ...Hm...klingt nicht gut... Mir geht dein schreckliches Gejaule auf die Nerven!
, füllte Maruka in Gedanken die Lücken die sie nicht verstand. Ihr Lerium war noch nicht so gut, also ersetzte sie die Worte einfach weiter in ihrer Phantasie.
„Davon ...... .... es meine ......... und weist du, was das für dein ....... ........ bedeuten wird?! Ich werde nicht mit dem Zauber fertig und dann werde ich DICH .......... zur .............. machen und der ........ als .......... in den ...... werfen!“
Davon ...wir die Milch sauer???... es meine ...nein, dass passt nicht... und weist du, was das für dein unwürdiges Dasein bedeuten wird?! Ich werde nicht mit dem Zauber fertig und dann werde ich DICH Kohlkopf zur Suppe machen und der Bestie als Vorspeise in den Rachen werfen! ...Na ja, wahrscheinlich alles falsch, aber lustig und ich hab schon wieder Hunger.
Rascheln drang aus dem Zelt, der grässliche Singsang brach ab und wurde zum Gurgeln, Glas, das auf etwas hartes traf, etwas Schweres, das auf den Boden plumpste, dann Stille.
Es klingt, als hätte er was getrunken.
„Es ist ......., Meister Darath. Alles .......“
Es ist vollbracht, Meister Darath. Alles fertig. ...Ich hoffe nicht, ich brauche noch ein paar Minuten! Und ich bete, dass ich nicht zu spät bin!
Der übergewichtige Handlanger kam aus dem Zelt. Schweiß stand ihm auf der Stirn und seine dunkle Haut wirkte gräulich wächsern.
Hatte er vorhin schon so krank ausgesehen? Hm ...
Seine Bewegungen waren nervös und zittrig, so als litte er unter Fieber und er verströmte einen unangenehmen Geruch nach Krankheit und Angst, der selbst Maruka erreichte.
Igitt! Igitt!
„Gut.“
Nein, gar nicht gut!
Grollte der Dunkelelf und arbeitete schweigsam weiter, während der dicke Artgenosse ihm zusah.
Sie scheinen noch ein bisschen beschäftigt zu sein. Jetzt oder nie!
Die Instinkte der Hybridin schrien Alarm und warnten sie vor dem, was da vor ihr lagt. Alles an den Männern wirkte falsch, krank und beschmutzt. Aber noch mehr warnten sie die Hybridin vor dem, was im linken Zelt zu finden war, also war das linke Zelt, bzw. das was sich darin befand bestimmt der Fokus.
Maruka zwang sich zur Konzentration. Atmete gleichmäßig wie auf der Jagt, kämpfte so die Aufregung und die Angst nieder. Ein guter Jäger konzentrierte sich nur auf das Geschehen und wartete den rechten Moment ab. Also wartete sie genau die Sekunde ab, in der beide Männer am Tisch beschäftigt waren, vielleicht gerade nach etwas griffen oder sich bewegten, damit ihr eigenes Rascheln von Kleidung eventuelle Geräusche ihrerseits überdecken konnten. Der Weg zur Rückseite des Zeltes war nicht weit, aber sie musste auch auf die nähere nördliche Wache achten und huschte dann in einem günstigen Augenblick zwischen die Mauerreste und die Zeltwand. Ihr sich immer mehr sträubendes Fell musste sie jetzt ignorieren. Geduckt und leise presste sie sich an den Boden, wo die Plane auflag und wollte dann diese möglichst lautlos anheben um einen ersten Blick zu wagen. Falls Platz dahinter war, würde sie sich hinein zwängen, möglichst ohne den Stoff viel zu bewegen. Gespannt wartete sie was sich ihr im Innern offenbaren würde.
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