Kapayus Gefahren

Der Urwald oder, wie viele ihn nennen, der Dschungel erstreckt sich sehr weit. Hier verbergen sich verschiedene Rassen wie die Affenmenschen. Doch es gibt auch das sogenannte Paradies Shyána Nelle, welches sich in der großen Senke befindet.
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Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Freitag 16. Januar 2009, 22:58

<i>Darak Luthrokar kommt von Der Wald Neldoreth -> <a target="_blank" href="http://69169.rapidforum.com/topic=10676 ... Nächtliche Rast (Seite 1)</a></i>

Die beiden anderen Greifen konnten nicht schnell genug landen, allerdings sahen sie sich gezwungen, den breiten Ast eines Baumes ein Stück weiter westlich als Landeplatz zu verwenden, da sich an der Stelle, wo Alma und der dritte Greif vom Himmel geholt worden waren kein geeigneter Platz fand.
Die arme Alma, was war nur geschehen?

"Wir müssen sie sofort suchen gehen! Wir können sie doch nicht ihrem Schicksal überlassen!" Lilith wirkte motiviert genug, es mit dem gesamten Urwald aufzunehmen. Die Elfe sprang als erste vom Greifen ab und machte bereits einige Schritte über den Ast. Dieser war breit genug, um als gut ausgebaute, hölzerne Straße zu gelten. Leider reichte er nicht allzu weit. Außerdem versperrte eine Gruppe buntgefiederter Vögel – im Urwald selbst als Papageien bekannt – den Weg.

"Beruhige dich und lauf nicht zu weit", meinte Carath, der es mit dem Abstieg etwas gemächlicher nahm. "Wir sind hier in einem sehr gefährlichen Teil Celcias. Wenig ist vom Urwald bekannt und vermutlich noch weniger erforscht. Mich schmerzt Almas Verlust mindestens genauso wie euch beide vermutlich auch." Er schaute zu Darak hinüber. "Aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren. Wir müssen gezielt vorgehen, damit uns nichts passiert und wir uns in diesem Gestrüpp nicht verlaufen."
Ein Blick nach unten reichte, um Caraths Worte zu bestätigen. Man konnte von hier aus kaum den Erdboden ausmachen. Überall war es grün, braun und bunt von Pflanzen und Tieren. In jeder Ecke schien es zu rascheln, ein stetiger Geräuschpegel aus verschiedenen Tierlauten wurde allgegenwärtig, ebenso wie die hohe Luftfeuchtigkeit und die Temperaturen. Außerdem setzte sich soeben eine große Mücke auf Daraks Bein nieder, um ihn zu pieken.

"Und was machen wir jetzt?", fragte Elfe Lilith mit verschränkten Armen, schlug dann ihrerseits eine Mücke von ihrer nackten Schulter.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 20. Januar 2009, 07:55

<i>[edit von Kazel]: Die ersten beiden Absätze wurden herausgenommen, sie waren ein Zitat des Erzählerpostes</i>

Darak lauschte den betörenden Worten Liliths er genoss ihr lächeln nicht minder als ihre Liebkosungen die sie an seiner männlichkeit vollführter... na ja doch vielleicht genoss er diese ein bisschen mehr...

<i> "Ich glaube, das hatten wir alle. Alma plappert ununterbrochen von einer Welt, in der die Niere herrscht."</i> Er blickte seufzend Lilith an. „Ich habe von Elenahhr... geträumt.“ Er spürte das Lilith einen Moment inne hielt und ihn anschaute. War das was sie hier gerade taten nicht Betrug? Elena war noch nicht drie Tage tot und er ging bereits weiter Fremd wie er es schon getan hatte als sie noch lebte. Darak verwarf den Gedanken für den ersten Moment wohl wissend dass er wohl widerkehren würde.

Ihre Stimulation nahm stetig zu. Darak seufzte immer wieder auf und begann seinen Kopf in den Nacken zu legen.

<i> Wollen wir nicht auch versuchen, etwas ähnlich Intensives in der wirklichen Welt zu schaffen?"</i> „Jaarhhh aber wie?“ Hauchte er und dann schaffte Lilith auch etwas ziemlich intensives bei Darak. Nämlich einen berauschenden Höhepunkt. Sich entspannend keuchte er auf und schnaubte wild ehe er langsam zur Ruhe kam. Nachdem er sich angezogen hatte machte er sich auf den Weg zur Gruppe. <i> "Das hat aber lange gedauert"</i> Darak grinste nur. „ist das ein schlechtes Zeichen?“ Meinte er spitzbübisch und schmunzelte in Liliths richtung.

Darak freute sich auf den Flug. Wie zuvor schon klemmten sie Cattie zwischen sich damit sie sicher sitzen konnte aber erst nachdem er ihr einen Wurm zum Frühstück ausgegraben hatte. Eigentlich konnte Cattie das ganz gut auch allein aber Darak fütterte sie gerne und das Huhn schien die Aufmerksamkeit zu geniessen.

„JAAAAAAAAAAAAHRHRHRRHRH!“ Freute sich Darak als sein Greif wieder mit seinen wilden Flugeinlagen begann. Der Gehörnte blickte auf die Welt hinunter, noch nie war er so weit in den Süden gereist. Er musterte die grünliche dunkle Schlange auf die sie da zuflogen. Wie weit mochte es wohl noch sein?

Man flog, rastete und reiste friedlich. Lilith machte ihre Bemerkung wahr und weckte den Gehörnten nicht immer so sanft wie vor ein paar Tagen. Doch der schien sich damit abgefunden zu haben. Während sich Darak tagdurchs sehr unauffällig verhielt trauerte er vermehrt des Nachts, wenn alle bereits schliefen. So kam er gut – wenn auch etwas übermüdet über die Runde.

Es kam so dass Daraks Greif bald der vorderste war. Kein Wunder, schliesslich hielt kein Tier die schwere Last Almas lange aus ohne zu ermüden. Doch plötzlich hörte man sie auffluchen. Darak wandte sich um, hielt Cattie fest und konnte nur noch mitansehen wie der Greif angegriffen wurde. „Carath! ALMAA!!! Was zur Hölle ist das! ALMAAAAAAAA!“ Brüllte er als er sah wie sie hinuntergezogen wurde. „NEIIIIIIIIIIIN!“

Endlich gelang ihnen die Landung. <i> "Wir müssen sie sofort suchen gehen! Wir können sie doch nicht ihrem Schicksal überlassen!"</i> „JA! Was für ein verfluchter Ort ist das hier!“ Knurrte Darak aufgeregt. Er hatte keine Lust noch eine Gefährtin zu verlieren. „ALLLLLLLLLLLLMAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!“ Brüllte er Tiergleich durch den Wald. Ob das klug war? Auch Darak stieg vom Greif und folgte der Amazone

<i>"Beruhige dich und lauf nicht zu weit“ "Wir sind hier in einem sehr gefährlichen Teil Celcias. Wenig ist vom Urwald bekannt und vermutlich noch weniger erforscht. Mich schmerzt Almas Verlust mindestens genauso wie euch beide vermutlich auch."</i> „PHA! Jetzt übernehme ich mal das Kommando Schmerzlehrer hier ist keine Zeit zum Planen wir müssen HANDELN! Alma braucht uns!“ Knurrte er und stapfte trotzig voran. „Was soll mir so ein Baum schon anhaben!“ Knurrte er.

Die Situation war mehr als ärgerlich. Er wollte nicht auf Carath hören und kletterte auf den Ästen herum. „Hier muss es doch eine Möglichkeit geben runter zu kommen!“ Knurrte er vor sich her, so dass er die Mücke nicht bemerkte. „AU!“ Knurrte er plötzlich auf und schlug das Vieh tot. „Irgendwas hat mich gestochen!“ Waren die Mücken hier giftig? Was wusste er schon davon! „Mistviech! AAAAAAAAAALMAAAAAAAAAAA!!!“
Zuletzt geändert von Darak Luthrokar am Mittwoch 21. Januar 2009, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 21. Januar 2009, 22:35

Die Freuden des täglichen Fluges waren verpufft, geplatzt wie eine Seifenblase. Sie waren gesunken, zusammen mit Alma und ihrem – aufgrund ihres Gewichts teils bemitleidenswerten – Greifen. Beide hatte es hinab in den Dschungel gezogen, der sich aktuell unter der fliegenden Gruppe befand.
Darak, Lilith und Carath waren gezwungen, ob des dichten Gestrüpps der massiven Bäume etwas abseits zu landen. Kaum, dass der Greif den hölzernen Ast unter Krallen und Pranken fühlte, sprangen seine Reiter auch schon ab. Lilith und Darak eilten sich, ohne lange Nachzudenken.

Darak brüllte den gesamten Urwald nieder. Überraschenderweise und möglicherweise zu seinem Schrecken gingen seine Schreie im allgemeinen Geräuschpegel einfach unter. Paradiesisch bunte Vögel krächzten, die Blätter der Bäume rauschten. Sie waren teilweise mannsgroß, man hätte sich zum Schlafen in sie einrollen können! Nicht minder gigantische Blütenblätter stechend bunter Blumen umrahten die dicken Pollenstempel, die im Wind klirrten, klingelten oder klackerten. Überdurchschnittlich große Insekten summten und brummten herum. In der Ferne kreischten unbekannte Tiere und Bestien. Es war unbegreiflich, dass man überhaupt sein eigenes Wort verstehen konnte, doch es war möglich. Die Geräusche des Kapayu vereinten sich zu einem choralen Hintergrundepos, komponiert von der Natur selbst und gespielt für die Welt, um ihr Leben einzuhauchen.
Daraks Brüllen wurde Teil dieser Komposition, obwohl viele etwas Anderes behauptet hätten. In einem Theater oder einer Oper wäre sein Gekreische mehr als aufgefallen.

Carath versuchte, beide zur Vernunft zu bringen – vergeblich. <i>"PHA! Jetzt übernehme ich mal das Kommando, Schmerzlehrer, hier ist keine Zeit zum Planen, wie müssen HANDELN! Alma braucht uns!"</i>
Der Nichtgenannte folgte. Lichtflecken der Sonne fielen auf seine kupferne Maske und gaben ihr ein noch mystischeres Äußeres. Darunter begann er, beträchtlich zu schwitzen. Hier im Urwald war es deutlich heißer als vor einigen Tagen nicht im Fischerdorf. "Gut. Wir folgen dir, führe uns", keuchte er Darak entgegen und lief ihm hinterher. Lilith blieb dicht an seiner Seite, aber sie machte keinen furchtsamen Eindruck. Vielmehr kam nun der Kampfgeist einer klassischen Amazone aus ihr heraus. Sie schaute verbissen nach vorn, auf eine dicke, fleischige Wurzel, gegen die Darak wohl gleich laufen würde. Sie wollte ihn noch aufhalten und zum Ausweichen bewegen, aber Darak redete gerade und hörte vermutlich deshalb nicht zu.
<i>"Was soll mir so ein Baum schon anhaben!"</i> FLATSCH! Schon knallte er gegen die Wurzel. Diese brach nicht oder fiel auf den viel breiteren Ast, den sich die Suchenden als Weg auserkoren hatten. Vielmehr zog sich diese seltsame Liane einfach nach oben. Lebten die Pflanzen dermaßen, dass sie sofort auf eine solche Berührung reagierten?

Auch Lilith reagierte. Schon kam sie Darak zu Hilfe geeilt, aber der schien keine zu brauchen. Er wirkte nur sehr verärgert. Die Greife schauten reglos von ihrem Landeplatz zu, wie sich ihre Reiter von ihnen entfernten. <i>"Hier muss es doch eine Möglichkeit geben, runter zu kommen!"</i>
Lilith schaute sich um. "Wir könnten von Ast zu Ast springen und so herunterklettern oder wir schauen, ob wir mehrere Lianen als Seile verwenden könnten." Carath nickte, er hielt dies für eine ausgezeichnete Idee.

Inzwischen sank Daraks Laune nur noch mehr, denn eine Mücke hatte ihn gestochen. Hoffentlich würde dies keine Folgen haben. Im Gegensatz zu dem, was sich da aber gerade nahe der Amazone von oben aus dem Blätterdach senkte, war ein Mückenstich das kleinere Übel.

"LILITH, pass auf!", rief der Nichtgenannte und versuchte, sofort zu ihr zu eilen. Da legte sich schon der Leib einer mindestens 12 Meter langen Schlange um ihren Leib. Lilith schrie auf. Das Schuppenkleid des Reptils besaß eine bedrohlich schwarzrote Farbe, die geradezu herausschrie: Nähere dich nicht, ich bin ziemlich giftig. Eine graue Zunge, gut einen halben Meter lang und gespalten, züngelte aus dem Maul. Die Schlange zischte ihre Beute an und öffnete dann das Maul. Sie <i>war</i> eine Giftschlange. Von dolchgroßen Zähnen tropfte ein gelbliches Sekret wie Geifer und verfehlte gerade so Liliths Schulter. Die Elfe schrie vor Schreck, versuchte, an ihren Dolch zu gelangen. Dieser steckte am im Stiefel und sie konnte sich kaum rühren. "HILFE!"
Carath brach sich einen Ast ab, um sich zu bewaffnen, aber was sollten er oder Darak nur gegen eine solche Urwaldbestie anstellen?

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 25. Januar 2009, 19:58

Darak marschierte ungerührt weiter. Dieser Wald war ätzend! Man sah nichts, die Luft war viel zu Feucht so dass man kaum atmen konnte, ausserdem war es unnatürlich warm hier und ihn nervte das Gekreische dieser wunderlichen Tiere. Er schnaubte, schlug die Mücke tot und bahnte sich seinen Weg weiter voran. „Dummer Wald warum musste sich Alma ausgerechnet HIER entführen lassen!“ Fluchte er vor sich her und bemerkte erst gar nicht was hinter ihm gerade geschah. Erst als Lilith aufschrie wandte er sich um.

Der alte Luthrokar wurde blass. So was riesiges, beinloses hatte er noch nie in seinem Leben gesehen. Was zur Hölle war das nur?! Wie ein gewaltiger Wurm schlang sich diese Bestie um Liliths im vergleich zerbrechlichen Lieb. „ACH DU SCHEISSE!“ Krächzte der Gehörnte und starrte auf das Gelbe Sekret welches dem Viech aus dem Mund troff. Sicherlich handelte es sich dabei nicht um süssen Nektar… soviel wusste auch er. Er starrte zu dem Nichtgenannten der sich nicht besser zu helfen wusste als sich mit einem Ast zu bewaffnen. EINEM DUMMEN AST!!! Gegen ein 12 Meter Tier?! Würde er angreifen hatte der Maskierte wohl bald sehr viel Schmerzen den er wegmeditieren musste.

Aber… wenn ein Darak Luthrokar wütend war und zwar so richtig, verlor er jeglichen Respekt vor allem was ging, kroch oder angebetet wurde. Er marschierte schnaubend auf die Bestie zu auch wenn er sich vor Angst beinahe hätte in die Hose machen können zumal er dringend mal für kleine Gehörnte musste. Aber zum Pinkeln war nun definitiv keine Zeit! Nein, wild entschlossen packte er nach seinem treuen Helm, riss ihn vom Haupt und schleuderte ihn direkt in das Maul der Schlange. Sollte es doch daran ersticken dieses dumme Viech! Darak bemerkte erst als der Helm sein Ziel erreichte wie winzig er eigentlich im vergleich zum Schlund dieser Bestie war…

Er hatte doch nicht eben seinen Helm ruiniert?! Er starrte das Viech an. „NA LOS! STIRB!“ Brüllte er verzweifelt und packte nun auch nach einem Ast – was er zuvor für so Sinnlos gehalten hatte.

Jetzt wo sein Helm weg war... fielen ihm viel bessere Dinge ein die er damit hätte tun können. Der SChlange damit ein Auge ausstechen zum Beispiel... aber nein... ermusste ihn verfüttern!

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Montag 26. Januar 2009, 13:34

Lilith war wie erstarrt. Der Schlangenkörper legte sich um ihren Leib und sie wagte kaum, zu atmen. Doch zu spät, das Reptil hatte sie bereits als ihre Mahlzeit auserkoren. Kaum öffnete sich das gewaltige Maul, als der Nichtgenannte bereits auf die Bestie los stürmte. Er schlug mit dem Stock zu, doch vermochte er nicht einmal die Aufmerksamkeit der Bestie auf sich zu lenken – das einzige, was er überhaupt hatte bezwecken wollen. Sie alle waren waffenlos, bis auf die Elfe und die gelangte nicht an ihren Dolch im Stiefel. Wie sollten sie sich nur gegen diese Schlangenbestie behaupten können?

Darak handelte zumindest. Mit blinder Wut schleuderte er der Schlange seinen Helm in den Rachen. Wusste er überhaupt, was er da soeben getan hatte? Seinen Helm, seinen geliebten Schutz, hatte er für Liliths Rettung einfach verballert ... und noch stand nicht fest, ob seine Tat zum Scheitern verurteilt war. Die Schlange jedenfalls schnappte fast gierig nach dem fliegenden Stück Metall. Schon konnte Darak sehen, wie sich sein Helm gegen die Innenwand des Reptils drückte und langsam den langen Hals hinunter glitt. War es überhaupt noch der Hals oder bereits der Körper? Bei einer Schlange ging das eine so verlaufend in das andere über, dass man es nicht genau zu erklären vermochte.
Die Schlange schien aber mit der metallischen Mahlzeit gut zurecht zu kommen. Nur dann riss sie auf einmal ihr Maul auf und stieß ein lautes Zischeln heraus. Offensichtlich hatte sich eines der Hörner in ihr Gewebe gerissen und sie von innen verletzt. Die Schlang wand sich, lockerte ihre bösartige Umarmung und ließ Lilith frei. Zugleich aber flogen wilde Fäden aus Speichel und Gift. Die Elfe wurde davon getroffen, ebenso wie Teile des Urwaldes. Lilith schrie angewidert auf, jedoch nicht vor Schmerz. Dann aber schwand das Leuchten aus ihren Augen und sie kippte einfach um.

Zum Glück war Carath rechtzeitig bei ihr, dass er sie auffangen konnte, ehe sie den breiten Ast herab fiel. Die Schlange unterdessen hatte erkannt, wer ihr da die üble Mahlzeit zugeworfen hatte. Sie gewann erneut die Fassung für einen Akt der Vergeltung. Ihre Augen fixierten Darak, nur für einige wenige Sekundenbruchteile. Dann schnellte das Biest vor, das Maul weit aufgerissen, so dass Darak seinen Helm wohl nun kurz erblicken konnte. Schließlich fand er sich in Finsternis wieder, als sich das Maul der Schlange über seinen gesamten Körper stülpte und ihn verschluckte.
Darak rutschte. Das Innere einer Schlange war glitschig und schleimig, er würde sich kaum irgendwo festhalten können. Einziger Haltepunkt war sein Helm, dessen eines Horn sich tief in das Fleisch des Monstrums gegraben hatte und so einen künstlichen Haken in der Speiseröhre bildete.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 27. Januar 2009, 07:53

„AAARGHH! MEIN HELM! GIB MIR MEINEN HELM ZURÜCK!“ Brüllte Darak das Viech verzweifelt an als er merkte was er da eigentlich gerade getan hatte. Er stürmte auf das Ungetüm zu erstarrte dann aber und wich zurück als dieses seltsame Laute von sich gab. Er sah gerade noch wie Lilith aus der Umklammerung befreit wurde. „LAUUUUUUUUUUF!“ Er war zu weit weg um sie Rechtzeitig zu erreichen dennoch kam er auf sie zugestürmt und wollte sie packen. Er sah noch wie sie von dem Gift der Schlange getroffen wurde und ihre Augen einfach an Glanz verloren. „NEIIIIIIIIIN!“ Brüllte er rasend und stürmte weiter auf sie zu doch dann wurde ihm von der Schlange den Weg abgerissen. Er starrte dem Monster in den riesigen Rachen der sich vor ihm auftat. „AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGHH!“ brüllte er als er gänzlich von dem Ungetüm verschluckt wurde. Er glaubte schon dass dieses Viech ihm nun alle Glieder und seinen Torso zerbeissen würde... aber nichts dergleichen geschah. Er kannte schlangen nicht und wusste nicht dass ihm eher ein „enger Tod“ bevorstand. Vermutlich würde niemand so genau wissen wie Darak wie eine Schlange ihre Mahlzeit zermalmte... nur würde er dies auch niemandem mehr berichten können. Panisch röchelte er die stinkende Luft im inneren der Schlane. Es war stockdunkel. Das Atmen des Tieres war in ihrem inneren als unheilvolles und ohrenbetäubendes Rauschen wahrzunehmen. Er hörte den angeregten Herzschlag des Tieres und sah gar wie die Venen im inneren Pulsierten. Die Schleimhäute sonderten immer wieder Flüssigkeit ab welche Daraks Körper benetzte was dieser als sehr ärgerlich empfand. Er wollte nicht vollgeschleimt sterben. „ICH WILL ÜBERHAUPT NICHT STERBEN!“ Brüllte er aus dem Bauch hinaus. Von aussen her war Daraks kniende Gestalt wohl höchstens als kleine Wölbung im Schlangenleib zu erkennen. Er rutschte immer tiefer kriegte dann aber ge rade noch so seinen Helm zu fassen. Durch das zusätzliche Gewicht riss es das Horn welches tief in der Magen, Rachen oder Darmwand – (wo auch immer er sich gerade befand) steckte weiter nach unten was die Verletzung des Tieres nur verstärkte.

Darak keuchte panisch und klammerte sich an seinen Helm fest. Sein Leben hing förmlich an seinem treuen Stück. Er spürte wie stickig die Luft hier drinn war und befürchtete dass er nicht genug davon bekommen würde um hier drinn lange zu überleben. Er begann dammit mit beiden Händen am Helm zu rucken um weitere Verletzungen zu provozieren. Ausserdem trat er immer wieder gegen die Schleimhäute der Schlange. Ein Luthrokar liess sich schliesslich nicht kampflos fressen!

Zum Angst und Panik haben hatte er frühstens später noch Zeit - wenn es sowas überhaupt noch geben würde.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 29. Januar 2009, 03:02

Die Welt um Darak Luthrokar war dunkel geworden. Das Maul der Schlange isolierte ihn und verhinderte jeglichen Bezug zur Außenwelt. Wie ging es Lilith? Ob Carath die Bestie allein besiegen konnte? Vielleicht schenkte er ihr ordentlich Schmerzen. Darak konnte es nur hoffen. Er rutschte unterdessen immer tiefer in den Schlund hinein. Erst als er seinen geliebten Helm erblickte, streckte er die Hand danach aus und klammerte sich fest. Durch das wenige Licht, welches nur kurz hereinfiel, als die Schlangenbestie das Maul öffnete, war er wie ein Silberstreif am Horizont aufgeblitzt. Darak konnte weder erkennen, wie tief die Wunde war, die sein Helm gerissen hatte, noch konnte er die schleimigen Flüssigkeiten voneinander unterscheiden, in denen er sich befand. Was davon war Speichel, was Magensäure, was Blut?

Auf jeden Fall bewegte sich der gesamte Schlangenkörper wie ein einziger kräftiger Muskel. Die Gewebewände, die Darak umgaben, ihm langsam die Bewegungsfreiheit nahmen und nur wenig Gelegenheiten zum Atmen boten – zumal die Luft immer stickiger wurde – drängten Darak tiefer und tiefer. Er hatte nur eine Chance: seinen Helm. Hastig zog er daran, hoffte, dass er die Haut der Bestie von innen aufriss. Am zischenden Schrei über ihm und den plötzlichen holprigen Bewegungen konnte er wohl sehr gut erkennen, dass seine Idee vielversprechend war. Doch würde er selbst diese Aktion überleben?
Nun, wer im Inneren einer Schlange festsaß, hatte nicht mehr viel zu verlieren.

Darak zerrte nun mit beiden Händen am Helm, dass das Horn sich tief ins Fleisch bohrte. Was ihm nun wie ein heißer Schwall entgegenschwappte, musste Blut sein! Ja, weiter so! Mehr Zerren, mehr Treten! Er musste doch freikommen, seine Sturheit und sein scheinbar angeborener Überlebensinstinkt wollten keinerlei Kompromisse eingehen!

Da riss es mit einem Mal einen kleinen Spalt in das Fleisch und Darak konnte das Grün des Urwaldes sehen. Die Verletzung wuchs, vergrößerte sich. Die Schlange wand sich wie wild. Darak wurde ordentlich durchgerüttelt. Schließlich glitt ihm der Helm aus den von Schlangenblut rot gefärbten Händen, doch weiteres Zerren war nicht nötig. Das Monstrum blutete einen ganzen Sturzbach vom breiten Ast, auf dem es sich in schmerzlicher Agonie wand.
Carath hechtete an dem Riss vorbei, der nun gut anderthalb Armeslängen breit war. Darak konnte erkennen, dass der Maskierte ebenfalls über und über mit Blut bespritzt war. Außerdem hatte er sich mit etwas bewaffnet, das an einen spitzen Knochen erinnerte. Es war einer der Schlangenzähne. Wie hatte Carath ihn aus dem Maul der Bestie reißen können und wo steckte Lilith?

Der Nichtgenannte bemerkte den weiten Riss und sah Darak im Inneren der Schlange. Sofort rannte er auf ihn zu, als das Reptil sich ein letztes Mal verzweifelt und in Todesqual umwarf. Es landete direkt auf der Verletzung, so dass Darak gegen das Holz des Baumes gedrückt und aus der Wunde heraus gepresst wurde wie ein Neugeborenes aus dem Leib der schwitzenden und vor Schmerz und Erschöpfung schreienden Mutter.
Wieder bäumte sich die Schlange auf. Es war das letzte, das sie in ihrem Leben tun würde. Dabei verlor das Tier das letzte bisschen Gleichgewicht und stürzte einem alten Lumpen gleich den Baum herunter. Wie gut hatte es vorher Darak ausgespuckt, wenn auch nicht auf dem üblichen Wege. Und sogar sein Helm lag in einer Lache aus Blut und kleinen Fleisch- und Schuppenfetzen. Carath war sofort bei ihm. "Alles in Ordnung?", fragte er, wartete aber gar nicht erst eine Antwort ab. "Schnell ... Lilith!", rief er nur und deutete ein Stück weit den Ast hinunter, wo er die Elfe in Sicherheit gebracht hatte. Von weitem sah es so aus, als rührte sie sich keinen Millimeter. Doch ihre Atmung war da – noch. Schwach.
Die Amethyste, welche ihre Augen waren, starrten ziellos ins Leere.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 29. Januar 2009, 16:46

Darak keuchte panisch er hatte langsam aber sicher das Gefühl keine Luft mehr zu kriegen und die welche er schaffte einzusaugen stank ohnehin so fürchterlich dass er sich beinahe daran übergab. „CAAAAAARAAAAAAAAAATH!“ Brüllte es dumpf aus dem Schlangenleib. Ob der Nichtgenannte ihn überhaupt hören konnte? Darak musste doch irgendwie auf sich aufmerksam machen, zeigen dass er noch lebte! „Verdammtes Mistviech!“ Fluchte er böse vor sich her und trat immer wieder gegen die Innenwände der Schlange. So einen riesigen dummen Wurm hatte er noch nie in seinem Leben gesehen aber er wusste jetzt genau dass er diese Tiere NICHT mochte!

Plötzlich erblickte Darak wie die Haut des Monsters nachgab und den Blick nach draussen freigab. Darak hätte seine Hände hindurchstrecken können doch das wollte er nicht da er sich Stur an seinem geliebten Helm festklammerte den er nicht verlieren wollte. „ARghghghh!“ Gurgelte er als ihm ein Schwall Blut entgegengespritzt kam und ihn völlig eindeckte. Er spuckte die Resten aus die er in den Mund abgekriegt hatte. „SO NE SAUEREI!“ Fluchte er ungehalten vor sich her. „CAAARATTHHH!“ Brüllte er beinahe schon wütend! Warum half er ihm nicht! „HIERRR!!“ Krächzte er panisch als die Schlange sich immer wilder bewegte und zuckte und sich wand. „AARGHGHHG!“ Beinahe verlor er den Halt und da geschah es… der Helm rutschte aus seinen Händen oder respektive er vom Helm ab. „NEIIINR!!“ Brüllte er panisch. „MEIN HELM!“ Draussen spielte sich ein ganz anderes Drama ab als in dem Schlangenkörper. Darak wurde soeben aus eben jenem herausgepresst als die Schlange wüst auf dem Baumast aufprallte. Von Blut, Magensäure und Speichel benetzt rutschte der glitschig gewordene Mann aus dem Bauch hinaus. „Arghgh..“ Er keuchte und atmete tief und gierig die frische Luft ein. Darak rollte sich auf den Rücken und starrte zum Himmelszelt empor. Er hätte locker eine Weile so liegen bleiben können ohne sich zu beschweren, doch Carath liess ihm dafür keine Zeit. Seine Maske tauchte gerade in Daraks Gesichtsfeld auf. <i> "Alles in Ordnung?"</i> Der Sklaventreiber nickte nur matt. „Mein Helm!“ Brachte er dann jedoch sorgenvoll heraus und hockte sich auf. Er starrte die Schlange an welche gerade vom Baum rutschte. Doch selbst der Aufprall eines so massigen Körpers wie jener der Schlange ging im Urwaldsgeräuschpegel einfach unter. Darak sah sich nervös um, erblickte dann aber zu seiner erleichterung seinen Schatz. Er krabbelte darauf zu und setzte ihn ohne gross abzuwischen einfach auf. Damit sah er aus wie ein blutrünstiger Barbar. Er blickte Carath nach der soeben zu Lilith eilte und folgte ihm leicht taumelnd. Noch immer hatte er weiche Knie von der durchlittenen Angst von vorhin. Er kniete sich zu Lilith und erschrak ab deren Antlitz. Es schien so als wäre jegliches Leben aus ihrem Leib gewichen. „Lilith?!“ Nicht sie auch noch! Erst Alma und jetzt auch noch Lilith!!! „LILITH!!“ Er packte nach ihr und rüttelte sie. „Was hat sie verdammt?!!! Lilith! Wach doch auf!“ Flehte Darak panisch. „Wir müssen sie zu einem Heiler bringen! WIR MÜSSEN IRGENDWAS TUN!“ Brüllte er den Nichtgenannten an. Das Problem war nur… vielleicht lief auch Alma gerade die Zeit davon…

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Dienstag 3. Februar 2009, 01:37

Für den Bruchteil einer Sekunde sahen sich Carath und Darak an. Der eine blickte erschöpft, der andere aus Löchern seiner Maske, doch in beiden Augenpaaren stand noch immer der Schrecken der jüngst erlebten Ereignisse geschrieben. Doch es blieb keine Zeit für erste Wiedersehensfreuden ob Daraks Entkommen aus dem Schlangenleib. Ebensowenig wie langes Reden. Noch immer lag die zischelnde Bestie in der Nähe, außerdem vermisste Darak seinen Helm.

Glücklicherweise ging sein kostbarer, gehörnter Schutz nicht zusammen mit der Schlange seinen Weg in die Tiefe. Der Helm lag in einer weiten Blutpfütze. Sein Glanz blieb dem Auge verborgen, denn der klebrige Lebenssaft des Angreifers beschmierte ihn vollkommen. Die Hörner ragten wie zwei rote Mahnmale nach oben. Die Schlange selbst hatte sich vom Ast gelöst. Ob nun die Schwerkraft oder ein letzter, verzweifelter Bewegungsakt dazu geführt hatte, blieb unbeantwortet. Das Reptil war im facettenreichen Grün des Kapayu verschwunden. Vermutlich hatte es nicht einmal den Erdboden erreicht, denn in der Kakophonie des Urwaldes war es gut möglich, dass sich andere Jäger die leicht zu packende Beute bereits unter Nägel und Pranken gerissen hatten. Möglicherweise stammten die brüllenden, knurrenden und kreischenden Geräusche ringsum von zwei Konkurrenten, welche um das schuppige Schlangenfleisch kämpften.

Hier im Urwald zählte allein das Gesetz des Stärkeren. Alle anderen würden sterben müssen. Wie gut, schien Darak Luthrokar mit einer Zähigkeit gesegnet zu sein, welche man höchstens den grandessanischen Bettlern und Armen des Außenringes nachsagte. Auch sie vermochten auf ungeahnte Weise zu überleben ... und es war gar nicht so abwegig ihre stetige "Jagd" nach ein bisschen Nahrung mit der dieser Urwaldwesen zu vergleichen. Was scherten einen Gesetze, wenn man außer dem Leben nichts zu verlieren hatte?

Darak war aufgestanden, hatte sich seinen Helm geschnappt und dachte nicht einmal im Traum daran, das Blut von jenem oder seinem Körper zu wischen. Jetzt jedenfalls nicht, obwohl es um ihn herum genug Blätter gegeben hätte, in denen sich Morgentau der letzten Tage zu kristallklaren Pfützen gesammelt hatte. Natürliche Waschschüsseln, aber an solche Banalitäten des Alltags konnte der Gehörnte im Augenblick nicht denken. Sie waren noch immer nicht gerettet.
<i>"LILITH!"</i> Erschrocken warf er sich neben der reglosen Elfe auf die Knie, packte und rüttelte sie. <i>"Was hat sie, verdammt?!!! Lilith! Wach doch auf!"</i> "Sie atmet noch, aber das Gift hat sich durch die Haut in ihr Innerstes gefressen." Weder Carath noch Darak wussten, welche Auswirkungen es auf die Elfe haben würde. Sollte die Amazone denn nun auch noch sterben? Setzte sich Daraks nie ausgsprochener Fluch fort? Wer sollte denn noch alles aus seinem Leben scheiden!

<i>"Wir müssen sie zu einem Heiler bringen!"</i> Carath lachte auf, aber es klang bitter. Andere hätten Darak für diese aussichtslosen Worte mit Sarkasmus gestraft. Oh ja, ein Heiler ... sag mir, wenn du in der Umgebung einen siehst. Vielleicht hinter dem nächsten Blatt. Möglicherweise war die Schlange seine Empfangsdame!
Carath Molsag blieb ganz ruhig. Er wusste, wie sehr Darak unter Schock stand und das Panik aus ihm sprach. Er selbst spürte sie ja aufkommen und Ängste konnte er aus seinem Körper nicht heraus meditieren, höchstens damit verbundenen Schmerz. Aber seine Ausbildung zum Nichtgenannten hatte ihm auch einen häufig kühlen Kopf in heiklen Situationen vermacht.
"Beruhige dich", sagte er und legte Darak eine Hand auf die von Blut und Speichel benetzte Schulter. <i>"WIR MÜSSEN IRGENDETWAS TUN!"</i>
"Werden wir", beharrte er. Dann griff er an Darak vorbei nach einigen Blättern. Umständlich wischte er die Überreste des Giftes von Liliths Körper. Darak hatte sie bereits berührt. "Deine Finger werden gleich kribbeln", meinte Carath. "Ich habe es auch gespürt, als ich Lilith aus der Nähe dieser Schlange brachte. Aber das ist gut. Weder du noch ich oder Lilith sind bisher tot. Vielleicht wirkt das Gift nur betäubend."
Er warf die Blätter den Ast hinab und schulterte die Elfe. Vermutlich hätte eine solche Handlung eher zu Darak gepasst, aber der hatte eben genug erlebt. Carath war trotz allem ebenfalls ein Mann, auch er besaß Kraft. "Gehen wir Alma suchen. Wenn jemand Lilith helfen kann, dann sie. Und wenn ihr jemand helfen kann, dann wir. Es fügt sich alles zusammen. Also lass uns gehen."

Einen Moment lang schaute sich der Nichtgenannte um. Er versuchte, sich zu orientieren, meinte schließlich, dass sie ein Stück weiter östlich gehen sollten und marschierte los. Das Geäst der Bäume bot eine passable, hölzerne Straße – fürs erste. Sie mussten nur auf jedes Rascheln und Augenpaar achten. Viele unsichtbare Wesen beobachteten sie, aber welche davon mochten gefährlich wie die Schlange sein? Einen weiteren Angriff konnte sich die Gruppe definitiv nicht leisten.

Da krächzte es plötzlich über ihnen. Die Greife suchten aus der Vogelperspektive nach Alma und ihrem verlorenen Gefährten. Sie blieben stets in Daraks und Caraths Nähe, wagten im Moment jedoch keine erneute Landung.
Wenn schon ein mächtiges Wesen wie der Greif dem Urwald mit Respekt begegnete, so konnte die schuppige Ausgeburt der faldorischen Hölle von vorhin nur die Spitze des Eisbergs gewesen sein. Dies war beunruhigend und noch immer kaum ein Lebenszeichen von Lilith Blütentau. Wenigstens atmete sie.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 4. Februar 2009, 18:23

<i> "Sie atmet noch, aber das Gift hat sich durch die Haut in ihr Innerstes gefressen."</i> „DANN DRÜCKEN WIR ES WIEDER AUS IHR RAUS!“ Brüllte er Carath wütend an. Darak wurde immer wütend wenn er Angst hatte manche verwechselten diesen hektischen Tatendrang der daraus entstand mit Mut.

Er starrte Lilith nervös an, strich ihr immer wieder über die Wange, tätschelte sie, rüttelte an ihr. Sprach immer wieder ihren Namen aus. „Komm schon! Wach auf!“ Flehte er sie immer und immer wieder an. „Du darfst nicht auch noch gehen! LILITH!“ Krächzte er betroffen. Zu viele Verluste hatte er erleiden müssen, zu viele zu schwere.

<i> "Beruhige dich"</i> „NEIN ICH BERUHIGE MICH NICHT! ICH WILL NICHT RUHIG SEIN WÄHREND LILITH HIER VERRECKT VERDAMMT!“ Dass war wohl einer der wesentlichsten Unterschiede zwischen Carath und Darak. Der eine war ein stiller Krieger, der andere ein lauter Kämpfer.

<i> "Werden wir"</i> Darak schnaufte nur und versuchte beharrlich Lilith irgendwie wach zu kriegen. Wenigstens Atmete sie noch! „VERDAMMT NOCHMAL!“ Krächzte er immer wieder. „WARUM MUSSTEN WIR IN DIESEN BESCHEUERTEN WALD FLIEGEN! UND WO IST ALMA!!!“ Brüllte er ungehalten vor sich hin. Er wollte Alma haben weil die immer wusste was zu tun war wenn es jemandem schlecht ging. Er wusste es eben nicht. Er hatte keine Ahnung von Giften und dass belastete ihn. Er konnte nichts tun! Wie bei Elena als sie starb!

<i> "Deine Finger werden gleich kribbeln. Ich habe es auch gespürt, als ich Lilith aus der Nähe dieser Schlange brachte. Aber das ist gut. Weder du noch ich oder Lilith sind bisher tot. Vielleicht wirkt das Gift nur betäubend."</i> Jetzt endlich wandte sich Darak um. Seine Finger waren ihm im Moment schnurz egal. „ICH WILL ES NICHT DARAUF ANKOMMEN LASSEN!“ Fauchte er drohend. „UND DU AUCH NICHT!“ Knurrte er und bestand darauf dass sie was unternahmen!

<i> "Gehen wir Alma suchen. Wenn jemand Lilith helfen kann, dann sie. Und wenn ihr jemand helfen kann, dann wir. Es fügt sich alles zusammen. Also lass uns gehen."</i> Darak sah stumm zu wie Carath Lilith aufhob. Da bemerkte er das Messer welches ihr im Stiefel steckte und nahm jenes an sich. Er wusste nicht ob er es demnächst mal gut gebrauchen könnte, zum Beispiel wenn er wiedermal in einem Schlangenbauch landete. Erst blieb er hinter Carath doch ihm schien der Mann zu langsam zu gehen so dass er ihn bald mal überholte und wieder entschlossen voranstampfte. Darak sah grässlich aus so blutbenetzt wie er war. Vermutlich roch er für jedes Raubtier dieses Urwaldes verflucht verlockend – oder gerade eben nicht weil das Blut vielleicht auch das Gift der Schlange in sich trug… doch währe dies der Fall wäre es Darak wohl nicht so gut ergangen oder? Den Gehörnte interessierte weder sein Aussehen noch die Tatsache dass er fürchterlich nach Blut stank. Unbeirrt marschierte er voran.

„AAAAALMAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!“ Schrie er immer wieder durchs Geäst und sah regelmässig in den Himmel um zu sehen ob die Greifen irgendwelche Zeichen von sich gaben. Mit seinem Messer zerschnitt er alles an Pflanzen welche ihm in die Quere kamen.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 4. Februar 2009, 22:24

Wer Darak kannte, wusste, dass er sich nur sorgte. Es war seine Art, dann besonders laut zu werden. Carath kannte ihn nicht so gut, konnte es sich aber denken. Jedenfalls ging er nicht auf den Sarkasmus seines Gegenübers ein, sondern schulterte die Elfe und marschierte langsam los. Lilith war zum Glück ein wahres Fliegengewicht. Der Nichtgenannte sorgte sich auch um sie, trotz seiner Beruhigungsversuche. Was er gesagt hatte, musste ja nicht stimmen. Er konnte wirklich nur vermuten, dass es sich bei dem Schlangengift um ein Betäubungsmittel handelte. Alma hätte mehr sagen können. Doch wo steckte die dicke Heilerin? Sie mussten sie finden, das war ihnen klar.

So irrten Carath und Darak mehr durch den Urwald, als dass sie sich orientierten. Der Gehörnte bahnte sich mit Lilith elfischem Wolfsmesser einen Weg durch Gestrüpp und Geäst. Dabei blieb oft genug ein Blatt oder Halm an seinem Körper kleben, denn das Blut war eine ziemlich haftende Flüssigkeit. Zudem stank er wie ein frisch abgeschlachteter Bulle. Augen verfolgten seinen Weg. Er konnte nur hoffen, dass es nicht erneut eine Riesenschlange war.

"Wo gehen wir überhaupt hin?", fragte Carath nach einer Weile, nachdem noch immer keine Aussicht bestand, dass sie Alma wirklich näher kamen. Selbst die Greife gaben keinen Laut von sich, sondern kreisten scheinbar ziellos am Himmel. Er hob den Kopf, die Kupfermaske zu den Wolken über ihnen gerichtet. Die Hoffnung starb bekanntlich zuletzt ... doch sie schien schon sehr angeschlagen zu sein.
Schließlich blieb Carath stehen. "Warte, Darak! Ich glaube ..." Er ließ Lilith vorsichtig auf ein Blütenblatt sinken, das ihre Größe besaß. Die Elfe runzelte die Stirn, warf eigenständig den Kopf zur Seite. Carath wischte ihr den Schweiß von der Stirn. "Sie regt sich, vielleicht wacht sie auf." Er beobachtete sie.

Dann gab es ein schepperndes Geräusch. DDdddddRRRRRiiiinnnng!!! Der Nichtgenannte stieß er überraschtes Keuchen aus und hob den Kopf. Zugleich fuhr seine Hand hoch zu der Stelle, an etwas gegen seine Kupfermaske geprallt war. Eine Nuss-Schale. Sie drehte sich am Boden und kam endlich zum Stillstand. Dann flog eine weitere halbe Schale dieser Nuss-Art und knallte nicht minder klirrend gegen Daraks Helm.

Hinter einigen Sträuchern kicherte es. <span style="color:FFFFFF;">"Ughughughughugh..."</span> Aber als ob dies nicht genug gewesen wäre, schon schwirrten Lianen geschickt aus dem Kapayu heraus. Einige schlangen sich um die beiden Männer, andere jedoch verfehlten sie. Sofort wurden die Fesseln gestrafft, um sowohl Carath als auch Darak am Weiterkommen zu hindern.
"Argh! Zeigt euch!", rief der Nichtgenannte. Ohne Waffen konnte er nichts gegen die fleischigen Stränge der Pflanze ausrichten. Aber jemand folgte seiner Aufforderung. Mehrere Gestalten kletterten aus dem Geäst. Sie waren menschensgroß und besaßen überhaupt eine humanoide Statur. Nur die langen, wie der Körper gleichermaßen behaarten Schwänze machten einen Unterschied aus. Die Ohren der meisten dieser Figuren standen etwas ab, aber sie besaßen ein unglaubliches Gebiss. Einige schienen übergroß zu grinsen.
"Affen?" Carath legte den Kopf schief, als die menschenähnlichen Affen wild zu kreischen begannen und sich heroisch gegen die Brust trommelten.

In diesem Moment öffnete Lilith die Augen.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 5. Februar 2009, 07:56

Darak marschierte wütend knurrend weiter und rächte sich am Urwald indem er jene Pflanzenblätter die ihm am nächsten kamen einfach zerhackte. Im Grunde war er ja ein Mensch der die Natur sehr mochte, vielleicht hatten Florencia und Phaun ihn ja auch deshalb gesegnet, doch dieser Urwald erschien ihm einfach nur böse.
Er bahnte sich seinen Weg voran sprang von einer dicken Aststrasse zur anderen und gelangte so immer tiefer in den Urwald hinein... oder war er auf dem Weg nach draussen? Er hatte keine Ahnung, jegliche Orientierung war in diesem Gestrüpp unmöglich! Alles war dicht Bewachsen und jedes Blatt sah dem anderen ähnlich. Es gab kein Berg in der nähe als Fixpunkt... und der Blick zur Sonne war ebenfalls erscwert. Einzig die Greifen die über ihnen flogen gaben Darak dass Gefühl dass es immerhin ein Entrinnen aus diesem Wald geben könnte.

<i> "Wo gehen wir überhaupt hin?",</i> „Zu Alma!“ Knurrte Darak wütend. Was sollte er denn sonst sagen? Er hatte keine Ahnung wohin sie gingen!

<i> "Warte, Darak! Ich glaube ..."</i> Der Gehörnte lief erst trotzig einige Schritte weiter als er sich dann doch entschloss stehen zu bleiben. Er musterte den Nichtgenannten wie er Lilith auf ein Blatt legte. „Was ist los?“ Nun schwang wieder diese tiefe besorgnis in seiner Stimme mit.

<i> "Sie regt sich, vielleicht wacht sie auf."</i> Darak riss seine Augen auf und eilte heran. Er zuckte zusammen und schreckte für einen Augenblick zurück als der Nichtgenannte von dem Geschoss das wie aus dem Nichts zu kommen schien getroffen wurde. „Was verflucht nochma...l..“DILLLINGGGGGGGGGHH!!! „Arghghgh!“ Krächte er als auch er am Helm getroffen wurde und der aufprall schmerzhaft in seinen Ohren widerhallte. Er wich zurück. „VERDAMMT!“ Währe er nicht in der Situation gewesen dass er sich hier hoffnungslos verirrt in dem gefährlichsten Wald aller Zeiten befand, hätte er geglaubt dass wäre ein verlauster kleiner Bengel der mit ihnen hier seinen Schabernack treiben wollte. Nun zumindest was das „verlaust“ betrifft bestand hier die möglichkeit dass der Angreifer es auch war.

<i> "Ughughughughugh..."</i> „WAS IST DAS?!“Brüllte Darak wütend und fuchtelte mit seinem Messer herum. „KOMM NUR HER DU MISTVIEARHRHGHG!“ Schon schlangen sich Lianen um seinen Körper. Eine schaffte er noch abzuhacken doch dann wurden seine Hände erfasst und ihm der Dolch weggeschleudert. Darak begann sich wild und ungestüm zu wehren und zappelte und fuchtelte so unwirsch herum dass er beinah vom Ast fiel. Darak spürte wie es ihm plötzlich die Füsse unter den Beinen wegzog und er hinstürzte, gut verpackt im Lilianengeflecht. „ARHGHGH IHR BASTARDE! VERFLUCHT NOCHMAL!!! WIE KÖNNT IHR ES WAGEN!“ Brüllte er ungehalten. Seine Geduld war definitiv am Ende.

Doch dann zeigten sich die Angreifer. Darak starrte die Wesen an. Waren das Menschen? Oder Tiere? Er starrte sie an und wusste nicht mehr was er tun oder sagen sollte. Aus dem Augenwinkel heraus sah er wie Lilith langsam erwachte. „LILITH!“ Er begann wieder wild zu strampeln. Von allen anwesenden Brüllaffen war er definitiv der lauteste. „LASST MICH FREI ICH MUSS ZU IHR ARHGHGHG!“ Fluchte er und strampelte und wand sich wild.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Freitag 6. Februar 2009, 23:45

Die Lianen wanden sich um Daraks Körper wie lebende Würgeschlangen. Sie packten ihn, zogen sich immer enger zusammen und versuchten erbarmungslos, ihn in die Knie zu zwingen. Es gab kein Entkommen, auch Carath kämpfte gegen die fleischigen Ranken an, konnte sich aber ebenso wenig befreien.

<i>"WAS IST DAS?!"</i> Was immer ihn da festhielt, es zeigte sich nun. Insgesamt hatten sich acht verlauste, pelzige Humanoide aus dem Dickicht der Zweige gewagt. Sie trugen weder Kleidung noch Lumpen oder Lendenschurze. Das Fell bedeckte den Großteil ihrer Körper. Lediglich im Gesicht und auf Hand- und Fußflächen konnte man die rosige Haut sehen – nun, sie war nicht sonderlich sauber. Das war aber auch kein Wunder, denn hin und wieder bewegten sich diese Wesen auf allen Vieren voran. Derzeit jedoch gingen die meisten von ihnen auf zwei Beinen, denn mit den großen, kräftigen Händen umfassten sie die Enden der Lianen, welche Darak und Carath fesselten.

<span style="color:FFFFFF;">"Er brüllt ja noch mehr herum als wi."
"Was für ein Affe."
"Hahahahaha!"</span> Einige von ihnen begannen zu lachen, doch es klang seltsam verzerrt, irgendwie tierisch. Schließlich hopste ein großer Dunkelhaariger mit abstehenden Ohren quer über den Ast, dorthin, wo es das Messer hingeschleudert hatte. <span style="color:FFFFFF;">"Sie haben Waffen. Mir gefällt es nicht, dem Wunsch des Weisen Herrschers nachzukommen."
"He, er hat gesagt, wir sollen die Haarlosen suchen, also tun wir es."
"ER hat das nicht gesagt, sondern diese riesige Kokosnuss."</span> Ein Wortgefecht entbrannte. Zu dumm nur, dass weder Darak noch Carath etwas verstehen konnten, auch wenn der Gehörnte sich mit wilden Beschimpfungen daran beteiligte. Inzwischen hatte Lilith die Augen aufgeschlagen und den Kopf gedreht. Verwirrt runzelte sie die Stirn, nuschelte etwas. Ihre sanfte Stimme ging im Gekreische der Affen unter.


<i>"LILITH!"</i> Die Elfe erhob sich mit zittrigen Armen. Sie schaffte es gerade so, sich auf den Ellbogen abzustützen. Beinahe wäre sie wieder in sich zusammengesackt. Vollkommen perplex starrte sie umher. In ihre Augen war das Leben zurückgekehrt. Also doch nur ein Betäubungsgift?
"Darak? Was ist los?"
<i>"LASST MICH FREI, ICH MUSS ZU IHR ARHGHGHG!"</i> Sein Strampeln und sich Winden brachte einen Erfolg, denn die Affen hatten sich so sehr in ihre hitzige Diskussion vertieft, dass einige von ihnen ihre Lianen locker ließen und Darak sich befreien konnte. Erst als es bereits zu spät war, bemerkten sie es. Kreischen folgten sie ihm zu Lilith, Carath im Schlepptau. Der Nichtgenannte ächzte unter seiner Maske, machte zunächst aber nicht auch noch Anstalten, sich zu befreien.

In gebrochenem Celcianisch begann plötzlich einer der Affen – es war jener mit den abstehenden Ohren und seinem Messer – den Gehörnten anzusprechen. "Kommn mith ... heim ... Heimat."
"Wer sind die?", fragte Lilith furchtsam, schaute dann aber auf, winkte und setzte ein scheues Lächeln auf. Beinahe kleinlaut grüßte sie. "Hallo. Wir sind nicht eure Feinde."
"Wiier wiesen ... komm heim", war die Antwort. Die übrigen Affen ließen schließlich die Lianen los. Es sah so aus, als wollten diese drei Unbehaarten im Gegensatz zur riesigen Kokosnuss kommunizieren und nicht nur herumbrüllen.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 8. Februar 2009, 00:35

Darak bemerkte nach einigen anstrengenden Minuten dass er nicht aus seiner Fesselung herauskam… ach… das hatte er in den Minen auch geglaubt, oder in Andunie! Beim Arsch der Götter die konnten ihn alle doch mal! Er war erfolgreich dem halben östlichen Teil Celcias entkommen da würden ihn doch Lianen und Halbaffen nicht von seinem Weg abbringen! „HARHH! VERDAMMT NOCHMALS LASST UNS FREI! WAS SOLL DENN DAS! HEEEHH!!! HAALLOOOOOOOOO!!“ Versuchte er auf sich aufmerksam zu machen, doch vergebilch. Die Affen schienen gerade ihre eigenen Unstimmigkeiten auszutragen. Ihnen entging was Darak sofort bemerkte. „Lilith!“ Rief er mit Nachdruck. „LILITH!“ Die Tatsache dass die Amazone so ungewohnt schwach und hilfebedürftig aussah liess in Darak ungeahnte Kräfte aufkeimen. Wuchtig drängte er nach vorn und ruckte an den Lianensträngen. Tatsächlich hatte er mit seiner Sturheit mal wieder erfolg gehabt denn eine unbedachte Sekunde reichte aus um sich aus dem Griff der Lianen zu befreien. Darak nutzte den Moment und krabbelte eiligst auf Lilith zu. Er keuchte auf als er bemerkte dass die Affen auf ihn aufmerksam geworden waren und ihm nun folgten. Noch wusste er nicht ob diese Viecher Freund oder Feind war. Vielleicht suchten sie sich ja nur ihre heutige Mahlzeit hier im Wald? Was wusste er schon von Halbmenschen? „Lasst sie in frieden!“ Knurrte er misstrauisch und nahm Lilith sofort schützend in den Arm. Er würde der Nächste sein wenn es ums Sterben ging, nicht ein anderer seiner Freunde! Er hatte es ja zumindest mehr als verdient!

<i> "Kommn mith ... heim ... Heimat."</i> Darak runzelte die Stirn. Waren das… doch Menschen wie er einer war? Wie sonst konnte es denn möglich sein dass sie celcianisch sprachen? Für einen Moment war der Gehörnte so perplex dass er nicht antworten konnte, doch dann fasste er sich endlich wieder. „Wir können nicht. Wir haben eine Kameradin hier im Wald verloren die ihr helfen muss.“ Er deutete auf Lilith. Er hatte gar keine andere Wahl als den Affen eine gewisse offenheit entgegen zu bringen. Währen sie ihnen feindlich gesinnt hätten sie ohnehin keine Chance. Aber die Tatsache dass sie ihn nicht gleich überwältigt oder angegriffen hatten als er von der Fesselung losgekommen war, liess Hoffnung in ihm aufkeimen.

<i> "Wer sind die?",</i> „Wie geht es dir?“ Darak sorgte sich um andere Dinge als um sein lückenhaftes zoologisches Wissen. „Hast du Schmerzen? Ist dir schwindlig?“ Noch konnte er für sich keine Entwarnung geben. Gifte waren manchmal tückisch. Er hatte Angst dass sich Liliths Zustand erneut verschlechtern könnte.

<i> "Wiier wiesen ... komm heim"</i> „Wir können nicht! Wir müssen Alma finden… grosse Frau! Grosses Weibchen! Grooooooooooooosss….“ Er versuchte sich einfach auszudrücken. Vielleicht hatten diese Wesen ja was gesehen… eine Alma verlor man schliesslich nicht so leicht und die Affen schienen zahlreich zu sein. „Ausserdem sie gebissen von GROSSER Schlange…“ Er deutete auf Liliths Schulter wo der Biss noch immer zu sehen war. „Könnt ihr uns helfen?“ Es war seltsam einen Affen um Hilfe zu bitten aber sie schienen ihnen ja wirklich freundlich gesinnt. Alleine hätten sie in diesem Urwald kaum eine überlebenschance dem wurde sich Darak langsam aber sicher bewusst. Er blickte kurz hoch gen Himmel um zu sehen ob die Greifen noch in der Nähe waren. Er wollte von diesem Wald verschwinden so bald es nur irgendwie möglich war. Die Insel der Amazonen würde ein Paradies sein im vergleich zu diesem Ort hier.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Dienstag 10. Februar 2009, 15:43

Sichtlich dankbar für die stützende Umarmung lehnte sich Lilith gegen Daraks Schulter und atmete aus. Am liebsten würde sie einfach die Augen schließen uns einschlafen. Sie fühlte sich trotz ihres Erwachens noch etwas seltsam, irgendwie benommen. Außerdem kribbelte ihr ganzer Körper und sie hatte Schwierigkeiten, sich zu orientieren oder aus eigener Kraft vollkommen aufzurichten. Als hätte sie in den letzten Stunden übermäßig dem Alkohol gefrönt.
Einmal war es vorgekommen, dass Lilith Jungfrauenblut über ihren Durst hinweg getrunken hatte. Der Morgen danach war zu einer katastrophalen Qual geworden, denn sie hatte einen Auftritt in der örtlichen Taverne zu einem wahren Desaster werden lassen. Daraufhin war sie für einige Monate zum Festland gefahren, bis man die Peinlichkeiten in Xytras vergessen hatte. So war sie damals auch zu ihrer heutigen Berufung als "Spendensucherin" gekommen. Lilith kam mit Männern besser aus als jede andere Amazone der Insel Ardéris. Vielleicht gerade deshalb, weil sie in diesem Sinne nicht vollkommen Amazone war.
Die Tradition der emanzipierten Frauengemeinschaft ließ jedes Männchen, ob klein, groß, dick oder dünn zu einem minderwertigen Objekt werden, das höchstens der Produktion an Nachkommen nützlich werden konnte. Für Lilith galt dieser Grundsatz nicht. Sie bildete sich meist später ein Urteil, auch wenn es oft genug der Tradition der Amazonen entsprach – im Grunde jedes Mal. Bis auf hier und jetzt. Bis auf Darak.
"Ich hab dich so lange gesucht. Du musst mit mir nach Xytras kommen", hauchte sie, noch immer vollkommen perplex und vom Gift der Schlange benebelt. Die Elfe bekam kaum mit, was um sie herum geschah.

Die Affen unterdessen kamen näher. Einer von ihnen sprach Darak sogar an, wenngleich auch in sehr schlechtem Celcianisch. "Sie können sprechen!", bemerkte der Nichtgenannte unter seiner Maske, ein wenig spät. Auch er war von der Tatsache überrascht.
Noch einmal wurde Darak – dieses Mal auch mit winkenden Gesten – dazu aufgefordert, den Wesen in ihr "Heim" zu folgen. Er schlug das Angebot aus, begründete, dass sie nach jemandem suchten. Die Affen tauschten Blicke.

Darak kümmerte sich nun erst einmal um Lilith. <i>"Wie geht es dir? Hast du Schmerzen? Ist dir schwindlig?"</i>
"Nicht so schnell ..." Die Elfe fasste sich an den Kopf. Das Denken fiel ihr ungewohnt schwer. Es würde eine Weile dauern, bis sie sich von dem Betäubungsgift erholt hatte. Schließlich aber meinte sie: "Ich glaube, mir geht es gut. Ich bin ... betrunken?"
Wieder drängten die Affen. Sie hatten offensichtlich nicht verstanden, was Darak ihnen hatte mitteilen wollen. Carath war überraschenderweise von den Lianen befreit worden. Also wollten die Tiermenschen ihnen doch nichts Böses, sie verlangten nur, dass man ihnen folgte.

<i>"Wir können nicht! Wir müssen Alma finden ..."</i> Bei diesen Worten rissen einige der behaarten Wesen die Augen auf. Andere begannen damit, gegen ihre geschwellte Brust zu schlagen und lauthals zu kreischen. Liliths Spitzohren zuckten zurück, dann hielt sie sich diese zu. "Nicht so laut", wimmerte sie fast. Das Gift hatte bei ihr einen Kater hinterlassen.
Unterdessen versuchte Darak zu erklären, wer oder was Alma war. Nämlich groß, gigantisch groß. Das erregte nur noch mehr die Aufmerksamkeit der Affen. Sie kreischten immer wilder. Zwei von ihnen sprangen in die Bäume davon und riefen: <span style="color:FFFFFF;">"Das sind sie! Wir haben sie gefunden! Die Freunde der Kokosnuss!"</span>

<i>"Außerdem sie gebissen von GROSSER Schlange ... Könnt ihr uns helfen?"</i> Darak zeigte auf Lilith Schulter, wo die Amazone nun selbst hinsah. Da kehrte die Erinnerung an den jüngsten Schrecken zurück. Sie keuchte entsetzt auf und verdrehte für einen Moment die Augen. Aber wenigstens wurde Lilith nicht erneut bewusstlos.
Drei der verbliebenen fünf Affen näherten sich. Sie hockten sich um Darak und Lilith herum, betrachteten die Bisswunde und glotzten sich dann gegenseitig an. "Heeeh-lfen", krakelte der eine. Die beiden anderen Affenmenschen nickten. Schon erhoben sie sich, umringten die verwirrt dreinblickende Elfe und ... urinierten auf ihre Schulter. Lilith schrie angeekelt auf, wollte zurückweichen, aber Darak war ihr im Weg. So drückte sie sich nur angestrengt gegen ihn, während die Affen ihr Geschäft verrichteten.
"Helfen, helfen!", rief der Sprecher unter ihnen und zeigte auf sein Gemächt, von dem ein letzter Tropfen davon zeugte, dass er fertig war. Er und die anderen beiden Affen traten zurück.
Lilith starrte Darak ungläubig an. "Ich wurde angepinkelt", sagte sie monoton, nur um es sich selbst begreiflich zu machen. Doch da erhob wieder der sprechende Affe die Stimme. "Jetzt mit ... heim? Heim ... Alma..." Er zeigte in die Richtung, in die zuvor seine beiden Kameraden lianenschwingend verschwunden waren.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 11. Februar 2009, 07:58

Darak hatte ja keine Ahnung was er mit der beschreibung von Alma auslöste. Er starrte die Affen an die sich auf zwei beine aufrichteten und wie die betrunkenen Männern bei einem Saufgelage begannen sich gegen die Brust zu trommeln. Nur das gekreische dieser Wesen war so schrill und so hoch wie es wohl kaum ein menschlicher Mann nachzuahmen vermochte, ausser vielleicht man zwickte ihm etwas entscheidendes ab. Darak drückte Lilith mehr in seinen Arm und machte mit seiner linken Hand den Affen gegenüber beruhigende Gesten. „Shhh! Bitte nicht so laut!“ Forderte er bestimmt und strich Lilith über die Ohren. Er hatte zwar keine Ahnung auf was für einem Trip die Elfe genau war, aber er wusste wie man sich vor der unfreiwilligen Einnahme irgendwelcher Substanzen fühlen konnte. Das hatte er in Anduniens Gefängnis zum Beispiel eindrücklich erlebt.

Darak hätte niemals von dem Schlangenbiss erzählt wenn er gewusst hätte was die Affen dagegen unternehmen würden. Obwohl... wenns hilft? „Hehhh... Lilith.... vorsicht!“ Keuchte er als sie leicht zusammensackte und er sie auffangen musste. „Shhh.... ganz ruhig! Es wir dalles wieder gut!“ Versuchte er ihr Mut zuzureden. Lilith war vielleicht auch einer jener Menschen der immer wieder behauptete keine Hilfe zu brauchen. Darak gehörte ja definitiv auch zu dieser Spezies und darum wusste er genau wie gut ein solcher Beistand eben doch tat wenn man selbst nicht mehr weiter wusste.

Darak starrte die Affen fassungslos an als sie ihr Gemächt auf Lilith ausrichteten und lospiselten. „WAS ZUR HÖLLE MACHT IHR DA?!!!“ Ereiferte er sich wütend. „SO GEHT MAN WEDER MIT VERWUNDETEN NOCH MIT EINER FRAU UM!“ Brüllte er affengleich den Hybriden entgegen. Er hielt sie fest und stützte sie weiter obwohl er den Drang verspürte sich von ihr zu entfernen. Doch sie selbst hatte ebenso keinen ekel gezeigt als er voll mit der Jauche Pelgars gewesen war.

Ausserdem war Darak irritiert von der Grösse dieser... dieser.... Organe. Er starrte sie noch immer an auch als sie fertig waren. Hatten die noch alle Ta ssen im Schrank?! Er starrte entgeistert zu Carath hin. „Hast du auch noch eine Wunde die versort werden muss?!“ Brummte er. Der Nichtgenannte war so still geworden... als frässe er etwas
aus.

<i> "Ich wurde angepinkelt"</i> „Sei froh nur das!“ Antwortete Darak, griff nach einem Blatt und wischte das was er eben gerade erreichen konnte von ihrer Schulter. Es gab sicherlich schlimmeres auf dieser Welt als angepinkelt zu werden... aber... wer wollte das schon zur Tagesordnung haben?

Er wechselte kurz einen Blick mit Carath. „Alma wurde von Lianen vom Himmel geholt... bist du sicher dass die uns freundlich gesinnt sind?“ Hauchte er dem Maskierten zu. Er deutete auf die Affen welche offenbar die Lianen als Waffe und Fortbewegungsmitteln benutzten.

Doch was blieb ihnen schon gross übrig als den Affen zu folgen? Er stützte Lilith wieder und schob sie vor sich her während er dem letzten Affen folgte.

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Re: Kapayus Gefahren

Beitrag von Erzähler » Freitag 13. Februar 2009, 13:12

Jetzt, da Darak genug Zeit bekam, die Affen genauer zu mustern, konnte er feststellen, dass sie dem Menschen eigentlich ziemlich stark ähnelten – dem betrunkenen Menschen. Auch sie schwellten die Brust wie jene, die aufgrund von zu viel Alkoholkonsum Übermut entwickelt hatten. Sie schlugen sich wild dagegen und markierten den Prahlhans. Wären sie nicht von Kopf bis Fuß behaart gewesen und besäßen sie keine anderthalb Meter langen Affenschwänze, hätte man sie durchaus für ziemlich primitive, hinterwäldlerische Menschen halten können. Und wie primitiv sie sein konnten! Mit ihrem Gebrülle und Gekreische machten sie Darak mehr als Konkurrenz, doch dieser konnte sich im Moment nicht am Lärm erheitern.

<i>"Shhh! Bitte nicht so laut!"</i> Liliths Ohren zuckten, als Darak darüber streichelte. Beinahe hätte sie sich unter der Bewegung weg geduckt. Dann aber schaute die benommene Elfe auf. Ein erleichtertes Seufzen drang aus ihrer Kehle und vertrieb für einen Augenblick den sie umgebenden Krach. Es war nur Darak.
<i>"Shhh ... ganz ruhig! Es wird alles wieder gut!"</i>, raunte er ihr zu und hielt sie fest. Lilith bekam davon kaum etwas mit. Erst ihre ... eher beschmutzende ... "Dusche" durch das Urin der Affen weckte sie aus ihrer giftbedingten Benommenheit. Angewidert starrte sie die Wesen und anschließend ihre Schulter an. Ein penetrantes Aroma ging von dort aus und es brannte leicht. Bisher konnte Lilith nicht behaupten, dass ihr DIESE Methode geholfen hatte. Aber vielleicht wussten diese Affenmenschen es besser, sie schienen sich auch im Urwald selbst gut auszukennen. Dies war ihre Heimat.

Darak zeigte auch offenkundig seine Abscheu über die Heilverfahren der Affen. Er brüllte wild herum, dass Lilith das Gesicht verzog und sich nun selbst die Ohren zu hielt. "Nicht so laut", winselte sie fast. Das Gift musste bei ihr heftige Kopfschmerzen ausgelöst haben. Aber wenn es ihr bis auf diesen Umstand und den, dass Affen sie bepinkelt hatten gut ging, war es ja nicht so schlimm. Wer genug Kraft hatte, sich über etwas zu beklagen und zu jammern, der war über dem Berg.

Darak schaute Carath an. Dass dieser angesichts der Aktion der Affenwesen still und blass geworden war, konnte der Gehörnte nicht sehen. Carath trug schließlich wieder seine Maske. Aber vielleicht bemerkte er es an der sonst so unüblich steifen Haltung seines Begleiters.
<i>"Hast du auch noch eine Wunde, die versrogt werden muss?!"</i> Er schüttelte den Kopf, noch immer perplex. Sekunden später folgte ein leises "Nein". Darak bemühte sich inzwischen, Lilith so gut es ging zu säubern. Mühsam, aber vorsichtig wischte er ihr mit einem Blatt über die Schulter als wäre es ein Handtuch. Sie hob ihre Hand und hielt ihn am Handgelenk fest. "Lass nur", meinte sie. "Wenn die Heimat dieser Affen einen Teich oder Bach besitzt, halte ich noch ein wenig so aus. Vielleicht hält der Geruch auch andere Tiere fe..." Sie unterbrach sich abrupt, als sie Darak nun richtig und mit klareren Sinnen bemerkte. Ihre Augen weiteten sich und sie starrte ihn einfach nur an. Ihr klappte die Kinnlade herunter. "Du bist ja von Kopf bis Fuß mit Blut besudelt!"

Einer der Affen nickte eifrig. "Ja ... Blut schlecht ... F-ffffeinnnnd riecht ... schnell heim!" Offensichtlich würde er sie nicht nochmal auffordern, denn die Affen machten sich bereits auf den Weg über die Bäume. Carath wollte ihnen schon nacheilen, doch Daraks Zweifel hielten ihn kurz auf. Er erwiderte den Blick des anderen. "Haben wir eine Wahl?" Dann kam er zum Gehörnten und half ihm, Lilith wieder auf die Beine zu befördern.
Zu dritt folgten sie den Affen noch tiefer in die grüne Hölle hinein, die sich Kapayu nannte.


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