Die Spur des Windes

Der Großteil der Bewohner beherrscht die Luftmagie. Erlernt haben sie dies hier in der Luftakademie, welche von dem Volk und einem starken Luftmagier erbaut wurde. In manchen Gängen muss man regelrecht schreien, so stark sind hier die Winde.
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Die Spur des Windes

Beitrag von Erzähler » Dienstag 21. Dezember 2010, 19:58

Isildur kommt von Leuchtende Wolken?

Der Weg zur Luftakademie gestaltete sich als netter Spaziergang. Das Trio passierte aneinandergereihte Häuser mit wolkenartigen Dächern und weißen Mauersteinen, kleinen Vorgärten mit flauschigen Blumenbeeten und einer Menge ähnlich gestalteter Parkanlagen. Sie kamen an einer Koppel vorbei, in der junge Pegasusfohlen miteinander spielten. Ihre Schwingen besaßen noch nicht die nötige Stärke, um sie abheben zu lassen.
Die ersten Sonnenstrahlen begleiteten sie auf ihrem Weg. Sie wanderten über den Rand der schwebenden Stadt hinaus, erklommen die Häuser und erhellten schließlich alles mit ihrem Schein. Vögel zogen über Hymlia hinweg. Erste Bürger verließen ihre Behausungen. Ein neuer Tag brach an.
Helior schlenderte voraus, die Hände gemächlich auf dem Rücken gefaltet. Allzu eilig hatte er es nicht. Trotzdem ging er mit der nötigen Geschwindigkeit, um Isildur und Sylcia immer ein paar Schritte voraus zu sein. Er gönnte der Hymlianerin, mal mit dem Elfen so gut wie allein zu sein.
Sylcia spazierte gedankenversunken neben Isildur her. Immer wieder warf sie ihm einen verträumten Blick zu, musterte seinen Zopf oder betrachtete sich die Art wie er ging, seine Haltung oder das leichte Heben und Senken seines Brustkorbes. Sie war wie verzaubert. Schließlich, als Helior gerade um eine Ecke bog und somit für kurze Zeit außer Sicht- und Hörweite war, sagte sie: "Ich war es, die dein Ohr gekrault hatte. Myrjala meinte, das magst du. Ich … mache das gern wieder, wenn du möchtest. Ihr Elfen habt sehr weiche Ohren." Jetzt mied sie bewusst Isildurs Anblick und so plötzlich wie sie gesprochen hatte, verfiel sie auch schon wieder in Schweigen. Diese Stille hielt an, bis man erneut die Luftakademie erreichte.
Isildur und seine Schwestern waren schon einmal hier gewesen, in den Hallen der Himmelsreiter. Dieses Mal aber führte Helior den Elfen in die Akademie selbst hinein. Sie besaß große, offene Fenster, die breite Simse besaßen. Man konnte sich dort bequem hinsetzen oder –legen. Auch Pegasusreiter landeten bisweilen dort, in den Akademiehallen jedoch eher seltener, denn die Magier bevorzugten Ruhe, mussten sie sich doch konzentrieren.
Männer und Frauen in langen Seidenroben, aufgebauschten Gewändern oder mit scheinbar selbstständig in der Luft schwebenden Bändern, die an Haaren oder Kleidung befestigt waren, kamen an dem Trio vorbei. Einige grüßten Helior, andere musterten Isildur interessiert.

"Ich habe mit den Magiern vereinbart, dass wir uns im Westflügel treffen", sagte Helior und genau dort führt er seine Begleiter hin. Der Westflügel zeichnete sich durch einen großen Lesesaal aus. Hier studierten die jungen Magier in gesammelten Chroniken hymlianischer Aufzeichnungen. Diese türmten sich zu Hauf in meterhohen Regalen. Von langen Querbalken hingen Banner herab mit Weisen und Lehrzitaten berühmter Hymlianer.
Lausche dem Wind, er erzählt von fernen Ländern, hieß es da oder Erst wenn du mit der Luft zauberst, wie du sie atmest, kannst du dich wahrlich Magier nennen. Unter einem Banner, auf dem mehrere Lehrsätze eines Luftmagiers namens Platio verzeichnet waren, standen zwei ältere Herren. Ihr Haar war weiß wie Schnee und beide pflegten es, offen und lang zu tragen. Auch in Statur und Kleidung unterschieden sich die Männer nicht voneinander. Sie waren hoch gewachsen, sehr schlank und eher schmächtig gebaut. Die Roben aus weißer Seide, unter denen Untergewänder blauen Stoffes hindurch schimmerten, raschelten bei jeder Bewegung. Luftwirbel waren in sie eingewebt, die sich immer wieder zu neuen Mustern zu formen schienen. Beide Männer trugen dunkelblaue Stirnbänder, sowie jeweils eine schwere Kette, die bis zur Bauchmitte reichte. Daran hingen magische Symbole aus irgendeinem weißen Gestein.
Zwei Paare eisblauer Augen musterten Helior, Isildur und Sylcia, als sie auf die Männer zu kamen. Es bestand kein Zweifel, dass diese beiden Zwillinge waren.
"Ich grüße euch, Rih und Tuuli." Die Angesprochenen neigten die Köpfe. Selbst ihre Bewegungen waren gleich! "Würde es euch etwas ausmachen, celcianisch zu sprechen, damit unser Gast Isildur euch versteht?"
"Gewiss nicht", sagte der eine.
"Aber gern", meinte der andere.
Ihre Stimmen besaßen etwas Rauchiges und waren kaum voneinander zu unterscheiden. Der Erstere – es handelte sich um Tuuli – klang kaum merklich höher als sein Bruder, aber dazu musste man schon ein Gehör wie Isildur besitzen, um es überhaupt wahrzunehmen.
"Du wolltest noch jemanden mitbringen wegen der Spur, die wir im Wind gefunden haben", stellte Rih fest.
"Sind das die beiden? Dann können wir ja mit unseren Auslegungen beginnen", antwortete Tuuli. Es war nicht ganz einfach beiden zuzuhören.
"Wir fanden Spuren des Pegasus Wolkenschwinge im Wind, der mit Sylcias Rückkehr bis nach Hymlia kam."
"Wir konnten die Spur zurückverfolgen und das Gebiet eingrenzen, in dem sich dein verschollener Freund nun aufhalten muss." Rih lächelte zuversichtlich, was Sylcia hoffnungsvoll strahlen ließ. Vor lauter Glückseligkeit und Aufregung griff sie nach Isildurs Hand, hielt sich daran fest und bemerkte es nicht einmal.
Einer der Magier – Rih oder Tuuli? – fuhr mit seinen Erläuterungen fort: "Es kostete uns weitaus mehr Mühe, das Gebiet zu benennen als es ausfindig zu machen. Wir in Hymlia haben so gut wie keine Karten der Bodenwelt."
"Glücklicherweise fanden wir aber Aufzeichnungen über Gebirgsspitzen und da sich dein Pegasus derzeit wohl sogar unter der Erde befindet –"
"Unter der Erde?!" Helior riss die Augen auf. Wie konnte ein geflügeltes Pferd nur unter die Erde geraten? Er tauschte Blicke mit Isildur und Sylcia. Dann weiteten sich seine Augen noch mehr, aber er setzte ein Lächeln auf. Ihm war das Händchenhalten aufgefallen. Die Magierzwillinge ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Sie nickten zeitgleich. "Ja, unter der Erde", sprachen sie im Chorus. "Und es kommt noch bizarrer. Dort sollen kleine Leute leben. Wir wissen nicht genau, ob es Menschen sind, aber sie besitzen eine Stadt im Stein, so vermuten wir."
"Es ließen sich viele Minerale aus den Windspuren ablesen. Einige haben Geruch und Geschmack von bearbeitetem Metall."
"Wir konnten das Gebiet eingrenzen. Die Bodenzacken nennen sich Draigongebirge oder so ähnlich. Es soll dort viele Luftelementare geben."
"Wir empfehlen, zuerst nach diesen zu suchen und sie um Hilfe zu bitten. Anschließend sollte ein Weg unter den Stein gesucht werden."
Helior hob beide Hände, damit die Brüder in ihrem Redefluss stoppten. Er schaute zu Isildur herüber. "Verfügt deine Schwester nicht seit neuestem über einen Luftelementar? Der könnte euch helfen, dieses Gebirge zu finden. Zu schade, dass sie und Yavanna jetzt zwei Tage fort sind. Hm, sie sollten sich doch finden lassen, wenn sie Hymlia nicht verlassen haben. Es wäre die beste Möglichkeit, die Suche nach Wolkenschwinge fortzusetzen."
"Wo könnten sie stecken?", fragte Sylcia nun, die es plötzlich gar nicht abwarten konnte, sich auf den Weg zu machen. Die Hoffnung, ihren Pegasus bald wiederzusehen, ließ ihr Herz wild auf und ab hüpfen – oder war es die Tatsache, dass sie bemerkt hatte, wie ihre Hand Isildurs hielt?
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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Die Spur des Windes

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Donnerstag 23. Dezember 2010, 15:21

Isildur war über die Frage von Helior verwundert. Natürlich kannte er Türen, doch alles mit Türen zu versperren war ihm nicht bekannt. Neldor hatte eine Tür, doch wusste er das besonders die Waldelfen den angeblichen Nutzen einer Privatatmosphäre dort hinter nicht verstanden. Waldelfen, wie Isildur, sagten deutlich, wenn sie tatsächlich ihre Ruhe brauchten oder suchten sich einen Platz, wo keiner störte. Wie Isildur auf hohen Bäumen oder tief im Wald.
Neldor neigte nicht umsonst dazu, die Tür abzuschließen, damit er nicht beim Zaubern gestört wurde.
So begriffen selbst die stursten Elfen, dass kein Zutritt gewährt wurde.
Die Waldelfen hatten in ihren Behausungen keine Türen. Sie legten in Zelten, In magisch geformten Baumhöhlen oder den freien Himmel. Doch woher sollte Helior das wissen.
Doch Isildur hatte nie das Bedürfnis gehabt dort zu stören.
Überhaupt war das Lager in seinem Dorf für allen offen. Es kam auch schon mal vor, das man in einem anderen Zelt schlief. Die Gemeinschaft war groß und scheu, dass man bei etwas überrascht wurde, kam selten vor. Jeder ging mit allen ziemlich gelassen um. Wer sich gestört fühlte, der sagte es. Und nach Isildurs Meinung, wer sich das nicht traute, hatte selber schuld.
Doch bevor Isildur darauf reagieren wollte, hörte er lieber weiter zu. Er bemerkte mit einem Stirnrunzeln wie Helior plötzlich abwesend war.
die hängen wohl alle mit dem Kopf in den Wolken. Seltsame
Menschen…was ?...genau das richtige Volk für Myrjala und Yavanna

Er sah Helior deswegen ziemlich geschockt an, als dieser erklärte, dass man wohl doch aus Hymlia fallen konnte.
oh, nein…mach dich nicht verrückt…meine Schwestern sind zwar neugierig, doch sie kennen Gefahr…zumindest Yavanna. …so was Dummes würden sie nicht machen…Es wird nichts passieren…Ruhig…aber wo ist ihre Mutter?... oh!... sie hat keine Eltern mehr? Kein Wunder das sie so ist…hmm
Isildur sah zur Tür, von wo man die Geräusche von Wasser hören konnte. So entging ihm fast das Grinsen im Gesicht von Helior. Die Bemerkung bezüglich des Liebhabers quittierte Isildur mit einem schrägen Seitenblick.
„brauchst nicht so zu grinsen“ antwortete er nur darauf.
Als Antwort bekam Helior nur einen leichten Schlag auf den Oberarm zurück. Der bei Isildur grundsätzlich etwas heftiger ausfiel.
Tatsächlich hielt er Helior für robuster.
„ wir nehmen sie mit…“ und er selber konnte sich jetzt ein Schmunzeln nicht verkneifen. Dies wurde sogar ein Spur breiter, als Sylcia an ihm vorbeirauschte.
sie ist ein reiner Wirbelwind…


Dann machten sie sich gemeinsam auf den Weg. Der Weg war nicht lang und Isildur versuchte seinen Drang sich nach seinen Schwestern umzuschauen nicht nachzugeben. Doch er blickte sich aufmerksam um. Vielleicht sah man sie ja doch. Mehr und mehr faszinierten ihn jedoch die seltsamen Häuser und die fast farblose Natur.
Jetzt da die Sonne höher und höher stieg, wurde ihm bewusst, wie auffällig er hier war. Ein Umstand den Isildur gar nicht mochte. Er schritt wachsam und vorsichtig voran. Ernst blickte er und konzentriert. ich falle hier viel zu sehr auf…keine Deckung…hmm… die Menschen hier sind fast schon Ton in Ton…sie sind verträumt…alles wirkt wie im Taum..oh! …na hier würden bestimmt Myrjala und Yavanna die Zeit verbringen…Jungtiere sind schon immer etwas für die beiden gewesen…sind ja auch niedlich, die Fohlen.…aber weiter…bilde ich mir das ein? …sie beobachtet mich…irgendetwas muß ich gemacht haben…hmm, ob sie das mit meinen Ohren war?
Gerade wollte Isildur zu seiner Frage ansetzen, da sah ihn Sylcia an.
"Ich war es, die dein Ohr gekrault hatte. Myrjala meinte, das magst du. Ich … mache das gern wieder, wenn du möchtest. Ihr Elfen habt sehr weiche Ohren."
Myrjala!?...du kleines Biest…aber schön war es
„ meine Schwester also, hmm…war sehr schön. “ erwiderte Isildur sanft. Er musste unwillkürlich grinsen, als er bemerkte wie sie zu Boden blickte.
du bist wirklich scheu… süß…

Sie schlossen wieder zu Helior auf, der zwischenzeitlich mal seinen Schritt drosselte oder anzog.
du weißt was sie für mich empfindet, oder?...soso,…na mit dir rede ich noch…
Sie erreichten bald die Halle der Himmelsreiter. Kurz blieb der Elf davor stehen. Er holte tief Luft. Zwar wusste Isildur, dass in diesem Gebäude wegen der Pegasi keine Enge herrschte, jedoch überkam ihm eine Bekommenheit.
Gebäude war Gebäude.
nur keine sorge…dort ist es nicht eng…du warst dort schon mal drin…ruhig…durchatmen Tatsächlich war er jetzt sogar eine Spur nervöser als beim letzten Mal. Seine Schwestern würden wohl sich vor lachen auf den Boden kringeln. Ihr Bruder machte alles, wenn es als Vorbild oder um Hilfe für seine Familie ging, doch ging es um ihn selber, hatte auch er seine Probleme.
So strich er sich eine Strähne aus dem Gesicht, atmete tief durch und betrat die Hallen der Himmelsreiter.
„ Wo lang?“ fragte er noch Helior, doch dieser schritt schon voraus und zeigte so den Weg.
Nach Sylcia sich umschauend, ob sie mitkam schritt Isildur mit hoch erhobenem Kopf weiter. Sein Herzschlag war am rasen und er drosselte gewaltsam sein Tempo, doch sobald er die Weite des Raumes sah, beruhigte er sich. Auch konzentrierte er sich auf Sylcia, damit er ruhiger wurde. Bilder, was die letzte Nacht hätte geschehen können, spielten sich in seinem Kopf ab. So lächelte er kurz verschmitz sie an.
Sie liefen durch die Akademie und seine Aufmerksamkeit wurde mehr und mehr von diesem eingenommen. Er staunte nicht schlecht, dass hier alles nicht nach Papier wie bei Neldor roch. Es roch nach Wind und Luft. Genüsslich zog er den Geruch ein. Unbekanntes mischte sich mit dem vertrauten Gerüchen von Helior und Sylcia. Besonders Sylcias war wurde ihm mehr und mehr vertrauter.
kein Wunder…ich hatte sie heute Nacht im Arm gehabt…es ist wirklich ruhig hier…sie wirken alle so friedlich….ohne Sorgen….fast schon zu sorglos
Isildur wurde von Helior zu zwei Männern geführt. Zwillinge.
Der Waldelf gesellte sich zu Helior, die Arme wie so oft vor der Brust verschränkt, nickte er den beiden Magiern begrüßend zu.
typisch Magier… sehen fast gleich… Tuuli klingt höher ..und riecht feiner….so ähnlich sind sie dann doch nicht….
"Du wolltest noch jemanden mitbringen wegen der Spur, die wir im Wind gefunden haben"
Tuuli
"Sind das die beiden? Dann können wir ja mit unseren Auslegungen beginnen"
Rih!...sie reden abwechselnd…. Der eine führt tatsächlich das andere fort… ist das immer bei Zwillingen?… eigentlich kenne ich nur Draug und Finrod…und sie sind wesentlich verschiedener Natur…und sie sehen verschieden aus
„ Eigentlich fehlen noch meine Schwestern, doch die scheinen die Stadt zu erkunden. Ich werde sie informieren.“
Da Isildur die beiden auseinander halten konnte, so kam er gar nicht in die Zwickmühle, ihnen nicht folgen zu können. Er schenkte so immer dem die Aufmerksamkeit, der gerade sprach.
"Wir konnten die Spur zurückverfolgen und das Gebiet eingrenzen, in dem sich dein verschollener Freund nun aufhalten muss."
„ das ist gut“
Isildur merkte wie etwas seine Hand ergriff. Er blickte runter. Sylcia hielt seine Hand. Ihre Haut war weich und warm.
merkt sie das überhaupt… Sein Daumen strich zärtlich über ihre Finger.
Er lächelte ihr zuversichtlich zu.
Tuuli und Rih fuhren fort.
„ Wie? Unter der Erde?...“ Isildur sah Helior ebenso geschockt an, wie dieser.
Unter der Erde bedeutet enge…das wird nicht klappen…wir sind nicht für so was gemacht…aber ich habe gesagt, ich helfe…das wird mehr als hart
Isildur drückte etwas mehr die Hand von Sylcia, nicht so stark, dass sie verletzt wurde. Es beruhigte ihn ein wenig. Er schluckte hart.
„Zwerge?“ Isildur sprach es laut aus.
„ Zwerge leben in Steinbauten…“ teilte er den Anwesenden mit.
Isildur war selber nie Zwergen begegnet, jedoch kannte Myrjala welche. Sie hatte damals davon berichtet. Doch leider hatte Isildur nicht viel mitbekommen. Seine Aufmerksamkeit ging in ihrem Redefluss unter. Aber er wusste, dass Zwerge klein waren, unter der Erde in Steinbauten hausten und sich gerne mit Erdmineralien umgaben.
„ gute Idee…aber das Gebirge ist mir auch fremd, ich komme nicht aus diesem Land…Luftelementare…hmm“ Der Waldelf wurde von helior unterbrochen.
„ …hat sie…ja… da kann sie noch mehr Unsinn anstellen…wäre eine Möglichkeit…ebenso sollten wohl auch die Menschen dieses Dreigongebirge kennen… „
Er zeigte nach unten.
„…die unten hausen…dann hätten wir eine Richtung. Sie finden?...sie sind ziemlich auffällig…jedenfalls hier oben…ich kann sie notfalls wittern, dann würde es schneller gehen, dann folge ich direkt ihre Spur. …Wir sollten uns auf machen…Zeit ist kostbar“ Er sah Sylcia ermutigend an.
Isildur hatte zwar nicht Lust schon wieder eine Wandlung durchzuführen, jedoch würde es schneller gehen. Er konnte zwar Nachtschatten auch beauftragen.
Nur hatte er diesen bis jetzt nicht gesehen. Das konnte bedeuten, dass seine Schwestern ihn dabei hatten. Auch verstand der Wolf den Elfen nicht so gut und Nachtschatten war meist immer etwas gereizter, wenn Isildur eine Wandlung zuvor gemacht hatte. Wahrscheinlich verstörte ihn der Umstand, dass der Bruder von Yavanna mal ein Elf, mal ein Wolf war. Außerdem neigten die beide zum Konkurrenzkampf über die Alpha –Position im Rudel.
„ Sie hatten eine Nachricht hinterlassen…danach wären erst in zwei Tagen zurück. Keine Ahnung wo sie sind….wir sollten sie suchen...wir holen die beiden, dann kommen wir zurück. Helior, komm!“
Auf Magie zurückzugreifen fiel ihn nicht ein. Wie gesagt, Isildur mochte Magie nicht so sonderlich und nur wenn er überhaupt nicht weiter wusste, akzeptierte er sie.
Er nickte den Zwillingen nochmals zu, dass war seine Art des Danke sagens und drehte sich zum gehen. Sylcias Hand hielt er noch immer fest. .
„ Sylcia, ich brauche einen ruhigen Ort , wenn ich mich wandel…von der Leuchtwolke aus, ziehen wir dann los…oder eine andere Idee?“
Fragend sah er die beiden an. Nicht das Isildur seine Entscheidung nicht schon getroffen hätte. Er würde sich wandeln, seine Schwestern aufspüren und los.Sie mussten sich beeilen, also dann auf den schnellsten Weg. Wer wusste schon, was mit dem Pegasus war.



Sorry, das der post so lang geworden ist.. :drop:

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Re: Die Spur des Windes

Beitrag von Erzähler » Sonntag 26. Dezember 2010, 00:23

Helior schmunzelte über Isildurs Sorge. Er hatte es ja ganz schön eilig. "Deine Schwestern werden schon nicht aus allen Wolken fallen", kicherte er. Aber er meinte es sogar ernst. Myrjala und Yavanna mochten etwas chaotisch sein - besonders Myrjala -, aber bisher hatten beide weitaus weniger verträumte Eindrücke auf den Hymlianer gemacht als seinesgleichen. Sie würden schon schauen, wo sie ihre Schritte setzen.
Er selbst war zielstrebig und absichtlich ein wenig schneller gegangen. Isildur und Sylcia sollten ruhig ein wenig ungestört sein. Er mochte die verwaiste junge Frau, gönnte ihr vor allem das Glück, sich in jemanden verliebt zu haben. Außerdem schien der Elf zu erwidern, wenngleich er es nicht offen zugab - noch nicht. Sein Knuff gegen Heliors Schulter hatte so viel mehr ausgesagt. Der Hymlianer rieb sich über die Stelle. Das würde einen blauen Fleck geben, denn es schmerzte immer noch, wenn er die Muskeln drückte.

Sylcia hingegen war frei jeglichen Schmerzes. Sie fühlte sich wie im Himmel und dazu hätte sie nicht einmal in Hymlia sein müssen - nur in Isildurs Nähe. Als er entgegnete, dass ihre Ohrenkraulerei sehr schön gewesen sei, schlug ihr das Herz bis zum Hals. Rasch drückte sie beide Hände gegen die Brust, damit es nicht durchbrechen und davon hopsen konnte. Ihr Gesicht fühlte sich heiß an, denn die Wangen färbten sich rot, ebenso wie ihre Ohren. Selig lächelte sie. Nichts konnte diesen Moment zerstören.
Erst als Isildur plötzlich stehen blieb, stoppte auch sie, schaute fragend zu ihm auf. Sie standen vor der Luftmagie-Akademie. Helior war bereits durch das Eingangsportal verschwunden. Warum also war Isildur stehen geblieben? Sylcia betrachtete ihn. Erstmals schien es, dass sich sein Blick änderte. Sylcia konnte ihn nicht genau deuten. Hat er Angst? Nein, Isildur doch nicht! Trotzdem wirkte es so. Er atmete auch ganz anders. Sylcia presste die Lippen aufeinander. Sie wollte sich selbst das Bild ihres strahlenden Elfen nicht brüchig werden lassen, also entschied sie, ihn zu stärken. Sanft legte sich ihre Hand in sein Kreuz und mit noch sanfterem Druck schob sie ihn voran. Dabei sagte sie nichts, schaute ihn nicht einmal mehr an. Sie blickte geradeaus in die Halle, die sie betreten würden. Helior wartete bereits. Zum Glück setzte sich Isildur in Bewegung.
Sylcia wich nicht von seiner Seite. Ihre Hand behielt sie in seinem Kreuz, streichelte gar verstohlen mit dem Daumen über die Kleidung des Elfen.

In der Akademie selbst traf das Trio auf ein Duo. Rih und Tuuli, die beiden Hymlianer-Zwillinge, konnten einiges an Informationen über Wolkenschwinges Verbleib liefern. Leider erfuhren sie auch, dass sich der Pegasus wohl unterhalb des Erdbodens befand. In diesem Moment spürte Sylcia - die Isildurs Hand ergriffen hatte - leichten Druck, der darauf ausgeübt wurde. Sie blickte wieder flüchtig zu dem Elfen hoch. "Shhh", hauchte sie, kaum hörbar. In ihren Augen hatte dieser Mann keine Angst, das würde sie sich niemals eingestehen. Er hatte sie, zusammen mit seinen Schwestern und den Blauelfen, welche nicht mehr hatten mitreisen wollen, aus dem komischen Ofen befreit. Er wollte Wolkenschwinge für sie finden und er konnte sich sogar in einen Wolf verwandeln, obwohl es ihn anstrengte, vielleicht auch schmerzte. Sylcia konnte nur noch Bewunderung für diesen spitzohrigen Helden an ihrer Seite aussprechen.

"Was sind Zwerge?", fragte sie jedoch, abgelenkt von dem Gespräch mit den beiden Luftmagierin. Die Magier schauten auch nicht minder verwirrt drein. Sie zuckten mit den Schultern. "Kennen wir nicht", meinte Rih. "Nie gehört", antwortete Tuuli. Auch Helior konnte mit dem Begriff nichts anfangen. Erst als Isildur eine kurze Erklärung zu Zwergen abgab - so viel wie ein Elf selbst eben über die zu kurz Geratenen wissen konnte - ließen die übrigen ein verstehendes Seufzen erklingen.
"Ihr meint also, diese kleinen Leute im Boden, das sind Zwerge?"
"Haben wir endlich einen Namen für sie, Bruder. Wir sollten ihn schriftlich festhalten." Tuuli schritt quer durch den Raum, um sich von einem der Tische Feder, Tinte und Pergament zu stibitzen.
"Unbedingt, lieber Bruder. Zwerge ... ein hart klingendes Wort. Es fehlt jegliche luftige Nuance darin."

Sollten die Magierzwillinge weiterhin über die Zwerge nachdenken, Isildur wollte aufbrechen. Er hatte es plötzlich noch eiliger, aber die Zuversicht, die er Sylcia vermittelte, ließ auch diese hektischer werden. "Ja, gehen wir. Der liebe Derat könnte uns zurück auf das Bodenland von Celcia bringen."
Helior folgte Isildur und Sylcia, die sich wieder bei ihm eingehakt hatte. Sie waren rascher aus der Luftakademie draußen als sie herein gekommen waren. "Und nun?", fragte die Hymlianerin. "Wie sollen wir deine Schwestern finden?" Doch Isildur gab sofort Antwort. Er würde sich erneut in die wölfische Form begeben. Die Hymlianerin strich daraufhin sofort über die Silbersträhnen in seinem Haar. "Nochmal ein Wolf? Sagtest du nicht selbst, es ist schwierig?"
Auch Helior blickte skeptisch. Er hatte gesehen, wie es Isildur ergangen war, als sich dieser in Wolf und zurück in Elf verwandelt hatte. Er glaubte nicht, dass es ein leichtes war, die Gestalt zu wechseln. Trotzdem würde er ihn nicht daran hindern.
"Ruhige Orte gibt es genug. Hinter der Luftakademie steht ein Pavillon in einer kleinen Parkanlage. Den könntest du nutzen." Er zeigte zu einem umzäunten Park herüber. Auch hier besaßen die Bäume weiße Blätter, die Blumen nur pastellfarbene, blasse Töne und sogar das Gras wuchs in einem milchigen Weiß aus dem hymlianischen Wolkenboden. Zwischen all dem Bewuchs stand ein schöner Pavillon mit weißem Dach und Holzstreben, die es hielten. Die Stufen, die auf das erhöhte Podest der Laube führten, waren blau gestrichen worden, ebenso wie die Bank, die im Pavillon stand und Besucher erwartete. Weiße Ranken schlängelten sich an den Streben herauf. Von ihnen hingen blassrosa Beeren herab, die nicht einmal traubengroß waren. Ein romantischer Ort. Ob Helio ihn absichtlich genannt hatte?
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Re: Die Spur des Windes

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 2. Januar 2011, 15:59

Der Elf hatte diese Reaktion von dem Zwillingen innerlich erwartet. Kaum erfuhren sie mehr, so reagierten sie wie jeder, der gerne Wissen weitergeben wollte. Meist in geschriebener Form. Selbst seine Schwester Yavanna hatte ein Buch, wo sie neue Erkenntnisse oder Pflanzen eintrug. Angeblich nur, weil der Magier Neldor vom Heimatdorf sich dafür interessierte.
Neldor selber schrieb auch alles nieder was in seinen Augen wissenswert und weitergetragen werden sollte, nieder.
Mal nebenbei das Isildur nicht schreiben konnte, hatte der Waldelf kein Verständnis für so was. Das Wichtigste lernte man auch ohne Bücher. Er konnte lesen was die Natur ihn mitteilte, das reichte dem Elfen.
So verdrehte er nur die Augen als die beiden Magier ihre neue Information über Zwerge gleich aufschreiben mussten.
ist wohl überall gleich…Magier
Sylcia war inzwischen auch zum Aufbruch bereit und konnte es wohl nicht mehr abwarten.
"Ja, gehen wir. Der liebe Derat könnte uns zurück auf das Bodenland von Celcia bringen."

Ein verächtliches Schnaufen kam über Isildurs Lippen. Er mochte Derat einfach nicht…und mit dem Drachen fliegen fand er noch schlimmer. Doch es schien die einzige Möglichkeit.
“ ja…der Drache könnte das…Schwierig ist das falsche Wort, es kann sehr anstrengend und auch schmerzvoll sein. und einen Teil von mir selbst kosten… vergesse nicht, was einst Neldor zu dir gesagt hat… das Blut ist wild und Elf und Wolf werden Zeiten haben, wo sie kämpfen…aber nicht heute. Ich denke, der Traum war der Beweis. Es ist beides ein Teil von mir… doch keine Angst, der Schmerz gehört dazu…lasst mich dann kurz allein. Und so oder so, komme ich nicht ums Haare einfärben herum. Mein Körper ist gestärkt und mein Geist auch, es wird schon klappen.”
Auch Helior sah skeptisch drein. Er hatte die erste Verwandlung von Isildur mitbekommen und kannte ihre Auswirkung auf den Elfen, doch schien er die Nützlichkeit der Verwandlung erkannt zu haben.
“Ruhige Orte gibt es genug. Hinter der Luftakademie steht ein Pavillon in einer kleinen Parkanlage. Den könntest du nutzen."
Auf den Vorschlag von Helior nickte Isildur diesem dankbar zu. Das was Isildur sah, wirkte vielversprechend. Aber es war fast schon eine Spur zu romantisch.
Er sah dem Hymlianer mit einer hochgezogenen Augenbraue fragend an.
versuchst du mich von meiner Arbeit abzuhalten?… denkst du, ich lasse mich ablenken?
Der Ort den Helior genannt hatte war wahrlich traumhaft und lud förmlich dazu ein. Die dezenten Farbtöne verstärkten den Eindruck sogar noch.
Isildur , der eigentlich kräftige Grüntöne bevorzugte, wusste innerlich jedoch zugeben, dass es was hatte. Viele Frauen würden wohl so einem Ort mehr als nur romantisch einfinden. Doch war Isildur nicht gerade der Romantiker schlechthin.
Und irgendwie hatte er dass Gefühl nicht richtig hier zu sein. Es war wie eine Schlinge, die sich um seinen Hals legte. Ein Gefühl, dass er kannte, wenn er auf eine feste Partnerschaft angesprochen wurde.
Isildur konnte es sich nicht vorstellen.
Er war, jedenfalls seiner Meinung nach, viel zu jung. Und eine Bindung an nur einem Partner war nicht immer üblich bei den Elfen.
Er mochte Sylcia wirklich. Mit ihr der Liebe frönen, hatte seinen Reiz auf ihn.
Sie strahlte etwas aus, was er nicht differieren konnte. Sie war die erste Person außer seinen Schwestern, die ihn als Wolf geflauscht hatte. Sie hatte ihm die Ohren gekrault, als er schlief. Er hatte gespürt, wie er besitz ergreifend nach ihr wurde.
in Ordnung, ich gebe ihr Klarheit… und sie kann dann selber entscheiden… verdammt ich belüge mich doch selber. …gerne würde ich doch die Zeit für etwas schönes benutzen…nein, erst den Pegasus finden… danach hat man vielleicht die Zeit
Doch wie sollte er mit ihr reden, wenn Helior gleich neben den beiden war. Den Elfen mochte es nicht stören, doch Sylcia bestimmt.
“ Helior…geh mal ein paar Schritte schneller, ich muss mit Sylcia reden. Allein!”
Worte , die keinen Widerspruch duldeten.
Er nahm die junge Hymlianerin an die Hand und führte sie zum Pavillon.
“ Hör zu…” Er atmete tief durch. Verletzen wollte er sie nicht, aber wie sollte er so was sagen.
“ähm…ich bin ein Waldelf… ich glaube zu wissen, was du für mich empfindest…
Ich mag dich auch… aber ich bin keiner für eine feste Partnerschaft… das sind Elfen öfters nicht… doch ich merke, dass ich etwas mehr für dich empfinde… du bist hübsch… dein Körper fühlt sich gut an… Dein Kraulen ist unglaublich… doch erst immer die Arbeit… ich…!”
Er seufzte laut auf, drehte sich kurz weg.
Wie viel würde sie von dem verstehen, was er meinte? Ein Elf der vielen Worte war er auch nicht.
Zuhause gab es öfter, dass sich ein Elf oder eine Elfin sich mehrere Partner nahm.
Dann drehte er sich um, legte eine Hand an ihr Gesicht und drückte seine Lippen auf die ihren. Ihm war es tatsächlich mal egal, was die Arbeit sagte.

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Re: Die Spur des Windes

Beitrag von Erzähler » Dienstag 4. Januar 2011, 19:15

Sylcia warf Isildur einen besorgten Blick zu. "Schmerzvoll?", wiederholte sie. Das hatte sie nicht gewusst. Er sah als Wolf doch so bezaubernd aus, so niedlich. Und erst sein Fell mit all den silbernen Spuren! Nicht einmal seine Worte, dass Schmerz eben zu einer Verwandlung dazu gehörte, konnte sie vollkommen beruhigen. "Vielleicht finden wir einen anderen Weg."
Glücklicherweise erkannte Helior, dass sich Isildur nicht mehr von seinem Vorhaben abbringen lassen würde. Er führte ihn zu einem Pavillon, damit er sich dort verwandeln konnte. Diesen Ort suchten normalerweise nur Paare auf und ganz bestimmt nicht am Tag. Hymlianer waren meist Romantiker. Sie lebten ihre Romantik zu Sonnenauf- und Untergang aus. Man hatte Zeit.
Trotzdem zeigten Isildurs Haltung und Mimik, was er von diesem abgeschiedenen Ort hielt. Helior zwinkerte daraufhin nur. Sein neckisches Grinsen verriet seine Gedanken. Du solltest Sylcia erst einmal beruhigen. Ich werde auch nicht stören. Er kicherte leise in sich hinein. Zustimmend nickte er und verdrückte sich, als Isildur genau das aussprach, was er erwartet hatte. "Gut, ich spaziere ein bisschen herum." Er drehte sich auf dem Absatz seiner weißen Stiefelsohlen herum und marschierte davon. Sein Blick war zum Himmel gerichtet. Er wirkte zufrieden. Sicherlich würden sich die beiden gleich küssen! Helior grinste breiter.

Wie sehr der Hymlianer doch Recht behielt, ahnte er ja nicht. Allerdings hatte er auch nicht bedacht, dass sich Isildur wenig wohl fühlte bei dem Gedanken, sich derart eng an Sylcia zu binden. Für Abenteuer besaß er stets ein offenes Ohr, aber für ein Leben unter dem zierlichen Pantoffel einer Frau war der elfische Krieger nicht geschaffen. Noch nicht, wie er selbst fand.
So machte er Sylcia nur allzu deutlich, was er dachte. Es ging überraschend leicht, nachdem sich seine Zunge mit den ersten Worten erst einmal gelockert hatte. Die Hymlianerin stand ihm nur gegenüber, die blauen Augen weit aufgerissen und sichtlich errötend. Dieses Mal schien sie selbst zu gebannt, um verlegen den Kopf zu senken.
Ihre Hand fühlte sich mit einem Mal sehr verschwitzt an. Sie war nervös – oder enttäuscht? Eher nicht, denn sie lächelte. Ihre Gedanken kreisten um seine Worte. Isildur findet mich hübsch und das Kraulen hat ihm auch gefallen! Myrjala, du bist die Beste! Es ist alles so wundervoll! Leider berührten seine Komplimente sie derart, dass sie die eigentliche Botschaft hinter seinen Worten vollkommen überging. Möglicherweise auch deshalb, weil sie es nicht wahrhaben wollte. Isildur war doch gewiss kein gewöhnlicher Elf, der sich nicht band und eine Partnerschaft scheute. Immerhin konnte er sich auch in einen Wolf verwandeln! Irgendwie hatte Sylcia den Eindruck, dass nicht jeder Elf dazu in der Lage war. Sie lächelte noch seliger. Isildur war eben etwas ganz Besonderes. Und er mag mich. Das hat er gesagt. Ich mag dich auch.
Sie brachte es nicht über die Lippen, aber Isildur würde es möglicherweise einfach von ihnen herunternehmen können. Plötzlich waren beide in einem Kuss verbunden. Sylcia zuckte zusammen. Ihre Augen wurden noch größer, dass man sich in der Weite dieser blauen Spiegel verlieren konnte.
Sanft begann sie, den Kuss zu erwidern, zögerlich zuerst, aber dann immer zärtlicher und zugleich fordernder. Ihre Hand fuhr bis zu seiner hoch, die die glühende Wange hielt. Sylcia glaubte fast, zu brennen, so heiß war ihr. Spürte Isildur das denn nicht? Verbrannte er sich nicht? Vielleicht schmolz sie auch gleich!
Ist doch vollkommen egal. Ihr Herz pochte wild. Ihre Hand fand seine und legte sich darüber. Nicht loslassen. Es war ein so wundervolles Gefühl. Nie zuvor hatte Sylcia etwas Vergleichbares gespürt. Nie zuvor schwebte sie so leicht, so weit oben im Himmel. Das war ihr erster inniger Kuss und Isildur legte genug Leidenschaft hinein, dass sie ihn niemals wieder vergessen würde.

Irgendwann jedoch löste sich die Hymlianerin von ihrem Schwarm, denn irgendwann ging alles einmal vorbei. Das Strahlen in ihrem Blick würde allerdings noch eine ganze Weile bemerkbar sein. "Was war das denn?", hauchte sie, jedoch keineswegs vorwurfsvoll. Vielmehr war sie freudig überrascht und dankbar, dass der Elf es mit ihr geteilt hatte. Sie sehnte sich bereits nach einer Wiederholung.
"Als Wolf kannst du vermutlich nur schlecken." Ein Lachen huschte über Sylcias Züge. Sie wurde mutiger, hob noch einmal die Hand. Sanft kraulte sie Isildurs linkes Elfenohr. "Du verwandelst dich aber auch wieder zurück, ja?" Dann könnten wir … nochmal … Die aufsteigende Röte in ihren Wangen, die jetzt bis zu den Ohren wanderte, verriet Sylcias Wunsch.
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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Die Spur des Windes

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 9. Januar 2011, 17:45

Isildur sah ihre großen Augen, die sich vor Schreck weiteten.
Mach ich was falsch?
Gerade wollte er sich von ihr wieder lösen, da spürte er wie sie den
Kuss erwiderte. Ein leichtes Lächeln huschte über sein Gesicht.
Sie forderte ihn nach mehr auf und er erfüllte ihr nur zu gern diesen Wunsch.
Ihre Hand legte sich auf die seine und seine dunklen Augen waren liebevoll auf die ihren gerichtet.
Ihre Hand war warm und ihr Geruch schien sich um das zehnfache verstärkt zu haben. Er konnte deutlich das Pochen ihres Herzens hören, welches sich fast am überschlagen war. Erst als sich ihr Herzschlag etwas beruhig hatte, löste er sich von ihr.
Er grinste sie an.
„Ein Kuss! Ich muß dir dazu nichts erklären, Sylcia“ erwiderte er nur darauf. Sie strahlte über das ganze Gesicht. Man müsste blind sein um das nicht zu bemerken.
Hoffentlich hat sie verstanden, was ich ihr vorher gesagt habe
Isildur lachte bei ihrer Frage auf.
„ja…Tiere bekunden so ihre Zuneigung…auch ich dann“ Er neigte den Kopf leicht zur linken Seite und schloss für einen Moment die Augen. Sie konnte wirklich gut kraulen. Eine leichte Gänsehaut machte sich bei ihm breit. Wäre Isildur eine Katze so hätte er vermutlich geschnurrt.
Wieder fiel ihn sein Vater ein, dass man angeblich daran eine Partnerin erkenne. Doch davon wollte der Waldelf nichts hören.
Seine Hand griff nach der ihren und er gab ihr einen weiteren Kuss auf die Finger und ließ sie los.
„ ich habe nicht vor so zu bleiben…wir wiederholen das, in Ordnung?... du solltest wegschauen. Es sieht nicht nett aus, nachdem was mir Yavanna erzählt hat….aber…bleib in der Nähe.“
Er nahm seinen Bogen ab und drückte ihn Sylcia in die Hände.
„ aufpassen, bitte…und ich werde dich anstubsen, wenn ich etwas gefunden habe…ihr müsst mir dann folgen. Ich kann als Wolf nicht reden“ Erklärte ihr noch, während er sich ins Gras setzte.
So, dann wollen wir mal
Isildur begab sich in den Vierfüßlerstand. Sein Blick schweifte nochmals umher. Routine, um den Platz abzuchecken.
Dan atmete er tief durch. Er konzentrierte sich auf den Wolf. Auf die Gerüche und Geräusche. Er hörte seinen herzschlag und mehr und mehr spürte er das Pulsieren seines eigenen Blutes. Dann folgte der Erste Schmerz. Es zuckte durch seinen Körper. Die Atmung wurde bei isildur schneller. Gezielt atmete er in den Schmerz rein, nutzte jede Welle um die Wandlung fortzuführen. Deutlich spürte er wie sich Knochen, Muskeln, Haut dehnten. Sich neu positionierte. Sich mehr und mehr Haare bildeten und das Fell wuchs. Wie alles sich an Gerüchen, Färben und Geräuschen veränderte.
Nicht auf…ge..ben…wie..ter…
Sein Rücken bog sich, seine Knochen verschoben sich. Er keuchte und knurrte zugleich. Die Prozedur dauerte …wie lange, dass wusste Isildur nicht.
Der Schmerz ließ nach. Die Wandlung war komplett.
Erschöpft sackte er zusammen. Sein Atem war heißer.
Jedoch es wurde scheinbar immer leichter, oder lag es daran, dass er sich an die Schmerzen gewöhnte.
Er wartete eine Weile, dann erhob er sich. Sein Fell schüttelte er erst mal kräftig durch. Seine Augen suchten nach Sylcia. Genüsslich zog er den Geruch von allem ein.

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Re: Die Spur des Windes

Beitrag von Gestalt » Montag 10. Januar 2011, 19:26

Isildur konnte es unmöglich leugnen: Sylcia war bis über beide Ohren in ihn verliebt. Allein ihr Strahlen zeugte doch davon, wie glücklich sie war, überhaupt in seiner Nähe zu sein. Und dann der Kuss. Ob Isildurs Lippen schon bei anderen Frauen zuvor danach so gekribbelt hatten? Aber es kribbelte ihm auch unter den Fingerkuppen. Vielleicht lag es an der Durchblutung.
Hinzu kam ein wohliges Gefühl, als die Hymlianerin ihn kraulte. Als Wolf fühlte sich das fast noch besser an. Da wuschelten seine Schwestern ihm bekanntermaßen das Fell, was für ein Tier oft als herrliche Massage empfunden wurde. Es entspannte ungemein.
Doch diese Liebkosungen mussten ein Ende haben – vorerst. Isildur unterbrach Sylcias Zuneigungsausdrücke, indem er ihre Hand ergriff. Einen Moment blickte sie besorgt. Gefiel es ihm nicht? Aber als er sprach, nickte sie nur. Vorfreude glänzte auf ihrem Gesicht wie kleine Wassertröpfchen nach einem Regenschauer. "Keine Angst, ich gehe nicht weg", sagte sie, als sie ihre Hand aus seiner löste und sich gehorsam umwandte. Den Bogen drückte sie eng und doch mit aller Vorsicht an sich, die sie aufbringen konnte.

Isildur hätte sie allerdings auch warnen sollen, sich die Ohren zuzuhalten. Seine Verwandlung hörte sie, mit aller Deutlichkeit. Und da man zwischen Myrjala und Sylcia bereits einige Parallelen entdeckt hatte, war es nicht verwunderlich, dass sie sich ebenfalls der Neugier hingab. Eine einzige Drehung genügte. Dann starrte sie.
Sylcia konnte noch erleben, wie sich Isildurs Körper dem eines Wolfs anpasste. Seine Knochen verformten sich. Der Brustkorb wuchs, wurde breiter und schob sich ein Stück weiter nach oben. Die Schultern drehten sich etwas zurück, während die Arme Pfoten bildeten. Aus dem Steißbein ragte ein naturfarbener Wurm, auf dem sofort die silbrigen Haare sprossen, die sie so liebte. Isildurs Ohren legten sich enger an den Kopf an, passten sich zugleich aber auch einer wölfischen Vorlage an. Jetzt spross überall Fell. Es sah schrecklich aus, aber Sylcia konnte ihren Blick nicht mehr davon nehmen.

Sie starrte, bis die Wandlung vollendet war. Dann stürzte sie auf den Jetzt-Wolf zu, hockte sich sofort zu ihm und tätschelte seinen Kopf. "Tut mir leid, ich hab nicht auf dich gehört. Das muss ja sehr wehgetan haben!" Sie kraulte ihn wieder, um ihm etwas Zärtlichkeit nach all der Anstrengung zu spenden. "Oh, du siehst aber trotzdem sehr schön aus", lobte sie.
"Na? Gefällt es dir besser, wenn er ein Wolf ist?" Verschmitzt grinsend tauchte Helior beim Pavillon auf. Sylcias Wangen nahmen sofort eine schüchterne Röte an. Sie verteidigte sich: "Aber er muss doch zum Wolf werden – damit er seine Schwestern finden kann."
Helior lachte, klopfte Sylcia im Vorbeigehen die Schulter, um zu signalisieren, dass er sie nur hatte necken wollen. Dann betrachtete er Isildur.
"Er kann nicht mit uns reden", gab die Hymlianerin den Hinweis. Helior nickte. "Aber er versteht uns? Isildur? Führ uns zu deinen Schwestern!"
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Re: Die Spur des Windes

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 19. Februar 2011, 13:29

Isildur hob den Kopf. Sein Fell hatte sich nach der Schüttelaktion wieder gelegt. Und wo es nicht richtig lag leckte er kurz drüber. Tatsächlich war er erschöpft, doch es wurde besser. Schneller als es die ersten Male der Fall war.
Hmm, mich in einen Wolf zu wandeln ist leichter als andersrum…aufpassen mein Lieber
Den Geruch von Sylcia fiel ihm sofort auf. Sie war zu ihm geeilt und er blickte sie mit großen Augen an. Ihre Hand fand gleich sein Ohr und sie kraulte ihn beruhigend. Dabei entschuldigte sie sich für ihre Neugier. Tatsächlich hatte er vergessen, dass er auch etwas lauter bei der Wandlung war.
Er schluckte den Schmerz nicht stumm, sondern machte ihm Luft.
Nicht so schlimm…ist nicht angenehm, aber es geht…hmm, kannst gerne weitermachen.
Er bog seinen Kopf ihr entgegen. Seine feuchte Nase stupste an ihre Hand. Doch zu lange konnte er es ja nicht genießen. Ein Geräusch ließ ihn aufhorchen. Die Ohren stellten sich auf. Sofort streckte er seine Nase in die Luft. Ein bekannter Geruch.
Oh, Helior…kommst ja gerade recht…und keine dummen Sprüche
Er erhob sich um Helior zu begegnen.
Dieser konnte es jedoch nicht lassen, Sylcia nochmals zu necken.
Isildur sah ihn mit wachen Augen an und legte den Kopf schief.
Du bist ganz schon raffiniert…du hast es doch gewusst, was sie für mich empfindet, oder? Ich merk mir das, glaub es mir, mein Freund.
Da stand der ehemalige Waldelf und folgte wachsam die Reaktionen der beiden Hymlianern. Er machte mehrere Schritte um die beiden herum.
Wir wollen los…macht schon….ich will mich bewegen…Halt!...denk an die Arbeit… aber es riecht hier wirklich frisch. Anders als bei den Pegasi…ich hätte richtig Lust kurz hier über die Wiese zu rennen…nein, erst die Schwestern finden
Als sich dann Helior an ihn wandte, war er froh sich in Bewegung zu setzen zu dürfen.
Ich versteh dich sehr gut…ich bin nicht dümmer geworden
Isildur bellte kurz als Antwort, dass er alles verstand.
Dann folgt mir mal.. wo fange ich an?....hmm, erst mal zurück
Er machte sich auf den Weg, blieb dann kurz stehen und blickte sich dann um. Sie mussten ihn immerhin folgen können. Und Isildur war auf vier Pfoten doch um einiges schneller als ein Mensch. Er hätte Sylcia auch auf den Rücken transportieren können.
Helior konnte er nicht zusätzlich tragen. Er war zwar größer als ein gewöhnlicher Wolf, doch die gleiche Größe wie Nachtschatten hatte er nicht. Und der konnte wirklich ohne Probleme zwei Personen tragen.
Tatsächlich musste Isildur immer wieder aufpassen, dass die beiden nicht verloren gingen.
Es ist toll…dieses Laufen…diese Gerüche…ich liebe es
Er rannte durch die die Gassen. Schnüffelte mal hier und dort. Der Jagdtrieb war bei ihm stark und wurde stärker. Und es war immerhin eine Jagd. Schon als Elf mochte Isildur die Jagd in den Wäldern.- Das Anschleichen und das Gefühl mit sich im Reinen zu sein. Der Kampf um das Überleben. Auch wenn Yavanna jeden Mall um die Tiere bangte, welche dabei sterben könnten.
Als Wolf genoss er es ebenfalls. Seine Schwestern konnten nicht ahnen, wie viel es ihm gab. Die Verbundenheit zur Natur war berauschend. Das Gefühl der Erde unter den Pfoten. Die Gerüche und Geräusche. Einfach unbeschreiblich. In solchen Momenten konnte er seine Schwester Yavanna mehr als nur gut verstehen, was es für einen Druiden und Waldläufer hieß, eins mit der Natur zu sein.
Er stoppte schlagartig. Seine Schnauze wanderte zum Boden.
Ich bin noch nicht mal bei der Taverne und es riecht schon nach ihnen. Seltsam. Eine schwächere Spur und eine stärkere Spur. Nachtschatten und Sturmkralle…sie sind hier mehrmals vorbeigekommen!...dann folgen wir ihr mal.
Isildur jaulte auf. Seine Rute schlug aufgeregt hin und her, während er mehrmals an Sylcias Hand stupste.
Er zeigte mit seinem Kopf, in eine Richtung. Setzte sich und erhob sich wieder.
Dann flammte das Jagdfieber auf.
Isildur bellte und machte sich auf den Weg. Die Nase immer am Boden folgte er den Gerüchen. Und die gingen quer durch die Stadt. Hin zur Taverne.
Sind sie wieder zurück? Es riecht hier so stark nach ihnen…nein, Bär und Wolf sind bei der neusten Spur nicht dabei…seltsam…
Der große Wolf blickte sich um. Er stand vor der Taverne. Da fiel ihn etwas ins Auge. Ein flatterndes Etwas.
Das kann doch nicht wahr sein….was habt ihr gemacht?
Isldur jaulte und blickte zu dem Schild hoch. Dort hing kein Schild mehr! Nur ein Stück Leder mit einer aufgemalten Wolke. Der Wolf richtete sich so gut er konnte auf zwei Beine auf und streckte sich dem provisorischen Schild entgegen. Seine Nase erkannte den Geruch seiner Schwestern.
Na ihr werdet was erleben
Er ließ sich wieder fallen und ließ knurrend seinen Unmut los. Dann beschnuffelte er den Boden in der Taverne. Viele Gerüche waren da, doch kein so frischer wie bei dem Schild und vor der Tür.
Sie sind nicht rein gegangen…also weiter.
Er bellte auf, drehte sich und suchte weiter. Schnell hatte er die Fährte wieder. Das Isildur wohl die Leute um sich herum ziemlich erschrecken würde, war ihm egal. Sein Weg führte ihn durch die Stadt. Alle Orte, die des Nachts von seinen Schwestern aufgesucht wurden auf ihren Weg zur Akademie, wurden jetzt nochmals von dem silbernen Wolf besucht. Der Waldelf verstand überhaupt nicht, was sie an den vielen Orten gemacht hatten. Die von seinen Schwestern hinterlegten Sachen fand er nicht. Und das die Hymlianern es unbedingt einen großen Wolf zeigen würden, der selbst über die Abtrennungen der Gärten sprang, war zu bezweifeln.
Nach und nach begann die Suche Isildur mehr und mehr Spaß zu machen. Wie das Versteckspielen mit seinen Schwestern, was sie gerne Zuhause in den Wäldern spielten. Sie hatten sich immer geärgert, wenn er ihnen als Wolf auf die Spur kam. So hatten sie versucht ihn zu verwirren, und liefen zu vielen verschiedenen Orten bis sie sich wirklich versteckten. Eine bessere Übung hatte er nicht bekommen können. Anfangs hatte es noch geklappt, aber mit der Zeit konnte er die Gerüche trennen und ging nur den frischen nach. Hier war es nicht anders.
Es war so vertraut, obwohl es auch fremd roch. Doch es machte die Sache noch spannender für den Waldelfen. So sprang er manchmal etwas übertoll umher, drückte sich an Sylcia und schupste Helior etwas voran.
Dann blieb er schlagartig stehen. Seine Ohren stellten sich auf. Er hatte ein Heulen gehört.
Yavanna?...Nachtschatten?...
Er legte den Kopf zurück und heulte ebenfalls. Sein Ruf war eine Antwort und die Suche nach den anderen. Lang zog sich das Geheul durch die Straßen. Was wohl Sylcia und Helior davon hielten? Dann rannte er los. Er schlug Hacken und rannte in die Richtung woher das Geheul kam. Hier gab es immerhin nicht viele, die so was machten
Ich hab euch!

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Re: Die Spur des Windes

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 23. Februar 2011, 20:09

Offenbar gewöhnte sich sein Körper langsam an die Wandlungen. Es fiel Isildur immer leichter, sich in einen Wolf zu formen. Der Schmerz ließ zudem überraschend schnell nach. Vielleicht könnte er sich eines Tages ohne jegliche Probleme verwandeln. Das wäre nur von Vorteil. Sicherlich hätte Yavanna aber wieder ein Auge auf ihn. Sie meinte ja stets, er sollte diese Wandlung nicht zu oft vollziehen, als wüsste sie mehr. Doch es wurde jedes Mal leichter!
Außerdem bemerkte er, dass sich seine wölfischen Sinne schneller festigten. Verstärkten sie sich auch nach jeder weiteren Wandlung oder lag es an seinen Gefühlen zu Sylcia, dass er ihre Witterung sofort wahrnahm, ohne überhaupt richtig schnüffeln zu müssen?
Auch Helior roch er schnell. Ja, seine Sinne mussten nun noch besser funktionieren. Sollte er dies als gutes oder schlechtes Zeichen sehen? Auf jeden Fall konnten sie sich nun auf den Weg machen. Er würde seine Schwestern sicher mit Leichtigkeit finden, er kannte ihren Geruch.

Sie machten sich auf den Weg. Dabei bemerkte Isildur schnell, dass Myrjala und Yavanna die halbe Nacht durch Hymlia gestreift sein mussten. Er rekonstruierte mit seiner feinen Wolfsnase ihre Pfade. So jagten er, Sylcia und Helior ebenfalls durch die halbe Stadt. Sie bekamen die Schneise des Chaos mit, die die Elfenschwestern hinterlassen hatten.
Vor der Schenke Zur leuchtenden Wolke stellten sie fest, dass das Tavernenschild verschwunden war. Ein Tuch hatte man als Ersatz oder Bezahlung zurückgelassen. "Ich verstehe das nicht", schüttelte die Wirtin den Kopf. "Wer braucht denn schon ein Schild?" Sie war ratlos.
In den Straßen, die sie passierten, war es nicht anders. Ein alter Hymlianer, dessen Haare bereits ergrauten und so ihren silbrigen Glanz verloren, beschwerte sich über die Kinder der Nachbarschaft. "Sie haben ihm seine Lieblingsblume gestohlen", übersetzte Sylcia.
Andernorts suchte eine Frau nach ihren Wolkenkissen und wunderte sich über diese flauschigen Dinger – Felle! – die nun als Sitzpolster auf ihrer Bank lagen. Darüber lachte Sylcia herzlich. Sie tätschelte Isildurs Kopf. "Sie glaubt, hier rennt ein Tier nun nackt herum." Ihr Lachen dauerte an, bis sie eine andere Seitenstraße erreichten. Es war just zu dem Zeitpunkt, als der wölfische Isildur ein Heulen wahrnahm. Während er auf dieselbe Art und Weise antwortete, rief Helior überrascht aus: "He, die gehören doch zu euch!"
Aus einer Gasse tappten der junge Bär und der gewaltige Wolf, die mit den Elfen in die Wolkenstadt gereist waren. Ihnen folgte stets auf und ab schwebend das Luftelementar, das zu Myrjala gehörte. Lufti entdeckte das Trio und sauste voraus. Er verfing sich absichtlich in Sylcias Haar, wirbelte ihre Strähnen auf und huschte dann gewitzt unter Isildurs Bauch hindurch. Er wollte ihnen mitteilen, dass die Tiere zeitig erwacht waren und sich Sorgen um ihre Freunde machten, weil diese noch nicht zurück gewesen waren. Also hatten sie es wie Isildur gehalten und waren ihren Gerüchen gefolgt. Leider konnte sich Lufti natürlich nicht auf diese Weise mitteilen. Yavanna und Myrjala hatten er und die beiden Tiere jedenfalls nicht gefunden.
Und da rannte Isildur auch schon los. Yavannas Wolf sprang ihm mit gewaltigen Sätzen hinterher. Da blieb Helior und Sylcia nichts Anderes übrig, als ebenfalls zu folgen. Der Hymlianer tätschelte den kleinen Bären. Sturmkralle war bereit zu folgen. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, immer den beiden Wölfen und dem Gejaule nach.


Isildur, du kannst jetzt zu deinen Schwestern zurückkehren und dort weiterposten. Es beginnt dann ein Zwischenspiel mit Tahmo ;)
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