Die Halle der Himmelsreiter

Der Großteil der Bewohner beherrscht die Luftmagie. Erlernt haben sie dies hier in der Luftakademie, welche von dem Volk und einem starken Luftmagier erbaut wurde. In manchen Gängen muss man regelrecht schreien, so stark sind hier die Winde.
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Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Erzähler » Freitag 4. Dezember 2009, 00:58

Myrjala, Yavanna und Isildur kommen von "Lande-"Platz der inneren Ruhe

Sylcia runzelte die Stirn. Bär, Wolf und Drache hatten zu ihrer alten Größe zurückgefunden? Doch als sie hinter sich das Raunen vieler Hymlianer hörte und aus dem Augenwinkel sah wie diese sich wieder neugieriger auf Yavanna zu bewegten, wusste sie, dass die Elfe sie natürlich nicht belogen hatte.
Sylcia beugte sich ein wenig seitlich. Jetzt konnte sie an Derats großem Flügel vorbeischauen und entdeckte nun Assatal, der gar nicht mehr so winzig und zierlich schien. Nein, er war ein überaus schöner, junger Drache! Und soeben flitzte er nicht minder neugierig als das Himmelsvolk ein Stück weit davon und betrachtete sich die neue Welt, in der er aufgewacht war. Sturmkralle und Nachtschatten blieben und beäugten alles noch aus sicherer Distanz. Die Hymlianer bestaunten sie mit großen Augen.
"Die wenigsten von ihnen haben jemals einen Wolf gesehen oder einen Bären", erklärte Sylcia und lächelte Yavanna an. "Die Tiere sollten besser mitkommen, es sei denn ihnen macht die Faszination meiner Verwandten nichts aus." Tatsächlich waren die übrigen Hymlianer ganz begeistert von den tierischen Freunden ihrer neuen Gäste. Außer Pegasi, Drachen und ab und zu einem Greifen fanden sich nicht viele Tiere in Hymlia ein. Umso faszinierender und aufregender war es, einmal einen Bären und einen Wolf bei sich Willkommen heißen zu dürfen.

Sylcia ging auf das Angebot Yavannas ein, sich den guten Zustand ihrer Tiere einmal genauer anzuschauen. Sie lächelte und wandte sich mit ein wenig Stolz im Herzen zu Sturmkralle und Nachtschatten um. Immerhin durfte sie sich im Gegensatz zu den anderen Bewohnern der Wolkenstadt die Tiere aus nächster Nähe ansehen.
"Habt ihr den Flug gut überstanden?" Kichernd streckte die Hymlianerin den pelzigen Gefährten eine Hand entgegen, damit diese daran schnuppern konnten. Sturmkralle ging sogar noch weiter und schleckte an Sylcias Fingern. Die junge Frau tätschelte dem Bären die Schnauze, was ihm durchaus zu gefallen schien. Hinter Yavanna und Sylcia machten viele große Augen.

Nicht aber Myrjala, die zeigte eher ein trotziges Gesicht. Was bildete sich dieser Helior eigentlich ein? Begrüßte hier einfach Isildur und streckte ihm dann auch noch eine Hand entgegen - glaubte er, Isildur sei ein Tier?! - und sie grüßte er ohne jegliche Höflichkeit. Er stellte sich der plapperfreudigen Elfe ja nicht einmal vor!
Von Myrjalas beleidigtem Spiel war der Himmelswächter sichtlich überfordert. Dass jemand so schnell eingeschnappt sein konnte, schien er nicht gewohnt. Er brachte ein paar gestammelte Wortfetzen heraus, aber richtige Sätze konnte er irgendwie nicht bilden, geschweige denn eine Entschuldigung aussprechen. Dazu war er einfach zu überrumpelt von Myrjalas emotionsvollem Umschwung ihrer Laune. Eben war sie doch noch so neugierig und wissbegierig gewesen! Ein heiteres Mädchen eben, das mit dem Herzen die Welt erkundete. Nun kam sie eher einem schmollenden Mütterchen gleich, das sich verdrießlich in eine Ecke zurückzog und mit der eben noch vor ihr liegenden Welt nichts mehr zu tun haben wollte.
Helior kratzte sich ratlos am Helm. Was sollte er denn nun tun, um ihr Gemüt wieder fröhlich zu stimmen? Ihm wurde die Reaktion abgenommen, denn es fand sich Ablenkung für Myrjala.

Nachdem Sylcia privilegiert nach den Tieren ihrer neuen Freunde hatte schauen dürfen, kam sie zu der Elfe. Es ging um Derats Bitte, mit den Pegasi spielen zu dürfen. Im Grunde war es eher ein freundlich gemeinter Vorschlag der Hymlianerin, damit der Drache nicht gelangweilt in der Gegend herumliegen musste. Er war einfach zu groß für die Luftakademie und Sylcia wusste nicht, ob Derat sich nun auch schrumpfen lassen wollte. Sie hatte ihn ja bereits klein gesehen, glaubte aber, dass er sich in seinem ursprünglichen Zustand einfach wohler fühlte. Sie selbst würde es auch nicht anders wollen und alle Tiere hatten sich jetzt die ganze Zeit über so brav verhalten.
Myrjala sprach Derat sofort darauf an, erinnerte ihn aber zugleich auch an seine gewaltige Größe. Schließlich sollte er keines der geflügelten Pferde mit dem langen Drachenschwanz quer durch die Lüfte schlagen. Am Ende machte es ihm noch Spaß!
Derat stieß ein Rauchwölkchen aus. Seine Pranke hob sich und eine Kralle legte sich um Myrjalas zarten Rücken. Sie selbst umklammerte in freundschaftlicher Umarmung ein Bein des Drachen. "Kennst mich doch, ich pass schon auf." Gerade weil Myrjala ihren chaotischen Schuppenfreund kannte, hatte sie ihn gewarnt. Er grinste, als könnte er kein Wässerchen trüben. "Ich werde dir keinen Grund geben, böse auf mich zu sein."

Er ließ Myrjala wieder los, damit sie sich den anderen anschließen und zur Halle der Himmelsreiter gehen konnte. Dies stellte nämlich ihr nächstes Ziel dar. Nachdem Isildur und Helior auf kulturelle Tuchfühlung gegangen waren - eine zum Gruß ausgestreckte Hand gegen ein prüfendes Handauflegen auf die Schulter des anderen - rief der Elf seinen Bären zu sich und scharte so unbewusst die Anwesenden um die Gruppe. Sylcia stand ebenfalls bereit, Nachtschatten wich Yavanna nicht von der Seite und Assatal kam auch gerade hinter einer kleinen Wolkenerhebung zum Vorschein. Auf ein letztes Drängen gesellten sich auch noch die Elfenschwestern hinzu und schon ging es los. Helior marschierte voraus, warf während ihrem Weg zur Luftakademie aber einmal einen Blick nach hinten. Direkt hinter ihm gingen Isildur und Sylcia, gefolgt von Myrjala und Yavanna. Die Tiere rannten mehr querfeldein und fidel durch die Gegend. Sie erkundeten bereits alles. Nur Derat blieb zurück. Er wartete brav, dass man ihm ein paar fliegende Pferde als Spielgefährten vorbei schickte.
Helior richtete seine Worte an die Hymlianerin: "Du bist ohne Wolkenschwinge gekommen, Sylcia. Glaub nicht, ich hätte das nicht bemerkt. Es wird deine Vorgesetzte nicht gerade fröhlich stimmen. SIe ist sowieso schon schlecht auf dich zu sprechen."
Sylcia seufzte schuldbewusst. "Ja, das wird jetzt ein schwerer Gang." Offenbar gab es Probleme. Worum es allerdings im konkreten ging, würden die Ni'Tessins noch herausfinden. Zunächst einmal mussten sie die Halle der Himmelsreiter erreichen.

Gemeinsam passierte man Wege und kleine Straßen. Sie hoben sich nur durch kaum merkliche Musterung in den Steinen vom Rest des Bodens ab. Alles hatte die Farbe von weichem Weiß. Helior erklärte, dass sie auf magisch gefestigtem Wolkengrund gingen, den man ebenfalls mittels Magie ein wenig hatte formen wollen. Eine Straße sollte nun einmal wie eine Straße aussehen.
Schließlich erreichte man die Luftakademie. Sie war - wie alle übrigen Gebäude auch - weiß mit einem leichten Schimmer, als würde die Sonne auf ihrem Wolkengestein reflektieren. An manchen Stellen hob sich somit ein blauer Schleier hervor, an anderen wirkte er rosa oder fast durchscheinend. Die Luftakademie war ein bedeutsam schöner Gebäudekomplex. Neben vielen kleinen Anbauten erhob sich vor allem ein gigantischer Rundbau über die kleineren Dächer hinweg. Er besaß ein Kuppeldach und viele Fenster. Winde strömten durch diese hindurch und ließen die halbe Akademie wie eine vom Sturm gepeitsche, aber lichte Festung erstrahlen.
"Unsere Luftmagier lehren hier!", rief Sylcia. Man musste nun schon etwas lauter sprechen, um einander zu hören. "Im Innern ist es erträglicher", fügte sie an. Nachtschatten stieß ein Jaulen aus. Ihr gefielen die rauschenden Winde nicht. So beeilten sich alle, eines der Nebengebäude zu betreten. Kaum befanden sie sich im Eingangsbereich, waren die kleinen Stürme kaum mehr zu hören. Es schien so, als schluckten die Mauern ihren natürlichen Lärm.

Helior führte die Gäste und Sylcia durch einen langen Gang. Man sollte meinen, dass in einer Akademie Bilder hingen oder sich zumindest Dutzende Bücherregale aneinander reihten. Dem war hier allerdings nicht so.
"Wir befinden uns in den Pegasus-Stallungen. Sie sind die Vorräume zur Halle der Himmelsreiter", erklärte Helior, was fast unnötig gewesen wäre. Links und rechts des Läufers, über den die Gruppe flanierte, befanden sich geräumige Pferdeboxen. Pegasi, große und kleine, einige mit silbern schimmernden Rüstungsteilen oder schillerndem Zaumzeug, standen in den Boxen. Sie fraßen Heu, wieherten oder streckten gelassen die Flügel. Hymlianer kümmerten sich um die Pferde. Es waren allesamt jüngere Vertreter ihres Volkes, etwa in Sylcias Alter. Sie trugen Schürzen, Kittel oder Handschuhe, vor allem aber dicke Lederstiefel, mit denen sie durch den Mist wateten. Selbst so stattliche Wesen wie der fabelhafte Pegasus hinterließen Geschäfte. Dementsprechend roch es hier auch etwas unangenehm nach Stall.
Assatal wirkte mit einem Mal richtig aufgeweckt. Er flitzte von einer Pferdebox zur nächsten und schnupperte an den Pegasi, die neugierig ihre Schnauzen zu dem Drachen senkten und ihn mit ihren Nüstern ebenfalls kennen lernten. Bevor die anderen ihn aber allein zurückließen, huschte er lieber wieder wie ein aufgescheuchter Welpe zu Yavanna.

Man durchschritt eine doppelflügelige Pforte, die in die Halle der Himmelsreiter führte. Doppelflügelig war hier ein zweideutiger Begriff, denn die Pforte besaß nicht nur zwei gigantische halbgebogene Türen, sondern auf diesen zeichneten sich sogar die Schwingen eines Pegasus ab, dessen Kopf auf die Herankommenden niederschaute und dessen gekrümmte Vorderhufe die Klinken des Portals darstellten. Wahrlich eine beeindruckende Art, um eine Tür darzustellen.
Die Halle dahinter bot aber einen nicht minder Ehrfurcht gebietenden Anblick. Sie erstreckte sich weit über die Köpfe der Besucher hinaus und weiße Deckenbalken zogen sich von einer Wand zur gegenüber liegenden. Sie waren so breit, dass ein Pegasus bequem darauf liegen konnte und an einiger Stelle taten es die geflügelten Tiere auch. Die Schwingen in entspannter Haltung herab hängen lassend beobachteten sie, was unten am Boden vor sich ging. Schritte von leicht gerüsteten Himmelsreitern hallten vom Steinfußboden wider. Hier herrschte geschäftiges Treiben. Viele Hymlianer standen in Gruppen zusammen. Sie alle trugen silberne Arm- und Beinschienen, gelegentlich einen Lederharnisch, aber niemand war ohne einen goldenen Helm unterwegs. An goldenen Gürteln, die sich zauberhaft von der weißen und blauen Kleidung der Hymlianer abhoben, hingen lange Bastardschwerter in silbernen und mit Gold verzierten Schwertscheiden. Die Himmelsreiter und Wächter, die sich hier unterhielten, schauten nur kurz zum Eingang und den neuen Gästen. Sie besaßen etwas mehr Disziplin und unterdrückten ihre Neugier.

Helior gemahnte den Ni'Tessins und Sylcia mit einer Handbewegung, kurz zu warten. Er durchschritt die Halle, in der es Sitzmöglichkeiten gab. An einer Wand hatte man sogar eine Nische eingerichtet, wo den durstigen Reiterinnen und Reitern Wasser und Wein ausgeschenkt wurde. Eine blenden schöne Hymlianerin mit blauen Strähnchen in den hochgesteckten Haaren servierte die Getränke.
Endlich kehrte Helior zurück. Hinter ihm marschierte eine stolz dreinblickende, für eine Frau ungewöhnlich große Himmelsreiterin. Auf ihrer Brust prangte ein Wappen, das weder Myrjala, noch Yavanna oder Isildur jemals zuvor gesehen hatten: ein geschwungener goldener Flügel auf himmelblauem Grund. Die Frau selbst trug es auf einem blauen Wappenrock. Auch an ihren Unterarmen und Schienbeinen strahlte silbernes Rüstzeug. Ihr Helm besaß Flügel aus verarbeitetem Metall und ihre linke Schulter bedeckte ein lederner Schutz. Breitbeinig und mit festem Stand hielt sie vor den Gästen der Wolkenstadt.
"Sylcia Aeronne, war das dein Name?", grüßte sie zunächst die Hymlianerin, die etwas bleich aus der Wäsche und beschämt zu Boden schaute. "Wo hast du so lange gesteckt? Du weißt, welche Konsequenzen das haben wird?"
"Ja, Rittfrau Auriela."
Die Himmelsreiterin nickte. "Das besprechen wir gleich." Ihr Blick wanderte nun zu den Elfengeschwistern. Sie besaß stahlgraue Augen, die harmonisch zu ihrer perlmuttfarbenen Haut und den fast weißen Haaren passte. "Mein Name ist Auriela Schwertwind. Ich bin Himmelsreiterin des obersten Regiments zu Hymlia und eine der Rittfrauen, die den Überblick in der Halle der Himmelsreiter behalten. Darf ich nach Namen und Grund eures Hierseins fragen, Fremde? Ich sehe, ihr alle seid elfischer Natur." Die grauen Augen ruhten auf den spitzen Ohren, die bei vielen Völkern als das Erkennungszeichen für Elfen galten - ungeachtet der Tatsache, dass auch Zwerge, Gnome und sogar Orks zu spitzen Ohren neigen konnten.
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Myrjala » Dienstag 15. Dezember 2009, 22:49

Dass es gar nicht die Idee des Drachens gewesen war, sondern Sylcias, das Derat mit den Pegasi fliegen wollte, hatte Myrjala so gar nicht mitbekommen. Generell war Derat in dieser Hinsicht ungewöhnlich.
Aus seiner Zeit, bevor ihm eine weitere Chance gewährt wurde, hatte er sein Leben in einer kleinen, messingfarbenden Drachenstatuette gefristet und so die Vorzüge kennen gelernt klein zu sein.
In der Natur von messingfarbenden Drachen lag es auch nicht, dass sie ihre Größe willkürlich ändern konnten, aber wenn man nun mal flaschenweise Flaschengeister besitzt, die eigentlich nur sehr selten vorkamen, aber in der Gegend wo sich die Geschwister aufgehalten hatten eine besonders hohe Dichte besaßen, kann man sich das ja auch durchaus für seinen Gefährten wünschen.
Außerdem war Derat auch eher faul und nur weil er der Drache war, hieß das ja nicht, dass er immer alle tragen musste oder zumindest seinen Reiter – in dem Fall Myrjala und in verkleinerter Form drehte er doch gerne den Spieß um und ließ sich tragen. Na ja, was heißt tragen. Genau genommen klammerte er sich an Myrjalas Wade fest, bis sich das Muster seiner Schuppen an ihrem Bein abzeichnete.

Das der Hymlianer namens Helior überfordert war mit Myrjalas Reaktion bekam die Elfe gar nicht mit. So war sie nun mal, immer den eigenen Stimmungsschwankungen unterlegen.

Nun ging es endlich zu der besagten Halle. Ein letzter warnender Blick zu Derat, der diesen geflissentlich ignorierte und schon stürmte sie den anderen hinterher.
Helior erklärte ihnen wie die Stadt aufgebaut war, doch Myrjala hörte den Mann kaum zu, so aufgeregt war sie von all dem Neuen und Unbekannten. So lief sie mal hier rüber und mal da rüber und begleitete alles mit vielen „Ahs“ und Ohs“. Dass alles in weiß getaucht war und die Stadt dadurch eher unnatürlich erscheinen ließ, störte sie anscheinend gar nicht.

„Ist das nicht toll, Yavanna?“ Fragte sie die Schwester, als sie durch die Gassen gingen, „Glaubst du die schlafen auch auf Wolken? Ich will auch ein Wolkenbett haben, das kann dann zuhause über der Lichtung schweben und dann kann ich die Sterne zählen, während ich auf einer Wolke liege.“ Sie strahlte, „Das wäre toll!“

„Syli?“ Die Waldelfe hüpfte nach vorne zu der Hymlianerin, „Schläft du in einem Wolkenbett? Kannst du mir das schenken?“ Myrjala setzte den bekannten Blick auf, der sonst auch bei Isildur wunderbar funktionierte, wenn sie versuchte ihn zu überreden und hängte sich bei der Hymlianerin an den Arm. Bei Schwestern funktionierte dieser Blick bedauerlicherweise nicht einmal halb so gut. Das konnte vielleicht daran liegen, dass die diesen Blick genauso gut beherrschten.

Nun erreichten sie endlich die Luftakademie. Es war ein riesiges, durchaus schön anzusehendes Gebäude, doch durch die starken Winde die hier wehten, wollte Myrjala eigentlich nur in das Gebäude hinein. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt sie sich die Ohren zu.

"Unsere Luftmagier lehren hier! Im Innern ist es erträglicher"

„Ich will hier weg.“ Rief die Waldelfe, „Ich bekomme Ohrenschmerzen.“ Sie eilten in eines der Nebengebäude, wo der Lärm von draußen beinahe nicht mehr zu hören waren. Einen Gang weiter, erreichten sie die Stallungen der Pegasi. Der Geruch nach Tier schlug ihnen entgegen und mit einem weiteren „Oh“ lief Myrjala auf die Tiere zu. „So, viel Flügelpferdchen!“ und begann hier und da mal Nasen zu streicheln, die sich ihr neugierig entgegen streckten. Schreckhaft schienen die Pegasi jedenfalls nicht zu sein, eher neugierig. Dies schloss auf eine gute Behandlung, seitens der Hymlianer. Doch lange konnte sie hier nicht verweilen, da es immer noch weiter ging.

Schließlich hatten sie den Vorraum erreicht. Viele Hymlianer in edlen Rüstungen und bewaffnet standen hier herum. Helior ermahnte sie hier zu warten während er in den nächsten Raum ging. Neugierig beobachtete die Elfe die Hymlianer und fragte sich ernsthaft, warum man, wenn man zuhause war, so gerüstet sein musste. Sie schlich zu Sylcia herüber die in ihren Augen nicht sehr glücklich dreinschaute.

„Worauf warten wir jetzt? Wir hätten doch mit Helium oder so mitkommen können… Ich glaub ich muss mal.“ Myrjala hampelte von einem Bein auf das andere, „Wo kann man hier sein Loch buddeln?“ Noch bevor sie ihre Frage richtig zu Ende gestellt hatte, kam Helior zurück gefolgt von einer hoch gewachsenen Frau, der sogar Myrjala ansah, dass sie was zu sagen hatte, aber das änderte eigentlich gar nichts.

Zuerst wandte sie sich Sylcia zu und dass nicht gerade in einem freundlichen Ton wie Myrjala fand, dann blickte sie die Elfengeschwister an und stellte sich ihnen vor. Dies hörte sich ziemlich streng und förmlich an und war so gar nicht nach ihrem Geschmack.

"Mein Name ist Auriela Schwertwind. Ich bin Himmelsreiterin des obersten Regiments zu Hymlia und eine der Rittfrauen, die den Überblick in der Halle der Himmelsreiter behalten. Darf ich nach Namen und Grund eures Hierseins fragen, Fremde? Ich sehe, ihr alle seid elfischer…"

„Ich bin Myrjala.“ Die Waldelfe trat ohne scheu auf die große Frau zu, „Warum bist du so gemein zu Syli? Die ist schon traurig genug, weil sie in einem Ofen steckte und ihre Wolkenschwinge mit einem Wagen weggefahren ist… nee, also… weggelaufen ist... hm, ach egal… ist halt weg, aber wir holen sie wieder. So.“ Sie nickte unterstreichend und stampfte einmal mit dem Fuß auf.
“Mein Bruder und ein blauer Elf haben sie aus dem Schnee ausgebuddelt… Das waren vielleicht komische Elfen. Erst wollte der blaue Elf und die Lila-Lila-Elfe mit uns fliegen, das haben die sogar selber vorgeschlagen, wenn sich Lila-Lila nicht gerade mit ihrem Haar beschäftig hat. Die waren nämlich nicht sonderlich gesprächig oder das Haar ist soooo widerspenstig, dass sie sich nicht nebenbei auf andere Dinge konzentrieren kann…hm…“ Überlegte die Elfe und begann damit Lliannan nachzuahmen, damit sich die Rittfrau das Ganze besser vorstellen konnte.
„… Na, und dann wollten sie doch nicht mehr mit, weil sie Höhenangst hätten“, sie zeigte einen Vogel, „Ach, die hatten doch nur Angst vor Derat, das er sie nämlich einbuddelt… Ach so, apropos Buddeln, wenn wie die Frau finden die das Pferdchen mitgenommen hat, buddeln Derat und ich die auch ein.“ Sie nickte grinsend, „Das ist auch der Grund warum wir hier sind, nicht?“ Fragend sah sie zu ihren Geschwistern, „Also um Sylis Pferdchen zu finden und zurückzubringen. Das Einbuddeln können wir dann immer noch entscheiden. Auf alle Fälle wird die Rache von Derat und mir furchtbar sein. Hihi.“
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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Freitag 25. Dezember 2009, 23:15

Yavanna lenkte sich immer noch damit ab, dass sie den Tieren dabei zusah, wie sie diese neue Welt entdeckten. Assatal gefiel es hier oben sehr, es war immer noch sehr kalt und alles war in weiße oder bläuliche Töne gehüllt. Er flitzt hin und her und bestaunte und beschnupperte alles und jeden. Für ihn war das Alles ein wunderbares Spiel Die Farben hier oben in der Hummelstadt irritierten Yavanna etwas, ihr war natürlich klar, dass sei sich in den Wolken befanden und dass die Wolken im Allgemeinen weiß waren, aber dass dann das Hummelvolk seine Kleidung dieser Farbe auch noch vollkommen anpasste, konnte Yavanna nicht verstehen. Zumal in ihrem Volk weiß als Trauerfarbe galt, aber trotz allem waren es sehr schöne, fließende Gewänder, denen der Elfen doch sehr ähnlich. Yavanna hatte auch ein paar fließende Seidengewänder dabei, leider bekam sie nur selten die Gelegenheit dazu, diese anzuziehen, denn während einer Reise oder eines Abenteuers, war Leder doch praktischer. Hoffentlich würde sie noch dazu kommen, sich vielleicht eines der hiesigen Kleidungsstücke zu ertauschen … es wäre so oder so mal interessant sich hier umzuschauen, vielleicht hätten die Hummeln hier oben ja auch so etwas wie einen Tauschplatz. Sie erinnerte sich, dass dieser Platz bei Menschen Marktplatz genannt wurde.
Wolfi und Sturmkralle hingegen hielten sich zurück mit ihren Erkundungen, sie bevorzugten es genauso wie Isildur, erst einmal zu schauen und zu beobachten und dann zu handeln. Sie saßen ruhig in der Nähe von Derat und ließen die Neugierde der Hummeln über sich ergehen.
Worauf sie auf jeden Fall reagierten, war Sylcia, sie war in der Zwischenzeit zu den Tieren hinunter geklettert und hatte sich nach deren Wohlergehen erkundigt. Wolfi war ein wenig träge und jaulte nur zu Antwort, welches in einem herzhaften Gähnen unterging. Sturmkralle hingegen mochte das Tätscheln seiner Nase und zum Dank leckte er Sylcia die Hand ab. Sturmkralle gab weitere, fast glucksende Geräusche von sich und freute sich offensichtlich darüber, dass Sylcia ihm die Aufmerksamkeit schenkte. Sie hatte Yavanna erklärt, dass die Wenigsten ihres Volkes Tiere vom Boden gesehen haben und darum ganz fasziniert von diesen waren.
Yavanna sah sich nach Sylcias´ Worten verstohlen um und beobachtete die Hummeln. Sie freut sich, dass man Hummeln so leicht in Erstaunen versetzen konnte.

„Abwechslung schadet nicht …“, wandte Yvanna sich grinsend Sylcia, während diese sich aufgemacht hatte, um nach Myrjala und Isildur zu schauen.
Die Beiden standen auf der anderen Seite von Derat und Yavanna bot sich ein Blick der Belustigung. Ein wie so oft genervter Bruder, eine schmollende große^^ Schwester und ein überforderter Hummelmann, der nicht so recht wusste, wie ihm eigentlich geschah.

„Myrjala, du immer alle ärgern?“, konnte Yavanna gerade noch so vor unterdrücktem Lachen von sich geben. Sie hatte sich neben ihrem Bruder gestellt und dort eingehakt, so konnte sie zumindest dessen starre Haltung verhindern, die auf so Manche immer bedrohlich wirkten, da er dazu noch seine dicken Arme vor der Brust verschränkte. Zumindest das war etwas, was allen männlichern Waldelfen gemein war, immer erst die eigene Stellung klarmachen und dann Fragen stellen. Seine Schwestern konnten darüber nur schmunzeln, den Kopf schütteln und ihn des Öfteren damit aufziehen … typisch Geschwister halt.
Myrjalas Idee, dass Derat mit den Pegasi spielen durfte, befand Yavanna für ziemlich heikle. Wenn sie so den Größenunterschied zwischen einem Drachen und einem Pegasus bedachte, war ihr nicht gerade wohl dabei, aber da ihre Schwester ihm ins Gewissen geredet hatte, vertraute sie darauf, dass Derat sich die Worte Myrjalas´ zu Herzen nahm.

Als nächstes Ziel stand so eine komische Akademie oder was auch immer das sein sollte, an. Es dauerte nicht lange, bis sich alle versammelt hatten, selbst die Tiere kamen herbei. Da Yavanna nicht wusste, worum es ging, folgte sie Sylcia einfach, die diesem komischen überforderten Hummelmann hinterher ging.
Diese Hummelstadt war wirklich wunderschön, auch wenn die Farben, nach Yavannas´ Geschmack doch recht eintönig waren. Alles war weiß über weiß und weiß, obwohl sich hier und dort auch einige Farbtupfer eingeschlichen hatten und manchmal nahmen die weißen Oberflächen das schöne Blau des Himmels an. Yavanna blieb mehrmals stehen, um sich dieses wunderschöne Farbspiel anzusehen, welches eine spiegelnde Oberfläche an einer Häuserwand tanzen ließ. Dieses Farbspiel vermischt mit den blauen Tupfern des Himmels, erinnerte Yavanna an den See in ihrer Heimat, sie liebt es dort am Ufer des Sees zu liegen und dem Glitzern des Wassers zu zusehen. Einige Male hatte sie sich in einen Fisch oder Frosch verwandelt, um die Welt unter Wasser erkunden zu können. Was Yavanna dort erlebt hatte, war einfach unglaublich, was für eine Ruhe, ab und zu das Plätschern des Wassers und diese unglaubliche Schwerelosigkeit dort. Wie so Einiges, nahm sich Yavanna auch das wieder vor, das sie noch mal ein Wassertier werden würde … vielleicht ja diese Mal ein Flusskrebs. Dadurch, dass sie wieder einmal am Träumen war, hatte sie gar nicht mitbekommen, wie die Anderen schon weiter gelaufen waren, aber es war auch nicht sonderlich schwer, ihre Geschwister hier inmitten der weißen Stadt zu finden.
Leider bekam Yavanna nicht sonderlich viel von dem mit, was der Hummelmann versuchte zu erklären. Er redete aus Yavannas´ Sicht so furchtbar schnell und deswegen konnte sie ihm kaum folgen. Die Gemeinsprache war nicht gerade ihre Stärke, aber sie versuchte so viel wie es ging zu verstehen. Schlimm fand sie es alle mal, dass der Hummelmann so gemein zu Sylcia war und Yavanna musste sich einfach einmischen. Selbstbewusst und mit verschränkten Armen stellte sie sich neben Sylcia.

„Du nicht glauben, sie haben das extra gemacht … sie nicht wollte, dass ihr Flügelpferdchen abhanden kommt. Du bist gemein zu ihr … sie schon genug Angst. Du sie nicht ausschimpfen, wir helfen ihr … und jetzt, gehen alle weiter.“

Da sie nicht wusste, wie der Hummelmann auf sie reagieren würde, achtete Yavanna vorsorglich nicht mehr auf ihn und zog Sylcia am Arm weiter vorwärts.

„Wo jetzt lang? … Komm´ schon, nicht ganz so schlimm … wir dir helfen, du weißt das“, versuchte Yavanna Sylcia aufzumuntern und klopfte ihr auf die Schulter.
Sylcia wusste ja, dass sie mit der Hilfe der Geschwister fest rechnen konnte, aber irgendwas war da noch im Busch, dass konnte auch Yavanna spüren, sie würden wohl alle abwarten müssen.
Aber sie waren ja noch am ihrem eigentlichen Ziel angekommen, dieses Akademie von der Sylcia sprach, der Weg dauerte also noch etwas an. Zeit genug, zumindest für die Schwestern, die Umgebung genauer zu erkunden. Selbst Myrjala lief mal hierhin und mal dorthin und begleitete alles mit erfreutem Staunen. Auch Yavanna ließ es sich nicht nehmen und tat es ihrer Schwester gleich, nur dass sie ihre Freude durch ein leises Lied zum Ausdruck brachte und eher tanzte, als zu Laufen. Ihr erschien dies angemessener, wenn man sich schon mal über den Wolken befand.
Zwischendurch kam Myrjala immer mal wieder zu ihr gelaufen, um mit ihr die tollen Neuigkeiten zu teilen, die sie hier entdeckt hatte.

„Ist das nicht toll, Yavanna? … Glaubst du die schlafen auch auf Wolken? Ich will auch ein Wolkenbett haben, das kann dann zuhause über der Lichtung schweben und dann kann ich die Sterne zählen, während ich auf einer Wolke liege … Das wäre toll!“

Yavannas Augen begangen ebenfalls zu leuchten, wie sie über diese tolle und vor allem neue Möglichkeit zu schlafen nachdachte.

„Das wäre wirklich wunderbar, wenn es so etwas wie Schlafwolken geben würde …wir dürfen nicht vergessen, Sylcia nachher danach zu fragen … denk mit daran Schwesterchen …“
Warum denn an nachher denken, wenn man dies jetzt auch erledigen konnte und schon war Myrjala vorgehüpft zu Sylcia.
„Wenn wir hier keines bekommen können, fragen wir einfach Neldor …“, rief sie ihrer Schwester noch hinterher.

Hier und dort blieb sie mal stehen und betrachtete die hiesigen Pflanzen genauer. Obwohl es Winter war, blühten hier oben doch tatsächlich Blumen, nicht nur Weiße, sondern auch Bläuliche und ins Rosa hineingehende. Auch wenn Yavanna eher kräftige Farben bevorzugte, befand sie doch, dass diese Blumen sehr schön waren und so konnte sie es sich nicht nehmen lassen, diese Blumen intensiver zu betrachten. Sie hockte sich als auf die Beetbegrenzung und befühlte diese Pflanzen, sie fühlten sich kühl an und waren stellenweise von Raureif überzogen, ansonsten unterschieden sie sich kaum in ihrem Aufbau von den Pflanzen auf der Erde.

“Hm, mal sehen ob ich mir ein paar Samen oder Ableger mitnehmen kann … das wäre doch was, dann hätten wir eine schöne Blütenpracht auch im Winter bei uns.“

Gedacht, getan … sie konnte sich so, hier und da mehrere Samenkapsel ergattern oder ein paar Ableger abzweigen und manches Mal, was sich als etwas schwieriger gestaltete, konnte sich die Pflanzen auch erfolgreich an der Wurzel teilen. Natürlich ging Yavanna dabei sehr behutsam vor, sie hatte diese Prozesse in jahrelanger Übung von ihrer Großmutter erlernt und wusste, wie sie vorzugehen hatte, um die Pflanze nicht nachhaltig zu schädigen.
Vorsichtig verstaute Yavanna ihre neuen Kostbarkeiten in mehreren Lederbeuteln und legte diese Behutsam in ihre Umhängetasche.
Zwischendrin war Assatal mal bei ihr vorbei gekommen und hatte sich neugierig angesehen, was seine Freundin da so tat und begeistert hatte sie ihm davon erzählt, wie es dann die nächsten Zeiten der dunklen Tage in ihrem Dorf aussehen könnte. Auch Myrjala war einmal kurz dar gewesen, hatte aber nicht die Geduld besessen, ihrer Schwester weiter zu zuhören.
Immerhin hatte Assatal es geduldig ausgehalten, obwohl Yavanna sich sicher war, dass er nicht viel verstanden hatte, trotzdem umarmte sie ihren Kleinen freudig und drückte ihm einen großen Schmatzer auf.
Zum Glück wurden die Drei, die doch recht besonnen waren, nicht allzu schnell gelaufen, immerhin hielt Myrjala die Truppe auch auf und so konnte Yavanna auch dieses Mal die kleine Gruppe einholen … sie gesellte sich an die Seite ihres großen Bruders und strahlte diesen glücklich an.
Dieser Hummelmann erklärte gerade irgendetwas von Magie, was Yavanna gar nicht so sehr interessierte, aber eine Antwort auf die Frage bot, warum hier alle auf Wolken laufen konnte.
Dann dauerte es auch schon nicht mehr lange und die Akademie kam in Sicht, was für ein riesiges und seltsamerweise, rundes Gebäude. Yavanna legte unwillkürlich ihren Kopf schief um die Weite des Gebäudes erfassen zu können und fragte sich, warum die Hummeln hier oben so ein riesiges Gebäude überhaupt bräuchten, aber Yavanna behielt ihre Frage für sich, denn die war gerade nicht wichtig.
Der Hummelmann hatte ja schon erklärt, dass in diesem Kuppelbau Luftmagier gelehrt und ausgeübt wurde und alle konnten förmlich die Winde und Böen sehen, die um und vermutlich auch durch dieses Gebäude peitschten und je näher die Gruppe dem Eingang des Gebäudes kam, desto unangenehmer und lauter wurden diese Winde auch.
Yavann hielt sich einfach genau wie ihre Schwester einfach ihre Ohren zu, aber den Tieren erging es anders. Wolfi und Sturmkralle jaulten und knurrten, fast schon vor Schmerzen, Assatal hingegen war lautere Geräusche durchaus von Derat gewöhnt, hatte aber die Fluchte nach vorne angetreten und war ins Innere geflitzt, wo er dann anhielt und auf die Anderen wartete.
Yavanna wollte das den anderen Beiden nicht antun und stupste den Wolf und den Bären an und bedeutete ihnen, ihr zu folgen. Sie rannte solange in die entgegen gesetzter Richtung, bis die Winde kaum noch zu hören waren. Hier sprach sie per Zauber mit den beiden tierischen Gefährten und bedeutete ihnen, hier auf einer kleinen Grasfläche zu warten. So müssten sie kein Gebäude ertragen und auch nicht die laute Magie und außerdem hatte Yavanna Vertrauen zu dem Volk, das den Beiden nichts geschehen würde. Nachdem sie sich davon überzeugt hatte, dass die beiden sie verstanden hatten, rannte Yavanna wieder zu den Anderen zurück, stockte aber bevor sie ins Innere ging … schleichend und überfordernd kam es plötzlich und dann war sie wieder da, die Raumangst, die bei fast allen Waldelfen immer dann aufkam, wenn es um geschlossene Räume ging.
Aber Rettung war schon da, in Form ihres Bruders, er hatte sich bei ihr eingehakt und ihr Mut zugesprochen und führte sie langsam ins Innere, wobei sie ihre Augen vorsichtshalber schloss du sich auf ihre Atmung konzentrierte, dabei aber dicht neben ihrem Bruder blieb.
Was Yavanna nicht wusste, er hatte sich vorher ein klein wenig im Eingangsbereich umgesehen und hatte es für groß genug befunden, wobei er natürlich auch weiche Knie hatte, aber das zeigte er als großer Bruder natürlich nicht.

Drinnen angekommen sah es vollkommen anders aus, als Yavanna erwartet hatte, auch wenn sie noch nicht in allzu vielen Steingebäuden war, war sie dennoch überrascht.
Als erstes aber, musste sie ihrem großen Bruder danken, sie fiel ihm also spontan und ungestüm um den Hals, knuddelte ihn und knutschte ihn auf die Wange … Zuneigung sagte eben mehr als tausend Worte und Isildur wusste, dass seine Schwestern ihn lieben, wie es in einer Elfenfamilie üblich ist.
Der Hummelmann konnte ihre Verwirrung recht schnell beenden, mit seiner Erklärung, dass sie sich gerade in den Stallungen der Pegasi befanden. Auch wenn es den Tieren sehr gut ging, konnte Yavanna ihren Missmut darüber, das die Tiere nach ihrer Ansicht eingesperrt waren, nicht so recht unterdrücken, aber sie versuchte sich, nichts anmerken zu lassen und streichelte genau wie ihre Schwester lieber die Pferdchen.
Assatal hingegen war vollkommen aufgeregt und wusste gar nicht wohin mit sich, da es hier für seine Nase doch ziemlich extrem roch. Isildur konnte in dem Moment natürlich wieder mal nichts anders und musste rummeckern.

“Yavanna, hol ihn zurück. Er macht die Tiere scheu!“

Zur Antwort bekam er wieder mal eine heraus gestreckte Zunge.

„Mecker nicht immer gleich, wie würdest du dich denn fühlen, wenn du so klein wärst und so gut riechen könntest wie Assatal, dann würdest du auch durchdrehen …“, wandte sie ein und deutete auf ihren Kleinen der immer noch aufgeregt neben ihr saß.
„Halt, warte mal, … DAS ist dir schon mal passiert, damals, nach deinen ersten Verwandlungen … also stell dich mal ja nicht so an“, „schimpfte“ sie und schritt an ihm vorbei. So manches Mal musste auch er einfach mal in seine Schranken gewiesen werden, fand sie.
Yavanna versuchte ihren Kleinen zu beruhigen und beeilte sich etwas, schneller aus diesen Stallungen heraus zu kommen. Sicherlich würde Yavanna mit Myrjala später noch einmal zurückkommen, zumindest zum ausgiebigen Streicheln der Flügelpferdchen und wer weiß, vielleicht dürften sie ja sogar auf Einem reiten.
Davor allerdings stand noch ein schwerer Gang für Sylcia an, man konnte es ihr ansehen, dass sie sich am Liebsten versteckt hätte, je näher sie alle einer richtig großen Tür kam.
Diese Tür war schön verziert und hatte die Form von zwei Flügeln und man konnte sie in der Mitte aufmachen, was dann dieser Hummelmann auch machte.
Jetzt wusste Yavanna auch, warum das ganze Gebäude so riesig war, diese Halle musste nach den Maßstäben der Elfen über die Hälfte dieses Steingebäudes einnehmen.
In dieser Halle standen viele dieser Hummeln umher, warum sie da standen, diesen Grund konnte Yavanna sich nicht erschließen, aber sie war sich sicher, das sich auch das, wie so vieles von alleine klären sollte.

“Wenn sich Myrjala dessen auch nur mal gewahr werden würde, würden viele vor ihr verschont bleiben“, dachte sie sich und sah dann breit grinsend zu Myrjala hinüber, die sich emsig umsah und nicht still halten konnte, obwohl der Hummelmann ihnen angedeutet hatte, dass sie alle am Eingang warten sollten. Eine komische Sitte, aber zumindest Yavanna versuchte sie einzuhalten, ihrem Bruder fiel die Disziplin nicht schwer. Deswegen und wegen noch Vielem mehr, bewunderten die Schwestern ihren großen Bruder, der Held des Dorfes.
Während sie dort warteten, setzten sich mal wieder seltsame Gedankengänge in Myrjalas´ Kopf frei, den kaum gab es nichts, worüber sie sich Gedanken machen wollte oder konnte, fiel ihr fast immer ein, dass sie mal müsste.
„Schau um, …“, wandte Yavanna sich grinsend ihre Schwester, „ … Hier alles aus Stein, … viel Spaß beim Löcher buddeln … musst du Beine zusammendrücken“, gab Yavanna lachend von sich.
Es dauerte auch nicht lange, bis Myrjala das wieder vergaß, da der Hummelmann wieder kam und mit ihm eine schöne Frau.

“Vielleicht ist das ja seine Frau, … die ist wirklich schön … fast so wie die Daeva, die wir damals gesehen haben.“
Diese Frau war wirklich groß, selbst im Vergleich zu den anderen Hummeln und sie trug seltsame Gewänder in weiß und blau mit einem Zeichen drauf, welches den Elfen fremd war, aber auch Leder wurde mit verarbeitet, deswegen nahm Yavanna an, dass es sich um so etwas wie eine Rüstung handeln musste.
Sehr zu Yavannas´ Verblüffen, sprach diese Frau als aller erstes mit Sylcia nicht mit den Geschwistern, was sie als ein wenig unhöfflich empfand, aber vielleicht hatte auch das seinen guten Grund.
Diese Frau war wohl der Grund, warum es Sylcia in den letzten Minuten so schlecht ging, denn diese Frau hatte sich nach Sylcias´ Flügelpferdchen erkundingt … Yavanna hatte wirklich Mitleid mit ihr.
Dann aber, stellte sich die Frau doch noch vor.

"Mein Name ist Auriela Schwertwind. Ich bin Himmelsreiterin des obersten Regiments zu Hymlia und eine der Rittfrauen, die den Überblick in der Halle der Himmelsreiter behalten. Darf ich nach Namen und Grund eures Hier seins fragen, Fremde? Ich sehe, ihr alle seid elfischer Natur."
Diese Auriela hatte ein sehr bestimmtes Auftreten und war wohl so etwas wie eine Führerin der Hummeln. Aber einiges hatte Yavanna dennoch nicht verstanden, was Aurelia ihnen gerade gesagt hatte, deswegen wollte Yavanna gerade zu einer Frage ansetzen, zu der sie aber nicht kam.
Der Grund dessen war natürlich ihre Schwester.
Wie auf einen unausgesprochenen Befehl, quasselte Myrjala in einer Geschwindigkeit drauf los, die Yavanna seltener bei ihr mitbekommen hatte, das lag wohl daran, dass ihrer Schwester so einiges auf der Seele brannte, dessen sie sich Luft machen musste. In Null Komma nichts hatte sie Aurelia auf den neustens Stand gebracht, was sie hier wollten, warum sie Sylcia helfen wollten und was sie sonst noch so alles vorhatten.
Yavanna musste blöderweise ganz schön grinsen, denn dieser Hummelmann schnappte vor Empörung nur mit dem Mund nach der Luft, Aurelia riss überrascht ihre Augen auf und Sylcia ließ nur mit einem hörbaren Seufzer ihren Kopf sinken. Myrjala meinte es immerhin nur gut und wollte Sylcia helfen, dass ihre Ambitionen bei einigen Wesen falsch aufgefasst werden könnten, daran dachte sie meistens nicht, wie an so Vieles.
Dass sie dieser Frau aber dann noch davon erzählte, dass Myrjala welches einbuddeln lassen wollte, da wand sogar Yavanna sich. Nicht, dass sie diesen Vorschlag nicht gut hieß, aber ie meisten Wesen verstanden die Beweggründe dafür nicht.
Erwartungsvoll sahen die beiden Schwestern zu Aurelia hoch.

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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 26. Dezember 2009, 00:02

“ mach dir nichts draus. Sie ist immer so” beruhigte Isildur den sichtlich verwunderten Helior auf die schmollende Myrjala.
Ja , seine Schwester hatte wirklich ein Talent, Personen aus der Fassung zu bringen. Und das nicht nur durch ihr schnelles Gerede, sondern auch durch ihre extremen Stimmungsschwankungen.
Und da dies selbst noch Elfen aus ihrer Heimat überfordern konnte, kannte Isildur den Gesichtsausdruck den Helior hatte, nur zu gut.
Nicht jeder war seiner Schwester gewachsen.
Doch diese hatte sich inzwischen Derat zugewendet, dieser wollte nämlich mit den Pegasi spielen gehen.
Isildur bekam noch Myrjalas Ermahnungen mit und konnte Derats Antwort hören. Da sich aber endlich langsam alle zu versammeln schien, verdrehte er nur die Augen. Er blickte zu seinen Bären und kraulte Sturmkralle um sich selbst zu beruhigen.
Dann ging es endlich los. Yavanna hackte sich bei ihm ein, wohl um wieder seine Haltung zu lockern. Isildur neigte , wie viele Elfen seines Volkes, die Arme vor der Brust zu verschränken. Das konnte recht beeindruckend wirke.
Isildur lief mit Sylcia gleich hinter Helior, danach folgten seine Schwestern. Sturmkralle und Nachtschatten trotteten hinterdrein. Hier und dort erkundeten sie neugierig aber vorsichtig die fremde Umgebung. Er selber inspizierte nur beiläufig die Gegend.

wer etwas falsches macht, sollte auch dafür gerade steh” grummelte Isildur als er das Gespräch von Helior an Sylcia mithörte.

Auf dem Weg zur sogenannten Luftakademie durchquerten sie die seltsame Stadt. Helior erzählte , dass der Boden magisch zusammengehalten wurde, ebenso wie wohl fast alles auf Magie zurückzuführen war. Isildur rümpfte die Nase , jedoch hielt kurz inne und warf einen zweifelnden Blick auf den Untergrund. Hoffentlich hielt das auch bei Elfen. Wurde aber vorsichtiger beim gehen. Magie- mochte er nicht. Von da an blickte er sich wachsam um. Seine Schwester Yavanna lief plötzlich neben ihn und strahlte ihn an. Weswegen wußter er nicht. Wahrscheinlich hatte sie etwas Schönes gesehen.
Natürlich war er auch neugierig, doch konnte er sich im Gegensatz zu seinen Schwestern besser im Zaum halten.
seltsames Volk. Hier ist alles weiß. Nicht gerade praktisch für eine gute Tarnung. Wir würden hier sofort auffallen…es sieht zwar schön aus, doch das grün der Wälder ist mir lieber. Erinnert mich viel zu sehr an Schnee.
Skeptisch beäugte Isildur alles. Selbst die Bewohner hatten einen sehr hellen Hautton und ihre Kleidung schien sich von der Umgebung nur wenig abzuheben. Wenn Isildur dagegen seine Schwestern betrachtete, fielen diese durch ihre kräftigen Haarfarben umso mehr auf. Selbst er mit seinem dunklen Haut und seinem dunklem Haar, war wohl dort eine Seltenheit. Hier und dort konnte Isildur neugierige Blicke von einigen Hymlianer sehen. Und Isildur musste sich eingestehen, obwohl es keine Elfen waren, waren alle sehr schön.
also wenn Myrjala und Yavanna hier verschwinden, sollte es leichter fallen sie zu finden. Wir fallen so auf, wie eine Eiche unter Birken….schön sind sie ja.
Seine Haltung wahrend, nahm er trotzdem seinen Bogen von Rücken und hielt ihn für alle Fälle in der Hand. Sichtlich ruhiger fühlte er sich mit dem.
Dann erreichten sie die Luftakademie.
Laut heulte der Wind und Nachtschatten jaulte auf. Isildur konnte es ihm nachempfinden. Ebenso seine Schwestern. Yavanna entsand die Tiere auf eine Wiese- oder so was Ähnliches. Genau wusste es Isildur nicht.
Zwar sollte es im Inneren leiser , doch es widerstrebte Isildur in ein Gebäude zu gehen. Wahrscheinlich war es viel zu eng. Und wie fast jeder Elf aus seiner Sippe, hatte er doch beträchtliche Angst in engen Räumen. Also blieb er erstmal sehen. Er holte ein paar mal Luft und blickte sich nervös um. Er sah in das Gesicht von Yavanna, die wohl ebenfalls vor der Enge des Gebäudes sich fürchtete.
Das war sein Ansporn. Isildur atmete kräftig aus, betrat die Halle und schaute sich mulmig mit Herzklopfen um. Sie war riesig. das ist ja riesig hier.
Beruhigt machte er kehrt und trat zu Yavanna, hackte sie unter und warf ihr einen aufmunternden Blick zu. Für die kleine Schwester, zeigte er Stärke. Er nickte ihr zu und gemeinsam betraten sie die Halle.
Jetzt konnte er sie sich genauer ansehen. Sie war gigantisch und sehr hoch. Beruhigt lies er Yavanna los.
“ das ist groß hier…und es riecht nach Pferd” Grinste er zu Yavanna. Diese bedankte sich, indem sie in umarmte und ihm einen Kuss gab. Er lächelte sie liebevoll an.
Langsam durchschritten sie die Stallungen der Pegasi. Asantal huschte an Isildur vorbei zu den Boxen. Ermahnend blickte er Yavanna an.
“ Yavanna, hol ihn zurück. Er macht die Tiere scheu.”
Ihre Reaktion war eine Standpauke, die sich gewaschen hatte. Und unrecht hatte sie nicht. Jedoch konnte Isildur ebenso sturr sein, wie seine Schwestern. Er ignorierte es.
Er konnte sich immerhin nur zu gut an diesen Vorfall erinnern.
Doch als wenn Asantal nicht schon genug wäre, lief Myrjala auch mal hier und mal da hin. Mehrmals rief er sie wieder zu sich.” Myrjala, lass das! Komm endlich her…Myrjala!” und dann, gesellte sich Yavanna auch noch zu ihr.
“ Yavanna…nicht auch noch du!…Kommt her!”
Doch vor lauter Glück über diese niedlichen geflügelten Pferde, hörten sie ihn nicht. Oder sie ignorierten ihn einfach.

Dann ging es weiter durch eine gigantische Flügeltür. Die Halle dahinter war ebenfalls beeindruckend. Doch es war eine Halle. Isildur war zwar von der Rüstung und den Waffen der Hymlianern beeindruckt, doch ging für ihn nichts gegen seine Heimat. Außerdem war ihn alles zu hell. Fast schon farblos. Ebenso fehlte ihm die Lebendigkeit der Bäume. Und silberne Rüstungen? Isildur reichten schon die silbernen Strähnen in seinem Haar. So lies er seinen Blick umherschweifen und sondierte die Lage.
also für die Luft sind sie gut gerüstet. Denen würde man in der Luft nichts anhaben können, doch wären sie am Boden in einem Wald leichte Beute. Besonders wenn sie so naiv wie Sylcia sind. Sie scheinen hier ausgebildet zu werden. Interessant. Überhaupt würde mich interessieren wie gut sie am Boden sind. Langschwerter sind in enger Umgebung unpraktisch. Ob sie auch mit Bögen arbeiten, oder Sperren?… Dort hinten, scheinen sie sich zu erholen…oh, blaue Strähnen? …hmm, eine wirklich schöne Frau…oh, wir sollen warten.

Nur aus dem Augenwinkel hatte Isildur die Geste von Helior sehen, seine Aufmerksamkeit war für einen längeren Moment bei der schönen Serviererin hängen geblieben. Sich wieder sammelnd, schloss er kurz die Augen, dann sah er die die Begleitung von Helior. Eine recht große Frau, die ein fremdes Wappen auf ihrem Brustpanzer trug. Durch die stolze Haltung, war Isildur sofort klar, dass dies eine Führungspersönlichkeit war. Ein Kommandant oder so.
Ihr gegenüber stellte sich Isildur, die Bogen fest in einer Hand auf den Boden gestellt, mit ebenfalls stolzer und standfester Haltung. Sein Blick ernst und wachsam. Er wusste seine Position zu vertreten.
Sie sprach zuerst Sylcia an und für Isildurs Meinung wurde bestätigt. Sie war eine Anführerin.
Den Ton den sie Sylcia entgegenbrachte, empfand er nicht zu hart. Er hätte es nicht anders gemacht.
Dann wendete sie sich Isildur und seinen Schwestern zu.
Rittfrau, was ist das denn?..elfischer Natur? Man sieht wohl das wir Elfen sind.
Doch so richtig aussprechen konnte sie nicht. Das soll heißen, sie stellte sich noch vor und zeitgleich redete Myrjala einen Wasserfall gleich los. Was Isildur an Disziplin der Waldelfen hatten, hatte Myrjala ganz und gar nicht. Mit einem strengen Blick sah er seine kleine Schwester an.
“ Myrjala, jetzt ist gut…und es wird keiner eingebuddelt, verstanden?” knurrte er sie genervt an. das bringt uns in Schwierigkeiten jetzt war es wieder an ihm, die Situation zu retten. Isildur wand sich Aurelia zu und sprach mit erhobener Stimme.
“ Ich bin Isildur! Zweiter Führer der Bogenschützen. Dies sind meine Schwestern. WIR sind nicht nur elfischer Natur, WIR sind Elfen. Waldelfen, wie man sehen kann. Wir sind, wie meine Schwester schon sagte, auf Wunsch von Sylcia hier. Ihr wurde ihre Wolkenschwinge gestohlen und sie wurde dabei eingesperrt. Irgendetwas magisches. Dort haben wir sie auf einer Ebene gefunden. Sie wollte, das wir sie begleiten. Und wir haben versprochen ihr zu helfen…Ihr solltet besser auf sie achten. Sie ist naiv und scheint anderen leicht zu vertrauen…nun, sie sagte, hier würden wir weiteres erfahren. Und?…ICH habe nicht vor, hier ewig zu bleiben. Doch ich habe versprochen, ihr zu helfen. Wie gehen wir vor? Je länger wir warten, umso verwischter sind die Spuren. Hast du eine Möglichkeit, wie wir ihr Pegasus finden?”
Isildur war zwar ein Elf weniger Worte, doch konnte er reden, wenn es nötig war.

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Gestalt » Montag 28. Dezember 2009, 01:28

Ob sich die Ni'Tessins jemals an kulturelle Informationen der Hymlianer erinnern würden, war fraglich. Zumindest Myrjala und Yavanna waren zu sehr von der fantastischen Wolkenwelt abgelenkt, als dass sie auf Helior gehört hätten und dieser sprach einfach weiter. Die beiden Elfenfrauen aber entdeckten Hymlia auf andere Weise für sich.
Myrjala träumte bereits von einem Nickerchen in einem Bett aus Wolken und fragte sich, ob sie eine solch weiche Schlafstätte würde mitnehmen können. Sofort wandte sie sich an Sylcia - die sie gleich mit einem Kosenamen betitelte. Sylcia ließ sich etwas zurückfallen, bis sie mit Myrjala auf gleicher Höhe war und kicherte. "Syli? Das ist aber ein niedlicher Name, den behalte ich." Die Hymlianerin und Myrjala freundeten sich immer mehr an. Wahrlich, beide besaßen ein ähnliches Gemüt und freuten sich über dieselben Dinge, wenngleich Sylcia überaus naiver war als Myrjala. Letztere konnte dafür plappern wie ein Wasserfall plätschern konnte. Sie ergänzten sich gut und begeisterten sich gegenseitig.
"Ich soll dir mein Bett schenken?" Sylcia schniefte. "Und wo soll ich dann schlafen? Aber vielleicht könnt ihr euch einfach ein Bett anfertigen lassen. Sind bei uns schnell gemacht, wenn auch nicht aus Wolken. Aber unsere Stoffe werden mit Wolkenfasern gewebt. Das ist toll! So weich wirst du nirgends schlafen wie in Hymlia!" Die junge Frau lief plötzlich rosa an um die Nasenspitze. Auch sie schien eine Bitte auf dem Herzen zu haben. Zunächst druckste sie etwas herum, dann aber kam sie endlich heraus mit der Sprache: "Glaubst du, dein Bruder geht mit mir mal tanzen?" Sie schlug verlegen den Blick nieder. Isildur gefiel ihr also. Wahrscheinlich mochte sie seine eher ... unnahbare und etwas verschrobene Art. Unter Hymlianern gab es wenige, die sich mit Isildur vergleichen ließen und das zog offenbar an. Sie konnte ja nicht ahnen, dass sie gleich in der Halle der Himmelsreiter selbst ihre aufkeimende Zuneigung für den Waldelfen vollkommen vergessen würde. Unangenehme Erklärungen warteten auf Sylcia.

Unterdessen ließ sich Yavanna vom Anblick hymlianischer Kleidung, deren Gebäuden und Pflanzen bezaubern. Sie war ein wenig zurückgefallen und bestaunte - ebenso wie die tierischen Gefährten der Elfengeschwister - alles ganz genau. Besonders die Pflanzen des Himmelsvolkes hatten es ihr angetan. Überraschend genug, dass sie es scheinbar auch in der kalten Jahreszeit schafften, über den Wolken zu blühen, faszinierten sie durch ihre blassen, an Pastell erinnernden Farben. Rosig, bläulich und natürlich weiß waren sie und trotzdem wunderschön. Die Blüten der vielen Blumen schienen aus Seide zu sein, so sanft neigten sie sich dem Licht zu.
Yavanna konnte nicht anders, sie musste sich ein paar Samen sammeln. Zu Hause würden sie viel Aufmerksamkeit erhalten, wenn in ihren Gärten in der Zeit des Übergangs weiße Rosen, blassrosa Narzissen oder himmelblaue Glockenblümchen blühten. Die Elfe griff behutsam in die Beete und entfernte einige Ableger. Da tauchte neben ihr plötzlich ein freundliches und unglaublich charismatisches Gesicht einer fremden Hymlianerin auf. Sie lächelte liebreizend, trug einen Gärtnerhut und eine Schürze über ihren Gewändern. "Möchtest du dir auch ein paar Hymlia-Blumen pflanzen, spitzohriger Gast mit den schönen Augen und Flügelchen wie Schmetterlinge?" Die Hymlianerin wartete einen Moment auf eine Antwort, aber sie bemerkte schnell, dass Yavanna ihrer Sprache offensichtlich nicht mächtig war. Leider beherrschte die Gärtnerin selbst kein Celcianisch. Also versuchte sie es mit einer freundlichen Geste, griff zwischen die Blütenblätter und grub in der weichen Erde - selbst diese besaß einen leicht wolkigen Hauch. Sie war irgendwie heller als gewöhnliche Erde, wie von Himmelsfasern durchzogen. Die Hymlianerin zog ihre Hand zurück und drückte Yavanna anschließend einige Samen rosig leuchtender Lilien in die Hand. Sie lächelte immer noch, nickte dann. Die Hymlianer begegneten den Ni'Tessins mit mehr als Gastfreundschaft.

Nachdem sich Yavanna um ein paar hymlianische Ableger und Samen bereichert hatte - kostbare Geschenke, sowohl für das Himmelsvolk als auch für Elfen, die die Natur mehr als schätzten -, holte sie mit schnellen Schritten ihre Geschwister, Sylcia und Helior wieder ein. Rechtzeitig gelang es ihr noch ihre Gefährten auf einem ruhigen Flecken zu sammeln und ihnen klar zu machen, dass sie nicht in die Halle der Himmelsreiter folgen müssten.
Wolf und Bär schienen es zu genießen. Sturmkralle tollte ein wenig zwischen den Wolkenbüschen herum, während sich Nachtschatten nur gemächlich umschaute. Die Tiere würden hier bleiben und warten. Von den Hymlianern ging keinerlei Gefahr aus und niemand würde ihnen etwas zuleide tun.

Die Gruppe betrat die Halle der Himmelsreiter und was sich für Yavanna und Isildur zunächst noch als Probe gegen ihre Raumangst zu erweisen hatte, legte sich schnell. Die Halle war so weiträumig und die Decken so hoch, dass man hier wirklich keine Angst bekommen brauchte. Der Begriff der Enge existierte hier praktisch nicht. Es gab genug Platz, dass die Pegasi unter der gewaltigen Kuppel der Halle mit gespreizten Flügeln kreisen konnten.
Helior verschwand, die Verbliebenen mussten warten. Myrjala zeigte sich ungeduldig. Ihre Blase drückte. Wie und wo konnten sich Hymlianer erleichtern? In ihrer Wolkenwelt ließ es sich schlecht ein Loch buddeln ... oder entstand so Regen? Na, hoffentlich nicht!
"Wenn du mal musst, kannst du da hinten." Sylcia zeigte zu einer unscheinbar wirkenden Tür, die in ein stilles Örtchen führte. Anders als bei den Landbewohnern gab es dort keine Toilette wie man sie kannte, sondern nur eine Art Donnerbalken - ein Holzgestell, über das man seinen Hintern hängen und sich an einer Stange festhalten konnte. Die Notdurft landete dann entweder in einem Eimer - wenn man einen aufgestellt hatte - oder auch schonmal zwischen einigen Wolken. Was dann mit dem "Geschäft" geschah, darüber musste sich zumindest Myrjala anschließend erst einmal keine Gedanken machen. Im Unterschied zu Waldelfen, die wohl Blätter nach getaner Arbeit nutzten oder Erdbewohnern, welche gar Tücher bereitlegten, besaß das Himmelsvolk eine überaus angenehme Art, sich den Hintern zu wischen. Kleine Wolkenfetzen, ebenfalls wie Tücher, hingen bereit und legten sich an die Haut wie Balsam. Sie pflegten sogar, was sicherlich auch viele Adelige am Boden sich gewünscht hätten. Gewissermaßen besaßen die Hymlianer doch Luxusgüter.
Aber zurück zum Wesentlichen ...

Es dauerte nicht lange, da stellte sich ihnen die Hymlianerin Auriela Schwertwind vor. Sie hatte das Sagen hier in dieser hohen, gewölbten Halle und wollte auch sogleich Informationen von Sylcia - erst im Anschluss grüßte sie die Fremden, wobei sie vordergründig den Blick auf Isildur richtete. Er machte den Eindruck, als sei er Anführer des Trios, das Sylcia hierher gebracht hatte. Sicherlich war er der Vernünftigste, der Pläneschmieder und Stratege. Mit ihm ließ es sich bestimmt am besten sprechen.
Ihre Vermutungen sollten sich bestätigen, doch zuvor erwartete sie noch eine Antwort von der heim gekehrten Hymlianerin. Sylcia aber schwieg noch. Jetzt war der Moment für unangenehme Erklärungen gekommen. Vor diesem Augenblick hatte sie sich etwas gefürchtet. Auriela konnte streng sein.
Zum Glück wurde Auriela im ersten Moment abgelenkt. Sie hatte kaum Zeit, verblüfft zu schauen, da sprudelte es auch schon hervor. Der reißende Strom an Fragen stürzte sich den Wasserfall namens Myrjala Syl’vea Ni’Tessin herunter und überschwemmte die stattliche Rittfrau. Sie starrte die Elfe verwirrt an und fand kaum Möglichkeit, all die Informationen in sich aufzunehmen. Schließlich aber fiel die Fuchsmünze und das für Auriela Wesentliche hatte sie in ihrem Kopf herausgefiltert.
Isildur sah diesen Zeitpunkt als Gelegenheit an, Myrjalas Geplappere endlich zu unterbrechen und sich und seine Schwestern anschließend vorzustellen. Als Isildur erwähnte, dass man auf Sylcia besser achten sollte, weil sie doch sehr vertrauensselig und naiv war, kullerten der kleinen Hymlianerin dicke Tränen aus den Augen und sie wandte sich halb ab. Die Arme um den Körper geschlungen verharrte sie so, versuchte, das Beben ihrer Schultern zu unterdrücken.

Ein strenges, stahlgraues Augenpaar flog dennoch zu ihr herüber. "Du warst worin? Und der Pegasus ist fort?" Anhand ihrer Tonlage ließ sich schnell deuten, dass Auriela ganz und gar nicht begeistert war, ob Sylcia nun versehentlich eingesperrt worden war oder nicht. In ihren Augen - und da war sie sicherlich nicht die einzige - galten die Pegasi nicht nur als Reittiere, sondern auch kostbare Gefährten. Die Hymlianer hatten auf sie zu achten. Sylcia wusste das. Sie wusste ja, welchen fatalen Fehler sie begangen hatte, aber Auriela erinnerte sie sofort daran.
"Du befindest dich in der Ausbildung, Knappin. Es war dir nicht erlaubt, mit einem Pegasus auszufliegen, geschweige denn hinunter zu den Bodenbewohnern zu reisen. Und wer muss nun darunter leiden? Der Pegasus, den du nach Abschluss deiner Ausbildung erhalten hättest. Das Vertrauen zwischen euch ist damit wohl zerstört."
Sylcia wurde ganz klein. Sie schluchzte. "Das hab ich nicht gewollt", schniefte sie bedrückt. Schließlich halfen Vorwürfe nun auch nicht weiter. Wolkenschwinge musste gefunden und zurückgebracht werden, wie es Isildur bereits erwähnt hatte. Wer wusste schon, wo er steckte und ob es ihm gut ging?

Die Rittfrau seufzte. Ihre Züge wurden weicher. Hymlianer neigten nicht zu großen Wutausbrüchen und waren in der Regel nicht nachtragend. Außerdem besaß die Himmelsreitern Erfahrung und wusste, dass dies jetzt zu nichts führte. Sie behielt das Wichtige im Blick.
"Wenigstens hast du jemanden gefunden, der dir bei der Suche helfen möchte." Sie schaute Myrjala, Yavanna und Isildur der Reihe nach an. Dann neigte Auriela Schwertwind den Kopf. "Ich muss Euch allein dafür schon Dank aussprechen. Es ist freundlich, dass ihr helfen wollt. Das macht die Sache jedoch nicht leichter. Wir müssen vermutlich in alle Richtungen nach dem Tier suchen. Wo hast du es zuletzt gesehen, Sylcia?"
Die Hymlianer-Knappin antwortete wahrheitsgemäß. Das letzte Mal waren sie und Wolkenschwinge im Grasland zusammen, ehe sie durch einen gemeinen Trick getrennt worden waren. Sylcia fasste zusammen: "Da war diese Frau - Brelia hat sie sich genannt. Sie wollte mir helfen, weil sich Wolkenschwinge doch den Flügel verstaucht hatte bei der Landung." Ein leises Schnauben kam von der Rittfrau Auriela. Sylcia senkte den Blick. Sie wusste, dass es falsch gewesen war, mit dem Pegasus zu fliegen. Sie hatte gewusst, dass er noch zu jung war, um gegen die starken Winde anzukommen.
"Erzähl weiter", bat die Himmelsreiterin. Sylcia fuhr fort: "Brelia hatte angeboten, Wolkenschwinge zu helfen. Doch mit einer List war es ihr gelungen, ihn in ihren Kastenwagen zu sperren und mich in einem Metall-Ofen gefangen zu halten. Ich konnte mich nicht befreien, bis Isildur, Yavanna, Myrjala und einige andere Freunde mich retteten. Ich konnte leider nicht sehen, wohin Brelia mit meinem geliebten Schwingchen gezogen ist. Ich hörte nur noch etwas wie ... No ... Nogrit? Ich bin mir nicht sicher."
"Nogrit?", wiederholte Auriela. Sie schaute fragend die Elfengeschwister an. "Euch ist dieser Ort nicht geläufig? Wir kommen selten auf den Boden." Sie wartete keine Antwort ab, sondern wandte sich sofort an Helior. Dieser hatte die ganze Zeit brav und schweigend im Hintergrund gestanden. Sofort erhielt er Befehl, sich an die Luftmagier zu wenden. Sie sollten die Winde absuchen, ob sich ein Duft oder ein Lufthauch von Wolkenschwinge in den Auftrieben finden ließ.

"Bis dahin müssen wir warten", erklärte Auriela. "Ihr seid eingeladen, euch in der leuchtenden Wolke auszuruhen und zu stärken. Das ist unser Treffpunkt, um zu plaudern und zu trinken, aber es gibt auch Betten. Ihr seid nicht die ersten Gäste, die nach Hymlia fanden, auch wenn uns nur sehr wenige kennen. Bitte, nehmt dieses Angebot an, Waldelfen vom Boden. Sylcia soll euch alles zeigen und erklären, was ihr wissen wollt. Ich schätze, es dauert mindestens bis morgen, ehe wir mit ersten Ergebnissen der Luftmagier rechnen können - falls sie überhaupt etwas finden."
Mit diesen Worten beendete Aurelia Schwertwind das Gespräch. Falls die Ni'Tessins noch etwas zu sagen hatten, sollten sie es am besten sofort tun. Die Rittfrau besaß noch andere Pflichten.

Yavanna hat folgende Samen/Ableger gepflückt und darf sich diese in ihrem Inventar aufschreiben:
  • Manadistel (2 Samen)
  • Lavendel (6 Ableger)
  • Pfefferminze (3 Samen)

Hinweis: Alle Samen sind hymlianische Pflanzenzucht und wachsen sogar in kalten Jahreszeiten. Dafür sind sie weiß, blau und rosa gehalten!
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Myrjala » Samstag 2. Januar 2010, 18:44

"Ich soll dir mein Bett schenken? Und wo soll ich dann schlafen? Aber vielleicht könnt ihr euch einfach ein Bett anfertigen lassen. Sind bei uns schnell gemacht, wenn auch nicht aus Wolken. Aber unsere Stoffe werden mit Wolkenfasern gewebt. Das ist toll! So weich wirst du nirgends schlafen wie in Hymlia!“

„Ihr habt keine Betten aus Wolken?“ Myrjala schien enttäuscht zu sein, „Aber hier ist doch sonst alles aus Wolken? Hm, das versteh ich nicht.“ Sie setzte einen Schmollmund auf und zog die Stirn kraus. „Aber du meinst, ich kann mir eins machen lassen?“ Ein Grinsen trat in ihr Gesicht, „Das werde ich in die Tat umsetzen… hm… und wen frage ich da? …Was sind eigentlich Wolkenfasern? Wenn die flauschig sind, möchte ich das auch haben.“ Mit einen zusammengekniffenen Auge sah sie zur Decke und dann wieder zu der Hymlianerin, „Sags mir.“ Sie wippte ungeduldig auf und nieder, als sie selber keine Antwort fand.

Sylkias Gesicht bekam eine rosa Färbung, da sie anscheinend noch eine Bitte auf den Herzen hatte.

"Glaubst du, dein Bruder geht mit mir mal tanzen?"

Verwundert sah die Waldelfe sie an. „Du willst mit meinem Bruder tanzen?“ Sie grinste und ein Leuchten trat in ihre Augen, „Keine Ahnung ob er das machen wird.“ Sie zuckte mit den Schultern, „Da musst ihn fragen.“ Sie drehte sich zu Isildur um und setze die Frage, ehe auch nur Sylcia reagieren konnte in die Tat um, „Isildur, willst du mit Syli tanzen gehen?“ Und wandte dann ihr Augenmerk wieder auf die junge Frau, „Aber Isildur wird dir nur auf die Füße treten. Ber wenn du ihm ein wenig Mondwein oder Drei-Pilz-Cherry gibst und dann klappt das und er ist nicht mehr ganz so verbissen.“ Sie nickte bestätigend und begann zu kichern. „Aber wehe du machst meinen Bruder unglücklich.“ Sie sah zu Isildur und sprach die gleiche Drohung, diesmal aber auf Sylcia bezogen, ein weiteres Mal aus…


Helior kam mit einer gewissen Aurelia zurück, die hier das Sagen hatte. Nachdem man ihr oder beziehungsweise Myrjala ihr erläutert hatte, weswegen sie hier waren und die Frau ihr gewissermaßen sogar folgen konnte, was nicht bei allen Personen der Fall gewesen war, denen sie zu anderen Zeiten begegnet waren.
Nun stellte sich Isildur vor und fasste das was seine Schwester gesagt hatte noch einmal - verständlich für alle - zusammen, nachdem er sie vorher noch zu recht wies. Dafür erntete er wie üblicherweise eine herausgestreckte Zunge.

"Du befindest dich in der Ausbildung, Knappin. Es war dir nicht erlaubt, mit einem Pegasus auszufliegen, geschweige denn hinunter zu den Bodenbewohnern zu reisen. Und wer muss nun darunter leiden? Der Pegasus, den du nach Abschluss deiner Ausbildung erhalten hättest. Das Vertrauen zwischen euch ist damit wohl zerstört."

Aurelia begann daraufhin Sylcia auszuschimpfen, während diese zu weinen anfing, wusste sie doch selber, dass sie einen Fehler begangen hatte und viel zu gutgläubig gewesen war, was eine gewisse Brelia angeht, aber was soll es, Myrjala wäre bestimmt genauso gutgläubig gewesen, aber sie hatten ja ihren großen Bruder dabei, der schon darauf achtete, dass den Geschwistern so was nicht passierte… wenn er nur nicht immer so einen Gluckenverhalten an den Tag legen würde… und natürlich, wie sollte aus auch anders sein, setzte er auch noch einen nach, indem er die gleiche Ansicht vertrat, wenn auch mit anderen Worten wie die Rittfrau.

„Ihr solltet besser auf sie achten. Sie ist naiv und scheint anderen leicht zu vertrauen…“

Myrjala ging zu Sylcia herüber und nahm sie tröstend in den Arm. „Jetzt ist aber gut. Ihr seid sooo gemein. Sie weiß doch, dass sie einen Fehler gemacht hat, aber wir sind ja hier um zu helfen und indem ihr sie ausschimpft kommt das Wolkenpferdchen auch nicht zurück.“
Sie selber hatte Tränen in den Augen, als wäre sie gescholten worden, mochte sie auch nicht gerne sehen, wenn andere traurig waren.
„Bäh, Vertrauen zerstört? Wenn Syli das Wolkenschwinge erklärt, dann wird es das bestimmt verstehen. Wenn du so etwas nicht weißt, dann… ach, ich weiß auch nicht.“

„Nicht wahr, Yavanna, wenn sie Wolkenschwinge das erklärt was passiert ist, versteht es das bestimmt. Bei Wolfi und Sturmkralle klappt das ja auch immer.“ Hoffnungsvoll sah sie die Schwester an. Die hatte von so was mehr Ahnung als sie selber. Sie konnte zwar mit ihrer Musik Tiere beruhigen oder auf ihre Seite ziehen, aber Magie zu wirken um sich mit Tieren in deren Sprache zu verständigen, lag ihr dann doch nicht so.

Sycia erwähnte einen Ort namens Nogrit, wohin diese Brelia vermutlich wollte. Aurelia fragte die Elfengeschwister nun, ob sie von diesem Ort gehört hätten, da sie sich eher selten nach unten begaben.

„Hm, ich kenne kein Nogrit.“ Antwortete Myrjala, „Aber wir kommen auch nicht von hier, also… jedenfalls war ich noch nie an diesem Ort. Ich wollte doch nur Derats Heimatwüste finden, weil ich seinen Sand abgewaschen habe und er mir das schon soooo lange vorhält und ich will nicht das er traurig ist.“ Wieder traten Tränen in ihre Augen, als sie daran dachte wie sie Derat in die Quelle geschubst hatte um ihn zu baden ohne zu wissen das er unter seinen Schuppen, den Sand aus seinem Zuhause bei sich trug. Das er ihr da nur ein Geschichte aufgetischt hatte, die nicht ansatzweise stimmte, nur damit er nicht in das kalte Nass musste, denn messingfarbende Drachen waren Wüstenbewohner und mochten es eher trocken und heiß und für Wasser waren sie alleine deswegen schon mal gar nicht zu haben, war ihr nicht bewusst.

"Ihr seid eingeladen, euch in der leuchtenden Wolke auszuruhen und zu stärken. Das ist unser Treffpunkt, um zu plaudern und zu trinken, aber es gibt auch Betten. Ihr seid nicht die ersten Gäste, die nach Hymlia fanden, auch wenn uns nur sehr wenige kennen. Bitte, nehmt dieses Angebot an, Waldelfen vom Boden. Sylcia soll euch alles zeigen und erklären, was ihr wissen wollt. Ich schätze, es dauert mindestens bis morgen, ehe wir mit ersten Ergebnissen der Luftmagier rechnen können - falls sie überhaupt etwas finden."

„Waldelfen vom Boden?“ fragte sich Myrjala leise und sah erst Yavanna dann Isildur an, die sie damit angesprochen hatte, „Wo sollen wir denn sonst herkommen? Was für eine Feststellung.“ Sie schüttelte den Kopf. So hatte sie auch noch niemand betitelt…
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Montag 18. Januar 2010, 00:33

Yavanna hatte nicht genau gewusst, wen oder was sie erwartete, wie Helior sie alle bat, auf ihn zu warten. Diese Aurelia, mit der zurückkam, war schon beeindruckend, keine Frage. Immerhin eine Anführerin ihres Volkes, aber nach Yavannas Geschmack eindeutig zu laut und zu unsensibel. Das mochte sie schon an ihrem Bruder nicht und an Anderen erst recht nicht. Aber ihr stand es immerhin nicht zu, Anderen den Mund zu verbieten, dass war ihr auch klar, auch wenn sie das so manches Mal gerne in die Tat umsetzen würde. Im Gegensatz zu ihrer Schwester allerdings, besaß Yavanna so viel Höfflichkeit, dieses nicht zu tun.
Es war schon schlimm genug, dass ihr eigener Bruder nicht einmal so viel Taktgefühl besaß und dieser großen Hummelfrau alles erzählen musste. Sie hasste so ein Verhalten, weil ihr Bruder bei seinen Schwestern ebenso handelte, besonders dann, wenn er dadurch die Verantwortung und eventuelle „Bestrafung“ abgeben konnte.
Yavanna traute ihren Ohren kaum und versuchte noch, Isildur davon abzuhalten, aber wie so oft ignorierte er das geflissentlich. Dann kam es natürlich, wie es immer kam. In dem Fall kam dann die Standpauke von Aurelia.
Von dem, was Aurelia ihnen oder viel mehr Sylcia erzählte, verstand sie erwartungsgemäß nicht sonderlich viel. Diese große Frau redete zu schnell und zu undeutlich und überhaupt benutzte sie Worte, dessen Bedeutung Yavanna nicht verstand … und diese Mal lag es nicht daran, dass sie es nicht gewollt hätte.
Sylcia begann aber zu weinen und das konnte Yavanna sehr wohl verstehen. Sie sah zuerst Isildur verärgert an, stieß ihm ordentlich mit ihrem Ellenbogen in die Rippen, verschränkte dann ihre Arme vor der Brust und blickte noch verärgerter und mit geschürzten Lippen zu dieser großen Frau hinauf. Myrjala hatte Sylcia schon in den Arm genommen und tat es Yavanna ebenso gleich, diese große Frau einfach nur finster anzusehen. Ob das den gewünschten Erfolg erzielen würde, wäre einfach mal dahin gestellt.
Etwas hatte Yavanna aber doch verstanden, nämlich, dass diese Aurelia der Meinung war, dass nun das Vertrauen zwischen Sylcia und ihrem geflügeltem Pferdchen dahin wäre. Das meinte sie aber etwas besser zu wissen. Sie erinnerte sich daran, dass Pegasi intelligente Tiere waren und in dem Fall, würde Yavanna mit Sylcia getreuem Gefährten reden und ihm die Lage schildern, so dass er das verstehen würde … Yavanna war sich sicher, das ihr das gelingen würde und deswegen mischte sie sich nun ein und fiel dieser Frau ins Wort, bevor sie nicht aufhören würde zu reden. Myrjala war ebenfalls auf die Idee gekommen, nur Isildur mal wieder nicht, er mochte keine Magie. Dabei vergaß er, dass Rillifane das war, der ihnen allen half.

„Nicht wahr, Yavanna, wenn sie Wolkenschwinge das erklärt was passiert ist, versteht es das bestimmt. Bei Wolfi und Sturmkralle klappt das ja auch immer.“

„Eben …du nicht so was Schlimmes sagen … geflügelt Pferdchen gut im Denken. Ich werde erklären … mist, jetzt fallen mir die Worte nicht ein …mit ihm reden …ihm zeigen … Bilder … verstehst du?“
Yavanna versuchte deutlich und verständlich zu reden, aber sie war so aufgeregt du aufgebracht, dass ihr das nicht wirklich gelang. Hilfe suchend wandte sie sich an ihren Bruder.

„Isildur, du weißt was ich meine … erkläre es ihr bitte …du weist schon, dass ich mit Sylcias geflügeltem Pferdchen dann reden werde und es ihm erkläre und das er es dann verstehen wird … bitte, hilf´ mir.
Flehend sah sie zu ihrem Bruder hinauf und hoffte doch sehr, dass er dies Aurelia verständlich machen konnte.
Während Yavanna ihren Bruder anbettelte, hatte Sylcia bereits genauer damit begonnen, zu erzählen, was eigentlich genau passiert war.
Auf jeden Fall beruhigte sie es, dass dennoch nach Sylcias Gefährten gesucht werden würde, auch wenn der Blick dieser großen Frau Bände sprach und voller Zweifel war, aber auch das wollte Yavanna so nicht auf Sylcia sitzen lassen. Immerhin beauftragte sie Magier mit der Suche nach dem Pegasus. In diesem Fall würde vielleicht auch Yavanna helfen können. Sichtlich ruhiger wandte sie sich wieder an Aurelia und versuchte sich erneut im Erklären.

„Wenn du befragen Luft, ich kann fragen die Erde … ich kann reden mit Steinen … sie antworten … wir nur müssen zu großer Grasfläche … wo wir Sylcia gefunden.“
Erwartungsvoll und abwartend sah Yavanna zu der Rittfrau auf und erwartete eine Antwort und ein freudigeres Gesicht darüber, dass die Elfen helfen konnten.

„ … und wenn Steine nichts wissen, dann Wolfi kann schnuppern oder Derat gucken über Wolken oder Sturm auch schnüffeln …“
Wenn Aurelia jetzt nicht zuversichtlich werden würde, könnte Yavanna an sich zweifeln.
Am Ende ihrer Ansprache, bot Aurelia den Geschwistern an, sich hier wohl zu fühlen du zu warten. Auch wenn Yavanna die Sache mit der leuchtenden Wolke nicht verstand … aber so eine zu haben, das wäre toll, sie beschloss, Sylcia nach so einer Wolke zu fragen. Dann hätten sie nicht nur Schlafwolken, sondern auch leuchtende Wolken. Was müssten die für ein wunderschönes, warmes Licht abgeben … Yavanna geriet bei dem Gedanken daran wieder ins Schwärmen.
Myrjala holte sie aus ihren Gedanken zurück.

„Waldelfen vom Boden? … Wo sollen wir denn sonst herkommen? Was für eine Feststellung.“
„Wie bitte, was meinst du? … wie kommst du darauf?“, irritiert sah sie ihre Schwester fragend an.
„Natürlich kommen wir vom Boden, woher dann sonst? …Das sagt doch das Wort Wald schon…“

Sie sah weiterhin ihre Schwester an, stellte sich aber auf die andere Seite von Sylcia und strich ihr liebevoll über den Arm. Ihr Gesicht war ganz nass von den Tränen und so reichte sie ihr ein kleines Stück Leinen.

„Hier, … zum Trockenmachen …“, aufmunternd lächelte sie Sylcia an.
„Das wird schon … wir dir helfen und du sehen, wir versuchen alles gut zu machen … Wolfe beißt Brelia und dann jagt Derat sie durch ganze Welt … und buddelt dann ein … kopfüber … sie wird bereuen.“

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Donnerstag 21. Januar 2010, 19:52

Isildur hatte das Gespräch von Sylcia und Myrjala nur zum Teil mitbekommen und so blickte er auch etwas verwirrt drein, als seine Schwester ihn wegen dem Tanzen fragte.
“ was?… wovon redest du…und was heißt hier `verbissen`? …” Isildur rollte mit den Augen, als die typische Drohung seiner kleinen Schwester kam.
Tanzen!…daran denke ich jetzt nicht mal. Wir müssen erst alles in Ordnung bringen, was dann ist, liegt noch in den Sternen.
Isildur musterte kurz Sylcia. Niedlich war sie, ja sogar hübsch. Doch sie erinnerte ihn sehr stark an seine Schwestern. Und das war wiederum ein Umstand, der ihn abschreckte.
“ Wir sollten ein anderes mal darüber reden”, versuchte er sich so geschickt wie möglich aus der Sache zu ziehen.

Wie ähnlich Sylcia seinen Schwestern war und ihn die ganze Situation an Zuhause erinnerte, merkte er als sie dann der Rittfrau Aurelia gegenüberstanden.
Er klärte sie noch mal richtig auf und bekam dafür eine ausgestreckte Zunge von Myrjala und einen Rippenstoß von Yavanna. Das war wie immer typisch. Sie hatten schon immer ein Problem mit seiner kommandierenden Art gehabt.
Sylcia bekam eine gehörige Standpauke und weinte kurz darauf, während seine Schwestern wieder auf Aurelia einredeten und sich schützend vor Sylcia stellten.

Das hat nichts mit gemein sein zu tun, Myrjala. Sie wusste, dass sie das nicht durfte…und hat es doch gemacht. Nun muß sie dafür gerade stehen.
Isildur versuchte zu vermitteln. Es war ja nicht so, dass ihm Sylcia nicht leid tat, doch wer sich nicht an die Regel hält, muss auch dafür gerade stehen. Und das meinte er nicht bösartig. So war es eben bei den Waldelfen.
Doch durch seine Haltung wurde er leicht der “gemeine Bruder”, der ja gegen seine Schwestern war. Sie verstanden nicht, wie schwer es ihm zeitweilig fiel. Doch als Kommandant konnte er nicht jedes mal alles ganz locker nehmen. Da mußte man eben mal der "Böse" sein.
Aber seine Geschwister hatten nicht aufgegeben und waren wie immer einfallsreich. Nur fehlten Yavanna die Worte dafür. Bittend sah sie ihn an und Isildur legte ihr die Hand auf die Schulter.
“Ich erklär es ihr ja. Du solltest die Sprache besser lernen.” tadelte er sie leicht.
Dann wandte er sich an Aurelia, als sich der Moment bot.
“ Was das Vertrauen mit dem Pegasus angeht, so kann meine Schwester Yavanna helfen. Pegasi sind intelligent und meine Schwester kann mit Magie mit den Tieren reden. Sie macht das mit unseren tierischen Freunden ebenfalls.”
Doch Yavanna hatte noch weitere Ideen, die sie so gut wie möglich erklärte.

Wenn du befragen Luft, ich kann fragen die Erde … ich kann reden mit Steinen … sie antworten … wir nur müssen zu großer Grasfläche … wo wir Sylcia gefunden.“
„ … und wenn Steine nichts wissen, dann Wolfi kann schnuppern oder Derat gucken über Wolken oder Sturm auch schnüffeln …“

Oh, oh …es wird Zeit das sie die Allgemeinsprache besser lernt. Ich halte zwar selber nicht viel von dieser groben Sprache, doch ist es ratsam. Besonders wenn man so oft unterwegs ist….ach, ich sollte fragen, ob jemand mir die Sprache beibringt…. Naja, Sylcia würde sich anbieten…. nicht nur Wolfi kann schnüffeln, ich ebenfalls. Jedoch es hat geschneit, dann ist es schwieriger eine Spur auf zu nehmen.
Und das wusste Isildur wirklich. Eine Fährte wurde, je länger es her war, ungenauer und Wettergegebenheiten verwischten es ebenfalls. Wenn er selber als Wolf unterwegs war, hatte er seinen Geruchssinn mehr als einmal getestet. Und egal wie gut die Nase war, Spuren konnten nicht ewig zurück verfolgt werden.
Yavanna, Wolfi wird wahrscheinlich nichts mehr finden. Es ist zu lange her…und es würde viel Zeit kosten, falls man noch etwas findet. Aber wir könnten es probieren.“Inzwischen schienen sich Myrjala und Yavanna über etwas anderes Gedanken zu machen und Isildur trat auf Aurelia zu. Die Arme wie immer vor seiner Brust verschränkt.
„Von diesem Nogrit haben wir nichts gehört. Wir kommen nicht von hier und sind mit diesem Land nicht vertraut. Gibt es hier eine… wie heißt noch ein Ort mit vielen Büchern..ah! Bibliothek …eine Bibliothek? Da könnte doch etwas darüber stehen. Für die Gastfreundschaft danke ich. Was auch immer die leuchtende Wolke ist. Betten? Ich bevorzuge eher einen Baum als ein Bett. Und Waldelfen kommen immer vom Boden, da steht ein Wald ja auch. Wir warten dann ab. Wenn wir aber helfen sollen, dann müßen, wie meine Schwester schon sagte, wir auf den Boden zurück. Auch brauchen wir etwas , dass nach dem Pegasus riecht. Dann kann sich Myrjalas Drache, Wolfi und …ich …mit dem Geruch vertraut machen. Das würde helfen…“
jetzt ist es raus…naja, immerhin hast du ein elfischeres Denken als Wolfi und siehst meist die Situation noch anders.
Zwar spürte Isildur wieder eine Unruhe bei diesem Thema, aber sie wollten ja alle helfen. Und das bedeutet nicht mit halber Kraft.
„… ach Sylcia, kannst du mir deine Sprache beibringen? Ich halte es von Vorteil wenn man versteht, was ein anderes Volk sagt.“

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Gestalt » Dienstag 26. Januar 2010, 01:50

Myrjala würde wohl noch eine Weile auf ihr Wolkenbett warten müssen, sofern sich dieser Wunsch umsetzen ließe. Aber Sylcia vergaß ihre neue Freundin sicherlich nicht, auch wenn sie im Augenblick eher weniger an die Wünsche der Elfe mit den kastanienbraunen Haaren denken konnte. Die Standpauke der Rittfrau Auriela saß sehr tief. Sylcia war sich bewusst, dass sie einen Fehler begangen hatte, trotzdem schniefte und schluchzte sie. Tränen kullerten aus den Augenwinkeln und benetzten ihre scheinbar makellose Haut. Ihre Schultern bebten und beschämt richtete sie den Blick zum Boden.
Nein, jetzt war alles vergessen. Das Bett aus Wolken, die Erklärung, was Wolkenfasern denn nun waren und sogar die Idee, Isildur mal um einen Tanz zu bitten - obgleich sich Myrjala schon eingehend deswegen zu Wort gemeldet hatte. Sylcia wäre das recht peinlich gewesen. Vermutlich hätten sich ihre Wangen rot gefärbt und am besten auch noch die Ohren, aber jetzt nicht. Schuld überschattete sie. Ihr Wolkenschwinge würde ihr nicht mehr vertrauen, selbst wenn man ihn fand? Allein die Vorstellung nahm der Hymlianerin jeglichen Mut.

Das konnte Myrjala natürlich nicht zulassen. Sylcia hatte ihren Fehler doch eingesehen und dass man sie nun ausschimpfte, brachte den Pegasus auch nicht zurück. Stattdessen sollte man ihr lieber Trost spenden, damit Sylcia Aeronne neue Kraft schöpfen und sich anschließend auf die Suche nach ihrem geflügelten Freund machen konnte. Myrjala und Yavanna nahmen das Trösten sofort wahr und gingen einfühlsam auf die Frau ein - nicht jedoch auf Auriela, die von beiden Elfenschwestern nur düster angefunkelt wurde. Die hymlianische Pegasusreiterin verzog keine Miene.

"Bäh, Vertrauen zerstört? Wenn Syli das Wolkenschwinge erklärt, dann wird es das bestimmt verstehen. Wenn du so etwas nicht weißt, dann ... ach, ich weiß auch nicht." So machte sich nur eine Myrjala Syl’vea Ni’Tessin Luft. Aber ganz Unrecht hatte sie nicht. Pegasi waren mit viel Intelligenz gesegnet, aber vor allem mit Herz. Sie konnten einem Hymlianer so treu sein wie einem Jorsaner sein Hütehund. Vermutlich würde Wolkenschwinge Sylcia sofort verzeihen und nur froh sein, wenn sie ihn aus seiner misslichen Lage rettete - wo immer er steckte. Insgeheim wusste Auriela das auch, aber sie hatte eine gute Ausbildung genossen, in der wenig Zeit für übermäßige Emotionen und Einfühlungsvermögen blieb. Stattdessen lernte man mehr Nähe zur Realität. Isildur begriff das als einziger der drei Ni'Tessins - und wurde daher sogleich als "böser Bruder" verurteilt.
Auriela schmunzelte über ihre Gäste. Sie nahm ihre Worte allerdings nicht zurück. Irgendwann würde ihr Schützling Sylcia verstehen, dass sie ihr mit diesen Schuldeinredungen nur die Ernsthaftigkeit der Lage hatte klarmachen wollen. Es würde verhindern, dass die junge Hymlianerin erneut einen so fatalen Fehler beging. Sollte Wolkenschwinge gerettet werden können, würde sie zukünftig deutlich besser auf ihn achten und mit ihm und sich selbst verantwortungsbewusster umgehen. Dennoch hörte sie sich Isildurs vermittelnde Worte an und nickte Yavanna zu. Sie wollte mit dem Pegasus sprechen. "Das wird hilfreich sein, lasst Euch nicht davon abbringen", sagte sie.

Letzten Endes wollte die Rittfrau natürlich auch helfen. So entschied sie, die Luftmagier Hymlias mit dem Auftrag zu betrauen, nach dem vermissten Pegasus zu suchen. Der Wind trug oftmals über lange Zeit und weite Strecken noch reichlich Informationen heran. Möglicherweise fanden die Magier etwas heraus.
Auch Yavanna bot ihre Hilfe an. Obgleich keine der Elfen im Falle des unbekannten Ortes Nogrit helfen konnte, wollten sie alles Weitere tun, um Wolkenschwinge zu finden. Yavanna wollte die Erde befragen, wenn es denn möglich war, zu Sylcias Fundort zurück zu kehren.
Isildur erkundigte sich nach einer Bibliothek. "Wir haben Schriften und Aufzeichnungen, allerdings kaum welche vom Boden. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Euch aber trotzdem in unserer Bibliothek umsehen. Helior wird Euch hin führen, wenn Ihr das wünscht."
Auriela nickte anerkennend. Elfen mochten hilfsbereiter sein als die Menschenvölker des Bodens. Die Ni'Tessins hinterließen einen guten Eindruck. "Bleibt zunächst einmal hier in Hymlia. Erholt euch von der Reise, ehe ihr erneut aufbrecht. Wenn die Magier nichts herausfinden, können wir mit Eurer Hilfe noch immer den Boden befragen." Als Hymlianerin kannte sich Auriela nicht mit Erde und Steinen aus. Sie ahnte nicht, wie lange diese Elemente Informationen und Spuren behielten, die man aus ihnen lesen konnte. Mit dem Spurenlesen kannte sich Isildur noch am besten aus.

"Auch brauchen wir etwas , dass nach dem Pegasus riecht. Dann kann sich Myrjalas Drache, Wolfi und …ich …mit dem Geruch vertraut machen. Das würde helfen…“ Auriela hob ihre Augenbrauen und musterte den Elfen. Helior, der noch immer in der Nähe stand, sowie Sylcia taten es ihr gleich. Er konnte sich mit dem Geruch vertraut machen?
"Sylcia soll euch Wolkenschwinges Stall zeigen. Dort liegt sicher noch eine Pferdedecke aus Wolkenfasern herum, die nach ihm riechen sollte. Wenn Ihr ... daran schnuppern wollt ..." Auriela konnte nicht aufhören, Isildur zu mustern. Wie hatte er das gemeint? Besaßen Elfen einen herausragenden Geruchssinn wie Wölfe? Faszination für ihre Gäste machte sich in der Rittfrau breit.

Inzwischen hatte sich auch Sylcia etwas beruhigt. Mehr noch als Yavannas und Myrjalas tröstende Gesten hatten ihre Worte geholfen. Sie hätte beinahe erneut los weinen können, so sehr war sie von der angebotenen Hilfeleistung der Elfen gerührt. "Ihr seid so lieb!", brachte sie noch immer leicht schluchzend hervor. Ihr Stimme hatte sich in ein kehliges Krächzen verwandelt, denn ihr Hals war vom vielen Weinen ganz trocken geworden.
Dankbar nahm sie das Taschentuch entgegen und wischte sich die Tränenbahnen von den Wangen. Da fragte Isildur noch, ob sie ihm ihre Sprache beibringen würde. Das zauberte endlich wieder ein Lächeln ins Gesicht der jungen Frau. Sie schob sich einige blondes Strähnen hinter das Ohr und nickte. "Natürlich. Hymlikor ist nicht sehr schwer zu erlernen, wenn ihr erstmal sprechen könnt wie der Wind pfeift."
"Das, Knappin, zeigst du unseren neuen Freunden am besten bei einer guten Mahlzeit in der leuchtenden Wolke. Ihr sollt nun alle Gelegenheit bekommen, euch auszuruhen. Sylcia, führe die Elfen, wohin sie möchten und falls ihr euch trennt, so wird Helior euch zusätzlich unter die Arme greifen." Die Rittfrau warf einen Blick in die Runde. "Falls sonst keine Fragen mehr zu beantworten sind, würde ich nun gern die Magier und eine Einheit der Himmelsreiter in Kenntnis setzen."

Das Gespräch schien für Auriela soweit also beendet, sofern niemand mehr Fragen hatte. Die Gäste konnten sich nun selbst entscheiden, ob sie zu den Ställen gehen und einen Blick in Wolkenschwinges Pferdebox werfen wollten, ob sie in der hymlianischen Bibliothek stöbern oder sich bei einer Mahlzeit in der leuchtenden Wolke etwas ausruhen wollten. Und was war nun mit Myrjalas Wolkenbett?
Sylcia und Helior würden auf alle Fälle aushelfen und den Ni'Tessins alles zeigen, was sie sehen wollten.
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 30. Januar 2010, 18:04

Als Aurelia auf Isildurs Frage nach einer Bibliothek ihn dies beantwortete, blickte er kurz zu seiner Schwester Myrjala.
Lesen konnte er tatsächlich nicht, egal welche Sprache. Dies war bei Ihnen im Wald nicht nötig. Isildur wusste wie man die Allgemeinsprache spricht, den Teil des Lesens war eher etwas für Myrjala. Immerhin waren Lieder auch aufgeschrieben.
hm, das wird uns nicht weiterbringen. Ich kann sowieso nicht lesen und Myrjala wird diese Sprache auch nicht können. Außerdem sagt Aurelia selbst, dass sich dort scheinbar nur Wissen über dieses Hymlia befindet. Und es wirkt so, dass dieses Nogrit kein Ort von Hymlia ist. Also wird wohl in diesen Büchern nichts darüber stehen…mal nebenbei, dass sowohl Yavanna sowie ich dort vor Langeweile einschlafen würden… gut dann gehe ich zu den Ställen und dann zur Leuchtwolke oder so.
Er blickte Aurelia an, die ihn gerade musterte . Helior tat es ihr gleich. Hatte er etwas seltsames gemacht. Verwirrt blickte er an sich herunter. Da war doch nichts seltsames. Wenn man bedachte, dass Isildur und seine Schwestern sowieso seltsam für das Volk war.
“ nun? Fragte er kritisch und ernst nach. Die Stimme leicht herausfordernd erhoben.
Das Isildur etwas Ungewöhnliches für die Hymlianer gesagt hatte, kam ihn nicht in den Sinn. Außerdem konnten sie ja nachfragen.
“…sag deinen Leuten Bescheid. Was uns betrifft… nun, die Bibliothek fällt flach. Wir können nicht eure Sprache lesen. Ich würde dann beim Stall anfangen. Yavanna, ich packe dann die Decke ein. Dann kann Derat und dein Wolf noch dran riechen… und nein, ihr müsst nicht mitkommen. Stellt nichts an, wir treffen uns dann draußen.” Ja, es gab selbst bei Isildur Momente wo er sein Gluckengehabe aufgab.
“ danach was essen, fände ich nicht schlecht. Habe dann sowieso Hunger. Dann kannst du mir deine Sprache beibringen, Sylcia….wie der Wind pfeift?… wenn ich mit meiner Stimme so hoch komme.”
Isildur lächelte leicht, war aber mit seinen Gedanken woanders.
ich weiß, dass wird ziemlich anstrengend.. Ich habe sowieso noch Probleme vom letzten Mal. …aber vielleicht klappt es diesmal sogar besser, gerade weil der Wolf noch recht stark vorhanden ist… Schlimmsten fall verwandle ich mich. ..auf jeden Fall habe ich anschließend wieder eine silberne Strähne mehr. Ich muß mir mal wieder die Haare nachfärben.
Isildur wusste, was es von ihn körperlich und geistig abverlangte, wenn er sich auf sein Silberblut berief. Der Prozess war anstrengend, gerade da er nicht vorhatte sich zum Wolf zu wandeln , sondern nur die Sinne seinem Seelentier anpassen wollte. So hatte Aurelia mit den dran schnuppern nicht mal unrecht. Er konnte sich den Geruch einprägen und müsste dies dann nur noch bei Sylcia nachholen. Damit man die Gerüche zuordnen konnte.
Das Problem bei der Sache war, er hatte so was noch nicht oft gemacht.
Generell verbrauchte er viel Energie dabei und er hoffte heute diesen Verlust an Kraft durch ein gutes Essen wieder weg zu machen. Etwas Schlaf danach und die Sache war geklärt. So hoffte Isildur. Manchmal war er eben zu dickköpfig.
Aber zuerst mußte er zu der Pferdebox.
“ zeigst du mir die Pferdedecke, Helior?“ Und so folgte Isildur zu der Pferdebox. Mit einem Nicken verabschiedete er sich und warf einen leicht ermahnenden Blick zu Myrjala. Sie war immerhin das größte Sorgenkind.
Der Weg dorthin war ja nicht so lang, die Halle mit den Pferdeboxen waren sie ja zu Anfang durchgelaufen.
warum haben die hier nicht eine Weide, wo die Tiere frei laufen. Naja, den Pegasi scheint es zu gefallen.
Als sie ankamen und ihm Helior die Decke zeigte, kam Isildurs Teil. Er legte die Decke vor sich und kniete sich davor. Seinen Bogen nahm er vom Rücken und stellte diesen wie einen Wanderstab neben sich. Die Hand löste er von diesem nicht. Sein Bogen sollte ihm Halt geben, damit nicht eine komplette Verwandlung durchkam.
Isildur schloss die Augen und begann sich zu konzentrieren. Es dauerte nicht lange, so wie er gehofft hatte, und er spürte wie sich eine Wärme bei ihm ausbreitete. Kleine Wellen durchzogen seinen Körper.
Seine Stirn legte sich in Falten, als seine Konzentration sich verstärkte. Der Griff um seinen Bogen verstärkte sich. Die Fingerkuppen wurden weiß. Geräusche wurden lauter und lauter. Die Gerüche verstärkten sich. Pferd, Mensch, Schweiß, Unrat. Jeder Geruch anders und verschieden intensiv.
Einen Augenblick brauchte Isildur bis er sich an die Änderungen gewöhnt hatte.
Isildur griff nach der Decke, die Augen weiterhin geschlossen und roch an dieser. Gerade als er den Geruch vom Pegasi verinnerlicht hatte, durchfuhr ihn ein Schmerz. Es war so plötzlich da, dass Isildur nicht darauf reagieren konnte. Seine Muskel dehnten und streckten sich. Die Knochen bogen sich. Seine Hand lies den Bogen los und er drückte beide Handflächen auf den Boden. Sein Bogen landete neben hin. Seine Finger gruben sich in den Bogen, oh, verdammt! Nicht jetzt! Isildurs Atmung wurde stoßartig und schneller. Mehr und mehr wurde seine Stimme tiefer und rauer. Silbernes Fell begann zu sprießen. Isildur kämpfte gegen die Verwandlung an, doch er hatte sich überschätzt. Der Wolf war stärker als er einsehen wollte. Und mit einem erschöpften tierischen Laut, gab sich Isildur seinem inneren Drang hin. Der Schmerz lies nach und Isildur stand auf vier Pfoten. Er öffnete die Augen, schnaufte genervt auf und sackte zusammen. so war das nicht gedacht. Ich bin vollkommen erschöpft.
Isildur wusste zwar , dass er nicht allein war, doch außer ein kurzes Aufknurren gegen alle Fremden würde er nichts weiter fertig bringen. Es dauerte gewöhnlich etwas, bis er wieder bei Kräften war. Also musste er abwarten. das hast du toll gemacht… da kann mir Yavanna wieder eine Standpauke halten.
Wie würden nur die Hymlianer sich verhalten?

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Myrjala » Montag 1. Februar 2010, 16:31

“Das hat nichts mit gemein sein zu tun, Myrjala. Sie wusste, dass sie das nicht durfte…und hat es doch gemacht. Nun muß sie dafür gerade stehen.“

„Gerade stehen, ja… vielleicht…“ Myrjala verschränkte trotzig die Arme vor der Brust, obwohl sie sogar teilweise mit ihrem Bruder übereinstimmte, „Aber sie auszuschimpfen holt den Pegasus nicht zurück. Wenn jemand böse sein darf, dann Wolkenschwinge, weil sie es alleine gelassen hat, aber…“ sie deutete mit dem Finger auf Aurelia. „…sie hat gar kein Recht dazu… Steht hier nur rum.“ Sie stampfte mit dem Fuß auf. „Wir sollten suchen gehen und nicht nur… warten… ich hasse warten… Außerdem wird das ja auch nicht noch einmal passieren.“ Myrjala wandte sich Sylcia zu, „Nicht wahr, Syli, das wird nicht wieder passieren, dass du Wolkenschwinge alleine lässt? Wenn ich Derat verlieren würde, wäre ich auch traurig.“ Lächeln nickte sie ihr zu.

Mit halbem Ohr bekam sie mit, dass Isildur nach einer Bibliothek verlangte. Gerade hatte sie ihre Frage gestellt, was er denn mit einer Bibliothek wollte, da stellte er selber fest, dass er eigentlich gar nicht lesen konnte, trotzdem bot Aurelia ihnen an, dass sie sich in dieser umsehen konnten.
Natürlich besaßen die Hymlianer eine, wenn dort auch lediglich nur Dinge, die hier oben geschahen nieder geschrieben waren und dieses Nogrit hörte sich nicht so an, als würde es hier oben sein, aber man wusste ja nie.
„Ich glaube, mein Bruder meint nicht, dass wir dort etwas über Nogrit rausbekommen wollen, sondern dass ihr ein wenig nachschaut.“ Sie grinste, „Mein Bruder kann nämlich gar nicht lesen. Bäume wollen selten Geschichten hören“, sie nickte bestätigend, „Aber wenn ihr noch nie was davon gehört habt, dann steht da sicher nichts. Wir sollten schnüffeln und die Fährte aufnehmen, wie meine Schwester vorgeschlagen hat.“

Isildur fand ebenfalls wie Myrjala, dass sie keine Zeit vertrödeln sollten, wenn auch aus anderen Gründen. Myrjala mochte nicht warten und Isildur wusste, dass Fährten sich nicht ewig zurückverfolgen ließen. Theoretisch wusste sie das auch, aber zwischen Theorie und Praxis lagen manchmal einfach Welten. So verließ der Waldelf den Raum, um dsich die Decke des Pegasus zeigen zu lassen.

"Falls sonst keine Fragen mehr zu beantworten sind, würde ich nun gern die Magier und eine Einheit der Himmelsreiter in Kenntnis setzen."

Myrjala wandte sich der Rittfrau, „Ja, das solltest du tun, wenn sie denn helfen können.“

Als Aurelia sie verlassen hatte wandte sie sich Yavanna zu, „Die ist unfreundlich. Wir sollen uns nicht davon abringen lassen mit dem Pegasus zu reden? Hmpf… die weiß gar nicht was du für gutes Händchen mit Tieren hast… Den Tonfall habe ich wohl verstanden.“ Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. „So, nun muss ich aber mal wirklich“, sie grinste, „Wo war das mit den Löchern?“ Ihr Blick fiel auf Sylcia, „Da hinten?“ Sie deutete mit dem Finger auf die unscheinbare Tür in der hinteren Ecke und ging sogleich los, „Warum habt ihr Löcher hinter Türen?“ Sie zuckte mit der Schulter, andere Völker, andere Sitten, so war das nun mal. Mit einem Ruck öffnete sie diese. Was sie dahinter erblickte, war…. Jedenfalls kein Loch, wie sich das vorgestellt hatte. Da war ein Holzgestell, darüber eine Stange und dahinter Wolken, ob diese ebenfalls begehbar waren, war auf dem ersten Blick nicht ersichtlich. Da neben ein Eimer und eine einige Fetzen seltsamen Stoffes, welcher ebenfalls aus Wolken zu sein schien, wie so ziemlich das meiste hier. Erst einmal schwieg die Elfe. Langsam legte sie den Kopf schief. Selbst wenn man nur ihre Rückenansicht hatte, konnte man sehen, dass es in ihrem Kopf ratterte.
Nachdem sie sich das ganze mehrere Minuten angesehen hatte und ihr Kopf sich nun auch nicht mehr weiter zur Seite neigen ließ, lachte sie auf, „Na, das sieht ja mal seltsam aus.“ Sie drehte sich herum, „Yavanna, das musst du dir ansehen. Da fliegen kleine Wolkenfetzen herum. Ich will auch so eine Wolke.“ Sie sah zu Sylcia herüber, „Bis du sicher das man da hinmachen kann?“ Fragte sie, das kriegt nachher jemand auf den Kopf.“ Sie kicherte als sie sich das vorstellte, „Ich glaube ich brauche eine Erklärung wie man das verwendet. So was Umständliches bin ich gar nicht gewohnt.“
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Montag 8. Februar 2010, 00:22

Yavanna konnte es ganz und gar nicht nachvollziehen, dass ihr Bruder die ganze Zeit auf der Seite dieser Aurelia war. Natürlich hatte Sylcia etwas getan, was sie nicht durfte, aber wer hatte das noch nicht in seinem Leben getan. Viele Erwachsene taten jedenfalls so, als ob sie nie Fehler in ihren bisherigen Leben gemacht hätten und das war wohl bei jedem Volk gleich.
Auf jeden Fall fand Aurelia auch, dass es eine gute Idee wäre, wenn Yavanna mit dem geflügelten Pferdchen sprechen würde. Also war diese Aurelia wohl doch nicht ganz so gemein. Wahrscheinlich handhabte sie solche Situationen genauso wie ihr Bruder, zustimmen konnte sie dieser Handhabung trotzdem nicht.
Yavanna war da ganz der Meinung ihrer Schwester Myrjala, Sylcia hatte ein mehr als nur schlechtes Gewissen und weinte bereits, dass war den meisten Strafe genug. Dann aber noch das schlechte Gewissen schwerer zu machen, wie es so oder so schon war, das befand sie, war ziemlich unfair.
Yavana stand also immer noch mit verschränkten Armen da und zeigte so, dass sie mit der Masche gerade überhaupt nicht einverstanden war … und ihr eigener Bruder auf Seiten dieser Aurelia, dass ging ja schon mal gar nicht. Aber Yavanna wusste nur zu gut, dass ihre „Rache“ kommen würde.
Isildur hatte es sich auch nicht nehmen lassen und holte zum verbalen Rundumschlag aus, in dem er Yavanna den Ratschlag erteilte, doch gefälligst besser die Sprache der Menschen zu lernen.
Sie zog es allerdings vor, diesen Vorschlag und damit ihn, gezielt zu ignorieren. Klar, sie wusste schon, dass es besser wäre, wenn sie diese Sprache besser beherrschen würde, aber sie konnte sich einfach nicht dazu durchringen, diese Sprache so intensiv zu lernen, wie es von Nöten wäre.
In diesem Punkt war ihr Interesse einfach nicht gut genug, ihrer Meinung nach beherrschte sie die Allgemeinsprache gut genug und außerdem müsste sie sich zwischendurch auch noch mit der Sprache befassen und das wollte sie nicht. In ihren Ohren klang diese Sprache hart und arm an Ausdrücken, sie blieb lieber beim melodischen Elfisch.
Da kam ihr Bruder allerdings auf etwas, was sie im Augenblick nicht bedacht hatte.

„Yavanna, Wolfi wird wahrscheinlich nichts mehr finden. Es ist zu lange her…und es würde viel Zeit kosten, falls man noch etwas findet. Aber wir könnten es probieren.“
Stimmt, sie hatten Sylcia alle bisher noch nicht gefragt, wie lange sie dort schon eingesperrt worden war. Jetzt in der Zeit der dunklen Tage würden sich Gerüche länger halten, aber Yavanna zweifelte schon daran, dass Wolfi noch eine Spur finden würde. Sie würden es alle sehen, wenn sie wieder auf dem Boden wären, Sylcia müsste sich dann nur noch daran erinnern, wo dieser Ooooofen als letztes stand. Obwohl, da kam Yavanna ein Einfall. Selbst wenn Sylcia sich nicht erinnern würde, sie bräuchten alle von oben nur Ausschau halten, nach einem riesigen Abdruck von Derat. Der ist so schwer und so groß, den Abdruck könnte so schnell der Schnee nicht füllen, nicht mal wenn er frisch fallen würde, einen Unterschied würde man schon sehen. Deswegen bräuchten sie sich also zurzeit keine Sorgen machen.
Isildurs nächster Punkt, war die Sache mit der Bibliothek, die er allerdings schnell abhakte, immerhin konnten sie alle nicht die Sprache des Hummelvolkes lesen und da keiner wusste, ob Sylcia dem nachgehen würde, beließen es alle dabei. Meistens konnten Bücher ja doch nicht weiterhelfen und wenn dann nur Magiern, so hatte Yavanna das miterlebt.
Zum Schluss dieser Unterredung, traute Yavanna ihren Ohren nicht. Hatte ihr Bruder tatsächlich gerade angeboten, dass auch er nach den Spuren Schnüffeln konnte?! Das durfte ja nicht wahr, da sie aber genau wusste, dass sie ihren Bruder davon eh nicht würde abbringen können, sie gab sie nur ein abgrundtiefes Seufzen von sich und beschloss für sich selber, dass ihr Bruder dafür zu „leiden“ hätte. Haare kämmen, Strähnen einfärben, baden … das alles waren Sachen, die den Schwestern Spaß machten, nur ihrem Bruder nicht, vom Baden mal abgesehen.
Obgleich dieser Überlegungen, wandelte sich Yavannas „finsterer“ Gesichtsausdruck in einen Heiteren.
Hier oben in den Wolken, wollten die hiesigen Magier der Gruppe auch finden. Isildur bezweifelte das natürlich, aber er hielt ja auch nicht sonderlich viel von Magie, im Gegensatz zu Myrjala. Yavanna wusste, dass Magie sehr nützlich sein konnte, wenn sie auch ungelenkt und in chaotischen Bahnen verlief. Ein Magier wie Neldor aber, der wusste, wie man diese Energien zu lenken hatte, war immer eine Hilfe … zu schade, dass er nicht hier bei ihnen war, er würde helfen können.
Sie sollten also erst einmal hier oben bleiben, bis diese Magier zu einem Ergebnis gekommen waren oder auch nicht. Am liebsten wäre Yavanna wieder losgezogen, aber sie wusste es ja selber, dass unüberlegtes Handeln zu nichts führte, auch wenn man am Anfang sich dadurch besser fühlte. So hatten die Geschwister auf jeden Fall Zeit, die Stadt hier oben in den Wolken zu erkunden und hier gab es jede Menge Orte, die sie noch sehen wollte.
Sobald dieser Helior sie an alle notwendigen Orte geführt hatte, wollte sie ihn ausfragen, über die schönsten Plätze in dieser Stadt, die Interessantesten und natürlich die Orte, von denen man die besten Ausblicke hatte.
Als nächstes sollte es wohl wieder zu dem Schlafplatz der geflügelten Pferdchen gehen und danach dann in diese komische leuchtende Wolke. Isildur wollte da die Decke von Wolkenschwinge einpacken, mit dem Geruch sollte es ja möglich sein, eine Spur zu finden, zumindest für Tiere und Wesen vom Boden.
Ein wenig war Yavanna schon enttäuscht darüber, dass es wohl ein Gebäude oder so etwas in der Art war und nicht das, wofür sie es ursprünglich hielt. Aber wenn Sylcia ihnen schon Schlafwolken geben wollte, so könnte sie es wohl auch möglich machen, leuchtende Wolken herzustellen. Sie würde Sylcia einfach bitten oder einen dieser Luftmagier überreden.

„Yavanna, ich packe dann die Decke ein. Dann kann Derat und dein Wolf noch dran riechen… und nein, ihr müsst nicht mitkommen. Stellt nichts an, wir treffen uns dann draußen.”
Sie nickt nur zustimmend und war bereits am Überlegen, was sie als nächstes ansehen würde. Den Schlafplatz kannte sie ja bereits und länger wollte sie nicht dableiben, die Pferdchen hatten zwischen diesen aufeinander geschichteten Holzstämmen nach ihrer Meinung nicht genug Platz.
Yavanna aber war gerade ziemlich unentschlossen und blickte etwas ratlos aus der Wäsche, ihrer Schwester myrjala würde schon etwas einfallen und dann könnte sie immer noch entscheiden, ob sie mitgehen würde.
Isildur war gerade drauf und dran, mit Helior loszugehen und verabschiedete sich nur mit einem Nicken, ganz wie es seine Art war.
Myrjala jedenfalls konnte sich mit der notwendigen „bösen“ Art von Aurelia immer noch nicht abfinden.

„Die ist unfreundlich. Wir sollen uns nicht davon abringen lassen mit dem Pegasus zu reden? Hmpf… die weiß gar nicht was du für gutes Händchen mit Tieren hast… Den Tonfall habe ich wohl verstanden.“
Yavanna grinste sie an.
„Natürlich lasse ich mich nicht davon abbringen, mit dem Pferdchen zu reden …selbst wen sie es nicht wollten, so würden sie es gar nicht mitbekommen, dass ich mit ihm rede. Sie wissen nicht, auf was für Zeichen sie achten müssten, nur ihr und Rillifane würdet das mitbekommen.“
Sie sah ihre Schwester schmunzelnd an.
„Nun mach mal die Falte da aus deinem Gesicht weg, das sieht nicht toll aus … wir bekommen das schon hin … lass diese Aurelia doch, es ist nun mal ihre Aufgabe, aufregen bringt da auch nichts, das bringt bei Isildur genauso wenig und außerdem glaube ich, dass die hier oben keine Waldläufer oder Druiden kennen …woher auch?!“
… und dann war Myrjalas ehemaliger Gedanke wieder da.

„So, nun muss ich aber mal wirklich …Wo war das mit den Löchern?“
Dies Mal lachte Yavanna wirklich laut auf und ehe sie sich versah, war ihre Schwester schon geschwind in Richtung der hinteren Ecke gelaufen.
Wieder schweiften ihre Gedanken ein wenig ab, wie sie daran dachte, dass es hier oben einen Wald aus Wolken bestehend geben würde … ein wahrlich schönes Bild in ihrer Fantasie.
Yavanna selber unterbrach sich bei Träumen, weil ihr noch etwas einfiel …die erste Kleinigkeit auf dem Weg zur „Rache“, ihrer „Rache“. Den Plan würde Myrjala garantiert toll finden, wenn sie sie erstmal eingeweiht hatte.

„Bis nachher … wir kommen dann nach … oder treffen uns woanders …du hast ja Helior und wir Sylcia … Myrjala hat wohl gerade etwas Interessantes entdeckt … bis dann Brüderchen und stell nichts an!“, sie konnte nicht anders, sie musste ihren Bruder necken, in dem sie ihm das noch hinterher rief. Immerhin waren die Gänge hier so schön glatt und hoch und weit reichend und ausgezeichnet dazu geeignet, Töne weit zu tragen, ehe sie sich umsah und in die Richtung lief, aus der Myrjala sie gerufen hatte. Da Sylcia nicht weit weg stand, nahm sie sie einfach bei der Hand und zog sie mit.
In der Ecke mit der Tür angekommen, blieb Yavanna stehen und schaute ihrer Schwester über die Schulter. Es war tatsächlich eine sehr seltsame Konstruktion und irgendwie sah sie auch ziemlich kompliziert aus. Da hatte das Löcher in den Boden graben doch deutliche Vorteile, das hatten die Menschen nun davon, dass sie in der Luft lebten.
Die beiden Schwestern mussten erstmal ausgiebig über dieses seltsame Gestell lachen und amüsierten sich wahrlich königlich.
Myrjala fragte aber dennoch nach einer Einweisung, wie man dieses Loch benutzen müsste, da Yavanna das natürlich auch interessierte, blickten beide Elfen neugierig Sylcia an.
Es sah fast so aus, als ob beide eine wirklich abenteuerliche Beschreibung erwarteten, wie man das benutzte, was sie dort vor sich hatten.

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Erzähler » Dienstag 16. Februar 2010, 23:12

Isildur beschloss, die Ställe genauer in Augenschein zu nehmen. Wolkenschwinge besaß eine eigene Pferdebox und dort würde sicherlich noch der Geruch des Pegasus vorherrschen. Isildur wollte ihn sich einprägen, dann könnte man die Spur des geflügelten Pferdes leichter verfolgen. Zwar erntete er von den beiden Hymlianern Helior und Auriela verwirrte Blicke, aber keiner der beiden ging näher auf seine Worte ein. Sie ließen dem Elfenbesucher die Freiheit, selbst zu entscheiden, was er unternehmen wollte. Wenn er denn der Meinung war, er könnte die Spur erschnüffeln ... nun, vielleicht waren Elfen dazu in der Lage.

Sylcias Tränen versiegten endlich, vor allem aber, weil Isildur sie bat, ihre Sprache lernen zu wollen und dabei lächelte. Trost konnte auch anderer Natur sein und der Elf mit den silbernen Strähnen, die frech zwischen dem ansonsten ebenholzfarbenen Haar hervor lugten faszinierte Sylcia sehr. "Gern", antwortete sie und schluckte ihre Tränen hinunter. "Ich bringe euch allen Hymlikor bei und keine Sorge." Sie lächelte zu Isildur zurück. "Es ist garnicht schwer."

Isildur ließ sich von Helior zurück zu den Ställen und zu Wolkenschwinges Pferdebox führen. Dort befanden sich mehr Hymlianer. Sie brachten ihre Tiere entweder in den einzelnen Boxen unter oder führten sie hinaus. Einige striegelten das Fell der Pegasi, andere gaben ihnen Leckereien zu fressen. Wieder andere stiegen auf die Rücken ihrer treuen Gefährten und schon trabten die Tiere wiehernd hinaus, um sich von den Wolken in die Freiheit des Himmels zu stürzen.
Helior brachte Isildur an allen vorbei zu einer leeren Box. Jemand hatte mit viel Liebe und Sorgfalt ein Schild mit einer Aufschrift angebracht. Wolkenschwinge stand darauf, allerdings in Hymlikor geschrieben. Das Schild selbst sah aus wie eine Wolke und jemand hatte kleine Federn hineingeschnitzt, um es zusätzlich zu verzieren.
Helior öffnete die Stalltür und zeigte in eine Ecke. Hier gab es kein ausgelegtes Stroh für die Tiere. Kleine Wolkenfetzen, zu bauschigen Haufen getürmt, wärmten die Tiere. Es schien unglaublich, wie in einem romantischen Märchen. Wolken waren doch in der Realität nicht weich und flauschig, wie es sich Myrjala und Yavanna vielleicht oft ausmalten - Erstere träumte schließlich bereits von einem Wolkenbett. Aber hier befanden sich ebensolche Fetzen, auf denen der kleine Pegasus offensichtlich geschlafen hatte. Ein Heuballen, der als Nahrung diente, stand in einer Ecke und wartete geduldig auf seinen Besitzer. Daneben hingen Sattel und Zaumzeug. Die Pferdedecke, die Isildur zur Spurenaufnahme verwenden wollte, lag auf einem der Wolkenhaufen. Helior reichte sie ihm.
"Ich warte vor der Box, falls du mich brauchst." Helior trat nach draußen und ließ Isildur allein. Dieser bereitete alles vor. Hochkonzentriert sammelte er seine Kräfte, bis vor allem Gehör- und Geruchssinn sich verstärkten. Er nahm auf einmal so vieles so deutlich wahr. Die Decke hätte er nicht einmal ergreifen müssen, um den Geruch besser zu filtern. Die ganze Pferdebox roch nach Wolkenschwinge. Wenn Gerüche eine Farbe gehabt hätten, so läge die Präsenz des Pegasus als silberblauer Streif über allem. Er besaß etwas Windiges, Jugendhaftes. Ungestüme Wildheit verkörperte den Geruch des Tieres. Man roch förmlich, dass er ein junges und vitales Exemplar seiner Gattung war. Doch für Isildur trat diese Erkenntnis einen Augenblick lan in den Hintergrund. Pochender Schmerz machte sich breit. Es war kein unbekannter Schmerz, aber er meldete sich überraschend und vor allem sehr schnell an. Isildur konnte seine Verwandlung nicht verhindern.
Als der Bogen sich aus seiner Hand löste, weil jene sich zu einer Wolfspfote bildete, entstand beim Aufkommen ein Klappern. Es war nicht sonderlich laut, aber es genügte, um zumindest Heliors Aufmerksamkeit zu erregen. Der Laut, den der verwandelte Isildur anschließend von sich gab, ließ den Hymlianer einen wachsamen Blick in die Box werfen.
"Stimmt etwas ni...." Helior verstummte und starrte. Wo war der Elf hin? Warum befand sich ein Wolf in der Pferdebox? Wenngleich ein schönes Tier, mit silbernem Fell und wachen Augen, so blieb es doch ein Rätsel, woher es gekommen war. Offensichtlich ging es dem Geschöpf aber nicht gut. Vollkommen kraftlos lag es auf der ausgebreiteten Pferdedecke des verschollenen Wolkenschwinge und rührte sich kaum.
Der Wolf knurrte, was Helior daran hinderte, die kleine Stallung zu betreten. Er legte den Riegel vor die Tür, schaute aber noch einmal besorgt in die Box hinein. "Isildur?", rief er fragend. Der Elf war nicht zu sehen. Er konnte das Tier unmöglich allein lassen. Vielleicht fand es zu Kräften zurück und das Stalltor zu überspringen dürfte für einen Wolf wie ihn kein Problem darstellen. Hilfe suchend blickte Helior um sich und entdeckte schließlich einen Hymlianer, der gerade gemütlich aus seiner Pferdebox schritt. "Geh los und such die Elfengäste. Die beiden Mädchen! Ich brauche die Hilfe dieser Yavanna. Sie erzählte, sie könne mit Tieren sprechen. Hol sie schnell her, hier ist ein silberner Wolf und ihr Elfenbruder ist verschwunden. Bitte, beeil dich! Sie müsste in der leuchtenden Wolke oder noch in der Halle hinten sein."
Der Hymlianer machte sich sofort auf den Weg.

Unterdessen waren Myrjala, Yavanna und Sylcia in der Halle der Himmelsreiter zurück geblieben. Die Hymlianerin hatte sich inzwischen etwas beruhigen können. Die Tränen waren versiegt und mit einem hauchdünnen Lächeln dachte sie bereits an die Unterrichtsstunden in Hymlikor, die sie mit den Elfen - vor allem aber Isildur - verbringen würde. Es erwärmte ihr Herz. Sie schwärmte für den etwas ruppigen Fremden. Sie hörte Myrjalas Worte kaum, aber endlich, nachdem sogar schon Auriela sowie Helior und Isildur gegangen waren, schien sie die Frage zu verarbeiten. "Kommt nicht wieder vor", hauchte sie ein wenig geistesabwesend und zuckte dann zusammen. Sylcia bemerkte, dass sie geträumt hatte und ihre Wangen färbten sich rosa vor Scham.
"So, nun muss ich aber mal wirklich. Wo war das mit den Löchern?" Sylcia zeigte erneut zur Tür, hinter der sich der hymlianische Donnerbalken befand. Interessanterweise unterschied er sich wenig von denen des Erdbodens. Nur wo landete das ... Geschäft? Auf den Köpfen der Celcianier, die versehentlich auf dem Festland unterwegs waren? Niemand würde einem Vogel derartige Größe zutrauten.
"Bist du sicher, dass man da hinmachen kann? Das kriegt nachher jemand auf den Kopf." Sylcia zuckte mit den Schultern. "Ähm ... ich glaube, darüber denken wir nicht nach. Meistens schwebt unsere Stadt irgendwo über dem Meer. Und irgendwo muss es ja landen. In den Wolken kann man schlecht verbuddeln." Sie kicherte. "Wenn wir unsere Beete gießen, regnet es immer ein bisschen unter der Stadt." Anschließend hockte sich Sylcia demonstrativ auf den Donnerbalken. Ihr kleiner Hymlianerhintern hing weit darüber. Sie zeigte Myrjala wie sie zu machen hatte, dann streckte sie ihren Körper noch ein wenig weiter nach hinten. "Mit den kleinen Fetzen Wolkenfasern kannst du dich abputzen, falls du musst." Sie griff danach und reichte Myrjala einen Fetzen. Es fühlte sich wie unendlich weicher, flauschiger Stoff an und doch wirkte es wie Watte. "Genauso wird auch die Decke sein, unter der du nachher schlafen kannst."
Sylcia nahm Yavanna unverwandt an der Hand wie diese eben erst zuvor bei ihr und trat aus der kleinen Toilettenkammer hinaus, zurück in die Halle. "Lassen wir deine Schwester allein, damit sie sich erleichtern kann." Sie mussten da ja nicht unbedingt bei zusehen. Sylcia wäre das jedenfalls unangenehm gewesen. Höflich zog sie die Tür zu. Dann schaute sie sich um. "Wollt ihr dann gleich zur leuchtenden Wolke gehen? Wir könnten vorher auch noch Kleider für euch anfertigen lassen. Wenn wir wirklich bis morgen auf das Ergebnis der Magier warten müssen, haben wir noch eine Menge Zeit", meinte sie freundschaftlich.

Plötzlich tauchte ein fremder Hymlianer in der Halle auf. Er unterschied sich in Schönheit und Größe nicht von den anderen Bewohnern der Himmelsstadt, aber er schaute sich suchend nach allen Seiten um, dass seine goldene Lockenpracht von Haar wippend hin und her flog. Schließlich entdeckte er Yavanna und Sylcia und lief so zielstrebig auf die beiden zu, dass kein Zweifel darin bestand, dass er nach ihnen suchte.
"Kommt schnell, Sylcia und Elfe! Der Elfenmann ist verschwunden und ein Wolf ist in Wolkenschwinges Pferdebox! Helior braucht Hilfe, um mit dem Tier zu sprechen. Schnell!" Sylcia riss die Hände vor den Mund und starrte Yavanna an. "Dein Bruder ist weg. Ein Wolf hat ihn gefressen oder so! Schnell, du musst ihn bitten, ihn wieder auszuspucken! Er ist bei den Ställen und er will Helior auch fressen!" So ganz klappte es eben nicht immer mit der Kommunikation. Sylcia zog besorgt an Yavannas Hand. Dass Myrjala noch immer mit dem Donnerbalken beschäftigt war, hatte die junge Frau für einen Moment vollkommen vergessen.


Isildur verliert 4% seiner Lebensenergie, wegen der kraftzehrenden Verwandlung
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Myrjala » Mittwoch 17. Februar 2010, 13:13

„Nun mach mal die Falte da aus deinem Gesicht weg, das sieht nicht toll aus … wir bekommen das schon hin … lass diese Aurelia doch, es ist nun mal ihre Aufgabe, aufregen bringt da auch nichts, das bringt bei Isildur genauso wenig und außerdem glaube ich, dass die hier oben keine Waldläufer oder Druiden kennen …woher auch?!“

„Ich mag aber meine Falte“, demonstrativ zog Myrjala ihre Stirn noch krauser und streckte der Schwester grinsend die Zunge raus, was bewirkte das sie lachen musste, womit die Falte verschwand, „Wer weiß, vielleicht haben die ja hier Wolkendruiden und Wolkenläufer. Es muss doch überall jemand geben der auf die Natur achtet. Wolken gehören doch auch dazu oder nicht?“ Fragend sah sie die Schwester, wenn das jemand wusste, dann sie.

Die Waldelfe beschloss nun endlich die Toilette in Augenschein zu nehmen und bombardierte Sylcia auch gleich wieder mit seltsamen Fragen wo zum Beispiel die Notdurft landete.

"Ähm ... ich glaube, darüber denken wir nicht nach. Meistens schwebt unsere Stadt irgendwo über dem Meer. Und irgendwo muss es ja landen. In den Wolken kann man schlecht verbuddeln."

Sylcia schien sichtlich überfordert mit den Fragen der jungen Elfe zu sein. Es war nicht wirklich das erste Mal, dass sie über das Gefragte nachdenken musste ehe sie antworten konnte. Vielleicht lag es einfach daran, das das Hummelvolk nicht alles hinterfragte, sondern einfach hinnahm wenn es was Gutes war oder ihnen das Leben erleichterte.

„Ihr denkt nicht darüber nach?“ Myrjala kicherte, „Das gefällt mir. Ich denke auch über Vieles nicht nach.“ Sie zuckte mit den Schultern und legte nachdenklich den Kopf zur Seite, „Aber ein wenig ekelig ist das schon. Nicht?“

Sylcia schob sich an der Waldelfe vorbei und führte ihr vor wie man den Donnerbalken benutzte. „Ach, so geht das“, der Elfe schien ein Licht aufzugehen, „Doch gar nicht so kompliziert.“ Sie nahm die Wolkenfetzen in Augenschein. Sie waren wirklich schön weich und flauschig. Mit dem typischen Blick, den sie immer aufsetzte wenn sie etwas wollte, sah sie Sylcia an, „Darf ich welche davon haben, Syli?“

Sylcia schob Yavanna aus der Toilette raus und schloss die Tür hinter Myrjala, mit der Begründung, man müsse ihr nicht dabei zuschauen.

„Hey, was soll das?!“ Ruckartig öffnete sich diese wieder. Die beiden standen noch immer vor der Tür, „Warum sperrt ihr mich ein?“ Tränen sammelten sich in ihren Augen und wenn man es genau überdachte war es für ihre Verhältnisse schon sehr lange her, dass sie das letzte Mal geweint hatte, „Ich mag doch enge Räume nicht… obwohl…“, so schlimm war es gar nicht, wie sie feststellte. Der Tränenfluss versiegte sofort. Wenn sie es genau betrachtete, war das alles sehr spannend und da konnte man durchaus seine Raumangst überwinden. Grinsend schloss sie Türe wieder.

Es dauerte nicht allzu lange da stürmte ein weiterer Vertreter des Hummelvolkes in den großen Saal und begann aufgeregt etwas zu erzählen, das sie nicht verstand. Doch konnte sie am Tonfall vernehmen, auch wenn sie ihn nicht sah, dass etwas vorgefallen war. Ihr erster Gedanke galt Derat. Hatte er womöglich einen der Pegasi verletzt? Zuzutrauen wäre es ihm. Lebte er noch? Vielleicht war er abgestürzt? Ach quatsch, dann würde ich hier ja nicht sitzen.
Vorsichtig lehnte sie die Elfe nach Vorne um die Tür zu öffnen und genaueres mitzubekommen, dabei wäre sie beinahe von dem Balken geplumpst, konnte sich aber noch an der Wolkenwand stützen. Gerade begann Sylcia zu übersetzen, wenn es auch nicht unbedingt das war, was der Mann gesagt hatte. Die Hymlianerin schien genauso leicht zu Übertreibungen zu neigen wie Myrjala.

"Dein Bruder ist weg. Ein Wolf hat ihn gefressen oder so! Schnell, du musst ihn bitten, ihn wieder auszuspucken! Er ist bei den Ställen und er will Helior auch fressen!"

Erstmal atmete Myrjala erleichtert aus. Es ging nicht um Derat, dann sah sie Yavannas verwirrten Gesichtsausdruck. Anscheinend hatte sie wieder nur die Hälfte verstanden.
„Isildur hat Helium gefressen.“ Erklärte sie und hörte sich dabei fast erleichtert an. „Operieren wir ihn nun?“ Fragte sie grinsend. „Warte einen Moment.“ Sie lehnte sich abermals nach vorne um die Tür wieder zu schließen. Einen kurzen Moment später trat sie heraus. „So, wir können. Der kann was erleben.“ Myrjala rieb Rache schmiedend die Handflächen aneinander.
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Donnerstag 18. Februar 2010, 00:08

Myrjala hatte auf ihren Einwand hin die Idee, dass es hier oben so etwas wie Wolkendruiden und Wolkenwaldläufer geben musste. Theoretisch müsste das stimmen, aber halt nur in der Theorie.
Yavanna versuchte sich die Aufgaben eines Waldläufers und oder eines Druiden für die Wolken vorzustellen, was gar nicht so leicht war, denn immerhin gab es hier oben außerhalb dieser Stadt kaum etwas, außer Wolken. Sie grübelte zumindest bis zu dem Punkt, wo Sylcia ihnen ja die Toilette nach Machart der Hymlianer zeigte. Sie zeigte den ebiden Schwestern nicht nur diesen Ort, nein, sie erklärte es auch noch. Wobei ihre Erklärung etwas dürftig ausfiel, was wahrscheinlich daran lag, dass ein Hymlianer noch niemals zuvor einem Gast die Funktion dieses Ortes erklären musste. Was wiederum wahrscheinlich daran lag, dass hier oeben in der Hummelstadt noch keine Waldelfen zu Besuch waren, die von so genannten zivilisatorischen Errungenschaften, noch nie etwas gehört hatten.
Für fast alle Elfen war ein Loch im Boden die beste Toilette.
Nach dem die beiden Schwestern Sylcia immer noch recht verständnislos ansahen, zeigte sie ihnen schließlich noch, wie man dieses Plätzchen benutzte. Myrjala konnte sich darüber nur amüsieren, obwohl es den beiden nun klar war, wie man die Toilette benutzt, aber Yavanna fand das recht unbequem und überhaupt nicht „richtig“, einfach so in die Wolken zu machen. Auch wenn unter dieser Stadt größtenteils nur das Meer war, so mussten die Fische und alle anderen Bewohner des Meeres sich doch ziemlich vor dieser Überraschung ekeln. Zumindest Yavanna würde sich ziemlich ekeln, wen aus heiterem Himmeln eine braune Überraschung ins Elfendorf plumpsen würde. Sie wusste, dass im Meer auch Seeelfen, Meermenschen und andere humanoide Wesen lebten, zumindest war es bei ihnen so … das war den Hummelmenschen wahrscheinlich nicht bewusst. Das sollte sich mal wirklich ändern, beschloss Yavanna.

„Sylcia … ihr alle darauf achten, nicht einfach durch die Wolken ins Meer zu machen …leben dort Seeelfen und Menschen mit Fischschwanz … die nicht mögen, dass ihr ihnen macht auf den Kopf. Du würdest das auch nicht mögen … oder?“
Das Anliegen lag Yavanna wirklich am Herzen.
Myrjala hatte sich sofort wieder darauf versteift, etwas haben zu wollen, was es in ihrem Heimatwald nicht gab. Elfen im Wald benutzten weiche Blätter von Sträuchern, um sich zu säubern, die Hummelmenschen hingegen benutzten, wie sollte es auch anders sein, Wolken. Dieses Mal klein gerupft in handlicher Form. Yavanna fand diese Wolkenfetzen auch toll, aber eher aus dem Grund, dass sie auch praktisch waren. Zum Einen könnte sie damit ihren tierische Begleitern ein kuscheliges Kissen daraus machen oder sie das mit ins Dorf nehmen und die Wolken Müttern geben, die Säuglinge würden flauschig weich liegen und himmlisch träumen oder aber, Yavanna und Myrjala könnten damit die Inneneinrichtung der Badegeister ausstatten und ihnen ein noch komfortableres Leben ermöglichen … wenn sie denen schon nicht die Freiheit geben konnten.
Myrjala hatte sich schon drauf und dran gemacht, auf die Toilette zu gehen, wie Sylcia die Tür zu zog, aus Gründen der Intimität.

"Lassen wir deine Schwester allein, damit sie sich erleichtern kann."
Verständnislos sah Yavanna Sylcia an.
Sie konnte natürlich nicht wissen, dass Elfen das anders sahen und vor allem die Schwestern. Grundsätzlich machten sie fast Alles zusammen sie hatten wenig Scham sich nackt zu zeigen, das Alles waren natürliche Bedürfnisse. Myrjala hasste es, irgendetwas alleine zu machen oder machen zu müssen. Yavanna hatte eher das Gefühl, dass Myrjala immer jemanden brauchte, dem sie ständig ihre, manchmal doch recht wirren Gedanken mitzuteilen und dafür waren tierische Begleiter nur bedingt gemacht.
Myrjala sah dann aber doch recht schnell ein, dass sie die Tür zumachen wollte, sie wusste schließlich selber nie so genau, wie ihr Geschäft aussehen würde.
Sylcia fragte sie indessen, wann die Geschwister denn zur leuchtenden Wolke gehen wollten.
Yavanna hatte sich immer noch nicht entscheiden können, was sie als nächstes gerne gesehen hätte, so zuckte sie nur mit den Schultern.

„Ich weiß nicht, … ich so viel sehen will … obwohl gut ist, etwas zu Essen. Wolfi und Sturmkralle werden auch haben Hunger … wir besprechen zusammen und entscheiden dann.“
Grinsend sah sie Sylcia an und zuckte wieder mit den Schultern, für sie war es nicht wichtig, sofort etwas entscheiden zu müssen, im Gegensatz zu ihrer Schwester.
Ein anderer Vorschlag von Sylcia war es, den beiden Schwestern Kleidung anfertigen zu lassen, die aus diesen Wolkenfasern bestand.

„Stimmt, du noch nicht haben erklärt, woraus die bestehen …aber das hört sich gut an. Kannst du Wolken einfärben? …Ich kein Grau haben wollen …Weiß in Ordnung, aber auffällig im Wald … Grün wäre besser oder rötlich … ist das möglich?“
Wenn Augen wie Sterne würden leuchten können, Yavannas täten es jetzt. Sie stellte sich vor, wie es wäre, wenn dieser flauschige Hauch von nichts auf der Haut wäre. Ein bestätigendes, erfreutes Nicken ihrerseits, zeigte Sylcia, wie gerne sie die Kleidung haben wollen würde.

Keine Minute später, kam ein anderer Hummelmann auf die Beiden zugeschritten. Sie versuchte sich zu erinnern, war sich aber sicher, diesen Menschen zuvor noch nicht in dieser Stadt erblickt zu haben. Im Gegensatz zu den am Boden lebenden Menschen, hatte dieser Mann goldene Haare, was sonst bei Menschen nicht vorkam … jedenfalls konnte Yavanna sich daran nicht erinnern. Dieser Hummelmann teilte Sylcia aufgeregt irgendetwas mit, was Yavanna nicht verstehen konnte. Es schien Sylcia zu erschrecken, da diese sich die Hand vor den Mund hielt … Yavanna blickte sie fragend an, wusste aber nicht, worauf sie sich einstellen sollte.
Sylcia reagierte wie Myrjala, verwirrt, chaotisch und irgendwie schien das nicht so ganz zu stimmen, was Sylcia ihr dann mitteilte …es war kürzer als das, was der Hummelmann erzählt hatte.

"Dein Bruder ist weg. Ein Wolf hat ihn gefressen oder so! Schnell, du musst ihn bitten, ihn wieder auszuspucken! Er ist bei den Ställen und er will Helior auch fressen!"
„Ein Wolf? …ich dachte, ihr hier haben keine Wölfe … Wolfi frisst keine Wesen die größer als felliges Schwein im Wald … kein Wolf kann Isildur fressen …er schmeckt nicht gut …“
Zweifelnd sah sie Sylcia an, um erkennen zu können, ob diese sie auf den Arm nehmen wollte.
Myrjala war mir ihrem Geschäft noch nicht fertig, was sie aber nicht daran hinderte, die Tür zu öffnen um sich auch am Gespräch zu beteiligen.

„Isildur hat Helium gefressen … Operieren wir ihn nun?“
Nun war Yavanna fast voll Ends verwirrt …wieso zum Kuckuck sollte Isildur Helium fressen?! … und vor Allem, warum klang Myrjala bei dem Gedanken so erleichtert?
Dann dämmerte es ihr.

„Glaubst du etwa, Isildur hat sich verwandelt und hat Helium gefressen? …Aber warum sollte er? Er kann doch in Wolfsgestalt denken … er hatte noch nie Hunger auf einen Menschen oder Elfen …nicht mal auf stinkende Orks … na gut, er hat sie gebissen, aber das war ja auch notwendig.“
Sie hatte sich zu ihrer Schwester gewand, die immer noch durch die Tür blickte, mit der eine Hand abgestützt an der Türklinke und mit der anderen Hand an der Wand … der nackte Elfenpopo ragte dabei in die Luft …ein ulkiges Bild.
„Los, beeil dich …wir müssen einen riesigen Fasan mit Isildur rupfen …der spinnt wohl …das hier zu machen …wie war das noch mit Verantwortung?! … er wird so was von „leiden“ ….“
Grummelnd verschränkte sie Arme vor ihrem Bauch und schimpfte wortreich, auf Elfisch ihren großen, ach so verantwortungsvollen Bruder aus, bis sie wiederum den verwirrten Blick Sylcias sah und auch der Hummelmann, der da immer noch stand, verstand natürlich nichts.

„Das nicht nur ein normaler Wolf …das ist Isildur …er kann das …wir erklären nachher. Er nicht gefährlich … und nein Myrjala, wir nicht schneiden an ihm herum du weißt, was wir machen… er wird leiden … und jetzt, du Hummelmann, bitte führen zu den Ställen.“

Gesagt, getan … Sylcia übersetzte für den armen, überforderten Mann und kurze zeit später befanden sie sich schon wieder in der Mitte dieser riesigen halle, in der sie Aurelia begegnet waren.
Die Gruppe hatte den Weg zu den Ställen relativ schnell hinter sich, aber Yavanna bekam dies kaum mit, sie war zu sehr in ihren Gedanken vertieft, in denen sie sich ausmalte, wie ihr Bruder „leiden“ Würde. Diese Idee hatte auch Myrjala und Yavanna war sich sicher, dass auch ihre Schwester schon so einiges ausheckte.
In den Ställen angekommen, sahen sie dort einen ziemlich verstörten Helium, der nervös vor einer geschlossenen Stalltür hin- und herlief. Helium war sichtlich erleichtert, wie er Sylcia im Schlepptau der beiden Schwestern sah, er trat beiseite und zeigte nur auf eben jenen geschlossenen Stall.
Yavanna nickt ihm dankend zu und trat dann auf die verschlossene Tür zu. Bis auf ein schweres Atmen konnte sie dort drinnen nichts vernehmen. Um in die Box hinein zu sehen, stellte sie sich auf die Füße und versuchte sich noch etwas an den Stangen hochzuziehen. Das was sie in der Box sah oder vielmehr, was sie dort sah, war genau das, was sie erwartet hatte. Seufzend und kopfschüttelnd dreht sie sich zu den Anderen um und wandte sich zuerst an Myrjala.

„Wie wir es schon vermutet haben, Isildur liegt da drinne …und rate mal was … ja, ganz recht, er hat sich verwandelt …dieser Dummkopf“; Sie sprach extra so laut und deutlich, dass das auch in Isildurs Dickschädel eindrang.
„Ich gehe da jetzt rein, rede mit ihm, bringe ihn dazu, dass er sich wieder zurück verwandelt, denn im Moment liegt er da drinnen nur herum wie ein nasses Fell …dann werden wir ihn „leiden“ lassen …du weist schon, Baden, Haare kämmen, Einfärben und das Alles … und dann, wird der Riesenfasan gerupft … erklär du bitte in der Zeit Sylcia und Helium und dem Anderen, warum Isildur das kann.“
Sie überließ Myrjala die frimelige Aufgabe, den Hummelmenschen das Alles zu erklären, denn wenn sie es versuchen würde, da war sie sich sicher, würden die Drei nachher noch weniger verstehen.
Yavanna drehte sich um und hatte nach einige Sekunden heraus, wie sie die abgeschlossene Tür öffnen konnte. Der Anblick, der sich ihr da in der Box bot, war nicht annähernd Furcht erregend. In der Mitte lag ein silbernes, plüschiges Etwas, was viel zu groß für diese Box war. Zuerst wollte sie damit loslegen, ihrem Bruder eine Standpauke zu halten, den in dem jetzigen Zustand konnte er eh nichts erwidern, sie musste allerdings laut loslachen, wie ihr plüschiger Bruder kraftlos den Kopf hob und sie schuldbewusst anblickte. Er konnte in Wolfsgestalt natürlich nicht sprechen und so bekam er nur ein Gejaule und Gefiepe heraus.

„Das geschieht dir Recht …das weist du sehr genau und du weißt auch, was dir nachher noch blüht …so leicht kommst du nicht davon, nicht jetzt.“
Yavanna kniete sich an die Bauchseite ihres Bruders und legte ihm die Hände aufs Fell. Mit ruhigen, regelmäßigen Streichelbewegungen, die sie mit einem leisen und ruhigen Summen begleitete, versuchte sie ihren Bruder zu beruhigen, damit dieser sich wieder zurück verwandeln könnte. Ihre ersten Bemühungen zeigten nach ein paar Minuten Wirkung und so verstärkte Yavanna die Beruhigung, in dem sie dazu überging, ein Lied anzustimmen.

„Gwanna i menel vorn meth en-fuin. Eria hith min imlaid dolen i aur. Dant calad trî i chith thia aer goll. Na vedui echuia aur linnar in aew. Golass e-dawar sui côl i chith gwann. Tinu nan gelaid míriar sui nîr Anor. Lhossui sûl trasta 'ylf girir i laiss: sui ross vallen dennir.
Ned oer Ivann.”

Isildur kannte dieses Lied, wie es eigentlich jeder Waldelf kannte. Es war ein Lied, das tief verwurzelt war in den Elfen selber und ihnen Schutz, Halt und Ruhe bot, deswegen kam es nicht selten in der Schwitzhütte und bei Meditationen zum Tragen … viele Jäger nutzten es auch, um sich auf eine bevorstehende Jagd einzustimmen und Solonor um seinen Segen zu bitten.

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Myrjala » Samstag 20. Februar 2010, 20:16

„Glaubst du etwa, Isildur hat sich verwandelt und hat Helium gefressen? …Aber warum sollte er? Er kann doch in Wolfsgestalt denken … er hatte noch nie Hunger auf einen Menschen oder Elfen …nicht mal auf stinkende Orks … na gut, er hat sie gebissen, aber das war ja auch notwendig.“

„Warum sollte er sich nicht verwandelt? Er tut das doch immer in ungünstigen Momenten.“ Fragte Myrjala mit einer Selbstverständlichkeit, „Das wäre doch typisch“, sie sah Yavanna mit einem Blick, der keinen Zweifel zuließ, an. „Das ist doch immer so. Uns predigt er, wir sollen verantwortungsbewusster sein und er macht dann… so was“, Sie deutete zu der Eingangstür durch die der große Bruder verschwunden war. „Und wir haben doch nichts angestellt oder doch?“ Sie überlegte kurz, „Nö, mir ist nichts aufgefallen.“ Sie grinste breit, „Ob der Helium gefressen hat…hm…? Syli hat das gesagt… glaube ich... oder so ähnlich…. Fasan rupfen hört sich gut an.“ Sie grinste noch breiter und wandte sich Sylcia zu, „Wir rupfen jetzt einen Fasan mit Isildur. Das kann ja wohl gar nicht wahr sein.“ Fügte sie entrüstet hinzu.

Sie ließen sich von dem blonden Hymlianer und Sylcia zu den Ställen führen.
„Hihi, du musst auch mal das Hummelloch benutzen“, wies sie auf den Weg zu Ställen Yavanna an, „Das ist wie, wenn man auf Schnee macht, nur das es nicht weg schmilzt…hm… ich glaube ich struller mal einen Blumenmuster“, teilte sie begeistert Yavanna mit. Es war fraglich, ob diese das so genau wissen wollte oder nicht.
Als sie den Stall der Pegasi erreicht hatten, sahen sie auch gleich wo genau sie hin mussten. Ein aufgeregter Helior ging vor einer der Boxen auf und ab und warf immer wieder einen vorsichtigen Blick in diese hinein. Das ließ keine Zweifel offen, dass sich dahinter besagter Wolf befand.

„Hm, hat ihn wohl doch nicht gefressen.“, stellte Myrjala fest und ließ sich nicht sagen ob sie einfach nur eine Tatsache anbrachte oder ob sie es auf irgendeine Art bedauerlich fand. Nicht das sie bösartige Handlungen mochte, aber vielleicht wäre es einfach mal was Neues gewesen und die Waldelfe musste man ja immer irgendwie bei Laune halten.

Während Yavanna die Box betrat und erst einmal versuchte Isildur zu beruhigen, vorher wies sie aber die Schwester an, Sylcia, Helior, wahrscheinlich auch dem blonden – noch namenlosen – Hymlianer zu erklären, warum der Elf als silberner Wolf in der Box von Wolkenschwinge lag, spähte Myrjala auf Zehenspitze neugierig hinein. Sie hatte doch auch das dringende Bedürfnis ihrem Bruder mal die Meinung zu sagen, jetzt wo er eh nichts erwidern konnte.

„Das geschieht dir Recht …das weist du sehr genau und du weißt auch, was dir nachher noch blüht …so leicht kommst du nicht davon, nicht jetzt.“

„Finde ich auch“, stimmte sie Yavanna zu und Isildur ‚jaulte’ auf. Das ließ sich zwar nicht genau übersetzen, doch sonderlich schwer war es auch nicht zu erraten, was er ihnen mitteilen wollte.
„Du brauchst gar nicht so zu jammern. Immer das Gleiche.“, verständnislos schüttelte sie den Kopf, „Also wirklich…das ist ja das Selbe, als wäre ich wie ein brauner Haufen durch das Hummel-Loch-Zimmer gefallen.“ Stellte sie denn Vergleich an, um sofort danach hinzuzufügen, dass das was er getan hatte ja eigentlich viel schlimmer ist. Dann drehte sie sich zu den drei Hymlianern herum.
„Also, da ist nur Isildur darin“, sie nickte als wäre es das normalste der Welt, „Wie meine Schwester schon sagte: Er kann das.“, Das liegt daran, weil er sich nämlich hat von einem Wolf beißen lassen und seitdem macht er das.“ Sie überlegte. Das war sicherlich nicht alles was die Hymlianer hören wollten, „Also das liegt irgendwie in unserer Familie, wie Yavannas Feenflügel… ich kann so was nicht… das ist aber nicht tragisch, ich bin auf einer anderen Art einzigartig“, Sie grinste frech womit klar war, dass wohl ihr ganzes Wesen für eine Waldelfe mehr als ungewöhnlich war.
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 21. Februar 2010, 12:05

Isildur lag kraftlos am Boden der Pferdebox, als Helior sich nach dem Rechten erkundigte. Isildur blickte auf, reden konnte er in diesem Zustand nicht und knurrte leise. Fremde in seiner Umgebung waren ihm schon vor einer Verwandlung unangenehm, jedoch gerade jetzt machten sie ihn reizbar. Mal nebenbei, dass er den Geruch von Angst ziemlich deutlich von Helior roch und die Stimme nicht mehr so selbstsicher klang.
Helior rief nochmals vorsichtig nach ihm, da keine Antwort kam, schloss er ziemlich eilig die Tür der Box. Deutlich konnte Isildur das Verriegeln der Box hören. Er war eingesperrt.
NEIN! Nicht einschließen… Helior!, schoss es Isildur durch den Kopf. Hörbar war aber nur ein Fiepen.
Zwar war die Box oben offen, aber das Gefühl von enge überkam Isildur trotzdem. Er war nicht gerader ein kleiner Wolf, sondern füllte die Box schon ziemlich aus.
Komm schon… du musst hochkommen… dich mindestens drehen… bleib ruhig… verdammt ist das eng hier… durchatmen… was?
Isildur hob den Kopf und spitzte die Ohren. Was wurde da gesagt? Was Helior sagte oder eher aufgeregt jemanden wohl mitteilte, verstand Isildur nicht, doch den Namen seiner Schwester konnte er raushören.
Bleib ruhig… Yavanna?… was ist mit ihr?… nichts! Es geht wohl um mich … Helior ist in Panik, da ist noch jemand bei ihm… der Geruch ist deutlich… jetzt geht er… es ist so anstrengend, hoch zu kommen… .
Der große silberne Wolf versuchte sich vorsichtig zu erheben. Die Muskeln zitterten, doch außer dem Kopf bewegte sich nichts. Die Muskeln weigerten sich noch den Befehlen nach zu kommen. Wieder und wieder versuchte Isildur es, nichts. Er sackte zusammen und atmete erschöpft ein und aus. Nur die Ohren lauschten weiter, ob sich irgendetwas tat. Er hörte die Schritte von Helior, der aufgeregt und nervös vor der Box hin und her ging. Noch schien keine Gefahr da zu sein.
Ich komme einfach nicht hoch… , ärgerte sich Isildur im Stillen. Eigentlich wusste er auch warum. Die Verwandlung war selbst in gewohnter Umgebung immer ziemlich anstrengend. Es dauerte seine Zeit bis er dann auf die Pfoten kam und leider wurde die Verwandlung auch nicht rückläufig, wenn er bewusstlos war.. Er musste den Prozess willentlich aktivieren, dass bedeutete immer viel Kraft und Kraft hatte er gerade nicht. Die Erschöpfung war groß, so dass die Augenlider wieder und wieder zu fielen und er wegdöste.
…Isildur liegt da drinnen …und rate mal was … ja, ganz recht, er hat sich verwandelt …dieser Dummkopf“ Die Worte seiner Schwester Yavanna holten ihn aus seinem kurzen Schlaf. Tatsächlich war er eingenickt. Innerlich sich noch am schellten, hörte er jedoch jedes Wort was sie zu den Anderen sagte. Deutlich konnte er den Geruch von Yavanna und Myrjala wittern, die anderen drei Gerüche waren ihm noch nicht so vertraut. Doch einer ähnelte dem aus der Pferdebox, wenn auch nicht so stark, Sylcia vermutlich.
„Ich gehe da jetzt rein, rede mit ihm, bringe ihn dazu, dass er sich wieder zurück verwandelt, denn im Moment liegt er da drinnen nur herum wie ein nasses Fell …dann werden wir ihn „leiden“ lassen …du weist schon, Baden, Haare kämmen, Einfärben und das Alles … und dann, wird der Riesenfasan gerupft … erklär du bitte in der Zeit Sylcia und Helium und dem Anderen, warum Isildur das kann.“
Ein leises Knurren trat aus seiner Kehle.
…Ich würde mich ja verwandeln, wenn ich es könnte…. ich will aus dieser… diesem… das hier raus… und „leiden lassen“, dass entscheide ich noch.… und Yavanna, lass Myrjala dass doch nicht erklären. Das wird dann nur schlimmer…s o hatte ich es mir ja nicht gedacht… ich hatte nicht vor mich zu verwandeln… .
Isildur hörte wie die Tür entriegelt wurde und versuchte sich in Richtung Tür zu drehen. Er wusste das Yavanna ihn jetzt rupfen wollte und da hatte er jedenfalls vor, ihr gegenüber zu stehen. Das Aufstehen war aber immer noch gar nicht mal so einfach. Im Endeffekt lag er ziemlich verdreht in Yavannas Richtung und konnte sich überhaupt nicht mehr Bewegen.
Yavanna betrat die Box und statt dass sie ihm die wohlverdiente Standpauke hielt Lachte sie laut los.
Isildur blickte sie an und obwohl sie lachte, freute er sich sie zu sehen. Seine Rute schlug freudig hin und her und er versuchte ihr alles zu erklären.
Yavanna, hol mich hier raus. Das war so nicht gedacht. Ja, ich hätte das nicht machen sollen… aber ihr wisst genau wie ich dazu stehe… entweder helfe ich mit allen Kräften oder nicht… Ich habe mich überschätzt. und bitte Yavanna, lass Myrjala jetzt nicht rein… .
Leider hatte seine Schwester den Zauber gerade nicht aktiv, womit sie die Sprache der Tiere sprechen konnte. So hörte sie ebenfalls nur Gejaule und Gefiepe.
Sie kniete sich an seine Bauchseite und streichelte mit kreisenden Bewegungen sein Fell. Es hatte etwas beruhigendes. Auch wenn sie ihn dabei noch eine kleine Standpauke hielt. Myrjala gab ebenfalls ihren Beitrag dazu und übertrieb wie immer dabei. Immerhin hatte sich Isildur Gedanken über das mögliche Risiko gemacht, was leider bei seiner Schwester meist nie der Fall war.
Und Myrjala, vergleich mich nicht mit dir. Mir war bewusst, dass ich ein Risiko eingehe. Ich hatte angenommen, es im Griff zu haben… übertreibe nicht so
Als Yavanna dann das Lied anstimmte, spürte Isildur wie Ihn richtig Ruhe überkam. Es störte ihn immer weniger, dass außerhalb der Box Myrjala die drei Hymlianer vor vollendete Tatsachen stellte. Eine richtige Erklärung war es jedenfalls nicht. Genüsslich schloss Isildur die Augen und atmete erleichtert ein und aus.
Seine Schwester versuchte, dass er sich wieder zurückverwandelte, doch das konnte er nicht. Jedenfalls hatte er noch nie so schnell zwei Verwandlungen hintereinander gemacht. Ob das Konsequenzen hätte, wusste Isildur nicht. Er hob seinen Kopf und senkte ihn dann zu Yavannas Händen. Kurz leckte er ihr über eine Hand und blickte sie an. Eindringlich war sein Blick.
Hoffentlich hast du den Zauber aktiv… Yavanna, ich kann mich gerade nicht verwandeln… also ich habe es so kurz hintereinander noch nicht gemacht… ich brauche Kraft… du musst mir dabei helfen… ich… ich habe Angst, dass noch mehr schiefgeht. …soll ich es probieren…oder erst warten?
Auch wenn Isildur nicht wusste, was dann passieren konnte.
Dann stupste er ihre Hand weg und langsam begann er sich in eine bequemere Position zu bringen und sich aufzusetzen. Ziemlich wackelig ging es zu.
Innerlich spürte er das Bedürfnis die Box zu verlassen und sich zu strecken, doch er ließ sich durch das elfische Lied ruhig halten. Die Enge war ertragbar, weil die Box nach oben offen war und es auch kein Problem wäre über die Trennwände zu springen. Nun saß er direkt neben Yavanna wie ein treuer Hütehund, auch wenn gleich er ein ziemlich großer silberner Wolf war. Da knurrte sein Magen laut.

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 24. Februar 2010, 12:14

Sylcia kicherte mit, als Myrjala davon sprach, oftmals ebenfalls nicht nachzudenken. Dabei bewunderte die Hymlianerin ihre neue Freundin doch irgendwie im Stillen. Sie war so heiter und vergnügt und das zu jeder Zeit. Selbst dann, wenn sie schluchzte, strahlte sie eine Fröhlichkeit aus, die andere Gemüter beruhigte. Sylcia mochte Myrjala und konnte kaum glauben, dass sie von sich behauptete, nicht nachzudenken. Sie fand die Elfe sehr klug, außerdem eignete sie sich stets Wissen an. Sie fragte ja ständig.
"Aber ein wenig ekelig ist das schon. Nicht?" Auch Yavanna gab einen Hinweis. Beide Elfen schienen sich wirklich davor zu ekeln, einfach einen Donnerbalken zu benutzen. Natürlich wollte auch Sylcia niemandem einfach auf den Kopf machen, aber ... sie zuckte mit den Schultern. "Irgendwo muss es ja hin." Wenn das Volk des Himmels für jeden dringenden Gang zur Erde fliegen müsste, könnten sie auch gleich dort unten bleiben. Aber niemals kämen sie auf die Idee, ihr Paradies in den Wolken zu verlassen. Hier oben gab es keine Kriege, hier herrschte Ruhe. Und allein der Ausblick auf die Welt unter sich unterstrich die Entscheidung, mit den Pegasi ein Leben nahe der Sonne zu verbringen.
Ja, selbst die Wolkenfetzen für den Toilettengang erleichterten eine Entscheidung. Weich und flauschig konnte kein Blatt der Wälder oder Stoff der am Boden lebenden Menschen mit ihnen mithalten. Doch näher sollte darauf nicht eingegangen werden. Sylcia hatte sich nun schon wahrlich genug Gedanken über das Bedürfnis eines jeden Lebewesens Celcias gemacht. So schloss sie die Tür, die Myrjala aber sogleich wieder aufriss. Verständnislos blickte die Hymlianerin in tränengefüllte Augen. "Äh..." Doch dann lachte die Elfe wieder und schon schloss sich die Tür. Ihre Angst vor engen Räumlichkeiten würde sich selbst im hymlianischen Abort in Grenzen halten. Das Himmelsvolk legte offenkundig großen Wert auf hohe Räume. Wer nach oben schaute, vergaß die ihn umgebende Enge, denn der Blick reichte weit und die Hymlianer liebten es, diese Aussicht durch Wandverzierungen noch zu verschönern. So hatte man die Wände und die Decke bläulich gefärbt, dass sie wie der Himmel selbst ausschaute. Kleine Pegasus-Köpfe ragten aus dem Stein hervor wie bei schauerlichen Burgen die Wasserspeier. Doch die Pferdeköpfe erweckten Lebendigkeit und Vitalität.

Unterdessen kam Yavanna neben Sylcia ins Schwärmen. Sie hatte erfahren, dass man auch Kleidung aus den Wolkenfasern machen konnte und wollte nun noch wissen, ob denn auch Grün- oder Rottöne möglich wären. "Jede Farbe geht, wenn du welche hast. Das funktioniert bei uns mit Magie." Nun leuchteten auch Sylcias Augen. Sie hatte einst darüber nachgedacht, Wolkenschneiderin zu werden. Aus den Fasern ließen sich so wundervolle Gewänder anfertigen, die dünn wie Seide waren, dennoch ihre Flauschigkeit nicht verloren. Außerdem hielten sie überraschend warm, obwohl sie fast durchsichtig wirkten. Sylcia selbst trug Blau und Weiß wie die meisten Hymlianer. Aber sie erklärte Yavanna wie man nun Wolkenfasern gewann und diese einfärbte. "Die Spinnerinnen sammeln die flauschigsten Wolken und fädeln darin herum. Es sind immer Luftmagier, die das machen, aber sie haben auch das Spinnen gelernt. Aus den dünnen Wolkenschnüren werden Fasern und Fäden gesponnen, die dann verarbeitet werden können. Sobald ein Gewand gewoben, gestrickt oder einfach fertiggestellt ist, warten wir auf Regen. Dann hängen immer kleine Wassertropfen in der Luft und sobald die Sonne darauf scheint, entstehen wunderschöne Regenbögen. Unsere Magier verzaubern die Farben und die Himmelsreiter fliegen mit den Gewändern durch die Regenbögen. Wenn sie landen, hat die Kleidung die gewünschte Farbe angenommen."
Sylcia lächelte. "Magie ist etwas Wunderbares."

Dann wurden beide von einem heran eilenden Hymlianer unterbrochen und erfuhren, dass Isildur offenbar gefressen worden war und Helior ebenfalls ins Schwierigkeiten steckte. Umso verwirrter schaute Sylcia, als Myrjala sich die Hände rieb. Ihre Worte klangen eher nach einer Standpauke und nicht danach, dass sie ihrem armen Bruder und Helior helfen wollte. Oder meinte sie vielleicht den bösen Wolf, der einfach in seinem Hunger den Elfenmann verschlungen hatte?
Wie kam überhaupt ein Wolf hier herauf - abgesehen von dem, den die Geschwister mitgebracht hatten. Auch Yavanna konnte sich das nicht erklären. Ihr Wolf würde ihren Bruder niemals fressen, zumal er angeblich nicht gut schmeckte. Sylcia biss sich auf die Unterlippe und senkte den Blick. Ihre Wangen glühten. Offensichtlich schwärmte das Mädchen für Isildur und stellte sich gerade vor, einmal von seinen Lippen zu probieren und herauszufinden, ob sich Yavannas Aussage bewahrheitete.
Sie schaute erst wieder - und noch immer verwirrt, aber auch besorgt - zu den beiden Elfengeschwistern auf, als diese sich vehement in ihrer Muttersprache unterhielten. Gestig und Hitzigkeit ihrer Stimmen ließen darauf schließen, dass zumindest Yavanna verärgert war. Sorgte sie sich denn nicht um Isildur? Sylcia bekam es langsam mit der Angst zu tun.

Endlich klärte Yavanna die Hymlianerin und auch den Herbeigeeilten auf. Sie nahm beiden ihre Sorge. Erleichtert atmete Sylcia aus. Sie verstand zwar nicht ganz, wie Isildur ein Wolf sein konnte, aber da die Schwestern keineswegs beunruhigt wirkten, schien es doch normal zu sein. Nur die Hymlianer wussten eben nicht darüber Bescheid.
Gemeinsam ließen sie sich nun von "Hummelmann" zu den Ställen bringen.

Dort empfing sie der nervöse und hilflose Helior. Er zog Sylcia sofort zu sich und redete auf sie ein - natürlich in Hymlikor. Sein ausgestreckter Finger zeigte zur Pferdebox und Myrjala und Yavanna konnten aus seinen gesprochenen Worten lediglich den Namen ihres Bruders heraus hören. Helior musste sich mitteilen und Sylcia stand ihm da jetzt nun einmal als einzige zur Verfügung. Es schien ihm leichter zu fallen, seine Sorgen und Überforderung in der eigenen Sprache mitzuteilen.
Die beiden redeten, während Yavanna und Myrjala handelten.

Schließlich wurden sie von der Chaotischeren der beiden Schwestern eingeweiht, während Yavanna sich in die Box begab und den Wolf beruhigte. Sie erfuhren, dass es sich um Isildur handelte. Myrjala erntete verwirrte Blicke. Myrjala musste es wirklich sehr ausführlich erklären. Heliors Blick blieb verwirrt. Der blonde Hymlianer runzelte die Stirn, doch Sylcia starrte die Elfe mit großen, leuchtenden Augen an. "Was der nicht alles kann", brachte sie staunend hervor und ihre Schwärmerei für den Elfen festigte sich noch etwas mehr. "Ich möchte es sehen."
So trat Sylcia einfach aus dem Kreis der Versammelten hinaus. Sie wollte unbedingt nachschauen, wie Isildur denn als silberner Wolf aussah. Groß wurden ihre Augen, als sie leicht geduckt und mit bedachten Bewegungen die Pferdebox betrat. Langsam wurde es doch etwas eng hier drinnen. Da hockte der Wolf neben Yavanna, die für ihn sang. "Oh wie schön!", ertönte es glockenhell aus Sylcias Mund. Dabei meinte sie nicht nur das silbrige Fell Isildurs, sondern die ganze Szenerie. Sie spürte die Verbundenheit der beiden Geschwister und war gerührt, wie sehr sich Yavanna um den Verwandelten kümmerte. Sie ahnte ja nicht, dass sie ihn auch noch richtig dafür schelten und "strafen" wollte. Gut, Myrjala hatte etwas vom Rupfen eines Fasanes gesagt, aber das hatte Sylcia ohnehin nur verwirrt.

Jetzt trat sie vorsichtig näher, bis auch sie sich zu Idilsur knien konnte. "Kannst du dich auch in einen Pegasus verwandeln? Oder einen Drachen wie Derat? Wenn euer Wolfi mich beißt, könnte ich es auch lernen?" Sie war fasziniert davon, wozu die Elfen alles fähig waren.
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Myrjala » Mittwoch 24. Februar 2010, 14:46

„Was guckt ihr denn so verwirrt?“ Fragte Myrjala in die Runde, „Guuut, dann muss ich wohl die ganze Geschichte erzählen.“ Die Waldelfe seufzte gespielt unter einem Grinsen und ließ die Schultern hängen, als hätte sie eine sehr schwere Last zu tragen. Anscheinend hatte sie nur darauf gewartet endlich einen Monolog halten zu können.

„Aaaaalsooo“, begann sie, „Das war so. Isildur ist mit so einer Frau… ich habe den Namen vergessen… in den Wald gegangen. Keine Ahnung warum. Habe ich vergessen“, sie zuckte gleichgültig mit den Schultern, „Vielleicht war es auch anders… egal… jedenfalls sind die da von Wölfen angegriffen worden… weiß auch nicht warum… die haben jedenfalls die Frau gefressen und Isildur gebissen, aber…“, sie hob den Zeigefinger womit sie eine nun wichtige Information ankündigte, „…Isildur hat den Aaaaallen den Garaus gemacht. Unser Bruder ist nämlich gaaaanz stark…hm…“ Sie nickte grinsend. „Und dann… hmh…“ überlegte sie, „War das erst gar nicht gut, weil Isildur war seeehrrr leicht reizbar. Er hat nämlich Yavannas Freund Kalladreth den Arm rausgerissen. Ich glaube der wollt’ den fressen, den Arm… vielleicht auch Kalladreth. Das weiß ich aber nicht. Man muss Isildurs Beweggründe manchmal auch einfach nicht ganz verstehen. Ich verstehe ja manchmal auch meine eigenen nicht… auf jeden Fall haben Derat und Ich - wir sind ja sehr erfinderisch - ihm Einhalt geboten… Hi hi hi hi…“ Sie kicherte schadenfreudig. „Wir haben ihn nämlich eingebuddelt, sodass er nur noch mit dem Kopf aus der Erde geschaut hat… also, Derat hat ihn eingebuddelte… Ich habe nur die Befehle erteilt, weil Derat ist nicht so gut im Denken, aber damit ergänzen wir uns ja prächtig… Da kann ich euch auch noch was erzählen… aaalso… Derat wollte mir nämlich mal zeigen wie gut er im Graben ist und dann hat er sich selber im Schnee verbuddelt und dann mit seinem Feuerodem, den Schnee drum herum in eine Eisfläche verwandelt und dann kam er nicht mehr raus. Dazu muss man sagen, dass Derat sich verkleinern kann… soooo klein“, sie zeigte eine Spannweite von etwa 30 cm und man sah, dass ihr Herz förmlich blutete, „Da kann man ihn voll doll durchknuddeln.“

Sie räusperte sich: „Um zu Isildur zurück zu kommen. Wir haben ihn dann in so eine blaue, magische Blubberblase gesperrt. Haben wir von Neldor, das ist der Magier aus unserem Heimatdorf, bekommen, weil Isildur war ja gemeingefährlich. Der wollt’ sogar Wolfi den Rang streitig machen, könnt ihr euch das vorstellen?“ Sie zeigte einen Vogel, „Der hat sie ja wohl nicht alle beisammen.“ Sie macht eine kurze Pause, um nachzudenken wie es weitergegangen war. „Aber so ein Gnomenschamane hat dann die ‚Bösartigkeit’“ Dieses Wort betonte sie besonders und warf dabei einen scheltenden Blick in Richtung Pferdebox, „Isildur ausgetrieben… wir kamen da nämlich in dieses Gnomendorf, weil wir sind ja mit Gnomen gereist.“ Sie schlug sich die Hand vor die Stirn, als ihr wieder etwas einfiel, „Das waren welche, sag ich euch. Die haben ja ein Zelt von uns bekommen. Ich weiß nicht was sie daaarin gemacht haben.“ Sie schüttelte verständnislos den Kopf, „Aber das hat da soooo drin gestunken, dass wir denen das dann geschenkt haben. Die haben sich aber riesig gefreut.“ Sie zuckte grinsend die Schultern. „Ich habe die ja nie verstanden, weil die kein lyrintha konnten oder Gemeinsprache, aber einmal kam da ein Gnom aus dem Zelt raus… NACKT… und hat sich den Schnee geworfen.“ Myrjala schien wirklich erschüttert zu sein, „Aber der Gnomenschamane hat mir was ganz Tolles geschenkt… einen Moment…“ Die Waldelfe begann damit in ihrer kleinen Umhängetasche herumzuwühlen, in dem sie ihren Arm bis zur Schulter hineinsteckte. Augenscheinlich war die Tasche im Inneren größer als sie von außen aussah. Dann zog sie eine hölzerne Plakette heraus die an einem Lederband baumelte und hielt sie den Hymlianern vor die Nase. Darauf war ein Waschbär abgebildet. „Ist das nicht toll“, Wieder schien ihr Herz zu bluten. Sie sah noch mal selber auf das Abbild des Waschbären und verstaute die Kette dann wieder in ihrer Tasche. „So war das auf alle Fälle.“

Unschlüssig sah sie in die Runde. Sylcia hatte sich in der Zwischenzeit in die Box zu Isildur begeben. Dieser würde innerlich, wenn er den Erzählungen seiner Schwester gelauscht hatte, nur mit dem Kopf schütteln. Im Großen und Ganzen entsprach es zwar der Wahrheit, aber halt auch nur zum Teil. Myrjala nahm Dinge manchmal auch anders war.
Jetzt wo sie nichts mehr zu erzählen hatte wandte sie sich ebenfalls wieder der Box zu. Sylcia schien wirklich eine Bewunderung für den silbernen Wolf zu haben.

„Syli, du kannst ja mal Isildurs Bauchi flauschen. Der ist sooo weich und warm.“ Da der Waldelf davon nicht angetan sein würde. Jedenfalls vermutete das Myrjala, so gut kannte sie ihren Bruder schließlich, sorgte sie auch gleich für Abhilfe. „Nicht wahr Isildur? Sei schön brav und mach ‚Platz’“ Einen schadenfreudiges Grinsen umspielte ihre Mundwinkel, wusste sie doch, dass sie gerade das Befehlswort der Kette, die der Bruder trug und nicht abnehmen konnte, ausgesprochen hatte und er sich nun nicht mehr dagegen wehren konnte, sollte Yavanna ihn jetzt auf die Seite drehen wollen, damit auch alle mal seinen Bauch streicheln konnten. Dies wollte sie auch mit Sylcia teilen. Warum sollte diese Freude nur für Yavanna und sie sein?
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Mittwoch 10. März 2010, 16:40

Yavanna ließ es sich nicht nehmen und flauschte auch noch weiter den pelzigen Bauch ihres Bruders, dass war der erste Schritt auf dem lange Weg der „Bestrafung“, den er noch zu gehen hatte. Bei dem Gedanken musste sie lachen.
Ihr Bruder war jedenfalls noch nicht in der Lage, sich aus eigener Kraft davon zu bewegen und beschwerte sich deshalb halbherzig mit Jaulen und Knurren.
Neben allerlei Protest, so hatte Yavanna die Vermutung, dass ihr Bruder ihr etwas mitteilen wollte. Das verdeutlichte ihr Isildurs Blick, was auch immer er versuchte ihr mitzuteilen, klang zwar dringend, aber nicht, dass etwas gefährlich wäre. Sie versuchte wirklich ihren Bruder zu verstehen, aber da er kein wirklicher Wolf im eigentlichen Sinne war, konnte sie seine „Sprache“ nicht verstehen.
Durch das Beruhigungslied war Yavanna abgelenkt gewesen und hatte nicht alles von Myrjalas Ausführungen mitbekommen. Sie war sich aber sicher, dass die Erklärung nicht wirklich stimmte und wenn es ganz dicke kam, dann stimmte nicht einmal mehr die Hälfte. Spätestens wenn Isildur wieder seine normale Gestalt haben würde, müsste er sich wohl auf so einige Fragen seitens der Hummelmenschen gefasst machen.
Vorerst allerdings blieb dazu auch keine Zeit. Myrjala hatte mitbekommen, wie sie den Bauch des Bruders flauschte und wollte dies Sylcia auch ermöglichen. Anstatt den entkräfteten Bruder einfach auf die Seite zu rollen, weil er sich mittlerweile erhoben hatte und nun neben Yavanna saß, ließ Myrjala es sich nicht nehmen und aktivierte das Band, welches er um den Hals trug. Neldor hatte es damals angefertigt, als Isildur noch nicht mit der Kraft umgehen konnte, die ihm nun neu zur Verfügung stand. Da ihm aber alle Bösartigkeit bereits genommen worden war und er nun keine Gefahr mehr darstellte, wenn er sich verwandelte, außer wenn man ihn abgriff, so fand Yavanna dieses Halsband gar nicht mehr gut. Für jedes Wesen war dieses Halsband, wenn es nicht ehr nötig wäre, eine Erniedrigung und sie konnte es nicht verstehen, dass Myrjala dies auch noch zum Spaß einsetzte … gerade für ihren Bruder musste das besonders schlimm sein.
Yavanna beschloss, dass sie darüber noch mal eingehend mit Myrjala reden müsste und wenn sie wieder zuhause wären, würde sie Neldor bitten, dass Halsband zu entfernen.

„Myrjala, muss das sein?“, fragte Yavanna verärgert ihre Schwester und deutete dabei auf den, nun wieder am Boden liegenden Isildur.
„Du weißt, ich habe nichts dagegen, wenn jemand ihn durchflauschen will, erst recht nicht bei Sylcia, aber das geht zu weit. Er ist noch schwach genug, dass wir ihn einfach auf die Seite hätten drehen können. Ich finde das nicht in Ordnung, das Halsband war für den Notfall gedacht und nicht für so was … du willst doch auch nicht magisch zu etwas gezwungen werden, was du gar nicht willst.“
Yavanna hatte wirklich nichts dagegen, wenn man den Bruder in dieser Form ärgerte, aber nicht unter den Umständen und das wusste Myrjala eigentlich auch. Ihr war es auch klar, dass Myrjala dass eigentlich nicht böse gemeint hatte, aber sie hatte mit großer Wahrscheinlichkeit mal wieder nicht nachgedacht, sondern einfach nur gehandelt. Vorsorglich wappnete Yavanna sich schon mal dafür, dass Myrjala gleich wieder damit anfangen würde zu weinen du ihr Vorhaltung darüber machen würde, wie gemein die Schwester nun gewesen wäre, aber das kannte Yavanna ja schon.
Da Isildur schon mal auf der Seite lag, so ließ sie Sylcia gewähren, dass sie seinen Bauch flauschen konnte, immerhin war dort das Fell besonders lang und weich, sie verheimlichte sylcia aber, dass isildur am bauch auch besonders kitzelig war. Er war schon genug entwürdigt, vor den Augen der Hummelmenschen. Zum Glück dauerte die Wirkung des Befehls nicht lange an, Isildur hatte also recht schnell wieder die Möglichkeit, sich vollständig zu bewegen.
Isildur ließ es sich nach wie vor nicht nehmen und machte seinem Protest lautstark Luft, was ihm aber auch nicht viel half.
Sylcia war ganz fasziniert davon, dass Isildur sich in einen Wolf verwandeln konnte und genauso wie ihre Schwester kam sie dadurch auf weitere abstruse Ideen.

"Kannst du dich auch in einen Pegasus verwandeln? Oder einen Drachen wie Derat? Wenn euer Wolfi mich beißt, könnte ich es auch lernen?"
Da Isildur ja nicht antworten konnte, übernahm Yavanna das für ihn.

„Er kann so nicht mit dir sprechen, er Wolf … aber mit Gedanken eines Elf … er sich nur kann verwandeln in Wolf mit Silberfell, er kein normaler Wolf … ähm, er sich nicht kann verwandeln in Drache oder Flügelpferdchen …das nur geht mit Magier, aber dann bei Allen, myrjala kann das machen für dich … und tut mir leid, Wolfi kann nicht geben weiter, dass du dich auch verwandeln … das gehen nur von Elfen an Elfen … bei Menschen ist das du würden zu Werwolf und du dann böse, das nicht gut, ganz überhaupt nicht …bitte nicht darüber nachdenken!“, bei den letzten Sätzen sah Yavanna sie ernst und traurig an und legte ihr schon fast beschwörend eine Hand auf die Schulter, dass Sylcia daran erst gar nicht denken sollte, bevor sie finster und leise hinzufügte …
„ … du dann richtig böse, … du töten Menschen und sinnlos Tiere, … du dann nicht natürlich … ich habe gesehen und erlebt …ich dich dann muss töten…“, es lag keine Drohung in Yavannas Sätzen, nur eine entschlossene Traurigkeit in ihren Augen und ihrer Stimme.

Während Sylcia weiter Isildur flauschte, dachte Yavanna nun darüber nach, wie sie ihrem Bruder nun am Besten helfen konnte, sie wollte nicht weiter über diese unerfreulichen Gedanken nachsinnen. Mit ihrem Bruder konnte sie sich so nicht, er war ja immerhin kein gewöhnliches Tier, das Beruhigungslied hatte zwar geholfen, aber nicht soweit, dass er sich von alleine zurück verwandeln konnte. Diese Verwandlung per Magie zu beenden hatte noch keiner zuvor versucht und Yavanna glaubte auch nicht daran, dass das funktionieren würde. Das ihr Bruder sich in einen silbernern Wolf, einen Lysari verwandeln konnte, hatte nichts mit Magie im eigentlichen Sinne zu tun. Diese Fähigkeit musste nur geweckt werden, wenn dieses Silberblut erst einmal in einer Familie war, konnte es jederzeit hervor brechen und genutzt werden … vorausgesetzt, man trainierte diese Fähigkeit auch. Isildur hatte sich schon öfter zurückgezogen und mit Hilfe deren Vaters versucht, die Fähigkeit zu trainieren, aber das war nicht oft genug. Ständig war nach seiner Meinung immer irgendetwas wichtiger.
Da half wohl nichts anderes, die Idee, die Yavanna kam, würde ihm nicht gefallen, aber er hatte keine andere Wahl, außerdem würde das gut zu der noch vor ihm liegenden Bestrafung passen.

„Isildur hör mir mal zu … das was sich jetzt mit dir mache, wird dir nicht gefallen, aber es muss sein, dass hast du dir selber zu zuschreiben“, sie grinste ihre Bruder dabei über beide Ohren an und beugte sich dann zu Myrjala rüber, um ihr etwas zu zuflüstern.

„Myrjala, hör zu …“, Yavanna musste ihre Schwester am Amr festhalten, damit diese nicht wieder abgelenkt wurde.
„Also, … was ich bisher versucht habe, hat nicht funktioniert, deswegen werde ich ihn jetzt verkleinern und in Assatals Beutel stopfen, da kann er sich dann ausruhen … ich befürchte nämlich, dass er sich in Wolfsgestalt nur noch weiter verausgaben würde, wenn er so mit uns herum läuft und dann kommen wir gar nicht mehr voran … wir können uns so nicht mal mit ihm unterhalten.“
Gewispert, getan … Isildur war zu Glück noch damit beschäftigt, dass Sylcia sein Fell flauschte.
Yavanna hockte sich nun wieder an die Seite ihres Bruders und begann damit, einen Zauber zu weben. Die Fäden des Zaubers waren ihr sehr vertraut, immerhin war dies schon immer ein nützlicher Zauber gewesen. Besonders dann, wenn man Schweres tragen musste und nicht gerade stark war. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie den Zauber freigeben und damit dessen Wirkung entfalten konnte. Isildur wurde von einem grünlichen Schimmer überzogen und fing dann langsam an zu schrumpfen. Im Endeffekt war er gute zwei Handbreit größer, als eine Elle.
Da saß nun der große Bruder vor den beiden Schwerstern und sah einfach nur niedlich aus, wie ein süßer flauschiger Wolfswelpe. Yavanna nahm ihren nun sehr kleinen Bruder vorsichtig auf den Arm und knuddelte ihn.

„Mir tut leid, Sylcia … ähm, … weiter Flauschen wir müssen verschieben … hmm, … er zu schwach, muss schlafen … sonst kann nicht so schnell werden wieder Elf … ähm, er sich so was von überschätzt, er noch kriegen Strafe“, letzteres untermalte Yavanna aber mit einem breiten Grinsen. Sie ließ Sylcia ihren Bruder noch mal Streicheln und packte ihn dann in der Umhängetasche, in der Assatal sonst immer saß. Dort würde er auch Kipar finden.

„Wehe du bleibst da nicht drinnen und ruhst dich aus, dann gibt es richtigen Ärger von uns“, mit erhobenem Zeigefinger, schimpfte sie ihn an.
„So, was wir jetzt machen?“, wandte sie sich an die Anderen und trat aus der Box auf die dort Wartenden zu.

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Dienstag 16. März 2010, 20:26

Isildur sah noch immer zu seiner Schwester auf. Sie schien zu merken, dass er etwas von ihr wollte- verstand sie ihn nicht.?
Scheinbar nicht, sie genoss es ihren großen Bruder durch zu flauschen. Das passte ihm gar nicht. Doch Yavanna ignorierte sein Murren. Am Bauch war Isildur kitzelig und so fiepte er im Protest. Er versuchte nach ihrer Hand zu schnappen, damit sie es ließ. Dass wohl noch weitere Streicheleinheiten folgen würden, konnte er sich vorstellen.
Er spannte den Bauch an und versuchte es zu ignorieren, als er Myrjalas Ausführungen seine Aufmerksamkeit erhielt.
Von außerhalb der Box hörte er Myrjalas mehr oder wenig richtige Erzählung.
Erst hatte sie versucht sich kurz zu fassen, war aber dann eher der Meinung, es müsste ausführlicher sein.
Isildur schüttelte seinen Kopf.
das darf doch nicht wahr sein. Myrjala , was erzählst du denn da? …Jetzt sind die doch verwirrter als vorher…Reicht denn nicht ein kurzer Satz“ Isildur kann sich verwandeln, ist eine Begabung von ihm“…nein, sie versucht wirklich alles zu erzählen….was? ich habe den Arm nicht rausgerissen!... Und fressen wollte ich ihn auch nicht….die legen mir einen Maulkorb um…Yavanna, stoppe sie Isildur knurrte leicht und fiepte
Seine Ohren stellten sich auf, als er weitere Schritte in die Box vernahm. Er blickte zur Pforte. Dort Stand Sylcia.
Ihre Augen strahlten vor entzücken. Langsam kam sie auf ihn zu.
„Syli, du kannst ja mal Isildurs Bauchi flauschen. Der ist sooo weich und warm.“ Isildur traute seinen Ohren nicht, als er Myrjalas Aufforderung an Sylcia hörte.
Nichts da, …da habe ich noch mitzureden. Mit einen Protestlaut erhob sich und wollte ein paar Schritte Richtung Tür gehen. Da sagte Myrjala es. „Nicht wahr Isildur? Sei schön brav und mach ‚Platz’“
Rumps!
Isildur machte mit aller Wucht Platz. Das Befehlswort hatte die Kette aktiviert, die Isildur schon seit Jahren trug. Er selber konnte sie nicht abnehmen. Es war als würde ihn etwas packen und mit aller Macht festhalten. Dagegen konnte sich selbst Isildur nicht wehren.
Mal abgesehen, das die Kette nur von der Person abgenommen werden konnte, die sie ihm angelegt hatte- das war leider Myrjala gewesen.
Wehrlos lag Isildur am Boden, wobei Sylcia von Yavanna zu seinem Fell geführt wurde, damit sie ihn streicheln konnte.
Myrjala! …Du sollst die Kette nicht nutzen!... Mit finsteren Blick sah er zu seiner Schwester Myrjala. Noch konnte er sich nicht bewegen.
Doch wie wütend Isildur auch war, so sah er doch zu Sylcia Hände runter, als sie ihn streichelte. Es war seltsam.
Noch nie hatte ihn jemand, der nicht zur Familie gehörte, gestreichelt. Es hatten immer nur seine Schwestern getan. Die Elfenfrauen in seinem Dorf hatte er sich so nie gezeigt.
Der Zauber liess nach.
Rasch erhob sich Isildur, stupste kurz Sylcia Hand bei Seite und knurrte und bellte zu Myrjala rüber. Ein paar Mal bellte er so, als wollte er „Myrjala“ sagen.
Zwar hatte Yavanna Myrjala schon eine Standpauke gehalten, doch Isildur hatte noch nicht seinen Teil dazu beigetragen.
glaub ja nicht, dass das geklärt ist….Du sollt das nicht machen. .. du weißt wie ich die Kette hasse und was du damit machst. …Das ist kein Vergnügen, hörst du!... hättest mich fragen sollen….das ist nicht witzig
Zeitgleich klärte Yavanna Sylcia auf, was die Hymlianerin bewegte.
Isildur wurde dabei weiterhin gestreichelt. Selbst als er sich beruhigt hatte und sein Fell schüttelte, ließen die Frauen nicht ab. Typisch.
Dann beugte sich Yavanna zu ihm und ihr breites Grinsen bewirkte bei Isildur alle Alarmglocken läuten zu lassen.
Isildur hör mir mal zu … das was sich jetzt mit dir mache, wird dir nicht gefallen, aber es muss sein, dass hast du dir selber zu zuschreiben“
Yavanna, was hast du vor?... knurrte er sie leicht an. Doch seine Schwester hatte sich Myrjala zugewandt und flüsterte ihr was zu. Seine Ohren spitzen sich. Manchmal vergaßen seine Schwestern wie gut er als Wolf hören konnte. Oder wussten sie es doch und ärgerten ihn damit umso mehr?
„Myrjala, hör zu …Also, … was ich bisher versucht habe, hat nicht funktioniert, deswegen werde ich ihn jetzt verkleinern und in Assatals Beutel stopfen, da kann er sich dann ausruhen … ich befürchte nämlich, dass er sich in Wolfsgestalt nur noch weiter verausgaben würde, wenn er so mit uns herum läuft und dann kommen wir gar nicht mehr voran … wir können uns so nicht mal mit ihm unterhalten.“
Isildur, der sich inzwischen wieder auf die Seite gelegt hatte und – auch wenn er es sich nicht eingestehen wollte, die Streicheleinheiten genoss, verstand nur langsam was seine Schwester vorhatte.
Doch dann traf es ihn wie ein Blitz.
WAAAASSS?...oh nein, nicht mit mir…so nicht…bei allen Waldgöttern, ihr spinnt doch…ich bin ein erwachsener Waldelf, kein Taschenwolf…
Mit einem Ruck sprang Isildur auf, doch das seltsame Leuchten um ihn hatte ihn schon erfasst. Yavanna hatte den Zauber bereits gesprochen. Instinktiv wollte Isildur raus zur Tür, doch noch während des Aufspringens setzte die verkleinernde Wirkung ein.
Wenn sich Isildur zuvor erniedrigt gefühlt hatte, so wurde es jetzt nochmals verstärkt. Denn ein kleiner Sprung für einen ausgewachsenen Wolf, ist ein ziemlich großer für einen nur noch welpengroßen Wolf. So fiel Isildur etwas unsanft zu Boden auf den Bauch. Dort lag er mit allen Vieren weit ausgestreckt da und jaulte auf.
jaja, mach nur weiter so Isildur…ist ja nicht schlimm genug, dass sie dich durchflauschen, jetzt stelle ich mich auch noch tollpatschig an…
Gerade aufgerappelt, hätte er den Kopf am liebsten unter den Pfoten versteckt, saß er vor Ihnen. Yavanna nahm ihn hoch und er biss ihr leicht in die Hand.
Nicht dass er ihr wehtat, doch er war verärgert.
Und zu allem Übel knuddelte sie ihn nochmals durch. Ein Protest aus Winseln und Fiepen folgte, wurde jedoch ignoriert. Jeder durfte nochmals ihn streicheln, bevor ihn Yavanna in die Tasche packte. Die Ermahnung seiner Schwester überhörte Isildur einfach. Resignierend, was hätte er auch machen sollen, blieb er dort liegen. Seinen Kopf auf die Vorderpfoten abgelegt, lag er da, und schaute treudoof zu seinen Schwestern hoch.
jaja, ich werde brav sein…aber wehe ihr macht so was Entwürdigendes noch mal.

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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Gestalt » Freitag 19. März 2010, 00:53

Wenn Myrjala glaubte, Helior und der andere Hymlianer schauten bereits verwirrt, dann sollte sie sich noch gehörig wundern. Denn was sie den beiden nun erzählte - scheinbar, ohne dabei Luft zu holen - brachte die Männer endgültig aus dem Konzept. Nicht, dass Helior nicht bereits nervös genug gewesen wäre. Immerhin glaubte er, das Wolfswesen in der Pferdebox hätte den Bruder der beiden Elfenfrauen gefressen. Nein, nun musste er sich noch mit dem Phänomen des lebenden Wasserfalls in Form von Myrjala Syl’vea Ni’Tessin auseinandersetzen. Ihm platzte fast der Schädel und denselben hielt er sich zum Ende der Rede auch. Sein Kamerad glotzte Myrjala nur sprachlos an. Die Kinnlade hing ihm herunter. Er offenbarte ihr ein geistloses Gesicht - zwar schön, aber so voll von ... Verwirrung. Konfusion stand breit auf seiner Stirn.
"Wolfsangriffe ... ausgerissene Arme ... einbuddeln und ... durchknuddeln ... Blubberblasen?!" Helior verdrehte die Augen. Sein Geist schweifte ab, um sich schlafen zu legen. Er kippte nach hinten. Zum Glück war der andere Hymlianer noch geistesgegenwärtig genug, ihn aufzufangen. Mit fragendem Blick in Myrjalas Richtung hielt er Helior fest, dem es einfach zu viel geworden war. Der arme Mann hatte ja schon längere Zeit mit den Elfen verbracht. Nicht, dass er sie nicht nett fand, aber es war schon sehr anstrengend, wenn man Myrjalas Plapperei, Isildurs Anführertum und Yavannas Probleme mit dem Celcianischen nicht kannte.
"Überfordert", erklärte der Hymlianer, der Helior hielt und meinte damit nicht nur ihn. Seine Augen folgten allerdings dem kleinen Talisman, den Myrjala soeben zu Tage gefördert hatte. Einen Waschbären hatte der Goldgelockte nie zuvor gesehen und das Bild faszinierte ihn doch mehr als ein Schwall vieler Worte. Verträumt betrachtete er es und streckte langsam und sehr ehrfürchtig die Finger danach aus.
Helior glitt zu Boden, blieb dort liegen, ächzte aber schon nach wenigen Sekunden. Schließlich rappelte er sich auf und gewann so die Aufmerksamkeit seines Freundes wieder. "Entschuldige", sagte dieser.
"Schon ... gut ... glaube ich. Wo ist dieses Mädchen, das schneller spricht als ein Pegasus fliegen kann?" Gemeint war natürlich Myrjala. Die hatte sich inzwischen mit Sylcia zur Pferdebox aufgemacht.

Dort verkündete sie soeben, dass Sylcia ihren Bruder ruhig durchflauschen konnte, am besten am Bauch. Die Hymlianerin bekam sofort rote Wangen. "Stört ihn das denn nicht?" Doch dann lächelte sie freudig. "Nagut!", rief sie aus und setzte sich zu Yavanna. Myrjala hatte ihren Bruder bereits wieder in eine liegende Position verfrachtet, damit Sylcia ihm auch wirklich ordentlich den Bauch kraulen konnte. Eine kleine Bestrafung dafür, dass Isildur wieder einmal nicht Acht gegeben hatte.
Vorsichtig legte Sylcia ihre Hand an Isildurs Pelz. Er fühlte sich am Bauch wirklich flauschig und weich an. Langsam ließ sie die einzelnen Fellsträhnen zwischen den Fingern hindurch gleiten. Darunter spürte Sylcia die warme Haut des Wolfes. Lächelnd strich sie durch das Fell und wurde dabei immer ruhiger. Wenn das nur auch bei Myrjala klappen würde! Sylcia jedenfalls hockte nun ganz selig da, die Gedanken abschweifend und Isildurs weichen Pelz genießend, der sich an ihre Handfläche schmiegte.
Lediglich als sie sich fragte, ob jeder - auch sie selbst - sich durch irgendwelche Mittel in einen Wolf würde verwandeln können, wirkte die Hymlianerin ganz aufgeregt. Allein die Vorstellung war doch mehrere Tagträume wert. Leider musste Yavanna sie enttäuschen. Ihr gelang es trotz Sprachbarriere deutlich besser, die Situation um Isildurs Wolfsgestalt zu erklären.
"Mich töten? Oh, bitte nicht!" Im ersten Moment wirkte sie ganz entsetzt, doch schnell legte sich diese Emotion wieder und sie meinte: "Sehr schade." Sie verstand und akzeptierte es. "Dann träum ich eben nur davon. Hm ... ein fliegender Wolf, das wäre auch etwas Feines." Schon schweifte sie wieder ab, bemerkte dadurch das elfische Geflüster zwischen den Geschwistern nicht und schaute erst wieder auf, als Yavanna einen Zauber sponn. Neugierig beobachtete sie die Elfe. Und dann schrumpfte Isildur unter grünem Leuchten in sich zusammen, wurde kleiner und kleiner, bis er nur noch Welpengröße besaß.
Sylcia kreischte verzückt auf: "Wie niedlich!" Sie klatschte in die Hände und beäugte den winzigen Isildur, der sich nun nicht nur eine weitere Kuschelpartie seiner Schwester gefallen lassen musste, sondern auch noch in Assatals Tragetasche gestopft wurde. Er sah wirklich süß aus - und das hörte der Elf sicherlich ungern.

"So, was wir jetzt machen?" "Jetzt", rief Sylcia das Szepter an sich reißend aus und erhob sich, "machen wir uns erst einmal auf den Weg zur Leuchtenden Wolke. Ihr seid sicher hungrig und sehnt euch nach einem Bett." Bei diesen Worten erinnerte sich die Hymlianerin daran, dass Myrjala sich ja ein Wolkenbett wünschte. Lächelnd schaute sie zu der Elfe hinüber. "Sobald wir alle ausgeruht sind, machen wir uns zu den Magiern auf und fragen, ob sie Spuren von meinem Pegasus entdeckt haben. Und dann können wir uns auch gleich nach Wolkenbetten erkundigen." Nur was mit Isildur-Wölfchen passieren würde, darüber konnte Sylcia nichts sagen. Sie hoffte, er würde sich irgendwie allein zurückverwandeln können. Andererseits gefiel er ihr als Welpe auch sehr. "Kommt mit!" Sylcia verließ die Pferdebox, um die Geschwister zur hymlianischen Taverne mitzunehmen.


Wenn ihr wollt, könnt ihr gern alle nochmal posten. Wenn nicht, Bescheid geben, dann setze ich einen Erzählerpost in der Taverne ;)
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Myrjala » Dienstag 23. März 2010, 16:02

Während Myrjala noch sprach, schien es Helior zuviel zu werden und er begann zu schwanken und wäre sicherlich nach hinten umgefallen, wenn der andere Hymlianer ihn nicht festgehalten hätte.

"Überfordert" klärte dieser die Waldelfe auf. . „Aber warum?“ Sie legte langsam, fragend den Kopf schief, schüttelte ihn dann. Sie wollte sich schließlich nicht in ihrem Redefluss unterbrechen lassen und na ja, der Hummelmann würde sich schon wieder fangen. Außerdem hatte sie jetzt gerade auch keinen Zeit ihn zu fragen, was mit ihm los war. Sie hatte schließlich etwas äußerst wichtiges zu erzählen. So plapperte sie munter weiter.

Als sie die hölzerne Plakette hervorzog und den beiden Hymlianer vor die Nase hielt, war es mit Helior vorbei. Ein dumpfes Plumpsen und der Mann saß auf dem Boden. Dies lag daran, weil der Andere seine Hand nach der Kette ausstreckte. Dabei hatte er fast den gleichen Blick aufgesetzt den die Elfe verwendete, wenn sie etwas haben wollte was unerreichbar schien.
Sie hielt inne als Helior stürzte. Sie wollte gerade wieder die Kette in ihrer Tasche verstauen, als sie den fast sehnsüchtigen Blick des Hymlianers, der noch stand sah.
Die Waldelfe grinste breit. „Willst du mal sehen?“ Fragte sie und drückte dem Goldhaarigen die Kette in die Hand, „Das hab’ ich von einem Gnom“, sie nickte bestätigend, „Ist wohl das heilige Symbol seines Gottes“, sie zuckte mit den Schultern, soviel Ahnung hatte sie von Glaubensdingen nicht. „Weiß nicht wie der heißt, aber das ist ja nicht wichtig… der Waschbär ist toll… ich will auch einen Waschbär haben… schau mal wie neugierig der guckt.“ Sie tippte mit dem Finger auf das hölzerne Tier, sah dann den Hymlianer an, „Möchtest du das haben?“ Fragte sie, „Ich schenke es dir“, sie biss sich auf die Unterlippe, als würde sie gerade abwägen, ob sie ihren Wunsch auch noch anbringen sollte. Ja, sogar eine Myrjala dachte ab und an mal nach.
„Schenkst du mir die leuchtende Wolke?“ Fragte sie, „Ich möchte auch eine leuchtende Wolke haben.“ Anscheinend hatte sie immer noch nicht kapiert, dass es sich bei der leuchtenden Wolke um ein Gasthaus handelte und nicht um das was sie sich da vorstellte, aber vielleicht hatte sie auch verstanden das es sich dabei um ein Gasthaus handelte und wollte trotzdem eine leuchtende Wolke.

Um ihn ein wenig Bedenkzeit zu geben sah sie nun nach Helior, der gerade versuchte sich wieder aufzurappeln und ging dafür in die Hocke, um auf gleicher Höhe zu sein, „Aber Heli was hast du denn? Hast du etwas nicht verstanden? Ich könnte, wenn du mir sagst, was nicht so ganz klar für dich war, es noch mal genauer erklären.“ Ihr Blick verriet, dass sie das total ernst meinte. Das musste fast wie eine Drohung auf den Hymlianer wirken. Die Waldelfe kapierte nicht, dass es einfach zu viele Informationen für den Mann waren…

Myrjala wandte sich ab und den Geschwistern und Sylcia zu, die auch zum Durchflauschen kommen sollte. Ihre tolle Idee wie man Isildur dazu bekommen konnte, sich nicht dagegen wehren zu können, stieß nicht wirklich auf Anklang.

„Myrjala, muss das sein? Du weißt, ich habe nichts dagegen, wenn jemand ihn durchflauschen will, erst recht nicht bei Sylcia, aber das geht zu weit. Er ist noch schwach genug, dass wir ihn einfach auf die Seite hätten drehen können. Ich finde das nicht in Ordnung, das Halsband war für den Notfall gedacht und nicht für so was … du willst doch auch nicht magisch zu etwas gezwungen werden, was du gar nicht willst.“

„Aber wieso, das tut ihm doch nicht weh“, Sie setzte einen trotzigen Blick auf, „Und wenn wir ihn auf die Seite drehen, wird ihm das auch nicht gefallen, aber eine Wahl hat er trotzdem nicht.“ Myrjala schien nicht wirklich einsichtig zu sein. „Außerdem, es hält ja auch nicht lange an“, sie zuckte mit den Schultern, „Bis dahin hat er sich damit abgefunden und überhaupt, wir wollten ihn doch bestrafen und durchflauschen ist eine gute Strafe.“ Sie grinste und kletterte ebenfalls in die Box.

Als Yavanna ihr mitteilte, dass sie Isildur nun verkleinern würde wollen, weil es so nichts brachte, musste Myrjala noch mal auf das vorherige Thema zurückkommen, „Siehst du, nun zwingst du ihn auch zu etwas was er gar nicht will“, sie streckte der Schwester die Zunge heraus, „Nicht das mich das stört…. Ein kleiner Babywolf!“, sie klatschte freudig in die Hände, dann wartete sie gespannt ab, bis die Schwester den Zauber gewoben hatte und Isildur zu schrumpfen begann. Dass ihm das nicht gefiel konnte man an seinen fiependen Geräuschen vernehmen, aber wer nicht hören will… Nachdem alle ihn noch mal gestreichelt und geknuddelt hatten stopfte Yavanna ihn in den Beutel, in dem sonst Assathal lag.

Sie beschlossen, dass es nun endlich zu dem Gasthaus gehen sollte. Bereits im Gehen, wandte sich Myrjala noch einmal um, ihr war noch etwas eingefallen. Sie flitzte zurück und schnappte sich den Bogen ihres Bruders. Diesen hatte er abgelegt bevor er sich verwandelte.
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 24. März 2010, 18:39

Der Hymlianer kam aus dem Staunen kaum mehr heraus. Myrjala reichte ihm nicht nur dieses wunderschön geschnitzte Holzamulett, sie wollte es ihm gar schenken. Verträumt drehte er es in Händen und lächelte selig. Das gefiel ihm und er würde sich erkenntlich zeigen. Doch als Myrjala ihren Wunsch äußerte, was sie gegen das Schmuckstück tauschen wollte, musste der Hymlianer hell lachen. Es klang wie Kindergesänge.
"Leuchtende Wolke verschenken? Geht nicht. Ist ... Gebäude. Nicht meins." Auch er hatte ein paar Probleme celcianisch zu sprechen. Er kannte zwar mehr Worte als Yavanna, musste aber nachdenken, bis er sie einigermaßen formulieren konnte.
Nachdem er sich herzlich ausgelacht hatte, legte sich seine Miene in Trauer. Es tat ihm leid, dass er mit Myrjala nicht tauschen konnte, das Amulett gefiel ihm sehr. Weiterhin drehte er es in den Händen, betrachtete sich den kleinen Waschbären darauf und ließ seine Sehnsucht nach diesem wunderschönen Objekt wachsen.
Inzwischen hatte sich Myrjala zu Helior hinabgebeugt und betüttelte ihn wie eine chaotische Glucke. Der Hymlianer riss die Augen auf und hob abwehrend die Hände. "Nein nein, das musst du nicht. Es geht schon. Ich brauche nur etwas Ruhe." Und die sollte er haben, zumindest fürs erste, denn alle Ni'Tessins und auch Sylcia befanden sich nun in der Pferdebox.

Wenig später kehrten sie daraus zurück. Sylcia tänzelte voran. "Kommt, kommt, zur Taverne!", rief sie fröhlich. Ihr Magen knurrte und sie freute sich, den Elfen etwas von ihrer Stadt zeigen zu können. Ehe die Gruppe aber die Halle der Himmelsreiter - respektive deren Ställe - verließ, wandte sich der goldhaarige junge Mann noch einmal an Myrjala. Er hielt das Amulett wie einen magischen Talisman.
"Kann dir keine leuchtende Wolke schenken, aber vielleicht ..." Er verstummte, um nach den Worten zu suchen. "Zauberstab", sagte er dann und griff an seinen Gürtel. Dort hing ein schmuckloser blauer Stab, nicht länger als 30 Zentimeter. Lediglich die Kugel an der Spitze besaß eingemeißelte Schnörkel und Wirbel, als würden kleine Winde auf der blauen Kugel tanzen. Er reichte Myrjala diesen Stab. "Tausch... Geschenk. Kann Luftdiener rufen. Im Kreis schwingen und warten." Fragend schaute er zu ihr auf, umklammerte hoffnungsvoll das Amulett. Würde Myrjala auf diesen Tausch eingehen?

"Oh, ich möchte euch auch etwas schenken. Euch allen!" Sylcia nahm Yavanna bei der Hand und lächelte zu ihrer Tasche, aus der Isildur-Babywolf heraus lugte. "Ihr habt mich ja gerettet, also sollt ihr auch etwas dafür bekommen. Auf dem Weg zur Taverne könnte ich für euch hymlianische Kleidung beschaffen und morgen holen wir euch Wolken. Wie gefiele euch das?"
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Re: Die Halle der Himmelsreiter

Beitrag von Erzähler » Montag 29. März 2010, 15:56

Entschuldigt den Doppelpost :drop:
Hier noch ein Hinweis: Myrjala kann hier weiterposten. Sie wollte ja noch auf den letzten Erzählerpost reagieren.
Für Isildur und Yavanna (und später Myrjala) geht es hier weiter: Die Schenke "Zur leuchtenden Wolke" -> Leuchtende Wolken?
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