Leuchtende Wolken?

Ein Schild mit einer extrem weißen Wolke zeigt die Schenke an. Hier wird gespeist, geplaudert, getrunken, aber auch fröhliche Feste werden hier gefeiert. Ein jeder ist willkommen.
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Leuchtende Wolken?

Beitrag von Erzähler » Montag 29. März 2010, 15:55

Isildur und Yavanna kommen von Die Luftakademie -> Die Halle der Himmelsreiter

Sylcia eilte voraus. Sie achtete kaum auf ihre Umgebung und auch nicht darauf, ob ihr alle drei Elfengeschwister - obgleich Isildur im Moment mehr Wolf als Elf war - folgten. Sie wollte sich ihnen gegenüber unbedingt in Form eines Geschenks bedanken und das trieb die Hymlianerin an, ohne dass sie sich umschaute.
"Kommt, kommt!", rief sie den Ni'Tessins über die Schulter hinweg zu und verließ die Luftakademie wie ein kleiner Wirbelwind. Draußen stürmte sie gar an den tierischen Begleitern der Elfen vorbei, so aufgeregt war sie. Wolfi und Sturmkralle hatten inzwischen mit einigen hymlianischen Kindern Freundschaft geschlossen. Besonders der kleine Bär ließ sich kraulen und schmusen wie ein Kuscheltier. Der Wolf tobte mit den etwas älteren Kindern über die flauschig weiße Ebene, die für das Himmelsvolk eine Wiese darstellte. Hier wuchsen hymlianische Blumen und Gräser. Sie unterschieden sich nicht sonderlich von denen am Boden, nur eben in der Farbe. Doch eine Ausnahme gab es schon. Zwischen einigen weißen Büschen, deren Blätter groß und herzförmig waren, lugten Blumen hervor, die man nur im Reich der Hymlianer finden konnte. Sie besaßen weiße Stiele und schlanke weiße Blätter. Das unbeschreiblich Schöne waren die Blüten, die sich wie kleine, weiße Wolken um ein rosiges Stempelkissen legten. Der Duft dieser Blumen war geradezu verlockend, erinnerte aber schwach an eine frische Brise. In der Nähe hockten ein paar hymlianische Mädchen und flochten Kränze aus den Blumen. Sie schufen wunderschöne Wolkenkrönchen.

"Wo bleibt ihr denn?", rief Sylcia. Jetzt erst bemerkte sie, dass Myrjala die Gruppe nicht begleitete. "Wir sollten warten, bis sie nachkommt ... obwohl ... vielleicht findet sie den Weg. Sie kann ja fragen." Sylcia machte sich um ihre Freundin keine Sorgen. Die leuchtende Wolke fand sie sicherlich auch selbstständig. Schließlich war keine der Elfen dumm.
"Aber du kommst jetzt erst einmal hier herein", wandte sich die Hymlianerin an Yavanna, schnappte sie am Arm und zog sie mit in eine Weberei. Hier stellten Hymlianer die hauchdünnen Gewänder ihres Volkes aus Wolkenfasern her. Yavanna durfte die Produktion bestaunen und auch Isildur bekam etwas davon mit. Überall in der Luft schwebten winzige Wolkenteilchen. Eigentlich hätten sie sich auflösen müssen, denn Wolken waren nur in Märchen und Sagen flauschig weiche Kissen. Die Realität sah anders aus. Trotzdem schwebten hier nun Teilchen herum wie Staubkörner im Raum. Sie tanzten und hoben ihre ausgefransten Enden bei jedem neuen Auftrieb.
Die Hymlianer griffen in größere Versionen dieser Wolkenfransen. Ganze Berge lagen hier neben den Spinnrädern, an denen vor allem ältere Frauen saßen. Sie zwirbelten sich die Wolkenfetzen zurecht und sponnen dünne Fäden daraus. "Das sind Wolkenfasern", erklärte Sylcia. Dann zeigte sie zu großen Webstühlen. "Und hier machen wir unsere Stoffe."
Es war ein langwieriger Prozess, bis aus einer Wolke ein Kleidungsstück wurde, aber es lohnte sich. Die Hosen, Hemden und Kleider hätten nicht bezaubernder sein können. In einem Hinterzimmer wurden die gewebten Stoffe vernäht, Sylcia suchte Kleidung für ihre Freunde zusammen, auch für Myrjala, die noch immer nich anwesend war. Sie erklärte den Schneidern, dass es Geschenke werden sollten und so durfte sie tatsächlich etwas der kostbaren Erzeugnisse mitnehmen. Mit beiden Armen bepackt, kehrte sie zu Yavanna zurück.
"Such dir etwas aus, das dir gefällt. Für Isildur und Myrjala auch." Die Gewänder waren wirklich hauchdünn, doch sie besaßen wärmende Eigenschaften, so dass die Winde hier oben nicht als eisig empfunden werden konnten. Noch während Yavanna sich die Sachen bestaunen durfte, war von draußen ein überfreudiges Fauchen zu hören. Derat fegte mit einigen Pegasi über den Himmel. Man hörte den Spaß in jedem Flügelschlag, den er tat. Er amüsierte sich und freute sich offensichtlich, mit den geflügelten Pferden um die Wette zu fliegen.

Schließlich erreichte die Gruppe aber auch die Taverne, welche ihr ursprüngliches Ziel war. Neben der offen stehenden Tür befand sich ein aufgestelltes Schild, auf dem das Tagesangebot geschrieben stand. Leider auf Hymlikor, so würde Sylcia erklären müssen, was heute besonders gut schmeckte. Über der Tür existierte jedoch ein weiteres Schild. Es besaß die Form einer Wolke, war groß und weiß und der Name des Gasthauses stand in geschwungenen Lettern dort.
"Das ist die leuchtende Wolke, unsere Schänke. Das Schild leuchtet wirklich, aber nur in der Nacht, wenn die Sterne es anfunkeln. Lasst uns reingehen!" Sylcia führte ihre Freunde ins Innere. Dort war alles sehr hell und freundlich eingerichtet. Tische und Stühle wiesen einen geschwungenen Baustil auf. Weiße, rosa und hellblaue Kissen lagen wie Wolken darauf. Man wollte sich nur noch niederlassen und den Hintern verwöhnen lassen.
Blumen standen in durchsichtigen Vasen überall als Dekoration verteilt. Von der Decke hingen ebenfalls geschwungene Kronleuchter. Die Kerzen verbargen sich hinter wolkenförmigen Schirmen und erweckten so tatsächlich den Eindruck, als erhellten Dutzende kleiner Leuchtwolken die Stube. Es roch angenehm wie auf einer Sommerwiese. In einer Ecke saß ein älterer Hymlianer und erzählte jedem Geschichten, der sie hören wollte.
Schankmägde und -jungen tänzelten zwischen den Tischen umher. Sie trugen im Gegensatz zu den meisten bodenständigen Völkern keine Schürzen, sondern wallende, halbdurchsichtige Gewänder mit langen Schleppen, die wie eigenständige Wesen hinter ihnen herwehten und bei jeder Bewegung neue Formen anzunehmen schienen.
Zwei Frauen standen hinter einer langen Theke, deren Form einer Mondsichel glich. Sie unterhielten sich mit den Gästen und lachten immer wieder. Eine der beiden Gastgeberinnen winkte den neuen Gästen zu und zeigte dann einladend auf einen der freien Tische.
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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Freitag 14. Mai 2010, 00:55

Myrjala war mal wieder voll in ihrem Element, sie bequatschte die beiden Hummelmänner und tat auch noch eines der Dinge, was sie so unendlich gerne machte, tauschen. Myrjala hielt schließlich genauso wenig wie ihre Schwester Yavanna etwas davon, mit diesem Metall herum zu handeln. Es war nicht nur umständlich und schwer, es roch auch noch nicht gerade besonders toll und warum die meisten Humanoiden, allen voran die Zwerge, so verrückt danach waren, konnten sich bisher wohl die wenigsten Elfen erklären. Selbst wenn diese dem Aneignen von Edelsteinen nicht abgeneigt waren.
Die Waldelfen hingegen tauschten am Liebsten mit Naturalien oder anderen Dingen, die jemand gerade brauchte oder sie verschenkten die gebrauchten Dinge einfach. Denn wenn ein Elf etwas zu viel hat und ein anderer nichts, wird zumindest kein Waldelf dabei einfach so zusehen. Zumindest Myrjala hatte großen Spaß daran, Dinge zu tauschen, besonders wenn sie dabei etwas ebenso Schönes ergattern konnte.
Yavanna konnte dem Spektakel aber nicht länger zu sehen, da Sylcia darauf brannte, ihr und dem kleinen Isildur endlich die Leuchtende Wolke zeigen zu können. Sie war im Grunde genommen erpicht darauf, den Geschwistern die ganze Stadt zu zeigen. Zuerst sollte es aber zu einer Schneiderei gehen, in der die wunderbare, im wahrsten Sinne des Wortes, himmlische Kleidung der Hummelmenschen hergestellt wurde. Yavanna wollte sich die Kleidung unbedingt ansehen und für den Fall, dass diese eher unpraktisch ausfallen würde, würde sie zumindest ein Kleidungsstück mitnehmen, alleine schon, weil es so flauschig weich war. Für myrjala würde sie aus genau dem gleichen Grund auch eines mitnehmen; für Isildur war das natürlich kein ausschlaggebender Grund, etwas mitzunehmen. Seiner Meinung nach waren seine Schwestern eh zu voll bepackt … aber wenn man schon mal magische Beutel zur Verfügung hatte, musste man diese auch nutzen. Außerdem sollte zumindest Yavanna viele unbekannte Dinge und so für Neldor mitnehmen, denn er würde ja nie wissen, was er davon wirklich brauchte und so nahm Yavanna Vieles mit … von Myrjalas´ Sammelwut mal gar nicht gesprochen.
Sylcia hatte sie bei der Hand genommen und versuchte nun schneller vorwärts zu rennen, da sie die Reaktion von Yavanna gar nicht abwarten konnte. Ehe Yavanna wirklich mit rannte, wollte sie zumindest den Tieren noch bescheid geben, nicht dass Assatal sich im Endeffekt alleine vorkam, nur weil sie nicht mehr da war. Wolfi, Assatal und Sturmkralle wussten schnell bescheid und machten sich dann mit auf in die Richtung, in die Sylcia Yavanna zog.
Eine Weile rannten die beiden Frauen nebeneinander her und freuten sich unbeschwert des Lebens. Yavanna rannte extra nicht auf den Wegen, damit ihr Bruder in der Tasche nicht so durchgeschüttelt wurde. Die „Grünflächen“ waren unbeschreiblich weich und hier und da wurden kleine Wolken aufgewirbelt und tanzten im Wind um die Gefährten. Assatal und Wolfi begannen zu spielen wie junge Welpen, denn auch sie spürten hier oben den Frieden, endlich konnten sie einmal ihre Achtsamkeit fallen lassen und ausgelassen Toben, die beiden jagten du schnappten nach den kleinen umher fliegenden Wolken.
Sturmkralle hingegen pflügte mit seiner Nase durch die dichten und flauschigen Wolken am Boden und musste hin und wieder Niesen, was ihn nicht davon abhielt, das zu wiederholen.
Yavanna ließ sich von der Lebenslust und Freude anstecken und begann wieder, sich im Kreis zu drehen und zu tanzen Abermals erhob sie ihre Stimme und pries die einzigartige Schönheit der Natur. Sie reichte sylcia ihre Hände und gemeinsam tanzten sie über die Wolkenwiesen, in hoffentlich die Richtung, in die Sylcia wollte. Wenn nicht, würden sie halt auf Umwegen dort angelangen, was ja auch nicht weiter schlimm war.
Wie die Wege etwas enger wurden, weil dort einige Häuser bei einander standen, konnte Yavanna es nicht lassen, wieder nach Blumen und „Grünpflanzen“ zu schauen. Vielleicht konnte sie ja sogar ein paar Rankgewächse finden, die würden sich ganz besonders gut im Dorf machen. Sie nahm also hier und dort wieder Ableger mit, Samen, teilte Wurzeln, zupfte ein paar Blätter ab und testete „alle“ Pflanzen, ob diese vielleicht auch noch dufteten …das wäre doch etwas, ein schöner weißer Lavendelstrauch, mit zart violetten Blüten, der auch im Winter seinen Duft verströmen könnte. Nun weil das in der Welt, aus denen die Geschwister kamen nicht gang und Gebe war, musste das ja nicht heißen, dass es nicht doch ginge. In dem Fall war Yavanna auch wie ihre Schwester, erst einmal ausprobieren, dann konnte man immer noch sagen, dass es nicht klappte.
Auf der Wiese zuvor hatte sich Yavanna auch schon über die dort wachsenden Blumen hergemacht und hatte sich soviel mitgenommen, dass sie mindestens jedes Exemplar theoretisch würde anpflanzen können, aber sie wusste nur gut, dass nicht alle Samen und dergleichen wirklich keimten und Wurzeln ausbildeten. Aber sie freute sich jetzt schon, über jede weitere pflanzen, die in „ihrem“ Wald bald wachsen würde. Ganz besonders hatte so es zuvor auf die weiße Wolkenblume mit dem zart rosigen Stempel abgesehen. So eine Blume war ihr zuvor noch nicht begegnet, zumal der Aufbau der Pflanze selten war, relativ kleine herzförmige Blätter und große Blüten an fingerdicken Stängeln …davon musste sie sich einfach einen Wurzelballen mitnehmen. Diesen verpackte sich vorsichtig und lichtlos in einem Lederbeutel, so könnte die Knolle ruhen und der Pflanze könnte nichts geschehen. Myrjala würde diese Pflanze auch gefallen, das wäre gleich mit das Erste, was Yavanna ihr begeistert mitteilen würde.
Unterwegs fiel sylcia auf, dass Myrjala gar nicht mitgekommen war, konnte aber selber nicht weiter warten und war sich sicher, dass Yavannas Schwester den Weg schon finden würde. Außerdem war Myrjala ja nicht alleine und gerade sie würde keine Scheu davor haben, einen anderen Hummelmenschen einzuspannen, dass dieser ihr den Weg zur Leuchtenden Wolke zeigen würde.
Es dauerte danach nicht mehr lange und die beiden jungen Frauen kamen bei der Weberei an. Unterwegs hatte Yavanna sich immer wieder um ihren „kleinen“ Bruder gekümmert und diesen getätschelt und den Kopf gekrauelt. Isildur bedankte sich dafür, in dem er ihr in die hand „biss“ und genüsslich an ihren Fingern herum knabberte. Er glaubte wohl, dass sie so von ihm ablassen würde, aber wie so oft täuschte er sich auch diese Mal wieder, aber der Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, er müsste also nur weiter aushalten.
Die Arbeiten in der Schneiderei waren für Yavanna richtig interessant, noch während Sylcia schon die Kleidungsstücke heraus suchte und mehr mit sich selber redete, sah Yavanna den Hummelmenschen bei der Arbeit zu. Interessant daran war, dass sich die Arbeitsweisen gar nicht so sehr unterschieden, nur das die Stoffe verschieden waren. Die Elfen nutzten mehr Seide, Bausch und Leder, hier oben wurden fast ausschließlich Wolkenfasern verwendet. In den hinteren Räumen waren auch Weber und Färber am Arbeiten und auch diesen sah Yavanna neugierig zu. Besonders bei den Webern blieb sie länger stehen und beobachtete die Technik, wie Wolken sortiert, gekämmt und auf eine Art Spinnrad zu Garn verarbeitet wurden, also fast wie Wolle. Aber Sylcia hatte ja gesagt, dass bei diesen Prozessen auch Magie mit im Spiel war, vielleicht könnte sie Neldor auch dazu bringen, so etwas zu bewerkstelligen. Sie zweifelte nicht an seinem Können, sondern eher daran, dass er dazu nicht die Notwendigkeit sah, dann müsste Myrjala mit dazu herhalten, ihn auch zu überreden.
Yavanna konnte es nicht lassen und hatte einen der Weber nach farbigem Wolkengarn gefragt und ertauschte sich so mehrere Rollen in verschiedenen Grüntönen. Dafür hatte sie ein weiches Hasenfell dort gelassen. Da die Hummelmenschen kaum Kontakt zu den Wesen am Boden hatten, war dieses Fell für den Weber etwas Besonderes und Isildur musste sich den Beutel nun mit flauschigen Garnrollen teilen.

„Wehe du wetzt deine Krallen an dem Garn oder machst es kaputt, dann werde ich böse mit dir“, schalt sie ihren Bruder.
Mit diesem Garn hatte sie vor, ihre anderen Kleidungsstücke zu besticken. Dieses Garn schimmerte so wunderbar und damit würde sie schöne Effekte erzielen, sie machte sich schon mal darauf gefasst, dass Myrjala dann auch einige ihre Kleidungsstücke bestickte haben wollen würde.
Sylcia holte sie aus ihren Tagträumen zurück, diese hatte den ganzen Arm voller Kleidung und konnte es wieder nicht abwarten, sogleich weiter zu eilen. Yavanna eilte zu ihr, um ihr einiges abzunehmen.

„Soll ich dir helfen?“, fragte sie Sylcia grinsend.
Diese schüttelte aber nur den Kopf und stopfte die ganze Kleidung in Yavannas ausgestreckte Arme, mit dem Hinweis, dass sie einfach alles durchgucken soll was die Drei davon haben wollen. Anstatt dass Sylcia ihr zeit dazu ließ, eilte diese nach draußen du ließ eine verdutzte Yavanna zurück.

Na toll, Syli hat vielleicht Nerven …erst soll ich uns was raussuchen und dann rennt sie einfach davon … mich würde es nicht wundern, wenn sie ihren Kopf draußen sucht.
Grinsend entschied sich Yavanna dafür, den ganzen Berg Kleidung einfach unsortiert und nicht näher betrachtet in ihren geräumigen Beutel zu stopfen. Das ging schnell und behinderte sie nicht. Vielleicht hatte sie ja Glück und das kleine Wesen im Beutel sortierte schon mal die Kleidung und legte diese vielleicht ja auch zusammen. Aber sie konnte auch verstehen, wenn dem nicht so sein würde, sie hatte zu so etwas auch nie die Lust oder die Muße und die Kleidungsstücke konnte sich nachher alle zusammen ansehen, sollten doch Myrjala und Isildur selber entscheiden, was sie tragen wollen würden. Isildur hatte eh öfters was an allem auszusetzen und Myrjala konnte sich meist nie entscheiden.
Wieder mit einem Lächeln auf den Lippen machte sich Yavanna auch auf den Weg nach draußen und sah sich dort erstmal nach Sylcia um. Diese war schon wieder fast bei der Weberei angekommen, hatte sie doch noch rechtzeitig bemerkt, dass sie alleine losgelaufen war.
Hier draußen konnte Yavanna auch sehen, wovon sie drinnen nur die Geräusche gehört hatte. Derat hatte jede Menge Spaß und lieferte sich eine um die Andere Verfolgungsjagd mit den Pegasi. Sie blieb noch ein bisschen stehen und sah den Geschöpfen am Himmel bei ihrem ausgelassenen Spiel zu und hoffte inständig, dass Derat seine Kräfte unter Kontrolle hatte und nichts zerstören würde und oder jemandem wehtun würde. Zumindest jetzt sah es nicht danach aus. Wolfi und Sturmkralle hatte es sich an Ort und Stelle bequem gemacht und nahmen keine große Notiz von Myrjalas Drachen. Assatal hingegen saß aufrecht da und beobachtete genau Derat, wahrscheinlich träumte er bereits davon, selber einmal so fliegen zu können. Yavanna konnte diesen Wunsch nur zu gut nachvollziehen.

„Wir müssen mal schauen, wenn das Wetter wieder besser ist, können wir ja das Fliegen üben …was hältst du davon, mein Kleiner?“, wie sie schon vermutet hatte, stieß dieser Vorschlag natürlich auf Begeisterung bei Assatal und so streichelte sie ihm liebevoll über seine glatten Schuppen.
„Nun kommt ihr Drei, wir wollen Sylcia weiter folgen …zu dieser Leuchtenden Wolke.“
Gesagt, getan und der kleine Trupp machte sich wieder weiter auf den Weg.
Von hier aus dauerte es ebenfalls nicht mehr lange und die Taverne war schnell erreicht. Zwischenzeitlich waren in Yavanna schreckliche Bilder über diese Taverne hochgekommen, dass diese eng und kleine und dunkel und stinkend wäre. Aber sie versuchte sich immer wieder daran zu erinnern, wo sie hier war. Zwar bei Menschen, die aber so gänzlich anders warn, wie die auf dem Boden … das musste eindeutig die Luft hier oben machen.
Zum Glück war die Taverne genauso gebaut wie die anderen Gebäude hier in der Hummelstadt, geräumig, mit großen Fenstern, luftig und sehr komfortabel eingerichtet. Den ersten Anflug von Raumangst konnte sie so recht gut bezwingen, wenn es sie auf der Schwell allerdings doch stocken ließ. Sylcia war vor ihr in die Taverne hinein getreten und so hatte Yavanna erst mal Zeit, sie mit dem Innenraum anzufreunden.
Sylcia lenkte sie dadurch ab, dass sie ihr erklärte, dass das Schild der Taverne, welches draußen hing, nachts leuchten würde, wenn es von Sternen beschienen würde. Ein weiteres, wundervolles Bild formte sich in Yavannas Gedanken, sie beschloss aber, ihrer Schwester nichts davon zu erzählen. Denn kurze Zeit später würde die Taverne kein Schild mehr haben.
Drinnen hatte Sylcia für alle einen großen Tisch ausgesucht, es war sogar so viel Platz, dass Assatal mit „am“ Tisch sitzen konnte. Dieser hatte sich nämlich einfach mit reingeschummelt, während Wolfi und Sturmkralle es sich draußen bequem machten, in dieser Stadt lud der Untergrund auch überall dazu ein.
Yavanna nahm auf einem wunderbar weichen Kissen platz und ließ die Einrichtung erst einmal auf sich wirken. Hier war es, wie in der ganzen Stadt, schön und gemütlich eingerichtet, es passte halt alles zusammen und wirkte harmonisch und einladend, seinen Geist hier verweilen zu lassen, um so schneller erholen zu können.
Yavanna ließ ihren Blick schweifen und wurde aber alsbald wieder auf ihre Tasche fixiert. Dort saß ja immer noch ihr Bruder, in verkleinerter Wolfsgestalt drinnen und machte wieder mal durch Fiepen und Knurren seinem Unmut Luft. Er schien sich wieder erholt zu haben. Yavanna griff vorsichtig nach ihm und hob ihn aus der Tasche. Dabei hielt sie ihn hinter seinen Vorderpfoten, so dass er wirklich wie ein Welpe in der Luft hing.

„Ich werde dich jetzt wieder vergrößern … ich denke mal, du hast dich erholt, hm? …Danach verwandle dich bitte wieder, so kannst du dich nicht vollends ausruhen. Außerdem muss ich dir noch was zeigen, was wir von Sylcia bekommen haben … und jetzt keine Zicken mehr, verstanden?“, mit einem breiten Grinsen auf den Lippen verpasste sie ihm einen weiteren Kuss und setzte ihn dann vor sich auf den Boden.
Assatal war nicht weit von ihm entfernt, trottete auf klein Isildur zu und leckte ihm einmal, seine Zuneigung bekundend, durchs pelzige Gesicht. Durch so etwas musste Isildur das eine oder andere Mal halt hindurch.

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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Freitag 21. Mai 2010, 16:13

Isildur hätte am liebsten die Flucht eingeschlagen. doch weit wäre er ja nicht gekommen. Er musste sich anhören wie niedlich er war.
Niedlich! Sein Fell sträubte sich bei den Worten.
Wäre er in normaler Größe, so hätte dies ja bedrohlich gewirkt -aber so. Nein.
Er legte sich also in die Tragetasche von Assantal hin und versuchte sich zu erholen. Der Geruch es kleinen Drachen war hier richtig stark. Doch zu Isildurs Glück, stank dieser Drache nicht nach Echse- sondern es roch eher nach frisch gefallenen Regen.
schon seltsam…Assantal riecht wie Regen. …ich hätte ja damit gerechnet, dass es nur nach Leder, Echse und Yavanna richt- aber Regen. …ist mir aber auch recht….naja, vielleicht fällt es mir dann ja leichter mich zu entspannen….Furchtbar wie es schaukelt… So musste Isildur wohl oder übel sich tragen lassen. Er versuchte so viel wie möglich auszublenden, was ihm tatsächlich auch gelang.
Jedoch lag es wohl eher an der schwankenden Bewegungen und dem Geruch vom Drachen. Wenn er die Augen schloss, so hatte er das Gefühl auf einem hohen Baum in den Ästen zu sitzen, kurz nachdem es geregnet hatte. Es war beruhigend und so bekam er auch nicht mit, dass wieder eine seiner Schwestern- Myrjala- mal wieder zurück geblieben war. Aber das Yavanna die Gelegenheiten des Öfteren nutzte ihn zu kraulen, dass bekam er mit. Jedes Mal bedankte er sich dabei gleich. Er biss zu. jedoch nicht wirklich doll, was wohl an seiner Größe lag. Danach schlief er wieder ein.
"Aber du kommst jetzt erst einmal hier herein", konnte Isildur plötzlich zu ihm durchdringen hören. Müde schüttelte er seinen Kopf.
Was?...worein?… Er streckte sich und machte sich lang. Was gar nicht mal so einfach bei den Bewegungen war. Doch mit etwas Anstrengung schaffte er es seinen Kopf durch die Öffnung der Tasche zu drücken. Da schwebte etwas Weißes und Flauschiges an seiner Schnauze vorbei. Instinktiv schnappte Isildur danach. Bei dieser Aktion verlor er den Halt und rutschte wieder in die Tasche zurück.
on..nein…na da kann ich ja froh sein, dass mich dabei keiner sieht…aber es sah auch so verlockend aus…schmeckt jedoch nach ..hmm…Regen!....bei den Göttern, ich fange schon wieder an, mich wie ein Wolf zu benehmen…eigentlich selber schuld…ich musste mich ja auch auf meine Instinkte berufen, Neldor hatte mich gewarnt…häh?...wie? was soll sich Yavanna für mich aussuchen? Wieder stellte er sich auf und mit einem leichten Sprung hing er mit dem Kopf aus der Tasche und seiner Vorderpfoten ebenfalls. Seine Hinterläufe versuchten so gut es ging Halt an der Innenseite der Taschenwand zu finden.
Jetzt bekam Isildur so wenigstens alles mit. Auch wenn in einem ziemlich seltsamen Größenverhältnis. Alles wirkte so gigantisch. Was Isildur stutzig machte, war dass er zwar den Geruch von Yavanna und Sylcia vernahm, jedoch nicht den von Myrjala. er versucht Kontakt zu seiner Schwester aufzunehmen, doch diese verstand es wohl wieder falsch. Sie strich im nur ein paar mal über das Fell und kraulte ihn. Dass hatte sie auch schon auf dem Weg zu der Weberei immer wieder gemacht und er hatte immer gleich reagiert. Mal abgesehen davon dass Isildur es hasste und wieder in die Tasche plumpste, konnte er sich schlecht dagegen wehren. Und zu allem Übel pachte Yavanna auch noch gigantische Garnspulen mit grünlichen Farben ein.
„Wehe du wetzt deine Krallen an dem Garn oder machst es kaputt, dann werde ich böse mit dir“ ermahnte sie ihn noch. Kurz beschnüffelte Isildur die Rollen.
was hat sie denn damit vor?...Yavanna muß du alles mitnehmen?...und warum sollte ich sie kaputt machen?...hmm, obwohl ich kann jetzt besser rausschauen, wenn ich mich auf sie stelle. …außerdem habe ich keine Krallen wie eine Katze…so…das klappt doch viel besser
Gesagt getan, jetzt hatte Isildur besseren Halt zum rausschauen.
Nach einer Weile kamen sie dann an der „leuchtenden Wolke“ an. Ein Gasthaus wie Sylcia erklärte. isildur hatte von so was schon gehört. Menschen schienen gerne in solchen Häusern zu speisen und zu nächtigen. Da war ihm ein Zelt doch viel lieber.
Was er sehen und riechen konnte, war es jedoch nicht so schrecklich wie er vermutet hatte. Sylcia suchte gleich einen Platz und endlich sollte er auch von dem Zauber erlöst werden.
Isildur wurde inzwischen auch schon ungeduldig, jedoch konnte seine Schwester ihn ja nicht verstehen. wir sind jetzt angekommen! Yavanna, lass mich raus aus der Tasche…ich will auf den Boden…und lös den Zauber auf…du hast mich genug getragen…Yavanna! Doch sein Murren kam nur als Winseln und Fiepen an. Aber Yavanna reagierte endlich darauf. Sie griff in die Tasche und holte ihn hervor. Dabei hielt sie ihn wie ein Welpe vor ihr Gesicht.
Etwas unbeholfen strampelte ihr großer Bruder in ihren Händen rum. Ein Knurren war deutlich zu hören.
verdammt…lass das. SETZ MICH RUNTER!!! YAVANNA!!
Sie grinste ihn frech an, während sie sprach.
Ich werde dich jetzt wieder vergrößern … ich denke mal, du hast dich erholt, hm? …Danach verwandle dich bitte wieder, so kannst du dich nicht vollends ausruhen. Außerdem muss ich dir noch was zeigen, was wir von Sylcia bekommen haben … und jetzt keine Zicken mehr, verstanden?“
Er wurde schlagartig ruhig und blickte zu ihr hoch.
erholt?..ja…aber was meinst du mit zurückverwandeln? ..HIER?!...ich weiß noch nicht einmal, ob es schon klappt…und vor Fremden?…ja haben dich denn alle Waldgeister verlassen!...ich mache so was nicht vor Fremden…ich kann dann meist gerade noch stehen…und so schnell hintereinander…nein
Sie setzte ihn ab und ein großer kleiner Assantal trabte auf ihn zu und schlappte ihn über die Schnauze. Isildur zuckte zurück.
isildur trabte etwas auf der stelle und als seine Schwester den Zauber gelöst hatte und er wieder seine normale Größe hatte, schnellte er vor und packte sie an ihrer Hand. Er wollte sie wenigstens dabei haben, wenn er sich wieder wandelte. Er biss nicht doll, zog sie langsam weg. Kurz ließ er sie los und stürmte kurz durch das Gasthaus um eine geeignete Stelle zu finden. Dass er damit noch mehr Aufruhr erzeugte, interessierte ihn reichlich wenig. Als er eine Nische gefunden hatte, eilte er wieder zu Yavanna und Sylcia, Vorsichtig zog er seine Schwester rückwärts gehend dorthin. Es dauerte eine Weile bis sie verstand, was er vorhatte. In der hintersten Nische und nach einiger genausten Prüfung begann er mit der Wandlung. Er hoffte inständig, dass Sylcia jetzt nicht wie Myrjala überreagieren würde.
Der silberne Wolf keuchte und sein Rücken streckte sich. Es war kein schöner Anblick, wenn sich die Muskeln und Knochen eines Wolfes wieder zu denen eines Elfen formten. Es war schmerzvoll und anstrengend. Isildur erzwang diese Verwandlung, der Wolf wollte aber bleiben- so dauerte es eine Weile.
Wie die Hymianer darauf reagieren würden, war ihm jetzt gerade egal. Seine Schwester war anwesend und diese brauchte er jetzt als Schutz.
So dauerte die Rückverwandlung etwas länger als sonst. Er war angespannt und es sah irgendwie so aus als wäre es eine Qual.
Doch dann war es geschafft. Ein recht erschöpfter Elf, hockte auf allen Vieren in einer Nische vom Gasthaus. Tief und schwer war seine Atmung, doch wieder elfisch. In seinem dunklen Haar waren wieder mehr silberne Strähnen zu sehen. Erschöpft erhob er sich.
„Geschaft!...wo ist Myrjala?“ waren die ersten Worte die er sprach.

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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Erzähler » Sonntag 23. Mai 2010, 15:48

Yavanna darf sich folgende Gegenstände zu ihrer Ausrüstung dazuschreiben:
  • 15 Samen hymlianischer Pflanzen (Wolken-Efeu, Blumen etc.) nach Belieben
  • 6 Sätze hymlianischer Kleidung


Eine hymlianische Taverne unterschied sich immens von einer übriger Menschenvölker. Nicht nur, dass das Volk der Wolken offene Räume mit hohen Fenstern und glaslosen Bögen bevorzugte, durch die jederzeit eine laue Brise wehen und das Gemüt erfrischen konnte, sie gingen auch anders mit Besuchern um.
So schaute niemand neugierig oder verwundert, dass dem elfischen Gast ein kleiner Drache folgte. Assatal tapste Yavanna hinterher, schnupperte, lief ein paar Mal um den Tisch herum und blickte mit einer Mischung aus Neugier und Scheu zu den übrigen Anwesenden der Taverne auf. Die Hymlianer lächelten. Drachen waren ihnen nicht unbekannt, obgleich sie lange Zeit verschwunden zu sein gewesen schienen.
Neugieriger lugten einige von ihnen allerdings, als Yavanna plötzlich einen kleinen Wolf aus ihrer Tasche zauberte. Pelzwesen waren den meisten Menschen der Himmelsstadt fremd und so besaß Isildur ungewollte Aufmerksamkeit vieler.

Gerade, als sich eine der überaus luftig gekleideten Hymlianerinnen mit einem freundlichen Lächeln näherte - es handelte sich um eine Schankmagd, die die Bestellung aufnehmen wollte - huschte Isildur von seinem Platz aus davon und durch die Stube. Assatal guckte ganz verdutzt, er hatte eben doch noch ein liebes Küsschen verteilt. Der kleine Drache streckte aufgeregt die kurzen Flügelchen aus und verkroch sich dann hinter Yavannas Bein. Sein Versteck sollte nicht von Dauer bleiben.
Zunächst aber wetzte der Elf in Wolfsgestalt durch den Raum und suchte eine passende Ecke, in der er sich zu einer Verwandlung würde durchringen können. Dass er dabei die volle Aufmerksamkeit aller Hymlianer auf sich zog, bemerkte er im ersten Augenblick wohl nicht. Doch die Himmelsmenschen starrten. Viele waren überrascht von dem plötzlichen - wenn auch geringfügigen - Aufruhr, der Rest schaute fasziniert auf das Tierwesen, dem sie nicht einmal einen Namen zuordnen konnten. Aber er war schön und die Sonnenstrahlen, welche in die leuchtende Wolke fielen, brachten sein Fell zum Glänzen.

Endlich fand Isildur eine Nische, kehrte daraufhin zu Yavanna und Sylcia an den Tisch zurück, um seine Schwester zu holen. Die Schankmagd war derweil ebenfalls dort eingetroffen, streichelte Assatal am Kopf und blickte so neugierig auf Isildur, dass sie ganz vergaß, nach den Wünschen der Gäste zu fragen.
Schon sorgte der Wolf dafür, dass seine Schwester ihm folgte. Sylcia überlegte noch, ob auch sie aufstehen sollte, blieb dann aber sitzen. Sie widmete sich der Schankmagd. "Ich weiß jetzt nicht, was meine Gefährten trinken wollen und wann ihre Schwester hier eintrifft, aber vielleicht bringst du uns allen einfach Griespudding mit leckerem Früchtesirup und dazu hymlianischen Apfelsaft. Das ganze bitte vier Mal."
Die Schankfrau nickte, schaute aber wieder zu der Nische, in die Isildur und Yavanna verschwunden waren. Assatal lugte ebenfalls dorthin. Er stieß ein drachisches Winseln aus, wollte, dass Yavanna zu ihm zurückkehrte. Andere Hymlianer guckten weiterhin voller Neugier.

Als ein Keuchen und angestrengtes Ächzen aus der Ecke kam, wandelte sich Neugier in Sorge. Da stand auch Sylcia auf und schlich vorsichtig zu Yavanna hin. Sie sah eben noch, wie sich Wolfspelz zurückzog, Blick auf nackte Haut freigab und silberne Strähnen in einer Mähne elfisches Haares aufblitzten.
Schon drehte sie den Kopf der Schankmagd zu. "Kannst du eine Decke und noch etwas Wasser bringen, bitte?" Die Hymlianerin reagierte schnell. Sofort brachte sie das Gewünschte. Die Decke bestand aus Wolkenfasern, besaß auch Wolken als aufgesticktes Muster und würde Isildur warm halten.
"Alles in Ordnung mit dir?", wandte sich Sylcia, die Decke weiterreichend direkt an den Elfen. "Vielleicht setzen wir uns alle einfach an den Tisch. Kannst du denn gehen?"
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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Donnerstag 27. Mai 2010, 21:08

Hier in der Leuchtenden Wolke war es wirklich schön. Alleine schon von draußen, war dieses Gasthaus etwas vollkommen anderes, wie diese dunklen Häuser der Menschen, wo sich immer alle betrinken mussten. Mit das Schönste, neben der Inneneinrichtung war, dass es hier leise und friedlich zuging. Keiner lärmte, pöbelte oder rief Yavanna und ihrem Bruder einen dummen Spruch hinterher, auch wenn die Hummelmenschen neugieriger und länger aus der Wäsche guckten. Aber das war Yavanna egal, dass konnte sie übersehen, im Gegensatz zu ihrem Bruder, der schon wieder schlechte Laune hätte, wenn ihm das aufgefallen wäre.
Isildur hatte erst einmal anderes vor, was, das war Yavanna noch nicht ganz klar. Er wehrte sich nicht einmal gegen Assatals feuchte Küsse, sondern sah sich nur sehr hektisch in der Taverne um. Es dauerte ja auch gar nicht lange, da hatte Isildur wieder seine Ausgangsgröße in Wolfsgestalt und wie immer, musste er sich zuerst recken und strecken und vor allen schütteln. Entweder, weil sein Fell in Unordnung war oder aber, damit seine Muskeln nicht mehr schmerzen mussten.
Entgegen ihren Erwartungen, verwandelte ihr Bruder sich aber nicht sofort zurück. Isildur kam auf sie zu und schnappte vorsichtig nach ihrem handgelenk. Da er keine Anstalten machte, es loszulassen, gab sie seinem Drängen nach und folgte ihm.

Wo will er denn hin? … Was hat er denn schon wieder?
Fragend dreinschauend und neugierig, ließ sie sich von ihm durch die Taverne führen.
Fast inmitten der Taverne blieb er stehen, ließ sie los und flitzt dann wie ein wild gewordenes Karnickel durch alle Stühle und Tische, an den Wänden entlang und schaute in jede Ecke.
Yavanna dagegen, stand immer noch ziemlich verwirrt und ratlos in der Raummitte.
Sie versuchte einfach ihren Bruder nicht aus den Augen zu verlieren und bangte das eine oder andere darum, dass er das Mobiliar nicht zerstörten würde. Das würde nämlich bedeuten, dass er es erneuern müsste und da keiner Metall dabei hatte, müsste er selber ran und die Sitzgelegenheiten wieder herstellen und dazu hatte er garantiert keine Lust, mal davon abgesehen, dass sie hier nur ungefähr zweit tage hatten, bis sie wieder weiter wollten.
Isildurs komischer Wahn dauerte nicht einmal zwei Minuten an, bis er wieder aus sie zu sprintete, erneut am Handgelenk „schnappte“ und sie mit in die hinterste Ecke zog.
Dort drängte er sich rückwärts hinein und duckt sich etwas, Yavanna stand hingegen direkt vor ihm.

Hm, ich glaube, ich kann mir denken, was er vorhat …aber warum hier?
Yavanna hatte richtig gedacht, ein paar Sekunden später begann Isildur auch schon damit, sich zurück zu verwandeln, nicht unbedingt ein schöner Anblick.

Na toll und ich soll mir das angucken? …ihhhh
Yavanna schüttelte sich und dreht sich vorsichtshalber lieber um. Sie mochte solche Verwandlungen nicht und musste dabei auch nicht unbedingt zugucken. Ihr war es so oder so ein Rätsel, warum ihr Bruder das immer freiwillig mit sich machte und diese ganzen Schmerzen ertrug. Ihr Bruder war noch recht leise, wie er seinen Schmerzen Ausdruck verlieh, meistens nutzte er die Schmerzwellen und projizierte sie in Wut um, irgendwie so hatte er es seinen Schwestern mal erklärt. Yavanna jedenfalls mochte das nicht länger mit anhören und hielt sich die Ohren zu, während sie leise etwas summte.
Nach ein paar Minuten drehte sie sich test weise noch mit zugedrückten Ohren zu ihrem Bruder um. Die Rückverwandlung hatte geklappt und nun hockte ihr Bruder erschöpft am Boden. Yavanna hörte ihn schwer atmen und sein Kopf war noch in Richtung Boden geneigt.
Sie nahm ihre Finger von den Ohren und strich ihrem Bruder über den Kopf.

„Ui ui ui …da mach dich mal auf was gefasst Brüderchen …. das wird viel Arbeit, die Strähnen zu färben und da wirst du nicht drum herum kommen. Am besten machen wir das heute Nacht.“
Mit einem Grinsen, umfasste sie sein Gesicht und zog seinen Kopf vorsichtig hoch, so dass er sie anschaute.
„Na, erschöpft? …Du weißt ja, geschieht dir eigentlich recht? … Hast du noch Schmerzen?“
Anstatt auf ihre ehrlich besorgten Fragen zu antworten, spannte er nur seine Muskeln an und fragte verärgert nach Myrjala … ungläubig sah Yavanna ihren Bruder an.

„Ignorierst du mich? …pü!“ Sie streckte ihm noch mal gepflegt die Zunge heraus, drahte sich auf dem Absatz um und wollte hoch erhobenen Hauptes zu Sylcia zurück laufen.
Diese hatte sich aber in der Zwischnezeit ebenfalls in die Nähe der Nische begeben und so hätte yavanna sie beinahe umgerannt. Sie konnte gerade noch vor sylcia stoppen.

„Oh du hier … tut leid, dich fast übersehen … Oh, du haben Decke besorgt? … Du sie kannst Assatal geben …er Decken gut findet … Isildur nicht brauchen, er blöd.“
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren lief Yavanna betont gerade und den Kopf halb in den Nacken gelegt zu ihrem Platz zurück, dass hatte sie sich damals von Calladreth beibringen lassen und sie wusste, wie sehr ihr Bruder das hasste. Aber wenn er immer der Meinung war, sie übergehen zu müssen, dann hatte sie schon Methoden dagegen entwickelt.
Wieder am Tisch angekommen, setzt sie sich hin und streichelte zuerst einmal Assatal, der schnurstracks zwischen ihre Beine geflitzt kam. Na gut, soweit er eben zwischen ihre Beine und unter den Stuhl passte. Er wedelte ganz aufgeregt mit dem Schwanz und winselte fast wie ein kleiner Welpe. Wie Yavannas Hände nach unten kamen, schlabberte er sie auch noch ab, ihre ganze Aufmerksamkeit galt wieder Assatal.

„Oh je mein Kleiner, was ist denn? … Hast du angst gehabt? …Ich war doch nicht weit weg. Wenn dir das das nächste Mal nicht gefällt, dann kommst du eben hinterher, in Ordnung?“
Yavanna brauchte keine Antwort von ihrem kleinen Drachen, um zu er kennen, dass er sie verstanden hatte, denn im Gegensatz zu Derat, war Assatal fähig dazu, seine Aufmerksamkeit bei einer Sache zu lassen und ließ sich nicht ständig ablenken. Der kleine Drache kam wieder unter dem Stuhl hervor gekrabbelt und hüpfte auf die Bank, die zwischen Sylcias Platz und ihr an der Wand war. So hatte Assatal einen erhöhten Sitz, wie er Isildur erblickte, gab er freudige, fiependen gurrende und grollende Geräusche von sich.

„Ich weiß, dass er da drüben ist …er ist richtig blöd.“
Yavanna strich Assatal noch mal über die Schnauze und wandte sich dann dem Inhalt ihres Beutels zu. Assatal war natürlich wieder richtig neugierig und ihn wurmte es, dass er jetzt nicht im Beutel war und die ganzen neuen Sachen selber untersuchen konnte.
So versuchte er einfach seine Schnauze in den Beutel zu schieben, auch wenn er darin so nichts sah, versuchte er es dennoch, er war halt noch ein Kleinkind.
Yavanna musste darüber wie immer lachen, sie konnte ihm halt nicht böse sein, was ja in diesem Fall auch gar nicht nötig war.

„Warte, ich zeig dir, was ich bekommen habe … tadaaaa …grüne Garnrollen.“
Freudig hielt sie ihm die großen Rollen entgegen und Assatal beschnüffelte diese ganz aufgeregt.
„Sind das nicht schöne Farben? … ich weiß zwar noch nicht, was genau ich damit verzieren werde, aber wir haben ja genug dabei … hm, möchtest du ein paar Verzierungen auf deine Decke haben? … ja, das wird hübsch aussehen.“
Assatal hörte genau zu, was seine Ziehmama ihm da vorschlug und nickt ganz eifrig mit seinem Köpfen, um ihr sein Einverständnis zu bekunden. Vor lauter Vorfreude, wedelte er wieder ganz aufgeregt mit seinem Schwanz hin und her, dass er gegen das Mobiliar schlug und jedes Mal einen feinen Klag erzeugte.
Vorsichtig verstaute Yavanna die feinen Garnrollen wieder im Beutel. Damit das Garn sich nicht aufribbelte oder schäbig wurde, bedeckte sie es mit Assatals Schlaftüchern.

„Warte, ich zeige dir noch ein paar Sachen, die ich hier vorhin in der Hummelstadt gefunden habe ….“ Jetzt war Yavanna wieder überglücklich und der Ärger über ihren Bruder schon wieder vollkommen vergessen. Vorsichtig holte sie drei Beutel mit ihren kostbarsten Schätzen hervor, die sie besaß. Die Umhängetasche und zwei der Beutel legte sie vor sich auf den Tisch, den Dritten zog sie vorsichtig an der ledernen Schnur auf. Äußerst vorsichtig griff sie mit ihren schlanken Fingern hinein und holte ein paar Samen hervor.

„Sieh nur, … ich weiß, jetzt gerade kann man ihre schöne Pracht nicht erkennen, aber das werden wunderschöne Blumen …“
Yavanna schob ihre Hand mit den Samen genau vor seine Augen. Das er mit diesen Samen nichts anfangen konnte, war klar, aber wenn sie ihm bald erklärte, welche Blumen daraus wachsen würden, wusste er sehr genau, wie sie aussahen. Immerhin hatte sie ihm erst im letzten Sonnenlauf die Blumen und Pflanzen erklärt. Bei den Kräutern konnte Assatal auch nicht mehr an sich halten und hat von allen etwas probiert, auch wenn er das gar nicht musste.
Er hatte nämlich die Mutter des Geschwistertrios immer dabei beobachtet, wie diese um die zelte herum lief und irgendwelche Pflanzen abschnitt, nur um diese dann dem Essen beizugeben. Jetzt aber, macht Yavanna sich erstmal daran, ihm zu erklären, um welche Blumen es sich dabei handelte.

„Aus den Samen hier wächst Akelei … du weist schon, meine Lieblingsblume und ich glaube, die drei Arten werden in violett, blau und dunkelrot blühen und darauf freue ich mich schon, dass diese dann auch im Winter blühen. Nicht so kräftig wie ihre Sommerverwandten, aber nichts desto Trotz genauso schön … und dann noch Samen der Ballonblume, sie ähnelt der Glockenblume“
Yavanna strahlte über das ganze Gesicht und ihr kleiner Drache teilte ihre Freude. Bevor sie die Samen wieder in den Beutel zurücklegte, kam ihr die Idee, kleine Tüten aus Papier zu falten. So griff Yavanna in den geräumigen Beutel und suchte nach zwei Bögen Papier. Diese fischte sie heraus und riss die Blätter in vier Teile, die sie dann faltete und die Samen dort hinein legte. Dann verschwanden diese dünnen Briefchen wieder im dazugehörigen Beutel.
Den zweiten Beutel, den Yavanna öffnete, der enthielt die Wurzelballen. Nachdem Yavanna die neuen herausgeholt hatte, vergrub Assatal seine Nase in der Erde und musste daraufhin kräftig Niesen, sie quittierte dies mit einem hellen Lachen.

„Dies hier sind Wurzelballen der Wollblume …in weiß … aber ich schätze mal, statt „Wolle“ werden daran wohl Wolkenfetzen wachsen …. das wird toll aussehen, wenn sie durch den Schnee bricht und dann die Wolkenblüten über dem Schnee tanzen … aber dann nicht abhappsen …dann kannst du ja auch die Schneeflocken jagen.“ Bedächtig lauschte Assatal ihren Ausführungen und nickte eifrig mit dem Kopf, wie seine Mama ihm verbot, die Blüten abzuknabbern … ja, auch Drachen hatten einen Sinn für Schönes.
Auch diesen Ballen verstaute sie wieder vorsichtig im Beutel und zog dann den Dritten zu sich.
„In diesem hier, befinden sich Ableger von Pflanzen drinnen, mit denen müssen wir ganz besonders vorsichtig sein, damit sich nicht kaputt gehen, sie sind wirklich sehr empfindlich. Fast wie ein rohes Ei in ihren Händen, hielt Yavanna vorsichtig die Ableger.
„ … und die Erde müssen wir immer ein bisschen feucht halten, damit der Ableger nicht vertrocknet, aber nicht zu nass … das hier ist einmal Wolken-Efeu … richtig hübsch, er leuchtet zart grün und so wie ich das erkennen konnte, ist er nicht so aggressiv wie sein Verwandter im Wald. Das wäre wirklich toll, dann würde er hier die Bäume nicht zerstören.
Der andere Ableger ist von der Schaumblüte, sie wächst ziemlich niedrig, hat Blätter, die dem Ahorn ähneln und aus der Mitte wachsen mehrer dünne Stängel empor, an denen sich dann die Blüten bilden, in weiß und sie haben wirklich Ähnlichkeit mit Schaum … hm, du kennst gar keinen Schaum, oder? …dann muss ich dir das nächste Mal beim Baden Schaum zeigen.
… Ich glaube, die Blume macht sich zwischen den violetten Akelei gut …schauen wir mal.“

Sie bettete die Ableger zwischen Stoffstreifen und zog die Schnur wieder vorsichtig zu. Nahm die drei Beutel und verstaute diese in ihrer Umhängetasche.
„Siehst du, schon wieder hast du etwas gelernt über Pflanzen … das freu mich, dass dich das interessiert, ist aber auch nicht schlimm, wenn du es nicht behältst …“
Yavanna schlang die Arme um ihren kleinen und gab ihm einen dicken Schmatzer auf die Nase.
„Aber leider … mein Kleiner, darfst du die ganzen Pflanzen nicht fressen, hörst du? … die sind alle leicht giftig und verursachen dir ordentliche Bauchschmerzen.“
Sie wusste zwar nicht, ob sich das bei Drachen genauso verhielt, aber sie wäre ihrer Ansicht nach eine schlechte Ziehmama, würde sie ihren Kleinen nicht darauf hinweisen.
Kurz nachdem sie alles eingepackt hatte, kam auch schon eine Schankmagd und brachte die von Sylcia bestellten Sachen.

„Oh, danke … ähm… sehr … ähm … er kann bekommen Schnee?“, fragend und mit leicht entschuldigendem Blick sah sie die freundliche Hummelfrau an.

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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 30. Mai 2010, 12:04

Isildur war noch so innerlich mit der Rückverwandlung beschäftigt, dass er Yavanna nicht mal richtig antwortete. Oft kam es nach einer Rückverwandlung dabei vor, dass er danach nach irgendetwas fragte oder aussprach, was ihm während seiner Zeit als Wolf durch den Kopf ging. Dadurch passte seine Antwort oft nicht, zudem was er dann gleich nach einer Wandlung sagte.
So was war eigentlich nie mit Absicht geschehen.
Yavanna sah es aber wohl anders.
Oder sie hatte es wieder vergessen. Jedenfalls wandte sie sich schlagartig um und ging Richtung Tisch.
„ Was?...nein…ich ignorier dich nicht…“ Isildur seufzte genervt auf.
Was hat sie denn jetzt schon wieder?...ach ja, sie hatte mich so einiges gefragt…man merkt, dass sie eine Wandlung nicht oft mitbekam…Oh, jetzt macht sie auf Calladreth….sie weiß genau, dass es nicht zur ihr passt..
Dann sah er Sylcia an, die ihn eine Decke gereicht hatte. Wieder seufzte er auf. Vor Fremden sich zu wandeln machte er eigentlich gar nicht. „ Danke…es geht aber“ Seine Stimme war noch immer rau und hatte einen leicht knurrenden Unterton, doch der würde sich schnell wieder geben. Er nahm die Decke und rieb sie zwischen den Fingern, weich war sie und kleine Wolken darauf. Skeptisch zog er eine Augenbraue hoch.
Sie schien ihn aber wohl wärmen zu sollen. Und frieren tat er nach so einer Anstrengung meistens. Isildur war sowie so erstaunt, dass zwei recht schnell aufeinander folgende Verwandlungen ohne weit reichende Schäden geklappt hatte. Jedenfalls merkte er keine- abgesehen von den vermehrten silbernen Strähnen.
scheint ja besser zu klappen, als mir bewusst war….ich denke, ich habe es inzwischen unter Kontrolle
Ein dunkles Knurren war zu hören. Isildurs Magen.
Ein fast verlegenes Lächeln huschte über sein Gesicht als er sich die Decke umlegte. Seine Beine zitterten leicht, jedoch nicht so, dass er nicht bis zum Tisch kommen würde.
Dann merkte er es. Eigentlich wollte er gerade, eine silberne Strähne nach hinten streichen, als ihm die Blicke auffielen. Und das waren nicht wenige. Es sah so aus als würde das Ganze Gasthaus ihn verwundert anstarren.
Isildur war eigentlich nicht der Typ Elf dem etwas peinlich war, jedoch machte sich ein flaues Gefühl breit. Er zog die Decke enger um sich, auch wenn sie farblich absolut nicht zu ihm passte, und griff Sylcia an der Hand.
„ Gehen wir zum Tisch!“
Auf den Weg zum Tisch, drehte er sich zu Sylcia um. Er brauchte sie wohl nicht mehr zu ermahnen, dass sie nichts weitererzählen solle. Er selber hatte ja dafür gesorgt, dass das ganze Wirtshaus seine Fähigkeit mitbekam. Innerlich konnte Isildur sich dafür eine verpassen. Er war sonst immer jemand gewesen, der übervorsichtig war und dann das.
Hast du wirklich toll gemacht! ...Wieso laufe ich demnächst nicht in die nächste Stadt und verwandle mich dort…
„ Sylcia, wo ist Myrjala….und wo ist mein Bogen?“
Der Bogen war für Isildur etwas besonders. Er ließ ihn ungern irgendwo liegen. Doch wenn er ihn verloren hatte, dann wäre er selber schuld.
Am Tisch angekommen, nahm er auf einen der Stühle platz. Neugierig beschaute sich Isildur das Essen und probierte die Speise.
Yavanna saß schon dort. Sie schien ihn nicht zu beachten. Doch das war wohl diesmal keine Absicht von ihr. Sich um ihren kleinen Drachen zu kümmern war etwas, dass sie sehr wichtig nahm. Und dabei holte sie immer neue Pflanzensetzlinge aus der Tasche. Isildur wusste, dass sie vollkommen darin aufging. Er hatte so was schon so oft gehört. Er lächelte liebevoll seine kleine Schwester an.
Dann besann er sich, dass Sylcia nichts von dem verstand, was sie da erzählte. Isildur war zwar kein großer Redner, doch versuchte er ihr etwas davon mitzuteilen. dabei sprach isildur recht leise, als wolle er seine Schwester nicht unterbrechen.
„ Sie erzählt ihrem Drachen, was für Pflanzen sie hat, welche Art es wird und wie sie aussehen werden…ich glaube, die hat sie alle hier gefunden…die Samen scheinen , die ihrer Lieblingsblume, der Akelei zu sein. Man sieht ja, wie sie strahlt…habt ihr hier auch etwas Fleisch?“ Er sah Sylcia an. Was sie bestellt hatte war, zwar sehr lecker, doch für einen ausgewachsenen Krieger, der sowieso zuviel Energie bei einer Wandlung verbraucht hatte, reichte es nicht. Was sein Magen auch laut bekundigte. Die Speise roch sehr lecker und schmeckte auch sehr gut, jedoch empfand Isildur dies eher als Nachtisch. Er schob das Essen beiseite.
Isildur war schon immer ein guter Esser gewesen, wie fast alle Krieger in seiner Heimat, doch seit der Sache mit dem Wolf aß er sogar noch mehr und besonders gerne Fleisch.
„…das sind Wurzelballen der Wollblume. Yavanna vermutet, dass sie eher wohl Wolkenfetzen anstatt Wolle als Blüte tragen wird…“ Man hörte deutlich raus, dass er wusste wie man etwas lehrte. Immerhin trainierte Isildur in seinem Heimatdorf die jungen Elfen ebenfalls. Er sah dabei immer wieder zwischen seiner Schwester und Sylcia hin und her, ob auch alles verstanden wurde.
„…das wird Wolken-Efeu..und dies wird wohl mal eine Schaumblüte….was erzähl ich dir da eigentlich, du kennst die Pflanzen wahrscheinlich sowieso…jedenfalls sollte man die Pflanzen seiner Heimat kennen, damit man weiß, welche Giftig sind…“
Damit beendete Isildur seine Erklärungen und atmete tief durch. Sein Körper war noch immer an frieren, da half auch nicht, wenn man sich ablenkte.
zeitgleich bestellte Yavanna für ihren kleinen Drachen etwas Schnee. Isildur wusste unwillkürlich lächeln.
" Yavanna, wo sollen die denn Schnee bekommen?..."
Dabei strich Isildur Assatal über seinen Kopf. Diesen Drachen mochte er wesentlich lieber als Derat. Auch wenn er noch recht jung war und Yavanna nun mal keine Drachenmutter ist. Aber egal wie oft er sowas gesagte, ignorierten seine Schwester ihn.

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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Erzähler » Dienstag 1. Juni 2010, 12:34

Sylcia schaute Yavanna nach, die stolz wie eine Königin und offenbar beleidigt zum Tisch zurückkehrte, wo sie ein freudiger Assatal Schwanz wedelnd in Empfang nahm. "Ich finde ihn gar nicht blöd", murmelte die Hymlianerin und drehte sich zu Isildur um, damit er endlich seine Decke erhielt. Für den Drachen würde sie schon noch eine auftreiben, falls die Schankfrau der Leuchtenden Wolke nicht ohnehin selbst darauf kam. Hier im Wirthaus war schließlich niemand blöd - auch nicht Isildur, wie Sylcia fand.
Scheu lächelte sie ihm entgegen, doch dieser Ausdruck schwand, als der noch etwas erschöpft wirkende Elf nach Myrjala und seinem Bogen fragte. Wenigstens konnte er aufstehen. Und hungrig schien er, deutete Sylcia sein Magenknurren richtig. Sie konnte nicht die Augen von ihm lassen. Allein schon, dass sich Isildur in einen Wolf verwandeln konnte, faszinierte sie, aber die Rückwandlung - für viele als unangenehm empfunden - versetzte die Hymlianerin in eine träumerische Stimmung. Wie wundervoll musste es sein, die Welt aus der Sicht eines Tieres zu sehen und zu verstehen.
Auch die übrigen Gäste der Schänke musterten Isildur mit neugierigen Blicken. Dieser Elf war schon ein ganz besonderer Gast. Einige tuschelten leise miteinander, doch kein negatives Wort kam über ihre Lippen. Sie fragten sich nur, ob alle Wesen des Bodens zu solch Zauberei in der Lage waren. Isildur sorgte für reichlich Gesprächsstoff, vor allem aber für neue Träume und Hymlianer träumten gern, selbst am Tag.

"Myrjala wird sicher gleich nachkommen und ich glaube kaum, dass sie den Bogen vergisst. Ansonsten hat sich Helior bestimmt darum gekümmert. Der Bogen geht in jedem Fall nicht verloren. Da kannst du mir vertrau.... oh." Sylcia wurde warm und sie spürte die aufsteigende Hitze in ihre Wangen kriechen. Sicherlich leuchtete sie jetzt ganz rot, doch das Gefühl war ein angenehmes. Ebenso wie die große Hand Isildurs, die sich um ihre Finger schloss. Was der Elf in ihr auslöste, schien ihm vermutlich nicht einmal bewusst, aber Sylcia tänzelte beschwingt und nun schweigend mit ihm zum Tisch zurück.
Yavanna hatte sich dort bereits in fanatischer Vorfreude über ihren baldigen Wolkenpflanzengarten mit Assatal in ein lyrinthisches Gespräch vertieft. Der Drache verstand sie, Drachen waren sehr intelligente und sprachbegabte Wesen. Er nickte immer wieder mit dem Kopf. Was ihm seine Ziehmutter zu erzählen hatte, fand er grundsätzlich toll. Doch interessanterweise konnte sich der kleine Assatal für Pflanzen und deren Anbau fast ebenso stark begeistern wie Yavanna. Seine geschlitzten Augen leuchteten und neugierig schnupperte er an den verschiedenen Samen und Wurzelballen. Einmal gab er gar ein zustimmendes Krächzen von sich, dass es das Geschirr auf dem Tisch zum Klirren brachte. Die Hymlianer ringsum lächelten daraufhin. Sie mochten drachische Gesellschaft, vor allem, wenn diese Gesellschaft klein genug war, sie sogar in ihrem Treffpunkt, dem Gasthaus, zu besuchen.

Sylcia setzte sich neben Isildur. Sie musterte die Samen, die Yavanna vor sich ausgebreitet hatte - jedoch nur kurz. Erstens kannte sie die Pflanzen wirklich, wenngleich auch nicht so gut wie die Elfe - Sylcia faszinierten Pegasi und die Fliegerei mehr als Gartenarbeit - und zweitens lag ihr Fokus deutlich mehr auf dem Bruder der Elfe.
Die Hymlianerin erhaschte immer wieder einen flüchtigen Blick auf Isildur. Sie betrachtete sich dessen Ohren, Nase und die neuen Silbersträhnen genauer. Leise murmelte sie, als er ihr gerade nicht das Gespräch zwischen Yavanna und Assatal erläuterte: "Deine Haare sehen aus wie silberne Wolkenfäden, die sich durch weiche Erde ziehen. Sieht sehr schön aus." Die Hymlianerin hatte es definitiv erwischt, aber so achtete sie auch auf jede Kleinigkeit, die Isildurs Körper von ihm preis gab. Sein Frösteln bemerkte sie als einzige. Die Decke genügte ihm nicht. Sofort versteifte sich Sylcia. Sollte sie? Traute sie sich? Aber Isildur hatte auch ihre Hand einfach so genommen. Sicherlich hatte er nichts dagegen, wenn sie ... und schon lehnte ihr Kopf an seinem Arm. Sylcia hatte sich einfach an ihn heran gekuschelt. Vermutlich würde die Hitze in ihren Wangen ausreichen, Isildur zum Schwitzen zu bringen, so glaubte sie. Auch schlug ihr Herz ihrer Meinung nach viel zu laut, das störte bestimmt!
Sie schloss die Augen, um sich in einen Tagtraum zu retten, in dem es dem Elfen nichts ausmachte. Ein Traum, in dem sie gemeinsam Wölfe sein konnten mit Pegasusschwingen und spielerisch wie Derat am Himmel entlang zogen. Sie seufzte selig.

"Wir auch Fleisch", beantwortete die Schankmagd unterdessen Isildurs Frage. "Wir aber leider keinen Schnee", fügte sie an Yavanna gewandt hinzu. Sylcia war im Moment zu abwesend, um auf beide reagieren zu können. Man sah ihr allerdings an, wie gut es ihr an der Seite des Elfen erging. Sie lächelte mit geschlossenen Augen und ihre Wangen schimmerten rosig.
"Vogelfleisch?", hakte die Schankmagd nach, erwartete aber keine Antwort. Etwas Anderes würde Isildur hier oben nicht bekommen. Pelztiere der Wälder kannten die Hymlianer als Speise genauso wenig wie beispielsweise Fisch. Sie ernährten sich vom Anbau ihrer Gärten, ab und zu vom Tausch mit den Bodenbewohnern und von Flugtieren, die ihre Reiter jagten.
Sie verschwand kurz in einem Hinterzimmer, kehrte aber alsbald zurück und servierte dem hungrigen Krieger eine gebratene Wildgans. Außerdem stellte sie zwei kleine Schalen auf der Bank bei Assatal ab. In der einen wartete eine gerupfte und angebratene Taube auf den Drachen, in der anderen schwappte Wasser.
"Leider kein Schnee", wiederholte die Schankfrau bedauernd.
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 6. Juni 2010, 18:11

Isildur bemerkte erst nicht, dass sich da eine junge hochverliebte Hymlianerin an ihn kuschelte. Seine Aufmerksamkeit galt im Moment seiner Schwester, die ihn wohl nicht mitbekommen hatte und der Schankmagd.
„ Vogelfleisch ?..ist in Ordnung…“ doch das hörte die Magd wohl nicht mehr. Isildur sah ihr noch kurz nach. Irgendwie störte es ihn, dass er beobachtet wurde. Ja, dieses Volk hatte bestimmt nie Elfen gesehen, geschweige denn, welche die sich verwandeln konnten.
Er setzte sich etwas bequemer hin, als er Sylcia an seinen Arm gelehnt bemerkte. Sie lächelte selig. Und den Ausdruck kannte er nur zu gut, wie Yavanna bei Calladreth war.
Die hat sich doch nicht in mich… na toll!“ Isildur seufzte und verdrehte kurz die Augen.
Deswegen hatte sie vorhin so was seltsames über mein Haar gemurmelt. …autsch!“ Isildur zuckte kurz zusammen. Sein Bein schmerzte. Die Stelle, die sich immer wieder bemerkbar machte, wenn er seinem Körper zu viel zumutete.
Das alles schien seine Schwester jedenfalls nicht mit zubekommen. Er fasste sich an die Stirn.
Ein Wunder, dass sie im Wald immer alles gut überstanden hatte… sie ist völlig abwesend, wahrscheinlich liegt es an ihrem Wolf, dass ihr nie etwas geschah… aber angeblich immer auf alles gefasst.
„ Yavanna?…hallo, ich hatte mir dir geredet. Du bist ja völlig abwesend.“ sprach er sie etwas lauter an.
Gerade in diesem Moment kam das Essen. Isildur nickte der Magd zu. Das gebrachte Essen entsprach eher seinen Geschmack. Er bewegte sich, was wohl Sylcia wieder etwas wachrütteln könnte, damit er besser die Hände frei hatte. Besteck kannte Isildur nicht wirklich. Und Fleisch aß man doch mit den Händen.
Außerdem war es bei ihnen nicht üblich, alles so klein zu schneiden, dass man es nicht mehr mit den Fingern Essen konnte.
Einmal hatte er bei Calladreths´ Verwandten gegessen und die hatten alles so klein geschnitten, dass man es nicht mal mehr erkennen konnte. Und es lag massenhaft an verschiedenem Besteck daneben. Isildur war damals ziemlich frustriert aufgestanden und hatte sich was anderes besorgt.
Angeblich sollte es vornehmen aussehen. Doch wen wollte man ihm Wald damit beeindrucken, die Bäume?
Dadurch ließ er es achtlos liegen. Dabei sah er jedoch zu Sylcia.
Jetzt konnte er sie mal genauer betrachten.
Sie war zwar keine Elfe, aber sehr hübsch. Sie erinnerte ihn zeitweilig an Myrjala, doch gerade im Moment nicht.
Eine Affäre konnte er sich wohl bei ihr vorstellen- aber mehr?
Was die körperliche Lust betraf, spürte Isildur das Verlangen schon.
Lag es noch am Wolf?
Oder weil es etwas länger bei ihm her war?
Isildur war eingefleischter Junggeselle. Für Beziehungen hatte er keine Zeit und die Richtige war noch nicht dabei. Isildur war ein Elf, der lieber bei den großen waldelfischen Festen seinen Gelüsten nachgab, als sich zu binden. Auf den Festen traf man sich und wenn man wollte, vergnügte man sich. Für Menschen konnte es zeitweilig wie ein wilde Orgie aussehen. Für Elfen war es etwas ganz natürliches, ihre Sexualität frei auszuleben.
Aber jetzt war eindeutig nicht die Zeit für so was.
So stürzte er sich erstmal auf sein Essen, blickte dann auf zu seiner Schwester und Assatal. Ihr kleiner Assatal saß vor dem gebrachten Vogel und stupste diesen an. Yavanna sah allgemein unglücklich aus. Doch das war sie immer, wenn ihr ein totes Tier vor die Nase gestellt wurde. Sie schluckte ziemlich mitleidig, schien aber auch verwundert weshalb ihr kleiner Assatal nicht fraß.
Isildur, der seine Wildgans inzwischen fast komplett runtergeschlungen hatte, stoppte und sah zu ihr.
„ Er frisst nicht, weil es gebraten ist- wenn auch nur leicht. Es muss roh sein, Yavanna. Lass dir ein Rohes bringen und mir au.. MIR gibst du noch die Taube“ Er lächelte sie an.
nein…du wirst jetzt nichts Rohes essen…vergiß nicht, du bist ein Elf…
Innerlich war Isildur bewusst, dass ihm selber gerade nach etwas Rohem war. Der Wolf in ihm verlangte es. Mit der halbgebratenen Taube konnte er diesen Drang wenigstens etwas entgegenwirken. So hoffte er.
„ Ach …ähm…könntest du mir noch etwas zur geistigen Reinigung geben?…und ein Mittel gegen Schmerzen, wenn du aber nichts mehr hast, ist auch in Ordnung…mein Bein schmerzt etwas“ Eigentlich passte es Isildur gar nicht, dass er sie fragen musste. Doch er hatte noch weniger Lust, durch diese Stadt zu humpeln. Yavanna kannte die Situation mit seinem Bein und würde bestimmt nichts dagegen sagen.

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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Montag 7. Juni 2010, 21:11

Yavanna war wirklich voll und ganz in der Materie vertieft und hatte weder mitbekommen, dass isildur und Sylcia zum Tisch zurückkamen, noch das die Schankmagd Essen gebracht hatte. Für Yavanna war die Natur mit all ihren Kleinigkeiten und Details eben enorm wichtig. Ebenso wichtig war es ihr, dass ihr Kleiner wusste, womit er es im Wald und im Elfendorf zu tun bekam. ihr wurde ja damals nahe gelegt, dass silberne Drachen äußerst wissbegierig sind, fast egal um was es sich handelte. Zumindest alles was die natur betraf, in dem Punkt konnte Yavanna ihm eine gute Lehrmeisterin sein und im Gegensatz zu Derat, hörte Assatal zu und konnte es danach auch wiedergeben.
Sie war gerade bei der letzten Blume angekommen, wie Isildur sie aus ihren Ausführungen riss.
„ Yavanna?…hallo, ich hatte mir dir geredet. Du bist ja völlig abwesend.“
Vollkommen erschreckt fuhr sie herum und ließ beinahe die Wolkenblume fallen.

„Isildur … hast du mir erschreckt … du sollst so etwas nicht machen, das weißt du…“
mit einer Hand hielt sie noch die Blume, mit der andere fasste sie sich auf die Brust und atmete erstmal tief ein …so etwas machte er immer, sie glaubte schon daran, dass er das genoss, dass sie sich immer so erschrak.
Zumindest jetzt sah sie, dass die Schankmagd etwas zu essen gebracht hatte, was vermutlich isildur bestellt hatte …totes Tier … und wie Isildur sich darüber hermachte …einfach zum Gruseln. yavanna schauderte dieser Anblick wirklich sehr und natürlich musste sie sich vorstellen, welch possierliches Vögelchen das mal gewesen war, was ihr Bruder nun auseinander riss. Etwas unglücklich aus der Wäsche schauend, sah sie sich die Speisen auf dem Tisch an …selbst Assatal hatte ein totes Tier vor sich, welches er gerade beschnüffelte.
In dem fall war es ihr ja klar, dass er das brauchte, er war immerhin ein Tier und würde bald riesig sein, da brauchte er Fleisch. Zum Glück hatte sie Wolfi, er hatte Assatal bisher das Jagen beigebracht und das außerordentlich erfolgreich, sie war so richtig stolz auf Nachtschatten. Am Anfang, wie Assatal gerade einmal einen Schritt lang war, hatte sie es noch übers Herz gebracht, ihn mit rohen Fleischstücken zu füttern … diesen silbernen Kulleraugen konnte sie sich noch nie erwehren, sie wollte ja auch nicht, dass es ihrem Kleinen an irgendetwas mangelte. Die nächste Schwierigkeit in dem Punkt, würde das jagen aus der Luft sein, dass konnte sie ihm schlecht beibringen und ob sie Derat in der Sache vertraute, dessen war Yavanna sich auch nicht so sicher, auch wenn sie das derat noch gar nicht mitgeteilt hatte. ja, Myrjala würde wieder ordentliche Tränen vergießen, aber sie musste nun mal einsehen, dass Assatal im Gegensatz zu Derat nie in der Wüste jagen würde. Noch eine baldige dringende Sache, weswegen sie einen großen silbernen oder goldenen Drachen aufsuchen müsste.
Jetzt erstmal bemerkte auch sie ihren Hunger und entschied sich für die Früchte auf der Milchspeise, bis die Schankmagd vorbeikommen würde, damit sie sich etwas anderes bringen lassen konnte.
Unwillkürlich fiel ihr Blick wieder auf Assatal, der irgendwie unglücklich vor seinem Essen saß, dieses immer wieder anstuppste und kläglich fiepte …ratlos sah Yavanna ihn an.
Isildur kannte die Lösung für sein Problem.
„Er frisst nicht, weil es gebraten ist- wenn auch nur leicht. Es muss roh sein, Yavanna. Lass dir ein Rohes bringen und mir au… MIR gibst du noch die Taube“
Etwas irritiert sah sie ihren Bruder an.

„Gebraten? … wo ist das denn gebraten?“
Sie überwand ihren Ekel und sah sich das tote und zerfledderte Tier genauer an. Tatsächlich, wenn sie genau hinsah, sah sie braune Spuren auf dem Tier. Nun gut, wenn Assatal das nicht schmeckte, dann sollte er etwas anderes bekommen.
„… und nein, du bekommst nichts Rohes …du spinnst wohl …du bist hier nicht irgendwo im Wald und hast keine Zeit zum Essen.“ Verärgert sah sie ihren Bruder an, offensichtlich unternahm er nichts, um das Tier in sich zu bändigen.
Bevor Isildur noch beschloss, aus Hunger über die anwesenden Gäste herzufallen, rief Yavanna die Schankmagd zu sich.

„Ähm, … mein kleiner Drache nicht leider mögen braunes Fleisch … muss seien roh, tut mir leid. Bitte bringen großen Vogel, er haben großen Hunger…“, mit ihrem Daumen deutete sie auf Assatal, der neben ihr saß und eifrig mit dem Kopf nickte.
„ … und ich gerne hätten Teller auf Gemüse … und Tee mit Blüten … besser du bringen bitte zwei Teller auf Gemüse, meine Schwester noch kommen, sie auch hat Hunger …für sie auch noch Tee bitte … ähm …ja ….ähm … das erstmal waren, dank schön.“
Die Schankmagd, die selber nicht ganz so des Celcianischen mächtig war, verstand auch nicht alles von dem, was Yavanna ihr mitteilte, aber den eigentlich Sinn, hatte sie schon erfasst, von dem, was sie wollte, so hoffte sie es wenigstens. Während sie noch darüber nachdachte, hatte Isildur ein Anliegen.
„Ach …ähm…könntest du mir noch etwas zur geistigen Reinigung geben?…und ein Mittel gegen Schmerzen, wenn du aber nichts mehr hast, ist auch in Ordnung…mein Bein schmerzt etwas“
Wie sie das hörte, musste sie ihren Kopf schief legen und grinste ihren Bruder frech an.

„Ach, … sieh mal an … merkst du es jetzt auch, dass du dir wieder zu viel zugemutet hast? ...“, gekonnte legte sie eine dramaturgische Pause ein, um Isildur sein Verhalten noch mal so richtig schön unter die Nase zu reiben.
„Warte, ich suche gleich etwas heraus, …aber damit das klar ist, um deine Bestrafung kommst du trotzdem nicht herum …“, ohne eine weitere Reaktion abzuwarten, legte sie ihren Beutel auf den Tisch vor sich und fischte nach den Kräutern. Alsbald wurde sich auch fündig, immerhin wusste sie, was sie alles dabei hatte.

„Hier, hast du einmal Silberweidenrinde …du weißt ja, schön ausdauernd kauen und hm, …am Besten wäre jetzt Weihrauch, aber das kannst du nicht essen, dass müssen wir dann später verräuchern.“ Überlegend sah sie sich weiter in ihrem Beutel.
„Oh, davon habe ich ja noch etwas da … also, wenn gleich mein Blütentee kommt, dann trinkst du auch eine große Tasse davon und lässt darin noch Lavendel und Salbei ziehen, das wird dir helfen …denk daran, dass sie lange genug ziehen!“ Mit einem ermahnenden Blick gab sie ihrem Bruder die Kräuter, immerhin wusste sie nur zu gut, dass er viel zu ungeduldig war, aber wenn er wollte, dass der Tee half, dann musste er sich nun mal gedulden. Yavanna verschürte ihren Beutel wieder und strich Assatal über den Kopf, dieser drückte seine Kopf gegen ihre hand und stuppste mit seiner nassen Nase gegen ihre Handinnenfläche, wobei Yavanna lachen musste.

Mit einem Mal kam Yavanna eine Idee, über die sie vor kurzem noch nachgedacht hatte. Sie sprang also plötzlich auf, hielt kurz inne und wand sich an die Drei.
„Ich gleich kommen wieder …nur schnell nachgucken was … Assatal, ich wirklich ganz schnell wieder da, keine Sorge“.
Ohne ihre Absichten kundzutun, lief sie zum Tresen und erkundigte sich beim Wirt nach einer Toilette. Ihr konnte schnell geholfen werden und keine Minute später hatte sie den entsprechenden Ort gefunden. Wiederum keine Minute später, kam Yavanna wieder breit grinsend heraus, steuerte ihren Sitzplatz an und zog sich wieder ihren Beutel auf den Schoß.
Die ganze Zeit über lag ein breites Grinsen auf ihren Zügen. Sie bemühte sich, dass Isildur und Sylcia nicht mitbekamen, was sie unter einem Fell hervorzog und in ihren Beutel stopfte.
Da wird Myrjala sich auch freuen …
Dann wiederum zog sie etwas anderes aus ihrem geräumigen Beutel, stopfte dieses nun wieder unter ihr Fell und verschwand abermals in Richtung Toilette.
Auch dieses Mal kam sie nach nicht mal einer Minute wieder, ihr Fell war nicht mehr ausgebeult, aber ihr Grinsen war breiter geworden und sie schaute glücklich drein.
Sie setzte sich wieder, knuddelte ihre Drachen und tat so, als ob nichts gewesen wäre.

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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 9. Juni 2010, 01:37

Als die Neubestellung für Isildur kam, löste sich Sylcia von ihm. Nicht, weil sie bemerkt hatte, dass er essen wollte, sondern weil der Elf sich rührte. Dadurch aufgeschreckt ließ sie seinen Arm los, nicht aber, ohne ihn lange und nachdenklich anzuschauen. Ihre Wangen hatten eine rötliche Färbung angenommen. War ihm ihre Annäherung unangenehm gewesen? Sylcia bemerkte die Wildgans nicht, die Isildur bereits vertilgte. Sie hatte nur Augen für ihn und das zeigte sich so offensichtlich, dass Assatal sein Köpfchen schief legte. Er mochte viele Dinge verstehen, die Yavanna ihm beibrachte, aber für die Liebe war der kleine Drache dann doch noch zu jung.
Sylcia senkte rasch den Blick, als sich ihrer gaz kurz mit Isildurs traf. Sie machte sonst einen lebhaften Eindruck, der stark an Myrjala erinnerte, aber nun zeigte sie sich scheu bis schweigsam.

Dafür meldete sich der Drache erneut. Während er seine Mahlzeit mit drachisch-kindlicher Neugier anstupste, gab er leises Schnauben von sich. Das tat er immer, wenn er Witterung aufnahm, hatte er im Übrigen ebenfalls von Nachtschatten gelernt. Assatal erkannte, dass vor ihm etwas zu Essen lag, doch war ihm das gebratene Fleisch nicht geheuer. Er wusste, dass Isildur manchmal Fleisch aß wie er, es allerdings auch ab und zu über ein Feuerchen hielt. Assatal jedoch bevorzugte rohe Nahrung. Hilfesuchend schaute er zu Yavanna. Sein Blick verriet alles: konnte ein Drache sowas fressen, ohne sich den Magen zu verderben?

Yavanna versuchte, die Situation klarzustellen und wandte sich an die Schankmagd. Leider war weder ihr eigenes Celcianisch noch das der Hymlianerin perfekt. Es kostete die Ni'Tessins viel Konzentration, sich mit den Himmelsmenschen zu unterhalten, doch langsam bemerkten sie zumindest erste Grundzüge in deren Sprache. Ja und Nein konnten sie wohl schon heraus hören und voneinander unterscheiden.
So verstand Yavanna vermutlich auch das in Hymlikor gesprochene Ja, als die Magd glaubte, verstanden zu haben. Sie streckte die Hand aus, um Assatal zu tätscheln. Der Drache ließ dies zu, schielte aber erneut zu der Mahlzeit, die nun für Isildur vorgesehen war.
"Teller auf Gemüse?", wiederholte die Hymlianerin verwirrt. Endlich erwachte da Sylcia aus ihrer scheuen Schweigsamkeit und schilderte der Magd, dass Yavannas Drache rohes Fleisch fraß und sie selbst Gemüse und Tee vorzog. Da lächelte die Tavernenbedienung, verbeugte sich höflich und huschte wieder fort. Es dauerte eine Weile, denn auch andere Gäste wollten versorgt sein, aber schließlich servierte sie Assatal einen rohen, allerdings gerupften Vogel. Für Yavanna gab es zwei Teller mit Gemüse. Es unterschied sich in keinster Weise von dem auf celcianischem Boden. Nur die Blüten im erhitzten Wasser zeigten im Gegensatz zu einfachen Teekräutern eine rosige Färbung wie Wolken beim Sonnenuntergang. Der Tee selbst roch nach einem milden Sommerwind.
Der Gemüseteller bestand aus Rohkost und war groß genug, dass für Myrjala noch übrig bleiben würde. Es gab Karotten, kleine Maiskolben, zu Streifen geschnittene Paprika und Gurkenscheiben. Über all das hatte die Köchin der Leuchtenden Wolke eine bunte Kräutermischung verstreut, die den am Tisch Sitzenden nun aromatisch in die Nasen stieg. Assatal schleckte sich über das Mäulchen. Selbst er knabberte gelegentlich Gemüse herum.

Ehe die Elfe jedoch mit ihrer Mahlzeit begann, sprang sie auf und schwand in Richtung der Toilettenräume. Sylcia brachte das zum Grinsen. "Sie will bestimmt auch einmal das Loch in den Wolken ausprobieren." Heiter angelte sie sich eine Gurkenscheibe von der Gemüseplatte und steckte sie sich in den Mund. Dabei mied sie sorgsam Isildurs Blick, um nicht erneut rot zu werden. Man sah ihren Bewegungen und dem Verhalten jedoch an, dass sie gerade jetzt am liebsten etwas getan hätte, um mit dem begehrten Elfen tiefgründiger ins Gespräch zu kommen. So bekam sie Yavannas Rückkehr nur halbherzig mit und bemerkte auch nicht wie etwas in deren Tasche verschwand. Nur Assatal lugte neugierig von seinem halb verputzten Vögelchen auf.

Die Tür der Taverne öffnete sich. Helior betrat die Gaststube, gefolgt von Myrjala mit einem nun wieder geschrumpften Derat am Bein und dem Luftdiener, den die Elfe in Ermangelung an Kreativität einfach "Lufti" getauft hatte. Das elementare Wesen schien sich damit allerdings zufrieden zu geben. Es rauschte an seiner Herrin vorbei und durch die Stube, hinterließ frische Brisen, wo er vorbei kam und erheiterte so die Gemüter der Gäste.
"Schau doch, ein Luftdiener! Das ist ja interessant, dass das spitzohrige Mädchen mit den wilden Haaren ihn zum Gefährten hat."
"Vielleicht beherrscht sie Luftmagie, mein Freund."
"Dann finde ich sie und die beiden anderen Bodenlebenden noch faszinierender."


Helior winkte Yavanna, Sylcia und Isildur zu, machte sich dann zu deren Tisch auf. Derat stieß ein winziges Dampfwölkchen aus. "Myrjala, Myrjala, sieh doch, da sind die anderen. Und sie haben was zu futtern organisiert. Ich hab Huuuuuuunger, lass uns gleich zu ihnen gehen." Der Drache löste sich vom Bein und hopste an Helior vorbei, um als erster den Tisch zu erreichen. Wie ein Salamander schlängelte er sich am Tischbein hinauf und war schon an der Gemüseplatte angelangt. "Wie? Kein Fleisch?" Derat brummte enttäuscht. Doch dann strahlten seine Drachenaugen auf. "Isildur! Du teilst doch mit mir! Myrjala meint, das solltest du. Man sollte immer mit mir teilen, jaja. Du willst sie nicht zum weinen bringen, oder? Also ich mag am liebsten die dicken Fleischbrocken, gib mir mal was ab!" Derat plapperte unentwegt, näherte sich dabei stetig Isildurs Teller, um sich heimlich etwas zu stibitzen.
Helior erreichte den Tisch, grüßte und zog sich einen Stuhl heran. "Ich sehe, der Wolf ist wieder ein Elf geworden. Eure Schwester hat den Bogen mitgebracht, den Ihr in der Pferdebox vergessen hattet."
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Myrjala » Freitag 11. Juni 2010, 22:58

Als Helior und Myrjala die Taverne zur Leuchtenden Wolke erreichten, fiel der Elfe auf, dass ihr der goldhaarige Hymlianer eigentlich immer noch eine Antwort darauf schuldete, ob sie ihm nun einen Wald zeigen sollte oder nicht. Vielleicht hatte er wieder Probleme mit der celcianischen Sprache gehabt oder sie war so schnell verschwunden, dass die Zeit für ihn nicht gereicht hatte eine Antwort zu formulieren.
Was auch immer der Grund dafür war, die Waldelfe beschloss ihn einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen, wenn sie in die Wolkenstadt zurückkehrten. Wie war eigentlich sein Name gewesen? Jetzt erst bemerkte sie, dass sie gar nicht wusste wie er überhaupt hieß. Na ja, eigentlich war es auch egal. Die Stadt befand sich oben in den Wolken und wo sollte er schon hin. Sie würde ihn schon finden. Das kam schon beinahe einer Drohung nahe.

Vor dem Gebäude blieb sie stehen, sah hinauf zu dem Schild, das den Namen der Taverne bekannt gab, dann weiter zu dem Dach. Eigentlich mochte sie keine Gebäude und auch jetzt machte sich ein unangenehmes Gefühl in ihrer Magengegend breit. Sie verzog unglücklich das Gesicht und wechselte unentschlossen von einem Bein auf das Andere. Andererseits befanden sich ihre Geschwister dort und die waren teilweise, was die Enge von Räumen betraf, wesentlich pingeliger als sie selber. Sie holte tief Luft und schritt auf die Tür zu.

Erleichtert stellte sie fest, dass die Taverne große Fenster besaß. Einige davon waren geöffnet und ließen eine kalte Brise hinein wehen. Myrjala hatte schon festgestellt, dass es hier oben recht kühl war doch es störte sie gerade nicht sonderlich. Es wirkt alles sehr hell und nicht so erdrückend wie sie es aus den Gaststätten der Menschen am Boden kannte. Es roch auch nicht so unangenehm und mitunter hatte sie doch eine sehr empfindliche Nase.
Es saßen einige des hymlianischen Volkes in dem Wirtsraum und schauten auf als sie das Gebäude betrat. Sie sprachen in ihrer eigenen Sprache die die Elfe nicht verstand. Dass sie sie ansahen störte sie nicht. So was tat sie ja auch, wenn jemand neues einen Raum betrat.

Schnell hatte sie ihre Geschwister erblickt, doch noch bevor sie auf sie zu eilen konnte sprang Derat von ihrem Bein und flitzte zu dem Tisch an dem sie saßen. Myrjala strich sich erst einmal über die Wade. Derat konnte ganz schon klammern, wenn er wollte und nun juckte es. Leicht zeichnete sich die Musterung seiner Schuppen an ihrem Schienbein ab. Danach hüpfte sie leichtfüßig zu ihren Geschwistern. Derat saß bereits auf dem Tisch und versuchte Isildur das Essen streitig zu machen, aber darum kümmerte sich die Waldelfe erstmal nicht. Ihr Bruder sollte schließlich selber fähig sein, sein Essen gegen einen Derat in Miniformat zu verteidigen, wobei sie sowieso bezweifelte das so ein kleiner Vogel den Drachen sättigen konnte. Mochte er zwar gerade winzig sein, so war der Hunger doch der Gleiche als wäre er groß.

"Ich sehe, der Wolf ist wieder ein Elf geworden. Eure Schwester hat den Bogen mitgebracht, den Ihr in der Pferdebox vergessen hattet."

„Och meno, Heli“ Myrjala buffte dem Hymlianer in die Seite. „Ich kann auch für mich selber sprechen.“ Sie zog den Bogen hervor, „Tata!!“ und reichte ihn Isildur, „Siehst du, WIR sollen vorsichtig sein und selber tust du soooo viel dumme Dinge. Schäm dich was!“ belehrte sie ihn und schüttelte den Kopf.

Dann hob sie den Zauberstab. „Den hier hat mir… dieser goldhaarige Hummelmann geschenkt… Wie heißt der denn Heli… der Goldhaarige?“ Sie sah Helior an, dann wieder zurück, „Damit kann man einen Luftdiener rufen.“ Der Luftdiener wehte um den Tisch herum, „Nein, und ich habe ihm den nicht abgeschwatzt, er hat ihn mir von sich aus geschenkt.“ Wollte sie doch gleich alle Vorwürfe die womöglich, eher von ihrem Bruder als von ihrer Schwester kamen ausmerzen. „Ich habe ihn erstmal Lufti getauft. Ich musste ihn doch Derat vorstellen… Derat!!! Lass das Essen auf Isildurs Teller!“ Mahnte sie und sah dann zu Yavanna, „Wir müssen uns aber was richtiges ausdenken, aber das ist soooo kompliziert, er kann sich nämlich nicht entscheiden, ob er männlich oder weiblich sein möchte.“

Sie schob sich an Assatal vorbei, aber natürlich nicht ohne ihm den Kopf zu streicheln. Spielerisch schnappte er nach ihren Fingern.
„Oh lecker…Essen!… Hunger!...“ Sie griff quer über den Tisch und nahm sich eine handvoll von den Paprikastreifen und schnappte sich mit der Anderen noch ein paar Gurkenscheiben, die sie in den Mund schob, um die Hand wieder frei zu haben und sich gleich noch etwas von den Mohrrüben zu nehmen, dann lehnte sie sich zurück und sah in die Runde. Ihr Blick blieb an Sylcia hängen die anscheinend, Isildurs Blick ausweichend, neben ihm saß. Kauend legte sie den Kopf schief.
„Warum bist denn du so rot im Gesicht Syli?“ Fragte sie mit vollem Mund geradeheraus. „Isildur was hast du mit Syli gemacht?“ Böse sah sie den Bruder an dann wieder zurück zu der Hymlianerin.
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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Montag 14. Juni 2010, 13:03

Nachdem sich Yavanna entrüstet hatte, wie er denn nur etwas Rohes essen könne, versuchte sie sich selber und für ihren kleinen Drachen noch etwas zu bestellen. Isildur musste bei ihren Versuch grinsen, holte sich dabei zeitgleich noch den Teller mit der Taube. Assatal sah ihn mit schräg gelegtem Kopf an. Machte aber nichts.
sie sollte wirklich die Allgemeinsprache besser lernen…. es ist wirklich schlimm mit mir…sie hat vollkommen recht, eigentlich müsste ich es nicht… jedoch war Isildur schon dabei die Taube auseinander zu reißen.
Doch als wenn die Belehrungen über Rohes nicht ausreichen würden, konnte es sich seine Schwester nicht nehmen, ihn selber bei der Frage nach einem Schmerzmittel eine Standpauke zu halten.
„Ach, … sieh mal an … merkst du es jetzt auch, dass du dir wieder zu viel zugemutet hast? „Warte, ich suche gleich etwas heraus, …aber damit das klar ist, um deine Bestrafung kommst du trotzdem nicht herum
Er sah von seinen Teller hoch. Noch den Mund voller Fleisch.
Wieso…“ Er schluckte und sah dann zu ihr auf.
„ Moment mal Yavanna, ich weiß sehr wohl , was ich kann…ich habe mich etwas überschätzt, dass ich das Tier nicht ganz aufhalten kann, wenn ich die Sinne stärke. Ja , dass gebe ich zu…. doch ich habe dass, was ich wollte. Außerdem habe ich es sogar geschafft, gleich zwei Wandlungen in recht kurzer Zeit hinter mich zu bringen- ohne gravierenden Veränderungen… außer ein paar silberne Strähnen mehr…doch sonst scheint alles in Ordnung also welche Strafe?....Wenn es danach ginge, denn hättet ich euch ja dauernd Strafen verhängen müssen….aber danke für die Kräuter“
Isildur nahm die Silberweidenrinde entgegen. Etwas angeekelt steckte er sie in den Mund und kaute gelangweilt auf dieser herum. Furchtbar bitter machte sich der Geschmack von dem Schmerzmittel breit. Als Yavanna den Tee ansprach, nickte er dann nur noch. Ein tiefes Ausatmen folgte darauf. Natürlich wusste Isildur, dass seine Schwester gar nicht mal so unrecht hatte. Die Sache mit dem Wolf hätte auch schief gehen können. So dass er dann erst in ein paar Tagen oder am schlimmsten überhaupt nicht mehr eine Wandlung hinbekommen könnte. Wie Risikoreich das ganze war, hatte Isildur seinen Schwestern nicht mitgeteilt. Sie sollten sich nicht unnötig Sorgen machen.
Ob als Elf oder Wolf er würde sie immer schützen.
Und dann fiel es ihm auf.
bei den Göttern…was ist das denn für ein Denken. Mir ist es inzwischen mehr und mehr egal. Ich bin ein Elf, Krieger der Waldelfen, Jäger und Vizehauptmann….oh, Isildur…lass die Wandlung….ich brauche wirklich Ruhe davor…und jetzt muß ich noch auf den Tee und den Weihrauch warten…toll, wirklich…hmm? wo will denn Yavanna hin
Isildur sah noch die roten Haare seiner Schwester und ihre zarten kleinen Flügel an sich vorbei wehen, dann war sie weg. Verwundert sah er erst Assatal, dann ihr nach und dann Sylcia an.
"Sie will bestimmt auch einmal das Loch in den Wolken ausprobieren."
„ welches Loch?...“ verwirrt blickte er Sylcia an, diese schien jedoch seinen Blick auszuweichen.
„Hast du was?“
Yavanna kehrte kurz zurück, stopfte etwas in ihre Tasche und verschwand dann wieder. Jetzt war Isildur noch verwirrter. was soll das denn?...was machst sie denn da?...irgendwie habe ich das Gefühl, nur die Hälfte mit zu bekommen
„ Das Loch, schient ja sehr interessant zu sein….“
Der große Waldelf, verstand gar nichts mehr. Und sein Blick sprach dementsprechend Bände.
Doch als sich seine Schwester wieder hinsetzte mit diesem besonderen Grinsen, stutzte er.
„ Yavanna, was hast du gemacht…gib mir mal deine Tasche…“ weiter kam er nicht.
Die Tür der Taverne war aufgegangen und Helior mit Myrjala im Schlepptau betraten diese. Derat hing dabei, wie er es meist machte, an Myrjalas Schienbein.
Isildur fiel ebenfalls wieder die neugierigen Blicke der Bewohner dieser Welt auf. Ebenso sah er ein durchsichtiges Etwas, was durch die Luft wirbelte.
was ist das denn schon wieder?...na endlich ist sie da…hoffentlich hat sie nichts angestellt.
Isildur erhob sich vom Tisch, dabei ging krachend der Stuhl zu Boden. Er drehte sich rasch um und hob diesen etwas genervt auf. So konnte er aus dem Augenwinkel gerade noch sehen, wie eine Miniatur Version eines Derat über den Tisch huschte und nur zu deutlich hörte er dessen Stimme.
Isildur! Du teilst doch mit mir! Myrjala meint, das solltest du. Man sollte immer mit mir teilen, jaja. Du willst sie nicht zum weinen bringen, oder? Also ich mag am liebsten die dicken Fleischbrocken, gib mir mal was ab!" Isildur drehte sich blitzschnell um und scheuchte den Drachen mit einer Hand weg, noch bevor er bei Isildurs Essen ankam. Ein tiefes Knurren entrann dem Elfen aus der Kehle.“ Rührst du es an und DU bist mein nächstes Essen!...VERSCHWINDE!!.“
Isildur konnte es noch nie leiden, wenn ihm jemand Essen von Teller stibitzte, doch seit der Sache mit dem Wolf, reagierte er etwas stärker dabei. Besonders wenn es Derat war. Er konnte meist so eine Reaktion unterdrücken, doch noch ging es nicht ganz so gut.
Nachdem er alles für sich geklärt hatte, setzte er sich wieder. Helior hatte sich inzwischen auch einen Stuhl genommen und ihnen Gesellschaft geleistet.
"Ich sehe, der Wolf ist wieder ein Elf geworden. Eure Schwester hat den Bogen mitgebracht, den Ihr in der Pferdebox vergessen hattet."
Bei den Worten grinste Isildur den Hymlianer an.
„ Es war so nicht geplant gewesen, doch ja, der Wolf ist wieder Elf. so hoffe ich zumindest…danke, dass du so schnell reagierst hast, meine Schwestern zu holen…..Die kennen das Ganze schon…Aber es hat sich gelohnt, ich kenne jetzt den Geruch von Sylcia und ihrer Wolkenschwinge. Es ist vorteilhaft, wenn eine der Personen anwesend ist, dass erleichtert, dass man die Gerüche besser zuordnen kann…….schön, mein Bogen.“
Myrjala hatte Helior in die Seite geknufft und holte den Bogen hervor. Natürlich konnte auch sie es nicht lassen, ihn auf seinen Fehler aufmerksam zu machen. Doch das kannte Isildur von ihr und Yavanna.
„Siehst du, WIR sollen vorsichtig sein und selber tust du soooo viel dumme Dinge. Schäm dich was!“
„Das sagt die Richtige…Danke!“ konterte Isildur zurück.
Isildur nahm seinen Bogen von Myrjala entgegen. Kurz besah er sich seine Waffe. Immerhin hätte er es auch beschädigen können, wenn er mit seinem Gewicht ungünstig auf den Bogen gesessen hätte. Doch alles war in Ordnung. So stellte er den Bogen in Reichweite an den Tisch.
Währenddessen quasselte sie los, woher sie den Luftdiener hatte. Isildur verdrehte nur die Augen.
„ Noch ein Wesen?!...musst du denn alles haben woll…gut, dann hast du ihn geschenkt bekommen…ach, Myrjala…WAS?.DERAT!!!“ Isildurs Aufmerksamkeit war augenblicklich bei seinem Teller. Isildurs erster Impuls war, wie bei einer lästigen Fliege, draufzuhauen, doch stattdessen drückte Isildur Derat einfach auf den Tisch. So konnte dieser nicht mehr weiter.
„ Was… hatte.. ich dir… vorhin… gesagt?…das ist meins!…verstanden?…“ Isildur presste förmlich jedes Wort zwischen einem leisen Knurren hervor. Irgendwie empfand der Waldelf alles als gerade sehr anstrengend.
So als wäre er noch nicht ganz da.
„Isildur was hast du mit Syli gemacht?“
Jedoch brachte seine Schwester Myrjala ihn mit ein paar Worten wieder zu Vernunft. Manchmal konnte er wirklich froh sein, dass sie oft nicht merkten, wie nachwirkend eine Wandlung sein konnte. Jedenfalls bemerkte es Myrjala meist nicht. Immerhin war allen bekannt, dass Isildur und Derat nicht gerade Freunde waren. Nach Isildurs Meinung spornte der Drache Myrjala zu noch mehr Unsinn an, als sie sowieso im Kopf hatte.
So ließ er Derat los und sah zu ihr rüber. Auch zu Sylcia schaute er abwechselnd.
„Syli?...sie heißt Sylcia, Myrjala…und ich habe nichts gemacht!...Warum auch?…Würdest du bitte Derat was zu Essen besorgen, er nervt mich. Er soll endlich lernen, dass er so nur Schwierigkeiten bekommt….und was Sylcia betrifft, sie verhält sich mir die ganze Zeit schon so seltsam…jedenfalls seit wir hier sind“
Flüchtig warf er einen Blick zu Yavanna rüber und fügte dann noch hinzu.
„…sie verhält sich genauso, wie sich damals Yavanna Calladreth gegenüber verhielt.“ Isildur ahnte ja, dass sich scheinbar diese junge Hymlianerin in ihn verliebt hatte, doch so was musste er nicht seinen Schwestern aufbinden. Sie würden es sowieso verstehen, was er meinte und auch wie er zu sowas stand.

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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Samstag 19. Juni 2010, 15:29

Yavanna knuddelte gerade noch ihren Drachen, da kam auch schon ihre Bestellung. Leckeres Gemüse lag hübsch angerichtet auf den Tellern und der Duft des Blütentee umspielte ihre Nase. Assatal war zufrieden mit seinem rohen Vogel und zupfte ein ums andere Fleischstück aus der Schale. Wie sie ihrem Bruder schon angekündigt hatte, goss sie auch ihm eine Tasse des Blütentee ein und gab die Kräuter als Ganzes dazu, so hatte er es leichter, sie später wieder zu entfernen. Sie schob ihm die Tasse zu. Wie sie ihm von seiner noch bevor stehenden „Strafe“ erzählte, ergoss sich Isildur in einem für ihn ungewohnten Monolog, vom dem Yavanna nicht wirklich etwas verstand, weil er sich in Celcianisch ergoss.
Verständnislos sah sie ihn an.

„Was wolltest du mir mitteilen?“, fragend blickte sie ihn.
„Du weißt ganz genau, warum dich noch eine „Strafe“ erwartet … was heißt eine … pah, viele, richtig viele erwarten dich noch … du kommst uns nicht davon, du brauchst es gar nicht erst versuchen … gib am Besten schon vorher auf.“
Kurze Zeit später flog die Tür der Taverne auf und die beiden Elfengeschwister konnte Myrjala erkennen, mit Helior im Schlepptau und einem verkleinerten Derat an ihrer Wade.
Dieser witterte sofort etwas zu Fressen bei Isildur und Yavanna und ließ sogleich Myrjala los, um als erster zuschlagen zu können. Yavanna musste sich dabei keine Gedanken um ihren Gemüseteller machen, das verschmähte Derat so oder so. Er würde sich also gleich auf Isildurs Essen stürzen. Yavanna musste bei dem Gedanken schmunzeln, wusste sich doch nur zu gut, was ihr Bruder von der kleinen Nervensäge hielt. So ließ sie die beiden die Sache ausfechten.
Myrjala war am Tisch angekommen und hatte isildur erstmal seinen über alles geliebten Bogen wieder gegeben. Yavanna hatte es so oder so gewundert, dass er noch nicht halb durchgedreht war, weil er seinen Bogen nicht dabei hatte. Das Geheimnis darum war es wahrscheinlich, dass er gar nicht mehr genug Kraft hatte, loszustürmen, um ihn selber zu holen …wie gut, dass seine Schwestern doch mitdachten, auch wenn er das wohl niemals so sehen würde. Auch Myrjala konnte es nicht lassen und musste Isildur die Sache mit dem Bogen noch mal unter die Nase reiben, Yavanna nickt bestätigend und grinste ihre Schwester breit an.

„Das habe ich ihm auch schon vorgehalten …. warte nur, gleich verdreht er wieder die Augen …“, grinsend war sie ihm eine Tomate zu, die er natürlich abfing. Nur ganz selten hatten die beiden Schwestern Glück gehabt, dass er solche „Wurfgeschosse“ nicht beachtete. Einmal hatten sie es aber geschafft, als sie mit ihm am Rangeln waren, dass Myrjala ihm eine Tomate hinten in den Lendenschurz stecken konnte. Das an sich hatte er noch gar nicht bemerkt gehabt, erst als Myrjala die Tomate mit einem gezielten Schlag zum Platzen brachte, jaulte er auf und fluchte vor sich hin und aus irgendeinem Grund ekelte er sich davor. Als es dann auch noch für ihn umso schlimmer war, dass er sich dann ausgerechnet baden musste, konnten die beiden Schwestern vor Lachen nicht mehr an sicht halten, eigentlich aus dem Grund, weil er mal wieder Spaß nicht verstand, woraufhin er beleidigt abzog.
Das waren dann wieder mal die Situationen, in denen er wirklich nichts gegen seine Schwestern ausrichten konnte, wobei er sich immer revangierte. Im Winter zum Beispiel hatte er sie nicht nur einmal früh morgens geschnappt, während sie noch ganz verschlafen waren und sie zum See gebracht. Das an sich war ja nicht schlimm, schlimm für die Mädchen war eher die Tradition, die die zumeist männlichen Waldelfen dort zelebrierten … „Eisbaden“. Isildur war tatsächlich so gemein und tauchte seine Schwestern einmal ins Eiswasser … das Gequietsche danach war dem entsprechend groß und die Unfähigkeit vor Kälte etwas zu tun. Myrjala und Yavanna bibberten danach dann in dicke Felle gehüllt vor dem Feuer und er lief schadenfroh grinsend durchs Lager.
Durch ihre Erinnerungen war Yavanna wieder einmal abgelenkt und schwebte mit ihren Gedanken woanders, ein breites und verträumtes Grinsen lag trotzdem auf ihrem Gesicht.
Myrjala holte sie aus ihren Erinnerungen.

„Den hier hat mir… dieser goldhaarige Hummelmann geschenkt…Damit kann man einen Luftdiener rufen.“ Myrjala hielt einen Holzstab in der Hand, mit dem sie vor den Augen ihrer Geschwister herumwedelte und Yavanna vermutete, dass es sich dabei um einen magischen Stab handeln musste, denn neben Fähigkeiten von Priestern oder Druiden, besaßen Magier über solcherlei Stäbe die Möglichkeit, Wesen herbeizurufen. Zu Yavannas Leidwesen meistens gegen den Willen der Kreatur. Sie legte ihren Kopf schief und blickte skeptisch den Stab an.
„Ich habe ihn erstmal Lufti getauft. Ich musste ihn doch Derat vorstellen… Wir müssen uns aber was Richtiges ausdenken, aber das ist soooo kompliziert, er kann sich nämlich nicht entscheiden, ob er männlich oder weiblich sein möchte.“
Darauf ging Yavanna erst einmal nicht ein, sie interessierte etwas anders viel dringender.

„Hallo Helium …“, freundlich sah sie zu dem Hummelmann und winkte ihm zu.
„Ich will aber viel eher wissen, ob das Luftelementar freiwillig hier ist oder nicht … wenn er nicht freiwillig hier ist, dann lässt du isildur den Stab zerbrechen, damit das Wesen frei ist …du weißt, dass ich das nicht dulden kann.“
Energisch verschränkte sie ihre Arme vor der Brust und sah ernst drein.

„Wenn es anders ist, können wir uns immer noch einen Namen aussuchen ….“, versucht sie etwas einzulenken. Aber in solchen Punkten reagierte sie immer etwas wilder, so etwas konnte und durfte sie nicht hinnehmen.
Darüber musste ihre Schwester auch erstmal nachdenken, aber sie konnte nie denken, wenn sie Hunger hatte, also setzte sie sich erstmal hin und verputzte das Gemüse.

Yavanna fiel natürlich sofort ihre letzte Errungenschaft ein, von der sie ganz schnell Myrjala erzählen musste, aber die hatte ihr Augenmerk schon wieder auf etwas anderes gelenkt.
„Isildur was hast du mit Syli gemacht?“
Verwirrt sah Yavanna erst von ihrem Bruder und Sylcia zu Myrjala.

„Was soll er denn gemacht haben?“
Isildur antwortete zuerst auf ihre Frage und überging dabei Myrjalas angeblich böses Gebaren.

“ ...und was Sylcia betrifft, sie verhält sich mir die ganze Zeit schon so seltsam…jedenfalls seit wir hier sind“ und stopfte sich wieder etwas Fleisch in den Mund.
“ „…sie verhält sich genauso, wie sich damals Yavanna Calladreth gegenüber verhielt.“ Yavanna entging nicht, dass Isildur den zweiten Teil seiner Erklärung mit einem knurrenden Unterton belegte.

„Waaaaas? …. ja und? …selbst wenn es so ist, was ist daran so schlimm? … Du mochtest ihn noch nie, also kannst du das gar nicht unvoreingenommen betrachten.
Yavanna mochte das Thema nicht, wenn Isildur über Calladreth herzog und versuchte dem entsprechend das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken.
Sie zog sich ihre Beutel auf den Schoß und sah ihre Schwester grinsend an.
Yavanna rutschte mit ihrem Stuhl ganz nah an Myrjala heran, so dass es eine Leichtigkeit war, ihr etwas zu zuflüstern, ohne das isildur es mitbekommen konnte.

„Nimm mal deine Fussel vom Ohr weg … ich muss dir was ganz tolles erzählen.
Ein paar Strähnen strich sie Myrjala hinters Ohr und mit der rechten hand hielt sie den Zopf hoch.
„Weißt du noch, vorhin in der Halle? …da warst du auf dem „Loch in den Wolken“ …da war doch so flauschiges Zeug … diese Wolkenfetzen … „ Yavanna sah sich immer wieder zu isildur um, dass er ja nicht lauschte und grinste ihr frech an. Sie hoffte ja, dass sylcia ihn genug ablenkte und damit beschäftigte.
„Ich war hier auch schon auf dem „Loch in den Wolken“ … und dort waren diese Fetzen auch … ich habe sie mitgenommen *kicher* … habe aber ein Fell dafür dagelassen. Es ist in meinem Beutel, du musst nur die hand reinstecken … was hältst du davon, wenn wir die anderen Löcher auch noch aufsuchen?“, gespannt sah sie ihre Schwester an.

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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 24. Juni 2010, 23:56

Myrjalas Ellbogen traf zwei Rippen Heliors. Er keuchte überrascht. Der Knuff schmerzte nicht, hatte ihn aber vollkommen überrumpelt. Dass Myrjala so energisch vom Bogen ihres Bruders verkünden wollte, konnte er nicht ahnen. Doch Helior nahm es der Elfe nicht übel, im Gegenteil. Er lachte amüsiert, während seine Hand zum Nacken fuhr. "Das nächste Mal werde ich es mir merken." Und schon erfuhr er den Grund dafür, warum Myrjala es unbedingt hatte sein wollen, die Isildur von seinem vergessenen Bogen berichtete. Sie wollte ihm seine Nachlässigkeit vorhalten. Das entlockte Helior ein weiteres, heiteres Lachen. Er hatte Verständnis für den großen Bruder der Elfen. Helior war selbst in eine Familie hinein geboren worden, der unter ihm fünf jüngere Schwestern angehörten und zwei davon konnten es auch nicht lassen, ihn immer wieder auf seine Pflichten hinzuweisen - Pflichten, die daraus bestanden, ihnen Dinge zu kaufen, ihre Pegasi zu streicheln und die Mädchen zu unterhalten, wenn ihnen langweilig war. Ja, er konnte Isildur wohl nur allzu gut nachempfinden, was dieser durchmachte.
"Wie heißt der denn, Heli ... der Goldhaarige?" "Was? Oh ... oh, achso .... Helium?" Hymlianer schienen von Grund auf Tagträumer zu sein. Verwirrt blickte er kurz zu Yavanna, grinste dann. "Helior", korrigierte er, doch das war nicht die Antwort auf Myrjalas Frage. Diese folgte nun. "Hat er dir seinen Namen nicht verraten? Ja, er tut sich schwer mit dem Celcianischen. Hier oben spricht das nicht jeder. Sein Name ist Gabriel. Das nächste Mal kannst du ihn damit überraschen, dass du ihn kennst." Helio zwinkerte. Er kannte auch Gabriel. Der Hymlianer arbeitete als Stallbursche in den Hallen der Himmelsreiter und besaß das Herz am rechten Fleck. Außerdem zeigte er sich von vielem stets begeistert und fasziniert, vor allem, wenn er die Dinge nicht kannte. Ein guter Mann.

Myrjala lenkte ihre Aufmerksamkeit weiter zu Yavanna. Sie musste ihr unbedingt ihren neusten Freund zeigen, den geschlechtslosen Luftdiener. Lufti bauschte sich aus, dass seine strähnigen Haare - oder was immer es genau war - wie Nebelfetzen im Nichts flatterten. Er fegte einmal um Yavanna herum, dass das Geschirr leicht klirrte und ihre Haare zerzaust wurden. Dabei sog er ihren Duft ein und seine milchigen Augen lagen eine ganze Weile lang auf ihr. Darin war die Freiheit des Windes zu lesen, der unbändige Sturm und zugleich die sanfte, erfrischende Brise. Lächelnd hauchte dieses Naturwesen Yavanna ein einziges Wort in ihr schön geschwungenes Elfenohr, das er mit einem leichten Pusten zwischen den Haaren freilegte. "Freiwillig."
Anschließend entschied sich der Luftdiener jedoch, dass ihm Myrjala näher stand. Er ahmte sie spielerisch nach und ließ sich auch noch zwischen ihr uns Assatal auf der Bank nieder. Der kleine Drache streckte einfach sein Schnäuzchen durch Lufti hindurch. Das elementare Geschöpf schien das keineswegs zu stören. Es spielte mit den wirren Haaren der Elfe.
"Warum bist du denn so rot im Gesicht, Syli?" Wer eine solche Frage stellte, musste erwarten, dass er das Gegenteil bewirkte. Es war wie mit dem Ausspruch "schau nicht nach unten": War er erst einmal gesagt, so guckte ein jeder in die gefahrvolle Tiefe. Und so verhielt es sich nun auch mit Sylcia. Sie riss den Kopf hoch, starrte Myrjala an, wagte einen flüchtigen Blick zur Seite, wo Isildur noch immer saß - er hatte sich schon fast mit Derat in die Wolle gekriegt - und erstrahlte dann noch röter als schon zuvor. "Schon gut, es ist nichts", gab die Hymlianerin verlegen von sich.
Helior grinste sie an. "Verliebt?"
"Nein! ... Ein bisschen vielleicht. Ja ... doch ... aber sag's ihm nicht. Ich glaube, er mag mich nicht."
Wieder schielte Sylcia aus den Augenwinkeln zu Isildur herüber. Ihre Hände kneteten den Stoff ihres hauchdünnen Gewandes. Sie waren so verschwitzt, das kannte sie gar nicht von sich. Außerdem war es ihr mit einem Mal unangenehm, dass die Elfengeschwister sich in ihrer eigenen Sprache unterhielten. Redeten sie über sie? Hatten sie etwas bemerkt? Sylcia war die Situation peinlich, da sie doch vermutete, ihre Zuneigung wurde nicht erwidert.

Die Hymlianerin fand endlich etwas aus ihrer Schamesröte heraus. Die Wangen verloren an Farbe, ohne dadurch blass zu werden. Neugier glitzerte plötzlich in ihren Augen. Was tuschelten Yavanna und Myrjala denn so? Und was zeigte die eine Elfe der anderen? Sie hatte etwas in ihrer Tasche verborgen. Ein Geheimnis.
Selbst Derat reckte nun den Hals, aber nur sehr kurz. Er mochte zwar Geheimnisse, vor allem, wenn er sie lüften oder vorzeitig ausplappern konnte, doch nun gab es etwas Wichtigeres für ihn zu tun: da lag noch Fleisch auf dem Teller ... Dass Isildur ihn bereits mit einem animalischen Knurren vorgewarnt hatte, ignorierte Derat wie er alles ignorierte, wenn es ums Fressen ging.

"Wir sollten uns gegenseitig unsere Muttersprachen beibringen, dann können wir uns besser unterhalten", erhob Sylcia plötzlich ihre Stimme. Sie wollte von sich ablenken, zugleich aber auch an den Vorschlag erinnern, den Isildur ihr vor einiger Zeit gemacht hatte. Es konnte nicht schaden, wenn die Elfen Hymlikor und Sylcia ihre Elfensprache erlernten. Vor allem einem Gespräch zwischen ihr und Yavanna würde es nur von Vorteil sein.
"Vielleicht vor dem Schlafengehen. Ich bringe euch einfach ein paar erste Worte bei, die ihr dann auswendig lernt. Vielleicht ... Hallo, wie geht es dir? Ich bin ein Freund oder andere Begrüßungen. Oh, jetzt habt ihr mich gar nicht verstanden, oder?" Sie kicherte. Das war die alte Sylcia, wie die Ni'Tessins sie kennen gelernt hatten.
"Äh, Isildur, wolltest du das noch essen?" Helior zeigte auf einen Teller mit einer zum größten Teil verputzten Taube. Kleine Knochen waren noch übrig, aber an einem Bein hing noch ein gutes Stück Fleisch. Der Teller bewegte sich. Genauer gesagt, lief er gerade vom Tisch fort, um sich unter einem anderen, welcher unbesetzt war, niederzulassen. Schon tauchte ein hungriger Derat am Tellerrand auf, rieb sich die Vorderkrallen in überaus menschlicher Gestik und leckte sich mit der gespalteten Zunge über die Schnauze. Schon versenkten sich die Zähne, die selbst in seinem winzigen Zustand sehr spitz sein konnten, in die Taubenkeule.
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Myrjala » Mittwoch 7. Juli 2010, 11:48

Derat schien es nicht sonderlich zu interessieren, ob seine Reiterin ihn ermahnte Isildurs Essen in Ruhe zu lassen. Eigentlich war das auch gar nicht zu erwarten gewesen, aber sie hatte es zumindest gesagt und genau genommen hatte sie gerade auch Wichtigeres im Kopf, nämlich den Luftdiener vorzustellen und Isildur auf seinen Fehler hinzuweisen.
„Wie das sagt die Richtige?“ Entrüstet sah sie ihren großen Bruder an und stemmte die Fäuste die Seite. Zwar benahm er sich gerade teilweise mehr wie ein Leitwolf als wie ein Elf, aber das zeigte keine große Wirkung auf sie. Wäre er jemand anderes würde sie vielleicht vorsichtiger sein, aber nicht bei ihrem Bruder. „Ich behaupte ja gar nicht alles richtig zu machen, deswegen darf ich auch ‚dumme’ Dinge tun“, das ‚Dumme’ betonte sie besonders, „Wobei die gar nicht dumm sind sondern einfallsreich“, sie streckte ihm die Zunge entgegen und schob sich, nachdem sie meinte, das hätte jetzt genug Wirkung auf ihn gehabt an Assatal vorbei, um sich ebenfalls etwas von dem Essen zu stibitzen. Der Luftdiener tat es ihr gleich, was das hinsetzen anging und quetschte sich zwischen ihr und Assatal. Das sah schon irgendwie komisch aus, da er ja durchscheinend war.
Neugierig beschnupperte der Babydrache das Wesen und strecke zur weiteren Überprüfung die Nase in den Luftdiener. Myrjala lachte hell auf, „Ach Assatal das kannst du doch nicht einfach machen.“ Sie langte an dem Luftwesen vorbei und stupste ihn mit dem Zeigefinger leicht gegen die Nase. „Wir stecken doch unsere Nase auch nicht in deinen Bauch.“ Assatal legte den Kopf schief, er schien nicht ganz zu verstehen was die Elfe von ihm wollte, aber er war ja noch klein.

Derat ließ trotz der Warnung von Isildur nicht von seinem Essen ab. Schließlich wurde es dem Elfen zu dumm und er drückte ihn mit dem Kopf voraus auf dem Tisch. Derat selber gab ein röchelndes Geräusch von sich und strampelte mit den Hinterbeinen.
„Was… hatte.. ich dir… vorhin… gesagt?…das ist meins!…verstanden?…“
Myrjala sprang auf. „Isildur lass das!“ Rief sie aus und packte das Handgelenk ihres Bruders und versuchte ihn dazu zu bringen, dass er den kleinen Drachen losließ, was ihr natürlich nicht gelang. „Du vergreifst dich immer nur dann ihn, wenn er klein ist.“ Sie zog weiter an seiner Hand, „Vielleicht sollte ich Derat mal sagen er soll dich auch mal unter seiner Klaue begraben…. Das würdest du auch nicht toll finden.“ Schließlich ließ er ihn los, nachdem er der Meinung war, seinen Standpunkt klar ausgedrückt zu haben.

„Würdest du bitte Derat was zu Essen besorgen, er nervt mich. Er soll endlich lernen, dass er so nur Schwierigkeiten bekommt… Myrjala reagierte nicht weiter darauf, schnappte sich stattdessen den kleinen Drachen, der sich sofort in ihrem Arm kuschelte. Ja, Isildur war so böse zu ihm. „Er hat dir wehgetan, ich weiß“, sie schniefte und Derat tat es ihr gleich, aber der Schalk stand ihm ins Gesicht geschrieben auch wenn die Waldelfe das nicht sehen konnte… vielleicht auch nicht wollte. Derat war ein guter Schauspieler.
„Wie soll ich ihm denn zu Essen besorgen?“ Sie sah fragend ihren Bruder an und ließ ihren schuppigen Gefährten wieder los, „Das was er alles verspeisen würde kann ich gar nicht alles tragen, außerdem ist er schon groß und kann alleine jagen gehen.“ In der Tat war es so, dass Derat zwar verkleinert war doch der Hunger war der Gleiche wie wenn er seine normale Größe besaß. Demnach war eine Taube nur etwas das die Löcher in den Zähnen füllte, sollte er Löcher besitzen. Das was den Drachen satt machen würde, wäre eher eine halbe Rinderherde. Seine Leibspeise aber waren Skorpione, dafür benötigte er aber sehr viel Zeit und Geschick, …zumindest die Zeit hatte er. Da die Tiere aber in Wüsten lebten, hatte Derat sie schon sehr lange nicht mehr vorgesetzt bekommen, dabei waren die immer so schön knackig.

Nachdem das Thema: Derat vorerst geklärt war, kam sie auf Sylcia zu sprechen, die saß puterrot neben Isildur und schien sich in seiner Gegenwart nicht wirklich wohl zu fühlen, jedenfalls wirkte es so. Myrjala fragte sie, warum sie denn so rot im Gesicht sei, aber eine gescheite Antwort gab es darauf nicht, nur dass es ihren Zustand weiter verschlimmerte, aber offenbar schien alles in Ordnung zu sein, so wandte sich die Elfe ihrem Bruder zu, aber anstatt das ihr Bruder die Frage, was er mit Sylcia gemacht habe beantwortete, verbesserte er seine Schwester erstmal, dass die Hymlianerin nämlich Sylcia hieß und nicht Syli. Myrjala zuckte mit den Schultern, danach folgte die Rechtfertigung das er gar nichts gemacht habe und verfiel ins Lyrintha. Er wollte wohl nicht das die anwesenden Hymlianer verstanden worum es ging.

„Was Sylcia betrifft, sie verhält sich mir die ganze Zeit schon so seltsam…jedenfalls seit wir hier sind …sie verhält sich genauso, wie sich damals Yavanna Calladreth gegenüber verhielt.“ Myrjala verstand erst nicht was er meinte und genauso verwirrt war ihr Blick. Sie legte den Kopf schief. Das gab Yavanna die Gelegenheit darauf zu reagieren. Warum musste er auch immer Calladreth schlecht machen? Natürlich war es kein Geheimnis das Isildur den Elfen nicht mochte, aber das lag eher daran, dass er in der Wildnis lebensunfähig war wie es gerne mal betitelt wurde. Dem musste Myrjala wohl oder übel zustimmen. Calladreth konnte nicht mal sein eigenes Loch graben, um seine Notdurft zu verrichten, aber das war kein Grund sich so dermaßen daneben zu benehmen wie Isildur es getan hatte.
„Waaaaas? …. ja und? …selbst wenn es so ist, was ist daran so schlimm? … Du mochtest ihn noch nie, also kannst du das gar nicht unvoreingenommen betrachten.
Langsam dämmerte es ihr und sie begann breit zu grinsen, „Achsoooo…“ überlegte sie, „Das heißt wir dürfen jetzt Sylcia den Arm ausreißen, wenn sie dir zu nahe kommt?“ Fragte sie und es war eigentlich keine Frage auf die sie eine Antwort erwartete und natürlich wollte sie das auch nicht in die Tat umsetzen. Es war schlicht ein ganz böser Seitenhieb, auf das was Isildur mit Calladreth getan hatte, als er ihn und seine Schwester in flagranti erwischt hatte. Na ja, den Arm hatte er ihm nicht ausgerissen, aber am Schultergelenk gebrochen, das war für Myrjala fast das Gleiche, außerdem übertrieb sie ja gerne. Gut, das Sylcia kein lyrintha verstand. Sie wandte sich nun immer noch breit grinsend der Hymlianerin zu: „Bist du in meinen Bruder verknallt?“ Fragte sie unverblümt und wartete eine mehr als nur gestammelte Antwort ab, die wahrscheinlich folgen würde.

Yavanna hatte natürlich in Abwesenheit ihrer Schwester auch eine interessante Entdeckung gemacht. Sie holte ihren Beutel hervor und begann damit Myrjala etwas ins Ohr zu flüstern.

„Weißt du noch, vorhin in der Halle? …da warst du auf dem „Loch in den Wolken“ …da war doch so flauschiges Zeug … diese Wolkenfetzen … „ Myrjala nickte während Yavanna sich umsah, dass Isildur davon nichts mitbekam und sprach dann weiter.
„Ich war hier auch schon auf dem „Loch in den Wolken“ … und dort waren diese Fetzen auch … ich habe sie mitgenommen *kicher* … habe aber ein Fell dafür dagelassen. Es ist in meinem Beutel, du musst nur die hand reinstecken … was hältst du davon, wenn wir die anderen Löcher auch noch aufsuchen?“ Die Augen der Waldelfe wurden groß und sie sah die Schwester an, „Ohhh“ Ihr Arm senkte sich bis zur Schulter in den Beutel und man konnte sehen das sie am wühlen war. „Ich will auch.“ Sagte sie mit Leidensmine und schob die Unterlippe nach vorne. Normalerweise eine Mimik die nur bei ihrem Bruder funktionierte.
„Wann suchen wir denn die anderen Löcher? Glaubst du die haben das überall liegen?“ fragte sie im Flüsterton und warf ebenfalls einen Blick zu ihrem Bruder rüber, wusste sie doch was er von solcherlei Aktivitäten hielt. Eigentlich erstaunte es sie auch, dass Yavanna einfach die Wolkenfetzen mitgenommen hatte, da sie normalerweise ebenfalls nicht fürs Stehlen war. Gut, vermutlich war ihr das nicht bewusst. Hatte sie nicht ein Fell dort liegen gelassen? Sicherlich sah sie es als Tausch an. Myrjala hoffte das Yavanna genug Felle dabei hatte, sie wusste nämlich schon genau was sie mit den erstandenen Wolkenfetzen machen würde, aber dafür brauchte sie mehr als nur eine handvoll. Mit ihrer Cousine wäre es ein viel leichteres Unterfangen, aber vielleicht konnte sie ja Yavanna auf den Geschmack bringen. Isildur wäre nicht begeistert…

Heliors Hinweis an Isildur, dass sich sein Essen gerade selbständig machte bekam sie nicht mit.
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Donnerstag 15. Juli 2010, 15:03

Myrjala war mal wieder überall und nirgends mit ihrem nie still stehenden Mundwerk. Ständig plapperte sie, ob gefragt oder ungefragt und vor allem, gerne dazwischen. Wenn man auch zu Wort kommen wollte, musste man ihr schon mal das Mundwerk verbieten. Je nachdem wie ernst die Lage, gelang einem das früher oder später. Yavanna versuchte es des Öfteren damit, dass sie ihrer Schwester die Hand auf den Mund legte oder ihr ihre Zöpfe in den Mund stopfte. das sorgte alle mal dafür, dass Myrjala ruhig wurde, wenn sie danach auch umso mehr rumquengelte. Jetzt gerade aber, musste Helior sich mit Myrjala herum plagen und wenn er sich nicht zu helfen wusste, hatte er selber schuld, Yavanna meinte das nicht böse, aber ein Erwachsener sollte sich schon gegen ihre Schwester durchsetzen können. Alternativ konnte er es auch wie Isildur handhaben und einfach auf Durchzug schalten oder aber, sich offenkundig mit etwas Anderem beschäftigen, wenn gleich das auch mit Tränen ihrerseits geahndet wurde. Das Myrjala ununterbrochen quasselte, schien ihren Führer aber nicht zu stören, n8cht mal, wie Yavanna ihn zusätzlich ansprach. Sie befand, dass sollte sich Isildur auch zu Herzen nehmen.
Zwischendurch korrigierte Helior Yavanna, da diese seinen Namen falsch ausgesprochen hatte. Im Gegensatz zu ihrer Schwester konnte Yavanna sich seinen Namen durchaus merken, aber sie befand, dass Helium besser war.

„Ich wissen, dass du Helior … ich nur finden, dass Helium klingen besser … diese –um haben tollen Klang …deswegen ich dich so nennen… du mal müssen spielen mit -um“, freigiebig platzte sie damit heraus, dass sie einfach den Klang der Endung toll fand und grinste ihn breit an.
Dann hatte sich helior schon wieder ihrer Schwester zugewandt und sprach mit ihr, wobei Yavanna nicht wusste, um was es ging. Was wohl daran lag, dass Assatal sie abgelenkt hatte. Er saß nun ganz dich neben ihr und blickte sie mit großen Kulleraugen bittend an.

„Was möchtest du denn?“, fragend sah sie ihn an und strich ihm über seine glänzenden Schuppen. Assatals Blick ruhte auf ihrem Wasserkrug und richtete sich dann wieder auf sie.
„Ach so … hier, bitte“, mit einer flinken Bewegung holte sie den Krug vom Tisch und hielt ihn ihrem Kleinen vor die Schnauze. Assatal fiepte freudig und drückte seine Schnauze in den Krug, so gut das eben ging. Schnell musste er feststellen, dass gerade noch seine „Nase“ hinein passte, so schnellte dann eben immer wieder seine rosafarbene Zunge in den Krug. Yavanna fand, dass das total niedlich aussah, fast wie bei einer Katze, nur dass ihr Kleiner die Augen nicht schloss.

„Myrjala, sieh mal … ist das nicht niedlich?, nun fiepte Yavanna und ihre Augen glänzten, wie sie es immer taten, wenn sie etwas Niedliches sah. Sie wusste, dass ihre Schwester genauso war, deswegen musste sie ihr das ja auch zeigen.
Yavanna fand sogar Raupen niedlich, wenn sie diese im Blätterwerk beobachtete. Besonders dann, wenn diese von einem aufs andere Blatt wollten, sich dann aufstellten und mit ihren winzigen Füßchen in der Luft strampelten. das war noch so ein Zeitvertreib, den ihr Bruder gar nicht nachvollziehen konnte. Sie aber war der Meinung, dass sie sich um alle Lebewesen im Wald würde kümmern müssen, egal wie groß oder klein diese waren. Dass diese Raupen sich nachher verpuppten, war ein wunderschöner „Nebeneffekt“. Darauf freute sie sich jeden Sonnelauf wieder, wenn die Schmetterlinge erwachten und ihren Tanz vollführten. Nicht umsonst hatte Yavanna sich bestimmten Flieder in allen Farben in der Nähe ihres Zeltes gepflanzt und dazwischen Brennnesseln stehen gelassen.
Zu einem Elfenfest hatte sie sich etwas Besonderes ausgedacht, sie hatte ihren Körper mit Blütennektar bepinselt und hatte sich dann einfach nackt in die Nähe des Flieders gestellt. es dauerte nicht lange und sie über und über mit Schmetterlingen bedeckt. Diesen blieben natürlich nicht lange auf ihr, aber das war ihr egal, wahrscheinlich hätte sie es vor lauter Kribbeln sowieso nicht länger ausgehalten.

Assatal hatte wohl genug getrunken und sein ach so schweres Köpfchen auf Yavannas Oberschenkel gebettet, das zumindest holte sie wieder aus ihren Tagträumen. Mit tiefblauen Augen blickte er zu ihr hoch und gab gurrende Geräusche von sich, ein untrügliches Zeichen dafür, dass er sich sehr wohl fühlte. Sie streichelte ihn einfach weiter.

Zuvor hatte sie sich ja schon nach dem Luftdiener erkundigt, ob dieser freiwillig hier war oder nicht und prompt bekam sie von dem Luftelementar selber die Antwort. Allerdings auf eine Art, die ihr nicht so lieb war. Wie es die Art eines Luftwesens war, tanzte es mit und in der Luft, war mal hier und mal dort …wunderschön anzusehen, fast schon meditativ. Yavanna hatte nicht zum ersten Mal ein Luftelementar gesehen, aber für gewöhnlich suchten sie nicht unbedingt die Gesellschaft von normalen Humanoiden. Viel eher konnte man sie an einem schönen Tag in der Zeit des Erwachens in einem Reigen mit Dryaden und Feengeistern beobachten. Sie hatte bisher ein paar Mal das Glück gehabt, diesen wunderbaren Wesen beim spielen zu zusehen und sie wusste auch, dass diese Geschöpfe des Öfteren auch die Feiern der Elfen besuchten, aber in diesem Zusammenhang, hatte sie ein Luftelementar noch nicht betrachten dürfen. Er, so glaubte sie jedenfalls, dass es männlich war, wirbelte um sie herum, sich immer dem Lufthauch anpassend und stets nicht ganz präsent in dieser Welt. Er, der noch keinen Namen hatte, wuselte ihr durch die Haare und zu Yavannas großer Überraschung, strich er ihr über die Ohren und blies einen sanften Windhauch eben über jene. Elfen hatten ganz besonders empfindliche Ohren und so war es unvermeidlich, dass das Luftwesen ihr damit eine gehörige Gänsehaut bescherte. Woraufhin sie zusammen zuckte und ihre Hände schützend über ihre Ohren legte, sie hatte theoretisch nichts dagegen, aber dann doch bitte von der richtigen Person. Mehr verwirrt, denn verärgert, sah sie ihre Schwester an und bedeutete ihr, ihren neuen Freund wegzurufen. Dann erst bekam sie mit, dass Myrjala ihn vorübergehend Lufti getauft hatte.
„Na gut, er freiwillig hier, dann in Ordnung …wenn auch ich nicht verstehen, warum an Stab geklebt … hm, oder angebunden? …na, womit rufen kann“, grübelnd schürzte sie ihre Lippen, ehe sie sich an Lufti wandte.
„Aber du nicht pusten um meine Ohren …du mich hören? … das nicht einfach so machen, du dir merken!“, belehrend hob sie ihren Finger und zeigte dann auf Lufti.
Dann wurde das Gespräch wieder auf ein anderes Thema gelenkt, Sylcia und ihre Verliebtheit. Selbst Helior hatte mitbekommen, wie Sylcia für Isildur schwärmte und das machte es für sie nicht gerade leichter. Sowieso benahm sie sich gerade wie Myrjala, Gefühle in einem stetigen Auf und Ab. Sylcia hatte zwar das Gefühl, dass über sie geredet wurde, aber anhand des Tonfalls konnte sie erkennen, dass es eher um etwas anderes ging, was mit Isildur zu tun hatte. Sie musste auch gar nicht warten, bis die Situation aufgeklärt wurde. Myrjala klagte mal wieder ihren Bruder an, da Sylcia aber weiterhin fragend aus ihrem Gewand blickte, versuchte Yavanna zu übersetzen.

„Ähm, … Myrjala ihm gerade reiben um Nase, wie er damals, …ähm, haben fast ausgerissen Arm von Calladreth, weil …ähm, … er und ich haben halt so gemacht, … ähm … wie heißen, ähm … was Frau und Mann sonst machen zusammen“, fragend blickte sie Sylcia an, ob diese überhaupt etwas verstanden hatte.
„Isildur schlimmer als Hühnchen Mama, du verstehen? … ähm, und nun Myrjala fragen ihn, ob wir dir sollen Arm ausreißen ...weil er immer machen so komische Sachen …aber du nicht sorgen, Myrjala nicht stark genug und Assatal noch nicht mögen Fleisch von Menschen“, mit dem Schalk im Nacken blickte sie Sylcia an. Wie ihr peinlich berührter Gesichtsausdruck einem Erschrockenem wich, lachte Yavanna auf und klopfte ihr auf die Schulter.
„Du nicht glauben oder? …nein, wir nur Spaß.“

Nachdem Myrjala Sylcia lange dann genug mit ihrer Verliebtheit „gequält“ hatte, wollte diese natürlich wissen, was Yavanna ihr zeigen wollte. Länger hätte diese es wahrscheinlich auch gar nicht heraus zögern können. Wenn jemand Geheimnisse vor ihr hatte, so empfand Myrjala fast schon eine Art Zwang, diese Geheimnisse heraus zu finden. So manches Mal glaubte Yavanna fast, dass es ihrer Schwester „seelische Pein“ bereitete, wenn diese nicht alles herausfand, was man vor ihr versuchte geheim zu halten. Dieser Prozess setzte natürlich auch erst dann ein, wenn ihr jemand eigentlich etwas nicht erzählen wollte.
So war es auch jetzt, unglaublich aufgeregt und hibbelig rutschte sie ganz nah an Yavanna heran und konnte es kaum erwarten. Je länger sie erzählte, desto größer wurden Myrjalas Augen, bis diese natürlich auch verlangte, in den Beutel hinein greifen zu dürfen. Ihr Gesichtsausdruck wurde dabei immer seliger, wie immer, wenn sie etwas äußerst flauschiges streichelte und Yavannas Grinsen wurde immer breiter, wobei sie ihrem Bruder verstohlene Blicke zuwarf.
„Ich will auch“, war der übliche Satz, den Myrjala als erstes von sich gab.
„Ist ja gut…“, flüsterte Yavanna zurück. „Du weißt genau, dass ich das nicht alles für mich alleine behalte …das haben wir doch schon vorhin besprochen … nun hör aber auf zu schmollen.“ Sie zog Myrjala an der Unterlippe und blickte immer wieder zu Isildur hinüber, dass dieser nicht lauschen würde. Zum Glück war er mehr oder weniger damit beschäftigt, weiterhin Derat von seinem Essen fern zuhalten. Derat konnte auch echt zur Plage werden.
„Wann suchen wir denn die anderen Löcher? Glaubst du die haben das überall liegen?“ fragte sie ebenfalls geflüstert und warf auch einen Blick zu ihrem Bruder herüber, wussten doch beide was er von solcherlei Aktivitäten hielt. Die Situation hatte wirklich etwas von einer Verschwörung.
„Keine Ahnung, wann wir die anderen Löcher sollen wollen. Ich weiß ja nicht einmal, wie viele von diesen Löchern es überhaupt gibt.“ Nebenbei bemerkte Yavanna, dass Assatal, der dicht bedrängt zwischen den beiden Schwestern saß, mit Myrjalas Zopf spielte und immer wieder dort hinein happste. es konnte auch sein, dass ihr Eichhörnchen ihn ärgerte, aber für solche Spielereien war er ja immer zu haben.
„Ich habe bisher nur das Eine hier unten gefunden … es führt aber noch eine Treppe nach oben, vielleicht sind da noch mehr Löcher. Entweder wir fragen uns durch oder wir schauen selber nach … auf jeden Fall habe ich noch genug zum Tauschen da, ich weiß ja nicht, ob denen die Wolkenfetzen viel bedeuten oder ob sie sie gar vermissen würden.“
Immer wieder vergewisserte sich Yavanna, dass ihr Bruder sie nicht belauschte. war ja auch gar nicht so einfach für ihn, er war immer noch mit mehreren Dingen gleichzeitig beschäftigt … Derat der ihm nach wie vor das Essen streitig machen wollte, dann Sylcia die ihn weiter anhimmelte und ein Helior, der ihn versuchte in ein Gespräch zu verwickeln. Yavanna freute sich auf jeden Fall darüber, mir ihrer Schwester gleich auf die Suche zu gehen.
„Was denkst du, wie sollen wir vorgehen? … und weißt du was, Assatal kann uns dabei helfen, die Wolken zu finden, die riechen immer nach Wasser, er riecht ja auch nach Regen, nur danach muss er schnuppern.“
Wie sein Name fiel, schnellte sein Köpfchen in die Höhe und direkt zwischen die Gesichter der beiden Schwestern, nun blickte auch er verschwörerisch von Einer zur Anderen und sein Schwanz wedelte ganz aufgeregt hin und her.

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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 18. Juli 2010, 18:50

Als Yavanna sowie Myrjala auf die noch bevorstehende Bestrafung hinweisen, verdrehte der große Bruder, so wie Yavanna schon angenommen hatte, tatsächlich genervt die Augen. Schwestern konnten ja so anstrengend. sein. Doch er sagte nichts dazu. Fing die Tomate, die Yavanna ihm zuwarf auf und steckte sie in den Mund. Er zog sich die Tasse mit dem Tee näher zu sich hin und versuchte seine Geschwister zu ignorieren. Was aber reichlich schwer war.
Denn eins konnte er sich gewiss sein, eine Strafe vergaßen sie nicht. Bedeutete es doch meist, dass die beiden Schwestern die Oberhand über ihren Bruder hatten.
wieso können sie nicht mal so was vergessen, wenn sie sonst schon alles andere für sie unwichtige vergessen…aber nein, natürlich nicht
Und würde er versuchen davon abzulenken, so war ein Thema zu finden nicht leicht.
Antwortete er auf die Frage von Myrjala was Sylcia betraf, fühlte sich Yavanna verletzt. Da dann das Gespräch auf Calladreth kam.
Calladreth war ein Elf aus einer Adels Familie, der keine Ahnung vom Leben im Wald hatte. Zu Isildurs Leidwesen verliebte er sich in Yavanna und sie sich in ihm. Nicht das Isildur den Elfen nicht leiden konnte, doch wie sollte ein Elf seine Schwester schützen, wenn dieser im Wald selbst geschützt werden musste? Isildur hatte versucht ihn das Leben zu zeigen- nun ja, eben ganz auf Waldelfenart. Ziemlich ruppig ohne viel verschönte Anweisungen und Erklärungen. Es war eben so.
Und was die Sache damals mit dem Arm betraf. Nun, das war nicht etwas worauf Isildur stolz war. Es war nicht mal gewollt. Doch damals hatte er noch das Problem mit dem Werwolf in ihm, der wesentlich wilder als der jetzige Wolf war.
das ist wieder typisch. Als wäre es meine Absicht gewesen. Wieso müssen sie mich immer daran erinnern? Ich hatte mich nicht unter Kontrolle, und ich bin wirklich froh, dass es so glimpflich ausgegangen ist….wenn ich mir vorstelle, dass ich ihn wirklich getötet hätte. nein…
Isildur nahm einen Schluck von dem Tee. Er schmeckte wie immer nach Blüten. Ein Tee, den er schon des Öfteren trinken musste um seinen Geist zu klären. Manchmal hatte er sogar das Gefühl, dass der Tee müde machte.

Sagte Isildur etwas über dumme Sachen oder über Myrjalas nervigen Drachen, war es ebenfalls falsch. So unterließ er es. Sah nur, wie Myrjala sich den Drachen packte und dieser wieder gespielt verletzt tat.
„Er hat dir wehgetan, ich weiß“, schniefte sie mit Derat gemeinsam. Irgendwie hatte Isildur in diesem Moment das Bedürfnis, diesem kleinen Drachen den Hals umzudrehen. Ja natürlich wusste er, dass dies nur ging, wenn er so klein war. Doch Isildur nahm den Drachen egal welcher Größe nicht ernst. Größe entschied noch nicht über die Fähigkeit ernst genommen zu werden. Mal abgesehen, dass Derat ein Halbstarker war.

wenn der Drache so weiter macht, werde ich ihn irgendwann als Braten servieren…beruhige dich Isildur.

Und über dieses Luftding wollte auch nichts mehr sagen. Dann würde nur wieder ein Vortrag kommen. Dass er gemein sei und ihnen nie etwas gönnen würde. Er seufzte auf. Nahm wieder einen Schluck von dem Tee und schloss kurz die Augen. Schwestern, anstrengend.
Er öffnete sie gerade als Helior mit Sylcia sprach, worauf diese sichtlich noch mehr errötete und ihrerseits antwortete.
Isildur sah zu der jungen Hymlianerin. Auch wenn er nichts verstand, so war ihm klar, worum es ging. Die Blicke der jungen Frau sagten alles.
die hat sich wohl tatsächlich in mich verliebt…Myrjala, du brauchst ihr das nicht noch an den Kopf werfen. Ging es ihm durch den Kopf, als seine Schwester Sylcia ganz unverblümt fragte, ob Sylcia in Isildur verknallt wäre.
Er trank den letzten Schluck Tee und lies sich dann auf seinen auf den Tisch überkreuzten Arme seinen Kopf nieder.
was würde ich jetzt für einen erholsamen Schlaf machen. Ob die hier Bäume haben, wo man schlafen kann? Er schloss kurz die Augen, hörte Sylcias reden.. Mit einem tiefen und auch fast schon gegähnten Murren, gab er ihr Recht.
„ Das wäre wirklich für alle besser. Dann muss nicht ständig übersetzt werden. Kannst nachher mir etwas davon zeigen.“
Er erhob sich wieder, gähnte kräftig und sah dann Helior an, der ihn ansprach. "Äh, Isildur, wolltest du das noch essen?"
Isildur folgte dem Blick des Hymlianers und sah Derat, der schon wieder ihm das Essen streitig machen wollte. Zwar hatte Isildur keinen Hunger mehr, doch wie der Drache es tat, störte ihn noch mehr.
„ jetzt reicht es!“ donnerte Isildur. Schlug mit der einen Hand kräftig auf den Tisch, dass man das Gefühl hatte, der Tisch wollte nachgeben. Er griff nach dem Teller mit der Absicht den Drachen zu erwischen. Dieser verschwand erst mal unter den Tisch mit seiner Beute. Isildur schob mit Schwung den Stuhl bei Seite und kniete sich runter. Doch Derat wusste, wo er ihn musste. Und zwar ziemlich schnell zu Myrjala, hinter ihr versteckend, streckte er ihm die Zunge raus. Isildur knurrte ihm entgegen.
Und noch während Isildur unter dem Tisch, nach dem Drachen schaute, bekam er noch mit, wie erst Myrjala und dann Yavanna Sylcia ziemlich abenteuerlich die Geschichte von Calladreth und dem ausgerenkten Arm erzählten.
das darf doch nicht wahr sein…
Ruckartig kam er hoch. Sein Kopf donnerte gegen die Tischplatte.
„ Autsch!“
Er kam unter den Tisch hervor und erhob sich. Seine Haltung war angespannt.
„...Myrjala! Yavanna! Erzählt nicht so einen Unsinn! Ihr wisst genau, dass es keine Absicht war. Macht ihr das gerne?...Ihr macht ihr noch Angst…und ICH BIN KEINE HÜHNCHEN-MAM...!“
Isildur hielt abrupt inne. Er hatte gerade zwar versucht den Wind aus den Segeln seiner Schwestern zu holen, doch er merkte wie er sich ziemlich im Tonfall vergriff. Er zog die Luft scharf ein und atmete aus. Dies wiederholte er ein paar Mal.
Noch vor dem Tisch stehend, senkte er den Kopf. Denken war gerade ziemlich schwierig. Er strich sich die Haare aus dem Gesicht um sich etwas abzulenken..
Mal nebenbei, dass seine Schwestern ihn wohl sowieso gerade ignorierten. Beide hingen zusammen und steckten ihre Köpfe zusammen. meistens bedeutetet dies, dass irgendetwas ausgeheckt wurde. Doch sich auch noch damit zu befassen, dazu hatte er nicht den Nerv. Er würde seine Schwestern nur noch mehr anfahren. Überhaupt, ob sie etwas anderes mitbekamen war fraglich. Laut genug war er auf jeden Fall geworden.
„Entschuldigung“, sagte er recht ruhig, wandte sich dabei auch gezielt an Sylcia und Helior. Seinen Schwestern warf er nur einen ermahnenden Blick zu.
„ Ich sollte etwas schlafen. Helior wo ist ein Schlafplatz? Ich schätze mal, dass ihr keine Bäume habt, auf denen man schlafen kann, oder?...ich brauche etwas Ruhe“
Damit wandte er sich erst mal von allen ab. Er sah wirklich erschöpft aus. Das war auch ein Grund seiner Aggressivität.

Isildur hatte schon bessere Tage gehabt, wo es nicht so anstrengend war, zwei Schwestern und einen nervigen Drachen zu haben. Manchmal wünschte er sich, dass er etwas von den beiden ablassen könnte und sich eher angenehmen Sachen widmen könnte. Wie faul in der Sonne liegen oder eine nette Jagd. Isildur schüttelte den Kopf. Was waren das nur für Gedanken?

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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 21. Juli 2010, 00:26

Als Myrjala Isildurs Handgelenk packte und ihn entrüstet ermahnte, ihren Drachen nicht flach auf den Tisch zu drücken und so seine Winzigkeit auszunutzen, gab Derat ein mehr als klägliches Winseln von sich. Etwas wuchs an ihm und zwar seine Augen. Er setzte den wohl herzerreißensten Drachen-Dackelblick auf, zu dem er imstande war und wedelte fast hündisch mit seiner ledrigen Schwanzspitze.
"Myrjalaaaaaaaa", japste er, als schnürte Isildur ihm die Luft weg. Der Elf lief sich davon jedoch definitiv nicht beeindrucken. "Ich bekomme so nie - nieeeee! - Schwierigkeiten!", beschwerte sich der kleine Drache. "Die krieg ich doch nur, weil DU die machst. Hättest du gleich mit mir geteilt, wäre alles kein Problem gewesen. Aber nein, der große Elfenbruder will ja alles allein verputzen!" Derat zeterte noch geraume Zeit weiter, das meiste brummelte er zähneknirschend vor sich hin, so dass es nicht einmal wirklich störend wirkte. Er wollte ja ohnehin nur Myrjalas Aufmerksamkeit und dass sie ihn verhätschelte. Am besten mit noch mehr gutem Fleisch. Auch Derat verputzte gern Gebratenes, Rohes, Blutiges ... Hauptsache erlegtes Tier. Mit Gemüse konnte er sich nicht wirklich anfreunden. Da fraß selbst Assatal eher eine Karotte, als dass Derat sie überhaupt nur anschaute.
Jedenfalls funktionierte Derats Schauspieleinlage wunderbar. Myrjala bemitleidete ihren armen kleinen Schuppenfreund und er stimmte in ihr Trauerspiel ein. Selbstmitleid konnte er sehr gut, wenn er dadurch nur etwas mehr ins Rampenlicht rückte. Derat mochte Aufmerksamkeit, doch im Augenblick war er weitaus glücklicher, als sich das Hauptaugenmerk von ihm abwandte. Myrjala und Isildur diskutierten über den Namen der Hymlianerin und wie er nun richtig ausgesprochen wurde. Sylcia selbst schien es egal zu sein. Sie hatte nichts dagegen, auch Syli genannt zu werden. Doch dass Myrjala auf ihre Schamesröte zu sprechen kam, das machte sie nur noch nervöser.
Und dann kam die entscheidende Frage: "Bist du in meinen Bruder verknallt?"
Wenn Myrjala ihr Gegenüber bislang schon für extrem rot im Gesicht gehalten hatte, so durfte sie nun mit ansehen, dass der vorherige Zustand nur ein Bruchteil des Möglichen war. Sylcias Gesicht brannte vor Scham. Die Röte setzte sich bis zur Stirn fort und ihr schreckhafter, ertappter Blick war im Grunde Antwort genug. Sie drehte sich halb von Isildur weg, senkte den Blick bis ihre Augen komplett von den langen, dunklen Wimpern bedeckt wurden. "Myrjala", keuchte sie im gleichen Moment. Ihr war die Situation furchtbar unangenehm. Trotzdem konnte sie es nicht verhindern, kurz zu der Elfe aufzusehen und heftig zu nicken. Als dann aber Yavanna übersetzte, was Isildur offensichtlich mit ihrem Liebhaber angestellt hatte, starrte die Hymlianerin. So ganz verstand sie nicht, aber es verunsicherte sie. War Isildur ein Mann, der in Liebesbeziehungen zu Gewalt neigte? Ausgerissene Arme?! Nein, das konnte sie sich nicht vorstellen! Er sah doch so nett aus!
Dann jedoch schlug sie peinlich berührt die Hände vor ihr Gesicht und rutschte sogar ein Stück weit die Bank herunter. Wahrscheinlich hätte sie sich am liebsten sofort unter dem Tisch oder noch besser in einem Zimmer versteckt.
Den Grund, warum Sylcia ihre aufflammende Zuneigung zu Isildur so unangenehm war, kannte nur sie selbst, aber vielleicht konnte es sich zumindest der Elf denken. Er hatte ja nicht gerade den Anschein eines Romantikers gemacht, der ihr liebevolle Blicke zuwarf. Ein solches Verhalten passte auch nicht zu Isildur, aber vielleicht war es gerade seine unnahbare und zugleich anführerische Art, die Sylcia so anzog. Unter Hymlianern fand man selten einen Mann mit solchem Charakter. Dieses Volk war ein träumerisches und somit luftig locker. Für ernste Persönlichkeiten blieb wenig Freiraum. "Er hat so schöne Silbersträhnen", murmelte Sylcia zwischen ihren Händen hervor und nun glühten auch noch ihre Ohren rot.
Helior, der ebenfalls am Tisch und in ihrer Nähe saß, schmunzelte. Er warf jedoch Isildur einen vielsagenden Blick zu. Er lautete: Lass dir ein so nettes Ding nicht entgehen. Helior kannte Sylcia, wenn auch bislang eher flüchtig, aber er hatte sie schon oft in der Halle der Himmelsreiter gesehen. Sie war eine ganz freundliche Persönlichkeit. Ein lieber Mensch, den man wirklich nur gern haben konnte. Helior mochte ihre Begeisterungsfähigkeit und hatte sie sogar des Öfteren für ihr Egangement gelobt und wie fürsorglich sie mit ihrem Pegasus umgegangen war. Es betrübte ihn fast, dass sie bis morgen würde warten müssen, bis die Luftmagier - möglicherweise - eine Information über Wolkenschwinges Verbleib abgeben konnten. Als Sylcia vermisst wurde, hatten sie sie nicht gefunden. Wie auch, sie hatte in einem Ofen gesteckt, doch das wusste der Hymlianer gar nicht.

Unterdessen fand Yavanna Zeit, sich mit Myrjalas neuestem Freund zu beschäftigen: dem Luftelementar Lufti. Der Name war nicht unbedingt kreativ, aber er sagte alles über das Wesen aus - und er konnte sowohl für männliche als auch weibliche Vertreter genutzt werden.
Dass der windige Charakter des Elementars aber stets mit Elfenohren spielen wollte - auch bei Myrjala hatte er über die länglichen Ohren gehaucht - gefiel Yavanna nicht unbedingt. Prompt machte sie auch darauf aufmerksam. Lufti drehte sich um sich selbst, teilte dabei seinen Körper und ließ ihn wieder zusammenlaufen. Wenn man direkt durch ihn hindurch schaute, wirkte der Hintergrund leicht verschwommen. Fast wie bei Wasser, aber irgendwie erinnerte es zugleich an ein Milchglasfenster - wenn man solche kostbare Handwerkskunst denn kannte.
Plötzlich wurde Yavanna von Lufti angesprochen. Seine leicht böige Stimme wehte ihr entgegen und kitzelte sie dieses Mal an der Nasenspitze. Überraschenderweise sprach er Lyrintha. "Wenn es dir leichter fällt, Yavaaaaaaa-hhhna, so rede ich in der Elfensprache mit dir. Sie klingt schööö-hn, wenn sie auf den Winden gleitet." Lufti lächelte, jedenfalls sah es so aus. Er ähnelte Myrjala, konnte einfach nicht still sitzen. Stets schwebte er ein wenig auf und ab, aber es war keine unruhige Bewegung. Vielmehr wirkte es geradezu hypnotisch. "Ich werde nur noch mit Myrjaaaa-hlas Ohren spielen. Sie kann mich schließlich auch ruuu-hfen. Diese schöne Luftmagie im Stab ... sie lockt. Ich folge ihr soooohhh gern."

Kurz darauf wurde Myrjala aber von einem interessanteren Phänomen als Lufti oder Liebe abgelenkt. Liebe war ja bekannt. Jeden Frühling spielten die Hormone verrückt, es blieb also selbst für die Elfe nichts Neues. Viel spannender war da die Tatsache, dass es Yavanna gelungen war, Wolken-Toilettenpapier zu stibitzen, respektive einfach gegen ein paar Felle zu tauschen. Der nächste Hymlianer, den es auf das stille Wolkenörtchen trieb, würde ganz schön überrascht sein, seinen Hintern plötzlich mit Tierhaar abwischen zu müssen. Möglicherweise würde er das nicht einmal tun, weil ihn eine ähnliche Begeisterung über die weichen Felle packte wie sie Yavanna und Myrjala gegenüber den Wolkenfetzen empfanden.
Die Schwestern hingen verschwörerisch zusammen, tuschelten miteinander und heckten vermutlich bereits Pläne aus, die ihrem Bruder gewaltig gegen den Strich gehen würden.

Da erklang ein klatschender Knall und ein wütender Isildur, von Helior auf den Essensdiebstahl hingewiesen, erhob sich. Stuhlbeine kratzten über den Boden. Gäste und Serviererin blickten sich verwirrt nach dem Elfen um. Der hatte vielleicht Probleme! Erst war er ein pelziges Tier, dann ein Elfenwesen, das rohes Fleisch wünschte und nun schien ihn wieder etwas aufzuregen. Kein leichter Gast, aber niemand sah einen Grund, ihn deswegen vor die Tür zu werfen - noch nicht. Wer wusste schon, wie sich das Ganze noch entwickeln sollte. Isildur verschwand erst einmal unter dem Tisch.
Daraufhin schob sich Sylcia wieder nach oben ... und späte scheu herunter. Hatte er sich mit ihr unter dem Tisch verkriechen wollen, weil auch der Elf seine Liebe nicht länger unterdrücken wollte? Sylcia schwebte auf rosa Wolken. Derat übersah sie einfach. Die Romantik war in ihr geweckt. Sie fächelte sich hastig Luft zu, denn sie glaubte, gleich dahin zu schmelzen!

Ihre Träume wurden schlagartig zerstört, als der Elf wieder hervor kam und ziemlich aggressiv auf seine Schwestern losging. Nicht tätlich, aber seine Stimme wurde immer lauter - bis er zischend die Luft einsog, um sich zu beherrschen. Die ganze Taverne blickte ihn verwirrt an.
Helior nickte, auf die Entschuldigung und die Bitte nach einem Schlafplatz hin. Er winkte die Kellnerin herbei, unterhielt sich kurz mit ihr auf Hymlikor und erhob sich dann. "Ich zeige euch am besten alle eure Zimmer für die Nacht. Bäume gibt es dort leider nicht. Wir schlafen in Betten oder Hängematten, weil diese im Wind so schön schaukeln."
Er zeigte zur Treppe, die auch schon von den Schwestern kurz angesprochen worden war. Dann machte sich Helior auf den Weg. Die Ni'Tessins sollten ein typisches Dreierzimmer der Taverne erhalten. Es kam sehr, sehr selten vor, dass die Schlafräume genutzt wurden. Die Hymlianer bekamen schließlich nicht oft Besuch. Aber trotzdem hielt man die Zimmer sauber und gästebereit. So auch jenes, zu dem Helior die Geschwister bringen wollte.

Sylcia blieb bis zum Schluss am Tisch sitzen. Sie starrte Isildur hinterher, fasziniert wie erschreckt zugleich. Hatte Yavanna doch keinen Scherz gemacht? Hatte sie ihre Versuche, celcianisch zu sprechen, missverstanden und ihr Bruder riss wirklich anderen die Arme aus? Furcht breitete sich in ihr aus, zugleich aber auch Sorge um den Elfen.
Er wirkte ganz anders als noch auf dem Boden. So furchtbar ... aggressiv, beinahe wie ein gehetztes Tier. Ob es an seiner Wolfsgestalt lag oder bekam ihm die dünne Luft hier oben nicht so gut? Schließlich erhob sich auch Sylcia, folgte der Gruppe zur Treppe. Assatal trippelte zu ihr zurück, winselte drachisch zu ihr auf und stupste sie am Bein an. Dann suchte er sich rasch wieder einen Weg zu Yavanna. Im Vorbeirennen schnaubte er Derat entgegen.
"Meine Schuld? So ein Unsinn, ich hab doch gar nichts gemacht!", empörte sich der Drache, noch immer einen kleinen Knochen von Isildurs Mahlzeit im Mundwinkel.
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Myrjala » Dienstag 27. Juli 2010, 12:32

Das Sylcia noch mehr Röte ins Gesicht stieg, auf die Frage ihrer Verleibtheit zu Isildur, ignorierte Myrjala. Rot war schließlich Rot. Allerdings sah der Kopf bei noch mehr Blutzufuhr als nötig, aus, als würde er demnächst platzen. Die Waldelfe überlegte, ob sie Sylcia darauf hinweisen sollte, entschied sich aber dagegen. Das machte das vielleicht auch besser. Außerdem bekam sie, nachdem die Hymlianerin schon fast entsetzt ihren Namen geröchelt hatte, tatsächlich eine Antwort, wenn auch nur in Form eines heftigen Nickens und ein darauf folgendes Halb-unter-den-Tisch-Gerutsche.
Erfreut darüber, dass sie Recht mit ihrer Annahme hatte, hüpfte sie im Sitzen, auf ihrem Platz auf und nieder, so dass es ordentlich rumpste und freute sich wie ein Schneekönig.
„Ich hab’s gewusst! Ich hab’s gewusst!“ Sie klatschte in die Hände. Ganz nachvollziehen konnte sie Sylcias Gefühle zwar nicht, Isildur war mitunter sehr anstrengend, aber gut es war ja ihr Bruder und Familienmitglieder sah man immer ein wenig anders.

Die quirlige Waldelfe war allerdings schon wieder abwesend und bekam nur halb Yavannas mehr schlechte als gute Übersetzung von der Unterhaltung zwischen Isildur und Ihr mit. Sie hatte das mit dem Arm eigentlich bewusst auf lyrintha gesagt. Ja, sogar Myrjala dachte mit. Schließlich sollte es nicht dazu dienen Sylcia Angst zu machen, sondern lediglich dem Bruder seine Vergehen aufzutischen, so dass er sie nie vergaß. Sie würde es, zu seinem Leidwesen, wie man vermuten konnte, niemals vergessen.

Isildurs nun folgender Wutausbruch bekam sie allerdings sehr wohl mit. Es folgte ein lauter Schlag auf den Tisch. Myrjala zuckte erschrocken zusammen. Derat konnte es einfach nicht lassen, das Essen des Waldelfen in Ruhe zu lassen und als Helior ihn darauf hinwies, dass sein Teller sich gerade selbstständig machte, ging eine weitere Rangelei zwischen den Beiden los. Der Erfolg war, dass Isildur den leeren Teller ergatterte und Derat mit der Taube unter dem Tisch verschwand. Isildur folgte, doch Derat wusste ja wer ihn schützen würde und rannte zu seiner Reiterin, um sich hinter ihr zu verstecken und streckte dem Waldelfen die Zunge heraus, was mit einem Knurren seitens Isildur kommentiert wurde.
„Derat, lass das!“ Wies Myrjala den Drachen energisch an und begann ihrerseits an der Taube zu zerren. Doch Derat dachte nicht daran den Vogel loszulassen, so gelangte nur ein Teil davon in ihren Besitz, während er sich nun verraten von der Elfe hinter Assatal versteckte. Ratlos begutachtete sie das gebratene Stück Fleisch in ihrer Hand, denn was sollte sie jetzt damit. Sie entschloss sich dazu es zurück auf den Teller zu legen.
„Hier“, teilte sie ihrem Bruder mit, „Da hast du es wieder.“ Sie grinste breit. Isildur schien ihr aber nicht so wirklich zuzuhören und fuhr seine Schwestern laut, sodass das ganze Gasthaus es mitbekam, an.

„...Myrjala! Yavanna! Erzählt nicht so einen Unsinn! Ihr wisst genau, dass es keine Absicht war. Macht ihr das gerne?...Ihr macht ihr noch Angst…und ICH BIN KEINE HÜHNCHEN-MAM...!“

„Schrei doch nicht so“, missmutig sah Myrjala den wild gewordenen Elfen an, „Wir sind doch nicht taub.“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust und schmollte. „Aber wenn du weiter so schreist werden wir das vielleicht.“ Sie tat es Derat gleich und streckte ihm die Zunge entgegen und wandte sich erhobenen Kopfes ab. Ihre Haltung entspannte sich wieder, während sie mit ihrer Schwester die bevorstehende Wolkenfetzen-Organsierungsaktion plante. Natürlich im Flüsterton, denn Isildur würde ihnen wohl kaum den Spaß gönnen.

Als erstes stand im Raum, wo die Wolkenfetzen zu finden waren. Natürlich bei den Löchern, aber wie viel gab es hier in der Stadt? Hatte jeder Bewohner sein Eigenes?
„Keine Ahnung, wann wir die anderen Löcher suchen wollen. Ich weiß ja nicht einmal, wie viele von diesen Löchern es überhaupt gibt.“
„Hmmmmmmm…..“ überlegte Myrjala, „Also zumindest wissen wir, dass es bei den Flügelpferdchen eines gibt.“ Sie grinste breit, „Und da war gaaaaanz viel.“ Sie sah sich um, „Und hier schauen wir einfach in jeden Raum… lass mich das mal machen“, sie nickte viel sagend und machte eine Bewegung mit der Hand die Yavanna sagen sollte, dass sie genau wusste wie man so was anging.
„Und Assatal erschnuppert die dann. Das ist eine gute Idee und dann können wir natürlich auch…“ Nachdenklich sah sie den Luftdiener an, „…Lufti einplanen oder die Badegeister. Bin eh der Meinung, dass die sich kennen lernen sollten… Die können dann unter den Türen in die Zimmer hinein gleiten und nachschauen oder durch das Loch das jede Tür hat. Das bekommt dann keiner mit.“ Sie grinste noch breiter. Bei den Löchern handelte es sich um Schlüssellöcher, aber das kannte sie nicht. Sie wohnten schließlich in Zelten und die schloss man für gewöhnlich nicht ab.
„Meinst du die stellen die irgendwo her?“ Fragte Myrjala aufgeregt, as ihr dieser Gedanke in den Kopf schoss, „Das sollten wir dann auch suchen.“

Isildur hatte währenddessen beschlossen, dass es besser war, wenn er schlafen gehen würde. So konnte er sich vielleicht ein wenig erholen und vielleicht klangen dadurch auch seine Aggressionen ein wenig ab. Für alle Anwesenden wäre das sehr wünschenswert. So ergriff Helior das Wort.

"Ich zeige euch am besten alle eure Zimmer für die Nacht. Bäume gibt es dort leider nicht. Wir schlafen in Betten oder Hängematten, weil diese im Wind so schön schaukeln."

„Wie? Nur Betten und Hängematten?“ Die Enttäuschung war der Elfe ins Gesicht geschrieben. „Ich dachte ihr schlaft in den Wolken? Das hat Syli jedenfalls gesagt.“ Leidend atmete sie durch. Darauf hatte sie sich doch am meisten gefreut, richtete sich dann aber auf und folgte Helior, sowie ihrem Bruder, die bereits vorausgingen.

Lufti strich derweil wieder um ihre Ohren. Scheinbar wollte er sie aufheitern so wirbelte das Luftelementar um sie herum. Außerdem hatte er Yavanna mitgeteilt, dass wenn er schon nicht an ihren Ohren spielen konnte, dass wenigstens an Myrjalas machen würde. Die hatte ihm allerdings auch schon gesagt gehabt, dass man das bei Elfen nicht macht. Scheinbar waren aber nicht nur die Hymlianer träumerisch veranlagt, sondern ebenfalls die Luftwesen. Ob es an diesem Element lag das man Zeit seines Lebens vor sich her träumte?
„Nein! Aufhören!“ sagte sie entschieden und legte die Hände schützend über den Ohren, „Das macht man nicht.“ Sie lachte auf, weil er sie kitzelte, „Du bist ganz schön frech.“ Er ließ ihr Haar wehen und sie stemmte die Hände in die Seiten, „Aber du bringst mich auf eine Idee“ Geheimnisvoll sah sie zurück und Sylcia an und dann zu ihrem Bruder und marschierte danach zielstrebig auf die Hymlianerin zu.

„Duuuuu“, begann sie, „Isildur ist ja ein wenig griesgrämig und tut sich auch mal schwer, weil er muss uns ja die ganze Zeit bewachen, aber wenn du ihn davon ein wenig ablenken willst… das tut auch der Liebe gut, dann…“, sie kicherte und drehte Sylcias Kopf so, dass sie ihr etwas ins Ohr flüstern konnte, „dann musst du an seinen Ohren spielen. Elfen sind da seeeehr empfindlich und das mag er voll gerne.“ Sie kicherte abermals. Es war nicht einmal eine Lüge, welcher Elf mochte das nicht, doch war es in diesem Moment ein eigennütziger Vorschlag, denn wenn Isildur abgelenkt war, hatten sie und Yavanna mehr Freiraum, um sich um die Wolkenfetzen zu kümmern. Sie sah der Hymlianerin wieder ins Gesicht, nickte und fragte, „So klappt das. In Ordnung?“ Dann hüpfte sie überaus glücklich, breit grinsend zu ihrer Schwester zurück und wartet darauf, dass diese sie darauf ansprach, denn ihr Gesicht sagte, dass sie etwas mitzuteilen hatte und genau genommen fühlte sie sich schon wieder wie vor dem Platzen. Allerdings… ob sie nun Myrjala fragte oder nicht, sie würde es ihr auch ungefragt erzählen. Da hatte sie mal eine wirklich gute Idee gehabt. Die Weichen waren gestellt. Sie kicherte leise…
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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Sonntag 1. August 2010, 01:36

Wieder einmal benahm sich Derat nicht gerade wie man es von einem Drachen erwartete, selbst wenn dieser in verkleinerter Version durch die Gegend lief. Er hatte es mal wieder auf Isildur abgesehen und hätte es eigentlich besser wissen müssen, Isildur war gerade nicht zu solchen Späßen aufgelegt … Späße nach Drachenart halt. Derat hatte mal erzählt, dass er und seine Geschwister – man mag es kaum glauben – früher eine Art Wettkampf abgehalten haben, wenn es etwas zu fressen gab. Drachenmama oder Drachenpapa brachten einen Ochsen oder Ähnliches mit in die Wüste, ließen es zwischen ihre Kinder fallen und diese nahmen sich dann gegenseitig den Ochsen weg. Muss schon lustig aussehen, wenn der Drache selber nur drei Meter lang ist und dann versucht einen Ochsen von dannen zu ziehen. Angeblich, Betonung auf angeblich, war Derat ja der Kleinste und er hat nie gewonnen, geschweige denn überhaupt etwas zu essen bekommen … so viel dazu, dass er sich heute angeblich durchsetzen muss und das mit mindestens zehn Metern Länge.
Wie zu erwarten war, dreht Isildur fast durch und wollte Derat natürlich den Hals umdrehen.

„Du bist selber Schuld du Tunichtgut. Was musst du ihn auch ständig ärgern. Myrjala, du musst besser aufpassen und fang jetzt nicht an rumzuheulen. Du siehst doch, wie schlecht es ihm geht.“ Mit einem genervten Blick auf Derat gerichtet, wandte sich Yavanna im Appell an ihre, eigentlich große, Schwester und setzte noch einen Fingerzeig hinterher.

„ … und außerdem bist du ekelig …wie kannst du ihm das noch wieder auf den Teller legen …ihgitt!“ Voller Ekel zeigte Yavanna auf das Stück Fleisch, was vorher in Derats Mund war und vermutlich auch noch auf dem Boden lag. Wobei der Boden mit Sicherheit das sauberere Terrain war, wenn man mal bedachte, was Drachen so alles verspeisen. Yavanna hatte mal von Isildurs Drachen erfahren, den er nicht mehr hat, dass goldene und silberne Drachen mit Vorliebe Edelsteine verspeisten oder auch Nahrung, die Humanoide zu sich nahmen, aber Derat hatte sich als Allesfresser, im wahrsten Sinne des Wortes, herausgestellt.
Er probierte alles, was groß, bzw. klein genug war, um in seinem Maul zu verschwinden und da er meistens alles roh aß, wollte Yavanna sich den weiteren Ekel ersparen und blendete die Bilder ganz schnell aus.
Dann passierte eines der Dinge, was Yavanna gar nicht mochte und im Gegensatz zu ihrer Schwester, die dadurch noch bockiger wurde, erschrak Yavanna sich furchtbar.
Isildur hatte sich den Kopf an der Tischplatte gestoßen und fluchte nun richtig rum, wobei er sich ganz schön im Ton vergriff.
„...Myrjala! Yavanna! Erzählt nicht so einen Unsinn! Ihr wisst genau, dass es keine Absicht war. Macht ihr das gerne?...Ihr macht ihr noch Angst…und ICH BIN KEINE HÜHNCHEN-MAM...!“
Myrjala polterte gleich dagegen, die hatte damit die wenigsten Probleme, Yavanna guckte ihren Bruder nur mit traurigen Augen an. Sie mochte es überhaupt nicht, wenn er anfing zu brüllen. Er bemerkte zum Glück recht schnell, dass das nicht der richtige Weg war. Ein Entschuldigung, war zurzeit das Einzige, was er über die Lippen brachte, ohne sich weiter aufzuregen. Danach ließ er sich von Helior nach oben in ihr Zimmer führen. Yavanna blickte mit lange nach.
Dann wandte sie sich mit Wut in der Stimme anklagend an Derat, der immer noch auf Myrjalas Arm saß.

„Musste das sein? …ständig übertreibst du es und immer machst du alles kaputt. Du benimmst dich schlimmer, wie ein Ork im Wald. Du solltest dich wirklich was schämen. Selbst Assatal benimmt sich erwachsener und er ist noch ein Baby. Du musst auch mal dazu lernen und nachdenken, selbst Myrjala bekommt das hin und sie achtet wenigstens auf denjenigen, den sie ärgert und weiß wann Schluss ist. Du solltest mal daran denken, wie enttäuscht deine Eltern wären, wenn wir ihnen davon erzählen, wie schlimm du dich als Drache aufführst … und rumheulen brauchst du auch nicht, dass zieht nicht.
Yavanna wusste genau, dass ein paar Anschuldigungen übertrieben waren, aber Derat sollte sich auch mal schlecht fühlen, er durfte nicht mit allem durchkommen.
Seufzend trank sie von ihrem Tee. Das Thema stimmte sie nur traurig. Da fiel ihr etwas ein, was Sylcia vorhin gemurmelt hatte … irgendetwas von schönen Silbersträhnen.

„Er nicht mögen das Silber in Haar …er ganz viel grün du braun mögen, weil gut in Wald. Du nachher dabei sein, wenn wir malen an ihn …also Haut und Haar …dann er sich wieder fühlen ganz gut und er besser drauf … ähm, du eigentlich auch schlafen bei uns? …oder du eigen Zelt.“
Fragend blickte sie Sylcia an. Dieses saß immer noch mit den Händen vorm Gesicht eingesunken auf ihrem Stuhl und versuchte irgendwie, dass ihr Gesicht sich abkühlte … mit mäßigem Erfolg.
Die ganze Zeit waberte Lufti hinter Myrjala, bauschte immer wieder ihre Zöpfe auf und ärgerte sie, in dem er mit ihren Ohren spielte. Wobei auch Myrjala das nicht gerade toll fand, wahrscheinlich irritierte es sie. Nun sprach Lufti wieder zu Yavanna … er hatte ein eigenartiges Talent, Unterhaltungen zu führen … sie waren so gedeeeehnt. Endlich verstand sie ihn besser.

„Ja, ich bitte darum, die Allgemeinsprache spreche ich nicht so gut, besonders wenn ich etwas erklären soll. Ich finde auch, dass sich Elfisch schöner anhört, weicher, fast wie Gesang …die Menschensprache ist so voller harter Konsonanten … oh ja, dann spiele weiterhin mit ihren Ohren“, Yavanna lachte schadenfroh.
Wie Lufti so auf und ab schwebte, alles in einer fließenden Bewegung, musste sie schmunzeln.
„Weißt du was Myrjala … so wie Lufti sich bewegt …findest du nicht auch, dass das wie das farbige Muster auf der Kellertür des Magiers aussieht? … Er bewegt sich genauso wie die Farben … und ich frage mich immer noch, was hinter dieser Tür war!“
Schulter zuckend sah sie ihre Schwester an, aber Yavanna wusste, dass Myrjala die Antwort auch nicht kannte … ob sie das wurmte? Vielleicht fiel es ihr das „Abenteuer“ ja wieder ein. Zumindest für die Schwestern war es ein Abenteuer, eigentlich sollten sie nur etwas bei dem Magier abgeben, aber diese unbekannte Stadt in der sie waren, sie waren überhaupt dort das erste Mal in einer Menschenstadt, war ziemlich aufregend, nicht nur für die Elfen.

Myrjala kam zumindest wieder auf das Thema Wolkenlöcher zu sprechen.
Yavanna fand die Idee ihrer Schwester wirklich toll, so etwas Ähnliches hatte sie ja auch schon vorgehabt. Theoretisch konnten die beiden Schwestern fast alle Löcher abgrasen, zumindest die, die frei zugänglich waren. In Häusern wo jetzt Familie oder so, fest wohnten, da mussten sie nun nicht unbedingt hinein. Das wäre aber etwas anderes, wenn sie in ein Haus eingeladen werden würden. Wenn die Felle zum Tauschen irgendwann alle wären, dann hätte sie noch genug anderes, was sie da lassen könnten. Im Laufe der Abenteuer und der Zeit hatte es genug gegeben, was Yavanna schön fand und was sie mitgenommen hatte. Im Endeffekt war dieser Beutel ein Sammelsurium an Kuriositäten und allerlei Brauchbarem.
Jetzt erst mal würden sie die anderen Löcher hier in der Taverne inspizieren und dann abgrasen. Helior führte die ganze Gruppe immerhin die eine Treppe hoch, wo wohl die ganzen Zimmer liegen mussten, in denen die Gäste schliefen.
„Hmmmmmmm… Also zumindest wissen wir, dass es bei den Flügelpferdchen eines gibt. Und da war gaaaaanz viel … Und hier schauen wir einfach in jeden Raum… lass mich das mal machen.“.
Nach dem letzten Satz sah Yavanna ihre Schwester misstrauisch an.
„Was soll das heißen, ich soll dich einfach machen lassen …wenn dann machen wir das zusammen und außerdem müssen wir nur in die Zimmer ein, Wolkenfetzen in den Beutel stopfen und Fell oder anderes dahin legen … du traust mir wohl gar nichts zu … aber das Loch in der Halle sollten wir auch aufsuchen … nachher, wenn Isildur schläft, wir können ihm ja aufschrieben, wo wir sind, dann meckert er nicht wieder rum.“
Bedröppelt sah sie die Treppe hinauf, wohin ihr Bruder mit Helior verschwunden war. Dieser kam gerade wieder die Treppe herunter, wahrscheinlich, um sie zu holen … da würde er noch etwas warten müssen, die beiden Schwestern waren noch nicht fertig mit ihrer Planung.
Assatal saß die ganze Zeit Schwanz wedelnd zwischen den Schwestern und freute sich genauso au die bevorstehende Sache, er würde also mit von der Partie sein. Für ihn war alles ein riesiges, großes Abenteuer … seine Kulleraugen leuchteten.
Myrjala überlegte weiter, wie sie am Besten an Wolkenfetzen heran kamen.
„Und Assatal erschnuppert die dann. Das ist eine gute Idee und dann können wir natürlich auch …Lufti einplanen oder die Badegeister. Bin eh der Meinung, dass die sich kennen lernen sollten… Die können dann unter den Türen in die Zimmer hinein gleiten und nachschauen oder durch das Loch das jede Tür hat. Das bekommt dann keiner mit.“
Yavanna verschränkte die Arme vor der Brust.
„Sag mal, hörst du mir eigentlich nicht zu? … ich hab´ doch Assatal selber vorgeschlagen …du bist echt blöd.“ Sie verpasste ihrer Schwester darauf hin einen Klappser auf den Hinterkopf.
„Lufti können wir einplanen, aber die Badegeister, bist du dir sicher, dass die das verstehen, was sie machen sollen? Die halten immer nur nach Wasser und allem, was mit Baden zu tun hat, Ausschau … ich glaube, die lassen sich zu sehr ablenken, aber kennen lernen sollten die sich auf jeden Fall.“
Vor lauter Planungen waren die Wangen der jungen Elfen schon ganz gerötet und ihre Einfälle wurden immer drolliger.
„Meinst du die stellen die irgendwo her?“ Fragte Myrjala aufgeregt, wie ihr dieser Gedanke in den Kopf schoss. „Das sollten wir dann auch suchen.“
„Au ja, ich hoffe, Sylcia weiß wo …. und dann schauen wir uns an, wie groß das ist, vielleicht passt es ja in den Beutel hinein … mit der Quelle hat es auch geklappt … und wenn sie es nicht weiß, können wir ja in der Schneiderei nachgucken … oh, das hätte ich fast vergessen, wir waren vorhin in der Schneiderei, Sylcia hat uns dort Kleidung besorgt…total weich, du musst dir nachher noch was aussuchen … aber, worauf ich eigentlich hinaus wollte, dort arbeiten die ja auch mit Wolkenfetzen, vielleicht wird das Lochpapier dort auch hergestellt.“ Fragend blickte sie ihre Schwester an, die daraufhin Sylcia fragte. Somit blickten vier Paar äußerst fragen Augen die Hummelfrau an. Da sie vermutlich erst einmal darüber nachdenken musste so entschied sich Yavanna dafür, dass man erstmal die Schlafplätze inspizieren könnte.

„Na los, … gehen wir Heliuuummmm nach, er uns zeigen oben Zimmer mit die Betten.“
Seinen Namen betonte sie ganz besonders, damit er hören konnte, wie toll dieses –um klang, weil er das ja selber noch nicht mal ausprobiert hatte.
„Du gehen vor, …du dich hier kennen aus, du Führer.“
Gesagt getan und schon folgte diese seltsame Truppe wie im Gänsemarsch dem großen Hummelmann.
Den Weg bis zu Treppe hüpfte Myrjala die ganze Zeit neben ihrer Schwester und sie hatte dabei einen Blick drauf, den Yavanna nur zu gut kannte. Sie sah praktisch aus, wie Derat, wenn er etwas im wahrsten Sinne des Wortes ausgefressen hatte … nur das Myrjala so guckte, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Sie ließ ihre Schwester jetzt extra zappeln, quasi bis diese kurz vorm Platzen war … oder in ihrem fall, kurz davor, sich selber zu verraten. Oben, am Ende der Treppe angekommen, blieb sie plötzlich stehen, drehte sich in Myrjalas Richtung, verschränkte ihre Arme vor ihrem Körper und grinste nun ihre Schwester an.

„Schieß los, … was hast du wieder angestellt?“

Das Zimmer für die Geschwister war groß und geräumig, mit einer wahnsinnig großen Fensterfront. Heute war ein toller Tag und die Wolken waren wunderschön. Yavanna sah wie immer die verschiedensten Tiere über den Himmel hüpfen. Hier oben war ihr allerdings aufgefallen, dass die Wolken sich schneller bewegten, wie wenn man sie am Boden betrachtete. Das mochte daran liegen, dass hier oben zum Teil die Wolken sofort um einen herum waren und natürlich auch nicht davor Halt machten, als Regenwolke über einen hinweg zu rollen. Ein wirklich seltsames Gefühl, wenn man danach ganz nass war, obwohl es nicht geregnet hatte. Yavanna beschloss, dass sie viele verschiedene Wolken ausprobieren würde, ob alle sich anders auf der Haut anfühlten. Dafür würde sie sich entkleiden, aber wenn sie das etwas außerhalb tat, dann würde dies wohl schon keinen Hummelmenschen stören.
Hier in diesem Zimmer waren drei verdammt große und wunderschön anzusehende Wolkenbetten. Es waren aber nicht nur einfache Betten wie Yavanna sie schon in anderen menschlichen Gasthäusern gesehen hatte. Diese Betten hier hatten an den vier Ecken Stangen befestigt, die nach oben ragten und oben noch mal durch Querstreben mit einander verbunden waren. Auf diese Querstreben waren luftige Vorhänge aufgezogen, die bis zum Boden reichten und nun leicht und luftig im Windzug flatterten. Sie waren von zartem hellblau und in sich mit tollen Ornamenten gemustert. Wie Sylcia schon erzählt hatte, bestand auch die Bettwäsche aus magisch verwebten Wolkenfasern. Allein schon bei diesem Anblick glänzten Yavannas Augen, vor lauter Freude. Sie entledigte sich ihres Rucksackes und des Beutels, zog ihre Stiefel blitzschnell aus und rannte auf das Bett zu. Mit einem Satz war sie inmitten der flauschigen Bettwäsche und schon halb darinnen versunken, es war herrlich weiche und unbeschreiblich flauschig.

„Myrjala los, … hüpf auch in dein Bett, es ist so toll … weich wie ein Blütenteppich oder wie warmer Sommerregen auf der Haut … hier werde ich gut schlafen.“ Mit einem Seufzen kuschelte sie sich glücklich in die Decke.
Assatal hatte das neugierig beobachtet und kam nun ebenfalls zum Bett getrottet. Mit großen Kulleraugen betrachtete er alles genau, er hob sei Köpfchen und schnupperte an den Vorhängen und der Bettdecke. dann, wie eine kleine Katze, set5zte er sich auf seine Hinterbeine und stützte sich mit den Vorderbeinen auf dem Bett ab, er schnüffelte weiter und fiepte dann Yavanna an.

„Dann komm hoch …du weißt doch, das du mit ins Bett darfst … im Gegensatz zu Derat bist du ja auch sauber.“, kicherte Yavanna vor sich hin.
Assatal ließ sich dies nicht zweimal sagen und hüpfte zu seiner Mama aufs Bett, dort gluckst er vor sich hin und begann nun damit, quer übers Bett zu hüpfen. Assatal gurrte vor Freude und wie draußen im Schnee, happste er auch hier in die Fasern der Bettwäsche. Ein wirklich süßes Bild, eher er sich neben Yavanna in die Deck plumpsen ließ. Er krabbelte daraufhin nach oben zum Kopfkissen, drehte sich um, schob sein Köpfchen unter die Bettdecke und buddelte sich Schwanz wackelnd unter die Decke. Sein Körper samt Schwanz war unter der Decke verschwunden, dann dreht er sich um, so dass nur noch eine silberne Nase unter der Decke hervorlugte … zufriedenes Gurren kam inmitten aus den Wolkenfetzen.

Isildur hatte sich ja schon vor dem Mädels aufs Zimmer bringen lassen. Er hingegen hatte sich die Hängematte ausgesucht und darin lag er nun und schlummerte seelenruhig vor sich hin. Isildur hatte wohl versucht in dem Bett zu schlafen, das war aber wohl nicht das Richtige für ihn. Die Matratze lag schief und die Kissen, sowie die flauschige Decke lagen um das Bett herum verstreut auf dem Boden. Wahrscheinlich hatte er die Festigkeit des Waldbodens erwartet…
Helior hatte recht gehabt, die Hängematte schaukelte wirklich sanft hin und her, deswegen war sie auch in der Nähe des Fensters aufgehängt worden. Wahrscheinlich würde es gar nicht mal schaden, wenn sie ihm auch so eine Hängematte mitnehmen würden.
Yavanna bedeutete Sylcia, dass sie mit ihr sprechen wollten und holte sie zu sich ans Bett heran.
„Diese Matte da, worin mein Bruder schlafen … wo die man kann bekommen?
...Er sich freuen, wenn er auch eine haben … für zuhause.“
Zum Glück mussten die Mädels nicht allzu leise sein, denn wenn er erstmal schlief, dann konnte ihn fast nichts wecken. es sei denn, es waren nicht alltägliche Geräusche. isildur war auch viel zu sehr mit seinen Träumen beschäftigt, jedenfalls schlief er nicht sehr ruhig …aber dem war immer so, wenn er sich in einen Wolf verwandelt hatte. Schlafen war neben einem heißen Bad genau das Richtige …ums Baden würde er trotzdem nicht herum kommen.
Aber zuerst wollte sie ihm noch einen ruhigen Schlaf bescheren. Sie streichelte ihrem kleinen Drachen noch einmal über den Kopf und machte sich dann daran, aus dem Bett zu krabbeln
Ihren geräumigen Beutel griff sie am Henkel und schliff ihn mit über den Boden zu ihrem Bruder. Nicht weit entfernt, stand eine kleine Kommode, auf der stellte sie den Beutel ab, öffnete ihn und vergrub den Arm in dessen Innern. Wie immer, war es so, dass sie alles Mögliche zu fassen bekam, nur nicht das, was sie eigentlich suchte. Ein wenig beruhigendes Räucherwerk wäre jetzt genau das, was er brauchte. Endlich bekam sie das zusammen geknotete Ledertuch in die Hände, in der sich alle Utensilien zum Räuchern befanden. Ein steinerner Untersatz bildete die Unterlage für die glühende Kohle, immerhin wollte sie ja nicht die schöne Kommode mit Brandzeichen versehen. Über die Kohle stellte Yavanna eine Art Dreibein, worauf ein Sieb kam und darauf verstreute man das eigentliche Rauchwerk. Das Stück Kohle bekam sie schnell zum Glühen …jetzt blieb nur noch die Qual der Wahl, welchen Duft sie ihm zu Gute kommen lassen wollte. Die Wahl fiel auf eine Mischung mit Weihrauch, Melissenblättern, Lavendelblüten und Bergamottenöl. Eigentlich mochte Isildur mehr erdigere Duftnoten, aber gerade konnte er ja nichts dazu sagen und außerdem sollte es ja auch speziell wirken. Normaler Weise warf man die Mischungen ins Lagerfeuer, aber so ein großes Feuer war nun mal nicht überall zu errichten. Sie wartete, bis sich der erste Rauch gebildet hatte, schloss dann das Fenster, welches gleich neben ihm war, nahm einen Federwedel und verteilte den Duft immer in seine Richtung. Es dauerte ein paar Minuten, in denen sie immer wieder etwas von dem Räucherwerk nachlegte, bis er sich beruhigte und seinen Schlaf „normal“ genießen konnte.
Natürlich wollte sie ihrem Bruder helfen, aber in diesem Fall diente dies auch ein klein wenig dazu, dass Myrjala und sie ihre Pläne umsetzen konnten.

Während sie weiter den Rauch verwedelte, sah sie sich weiter in dem Raum um. Neben den Betten standen noch kleine, verzierte Tische, auf den jeweils eine große Kerze stand. Um die Betten herum und überall in dem großen Zimmer lagen herrlich flauschige Teppiche, die in ihrer Form Wolken nach empfunden waren. Gegenüber der Schlafgelegenheiten standen geräumige Schränken, die den Besuchern allerhand Platz für die privaten Habseligkeiten boten. Unwillkürlich musste sie lachen, bei der Vorstellung, wie sie und Myrjala verzweifelt versuchten, alle, aber auch wirklich alle ihre Sachen in den Schränken zu verstauen … sie würden platzen.
gegenüber der Zimmertür gab es noch eine weitere Tür, aus hellem Holz, eingefasst in einen geschwungenen Rundbogen. Wie helior gerade erklärte, befanden sich dahinter die Waschgelegenheiten, sowie einen riesigen Badezuber. Dort würden sie auch alles andere finden, was das Herz von Frauen höher schlagen ließ und man eben so zum Baden brauchte. Bei der Erwähnung des Badezubers verengten sich ihre Augen und sie warf ihrer Schwester einen bedeutungsschwangeren Blick zu, der nichts Gutes verhieß. nachdem sie Isildur genug bestrafft hatten, würden sie dann mit Myrjala baden gehen und wenn der Badezuber wirklich so groß wäre, wie Helior ihn beschrieb, dann würde darin auch genug Platz für Assatal sein und die Badegeister wohl gemerkt, wahrscheinlich würde Myrjala nun auch noch Lufti mitnehmen. na ja, so würde es nicht langweilig werden. Dort im Waschraum gab es wohl auch noch eines dieser berüchtigten Wolkenlöcher, aber da waren sich die Schwestern einig, dort würden sie die Wolkenfetzen lassen, sonst hätten sie ja nichts zum Saubermachen und der Weg zur Waschgelegenheit wäre gaaaaanz schön laaaang.

Nach einer ganzen Weile, die sie vor sich hin gewedelt hatte und ihr Arm wehtat, ließ sie die Kohle auskühlen, packte den Rest wieder ein und achte es sich dann neben Assatal wieder auf dem Bett bequem.

„Also, … wo wir fangen an? … was wir machen erst … hier suchen Wolken oder in große Halle?“

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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Mittwoch 4. August 2010, 17:08

„ Danke Helior!“ brachte Isildur hervor. Vielleicht war es wirklich das Beste, wenn er sich endlich zur Ruhe legen würde.
Er stand da, spürte den heftigen Herzschlag von sich. Ihm war heiß und kalt zugleich.
Nur langsam und dabei kontrollierte er seinen Atem, beruhigte er sich.
Doch gerade war er dabei runterzukommen, da fauchte ihn auch schon Myrjala an.
„Schrei doch nicht so. Wir sind doch nicht taub. Aber wenn du weiter so schreist werden wir das vielleicht.“ Darauf folgte ein typischer geschmollter Blick mit dem dazugehörigen Zungerausstrecken. Also etwas was wie immer al täglich war. Mehr trafen ihn dafür die Ausdrücke der Gesichter von Yavanna und sogar Sylcia.
Sie blickten erschrocken. Und Yavannas Blick bohrte sich wie ein Pfeil in sein Inneres. Er sollte seine Schwestern schützen, nicht sie ängstigen.
Er erinnerte sich nur zu gut an das Entsetzen, welches er damals als er noch weniger Kontrolle über sich hatte, bewirkt hatte. Besonders Yavannas Entsetzen hatte nur also stark bei ihm eingeprägt. Es war immerhin ihr Geliebter gewesen, den er damals fast umgebracht hatte.
ich würde so was nie wieder machen…nie wieder…oh, bei allen elfischen Göttern, helft mir, dass ich nicht wieder ausraste….ich muss mir endlich eine vernünftige Pause gönnen.
Gedankenverloren schweifte dabei sein Blick in die Ferne. Er bekam so auch nicht mit, worüber sich die beiden Schwestern unterhielten. Mal nebenbei, dass ihm das aufgeregte und freudige Quatschen einfach zu viel war.
So folgte er Helior nur zu gerne auf eins der Zimmer.
„ Keine Bäume?...nun, gut, wird auch gehen müssen“ murrte er leise vor sich hin. Isildur ließ sich zum Zimmer führen, ignorierte vollkommen die Welt um sich. Irgendwie schien sich gerade die Welt für ihn mehr und mehr in ferne Stimmen und Geräusche zu wandeln. Es war klar und doch recht fremd.
Als Helior isildur die Zimmertür öffnete, blieb Isildur erst stehen. Vorsichtig betrat er den Raum, als würde von irgendwoher eine Gefahr kommen. Tatsächlich hatte es was von einem Tier, welches sich auf einem fremden Revier befand. Er schritt erst ein paar Schritte hinein, legte kurz den Kopf schräg und betrachtete den ganzen Raum.
hmm, sieht ganz nett aus….schade, kein Baum…mal sehen..
Isildur ging dann schnurstracks zu einem der Betten. Skeptisch betrachtete er das flauschige Lager. Er befühlte den Stoff. weich.
das ist ja unglaublich weich…fast wie Federflaum…hier soll man schlafen?
„ helior, sind alle Schlaflager so weich?“ Er warf zur Tür einen fragenden Blick, legte sich aber dann rein. Und schwups…er versank in den Decken.bei allen guten Göttern, da kann man doch nicht schlafen…da versinkt man ja drin.
Er bemühte sich wieder aus dem Bett heraus und mit einer raschen Bewegung fegte er dann die Decke und die Kissen ebenfalls zur Seite. Nun legte er sich wieder hin, nur um kurz darauf wieder aufzustehen. Frustriert schüttelte er seinen Kopf. Das Bett war ihm eindeutig zu weich. Außerdem sank man so ein, dass man ja fast Beklemmungsgefühle bekam. Und es roch ihm zu intensiv nach Wolken und Wasser. So jedenfalls Isildur.
Gerade liebäugelte er mit dem Boden, der war wenigstens hart genug.
Überhaupt war ihm gerade vieles zu viel. Er wollte nur ein einfaches Schlaflager oder einen Platz zum meditieren.
Da blieb seine Aufmerksamkeit an einer Hängematte kleben. Sie hing direkt beim Fenster und so hatte man einen schönen Blick nach draußen auf die Stadt. isildur hatte zwar vorher noch keine Hängematte gesehen, doch vielleicht würde es sich so anfühlen wie wenn er zuhause zwischen Ästen in den Bäumen geschlagen hat.
mal sehen, ob das so ähnlich ist….
Seine Wahl war die Richtige. Er hatte sich gerade hineingelegt, da konnte er die Augen kaum noch offen halten. Die Hängematte schaukelte sanft und gab ihm das Gefühl von Freiheit. Endlich Ruhe! Die würde er auch brauchen, bedachte man die verrückte Idee seiner Schwestern. Selbst das, was Myrjala noch Sylcia ins Ohr geflüstert hatte, bekam er nicht mit.
Isildur war im Reich der Träume, ob es ihm passte oder nicht. Und man konnte davon ausgehen, dass ihm so was an einem fremden Ort nicht passte.
Aber sein Traum war unruhig, wie immer nach so einer Anstrengung. Seine Muskeln zuckten nervös und er knurrte zwischenzeitlich.
Er träumte, von einer Jagd. Er jagte Derat. Einen Derat, der ein Dorf niedermetzelte und Myrjala nur dafür antwortete. „Er will doch nur spielen, dass darf man ihn nicht böse nehmen. Wenn du ihm was tust Isildur, bin ich gaaaaaazzz traurig“ Der Blick, den sie dann immer aufsetzte folgte. Elfen schrieen um ihr Leben, während Derat dort wütete. Mitten auf dem Hof stand seltsamerweise ein Ofen, wie den aus dem sie Sylcia befreit hatten. Eine Elfe mit langen Haaren saß dort drauf und kämmte sich ihre dunkle Mähne.
Yavanna, die dazwischen immer wieder Blumen pflückte und Assatal, der ebenfalls riesig war, von den Pflanzen erzählte. Inzwischen waren keine anderen Bewohner mehr da, als hätte Derat nie etwas angestellt. Dann kam plötzlich ein Schwarm winziger Hymlianern auf winzigen Pegasi, sie trugen Kleidung in den Farben einer Hummel.
Sylcia wurde groß und lief Isildur hinterher und jedes Mal, wenn er sie ansah, schaute sie schüchtern weg. Er trat auf sie zu und sie streichelte ihn.
„ Du hast so ein wunderschönes Fell“ betonte sie verliebt. Da plötzlich stand ein anderes Wesen neben ihn, was es war wusste Isildur nicht. Er konnte es immer gerade aus dem Augenwinkel sehen. Es war ihm vertraut, aber es machte ihn auch irgendwie angst. Er wollte fluchten, sein Fell sträuben und das Mädchen vor ihm schützen. Er drehte sich im Kreis. Knurrte laut und kläffte dagegen, doch bekam die Gestalt nicht zu fassen. Isildur flo, doch es folgt ihn. Tief im Wald kam er zur Ruhe. Neben sich sah ein geflügeltes Pferd stehen. Es wirkte fehl am Platz.
Die Gestalt kam wieder näher. Isildur duckte sich so gut es ging weg…dann bewegte sich die Gestalt auf ihn zu. Isildur blickte in ein männliches elfisches Gesicht. Der Ausdruck war ernst, doch sanft und vertraut. Der Körper muskulös und trainiert. Es streckte die Hand seiner Schnauze entgegen und da fiel Isildur die silbernen Strähnen im Haar des Elfen auf. Genauso silbern wie sein Fell. Er starrte hoch und sah sich in den Augen des Elfen. Er war der Elf und der Elf war auch er.

Isildurs Körper entspannte sich. Die Räuchermischung schien zu funktionieren. Yavanna kannte ihren Bruder gut genug. Sein Atem wurde ruhig.

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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Erzähler » Freitag 6. August 2010, 13:06

Helior brachte Isildur auf das Zimmer. Die Elfengeschwister sollten ein gemeinsames bekommen, das hatte der hymlianische Wächter bereits mit der Besitzerin der Taverne ausgemacht. Wobei es auf Wunsch auch Einzelzimmer gegeben hätte. Auf die Frage hin, ob sich Sylcia der spitzohrigen Gruppe mit den wilden Haaren und den freundlichen Zügen hinzu gesellte, nickte Helior nur. Sylcia besaß zwar ein eigenes kleines Heim in Hymlia, aber sie machte nicht den Eindruck als würde sie dort die heutige Nacht verbringen.
Tatsächlich verriet ein flüchtiger Blick zu der jungen Frau ihm, dass sie das wohl auch nicht wollte. Immer wieder blinzelte sie zu Isildur hinüber, um ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Helior grinste. Es wurde auch Zeit, dass sich Sylcia einmal verliebte, das lenkte sie von ihren wilden Ausreißabenteuern mit ihrem Pegasus ab. Daraufhin seufzte der Hymlianer. Hoffentlich konnte Wolkenschwinge gefunden werden, doch man würde zunächst bis zum Morgen abwarten müssen. Er war gespannt, ob die Luftmagier eine Spur finden konnten.

Das Zimmer selbst war geräumig wie alle Gästezimmer der Leuchtenden Wolke Isildur fielen die schönen Betten mit den seidendünnen Vorhängen wohl kaum auf. Jedenfalls betrachtete er sich weder die hauchdünnen Stoffbahnen, noch die wolkengeformten Kissen oder die flauschigen Decken. Er ließ sich in das nächstbeste Bett fallen und durfte feststellen, dass Hymlia ein Paradies für jene war, die es gern kuschelig hatten.
Helior lachte. "Probiere lieber die Hängematte aus. Werden bevorzugt von Männern genutzt", fügte er rasch an, denn auch er besaß kein festes Bett in seinem Heim. Ihm waren die hymlianischen Matratzen schon immer zu weich gewesen, stopfte man doch statt Gänsefedern dort ebenfalls Wolkenfasern hinein. Wenn das Myrjala und Yavanna erfuhren ... sie würden noch die ganze Wolkenstadt in ihre Tasche packen!
Die Hängematten boten da anderen Komfort. Außerdem schaukelten sie angenehm, so dass man sich wie vom Wind in den Schlaf gewiegt fühlen konnte. Das Gefühl, frei hängend einzuschlafen, erfüllte Helio stets mit Ruhe. Er liebte seine Schlafstatt. Daher konnte er es Isildur nicht verübeln, als sie nicht einmal mehr einen Gute-Nacht-Gruß von sich gab, sondern sofort wegdämmerte.

Auf leisen Sohlen machte sich Helior auf den Weg, seine Schwestern zu holen.
Die standen bereits bei der Treppe und tuschelten munter in ihrer eigenen Sprache. Der kleine blausilberne Drache hockte bei ihnen, schwanzwedelnd vor Freude. Sylcia stand daneben, den Kopf noch immer gesenkt, die Wangen gerötet. Aber sie lächelte. Myrjalas Vorschlag, Isildur doch einmal die Ohren zu streicheln, schien sie zu beflügeln, zugleich aber auch ein wenig zu erschrecken. Im Moment wäre wohl der geeignetste Augenblick. Isildur schlief, wenn auch unruhig.
"Na, Mädchen, was heckt ihr aus?", fragte Helior munter und ahnte ja nicht, wie sehr er doch Recht hatte. Sämtliche Wolkenfetzen, die für die Notdurft hergestellt und zubereitet worden waren, würden bald nicht mehr vor den flinken Händen der Schwestern sicher sein.
Zuvor wurden aber auch diese in ihr Zimmer gebracht. Oben angekommen wartete Helior geduldig an der Tür. Dass Yavanna ihn immer noch Helium nannte, daran gewöhnte er sich langsam. Schweigend schaute er ihr zu, wie sie sich voller Vorfreude in das weiche Bett fallen ließ. Kurz darauf folgten auch Myrjala und Assatal. Lediglich Derat, der sogar von seiner Lieblings-Elfe eine ordentliche Standpauke zu hören bekommen hatte, hielt sich zurück. Er setzte sich neben der Tür hin, den Rücken gegen die Wand gelehnt und die Hinterbeinchen ausgestreckt. So hockte er fast da wie ein Menschenkind, das zu faul zum Arbeiten war. Schmollend versuchte er sich daran, Myrjalas Gesichtsausdruck nachzuahmen, aber Drachen besaßen als echsische Wesen keine Lippen und so misslang ihm auch dies. Frustriert blies er winzige Rauchwölkchen aus seinen Nüstern.

Dies schien Yavanna daran zu erinnern, dass sie Isildur etwas Gutes tun und ihm einen ruhigeren Schlaf bescheren konnte. Sogleich packte sie Räucherwerk aus, wurde dabei neugierig von Sylcia beobachtet. "Oh, das riecht toll", kommentierte sie, als Yavanna etwas von dem duftenden Qualm in ihre Richtung wedelte. Sie folgte der Aromaschwade bis zu Isildurs Matratze. "Und das hilft ihm beim schlafen? Wundervoll, was ihr so alles habt." Scheu erst und zögerlich, dann aber mit liebevoller Ruhe strich sie dem Elfen über das Ohr. Ihre Finger glitten an seiner Haut entlang, streichelten und massierten ihn sanft. Vielleicht half ihm das auch beim Schlafen.
"Ich lasse euch für heute allein", rief Helior von der Tür aus. "Morgen gehe ich gleich zur Luftakademie und frage nach Neuigkeiten. Danach besuche ich euch wieder."
"Gute Nacht, Helior und danke", antwortete Sylcia ein wenig verträumt. Ihre Finger hoben eine der silbernen Strähnen an. Schade, dass Yavanna vor hatte, ihren Bruder neu einzufärben. Das Silber verlieh ihm etwas Raubtierhaftes und Rebellisches. Es brachte die Hymlianerin zum Träumen.

Plötzlich fragte Yavanna nach der Hängematte. "Oh, da kann ich euch eine von meinen mitgeben, morgen. Wenn wir an meinem Haus vorbeigehen. Ich habe noch so viele davon, falls ich mal Gäste habe. Die lassen sich leichter aufhängen als Betten sich in meinem engen Haus austellen lassen müssten." Sylcia kicherte. "Natürlich schenke ich euch eine Hängematte, jedem von euch, wenn ihr möchtet."

Lufti segelte um Myrjala herum. Er hatte offensichtlich begriffen, dass sie wirklich ungern an den Ohren gekitzelt werden wollte und im Gegensatz zu Derat nahm er diesen Hinweis ernst. So spielte das Elementar mit den Vorhängen der Betten, bauschte diese auf und ließ sie wild tanzen, als wären es Geister, die in einen fröhlichen Reigen einher gingen.
"Äh, wann wollt ihr Isildur denn baden und ... glaubt ihr, es macht ihm etwas aus, wenn ich euch helfe?" Sylcia bekam die Worte nur zusammen mit einem hoch roten Kopf heraus, aber sie wäre so gern dabei, wenn Isildurs Strähnen neu eingefärbt würden. Außerdem könnte er ja wesentliche Körperteile unter Wasser verbergen, wenn ihm etwas peinlich wäre.
"Ich werde hier bei euch übernachten. Dann kann ich mit euch bis spät in die Nacht noch Hymlikor sprechen lernen, wenn ihr das wollt. Es ist eine schöne Sprache, genauso wie euer Elfisch. Äh ... welche Wolken wollt ihr eigentlich noch suchen?" Bisher hatte die Hymlianerin ja nicht viel von den Plänen der beiden Elfen mitbekommen.
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Myrjala » Freitag 17. September 2010, 12:54

„Los! Komm! Frag mich!“ Myrjala hüpfte unruhig hin und her. Das Grinsen in ihrem Gesicht war verschwunden und einen quengeligen Ausdruck gewichen. Das Yavanna sie so ignorierte, gefiel ihr überhaupt nicht. Sie musste doch bemerkt habe, dass sie etwas überaus Wichtiges mitzuteilen hatte. Doch Yavanna ging einfach weiter und in Myrjalas Augen, unendlich langsam, die Stufen hinauf. Schon hatte die Waldelfe das Gefühl, das sich Kopfschmerzen breit machten. Wahrscheinlich die Vorstufe zum Platzen… Endlich waren sie oben angelangt und endlich wandte sich die Schwester ihr zu, verschränkte die Arme vor der Brust und fragte mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach, denn sie wusste genau wie sehr Myrjala die letzten Sekunden gelitten hatte.

„Schieß los, … was hast du wieder angestellt?“

„Aaaaangestellt?“ So sehr sich auch mitteilen wollte, so mehr druckste sie nun herum und wich dem Blick von Yavanna aus, Man musste ja alles spannend halten. „Angestellt? Ich habe gaaaar nichts angestellt“, antwortete sie unschuldig und drehte die Enden ihrer Zöpfe um die Zeigfinger, dann breitete sie die Arme weit aus, „Ich habe nur Liebesbote gespielt.“ Sie grinste überlegen. Das war ja auch mal eine super Idee von ihr gewesen.
Kleinlaut und unter einem Nuscheln und einem Blick auf ihre Stiefelspitzen begann sie nun genauer zu erklären. „Ich habe Syli nur den Hinweis gegeben, dass Isildur es mag wenn man an seinen Ohren rumspielt.“ Sie wusste ganz genau, dass Yavanna das nicht mochte und um jede Schelte gleich auszumerzen, folgte sofort die Rechtfertigung. „Das war nicht gelogen. Isildur mag das wirklich. Jaaaaaa, hab ich gesehen… hmh“ Sie nickte, „Er bekommt dann immer so einen schläfrigen Gesichtsausdruck und grummelt nicht mehr so rum... Du willst doch auch, dass es ihm gut geht?“ Sie stemmte die Fäuste in die Seite, so konnte sie den wahrscheinlich, nun folgenden Belehrungen der Schwester besser standhalten.
Helior gesellte sich hinzu. Zwar verstand er kein Lyrintha, aber er besaß scheinbar eine gut ausgeprägte Menschen- beziehungsweise Elfenkenntnis.

"Na, Mädchen, was heckt ihr aus?"

Erschrocken und wie, als hätte man sie bei irgendetwas ertappt, fuhr Myrjala herum.
„Nichts“ antwortete sie kurz angebunden und mit leicht piepsiger Stimme und stürmte an ihm vorbei. Sie kannte sich schließlich selbst am Besten… jedenfalls meistens. Spontan war ihr der Gedanke an die Wolkenfetzen gekommen und vielleicht sah Yavanna das nicht so, was vielleicht besser war, doch sie vermutete, dass man die nicht einfach, auch zum Tausch nicht, mitnehmen durfte. Menschen waren da halt… anders. Zwar waren die Hummelmenschen nicht wie die Menschen am Boden, aber Menschen waren Menschen und bevor sie sich verplapperte und das passierte ihr ja häufiger, nahm sie lieber Reißaus und so kam sie gar nicht erst in Versuchung.

Das Zimmer war schnell gefunden und mit dem Anblick der Betten, war jeglicher Gedanke an das was sie hätte ausplaudern können vergessen. Zwar hatte Isildur, um es sich gemütlich zu machen, schon eine Menge Chaos angerichtet, doch das störte sie nicht weiter. Ihr Blick glitt über die himmlisch weichen und flauschigen Betten. Doch anstatt sie sofort auszuprobieren, wie man es wahrscheinlich von ihr erwartet hätte, stand sie nur da und staunte. Da war Yavanna schneller. Flink war sie aus ihren Stiefeln geschlüpft und ließ sich in die weichen Kissen plumpsen. Erst als sie die Schwester dazu aufforderte es ihr gleich zu tun, huschte ein Grinsen über das Gesicht der Elfe und sie setzte sich in Bewegung und ließ sich auf das Bett daneben fallen. Allerdings dachte sie erst mal nicht daran die Stiefel auszuziehen.

„Oh, es so flauschig. Ich will auch so was haben“, Sie seufzte und drehte sich auf den Bauch. „Warum haben wir so was nicht?“ Sie strampelte mit den Füßen und beobachtete die Schwester, wie sie das Räucherwerk auspackte und sich kurz darauf ein angenehmer Duft in dem Raum ausbreitete. Nun beschloss auch sie die Stiefel auszuziehen und das Bett weiter zu prüfen in dem sie auf der Matratze herumhüpfte. Lachend ließ sie sich auf den Hintern fallen und stellte zum wiederholten Male fest, wie toll sie es fand. Es war schon erstaunlich mit was für einfachen Dingen die Elfe zustellen war und was für ein kindliches Gemüt sie eigentlich hatte.

Helior stand die ganze Zeit unbemerkt an der Türe und hatte die Elfen und Sylcia, die ebenfalls da war und nun ganz dicht bei Isildur hockte, beobachtet. Scheinbar um festzustellen, ob alles zu deren Zufriedenheit war. Nun beschloss er zu gehen und verabschiedete sich.
Myrjala richtete sich auf. „In Ordnung Heli“ Sie winkte dem Hymlianer mit einem Grinsen zu, das so wirkte, als wäre es ihr nur Recht, wenn er ging. „Bis Morgen.“ Zwar hatte sie sich nicht verplappert, aber dass sie irgendetwas plante, wo es besser keine Zuschauer gab, konnte man ihr an der Nasenspitze ansehen. Sie seufzte erleichtert auf drehte sich wieder auf den Bauch und stütze den Kopf in die Hände. Ihr Blick glitt zu Sylcia, die tatsächlich ihren Rat befolgte. Eine zeitlang sah sie ihr grinsend zu und Isildur schien tatsächlich ruhiger zu werden, ob es nun an Sylcias Liebkosungen lag oder an dem Duft der Kräuter, war nicht eindeutig zu bestimmen, aber wie dem auch sei, die Waldelfe drehte es sich eh so zurecht, wie es ihr Besten gefiel.

„Siehst du Yavanna, es funktioniert“, sie grinste verschwörerisch und nickte fast unmerklich zu der Hymlianerin hinüber. Gerade wollte sie zu ihren gemeinsamen Plan, bezüglich der Beschaffung von Wolkenfetzen übergehen, als die Schwester das Thema selber anschnitt. Dummerweise natürlich in celcianisch. Yavanna hatte wirklich keine Ahnung.

„Also, … wo wir fangen an? … was wir machen erst … hier suchen Wolken oder in große Halle?“

Gerade wollte Myrjala dazu ansetzen, dass es besser sei, wenn sie das für sich behielten, denn sie hoffte das Sylcia zu sehr auf Isildur fixiert war, als dass sie das mitbekommen hatte, aber dem war leider nicht so.

„…Äh ... welche Wolken wollt ihr eigentlich noch suchen?"

„Na, diiiie Wolken halt“, druckste sie herum, „Von der Hummelstadt… aaaalles Wolken“, sie setzte sich auf und breitete die Arme aus, um zu signalisieren wie viele Wolken es hier gab, während ein unmissverständlicher Blick Yavanna traf, dass man das doch besser in Elfisch besprach, aber wahrscheinlich war es dafür eh schon zu spät.

„Ich denke, wir fangen hier an“, sagte sie in Lyrintha zu Yavanna gewand und erklärte weiter, „Ich glaube man darf das nicht, auch wenn wir tauschen. Menschen sind koooomisch, also… wir wollen spazieren gehen. Nicht wahr!“

„Nicht? Wir gehen spazieren“, sagte sie nun in Sylcias Richtung und hoffte, das Yavanna mitspielte. Es war ja schließlich nicht einmal gelogen. „Laaaange spazieren… Sterne gucken… Flügelpferdchen gucken in der Halle... Und, und Wolken natürlich... diiiieee Wolken.“ Sie nickte heftig mit dem Kopf auf und ab. Ob Sylcia das glaubte?
Oh, Myrjala nahm so gerne Dinge an sich die ihr nicht gehörten. Gerade dann, wenn sie schön waren, wollte sie sie haben. Aber sie war nicht gut darin, weswegen sie nun mehr dazu übergegangen war, alles was sie hübsch fand sich schenken zu lassen.
Sie erinnert sich an die seltsamen Elfen, die sie getroffen hatten und die sich selber Zithaelfen nannten. Was auch immer Zithaelfen waren. Zitha…hm… könnte auch eine Krankheit sein. Die waren nicht nur seltsam und geheimnisvoll, da sie zum Beispiel in einer Sprache sprachen die keiner der Geschwister verstand. Nein, sie hatten auch so viele seltsame und gleichzeitig tolle Sachen bei sich, da konnte sie einfach nicht widerstehen. So hatte sie in der ersten Nacht versucht sie an die zehnmal zu bestehlen und wurde jedes Mal von ihrem Bruder erwischt. Daraus gelernt hatte sie aber nicht wirklich.

„Und duuuuu, passt auf, das Isildur uns nicht daran hindert. Isildur ist wie eine Glucke.“ Kurz ließ sie das auf Sylcia wirken, vermutete dann aber, dass sie wahrscheinlich nicht wusste was Glucken sind. Zwar konnten die fliegen, aber möglicherweise nicht so hoch. So, genau hatte sie sich darüber noch keine Gedanken gemacht.
„Glucken… Dicke Mamavögel, die auf ihre Babys aufpassen.“ Erklärte sie und hoffte das Sylcia wusste was gemeint war.

„Wollen wir los?“ wandte sie sich nun an Yavanna. Myrjala hatte das Bedürfnis schnell verschwinden zu wollen ehe sie mehr erzählte, als sie sollte. Unruhig rutschte sie an die Kante des Bettes und suchte ihre Stiefel.
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Samstag 2. Oktober 2010, 02:20

Wie Yavanna es geplant hatte, konnte Myrjala es nicht aushalten, dass sie nicht gefragt wurde und somit war es nur eine Frage der Zeit, bis Myrjala sich selber verriet. Sie konnte sogar mit Bestimmtheit sagen, dass keine Minuten vergehen würden, bis Myrjala es gar nicht mehr aushielt und schier damit herausplatzte. Aber Yavanna war so nett und hatte sie dann doch gefragt und wieder war der Gesichtsausdruck ihrer Schwester vom Quengeligen zu Aufgeregten gewechselt.
Myrjala leugnete natürlich erstmal, dass sie etwas angestellt hatte und erwiderte dann, dass sie lediglich Liebesbote gespielt hatte. Yavanna zog eine Augenbraue hoch. Dass ihre Schwester danach begann, ihr alles kleinlaut zu erzählen, bestätigte Yavannas Verdacht, dass Myrjala sehr wohl wusste, was sie da getan hatte und dass das von Isildur unter Umständen wieder Ärger bedeutete.

„Ich habe Syli nur den Hinweis gegeben, dass Isildur es mag wenn man an seinen Ohren rumspielt. … Das war nicht gelogen. Isildur mag das wirklich. Jaaaaaa, hab ich gesehen… hmh … Er bekommt dann immer so einen schläfrigen Gesichtsausdruck und grummelt nicht mehr so rum... Du willst doch auch, dass es ihm gut geht?“
Diese Masche kannte sie nur zu gut von ihrer Schwester, sie war um keine Ausrede verlegen und hatte auch immer etwas zur Hand, um ihr Handeln zu rechtfertigen.
“Das zieht bei mir nicht, das weißt du genau … natürlich will ich, das es ihm gut geht und ja, ich weiss auch, dass er das Ohrenkraulen mag … lass mich erst ausreden!” Myrjala neigte doch sehr dazu, gerne dazwischen zu reden und so beugte sie dem vor oder versuchte es zumindest.
“Du weißt aber auch, dass er nur dann diesen schläfrigen Gesichtsausdruck bekommt, wenn er mehr will von der Frau und bisher ist er nicht so wirklich auf Sylcia angesprungen … hast du ihr das wenigstens auch erzählt, dass das Ganze auf Sympathie beruhen muss, damit es wirkt?”
Yavanna rechnete felsenfest damit, dass Myrjala das zufällig vergessen hatte und verschränkte ihre Arme vor der Brust, während sie ihre Schwester eindringlich ansah. Wie gut, dass Sylcia kein Lyrintha verstand.
Da trat Helior auf die beiden Mädchen zu und wollte wissen, was sie ausheckten. Myrjala war wie immer ein offenes Buch und sah so aus, wie wenn er sie bereits auf frischer Tat bei etwas erwischt hätte.
Yavanna hingegen antwortete nicht darauf. Anstatt so zu tun, als wenn nichts wäre, grinste sie Helior nur an und der Schalk sprach aus ihren Augen. Sie hatte sich besser unter Kontrolle, im Gegensatz zu ihrer Schwester, die eilig das “Weite” suchte, damit sich wahrscheinlich nichts preisgab, von dem, was die Beiden planten.
Dass das Hummelvolk sehr neugierig war, wusste Yavanna ja schon, sie fand, dass diese fast genauso neugierig waren wie Elfen. Helior hatte zwar nicht weiter nachgefragt, aber in seinen Augen konnte sie lesen, dass er es trotzdem gerne wüsste, wenn er auch zu wohl erzogen war, noch weiter nach zu fragen. Er hatte verstanden, dass die Schwestern sich ausschweigen würden und die ganze Zeit, wie er noch im Raum stand, musste Yavanna ihn angrinsen. Sie selber fand die Idee mit dem Tauschen der Wolkenfetzen gegen etwas anderes lustig und sie war sich sicher, dass die Menschen hier oben noch genug irgendwo in ihren Behausungen an Wolkenfetzen hatten, Menschen neigten dazu, von allem viel zu viel zu horten. Denn es war ja nun mal leide reicht so, dass sie es für die ganze Gemeinschaft horteten, sondern nur für sich. So etwas würde es bei Elfen nicht geben, jedenfalls nicht bei den Elfen, die Yavanna kannten und das waren aus ihrer Sicht nicht gerade wenige.
Es würde auf jeden Fall sehr viel Spaß machen, gleich mit Myrjala durch Hymlia zu laufen und die Stadt auf ihre Art und Weise zu erkunden. Ein weiterer Vorteil hier oben war es, dass die Schwestern sich nicht wirklich würden verlaufen können, denn irgendwann würden sie den Rand der Wolkenstadt erreichen und dahinter ginge neu nur noch hinab. Aber diese Aussicht wollte Yavanna keineswegs missen, dass hatte sie sich vorgenommen. Wann kam sie schon einmal in solch luftige Höhen. Auf ihrem kleinen Assatal konnte sie immerhin nicht fliegen und auf Derat, … nun ja, er war ihr zu chaotisch. Sie wollte das Fliegen immer genießen, aber bei Derats ständigen Kunststücken, war das eher eine Nebensache.

Helior verabschiedete sich alsbald, da die jungen Frauen alles hatten, was sie brauchten, er würde wahrscheinlich am nächsten Morgen wieder vorbei schauen oder Sylcia würde die Geschwister zurück zur Halle der Himmelsreiter bringen. Inständig hofften alle darauf, dass die Magier fündig würden, damit dem Pegasus schnell geholfen werden könnte. Aber nun war es an der zeit alles ruhiger angehen zu lassen. Die Betten wirkten entspannend. Überhaupt besaß hier alles eine Leichtigkeit, dass die Elfinnen ihre Gedanken schweifen lassen konnten, wobei Myrjalas Gedanken wahrscheinlich schon wieder mit dem nächsten Chaos beschäftigt waren. Sie sollte recht behalten.

„Warum haben wir so was nicht?“
Mit einem seltsam fragenden Blick, dreht Yavanna sich zu ihrer Schwester um und sah sie misstrauisch an.
“Das ist nicht dein ernst, oder? …”, ungläubig sah sie ihre Schwester an und schüttelte dann den Kopf.
“Warum haben wir wohl keine so großen Schlafgelegenheiten? … Dummchen, ist doch wohl klar … hast du schon mal versucht, so ein Bett versucht zusammen zu klappen und auf ein Tier zu packen? … Myrjala, die Frage hättest du dir echt selber beantworten können.”
Grinsend warf sie ihr ein Kissen an den Kopf, während ihre Schwester sich in den weichen Stoffen aalte.
Yavanna sah zwischendurch immer wieder nach ihrem Bruder, ob es ihm auch wirklich gut ging. Immerhin hatte sich in der Zwischenzeit sein Körper entspannt, lediglich as Zucken der Augenlider deutete darauf hin, dass seine Träume noch sehr lebhaft waren. Sie war sich aber sicher, dass sich das auch bald legen würde.
Sylcia war fasziniert von Isildur und wahrscheinlich auch von den Elfen allgemein, Yavanna war sich sogar sicher, dass ihre Geschwister und sie die ersten Elfen waren, die Sylcia je zu Gesicht bekommen hat. Was ja auch nicht sonderlich schwer war, wenn man bedachte, dass diese Menschen sich so gut wie nie auf dem Boden, geschweige denn in den Wäldern aufhielten und genau deswegen wollten sie Sylcia einen Wald zeigen. Das würde für sie eine genauso wundervolle Erfahrung werden, wie für die Geschwister hier oben in den Wolken und durch irgendeinen Wald würden sie während der vor ihnen liegenden Reise schon noch kommen. Die fünf Tage auf Derats Rücken waren lang und es gab kaum mehr, wie die wunderschöne Landschaft zu betrachten und die Freiheit des Windes zu genießen.
Sylcia jedenfalls genoss nicht nur Isildurs Nähe, sondern auch den wohlriechenden Duft, den die Kräuter verströmten und sie ging davon aus, dass die Kräuter beim Schlafen halfen.

“Ähm, … direkt nein … es geben Kräuter gut für schlafen, aber die nein. Die nur helfen, dass er werden ruhiger … und ja, sie wirklich gut riechen … andere auch. Du werden sehen … ähm riechen. Ich noch viel dir zeigen …räuchern jeden Tag gut.”
Yavanna lächelte Sylcia freundlich an und hoffte, dass diese ihre spärlichen Erklärungen verstand. Lächeln musste sie auch deswegen, weil Sylcia nun mutiger wurde und ihm b bereits in den Haaren herum spielte. Wäre Isildur wach gewesen, hätte sie sich dies unter keinen Umständen zugetraut.
Myrjala saß immer noch auf dem Bett und as auch noch mit Schuhen. Na ja, Yavanna zuckte mit den Schultern, ihre Schwester würde im dreckigen und sandigen Bett schlafen und wenn sie dann wieder nach ihrer Schwester jammerte, dass diese ihr helfen sollte, weil sie des Öfteren von solchen Situationen überfordert war, würde Yavanna sie nur angrinsen und sich ins Bett kuscheln. Während Myrjala uffend das Bett säubern würde, Derat würde ihr dabei vergeblich helfen und das ganze wäre wieder ein amüsanter Anblick.
Sylcia war wohl doch nicht so abgelenkt, wie Yavanna gedacht hatte, jedenfalls klingte diese sich in die Unterhaltung über Hängematten mit ein und bot an, den Schwestern welche zu schenken, woraufhin Yavannas Augen leuchteten.

“Oh, das so lieb … ich gerne nehmen eine, passen in Beutel, da gut aufgehoben, …”, überbelegend blickte sie auf ihren Beutel. “Die da wahrscheinlich dann spielen Fliegen … na ja, warum nicht…..”. Letzteres meinte sie wohl mehr zu sich selbst.
“Du was auch haben wollen von uns? … wir ein paar Sachen haben dabei. Wenn du wollen, dann du gucken in Beutel … aber nicht fallen hinein, dann du ganz alt kommen heraus. … Du so lieb zu uns, du uns vieles schenken …wir dir auch schenken … was sagen du?” Aufmunternd und freudig erwartend blickte sie Sylcia an.
Entweder ignorierte Sylcia ihre Bitte oder aber sie war etwas überfordert damit, dass sie im Gedanken schon wieder bei ihrem Bruder war.

"Äh, wann wollt ihr Isildur denn baden und ... glaubt ihr, es macht ihm etwas aus, wenn ich euch helfe? … Außerdem könnte er ja wesentliche Körperteile unter Wasser verbergen, wenn ihm etwas peinlich wäre."
Nun grinste Yavanna breit.
“Hm, … normal er nichts haben dagegen, wenn jemand gucken beim Baden ihm zu … viele schon gucken … wir und Eltern und auch Frauen, die wollten mehr von ihm … aber ich nicht wissen, wie jetzt beim ihm … er nicht mögen den Zustand …”, unentschlossen blickte sie Sylcia an und zeigte dann auf die silbernen Strähnen in seinem Haar.
“Du ihn einfach fragen, … er nicht mögen, wenn herumdrucksen. Du ihm sagen, was du wollen. Er Waldelf, er nicht anders gewöhnt.” Aufmunternd nickte sie ihr zu und gab ihr einen freundschaftlichen Klapser auf den Oberarm.
Wieder wechselte Sylcia das Thema, sie war wirklich schüchtern und ihr Gesicht fing immer mal wieder an zu glühen.
"Ich werde hier bei euch übernachten. Dann kann ich mit euch bis spät in die Nacht noch Hymlikor sprechen lernen, wenn ihr das wollt. Es ist eine schöne Sprache, genauso wie euer Elfisch. Äh ... welche Wolken wollt ihr eigentlich noch suchen?"
Yavanna antwortete auch, nicht aber, ohne ein weiteres, breites Grinsen auf ihren Zügen zu haben.
“Du dann können nehmen sein Bett … er ja nicht brauchen oder wollen. … Äh ja, … Sprache lernen … ich nicht gut im Lernen von Sprache … du ja hören, aber du ja können versuchen.”
Sie nickte Sylcia zur Bestätigung zu, ignorierte deren letzten Frage allerdings … noch war kein genauer Plan geschmiedet worden und sie hatte sich noch nicht mit ihrer Schwester beraten, ob Sylcia mithelfen oder hierbleiben sollte. Das müsste sie gleich noch diskutieren.
Myrjala klinkte sich mit in die Unterhaltung ein und konnte es nicht lassen, Sylcia weiter zu necken, zum Glück verstand diese nichts.
“Natürlich wirkt es, … er schläft, wie sollte sein Körper sonst reagieren?”, erwiderte Yavanna, während sie ihren Bruder beobachtete.
“Hm, …”, ihr schien eine Idee zu kommen. “Wenn du solche Bedenken hast, dass Sylcia das nicht für gut heißen würde, dann lassen wir sie hier. Sie soll auf Isildur aufpassen, dann hat sie was zu tun … sie ist genauso wie du in dem Punkt, wenn sie nichts zu tun hat, kommt sie auf dumme Ideen. Wenn sie sich um Brüderchen kümmern soll, lässt sich nicht ablenken.”

Yavanna hatte bereits die Unternehmung angesprochen, dass sie noch diese Nacht sich auf den Weg machen wollten, um die Wolken zu suchen und zu sammeln. Myrjala wollte wohl auch gerade darauf zu sprechen kommen, reagierte aber sehr seltsam, dass Yavanna das sie in der Zunge der Allgemeinsprache redete. So sah sie ihre Schwester irritiert an, wie diese herum druckste und ihr komische Blicke zuwarf. Sylcia hatte natürlich zugehört und fragte nun ihrerseits, was für Wolken die beiden Schwestern suchen würden. Myrjala druckste weiter herum, bis sie ihrer Schwester vorschlug, dass Ganze in Lyrintha zu besprechen, da Syli das vielleicht als komisch empfinden würde.
Yavanna blickte sie weiterhin seltsam an.

“Ähm, wieso sollte sie, ausgerechnet sie komisch reagieren? … Hast du nicht selber gesagt, dass sie wie du wäre? … und jetzt doch nicht? Natürlich können wir nur spazieren gehen …”, mit einem verstohlenen Blick in Richtung Sylcia, trat sie näher an ihre Schwester heran.
“Menschen sind wirklich seltsam… wir lassen ihnen doch etwas anderes dafür da … ach, das wird schon nicht so schlimm.” Mit einem Schulterzucken schob sie den Gedanken beiseite. Yavanna konnte Menschen einfach nicht begreifen.
Myrjala zählte Sylcia während dessen alles auf, was sie scheinbar vor hatten, bis sie wieder zum Aufbruch drängte.

“Aber zuerst, nehmen wir die Fetzen von hier.” Mit einem Zwinkern wand Yavanna sich um und ging zur hinteren Tür, durch die sie verschwand.
Der Raum hinter der Tür unterschied sich doch arg von dem Raum in der großen Halle. Dieser war um einiges gemütlicher. Dort drinnen stand ein großer Badezuber, um den herum flauschige Teppiche lagen. Eine kleinere Waschgelegenheit gab es auch noch, falls man sich nur frisch machen wollte. Darüber hing ein Kristall der als Spiegel fungierte. Auch hier gab es eine große Fensterfront, mit seidigen Vorhängen und vielen Blumen, die den Raum attraktiv machten.
Kleinigkeiten, die besonders das Herz einer Frau erfreuten, waren hier und da zu sehen. Seifen, kleine Fläschchen, Badekräuter, Öle, Handtücher, usw. und neben dem Loch fand sie einen Korb, in dem die Fetzen lagen. Sie nahm fast alle heraus und ging wieder, mit einer Melodie auf den Lippen, zu ihrer Schwester.

Bevor die Schwestern also nun endlich ihrer nächtlichen Aktivität nachgehen konnten, wollten sie also ihrem Bruder noch eine Nachricht da lassen. Dann hätte er am nächsten Morgen immerhin keinen Grund zum Meckern, zumindest nach Ansicht der Schwestern nicht.
Yavanna ging zu ihrem Rucksack, genauer zu ihrem Beutel und kramte dort drinnen herum, wobei ihr Arm wieder bis zur Schulter darin verschwand.
“Bevor wir aber das machen …. Ich habe gar nicht gesagt, dass sie wie ich wäre, soweit habe ich noch gar nicht gedacht…“, sprach sie und streckte ihrer Schwester die Zunge raus. “Aber, … obwohl, … jetzt wo du das sagst, hm …”, angestrengt legte sie ihre Stirn in Falten. “… was suchst du denn eigentlich da?” Neugierig wühlte sie sich auf dem Bett herum, dass sie dann mit dem Kopf am Fußende lag, diesen auf ihre Handflächen gestützt und ihre Schwester anblickend.
“Ich suche was zum Schreiben … die Fetzen haben wir ja schon … irgendwo hier in dem Beutel muss die Kohle sein … ich habe sie gleich!”, suchend blickte sie an die Decke, wobei sie weiter in ihrem Beutel kramte.
Myrjala strampelte derweil wieder auf dem Bett herum, dass die Kissen in alle Richtungen flogen.
“Was für Fetzen denn?” Entgeistert sah sie Yavanna an. “Wieso hast du Fetzen und ich nicht? Ich will auch Fetzen haben!” Nun war ihr Gesichtsausdruck dem der Quengelei gewichen und Tränen sammelten sich wieder mal in ihren Augen.
Yavanna hatte wohl in der Zwischenzeit gefunden, was sie gesucht hatte. Noch hatte sie einen freudigen Gesichtsausdruck, der nun ihrerseits einem Fragwürdigen wich.
“Willst du mich auf den Arm nehmen? … Du bist so blöd!” Es gab nicht Vieles, was sie aufbrausend werden ließ, aber wenn Myrjala wirklich gar nicht zuhörte, das war etwas, was sie durchaus wütend werden lassen konnte.
“Ein paar Minuten zuvor bin ich aus dem Raum mit dem Loch in den Wolken gekommen und habe dir gezeigt, dass ich fast alle Fetzen von dort mitgenommen habe und du fragst mich jetzt im Ernst, von was für Fetzen ich spreche?” Ungläubig sah sie ihre Schwester an.
“Da, …”, mit einem Finger zeigte sie auf eine Stelle die nicht weit entfernt von Myrjala war. “Ich habe die Fetzen keinen ganzen Schritt vor deiner Nase auf den Boden gelegt … du bist so blind”
Myrjala wischte sich die Tränen weg. “Ach so, ich kann mir ja nicht alles merken.” Kam die trotzige Antwort. Dann krabbelte sie doch mal vom Bett herunter, bückte sich und hob einige der Fetzen auf und flauschte sie über die Wangen.
“Und nun schreiben wir Isildur einen Brief? Ich weiß ja nicht, ob du das weißt, aber er kann gar nicht lesen!” Ein belehrender Blick traf Yavanna.
Yavanna ignorierte den Blick. “Ich weiß, dass er nicht lesen kann, ich achte auch nicht unbedingt an einen richtigen Brief … zu so einem hätten wir doch selber keine Lust … ich dachte mehr an Zeichen oder so was … halt, was Ada und Brüderchen sonst auch im Wald machen, wenn sie nicht reden.”
Myrjalas Blick erhellte sich sofort wieder und ihre Augen fingen an zu leuchten.
“Ach sooooooo, wir machen eine Schnitzeljagd … wir zerreißen die Fetzen und verstreuen sie hinter uns. Aber was willst du mit der Kohle?”
Yavanna ging zum Bett und setzte sich kopfschüttelnd hin.
“Manches mal frage ich mich, ob du zu viel Sonne abbekommen hast oder ob du das extra machst. … Egal! … Nein, natürlich nicht zerreißen, dass würde ja nicht mal liegen blieben, der Wind ist hier oben zu stark. Ich dachte eher daran, dass wir Bilder zeichnen, dass dürfte sogar er verstehen.”
Myrjala wirkte leicht nachdenklich.
“Sollte er …”,sie hatte sich in Yavannas Richtung gedreht und sah diese nun freudig abwartend und mit großen Augen an. “ … und womit fangen wir an? Ich mal auf jeden Fall die rosa Wolke.”
So wie Myrjala da saß, hatte es eher etwas von einem Wolf, der Schwanz wedelnd darauf wartete, dass sein bester Freund mit ihm ausreiten würde, wie von einer Elfe.
Yavanna bückte sich und hob mehrere Fetzen auf, einige davon gab sie mit ein paar Kohlestücke an ihre Schwester weiter.
“Hm, gute Frage, womit wir anfangen … öhm, was hältst du von diesem Haus hier? --- Was meinst du eigentlich mit rosa Wolke?”Fragend sah sie zu Myrjala.
“Na dieses hier … Dingsbums … Leuchtwolke … du tust ja auch so, als wenn du zu viel Sonne abbekommen hättest, du weißt schließlich genau, was ich meine!” Wieder mal sah sie ihre Schwester trotzig an.
“Du meinst die leuchtende Wolke hier? … und nein, ich weiß nicht, was du meinst, jedenfalls nicht jedes Mal … du redest dir auch manchmal einen Unsinn zusammen und da sagst du mir andauernd, ich könnte die Wörter in der Allgemeinsprache nicht. Was soll man denn zu dir sagen, du findest noch nicht mal die Wörter in unserer Sprache!” …und bei jedem weiteren Wort stiegen Myrjala wieder einmal die Tränen in die Augen, bis sie ihr die Wangen hinunter kullerten.
“… bring mich nicht zum Weinen. Du bist so gemein zu mir. Das sag ich Isildur.” Schmollend saß sie da, die große Schwester.
Yavanna kannte diese Spielchen gut, deswegen musste sie auch wieder mal lachen.
“Du weinst doch schon, du Pflaume … du weißt doch, dass das bei mir nicht zieht und das kannst du auch gerne Brüderchen erzählen…. Er wird nur wieder die Augen verdrehen und genervt davon stapfen und sich nachher bei Ada beschweren … also, dann fang du mit der leuchtenden Wolke als Bild an. Denk aber daran, dass er das erkennen muss, was wir meinen.”
Sie wusste genau, wie sie ihre Schwester bekam und trotzdem musste diese wie so oft das letzte Wort haben.
“Du bist trotzdem gemein.” Yavanna ignorierte das geflissentlich, wenn sie damit glücklich war, bitte sehr.
Assatal war in der Zwischenzeit unter den Decken hervor gekommen und hatte sich zwischen die beiden Mädchen gesetzt, auch er kannte diese Kabbeleien gut und sah leicht belustigt zwischen den beiden hin und her. Selbst Derat fand das Schauspiel immer klasse, genau wie bei seiner großen Freundin, wechselten auch bei ihm die Emotionen. Er hatte sich neben Assatal in die Decke gekuschelt und lauschte nun ebenfalls den Plänen.
Eifrig und mit vor Freude geröteten Wangen, machten sich die beiden jungen Elfinnen daran, ihre Nachricht zu zeichnen. Myrjala malte die leuchtende Wolke auf und Yavanna nahm ein Gruppenbild in Angriff. Die Beiden hatten vorher solcher Art Stoff, aus dem die Fetzen waren, noch nicht gekannt und zumindest Yavanna empfand es als schwierig, darauf zu malen. Bei jedem Strich musste sie den Stoff zwischen ihren Fingern spannen, damit er nicht zerriss und die Kohle darauf überhaupt zu sehen war. Mit ihrem Ergebnis war sie nicht wirklich zufrieden, aber Kohle wäre auch nie ihre erste Wahl, wenn es ums Malen ging. Leder zu bemalen, wäre etwas ganz anderes und ginge um einiges leichter. Myrjala hatte auch so ihre Probleme mit dem Stoff, störte sich daran aber nicht weiter. Jedes Mal, wenn sie mit der Kohle einen Riss verursachte, zuckte sie nur mit den Schultern. Sie war mit dem ersten Bild schnell fertig.
“Da, sieh mal …”, stolz und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen zeigte sie Yavanna ihr Werk. “Ich habe sogar Strahlen um die Wolke gemacht, damit er auch weiß, dass sie leuchtet.”
Yavanna hob ihr Bild auch hoch und zeigte es ihr.
“Ich habe uns gemalt … reicht wohl, wenn er uns an unseren Haaren erkennt oder was meinst du? Assatal und Derat habe ich auch dazu gezeichnet.”
Myrjala sah sich die Zeichnung ihrer Schwester genau an, bevor sie empört dreinblickte.
“Du hast meine Feder vergessen! … So erkennt er mich gar nicht.” Sie schnappte sich den Fetzen und krickelte mit ihrem Stück Kohle eine “Feder” in das Haar der Figur, welche sie darstellte … das Ergebnis war ein schwarzer Fleck.
“Na super, jetzt erkennt man gar nichts mehr … das ist keine Feder, dass kann auch eine dicke fette Fliege sein … kritzele nicht auf meinem Bild rum, ich lass deins auch in Ruhe.!”
Schnell nahm sie ihr den Fetzen weg und begutachtete Myrjalas “Meisterwerk”.
Yavanna atmete tief ein und entschied sich dann dazu, über Myrjalas Kopf eine große
Feder zu zeichnen, die mit einem Pfeil versehen auf den schwarzen Fleck zeigte. Myrjala war unterdessen damit beschäftigt etwas zu zeichnen, was wohl die Akademie sein sollte, was Yavanna auch nur daran erkannte, dass darüber ein Pegasus schwebte.
“Hier, guck mal, … Pegasi und auch die Wolken haben Gesichter.”
“So besser?” Sie zeigte ihr die große Feder “über” ihrem Kopf.
“Ja, jetzt erkennt man mich auch.” Bestätigend nickte sie mit dem Kopf.
“Hm, was meinst du, soll ich uns noch mal zeichnen?” Myrjala sah sie ebenfalls fragend an.
“In Ordnung ….”
Also zeichnete Yavanna noch einmal die kleine Gruppe auf einen Fetzen. Danach kam sie auf die Idee noch große Pfeile auf einzelne Fetzen zu zeichnen, damit sie die Stationen ihres nächtlichen Rundganges in die richtige Reihenfolge bringen konnten.
Yavannas letzte Zeichnungen waren dann das Loch in den Wolken in der großen Halle und ein Bild, was ganz Hymlia zeigte. All diese Punkte waren wichtig, falls Isildur den Mädchen folgen wollte.
Myrjala hatte sich in der Zwischenzeit die “Pfeile” geschnappt und verzierte die Bilder mit allerlei Schmetterlingen, Marienkäfern und plüschigen Hummeln … das war ihr besonders wichtig, dass man den Plüsch am Hintern der Hummel erkennen konnte. Yavanna fügte noch Blumen und Gras hinzu.
Nachträglich zeichnete Yavanna noch ein Bild, was ihrem Bruder deutlich machen sollte, dass sie bei Sonnenaufgang wieder da wären.
“So, dann lass uns die Bilder mal schön sichtbar aufs Bett legen … nehmen wir meines?” Mit einem Blick auf das Bett der Schwester verdeutlichte Yavanna, dass das Bett zu unordentlich war und Isildur die Nachricht dort nie finden würde. Myrjala war mal Protest los einverstanden.
“Dann müssen wir uns nur noch anziehen, unsere Beutel mitnehmen und können uns auf den Weg machen.”
Myrjala stand ebenfalls auf und fing an, ihre Sachen zusammen zu suchen. Mittendrin hörte sie Yavanna leise lachen.
“Sieh mal, …”, mit einem Finger deutete sie auf Isildur. Dieser war wohl voll und ganz darauf angesprungen, dass Sylcia ihm die Ohren massiert hatte und das hatte sie nun davon. Er hatte sich mitten im Schlaf zu ihr umgedreht und sie mit einem Arm einfach zu sich in die Hängematte gezogen. Dort sah es so aus, dass er nicht vorhatte, sie so schnell wieder loszulassen.
Myrjala blieb stehen, ihre Augen weiteten sich und sie fing ebenfalls an zu kichern.
“Ich bin ein Liebesbote, … siehst du?”
“Du bist ein Bote des Chaos, sonst nichts.” gab Yavanna lachend als Antwort.
“Jetzt ist sie wirklich beschäftigt, … los, beeilen wir uns, dann bekommt sie nicht mit, wie wir gehen.”
“Aber, aber, aber …”
“Nichts da mit aber … hier, nimm und dann raus mit dir … ich dachte, wir haben was vor.”
Yavanna hatte ihre Sachen bereits alle zusammen, selbst Assatal steckte schon in der Umhängetasche.
Sie drückte Myrjala den Umhang, ihre Umhängetasche und den Beutel in die Arme und schob sie dann durch die Tür auf den Flur, weiter anziehen konnte sie sich auch noch draußen. Um Lufti und Derat musste sie sich nicht kümmern, die kamen automatisch mit nach draußen und zumindest Derat war auch breit am Grinsen.
Das Abenteuer konnte beginnen.

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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Leuchtende Wolken?

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Freitag 8. Oktober 2010, 14:06

Als sich Sylcia vorsichtig an Isildurs Ohren vornahm, konnte sie tatsächlich sehen, das was passierte. Sein sonst so angespannter Ausdruck wich einem friedlicher und sanfter Ausdruck. Deutlich war die sich langsam entwickelnde Gänsehaut auf seiner Haut zu sehen. Ein genüssliches Schnurren drang über seine Lippen und sein linker Fuß zuckte merklich.
Myrjala hatte recht gehabt, dass er auf so was reagierte.
Das war immerhin eine der Maschen wie die anderen Frauen bei den wilden Elfenfesten Isildurs Aufmerksamkeit bekommen konnten. Denn eigentlich hatte er einen regen Partnerwechsel auf den Festen, so was war öfters bei Elfen üblich. Und Isildur mochte es auch, dass keine feste Bindung dabei bestehen musste.
Obwohl mehrere Elfen schon Interesse an ihm bekundet hatten.
Beherrschte jedoch eine der Frauen besonders gut das Massieren der Ohren, so konnte man auch ihn recht gut bändigen und zähmen. Isildur war wie jeder Elf an den Ohren sehr empfindsam und tatsächlich war es einer der wenigen Punkte, wo er auch noch ruhig wurde. Ob es mit der Sache zu tun hatte, dass sich Tiere gerne hinter den Ohren kraulen ließen, wusste er nicht. Selbst wenn es so wäre, so hätte er es doch abgestritten.

Er drehte sich ihr entgegen und als die junge Hymlianerin nicht aufpasste, zog er sie mit einem Arm auf die Hängematte. Ein Grinsten machte sich auf seinen Gesichtszügen kurz breit, er genoss es viel zu sehr.

Isildurs Vater hatte ihm eins gesagt, dass man denn merkte, wer zu einem gehören würde. Jedenfalls sollte es angeblich so sein, Isildurs Vater hatte damals immerhin seine Frau anders kennen gelernt. Vielleicht wollte er auch nur seinen Sohn beruhigen, als dieser darüber sprach, dass er befürchtete, dass es an seinen Wolf im Inneren lag.
Isildur sah damals seinen Vater ungläubig an. Immerhin wer hörte schon gerne, dass weil man sich so gut dabei hingeben konnte, sich unbewusst eine Partnerin wählte. Isildur hielt sich für eine feste Partnerin noch zu jung. Das konnte er vielleicht in 200 Jahren in Betracht ziehen.
Und der Gedanke, sich nur an eine zu binden, empfand er als unakzeptabel.
Er hatte seine Aufgabe dem Beschützen des Waldes und seiner Familie gewidmet.

Den Arm um die junge Hymlianerin geschlungen, genoss er im Schlaf den Geruch von Freiheit, den sie verströmte. Eine Hand strich durch ihr Haar, den Rücken entlang und blieb dann auf ihren Hintern liegen.

Würde Isildur wach sein, würde er so was bei ihr nicht tun. Nicht weil er schüchtern wäre…sie ähnelte ihn ein wenig zu sehr Myrjala. Obwohl er sie sehr hübsch fand.
Doch wahrscheinlich würde sie seinen Lebenswandel nicht nachvollziehen können. Außerdem würde wahrscheinlich zu ihm, eine Frau passen, die beide Füße auf den Boden hatte- aber konnte er das dann wirklich entscheiden?
Es soll sogar Paare gegeben haben, die überhaupt nicht zusammenpassten und doch hatten sie sich gefunden. Solche wussten angeblich sogar den ´Namen der Seele des anderen. Aber das waren Märchen, die man kleine Elfen erzählte- besonders den Mädchen.

Ein leisen Fiepen, ähnlich dem Wolf, drang zeitweilig über Isildurs Lippen. Sein Fuß zuckte in Abständen.
So bekam er natürlich nicht mit, als seine Schwestern den Raum verließen.
Erst als die Tür geschlossen wurde, regte er sich. Erst öffnete sich nur ein Auge, dann folgte verschlafen das zweite. Er war noch nicht wach. Doch seine Sinne realisierten die junge Frau, den Geruch den sie verströmte und sahen sie keineswegs als Gefahr an. Eher als potenzielle Partnerin. Zu einem anderen Zeitpunkt, so hätte Sylcia unbewusst, eine heftigere Regung bei ihm hervorgerufen.

„Hmmm?“ kurz sah er sich um, legte dann jedoch den zweiten Arm um Sylcia und zog sie ganz auf sich drauf.
So musste die junge Hymlianerin wohl oder übel ausharren bis er wach wurde.

Es verging eine ganze Weile bevor Isildur richtig wach wurde. Er gähnte kräftig und streckte sich.
Der Geruch des Räucherwerks lag noch schwach in der Luft. Es war ruhig im Zimmer. Zu ruhig! Die Sonne war noch nicht aufgegangen.
Das war gut!…hmm, Schwesterchen, weiß genau was ich brauche…aber? was?… ach ja, wir sind nicht zuhause…ist es hier ruhig…schlafen die anderen noch?…oh!… Okay Isildur, was hast du angestellt?… Moment mal..
Isildur Blick ruhte auf der jungen Sylcia.
Was würde wohl Helior denken, wenn er das sehen würde?



OT: das entschlüsseln der botschaft werde ich dann beim nächsten post machen....immerhin sind die schwestern jetzt nicht da...lol

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