Die Taverne

Das Grenzdorf, geschützt durch seinen Wall und die Spähtürme, steht an der Grenze zu Grandessa. Die Soldaten nächtigen in Gaststätten oder bei freundlichen Familien, die einen Platz frei haben.
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Elenath Dunedhil
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Dienstag 20. Juli 2010, 16:18

Als Elenath merkte, dass eine Klinge auf einer seiner empfindlicheren Körperteile zielte, spannte sich jede Faser seines Körpers an. Nun mussterte er sein Gegenüber noch genauer. Er musste ihn durchschaut haben und er schien ein Profi zu sein. Wahrscheinlich ein grandessanischer Profi!
Momentan hatte der "lebensmüde Mann" die Situation in seiner Hand und so würde Elenath niemals an die gewünschten Informationen kommen. Seine Aufgabe war es nun, dass Baltt zu wenden. Wenn Nötig, halt mit einer riskanten Aktion. So warf er einen Blick zu seinen Kameraden rüber und machte ein unauffälliges Zeichen welches bedeutete, dass sie sich nicht in den folgenden Geschehnissen einmischen sollen. Dann sah er zurück in die Augen seines Gegenübers. "Ich würde gerne wissen ob er wirklich Jorsaner war!"... "oder Grandessaner?", dann warf sich Elenath zurück. Er hoffte so aus der Reichweite der Klinge zu kommen, um anschließend seinerseits den Mann zu bedrohen. So zog er noch im Flug seinen Dolch.
Sein Plan war den mann zu entwaffen und anschließend mit seinem Dolch zu bedrohen. Dies war zwar auffälliger, als die Aktion des Mannes, aber hoffentlich auch wirkungsvoller.

Wird Elenaths Plan aufgehen?

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Re: Die Taverne

Beitrag von Erzähler » Montag 26. Juli 2010, 13:05

Elenath riskierte alles. Er hatte noch kurz zuvor seinen Komplizen einen Blick zugeworfen, wo er doch einen leicht verwirrten zurückbekam. Gilgalad Augen schien ihn zu Fragen, ob alles klar wäre. Gab Elenath jedoch das Zeichen, dass sie sich raushalten werden.
Es würde ihre Tarnung zu Nichte machen, wenn angeblich zwei Fremde einen anderen ohne Grund als einzige zur Hilfe kommen würden.
Noch gerade stellte er seine Frage, doch die Antwort wartete er nicht mehr ab.
Elenath warf sich nach hinten. Der Stuhl ging polternd zu Boden. Holte sich Blitzschnell aus der unangenehmen Position, der Mann selber schien jedoch nur für einen Bruchteil darauf zu reagieren. Seine Klinge verschwand ebenso schnell, wie sie hervor kam. In etwas weiterer Entfernung, fiel der Magd ihr Tablett mit lautem Scheppern zu Boden. Der Schenkraum war schlagartig Ruhig.
Elenath hielt den Dolch auf den Fremden gerichtet. Er wurde von vielen Seiten angestarrt. Anspannung war deutlich zu fühlen.
Die Pfeife im Mundwinkel steckend, hob der Fremde beschwichtigend die Hände.
„ Hoa…ganz ruhig.“ Dann richtete er das Wort an die anderen Besucher.
„ Verzeiht den Aufruhr…ich habe es wohl zu weit getrieben.“
dann warf er Elenath einen Blick zu. Er war ernst und nur für Elenath zu hören, flüsterte er.
„ Wir sind im gleichen Gewerbe. Hat man dich nichts gelehrt? Setz dich!“ Es war deutlich ein Befehl.
„ Und er war Jorsaner“ fugte er dann mit normaler Tonlage zu.
Die Magd schien erleichtert zu sein und auch die Gäste. Gilgalad hielt jedoch weiter seine Aufmerksamkeit bei Elenath und den Fremden. Konnte jedoch zeitgleich weiter dem Gespräch mit der Frau folgen. Ich achte auf dich, teilte sein Blick Elenath mit.
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Montag 26. Juli 2010, 14:22

Lass dich nicht von dieser zwielichten Person zum Narren halten!, dachte er. Sein Meister hätte ihm doch eine Information gegeben, wenn hier Spione tätig wären oder eine Mission im Namen der jorsanischen Armee laufen würde. Nach den Vorfällen in diesem Dorf, die den joranischen Spionen einen empfindlichen Schlag erteilt haben, konnte der Meister nicht derartig Unachtsam sein. Niemals konnte sein Gegnüber ein jorsanischer Spion sein. "Haltet eure Schlangenzunge im Zaum! Ein jorsanischer Spion erhebt niemals die Waffe gegen einen Bruder. Hat man euch nichts beigebracht?" Wenigstens einer von Gilgalad, Fionara oder ihm hätte ihn erkennen müssen. Denn so viele jorsanische Spione gibt es nicht, dass man sich noch nie gesehen hätte.
Zu den anderen Gästen sprach Elenath ohne die Augen von dem Mann zu lassen: " Beruhigen sie sich! Ich bin hier im Namen des jorsanischen Königs Richard der III. und seiner jorsansichen Armee. Ich habe alles unter Kontrolle und dieses Gasthaus wurde von Soldaten unseres Königs umstellt. Sie brauchen keine Angst zu haben, denn diese Aktion gielt alleine Grandessanern, die dieses Dorf infiltriert haben". Die Aussage "Ich habe alles unter Kontrolle war" fragwürdig und seine letzte Aussage war gelogen. Dennoch hoffte Elenath die richtige Wirkung erzielt zu haben.
Immer noch den Dolch im Anschlag dachte Elenath nach. Schließlich kam er zu dem Schluss, dass der Mann kein gut gesinnter Jorsaner sein konnte. Ich werde ihm mit einem Trick prüfen! "Zeigt mir das Zeichen, Jorsaner!" Gleichzeitig deutete er Gilgalad, ob er den Mann kennen würde.

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Re: Die Taverne

Beitrag von Erzähler » Dienstag 3. August 2010, 21:02

„ hmm, das Zeichen…“ murmelte der Fremde, während er wieder genüsslich an seiner Pfeife zog. Die Beleidigung ignorierte er ebenfalls.
Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, da konnte man sagen was man wollte. Selbst als Elenath mit seiner Rede an die Besucher der Gaststätte sich wandte, zuckte er nicht mal mit der Wimper.
War ihm alles egal?
Und sein Bluff war mehr als gut gelungen. Die sich vorher noch neugierig verhalten hatten, waren jetzt entweder beruhigt oder sie begannen wild über die Grandessaner zu fluchen. Immerhin wollte niemand einen Spion von dort haben.

Jedoch blieb der hilfesuchende Blick von Elenath nicht unbemerkt.
Gilgalad hatte sich erhoben und kam auf die beiden zu. Sein Gesicht war neutral und mit einem Lächeln fragte er einfach: „Entschuldigt, aber ich sah, dass ihr Pfeife raucht, habt ihr ein Zündholz für mich übrig?“
Eine einfache Frage, jedoch war da Taktik hinter
Der Fremde blickte zu ihm auf und…er grinste.
Gilgalad machte plötzlich große Augen. Ob es positiv oder negativ war, konnte man nicht erkennen.
„ihr…?“ mehr brachte er nicht raus. Doch den Mund schloss er ebenfalls nicht.
Er schien ihn wohl tatsächlich zu kennen.
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Donnerstag 5. August 2010, 19:13

Entweder war der Mann wirklich ein Jorsaner oder ein gerissener Grandessaner. Doch ein jorsanischer Spion würde doch niemals einen Kameraden derartig bloßstellen und eine Mission gefährden. Außerdem ist Gilgalad ein erfahrener Spion, den nichts so schnell aus der Fassung bringt. Bei einem Jorsaner wäre er erstaunt gewesen, aber doch nicht derartig überrascht, dass es ihm alle anmerken. So kam Elenath zu dem Schluss, dass der Mann niemals ein Jorsaner sein konnte. Wieder deutete Elenath Gilgalad ein Zeichen, dass "Wir nehmen ihn in die Mangel" bedeutet. Mittlerweile war Elenath überzeugt, dass der Mann ein ihm feindselig eingestelltes Invidium war. So beschloss er Druck zu machen und die Deckung von Gilgalad fallen zu lassen. Fionara sollte derweil immer noch verdeckt bleiben.
Elenath zog plötztlich seinen Dolch hoch und sprang über denn Tisch. Wenn seine Aktion gelingt, wirft er den Mann auf den Boden und kommt über ihm zu stehen. Dann setzt er den Dolch an seinen Hals und fragt: "Wer bist du?"

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Re: Die Taverne

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 18. August 2010, 15:23

Gilgalad reagierte nicht auf das Zeichen von Elenath. Er schien es nicht mal zu sehen. gebannt stand er da und starrte den Fremden An. fast so, als wollte er sich die Augen reiben. Sein Körper war wie zur Salzsäule erstarrt.

" Ihr hier?..stotterte er noch, dann kam es.
Elenath hatte die Reaktion seines kammeraden falsch gedeutet. So gut kannte er ihn ja auch noch nicht. Sie arbeiteten erst seit kurzen zusammen.
RUMPS!
Elenath Aktion klappte besserr als erwartet.
Mit einem gekonnten Sprung war er über dem Tisch und warf den Fremden samt Stuhl um.
Krachend ging dieser zu Boden. Die Pfeife flog vom Tisch und schliderte übr den Boden. Noch immer qualmend.

." Nein...nicht!" doch es war zuspät, Gilgalads ausruf kam zu spät. Die Klinge von Elenath war an der Richtigen Position. War das Klug gewesen, so mitten in einem Gasthaus?
Elenath hatte es in kürzester Zeit geschafft, mehr als ein Mal hier aufzufallen. Wieder war es ruhig im Gasthaus.
" Du solltest etwas an deiner Ruhe Pfeilen, mein Junge" der Blick war ruhig und ging dann an Elenath Gesicht vorbei.
Elenath konnte eine Hand an seiner Schulter spüren.

" Das ist Hu Kagè. Der Bruder unseres Ausbilders..." flüsterte ihn jemand zu. Es war Gilgalad.
Der Fremde lächelte knapp, doch schien auf alles gefasst zu sein.
" Nimm die Klinge weg, Bursche" kam dann nur schrof.


"
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Montag 30. August 2010, 18:15

" Das ist Hu Kagè. Der Bruder unseres Ausbilders..." flüsterte ihn jemand zu. Es war Gilgalad. Der Fremde lächelte knapp, doch schien auf alles gefasst zu sein. " Nimm die Klinge weg, Bursche" kam dann nur schroff.
Elenath zuckte zusammen: Hu Kagè Dieser Name kam ihm eigentlich bekannt vor. Doch Eric, der der Chef der Spione und Assassinen Jorsars war, hatte der einen Bruder? Elenath wurde so wie Gwenael von ihm persönlich ausgebildet. Doch man kannte Eric als Eric V. So stimmten die beiden Nachnamen nicht überein. Nein...es war nicht der Bruder seine Ausbilders. Elenath zog den Dolch zurück und half Hu Kagè auf die Beine. Dann wandte er sich an Gilgalad und sprach ihn im garmischen Dialekt an: "Gilgalad! Von wem wurdest du ausgebildet? Wohl nicht von Eric?"
Elenath war erst gar nicht aufgefallen, dass er in Garmisch gesprochen hat. So wandte er sich, ohne auf eine Antwort zu warten an Hu Kagè: "Ich muss mich bei ihnen Entschuldigen. Mein Kamerad und mein bester Freund Gwenael, ihr kanntet ihn vielleicht, denn er war ein guter Spion, ist hier in diesem Gasthaus gestorben. Ich habe keine Zeit um den Mord aufzuklären, beziehungsweise um Beweise gegen die grandessarischen Mörder zu suchen ,denn Eric schickte uns auf eine Aufklärungsmission in den Norden. So hoffte ich schon heute mehr zu wissen. So will ich euch fragen, ob ihr Informationen habt? Außerdem wollte ich fragen, wie ihr bei uns beschäftigt seid?"
Schon wieder ist Elenath ins Garmisch verfallen, doch diesees Mal bemerkte er es und er schwor es öfters zu verwenden.

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Re: Die Taverne

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 1. September 2010, 14:58

Verwundert sah Gilgalad noch Elenath an. So, als würde er die Frage nicht verstehen.
„ von wem ich ausgebildet wurde?...von Eric, wen den sonst…Elenath, was soll die Frage…“
Doch Elenath hörte ihn wahrscheinlich nicht mehr zu. Mit einer ausführlichen Entschuldigung half er Hu auf die Beine.
Hu nahm die gereichte Hand entgegen. Er hatte einen kräftigen Händedruck und war scheinbar harte Arbeit gewohnt oder sie war ihm nicht fremd.
Dann fasste er sich ans Kreuz, streckte sich erstmal und strich sich dann die Haare aus dem Gesicht. Suchend blickte er zu Boden.
„ wo ist sie denn?...soso, Eric... Bist du noch grün hinter den Ohren, wenn du in Begleitung von zwei anderen bist? Gwenael? ja! Vergiftet, oder?...man muss immer auf alles achten, so sind schon die besten gestorben…ah! Da!“
Er bückte sich und hob seine Pfeife hoch. Nach einer kurzen genauen Inspizierung steckte er sie wieder in den Mund und zog dran. Dabei klopfte er noch seine Kleidung von Dreck frei, während er sich jetzt wohl seine ganze Aufmerksamkeit auf Elenath lenkte.

„ Du plauderst gerne, oder?...gute Taktik, wenn es eine ist….komm, wir reden draußen. Du kommst auch mit, Gildalad.
Ich brauche etwas Luft.“


„ist alles in Ordnung?“ die Schankmagd stand mehrer Meter von ihnen entfernt. Sie schien wahrhaftig besorgt, nur Elenath wurde kurz ein grimmiger Blick zugeworfen. Hu grinste nur Gilgalad an.

„ geht voraus, ich regele das“ damit strich sich Gilgalad das Haar hinters Ohr und legte ein besonders charmantes Lächeln auf. Er zwinkerte Elenath noch zu, dass er genau wisse, wie man mit Frauen umging.

„ Ich kann es erklären…“konnte Elenath noch vernehmen.

„ Dann lass uns mal gehe, …er weiß schon was er kann…so so Eric? Hmm? Hat er immer noch den Posten hinter dem Tisch? Idiot, wirklich“…so es soll also ein Grandessaner gewesen sein! Bullkacke, das sage ich dir!“ er zog wieder einen kräftigen Zug von der Pfeife.
„..übrigens ist dir klar, dass eigentlich alle Anwesenden in der Taverne getötet werden müssten? Sie wissen jetzt zu viel!“ Seine blauen Augen funkelten Elenath an.
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Dienstag 7. September 2010, 20:14

Er soll wirklich Erics Bruder sein? Das konnte Elenath erst nicht so richtig glauben. "Hu Kagè! Erlaubt mir ein paar Fragen. Seid ihr in unserer...nun ja...wie soll ich es nennen...Bruderschaft! Seid ihr in unserer Bruderschaft beschäftigt! Und wisst ihr etwas über die Geschehnisse hier in Jersa? Ihr habt angedeutet, dass ihr etwas wüsstet. Elenath verschränkte die Arme vor seiner Brust, da die Kälte nach der Wärme des Gasthauses noch agressiver, als vorher unter seine Kleidung drang. "Die Landschaft, entfernt von gut gesinnter und vernunftbegabter Zivilisation wird immer ungemütlicher. Und damit meine ich nicht das Kalte Wetter hier in Jersa. Etwas Böses ist im Gange und selbst, wenn Grandessa nicht in die Morde hier verwickelt ist, so ist es doch an den großen, bösen Geschenissen in Celcia verwickelt. Selbst Natur und Vegetation fügt sich dem Bösen in Celcia, so erlebte ich den Urwald Kapayu, dem ich nur mit Müh' lebend entronnen bin. Wenn Jorsan eine zukunft haben will, müssen wir herausfinden, was in Grandessa im Gange ist. Wenn wir dem bösen in Grandessa nicht das Handwerk legen, werden auch wir in unseren Herzen das Böse selber als Saat pflanzen. Deshalb vesteht meinen Zorn im Gasthaus, ich habe einen Freund verloren, einen der besten Spione Jorsans: Jetzt habe ich die Verantwortung für zwei andere Spione. Nicht noch einmal kann ich mit einem solchen Verlust und mit einer Niederlage heimkehren.
Und nicht nur das treibt mich an. Die Angst um meine Heimat, mein Land treibt mich an. Wir dürfen Grandessa nicht unterschätzen. Doch was halte ich euch mit solchen Reden auf. Wisst ihr eine Antwort auf meine Fragen? Könnt ihr mir sagen welche bösheit in Grandessa umgeht? Hu Kagé, ich denke ihr seid ein weiser Mann und ich denke, dass ihr ebenfalls ein guter und vor allem erfahrener Spion seid. Könnt ihr mir einen Tipp geben, wie ich diese Verantwortung tragen soll?"

Elenath trat einen weiteren Schritt hinaus in die Nachtkälte. Dabei dachte er sich, dass er unbedingt was Wärmeres zum Anziehen kaufen müsste.

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Re: Die Taverne

Beitrag von Gestalt » Samstag 11. September 2010, 12:35

Hu sah Elenath erstaunt an.
“ oh!…na du bist vielleicht neugierig”
Wieder zog er genüsslich an der Pfeife und ließ den Qualm in kleinen Kreisen aus seinem Mund entweichen. Das zeug roch wirklich furchtbar.
Sie standen jetzt ein paar Meter von dem Gasthaus entfernt. Der Lärm von drinnen war hier nicht mehr zu hören. Die Kälte der Nacht hatte sich schon länger auf die die Straßen gelegt. Eisiger Wind kam manchmal auf und ließ einem an die bevorstehende eisige Jahreszeit erinnern.
Hu hatte im Gegensatz zu Elenath nicht das Problem mit der Kälte. Der Alte Umhang mochte zwar schäbig aussehen, doch hielt er die Kälte ab.
Er lauschte andächtig den Worten Elenath und wartete geduldig auf eine Pause. Dabei sah er sich immer wieder um. Die Gegend sollte wenigstens einer im Auge behalten. Elenath war zu abgelenkt. Das die Jugend immer die gleichen Fehler zu Amchen schienen, verstand er nicht. Obwohl Elenath nicht mehr zu den jüngsten gehörte, immerhin war er schon über 30 Jahre.

Hu hob die Hand und gebot Elenath damit Stopp.
“ Du redest wirklich viel, Kleiner…also erstmal, solltest du deinen Übermut in den Griff bekommen. Du bist doch kein Jungspunt mehr” tadelte er zuerst Elenath.

“nun, in dieser Bruderschaft bin ich nicht wirklich. Ich arbeite in vielen Bereichen, du verstehst was ich meine?” er zwinkerte Elenath verschwörerisch zu.
War Hu also ein Maulwurf. Jemand der verborgen beim Feind arbeitete um dann alles wichtige weiterzugeben. Nicht ein einfacher Spion, nein, jemand der sich tief in feindliche Gefilde begab und angeblich die Seiten gewechselt hatte. Ziemlich gefährlich das ganze.
“ Aber trotzdem machst du deinen Arbeit gut und nichts ist härter als der Verlust eines Freundes…ich kann es nachvollziehen, doch lerne nicht alles zu vorschnell zu beurteilen. Als Tipp: Man muß nicht die Leute direkt aushorchen, oft reicht es auch, wenn man die befragt, die angeblich nichts wissen können. Hier zum Beispiel die Schankmagd… glaube mir Junge, oft werden solche Frauen unterschätz ebenso die Huren im Bodell. Solche Leute wissen meist mehr….Aber wage es nicht, das Mädchen von hier zu fragen…sie ist sauber.”
Wieder zog er an seiner Pfeife und blickte hoch zu dem Nachthimmel.
“ Das Böse ist wahrlich in Celcia …und du hast recht, das sich etwas zusammenbraut” Ein kurzen Moment konnte Elenath Zorn in Hu’s Augen sehen, dann war es weg.
“ich weiß nicht nur von den Geschehnissen hier… glaub mir, was zur Zeit in Grandessa vorgeht, da ist es hier wirklich mehr als langweilig. Was ich dir mitteile, wirst du meinen Bruder mitteilen…oder nein, du wirst mich begleiten… aber ohne die beiden anderen. Hör genau zu, Grandessa hat sich mit dem dunklen Volk verbündet. Der König dort arbeitet mit den Dunkelelfen zusammen. Und das ist nicht alles. Nachdem was ich gehört habe, wird die große Stadt Pelgar belagert und Andunie ist auch eingenommen. Die Scheiße ist voll am dampfen, würde ich sagen…”
“ so alles geklärt,” hörte man Elenath hinter ihnen. Schleichen konnte er wirklich gut.
“Was verpasst?”
Hu sah Elenath eindringlich an. Er sollte seinem Kollegen alles wiedergeben.




OT: Viel spaß beim antworten :drop:
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Mittwoch 15. September 2010, 17:32

ot:
Ich hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe!


Elenath erzählte Hu nun alles, was in den letzten Monaten passiert ist. Vor allem von seiner Aufgabe. Schließlich sagte er: "Ich sage dann Fionara und Gilgalad, dass sie die Probleme hier auf den Grund gehen sollen. Dann sollen sie Eric Bericht erstatten, was hier passiert ist und wo wir beide sind. Eric hatte einen etwas anderen Plan, doch er wusste noch nicht, wie Schlimm der Stand in Grandessa ist.
Ich denke, dass ich in einem Stand bin, dass ich diese Entscheidung eigenmächtig fällgen kann. Zumal jede Verzögerung, die eine Besprechung mit Eric und den Generälen zur Folge hätte, jetzt eine Katastrophe herbei führen könnte.

Wir sollten den Dunkelelfen das Handwerk legen, denn sonst ist Jorsan in Gefahr"!

Elenath ging wieder in den Schankraum und setzte sich zu Fionara und Gilgalad. Dannn sprach er sie leise an:" Ihr werdet hier weiterforschen. Dann geht ihr zu Eric und erstattet ihm Bericht. Hu und ich werden alleine nach Grandessa weitergehen. Gilgalad! Du sagtest, ich könnte ihm vertrauen. Grandessa ist momentan ein gefährlicher Ort. Ich bräuchte also Geld von dir, Fionara. Was könnt ihr mir an Ausrüstung anbieten?"

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Re: Die Taverne

Beitrag von Erzähler » Sonntag 19. September 2010, 21:44

Hu sah noch Elenath nach, als dieser wieder ins Gasthaus ging. Er nickte zufrieden, zog wieder an seiner Pfeife und zog dann den Mantel enger.
Die Nacht wurde wirklich kühl.

Fionara und Gilgalad blickten ihn an.
“ ja, du kannst ihn Vertrauen… aber hältst du es für klug. Wir sind gerade mittendrin” gab Gilgalad zu bedenken.
Fionara war da schon direkter. Elenath konnte genau sehen, dass ihr die Sache missfiel.
“ Hör mal, egal wer der Kerl auch ist… ich finde ihn nicht vertrauenerweckend. Außerdem hätte dich doch Eric bestimmt über jemanden wie ihn informiert. Mache keine Fehler… aber du bist ja schon ein großer junger”
Sie lächelte ihn an, begann dann jedoch in ihrer Tasche zu kramen.
Gilgalad legte Elenath seine hand auf die Schulter.
“ Hör mal, achte auf dich…Grandessa ist gefährlich…und lass dich nicht von schönen Frauen einnullen” Er grinste ihn dabei breit an,und deutete auf die noch suchende Kollegin.
“ hier!” sie drückte Elenath einen Beutel in die Hand.
“Mehr habe ich nicht”

Wenn ihn Elenath öffnete, so konnte er 63 Fuchsmünzen und 1 Drachme zählen. Das musste eben reichen.

Nun würde es also losgehen, was auch immer es bringen mochte.
Draußen wartete für ihn ein fast Fremder, vertraute Menschen musste er zurück lassen und in ein ihm fremdes Land zu bereisen. Vieles würde sich für ihn ändern.
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Mittwoch 22. September 2010, 16:58

"Danke ihr Beiden! Ihr wart mir gute Kameraden. Lebt wohl!" Dann drehte sich Elenath um und verschwand durch die Türe der jersaner Wirtschaft. Draussen bindete Elenath sein Pferd vond er Stütze der Wirtschaft und schwang sich drauf. Dann ritt er zu Hu: "Ihr habt doch ein Pferd, Hu? Grandessa liegt nicht weit von hier und ich möchte bei Tagesanbruch schon im Landesinneren sein." So ritt Elenath vorraus. Er wusste nicht, was die Zukunft ihm noch bringen würde. Grandessa war wirklich ein gefährlicher Ort und er wusste nicht, wie er in Grandessa unerkannt überleben sollte. Und was er genau tuen sollte, wenn er dort wäre.
Nachdem er aus seinen gedanken wieder aufschreckte lies er sich auf die Höhe von Hu zurückfallen: "Auf eine gute Reise, Hu Kagè!"

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Re: Die Taverne

Beitrag von Erzähler » Sonntag 26. September 2010, 12:00

Mit nachdenklich aussehenden Gesichtern ließen sie Elenath ziehen. Was hätten sie auch sagen sollen. Er hatte seine Entscheidung getroffen.
Elenath war wohl voller Spannung, so schnell und eilig hatte er es.
“ na sicher , habe ich ein Pferd mein Junge!…hast du wirklich alles, was du brauchst?“ antworte Hu ruhig und gelassen. Er schüttelte nur den Kopf über den Tatendrang des jungen Mannes.
Doch da Elenath schon fast unterwegs war, zuckte er nur die schultern. Elenath würde schon merken, wenn ihm etwas fehlte.
Hu schritt mehre Meter weiter und löste dann die Zaumzügel seines Pferdes, eines großen brauen Tieres und schwang sich geschwind auf den Sattel. Er konnte sehen wie Elenath voraus geritten war , dann sich aber eines besseren besinnte und zurück kam.
“ Gute Reise?…Du bist voreilig…wenn man zu schnell ist, wird man erwischt, weil man Fehler macht.” Gemächlich ließ er sein Pferd antraben und ließ das Tier gemächlicheren Schrittes durch die Stadt galoppieren. Zwar waren die Straßen um dies Zeit fast lehr, doch ein durchrasendes Pferd war eine schlechte Idee.
“verhaltet euch ruhig und wenn ihr gefragt antwortet schlau!” sagte Hu noch, dann schwieg er des weiteren.
Sie kamen an Häuser vorbei. Die meisten waren um die Zeit schon dunkel. Hier und dort konnte man jedoch noch Kerzenlicht durch die Fensterläden leuchten sehen. Menschen sah man so gut wie nicht. Ein ordentlicher Bürger schlief um diese Zeit. Dann sahen sie den Ausgang. Bei den Wachtürmen standen oben freiwillige Soldaten, die das in Sichtweite stehende Grenzdorf Troman im Auge behielten. Oben von den Türem wehte ein Lachen runter. Die Soldaten schienen sich Witze zu erzählen um der Kälte zu trotzen. Am Ausgang selber stand ein Wachmann. Er hielt einen langen Speer.
“ Stoooppp! Wer will hindurch?” rief dieser zu ihnen und stellte sich vor die Pferde. Es war ein Mann von ungefähr Elenath Alter. Sein langes haar hatte dieser zu einem Pferdeschwanz gebunden. Sein Blick war beharrlich.
Hu blickte Elenath an und dann zu dem Wachposten. Elenath sollte wohl es erklären.
“ also? Was wohin wollt ihr und wer seit ihr”
Ein Regentropfen fiel Elenath auf die Nase. Weitere folgten. Es begann zu regnen. Der Wachposten trat einen kleinen Schritt unter ein Vordach und sah zu den beiden Reitern auf.
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Freitag 1. Oktober 2010, 10:52

Elenath setzte Hu ein Zeichen, dass er auf die Soldaten auf dem Turm acht geben sollte. Dann ritt er auf die Höhe des Soldaten. Er wollte den Soldaten nicht den wirklichen Grund nennen, sodass er lügte: "Wir sind Botschafter des Königs und müssen eine wichtige Botschaft nach Troman bringen, ins verräterische Grandessa bringen, wo ein grandessarischer Botschafter wartet. Wir haben nicht viel Zeit, denn er wird nur bis zum Morgengrauen auf uns warten. Also lasst uns bitte passieren.
Diese Angelegenheit ist mit wichtigster Vertraulichkeit abgesegnet worden, aber guten Männern wie euch können wir ja trauen".

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Re: Die Taverne

Beitrag von Erzähler » Freitag 8. Oktober 2010, 14:01

Hu verdrehte die Augen. Hatte sich da eben Elenath einen Patzer erlaubt? Oder hatte er seine Gedanken laut ausgesprochen?
Der Wachposten sah Elenath an.
„ soso…Botschafter!…nun, soll mir recht sein…und natürlich kann man uns vertrauen…"
Konnte man da nicht irgendwo die Andeutung auf Schweigegeld heraushören? Oft war es besser sich das Schweigen zu erkaufen, besonders bei dem gewerbe wo Elenath arbeitete.
"...Doch wie sind die euren Namen? …ich muß immerhin verzeichnen, wer die Stadt verlässt. Es ist ein gefährliches Pflaster geworden und wir sind mehr denn jeh verpflichtet Protokoll zu führen… Doch auf einen guten Rat, ihr solltet euch passende Kleidung besorgen… es wird langsam kalt…und nass, wie ihr wohl merkt“

Tatsächlich wurde der Regen stärker und stärker. Ein kühler Wind ergänzte das Bild der nähernden kalten Jahreszeit.
Hatte Elenath nicht noch vor der Taverne darüber nachgedacht, sich wärmende Kleidung zu besorgen? Dann war er bei der ganzen Aufregung drum herum gekommen.
Jedenfalls über kurz oder lang war seine Kleidung durchgeweicht.
Sollte er vielleicht doch noch neue Kleidung hier besorgen, oder wollte er bis in die nächste Stadt warten.
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Re: Die Taverne

Beitrag von Elenath Dunedhil » Montag 11. Oktober 2010, 20:37

Elenath dachte einen Moment nach und kam zu dem Entschluss, dass er jetzt nicht mehr warten konnte. Es war vielleicht etwas auffälliger, doch die Zeit drängte. Seine Kapuze musste reichen undin Grandessa konnte er typisch grandessarische Kleidung kaufen, wenn es so etwas gab. das wäre unauffälliger. "Mein Name Eric Seckweizen und mein Begleiter ist Gilthelion von der Weide, notiert euch das ruhig!". Dann ließ Elenath ein paar Münzen "rein zufällig" auf den Boden fallen.
"Lasst uns passieren, ihr Streiter Jorsans!".

occ:leider etwas kurz! Das nächste Mal wirds länger!^^

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Re: Die Taverne

Beitrag von Erzähler » Freitag 15. Oktober 2010, 16:07

Der Blick des Soldaten fiel kurz zu Boden. Ein flüchtiges Schmunzeln zeigte sich auf seinem Gesicht.
Er holte ein Buch hervor und trat ein Paar Schritte noch zurück.
Auf einem ausklappbaren Brett, stand ein Tintenfässchen und eine Schreibfeder lag da. Sorgsam trug er dort die Namen der beiden ein.
Ob er sich denken konnte, dass die Namen nicht richtig waren?
Zwar versuchte sich der Soldat gelassen und routiniert zu geben, warf aber auch immer wieder einen Blick auf die an Boden liegenden Münzen.
Als er fertig war, kam er wieder hervor.
“lasst die beiden hindurch, sie haben sich ausgewiesen“ rief er nach oben.
Der Kollege oben winkte , dass er verstanden hatte. Der Soldat trat von den beiden weg und machte den Weg frei.
Ein Wall umgab das Dorf und schütze es vor Angriffen. Hier und da sah man die Wachtürme. Soldaten gingen ihren Dienst dort nach.
Dann hörte man das Knarren von Holz, als sich das Tor öffnete
Sie konnten weiter.
Was wohl auf Elenath und Hu zukommen würde?
Elenath Begleiter wirkte auf jeden Fall noch ziemlich entspannt.
In einiger Entfernung konnten sie etwas Dunkles ausmachen.
Sie konnten nicht weit sehen, da der Regen inzwischen alle Sicht verwehrte.
“ gebt auf euch acht” rief der Soldat noch hinterher, nachdem er die beiden passieren ließ.
Erst dann kniete er sich nieder und sammelte freudig die Münzen ein.

Weiter in Unterwegs in Gandessa
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