Auf dem Weg in die Freiheit?!

Hier handelt es sich ausschließlich um ein landwirtschaftliches Dorf. In Bernar findet man nur Viehzüchter, Bauern, Jäger, aber auch Gerber und Schneider, welche die Häute der gezüchteten Tiere verarbeiten.
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Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Samstag 16. Januar 2010, 18:36

TBC (Richard und Begleiter):In der Freiheit?!

Der Wagen hielt erst wieder, als Bernar schon in Sicht war. Inzwischen dämmerte es. Nicht etwa die Abenddämmerung, nein. Der nächste Tag dämmerte. Die Luft war kalt und fraß sich regelrecht in die Lungen, während der Atem sich als weiße Wolken abzeichnete. Die Landschaft glitzerte wie unter einer weißen Schicht Edelsteine. Ein friedliches und wunderschönes Bild, wenn man es zu würdigen wusste. Die ersten Vögel meldeten sich schiepsend und flatterten sich aufwärmend durch die Bäume.

Kaum aus dem Wald heraus zügelte Adam den treuen Hengst und musterte die Silhouette der Stadt vor ihnen neugierig. Faith jedoch gönnte dieser nur einen kurzen Blick und drehte sich dann etwas steif nach hinten, um zu Richard zu klettern. Zögernd ließ sie sich neben ihm nieder und berührte ihn sacht an der Schulter. Unsicher, ob sie ihn fester berühren durfte und angespannt. So angespannt, dass sie bei der kleinsten Bewegung zur Seite weichen konnte. Scheinbar hatte sie keine gute Erfahrungen damit, einen Mann zu wecken.
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Richard Azrael Darkholme
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Sonntag 17. Januar 2010, 14:46

Richard war sehr schnell eingeschlafen. Eigentlich hätte er sich dafür gescholten, doch selbst er konnte nicht gegen den Erholungsdurst seines Körpers angehen.
Selbst seine sonst so vorsichtige Eigenart immer eine Waffe neben sich liegen zu haben, hatte er vergessen.
Das er auf recht harten und unbequemen Untergrund lag, störte ihn wenig. Schon des Öfteren hatte sich Richard mit dem wenigsten zufrieden gegeben. Die Hauptsache war immer, dass es trocken, windgeschützt und sicher war. Sein Geld reichte eben nicht immer für ein Gasthaus.
Er hatte früh gelernt wie man überlebt und das sogar noch bevor er unsterblich wurde.
So nahm er das Geruckel des Wagens fast gar nicht war.
Doch als sich Faith ihm näherte, spürte er ihre Anwesenheit selbst im Schlaf. Auch wenn er es nicht bemerkt hatte, wie sie ihn zugedeckt hatte. Jetzt nahm er sie war.
Sein Körper hatte genug Schlaf eingefordert und reagierte wie er es ihm antrainiert hatte. Wach zu werden, wenn sich etwas nähert.
Auf der Straße musste man immerhin schnell reagieren, sonst konnte es den Tod nachziehen.
Als sie ihn sacht an der Schulter berührte, öffnete er die Augen. Ein Blick, der ein das Blut in den Adern gefrieren lässt. Seine Hand fuhr instinktiv zur Seite, wo er sonst immer eine Waffe verstaute. Doch da war nichts.
was?!...wo ist meine…ach ja
Sein fixierender Blick auf Faith wich einem sanfteren. „ Bin wach!...ist was?..*Hust*“ Die Kälte stach in der Lunge und schnell machte sich eine Gänsehaut breit. Seine Stimme war belegt und klang eine Spur rauer und tiefer.
„…wow, ganz schön kalt.“ Richard schauderte, als er die Decke bei Seite schob.
Decke? Fragend blickte er Faith an.
„ ist zum Abend kälter geworden, oder?“ das Richard fast einen ganzen Tag geschlafen hatte, wusste er nicht. Woher auch.
„ kannst dich hinlegen….habe ich dich erschreckt? War dann nicht meine Absicht.“
Er rieb sich die Hände an seinen Oberarmen, um sich zu wärmen. Dann kroch er nach vorne. Jedenfalls bemühte er sich. Seine Gelenke fühlten sich steif an und die Bewegungen schmerzten. Also streckte sich Richard erst mal kräftig. Mehrmals zog er dabei die Luft scharf ein, wenn sich Schmerzen breit machten.
Sein Körper fror zwar noch immer, doch seine Beweglichkeit kam zurück. War schon Mist ohne ein Hemd. Dann gesellte er sich nach draußen und blickte zu dem nahenden Dorf.
Bernar!...ich hasse dieses Dorf…verdammt, hier bist du geboren….und? deswegen bekomme ich bestimmt kein Heimweh….wenn es nach mir ginge, könnten die dort alle verrecken.
Richard konnte sich noch dran erinnern, als wäre es gestern. Wie er damals durch die Straßen irrte, selbst kaum noch am leben und als Waise. Das Wetter war wie heute. Friedlich und doch eisig. Keiner hatte sich um den verwaisten Jungen gekümmert… Sie hatten es einfach ignoriert. Sie hatten wohl gedacht, dass würde sich von allein erledigen. Doch Richard war zäh und überlebte es. Als kleiner Dieb huschte er durch die Straßen bis er von einer Gilde aufgegabelt wurde, die ihn hart trainiert hatte. Doch er war ja zäh.
„ Wir sollten acht geben. …ist lange her, dass ich da war….Adam, wir brauchen Kleidung, Vorrat und ich benötige eine Waffe. Kennst du einen Ort dafür?... „

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Sonntag 7. März 2010, 16:30

Mit wachsamem Blick musterte Faith Richard, jeden Moment bereit auszuweichen und seinem Blick nach zu urteilen, als er reflexartig nach seiner Waffe griff, die nicht dort lag, wo er sie üblicherweise hatte, war ihre Vorsicht durchaus angebracht. Doch als er endlich nach einigen wenigen Sekunden realisierte wo er sich befand und er die zierliche Frau mit sanftem Blick ansah, wich die Anspannung von ihr und zaghaft lächelte sie ihn an.
Faith nickte bestätigend als er feststellte, dass es wohl kälter geworden war. Zögerlich nahm sie die Decke entgegen, als er ihr anbot sich ebenfalls schlafen zu legen. Sie sah müde aus, doch gleichzeitig unschlüssig, ob sie wirklich schlafen sollte. Doch ihr Körper würde sicherlich seine eigene Entscheidung treffen, sowie auch Richards Körper die Erholung eingefordert hatte.

Richard krabbelte nach vorne auf den Kutschbock wo Adam saß. Dieser sah nach hinten als er den Mann kommen hörte. „Na, ausgeschlafen?“ Fragte er und grinste verschmitzt. „Da vorne liegt Bernar“ er deutete in die Richtung wo sich die Gebäude des kleinen Dorfes in der Morgendämmerung abzeichneten. „Du hast fast einen ganzen Tag geschlafen“ Mama hat sich Sorgen gemacht. ein ernster, nachdenklicher Ausdruck trat in des Gesicht des Jungen während er sich leicht auf die Unterlippe biss.

„Wir sollten acht geben. …ist lange her, dass ich da war….Adam, wir brauchen Kleidung, Vorrat und ich benötige eine Waffe. Kennst du einen Ort dafür?...“

„Natürlich.“ Antworte der Junge fröhlich und Richards Worte schienen ihn von seinem Gedanken losgerissen zu haben. „Die Alte hat uns einige Male hierher geschickt, um Dinge für sie zu besorgen. Früher hat sie Mama geschickt, in der letzten Zeit bin ich alleine gegangen, während Mama…“ er hielt inne, als wolle er den Gedanken nicht weiter fortführen. „…Sie wollte wohl sichergehen, dass wir nicht weglaufen.“ Erklärte er ernst. Er seufzte und grinste Richard dann wieder an. „Soll ich gehen oder willst du?“ Trotz dem Grinsen wirkten seine Augen ängstlich, beinahe so, als befürchte er, der Mann der sie aus den Händen der Alten befreit hatte, würde nicht wieder zu ihnen zurückkehren. „Du- du kommst doch zurück?“ Fragte er leise.



OT: Ich hoffe, der Post ist soweit in Ordnung und ich werde den NSC's gerecht... Puh, erstmal einarbeiten...ggg
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Dienstag 9. März 2010, 10:59

Richards Blick war weiterhin nach vorne gerichtet, als ihn Adam erklärte wo sie waren.
“ ich kenne dieses Dorf” flüsterte er abwesend. Dabei rieb er sich immer wieder die Hände an den Oberarmen warm. Was die Kälte nicht wirklich verschwinden lies.
Doch würde er nichts tun, so würde er über kurz oder lang anfangen mit den Zähnen zu klappern.

“ Halte mal an, ich muß mich bewegen….und was sagtest du, ich habe einen ganzen Tag geschlafen” Richard sah zum Himmel hoch. Er war der Meinung gewesen, es wäre jetzt Abends und nicht der nächste Morgen. Doch wie sich zeigte hatte Adam recht.

ich war ziemlich erschöpft…verdammt, was da alles schiefgehen hätte können. Doch das sollte auch heißen, dass es meinen Körper besser geht….wenn diese Arschkälte nicht wäre.

Adam erzählte in der Zwischenzeit, dass er sich im Dorf auskenne und dort öfters Besorgungen gemacht hatte. Man hörte deutlich raus, wie schwer es ihm fiel. Immerhin wurde er weggeschickt, damit seine Mutter sich mit irgendwelchen ekligen Männern beschäftigen musste.
Richard musterte den Kleinen dabei.
na, du hättest die Klinge auch gerne geführt, oder…ist besser so. Vielleicht ist es bei euch nicht zu spät. Richard konnte sich noch gut daran erinnern, wie ihm Adam die Waffe gereicht hatte, als die Alte Faith verprügelte.
Der Kleine hatte einen großen Gerechtigkeitssinn, jetzt jedenfalls noch. Doch wie schnell konnte sich so was in die eigene Gerechtigkeit umändern. Und von so was konnte Richard selbst ein Lied singen. Als Adam endlich den Wagen zum Halten brachte, sprang Richard vom Kutschbock. Die Beine waren zwar noch etwas wackelig, jedoch ging es gut. Unten angekommen, dehnte er seine Muskeln, so gut es ging. In Bewegung bleiben war der Trick.
“ Ich sollte gehen” antwortete Richard auf die Frage wer gehen sollte.
Du..Du kommst doch zurück? hörte er ein leises Flüstern vom Adam.
Erstaunt sah Richard zu Adam hoch.
Was hatte Adam gefragt? Der Junge sah ihn ängstlich an.
Hatte Richard richtig gehört?
“ ähm..was?” fast schon wie ertappt, fuhr sich Richard verlegen durch sein Haar. Nicht das er es vorhatte, doch war es nicht sonst immer seine Art.
“ Hey, ich mag zwar nicht ein Wanderpriester sein, doch ich steh zu meinem Wort….außerdem solltest du die Sachen holen. obwohl du wahrscheinlich über den Tisch gezogen wirst…aber ich seh gerade nicht so gut aus…ohne Obergewand, dafür mit haufenweise Bandagen….doch werden sie dem Kleinen überhaupt etwas verkaufen?…sie wissen vom Tod der Alten noch nichts, deswegen würden sie schon alles was er benötigt verkaufen…ja, und wie soll er es schleppen?…dich kennen sie im Dorf. Doch wie bekommst du alles hierher?…Ich würde mitgehen, doch dann wäre deine Mutter allein. Und wenn sie schläft, wäre es nicht so gut….lass dich nicht über den Tisch ziehen, verstanden.”
Dann kam der schwere Teil für Richard. Er atmete tief durch, weil er irgendwie wusste dass er Abschied nehmen musste.
Er kletterte wieder in die Kutsche und holte das Kästchen mit den Münzen.
“ hatte die Alte es immer sofort bezahlt, oder ließ Sie es anschreiben? sicherlich ließ sie es anschreiben und zahlte selbst, sonst hätte die beiden ja fliehen können Du erzählst, wenn man dich fragt, dass du die Sachen für die Alte holst, verstanden? Und wenn du das Gefühl hast, es stimmt etwas nicht. Lauf hierher zurück, verstanden?” Richard blickte ihn mahnend an. Einen Blick, den er schon zur Perfektion gebracht hatte.
" mach dich auf"
damit schickte Richard Adam weg und er selbst probierte die Beweglichkeit seines Körpers wieder aus.


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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Dienstag 9. März 2010, 16:53

Neugierig musterte Adam den Mann als dieser seine Muskeln dehnte und durch Bewegung ein wenig für Wärme sorgte. Die Zügel hatte er locker in der Hand liegen, der Hengst schnaubte und heiße Dampfwölkchen stiegen aus seinen Nüstern.
Auch Adam sah man die Erschöpfung an. Die ganze Nacht durch hatte er den Wagen gelenkt. Neben ihn hatte schweigsam seine Mutter gesessen. Dunkle Ränder zeichneten sich nun unter den Augen des Jungen ab und ließen ihn trotz der Sommersprossen im Gesicht wesentlich älter erscheinen. Die letzten Stunden hatte er die Verantwortung für zwei verletzte, erwachsene Menschen getragen, die eigentlich eher von ihm aufpassen sollten. Auch jetzt schien er sich selber um die Vorräte kümmern zu wollen, desto ängstlicher war er nun als Richard vorschlug selber zu gehen. Dieser schien sich ertappt zu fühlen, bei der Frage die ihn der Junge stellte. Nervös strich er sich durch das lange, schwarze Haar. Zwar hatte er diesen Gedanken nicht gehabt, doch war die Frage nicht ganz abwegig. In einer anderen Situation hätte Richard sich mit Sicherheit aus dem Staub gemacht.

“Hey, ich mag zwar nicht ein Wanderpriester sein, doch ich steh zu meinem Wort….außerdem solltest du die Sachen holen.“ Erleichtert atmete der Siebenjährige durch dann trat wieder ein Grinsen ins sein Gesicht und frech entgegnete er: „Das sollte ich auch“, er deutete auf die Verbände des Mannes, „Mit dem Bandagen siehst du aus wie eine… Mumie.“

„Dich kennen sie im Dorf. Doch wie bekommst du alles hierher? …Ich würde mitgehen, doch dann wäre deine Mutter allein. Und wenn sie schläft, wäre es nicht so gut….lass dich nicht über den Tisch ziehen, verstanden.”

„Ich lass mich schon nicht über den Tisch ziehen. Glaubst du, nur weil ich so jung bin, dass ich nicht weiß wie man etwas kauft?“ Fragte er und verdrehte die Augen, „Ich mache das nicht zum ersten Mal, weißt du und nein, die Alte hat nicht anschreiben lassen, aber sie wusste die Preise, außerdem war Mama ja nicht bei mir.“ Betrübt senkte er den Kopf und flüsterte, „Sonst wären wir weglaufen…“

Nur halb nahm er die weiteren Worte Richards wahr, als dieser wieder auf dem Kutschbock geklettert kam und nach hinten in den Wagen krabbelte um das Kästchen mit dem Gold zu holen. Trotz das sie sich nicht sehr leise unterhalten hatten, schien Faith tief und fest zu schlafen. Ihr Gesicht sah im Schlaf ruhig und friedlich aus, fast so als wäre nie etwas Schlimmes passiert. Nun man sah man ihr auch ihr junges Alter an und nicht die Sorgen die sie hatte, wenn sie wach war.

„Ja… ja… ich bin vorsichtig“, antwortete Adam genervt. „Ich komm dann gleich wieder zurück.“ Er wartete bis Richard wieder nach Vorne kam, verknotete die Zügel an der Seite vom Kutschbock und hüpfte leichtfüßig nach unten. Blinzelnd sah er nach oben zu dem Mann.
„Und was soll ich genau besorgen? Ein Kleid für Mama, ein Hemd für dich und für mich eine neue Hose und auch ein neues Hemd.“ Die Augen des Jungen leuchteten auf. Es schien ihm sichtlich zu erfreuen. „…Und was zu Essen und zu Trinken…“ er überlegte, „wenn ich es geschickt anstelle… hm, ansonsten muss ich zweimal laufen.“
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Donnerstag 11. März 2010, 17:58

„Ich lass mich schon nicht über den Tisch ziehen. Glaubst du, nur weil ich so jung bin, dass ich nicht weiß wie man etwas kauft? Ich mache das nicht zum ersten Mal, weißt du und nein, die Alte hat nicht anschreiben lassen, aber sie wusste die Preise, außerdem war Mama ja nicht bei mir.“ kam Richard die trotzige Antwort hinterher, als er sich gerade nach dem Kästchen mit dem Gold umsah.
„ einkaufen und einkaufen sind zwei verschiedene Dinge… das heißt sie hatte dir das abgezählte Geld mitgegeben?[ b] verdammt, wie viel wird das denn sein. Ist lange her, dass ich mich auf ehrliche Weise eingedeckt habe… hmm, gebe ich ihn mehr mit… das schöne Geld! Eine Drachne? Sollte reichen!..oder warte mal… ich sollte ihn erst mal etwas besorgen lassen, dann gehe ich selber nochmals los.[/b]
Richard suchte noch nach dem Kästchen, als er auf Faith Gesicht blickte. Friedlich sah es aus und unglaublich jung. Kurz hielt er inne.
verdammt, ist sie jung. Wie alt mag sie wohl sein?… gerade erst erwachsen?… oh Richard, wo bist du da reingeraten. …Egal, ich werde ihnen helfen… wenigstens diesmal
Stumm nickte Richard, auch wenn er dies nur für sich zur Bestätigung machte. Warum sollte bei ihm das Glück nicht auch mal eintreffen.
Vorsichtig hockte er sich hin und holte die Münzkiste hervor. Leise öffnete er das Kästchen mit dem Schlüssel, den er bei sich trug.
Der Deckel öffnete sich und Richards Herz wurde schwer. Doch von viel musste er sich ja nicht trennen. Obwohl der Inhalt des Kästchen mehr war, als Richard in den letzten Zeit in den Händen hatte.
Dann sah er wieder zu Faith und zu ihrem Sohn am Kutschbock.
Das Geld war dreckiges Geld - fast schon wie Blutgeld. Sie hatte es hart erarbeiten müssen und die Schläge kassiert.
Seine Miene verfinsterte sich. Das Geld mochte sogar er nicht behalten - jedenfalls fiel es ihm etwas schwerer. Entschlossen griff er rein und holte eine Drachne raus.
Danach verschloss er das Kästchen wieder, steckte den Schlüssel wieder ein und versteckte das Kästchen ganz unter den Sachen.
Er krabbelte wieder zurück.
Adam war inzwischen vom Kutschbock geklettert und blinzelte zu ihm hoch.
Erschöpft sah der Junge aus, jedoch war der Kleine nun die einzige Person, die zum Dorf konnte. Richard ignorierte es also und gesellte sich ebenfalls nach unten.
Wohlwollend merkte er, dass er wieder besser auftreten konnte. Seine Wunde heilte am Bein gut ab. Er konnte sich diese ansehen, wenn Adam unterwegs war.
“Wir benötigen mehr. …Hol erst mal die Kleidung, danach geh ich nochmals ins Dorf und hole noch andere Sachen. Ich brauche erst mal Kleidung. Hör genau zu. 2 Hemden- für dich und für mich, Zwei Hosen- ebenfalls für uns beide, Ein Kleid für deine Mutter und Jacken für euch, ein Kaputzenumhang und eine Lederweste in dunkel für mich. Hol erst mal nur die Kleidung. Verstanden? Ich geh dann später nochmals los… damit hast du genug zum schleppen.”
Richard drückte den Kleinen die Drachne in die Hand.
“ Verlier die nicht”, drohte er ernst.
“Hiermit kannst du alles bezahlen, verstanden?… selbst etwas zu essen…hmm, ein Messer wird man dir wohl nicht verkaufen… egal… “
Richard blickte noch etwas Gedankenverloren drein. Als er aber sah, dass sich Adam noch nicht auf dem Weg gemacht hatte, machte er auf seine mürrische Art Nachdruck.
“ Worauf wartest du?… Los jetzt!… notfalls lauf zweimal… ich haue schon nicht ab und passe auf deine Mutter auf Kinder!…furchtbar, oder?… wie will ich mich eigentlich im Notfall verteidigen? … mit einer rostigen Sichel?… mach mal halblang, hier kommt schon nichts.
Richard blickte den Kleinem nach.
Zärtlich strich er über seine Tätowierung. Ihm war komisch zu Mute.
Dann schüttelte er seinen Kopf und kletterte wieder auf den Kutschbock. Dort krempelte er seine Hose hoch und beschaute sich erst den Verband. mal sehen, wie es aussieht
Leise, dabei wieder und wieder einen Blick zu Faith oder für die Umgebung, wickelte er den Verband ab.
Wie er es erwartet hatte, sah es doch beträchtlich besser aus. Die Wunde war von Faith ausgebrannt wurden und heilte nun um so besser. Zufrieden atmete Richard auf.
Vorsichtig kroch er zu Faith Heilertasche und nahm sich dort eine neue Mullbinde. Damit verband er sich das Bein wieder.
Lautlos begann er im Wagen nach etwas zum schärfen zu suchen. Fand dann auch das Richtige.
Anschließend setzte er sich wieder nach draußen und begann die Sichel zu säubern und zu schärfen.
Und weil er Zeit hatte, machte sich Richard daran, mit der Sichel Zielübungen zu machen oder schnipste seine Münze hoch.
Irgendwie würde die Zeit schon vergehen.

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 18. März 2010, 17:26

„Einkaufen und einkaufen sind zwei verschiedene Dinge… das heißt sie hatte dir das abgezählte Geld mitgegeben?

Adam sah auf seine Füße und spielte mit seinen Finger herum ehe er kleinlaut zugab: „Jaaa, ich denke sie hat es abgezählt.“ Trotzig sah er den Mann an. Es schien ihm wohl nicht zu behagen. Klar, er konnte zählen… ein bisschen, …aber rechnen und lesen war etwas ganz anderes und was auf den Preistafeln stand, wenn es welche gab, wusste er natürlich auch nicht.
Abwartend sah er nun dem Mann hinterher, der nach hinten in den Wagen kletterte, dann kletterte er von dem Kutschbock und schaute mit zusammengekniffen Augen in Richtung des Dorfes. Es war alles noch sehr ruhig. Natürlich, es brach ja auch gerade erst der Morgen an und bis die ersten Händler ihre Stände öffneten würde sicherlich noch etwas Zeit vergehen. Adam gähnte und wandte sich wieder in Richtung des Wagens, als er das Geräusch der Plane vernahm und Richard zurückkam und ebenfalls von dem Kutschbock kletterte.

“Wir benötigen mehr. …Hol erst mal die Kleidung, danach geh ich nochmals ins Dorf und hole noch andere Sachen. Ich brauche erst mal Kleidung. Hör genau zu. 2 Hemden- für dich und für mich, Zwei Hosen- ebenfalls für uns beide, Ein Kleid für deine Mutter und Jacken für euch, ein Kaputzenumhang und eine Lederweste in dunkel für mich. Hol erst mal nur die Kleidung. Verstanden? Ich geh dann später nochmals los… damit hast du genug zum schleppen.”

Aufmerksam sah der Junge zu dem Mann auf und nickte bei jedem Kleidungsstück, das dieser aufzählte, um damit zu bestätigen, dass er versuchte sich alles zu merken. Dann drückte Richard ihm ein Goldstück in die Hand, mit dem Hinweis sie nicht zu verlieren. Adam verdrehte die Augen, „Nein. Ich werde sie schon nicht verlieren… Hemd für dich, Hemd für mich, Hose für dich, Hose für mich, Kleid für Mama“, der Junge sah mit einem liebevollen Blick zu dem Planwagen auf in dem seine Mutter schlief, „Umhang und eine dunkle Weste“ Kurz überlegend sah er zum Himmel, „Ja, ich denke das schaffe ich… gerade so.“ Ein Grinsen umspielte seine Mundwinkel als er wieder Richard ansah. Ihm war aufgefallen, dass der Mann ihm nicht allzu viel zutraute und das nur, weil er so jung war, so vermutete er es auf jeden Fall. Dann wurde er mit der mürrischen Art und Weise die Richard an den Tag legte losgescheucht.
„Jaaa, ich gehe ja schon.“ Wieder verdrehte der Siebenjährige genervt die Augen und lief los. Nach einigen Metern blieb er stehen und drehte sich noch einmal um. „Es wird ein bisschen dauern“, teilte er dem Mann mit und deutete mit dem Finger zum Himmel und wandte sich wieder um. Er schien unschlüssig zu sein und wandte sich abermals zurück. Diesmal steuerte er auf den Henkst zu, strich ihn über die Nüstern und dieser schnaubte. „Pass schön auf Mama auf, verstanden“, flüsterte er, sein Blick viel auf Richard, „und auch auf Alexander.“ Das Tier schnaubte ein zweites Mal und Adam nickte ihm zu, machte dann kehrt und lief eilig in Richtung des Dorfes…

Nun hatte Richard Zeit seine Wunde am Bein zu begutachten. Alles schien gut zu verheilen wie er es auch schon bemerkt hatte, dass er wieder besser auftreten konnte. In gewisser Hinsicht hatte seine Langlebigkeit auch Vorteile, wenn es auch nur wenige waren. Er wartete ab.
Langsam kroch die Sonne über die Wipfel des Waldes aus dem sie gekommen waren und der Raureif auf der Plane des Wagens und den Gräsern begann in dem rötlichen Licht zu schimmern. Die Kälte der Nacht verflog und man konnte erste Regungen in dem Dorf erahnen. Wann wohl Adam zurückkehren würde?

Es vergingen ein paar Stunden und es musste kurz vor Mittag sein, als von hinten ein Geräusch zu vernehmen war und kurz darauf Faith nach vorne krabbelte. Zaghaft legte sie dem Mann die Hand auf die Schulter und nickte ihm zu. Sie sah immer noch erschöpft aus, wenn auch nicht mehr so schlimm. Der Schlaf schien ihr gut getan zu haben. Suchend sah sie sich um. Anscheinend fragte sie sich wo ihr Sohn war.
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Samstag 20. März 2010, 17:04

Richard versuchte die Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen. Und das es dauerte bis Adam wieder zurück war, konnte er ahnen. Er hatte den Jungen immerhin losgeschickt, als noch kaum ein Mensch im Dorf wach war.
Hatte er eigentlich mitbekommen, dass der Hahn gekräht hatte?
Nicht dass er sich erinnern kann.
Richard zuckte mit den Schultern. Jetzt war es sowieso egal.
Warten war für Richard nichts Unbekanntes. Das musste man in seinen Beruf öfters und in seinen Leben sowieso.
Sechs Tage in einem 9 m²großen Raum zu warten, kann die Geduld auf anderes schulen. Zwar nicht immer- doch war überall mehr Bewegung als in seiner Totenhalle.
Einen kleinsten Windhauch- den Temperaturwechsel, wechselnde Geräusche. Vieles was auf Leben hinwies.
Richard übte mit der nun endlich geschärften Sichel, wie man sie man besser einsetzen konnte. Wie die Sichel sich beim Werfen verhielt und welche Technik des Werfens am geeigneten ist.
Richard hatte sich gerade hingesetzt und betrachtet das kleine Darf Bernar was in einiger Entfernung war.
Hier war er geboren und wie lange hatte er dieses Dorf gemieden?
Sein Blick wanderte zu einer freien stelle, die wild verwuchert war. Dort hatte er gewohnt.
Von dem Haus was dort vor über 100 Jahren gestanden hatte, war nichts mehr übrig. Die Natur hatte sich den verkohlten Resten angenommen.
es hat sich einiges hier verändert….doch nicht an den Einstellungen der Leute. Verrecken könnte ihr- zu schade dass ich dass nicht kann. Seine Gedanken waren finster, ebenso wie sein Blick.
Da hörte er ein Geräusch hinter sich. Etwas berührte ihn an der Schulter. Blitzartig fuhr er herum.
Faith war es.

Ihre Hand lag behutsam auf seiner Schulter.
„Wer?...oh, …“ Als er in ihr Gesicht sah wurde seine Gesichtszüge sanfter. Jedenfalls entspannter- so oder so wirkte er immer recht mürrisch. Die Hand an der Sichel löste sich und entkrampfte sich.
das hätte schief gehen können.
„ etwas erholt?... ähm, dein Kleiner ist im Dorf und holt Kleidung. Ich denke er wird bald wiederkommen.“ Klärte er sie auf.
Der Schlaf hatte Faith zwar gut getan, doch sah man ihr die Erschöpfung trotzdem an. Ihr Gesicht war von Prellungen übersät.
Er selbst müsste eigentlich sogar noch wilder aussehen, doch dies war meist nicht der Fall. Wie schon bei seiner Wunde am Bein hatte Richard eine schnellere Heilung als andere. Immerhin heilte sich sein Körper nach einer tödlichen Verletzung innerhalb von 6 Tagen. Nur Narben blieben dann zurück.
Richard wusste dass sie dass wohl bemerken würde, so hatte er noch gestern erst Probleme zu sehen, weil doch auch sein anderes Auge etwas zu geschwollen war. Dies war nicht mehr der Fall, auch schmerzten die Verletzungen vom Schlagring nicht mehr so stark
Richard wandte sich von ihr ab.
„ Wenn er zurück ist, dann werde ich nochmals ins Dorf gehen- er holt erst nur Kleidung….Ich... WIR brauchen noch weiteres.“
Er suchte die Strecke ab, auf der Adam zum Dorf gelaufen war. Der Stand der Sonne deutete auf Mittag. Wo war Adam?
„Der kommt bestimmt gleich wieder!...“ murmelte Richard mehr zu sich als zu Faith.
wieso dauert das so lange?...er ist gestiftet!...quatsch, der würde ohne seine Mutter nirgendwo hingehen…so lange braucht man doch nicht…hat es Schwierigkeiten gegeben?

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 24. März 2010, 14:50

Richard musste nun warten. Er übte ein wenig mit der Sichel und fand langsam raus wie man das Ding werfen musste, damit er das Ziel auch traf. Dies war aber nicht so leicht, da die Klinge rund war und da den richtigen Winkel zu finden, doch einer kleinen Herausforderung glich. Schließlich klappte es aber mehr oder weniger, doch wäre Richard dumm, wenn er die Sichel werfen würde, denn dann könnte er sich nur noch mit Tritten oder Schlägen verteidigen, sollte es dazu kommen.

Die Sonne stand schon relativ hoch als Faith aufwachte, er erschrag sich und dies wäre fast schief gegangen. Angespannt umklammerte er die Waffe in seiner Hand, doch schnell hatte er sich wieder gefasst.

"Ähm, dein Kleiner ist im Dorf und holt Kleidung. Ich denke er wird bald wiederkommen.“ Sie nickte ihm zu und setzte sich neben ihn. „Wenn er zurück ist, dann werde ich nochmals ins Dorf gehen- er holt erst nur Kleidung….Ich... WIR brauchen noch weiteres.“ Sie sah ihn an und hauchte ein leises 'Danke, für alles'.

Ihm fiel auf, das sie erholter aus sah, auch wenn die Verletzungen in dem Gesicht der jungen Frau sich nicht wirklich gebessert hatten... im Gegensatz zu seinen eigenen... Nicht nur, dass er wesentlich besser auftreten konnte, nein, selbst die Schwellungen die er durch den Schlagring erhalten hatte waren soweit abgeklungen, dass er wieder fast so gut sehen konnte wie vorher. Ungläubig sah die Frau ihn an, als ihr dies wohl ebenfalls auffiel. Sie hatte schon viele Wunden behandelt, sodass sie wusste wie lange so etwas üblicherweise brauchte und da half es auch nicht das Richard sich wegdrehte. Sie lehnte sich nach vorne, um ihm trotzdem ins Gesicht schauen zu können. Leicht versuchte sie sein Gesicht in ihre Richtung zu drehen. Eine kühle Hand strich ihm sanft über die Stelle wo ihn der Schlagring getroffen hatte, "Wie...ist das möglich?" Hauchte sie. Mit der anderen Hand berührte sie ihr eigenes Gesicht. Deutlich konnte sie die Schwellungen fühlen und den Schmerz bei der Berührung und dabei waren ihr Verletzungen nur halb so schlimm gewesen wie seine.



[OT: Nicht viel... ich weiß... Ich dachte nur, erstrmal eine Reaktion von Richi darauf, wäre ganz gut, ehe Adam wiederkommt.... so, ich konnte nicht anders, musste noch mal verbessern.^^ Jetzt hoffe ich mal sind alle Worte da.]
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Donnerstag 25. März 2010, 13:42

Richard hatte ihren verwunderten Blick gesehen. Die Fassungslosigkeit über seine fortgeschrittene Heilung. Behutsam legte sie ihre Hand an seine Wange und drehte sanft sein Gesicht zur ihr rum. Natürlich hätte sich Richard dagegen wehren können, doch er tat es nicht.
Sie berührte die Stelle, wo Richard der Schlagring getroffen hatte, dann die Stellen in ihrem Gesicht. Obwohl sie nicht solche Schläge von der Alten bekommen hatte, so sah doch ihr Gesicht viel schlimmer aus.
Wie war so was möglich?
„ ich heile extrem schnell“ gab Richard ihr kurz als Antwort.
Mehr konnte er nicht sagen.
toll, …mehr kann ich dir wirklich nicht erzählen. Soll ich etwa sagen, ich bin unsterblich…deswegen heilt sich mein Körper auch schneller…die rennt doch panisch weg…ach ja, und ich könnte dein Urgroßvater sein…hahaha…verdammt, so ein mist
Er drehte den Köpf weg und blickte zu Boden.
„ich…ich kann nichts erklären…nimm es so hin“ murrte er leise. Ja, seine Wunden heilten schneller- alle außer Einer. Die große Narbe , die er unter seinen Haaren verbarg. Vorsichtig strich er mit einem Finger über sie. Die Narbe würde nie abheilen.
Das es ihr auffallen würde, hatte Richard vergessen. Meist hatte er sich dann schon aus dem Staub gemacht. Doch diesmal eben nicht. Und je länger er blieb, desto mehr Fragen würden noch folgen.
„ Adam, kommt bestimmt gleich…und dann sollte ich los“ versuchte Richard weniger mürrisch ihren Fragen auszuweichen.

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 7. April 2010, 16:42

Faith sah den Mann weiterhin verwundert an, als dieser als Erklärung angab, dass seine Wunden einfach schnell heilten. Das sah sie und es war auch ihre logische Schlussfolgerung, erklärte aber nicht das ‚Warum’. Richard wandte sich ab und sie ließ ihre Hand in den Schoss sinken ohne sich selber abzuwenden. Sie merkte wohl, dass ihm das unangenehm war und er nicht darüber reden wollte, schon alleine deswegen, weil er ihr murrend klar machte, dass sie es einfach so hinnehmen solle. Sie nickte, was er wahrscheinlich nicht sehen konnte, sah ihn aber weiterhin schweigend an. Beinahe konnte man eine Art Neugier in ihren Augen erahnen, während sie ihn musterte.
„Dir ist etwas Schlimmes widerfahren“, mutmaßte sie leise, „Ich werde nicht fragen.“

Gerade als Richard ihr mitteilte, dass Adam sicherlich bald wiederkommen müsste, konnte man vom weiten den Jungen sehen, wie er das Dorf verließ. Er hatte ein großes Bündel in den Armen und wetzte zu einem nahe gelegenen Busch. Dort drehte sich herum und spähte in Richtung Bernar, als befürchtete er, man könne ihn verfolgen und lief dann im Schutze weiterer Sträucher zurück zu dem Wagen. Völlig außer Atem kam er dort an.

„Das glaubt ihr nicht, wenn ich euch das erzähle“, begann der Junge zu reden, nachdem er einen Blick auf seine Mutter geworfen hatte, die ihn erleichtert anlächelte und von dem Wagen stieg, um ihm das große Bündel abzunehmen.
„In dem ganzen Dorf wimmelt es von seltsamen Gestalten mit fast schwarzer Haut.“ Erzählte er aufgeregt. „Sie sind bewaffnet, als würde sich Grandessa im Krieg befinden. Fast alle haben weiße Haare und rote Augen. Das war ganz schön unheimlich“, er nickte. „Zuerst habe ich ja gedacht, dass wären Elfen, wegen den spitzen Ohren, aber… nee, ich weiß nicht“, er schüttelte den Kopf. „Die sollen doch schön und zauberhaft sein und die…“, er nickte in Richtung des Dorfes, „…haben mir eher Angst gemacht.“

Faith hatte das gut verschnürte Bündel auf dem Sitz des Wagens abgelegt und ging nun mit besorgtem Blick zu ihrem Sohn, den sie fest in ihre Arme schloss, erleichtert darüber, dass ihm nichts passiert war und sah fragend Richard an. Sie selber wusste nicht um was für Personen es sich handelte, aber wen verwunderte das auch, wenn sie nie aus dem Loch herausgekommen war wo die Alte sie gehalten hatte. Der Mann allerdings, der sie dort rausgeholt hatte, hatte sicherlich schon mehr von Celcia gesehen.
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Donnerstag 8. April 2010, 10:55

Sichtlich erleichtert war Richard als er den Jungen aus der Stadt kommen sah. Wenigstens so konnte er weiteren Fragen von Faith aus dem Weg gehen. Sie hatte ihm zwar gesagt, sie würde nicht weiterfragen, doch oft konnte ein Blick noch mehr Fragen stellen. Nicht das er ihren gesehen hatte. Da war Richards toter Winkel auch mal nützlich, wenn meist eher nicht.
was hat der kleine denn! …sieht so aus als würde er sich verstecken. Was hat er denn angestellt?…hey, Richard komm runter, ist nicht jeder wie du….hmm, seltsam

Richard sprang vom Kutschbock und ging dem kleinen etwas entgegen. Sein wachsames Auge suchte die Gegend ab. Da war niemand.
“ Was war das denn für eine Aktion?” fragte Richard gerade, da sprudelte es auch schon aus Adam raus. Und was Richard da hörte, gefiel ihm ganz und gar nicht.
„Das glaubt ihr nicht, wenn ich euch das erzähle.In dem ganzen Dorf wimmelt es von seltsamen Gestalten mit fast schwarzer Haut. Sie sind bewaffnet, als würde sich Grandessa im Krieg befinden. Fast alle haben weiße Haare und rote Augen. Das war ganz schön unheimlich. Zuerst habe ich ja gedacht, dass wären Elfen, wegen den spitzen Ohren, aber… nee, ich weiß nicht. Die sollen doch schön und zauberhaft sein und die…, …haben mir eher Angst gemacht.


Verdammt, dann habe ich mich doch nicht getäuscht. Ich habe also tatsächlich, Dunkelelfen bei meiner Flucht gesehen… das ist gar nicht gut…oh nein!

Tatsächlich erinnerte sich Richard als er auf dem Rücken seiner Süßen floh, dass er im Innenhof und an anderen Stellen Dunkelelfen gesehen hatte. Sie hatte sogar noch nach ihm geschossen.
Seine Hand glitt zu der Tätowierung. Seine Süße war einst ein Besitz der Dunkelelfen. Richards Blick wurde finster als sich eine Finger um die Tätowierung krallten.

Dich gebe ich nicht mehr her! Die werden dich nicht bekommen…wir müssen hier schnellstens weg.

Richard atmete tief durch und ging zum Päckchen mit der Kleidung. Ohne eine Wort schnürte er es auseinander. Dort lagen tatsächlich die benötigte Kleidung.
Alleine hätte ich bessere Chancen, …ich könnte die beiden hier lassen…und dann? will ich alle meine Grundsätze verraten?..ich habe meine Hilfe angeboten….so ein BOCKMIST!
Wütend schlug Richard mit der Hand auf den Kutschbock. Es schmerzte, machte den Kopf aber wieder klar.
Dann drehte er sich entschlossen um.
Fragende Blicke von Faith begegneten ihm. Die beiden hatten keine Ahnung.

“ Dunkelelfen!… finster , böse… und ich habe einen Scheißdreck von Ahnung was die hier suchen. Verschwinden ist angesagt. Und das hurtig!…also umziehen und ich werde mich nochmals in die Stadt aufmachen. Proviant benötigen wir immer noch. Adam! Wo genau waren die? Haben die nach Irgendetwas oder jemand Ausschau gehalten?”
Noch während Richard Adam fragte begann er sich im Wagen umzukleiden. Zuerst das Hemd, was lang genug war, dass er dann die Hose wechseln konnte. Als er fertig war, verstaute er noch etwas Geld und die Sichel bei sich. Das Kästchen versteckte er dann wieder im Wagen.
“ Ihr wartet hier, verstanden?…ich werde mich beeilen”, gab Richard noch seine Anweisung.

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Montag 12. April 2010, 21:27

Faith beobachtete Richard während sie immer noch ihren Sohn im Arm hielt, dem sie sanft durch das Haar strich.
Dem Mann schien das was Adam erzählt hatte sichtlich zu beunruhigen. Zwar war sein Blick finster, doch die Art und Weise wie er seinen Oberarm hielt passte nicht dazu. Auf sie wirkte es so, als hätte er Angst, dass ihm etwas genommen werden könnte, doch sie wusste nicht was es war. Vielleicht täuschte sie sich auch. Als er dann laut mit der Hand auf den Kutschbock schlug zuckte sie erschrocken zusammen.

“ Dunkelelfen!… finster , böse… und ich habe einen Scheißdreck von Ahnung was die hier suchen. Verschwinden ist angesagt. Und das hurtig!…also umziehen und ich werde mich nochmals in die Stadt aufmachen. Proviant benötigen wir immer noch. Adam! Wo genau waren die? Haben die nach Irgendetwas oder jemand Ausschau gehalten?” Folgte nun die Erklärung. Die beiden jungen Menschen hatten noch nie etwas von Dunkelelfen gehört. Wie auch? Doch ‚finster’ und ‚böse’ verstanden sie.

Adam löste sich von seiner Mutter, um die ihm gestellte Frage zu beantworten. Zuerst dachte er nach, dann sah er den Mann an. „Sie waren überall in dem Dorf“, erklärte er ruhig, „Nein, sie sahen nicht so aus als würden sie nach etwas...“ und leise fügte er hinzu, „jemanden… Ausschau halten.“ Dabei warf er seiner Mutter einen unsicheren Blick zu. Anscheinend vermutete er, dass diese besagten Dunkelelfen vielleicht nach Richard suchen könnten. „Es schien eher so als würden sie…“ wieder überlegte der Junge, „…lagern? …oder warten?“ Er zuckte mit den Schultern…
„Suchen sie nach dir?“ fragte er zaghaft, aber Richard war bereits in dem Wagen verschwunden um sich umzuziehen. Der Junge ließ die Schultern hängen.

Als er wieder hinaus kam, wies er die beiden an, dass sie hier warten sollten und er sich beeilen würde. Gerade als er losgehen wollte hielt ihn Faith am Arm fest. Hinter dem Griff war nicht viel Kraft doch er war bestimmt. „Pass auf dich auf, Alexander“, flüsterte sie und ihr Blick verriet, dass sie sich wirklich sorgte, so hatte sie durchaus verstanden, dass der Mann bereits Bekanntschaft mit Dunkelelfen gemacht haben musste, wenn sie auch nicht wusste welcher Art sie war. Dann ließ sie ihn wieder los.


Als Richard sich dem Dorf näherte, konnte er sehen, dass ein Hineinkommen, ungesehen von den Dunkelelfen, nicht sehr schwer sein würde. Der Eingang wurde nicht bewacht. In einem Dorf das üblicherweise nicht durch Mauern geschützt war, wie etwa die großen Städte Celcias, war das auch nicht notwenig beziehungsweise sinnlos. Wenn vorne jemand stand, stielte man sich einfach von anderer Seite hinein. Doch würde Richard trotzdem alles einsetzen müssen was er irgendwann einmal gelernt hatte. Es wirkte fast so als hätte Bernar in dieser Zeit doppelt so viele Einwohner.
Die Menschen selber verhielten sich auf den ersten Blick so als wäre die Anwesenheit der Dunkelelfen, die gut gerüstet und bewaffnet waren, nicht weiter ungewöhnlich. Sie gingen ihren alltäglichen Arbeiten nach, so wie sie es immer taten. Erst auf den zweiten Blick konnte man sehen, dass sie sich immer mal wieder ängstlich umsahen.

Ein Gespräch zwischen einem grandessanischen Soldaten und einem Dunkelelfen könnte Richards Interesse wecken. Sie waren zu weit weg, als das der Mann etwas Genaueres verstehen konnte, doch auch Körpersprache sagt manchmal sehr viel aus. Der Mensch schien den Dunkelelfen irgendetwas zu fragen oder etwas zu erzählen, daraufhin schien dieser wütend zu regieren und deutete mit der Hand die Straße hinunter. Der Soldat schien nicht sonderlich erfreut darüber zu sein, ging aber schlussendlich den Weg der ihm augenscheinlich gewiesen wurde, so als hätten in Bernar seit neuesten die Dunkelelfen das Sagen und nicht Menschen.
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Donnerstag 15. April 2010, 22:16

Tatsächlich hörte Richard nur zu gut die Erklärung von Adam, was die Dunkelelfen im Dorf betraf. Nur weil er sich ankleidete hieß dass ja nicht, dass er nichts mitbekam. Es gab zwar den Mythos, dass ein Mann nicht mehrere Sachen gleichzeitig konnte, jedoch bei Richard traf das nicht zu. Immerhin sollte man bei seiner Berufung alles im Blick behalten, was bei Richard sowieso schon irgendwie ironisch war.
So stockte Richard für einen kurzen Moment, als Adam fragte, ob die Dunkelelfen vielleicht ihn suchen würden.
ich hoffe nicht, Kleiner…dann wird alles schwieriger

Als Richard wieder vorkam und im Begriff war loszugehen, hielt ihn Faith am Arm fest. Sie war zwar nicht stark, jedoch fuhr Richard schnell herum. Sein Körper war unter Anspannung, dass spürte er deutlich.
„Was?!...mache ich. Außerdem Unkraut vergeht nicht.“ besonders nicht, wenn ich das Unkraut bin… sie sorgen sich um mich.
Er löste vorsichtig ihre Hand und blickte sie ermutigend an. Jedenfalls versuchte Richard es. So was war immerhin nicht gerade seine Stärke. Eine Weile weilten seine Augen auf sie und ihrem Sohn und bevor er dann losging, nickte er ihnen noch zu.
Dann machte sich Richard auf den Weg ins Dorf.

Je näher er dem Dorf kam, umso nervöser wurde Richard. Sein Herz schlug heftig und schnell in seiner Brust. Das Dorf war größer als zu seiner Jugend geworden, doch einige der Hauser erkannte Richard nur zu gut. Kurz schweifte sein Blick ab und suchte eine Stelle, wo noch Überreste eines Hauses zu sehen war. Sein Zuhause.
Zorn machte sich breit, aber auch Trauer.
Bleib bei der Sache!...du weißt, warum du hier bist. Wachsam sein
Ermahnte sich Richard selbst zur Vorsicht.
Er wich vom Hauptweg ab und schweifte etwas abgelegen um ein paar Hauser, bevor er sich ins Dorf aufmachte.
Tief atmete Richard durch, strich sich die Haare zurecht und drosselte seinen Schritt. Immerhin wollte er nicht mehr als nötig auffallen.
Die Bewohner machten ihre Arbeiten wie immer, auch wenn es viele gab, denen man die Angst ansah. Jedenfalls für jemanden der sich damit auskannte.
man kann deutlich ihre Angst sehen,.. naja, wenigstens werde ich dann nicht so auffallen….ach du scheiße, Soldaten… instinktiv verschwand Richard in der nächsten Seitengasse.
Adam hat recht, es wimmelt hier nur so von Dunkelelfen…verdammt, was ist denn los? wunderte sich Richard während er versuchte weiterhin verborgen vor den Soldaten und den Dunkelelfen zu sein. Ein paar Fetzen eines Gesprächs drangen zu ihm und Richard lauschte ihrem Gespräch umso aufmerksam. Als der Soldat weggeschickt wurde, musste Richard leicht schmunzeln.
das passt euch gar nicht, oder?
Jedoch war es gut, wenn Dunkelelfen das Sagen hatten?
Dann atmete Richard noch mal durch und löste sich aus der Gasse. Aufmerksam und wachsam ging Richard nun durch die Straßen auf der Suche nach den gesuchten Geschäften. Immerhin wollte er schnell zurück. Zuerst wollte sich Richard eine Waffe besorgen und suchte dafür eine kleine Schmiede auf. Er hatte deutlich das Bedürfnis sich zu verstecken.

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Montag 26. April 2010, 16:49

Adam hatte nichts Falsches erzählt wie Richard feststellen musste. Einerseits amüsierte er sich darüber, dass dem Bewohner von Bernar die Anwesenheit der Dunkelelfen nicht passte, immerhin hatte er an dieses Dorf keine sonderlich guten Erinnerungen, aber andererseits fragte er sich auch, ob Dunkelelfen besser waren als einfache Menschen. So strich er erst einmal ungesehen um das Dorf herum, bevor er es betrat. Die menschliche Bevölkerung selber dürfte sich nach all der langen Zeit kaum an ihn erinnern, trotzdem wollte der Mann keine Aufmerksamkeit erregen.

Die Aussage von Adam, dass die Dunkelelfen lagern oder rasten würden traf nicht so ganz zu, aber er war schließlich erst sieben Jahre alt und konnte es nicht besser wissen. Eher wirkte es so als hätten sie sich hier eingenistet, als würden sie zu der Bevölkerung gehören. Zwar zählten sie sich dabei bestimmt nicht zum gemeinen Volk, aber zum Adel, wenn man es auf die Hauptstadt Grandea bezog.

Richard beschloss, dass er sich erstmal um eine Waffe kümmern sollte und dann seine restlichen Geschäfte erledigte. Eine Schmiede war schnell gefunden, denn in dem kleinen Dorf gab es nur eine Einzige. Diese stand bereits an der gleichen Stelle, als er noch hier gelebt hatte. Es war ein Familienbetrieb, der von Generation zu Generation weitervererbt wurde, nur war das Gebäude größer als zur damaligen Zeit.

Gerade als er um die Ecke spähte, öffnete sich die Eingangstür und ein Mann trat heraus. Er atmete genervt aus. Ein anderer Mann stand ebenfalls in der Nähe der Tür und auf diesen steuerte der Genervte nun zu.
„Ich fühl mich wie ein Laufbursche“, beschwerte er sich nachdem er flüchtig nach rechts und links geschaut hatte. Anscheinend wollte er von den dunkelhäutigen Elfen nicht gehört werden, „Ich frage mich was sie sich in Grandea denken. Die führen doch nichts Gutes im Schilde.“ Fragend sah er den Anderen an, der warnend den Zeigefinger an die Lippen legten, „Pssst… nicht das sie dich hören“, wisperte er und schaute sich nervös um, „Wir sollten einfach tun was sie sagen. Ich möchte nicht die Konsequenzen zu spüren bekommen.“
„Argh!“ der Mann der aus der Schmiede herausgekommen war machte eine abwertende Handbewegung, „Du warst ja schon immer ein Feigling. ICH werde mir das aber nicht mehr lange bieten lassen.“ Er deutete auf sich selber und sah den ängstlicheren Mann eindringlich an, ehe er seufzend einlenkte, „Dann gehe ich mal zurück zur Taverne und schau mal was ich weiteres für die Herrschaften tun kann.“ Er schüttelte den Kopf und die Ironie war nicht zu überhören und verließ damit den anderen. Dieser sah ihm noch hinterher und folgte ihm dann ebenfalls, als dieser bereits um die Ecke verschwunden war, die zu dem kleinen Marktplatz des Dorfes führte.

Nachdem die beiden Männer weg gegangen waren, konnte Richard nun ungesehen in die Schmiede schlüpfen. Kleine Schellen die über der Tür angebracht waren, kündeten potenzielle Kundschaft an.

Es gab einen kleinen Verkaufsraum mit einem Tresen der direkt gegenüber der Eingangstür war. An der einen Seite stand ein Holzgestell mit einer Rüstung, daneben hingen einige schwere Waffen an der Wand. Auf der anderen Seite sah es ähnlich aus. Hinter dem Tresen gab es Regale auf denen ungeordnete Haushalsgegenstände standen. Töpfe, Pfannen, Kerzenhalter und Holzschachteln mit Besteck waren auf den ersten Blick zu sehen. Dazwischen führte ein Durchgang nach hinten wo die eigentlichen Schmiedearbeiten durchgeführt wurden.

Man konnte einen Mann erblicken, der mit dem Rücken zu Richard saß und einen Stapel von etwa Zwei Dutzend Schwerter schliff. Als er die Tür hörte, hielt er innen, „I
Was wollt ihr?“, fragte er grummelnd ohne sich herum zu drehen, beendete aber seine Arbeit. Danach richtete er sich auf, wischte sich die Hände an einer mit Ruß verschmierte Lederschürze ab und schlurfte gelangweilt nach Vorne. Er musterte den Neuankömmling eingehend. „Ihr gehört nicht zu denen?“ Fragte er nicht unbedingt ernsthaft interessiert oder weil er sich eben die Frage selber beantworten konnte. Sollte er die Dunkelelfen meinen, war es nur offensichtlich, dass Richard nicht zu ihnen gehörte.
„Wie dem auch sei, ihr wollt ein Waffe nehme ich an?“ Er musterte ihn abermals kritisch, „Ihr seht nicht aus als wärt ihr Koch“, er lachte auf und wurde dann wieder ernst, „Tut mir Leid wir sind restlos ausverkauft.“ Er zuckte seufzend mit den Schulter und ging wieder nach hinten, wo er sich wieder seiner Arbeit zuwandte.
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Sonntag 2. Mai 2010, 13:00

Nachdem also Richard gewartete hatte, dass die beiden Männer von der Türe der Schmiede verschwunden waren, betrat Richard sie. Wenn er sich die Schmiede ansah, so merkte er doch wie wenig sie sich verändert hatte.
Sie war zwar größer geworden, doch standen die alten Mauern trotzdem noch.
Richard konnte sich erinnern, wie er als kleiner Junge oft auf das Dach geklettert war um von dort etwas mehr überblick über das Dorf zu haben. Damals war noch alles in Ordnung. Er hatte davon geträumt ein großer Held zu werden. Eben wie jeder kleiner Junge.
Kurz streckte Richard seine Hand nach der oberen kante des Türrahmens aus. Er spürte dort mehrere Einkerbungen. Ein leichtes Grinsen huschte über sein Gesicht. Die hatte er damals gemacht und sie dann mit vermoderten Essensresten gestopft. So hatte die Schmiede oft ein Problem mit Ungeziefer gehabt, welche durch das schimmelnde Essen angelockt wurden.
Es war eine Mutprobe unter den Kindern gewesen, da der alte Schmied ein ziemlicher Ochse war und sein Sohn, Sven, ein Dorfschläger war. Es hatte damals immer Dresche vom Schmied gegeben, wenn er einen erwischt hatte. Und wenn der Vater einen nicht erwischte, lauerte Sven einen auf.
Es hieß von der Schmiede, sie produzierte nur gute Ware, wenn der Preis stimmte.
Na dann wollen wir mal…ob es der Sohn von Sven jetzt die Schmiede führt? Beim Harax, dass so was überhaupt Kinder zeugen darf.

So huschte Richard in den Laden. Selbst innen hatte sich nicht viel verändert. Richard ließ seinen geübten Blick schnell über die Waren gleiten. Hinten hörte er den Schmied arbeiten.
Kurz fiel sein Blick auf die Rüstung, schüttelte dann aber den Kopf. So was konnte Richard wirklich nicht tragen. Und den größten Teil der Waffen war einfach zu schwer für Richard. Doch er fand etwas. Ein recht großes Jagdmesser. Dies nahm Richard runter und legte es auf den Tresen.
Der Schmied drehte sich inzwischen um. Er war zuvor noch mit dem Schleifen von Schwertern beschäftigt.
„ Ware kaufen!“ antwortete Richard ebenso mürrisch auf die Frage, was er wolle.
Na der Grundton ist genauso wie damals….ach du scheiße, das könnte tatsächlich der Sohn sein…ich gehöre zu wen?...restlos ausverkauft…da sind doch…na klar…warum nicht…
Ein leichtes Grinsen machte sich bei Richard breit. Nun, vielleicht kam es ihn doch zugute, dass er nicht wie der Durchschnittsbürger aussah.
„ Koch?...Was erlaubst du Dir?... Woher willst du wissen, zu wem ich gehöre. Du solltest bei deiner Arbeit bleiben und wirst nicht fürs Denken bezahlt.“ Richard legte ein ernstes Gesicht auf, was für ihn nicht sonderlich schwer war. Seine Stimme hatte sowieso einen leicht gereizten Unterton, was aber durch die Anspannung kam.
„Ich soll hier Ware abholen. Man hat mich aus Grandessa geschickt um die Waren zu prüfen, Schmied.“ Und dabei holte Richard das Gold hervor um zu zeigen, dass er die Bezahlung habe.
Er musterte den Schmied nun seinerseits, sollte dieser ruhig glauben, dass er beauftragt wurde, die Waffen zu holen. Und Richard musste sich nicht mal Gedanken machen, falls er etwas quittieren muss. Er konnte immerhin Schreiben und lesen, was dem normalen Volk verwehrt war.
Sowas bestärkte dann seine Lüge, er käme aus Grandessa.
Das Jagd messer ließ Richard nicht aus dem Blick, wenn der Schmied Schwierigkeiten machen würde, müsste Richard schnell handeln. Was unter Umständen auch den Tod des Schmiedes bedeuten würde. Man sollte es dann so sehen, dass wäre Richards kleiner Beitrag zu Verhinderung des Aufrüsten der Dunkelelfen.
Überhaupt spürte Richard, dass er immer nervöser wurde. Noch konnte er es überspielen, aber lange bestimmt nicht.

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Gestalt » Samstag 8. Mai 2010, 21:51

„ Koch?...Was erlaubst du Dir?... Woher willst du wissen, zu wem ich gehöre. Du solltest bei deiner Arbeit bleiben und wirst nicht fürs Denken bezahlt.“

Überrascht blieb der Schmied stehen. Solch eine Anweisung hatte er nicht erwartet. Natürlich war er nicht ausverkauft was ja auch unschwer zu sehen war, doch hatte er Order erhalten niemandem, außer den Dunkelelfen selber, die sich anscheinend als die neuen Herrscher in Bernar fühlten, Waffen zu verkaufen. Vielleicht befürchteten diese, dass es zu Aufständen der Bauern kommen könnte, die mit dem Bestellen der Felder genug zu tun hatten, als dass sie noch die Dunkelelfen bedienen wollten. Das Leben in Grandessa war nicht einfach.
Erst jetzt sah er, dass der Mann vor ihm, der sich als jemand aus Grandea ausgab bereits eine einzige Waffe – ein Jagdmesser – aus der Halterung an der Wand genommen und auf den Tresen gelegt hatte.

„Ich soll hier Ware abholen. Man hat mich aus Grandea [OT: Ich nehme mal an du meinst Grandea und nicht Grandessa, sonst müsste ich dir jetzt ein Strick draus drehen.^^] geschickt um die Waren zu prüfen, Schmied.“

Der Schmied musterte die Waffe und dann den Mann vor sich. Er sah definitiv nicht so aus als käme er aus einem Dorf wie Bernar, doch die Verwundungen in seinem Gesicht waren, auch wenn Richard eine übermenschliche Heilung besaß, immer noch gut zu sehen, was nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit beitrug. Der Schmied bezweifelte das dieser aus Grandea gesandt wurde um Waren zu holen.

„Ein Jagdmesser? Stellt Grandea keine Waffen mehr her?“ Fragte er ungläubig, „Ihr wollt mich wohl für dumm verkaufen?“ Er schien zornig zu werden, „…Aber sehr kreativ. Das muss ich euch lassen“ Er räusperte sich und entspannte seine Haltung. Hinter seinem Tresen schien er sich sicher zu fühlen.
„Nun gut, ich kann euch nichts verkaufen, auch wenn ich wollte“, entschuldigend hob der Schmied die Hände. Er wollte keinen Streit.
„Anscheinend ist Grandea nicht auf dem neuesten Stand, …was mich wundert, da der König selber befohlen hat, wir sollen uns den Wünschen der Dunkelelfen beugen. So wurde es uns hier zugetragen… und im Gegenzug dazu helfen sie uns im Krieg gegen Jorsan auch wenn sich diesbezüglich seit Jahren nichts mehr geregt hat, aber in einem Dorf wie diesem bekommt man auch nicht immer alles mit.“ Er zuckte mit den Schultern. Er selber schien nicht daran zu glauben. Kurz überlegte er, ehe er das Spiel weiter mitspielte.
„Wenn ihr Waffen wollt, lasst euch von den Dunkelelfen eine Ermächtigung dazu geben. Irgendein Dunkelelf namens Rin… Ryn…nat this … tis… Ry’nathis oder so ähnlich hat das Sagen hier. Ihr findet ihn sicher in der Taverne…. Dort findet ihr sie immer.“ Er wandte sich ab, drehte sich aber, nachdem er einen Schritt gegangen war wieder herum. „Wolltet ihr mich damit bestechen?“ Er deutete auf die Münzen die Richard auf den Tresen gelegt hatte, „Für so ein paar lächerliche Kröten riskiere ich meinen Kopf nicht.“
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Montag 10. Mai 2010, 13:28

Eigentlich merkte Richard schon noch während er die letzten Worte gesagt hatte, dass das nicht klappen wird.
Der Schmied musterte Richard und Richard fiel auf, dass er sich etwas länger sein Gesicht betrachtete. Unbehagen machte sich breit.
verdammt…das wird wohl nicht funktionieren…mein Gesicht sieht wohl doch noch schlimmer aus als ich dachte….und ihn jetzt eine lüge deswegen aufzutischen, wirkt unglaubwürdig..ich brauche aber eine Waffe
„ wo ich mir Etwas selber kaufe, ist wohl mir überlassen, oder?“ lautete Richards trotzige Antwort, auf die Frage nach dem Jagdmesser.
Mehr und mehr wurde er nervöser und angespannter. Natürlich machte der Schmied nur seinen Arbeit und versuchte sich so gut es ging rauszuhalten. Jeder andere hätte dies in diesen Zeiten auch getan.
Was die Informationen bezüglich des Bündnisses mit den Dunkelelfen betraf, ließ Richard auch nicht ruhiger werden.
Der König arbeitet mit den Dunkelelfen zusammen? So eine scheiße!…das wird es nicht leichter machen. Krieg mit Jorsan?…einiges ändert sich wohl nie…mist, was mache ich jetzt?…ist aber typisch, dass sich alle beugen, warum auch kämpfen?…mal ehrlich, wer glaubt denn, dass die wirklich helfen?..
Richard Miene änderte sich bei der Information so gut wie gar nicht, obwohl ein guter Menschenkenner ein seltsames Funkeln in seinem Auge sehen konnte.
Der Schmied schien sich sowieso hinter seinem Tresen wohl zu fühlen.
„ dafür ist dieses Dorf zu unwichtig“ gab Richard seine mürrische Antwort. Ihm wäre es egal, wenn dies Dorf ausgelöscht werden würde.
„ eine Ermächtigung?“ Richard entgleiste sein Gesichtsausdruck.
das kann doch nicht wahr sein!…ich soll was???….der spinnt wohl!…ja sicherlich, ich geh dort hin und frage nach einer Genehmigung! …ich bin doch nicht lebensmüde! nein danke…nun, ich brauche jedoch eine Waffe…tja, hast eben Pech gehabt.
Richard hatte in der Zwischenzeit das Jagdmesser in die Hände genommen. Vertraut fühlte es sich an. Gut ausbalanciert und eine scharfe Klinge. Und in dem Moment, wo sich der Schmied noch wegen dem wenigem Geld für eine Bestechung beschwerte, warf Richard das Jagdmesser. Dolche und Messer lagen Richard schon immer und das Ziel war nun wirklich nicht weit weg. Die Klinge traf den Schmied genau in den Hals, so war die Gefahr eines Schreis ebenfalls gebannt.
Natürlich hätte Richard auch ein höheres Bestechungsgeld hinlegen können, jedoch war ihm das Gold dafür viel zu wichtig. Und wahrscheinlich hätte die Ware dann sogar Macken gehabt. Nein, nicht mit Richard.
Als der Schmied zu Boden ging, machte Richard einen Satz über den Tresen. Jetzt aber eilen Er blickte den Schmied noch an, der nicht sofort daran sterben würde.
„ Lass die Klinge besser stecken, dann lebst du länger wenn auch nicht viel länger.
knurrte Richard den sterbenden Mann an.
Richard war klar das sein Angriff tödlich war. Entweder würde der Schmied an der mangelnden Luft sterben, da die Klinge mit hoher Wahrscheinlichkeit die Luftröhre verletzte oder er würde verbluten. Egal wie, er würde sterben. Erst wollte Richard ihn langsam krepieren lassen, drehte sich jedoch noch um und zog das Messer mit einen Ruck heraus. Schnelles verbluten wäre menschlicher.
Das Jagdmesser säuberte er noch an der Kleidung des Schmieds und steckte es weg.
Dann durchstöberte Richard schnell die Schmiede. Alles was sich für ihn als
Wurfklingen nutzen lies, nahm Richard mit. Ebenso schaute er sich die Schwerter an. Die Art des Schwertes kannte er nicht, jedoch schienen sie wohl für die Dunkelelfen zu sein. Zwei der geschärften Klingen nahm er an sich. Zu seinem Glück fand er in der Schmiede auch die passenden Waffengurte und Schwertscheiden.
reiche Beute…ob er noch Münzen hat?...mach schnell Richard…nicht zu lange warten
Nun, unter seinen Umhang konnte er die Waffen gut verstecken.
Als Richard also fertig war und er die restlich Waffen in die Glut des Schmiedes geworfen hatte, ging Richard zur Tür. Ein vorsichtiger Blick nach draußen und erst als es sicher aussah, verließ er die Schmiede.
Immerhin wollte er noch schnell den Proviant holen.

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Dienstag 11. Mai 2010, 14:48

Während der Schmied noch redete, ratterte es bereits in Richards Kopf, wie es eigentlich des Öfteren in seinem Kopf ratterte.
Er brauchte eine Waffe, der Schmied wollte, wegen des Verbots der Dunkelelfen, ihm keine verkaufen, also würde er sich einfach eine nehmen. Da der Schmied mit großer Wahrscheinlichkeit protestieren würde, Richard aber sein Gold zu schade war um ihn zu bestechen, blieb nur eine akzeptable Möglichkeit…
Geräuschlos hatte er das Jagdmesser an sich genommen und als der Mann sich wieder umdrehte um sich über die zu niedrige Bezahlung zu beschweren, sauste dieses bereits auf Selbigen zu.

Fassungslos und überrascht sah der Mann Richard an, als ihm einfiel, dass er die Waffe am Besten hätte gleich einkassiert. Zwar hatte dieser keinen besonders vertrauensvollen Eindruck auf ihn gemacht, doch die Kleidung die er trug war gut und so hatte er nicht damit gerechnet, dass man ihn gleich umbringen wollte.
Ruckartig stolperte er nach hinten, als Richard über den Tresen sprang. Reflexartig schoss seine Hand zu der Klinge in seinem Hals. Er wollte was sagen, aber es kamen nur kratzige, unverständliche Geräusche über seine Lippen. Etwas war im Wege.
Noch bevor die Klinge aus seinem Hals ziehen konnte, den jeder normale Mensch würde dies instinktiv tun, auch wenn es das Falscheste war was machen sollte. Besser war es jemanden dabei zu haben, der in der Heilkunde bewandert war und nach entfernen die Blutung stoppen konnte. Meistens hatte man diesen günstigen Fall aber nicht, …teilte ihm Richard mit, dass er sie lieber stecken lassen solle, dann sterbe er nicht ganz so schnell. Er überlegte einige Augenblicke. Die kratzigen Geräusche hatten sich in der Zwischenzeit zu einem Gurgeln gesteigert, was nicht bedeutete, dass man nun mehr verstand. Ebenfalls war er auf den Boden gesunken, als Richard beschloss, dass es menschenunwürdig war ihn langsam verrecken zu lassen und das Messer zog. Ein wenig erleichtert sank der Mann in sich zusammen. Zitternd tastete er mit der Hand nach der Wunde, als ihm bewusst wurde das er sterben würde. Kurz darauf verlor er das Bewusstsein…

Richard befasste sich nicht weiter mit dem Sterbenden, sondern durchsuchte im Schnelldurchlauf die Schmiede, sackte einige Waffen ein, die er als dringend notwendig erachtete und fand so gar einige Münzen. Es war nicht viel, doch für mehr hatte er keine Zeit. Dann zerstörte er noch die Waffen der Dunkelelfen und eilte nach Vorne. Der Schmied war derweil seiner Verletzung erlegen.

Gerade als er um den Tresen herum gehen wollte, betätigte jemand die Eingangstür. Viel Zeit würde ihm nicht bleiben um in Deckung zu gehen. Zwei männliche Stimmen waren zu hören die sich in einer ihm nicht verständlichen Sprache unterhielten. Die Schellen erklangen als die Tür sich gänzlich öffnete und einer der Männer in celcianisch nach dem Schmied fragte. Dieser lag, den Göttern sei Dank hinter dem Tresen, sodass es einige Momente dauern würde bis sie den Toten entdeckten. Richard sollte sich schnell was einfallen lassen, wenn er nicht entdeckt werden wollte.
Hatte der eigentliche Schmiederaum nicht eine Hintertür gehabt oder wenigstens ein Fenster? In der Hoffnung, dass wenn es eine Tür gab, diese nicht verschlossen war.




[OT: Will es dir ja nicht ganz so leicht machen.^^ Ich hoffe du kannst drauf antworten.
Sooo, zum Eigentlichen. Richard erhält:
2 Dunkelelfenschwerter + Schwertscheiden, 5 Wurfdoche und 8 Fuchsmünzen…. Sorry, mehr Gold gibt es nicht. Richard hat eindeutig genug.^^]
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Richard Azrael Darkholme
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Mittwoch 12. Mai 2010, 15:38

Richard wollte gerade über den Tresen zurückspringen, da hörte er ein Geräusch an der Tür. Gefolgt von Stimmen. Sie schienen jedoch kein celcianisch zu sprechen. Die Stimmen näherten sich der Tür zur Schmiede.
oh scheiße…verdammt…Dunkelelfen?...ich bin tot, wenn die mich hier finden. blitzschnell blickte sich Richard um. Ihm blieben nur Sekunden. Mit einer sehr raschen Bewegung eilte Richard in den hinteren Schmiederaum. Er konnte gerade die Schellen der Tür hören, da war er im hinteren Schmiederaum verschwunden. Er schaffte es gerade noch die Tür zu schließen, einen schlüssel zum abschließen sah er nicht.
gewöhnlich schloss man die Schmiede auch nicht ab.
Deutlich konnte er das rufen nach dem Schmied hören.
Richard sah sich um. Sein Herz raste und seine Knie wurden weich. Das Adrenalin schoss durch seinen Körper.
Früher hatte es immer eine Hintertür gegeben und oben am Dach war immer eine große Öffnung zur Belüftung der Schmiede. Immerhin wurde es in so einem Raum sehr heiß, was auch Richard wieder mal merkte.
ich muss hier weg,…es wird nicht lange dauern und sie entdecken den Schmied….und dann wird es ungemütlich…erst zur Tür, …nein, hoch zur Lucke.
Da es sich um ein Holzhaus handelte, beziehungsweise die Innenbalken aus Holz waren, waren an der Decke eine Menge Querbalken zu sehen. Für einen untrainierten Mann sollte es schon schwierig sein, dort hoch zu kommen, jedoch war dies bei Richard nicht der Fall. Er nahm ein Regal zur Hilfe, wo er hochkletterte- und Richard konnte eigentlich sicher sein, dass es hielt. Es musste sonst Waffen aushalten und diese waren in der Mehrzahl schwerer als Richard. Griff nach den Querbalken der Griff saß und so schwang er seine Beine hinterher.
Ein Stechen im Bein erinnerte ihn an die Verletzung am Bein. Ganz war diese noch nicht weg und bei dieser Anstrengung meldete sie sich sowieso.
Er hing jetzt wie ein Faultier an der Decke und nur mühselig und schwerfällig zog sich Richard hoch auf den Balken. Eine Taube, die hier geruht hatte, flog aufgebracht davon.
Scheißvieh…weg mit dir Nun krabbelte Richard eilig zur Öffnung. Überall hingen Spinnweben und mehr als einmal kroch so ein Tier über ihn rüber.
Doch Richard ließ sich nicht aufhalten.
Bei der Öffnung angekommen spähte Richard erst herunter. Er hatte nicht vor genau vor irgendjemand zu landen. Niemand war zu sehen. Vorsichtig tastete er nach einen Halt für seine Hände, wo er sich draußen am Dach festhalten konnte.
Fand nach etwas Suchen einen Halt und zog sich nach draußen. Die Beine baumelten erst etwas in der Luft und als er runterblickte merkte er, dass er sich fallen lassen musste.
RUMPS!
„autsch…ah…“ Fluchte Richard. Die Landung hätte besser klappen können. Er war zwar auf den Füßen gelandet, doch hatte er diesen Sprung nicht richtig abgefedert.
Aber jetzt war keine Zeit für eine Pause. Richard richtete sich schnell wieder auf und eilte schnellsten hinter die nächsten Häuser. Gassen gab es ja genug, dass er nicht gleich auffiel.
Erst in einiger Entfernung lehnte er sich an eine Wand und atmete tief durch. Seine Lunge brannte, sein Körper schmerzte wegen der falschen Federung und sein Bein schmerzte jetzt auch wieder. Dort gönnte er sich eine kleine Verschnaufpause.
Erst als er wieder Luft hatte, säuberte sich Richard. rasch klopfte er sich den Dreck ab.
Sein Gehör war dabei auf die leisesten Geräusche fixiert. Keine Überraschung wollte er noch erleben.
wow…das war mehr als knapp…erst mal wieder Luft kriegen…Dunkelelfen, oh ich hasse Dunkelelfen….verdammt , war das klug gewesen mit dem Kerl?...jetzt wird hier noch ein Mörder gesucht…und wenn sie merken, dass Waffen fehlen, dann brauchen sie die Bewohner nur zu durchsuchen…hey, beruhige dich…so was dauert immer etwas…ich werde noch schnell Proviant besorgen, und dann nichts wie weg hier….es hat dich keiner gesehen…hoffe ich zumindest

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Samstag 15. Mai 2010, 05:17

Richard lief zurück in die Schiede als er die Stimmen der Dunkelelfen hörte. Er musste irgendwie einen anderen Weg hinaus finden ehe sie ihn entdeckten… beziehungsweise ehe sie den toten Körper des Schmiedes hinter dem Tresen fanden und schlussendlich ihn.
Er erinnerte sich zwar daran das es eine Hintertür geben musste, doch anstatt diese zu nehmen entschloss er sich dafür nach oben durch den Lüftungsschacht in der Decke zu kriechen. Das Regal, das er dafür auswählte war schwer. Normalerweise wurden Waffen die noch geschliffen werden mussten und Werkzeuge darauf gelagert. Relativ leichtfüßig kletterte der Mann daran empor. Dies konnte er normalerweise schneller, doch machte ihn seine Verletzung am Bein zu schaffen.
Aus dem Nebenraum konnte er nun die Stimmen der Dunkelelfen hören. Sie schienen aufgeregt. Anscheinend hatten sie den Schmied entdeckt. Er musste sich wirklich beeilen. Oben angekommen schwang er sich mit einem Ruck auf einen der stabilisierenden Deckenbalken, wobei er an dem oberen Regalbrett Schwung holen musste. Laut polternd krachte dieses nun zur Seite um in die Mitte des Raumes. Genau in diesem Moment öffnete sich die Tür und die beiden Männer stürmten herein. Das sie ihn entdeckt hatten war nicht sehr schwer. Schließlich hing er gerade wie eine Spinne mit dem Rücken nach unten an der Decke. Sie riefen ihm entgegen, doch da es in lerium war konnte er es natürlich nicht verstehen. Doch Richard hatte nun durch das umgefallene Regal genug Zeit zu der Deckenöffnung zu gelangen, während er von unten ein Ächzen vernehmen konnte. Die Dunkelelfen versuchten das Regal wieder aufzustellen. Dann verschwand er durch die Öffnung auf das Dach.
Er spähte nach unten, niemand war zu sehen, sodass er gefahrlos hinunter springen konnte. Der Sprung war nicht schlecht, doch rächte er sich trotzdem an seinem Bein und ein starker Schmerz durchzuckte dieses, doch darauf konnte er jetzt keine Rücksicht nehmen und so eilte er humpelnd hinter die nächsten Häuser aus Sichtweite der Schmiede. Im Weglaufen konnte er hören wie an der Hintertür gerüttelt wurde…

Richard blieb erst stehen als er meinte sich in Sicherheit zu wiegen. Es war ziemlich weit am Rande des Dorfes und er fand eine geeignete Stelle zwischen einigen Büschen die hier wild wuchsen. Sein Bein brannte und er wenn er nachsehen würde, würde er entdecken, dass der frische Verband den er angelegt hatte eine kleine Blutspur hatte, womit klar war, dass die Wunde bei dem Sprung vom Dach doch arg in Mitleidenschaft gezogen worden war.
In nicht allzu weiter Entfernung konnte er die Ruine seines alten Zuhauses sehen. Es war nicht mehr viel übrig. Doch die Grundmauern standen noch, auch wenn sie nun stark überwuchert waren. Niemand hatte sich mehr darum gekümmert seitdem das Haus abgebrannt war.

Er verharrte bereits einige Zeit an dieser Stelle bis er schnelle Schritte vernehmen konnte und das Klirren von Waffen die sich seinem Versteck näherten. Stimmen waren zu vernehmen, als sich weitere Schritte näherten.
Wieder wurde in lerium gesprochen. Es hörte sich an als würden sie Information austauschen. Vielleicht wäre es praktischer wenn man diese Sprache verstehen würde. Dann eine dritte Person die angerannt kam und ebenfalls etwas sagte, wenn auch etwas aufgeregter. Er konnte hören, wie sich zwei paar Schritte in Richtung des Zentrums entfernten und einem Moment später ein Rascheln, als der Dritte, recht nah an ihm vorbei, auf die Ruine zusteuerte.
Augenscheinlich wurde nach ihm gesucht.
Die Frage die sich Richard nun stellen sollte war, in wie weit man ihn erkannt hatte und ob es für ihn tatsächlich möglich war ungesehen das Proviant zu besorgen. Draußen vor dem Dorf warteten Faith und Adam, die eigentlich darauf angewiesen waren und nichts dafür konnten das er unüberlegt gehandelt hatte oder wollte er noch einmal Adam hinein schicken, auch wenn dies für den Siebenjährigen auch nicht ungefährlich war.



[OT: Hmpf, hab zwar irgendwie viel im Kopf, doch endet das alles im Steuern.... und jetzt bin irgendwie enttäuscht von mir, weil ich soviel rumgesabbelt habe... ach man... cih hoffe du kannst irgendwie drauf antworten, auch wenn es irgendwie nicht viel sein wird.]
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Donnerstag 20. Mai 2010, 18:37

Richard klopfte sich gerade den Dreck von der Kleidung, als wieder ein Schmerz bemerkbar machte. Jetzt sah er sich die Sache genauer an. Bei seiner Flucht hatte er nicht die Zeit gehabt auf eine Verletzung zu achten. Doch er konnte sich wieder daran erinnern wie es geschmerzt hatte, als er von dach gesprungen war.
na die Landung war auch keine Meisterleistung… mal sehen, was da nicht stimmt..oh verdammt Richard hatte die Hose hochgekrempelt und sein Bein freigelegt. Der Verband vom Morgen war durchgeblutet.
„verflucht„ fluchte Richard laut auf. Er ließ seinen Kopf resignierend in den Nacken fallen. das hat mir noch gefehlt. …wahrscheinlich hat sich dises seltsame Stäbchen verschoben…immerhin war die Wunde sonst ausgebrannt…soll ich es rausziehen?…nein, lieber später…oh!
Richard hatte kurz geradeaus geschaut, da sah er es. Sein Zuhause. Oder eher das was übrig war. warum bin ich denn hierher gerannt…es wurde nichts gemacht…
Die Wunde an seinem Bein war vergessen. Wie in Trance sah er sich langsam um. Vor seinem geistigen Auge formte sich die Umgebung wie vor über 100 Jahren zurück.
Seit er damals von der Gilde aufgenommen wurde hatte er diesen Ort nicht mehr gesehen.
Die Büsche in denen er sich geflüchtet hatte, waren die selben die damals ihm und seinen kleinen Bruder als Versteck gedient hatten. Nur waren sie jetzt wesentlich größer und auch wesentlich verwilderter. Es war als könnte er seine Schwester rufen hören, sie sollen sich jetzt zeigen, sie habe keine Lust mehr. Trotzig stampfte sie dann auf.
Unmerklich musste Richard grinsen.
Er sah vor sich das Haus seiner Familie entstehen. Konnte genau sehen, wo das Zimmer von ihm und seinen Geschwistern war.
Sah zwei Gestalten vor einem Fenster auf und ab gehen.
Richards Füße machten wie von selbst ein paar Schritte auf das Haus zu. Er hörte die besorgte Stimme seiner Mutter, als sie seinen betrunkenen Vater fragte, wo sich Richard schon wieder rumtrieb und er doch noch mitarbeiten musste. Damals war Richard oft draußen gewesen und träumte davon ein großer Krieger zu werden, der die Familie schützen konnte.
Und was war aus ihm geworden?
Das Haus war nicht weit weg. Seine Familie.
Richard strich sich komplett die Haare aus dem Gesicht. Wie er es immer nach dem Toben draußen getan hatte, damit man nichts merkte.
Er blinzelte damit der seltsame Schleier vor seinem rechten Auge verschwand und wurde wieder klar.
Vor ihm eine Ruine, die einst sein Zuhause war.
Seine Miene verfinsterte sich. Das soeben nach hinten gestrichen Haar holte er wieder vor seine rechte Gesichtshäfte-
ich Tagträume…sie sind tot!…seit mehr als Hundert Jahren…ich sentimentaler Idiot
Zwar schollt sich Richard im Geiste dafür, aber seine Hand war auf der Tätowierung gewandert. Es gab Zeiten da fühlte sich Richard recht allein, heute war wieder so ein Zeitpunkt. So genoss er kurz die Wärme seiner achtbeinigen Gefährtin.
Und doch war es als hörte er noch immer Stimmen. Verwundert sah sich Richard um und lauschte.
Er kannte die Sprache!
Dunkelelfen!…was?… sie kommen hierher!..Es sind zwei…nein drei…verflucht , was reden die da?…ich versteh kein Wort…einer wirkt aufgebracht! …die suchen mich!
Richard eilte sich wieder in den Schutz der Büsche zu gelangen. Was nicht gerade einfach war, da er humpelte.
…super, gemacht, erst die Alte und jetzt der Schmied. Richard du ziehst eine Spur hinter dir her…beim Harax, ich wollte noch Proviant holen…das kann ich wohl vergessen…Mist, einer kommt hierher!
Richard blickte sich um. Da konnte er den Dunkelelfen sehen. Schnell duckte Richard sich weg. Dieser lief geradewegs auf die die Ruine zu. Wahrscheinlich vermuteten sie ihn dort. Richard atmete scharf ein. Vor knapp 10 Minuten wäre er auch dagewesen und hätte abwesend auf das Haus gestarrt.
gibt es ja nicht…selbst jetzt wird mir meine Geschichte fast zum Verhängnis… bloss leise weg hier
Richard gab jetzt sein Bestes um so leise wie möglich zu sein und sich geräuschlos zu entfernen. Zum Markt konnte er nicht. War nicht auch dort in der Taverne die Dunkelelfen?
In geduckten und kriechender Haltung schlich sich Richard mehr und mehr davon. Er wählte einen Weg der aus dem Dorf wegführte. Erst als er im in sicherer Entfernung bei dem Wald angekommen war, machte sich Richard daran auf Umwegen zu Faith und Adam zu gelangen. hmm, soll ich Adam noch mal los senden? Lieber nicht, der war ja so schon nervös… verdammt, dann eben kein Proviant. Die beiden hatten doch noch etwas- besorgen wir uns später noch mehr….aber nicht hier!…warum mache ich das überhaupt?… so ein Mist! Der Tag fängt ja wieder gut an. Als würde ich diese Scheiße immer anziehen…
Grübelnd schlich Richard einem Schatten gleich an den Ausläufern des umgrenzenden Waldes zu seinen neuen Begleitern. So weit war der Weg ja nicht.

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Erzähler » Montag 24. Mai 2010, 15:24

Richard fragte sich ernsthaft warum er zu der Ruine gelaufen war, die vor über 100 Jahren noch sein zuhause gewesen war. Vielleicht lag es einfach daran, dass er diesen Weg am Besten kannte? Vielleicht sagte ihm sein Unterbewusstsein, dass dieser Ort sicher war, auch wenn so viel Schlimmes dort passiert war. Die Erinnerungen die sich nun vor seinem geistigen Auge abzeichneten und ihm vorgaukelte, er wäre wieder der kleine, unschuldige Junge, der noch Träume hatte, gab dem Recht.

Unbedacht war er aus seinem Versteck gekommen und langsam auf das zerfallene Gebäude zugegangen. Er versuchte den Schleier vor seinem magisch gezeichneten Auge weg zu blinzeln, doch gelang es ihm nicht, sodass er wieder in die Realität zurückgeholt wurde und dies war auch gut so. In nicht allzu weiter Entfernung konnte er Stimmen hören. Erst dachte er, sie gehörten noch zu seinen Erinnerungen, aber als er das Dunkelelfische erkannte, wenn er es auch nicht verstand, verfluchte er sich selber, dass er so unvorsichtig war. Schnell huschte er zurück in sein Versteck, als einer der Dunkelelfen – Richard vermutete, es handele sich insgesamt um drei Stück die er gehört hatte, an ihn vorbei und auf die Ruine zusteuerte. Er drehte sich herum, als er ein Rascheln in dem Gebüsch vernahm und ging ein paar Schritte darauf zu. Richard selber, war nicht mehr als vier oder fünf Schritt von ihm entfernt. Der Dunkelelf suchte die Sträucher mit seinen Augen ab, konnte aber nichts sehen und zuckte mit den Schultern. Vielleicht war es nur der Wind gewesen und folgte nun seinem eigentlichen Ziel.

Nachdem er in dem Gebäude verschwunden war, konnte Richard sein Versteck verlassen. Zum Markt wollte er aber nun nicht mehr gehen. Soweit er sich erinnerte befand sich die Taverne direkt dort und da der Schmied erwähnt hatte, dass da die Dunkelelfen residierten, würde es dort nur so von ihnen wimmeln.

Richard brauchte einige Zeit bis er eine geeignete Stelle gefunden hatte von wo aus er das Dorf verlassen konnte. Am Dorfeingang standen mehrere Dunkelelfen die mit Argusaugen darauf achteten das keiner Bernar verließ und auch in den anderen Richtungen, um das Dorf herum liefen sie Patrouille, sodass er höllisch aufpassen musste, dass man ihn nicht entdeckte. Er beschloss, dass der sicherste Weg durch den angrenzenden Wald war. Dort konnte er sich im Schutze der Bäume davonstehlen…

Als er aus dem Wald heraustrat, konnte er an der Straße immer noch den Wagen erkennen mit dem sie gekommen waren. Einige Meter entfernt stand auf der Straße ein herrenloser Esel der schwer beladen war. Dieser schien zu dösen. Am Wagen selber konnte er Adam sehen, der ihn anscheinend schon gesehen hatte, da er mit dem Finger in seine Richtung deutete. Doch er war in Begleitung zweier Fremden. Der eine schien ein alter Mann mit Rauschebart zu sein, der nun ebenfalls seine Richtung schaute. Seiner Kleidung nach zu urteilen, handelte es sich dabei um einen der Magier aus der Akademie der Ritualmagie in Grandea. Daneben stand ein junger Mann. Wenn er näher kommen würde, würde er erkennen, dass sich dabei um Marius handelte den er im Kerker von Grandea kennen gelernt hatte.

Was würde Richard nun tun? Das Weite suchen? Schließlich hatte er keine guten Erfahrungen mit Magiern gemacht. Zum anderen würde herauskommen, dass er sich unterschiedliche Namen gab. Hatte er sich Adam und Faith doch als Alexander vorgestellt und Marius als Egalis beziehungsweise Maximilian der Marius aus dem Kerker retten sollte, weil man ihm etwas antun wollte. Andererseits befand sich in dem Wagen noch die Kiste mit etlichen Drachmen. Allzu viel hatte er davon ja nicht mitgenommen. Verwunderlich war, dass er nirgends Faith erblicken konnte.



[OT: Weiter geht es in Dann mal nach Bernar. Viel Spaß ihr Zwei.^^]
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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Helena Morgan » Mittwoch 27. Februar 2013, 04:19

[komme aus: viewtopic.php?f=202&t=3215&p=53520#p53520]


Eine leichte Brise wehte ihr durch die Haare und ließ sie inne halten. War da nicht gerade ein seltsamer Geruch gewesen? Sie schaute zu Dori, die mittlerweile wieder ihren Stammplatz auf Helenas Schulter eingenommen hatte und sich auf die Hinterbeine stellte. Offensichtlich hatte Helena sich nicht getäuscht, da die kleine Maus ihre Nase schnuppernd in die Luft hielt, sie schien es auch wahrgenommen zu haben. Irgendetwas war seltsam an diesem Geruch, er passte nicht hierher… Sie versuchte sich darauf zu konzentrieren, was genau es war. Es roch nach Holz und Bäume und Gras, eben wie ein Wald so riecht. Aber was war da noch?! Sie ging ein paar Schritte in die Richtung, aus der der Wind kam. Es schien irgendwo da aus dem Wald zu kommen, aus dem Weg zu ihrer Rechten. Und dann erkannte sie das der seltsame Geruch Asche oder vielleicht auch Feuer war. Nacheinander blickte sie von Loki zu Dori“ was haltet ihr zwei davon, wenn wir nachschauen? Vielleicht schürt da jemand ein Feuer und will was Leckeres braten und wir könnten was abgreifen?! ´´
Wie immer schien die dreifarbige Maus mit dem einverstanden zu sein was ihre Besitzerin vorschlug, da sie zustimmend piepste. Loki hingegen schaute sehnsüchtig nach links, zu den Wildblumen. Jetzt war es an Helena zu seufzen ,, na schön, aber beeil dich.`` Nachdem er ein wenig gegrast und die meisten Wildblumen weggeknabbert hatte, schaute Loki satt und selbstzufrieden drein, wahrscheinlich weil er mal wieder seinen Willen bekommen hatte. Sie ging zu ihm und schwang sich auf den Sattel. Seinen Hals tätschelnd neckte sie ,, da du dich ordentlich gestärkt hast, können wir ja jetzt los mein dicker.“ Das brachte ihr ein empörtes Schnauben ein, aber der Hengst trabte los, Richtung Wald.
Sie ritten eine Weile durch den Wald, immer dem Geruch nach. Das Aroma wurde auch stärker, aber irgendwie fehlte der leckere Essensduft. Egal wie sehr sie sich drauf konzentrierte, es roch einfach nicht nach gebratenem! Der Wald lichtete sich langsam und der Weg wurde breiter. Links und rechts des Weges kamen schnell Mais und Getreide Felder zum Vorschein. Kurzentschlossen hielt sie ihr Pferd am Wegesrand an, sah sich schnell um und da sie niemanden entdeckte, eilte sie zum Feld um für sich und Loki Mais einzupacken. Wenn schon nichts Gebratenes auf mich wartet, gibt es hier immerhin Mais zusätzlich zum Essen. Auch wenn Mais nur ein kleiner und vorallem trauriger Trost war. Sie stieg auf Loki und die drei ritten weiter. Allerdings hielt sie ihr Pferd nach gefühlten fünfzig Schritten schon wieder an. Sie schaute erst irritiert und dann verstehend drein. Eigentlich müssten hier ein Hof und eine Scheune stehen, aber hier war gar nix! Wobei gar nix der falsche Ausdruck war denn weiter hinten konnte sie den Grundriss des offensichtlich niedergrabrannten Gehöfts ausmachen, nachdem sie ihren Blick über die ganze schwarzverkohlte Fläche gleiten ließ. Jetzt war ihr auch klar dass der Auslöser für den Geruch den sie die ganze Zeit wahrgenommen hatte, hier seinen Ursprung aufwies, es hatte hier offensichtlich gebrannt. Helena rutschte wieder von Loki runter, wies ihn an hier zu warten, welches er gelangweilt zur Kenntnis nahm.
So ging die schwarzhaarige Frau sich umschauend, langsam über den verbrannten Boden, bis sie zu der Stelle kam, auf der wohl das ehemalige Bauernhaus stand. Hier ließ sie ihren Blick sorgfältig über die verkohlten Überreste schweifen, konnte aber weder Qualm noch schwelende Reste ausmachen. Sie ging in die Hocke und hielt ihre Hand nicht mal eine Daumenlänge über den Boden, er strahlte keine übermäßige Wärme ab. Hm, demnach war der Brand nicht erst gestern oder vorgestern. Vielleicht kann ich hier noch etwas Brauchbares oder Wertvolles finden. Ein Blick zurück sagte ihr, dass Loki immer noch Grashalme knabbernd in der Sonne neben dem Maisfeld stand. Gut, dann will ich mal schauen. Die Hälfte hatte sie bereits hinter sich gebracht, ohne irgendwas Nennenswertes zu finden. Also schritt sie weiter, bis sie abrupt stehen blieb, so als wäre sie gegen eine unsichtbare Wand gelaufen. Helena schloss die Augen. Wieso liegt mitten in den Verbrannten Überresten ein Mann? Genauer gesagt ein nackter Mann?!? Das muss eine Wahnvorstellung sein. Los, mach jetzt die Augen auf und du wirst sehen das es nicht echt war. Doch, es war echt oder besser gesagt er war echt! Es musste wohl so sein, weil das Bild sich nicht veränderte und der Mann, er war schwarzhaarig, unverändert dort rumlag. Aber wieso ist er nackt??? Hat man ihn vielleicht ausgeraubt und hier hingeworfen? Von hier aus sieht er garnicht so schlecht aus… oder er war ordentlich betrunken und er hat sich hier zum Ausnüchtern hingelegt, sie konnte aber nirgends Kleidung entdecken, oder, oder, oder. Ich sollte ihn wecken bevor die Krähen sich an ihm gütig tun. Mit einem Schadenfrohen grinsen auf den Lippen ging sie zu ihm, um ihn mit ihrem Fuß wachzurütteln. Noch bevor sie ihn berührte hielt Helena mitten in der Bewegung inne und setzte den Fuß wieder ab. Irgendwoher kenne ich diesen Mann. Ihr Blick glitt von Kopf bis Fuß über ihn. Er hatte schwarzes, längeres Haar, ein schmales aber männlich markantes Gesicht mit einem schmalen, gestutzten Bärtchen von der Unterlippe bis zum Kinn. An seinem linken Ohr hingen mehrere Ringe. Aber das Auffälligste war die frische Narbe, sie verlief von der Stirn, quer übers rechte Auge bis zur Wange. Wo er sich die wohl geholt hat? Sieht echt schmerzhaft aus. Sie ließ ihren Blick weiter über seinen Oberkörper schweifen, der schlank aber durchtrainiert war und überdies hatte er einige Narben, manche waren schon verblasst, andere sahen recht neu aus. Interessant, er hat so viele Narben obwohl er aussieht wie Anfang zwanzig. Ob er ein Sklave ist… ? Auf seinem Unterarm war eine weiße Feder zu sehen was die wohl zu bedeuten hat, die sieht ganz hübsch aus. Im nächsten Moment schaute sie geradezu angewidert drein, auf seinem Oberarm war eine Spinne abgebildet, die ziemlich echt und wie Helena fand ziemlich ekelig aussah. Schnell sah sie weiter, sein Bauch war flach und lud ihrer Meinung nach zum Anfassen ein, genauso wie seine Mitte die ganz vielversprechend aussah! Die langen Beine Machten das wie sie fand interessante und gutaussehende Bild komplett. Ihre Augen huschten wieder zu seinem Gesicht und sie stutzte klar kenn ich ihn, gedanklich klatschte sie sich gegen die Stirn, das ist doch Thomas, der mir vor einigen Jahren die Tricks zeigte. Um sicher zu sein, legte sie eine dickere Haarsträhne auf seine rechte Gesichtshälfte, so das die Seite überwiegend von den Haaren verdeckt wurde. Ich glaubs` nicht, das ist wirklich Thomas... Ohne seinen einseitigen Gesichtsvorhang und ohne seinen dauer-schlechte-Laune Ausdruck hätte ich ihn fast nicht erkannt, so sieht er gleich ein ganzes Stück jünger aus.
Während sie auf ihn runter blickte, viel ihr auf, das irgendetwas garnicht mit ihm stimmte, Thomas lag viel zu reglos da. Sie ging in die Hocke und sah so aus nächster Nähe, dass sein Brustkorb sich weder hob noch senkte. Schnell leckte sie sich ihren Finger an und hielt ihn vor seine leicht geöffneten Lippen. Sie spürte nichts an ihrem Finger. Allmählich wurde sie nervös. Sie wollte seinen Herzschlag kontrollieren und legte ihre Hand dafür auf seine Brust, zuckte im ersten Moment aber Reflexartig zurück, weil seine Haut kalt war, legte ihre Hand dann aber vorsichtig über sein Herz auch hier spürte sie nichts. . Im nächsten Moment passierten zwei Sachen sehr schnell auf einmal. Thomas Haut erwärmte sich schlagartig auf normal Temperatur und er atmete tief ein, während er ,,scheiße‘‘ fluchte. Helena hingegen erschrak über seine plötzliche Reaktion und viel nach hinten, auf ihren Hintern und starrte ihn überrascht aus großen Augen an.
Zuletzt geändert von Helena Morgan am Donnerstag 7. März 2013, 03:05, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Auf dem Weg in die Freiheit?!

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Dienstag 5. März 2013, 12:47

So hatte sich das der Dieb nicht vorgestellt, nicht das irgendetwas je nach Richards Vorstellungen ablief. Aber da hatte er mal seinen Stolz runtergeschluckt und sich versucht freundlich mit diesen mehr als seltsamen Leuten im Harax anzunähern, und wieder ging es nach hinten los. Obwohl der Anfang vielversprechend war.
Nach ziemlichen Suchen hatte er den Ausgang gefunden und auch Grinsebacke und die anderen gefunden. Sie hatten auf ihn gewartet und auch wenn der Dieb nicht viel hier von allem hielt, so war er doch irgendwie neugierig, was diese Stadt alles zeigen würde. Mal außer, dass er ständig für Shenyrra bereitstehen musste oder fürchtete, dass sie ihm auflauerte und ihn vor allen vernaschte. Natürlich hoffte der Dieb, dass er wieder einmal einen Fluchtweg aus dem Harax finden würde.
So schritt er neben den anderen Männern, die wohl entweder nur sich für die „Herrschaften“ herausputzten oder schon von der Feier schwärmten. Richard verdrehte die Augen.
Die haben doch hier alle einen schaden. Als hätte man denen den Verstand weggevögelt!
Nur halbzuhörend, entging es ihm sogar immer wieder, wenn sie ihn mal ansprachen und er nur etwas leise brummelte, das die Herren dann als Zustimmung oder Ablehnung werten konnten. Das war ja so gar nicht seins.
Sie erreichten ein Dorf.
Verdammt, sieht hier wie in jedem anderen Dorf aus…naja, ausgenommen der Bewohner hier….
Die Hände in den Taschen seiner hier viel zu edlen Kleidung, blickte er gerade auf, als etwas in der Luft flimmerte.
Was ist das denn?.... Moment…?
Die anderen schienen ebenfalls einen Moment verwirrt, doch bei Richard gingen alle Alarmglocken los. Er stoppte und dann sah er die Gestalt und als wenn man einen Schalter umgeklappt hatte, wusste er, dass er rennen sollte. Die Frau, die dort unverkennbar durch das magische Portal schritt war- als hätte er es geahnt, Shenyrra. Ihr Lächeln- süffisant wie immer, bereitete ihm eine Gänsehaut und Richard fuhr rum. Die Beine in die Hand nehmend und versuchte- ja es war aussichtslos, zu fliehen. Doch sie war schneller und er kam nicht weit, obwohl er das Gefühl hatte, dass er schon eine Ewigkeit gelaufen war und er bereits am Schwitzen war. Als er kurz innehielt um Luft zu holen, da spürte er ihre Hände um sich. Die Krallen, die sich in sein Fleisch leicht bohrten und wo ihre Hand, egal wie er sich wand, zu seinen Lenden bewegte. Mit einem beherzten Griff an seine Männlichkeit und er erstarrte zur Salzsäule. Sie ergriff sein Kinn, so dass er ihr in die vor Sünde glühenden Augen sehen musste.
„Lass mich los“ knirschte er hervor, aber wie so oft, wurde er ignoriert.
Jedes Wort von ihr, egal wie lockend es klang, war etwas, was bei Richard die Alarmglocken lauter werden ließ.
Was wovon redet sie? …ich versteh nicht… Quantum Trost, dann lass mich gefälligst… NEIN!!!!!
Jetzt verstand er doch! Das Portal! Sie holte ihn wieder!
Sie hatte ihn gepackt, schleuderte mit so einen teuflischen Lachen auf das Portal zu. Kälte breitete sich aus, das Gelächter ging durch Mark und Bein- aber schlimmer war, dass er genau auf das Portal zuflog
NEIN!...NEIN!!!! NEIIIIIINNNNNNN!!!!!!!!!!!!" AAAAAAAAAAHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!"
Was auch immer bei Shenyrra im kranken Hirn vorging, diesmal holte sie ihn wohl nicht einfach ins Bett. Oder war es ihre Art von Humor, passen würde es ja, damit sie ihm „Trost“ spenden konnte.
Er flog durchs Tor …und fiel!

Hilflos in der Luft fallend, ruderte der schwarzhaarige Mann mit den Armen und Beinen, doch es gab nirgends Halt.
Er schien endlos zu fallen, sah nicht mal wohin er fiel. Bilder schienen so schnell an ihm vorbei zu sausen, dass eine Orientierung hoffnungslos war. Dann war schlag artig harten Grund zu spüren, sein Atem entwich mit einem Schlag. Er keuchte und schnappte nach Luft, als sich die Schmerzen in seinem Körper bemerkbar machten.
„Scheiße“ keuchte er auf und blieb noch einen Moment liegen. Das Lachen von Shenyrra hallte noch in seinen Ohren nach! Jeder Knochen schmerzte mit einen enormen Intensität, dass er es nicht wagte sich zu bewegen. Die Lider flatterten, als er vorsichtig die Augen einen Spalt öffnete. Dort hockte Shenyrra, - nur Schemenhaft sah er die Gestalt mit den schwarzen Haar.
„Sehr witzig“ knirschte er zwischen den Zähnen durch.
Aber das Bild wurde zunehmend klarer, ebenso die Wahrnehmung, dass es verdammt kühl am Körper war. Er hörte Vögel zwitschern und der Geruch von verbrannten Holz, Feuchtigkeit, Wälder und Äcker lag nur zu deutlich.
Verflucht- was ist denn hier los? Wie jetzt?
Das war so untypisch für Shenyrra. Es passte nicht zu ihr. Unter ihm war es feucht und es war, als stach ihn etwas in Fleisch. Er öffnete die Augen, schirmte mit der einen Hand das Licht ab und blickte gerade hoch.
Ist das verkohltes Holz? Wolken?... häh?
Mit einem Ruck setzte er sich auf und nun viel sein Blick auf Shenyrra- die nicht Shenyrra war! Eine verwundert dreinblickende- ihn aber seltsam bekannt vorkommende Frau, hockte nicht unweit von ihm und starrte ihn an. Richard blickte kurz an sich runter.
Natürlich…. Wieder mal nackt! Aber warum? Lebte er wieder?
„hast du nichts Besseres zu tun, als mich anzugaffen, Kleine?... verdammt, wo bin ich hier?“ Mit einem Stöhnen erhob er sich- kämpfte sich auf die Füße, taukelte etwas, als hätte er zu viel gesoffen gehabt, bevor er sich fing. Er spürte eine vertraute Wärme in seinem Arm und seine Hand legte sich auf die Spinnentätowierung.
Eine Begrüßung erreichte ihn von seiner Freundin.
Ich bin wieder zurück… Er leichtert fuhr er sich durch sein Haar und seufzte auf.
Ohne sich auch nur annährend zu bedecken, Scharm hatte Richard schon lange abgelegt, legte sich sein Augenmerk auf die Fremde.
„Kommst mir bekannt vor, Mädchen! Reist du allein?“ Natürlich nie ohne Hintergedanken, aber tatsächlich war Richard der Meinung die Frau schon gesehen zu haben. Sie sah hübsch aus, schien aber nicht aus den ärmeren Schichten zu kommen, dafür sah sie nicht unterernährt genug aus. Auffällig war auch, dass sie bewaffnet war. Eine Kopfgeldjägerin? Aber vielleicht spielte auch alles noch verrückte. Er streckte sich und das Knirschen seiner Knochen ließ ein Stöhnen ihm entwichen.
Leider sagte auch sein Kreislauf, dass er gerade zu viel machte und er sackte wieder in die Knie. Die Flüche, die darauf folgte, waren wirklich nichts, was für Frauenohren oder sonst wen gedacht war.

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