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Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2007, 20:15
von fremder Mann
Der Bauer spuckte einen bräunlich gelben Schleimbrocken auf den Boden und grinste. „Ich geh doch nicht in dieses Söldnerverseuchte Areal! Oh nein! Ich fahr nach Dessaria. Da dies mit der Ernte dieses Jahr wohl nichts mehr wird, werde ich mich als Waffenhändler versuchen. Schliesslich gibt es ja genug Dunkelelfen oder was auch immer, die geschlachtet werden wollen! Dieses Geschäft läuft sicherlich auf Hochtouren und dann kann es gut sein, dass für ein schwer Arbeitender Mann wie mir auch noch was rausspringt!“
Er grinste nicht ahnend dass Morguhl gerade an seine Waffe griff. „Soo Freund, ich sollte nun wohl wirklich weiter. Da griff er hinter sich und zog eine Flasche hervor er warf sie Morguhl zu. „Hier… ihr könnt den Schnaps sicherlich besser gebrauchen als ich, bei dem was euch im Fischerdorf erwartet!“ Lachte er. „Vielleicht treffen wir uns ja irgendwann wieder und dann könnt ihr mir erzählen ob es die faulen Soldaten tatsächlich bis ins Fischerdorf geschafft haben und dort etwas gegen diese Plage unternehmen!“ Er lehnte sich zufrieden zurück.
[Morguhl erhält 1 Flasche billigen Schnaps]

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Freitag 1. Juni 2007, 22:19
von fremde Frau
Der Bauer zuckte mit den Achseln und lenkte seinen Ochsenkarren weiter Richtung Dessarien. Ob er wirklich dorthin reiste oder Morguhl nur verschwiegen hatte, dass er vielleicht doch Nahrungsmittel an die Söldner verkaufen wollte? Er würde es wohl nie erfahren…

Morguhl lief so weit ihn seine Beine trugen und auch in jenem Tempo welchen sie ihn zu tragen vermochten. Er eilte. Wollte seinen Freund schnell treffen, doch er war sich bewusst, dass er einige Tage verloren hatte. Würde Warwoel tatsächlich im Fischerdorf auf ihn warten wie ausgemacht? Wie würden die Fischer auf ihn reagieren? Hatte der Jäger ihnen vielleicht schon alles erzählt? War dieser selbst dort? Oder war gar doch noch ein Söldnertrupp dort eingetroffen um die Lage zu prüfen? Oder vielleicht sind doch die Dunkelelfen zurückgekehrt? Vielleicht war auch gar nichts los… wer konnte dies schon wissen? Morguhl bestimmt nicht. Er konnte es nur ahnen… und hoffen.
Er folgte der einfachen Schotterstrasse sie führte erst tief ins Gebirge doch dann machte sie einen weitläufigen Schwenk und führte in die Stille Ebene, welche Morguhl aus der Ferne bereits zu erkennen glaubte. Vor ihm tauchte die kleine Hütte auf, von welcher der Bauer gesprochen hatte.
Wobei klein genau betrachtete eine ziemliche Übertreibung war, sie war winzig. Vermutlich lebte dort maximal ein Mensch darin – so war es tatsächlich wie Morguhl nach einigen Minuten feststellen konnte, als er sich der Hütte näherte. Vor ihr sass auf einem kleinen Baumstumpf – eine etwa 85 Jährige Frau. Sie hatte langes, graues Haar welches sie zu einem gepflegten Zopf zusammengeflochten hatte und ihn hochgesteckt trug. Ihr Gesicht war runzlig und zeugte von ihrem hohen Alter. Das linke Auge war blau, dass rechte verbarg sich hinter einer trüben grauen Flüssigkeit. In den Händen hielt sie eine Stickerei. Dabei bewies sie ein aussergewöhnliches Geschick, denn so flink und sicher wie sie ihre Nadel bewegte… es passte nicht zu ihrer gebrechlichen Erscheinung. Als sie Morguhls Anwesenheit vernahm richtete sie ihren Kopf auf und sah in seine Richtung. Sie lächelte freundlich – dabei war zu sehen, dass sie keinerlei Zähne mehr besass.
„Aaahhhh ein Junger Mann! Kommt her kommt her! Wollt ihr euch ein paar Goldmünzen für eine gute Tat verbringen?“ Rief sie ihm mit ihrer krächzenden Stimme entgegen.

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Montag 4. Juni 2007, 20:17
von fremde Frau
„Gut mein Junge, komm näher! Ich will nicht so schreien!“ Sie legte ihre Stickerei vorsichtig beiseite und streckte ihren krummen Rücken – es knackste. Sie betrachtete seufzend die schwarzen Wolken über ihr. „Ihr seid kein normaler Mann nicht wahr. Ich kann euch kaum sehen, aber ihr seid bestimmt kein Mensch!“ Sie schüttelte dabei den Kopf. „Aber das ist egal. Wenn euch Gold etwas wert ist… dann soll es mir recht sein. Also hört zu. Meine Katze Milu ist verschwunden!“ Sie deutete auf einen nahegelegenen Wald. „Dort hinten gibt es einen alten kleinen Friedhof. Milu geht dort oft hin. Katzen sind schliesslich Wächter der Toten müsst ihr wissen. Doch nun ist sie schon seit zwei Tagen nicht zurückgekehrt! Ich sorge ich um sie. Bringt mir Milu zurück und ich bezahle euch 30 Goldmünzen dafür.“ Sie nestelte unruhig an ihrem Kleid und rieb sich die Hände. „Ich hoffe es ist ihr nichts passiert. Sie fehlt mir so!“
Hatte Morguhl die Zeit einer alten Dame ihre Katze wiederzubesorgen? Eigentlich war er doch auf dem Weg ins Fischerdorf… hatte einige Tage verloren. Aber 30 Goldmünzen waren eine nette Ergänzung für seinen Geldbeutel. Wie würde er sich entscheiden?
Die Alte sah ihn fragend an. „Nun?“

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Samstag 9. Juni 2007, 22:44
von Erzähler
Die ältere Dame lächelte erfreut. "Oh fein junger Mann!" Sagte sie und strich sich durch die Haar. "Meine Milu ist ein pechschwarzes Kätzchen mit gelblichen - schönen Augen die in der Nacht funkeln wie Sterne. Sie hat ein sanftes Gemüt - ist aber sehr weise... aber auch furchtbar Scheu. Nähert euch langsam. Sprecht ruhig zu ihr. Wartet." Die Frau stand mühsam auf und humpelte in die Hütte. Kam mit einem kleinen Bünden zurück. "Hier. Diesen Fisch mag sie besonders gern, damit könnt ihr sie vielleicht anlocken! Bitte bringt sie mir wohlbehütet zurück!" Die ältere Frau schluchzte bei dem Gedanken ihre Milu für immer verloren haben zu können. Sie pulte ein Taschentuch hervor und wischte sich ein einsames Tränchen aus dem Augenwinkel. "Gebt acht. Der Friedhof... die Toten... zeigt den nötigen Respekt!" Meinte sie nur. Etwas verwirrend. Aber nun gut. Was solls. Viele Menschen fürchteten sich vor Friedhöfen.

Morguhl näherte sich dem Wald. Ging ins Dickicht. Suchte nach dem Friedhof. Nach einiger Zeit erspähte er ihn. Ein kleiner Friedhof aus etwa fünfzig von Moos bedeckten Grabsteinen bestehend. Doch keine Milu. Weit und breit keine Milu. Da erspähte Morguhl den verschlossenen Eingang einer Gruft - welche sich deutlich von den restlichen Gräbern abhob. Auch sie war mit Moos bewachsen. "Miau!" Hallte es gedämpft aus dem Gemäuer. Er näherte sie der Grufttür. Darauf war ein Spruch eingemeisselt. <i>"Rastlos - gefangen - und gebannt - diese dunkle Seele Reisender besser du hast sie nie gekannt!"</i>

"Miau!" Ertönte es direkt hinter dieser Tür.

Was sollte Morguhl nun tun?

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Freitag 15. Juni 2007, 21:47
von Erzähler
Der „Schleim“ entpuppte sich in Wirklichkeit nur als feuchtes Moos welches den dunklen Wänden der Gruft entlang wuchs. Milu hatte sich erschrocken als Morguhl gegen die Tür rammte und hatte sich tief ins innere der Gruft zurückgezogen um sich zu verstecken.
Morguhl gefiel diese Gruft nicht. Nicht nur, dass hier unten sicherlich ein Toter ruhte. Nein, die Inschrift hatte ihn auch davor gewarnt, dass hier eine Seele nicht in frieden Ruhte sondern in ewiger Verdammnis. Nicht gerade sonderlich einladend und dennoch war er in dessen Grabstätte – letzte Ruhestätte eingedrungen. Für eine Katze?! Ja. Für eine dumme kleine Katze und 30 Goldmünzen.

Ob er dies nicht noch bereuen würde?

„Miau.“ Erklang es erneut. Tief in der Gruft. Es war zu düster um etwas zu erkennen. Langsam trat Morguhl die feuchten Stiegen hinab. Das Moos wirkte wie ein skurriler natürlicher Wandteppich. Doch für welches Schloss? Für jene Gruft. Je tiefer Morguhl in die Finsternis stieg umso unheimlicher wurde es. „Miau.“ Hallte es wieder durch den endlos wirkenden Gang der immer weiter in die Tiefe führte. Da erkannte er ein spärliches kleines Licht. Eine einzelne schwarze Kerze brannte in einer kleinen Halle. Die Kerze stand auf einem kleinen Altar, dessen Sockel aus Stein, das Abbildnis eines Mannes darstellte, welcher eine schwere waagrechte Marmortafel schulterte auf der nun die Kerze stand und ihr schummeriges Licht spendete. Hinter dem Altar war ein grosser Steinsarg. Verschlossen. Mit dicken Ketten versiegelt. Ein eisernes Schloss hielt die Ketten unter verschloss im Schloss eingearbeitet ein wertvoller schwarzer Diamant. Sicherlich mehrere 100 Goldmünzen wert. Im Diamanten eingekerbt die Worte. „Bannung der Verdammten. In Ewigkeit in rastloser Totenruh.“ Ein Bannspruch. Alt. Sehr alt.

Wer immer in diesem Sarg seine letzte (un)ruhe fand… er musste den Zorn mächtiger Magier auf sich gezogen haben. Für welches Verbrechen verdiente man eine Verwehrung der Ewigen Ruhe?

Doch dies wollte Morguhl wohl nicht wissen. Oder doch? Jedenfalls war es mitunter das erste was ihm auffiel, dass Milu nicht hier war. Wohin war die Katze verschwunden? Da war sie plötzlich sprang auf den Sarg und schnurrte Morguhl an. Blickte auf den schwarzen Diamanten und miaute auffordernd. Sah Morguhl schelmisch an.

<i> Komm her Echse… nimm den Diamanten an dich… öffne das Schloss… komm her.</i> Hallte es durch die Halle. Die Kerze flackerte in einem lauen Windstoss. Die Stimme die zu ihm sprach war mehr ein grässliches aber doch irgendwie verführerisches Flüstern. Die Kerze erhellte den Diamanten. Liess ihn im schönsten schwarz Erscheinen wo leicht golden Schimmernd die Inschrift glühte.

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 17:33
von fremder Mann
Er nahm den Diamanten aus der Fassung. Die Katze strich neben dem Sockel des Sarges her und schnurrte. Die Kette in welcher der schwarze Edelstein eingearbeitet worden war – zersprang klirrend. Ein eisiger Windhauch ging durch die Gruft und die seltsam flackernden Kerzen erloschen. Es wurde stock finster. Morguhl konnte nicht einmal mehr seine eigene Hand vor Augen sehen. Doch er konnte jenes gebliche Leuchten der Katzenaugen sehen.
<i> Ahh wie lange habe ich auf den Moment gewartet, in welchem die Welt von Narren besiedelt wird!</i> Grollte jenes verführerische Flüstern wieder. Doch nun klang die Stimme böse. Beherrschend. Die Katzenaugen erhoben sich plötzlich und verschwanden ebenfalls ins Dunkel. Sie gab ein klagendes Miauen von sich ehe sie verstummte. Dafür hörte – und spürte Morguhl ein eisiges Schnauben. Etwas schweres wurde verschoben – der Sargdeckel. <i> Mein Körper…</i> Hauchte der Geist und dann herrschte wieder Schweigen. Der Diamant welcher Morguhl noch in seiner Hand hielt wurde plötzlich glühend heiss und brannte er musste ihn loslassen so stark war die Hitze die von ihm ausging als wäre es ein Stück Höllenfeuer, was er in Händen gehalten hatte.

Plötzlich entzündete sich eine kleine düster grüne Flamme. Doch nicht dort wo die Kerzen standen. Morguhl sah hinein. Angst. Eine beklemmende Angst durchzog ihn. Jene Angst welche hier empfunden worden war als man die Gruft angelegt hatte und Morguhl ahnte, dass er hier etwas sehr mächtiges befreit hatte. Mächtig und böse. Das Feuer war aus einer matten schwarz Schimmernden Hand entstanden. Darüber sah er die ebenfalls grünlich leuchtenden Augen eines schrecklichen Wesens. Züge wie jene eines Menschen. Doch in seinem Gesicht war das Bildnis des Bösen eingekerbt. Ein düsteres Lachen mit spitzen zähnen umrundet. Die Gestalt war etwa 1.95 gross. Hatte ein langes schwarzes Gewand an welches durchlöchert und alt war. Die Haut des Wesens schimmerte grau im grünen Licht.

<i> Wer bist du, dass du es wagst mich deinen Meister zu erwecken?!</i> Grollte das höllenwesen.

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Mittwoch 4. Juli 2007, 18:02
von fremder Mann
Das Höllenwesen richtete seine glühenden grünen Augen auf den immer kleiner erscheinenden Morguhl und musterte ihn herrisch. Verächtlich. <i>“Kleine sterbliche Echse.“</i> Lachte es böse. <i>“Nur weil euch die Gunst des Narren gewährt sein soll werde ich euch gewähren Antwort auf eure törichte Frage zu geben, welche einem Wesen wie mir eigentlich unwürdig ist!“</i> Grollte die Höllenbestie. Gleichzeitig ertönte dicht neben Morguhl ein düsteres Fauchen und die Katze welche er gesucht hatte tauchte auf. Auch ihre Augen glühten grün. Sie tippelte auf das bösartige Wesen zu und schmiegte sich an dessen moderige Beine. Schnurrte dabei genüsslich. <i>“Aahh mein kleiner Wächter.“<i> Lachte er und sah Morguhl an. <i>“Hat euch meine treue und loyale Dienerin also zu mir geschickt, oh ja sie weiss wessen Herzen närrisch und unwissend genug sind um mich zu befreien.“</i> Er grinste. Dann richtete er seinen stechenden Blick wieder auf Morguhl. Schnaubte ihm verächtlich entgegen. <i>“Ich bin Erexion Anubis! Mächtiger Energiemagier und Gelehrter aus Zyranus! Geächteter Magus und gebannter Geist. Doch nun… nun bin ich wieder frei und ich bin bereit für meine Rache… und ihr… ihr Echse werdet mir dabei helfen!“</i> Grollte Erexion. Ein greller Blitz durchzog den Raum und zündete alle Fackeln und Kerzen auf einen Schlag an, so das das schummerige grünliche Licht verblasste und die Gruft wieder einigermassen – normal – aussah.

<i>“Nun unwürdiger, es wird Zeit dass ihr euch in meinen Dienst stellt. Kniet nieder!“</i> Dem Magus schien es völlig egal zu sein, was Morguhl dachte, vorhatte oder wollte. Er herrschte ihn an als gehöre die Echse ihm. Doch die unglaubliche Macht die von diesem Wesen ausging war mehr als nur beängstigend.

Wegrennen? Gehorchen? Kämpfen? Sterben?

Welche Optionen bot das Schicksal Morguhl noch – nachdem er das Unheil befreit hatte und damit drohte ihn in einen düsteren Abgrund zu ziehen – denn egal was Exerion wollte, es schien kein ehrenhaftes Vorhaben zu sein.

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Donnerstag 12. Juli 2007, 19:09
von fremder Mann
Der Geist knurrte auf als Morguhl damit begann Fragen zu stillen. „Schweig still Elender Sklave! Was wagst du es dich dazu zu verleiten MIR Fragen zu stellen Unwürdiger! Du hast zu gehorchen und zwar mit absoluter Fügsamkeit und ohne dumme Fragen zu stellen! Hast du mich verstanden?!“ Fauchte Anubis. Seine Augen glimmten und strahlten dabei in einem unheimlichen aggressiven Grün auf. Es war als würde ihm der Zorn über Morguhls Ungehorsam aus den Augen quellen.

„Nun gut. Geh nun. Geh nach Zyranus und töte den Vorsitzenden des Magierrats kleiner Diener. Du wirst es nicht überleben doch schon der Versuch wird zeigen, welch Zorn auf ihnen Lastet und welch unheil sie erwartet!“

Das war es also. Ein reines Selbstmordkommando. Doch weshalb sollte er nicht einfach wegrennen können? Die Antwort kam wohl schneller als Morguhl es sich gewünscht hatte.

„Sie wird dir Folgen!“ Der Geist deutete auf Milu – die ganz sicher nicht so hiess denn die Katze sah genau so fürchterlich aus wie der Geist. „Sie wird dein Schatten sein und mir meldung machen! Und glaube mir. ICH finde dich überall! Weichst du von deinem Weg ab werde Ich dich strafen und sie wird schlimmer sein als alles was sie dir in Zyranus antun!“

Die Katze fauchte und trat hinter Morguhl – und verschwand wurde tatsächlich Eins mit seinem Schatten. Die Echse spürte die fremde Präsenz, wie sie aufmerksam lauerte.

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Dienstag 17. Juli 2007, 00:22
von fremde Frau
[PS: nur zur Klarstellung Morguhl ist nie gestorben gell nur Verletzt worden smile]

Die Gruft wirkte wieder gewöhnlich. Kühl. Schaurig. Doch das Schrecken dass hier innewohnte war weit fürchterlicher als die Warnung es beschrieben hatte. Er hatte sie nicht befolgt und seinen eigenen Herren so gewählt – unwissendlich und doch bewusst. Das Werk welches seinem neuen Meister gefiel.

Dass die Katze nun in seinem Schatten innewohnte spürte Morguhl nur bedingt, ein beklemmendes Gefühl durchzog ihn wie eine düstere Decke. Mehr nicht. Doch ihre Präsenz war deutlich genug. Ob sie hören konnte was er sagte? Ja vielleicht was er dachte?! Konnte sie mit ihm kommunizieren? Wie würde sie seinen Meister informieren? Er wusste es nicht. Doch konnte er es sich denn erlauben zu zweifeln?

Die Alte sass noch immer vor der Tür und stickte. Sie lächelte als sie Morguhls Schritte vernahm und lächelte still in sich hinein. „Ahhh ich spüre, ihr habt meine Milu gefunden! Ich wusste, dass ihr ein guter Junge seid! Hier!“ Sie streckte ihm einen Beutel entgegen. „Hier sind die 30 Goldmünzen die ich euch versprochen habe.“

[Nimmt Morguhl den Beutel kann er sich 30Gm dazuzählen]

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Dienstag 24. Juli 2007, 00:16
von fremde Frau
Die Alte grinste. Natürlich spüre ich es, wenn meine Milu in der Nähe ist. Sie ist ein kluges und weises Kätzchen… ausserdem dient sie mir und Meister Anubis schon viele treue Jahre lang. Sie lächelte ruhig. „Oh ja… vielleicht bist du wütend auf mich und Milu, weil wir dich zu ihm geschickt haben, doch ich wusste du würdest das Grab öffnen... Aber gräm dich nicht! Meister Anubis wird dich reich belohnen… mit grosser Macht… wenn du seinen Befehlen folge leistest. Milu wird über dich wachen und dich beschützen wenn es sein muss. Oder dich strafen. Wieder grinste die alte Hexe. Du glaubst gar nicht in welcher Gunst ein Narr wie du bei Anubis stehen. Du wirst mächtiger sein als du es dir je erträumen wirst und alle dunklen Künste der Geistermagie erlernen… wenn du nicht versagst.

„Oh ja aus dir könnte mal ein ganz grosser werden… auch wenn du nur eine Echse bist!“ Dann wandte sie sich ab und sah sich um.
„Zyranus liegt dort weit hinter dem Land wo nur Gräser wachsen. „Sie deutete in eine völlig andere Richtung als aus welcher er gekommen war.

Re: Transport nach Pelgar

Verfasst: Freitag 27. Juli 2007, 18:35
von Erzähler
Die Alte schmunzelte. „Nanana mein Junge, ich bat euch meine Katze zu suchen, dass ich Warnungen an Gruften missachten solltet habe ich nicht gesagt.“ Sie grinste breit. „Doch ist dies nicht das Privileg von euch Narren, dass ihr imstande seid euch über alles hinweg zu setzen ohne an die Konsequenzen denken zu müssen? Wie ihr leichtfüssig auf Erden wandelt und darauf vertraut, dass euch das Schicksal hold sein wird und euch beschützt? Nun ich muss euch sagen Anubis ist nicht euer Beschützer sondern euer Herr. Ihr seid sein Untertan er ist euch zu nichts verpflichtet. Dies solltet ihr wissen.“

Sie lehnte sich einwenig zurück als Morguhl weiter sprach und horchte. „Ihr ward wohl noch nie in Zyranus hm?“ Sie lächelte herzlich. „Der Magierrat ist die mächtigste magische Zusammenkunft auf Celcia. Ihr müsst viel List und Geschick beweisen um einen von ihnen töten zu können. Vergesst nicht für Anubis seid ihr nur ein kleines Werkzeug in einem grossen Plan. Er wird euch ohne weiteres ersetzen, wenn ihr scheitert! Viele haben ihn schon enttäuscht – doch jenem einen, der das unmögliche geling verspricht er grösste Macht.“

Sie blickte auf seinen Schatten. „Oh Milu ist Wächterin der Toten und Narren. Sie verfügt über enorme Kräfte der Geistesmagie und vermag andere zu beeinflussen. Doch Milu folgt den Befehlen ihres Herren Anubis und sie folgt NUR jenen.“

Er verliess das Häuschen der Alten – er konnte sie hinter sich noch lachen hören. Noch immer war Milus Präsenz deutlich spürbar und legte sich wie ein unsichtbarer Schatten über sein Gemüt – bedrückte ihn. Er hatte einen Auftrag, jedoch keinen Plan, wusste wenig über Zyranus und die Stadt der Magier – noch weniger über den Rat, dessen Vorsitzender er töten soll. Dabei wollte er eigentlich nur ins Fischerdorf gehen um seinen Freund zu treffen…

Er wanderte dem Gebirge entlang welches ihm plötzlich endlos erschien. Auf einem Hügel einige hundert Meter von ihm entfernt konnte er die Umrisse eines Reiters erkennen – der sogleich hinter dem Hügel verschwand als Morguhl aufblickte. Er würde durch den Wald Neldoreth wandern müssen um das Grasland zu erreichen. Mindestens fünf Tage Marsch war zu erwarten und er hatte kaum noch Proviant beisich. Er würde Nahrung brauchen.

Weit vor sich sah er einwenig Rauch aufsteigen…