Der erste Schritt zur Macht?

Das Drachengebirge streckt sich vom östlichen bis in den westlichen Teil Celcias. Es ist die Grenze zwischen dem hellen und dem dunklen Reich. Die große Hauptstadt wurde im Schutze dieses Gebirges gebaut.
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[INFO] In der Stillen Ebene steht die dunkle Armee (bestehend aus Dunkelelfen, Orks und Untoten). Das Fischerdorf ist in der Gewalt von Orks. Pelgar wird von der dunklen Armee angegriffen, die auch im Besitz eines heraufbeschworenen Knochendrachens war. Hinweis: Dieser ist inzwischen besiegt und auf Pelgar abgestürzt. Seht hierzu die Weltereignisse auf der Webseite durch!
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Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Erzähler » Dienstag 21. Juni 2011, 23:33

Vanitas kommt mit NSC Vanitas neues Zuhause


Die Fahrt war holprig, doch keiner hielt sie an den großen Toren von Pelgar aus. Keinen schien die seltsame Kutsche zu interessieren. Der Gnom war angehalten, sich den schnellsten und unauffälligsten Weg aus der Stadt zu nehmen.
Diese Sache machte er gut.
Zwar war Pelgar von dem dunklen Volk übernommen, doch schien die Stadt sich immer wieder dagegen zu wehren. Manchmal wirkte es, als würde sie stöhnen.
Das Mädchen schlief fest, selbst das nervige Holpern weckte sie nicht. Angenehm auf der Bank zu sitzen war unmöglich. Der Dunkelelf stand also, kurz nachdem er sich gesetzt hatte, wieder auf. Es war schon fast ein Kraftakt nicht von der Bank zu rutschen.
Wieder lehnte er sich an eine der Wände, den Blick aufmerksam auf Vanitas gerichtet.
Ob Neph jedoch nur stand, weil es schwer war zu sitzen, war schwer zu sagen. Tatsächlich mochte er nicht in der Nähe der vermuteten Ratte sitzen.
Ancilliar blieb die ganze Zeit verborgen. Kein Ton drang zu Neph, doch er konnte seine Kraft spüren. Sie pulsierte in diesem Tier.
Sammael hatte ihn leider nicht aufgeklärt, wie er seine Macht wieder nutzen konnte. So musste der Magus warten. Sein Stolz würde es wohl nicht zulassen danach zu fragen. Immerhin musste er dann zugeben, dass er auf seine Kraft angewiesen war.
Viel sah man von innen nicht, da es nur das eine Fenster nach draußen gab. Es wäre unklug davor ständig raus zu starren.
Der Gnom würde schon irgendwann eine Pause oder einen Halt einlegen. Er würde es nicht wagen seinen Herrn zu trotzen.
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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Vanitas » Mittwoch 29. Juni 2011, 15:28

Wie erwartet wurde das Menschenmädchen ohnmächtig, kaum dass sie die Flüssigkeit in der Phiole getrunken hatte. Das brachte einen weiteren, jedoch von Vanitas nicht erwarteten Vorteil mit. Anstatt bewusstlos in ihrer Ecke zu hängen, glitt sie von ihrer Sitzfläche auf den Boden. Und erlaubte es dem Magier die Beine hoch zu legen und zumindest eine etwas gemütlichere Haltung einzunehmen. Dabei störte ihn das Geschaukel des Fahrzeugs nicht wirklich. Es erinnerte ihn an den Seegang und gaukelte seinen Sinnen vor, sich auf einem Schiff zu befinden. Für einen Wassermagier gab es kaum einen angenehmeren Ort, weshalb der Zyraner der Reise in der beengten Kutsche auch entspannt entgegen sah. Ohnehin waren im Augenblick die meisten Sorgen aus seinem Verstand wie weggefegt. Eine Nebenwirkung der paar Tropfen, die er selber genommen hatte.
Vanitas beugte sich nach vorne und hob den Flakon auf, der seinem Opfer aus der Hand gefallen war, bevor sie ihn ihrem Besitzer zurück geben konnte. Diese kleinen Glasdinger waren allesamt teure Einzelanfertigungen, es war ein Glück, dass dieses hier beim Aufprall nicht zersplittert war. Sorgfältig verstaute er die Phiole wieder in seinem Gürtel. Dann schob er den Fenstervorhang ein Stück zur Seite und sah nach draußen. Pelgar raste schnell an ihnen vorbei. Für gewöhnlich fuhr man natürlich nicht mit einem solchen Tempo durch die engen Straßen, aber der Gnom auf dem Kutschbock schien sein Handwerk zu verstehen. Entweder das oder ihm drohte die Peitsche, wenn er die Stadt nicht schnell genug hinter sich brachte.
„Keine Angst, ich werde dir dein kleines Spielzeug schon nicht kaputt machen. Zumindest noch nicht jetzt. Und glaub mir, wenn ich sie oder dich vergiften wollte, würdet ihr es nicht merken, ehe ihr vor euren Schöpfern steht.“ Vanitas sagte es so beilläufig, dass man es für einen Scherz hätte halten können, zumal er es nicht einmal für nötig hielt, seinen Blick wieder ins Innere der Kutsche zu lenken. Aber die Kälte in seiner Stimme verpasste dem ganzen einen gewissen Nachdruck. Nicht das er wirklich vorhatte, Neph zu vergiften, solange dieser sich als nützlicher Begleiter erwies, aber Vanitas wollte einfach klarstellen, dass auch für den Dunkelelfen ein Risiko bestand, wenn dieser vertragsbrüchig wurde.
Die Straße wurde breiter und ebener, was dem Magier sagte, dass sie den Hauptweg erreicht hatte. Folglich durfte das Stadttor nicht mehr sonderlich weit weg sein. Er hoffte inbrünstig, dass sie die Stadt durch ihre Hauptpforte verließen. Zumindest einmal wollte er die Zerstörung, die er angerichtet hatte, mit eigenen Augen sehen und nicht als verschwommene Reflektion in seinem Geist. Aber fürs erste lies er den Vorhang wieder zugleiten und faltete die Hände im Schoß.
Noch einmal senkte Vanitas seinen Blick und versuchte unter die Bank zu sehen, als der Elf meinte, dort säße eine Ratte. Diesmal war er sich ganz sicher, dass er den Schweif der Katze gesehen hatte! „Menschen ekeln sich vor Ratten. In Pelgar fehlt es eben an Orks und Goblins, die sich nicht zu fein sind, die Biester wegzufressen. Aber das heißt nicht, dass sie nicht nützlich sein können. Mit ein paar duzend Ratten lässt sich problemlos eine Stadt zerstören. Aber das was dort unter der Bank hockt ist keine Ratte, sondern meine Katze.“
Aus dem bauch heraus spähte Vanitas noch einmal nach draußen. Und tatsächlich, sie waren nun in der Nähe des Tores. Die gewaltigen Torflügel waren entfernt worden, denn in ihrem zersplitterten Zustand brachten sie keinen nutzen mehr. Die Augen des Magiers wurden so groß wie die eines Kindes, dass ein schönes Geschenk auspackte. Das war sein Werk. Das war der Beweis der Zerstörungskraft, über die er noch verfügte. Gleichzeitig war es aber auch ein Mahnmal dafür dass er zu alt wurde, um die großen Drei zu beschwören. Verfluchtes Alter! 120 Jahre war er nun alt und plötzlich wurde die Zeit knapp. Mit einem genervten Stöhnen lies er den Vorhang wieder zufallen.
Es holperte heftig, als sie das Tor passierten und fast wäre Vanitas von seinem Sitz gerutscht und auf der betäubten Göre gelandet. Zum Glück kam es doch nicht so weit. Eine solche Schmach vor den Augen des Elfen wäre sehr schmerzhaft gewesen. Der Hexer lies sein Genick knacken und griff nach seinem Stab, mit dessen Hilfe er sich wieder in seine vorherige Position drückte. Dann sah er zu Neph hinüber.
„Kommen wir zum eigentlichen. Es gibt drei Wege, in Zyranus einzudringen, oder zumindest die mir bekannt sind. Einer fällt für uns Weg, weil wir dafür einen Erdmagier bräuchten. Der zweite führt durch den Wasserzulauf und würde uns in den Park bringen. Aber dieser weg ist mir zu anstrengend. Nein, ich denke wir machen es uns so einfach wie möglich und wählen das Haupttor. Ich bin ein Zyraner, daher kenne ich die Losung. Allerdings ist es mir untersagt, die Stadt zu betreten. Ich bin, sozusagen, ein Verbannter.“ Während er gesprochen hatte, hatte sich der Magier an seinem weißen Stab zugange gemacht. Mit ruhiger Hand hatte er die beiden Teile des Wanderstabs auseinander gedreht. Nun legte er das Obere Ende neben sich auf die Bank. Im unteren Teil steckte ein Glasröhrchen, das nun zu sehen war. Der Inhalt schimmerte rötlich. „Der Torwächter ist ein magisches Artefakt, aber es lässt sich austricksen. Mein Äußeres zu verändert ist nicht schwer, dafür nehme ich einen Schluck des Tranks der 1000 Facetten.“ Vorsichtig zog Vanitas das rötliche Elixier aus dem Stab und hielt es sich vor die Augen. Die Flüssigkeit rotierte leicht wie ein Mahlstrom. „Und hier habe ich ein Phylakterium. Das behandelte Blut eines Magiers. Für eine kurze Zeit verschleiert es meine magische Aura. Beide Tränke zusammen erlauben es mir Zyranus zu betreten und dich zur Bibliothek zu führen. Natürlich müssen wir die Kutsche außer Sichtweise stehen lassen, sie ist zu verdächtig. Das selbe gilt für den Gnom. Um störende Fragen zu vermeiden, wirst du dich als mein Leibwächter ausgeben. Und die kleine wird zur Zofe. Bist du mit meinem Plan einverstanden, oder möchtest du selber etwas vorschlagen?“

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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Erzähler » Sonntag 3. Juli 2011, 12:59

Neph sah auf das Mädchen, welchen rasch zu Boden gegangen war. Sie gefiel ihn und zwar war sie nur ein Menschenmädchen, aber eins was er gerne als seine persönliche Gespielin erwählte. Das das Mädchen selber nicht wollte, war ihm egal. Sie hätte auch eine schlechtere Person treffen können, der sie mit Lust gefoltert hätte. Ein Verschwendung, bei diesem hübschen Ding. Das es für das Mädchen selbst eine Folterung war, von jemanden wie ihn genommen zu werden, sah er nicht. Sie hatte sich wie wild gewehrt. Hatte geschrien, ihn gebissen und gekratzt. Mit ein paar gezielten Schlägen war sie zur Ruhe gebracht worden. Das er sie auf einem Auge blenden musste, war als Warnung, was er alles machen würde, wenn sie nicht parierte.
Sie durfte alles versuchen, aber nicht weinen. Er hasste es, wenn eine Frau weinte. Es war nervig und blockierte seine Lust.
So hatte sie sich ihm hingeben müssen. Tapfer hatte sie versucht ihre Tränen zu verschlucken, als er sie nahm. Die kalten Augen auf sie gerichtet.
So war es eine Gnade für sie, dass sie jetzt in den Schlaf sinken konnte.
Doch dass sie den Magus als Fußbank diente, ließ Neph die Augen zu Schlitzen werden.
Was bildest du dir ein, Magier?
Er trat einen Schritt auf Neph zu, und stieß unsanft dessen Füße von ihr runter.
“Fühlt euch nicht zu sicher, verstanden….Es liegt an mir, ob ich euch jetzt töte oder später. Droht mir nicht” damit drückte er vanitas mit einer Hand gegen die Wand. Seine Finger packten den Düren hals des alten Magus. Die Luft wegdrückend, presste er dessen Kopf an die Wand des Wagens.
“ich habe keine Angst vor euch. Und euch etwas zu verraten, ich bin immun gegen Gifte. Also lass die Spielchen mit mir. Ich bin am längeren Hebel, nicht vergessen.” Er lockerte seinen Griff und gab Vanitas damit frei.
Tatsächlich hatte Neph nicht gelogen. Sein Volk sorgte dafür, dass man während seiner Ausbildung zum Krieger langsam gegen Gifte immunisiert wurde. So wie der Magus es ebenfalls war. Doch bei Neph war es von Natur auch so. Gifte jeweiliger Art hatten keine Wirkung auf ihn. Selbst als Kind war das so. Er war damit geboren.
Selbst Schmerzmittel wirkten nicht. Als wenn sich Faldor besonders Mühe bei ihm gegeben hätte. Dies hatte ihn oft das Leben gerettet, wenn ein jüngerer seinen Posten haben wollte und ihn vergiften wollte. Gewöhnlich gab es noch immer Gifte, die mit der richtigen Dosis tödlich waren. Aber eben nicht für ihn. Selbst Rauschmittel musste er in ziemlich hohen Mengen zu sich nehmen, damit überhaupt eine Wirkung sich zeigte. Was viel Geld kostete.

Er lehnte sich wieder an die Wand, zog dann nur eine Braue hoch, als vanitas etwas von seiner Katze sagte. Warum hatten Magier nur ständig irgendein Viehzeug? Und das sollte eine Katze sein? Was er gesehen hatte, war furchtbar hässlich.
“Das hättet ihr sagen soll´n. Sonst hätte ich es einfach erstochen. Ratten als Zerstörer. Ein wahrlich ekeliger Gedanke.” murrte er mit einen gehässigen Grinsen. Ein Schaudern lief seinen Rücken lang, als er sich das Bild vorstellte. Tausende von Ratten die in einer Stadt wüteten und alles verschlangen.
Die Gedanken vertreibend, schenkte er sein Aufmerksamkeit wieder Vanitas.
So entging es ihm auch nicht, als sich plötzlich Stolz auf dessen Züge zeigte. Er folgte dem Blick des Magus und nickte. Es war wirklich gewaltig gewesen. Die Zerstörung des Stadttors war nicht zu übersehen, dass musste Neph zugeben. Er hatte diesen Eisdrachen als Erster gesehen und war mit ein paar Schrammen davon gekommen.
“ Gewaltig was ihr da vollbracht habt…oder wart ihr nur das Medium? Die magier unseres Volkes waren der Meinung, dass ihr es nicht bewirkt haben könnt. Ihr strahlt so gut wie keine Magie aus” er knirschte dies förmlich hervor. Tatsächlich hatte man Neph nicht glauben wollen, dass dies wohl von dem Magus ausgegangen war. Er hatte so gehofft, aus diesem dreckigen Menschenort wegzukommen. Aber sie glaubten ihn nicht. Doch er wusste was er gesehen hatte.
Neph musste urplötzlich Grinsen. Er hatte gesehen, dass Vanitas fast vom Sitz gestürzt wäre.
“Festhalten Alterchen” spottete er kalt.
Vanitas hatte sich schnell gefangen und konnte nun, da das Mädchen nichts mitbekam, seinen Plan unterbreiten. Abschätzend wog der Dunkelelf dies ab. Er sollte sich in die Hände dieses Mannes geben. Nun vanitas trug das Sklavenband und war nicht mehr der Schnellste. Doch wer sagte nicht, dass er ebenso ein falsches Spiel spielen würde, wie er es tun würde.
“ ich soll dir vertrauen?…zu anstrengend? Da habe ich ja mitleid, Magus.” Doch dann wurde er ganz Ohr. Neugierig sah er auf die Flasche mit dem Zaubertrank. Er hatte von diesen schon gehört. Sehr wirkungsvoll.
“ Interessant” Er nahm vanitas die Flasche ab und bewunderte die Farbe dies der Trank hatte.
“ Für wie lange wirkt er? Und für wie viele Personen? Euch ist klar, dass wir beide ihn trinken müssen. Mein Aussehen ist zu auffällig. Wird man ein Mensch oder wie funktioniert es. Ich möchte immerhin nicht eine Kröte werden. Was das Mädchen betrifft, werde ich es ihr klarmachen. Zofe, hmm nett.” Wieder stahl sich dieses grausige Lächeln in sein Gesicht.
“ Ach und wegen deinem Phy-sonst-was, das wirst du nicht brauchen. Laut unseren Magiern hast du keine magische Aura. Sie glaubten du wärst nur ein Scharlatan.” dabei achtete er auf die Regung bei vanitas.
Unter der Sitzbank kam plötzlich die Katze hervor. Sie streckte sich als wenn nichts wäre und hob ihr Köpfchen zu den Leuten hoch. Das Hinterbeinchen schüttelte sie noch aus.
Neph verzog das Gesicht. Die Katze war genauso hässlich wie ihr Besitzer.
“Mrauw”
Es klang verzerrt und krächzig. Sie setzte sich und kratzte sich mit hinterm Ohr. Kleine Fellfetzen flogen davon, jedoch wuchsen sie sofort wieder nach. Neph packte blitzschnell das Tier im Nacken.
In gebührenden Abstand hielt er es hoch und musterte es.
“Vergiss nicht, passiert ihr was, passiert dir was. Das heißt keine Magie für dich, mein Schüler.” hallten die Worte Samaels in Vanitas Gedanken. Er war also immer anwesend.
Die Katze fauchte bösartig und wand sich in Neph Griff.
“das Vieh sieht euch ähnlich” und warf es Vanitas zu. Diese ließ ihre Wut nur am Magus aus und verpasste ihn eins mit den Krallen. Dann sprang sie wieder in Sicherheit unter die Bank, wo sie im Dunkeln verschwand.
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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Vanitas » Donnerstag 7. Juli 2011, 14:01

Als sich die Hand des Dunkelelfen um seinen Hals schloss, blieb der Magier ganz kalt. Er verzog zwar die Mundwinkel ein wenig, aber er wollte der Schwarzhaut nicht den Erfolg gönnen, Angst zu zeigen. Natürlich, die Luft wurde schnell knapp und auch das Schlucken fiel ihm schwer, aber Vanitas blieb trotzdem hart. Wenn Blicke töten könnten, dann wäre Neph wohl in genau diesem Augenblick tot umgefallen. Verspiel es dir nicht mit mir, Wurm! Er sprach es nicht aus, denn so aufgebracht wie der Elf im Augenblick war, wäre dies alles andere als klug gewesen. Noch besaß er ein gewisses Interesse an dem Soldaten. Das Problem war nur, dass er dem Mistkerl kein Benehmen einbläuen konnte. Verflucht sei dieser Dämonenbastard und verflucht sei diese verdammte Katze.
Neph lies ihn nun los und sank zurück auf seinen Platz, woraufhin sich Vanitas über den strangulierten Hals strich. Er ignorierte, was der Elf als nächstes sagte. Er hatte eine so gewaltige Wut in sich und war nicht in der Lage, sie auszuleben. Da half nicht einmal die Vorstellung, Zyranus das selbe Schicksal zukommen zu lassen, wie Pelgar. Verdient hatten die blinden und dummen Magier es auf jeden Fall, doch was hatte er davon? Er würde nicht den Ruhm dafür ernten. Niemand würde wissen, dass ER an dem Untergang der magischen Stadt schuld wäre. Das war ein mehr als bitterer Nachgeschmack. Er reagierte auch nicht, als Neph seinen Zauber lobte. Er hatte kein Interesse, mit einem unwissenden über die Abgründe der Magie zu sprechen. Ohnehin hielt er die Magier der Dunkelelfen für Dilettanten. Sie kamen selbst in ihrem dreihundert Jahre währendem Leben niemals an die Perfektion eines Zyraners heran.

Als es dann zu seinem Plan, wie die beiden Vorgehen sollten, kam, reagierte der Dunkelelf genau so, wie der Magier es geahnt hatte. Natürlich war der Funken Hoffnung geblieben, dass der Mistkerl einfach einsichtig war und verstand, dass es der beste Weg war, doch das trat natürlich nicht ein. Der Elf schnappte sich die Phiole mit dem Trank. Für einen Augenblick verspürte Vanitas den dringenden Wunsch, vorzuschnellen und sein Eigentum zurück zu nehmen. Dieser Trank war nicht nur verdammt Wirkungsvoll, sondern auch von hohem wert und extrem schwer herzustellen. Wenn das Fläschchen zu Bruch gehen würde, wäre es aus, denn dann würde es mehrere Monate dauern, einen neuen zu brauen. Vorrat besaß er nicht mehr und selbst diese Portion war schon sehr knapp. „Es sind noch genau zwei Rationen in dem Flakon. Jede hält vielleicht zwei Stunden an, bevor es schlagartig seine Wirkung verliert. Und nein, wir werden NICHT beide davon trinken.“ Jetzt lehnte sich Vanitas doch nach vorne, streckte langsam den Arm aus und umschloss den Glaskörper vorsichtig, entwand es dem Griff des Elfen und steckte es zurück in die Höhlung seines Stabs. „Das original des Tranks funktioniert unkontrolliert und man weiß nie, was man am Ende darstellt. Meine Version, ändert das Aussehen immer zum selben Ergebnis. Würden wir beide davon trinken, würden wir vollkommen Identisch aussehen.“
Seine Oberlippe bebte leicht, als er den Stab wieder zusammen schraubte. „Überschätze die Wirkung der Dunkelelfen nicht. Die zyraner fürchten sich nicht vor eurer gewaltigen Armee, denn ihr würdet vor ihren Mauern verdampfen, kaum das ihr in reichweite wärt. Außerdem sind Dunkelelfen als Leibwächter äußerst begehrt. Niemand wird fragen stellen.“
Eigentlich wollte Vanitas noch etwas sagen, aber da zeigte Ancillar ihr hässliches Gesicht. Es wäre gelogen gewesen, wenn Vanitas behauptet hätte, er hätte Mitleid gehabt, als der Dunkle das Tier schnappte. Doch als er wieder die Stimme dieses Bastards in seinem Kopf hörte, begann sein Blut abermals zu kochen. Vanitas presste die Zähne so hart aufeinander, das sie kurz vorm Splittern war. Seine zur Faust geballte rechte Schlug mit aller zur Verfügung stehenden Wucht gegen den Verschlag. Die Welt um ihn herum war so rot geworden, dass der Magier gar nicht merkte, wie der Elf ihm die Katze entgegen warf. Erst als ihre scharfen krallen sich in seine Haut bohrten, wurde er sich der Situation gewahr. Grade noch rechtzeitig sprang die Katze in Sicherheit und entging so dem Fausthieb des Alten. Der bleckte darauf hin die Zähne wie ein wütendes Raubtier.
„Wenn du willst kannst du das elende Vieh umbringen. Sie hat sich als vollkommen Nutzlos erwiesen. Und manchmal muss man eben sein eigenes Heim anzünden, bevor jemand anderes sich darin einnisted!“ Vanitas zischte es nur zwischen den Zähnen hindurch, denn er schaffte es in seinem Zorn nicht, die Kiefer auseinander zu bewegen. Aber wenn Neph diesen räudigen Kadaver nicht aufschlitze, würde er es mit Sicherheit bald tun!

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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Erzähler » Sonntag 17. Juli 2011, 18:12

Es amüsierte ihn, was er da sah. Lange war es her, dass er so ein Vergnügen hatte. Er hatte die richtige Wahl getroffen, dass wusste er. Durch das Becken, was voll gefüllt war mit einer dicklichen roten Flüssigkeit, hatte es ihm gezeigt. Auch wenn Der Schüler dachte, dass er immer im Augenmerk vom Meister war, so stimmte dies nur zum Teil. Nur wenn sein Meister ihn über das Becken des verlorenen Blutes beobachtete, konnte er zu ihm sprechen und sich ihm auch zeigen.
Er hatte immerhin noch anderes Wichtiges zu tun.
Was er gerade mal wieder machte.
So sah er, wie sich gerade Vanitas mit der Katze plagte. Eine Hand mit unnatürlich langen Nägeln strich über die Oberfläche und zeigte unter die Bank, wo sich Ancilliar aufhielt. Sie hatte tatsächlich nicht vorgehabt den alten Magus anzugreifen. Aber sie hatte sich erschrocken, als sie von dem Dunkelelfen gepackt wurde. In die hinterste ecke gedrückt, leckte sie gerade ihr Pfötchen sauber. Sie hörte, wie sich Dunkelelf und Magus unterhielten. Ihren Tod wollten sie.
„keine Angst Ancilliar…es war ein Missverständnis. Ich weiß, du wolltest dich nur für das fressen bedanken, was er dir gegeben hatte. Stimm ihn versöhnlich, meine kleine Helferin.“
Die Worte waren mit einer ungeheuren Sanftheit gesagt. Aber für einen Menschen nicht ertragbar. Er lehnte sich zurück, ließ das Blut im Becken erstarren. Es entwickelte sich genauso wie er es wollte.
„Die Wahl meines Schülers war perfekt.“
Er lachte.
Die Stimmen der Qual mischten sich mit seinem Gelächter.

Davon bekamen Neph und Vanitas nicht mit. Der Dunkelelf war nur breit am grinsen, als die Katze den Magus verletzte. Schadenfreude war etwas Schönes. Es war seine kleine Rache dafür, dass er sich in die Hände des Magus geben musste. Denn so wie Vanitas wollte auch Neph nicht seine Machtposition verlieren. Er traute den alten Kauz nicht. Und dann sollte er auch noch den Leibwächter spielen. Das würde immerhin bedeuten er müssen ihn den Sklavenkragen unter Umständen abnehmen. Sein Augenmerk war noch immer auf den Stab gerichtet, wo Vanitas diesen seltsamen Trank verborgen hatte. Das Problem war, dass was der Magus sagte, stimmte immerhin. Sie konnten nicht als identische Zwillinge dort erscheinen. Er trat unruhig von einen auf das andere Bein. Angestrengt überlegte er nach einer anderen Lösung.
Verflucht, beim Harax, dass kann doch nicht das Einzige sein?
Er starrte wieder eiskalt den Magus an. Sie waren sich wirklich ähnlich. Nur hatte einer den Weg der Magie beschritten und der andere den des Kämpfer. Brüder im Geiste hätten die beiden alten Herren sein können, denn Neph war schon lange nicht mehr der Jüngste.
Dass er sich verschätzt hatte, würde der Stolz der Dunkelelfen nicht eingestehen lassen.
„Einverstanden, wir machen es so“ knirschte er endlich zwischen den Zähnen hervor. Er war eben auf die Hilfe des alten Magus angewiesen. Oder eben auf dessen Tränke.
Ob des Magus wirklich noch richtig zaubern konnte, wusste Neph nicht. Nach der Aussage des Magus in Pelgar hatte Vanitas keinen Funken Magie in sich. Verausgabt hieß es. Deswegen hatten sie auch kein weiteres Interesse an Vanitas gehabt. Nur Neph spürte, dass es etwas um diesen Alten Mann gab, was ihn dazu bewog Vanitas zu befreien.
Ancilliar hatte sich inzwischen geputzt und näherte sich vorsichtig den Beinen des Magus. Hätte sie reden können, so hätte sie ihm erklärt, dass sie sich zuvor eigentlich bedanken wollte. Das Fressen war lecker gewesen. Jetzt saß sie ganz na bei seinem Bein. Sich drückte sich kurz gegen seine Beine mit einem lauten Schnurren.
Vanitas spürte dies sofort. Ein Impuls warm und vertraut schoß durch seinen Körper, als Ancilliar sich zärtlich an ihn drückte. Das Pulsieren kannte der Magus.
Reine Magie.
Seine Magie.
Ancilliar gab ihn nicht nur Nähe sondern freiwillig Energie.
Als Entschuldigung!
Der Kragen um den Hals des Magus surrte und sprang wie von selbst ab. Neph drehte sich erschrocken um. Das war nicht so geplant. Für einen Moment sah man Unglauben, bevor der Dunkelelf rasch seine Waffe zog.
Die Katze kroch inzwischen wieder in ihre Ecke zurück. Sie war müde.
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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Vanitas » Montag 29. August 2011, 15:02

Mit abwesendem Blick strich sich Vanitas mit dem rechten Daumen über die rechte Wange. An genau dieser stelle fühlte er nicht das geringste, weder Schmerz noch die Berührung selbst. Das Auge darüber war ebenfalls vollkommen Nutzlos, bewegte sich zwar in der Höhle, aber sendete keine Informationen mehr ins Gehirn. Die Verdammte Katze hatte ihn jedoch an eben jener Stelle erwischt, als sie seine Krallen an ihm gewetzt hatte. Bluttropfen liefen ihm über die Lippe und als er seine Hand wieder von seinem Gesicht löste, war auch der weiße Handschuh am Daumen rot gefärbt. Sein eigenes Blut. Wie er es hasste. Wie er den Zustand, zu Bluten, verletzlich zu sein und zu altern hasste. Mit dem ganzen Handrücken fuhr der Magier sich über die rechte Handfläche, prüfte sein Gesicht in der Reflektion des Kutschenfensters, bis er zufrieden war. Dann zog er beide Handschuhe aus, sowohl den saubern, als auch den Blutig verschmierten und warf sie achtlos auf den Boden der Kutsche.
Wenigstens stimmte nun Neph in den Plan ein, den er dargelegt hatte. Das war immerhin ein Fortschritt. Es war der einfachste und gleichzeitig sicherste und unproblematischste Weg, um sich Zugang nach Zyranus zu verschaffen. Hatten sie erst einmal das magische Portal mit seinen artefaktischen Wächtern überwunden, würde der Rest ein Kinderspiel werden. Immerhin waren die Bewohner der magischen Stadt arrogant und das verstärkte sich noch von Generation zu Generation. Sie verließen sich voll und ganz darauf, dass der magische Wall sie vor allen Gefahren schützte. An einen Angriff von innen dachte selbstverständlich niemand, der nicht für Paranoid gehalten werden wollte. Und auch der magische Rat stellte – zumindest in seiner aktuellen Zusammensetzung – kaum eine Gefahr dar. Höchstens Thantalur Isádriar besaß genug Weitsicht, um die Bedrängnis der Kriegslage im Osten richtig zu interpretieren. Aber das war nur einer von sieben ...
Sie waren inzwischen aus Pelgar heraus, also stellte es keine Risiko mehr da, die Vorhänge, die die Kutschenfenster verdeckten, aufzuziehen und Licht ins innere der kleinen Kammer zu lassen. Den Kopf auf dem rechten Arm gestützt, sah der Magier hinaus, ohne dass er wirklich etwas ansah. Seinem empfinden nach, reisten sie viel zu langsam. Das war quatsch, denn ganz gleich ob vor der Kutsche morgerianische oder pelgarische Hengste angespannt waren, diese Tiere hatten eine enorme Zugkraft. Trotzdem wollte Vanitas, dass es weiter ging. Am liebsten würde er nun direkt in Zyranus ankommen. Eine Bewegung am Boden lenkte den Blick des Magiers nach unten. Acilliar, dieses miese Drecksvieh war wieder aus ihrem Versteck hervor gekrochen und näherte sich schüchtern seinem Bein. Gedanklich hob er bereits den Fuß, um dem aufgezwungenen Begleiter ein weiteres mal das Genick zu brechen. Das erste mal, in der Bibliothek, hatte er als sehr befriedigend empfunden.
Aber noch bevor er einem Muskel den Befehl gegeben hatte, sich zu bewegen, geschah etwas wundervolles. Die verwahrloste Katze schmiegte sich an den Magier und fast augenblicklich pulsierte eine nur all zu gut vertraute Energie durch seinen Körper. Die Härchen an seinen Oberarmen richteten sich auf. Es war wie eine wohlige Liebkosung und unbewusst musste der alte Magier die Augen schließen. So etwas hatte er, in seinem 120 Jahre währendem Leben, noch nie gefühlt. Es war unglaublich belebend, soviel Energie auf einmal zu gewinnen, kein vergleich zu einem Energiekristall. Aber so plötzlich wie es begonnen hatte, war es auch schon wieder zuende und in Vanitas blieb nur das Gefühl verlassen worden zu sein, zurück. Ungläubig hielt er sich die Hände vor sein Gesicht, als könne er auf diese Weise erkennen, wie viel Energie nun zurück gekehrt war. Nicht einmal ein drittel. Ganz gewiss nicht genug, um es auf einen Kampf gegen die Abgesandten des Rates ankommen zu lassen, aber immerhin genug, um sich zumindest wieder ein wenig verteidigen zu können. Er lies die Hände wieder sinken und folgte mit den Augen, wie sich die Katze wieder in ihr Versteck verkroch.
Erst an dem erschrockenen Gesicht des Dunkelelfen und an der auf sich gerichteten Waffe, bemerkte Vanitas, dass noch etwas anderes nicht stimmte. Mit den Fingern betastete der Magier seinen Hals und stellte nun selbst fest, dass das Halsband der Züchtigung aufgesprungen war und nun locker auf seinen Schultern lag. Langsam hob er beide Hände, um zu verdeutlichen, dass er die Lage nicht ausnutzen würde. Dann legte er sich das Metallband auf den Schoß und zog seinen schwarzen Mantel aus, was zugegebenermaßen in der beengten Kutsche nicht grade leicht war. Kaum lag der Ledermantel neben ihm auf der Sitzbank, da richtete er auch schon den hohen Kragen seines weißen Hemdes auf. Immer noch mit sehr langsamen und vorhersehbaren Bewegungen ergriff Vanitas abermals das Halsband, legte es sich wieder um den Hals und drückte mit einem gut hörbaren Klicken den Verschluss wieder zu. Anschließend knöpfte er das Hemd bis ganz nach oben zusammen. Der weiße Seidenstoff bedeckte nun den gesamten Hals bis zum Kehlkopf und auch das Sklavenband war darunter perfekt verborgen.
„Quid pro quo,“ kommentierte der Magier sein tun und faltete die Arme vor der Brust. „Solange du dich an meine Bedingungen hältst, halte ich mich an die deinen. Wir haben vielleicht verschiedene Interessen, aber nichts desto trotz das selbe Ziel. Wenn es dir Sicherheit gibt, dass ich diesen Reif trage, dann behalte ich ihn um. Als Gegenleistung verlange ich lediglich, ein wenig mehr vertrauen. Dann werden wir beide den Erfolg dieser Unternehmung genießen können. Und nun steck deine Waffe weg, die macht mich vervös!“

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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Gestalt » Samstag 10. September 2011, 14:17

Neph war angespannt. Das war nicht so geplant. Wieso war das Halsband der Züchtigung abgesprungen?
Was bei Faldor, bedeutet dass? Ich habe es doch geschlossen…ist der Mann mehr als ich dachte?
Das sich dieses eklige Vieh einer Katze zuvor noch an den alten Magus gedrückt hatte, gab ihn noch mehr Rätsel auf irgendetwas war in diesem Moment geschehen. Nur zu deutlich hatte er die Schwingung der Magie gespürt. Und er war noch nicht mal ein Magus.
Mal nebenbei, hatte die Katze nicht noch eben den alten Herrn angegriffen.
„Es stimmt also, was man sagt, Katzen sind wie Frauen“ sprach er seine Gedanken laut aus. Das Vanitas den Kragen tatsächlich wieder umlegte, ließ bei Neph eine Braue hochziehen.
Sie waren sich wirklich ähnlich.
Das Vanitas keinen Ärger oder vorschnelle Handlung begehen wollte, merkte der ältere Kämpfer. Er ließ langsam die Waffe sinken.
„ Ihr überrascht mich…doch mir ist es auch lieber, dass ich euch nicht töten muss.“
Er steckte die Waffen weg. Griff dann an seine Seite, wo ein kleiner Beutel befestigt war. Er öffnete diesen und reichte dann Vanitas, mit trotz allem den immer wachsamen Blick, ein Kleines Fläschchen und ein Stück leinen.
„Hier!...Zum reinigen des Kratzers…..Unterwegs und unter so dreckigen Umständen…“
Er machte eine weit reichende Geste in dem Wagen.
„… sollte man den kleinsten Kratzer reinigen….euer Haustier ist ziemlich bockig!“
Er lehnte sich etwas lockerer an die Wand gegenüber von Vanitas. Die Augen auf den Magus gerichtet. Interessiert und neugierig.
„du musst mir zu liebe den Kragen nicht tragen…immerhin ist es jetzt für mich so oder so keine Hilfe…du hast ihn ohne weiteres abbekommen. Und das Vertrauen, nun wir sehen es doch beide gleich, solange wir uns gegenseitig von nutzen sind, werden wir wohl unsere Partnerschaft aufrechterhalten, oder?“ Er grinste Vanitas dabei an. Nicht ein typisches hinterhältiges Grinsen, sondern welches die Situation richtig einschätzen konnte.
„…beantworte mir aber mal eine Frage…was bringt einen Menschen dazu, sein Volk zu hintergehen?...Gelüste für die Weiblichkeit hast du ja scheinbar auch nicht oder nicht mehr“
Das sagte er nicht um Vanitas zu provozieren, aber eine kleine Unterhaltung machte verkürzte immerhin die Reisezeit.
Tatsächlich bezweifelte Neph das Vanitas noch im Stande war, sich der körperlichen Liebe hingeben zu können. So sah der Mensch doch wesentlich zerbrechlicher aus, als er als Dunkelelf. Nicht das es bei ihn immer noch alles so klappte. Seine Zeit war ebenso am Schwinden und hin und wieder konnte er schon ein Zittern in seinen Armen spüren, wenn er seine Waffe hielt. Die ersten Anzeichen für das Altern.
Umgerechnet wären sie wohl beide fast im gleichen Alter.
Neph trat zu einem Fenster, welches zum Kutschbock führte.
„wenn sich ein guter Platz bietet, halte an…und sorge dafür , dass es wirklich ein Guter ist, Verstanden?“ Die Stimme klang jetzt wieder kalt und herrisch.
Die Antwort, konnte man kaum verstehen, doch sie folgte prompt.
„Wir sollten eine Rast einlegen. Uns etwas die Füße vertreten…Was sollte man in Zyranus beachten? Immerhin leben dort nur Magier.


OT. Sorry, heute ist der Post mal kürzer.
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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Vanitas » Mittwoch 14. Dezember 2011, 21:30

Mit einem leichten Schulterzucken nahm Vanitas zur Kenntnis, dass der Züchtigungsring um seinen Hals wohl nicht mehr benötigt werden würde. Daher nahm er das kalte Metallhalsband wieder ab, was dieses mal keine Schwierigkeiten bereitete, da Neph es noch nicht wieder aktiviert hatte. Nachdenklich drehte der Magus den Reif in den Fingern herum und betrachtete ihn genauer, da sich die Gelegenheit nun einmal bot. Bisher hatte er diese Artefakte nur aus der Ferne und aus Büchern studiert. Er hatte einfach keinen Nutzen für solche Dinge gehabt, aber nun wo er darüber nachdachte, waren sie eigentlich recht praktisch. Vielleicht sollte er sich auch das eine oder andere davon zulegen. In Zyranus gab es bestimmt eine Gelegenheit, sich welche anzueignen. Schließlich konnte er noch nicht genau sagen, was der Dunkelelf tatsächlich plante. Sicher war es nicht damit getan, in die Bibliothek einzudringen. Obgleich schon alleine das eine einzigartige Gelegenheit war ...
Mit gleichgültiger Miene warf der Hexer den Reif in den Schoß des ohnmächtigen Sklavenmädchens und nahm dafür das dargereichte Fläschchen mitsamt dem Lappen entgegen. Misstrauisch öffnete er den Flakon und roch kurz an dem Inhalt, befeuchtete sogar die Fingerspitze ein wenig und kostete von der Flüssigkeit. Natürlich war das Unsinn. Der Elf, der ihm gegenüber saß, hätte hundert Möglichkeiten, ihn zu töten, zog daraus aber keinen Nutzen. Wieso also sollte er ihn jetzt so plump vergiften? Trotzdem, dieser Misstrauen war Teil seiner Persönlichkeit. Vertrauen war nur etwas für Narren und Schwächlinge. Und er war weder das eine, noch das andere. Nachdem er also den Inhalt der Phiole getestet und für ungefährlich befunden hatte, kippte Vanitas ein wenig der reinigenden Flüssigkeit auf das Leinentuch und begann die Kratzer in seinem Gesicht zu behandeln. Die Lähmung in seinem Gesicht hatte nur das eine gute, dass er das brennen jetzt nicht spüren konnte. Die vergitterte Glasscheibe als Spiegel nutzend, bearbeitete der alte Mann jede blutende Schramme zuerst flüchtig, ehe er mit mehr Sorgfalt ans Werk ging. „Solange wir uns beide vom Nutzen sind ...“ murmelte er mehr zu seinem Spiegelbild als zu dem Dunkelelfen. Mit vom Denken gerunzelter Stirn betupfte er seine Lippe und dieses mal brannte das geschundene Fleisch leicht. Seit dieser Nacht im Kerker spielte Vanitas mit einem Gedanken. Noch musste er reifen, doch ein ungefähres Bild war bereits entstanden. Im Grunde war ihm ein Leibwächter, ein erfahrener Kämpfer, in diesen Zeiten von viel größerem Nutzen als ein unfähiger, dilettantischer, junger Magiebegabter, dem man selbst die einfachsten Grundlagen noch beibringen musste. Am besten wäre natürlich beides, aber das Leben erfüllte einem keine Wünsche.
Immer weiter betupfte er seine Lippe, bis Neph ihn schließlich fragte, was die Intention des alternden Magiers war. Da setzte er den Lappen ab und sah mit ernstem, aber finsteren Blick sein Gegenüber an. Musternd, lauernd. Sinnierend darüber, wie viel er der Schwarzhaut erzählen sollte. Schließlich wurde seine Miene wieder gleichgültig und sein Blick wanderte zurück zu seinem gespiegelten Ebenbild. „Menschen ... Menschen sind Abschaum. Ein fehlgriff der Evolution. Schwächer als die meisten anderen Völker, degeneriert. Nur durch ihre kaninchengleiche Vermehrungsrate sind sie überhaupt erst in der Lage, sich gegen die Elfen, Orks und was weiß ich nicht noch alles zu behaupten. Früher hatte ich mitleid mit ihnen, wollte sie stärken, sie verbessern. Kein Mensch sollte darunter leiden müssen, so ein schwaches Geschöpf zu sein. Daraufhin nannten sie mich einen Wahnsinnigen, ein Monster und wählte das Exil. Ich wollte ihnen ein Geschenk bereiten und sie traten mich mit Füßen!“
Vanitas machte eine Geste, als würde er voller Abscheu auf den Boden spucken und rümpfte die Nase. Sich an diese lang vergangene Seite seines Lebens zu erinnern, brachte nicht unbedingt das beste in ihm zum Vorschein. Im Gegenteil, es brachte sein Blut in Wallung und die Hand mit dem Lappen ballte sich einen Augenblick lang zur Faust. „Alte Männer haben manchmal das Problem, dass sie zu leicht abschweifen. Um deine eigentliche Frage zu beantworten: Ich sehe mich schon lange nicht mehr als Menschen. Ich hintergehe diese Mistgeburten nicht, ich sorge nur dafür, dass sie ihr Schicksal schneller ereilt, als es ohnehin der Fall gewesen wäre. Sieh dir Pelgar an. Ihr hättet es eingenommen, so oder so. Dass ist mir durchaus bewusst. Aber durch mein Eingreifen habe ich diesen ganzen Prozess beschleunigt. Und ein wenig schlechter Laune Luft gemacht, dass will ich gerne zugeben.“
Die Macken, die Ancilliar geschlagen hatte, waren nun zur genüge behandelt, darum versiegelte Vanitas das Fläschchen wieder, beugte sich vor und reichte es zusammen mit dem Leinen an Neph zurück. Ein paar Blutspuren waren auf dem Tuch zurück geblieben, auch wenn sein Gesicht nun wieder sauber war. Als Neph nach den Gegenständen griff, blieb Vanitas Griff fest und er blickte dem Elfen mit tödlichem ernst in die Augen. „Ich bin diese Hülle leid! Ich bin diesen schwachen, menschlichen Körper entgültig leid! Jahrzehnte forsche ich nun schon nach wegen, mir einen neuen Körper zu schaffen und ich stehe so kurz davor, endlich erfolg in diesem Unterfangen zu haben! Ich kann das Ziel schon fast sehen!! Und ich werde nicht so nahe vor der Erfüllung meines Lebenstraumes scheitern. Ich lasse mich von niemandem mehr aufhalten. Von absolut Niemandem!“ Damit lies er die schlichten Desinfektionsutensilien los und sank zurück in seinen Sitz. Vielleicht fasste Neph seine letzten Worte als Drohung auf und damit lag er nicht einmal sonderlich falsch, allerdings war sie an jemand völlig anderes gerichtet. Mit beiden Händen begann er sich die Schläfen zu massieren, schloss dabei die Augen. Er hatte die Nacht über nicht geschlafen und war den Tag zuvor bereits sehr früh geweckt worden. Dass war im Grunde mehr, als sein Körper verkraften konnte und sollte. So langsam stellte sich also die Müdigkeit bei ihm ein.
Der Dunkelelf beugte sich aus der Kutsche und sprach mit dem Gnom auf dem Kutschbock. Es fiel Vanitas schwer, die Augen wieder zu öffnen, darum lies er sie einfach geschlossen. Im Endeffekt verstand er ohnehin nicht, was Neph dem gebrochenen Sklaven mitteilte, was für eine Rolle spielte es also? Erneut richtete der Elf das Wort an ihn, doch so langsam wurde ihm das Reden lästig. „Wenn du nichts dagegen hast, werde ich während dieser Rast in der Kutsche bleiben und ein wenig Schlaf nachholen. Aber bis dahin ... Zyranus ist in seiner Art nicht anders als die meisten anderen Städte. Gut, fast alle seine Bewohner sind Magier, aber das bedeutet nicht, dass sie auch alle Magie beherrschen um zu Kämpfen, sich zu verteidigen oder zu zerstören. Nur wenige Lehrmeister in der Akademie bringen ihren Studenten heutzutage noch solche Wissenschaften bei. Zu meiner Zeit in der Universität war das noch anders. Aber sei unbesorgt, es besteht kein Grund, jeden Passanten als potentiellen Feind anzusehen. Die wahren Feinde sind die Abgesandten des Rates. Man erkennt sie an ihren blauen Roben und den Stäben. Und daran, dass sie zu feige sind, sich einzeln durch die Gassen zu bewegen. Das eigentliche Problem ist die paranoide Art der zyranischen Gelehrten. Sie denken, dass jeder ihre Arbeit stehlen will, sie ausspioniert und begegnen Fremden daher mit großem Misstrauen. Wenn wir uns jedoch als Flüchtlinge aus Andunie ausgeben, bekommen wir wahrscheinlich einen Mitleidsbonus. Wenn ich mich recht entsinne, war dein Ziel die Bibliothek. Zur Mittagszeit ist dort nicht viel betrieb. Wenn wir ein kleines Ablenkungsmanöver starten, haben wir mehr als genug Zeit, um dort zu tun was auch immer dir vorschwebt.“

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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Erzähler » Sonntag 25. Dezember 2011, 16:07

Neph beobachtete den alten Magus, wie dieser skeptisch das Desinfektionsmittel entgegen nahm. Er war mehr als vorsichtig, dass war nicht zu übersehen. Doch Neph konnte es gut verstehen.
Nur wer vertraut, hatte sein leben verwirkt. Eine alte Dunkelelfen weise die jeder früh zu erlernen hatte. Jeder war sich selbst der nächste, vertrauen sollte man nur mit Vorsicht.
Aus den Augenwinkel konnte er die hässliche Katze sehen, die wieder tief unter die Bank gekrochen war und ihre wachsamen Augen auf hatte.
Eine leichte Gänsehaut überkam den Elfen, so fühlte er sich nicht nur durch ein Tier beobachtete, aber es konnte auch das Alter sein. Wahnvorstellung von den Schlachten , die man geführt hatte.
Neph drehte sich zu der jungen Frau hin und nahm das Züchtigungsarmband wieder hoch. Vielleicht war es noch von nutzen. Mit einer Bewegung schnallte er es an seinen Gürtel und lauschte den Worten des alten Magus.
“Menschen sehen eben nicht, dass sie nichts sind. Sie sind wohl tatsächlich so dumm, wenn sie nicht die Chance nutzen mehr zu werden. Ein Grund, weswegen sie von ihrer geglaubten Herrscherposition vertrieben werden mussten. Nur wer stark ist, hat ein recht zu leben und zu herrschen”
Dem Dunkelelfen entging es dabei nicht, wie zeitweilig Vanitas krampfhaft die Hand zur Faust ballte.
Der ist ja richtig wütend, ja eine gute Wahl hattest du getroffen
Der Magus hatte alles desinfiziert und reichte Neph die Utensilien, doch bevor er sie ihm gab, sprach deutlich Wut aus ihm. Er sprach etwas an, was Neph zum nachdenken anregte.
„Ich bin diese Hülle leid! Ich bin diesen schwachen, menschlichen Körper entgültig leid! Jahrzehnte forsche ich nun schon nach wegen, mir einen neuen Körper zu schaffen und ich stehe so kurz davor, endlich erfolg in diesem Unterfangen zu haben! Ich kann das Ziel schon fast sehen!! Und ich werde nicht so nahe vor der Erfüllung meines Lebenstraumes scheitern. Ich lasse mich von niemandem mehr aufhalten. Von absolut Niemandem!“
Einen neuen Körper? Vielleicht wieder Jugend und stärke?
Deutlich konnte man die Drohung hören, doch schien sie an jemand anderes gerichtet zu sein. Die Frust des Magus lud sich nur gerade an dem Dunkelelfen ab. Jemand, da war sich Neph sicher, hatte den Magus übel mitgespielt.
“ich kann deine Wut verstehen…” versuchte er erstmal besänftigend.
“ ich würde auch alles tun, um das Altern los zu werden. Und niemanden würde ich ein einmischen erlauben! Mein Ziel ist jedoch eher ewige Jugend, so bin ich gerne ein Dunkelelf. Dass du das Menschsein loswerden willst, ist nur zu gut zu verstehen.” dabei waren seine Worte ebenso kalt wie die von Vanitas.
Tatsächlich würde Neph ebenso alles für dies tun und seine Aufgabe in Zyranus betraf auch genau so ein Thema. Wer wusste nicht, ob nicht beide dem gleichen Dämon aufgesessen waren und das Schicksal diese beiden älteren Herren zusammen geführt hatte. Doch so was waren Spekulationen.
Im Wagen gab es ein Ruckeln und dann spürte man , dass der Wagen hielt. Eine nuschelnde Stimme vom Kutschbock war leise zu hören. Doch Neph verstand seiner guten Ohren wegen, jedes Wort. Sie hatten einen Lagerplatz erreicht.
“gut , wenn ihr schlafen wollt. Ich halte Ausschau, ob hier irgendetwas ist. …nimmt das, ist bequemer.” damit warf er Vanitas noch eine alte aber dicke Decke zu. Seltsame Embleme und Muster waren eingraviert. Was Vanitas nicht wusste, das dies die Decke von Neph war. Immerhin wusste der ältere Veteran, dass wenn man älter war, harte Planken fast den Tod bedeuteten. Und er selber bekam Schwierigkeiten, wenn er zu lange auf harten Boden lag. Das Alter war wirklich eine Last, egal ob Mensch oder Elf.
Damit verließ der Dunkelelf den Wagen, lehnte die Tür an und verschwand nach draußen.
Kaum hatte es sich Vanitas bequem gemacht, da kroch auch schon Ancilliar unter der Bank hervor. Sie wartete nicht auf eine Einladung, sondern sprang leichtfüßig auf die Bank und machte es sich zu Füßen vanitas bequem. Zwar war sie nicht das schönste Tier, doch sie hatte immer noch die Eigenschaft, dass sie viel Wärme erzeugte. Kein Wunder, dass sich viele ältere Menschen Katzen als Rheumadecke hielten oder aus dem Fell eine wärmende Unterlage machten. Sie rollte sich nachdem sie sich ausführlich geputzt hatte zusammen und schloss die Augen. Bei einer feindlichen oder zu hektischen Bewegung war sie aber sofort wieder wach. Leise schnurrte sie jetzt, doch ein Auge war immer leicht geöffnet.
Jetzt konnte Vanitas endlich seinen Schlaf nachholen.
Und tatsächlich störte ihn keiner.

“Hey, ..Herr! Wacht auf!” die Stimme knirsche etwas. Neph stand über Vanitas, ein Blick immer zu der Tür vom Wagen.
Erst als Vanitas wach war, konnte er Genervtheit in den Zügen des Dunkelelfen sehen. Auch sah man ihn jetzt das Alter an, ihm fehlte ebenso der Schlaf wie zuvor Vanitas.
“ Vanitas, da draußen ist jemand, der dich sprechen will!… ja, mich wundert es auch. Eine Frau, mit einer Robe…und die quasselt wie ein Wasser fall. Komm also raus!” Unterdrückter Zorn, dass er nicht über so was informiert wurde und irgend jemand hier den Magus fand. Verächtlich schnaubte er, drehte sich um und verließ den Wagen. Die Katze war wieder unter der Bank verschwunden.
Wer war das?
Von Draußen konnte Vanitas eine weibliche Stimme vernehmen, die den unterdrückten Zorn von Neph ignorierte.
“…also er kommt? Hervorragend. Das war nämlich gar nicht so einfach. Eigentlich soll ich ja keinen Fremden das Passwort geben, doch es ist wichtig… und das kleine Männchen in Rot meinte, ich solle hierher. Also dachte ich mir, na gut, wird schon richtig sein. Das Männchen war fröhlich und nett und da konnte ich nicht anders als es zu vertrauen. Immerhin wer denkt sich schon was böses. Und da es sagte , wo ich den Magier fände, machte ich mich auf den Weg. Und da sagt man mir, ich wäre naiv, kann man sich das vorstellen…”
“natürlich nicht!”
Als Vanitas den Wagen verließ, konnte er ein junges Mädchen sehen, was eindeutig eine Magierin der Stadt Zyranus war. Doch sollten sie verschwiegen sein und nicht überall erzählen in welchen Auftrag sie handelten. Sie sah nicht besonders aus, hatte ein Allerweltsgesicht und braune Haare, welche sie in einem losen Zopf gebunden hatte.
Als sie Vanitas sah, strahlte sie ihn an.
“genau wie beschrieben. Also ihr kennt ja lustige Leute, doch deswegen bin ich nicht hier. Also, ich soll euch mitteilen, dass sich…der Dunkelelf muss aber weg, ist nur für euch, dass hat mir dieser Wichtel extra gesagt.”
Sie blickte zu Neph und dieser verdrehte genervt die Augen. Seine Hand zuckte merklich nach einer Waffe um dieser Frau den Kopf abzuschlagen. Sie selber blickte ihn nur dümmlich dreinblickend an.
Er trat mehrere Schritte zur Seite, nickte Vanitas zu, dass er im Notfall eingreifen würde und sowieso gedachte dieses Weib umzulegen.
“…also, dass Wichtelchen hatte mir aufgetragen, dass ich euch folgendes sage. Die Passwärter von Zyranus haben sich geändert, sagt “ich komme auf Anraten des hohen Rates Syx und nur diesen gebt ihr Auskunft”, dann sollte alles klappen!… so das wars schon. Aber nicht weitersagen, ja?… ein wirklich nettes Wesen, was euch da kennt. Hatte eine rote Mütze auf, lustig, ehrlich! …aber ihr treibt keinen Schund damit, oder? Ich mein wir haben gefährliche Zeiten. Dann kann ich ja gehen.” damit drehte sie sich um und machte sich in einen leicht hüpfenden Schritt zu ihrem Pferd auf. Neph zog seine Armbrust und lud diese gemütlich. Ein Blick zum Magus, dann schoß er seinen Bolzen ab. Die Frau wusste nicht mal was sie traf, schon fiel sie zu Boden.
“so was lässtiges!… sind alle Magierfrauen so dämlich?”
Das Mädchen war auf dem Boden aufgekommen, zappelte und kreischte noch.
Ihr Pferd war erschrocken ein paar Schritte davon gelaufen, drehte sich jetzt verdutzt nach hinten um.
Neph schritt gemächlich auf die jetzt nicht mehr so fröhlich schauende Frau zu. In Panik hatte sie sich umgedreht, doch jedes Wort war ihr jetzt im Halse stecken geblieben. Ein eisiger Gesichtsausdruck lag auf Nephs Zügen, dann trat er auf die Frau zu. Er stellte einen Fuß auf die zappelnde Frau ab, verhinderte so ein davon kriechen. Sie war der Kraft des Dunkelelfen nicht gewachsen. Ein unverständliches Flehen und bitten.
“Brauchen wir sie noch?” Seinen Dolch hatte er gezogen , würde diesen über die Kehle der sich winselnden Frau ziehen, wenn ein nein käme. Ihm war die Frau mehr als egal, sie hatte nicht mal Reiz als Lustsklavin genutzt zu werden.
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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Vanitas » Sonntag 1. Januar 2012, 19:48

Mit einem leicht skeptischen Blick fing Vanitas die alte Decke auf, als wäre sie eine Falle. Er verstand nicht so recht, wieso der Dunkelelf sich plötzlich von einer netteren, verständlicheren Seite zeigte. Hatte er irgendetwas gesagt, dass den Elfen auf seine Seite gezogen hat, ohne dass er es merkte? Aber Grübeln brachte ihn jetzt nicht weiter. Außerdem war er nicht so dumm, dass er ein dargebotenes Geschenk nicht annehmen würde. Auch wenn das Ruckeln aufgehört hatte, jetzt wo sie eine Rast einlegten, so wäre die bloße Bank trotzdem recht ungemütlich gewesen. Kurzerhand faltete Vanitas die Decke zusammen und drückte sie auf der Sitzbank so zurecht, dass er gemütlicher darauf liegen konnte. Wegen seiner Körpergröße musste er sich ein wenig zusammen rollen. Mit seinem Mantel deckte er sich behelfsmäßig zu, um es wärmer zu haben. Er lag zwar nicht in einem vernünftigen Bett, aber für den Augenblick war es alles, was sich der Magier wünschen konnte. Und das erste mal, seit er in Pelgar angekommen war, musste er keine Angst um seine Sicherheit haben, da der Dunkelelf, der auf ihn angewiesen war, Wache hielt. Er fühlte noch eine leichte Bewegung, als etwas – bei dem es sich nur um die räudige Katze handeln konnte – auf die weiche Unterlage hüpfte. Nun da er einmal lag, dauerte es auch nicht lange und Vanitas versank in einem erholsamen, aber unruhigen Schlaf. Er Träumte von einem düsteren Saal, der von einem Thron aus Knochen beherrscht wurde. Auf diesem Herrschaftssitz ruhte der dämonische Elf, so klar als befände er sich direkt vor Vanitas. Der Hexer setzte zu einem magischen Angriff gegen das verhasste Subjekt an, doch er hatte noch nicht einmal genug Energie gesammelt, da hatte der Elf sich erhoben und war vorgesprungen. Ein heißer Schmerz durchlief Vanitas und als er nach unten sah, steckte der Arm des Dämons in seiner Brust. Es fühlte sich an, als würde er sein Herz umklammern und zusammenquetschen “Wer ist dein Herr“ fragte die boshafte Stimme, die unnatürlich klar an sein Ohr drang. Das letzte Wort hallte in dem Thronsaal wieder. Herr ... Herr ... Herr …
Hey, … Herr! Wacht auf!
Irritiert zuckten die Lider des alten Magus, bevor er langsam die Augen aufschlug. Er war noch immer ein wenig umnebelt. Sein Albtraum war so Lebensecht gewesen, dass er sich erst mal ein wenig umsehen musste, bevor die Erinnerung zurück kehrte, wo er war. Ein metallischer Geschmack machte sich in seinem Mund breit. Auch die Schmerzen in seiner Brust waren noch da, aber sie verebbten Rasch. Trotz der düsteren Träume fühlte sich Vanitas dennoch besser als vor seinem Nickerchen. Er wusste nicht, wie lange er geschlafen hatte, aber anscheinend war es noch Tag, denn das Licht der Sonne fiel durch die offene Tür. Neph, der halb im Durchgang stand, warf einen Schatten auf die liegende Gestallt des Magus. „Eine Frau?“ fragte er verwirrt und erhob sich halb, um besser sehen zu können. „Was für eine Frau?“ Mit einem mal war er hellwach. Ruckartig erhob er sich und bemerkte aus den Augenwinkeln, wie die immer noch schlafenden Ancilliar auf den Boden fiel, von der plötzlichen Bewegung ganz überrascht. Seinen Mantel lies er im inneren der Kutsche liegen. Die Kälte machte ihm nicht besonders viel aus, darum trat er nur in dem knielangen, weißen Seidenhemd hinaus.
Dass Licht wurde mit einem mal intensiver, als er aus der Schattigen Kutsche in die Freiheit trat. Der Hexenmeister blinzelte mehrmals und rieb sich mit der linken Hand die Augen. Da drang auch schon die Stimme einer jungen Frau an sein Ohr. Ja, Neph hatte recht. Dieses Gör quasselte ohne Punkt und Komma! Er gewöhnte sich Rasch an die Helligkeit und betrachtete daraufhin das Mädchen erst mal genauer. Sie war noch sehr Jung und nicht unbedingt eine Schönheit. Sie trug die typische weiße Robe einer zyranischen Studentin. Da die Säume in keiner besonderen Farbe hervorgehoben worden war, hieß dass, sie war höchstwahrscheinlich eine Schelmmagierin. Das silberne Dreieck auf ihrer Brust zeigte an, dass sie noch relativ unerfahren war. Ein brauner Pferdeschwanz baumelte auf ihrem Rücken hin und her.
Im Augenblick wusste er mit dem Mädchen absolut nichts anzufangen, zumal dass, was sie sagte, überhaupt keinen Sinn für ihn ergab. Aus diesem Grund belies es der Magier erst einmal mit Schweigen und einem verständnisvollen Blick. Als sie meinte, dass der Dunkelelf weg müsste, bevor sie die Nachricht überbringen könnte, warf Vanitas Neph einen Seitenblick zu. Seinen Gesichtsausdruck und die zuckenden Finger konnte er nur all zu gut interpretieren. Mit einer unauffälligen Handbewegung wies der Mensch den Elfen an, sich erst einmal bedeckt zu halten. Erst einmal wollte er wissen, was das Gör zu sagen hatte. Vielleicht brachte sie wirklich wichtige Informationen? Zwar konnte sich Vanitas nicht vorstellen, dass das Passwort nach Zyranus nach tausenden von Jahren geändert worden war, aber man konnte ja nie genau wissen. Die Magieschülerin überbrachte die Worte, die ihr von einem unbekannten Männchen gegeben worden waren. Noch ehe Vanitas irgendetwas erwidern konnte, hatte sie sich bereits verabschiedet und war zu ihrem Pferd zurück gehüpft. Vanitas wollte Neph grade einen fragenden Blick zuwerfen, als er bemerkte, wie der schwarzhäutige Krieger seine Armbrust durchlud, zielte und abschoss. Der Bolzen sirrte zielsicher durch die Luft und holte die Zyranerin von ihrem hohen Ross.
Leicht schüttelte Vanitas den Kopf über diese völlig unnötige Tat. „Nein, in der Regel nicht. Aber das hier war auch keine Magierin, dass war eine Hofnärrin mit magischen Fähigkeiten. Schelmmagier ... allesamt Nutzlos.“ Gemütlichen Schrittes folgte Vanitas seinem „Leibwächter“ zu der gefällten Adeptin. Er ging neben dem Mädchen in die Knie und streichelte ihr freundlich über den Kopf. "Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, was für ein Männchen dich zu dieser Stunde hier her geschickt hat. Aber sei unbesorgt. Ich habe durchaus Verwendung für das Wissen das du mir übermittelt hast." Er konnte nicht genau sagen wieso, aber aus irgendeinem Grund fühlte er tief in seinem inneren, dass dieses Mädchen die Wahrheit gesprochen hatte. Mit der rechten Hand umklammerte Vanitas den Schaft des Bolzens, der dem Mädchen aus dem Rücken ragte. Andächtig drückte er das Holz nach vorne und verstärkte damit den Schmerz, den die Studentin empfand um ein vielfaches. "Ich werde dich nun töten. Keine sorge es wird schnell gehen. Du wirst in dem wissen sterben, dass du Zyranus dem Untergang geweiht hast. Unfähig, irgendetwas dagegen zu tun!"
Die Berührung seiner Hand wandelte sich von einem zärtlichen Streicheln zu einem steinharten Griff. Die Zyranerin wimmerte unter Qualen, heulte Tränen des Schmerzes. Nein, wir brauchen sie nicht. Sie dient nur noch zu einem einzigen Zweck, dir zu zeigen wozu ich in der Lage bin. Vanitas erinnerte sich noch gut daran, dass Neph glaubte, er hätte keine Magie mehr in sich. Inzwischen hatte sich das ja wieder verändert. Kurz sammelte er seine magischen Ressourcen und entlud sie dann in seiner rechten Hand. Eine weiße Wolke aus Dampf und Eissplittern stob plötzlich von dem Körper der Magierin auf. Er hatte sie Schockgefroren. Ihr gesamter Körper war im Bruchteil einer Sekunde von innen wie außen auf hundert Grad unter Null abgekühlt worden. Vanitas löste seinen Griff und erhob sich wieder. Es hatte ihn kaum Energie gekostet. Es war ein sehr einfacher Zauber, der, wenn man ihn richtig anzuwenden wusste, verheerende Effekte mit sich zog. Mit einem Tritt seines Stiefelabsatzes, brachte Vanitas den Frauenschädel zum zersplittern. „Verpass dem Gaul einen Schuss zwischen die Augen. Das letzte, was wir gebrauchen können, ist dass das Reiterlose Tier nach Zyranus zurückkehrt und uns verrät.“
Ohne die Tote weiter zu beachten, wandte sich Vanitas ab und ging zurück in die Kutsche. Von ihm aus konnte es jetzt weiter nach Zyranus gehen. Sie hatten bereits genug Zeit verschwendet. Gelassen setzte er sich auf die Sitzbank, auf der noch immer die Decke lag. So war das harte Holz doch um einiges gemütlicher. Er überschlug die Beine und schloss die Augen, während er darauf wartete, dass Neph wieder ins Innere des Verschlags kletterte. Mit einem mal weiteten sich seine Augen. Der Schmerz in seiner Brust war zurück gekehrt, stärker als zuvor. Der Magier drückte seine rechte hand gegen seinen Oberkörper, seine Finger verkrampften sich in den Seidenstoff. Eu keuchte schwer. Er hatte das schon einmal gefühlt, damals, als er den Zauber der Kaiserin gelöst hatte. Es wusste, dass nicht durch den Elf oder seinen Fluch verursacht wurde. Nein, dass hier war ein ganz und gar unmagischer Schmerz. So langsam dämmerte es ihm. Er hatte gedacht, dass er nicht mehr über genug Magie verfügt hätte, um die Kaiserin zu beschwören. Aber nun wurde Vanitas klar, dass er noch über genug Magie verfügte. Nein, woran es mangelte, war Lebenskraft. Und davon hatte er auch noch vieles geopfert. Es war zuviel für den Körper des alten Magus gewesen. Zuviel für sein Herz.
Langsam ebbte der Schmerz wieder ab, doch noch immer musste er schwer atmen. Soeben wurde ihm vor Augen geführt, dass seine Zeit langsam ab lief. Bei seinem letzten großen Ritual hatte er mindestens eines seiner lebenswichtigen Organe gefährlichen Schaden zugefügt. Hoffentlich hielt sein Herz noch genug aus ... hoffentlich.

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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Erzähler » Freitag 13. Januar 2012, 13:14

Neph trat zur Seite, als Vanitas auf ihn zukam. Das Mädchen konnte nicht mehr weglaufen. Fast schon zärtlich war der alte Magus in die Knie gegangen. Redete einfühlsam mit der Todgeweihten. Auch wenn der Dunkelelf kein Wort verstand, so spürte er fast die Wirkung jedes einzelnen Satzes. Und der Blick des Mädchen sprach Bände.
Neph zog eine Augenbraue hoch. Langsam steckte er seinen Dolch weg.
Aufmerksam beobachtete er den alten Magus. Die Art, wie der Mann sprach, war ebenso kalt wie die es eines Dunkelelfen sein konnte. Zwar würde es Neph nicht zugeben, doch er konnte den alten Magus mehr und mehr leiden. Wie ähnlich sie sich doch waren. Ein eisigen Grinsen umspielte seine Mundwinkel.
Das Mädchen hatte keine Chance, noch gerade offenbarte Vanitas ihr, dass sie ihre Heimat ausgeliefert hatte, sie riss die Augen erschrocken auf, dann knirschte es plötzlich und kalter Dampf stieg von ihr auf. Neph blieb für einen Moment der Mund offen.
“fantastisch!” keuchte er auf und hatte respektvoll einen Schritt nach hinten gemacht. Es hatte für den Krieger eine unglaubliche Schönheit so einen Tod beobachten zu dürfen.
Der Schädel zersprang wie feines Glas, als Vanitas ihn mit seinem Stiefel zertrat. Hier hatte der Begriff ein eisiger Tod eine doppelte Bedeutung.
Das Pferd stand noch in einiger Entfernung da, schnaubte und wieherte fragend nach seiner Reiterin.
Vanitas hatte recht, dass sie sich dem Tier erledigen mussten.
Ohne eine weitere Reaktion und wie selbstverständlich handelte Neph auf den Befehl des alten Magus. Er nahm seine Armbrust, spannte einen Bolzen ein, zielte kurz und schoss.
Der Gaul konnte nicht mal aufwiehern, so schnell war es gegangen. Routiniert und präzise war die Tötung vollzogen worden. Das Pferd war nicht mal umgefallen, da drehte sich Neph weg . Verstaute seine Armbrust wieder auf dem Rücken und folgte dem alten Magus.
“Wir fahren weiter” brüllte er knapp zu den Gnom auf der Fahrerseite.
Der Magus ist wirklich nicht zu verachten, verscherze es dir nicht mit ihm. Du brauchst ihn noch!…aber wirklich beeindruckend. Wenn man so was könnte, was es doch für Möglichkeiten gäbe
Seine hand begann wieder zu zittern und er schüttelte diese. Er konnte froh sein, dass es eben nicht beim Schießen passiert war. Vermutlich hätte er dann einen weiteren Schuss benötigt.

Noch sich selber an dem Tod des Mädchens erfreuen, griff Neph sich die letzen Sachen am Boden. Kurz vor dem eintreten horchte er auf. Hatte er eben ein Keuchen vernommen? Sein Blick war auf die Person in der Kutsche gerichtet, während er sich selber über seine Hand rieb. Vanitas sah eindeutig nicht gut aus. Er wirkte blasser als sonst, fast wie eine Leiche.
Die Haltung seiner Hand , welche verkrampft das Hemd beim Herzen hielt.
Zeichen, die auch Neph gut zu deuten wies.
Es barg eine gewisse Ironie, die der Dunkelelf nicht verleugnen konnte.
Hier hatten sich nicht nur zwei Wesen des gleichen Schlages getroffen. Nein, hier waren auch zwei denen die Zeit weglief. Ein alter Magier und ein alter Krieger.
Beide mit den Zeichen des Alters gestraft.
Neph betrat das Kutscheninnere, drehte sich um damit er die Türe schließen konnte. Er brauchte zwei Anläufe um die Griffe zu umfassen, seine Hand beruhigte sich nur langsam. Pfeifend stieß er die Luft aus, atmete tief durch. Endlich beruhigte sich seine Hand. Die Tür schloss sich mit einem lauten Rumps.
An Vanitas vorbei tretend, hämmerte er zweimal gegen die Seite des Kutschbockes.
“Los!” donnerte seine Stimme.
Wen machten sie beiden eigentlich was vor.
Nachdenklich strich er sich durch das Haar. Er sah zu dem schönen Mädchen runter. Selbst da konnte er nicht mehr so fest zupacken, wie er es wollte.
“alt werden ist eine Last!” schnaufte er murrend.
“ Das Mädchen hier wird uns verraten, wenn sie auch nur eine Möglichkeit sieht. Sie hat zwar Todesangst vor mir, aber nach den Tod sehnt sie sich. Sie wird ihre Rolle nicht überzeugend spielen können” Ein resigniertes Seufzen.
Ancilliar hatte sich inzwischen wieder auf die Decke gekuschelt .
Ein Auge wachsam geöffnet, dass man ihr nichts tun konnte. Ihre Atmung war ruhig, als schliefe sie und doch fühlte man sich beobachtet. Das konnte natürlich auch daran liegen, dass Vanitas erst einen schlechten Traum und später auch noch Herzprobleme bekommen hatte.
Aber war die Katze nicht eine Verbindung zu diesem Elfendämon?
“schade, dass man die Energie dieses Weibes nicht anders nutzen kann, oder Magier?”
Damit sah er Vanitas unverfroren aufs Herz. Sollte der alte Magus doch wissen, dass Neph über sein Problem Bescheid wusste.
“übrigens ein beeindruckendes Schauspiel eben”
Der Wagen begann zu holpern.
Die Katze fauchte erschrocken auf und machte sich jetzt doch wieder unter der Bank bequem. Nephs Augen folgten angewidert dem Tier.
Das Vieh war schlimmer als jede Ratte, die er jäh gesehen hatte.
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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Vanitas » Dienstag 31. Januar 2012, 15:33

Eigentlich wollte sich Vanitas keine weiteren Schwächen vor dem Dunkelelfen leisten, davon hatte er ohnehin schon viel zu viele offenbart. Aber in diesem Moment konnte er es einfach nicht verhindern. Zwar hörte er, wie der Verschlag sich öffnete, aber er schaffte es einfach nicht mehr, die verkrampfte Hand, die sich an dem weißen Seidenhemd fest hielt, zu lösen. Dafür waren die Nachhalle der Schmerzattacke noch zu stark. Auch wenn er angestrengt versuchte, es zu verbergen, so wollten seine Finger ihm nicht gehorchen. Nur langsam und unter Aufbringung größter Willenskraft, öffneten sich seine Finger wieder. Auf seiner Stirn standen einige Schweißperlen und er atmete sehr tief und deutlich hörbar durch den Mund. Doch trotz seines angeschlagenen Zustands, entging dem Zyraner nicht, dass er nicht als einziger Probleme hatte. Auch der Krieger hatte mit seinem Körper zu kämpfen. Die Hand, die vor kurzem noch so sicher die schwere Armbrust geführt hatte, zitterte nun wie Espenlaub. Vanitas konnte sich nicht vorstellen, dass Neph in diesem Zustand eine sichere Klinge führen konnte. Es gab viele Gründe, weswegen man die Hand nicht mehr ruhig halten konnte, welchen Neph hatte, war in diesem Augenblick nicht zu sagen. Wenigstens das war eine Sorge, mit der sich Vanitas selbst nie hatte rum ärgern müssen. Seine Hände und Finger gehorchten ihm zu jeder Zeit. Wäre es anders, wäre er wohl auch nie ein so großartiger Magus geworden.
Endlich beruhigte er sich innerlich wie äußerlich wieder und fuhr sich mit beiden Händen über den glatten Schädel, um den Schweiß wegzuwischen. Ungepflegtheit widerte ihn an, vor allem bei sich selbst. Langsam knöpfte er sein Hemd auf und entblößte die magere Brust, um sie genauer anzusehen. Dort wo sein Herz unter der Brust lag, hatte sich das Fleisch leicht verfärbt, wie bei einem frischen Bluterguss. Durch das Brandmal des Dämons war es zwar schwer, die Veränderung auszumachen, doch sie war da, ganz sicher. Seine Gesichtsmuskeln zuckten leicht bei dem Anblick, dabei war ihm nicht ganz klar, was er mehr verfluchte. Die Kutsche hatte sich inzwischen wieder in fahrt gesetzt und brachte die kleine Gruppe weiter zu ihrem Ziel. Noch immer wünschte sich Vanitas, er wüsste, was genau Neph plante.
Die Worte des Dunkelelfen lenkten den Blick des Magiers auf das Bewusstlose Mädchen. Kurz lehnte er sich vor, ergriff ihr Kinn mit der linken Hand und drehte ihr Antlitz langsam, so dass er es von beiden Seiten genau mustern konnte. „Selbstverständlich wird sie uns verraten. Aber ich habe in meinem leben gelernt, dass nichts zuverlässiger ist, als ein Verrat den man selber plant.“ Achtlos knallte er den Kopf der jungen Frau gegen die Kutschenwand. Er verletzte sie zwar nicht nichts, aber sicherlich würde sie tierische Kopfschmerzen haben, wenn sie wieder zu Bewusstsein kam. Betont gelassen drückte sich Vanitas wieder gegen die harte Rückenlehne und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wir erlauben ihr eine Flucht in unserem Sinne. Dann nützt sie uns wenigstens zur Ablenkung.“
Unbeeindruckt rollte Vanitas mit den Augen, als der Elf darauf zu sprechen kam, die Energie des Mädchens auf andere Art zu nutzen. Natürlich spielte er damit auf Regeneration, Heilung, vielleicht sogar Verjüngung an. „Es gibt durchaus Zauber, die es erlauben würden, ihre Lebenskraft zu Absorbieren oder sogar in ihren Körper zu schlüpfen und auf diese Weise wieder jung zu werden. Doch mit solchen Kunststücken beschäftigt sich die Schule der Nekromantie, vielleicht auch noch die Ritualmagier. Es ist schlechte Magie, schädliche Magie. Im nachhinein würde man es bereuen.“ Vanitas lies sich von Neph weder hinters Licht führen, noch provozieren. Er hatte es so formuliert und mit Gesten belegt, dass der Hexer die Frage auf sich beziehen konnte, aber Vanitas war sich sicher, dass der alte Krieger Hintergedanken hegte. Er wünschte sich ebenso, wieder Jung zu sein, wie der Magus es tat, vielleicht sogar noch mehr. Er selbst hatte weniger Probleme mit dem Alter, denn gewöhnliche Magie lies sich selbst im höchsten Alter ausführen, doch für einen Krieger musste es noch schmerzhafter sein, wenn der Verfall des eigenen Körpers die Fähigkeiten beschnitt. „Ich bin kein Dieb, der sich sein Leben auf Kosten anderer verlängert. Ich bin ein Schöpfer, der neues Leben erschafft! Nimm deine Hand zum Beispiel; erschöpfte Muskeln, geschädigte Nerven, altes Fleisch. Ich würde dir einfach eine neue erschaffen. Kräftiger und unerschöpflich, ohne die Fehler der ursprünglichen Version. Das Fleisch ist die Schwachstelle, die einen jeden von uns vor der Perfektion abhält!“ Während er gesprochen hatte, hatte Vanitas den rechten Arm erhoben und ihn zur Faust geballt. Er glaubte wirklich an das, was er sagte und hatte sich beinahe in Ekstase geredet.
Jetzt aber beruhigte er sich schlagartig wieder und lies die Hand sinken. Ein geheimnistuerisch Lächeln umspielte seine Lippen, was für gewöhnlich kein gutes Zeichen war. Zumindest nicht für andere. „Warte einfach ab, was die Zukunft bringt. Vielleicht präsentiere ich dir noch etwas wirklich beeindruckendes.“

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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Erzähler » Sonntag 12. Februar 2012, 16:15

Neph beobachtet den alten Magus genau. Er war davon ausgegangen, dass man das Mädchen noch nutzen konnte. Ebenso wie ihren ängstlichen Kutscher. Sie dachten ähnlich. Waren nicht verweichlich wie es alte Krieger oder alte Menschen wurden.
Was den Krieger stutzig machte, war aber etwas, was auf Vanitas Brust zu sehen war.
Dieses Brandmal.
Er zog eine Braue hoch. Es kam ihn irgendwo bekannt vor. Eine Erinnerung wie aus einem Traum. Er wandte den Blick ab.
Nein, das war Zufall.
“Gute Idee…” erwiderte er nur knapp. Seine Gedanken waren noch woanders. Blickte nur kurz auf die Frau herunter.
Zu vieles war seltsam, was die beiden betraf. Zudem kam noch, dass es Neph störte, dass Vanitas mitbekommen hatte, dass auch Neph unter Alterserscheinungen litt.
Der Magus würde gesehen haben, dass er Probleme mit der hand hatte.
Du wirst unvorsichtig, mahnte er sich selber in Gedanken.
Aber kann das mit dem Zeichen sein?
Seine Hand ballte er zur Faust. Er hasste das Zittern und erhoffte sich eine Lösung. Und irgendetwas in ihm sagte , dass der Magus hier die richtige Wahl war. Wie ein Flüstern, welches aus der Ferne drang, was ihn ermutigte weiter mit dem Mann zu arbeiten. Er konnte sich immer auf sein Gefühl verlassen. Meist hatte er immer richtig gelegen, aber diesmal war es anders.
Er sah die Augen dieser hässlichen Katze, wie diese ihn anstarrte. Unheimlich.
Vanitas erhob wieder die Stille, er hatte ihn fast ausgeblendet gehabt.

„Es gibt durchaus Zauber, die es erlauben würden, ihre Lebenskraft zu Absorbieren oder sogar in ihren Körper zu schlüpfen und auf diese Weise wieder jung zu werden. Doch mit solchen Kunststücken beschäftigt sich die Schule der Nekromantie, vielleicht auch noch die Ritualmagier. Es ist schlechte Magie, schädliche Magie. Im nachhinein würde man es bereuen.“
“Schlechte Magie?..nun, es gibt viele, die würden sagen, jede Magie ist schlecht, die angeblich Zerstörung bringt” Er grinste kalt.
Er spielte auf die Zerstörung des Tores von Pelgar an. Nicht das der Dunkelelf dies als schlechte Magie ansah. Sie konnte sehr nützlich sein. Besonders wenn man selber keine beherrschte.
“außerdem war mir klar, dass es nicht so einfach geht. Jugend bekommt man nicht einfach wieder geschenkt, nicht wahr?“
Er lehnte sich gelassen an die Wand, die Arme vor der Brust verschränkt. Oh, ja, beide spielten ihr Spiel. Testeten den anderen wo sie nur konnten.
„Ich bin kein Dieb, der sich sein Leben auf Kosten anderer verlängert. Ich bin ein Schöpfer, der neues Leben erschafft! Nimm deine Hand zum Beispiel; erschöpfte Muskeln, geschädigte Nerven, altes Fleisch. Ich würde dir einfach eine neue erschaffen. Kräftiger und unerschöpflich, ohne die Fehler der ursprünglichen Version. Das Fleisch ist die Schwachstelle, die einen jeden von uns vor der Perfektion abhält!“
Neph blickte auf seine hand, betrachtete sie eingehend. Schwache Muskeln und Gewebe! Konnte der Hexer vor ihm das wirklich? Ihm etwas besseres schaffen, ohne die Zeichen des Verfalls?
Ein Leuchten, was durch Vanitas ausdrucksstarke Rede verstärkt wurde, schlich sich in die Augen des Dunkelelfen. Er drehte seine Hand, stellte sich die Möglichkeiten vor. .
“Du kannst das” Unglauben und Faszination.
“Wie?!“ Er trat auf den Magus zu, riss ihn an der Kleidung hoch. Wie ist es möglich, Mensch!“ Er fauchte kurz, mühsam um seine Beherrschung zu erlangen. Er biss sich auf die Zunge, ließ den Magus dann los.
So würde er nichts bekommen. Das impulsive Verhalten eines Dunkelelfen konnte auch alles verderben.
“Halte die Kutsche an!“ brüllte er nach vorne. Der Wagen kam ruckelte, kam zum stehen.

“Hör zu, wir könnten uns alles ersparen- die Reise in diese Magierstadt, wenn DU mir hilfst. Mag sein, dass mein Volk nicht auf viel Ehre gibt, doch wenn das kannst- mich wieder stark machst- dann helfe ich dir mit… deinem Vorhaben. Und wie du das…” er zeigte auf die Brust, wo Sammaels Brandmal war.
“…wieder loswirst.”
Das der Dunkelelf damit vielleicht einen Pakt mit einem Dämon abschloss, war ihm recht egal. Was sollte er noch in Zyranus nach eine magischen Heilung suchen, wenn die Lösung hier war.
ER würde sich sogar dauerhaft in die Blutdienste des Hexer stellen… doch dies schlug er klugerweise nicht vor. Blutdienst war auch bei Krieger, Hexers und Magiern bekannt. Es war verpönt, so wurde man magisch an jemanden gebunden. Wie ein Jungvampir an seinen Erschaffer gebunden war, so würde dies zu verstehen sein. Ein Krieger würde so Leid von seinem Herrn abhalten. Wunden sollten angeblich übertragen werden und starb der Meister so auch sein Krieger.
Doch dass musste natürlich jemand erst mal wissen.
Und so verächtlich Vanitas von schändlicher Magie sprach, würde er dies bestimmt nicht kennen. Jedenfalls hoffte Neph es.
Doch jemand, der sich mit der Verbesserung des Lebens auseinandersetzte, würde dies schon kennen. Besonders weil Blut auch in der Beherrschung der Wassermagie vorkam.
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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Vanitas » Sonntag 12. Februar 2012, 18:16

Das plötzliche aufbegehren des Dunkelelfen war für Vanitas so überraschend, dass er gar nicht dazu kam, sich gegen die Behandlung zu wehren. Wobei, selbst wenn, wäre ihm Neph was die körperliche Kraft anging, dennoch überlegen gewesen. So lies der Hexer es über sich ergehen, dass man ihn in grob in die Hohe zog. Selbst dass er dabei fast stranguliert wurde, nahm er hin, auch wenn seine hasserfüllte Miene Bände sprach. Eine solches Verhalten war er einfach nicht gewohnt und lies es auch nicht gerne über sich ergehen. Er hatte bereits Menschen für weniger umgebracht! Dann, so schnell wie man ihn hoch gezerrt hatte, löste sich der griff des Kriegers um seinen Kragen und Vanitas fiel unsanft zurück auf die harte Sitzbank. Sein Rücken und Becken rebellierte schmerzhaft auf, aber wenigstens bekam er wieder richtig Luft, die er auch in kräftigen Zügen einatmete. Nachdenklich spielte seine rechte Hand mit seinem Ziegenbart und musterte den dunklen Elfen ganz genau. War dieser Ausraster eine Reaktion auf seine Worte? Es war eigentlich eine beiläufige Bemerkung gewesen, bestimmt kein Angebot. Er hatte zwar nicht übertrieben, diese und ähnliche Operationen hatte er bereits erfolgreich durchgeführt, aber es war alles andere als eine Kleinigkeit.
Die Kutsche stoppte ruckelnd, nachdem der Elf ein paar unverständliche Wörter zu dem Gnomkutscher gebrüllt hatte. Kurz darauf offenbarte Neph seine Gedanken und bestätigte damit die Vermutung des Hexers. Anscheinend hatte er ohne es zu wissen, einen Köder ausgeworfen, der begierig geschluckt worden war. Betont langsam, um sich ein wenig Zeit zum überlegen zu verschaffen, strich sich Vanitas das Seidenhemd wieder glatt, dass durch Neph sehr zerknittert worden war. Eigentlich hatte er keinen Grund, für das langwierige und komplizierte Ritual. Vielleicht hätte er es gemacht, wenn Neph freundlich gefragt, oder vielmehr gebettelt hätte, aber nicht nach dieser Behandlung von eben. Dann jedoch hob er ruckartig den Kopf, denn die letzten Worte, stellten das ganze in ein völlig neues Licht. Auch wenn er versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, so war Vanitas’ Interesse nun doch gleichwohl geweckt. Wenn dieser verdammte Mistkerl wirklich wusste, wie er sich dieses verfluchten Brandmals und dem Pakt mit Samael entledigen konnte, dann war das eine Chance, die er ergreifen musste! Aber wie viel Wert konnte der Mann auf die Worte seines Gegenübers geben? Immerhin war er vor kurzem noch dessen Sklave gewesen. Der Elf konnte viel erzählen, um zu neuer Kraft zu gelangen. Und selbst wenn er etwas wusste, woher wusste der Magus, dass Neph sich an seine Abmachung halten würde? Wobei, das würde eigentlich das geringe Problem sein. Denn noch hatte der impulsive Krieger ja keine Ahnung Wie das ganze vonstatten gehen würde.
„Um das klar zu stellen ... es ist schmerzhaft,“ setzte Vanitas langsam und deutlich sprechend zu einer Erklärung an. „Sehr schmerzhaft. Schrecklicher als alles, was du je erlebt hast. Ich müsste deinen Arm amputieren. Danach werde ich dir einen neuen, erschaffen aus Wasser und Eis in das Fleisch schmelzen. Natürliche und künstliche Sehnen, Muskeln und Bänder zusammenführen und dir eine Verbindung in dein Rückrad treiben, um die falschen Nerven zu aktivieren. Danach wäre der neue Arm freilich perfekt. Kräftiger als du in deinen besten Tagen gewesen wärst und die Muskeln würden niemals Erschöpfung verspüren. Natürlich wäre das neue Gliedmaß unvergänglich und ließe sich sehr leicht ersetzen, wenn du ihn im Kampf verlieren würdest.“ Ein Arm, oder vielleicht auch zwei, war im Prinzip keine große Herausforderung. Schwerer wäre es bei den inneren Organen gewesen oder bei einer größeren Menge. Aber ob es sich dabei um das handelte, was dem Elfen vorschwebte? Die Farbe ließe sich natürlich problemlos anpassen und das ganze würde danach nicht weiter auffallen, aber immerhin hatte er je wert darauf gelegt, dass er gerne ein Dunkelelf war. Nach dieser Verbesserung wäre er etwas anderes, auch wenn Vanitas es als etwas besseres sah. „Außerdem ...“ Der Hexer stockte und sah durch das Fenster hinaus in den Wald. „Ich kann es nicht an jedem Ort machen. Ich brauche entweder eines der Wassermagie-Laboratorien von Zyranus oder meine eigenen Räumlichkeiten. Wahrschlich liegt Clavis Vanitatum näher, mein Zuhause befindet sich an der Stelle, an der Ilfar und Euwin zusammen fließen. Das liegt ganz bei dir ...“
Bei den letzten Worten machte Vanitas eine Geste mit der Hand, die soviel sagte wie, du bist dran, dann verschränkte er die Arme vor der Brust. Wenn man es genau nahm würde er sogar sehr gerne an dem Dunkelelfen herum experimentieren. Bisher hatte er es immer nur mit Menschen zu tun gehabt. Ein Elf wäre sicherlich eine interessante Abwechslung. „Mir ist es gleich. Von mir aus können wir auch weiter nach Zyranus reisen. Ich ... vermisse meine alte Heimat ...“

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Re: Der erste Schritt zur Macht?

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 15. Februar 2012, 12:09

Neph konnte nicht glauben, was der alte Magus erzählte. Es gab also eine Möglichkeit das Zittern aufzuhalten, seinen Arm vor dem Zerfall zu bewahren- nein ihn sogar zu verbessern? Seine Dunkelelfenseele wusste, dass dies bestimmt nicht einfach war. Er hatte unbewusste auch einen Köder ausgeworfen auf den der alte Hexer nicht verzichten konnte. Der Wunsch sich aus dem Pakt zu lösen und Sammael los zu werden lockte den alten Mann.
Ebenso war es auch eine Möglichkeit dieses Ritual an einem Elfen zu testen. Und dazu einen der Dunkelelfen, die als besonders zäh anzusehen waren. Keinen schwächlichen Menschen!
Neph hatte aber den Blick des Mannes gesehen- nicht anders als ein Dunkelelfenmagier, hasste dieser eine grobe Behandlung von einem Krieger. Warum sollte dieser ihn jetzt auch helfen.
Die Kutsche hielt, der Gnom war verwundert, doch würde keinen Befehl laut hinterfragen. Die Angst war zu groß anschließend gefoltert zu werden.

Vanitas konnte nicht anders. Langsam und sachlich erklärte er das Verfahren. Neph sah ihn mit mit skeptischer Miene an.
Er sah auf seine Hände runter, drehte diese, betrachtete das Spiel der Muskeln und Sehnen seiner Finger und Hand.
Ein neuer Arm? Der aus Wasser und Eis bestand?
„Schmerzen schrecken mich nicht ab...aber woher soll ich wissen, dass bei Sonne das ganze nicht schmilzt? Was würde passieren, wenn du stirbst, zerfällt deine Magie?“ Er war ja nicht dumm. Und Neph spürte die Gefahr dass er danach vielleicht komplett an diesen Magus gebunden war. Nichts was er wollte.
Nicht das er vor hatte ihn zu töten, dass wäre ja eine Verschwendung. Aber man sollte sich alle Möglichkeiten offen halten.
Doch dem Dunkelelfen gefiel der Gedanke einen niemals ermüdenden Arm zu haben. Zwar würde er lieber komplett jünger sein, doch dies war immerhin ein Anfang. Seine Augen funkelten . Mehr und mehr kehrte eine fast schon perverse Vorfreude in seine Augen. Er könnte dann seinen Vorgesetzen entgegentreten und diesen...langsam die Luft abdrücken- ohne die Sorge zu haben, dass seine Muskeln nicht mitmachen. Die Hände um dessen breiten Hals und langsam- sehr langsam- das Leben ihn entweichen lassen.
Was Neph jedoch nicht bedachte, dass er selber dabei auf der Strecke bleiben könnte. Ebenso wie Vanitas! Er brauchte die Magie von Ancilliar. Und diese gab sie ihn nicht ständig. Sonst würde Vanitas nicht von dem Ergebnis mitbekommen, weil sein Herz gleich schlapp machen. Er musste also dafür sorgen , dass er Erstens: Seine Macht erhielt und Zweitens: Sich Lebenskraft holte.
Und er hielt ja nichts davon sich Kraft von anderen zu holen.
Tja, Neph hatte zwar zitternde Hände, doch noch einen starken Körper. Vanitas müsste sich was einfallen lassen, wie er alles überstehen wollte, wenn der Dunkelelf dies mit sich machen ließ. Immerhin wartete der Dolch der Ventha noch.
Und wie Vanitas schon bemerkt hatte, hatte es auch Vorteile einen Krieger zur Seite zu haben.
Neph grübelte noch. Zwischen seinen Augen war eine starke Falte zu sehen, dann sah er auf.
„mach keine krummen Sachen mit mir! Zyranus kann warten!“
Es war also entschieden. Vanitas würde seine Chance zum experimentieren bekommen.
Neph hämmerte an die Wandseite zum Kutscher.
„Hör zu!, Zieländerung! Fahr zur Stelle wo Ilfar und Euwin zusammentreffen“, dann drehte er sich zu Vanitas.
„Wir machen uns zu deinem Wohnort auf! Also der Handel steht“ Er reichte zum Einschlagen die Hand den alten Magus entgegen.
So setzte sich Wagen in eine neue Richtung in Bewegung. Das Anwesen von Vanitas.

Die Katze schüttelte den Kopf. Ob sich ihr neuer Herr alles genau überlegt hatte?
Ihr Gebieter würde sich nicht so leicht die Beute nehmen lassen. Doch Ancilliar spürte, dass der Dunkelelf bei der Beschaffung der Seelen helfen konnte. Und wer endgültig die Seelen durch Tod zu ihrem Gebieter schicken würde egal sein, wenn nur der Spruch stimmte.



OT: Wenn du möchtest kannst neuen Threat öffnen!
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