Der Beginn der Reise

Das Drachengebirge streckt sich vom östlichen bis in den westlichen Teil Celcias. Es ist die Grenze zwischen dem hellen und dem dunklen Reich. Die große Hauptstadt wurde im Schutze dieses Gebirges gebaut.
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[INFO] In der Stillen Ebene steht die dunkle Armee (bestehend aus Dunkelelfen, Orks und Untoten). Das Fischerdorf ist in der Gewalt von Orks. Pelgar wird von der dunklen Armee angegriffen, die auch im Besitz eines heraufbeschworenen Knochendrachens war. Hinweis: Dieser ist inzwischen besiegt und auf Pelgar abgestürzt. Seht hierzu die Weltereignisse auf der Webseite durch!
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Delebo
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Der Beginn der Reise

Beitrag von Delebo » Montag 23. Mai 2011, 10:28

Als die Sonne aufging erwachte Delebo aus seinem Schlaf. Die Augen taten ihm weh, denn das Licht schien hell. Außerdem war er noch müde von der Überquerung des Drachengebirges und dem entkommen aus der toten Ebene, in der er so lange gelebt hatte. Doch nun war er frei. Nicht mehr eingeengt von einer Mauer aus Gebirgsketten und er hatte die unendlichen Weiten der stillen Ebene vor sich. Er hatte bisher nur gehört von dieser Gegend, doch nun, da er sie mit eigenen Augen sah, war er überzeigt von ihrer Schönheit. Vom Krieg, der die Gegenden heimsuchte, hatte er bisher nichts mitbekommen. In der Wildnis war er nun einmal abgeschnitten von der Außenwelt und betroffen vom Krieg war die stille Ebene auch noch nicht gewesen. Dass er nun so dicht an der Armee war, welcher er selbst einst angehörte ahnte er ebenso nichts. Er wäre wohl ganz froh doch kein Soldat mehr zu sein, denn so ein großer Krieg kann schon einiges an Gefahren mit sich bringen.
Er stand auf, streckte sich und beugte sich neben Xebo, um diesen ebenfalls aufzuwecken. Er rüttelte ihn kurz und machte ihm klar, dass es an der Zeit war, um endlich aufzustehen. Der Warg öffnete seine blauen Augen, erblickte seinen Herrn und erhob sich augenblicklich. Delebo ging inzwischen zu den Resten, welche sie noch vom Vortag hatten und nahm sich die restlichen Vogeleier sowie ein Stück Fleisch, welches er seinem Freund zuwarf. Xebo schnupperte kurz an dem Überbleibsel und begann damit es zu verzehren. Der Ork dagegen sammelte noch einige kleine Äste und begann, mit Hilfe von Feuersteinen, ein kleines Lagerfeuer zu entzünden. Von seinen Kochutensilien nahm er sich eine Pfanne und begann die Eierschalen aufzuschlagen und die Eier dann in die Pfanne zu geben. Nachdem er sie über dem Feuer gebraten hatte, begann auch er mit dem Frühstück seiner Spiegeleier. Was gäbe er in diesem Moment für ein paar Gewürze. Ein wenig Salz und Pfeffer würden ja bereits genügen.
Als er geendet hatte, packte er sein Hab und Gut wieder zusammen und begann den Sattel auf Xebo zu schnallen. Er hatte vor Richtung Pelgar zu reisen. Dort könnte er bestimmt ein paar Gewürze erwerben und vielleicht sogar seine Kochkünste unter Beweis stellen. Dass sich dies, auf Grund der Belagerung der Stadt, als schwierig erweisen würde, ahnte Delebo in diesem Moment nicht. Xebo hechelte ihn an, er freute sich darüber mit seinem Herrn wieder über flaches Terrain reisen zu können. Delebo strich ihm noch einmal über den Kopf und schwang sich dann in den Sattel. Durch einen Schnalzlaut gab er Xebo Bescheid, dass die Reise beginnen sollte.

„Auf geht’s Xebo. Lass uns herausfinden, was uns hier erwartet.“

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Erzähler
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Re: Der Beginn der Reise

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 1. Juni 2011, 02:48

Die Gegend, in der sich Delebo zur Zeit befand, war auf eine Weise seltsam vertraut. Auf der anderen Seite, war sie etwas vollkommen anderes. Oft hatte er Geschichten über die ‘andere Welt’ dort oben gehört und sich doch das eine oder andere Mal ausgemalt, wie es wäre, durch eben diese zu wandeln. Da er mit seine4m bisherigen leben gar nicht so unzufrieden war, beließ er es dabei.
Nun war er hier, in mitten eines riesigen Gebirges, unter einem Himmelszelt, das an Weite keine Konkurrenz kannte und doch versuchte er das Beste daraus zu machen.
Nachdem Delebo zum Dienst and er Waffe rekrutiert wurde, weil es ja so üblich war, sah er hier oben, die Chance gekommen, seinen eigentlichen Traum zu verwirklichen. Denn was er mehr als alles andere wollte, war kochen!
Jetzt gerade allerdings musste er sich zurechtfinden, in einer für ihn fremden Welt. Er hatte keine Ahnung von dem, was an der Oberfläche vor sich ging, geschweige denn, von dem Krieg, mit dem die Dunklen Celcia überzogen.
Hier im Gebirge war es ähnlich einsam, wie im Stein um Morgeria herum, allerdings roch es hier besser, was seinem Freund durchaus besser zu gefallen schien. Ständig hob der Warg seine Schnauze in den Wind und sog alle Gerüche auf, die er wittern konnte.
Selbst in einer so kargen Gegend, hatte Delebo die eine oder andere Delikatesse finden können, auch wenn ihm die Tiere hier oben fremd waren, so glich sich im Endeffekt doch fast alles. Sein erstes Mahl für heute waren gebratene Eier und wieder träumte er von einem bisschen Salz und Gewürzen.
Wachsam und mit erwachtem Entdeckergeist, machten die beiden Gefährten sich weiter auf den Weg durch das Gebirge, dessen Namen er nicht einmal kannte. Er wusste lediglich, in welcher Himmelsrichtung Pelgar lag und dort hin hatte er sich auf den Weg gemacht.
Wobei sein weiterer Weg noch beschwerlich genug werden würde. Wenn er sich so die einzelnen Gipfel des Gebirgszuges ansah, so glitzerten diese weiß in der aufgehenden Sonne. Von dort aus musste man einen herrlichen Blick haben, aber er hatte ja nicht vor, dorthin zu reisen.
Xebo hatte hier noch einen guten Halt. Die ‘Wege’, die er entlang ritt, waren verschlungen und sehr weitläufig, gleich der Bewegung einer Schlange. Je weiter der Vormittag voran schritt, desto mutiger wurde auch Xebo. Des Öfteren nahm er nicht mehr den Weg zwischen den Felsen, sondern suchte ihn darüber hinweg, so kamen sie jedenfalls recht zügig voran.
Gegen späten Mittag ritten sie beide über ein flacheres Felsplateau, von wo aus Delebo eine gute Sicht hatte. Wenn auch das, was er sehen konnte, überall nur aus Gebirge bestand. Stutzig machen konnte ihn allerdings die Tatsache, dass wenn er nach Westen blickte, er dort in aller Ferne gräulich bis schwarze Rußwolken aufsteigen sehen. Diese waren am Horizont nur einen Finger breit, aber aufgrund der Entfernung, konnte Delebo einschätzen, dass diese Rauchsäulen riesig sein mussten. Was auch immer dort hinten geschehen sein musste, es hatte verheerende Folgen gehabt und in dieser Richtung lag auch Pelgar.
Da es bis zur Stadt noch einige Tage dauern würde, hatte der Ork genügend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was er gesehen hatte. Selbst Xebo schien das nicht ganz zu gefallen, er roch es eher, denn das er es sah, blickte aber des Öfteren durchaus fragend, zu seinem treuen Freund Delebo.
Hier oben, in den höheren Lagen des Gebirges, gab es immer noch reichlich zu essen. Nicht unbedingt ein Festtagsbraten, wie ein Ork es sich wünschen konnte, aber genug kleines ‘Vieh’. Zumindest genug Reptilien gab es hier oben, Eidechsen und Schlangen. Daneben, konnte er seinen Speiseplan mit allerlei ‘Grünzeug’ aufwerten, wie etwa Moose und Flechten, Gräser und sogar einer blühende Pflanze, die er fand, grün und niedrig wachsend mit dunkelvioletten Blüten. Ob die Blätter essbar wären?!
Wenn sich Delebo dann noch anstrengen wollte, könnte er in schmalen Felsspalten durchaus auf ein paar Kräuter stoßen. … und wenn Xebo jetzt noch Glück hatte, würde er vielleicht einen Vogel reißen können.
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