Der Weg durch das Gebirge

Das Drachengebirge streckt sich vom östlichen bis in den westlichen Teil Celcias. Es ist die Grenze zwischen dem hellen und dem dunklen Reich. Die große Hauptstadt wurde im Schutze dieses Gebirges gebaut.
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[INFO] In der Stillen Ebene steht die dunkle Armee (bestehend aus Dunkelelfen, Orks und Untoten). Das Fischerdorf ist in der Gewalt von Orks. Pelgar wird von der dunklen Armee angegriffen, die auch im Besitz eines heraufbeschworenen Knochendrachens war. Hinweis: Dieser ist inzwischen besiegt und auf Pelgar abgestürzt. Seht hierzu die Weltereignisse auf der Webseite durch!
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Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Garntar » Samstag 9. April 2011, 20:55

Lange Zeit nachdem die Gruppe aus Zwergen und Menschen aus Garntar’s Blickfeld verschwunden waren, riss er sich aus seinen tiefen Gedanken und stand auf. Zuerst schüttelte er sich ab und starrte in die Luft. Seine Glieder waren etwas steif und bereiteten ihm kurz Probleme aber das ließ nach ein paar Augenblicken nach. Weißer Hauch stieg in die Luft als er laut ausatmete denn es war schon Nacht und ein wenig kühler geworden. Ohne lange darüber nachzudenken schlenderte Garntar etwas müde den Weg zurück den er zuerst heraufgekommen war. Garntar wanderte gerne nachts, es war für ihn ein Gefühl von Freiheit unter dem wunderschönen Sternenhimmel zu gehen und dann erschöpft und müde die Aufgehende Sonne erblicken zu können. Leider schoben sich graue Gewitterwolken vor die Sterne und es schaute ganz nach Regen aus. Zuerst wollte er nach Pelgar reisen doch jetzt war er sich dieser Entscheidung nicht mehr sicher. Es ist ihm in den Sinn gekommen in das nördliche Drachengebirge zu gehen und dort ein paar Nachschubwege für die Orks unsicher zu machen. Garntar wollte sich aber nicht länger mit diesem Gedanken beschäftigen da noch ein ordentliches Stück weg vor ihm lag bevor er sich für eine Option entscheiden musste. Er wollte einfach nur die frische und klare Luft genießen. Seine Füße trugen ihn immer weiter in die Nacht hinaus. Für einen Augenblick blieb er stehen und blickte zurück. Der Platz an dem er zuerst gesessen hatte war schon lange nicht mehr zu sehen, außerdem erhellte in dieser Nacht der Mond nicht den Weg. Aus reiner Vorsicht zog Garntar seine kleine Axt die er auch wunderbar zum abstützen einsetzen konnte. Nach kurzer Zeit fiel er wieder in Gedanken sodass er es nicht einmal richtig mitbekommen hatte, dass es angefangen hat leicht zu regnen. Der Regen wurde etwas stärker doch das würde ihn heute nicht aufhalten weiterzugehen, nicht heute. Nicht einmal er selbst wusste was ihn dazu trieb immer weiter zu gehen. Sein Blick senkte sich um nicht die Regentropfen direkt ins Gesicht zu bekommen.

Einige Stunden später kurz vor der Dämmerung ließ der Regen nach und Garntar atmete auf. Er war komplett durchnässt, was er schon gewohnt war. Es war nicht das erste Mal das Garntar bei schwerem Regen oder Schnee eine Strecke zurücklegen musste. Das einzige worauf er hoffte war das die Sonne bald aufgeht und sich die Wolken lichteten. Dadurch würde er auch wieder trocken werden. Müde und erschöpft nach der langen Nacht stolperte er vor sich hin. Für einen Moment wollte er Rast machen doch dann fiel ihm ein das er keine Vorräte mehr bei sich hatte. Also ging er mit knurrendem Magen weiter. Es wurde heller und die Wolken lichteten sich ein wenig was auch gleich an der Temperatur zu spüren war. Ein Baumstamm war nicht weit abseits vom weg zu sehen. Zielstrebig ging Garntar darauf zu und setzte sich für ein paar Minuten nieder. Erst jetzt spürte er dass seine Füße nach dieser Anstrengung etwas weh taten. Nichts desto trotz ging er gleich wieder weiter. Nach einigen schritten setzte wieder das dumpfe Gefühl in den Beinen ein. Als die Sonne an Kraft zunahm taten sich auch die Wolken weiter auf und sonnenlicht fiel auf Garntar. Nach und nach wurde seine Kleidung wieder trockener. Garntar’s Gemüt wurde deswegen trotzdem nur leicht besser denn sein Hunger wurde größer. Schnell schüttelte er den Gedanken vom Essen aus dem Kopf und murmelte: „Wir haben schon länger nichts zum Essen gehabt, jetzt werden wird doch nicht schlapp machen“. Die Stunden vergingen und Garntar war wieder ganz trocken und plötzlich fiel ihm wieder ein das er noch eine Entscheidung zu treffen hatte da er nicht mehr allzu weit von dem Ort weg war wo er sich für eine Richtung entscheiden musste. Der Grund warum er nach Pelgar wollte war um dort mehr Geld zu verdienen und bessere Aufträge zu erhalten. Die moralisch bessere Option für ihn wäre jedoch zu versuchen die Handelslieferungen der Orks zu stören und somit vielleicht zu einem geringen teil die Orks in ihrem treiben zu stören. Ein gewisses Risiko würde das natürlich mit sich bringen aber bei welchem Auftrag bis jetzt war das noch nicht so? Nach langen hin und her überlegen was besser sei hatte Garntar noch immer keine Antwort. Er hatte auch schon die Vermutung dass er einfach zu müde war um eine solche Entscheidung zu treffen. Er beschloss also noch ein Stück zu gehen und dann für ein paar Stunden zu rasten.
Zuletzt geändert von Garntar am Freitag 22. April 2011, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Erzähler » Sonntag 17. April 2011, 14:11

Der Zwerg hatte sich nach einiger Zeit aufgemacht. So lief er in Gedanken versunken durch die berge des gigantischen Drachengebirges. Seine Füße würden schon eine Rast fordern. Er lief eine lange zeit und egal ob Hunger, Durst oder das Wetter schienen seine Schritte zu verlangsamen.
Nur ein ziel hatte er noch nicht vor Augen. Aber wie so oft lenkte Brocknar, der Gott der Zwerge, die Geschicke seines Volkes.
Egal wie widerstandfähig ein Zwerg war, irgendwann wurden die Beine von Garntar immer schwerer und sei Körper forderte eine Rast ein.
Langsam wurden seine Schritte ungeschickter und es schien sich jeder Stein ihm entgegen zu recken, damit er stolperte. Sein Magen gab ein tiefes Grummeln von sich. Lauter konnte das Brummen eines Bären auch nicht sein. Der Hunger forderte ihn auf endlich zu speisen. Seine Kehle schrie förmlich nach etwas zum Trinken.
Er sollte achtgeben, dass er in seinem Marsch nicht die wichtigsten Grundmittel vergaß. Wenn es zu einem Kampf kommen würde, könnte er den erliegen. Es war an der zeit sich einen ruhigen und geschützten Platz zu suchen. Was in einem Gebirge nicht allzu schwer fallen würde. Hier war alles zerklüftet und eine Höhle konnte schnell gefunden werden.
Die zeit lief dabei gegen ihn und sein Körper klagte mehr und mehr. Er war immerhin auch nicht mehr der Jüngste in seinem Volk und pfleglich war er mit seinen Körper nicht umgegangen..
Der Wind pfiff und heulte.
Ein Mensch hätte denken können, dass hier Monster leben würden, welche jaulten. Die einzigen Monster, die es hier angeblich gegeben haben sollte, waren die Drachen gewesen. Durch die hatte auch das Gebirge seinen Namen, jedenfalls war es eine der Geschichten, die man sich erzählte. Drachen selber hatte noch keiner gesehen. Doch sollten hier viele Windelementare leben. Diese waren jedoch ungefährlich, wenn man sie nicht ärgerte.
Ein Leuchten machte sich breit. Über eine Felskuppe konnte er den hellen Schein wahrnehmen.
Der Geruch von Verbrannten wehte der Wind leicht zu ihm rüber.
In einiger Entfernung, vielleicht 100 Schritt, war ein Feuer gemacht worden. Es war in einem durch Felsen umrandeten Halbkreis. Windgeschützt. Eine Person kniete daneben. Das Licht beschien die Gestalt. Es hatte eine Glatze und einen feuerfarbenen langen und in wilden Zöpfen bebundenen Bart. Seine Kleidung war schlicht. Ihm fehlte die übliche Rüstung und der Helm, doch die große zweischneidige Axt, deutet auf einen Kämpfer hin.
Tatsächlich schien es sogar ein Zwerg zu sein.
Da machte sich Garntar Gedanken welchen Weg er beschreiten sollte und stolperte über so was.
Das Flackern des Feuers ließ diesen fremden Zwerg riesig als Schatten erscheinen. Unschemenhaft, was er war.
“ Willst du dort stehen bleiben, oder kommst du hierher” brummte die tiefe Stimme zu Garntar rüber.
“ ich werde dich nicht fressen” Und dann lachte er tief und intensiv. Die Stimme hallte an den Felsen vorbei. Sie war gewaltig und Witz klang hervor.
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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Garntar » Freitag 24. Juni 2011, 17:13

Garntar näherte sich nur langsam und zögernd dem Zwerg. Seine Beine taten weh und durch den grausigen Wind der ihm durch Mark und Bein ging hatte er schon ordentlich Kopfweh. Als er mit einigem Abstand vor dem Zwerg neben dem Feuer stand schüttelte er sich ab.

Es war ein angenehmes Gefühl hinter der Felskuppe denn dort war es wunderbar windgeschützt. Mit einem seufzen setzte sich Garntar langsam neben dem Feuer nieder. Das gebratene Fleisch stieg ihn jetzt noch stärker in die Nase. Ohne lange zu überlegen fragte Garntar:„Könnte ich etwas von dem Fleisch haben? Ich habe seit Tagen nichts mehr gegessen.“

Er griff nach einem Stück Fleisch und Garntar zuckte weil es noch ziemlich heiß war. Bei diesem großen Hunger vergaß er aber den leichten schmerz sehr schnell. Zuerst aß Garntar ganz langsam, sodass sein Körper sich an das essen gewöhnen konnte. Danach nahm er sich ein stück um das andere und genügend Wasser war auch vorhanden.

Garntar’s Glieder waren schon nicht mehr so steif von der Kälte und er bekam auch schon wieder ein Gefühl in den Beinen. Seine Rüstung war noch etwas feucht von dem Regen, aber das Feuer wärmte wunderbar.
Als Garntar endlich fertig gegessen hatte starrte er ins Feuer und murmelte in seinen Bart hinein: „Danke für deine Gastfreundschaft“.

Garntar blickte weiter in das Feuer ohne weitere Notiz von dem Zwerg zu nehmen. Durch die wärme und das gesättigte Gefühl in seinem Bauch beschlich ihm die Müdigkeit. Der Wind hatte zwar etwas nachgelassen trotzdem war er noch sehr stark.

Garntar erzählte ihm von den Erlebnissen der letzten Tage: „Ich habe eine Gruppe von Zwergen und Menschen nach Nogrot geführt, eine komische Gruppe war das, haben bestimmt nichts gutes im Sinn. Danach wollte ich so schnell wie möglich abstand zwischen uns bringen. Das habe ich auch gemacht. Seit fast zwei Tagen bin ich unterwegs, mir war zwar bewusst dass ich kein Proviant mit mir führte aber um was zu kaufen war keine Zeit mehr. Irgendetwas trieb mich voran. Ohne lange Pausen lief ich also durch den Wald und das Gebirge, es war eine ziemlich anstrengende Reise. Die ganze Zeit musste ich daran denken wo ich hingehen sollte und nun bin ich fast an dem Punkt angelangt wo ich mich endgültig entscheiden muss. Entweder gehe ich weiter in das nördliche Drachengebirge um von den Orks ein paar Handelslieferungen zu stoppen oder ich marschiere weiter nach Pelgar. Es ist mir noch nicht gelungen mich endgültig zu entscheiden.“

Nach einer kurzen Pause fragte Garntar: „Weist du darüber bescheid was gerade in der Heimat Nogrot passiert oder bist du der düsteren Gruppe über dem Weg gelaufen?“

„Mir kommt vor als ob es immer mehr von solchen finsteren Gestalten gibt. Heutzutage muss man immer mehr aufpassen mit wem man sich einlässt.“

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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Erzähler » Dienstag 28. Juni 2011, 20:57

Der andere Zwerg lachte Garntar nur an.
“Hätte ich etwas dagegen, dann hätte euch nicht eingeladen. Hier habt so einiges hinter euch, oder?”
So schob er dem hungernden Zwerg das Fleisch rüber. Selber hatte er nichts gegessen. Er schien wohl keinen Hunger zu haben und schien nur da zu sein, um Garntar das Essen zu servieren.
So als meinten es Brocknar, der Gott des Gesteins, besonders gut mit ihm.
Er setzte sich jedoch gemütlich hin und lauschte den Worten des reisenden Zwerges. Bei den Worten, nickte er immer wieder mal. Und fuhr sich durch seinen Bart.
“Hmm, der düsteren Truppe” Er begann zu grinsen.Ihn störte die Gesprächigkeit des anderen nicht im gerinsten.
“Seyd unbesorgt, sie haben in Nogret nicht angestellt…tatsächlich glaube ich sogar, dass sie es nicht dorthin wirklich geschaft haben. Aber das ist meine Meinung.”
Als Garntar den Namen Pelgar erwähnte, setzte sich der Zwerg schlagartig auf.
“Pelgar!…bei all was mir teuer ist, bist du von sinnen Junge?…Die Stadt ist gefallen. Der dunklen Brut aus Nekromanten, Untoten, Orks und Dunkelelfen….Dort kommt keiner mehr lebend raus. Da wäre es am Ende auch egal, ob du genügend Speis und Trank dabei hast.”
Der andere sah Gantar an. Besorgt und nachdenklich.
“ Was hältst du davon, wenn ich dich begleite?..Übrigends mein Name ist..hmm?”
Er blickte abwesend in die Luft. So als wäre dort etwas zu beobachten. Sollte Garntar selber hochschauen, so würde er jedoch nur eine Wolke sehen.
“….ist Feir…Feir Feuerherz, genau. Freurig” Er begann wieder zu lachen, so dass seine Augen in den Lachfalten seines Gesichtes zu versinken schien. Beherzt klopfte Feir Garntar auf den Rücken. Er hatte ziemlich viel Kraft.
“Doch zuvor, mein Freund…wie war dein Name?…jedenfalls sollten wir gemeinsam rumziehen, ich glaube, ich könnte noch einiges lernen”
Tatsächlich war Feir der Meinung, dass ihn dieser Zwerg noch einiges zeigen konnte. Mal nebenbei, dass er nicht wirklich das war, was man sah. Doch so war nun mal unauffälliger. Besonders wenn er die Folgen der vielleicht bestehenden Bedrohung für sein Volk rauskriegen wollte.
Und da war ihn der umherwandernde Zwerg genau der Richtige.
“Mischen wir ein paar Orks auf!…aber du solltest vorher ruhen, oder?” er schürte das Feuer noch ein wenig und deutete Garntar, dass er sich ruhig ausruhen konnte. Das dies reichlich merkwürdig aussehen könnte, war ihm recht egal.
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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Garntar » Montag 4. Juli 2011, 17:53

Garntar riss die Augen auf und brummte vor Ungläubigkeit: „Bei meinem Barte Pelgar ist gefallen, das ist doch unmöglich.“ Einige Augenblicke senkte Garntar den Blick und hielt den Atem an.

„Wir sollten Nogrot berichten was passiert ist, sie sind noch in Unwissenheit über diese Geschehnisse. Es könnte auch eine Bedrohung für uns darstellen, in ein paar Monaten werden sie bestimmt versuchen teile des Gebirges von Pelgar aus zu besetzen und einzunehmen. Weitergehend würde das Nogrot mehr oder weniger Probleme machen. Die Feinde wären vor unseren Türen und das würde das Leben in und um Nogrot um einiges erschweren. Mir ist zwar klar dass sie nach der Schlacht um Pelgar nicht die Kraft haben einen weiteren großen Schlag gegen uns oder gegen die Menschen aufzuführen, dennoch sollten wir besorgt sein. Die umliegenden Dörfer der Menschen sind in Bedrohung denn die kleinen Bauerndörfer können sich nicht wehren.“

Mit einer noch immer besorgten Stimme fuhr Garntar fort: „Unsere Stämme werden sich aber nicht um die Menschen oder um andere Rassen kümmern die uns noch ein wenig wohl besonnen sind. Wahrscheinlich könnten sie das nicht einmal, sie bekriegen sich lieber selbst und ihr Verstand ist von den Edelsteinen geblendet.“

„Ich glaube es liegt an uns etwas zu unternehmen und wenn es nicht viel ist. Wir können versuchen in den umliegenden Gebieten noch drei oder vier gute Männer zu finden. Mit einer kleinen Gruppe dürfte es uns möglich sein kleinere Dörfer zu beschützen und uns unbekannt hinter die Feindlichenlinien zu begeben.“

„Aja, mein Name ist Garntar und es wäre mir eine Freude wenn du mich begleiten würdest. Man kann ja schließlich immer Gefährten brauchen.“ Garntar lachte kurz und schwieg dann für einen Moment.

Garntar überlegte kurz und sagte dann: „Noch mal zurück zu dieser Gruppe. Ich bin erleichtert dass diese Gruppe keinen ärger gemacht hat, schließlich habe ich sie ja nach Nogrot gebracht. Ich habe auch schon bessere Entscheidungen getroffen, aber jetzt ist es schon egal. Es ist ja nichts passiert, so wie ihr schon sagtet.“

Mit einem gähnen flüsterte Garntar: „Zuerst sollten wir uns auf aber etwas ausruhen und zu neuen Kräften kommen.“

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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Erzähler » Samstag 9. Juli 2011, 13:01

“dann ruh dich aus, tapferer Krieger. Und du hast mein Wort, die Truppe hat keinen Schaden angerichtet” Feir rieb sich den Bauch und rülpste laut.
Er hatte verhindert, dass sie tatsächlich bis ins Innere der Stadt gekommen waren. Sie hatten ihn durch ihren Lärm geweckt und so hatte er geduldig gewartet, bis der Zwerg verschwunden war. Dann hatte er eingegriffen. Garntar wusste dies zwar nicht, doch Feir hatte in Erfahrung gebracht, dass diese Leute der Stadt Nogret und auch feire Zuhause geschadet hätten. Aber soweit war es nicht gekommen. Feir erhob sich und machte ein paar Schritte zu einem Lager.
“Hier leg dich hin. Morgen können wir schauen, ob wir noch ein paar Mensche finden, die bereit sind ihr Dorf zu verteidigen. Aber ich sage es dir, wenn sich Menschen in der Zeit meines Schlafes nicht geändert haben, dann werden sie ängstlich zurückweichen anstatt wie ein Krieger ihre Freiheit zu verteidigen. Doch davon genug”
Er trat von dem Platz weg und ließ Garntar auf das Lager, welches nicht viel beinhaltete, ausruhen. Es war ein großes Fell, dass von einem Schaf mit brauen Flecken kam. An einer Stelle war Wachs draufgekommen. Irgendwie kam Garntar das Fell bekannt vor. Die letzte Truppe die er bis vor die Tore von Nogret brachte, hatte auch solche Felle gehabt. Einem ziemlich schlanken und düster schauenden Mann, war während er ein Botschaft des Nachts schrieb, fast die Kerze umgefallen. Wachs war auf eins der Felle getropft und fast hätte das Fell gebrannt. Ein Krieger der Truppe hatte es damals noch rechtzeitig gesehen und das Schlimmste verhindert.
Aber natürlich konnte dies auch Zufall sein. Vielleicht sollte man des Morgens darüber nachsehen.
Feir hatte sich wieder ans Feuer gesetzt und seine hellen Augen waren auf den erschöpften Zwerg gerichtet. Ein freundliches Lächeln lag auf seinen Zügen, während er wie eine Statue dort saß. Anzeichen von Müdigkeit war nicht vorhanden.
Dann schweifte sein Blick umher. Er hob gerade die Waffe an seiner Seite vor die Augen. Prüfte die Schärfe der Klinge. Fast schon amüsiert waren seine Züge als er die Waffe zurücklegte. Kannte Garntar die Waffe nicht auch?
War das nur die Müdigkeit und das Gefühl man hatte vielleicht den Tod nach Nogret gebracht, dass er schon Wahnvorstellungen hatte?
Das würde er wohl am Morgen klären. Denn die Erschöpfung in seinem Körper lies ihn nicht mehr gewähren. Die Augenlider schwer wie Blei musste er sich dem Schlaf hingeben.
Nur dumpf nahm er im Schlaf tiefes Grollen und Donnern war.

“Wach auf, großer Krieger”
Er wurde angestoßen. Feir stand über ihn gebeugt. Sein rotes Haar des Bartes leuchtete wie Feuer als die Sonnenstrahlen sich in diesem brachen.
“ich habe etwas zu essen besorgt, hoffe dein Appetit ist groß, denn der Hirsch ist es.”
Ein Hirsch! Sollte Garntar gerade gehört haben, dass der Zwerg vor ihm einen Hirsch gejagt hatte. Hier in den Bergen und womit?
Sah er rüber konnte dies wahrlich nicht mehr erkannt werden. Er war schon durchgebraten.
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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Garntar » Montag 25. Juli 2011, 14:48

„Ein Hirsch? Wo habt ihr den gefunden, und wie habt ihr ihn erlegt?“

Das Fleisch war zart da der Hirsch noch recht jung war. Garntar genoss das essen richtig. Mit vollem Bauch ließ sich Garntar mit dem Rücken zur Steinmauer fallen und rastete ein wenig, während Feir noch aß.

Sein Blick fiel auf den Bereich wo er schlief und ihm fiel wieder die Sache mit dem Fell ein. Hecktisch Blickte Garntar auf das Fell und schaute es einige Zeit musternd an. Tatsächlich, es musste einfach so sein, es musste das Fell sein das er bei der Truppe gesehen hat. Zur Sicherheit bewunderte er nochmals die Axt von Feir und diese kam ihm ebenso bekannt vor. „Dann habe ich letzte Nacht doch nicht geträumt!“ dachte Garntar.

Garntar fragte eher leise: „Diese Decke kommt mir bekannt vor und auch deine Axt. Ich könnte schwören das ich die schon mal gesehen habe.“

Danach fügte er noch mit prüfenden Blick hinzu: „Was habt ihr hier eigentlich gemacht? Kanntet ihr vielleicht den Zwerg aus der Gruppe die ich hier her geführt habe?“

Sorgsam zog Garntar seine Zweihand-Doppelaxt zusammen mit einem Schleifstein aus der Halterung und fing an die Schneide zu schärfen, als ob sie nicht schon scharf genug wäre um einen Ork den Schädel zu spalten. Nachdem er dies beendet hatte unterzog er auch seine anderen Rüstungsteile einer Inspektion.

„Was bringt euch eigentlich dazu, euch mir so leichtfertig anzuschließen? Die Belange der Menschen dürften euch doch eigentlich nicht sonderlich interessieren?“

In Gedanken wunderte sich Garntar darüber ob Fleir für Nogret unterwegs war. So langsam begann sich mistrauen in ihm zu regen, da er doch nicht leichtsinnig jemanden traute.

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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Gestalt » Samstag 30. Juli 2011, 19:02

„Wo ich den Hirsch gefunden habe?...“ Feir lachte laut auf.
„Nun, dort wo sie gewöhnlich leben…ich hatte mich verborgen und…den Hirsch zu Tode erschrocken.“ Darauf folgte ein donnerndes lachen. Er schlug sich, noch immer lachend, auf den Oberschenkel. Als hätte er einen besonders guten Witz gehört.
Essen tat er jedoch selber nicht. Er hatte das Fleisch zwischen den Händen, schien es jedoch eher zu beäugen. Doch das es Garntar schmeckte, freute ihn umso mehr.
Garntar war jedoch etwas aufgefallen und da dies ihn beunruhigte, musste er seine Neugier befriedigen. Immerhin was hatte das zu bedeuten?
Als Garntar auf die Axt zu Füßen von Feir zeigte, wurde dessen Grinsen noch eine Spur breiter. Es wirkte fast schon unnatürlich breit.
„soso, die Waffe und Decke glaubst du zu kennen. Nun, ich sagte es dir ja bereits, ich habe verhindert das dein …unser geliebtes Nogrot geschadet wird.“
Feir beäugte dabei neugierig wie Garntar seine Waffe holte und diese wie zufällig schärfte. Das er dies zum Schutz tat, konnte man nur ahnen. Der rothaarige Zwerg schüttelte den Kopf, als er zu Garntar schritt.
„Junge, ich helfe dir und den Menschen, weil ich hörte, dass es angeblich einen Knochendrachen bei Pelgar gibt. …Drachen! Kannst du dir so was vorstellen? Und leichtfertig? Mein Junge, ich mache nie etwas leichtfertig….sagen wir mal, ich vertraue darauf…nein, ich weiß es, dass du kein großer…“ Er begann wieder in seinen Bart zu schmunzeln.
Und räusperte sich.
„…kein großer Gegner für mich seit. …Und ist es nicht wichtig, dass wir den gleichen Weg haben? Außerdem bin ich ungerne alleine unterwegs, besonders nicht, wenn ich so lange einsam war….ich unterhalte mich gerne mit jemanden…selbst mit anderen Völkern. Du interessierst dich doch auch für die Belange anderer, oder? Also hinterfrage mein handeln nicht, mein Freund.“
Damit machte sich Feir langsam daran, das kleine Lager aufzuräumen. Das Garntar unter umständen eine Gefahr sein Konnte, schien er nicht als wichtig zu erachten. Er musste ziemlich von sich überzeigt sein. Oder er hatte anderes im Sinn. Was jetzt wirklich mit der anderen Gruppe geschehen war, wusste Garntar noch immer nicht. Aber wenn die Axt und die Decke der anderen Gruppe gehörte, so musste Feir die se überwältigt haben oder sogar getötete. Feir blickte sich um, hantierte etwas ungeschickt mit der Axt rum, bis er die richtige Position zum tragen der Waffe gefunden hatte.
„Na, was ist los uns los!..mir juckt es förmlich in den Kra…Füßen.“ Er strich sich über seine Glatze und blickte vergnügt drein. Worauf hatte sich da Garntar nur eingelassen?
Tatsächlich wusste der Zwerg nicht, dass die Gruppe nie in Nogrot angekommen war. Sie wurden noch bevor sie die versiegelten Tore durchqueren konnten, von Feuerherz aufgehalten. Auf seine ganz typische Waffe weswegen er auch seinen Namen trug. Er hatte gespürt, dass sie die Höhlen der Zwerge schaden würden und auch wenn er Feinde unter den Nogretern hatte, so bewohnten sie doch das gleiche Höhlensystem.
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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Garntar » Mittwoch 3. August 2011, 19:09

Garntar hatte zu dem Thema mit dem Hirsch nichts mehr zu sagen. Er hörte sich nur schweigend Feir’s lautes Lachen an.

Er blieb gemütlich und unbeeindruckt sitzen und lachte laut. Er hatte nicht im geringsten vor Feir anzugreifen oder ihm etwas Böses zuzufügen, da er keinen Grund dafür hatte. Immerhin hatte Feir geholfen Nogrot zu schützen und das war eine ehrenvolle Tat.
Aber einen Zwerg wie Garnar konnte man nicht durch Gesten einschüchtern dafür war er „Zwerg genug“. Er hatte sich bis jetzt noch vor keiner Herausforderung oder Gefahr gedrückt oder gefürchtet. Auch wenn Garntar in Hintergedanken wusste dass er wahrscheinlich gegen Feir versagen würde, würde er es drauf ankommen lassen falls es notwendig wäre.
Ganz im Gegenteil er schärfte seine Axt weil er wusste dass er mit Feir nicht mehr lange hier verweilen würde.

„Ich wollte euch nicht erschrecken, keineswegs. Meine Axt schleife ich aus dem Grund das wir hier nicht mehr lange sein werden und wenn wir auf Drachen stoßen sollte sie wohl scharf sein! Meint ihr nicht?“

Nun war seine Axt wieder das einzige an das er denken konnte, er wollte sie diesmal besonders scharf machen. Nach einigen Jahren auf dem Kriegsfeld lernt man ziemlich schnell wie man eine Axt und auch die Ausrüstung behandeln muss, immerhin ist dass, das einzige wie man überleben kann. Als er seine Axt genug geschliffen hatte steckte er sie wieder zurück und packte seinen Schleifstein auch gleich ein.

„Mein Bart soll in Flammen aufgehen wenn wir diesen Knochendrachen tatsächlich erledigen können. Ich hatte es schon mit allem möglichen zu tun doch ich habe noch nie einen Drachen gesehen. Da ich mir aber vorstellen kann das so ein Ungeheuer ganze Armeen vernichtet stelle ich mir das doch ganz lustig vor diesem Viech alle Knochen zu brechen.“

Fragend fügte Garntar noch hinzu: „Könntet ihr mir vielleicht während wir aufbrechen mehr über Drachen erzählen? Immerhin will ich wissen mit was wir es da zu tun haben.“

Kaum hörbar flüsterte er: „Ich wusste schon immer das ich Echsen hasse.“

Garntar stand auf und rief: „Den Tod als Gewissheit... geringe Aussicht auf Erfolg... worauf warten wir dann noch?"

Währendessen zog er sein Beil heraus das er fast immer in der Hand hatte wenn er unterwegs war.

„Für Hograt!“

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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Erzähler » Sonntag 7. August 2011, 11:27

" Du spricht wahr, für Nogrot!"
So wurden schnell die Sachen gepackt. Manchmal wirkte es fast so, als wüsste Feir nicht, wo etwas hingehörte oder wie man es am besten für eine Reise verstaute. War er denn nie zuvor losgezogen. Das War Feir schon, nur waren da noch die Bäume jung und er schon alt. Und Gepäck hatte er nie benötigt.
Doch er freute sich auf die Reise. Garntar war scheinbar ein netter Kamerad und reden tat dieser auch gerne. Vermutlich hat er es ebenso satt alleine zu sein wie ich
“dann schärfe deine Waffe! Drachen sind mächtige Geschöpfe. Sie können so groß wie Bäume sein, flink wie die Hasen und klein wie ein Pferd. Sie sind keine dummen Echsen, mein Freund, wahrlich nicht” wieder musste er grinsen.
Ihm gefiel dieses Spiel.
Endlich war alles verstaut. Man lud sich das Gepäck auf und trat aus den Schutz des Steinkreises. Kalter Wind schlug einem entgegen. Ihr Ziel hieß jetzt Pelgar, aber es würde noch eine ganze Weile dauern bis sie dort ankamen.
Normalerweise hätte Feir eine schnelle Möglichkeit um bei der Stadt zu sein. Aber das hieße, er müsse auf nette Gespräche mit Garntar verzichten.
Einen Fuß vor den anderen setzend, kam man langsam durch die zerklüfteten Berghänge voran. Der Wind pfiff . Die Pflanzen hier und dort waren karg durch die schlechten Bodenverhältnisse. Tiere verirrten sich hier fast überhaupt nicht hin. Vielleicht mal eine Ziege, die ihrem Herrn entlaufen war. Wo der Wind nicht hinkam, lag noch immer hoher Schnee, der unter den Stiefeln der Zwerge knirschte.
“ Früher, da gab es viele Drachen” erzählte Feir weiter.
“noch bevor sich das Volk der Zwerge und Elfen verstritten hatte. Der Mensch begann gerade das Feuer zu nutzen. Da waren sie überall. Lebten in den Bergen, in den Flüssen und Tälern. Aber ihre zeit lief irgendwann ab und so gingen sie bereitwillig in den Schlaf. Ein Schlaf der so lange dauern würde, bis man ihre Kraft und ihre Intelligenz wieder brauchen würde. Nicht alle Drachen sind feindlich, einige helfen nur zu gerne. Sie besitzen alle scharfe Klauen, Zähne und können einem Odem ausstoßen. Auch sind viele der Magie fähig…naja, das ist eben so dass, was ich von Drachen weiß” Er drehte sich zu Garntar.
“Jetzt aber mal zu dir, wieso zieht es dich nicht in die Heimat?… man könnte fast meinen, du meidest deine Stadt. Keine Familie oder Freunde, die auf die warten?…ja was ist denn das?”
Im Schnee konnte man etwas sehen. Erst hätte man denken können, das es nur eine Grube war. Aber wenn man darum herum läuft, war nur zu deutlich ein gigantischer Fußabdruck einer Echse zu sehen.
“Nicht aufgepasst…so ein Mist” knurrte Feir in seinen Bart.
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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Garntar » Montag 7. November 2011, 20:46

Garntar war von dem kalten Wind nicht gerade begeistert. Er schüttelt sich einmal ab und ging dann neben Feir weiter.

Er flüsterte mit Ehrfurcht: „Diese Drachen haben noch nie meine Axt zu spüren bekommen, diese Kreaturen werde ich schon noch die Flügel stutzen.“ Danach blickte Garntar hektisch nach oben als ob er sich vergewissern wollte das es auch wirklich kein Drache gehört haben könnte.

Der Weg auf dem sie sich jetzt befanden war ziemlich holprig und schwer begehbar. Das bedeutete natürlich auch dass sie jetzt langsamer vorankommen würden. Doch Garntar bemühte sich trotz schwerer Rüstung zügig weiterzugehen.

Während sie vor sich hintrotteten versuchte sich Garntar vorzustellen wie die Stadt Pelgar jetzt wohl aussehen könnte. Ob sie vollkommen zerstört war?

„Eigentlich rede ich nicht gerne über die Vergangenheit. Ich habe zu viele grausame Dinge gesehen die in dieser Welt passierten… Schlachten, Kriege…. und ich war dabei.
Für Familie war nie richtig Zeit und obwohl mir das Leben als Söldner stumpfsinnig vorkommt fühle ich mich in die Rolle eines Kriegers hineingeboren.“


Etwas verwundert starrte Garntar auf den Fußabdruck im Schnee. Das Gemurmel von Feir ignorierte er in diesem Anblick. Das lies das Blut in seinen Adern gefrieren. Garntar versuchte das so gut wie möglich zu verstecken.

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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Gestalt » Donnerstag 17. November 2011, 13:30

Feir stand noch immer vor der riesigen Grube, die fast wie ein Fußabdruck aussah. Seine kräftige Hand strich sich durch den roten Bart. Kurz warf er einen Blick zu Garntar. Ein kleines Grinsen huschte über seine Lippen. Der suchende Blick seines Begleiters sprach Bände. Garntar war mehr als beunruhigt über das was er sah. Zwar hatte seit Urzeiten keiner mehr einen Drachen gesehen, doch die alte Angst war noch da.
“Junge, du glaubst doch nicht wirklich, dass dies eine Fußspur ist, oder?” Verwirrung war manchmal die beste Taktik, dass wusste der alter Feir nur zu gut.
“vermutlich spielen uns unsere Sinne einen Streich und wir hängen einer Fantasie nach…und da dachte ich, dass dies eher Elfen passiert.” Wieder donnerte Feir mit seinem Lachen los.
Man konnte nur hoffen, dass er damit nicht noch eine Lawine auslöste.
Aber bis jetzt war alles still. Tatsächlich schon zu still.
Von weiterer Ferne konnte man noch immer Rauchwolken sehen, welche wohl nicht so schnell in Pelgar enden würden.
Wir reden zuviel von Wesen, die nicht mehr existieren… holen wir uns lieber eine andere Beschäftigung. Hmm, was meinst du?…übrigens glaube ich nicht, dass du der geborene Kämpfer bist. Vermutlich bist du einfach zu schüchtern um dir ein Weibch… Weib zu suchen. In jeden Wesen liegt es doch in der natur seine Grundbedürfnisse zu stillen. Fressen, Schlafen, wachsen, Bildung und sein Erbe weiter zu reichen…. Du verpasst was, mein lieber… aber du bist ja noch jung.” Feir scharrte mit seinen Fuß etwas Schnee in die Grube. Dumpf landete es darin.
Plötzlich hörte man Schreie!
Feir blickte zu Garntar und rannte dann in die Richtung. Bei einem großen Baum blieb er stehen.
Dort konnte man einen umgestürzten Wagen sehen. Ein Ork schlug mit einer Keule wieder und wieder auf den Boden. Was geschah da?
“Wir sollen etwas machen1” die Augen von Feir leuchteten kurz auf. Wie ein Feuer was seine Wut zeigte, flackerten Lichter.
Drei weitere Gestalten waren zu sehen. Sie trugen schwarze Rüstungen aus denen scharfkantige Dornen abstanden. Ihre Bewegungen waren trotz der Rüstung fließend. Einer der Gestalten zog gerade seine seltsam geschwungene Klinge aus einer am Boden liegenden Person. Ein Anderer hielt eine Gestalt, vermutlich eine Frau bei den Haaren fest und ließ sie alles zusehen.
“NEINNNNN!!!!…BITTE!…..Markus!…NEINNNNNN!!! ARHHHHHHH!” ihr Flehen und Schreien wurde ignoriert. Schrill war der Schrei den sie ausstieß.
Sie zappelte, doch konnte sich den Griff nicht erwehren. Die Dritte Gestalt der Schwarzgerüsteten stand nur dabei. Auf seinen Helm trug er einen Kamm aus blutroten Federn.
“Mörder!” knurrte Feir so tief, dass es einem Grollen glich. Er griff sich die Waffe an seinem Rücken, umklammerte den Griff.
Aber das Grollen blieb. Doch kam es überhaupt von Feir?…es schien lauter zu werden.
Feir drehte sich zu Gantar um.
Also ich bin das nicht” sagte er leise. Das Grollen verstärkte sich. Vögel flogen plötzlich aufgeregt über die Bäume weg. Flohen in die entgegen gesetzte Richtung aus der Garntar und Feir kamen.
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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Garntar » Sonntag 12. Februar 2012, 18:47

Garntar war von dem kalten Wind nicht gerade begeistert. Er schüttelt sich einmal ab und ging dann neben Feir weiter. Etwas in Gedanken versunken stapfte er vor sich hin. Er dachte über Drachen und andere unheimliche Kreaturen nach. Ihm beschäftigte welch andere Kreaturen wohl noch in Celcia ihr unwesen treiben würden.

Er flüsterte aus Ehrfurcht: „Diese Drachen haben noch nie meine Axt zu spüren bekommen, sollen besser aufpassen das ich sie nicht erwische.“ Danach blickte Garntar hektisch nach oben als ob er sich vergewissern wollte das auch wirklich kein Drache seine Worte gehört haben könnte.

Der Weg auf dem sie sich jetzt befanden war ziemlich holprig und schwer begehbar. Das bedeutete natürlich auch dass sie jetzt langsamer vorankommen würden. Doch Garntar bemühte sich trotz schwerer Rüstung zügig weiterzugehen. Zur Stütze nahm Garntar seine kleine Axt. Das machte den Marsch für ihn wesentlich angenehmer.

Während sie vor sich hintrotteten versuchte sich Garntar vorzustellen wie die Stadt Pelgar jetzt wohl aussehen könnte. Ob sie vollkommen zerstört war?

Als auch Garntar den Fußabdruck sah wusste er nicht was er jetzt fühlen sollte. So einen großen Fußabdruck hatte er noch nie gesehen. Er sagte: „ Das soll kein Abdruck sein? Ich bin mir ziemlich sicher dass sich dieses Ungetüm hier niedergelassen hat.“ Er schaute Feir verwirrt an und blickte wieder hastig auf den Abdruck. Nach einigen Minuten musste er etwas lachen: „Ja die Elfen, nichts wie Flausen im Kopf“.

Garntar musste trotzdem gebannt auf den Abdruck starren. Er musste einfach glauben das es ein Drache gewesen war der kurz hier gewesen war. Es musste ein wirklich großes Ungeheuer sein mit mächtigen Pranken. Seine Schuppen müssten weit mehr als jeder Stahl aushalten.

Als er endlich seinen Blick abwenden konnte antwortete Garntar auf Feir’s Frage: „Ich wollte immer für unser Land kämpfen, ich hätte mein Leben dafür geopfert. Außerdem wollte ich nie wahr haben das die Zwerge nur ihre Handelsrouten verteidigen wollten. Die Zwerge sind zu raffgierig, sie wollen nur ihre Minen beschützen damit sie weiter nach Reichtümern graben können. Die Zwerge haben kein großes Interesse anderen Völkern großartig zu helfen. Leider haben auch die Unruhen mit Hograt’s Tod zugenommen.
Ich habe noch nicht großartig darüber nachgedacht eine Familie zu gründen, ich fühle mich als Krieger viel wohler.“


Kaum hatte Garntar seinen Satz beendet hallten laute Schreie auf. Auch Feir schien die Männer zu sehen die eine schwarze Rüstung mit scharfkantigen Dornen trugen. Er steckte seine kleine Axt schnell in die Halterung und zog seine Zweihand-Doppelaxt. Mit Festen Griff wollte er nach vorne stürmen als er ein gewaltiges Grollen hörte. Hektisch schaute er zu Feir, aber das Grollen kam eindeutig aus der anderen Richtig. Garntar versuchte das Geräusch auszumachen es schien von oben zu kommen, von dem Felsvorsprung der sich einige hundert Meter überihn befand. Schnell machte er einige Schritte nach vorne, die Männer waren ziemlich in Aufruhr. Jetzt schaute einer der Männer zu Garntar und gab den anderen Bescheid dass sie nicht alleine waren.

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Re: Der Weg durch das Gebirge

Beitrag von Erzähler » Freitag 24. Februar 2012, 13:23

Das Grollen und Donnern blieb. Unten konnte man die gestalten sehen. Der Schwarzgerüstete, der die Frau hielt, blickte hoch. Selbst obwohl dieser kein Visier trug, so konnte man keine Gesichtszüge erkenne. Wie ein schwarzer Schatten, der eine Rüstung trug sah es aus. Eine Armbrust wurde auf die beiden anstürmenden Zwerge angelegt und ein Bolzen zerschnitt die Luft. Dann zeigte einer der Dunklen nach oben, blickte sich rasch um.
Der Ork ließ sein Hämmern auf den Boden nicht . Vom Wagen war fast nichts mehr zu erkennen.
“Hör auf damit” herrschte den Ork eine Stimme an. Es war der Schwarzgerüstete mit den Federkamm auf dem Helm. Wohl ein höher gestellter Soldat.
Alle sahen sie nach oben, wo sich gerade Feir und Garntar aufhielten. Doch diese erweckten nicht deren Aufmerksamkeit. Die Frau hörte auf zu schreien. Sie schluchzte nur noch, versuchte verzweifelt den Griff an ihren Haaren zu lösen. Alle Blicke gingen in die Richtung des Berghangs.
Es donnerte und rumpelte mehr und mehr. Kleine Steine kullerten an Garntar und Feir vorbei.
Feir blickte zu Boden, folgte den Verlauf eines kleinen Steines.
“das sieht übel aus…” er blickte nach hinten. Seine Augen weiteten sich.
“ich und mein Gelächter!… Lawine!”
Das hatten inzwischen auch die Gestalten unten bemerkt. Panisch ließen sie die Frau los und eilten los. Jetzt hieß es aus dem Richtungsverlauf der Lawine zu kommen. Das Rauschen und rumpeln wurde lauter und lauter. Donnernd und ohrenbetäubend.
Feir hätte sich am Liebsten selber in den Hintern gebissen. Wie konnte er nur so leichtsinnig sein. Und er hatte nicht vor an einem Tag und unter solchen Bedingungen zu sterben. Natürlich hätte er nur die Illusion auflösen müssen und hätte fliehen können, doch das war bekanntlich nicht sein Stil. Er mochte sein Zwergendasein.
“Junge lauf!…renn, was dich deine kurzen Beine tragen… nicht zurücksehen”
Schnee floss wie träges Wasser an ihren Füßen vorbei.
Feir rannte los. So schnell ihn seine Beine tragen konnte. Diese Beine waren einfach zu kurz. Wenn sie einen Vorsprung oder einen Baum erreichen konnten, so hätte sich Garntar dort verbergen können.
Unten rannten die dunklen Gestalten inzwischen weg. Nicht etwas erinnerte an ihre Anwesenheit noch vor kurzen. Außer die Frau und den Toten. Die Frau hatten sie zurück gelassen. Sie war zu den Mann gekrochen, hielt diesen in ihren Arm und blickte nur einmal kurz nach oben. Man hatte ihr den Liebsten genommen, jetzt wollte sie ihm folgen.
In ihren Augen konnte man die Lawine sehen, welche ungebremst auf sie zu rollte. Sie drückte sich an ihren Mann. Leise flüsterte sie Worte an sein Ohr.
“gleich bin ich bei dir, Liebster”
Selbst wenn man ihre Worte bei dem Lärm nicht hören konnte, so war es wie eine Ahnung die das Gesagte zu einem trug.
Der Schnee war umbarmherzig riss alles mit. Kleine Bäume und Steine, wurden erfasst und weitergezerrt.
Auch die Frau verschwand unter den fließenden Massen. Ob die Mörder ihres Liebsten auch erwischt wurden, konnte nur gehofft werden.
Feir rutschte mehr, anstatt er rannte. Es musste doch eine Lösung geben. Nicht das Feir Angst um sich hatte, er hatte genügend Lösungen parat, doch der junge Zwerg an seiner Seite, war dann das Problem.. Seine Blick schärfte sich.
“bei allen was mir heilig ist, wo…ah da! GARNTAR! Dort! Der Felsen, HIN DA!” Brüllte Feir so laut, dass seine Stimme fast das Tosen der Schneemassen übertönte.
Würde Garntar es dorthin schaffen, so musste er sich nur halten und sich unter den Felsvorsprung drücken. Dort würde nicht passieren. Der Schnee wurde immer dichter und wenn man sich nicht eilte würde er einen mitzerren und unter sich begraben. Feir riss der Schnee mit und noch bevor er den Felsen erreichte, verschwand der rothaarige Zwerg unter den Schneemassen.
Jetzt lag es an Garnter!
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