Die heilige Inquisition - Hauptquartier

Dieser Stadt, umringt von einer Mauer und einigen Spähtürmen, ist ihr Wohlstand anzusehen. Hier behandelt sich jeder mit Respekt, hilft jeder jedem und vorallem leben sie in Frieden beisammen. Auch befindet sich hier der Palast des jungen Königspaars.
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Die heilige Inquisition - Hauptquartier

Beitrag von Erzähler » Sonntag 21. Oktober 2012, 14:15

(Erzählerpost zu: "Wo alles beginnt..." )

Hauptquartier der heiligen Inquisition - Haupthalle

„Eminenz ist zu gütig mich zu empfangen!“
Eine in einem Handschuh aus rotem Leder befindliche Hand wurde an die verborgenen Lippen unter der grauen Kapuze geführt. Der Ring, den die Lippen ehrfurchtsvoll berührten, trug das Zeichen der Inquisition.
„Ihr dürft euch erheben, Templer.“
Die Kutte des Mannes hob sich und ein leises Klingen verriet das Amulett, das an seinem Gürtel gegen seine Rüstung schlug. Das Sonnensymbol von Lysantor schaukelte kurz und glänzte kupfern. Das Abzeichen der Inquisition, das offene Auge des Gottes, sowie die Reiter der Templer waren im Rund gebunden und die Strahlen der Sonne waren schon ein wenig abgerundet, was auf langes Tragen hin wies. An einer Kette um den Hals prangerte ein weiteres Symbol, der goldene Löwenkopf der Templer. Gregorius Faust sah milde von seiner erhöhten Sitzposition auf den Mann hinunter, der sein Knie vor ihm gebeugt hatte und sich jetzt erhob. Der lange Mantel war leicht geöffnet und gab so die Ehrenzeichen preis, genauso wie die hochwertige Rüstung die jeder Templer sein eigen nannte.
„Was habt ihr zu berichten?“
„Ich habe wie befohlen die Spur soweit es ging zurück verfolgt und bin auf einen Bericht eines Hauptmanns aus Jersa gestoßen. Ein Trupp ausgesandter Soldaten ist nicht zum erwarteten Zeitpunkt zurück gekehrt. Ein Wagen mit den Leichen der Gruppe kam herrenlos nach Jersa, woraufhin ein Suchtrupp ausgesandt wurde. Der Schauplatz der Abscheulichkeit, den ich daraufhin besuchte, befand sich mitten in einem Waldstück. Es gab keine Überlebende. Kleidung und Äußeres gaben keine erkennbaren Hinweise mehr auf Herkunft, oder Abstammung. Die Verwundungen der Opfer zeigten die Merkmale des Feindes. Alles Leichen, einschließlich die der gefallenen Soldaten aus Jersa, sind exkommuniziert und verbannt worden, wie befohlen. Die Anathema wurde feierlich gesprochen, damit die Dunkelheit an diesen Ort nicht zurückkehren kann. Ihre Angehörigen erhielten den üblichen Brief und der Hauptmann ist instruiert zu schweigen. Doch wie es aussieht hat sich dennoch jemand vom Ort des Verbrechens gegen Lysantor entfernt. Einer der Soldaten wird vermisst.“
Der Inquisitor runzelte die Stirn, denn ihm gefiel nicht, was er da vernehmen musste.
„Ich konnte die Spur bis in eine Taverne hier in der Stadt verfolgen. Der Feind hat die Mauern Jorsas betreten und besudelt nun die Herzen der guten Menschen hier. Die Befragung eines Zeugen, ergab keinen Hinweis, da er sich an nichts erinnern konnte. Seine Worte waren frei von Lüge, aber der Auswurf der Finsternis wurde gefunden. Der junge Mann ist der Sohn des hiesigen Hauptmanns und dieser arbeitet eng mit uns zusammen. Sein Name ist Mark und er ist bisher das erste Opfer, soweit ich es herausfinden konnte. Leider hat sich die Spur auf dem Marktplatz verloren. Es ist auch kein Auswurf gefunden, oder sonstige Absonderlichkeit berichtet worden, neben dem üblichen kleinen Problemen mit Dieben und kleineren Streitereien.“
„Kleine Streitereien, können durchaus die Signatur des Feindes tragen. Ihr solltet das wissen!“
Der Templer schlug peinlich berührt die Augen nieder und sein Rücken versteifte sich unter der jähen Zurechtweisung. Die Stimme war scharf und duldete keine Fehler. Der Feind würde ebenfalls keine begehen!
„Kehrt auf die Straße zurück! Haltet Ohren und Augen offen. Ich bin mir sicher, dass er bereits wieder gespeist hat und gewachsen ist. Wenn er genügend Macht angesammelt hat werden wir einer Spur aus Leichen folgen, anstatt kleinen Hinweisen! Wir können uns jetzt keine Hysterie in Jorsa erlauben! Klärt das, bevor es entartet! Die Leute sind schon durch die grandessarischen Unruhen aufgebracht. Wenn wir Pech haben, gibt es schlimmstenfalls eine Verbindung zum Nachbarkönigreich und diesen Dämonenjägern, die sie dort angeblich anwerben. Ihr habt alle Befugnisse die ihr benötigt! Ich will Erfolge sehen! Ihr dürft euch entfernen!“
Der Templer machte eine tiefe Verbeugung und zog sich rückwärts zurück.
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Re: Die heilige Inquisition - Hauptquartier

Beitrag von Erzähler » Freitag 7. Dezember 2012, 17:32

Zwischensequenz

(Inquisition - Kellergewölbe)

Ein Finger wurde gebieterisch zum Schweigen an die spröden Lippen geführt. Es herrschte Grabesstille in den Katakomben der heiligen Inquisition unter Jorsa. Der Schüler, schon ein Mann in seinen besten Jahren, sah seinem Meister zu. Dieser hielt einen gläsernen Kolben schräg vor seine von Falten umrahmten Augen. Die Flüssigkeit darin schwappte leicht hin und her, obwohl die Hand des Mannes vollkommen still hielt. Über Stunden hatten sie die Überreste aus dem Kupferkessel gesammelt, gefiltert, aufbereitet und extrahiert, bis nur noch diese winzige Probe übrig geblieben war. Es war kaum mehr als ein Tropfen der unwillig in seinem gläsernen Gefängnis die Wände hinauf glitt doch näherte er sich zu sehr der Öffnung, so hielt der alte Mann seiner Hand darüber und murmelte unverständliche Worte. Seine Hand glühte kurz auf und setzte einen Pfropfen aus Licht, gleich einem Funken in die Öffnung und der Tropfen zog sich tief in den untersten Winkel zurück. Ein Korken wurde darüber gesetzt und mit Wachs versiegelt. Vorsichtig betrachtete der Meister sein Werk und wog es vorsichtig in seinen Händen. Er drehte es langsam auf den Kopf, mal hier mal da lang, aber Licht und Dunkelheit blieben an ihren zugewiesenen Stellen im Reagenzglas fest verankert. Dann schaute er zu seinem Schüler und sprach:
„Es ist vollbracht. Gib Inquisitor Faust Bescheid.“
Der Schüler verließ sofort den dunklen Raum und sah noch kurz über seine Schulter zurück zum Meister. Dieser beugte sich lächelnd über eine Schale Wasser in die er das Reagenz langsam hinein gleiten ließ. Sein Lächeln wurde breiter als sich der Kolben zu drehen begann und dann in einer Richtung stehen blieb.
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