Skýler Fiórge Zhèkkra

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Skýler Fiórge Zhèkkra
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Moderator des Spielers: Kazel
Aufenthaltsort: Rumdett
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mischling (Elf/Dunkelelf)
Sprachen: Lerium
Lyrintha
(Sendli)
Beruf: Spion
Fähigkeiten: Schattenmagie - gut
Spionage - gut
waffenloser Kampf - durchschnittlich
Umgang mit Dolch/Wurfmessern - überdurchschnittlich
Umgang anderer Waffen - rudimentär
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 56F
Ausrüstung: Wurfmesser
Schlangendolch
Schelmpulver
Trank des Diebes Helfer
Flachmann mit irgendwas Hochprozentigem
Münzbeutel

Skýler Fiórge Zhèkkra

Beitrag von Skýler Fiórge Zhèkkra » Dienstag 21. Februar 2023, 21:05

Skylérs Steckbrief
Zweitcharakter von Rhuna
Name:
Skýler Fiórge Zhèkkra

Rasse:
Mischling – halb Dunkelelf, halb Neldorethischer Elf (dort ebenfalls keinen reinen Stammbaum)

Alter:
103 Jahre

Geschlecht:
männlich

Beruf:
Spion, Dieb und Assassine (keine Assassinen-Magie)

Heimat:
Geboren wurde er in Dorf Neryan – empfindet es allerdings nicht so, dass er eine Heimat besitzt.

Gesinnung:
Neutral

Magie: Schattenmagie – gut
Skýler hat bereits in sehr jungen Jahren ein Talent für Magie gezeigt, die sich durch die Umstände auf die Schattenmagie fokussierte. Da er jedoch anfangs keinen Lehrmeister besaß, konnte er seine Magie nicht bewusst anwenden, nutzen und schon gar nicht kontrollieren. Sie wurde nur hier und da durch seine charakterliche Instabilität, durch emotional aufwühlende Ereignisse und dadurch rein instinktiv hervorgerufen.
Später unter seinem Lehrmeister Kraz’hian wurde ihm die Schattenmagie gezielt gelehrt. Er machte über die Jahre schnelle Fortschritte, so dass er ein solider Anwender mit guten Kenntnissen und Fähigkeiten wurde.

Sprache:
Aufgewachsen im Dorf Neryan lehrte man ihn von klein auf Lyrintha und Celcianisch in Wort und Schrift. Dennoch kann man ihm in Lyrintha einen schwachen Dialekt andichten, da er manche Worte nicht ganz sauber und recht hart ausspricht. Das hat seinen Ursprung darin, dass er in jungen Jahren die Heimat verließ und bei Kraz’hian und seiner Truppe weiter aufwuchs, die bevorzugt Lerium und Rendinea sprachen. Ab dem Tag seines Ausbildungsbeginns wurde Skýler mit Lerium (und Celcianisch) weitaus häufiger konfrontiert, als mit Lyrintha, so dass ihm nach vielen Jahren Lerium in Fleisch und Blut überging (fließend), wohingegen sein Lyrintha anfing ein wenig zu schwächeln. Auf Rendinea versteht und spricht er nur einige Sätze und Wörter, die er über die Jahre von Kraz’hians anderen Männern und unter anderem in Rumdett aufgeschnappt hat. Ansonsten ist er der Sprache nicht mächtig.
Im Laufe seines Lebens führte ihn sein Weg häufig nach Santros. Wegen seiner Arbeit dort und weil ihm die Stadt persönlich gefällt, bemüht er sich seit einigen Jahren sich diese Sprache anzueignen. Er besitzt mittlerweile rudimentäre Kenntnisse, die besonders das einfache und alltägliche Jargon betreffen. Er versteht es besser, als es selbst zu sprechen, doch kann er beispielsweise auf Sendli schon ganz gut handeln und feilschen.

Religion/Glaube:
Wenn überhaupt ist er ein Anhänger Faldors und Manthalas. Doch gehört er nicht zu den aufopferungsvollsten und organisiertesten Anbetern. Er ist nicht der Meinung, dass man sein Leben und seinen Erfolg von der Gnade der Götter abhängig machen sollte. Denn wenn es hart auf hart kommt, steht man alleine da.

Aussehen:
Skýler misst ohne Schuhwerk 1,84 m und ist somit ein durchschnittlich großer Elfenmann. Man sieht ihm an, dass er viel in Bewegung ist und keine körperlich anstrengende Arbeit scheut. Dennoch kann man ihn schlecht als Muskelprotz bezeichnen. Er ist schlank und muskulös – wie bei allen Elfen wirken die Proportionen allerdings harmonisch.
Seine braune Hautfarbe ist durch sein nicht gänzlich reines Blut eine Spur heller, als bei reinrassigen Dunkelelfen. Die Farbnuance lässt sich am ehesten mit Nussbraun beschreiben – seine Haut wirkt nicht fahl, sondern besitzt einen feinen Schimmer, der allerdings nur sehr schwach zu erkennen ist.
Dass Skýler ein Mischling ist erkennt man besonders an 3 optischen Merkmalen:
- Die Länge seiner Ohren ist deutlich kürzer und mit denen der Eldorischen Elfen zu vergleichen. (Ursprung offensichtlich im Stammbaum mütterlicherseits zu finden)
- Seine Augenfarbe ist silbrig-grau und ähnelt einem stürmischen Himmel unter dessen Wolken hin und wieder ein Blitz aufleuchtet
- Seine Haare sind wohl am auffälligsten an ihm. Sie sind von orangerötlicher Farbe und erinnern an das, vom Licht aufleuchtenden Herbstlaub der Wälder
Skýler kann man gut und gerne als gutaussehend bezeichnen. Zumindest hält er sich selbst für attraktiv und weiß mit einer Palette von Mienenspielen umzugehen. Er besitzt eine gewisse Eitelkeit – oder besser formuliert Selbstzufriedenheit, die er jedoch nicht rund um die Uhr zur Schau stellt. Er achtet auf seine äußere Erscheinung, was nicht bedeutet, dass seine Haut keine Makel aufweist. Auf seinem Körper lassen sich Narben finden, die er sich im Laufe seines, durchaus riskanten Lebensstils, zugezogen hat. Auch auf der rechten Kopfseite, nahe seiner Stirn ziehen sich drei, etwa 10 cm lange Narben untereinander in Richtung Hinterkopf. Da das Narbengewebe dort der Haarwuchs eingestellt hat und die Narben ihm keineswegs optisch missfallen, betont er sie in der Art und Weise, wie er seine Haare stylt. Stufig geschnitten, trägt er diese allesamt zur linken Seite gerichtet. Die Narben betont er, indem er die dort noch wachsenden Haare, eng an der Kopfhaut und in seitlicher Richtung geflochten trägt. Schmuck trägt er bis auf silberne Ohrringe und einen Silberring mit einem eingefassten Rubin nicht.
Als gekennzeichnetes Mitglied der Spinne trägt er ein magisch hergestelltes Mal etwas linksseitig seines Nackens, das ähnlich einer Tätowierung aussieht. Die dunklen und teils geschnörkelten Linien sind allerdings so tief in sein Fleisch übertragen, dass er es unmöglich entfernen könnte. Dieses Mal wird dank der tiefergelegten Stelle durch höhere Krägen und Umhänge verdeckt – ist ansonsten aber durchaus einsehbar.
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Skýler trägt bevorzugt dunkle Kleidung in schwarz oder braun. Diese sind häufig aus robusten Stoffen oder Leder gefertigt, die gleichzeitig beim Tragen die Beweglichkeit nicht einschränken. Eine Art Markenzeichen von ihm scheint zu sein, dass seine Oberteile in der Regel stets mit kleineren oder größeren Mustern verziert sind, die sich häufig in Rot- oder Blautönen von dunklen Stoffen abheben. Einige diese Stoffe wurden in seiner Heimat gefertigt – wie auch seine Elfenstiefel.
Je nachdem wann und mit welchem Vorhaben er hinausgeht, trägt er einen dunklen Umgang, unter dem er seine Gestalt in der Dunkelheit perfekt zu verbergen weiß.
Skýler erregt optisch durchaus für Aufsehen und vermag es in neutralen Gegenden, gepaart mit seinem Charme, das ein oder andere Frauenherz zum Pochen zu bringen.

Persönlichkeit:
In Städten wie Santros ist Skýler durchaus bekannt, doch ranken um ihn verschiedene Gerüchte, die seinen wahren Charakter im Dunkeln belassen. Auch scheint ihn niemand wirklich gut zu kennen, so dass eine Frage nach seiner Persönlichkeit nie klar beantwortet werden kann.
Der Großteil behauptet er wäre ein fröhlicher Tunichtgut, der nur seinen Vergnügungen nachgeht und der ein feiner Geselle für Umtrünke und Glücksspielereien ist. Er soll Stammgast in der Schenke „Zum lachenden Kamel“ sein und nicht selten das eine oder andere Bordell besuchen.
Andere erzählen, dass Skýler eine gute und durchaus zuverlässige Adresse sei, wenn man jemanden oder etwas sucht – und wenn man ein paar Münzen mehr investiert, auch an delikate und schwer zu beschaffene Informationen käme. Zumindest wenn der gute Kerl nüchtern sei. Sein Ruf ist nicht eindeutig und wenn überhaupt, wird er eher als eine Art Geheimtipp von denen gehandelt, mit denen er schon zu tun hatte.
Manch einer munkelt auch, dass der Mischlingself mit Vorsicht zu genießen sei und dass man sich am besten nicht mit ihm anlegen sollte. Doch solche Informationen widersprechen sich spätestens dann, wenn man das sorglose und heitere Auftreten von Skýler in einer Schenke oder einem Bordell leibhaftig zu sehen bekommt. Es gibt auch niemanden, der als tatsächlicher Augenzeuge von einer Bedrohung durch ihn, berichten könnte, so dass die Allgemeinheit zum Schluss von Zufällen kommt.

Die Wahrheit über Skýler kennen nur ein paar Personen und auch diese wissen nicht, wie es wirklich in ihm aussieht. Seine Lebensgeschichte hat ihn zu einem Mann gemacht, der die Widersprüchlichkeit um seinen Charakter bewusst wählt. Er ist ein Schauspieler und Täuscher mit den verschiedensten Gesichtern, der sich stets so gibt, wie es für ihn den größten Nutzen bringt. Er mag es undurchsichtig und unberechenbar zu sein – zu verwirren und vor allem unterschätzt zu werden.
Das alles hängt stark mit seinem Dasein und den Tätigkeiten als Spion zusammen. Skýler ist im Grunde ein Werkzeug, das man erschaffen hat. Die Jahrzehnte lange Ausbildung, unter starkem Drill haben ihn zu jemanden werden lassen, der keinen wirklichen Skrupel kennt. Er ist zur Effizienz erzogen worden und erfüllt seine Aufträge äußert zuverlässig, egal ob diese einen Mord beinhalten, oder das Foltern, um an Informationen zu kommen. Er hat gelernt jedes Mittel zu nutzen, das zum Erfolg führt. Wenn es ihm also nutzt spielt er mit jemanden, verletzt und zeigt auch keine Scheu ein Leben ins Unglück zu stürzen oder gar zu beenden.
Er ist auf eine gewisse Weise abgestumpft und doch hat er sich dieses Leben nicht freiwillig gewählt. Ihm wurde keine Wahl über seinen Lebensweg gewährt und nur die Angst und ein starker Überlebenswille haben ihn erfolgreich die harte Ausbildung zu einem Spion der Spinne bestehen lassen. Durch den entstehenden Erfolg, die wachsende Anerkennung, die er sich dadurch verdienen konnte und die einsetzende Gewohnheit, hinterfragte er viele Jahre lang weder sein Tun, noch wer hinter all dem steckt und was dieser jemand bezweckt. Doch mit den Jahren veränderte sich dies. Und seine blinde Loyalität gegenüber Kraz’hius, den er vor allen anderen fürchtete, begann er zu verraten…

Tatsächlich ist Skýler stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Er empfindet verborgen für sich selbst die größte Loyalität und würde seine eigene Haut stets zuerst retten – was allerdings nicht bedeutet, dass er feige ist. Im Allgemeinen gilt er als zuverlässig, wenn man seine Dienste in Anspruch nimmt. Doch wenn man keine Familie hat, die einen aufbaut, anfeuert und aufmuntert, so muss man das eben selbst erledigen. Von daher könnte man sagen, dass er leicht selbstverliebt ist und sich auch erst um sich selbst kümmert, wenn anderweitig nichts für ihn herausspringt.
Was man auf keinen Fall tun sollte, ist ihn zu reizen und zu unterschätzen, auch wenn er es auf letzteres anlegt. Das kann schnell äußersten Ärger bedeuten und ziemlich gefährlich werden. Treibt man es zu bunt und weckt seinen Jähzorn, den er gut in sich verborgen und kontrolliert hält, kann man, je nach Vergehen, dem Tod bereits seine Aufwartung machen.
Es mag ein Teil seiner Arbeit als Spion sein, der sich dahingehend von selbst versteht, doch kann Skýler Geheimnisse und Informationen sehr gut wahren. Wenn er sich vornimmt nicht zu reden, bringt ihn selbst eine Folter nicht dazu zu sprechen. Regelmäßig wiederkehrende Tests über die Jahre haben dies zumindest bewiesen! Vor Ernstfällen blieb er allerdings bislang zu seinem Glück verschont.
Die Länge seines Lebens und viele Gegebenheiten bei Aufträgen haben ihn gelehrt, dass Geduld eher zum Erfolg führt, als wenn man impulsiv handelt und sich von seinen Gefühlen negativ beeinflussen lässt. Man bekommt Skýler nicht schnell dazu aus der Haut zu fahren, was vielleicht auch daran liegt, dass er keine großen, tiefergehenden und persönlichen Beziehungen zu anderen Leuten pflegt. Er handelt bedacht und kalkuliert, gerade wenn für ihn dabei etwas herausspringt.
Dies betrachtet er als Stärke, doch ist es für seine Seele im weitesten Sinne eine Schwäche. So gesellig er auch wirken kann, er lässt niemanden nah genug an sein Herz und zeigt sich von Grund auf jedem misstrauisch gegenüber, der sich näher für ihn interessiert. Man könnte salopp auch sagen, dass er ein Vertrauensproblem hat. Darüber hinaus besitzt er kein wirkliches Zugehörigkeitsgefühl und obwohl er der Spinne unter Kraz’hian bislang loyal gedient hat, sieht er sich mehr als Einzelkämpfer.

Neben sich selbst scheint für ihn nur das gute Geld von Wert zu sein. Geld lockt ihn immer und er hat über die Jahre ein ordentliches Vermögen angehäuft.
Trotz aller Fehler besitzt er ein paar gute Eigenschaften, die durchaus Erwähnung finden sollten:
- Er besitzt ein gewisses Ehrgefühl, das ihn dazu bringt sein Wort ‚in der Regel‘ zu halten, sollte die Aussicht auf einen Erfolg nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sein.
- Seiner Hartnäckigkeit ist es wohl zu verdanken, dass er eine große Erfolgsrate im Beschaffen von Zutaten verbuchen kann – gleichzeitig hilft es ihm, einmal ein Ziel gesetzt, nicht so schnell aufzugeben.
- Er ist charmant, wenn er will. Die Künste der Verführung und Manipulation hat er über viele Jahre stetig verbessert.
- Er ist ein guter Stratege und liebt es zu Feilschen und zu Handeln und das Maximum an Gewinn herauszuschlagen.

Stärken:
Schattenmagie: Bereits in jungen Jahren zeigte sich in ihm ein großes Potenzial für Schattenmagie. Kaum den Kinderschuhen entwachsen geriet Skýler in die Hände von Kraz‘hian (ebenfalls Schattenmagier), der dieses Potenzial erkannte und ihn für seine Zwecke in der Schattenmagie ausbildete. Er unterlag über viele Jahre einem harschen Drill, der ihn und seine Fähigkeiten stetig forderte und an Grenzen trieb. Mit nun 103 Jahren an Lebenserfahrung ist sein Können in der Schattenmagie auf der Stufe gut. Er beherrscht die meisten Tricks und Kniffe und arbeitet daran die Stufe sehr gut zu erreichen. Seine magischen Fähigkeiten sind das an ihm, was ihn wie eine Art Familienteil sein Leben lang begleitet und beschützt. Daher ist er selbst stetig motiviert seine Fähigkeiten zu erweitern und festigen.
Spionage: Er ist ein sehr guter Spion, der besonders effizient Informationen und Diebesgut erbeutet. Hierfür nutzt er, wie nicht schwer zu erraten sein dürfte, seine Schattenmagie, durch die er besonders bei Nacht und im Dunkeln eine hohe Erfolgsrate verbuchen kann. Tagsüber ist er ebenfalls aktiv, doch nutzt er dort eine andere Strategie, da er sich seines Nachteils im Licht bewusst ist. Aus den Schatten heraus ist er ein ernstzunehmender und gefährlicher Gegner, der es allerdings nicht besonders darauf abzielt überhaupt entdeckt zu werden.
Nahkampf: Seine kämpferischen Fähigkeiten sind ebenfalls ein Resultat seiner Ausbildung zum Spion. Er könnte wohl mit einem Großteil der Waffensammlung rudimentär etwas anfangen, doch bevorzugt er für sein Handwerk eher unauffällige und leichte Waffen, wie den Dolch oder Wurfmesser, in deren Umgang er überdurchschnittlich gute Fähigkeiten besitzt. Bei rein körperlichen Auseinandersetzungen besitzt er solide durchschnittliche Kenntnisse, mit denen er sich allerdings bevorzugt verteidigt und auf deren Anwendung er verzichtet, wenn es sich umgehen lässt. Als jemand, der aus dem Schatten heraus angreift, ist er nicht wirklich daraus aus in direkte körperliche Konflikte zu geraten. Er ist darüber hinaus schnell und wendig – ein Talent, dass er besonders beim Vermeiden von Konflikten und dem sogenannten Rückzug nutzt.
Hartnäckigkeit: Nicht so einfach aufzugeben ist eine von Skýlers Stärken, die sich vielleicht nicht sofort zeigen, da man manches Mal meinen könnte, dass er den Weg zurück zu schnell und einfach wählt, besonders wenn seine eigene Sicherheit nicht gewährleistet ist. Doch im Großen und Ganzen stimmt das nicht. Einmal ein Ziel gesetzt gibt er nicht so schnell auf und verfolgt dieses selbst über einen langen Zeitraum hinweg.
Zähheit: Seiner Hartnäckigkeit folgt eine, von Natur aus solide Zähheit, die ihn dazu bewegen kann große Schmerzen auszuhalten und zu ertragen. Geistig, wie auch körperlich hält er sehr viel aus, so dass er selbst unter Folter Informationen und Geheimnisse bewahrt. Natürlich ist das Maß nur so hoch zu bewerten, wie er bisher durchlitten und ausgehalten hat. Sein mangelndes Sozialleben, die oberflächlichen Beziehungen und die Tatsache, dass er sich selbst der Nächste ist, bilden dahingehend eine Stärke, dass er in diesen Punkten nicht groß erpressbar ist.
Trinkfestigkeit: Skýler spielt gerne seine Alkoholtoleranz herunter, doch in Wahrheit verträgt eine ganze Menge. Wo andere bereits unter dem Tisch liegen, kann er seine Gedanken noch klar und gezielt erfassen. Er lässt seine Umgebung jedoch gerne glauben, dass er nicht viel verträgt und spielt gerne den Angeheiterten oder Betrunkenen. Das hat einen einfachen Grund: bei Wein, Weibern und Gesang, fällt die Vorsicht der Meisten und die Zungern lockern sich. Und seinem geselligen und harmlos wirkenden Trunkkumpanen weiht man doch gerne in das ein oder andere Geheimnis ein.

Schwächen:
Lichtmagie: Alles hat eine Kehrseite und so ist Skýlers größte magische Schwäche die Gegenmagie Licht! Und je größer seine Fähigkeiten geworden sind, je stärker scheint auch seine Anfälligkeit geworden zu sein. Natürlich passt er auf, doch nicht jeder Bedrohung kann man entgehen. Besonders nicht, wenn man mit dem Feuer spielt…!
Mischlingsdasein: Ein Mischling hat es nicht leicht. Ein Dunkelelfmischling hat es noch ein bisschen schwerer. Denn zumindest von dieser Seite der Verwandtschaft aus betrachtet, ist er durch sein unreines Blut bereits ein niederes Wesen. Tatsache ist allerdings, dass Skýler diese abwertende Sichtweise in seinem Leben noch nicht häufig stark zu spüren bekommen hat, da er noch nie in Morgeria gewesen war. Kraz’hian selbst besitzt andere Wege und Mittel, seinen Schüler und sein Werkzeug in der Spur zu halten. Dennoch muss er, wie die meisten Mischlinge mit dem stetigen Argwohn und Misstrauen leben, das jedes andere Volk, das den Dunkelelfen nicht wohl gesonnen gegenübersteht, zeigt. Da es allerdings allgemein bekannt ist, wie reinrassige Dunkelelfen Mischlingsabkömmlinge betrachten, ergeben sich daraus wieder Möglichkeiten, andere von der eigenen Rechtschaffenheit zu überzeugen. Anstrengend ist und bleibt es aber.
Das Meer und Pferde: Warum auch immer – er kommt mit beidem nicht wirklich klar. Trotz seiner neldorethischen Abstammung waren ihm die Huftiere nie geheuer. Gleiches gilt für das Meer und Boote. Äußerlich mag er sich zusammenreißen, doch innerlich stirbt er tausend Tode, wenn man ihn auf die See hinausschickt. Er weiß in solchen Fällen genau, dass er nicht gegen den Wind gerichtet stehen sollte…
Misstrauen: So kommunikativ und zugänglich er wirkt, Skýler lässt niemanden gerne nah an sich heran. Er misstraut im Grunde jedem und hält andere bewusst auf einem persönlichen Abstand! Seine Vertrauensprobleme können ihn zwar schützen, doch verhindern diese auch, dass er einer Einsamkeit entkommt, der er sich selbst gar nicht wirklich bewusst ist.
Selbstversorger: Er ist nicht wirklich wählerisch, was seine Nahrung angeht und weiß in der Natur für sich zu sorgen. Doch wenn es ans Kochen geht hören seine Fähigkeiten völlig auf. Gleiches gilt für das Versorgen von Wunden. Er besitzt Grundkenntnisse doch darüber hinaus könnte man meinen, dass er zwei linke Hände besitzt.

Lebensgeschichte:

Kindheit:
Geboren wurde Skýler im Dorf Neryan im Neldoreth. Und das war bereits ein großes Problem: Denn Skýler ist das Produkt einer Vergewaltigung.
Seine Mutter Tíandara, die Tochter des neldorethischen Händlers Aldon, der mit Stoffen in verschiedenen Städten handelte, wurde bei einem Überfall einer Gruppe Dunkelelfen entführt und sollte als Sklavin nach Morgeria gebracht werden. Einer ihrer Entführer, namens Sangrìus Zhèkkra - ausgerechnet der Dunkelelf, bei dem sie sich einbildete, zumindest einen Funken Freundlichkeit zu finden, verging sich eines Tages während ihrer Reise an der hübschen Elfe.
Tíandara war nicht die einzige Gefangene, die die Dunkelelfen nach Morgeria bringen wollten und bei einem Aufstand der Versklavten, nutzte sie ihre Chance zur Flucht, die sich ihr höchstwahrscheinlich nicht noch einmal geboten hätte. Ihr gelang das scheinbar Unmögliche, schaffte es zu entkommen und kehrte über Umwege nach Neryan und zu ihrer Familie zurück. Doch dort musste sie schon bald entdecken, dass sie ein Kind unter dem Herzen trug.
Entgegen dem Willen ihrer Familie entschied sich Tíandara dafür, das Baby nicht nur auszutragen, sondern auch zu behalten und großzuziehen. Sie hatte ein gutes Herz und konnte dem Kind – ihrem Kind - keine Schuld dafür geben, was ihr wiederfahren war. Die Geburt verlief dennoch mit schweren Komplikationen, bei der Tíandara beinahe ihr Leben verloren hätte und von dessen Folgen sie sich auch niemals wieder gänzlich erholte.
Den Mitgliedern ihrer Familie, gelang ihre neutrale Sicht auf die Dinge nicht. Der Anblick und das Aussehen des Kindes, dem man die väterliche Herkunft nur allzu gut ansehen konnte, erinnerte die Elfen täglich an das Leid und die Schande, die Tíandara widerfahren war. Besonders Tíandaras Vater Aldon ertrug die Existenz des Kindes kaum. Die Abscheu seinem ‚Enkel‘ gegenüber wuchs von Tag zu Tag und so wurde das Zusammenleben unter einem Dach zu einer Zerreisprobe.
Skýler erfuhr von seiner Mutter hingegen viel Liebe, Wärme und Geborgenheit. Doch wuchs er auch mit der Distanz, dem Argwohn und dem Misstrauen der restlichen Familienmitglieder auf. Besonders die Blicke seines Großvaters, die stets abschätzend und ungnädig auf ihm ruhten, machten dem Jungen mit zunehmendem Alter sehr zu schaffen. Der Grund wurde totgeschwiegen, denn die Wahrheit wollte niemand aussprechen und Lügen kam nicht in Frage. Und auch Tíandara wollte Skýler vor der Wahrheit schützen. Zumindest solange es ihr möglich war.
Der innerfamiliäre Konflikt beeinflusste auch das Verhalten der Dorfbewohner, die sich möglichst nicht einmischen wollten. Und da sie die ersten Jahre kaum in den Genuss kamen, dem Mischlingsspross zu begegnen, begegneten sie Mutter und Sohn mit verhaltener Freundlichkeit, die kaum tiefere Bindungsprozesse zuließ.
Entgegen Tíandaras Hoffnung legte sich die Abneigung ihrer Familie selbst nach 7 Jahren nicht. Und um ihren Sohn vor der Kälte ihrer eigenen Familie zu schützen, zog sie mit Skýler aus dem Haus ihrer Eltern aus. Am Dorfrand fanden sie ein kleines Eigenheim, indem Skýler entspannter aufwachsen konnte. Doch hatte sich die Ablehnung der anderen bereits in das Herz des Mischlings gefressen und eine Dunkelheit geweckt, die in der Zukunft für immer wiederkehrende Probleme sorgen würde.

Im Dorf wurde Skýler zwar weitestgehend toleriert, doch wie die meisten Jungen, war auch er ein Kind voller Energie, das Freude an dem ein oder anderen Schabernack, Streichen und Wettkämpfen hatte. Andere Jungelfen waren ganz genauso, doch lief etwas aus dem Ruder, bekam Skýler in der Regel die Schuld dafür. Alleine, weil sich Aldon häufig einmischte und seinen Enkel vor allen anderen als Taugenichts beschimpfte und niedermachte. So war es kaum verwunderlich, dass Skýlers Ruf darunter litt und er schnell einen Stempel als Unruhestifter aufgedrückt bekam.
In dem Mischlingselfen wuchs aus Unverständnis starke Frustration heran, die schnell und mit zunehmendem Alter in Ärger und Wut umschlug und ihn leider auch dazu verleitete, es hin und wieder mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Versuche sich zu verteidigen scheiterten immer häufiger und bald veränderte sich Skýler so sehr, dass er sich zu einem Problemkind entwickelte, das sich nicht mehr länger im Griff hatte und Grenzen immer weniger einhielt. Aus kleinen Schwindeleien entwickelten sich weitverstrickte Lügen - Auseinandersetzungen entarteten und wurden nicht selten mit Fäusten geregelt.
Tíandara beobachtete mit großer Sorge, dass sich ihr Sohn immer mehr verschloss und veränderte. Wenn sie unter sich waren, besaßen sie eine kleine heile Welt, die im Grunde der größte Schatz war, den der Junge in seinem Leben besaß. Doch diese Zweisamkeit wurde ihm ebenfalls genommen, als es Tíandara gesundheitlich immer schlechter ging, so dass sie zurück ins Haus ihrer Familie ziehen mussten. Skýler versuchte sich zusammenzureißen, alles zu ertragen und seine Probleme vor seiner Mutter geheim zu halten. Doch mit etwa 11 Jahren geriet er mit seinem Großvater stark aneinander und erfuhr, mangels der Beherrschung von Aldon, die Wahrheit über seinen Vater. Die Erklärung über den Grund all des Hasses, der ihm entgegenschlug, löste in Skýler eine Existenzkrise aus, über die er den Zugang zur Schattenmagie entdeckte. Bereits die Jahre zuvor hatte sich in ihm immer wieder ein magisches Potenzial gezeigt das Tíandara allerdings erfolglos in eine andere Richtung hatte lenken wollen.
Die Verzweiflung und die Wut, über all die Jahre der Ablehnung, entluden sich mit der Kenntnis, dass er das Produkt einer Vergewaltigung war, in Form eines Strudels aus Schatten, den der unerfahrene Junge nicht kontrollieren konnte. Er, wie auch Aldor wären an diesem Tage beinahe zu Tode gekommen.
Ab diesem Tag war Skýlers Ruf endgültig geschädigt und als Tíandara ein paar Monate später auch noch verstarb, verlor der Junge nicht nur seine einzige, ihn liebende Familie und Heimat. Er verlor seinen kompletten Halt und seine Orientierung, die seinen, bis dahin gebildeten Charakters stark in eine negative Richtung beeinflusste.
Der Schmerz über den Verlust seiner Mutter, gefolgt von der Einsamkeit, die um ein Vielfaches zunahm, wie auch die Wut, die seinen Blick immer weiter trübte, machten ihn immer empfänglicher für die Dunkelheit, die sich in seinem Herzen auszubreiten begann. Seine Magie, vor der sich der Mischlingself fürchtete und die er seit dem Vorfall verbissen versuchte zu unterdrücken, ließ sich immer schlechter kontrollieren.
Skýler verschanzte sich im Zimmer seiner Mutter, bis der Tag der Beisetzung anbrach. Er hatte all die Tage versucht sich zu beruhigen und seine Fassung mühsam zurückzugewinnen, doch als Aldon ihm die Teilnahme an der Beerdigung untersagte, eskalierte die Situation erneut. Der junge Elf überließ sich dem Hass und dem Dunkeln seines Herzen und ließ diese seine Magie kontrollieren, mit der er seinen Großvater tötete.
Ihm blieb nichts anderes übrig, als das Dorf fluchtartig zu verlassen und beschloss seinen Vater Sangrìus Zhèkkra zu finden – in naiver Hoffnung, dass seine Zeugung aus einem weitaus romantischeren Grund geschehen war, als man ihm erzählt hatte. Er hoffte dort eine Heimat zurückgewinnen zu können und machte sich auf den Weg zur toten Ebene mit dem Ziel Morgeria - größtenteils ahnungslos darüber, wie die Dunkelelfen lebten, welche Sitten sie pflegten und wie sie Mischlingsgeburten betrachteten. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass er längst beobachtet wurde.

Im Netz der Spinne – der erste Test:
Der Junge kam nie in Morgeria an. In der Nähe der Mashmoors und des Drachengebirges geriet Skýler in die Hände einer Gruppe von Unbekannten, die ihn nach erfolglosen Verteidigungsversuchen gefangen nahmen.
Die Männer verschleppten ihn in ein Lager, das sich offenbar in einer Art Tropfsteinhöhle befand und ketteten ihn dort an. 1 Wochen lang erhielt er keinerlei Ansprache. Man gab ihm das Nötigste an Verpflegung, doch keine seiner Fragen oder Forderungen wurden je erhört. Skýler wusste weder, wo er war, noch was mit ihm geschehen würde. Und so blieb ihm nichts Anderes übrig, als die Fremden zu beobachten, deren Sprache er nicht mächtig war. Was er erkannte war, dass sie allesamt zumindest teils elfischer Abstammung zu sein schienen und dem Aussehen nach nicht alle vom selben Volk abstammten.
In der 2. Wochen sprach ihn das erste Mal ein Mann in fortgeschrittenem Alter an, der der Hautfarbe nach, wie Skýler von dunkelelfischem Blute zu sein schien. Doch mehr als nach seinem Namen, seiner Herkunft und dem Grund, wieso der Junge ganz alleine in der Gegend herumlief, zu fragen tat er nicht. Über eine weitere Woche hinweg verweigerte Skýler stur jegliche Antwort. Solange man ihm keine seiner Fragen beantwortete, wollte auch er schweigen.
Nichts geschah abgesehen davon, dass besagter Mann ihn einmal täglich aufsuchte, um ihn dieselben Fragen noch einmal, zu stellen. Ansonsten wurde Skýler schlichtweg ignoriert. Er beobachtete die Männer und versuchte herauszufinden, wieso man ihn hier gefangen hielt. Doch die fremde Sprache machte es schwierig einen Hinweis auf ihre Intentionen zu finden.
Da man ihm bislang nichts getan hatte, fühlte sich der Junge zwar gefangen, doch nicht ernsthaft bedroht und so suchte er stetig nach einer Möglichkeit zu entkommen, die sich ihm aber nicht so schnell bieten wollte. Doch nach der nächsten Befragung, in der er weiterhin an seinem Schweigen festhielt, konnte er ein paar Fetzen Celcianisch wahrnehmen, die sein Befrager und ein anderer Elf mit blau-bräunlich schimmernder Haut, miteinander austauschten.
„… ob es der Junge aus Neryan …?! … bleibt stur …! … Mord … Händler Aldor…“ Die aufgeschnappten Worte ließen zum ersten Mal sein Blut in den Adern gefrieren. Den Namen den die Männer genannt hatten, war eindeutig der seines Großvaters gewesen, den er getötet hatte - wenn auch unbeabsichtigt. Das ganze Ereignis lag für Skýler selbst im Dunkeln. Er hatte sich in seiner Wut verloren, wie schon einst zuvor. Doch war er dieses Mal, bis auf ein paar Schrammen unverletzt geblieben – anders als Aldor, der tot und mit weit aufgerissenen Augen auf dem Boden hinter dem Haus gelegen hatte, nachdem die Schatten verschwunden waren. Als ihm bewusstwurde, was passiert war, hatte der Junge seine Beine in die Hand genommen und war einfach nur gelaufen…
Ab dem Zeitpunkt, nach dem er die Wortfetzten aufgeschnappt hatte, wurde Skýler immer nervöser. Er beschloss sein Schweigen nur noch vehementer zu bewahren, denn momentan befürchtete er, dass die Männer nach ihm suchten und ihn für sein Vergehen verantwortlich machen würden. Die Widersprüchlichkeiten, wie dass er diese Männer zuvor noch nie im Dorf gesehen hatte, bemerkte der Jungelf gar nicht.

Die Befragungen änderten sich kaum. Er schwieg eisern oder konterte lediglich mit Gegenfragen. Doch nach einer weiteren Woche ereignete sich ein Schlüsselereignis, bei dem Skýler Zeuge wurde, wie ein weiterer Gefangener in das Lager gebracht und auf grausame Weise gefoltert wurde. Das erste Mal mit solcher Grausamkeit konfrontiert bekam der Mischlingself noch stärkere Todesangst. Mithilfe der, durch die Angst getriggerten Magie und einer List, bei der seine Entführer ihn aufgrund vorgetäuschter starker Schmerzen losbanden, schaffte er es sie zu tüberrumpeln und zu entkommen. Es wirkte beinahe so, als hätte er das Unmögliche geschafft, doch ahnte er nicht, dass dies alles ein abgekartetes Spiel war.
Nach 2 Tagen der Flucht und dem glorreichen Gefühl des Erfolges, traf er auf einen freundlichen Mann, dem sich Skýler nach dessen Zusage ihn nach Morgeria zu begleiten, anschloss. Doch auch seine Fragen beantwortete der Mischling äußerst vage, oder wich mit der ein oder anderen Lüge der Wahrheit aus. Zusammen wanderten sie erneut 2 Tage und als Skýler seinen Fehler erkannte, war es längst zu spät. Der freundliche Mann war niemand anderes, als besagter Dunkelelf der ihn gefangen gehalten hatte.

Zurück in der Höhle erlebte Skýler einen neuen Grad seiner Gefangenschaft. Die Männer unterzogen ihm einer ordentlichen Trachtprügel und reduzierten seine Verpflegung, nachdem er sich weiterhin weigerte die Fragen des Dunkelelfs zu beantworten. Nach dem zweiten Tag der Verweigerung wurde Skýler in einen Teil der Höhle gebracht, der vollständig in Dunkelheit lag und an dem kein Fünkchen Licht vordrang. Dort kettete man Skýler an und ließ ihn erneut alleine.
Die Situation, der Stress und die Ängste setzte dem jungen Mischling immer stärker zu. Selbst unter Anwendung seiner Magie, die noch immer unkontrolliert zu seinem Schutz hervorkam, schien nicht länger etwas zu erreichen. Von Stunde zu Stunde zerfraß ihn die Isolation in der Dunkelheit mehr. Und als wäre es nicht schon schlimm genug begann sein, bis dahin namenloser Peiniger ihn mit dem Schatten deiner Seele – einem Zauber, der dem Mischling seine schlimmsten Ängste und Schrecken durchleben ließ, zu quälen.
So war es kein Wunder, dass Skýler nach 2 weiteren Tagen, in denen der Dunkelelf ihn stetig weiter quälte, zusammenbrach. Mit seinem Schweigen hatte er sich schützen wollen. Doch was brachte es, wenn sein Schweigen ihn an den Rand trieb, an dem er sich fragte, ob ein Ende nicht die bessere Wahl wäre?
„Du kannst deinem Schmerz so einfach ein Ende setzten. Beantworte einfach meine Fragen, Kleiner!“, erklang die Stimme aus der Dunkelheit. „Du solltest doch langsam begriffen haben, dass es nichts bringt so stur zu sein. Also noch einmal von vorn: Woher kommst du? Wie lautet dein Name und … was willst du in Morgeria?“ Die Stimme klang nicht drohend und doch wusste Skýler, dass auf eine Nichtbeantwortung Schmerzen folgen würden. Er lag bereits am Boden. Der kalte und harte Stein drückte gegen seine Wange und seine Augen brannten, wie auch seine Kehle.
„Wieso wollt ihr das ständig wissen? Wieso bringt ihr mich nicht einfach um?“, fragte er, seinem Motto getreu, mit Gegenfragen zu antworten. Doch gleichzeitig zitterte sein Körper vor Angst auf, als er ein tiefes Seufzen aus der Dunkelheit vernahm und ein Tätscheln auf seinem Schopf spürte.
„Denkst du nicht, dass wir bereits alles von dir wissen? Dein Schweigen sagt mehr als Worte es können!“, sprach der Dunkelelf, während sich sein Griff in das rote Haar festigte und den Jungen so in eine sitzende Position zwang.
„Ich weiß nicht was ihr zu wissen glaubt! Lasst mich endlich frei oder bringt mich um!“, sagte Skýler trotz großer Angst, dass er hier tatsächlich sein Ende finden würde. Er wollte nicht sterben. Er wollte leben und das Glück finden, von dem seine Mutter gemeint hatte, dass es auch für ihn irgendwo dort draußen gab.
Völlig unerwartet brach der Dunkelelf hinter ihm in ein amüsiert klingendes Gelächter aus.
„Offensichtlich ist heute dein Glückstag, du sturer Bengel!“, verkündete der Dunkelelf, während er die Ketten entfernte und anschließend den völlig verwirrten Skýler mit sich in einen beleuchteten Teil der Höhle zog.

Die Lehre der Schatten – Ausbildung und Leben als Spion:
Der Dunkelelf, von dem Skýler später lernte, dass er Kraz’hian hieß, konfrontierte den Jungen tatsächlich mit all dem Wissen, das er über die letzten Wochen verbissen für sich behalten hatte. Er wusste alles – woher auch immer: seinen Namen, wo er herkam und was er getan hatte. Und mit diesem Wissen erpresste er den Mischling auf geschickte Art und Weise.
Kraz’hian ließ Skýler keine Wahl bei der Entscheidung, ob er bei ihm bleiben und für ihn arbeiten wollte. Er ließ es so klingen, als wäre dies die einzige Option für ihn zu überleben. Gleichzeitig bot er ihm eine Aussicht auf Schutz, wie auch das Angebot ihm zu lehren, wie er seine Magie, mit der Skýler bereits gemordet hatte, unter Kontrolle bringen konnte. Trotz allem, dass man ihn einen sturen Bengel schimpfte, klangen auch anerkennende Worte zu ihm durch, die seine Hartnäckigkeit beim Schweigen lobten.
Für den erschöpften und verängstigten Jungen, dessen Welt gerade vollkommen auf dem Kopf stand, klangen die Worte und Argumente überzeugend genug, dass er sich für den Moment in seiner Überforderung und Ratlosigkeit geschlagen gab. Er erhielt das erste Mal seit Wochen eine anständige und warme Mahlzeit, konnte ein warmes Bad nehmen und auf einer weichen, strohausgestopften Unterlage mit Decke, in einen einigermaßen erholsamen Schlaf fallen.
Für den Moment war das alles, was sich Skýler nach den letzten Wochen wünschte. Und auch die folgenden Tage gestalteten sich deutlich angenehmer, als er es erwartet hatte. Kraz’hian zeigte sich ihm gegenüber überraschend freundlich und auch die anderen ließen den Jungen näher in die Gruppe rücken. Nicht ahnend, dass er gezielt manipuliert und beeinflusst wurde und so immer tiefer in ein Netz geriet, aus dem es kein Entkommen geben würde.
Auf geschickte Art und Weise, redete Kraz’hian Skýler ein, dass er wegen dem Mord an Aldor, keinen Platz dort draußen finden würde und dass er, sobald er seinen schützenden Wirkungskreis verließ, gejagt und getötet werden würde.
„Du hast Glück, dass ich dich gut leiden kann. Du hast Mumm gezeigt und dein Schweigen nicht gebrochen. Das schafft nicht jeder. Ich kann dir helfen, aber ich sag‘ dir gleich, dass das kein Zuckerschlecken wird. Du hast großes Talent in dir und besitzt eine Magie, die viele fürchten, weil sie wissen, dass sie diese nicht meistern können. Du bist da anders, das seh‘ ich! Jemanden wie dich könnte ich in meiner Truppe gut gebrauchen. Wenn du aber meine Hilfe willst, musst du für mich arbeiten! Ich sag’s direkt, die Ausbildung, die du durchlaufen wirst, wird dich an körperliche und seelische Grenzen treiben. Doch danach … wirst du dort draußen keine Angst mehr haben müssen! Denkst du, du schaffst das?“
Für einen gerade mal fast 12-jährigen Jungelfen, der bereits viel durchgemacht hatte, war die Manipulation der Worte nicht herauszulesen. Schon gar nicht, wenn diese ihn durch schmeichelnde Worte und eine Aussicht blendeten, die seinem Leben eine Perspektive zu geben schien. Man bot ihm einen Ort, an dem er bleiben konnte und akzeptiert wurde. Man bot ihm Sicherheit und die Möglichkeit zu wachsen. Er würde Teil einer Gruppe sein, die ihn nicht mit Abscheu betrachtete, wie es seine Familie getan hatte. Es war also kein Wunder, dass Skýler einwilligte.
Die erste Zeit der Ausbildung war bereits hart, doch sparte Kraz’hian nicht an Lob, so dass Skýler sich, von sich aus, alle Mühe gab. Er beklagte sich nicht und entpuppte sich zu einem schnellen Lerner. Doch das bewirkte, dass der Dunkelelf von Woche zu Woche die Leine strammer zog. Er erkannte das Potenzial des Jungen und hatte seine eigene Technik, ihn zu lehren. Der Ton wurde immer harscher. Er provozierte den Mischling, dem das alles dann doch irgendwann zu bunt wurde. Doch er war bereits an einem Punkt angekommen, wo es kein zurück und kein Entkommen mehr gab.
Skýler wurde durch eine jahrelange und harte Ausbildung getrieben, in der er auf grausame Art und Weise lernte, dass er nur ein Untergebener - nicht mehr als ein Werkzeug war. Ein Werkzeug, dass funktionieren und seinen Wert immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen musste. Sein Kampfeswille und sein Dickkopf erwiesen ihm während dieser Zeit keine vorteilsjagenden Dienst, denn Kraz’hians Methoden ihn zur Loyalität zu dressieren, zerbrachen seine Persönlichkeit nicht nur einmal. Es geschah immer wieder, bis Skýler nur den einen, ihm zugewiesenen Weg vor sich sah: Solange er loyal und effizient diente, solange er sich stetig verbesserte und Ergebnisse erbrachte - solange durchlitt er keine Schmerzen und würde überleben. Es war im Grunde nicht mehr als eine Überlebenstaktik, denn sich aufzulehnen brachte ihm nur das Gegenteil ein: je mehr er aufbegehrte, sich weigerte und zierte, je fester zogen sich die Knoten des Netzes zusammen, in denen er gefangen war. Ihm wurde besonders die ersten Jahrzehnte eingebläut, dass er keine Persönlichkeit besitzen durfte, sondern nur zu funktionieren hatte.

Mit der Zeit wuchs Skýler zu einem durchaus fähigen Spionanwärter heran und wurde so zu einem gezeichneten Mitglied der ‚Spinne‘, deren Bedeutung, Ursprung und Identität er nicht hinterfragte. Kraz’hian war sein Lehrmeister und gab die Befehle. Mehr musste er nicht wissen. Er tat, was man von ihm verlange. Ob es nun Informationsbeschaffung, Diebstahl oder Mord betraf, irgendwann spielte das für den Mischling keine Rolle mehr. Er stumpfte emotional ab und gewöhnte sich immer mehr an die Ausbildungsmethoden und die Arbeit.
Im weitesten Sinne überlebte Skýler dadurch, dass er tatsächlich nicht sehr viel mehr war, als nur ein dienender Schatten. Mitunter wurde seine Ausbildung dahingehend ausgeweitet, dass er für Aufträge in Städte, wie Rundett und Sarma geschickt wurde. Dort arbeitete und lernte er unter neuen und teils äußerst blutigen Voraussetzungen, was besonders seine Anpassungsfähigkeit und Flexibilität schulte. Natürlich ließ man ihn damals auch dort nicht aus den Augen und überwachte seine Fortschritte. Aber mit zunehmendem Alter und wachsender Fähigkeiten, wuchs auch stetig sein Erfolg. Er behauptete sich, stieg im Ansehen und erhielt immer mehr Aufträge, durch die er unerwartete Freiheiten erlangte. Eine neue Perspektive tat sich auf – ein neuer Raum, in dem sich Skýlers vielfach gebrochene Persönlichkeit neu finden und bilden konnte.
Nach über 90 Jahren unter Kraz’hians Befehlsgewalt und Drill, wurde Skýler zu dessen fähigsten Spion. Er hatte, wie der Phönix aus der Asche, aus den Bruchstücken seiner alten Persönlichkeit die Essenz seines Ichs bewahren können und zeitgleich eine ganz neue und stärkere Identität geschaffen, die es ihm ermöglicht hatte, zu überleben. Und noch etwas war geschehen: er hatte begonnen den Sinn und Zweck, wie auch den Ursprung der ‚Spinne‘ zu hinterfragen.
Jahrzehnte blinden Gehorsams und der Loyalität hatten ihm ein gewisses Maß an Vertrauen seitens Kraz’hian eingebracht, durch das er Freiheiten und eigenbestimmte Handlungsmöglichkeiten erlangt hatte, von denen er zu seinen Anfangszeiten nur hatte Träumen können. Der narzisstisch veranlagte Dunkelelf war sich der Kontrolle über Skýler und dessen Loyalität zu ihm absolut sicher und betonte nicht selten mit selbstzufriedenem Ausdruck, dass er es gewesen war, der dieses nützliche Werkzeug erschaffen und geschmiedet hatte.
Tatsächlich hatte der Schatten-Spion begonnen für sich selbst und seine eigenen Interessen zu arbeiten. Er entwickelte Ziele, Visionen und hielt an der Vorstellung des Lebens fest, die sich seine lange verstorbene Mutter, einst für ihn gewünscht hatte. So war das verborgene oberste Ziel, dem Netz der Spinne irgendwann doch noch zu entkommen und seine lang ersehnte Rache an Kraz’hius umsetzen zu können. Ob ihm dies jedoch gelingt, oder ob die Wünsche nur in seinen Vorstellungen lebendig sein können, liegt in der Zukunft.
Teilweise langwierige Aufträge erlauben ihm längere und selbstbestimmte Aufenthalte, außerhalb des direkten Kontrollbereichs der Spinne, wie gegenwärtig in Santros – einer Stadt, die für seine Vorhaben viele Möglichkeiten bereithält!


Inventar:
-Wurfmesser
-Schlangendolch
-Schelmpulver
-Trank des Diebes Helfer
-Flachmann mit irgendwas Hochprozentigem
-Münzbeutel mit 56 Fuchsmünzen

Tierische Begleiter: keine

Einstiegspost: folgt

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