Auf der Suche nach dem Turm

Der geheimnisvolle Turm, der irgendwo im Wald Neldoreth liegt. Seine Tür ist durch ein Rätsel versiegelt. Welche Schätze birgt er und wie öffnet man seine Pforten?
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Luziver
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Luziver » Mittwoch 29. November 2006, 20:54

Luziver sah wie kazel langsam aufwachte. Total aufgeregt und immer noch etwas besorgt lief sie einmal um Shantih und Kazel herum und setzte sich wieder.
"Kazel! Luziver will helfen!! Was soll Luziver machen?? Kazel!! "

Das Mdächen wollte den Mischling nicht anfassen, denn sie hatte Angst ihm weh zu tun. Deswegen fragte sie lauthals was sie tun sollte.

<b>Armer Kazel.. Was soll ich tun?? </b>

"Luziver hat zwar Menschen im Dorf nicht geholfen, aber Luziver will Kazel helfen! Luziver muss Kazel helfen!! " Sagte sie entschlossen und war immer noch sehr aufgeregt.

kurz überlegte Luziver, dann sagte sie: "Wenn Kazel nicht gesund wird, dann kommt Lucy!! Jaaaahhhh!!! Also kazel! Werd jetzt gesund!! Steh auf!! Luziver bekommt Angst!! Kazel...." jammerte dann das kleine Mädchen. "Luziver weint wenn Kazel jetzt nicht gesund wird!!...Sag jetzt was!! Kazel!!"

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Shantih
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Shantih » Mittwoch 29. November 2006, 21:35

Shantih hörte erleichtert das leise Wispern von Kazel, der kurz Anstalten machte, aufzustehen, aber nicht dazu in der Lage war. Luziver sprach laut und aufgeregt in ihrer kindlichen Art, Shantih warf ihr ein Stück Stoff aus ihrer Tasche zu.

"Kannst du das mit dem Wasser aus dem Kessel an der Feuerstelle nass machen?"
Nun, wo sie wusste, das Kazel noch irgendwie mitbekam, was um ihn herum geschah, gelang es ihr, wieder vollkommen ruhig zu werden.

Ganz vorsichtig hob sie sein Oberteil an, so dass sie einen Teil seines Rückens sehen konnte. Shantih atmete ruckartig ein, als sie die Narben auf dem starken Körper sah.
Fragen drängten sich in ihren Kopf, doch sie ließ ihnen keinen Platz.

<b>Sie sind gar nicht richtig verheilt.. Aber sie müssen schon alt sein.. Es muss furchtbar weh tun.</b>

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Kazel Tenebrée
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Kazel Tenebrée » Mittwoch 29. November 2006, 22:45

Mit aller Kraft und unter einem gewissen Schmerzaufwand hob Kazel seine Hand und berührte die von Shantih, mit der sie soeben sein Hemd ein Stück nach oben gerafft hatte. Kazel versuchte den Schmerz zu ignorieren, denn für ihn trat nun etwas Wichtigeres in den Vordergrund.

Er zog Shantihs Hand fort, dass das Hemd wieder ein Stück herunterrutschte und einen Teil seines Rückens verdeckte, auf dem die Narben wie ein silberweißes Blitzgewitter erstrahlten.

"Nicht", hauchte er. "Ich will nicht ... dass du das siehst."

Kazel drehte den Kopf zu Seite, weg von Shantihs Augen. Er konnte sie jetzt nicht ansehen. Er fühlte sich schlecht.

<b>Jetzt hat sie die Narben doch gesehen. Jetzt hält sie dich für einen Krüppel und wird sicherlich gleich wieder in den Wald davon laufen ... nur dass du sie dieses Mal nicht zurückholen kannst.</b>

Kazels Hand löste sich von Shantihs und umklammerte einen Grasbüschel, riss diesen schließlich aus und blieb zur Faust geballt.
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Shantih » Donnerstag 30. November 2006, 08:46

Kazel zog Shantihs Hand zwar von den Narben fort, doch gesehen hatte sie sie. Ihr Blick lag still und traurig auf dem eben Entdeckten. Wie er vor ihr lag, Shantih kam es vor, als wäre er geschlagen. Er wendete sich ab von ihr, wollte den Schmerz vor ihr verbergen.

"Ich werde das jetzt aber sehen müssen, weil ich will dass du wieder ohne Schmerzen stehen kannst, ich will..."
Ihre Stimme nahm einen sanfteren Ton an, während sie das Hemd vorsichtig wieder hochschob.
"...Dass wir wieder zusammen durch die Wälder wandern können, bald.. Ich kann nicht zusehen, wie du dort liegst."

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Kazel Tenebrée » Freitag 1. Dezember 2006, 00:16

"Das ... will ich auch", drang Kazels Stimme leicht gedämpft an Shantihs Ohren. Seine Faust lockerte sich, blieb aber immer noch etwas geballt. Den Grund würden Shantih und die anderen schnell erfahren. "Also schön", sagte Kazel und stemmte sich auf die Ellenbogen. Er atmete tief ein und ohne einen Laut oder Schmerzensschrei von sich zu geben richtete er sich auf und setzte sich aufrecht hin.

Eine Weile blieb er so sitzen, schweigend und schwer atmend. Innerlich durchfuhren ihn erneute Schmerzen, entsprungen aus seinem Rücken. Mit aller Kraft beherrschte er sich, nicht wieder zu schreien. Auf seiner Stirn glänzten Schweißperlchen, als er sein Gesicht Shantih zu wandte, die hinter ihm saß. Und tatsächlich lächelte Kazel wieder, was er sonst nie tat.

<b>Nur dir gehört mein Lachen.</b>

"So, jetzt brauchst du mich wenigstens nicht mehr hier liegen zu sehen. Kannst du mir die Schmerzen nehmen? Sonst stehe ich auf und wir gehen einfach weiter."

Das Lächeln schwand, Kazels Gesicht drehte sich wieder vor und er beobachtet Luziver, die zum Lagerfeuer gelaufen war. Wo war eigentlich dieser Ray geblieben? Wieviel hatte er jetzt von Kazels Schwächen mitbekommen?
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Shantih » Freitag 1. Dezember 2006, 06:35

Shantih nickte zögernd.
"Ich denke, dass ich es kann. Bei Narben..."
Behutsam zog sie ihm sein Hemd über den Kopf, diesmal zuckte sie nicht zusammen.
"...wie diesen hier, kann man sich nicht sicher sein..."

<b>Ich muss ihm die Schmerzen nehmen können!</b>

Sie griff in ihre Tasche, holte einen kleinen Tontopf hervor.
"...Sie sind... Wo ich aufgewachsen bin, hielt man sie für einen Teil des Geistes, desjenigen, der..."
Shantih wollte auf keinen Fall in Kazels Vergangenheit rumbohren und hoffte, dass er dies nicht als Frage verstand,
doch dass diese Narben ihm zugefügt wurden, war Shantih klar. Narben sprachen ihre eigene Sprache.

"...der sie verschuldtet hat."

Sie kramte noch etwas weiter in der Tasche, beäugte Kazel mahnend, inzwischen kannte sie ihn soweit, dass sie wusste, er war nah dran einfach weiterzuspazieren, den Schmerz sozusagen hinter seiner Kapuze verstecken. "Bleib ja sitzen, weglaufen gibts nicht."

"Mir fehlen zwei Kräuter, aber ich weiß dass sie hier gleich am Waldrand wachsen."

Zärtlich ergriff sie kurz seine Hand, bevor sie sich zügig auf den Weg zum nahen Waldrand machte.

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Luziver » Freitag 1. Dezember 2006, 15:17

Luziver machte das Stück Stoff, das Shantih ihr gegeben hatte nass. Dann rannte das Mädchen wieder zu den beiden hin und reichte der jungen Menschenfrau das triefend nasse Stoff. Besorgt sah sie Kazel zu, wie er sich dann doch aufsetzten konnte.

"Kazel darf nur weiter wenn Schmerzen weg sind und Kazel gesund ist!! Wir werden erst den Turm suchen gehen, wenn kazel wieder gesund ist!!" Mehr sagte das kleine Mädchen nicht.

Sie sah Shantih gespannt an. "Shantih ist zwar nich so gut wie Großmutter, aber hier in Celcia die beste Heilerin die Luziver kennt!! Shantih schafft das, auch wenn Lucy anderer Meinung ist. Shantih ist beste Heilierin in Celcia!!"

<i>naja, Mir soll es egal sein ob Kazels Schmerzen weg gehen oder nicht! Mir wäre es lieber wenn er noch mehr Schmerzen haben würde!!</i>

"jetzt hör doch auf Lucy!! Wirklich!! Langsam gehst du zu weit!! " Luziver wandte sich an Kazel " Tut Luziver leid dass Lucy will dass Kazel ganz viele Schmerzen haben soll... Aber Luziver will dass du wieder gesund wirst!! Tut Luziver wirklich leid dass Lucy so gemein ist!..."

<b>Manchmal geht Lucy echt viel zu weit!!!</b>

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Kazel Tenebrée » Freitag 1. Dezember 2006, 15:49

"Ich bin doch schon wieder so gut wie auf den Beinen", murrte Kazel ein wenig trotzig. Ihm war es unangenehm, dass man ihm so viel Aufmerksamkeit widmete, wo er doch so lange Zeit die Zurückgezogenheit gewöhnt war. Er schaute zu Shantih hinüber, die am Waldrand nach den beiden fehlenden Kräutern suchte.

"Shantih schafft das schon."

Dann entschuldigte sich Luziver plötzlich dafür, dass Lucy so gemein sei und Kazel noch mehr Schmerzen wünschte.

<b>Ich hab es ja gewusst. Diese Lucy ist eine genauso hartherzige Person wie meine dunkelelfische Familie. Aber auf ihre Wünsche lege ich keinen Wert.</b>

Statt barsch zu reagieren, hob Kazel abwehrend die Hände und meinte nur: "Schon gut, Luziver. Du brauchst dich nicht entschuldigen, du kannst doch nichts dafür, dass Lucy und ich uns nicht mögen. Sie wird ja vorerst nicht wieder auftauchen. Du bleibst erstmal bei uns, deine Gesellschaft ist mir weitaus lieber." Er streckte den Arm aus, um Luziver wie bereits üblich den Kopf zu tätscheln, doch ein stechender Schmerz zog sich vom Rücken bis in seine Hand hinein und Kazel zuckte zurück. Ruhig blieb er sitzen und wartete darauf, dass Shantih bald etwas gegen die Schmerzen unternahm. Innerlich verfluchte er Khoraks Tollpatschigkeit.
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Shantih » Freitag 1. Dezember 2006, 18:12

Rasch hatte Shantih die nötigen Blätter und Wurzeln in der Hand und sie beeilte sich, wieder zu Kazel zu kommen. Sie hatte nicht gehört, worüber die Beiden gesprochen hatten, einzig und allein das "Shantih schafft das schon.", bekam sie so halb mit.

<b>Es ist schön, dass er Vertrauen in mich setzt...</b>

Sie nahm das nasse Stück Stoff von Luziver entgegen und dankte ihr lächelnd. Sie drückte es aus, so dass es nicht mehr tropfte, und ließ ein wenig des Wassers in den kleinen Tontopf fallen.

"Hier, halt es kurz, bitte."
Sie gab Kazel das feuchte Tuch in die Hand, warf ihm ein flüchtiges Lächeln zu, bevor sie sich daran machte, die Kräuter und Wurzeln aus dem Wald und die, die sie noch in ihrer Tasche hatte, zu einem Brei zu zermatschen.

"Möchte der Patient sich bitte wieder hinlegen?"
Vielleicht, so hoffte Shantih, springt mein Lachen wenigstens für einen Moment auf ihn über.

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Kazel Tenebrée » Freitag 1. Dezember 2006, 19:18

Kazel streifte sich zunächst sein Hemd ganz vom Kopf. Es störte nur, wenn es ihm auf Nacken und Schultern hing. Behutsam legte er es beiseite. Dieses Hemd hatte ihm schon lange gedient und es sah immer noch relativ gut aus. Natürlich war es leicht zerschlissen und auch recht fleckig, aber noch immer tragbar. Auf dem schwarzen Stoff waren verschmutzungen ohnehin kaum zu erkennen.

Kazel ging mit langsamen Bewegungen wieder zu Boden, legte sich auf den Bauch bettete den Kopf auf seinen Unterarmen, die er überkreuzte. Kurz fiel sein Blick auf die Tätowierung auf der Innenseite seines rechten Handgelenks. Dort befand sich das Bild eines ursprünglich silbernen Sichelmondes auf einer schwarzen Scheibe. Auch die Tätowierung zierten kleine dünne Narben und der Mond hatte an Farbe verloren, erstrahlte nicht mehr silbern, sondern in einem matten Grau. Für einen Moment starrte Kazel das Bildnis an.

<b>Das Familienwappen der Tenebrées. Wie gern würde ich es loswerden.</b>

Dann legte er den Kopf darauf und schloss die Augen. Er musste sich jetzt entspannen, damit Shantih ihr möglichstes tun konnte, um den Schmerz aus seinen Gliedern zu verbannen. Kazel wusste, dass seine Narben niemals verheilen würden, aber wenn die Schmerzen wenigstens für eine Weile verebbten, so sollte ihm das nur Recht sein.

"Ich liebe dich immer noch", murmelte er zwischen seinen beiden Unterarmen vor sich hin.
Zuletzt geändert von Kazel Tenebrée am Freitag 1. Dezember 2006, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Shantih » Freitag 1. Dezember 2006, 23:01

Shantih breitete die Masse aus Pflanzen mit sanften Fingerstrichen über Kazels entblößten, narbenübersähten Rücken aus und legte, das nun wieder an sich genommene, feuchte Tuch darüber.

"Es wird die Narben daran hindern, wieder ganz aufzubrechen, keine Entzündungen.", meinte sie still, sie hatte Kazels in die Arme gemurmelten Satz durchaus verstanden, unsicher besah sie sich ihre Hände.

Shantih drehte sich langsam, mit einem unangenehmen Gefühl im Nacken zu Ray um, doch an seinem Gesicht konnte man ja dank seiner Maske nichts lesen, dennoch, da war "es" wieder. Der Schatten. Nicht in seinen Augen, Aber um ihn.

<b>Tenebrées? Was soll das sein und warum fragt er das ausgerechnet jetzt?</b>

Die Art, wie Ray sich in diesem Moment verhielt, passte Shantih gar nicht. Angst, nein, sie wusste selbst nicht warum, Angst hatte sie kein Bisschen, aber das eindeutige Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Mal wieder.
In dieser Reisegruppe würde es wohl nie einen Tag ohne "Komplikationen" geben.

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Kazel Tenebrée » Freitag 1. Dezember 2006, 23:18

Kazel hatte von Rays nahem Auftauchen nichts mitbekommen, denn er hatte ja immer noch die Augen geschlossen und sich nur auf das kühlende Gefühl auf seinem Rücken konzentriert.
Auch dass Ray den Namen seiner dunkelelfischen Familie Tenebrée, sein Vermächtnis, geflüstert hatte, war Kazel entgangen. Er entspannte seine Muskeln, lauschte Shantihs Erklärungen und fühlte sich schon viel besser. Die Schmerzen waren fast wie weggeblasen.

"Muss ich jetzt noch eine ganze Weile so liegenbleiben? Wir sollten lieber weiterreisen."

Kazel sagte dies nicht nur, weil er eine Ahnung hatte, dass sie sich eilen sollten, sondern auch, weil er befürchtete, sonst noch eine Nacht mehr ertragen zu müssen, in der womöglich die Visionen wiederkehrten.

"Vielleicht könnten wir einen Verband oder Stoff um den Kräuterbrei anlegen, damit nichts verschmiert wird, wenn ich mein Hemd wieder anziehe", schlug Kazel vor und öffnete nun wieder die Augen. Da entdeckte er Ray, sah im Liege zu ihm hinauf und erwiderte aufs Neue seinen Blick.

<b>Nun kennt er also deine Schwäche. Das ist wohl keine gute Nachricht für mich. Ray ist mir immer noch ein seltsamer Mensch. Wenn er denn ein Mensch ist. Seine Maske verbirgt ihn ja vollkommen.</b>
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Luziver » Samstag 2. Dezember 2006, 00:32

Luziver sah Ray verwundert an.

<i>Was hat Ray eben gemurmelt? Tenebrée?? Da! schonwieder! Die Aura von Ray.. Sie hat sich wieder geändert!! Aber nicht seine Augenfarbe... Was ist das für ein Mensch? Ich habe das ungute Gefühl das irgendetwas in ihm lebt. Vielleicht auch eine zweite Persönlihkeit? Es ist jedenfalls nichts gutes!!</i>

<b>Langsam, aber nur ganz langsam merke ich es auch, Lucy... Es macht mir etwas Angst!!</b>

Dann wandte das Mädchen ihren Blick von Ray ab und wandte sich Kazel zu. " Ja, Luziver ist auch dafür dass wir Turm suchen! Soll Luziver für Kazel noch einen Wurm jagen? Wird dir bestimmt helfen! Dann... Dann..." Sie senkte ihre Stimme, dass nur der Mischlingself sie hören konnte. "Dann werden Narben bestimmt nicht mehr so viel wehtun!!" Dann redete das kleine Mädchen wieder normal. "Würmer gut! Jaaahhh!!! Aber Luziver mag lieber süßes!! Genau wie Gob!! Luziver holt süßes!! Beeren!!"

Kurz wandte sich Luziver ab, nach einer kurzen weile kam sie mit einer Handvoll Beeren wieder. "Da Kazel!! Wenn du willst, holt Luziver noch einen Wurm!! Damit du schneller gesund wirst!!"

Das Mädchen hatte Kazel versprochen niemanden etwas von den Narben zu erzählen, und das tat sie auch nicht. Sie hielt ihr Versprechen. Anstatt die Narben zu erwähnen und zu sagen dass die Narben dann vielleicht nicht mehr so doll wehtun, sagte sie eher dass Kazel dann schneller gesund wird. Auch wenn die anderen spätestens jetzt von den Narben erfahren hatte, hielt das kleine Mädchen ihr Versprechen.

<b>Sonst tut Kazel Luziver ganz doll weh!! </b>

Sie wusste auch nicht direkt was töten war. Für sie war töten, jemanden in gewisser weise zu foltern, halt, jemanden 'ganz doll wehtun'; so in ihrer Sichtweise.
Zuletzt geändert von Luziver am Samstag 2. Dezember 2006, 00:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Shantih » Samstag 2. Dezember 2006, 11:58

"Ich denke, wenn du dich besser fühlst können wir gleich weiterreisen, das mit dem Verband ist eine gute Idee.", meinte Shantih lächelnd.

Shantih grinste amüsiert, als sie sich vorstellte wie Kazel mit rollenden Augen einen Wurm verschlang, weil Luziver doch extra einen für ihn "gejagt" hatte.

"Beeren schaden bestimmt nicht, Luziver.", lachte sie, noch immer das Bild von Kazel mit einem halben Wurm im Mund im Kopf.

<b>Gut, dass Luziver wieder hier ist, irgendwie... Ist sie lustig.</b>, dachte Shantih bei sich.

Shantih sah sich nach Ascar um, der Hengst war die Zeit aus sich gestellt gewesen. Sie entdeckte ihn ein paar Meter weiter, seelenruhig stand das riesige Tier und graste.

Shantih stieß einen kurzen, gar nicht mal lauten Pfiff aus und der Hengst drehte seine Ohren in ihre Richtung, bevor er, den Kopf elegant in die Höhe werfend, auf sie zugetrabt kam.
Ihre Hände strichen zärtlich über das kluge Gesicht,
für einen Moment versanken sie in Zwiesprache.

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Kazel Tenebrée
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Kazel Tenebrée » Samstag 2. Dezember 2006, 13:29

Kazels Miene blieb unbewegt, aber innerlich würgte er bei dem Gedanken, einen Wurm essen zu müssen, wo es doch so viel schmackhaftere Dinge im Neldoreth gab. Tatsächlich hatte sogar er sich in der Stillen Ebene schon oft genug von Würmer, Maden und Insekten ernähren müssen, aber das tat er nur, um zu überleben. Er zog eine Handvoll Beeren jedem Wurm vor.
Da er nicht sehr hungrig war, vertilgte er nur zwei bis drei von den Beeren, die Luziver ihm brachte. Er wollte dem Mädchen gegenüber nicht unhöflich sein, das sich schon beinahe rührend um ihn sorgte.

Schließlich meinte er zu ihr, während Shantih seinen Rücken verband: "Du hast dein Versprechen wirklich gehalten, aber ich glaube, hier in der Gruppe weiß ja nun jeder über meine ... Narben ... Bescheid. Nur erzähle keinen Außenstehenden davon, ja?"

Als Shantih sich Ascar zuwandte, weil der Verband nun angelegt war, setzte Kazel sich auf und lauschte den Worten Rays.

<i>"Kein Wunder, dass Ihr solche Schmerzen vertragt, Eure Familie war schon immer von einer sehr großen Stärke geprägt."</i>

Kazel stieß verachtend die Luft aus. "Meine Familie sähe mich am liebsten tot. Ich gehöre nicht zu ihnen, das hab ich nie." Rasch zog er sein Hemd wieder an, vor allem, um das tätowierte Wappen zu verdecken. Kazel waren Rays Blicke darauf nun nicht entgangen und er wollte so wenig wie möglich auf seine sogenannte Familie zu sprechen kommen.

<b>Eine Familie, in der die Mutter den Sohn aufgrund seiner Hautfarbe auspeitschen lässt ... eine solche Familie kann mir gestohlen bleiben!</b>

Kazel stand auf, zwar noch immer unter ein wenig Schmerzen, aber er verkniff es sich, auf sie einzugehen. Prüfend ging er ein paar Schritte und meinte schließlich: "Von mir aus können wir aufbrechen. Ich habe keine Lust, noch länger hier herum zu sitzen und auf besseres Wetter zu warten." Wie um seine Aussage zu unterstreichen, erschütterte ein Donnergrollen den Wald Neldoreth.
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von fremder Mann » Samstag 2. Dezember 2006, 14:33

Gob, der Goblin, sprang ebenfalls erfreut auf. Er sprang herum.

"Alle glücklich, Gob glücklich, wir weiter gehen. Gob zeigen euch Turm, Gob kennen den Wg, Gob euch führen. Alle wieder Freunde, alle geminsam suchen Turm. Noch weiter weg, doch wir stark, Gob zeigen Weg durch Wald!"

Freudig sprang er zu Kazel und blickte zu ihm, danach in die Runde, gnanz erwartungsvoll das die anderen sich auch zusammen packen würden und sie endlich weiter reisen könnten.


[an alle Leon de War wurde auf eigenen Wnsch gelöscht, ihr müsst als nicht mehr mit ihm rechnen]

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Shantih » Samstag 2. Dezember 2006, 15:19

Während Shantih bei Ascar stand, bekam sie Aufschluss darüber, dass Kazel mit seiner Familie anscheind nicht gerade glücklich war, doch sie mischte sich nicht in das espräch von Ray und ihm ein, außerdem herrschte Aufbruchstimmung.

<b>Der Turm.. Nunja, eine Reise mehr in meinem Leben. Doch diesmal mit Begleitung.</b>
Sie ließ kurz ihren Blick über ihre Gefährten schweifen.

Da war Luziver, das fröhliche, vor Energie sprudelnde Mädchen was Würmer aß und deren zweite Persönlichkeit genauso rätselhaft war, wie manche eigenschaften der Ersten.
Gob, der wohl freundlichste Goblin den sie je traf und auch der Beerenverrückteste.
Ray, der Neuzugang, mysteriös, von einem Schatten besessen der ihn kalt und unberechenbar werden ließ, gleichzeitig aber auch freundlich, wenn auch misstrauisch.
Khorak, der tollpatschigste Halbork Celcias, Acsar und schließlich Kazel, der Mann, den sie lieben gelernt hatte.

Mit einem, trotz allem, zufriedenen Lächeln packte sie ihre Sachen zusammen.

"Dann mal auf zum Turm."

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Luziver » Samstag 2. Dezember 2006, 16:07

"Luziver hat aber Kazel versprochen niemanden was zu sagen!! Luziver hält Versprechen!!" Dann stand sie ebenfalls auf und ging schnell zu Gob.

"Jahhhh!! Turm suchen!! Und finden!!" Sie stopfte sich einige Beeren in den Mund und gab die anderen Gob, der sich freute. Das Mädchen schaute zu Kazel. "Duu... Kazel. Was ist Familie? Du hast eben was von Familie gesagt, was ist denn das? Ist das gut, oder böse? Ist das ein Wesen? Was ist denn Familie?"

Das kleine Mädchen, das so einiges nicht kannte, kannte auch nicht was eine Familie war?! Luziver wuchs bei einer älteren Frau auf. Irgendwo hatte das kleine unschuldige und fröhliche Mädchen das Wort 'Großmutter' aufgeschnappt, als sie in der Nähe des Dorfes war und ein kleines Kind eine ältere Frau 'Großmutter' nannte. Aber es wusste doch jeder was eine Familie war, und jeder wusste doch was eine Mutter oder ein Vater war! Aber Luziver war das alles sehr fremd. Sie kannte nur 'Großmutter'.

Sie sah alle an. "Was ist denn? " Sie wunderte sich warum die anderen sie ziemlich verwundert ansahen, aber das kleine Mädchen sah wieder zu Kazel, denn sie hatte ihm diese Frage gestellt, und wiederholte sie auch. "Was ist Familie?"

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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Kazel Tenebrée » Samstag 2. Dezember 2006, 16:20

Kazel trug bereits alles bei sich, was er besaß. Er war bereit, aufzubrechen. Da fragte Luziver nach dem Wort "Familie".

<b>Und das ausgerechnet mich. Na wunderbar.</b>

Kazel schwieg zunächst. Wie sollte er ihr den Begriff nur erklären, er hatte selbst nur schlechte Erfahrungen mit dem Thema Familie gehabt. Hatte nie die Wärme und Fürsorge einer Mutter erlebt und seinen Vater mit eigenen Händen erdolcht – wenn auch nicht gewollt. Bei seiner Mutter war es damals etwas Anderes gewesen. Sie hatte er mit großer Freude in Faldors Reich verbannt. Ein seltsames Funkeln trat in Kazels Augen, als er sich an dieses Ereignis erinnerte und er berührte flüchtig den silbernen Ring in seinem rechten Elfenohr.

"Du kommst ohne Familie besser aus", sagte Kazel schließlich eiskalt. "Sie werden dir nur gefährlich. Es ist besser, wenn du keine hast." Diese Worte klangen so hart, so herzlos. Und doch war es das, was Kazel zu dem Thema vertrat. Einzig seinen Vater hätte er damals als Familie bezeichnet, doch dieser war tot und hatte ihm nichts als Kummer zurückgelassen.

<b>Vielleicht hätte auch alles anders sein können.</b>

"In welcher Richtung geht es zum Turm, Gob?", fragte er und als der Goblin in den Wald zeigte, stapfte der Mischlings-Elf einfach ein Stück voraus.
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Fähigkeiten: Dolche (durchschnittlich)
Adlerkrallen (rudimentär)
Flinkheit
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: - lederne Arm-/Beinschienen, Lederhelm
- goldener Faden aus dem Gürtel eines Inquisitors
- ein Stundenglas mit eigener Lebenszeit
- Zelte, Kochgeschirr, Handaxt für Feuerholz, Feuerstein & Zunder, Verbandsmaterial, 2-3 Seile
- 1 Dolch
Tierische Begleiter: Terror (Warg)
4 weitere Warge
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Kazel Tenebrée » Samstag 2. Dezember 2006, 18:18

Kazel lauschte Rays Worten und für ihn öffnete sich ein beinahe neuer Horizont. Dieser geheimnisvolle Maskierte hatte vielleicht gar nicht so unrecht. Zumindest nannte er alle Dinge, die sich Kazel im Bezug auf Familie vielleicht bei seiner eigenen so sehr wünschte. Andererseits ...

<b>Meine Familie existiert nicht mehr. Ich werde sicherlich nicht nach Morgeria zurückkehren, um herauszufinden, ob meine Tante noch lebt und mich weiterhin töten will.</b>

Er schaute allerdings zu seinen Reisegefährten herüber. Zu Ray und Khorak hatte er noch immer nicht viel Bezug. Nun gut, den Halbork zählte er weitaus mehr zur Gruppe als Ray, über diesen musste er erst noch mehr in Erfahrung bringen. Noch immer schwang misstrauen mit, wenn er ihn sah. Dieser Kerl war ein Mysterium, ein geheimnisvolles Schloss, zu dem man den Schlüssel verloren hatte.
Aber Luziver und Shantih – vor allem Shantih – sie beide waren sehr freundlich und fürsorglich. Es lag sicher nicht nur an der Tatsache, dass beide weiblich waren, da gab es mehr. Shantih bedeutete Kazel inzwischen alles, er vertraute ihr bereits blind. Und Luziver war ihm eine wirklich kleine Freundin geworden. Das Kind sorgte für so viel Harmonie innerhalb der Gruppe, allein schon, weil sie die Mitglieder dazu zwang, sich respektvoll zu behandeln.
Kazel sah die Kleine wie eine Schwester, die er nie gehabt hatte. Sie war ein niedliches Kind, dem man eine ganze Menge beibringen konnte, für die man ein Vorbild sein konnte.

<b>Du und Vorbild, Trottel! Dann zeig ihr am besten gleich mal, wie man seine Mutter ermordet und zwei Jahre in Einsamkeit verbringt!</b>

Kazel schüttelte die finsteren Gedanken ab. Sie alle hatten jetzt andere Ziele. Gob würde sie zum Turm der Weisheit führen und dann würden sie sehen wie dieses Abenteuer weiterging. Hoffentlich befand sich dieser Magier irgendwo in der Nähe. Kazel graute bereits vor dem Moment, in dem er vom Schlaf und erneuten Träumen eingeholt würde.
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Re: Auf der Suche nach dem Turm

Beitrag von Shantih » Samstag 2. Dezember 2006, 19:26

Shantih lauschte der laufenden Konversation. "Ich glaube... Man ist selten in der Lage, sich seine "Familie" auszusuchen. Nicht wie jetzt, hier in der Gruppe kann man gehen wann man will und vielleicht-", sie warf einen freundlichen Blick zu Ray "-auch kommen, wenn man möchte."

Still senkte sie den Blick, Sehnsucht überfiel sie. Sie dachte an ihr zu Hause, was es schon so lang nicht mehr gab, es schien ihr wie eine Ewigkeit und doch waren es nur ein paar Monate. Die Zeit die sie allein gereist war, durch die Wälder, durch die Ebenen und Dörfer, hatte sie den Gedanken an früher fast hinter sich lassen können, aber eben nur fast.

<i>"...vielleicht passt es wenn du sagst, das diese gruppe hier soetwas wie deine familie ist."</i>

<b>Meine Familie. Ja, vielleicht.</b>

Halt suchend ging sie zu Kazel und schmiegte sich ein wenig an seine Brust, während sie seine Hand ergriff und ihre in seiner verbarg.

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