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Der "brüllende Löwe" wird meist von dem männlichen Geschlecht besucht. Hier stärken sie ihre Kräfte nach dem Training, mit deftigen Speisen und Getränken. Doch auch die Löwenmenschen wissen zu feiern und trinken gerne einmal über den Durst.
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Beitrag von Gestalt » Freitag 21. Dezember 2012, 08:22

[Aris kommt von:Der östliche Teil Celcias ‹ Die Stille Ebene ‹ Die verborgene Stadt Lenonia ‹ Übungsplatz ‹ Eine neue Sippe?]
Färas öffnete zu erst die Tür und betrat das Lokal, dicht gefolgt von Aris. Es war eine überschauliche Schenke. Hier gab es keine Stühle, sondern lange Holzbänke neben den Tischen. Der Tresen stand am Ende des Raumes und war so positioniert, das man neue Gäste gleich in Augenschein nehmen konnte. Hinter der Bar befand sich eine attraktive Leoniden, mit crem-farbenden Fell und verführerischen dunklen braunen Augen. Sie reinigte gerade einen Krug auf den das Wappen von Lenonia geprägt war. Diese arbeit unterbrach sie als sie Färas erblickte. Aris erkannte sofort dass diese Löwin sich wünschte zum Harem vom alten Krieger zu gehören. Man konnte es ihr aber auch nicht verübeln, zum einen sah der Krieger sehr gut aus, obwohl er schon ein so hohes Alter erreicht hatte und zum anderen war er ein Anführer einer wohlhabenden Sippe. Die Angehörigen der „Silberklaue“ waren alle gut betucht und das erkannte man auch an ihren Rüstungen, die immer mit reinem Silber überzogen waren. So wie auch das Kettenhemd und der Schulterschutz von Färas.
Dieser lies sich von dem offenen Zuneigunsgeständnis nicht beirren und nahm an dem üblichen Tisch seiner Sippe platz. Überall war das Zeichen der Silberklaue in das Holz eingeritzt, damit auch jeden klar war, wer hier sitzen durfte und wer nicht. Es war schon eine Ehre das sich Aris auch an diesen Tisch setzten durfte, obwohl er einer anderen Sippe angehört und genau darauf kam der alte Krieger nun zu sprechen.
„Aris! Ich weiß das du einer anderen Sippe angehörst und um ehrlich zu sein, dies schmerzt mich zu sehn. Ich weiß du fühlst dich vielleicht noch zu dieser Sippe dazugehörig, weil du in sie hinein geboren wurdest, aber es wird denke ich Zeit dich neu zu Orientieren.“Färas wollte gerade mit seinen Monolog weitermachen, als ein junger Leonid an den Tisch der beiden Männer trat. Er war wahrscheinlich nicht älter als sieben Jahre und hatte gewisse Ähnlichkeit mit dem Weibchen hinter dem Tresen.
„Was möchtet ihr trinken?!“
Der Kleine blickte bewusst nur den alten Krieger an, da er hier klar der Alpha war.
„Wir hätten gerne zwei Krüge Bier, Kleiner!“ Der heranwachsende verschwand wieder in Richtung Tresen und Färas nahm wieder seinen Monolog auf.
„Wo war ich stehen geblieben? Ach ja! Also Aris wie sieht es aus, du weißt ich bin kein freund vieler Worte, möchtest du unserer Sippe beitreten? Wir haben immer einen Platz für einen guten Krieger frei und deine Sippe ist eher dafür bekannt gute Jäger und Architekten hervorzubringen. Bei uns würdest du gewiss mehr gefordert und unterstützt werden." Der junge Leonid kam gerade wieder mit zwei gut gefüllten Krügen und stellte sie auf den Tisch ab. Der alte Krieger blickte neugierig zum Albino und wartete auf einen Antwort. Die vorteile die sich hier Aris boten waren nicht zu übersehen. Zum einen würde er ein Mitglied von anerkannten Kriegern werden und zum anderen müsste er sich um Geld zum leben weniger sorgen machen.

Andere Gäste betraten in der Zwischenzeit die Schenke und langsam kam leben in die Bude.
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Re: Ein Angebot

Beitrag von Aris » Sonntag 23. Dezember 2012, 14:39

Aris folgte dem Veteranen dicht auf in die Schenke. Behagliche Wärme, der Duft von Frischem Bier und gutem Essen schlugen ihm entgegen, als er die noch relativ leere Taverne betrat. Wahrlich, so konnte man einen Tag ausklingen lassen. Das erste was ihm im Inneren auffiel, waren die schmachtenden Blicke, die von der Leonidin Färas zugeworfen wurden. Er konnte es ihr nicht verdenken. Die Silberklauen waren immerhin in der ganze Stadt geachtet und ihr Anführer ein besonders gut Aussehendes Exemplar seiner Art. Dass Färas sich davon nicht beeindrucken lies unterstrich umso mehr seine Stellung in der Stadt. Er dürfte sich vor Weibchen kaum retten können, die sich nach ihm verzehrten. Abgesehen davon wäre es äußerst unhöflich einen Kameraden einzuladen, nur um sich dann von der Wirtin schöne Augen machen zu lassen. Das passte nicht zu einem ehrenvollen Krieger und so schätze Aris seinen Begleiter auch nicht ein.
Er setzte sich zu Färas an den Tisch der Silberklauen. Eine große Ehre, bestand diese Sippe doch aus vortrefflichen Kriegern, die so schnell niemanden an ihrem Tisch dulden würden. Noch während Aris seine Blicke durch den Schankraum, über die hölzerne Garnitur, das prasselnde Kaminfeuer und die backsteienernen Wände mit ihren Bildern, einige Leoniden konnten sehr gut malen, schweifen lies, hatte sein Gegenüber schon zu reden begonnen.
„Aris! Ich weiß das du einer anderen Sippe angehörst und um ehrlich zu sein, dies schmerzt mich zu sehn. Ich weiß du fühlst dich vielleicht noch zu dieser Sippe dazugehörig, weil du in sie hinein geboren wurdest, aber es wird denke ich Zeit dich neu zu Orientieren.“ Aris legte den Kopf schief, wobei er dem Veteran tief in die Augen schaute. Worauf wollte er hinaus. Er hatte gleich gewusst, dass es hier um mehr ging als um ein einfaches Bier unter Kameraden. Doch noch bevor er seine Antwort bekam, wurden sie von einem Jungen, fast noch ein Welpe, unterbrochen. Es wurmte ihn ein wenig, dass man ihn komplett ignorierte, doch eigentlich war es nicht anders zu erwarten. Noch nicht. Färas hatte sein ganzes Leben an seinem Ruf und seiner Position gearbeitet. Aris hingegen stand noch fast ganz am Anfang. Seine Zeit würde noch kommen, da war sich der junge Krieger sicher.
Nachdem der Führer der Silberklauen zwei Bier bestellt hatte, eine gute Wahl, aber was hätte er auch sonst bestellen sollen, nahm er das Gespräch wieder auf. Aris beschränkte sich darauf nachdenklich zu lauschen. Färas hatte recht. Er selbst hatte sogar schon des öfteren darüber nachgedacht seine Sippe zu verlassen um sich einer der Krieger Sippen anzuschließen. Bei ihnen gab es zwar großartige Jäger und auch für architektonisches schienen sie eine gewisse Begabung zu besitzen, Krieger hingegen gab es höchstens eine Handvoll unter ihnen. Auf der anderen Seite war er sein ganzes Leben lang in dieser Sippe gewesen. Doch dieses Argument wog nur schwach, vor allem da er keine festen Bindungen zu auch nur einer einzigen Person in seiner Sippe hatte. Was sich ihm da hingegen bot, war der aufstieg in eine Reihe von bedeutenden Kriegern. Irgendwann war es an der Zeit die Vergangenheit hinter sich zu lassen und neue Wege einzuschlagen. In dem Moment in dem er seine Überlegungen beendet hatte, kam auch das Bier. Das konnte ja nur ein Wink des Schicksals sein. „ Du hast mich überzeugt. Lass uns darauf trinken.“ Der Albino hob den Bierkrug und lies ihn schmetternd mit dem seines neuen Anführers zusammenkrachen. „Was bedeutet das dann jetzt genau für mich? Wie geht es weiter?“. Wie die Schenke sich immer weiter füllte, wurde von Aris überhaupt nicht wahrgenommen. Viel zu sehr war er damit beschäftigt sich seine Zukunft in den wildesten und tollsten Farben auszumalen.

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Re: Ein Angebot

Beitrag von Gestalt » Dienstag 8. Januar 2013, 14:22

Auf dem Gesicht von Färas entstand ein Lächeln, seine weißen Reißzähne kamen dabei deutlich zum Vorschein. Nichts Unübliches für Leoniden, aber ein normaler Mensch hätte es jetzt auf jedenfalls mit der Angst zu tun bekommen, bei all diesen Zähnen.
Die beiden Leoniden stießen auf die zusage von Aris an, sie taten dies so schwungvoll das die hälfte des Getränkes auf den Boden landete. Jeder genehmigte sich einen kräftigen schluck, bevor der alte Krieger auf die Frage einging. „ Naja ich würde sagen wir trinken erst einmal aus und dann gehen wir zu deiner neuen Behausung! Morgen wird dann ein Fest vorbereitet, um deinen Beitritt bei der ganzen Sippe bekannt zu geben.“
Er nahm noch einen ordentlich Schluck bevor er weiter sprach.
„ Danach geht es dann so richtig los. Du wirst mit den Aufgaben unserer Sippe vertraut gemacht. Wie du ja weißt überwachen wir den Eingang zu unserer Stadt. Außerdem begeben sich die Silberklauen auch nach draußen. Wir sind öfters für einige Tage auf Erkundungsmissionen. Daran wirst du dich beteiligen müssen, natürlich wirst du dafür auch entlohnt.“
Aris war hin und her gerissen, all diese neuen Aufgaben waren wirklich eine angenehme Abwechslung im Vergleich zu seinen vorherigen Tätigkeiten, bei seiner alten Sippe. So bekam er auch gar nicht mit wie jemand den er schon seit seiner Geburt kannte das Lokal betrat und dieser jemand war ihn nicht freundlich gesinnt.

Es war sein Bruder Razok dieser lief ohne zu zögern auf seinen Bruder zu. Aris bemerkte an Färas Gesicht das etwas nicht stimmte und drehte sich um. Als er seinen Bruder sah stand er sofort auf und machte sich auf eine Auseinandersetzung gefasst.
Die anderen Leoniden die mittlerweile in der Taverne Platz genommen hatten blickten interessiert zu den beiden Brüdern. Die Schankfrau wirkte nicht so begeistert, hilfesuchend blickte sie zum alten Krieger, dieser gab ihr mit seinen Blick zu verstehen, dass sie sich nicht zu sorgen brauchte.

Der Bruder von Aris blieb ein paar Schritte vor ihn stehen. Sein dunkles, goldenes Fell ergänzte sich gut mit seiner tief schwarzen Mähne.
Mit einen diabolischen Funkeln in den Augen sprach Razok seinen gehassten Bruder an.
„Sag mal dieses Weibchen Namens Salem hattest du doch vorher oder?!“
Jeder hier in der Bar wusste das Razok auf Streit aus war. Das allein verriet schon seiner Körpersprache. Färas mischte sich bewusst nicht ein, er wollte sehen wie Aris reagierte. Aber sollte Razok auch nur eine Pfote an den Tisch der Silberklauen legen, würde ihn das Teuer zu stehen kommen.
Der Provokateur hielt sich bewusst vom Tisch entfernt, aber nicht von Aris.
„Ich dachte du wolltest wissen das sie jetzt zu meinen Weibchen gehört und solltest du auch nur in ihre nähe kommen sorge ich dafür das du niemals Nachwuchs zeugst!“
Mit einen schiefen lächeln im Gesicht starte er Aris an, sein Augen sprachen von unglaublichen Hass.
Im Lokal war es mittlerweile so still wie in einen Grab, alle Anwesenden warteten auf die Reaktion von Aris. Vielleicht gab es ja bald eine ordentliche Prügelei zu sehen?
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Re: Ein Angebot

Beitrag von Aris » Sonntag 13. Januar 2013, 12:04

Ein Fest würden sie vorbereiten und der Grund dafür, war tatsächlich er, Aris. Er bemerkte wie sich Stolz warm in seinem Körper ausbreitete, während sein Blick schon in die Ferne glitt. Er sah sich selbst umringt von den stärksten und mutigsten Kriegern Lenonias, wie sie gemeinsam Seite an Seite das Tor bewachten oder leise, heimlich aber schnell wie der Wind die Umgebung auskundschafteten. Bei all diesen Gedanken lächelte nun auch er.

Doch das Lächeln hielt nicht lange an. Als er den besorgten Ausdruck auf Färas Gesicht entdeckte, drehte er seinen Kopf, um herauszufinden, was der Grund für den plötzlichen Stimmungswechsel war. Razok. Augenblicklich stand Aris auf. Er erkannte in den Blicken seines Bruders. Er wollte Ärger. Aber noch hatte Aris keinen Grund ihm diesen zu bescheren. Unangenehm nah standen sich die beiden Kontrahenten Gegenüber und eine gewaltige Spannung entfaltete sich, bereit jeden Moment in einem Sturm Bahn zu brechen. Sie funkelten sich böse an und dann begann Razok zu sprechen. Spie Aris seine Worte wie Gift ins Gesicht. Doch diesen ließ es äußerlich völlig kalt.
Unter diesem Vorwand suchte er Ärger? Aris schüttelte traurig den Kopf, als er einen Blick auf seine Kette warf. Doch die Vergangenheit ist die Vergangenheit und sie hatte ihre Entscheidung getroffen. Er schaute seinem gegenüber wieder fest in die Augen. So viel Hass war dort zu sehen, dass ihm fast der Atem gestockt wäre. Aber mit solchen Anfeindungen, würde es Razok nicht gelingen, ihn zu provozieren. Vor allem nicht vor dem Oberhaupt seiner neuen Sippe. Als Krieger musste man Verantwortung tragen können und durfte nicht wegen jeder Kleinigkeit austicken. Also reagierte er ganz gelassen und nutzte den lächerlichen Vorwand unter dem Razok gekommen war, gegen ihn.
„Dein bestes Stück muss aber ganz schön klein und hässlich sein, dass du Angst davor hast, sie könnte direkt wieder zu mir zurück laufen, sobald sie es sieht.“, irgendwie gelang es ihm sogar einen Hauch von Mitleid in seiner Stimme mitschwingen zu lassen. Aber innerlich spannte er jeden einzelnen Muskel an, bereit sich zu verteidigen, falls sein Bruder nun losschlug. Denn ab diesem Zeitpunkt, wäre er in der Position gerechtfertig zurückzuschlagen und er würde keinen Augenblick zögern dies zu tun. Aber Er würde sich nur verteidigen, wohingegen Razok dann der Störenfried war. Darüber hinaus wäre es nicht seine Schuld, sollte die Kneipe verwüstet werden. Das schien ihm deshalb so wichtig, da seiner Meinung nach ein Krieger die Einwohner der Stadt schützen musste und nicht für die Zerstörung ihrer Häuser Verantwortlich sein durfte.

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Re: Ein Angebot

Beitrag von Gestalt » Mittwoch 16. Januar 2013, 08:38

Der alte Krieger musste über den Spruch von Aris lachen und ein Großteil der anderen Gäste ebenfalls. Razok hingegen fand das gar nicht komisch. Er war ein Jäger, eine der Besten noch dazu und er musste sich verspotten lassen, auch noch von IHM! Seine Hände ballten sich zu Fäusten und Aris erkannte in den Augen seines Bruders, dass er nicht mehr als Leonide wahrgenommen wurde, sondern als Beute. Der junge Krieger rechnete schon fest damit dass er angegriffen wurde, doch Razok zog den Schwanz ein. Der Wahn verschwand aus seinen Augen und er verließ ohne etwas zu sagen die Bar. Die Anwesenden lachten herzhaft über dieses Verhalten. Manche verglichen ihn mit einen Hasen oder Huhn. Doch Aris wusste dass sein Bruder wiederkommen würde. Er war ein Jäger und wartete den Moment ab wann er zuschlug. Hoffentlich war der Krieger dann darauf gefasst!

Die Bardame atmete erleichtert aus, als Razok die Taverne verließ und schenkte Färas ein dankvolles lächeln. Aber hatte er denn etwas getan? Diese Frage stellte sich dem neusten Mitglied der Silberklaue sofort. Doch würde der alte Krieger ihm auf diese Frage Antworten?
Fernab von diesen Überlegungen setze Aris sich wieder an den Tisch. Färas wirkte auf den Krieger mehr als zu frieden und das war er auch. Der junge Leonide hatte sich in einer prekären Situation äußert vorbildlich Verhalten. Er hatte sich nicht provozieren lassen und sein Standpunkt mit Worten dargelegt. Anstatt wie viele seiner jüngeren Kollegen, gleich zu der Waffe gegriffen.

Färas genehmigte sich den letzten Schluck aus seinem Krug, bevor er das Wort erhob. „Ich werde dir noch die Regeln unserer Sippe erklären bevor wir uns auf den Weg machen!“ Er winkte den kleinen Jungen heran und signalisierte dass er zahlen wollte. Dann kam er wieder auf die Regeln zu sprechen.
„Die erste und wichtigste Regel ist, jedem Mitglied in der Sippe wird geholfen. Wir sind eine Familie und halten zusammen!“ Das war vielleicht auch der Grund warum diese kleine Gemeinschaft so erfolgreich war. Denn die meisten Sippen waren lose Verbände, bei dem ein stetiges kommen und gehen herrschte.
„Die zweite Regel, jeder Leonide hilft in unserer Silbermine.“ Das war eine neue Erkenntnis mit der Aris nicht gerechnet hatte. Von einer Silbermine in Lenonia hatte er noch nie gehört oder befand diese sich außerhalb?
„und die letzte die du zu beachten hast, tue nichts was der Sippe schaden könnte!“
Der alte Krieger blickte Aris an und als dieser nickte und somit bestätigte, dass er die Regeln verstanden hatte, erschien wieder das übliche Lächeln auf dem Gesicht von Färas.
„Dann würde ich sagen wir brechen auf oder hast du noch eine Frage die dir auf der Seele brennt, die ich dir hier beantworten kann?“ Damit machte er klar dass er wohl nicht in der Bar über die Mine sprechen würde.
Was aber nur Verständlich war. Schließlich war diese wohl die größte Einnahmequelle der Sippe.
Der kleine Leoniden Kellner kam wieder einmal Aris Antwort dazwischen und kassierte ab. Färas bezahlte großzügig und gab den Jungen noch etwas extra Taschengeld. Denn das Trinkgeld würde bestimmt an die Mutter hinter den Tresen gehen. Als der Knabe wieder abgezogen war konnte Aris seine frage stellen oder mit dem Oberhaupt der Sippe zu seiner neuen Unterkunft gehen. Die Entscheidung lag ganz bei ihn.
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Beitrag von Aris » Sonntag 27. Januar 2013, 21:52

Er hatte seinen Bruder gedemütigt, das war Aris durchaus bewusst. Andererseits war diese Beziehung sowieso nicht mehr zu retten gewesen. So ist das Leben, mit manchen Dingen muss man sich eben abfinden. Aber auf der Hut sein, das musste er in Zukunft mehr als zuvor. Wenigstens war sein Bruder wieder fort.
Aris erwiderte das Lächeln der Leonidin, ehe er sich erneut an den Tisch setzte. Er wartete höflich darauf, dass sein Gegenüber wieder zu sprechen begann und lauschte. Eine Sippe die den Zusammenhalt ganz groß schrieb. Das wäre etwas für ihn! Da schien es ihm auch kein Problem, seinen Beitrag in der Silbermine leisten zu müssen.
Der Junge kam und kassierte ab und da Aris keine weiteren Fragen hatte, verließ er mit Färas die Taverne. Mittlerweile hatte sich die Nacht wie ein samtener Vorhang über die Stadt gelegt und genüsslich sog Aris die frische Luft ein. Was für ein Tag. Da er nicht genau wusste, wo die Unterkünfte der Silberklauen lagen, überließ er seinem neuen Oberhaupt die Führung. Jener schritt zielstrebig aus, durch das Gewirr von Straßen und Gassen, in Richtung der neuen Heimat des Albinos.
Um ihn herum war alles noch gleich, der Staub bedeckte die Straßen wie immer, fest getrampelt von hunderten Tatzen, zerfurcht von Wagenrädern, der Mond schien wie all die Nächte zuvor, vergoss sein silbernes Licht über die wunderschöne Stadt im Grasland und dennoch schien sich für Aris einiges zu verändern. Seit langer Zeit hatte er gehofft, durch sein Ehrgeiz eines Tages in eine der Kriegersippen eingeladen zu werden. Endlich war es soweit. Seine Zukunft würde er nun unter anderen seiner Profession verbringen. Er musste zugeben auch ein wenig aufgeregt zu sein. Wie würden die Anderen ihn wohl empfangen? Sich einen Platz in der Hackordnung zu erkämpfen konnte hart sein. Aber er würde diese Mühe nicht scheuen!
Auf dem Weg sprachen sie über dies und das. Über den schwelenden Konflikt mir Razok, über Salem, das Kämpfen und jede Menge belangloser Dinge wie das Wetter und dergleichen. Dann war er endlich angekommen. Es war problemlos zu sehen, wie dem alten Krieger das Herz aufging, wie seine Brust vor Stolz schwoll, als er Aris seine neue Heimat zeigte. Denn das würde es für ihn werden. Eine Heimat. So malte er sich das jedenfalls aus. Ob er zu beginn in einer kargen Ecke würde schlafen müssen, machte ihm dabei nicht viel aus.
Denn ganzen Weg über war er schon gespannt gewesen auf das Gebäude seiner neuen Sippe und nun lag es vor ihm. Lächelnd betrachtete er es, während Färas stolz Fakten darüber wiedergab.

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Re: Ein Angebot

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 31. Januar 2013, 14:55

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