Magische Kellerräume

Dies ist wohl die ruhigste Schenke ganz Celcias. Die Magier sind eher ruhige und spießige Gesellen. Sie trinken hier meist ein Gläschen und unterhalten sich über die neusten magischen Kenntnisse. Jedoch soll es hier magische Speisen und Getränke geben.
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Re: Magische Kellerräume

Beitrag von Erzähler » Dienstag 5. Oktober 2010, 07:40

Yann kommt von Die Stille Ebene -> Die Koboldstadt Urks -> Besuch bei der Familie

Sie ritten überaus schnell. Wahrscheinlich waren die Wühlmäuse auch mit irgendeinem koboldischen Zauber versehen und auf diese Weise beschleunigt worden. Yann und Holter rasten praktisch durch die schmalen, dunklen Gänge. Winzige Pilze, Wurzeln und anderes unterirdisches Gestrüpp sauste an ihnen vorbei, verwandelte sich dabei in verschwommene Flecken.
Holter jauchzte. Ihm machte der Ausritt großen Spaß. Er hielt sich mit den kleinen Händen fest am Fell der Wühlmaus, denn ein solch hohes Tempo erforderte auch viel Kraft, damit man nicht herunter stürzte.
"Kopf einziehen!", rief er Yann warnend zu, als eine gewaltige Wurzel ein Hindernis bildete. Die Mäuse aber bremsten ab, kletterten zwischen der dicken Ranke hindurch und setzten hinter ihr den Sprint fort. Einmal rasteten die beiden. Holter hatte etwas von der Feier stibitzt, die die Kobolde zu Yanns Ehren und der seiner Freunde gehalten hatten. Aber anscheinend wurde auch so in Urks oft genug gefeiert. Der Kobold reichte dem Schelm ein Stück leckeren Obstkuchens. Zur Erfrischung nahm Holter einen Schluck an einem unterirdischen Teich. In normaler Größe wäre es vermutlich nichts weiter als eine winzige Pfütze gewesen, jetzt aber hätte Yann gut und gerne darin baden können.

Die Reise setzte sich fort und gerade als Holter erwartungsvoll den Kopf hob, zog er zugleich an den Ohren seines Tierchens, um es anzuhalten. Yanns Maus wäre beinahe auf seinen Vordermann aufgerannt. "Na, sieh einer an", lachte der Kobold. Er streckte seinen zweigartigen Arm nach vorn. "Guck nur, wer da ist!"
Vor ihnen lag der Gang, aber eine runde Wölbung sagte Yann, dass sie das Ende ihrer Strecke erreicht haben mussten. Dort gab es eine kleine Tür. Sie sah wie eine normale Tür aus, bestand aus Holz und hatte auch ein Schloss. Aber sie war eben winzig und davor stand eine Gestalt. Ein grauer Umhang verdeckte den Großteil ihrer Erscheinung, aber Yann hätte sie inzwischen vermutlich unter Hunderten erkannt.
Hatte sie etwa hier auf ihn gewartet. Nirgends war eine weitere Wühlmaus zu sehen. Sie klopfte gegen die Tür, es wirkte resigniert. Kam sie etwa nicht herein? Aber wenn das der Fall war, wo steckte dann ihr anderer Begleiter? Wo steckte Tahmo? Denn dort vorn an der Tür stand niemand Anderes als Lyrien N'ador.
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Yann Adamm-Ra
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Re: Magische Kellerräume

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Dienstag 12. Oktober 2010, 07:30

Und schon ging es los, die Reise zur Stadt Zyranus sollte ihren Beginn nehme. Yann saß auf seiner Wühlmaus und reckte noch einmal zum Abschied seine rechte zur Faust geballte Hand in die Höhe, dann setzten sich die Reittiere auch schon in Bewegung und verschwanden in dem Gang, in welchem bereits zuvor Lyrien und Tahmo verschwunden waren - was Yann allerdings nicht wusste.
Alles ging so unglaublich schnell, sie rasten förmlich durch den Stollen. Kleinere Wurzeln, verschiedene Pilze und unterirdisches Gestrüpp jagte an ihnen vorüber, sodass sie in den Augen des Schelms regelrecht zu verschwommenen Klecksen und Strichen wurden. Wow... unglaubliche Tiere. Ich wusste gar nicht, dass die so schnell laufen können., dachte er sich, denn eine Unterhaltung konnte bei diesem Tempo unmöglich geführt werden. Selbst wenn etwas mit lauter Stimme gerufen würde, so wäre es möglicherweise in dem Reitlärm untergegangen. So ritten sie einfach weiter und die Zeit verstrich. Yann musste sich mittlerweile schon fest in das Fell der Wühlmaus krallen, denn sonst würde es nicht lange dauern, bis er von ihrem Rücken geflogen wäre. Allerdings kostete dies einiges an Kraft und der Junge bemerkte, dass es ihm mit immer schwerer fiel. Doch dann erhaschten seine Augen irgendetwas vor ihm. Zunächst konnte er es nicht wirklich erkennen, aber dann sagte ihm sein Verstand, dass es sich dabei um ein größeres Hindernis handelte. Was sollte er machen machen? Er wagte einen Blick zu Seite und konnte sehen, dass Holter sich nicht weiter darum zu kümmern schien, allerdings öffnete der Kobold seinen Mund, so als wolle er Yann etwas zurufen.

"Ko... ...ziehen!", war das einzige was der Schelm verstand, aber bevor er auch nur darüber nachdenken und vielleicht auf die Idee kommen konnte, dass Holter damit ebenfalls die große Wurzel meinte, spürte er, wie seine Wühlmaus das Tempo verlangsamte. Sie bremsten ab und kamen rechtzeitig zum Stillstand. Dann kletterten die Tiere über das Hindernis hinweg.
"Boah... Das war ganz schön knapp.", meinte Yann, während sie den Moment Zeit hatten und die Stimme nicht von den anderen Geräuschen verschluckt wurde. "Eure Mäuse sind ganz schön klever." Bei diesen Worten setzten der Junge wieder ein breites Grinsen auf sein Gesicht, aber dann hatten die Wühlmäuse es auch schon geschafft und weiter ging es.

Augenblicklich hatten die Tiere wieder ihre ursprüngliche Geschwindigkeit erreicht und erneut verschwamm die Umgebung von Yann zu einem unerkennbaren Etwas. Doch schließlich kam die Zeit, in welcher die beiden Reisenden eine kleine Pause einlegten. Sie hielten in einer kleinen Höhle, wo es sogar etwas Wasser gab. Sicherlich wäre dieser Teich für Yann in "Normal-Größe" nicht mehr als eine lächerliche Pfütze gewesen, in welche er mit Freuden gesprungen wäre, um zu sehen, wie das Wasser spritzte. Aber jetzt kam sie eher einem großen Teich gleich, in welchem man sogar hätte baden können.
Yann schaute sich um und als Holter ihm ein Stück Obstkuchen reichte, grinste er ihn dankbar an. "Hast wohl etwas von der Feier mitgehen lassen.", meinte der Schelm und setzte ein hämisches Kichern hinter her.

Nachdem sie ihre Mahlzeit verspeist und sich etwas mit dem Wasser in dem Teich erfrischt hatten, ging die Reise auch schon weiter. Sie mussten mittlerweile schon Stunden unterwegs sein, auch wenn es dem Jungen nicht wirklich so lange vor kam. Diesmal ritten sich nicht neben- sondern hintereinander und nach einer ganzen Weile bemerkte Yann plötzlich dass die Maus von Holter langsamer wurde. Er selbst hatte große Mühe rechtzeitig sein eigenes Reittier abzubremsen und wenn die Wühülmaus nicht so schlau gewesen wäre, dann wäre sie vermutlich voll in jene vor ihm gerast.
"Na, sieh einer an. Guck nur, wer da ist!", kichterte Holter, als sie endlich standen und zeigte mit seinem Arm nach vorn. Yann folgte seinem Wink, konnte zunächst aber nur wenig erkennen. Er sah den Gang, welcher weiter geradeaus führte, aber was dort am Ende? Es ging nicht weiter, hatten sie ihr Ziel etwa schon erreicht? Jetzt konnte der Schelm eine Tür erkennen, aber davor war noch irgendetwas anderes. Er petzte die Augen zusammen und bemerkte schließlich, dass es sich dabei um eine Gestalt handelte, welche mit einem grauen Umhang verhüllt war. Aber selbst damit erkannte er, wer diese Person war, denn mittlerweile würde er sie aus tausenden heraus erkennen.

Ein überglückliches Grinsen legte sich auf sein Gesicht und seine Laune machte noch einen weiteren Sprung zum Glücklich sein. "Ja, Holter. Das ist sie!", rief er freudig aus und sprang von seiner Wühlmaus. Er rannte direkt auf die Frau zu, welche dort an der Tür stand. "LYRIEN! LYRIEN!" brüllte er ihr entgegen und kurz bevor er sie erreicht hatte, drehte sie sich um. Ohne auch nur zu schauen, ob es wirklich diejenige war, welche er so sicher vermutete, drückte er sich an sie, schlang seine Hände um ihren Körper und es schien, als wolle er sie gar nicht mehr los lassen.
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Re: Magische Kellerräume

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 13. Oktober 2010, 18:32

Die Gestalt wandte sich um, als sie ihren Namen hörte. Jemand rief ihn lauthals und die Stimme war ihr überaus vertraut. Ungläubig schaute sie über ihre Schulter hinweg. "Yann? UFF!" Sie konnte gar nicht so schnell verarbeiten, was plötzlich geschah. Der Schelm kam auf sie zugestürmt, sie erkannte nur noch einen bunt gefleckten Schatten. Schon wurde sie regelrecht angesprungen. Arme schlangen sich um ihren Körper, hielten sie fest und drückten sie. Lyrien blieb die Luft weg, sie brachte nur ein halb ersticktes Keuchen hervor. Worte hätten es im Moment nicht aus ihrer Kehle heraus geschafft.
Auch ihre Arme wurden eng an den Körper gepresst. Yann hatte die Heilerin praktisch in einer innigen Umarmung eingeklemmt. Irgendwann bekam sie doch noch genug Luft, um ihn zu grüßen: "H-hallo, Yann."

Lyrien wartete ab, bis sich der überglückliche Schelm von ihr löste. Sacht klopfte sie sich die Robe. Sie fühlte sich ein wenig zerknittert, aber es war so schön, Yann endlich wieder um sich zu haben. Vor allem, weil sie sich allein in dem von Wühlmäusen gegrabenen Tunnel befand. War sie nicht mit Tahmo hierher gekommen? Befand sich hinter der Tür überhaupt Zyranus?
Holter kletterte von seinem pelzigen Reittier. Die Wühlmaus fiepte zufrieden. Sie schlich in eine Ecke, in der die Kobolde einen kleinen, aber länglichen Bottich aufgestellt hatten, der mit allerlei Körnern gefüllt war. Knuspernd ließ sich das Mäuschen dort nieder.
"Yann, ich wollte schon nach Urks zurückkehren, um dich zu holen. Es ist schön, dass ich mir die Reise nun sparen kann. Gut, dass du hier bist. Ich habe mich schon ... einsam gefühlt." Lyrien lächelte. Dann grüßte sie Holter freundlich. Der Kobold wippte auf seinen Zehen auf und ab. "Und was macht ihr nun?", fragte er neugierig. "Soll ich euch entschrumpfen oder wollt ihr klein bleiben?"
"Oh, entschrumpfen wäre toll, aber bitte nicht in dem Keller hinter dieser Tür. Der Wirt ist vermutlich immer noch nicht gut auf Leute zu sprechen, die plötzlich in seinem Keller stehen. Tahmo und ich mussten schon bei ihm strafarbeiten. Nochmal habe ich darauf keine Lust."
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Re: Magische Kellerräume

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Montag 1. November 2010, 07:29

Yann war einfach nur überglückliche seine Freundin wieder zu sehen. Sie war während des Festes bei den Kobolden einfach zusammen mit Tahmo verschwunden und nicht wieder aufgetaucht. Soweit hatte Yann sich aber keine Sorgen um Lyrien gemacht, denn er wusste ja, dass sie auf sich acht geben konnte und dann hatte er erfahren, dass sie mit ihrem gemeinsamen Freund und dessen Pony nach Zyranus gereist war. Zwar hatte Yann damals einen kleinen Stich in seiner Brust gespürt, denn die Heilerin hatte ihn einfach so bei den Kobolden zurück gelassen, aber dieses Gefühl war schnell wieder verflogen und jetzt spürte er nur noch Freude, sie erneut bei sich zu haben.

Er hörte ihr "H-hallo, Yann." und lies endlich von seiner festen Umarmung ab, wobei er sich in armeslänge entfernt vor sie hinstellte. Seine Augen musterten die junge Frau von oben bis unten und entweder bemerkte er es wirklich nicht, oder er überspielte gut, dass er Tahmo und Faro nirgends entdeckte. Gerade als er die in dieser Situation typische Frage: "Was machst du denn hier?" stellte, wurde augenblicklich von der Heilerin beantwortet. Sie erzählte ihm, dass sie ihn eigentlich aus Urks holen wollte und dass sie sich schon einsam gefühlt hatte. Yann grinste noch immer übers Gesicht und nickte.

"Na, dann hab ich ja fast deine Gedanken gelesen, denn hier bin ich!", grinste er frech und stemmte seine Hände in die Hüften, wobei er ein Kichern von sich gab. "Aber... du fühlst dich einsam? Sag mal, wo sind denn die Anderen? Was ist denn alles passiert?" Bei diesen Worten lies seine Freude über das Wiedersehen bereits etwas nach, denn Lyrien wirkte nicht wirklich erfreut oder glücklich, auch wenn sie dies vermutlich durch die Ankunft des Schelmes war. Irgendetwas stimmte nicht und das spürte Yann - spielten ihm hier seine Sinne nur einen Streich?!?

Schließlich mischte sich auch Holter ein und fragte, ob er sie wieder entschrumpfen sollte. Lyrien schien dies zu bevorzugen, allerdings wollte sie nicht in dem Raum hinter der Tür wieder zu ihrer normalen Größe kommen. "Der Wirt ist vermutlich immer noch nicht gut auf Leute zu sprechen, die plötzlich in seinem Keller stehen. Tahmo und ich mussten schon bei ihm strafarbeiten. Nochmal habe ich darauf keine Lust."
Yann legte sein Denkergesicht auf und machte eine übertriebene Pose des Nachdenkens. Dazu legte er seinen Kopf etwas schief auf die rechte Seite, legte seine Hand an sein Kinn und zog die Augenbrauen soweit zusammen, dass man fast hätte meinen können, dass sie aus einer einzigen Linie bestanden. "Mhhh...", machte er mit geschlossenem Mund. Dann weiteten sich leicht seine Augen, er nahm seine Hand vom Kinn und streckte den Zeigefinger aus. Mit diesem fuhr er sich an seiner Nase entlang, zuerst auf der linken, dann auf der rechten Seite und schließlich schnippte er mit seinem Mittelfinger und Daumen, wobei es ein widerhallendes Geräusch in dem Gang gab.

"Dann sollten wir zusehen, dass wir das Haus des Wirts schnell verlassen.", meinte er zufrieden mit seinem Einfall. "Na dann, auf auf. Los geht's. Lass uns zu diesem Ziel aufbrechen. Zack, zack. Hopp, hopp."
Erneut mit guter Laune ausgestattet, machte Yann einen kleinen Hoppser und ging bereits auf die geschlossene Tür zu.
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Re: Magische Kellerräume

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 4. November 2010, 21:56

Lyrien lachte herzlich. "Ja, du bist wohl ein Hellseher." Das Lachen schwand jedoch recht schnell, als Yann nach den anderen fragte. Schatten legten sich über Lyriens Augen. Sie hatte Tahmo und natürlich auch das gefräßige Pony Faro sehr lieb gewonnen. Dass sie nun wieder ohne beide unterwegs sein würde, versetzte ihr doch einen kleinen Stich im Herzen. Doch sie riss sich zusammen, versuchte, den Hauch von Traurigkeit schwinden zu lassen. Schließlich musste sie Yann erst einmal alles erzählen. Dass er ihnen nachgereist war, rührte sie. Sie hatte ihn auch sehr vermisst und freute sich über die gemeinsame Zeit, die sie von nun an wohl wieder verbringen würden. Lyrien war ungern allein, seit sie Freunde gefunden hatte.
"Es ist wirklich einiges passiert. Zu Anfang leich Unangenehmes. Ich habe es ja schon ansatzweise erwähnt. Tahmo, Faro und ich hatten uns zu früh entschrumpfen lassen und so kam Faro an den Hafer im Keller dieser zyranischen Taverne." Sie zeigte zur Tür, hinter der sich besagter Keller befand. "Das hat dem alten Wirt nicht gerade gefallen. Da wir den Hafer nicht ersetzen oder bezahlen konnten, mussten wir bei ihm strafarbeiten. Es hatte jedoch auch etwas Gutes. Wir haben auf diese Weise Lua Chii kennen gelernt, die Tahmo die Luftmagie lehren wird. Sie ist nämlich selbst eine Luftmagierin und erkannte, dass Tahmo diese Magie-Art beherrscht."

Lyrien seufzte und zwar tief. "Leider braucht Lua die Schriftrolle der Luftmagie, um Tahmo effektiv und schnell zu unterrichten. Er möchte zurück nach Pelgar und ins Fischerdorf, um zu helfen. Zunächst jedoch muss die Schriftrolle gefunden werden, weshalb er mit Lua losgezogen ist. Wir haben uns voneinander verabschiedet, denn ich wollte zurück nach Urks, zurück zu dir. Tja, und jetzt bist du hier - kleiner Hellseher."
Sie lächelte endlich wieder. Yann aber schien sich vor allem für den Keller der Schenke zu interessieren. "Warum willst du denn dort hinein? Musst du denn auch etwas in Zyranus machen?", wunderte sich die Heilerin.
Der Kobold Holter di Polter packte Lyriens Umhang. "Yann möchte durch die Tür, also los los und Schluss mit albernen Fragen." Glucksend zog Holter Lyrien hinter sich her. Wie von selbst öffnete sich die kleine Koboldtür zum Keller.
"Wir sollten uns trotzdem erst außerhalb der Taverne entschrumpfen lassen."
Das ließ Holter lachen. "Oh ja, aber vorher genehmigen wir uns ein paar Lacher!" Schon rannte er quer durch den Vorratskeller auf die Treppe zu, die hinauf in den Schankraum führte. Lyrien war sie ja bekannt. Energisch erklomm der Kobold mit aller Kraft die erste Stufe.
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