Die Universität

Hier lernen schon die Kinder wie man mit Magie und besonderen Gegenständen umgeht. Jeder Bewohner hat diese Universität schon besucht, einige wurden weiter gefördert und sind nun mächtige Magier
Benutzeravatar
Epitos Dailo
Gast
Gast

Re: Die Universität

Beitrag von Epitos Dailo » Mittwoch 15. September 2010, 00:23

Als der Runenmagier das Anliegen von Epitos und Anne wiederholte, lauschte Epitos diesem und nickte dabei nur still. "Wenn dies so ist, dann schlage ich vor, dass ich die Rune Isa als Hauptrune in Kombination mit Nauthiz verwende - wobei Nauthiz eher als Nebenrune dienen wird. Isa steht für den Stillstand und bringt eine gewisse Ruhe mit sich. Nauthiz dagegen steht für den Schmerz und wird häufig bei Trauer, Krankheit und Seelenschmerz eingesetzt, wobei der Seelenschmerz hier im Vordergrund steht." Der Magier erklärte den beiden wohl sein Vorhaben und erläuterte die Bedeutung der Runen. Epitos spürte einen Hauch Nostalgie und fühlte sich kurzzeitig wie ein Erstsemestler. Epitos selbst besaß nämlich fast keinerlei Kenntnis über die Runenmagie. Er wusste lediglich das sie helfen konnte, brauchte man zum Beispiel Ruhe. Und das sie weniger auf den Magischen Kräften der Magier aufgebaut war, sondern mehr darauf das die Kräfte den Runen selbst inne wohnten. So hatte Epitos zumindest die Runenmagie in Erinnerung "Am wirkungsvollsten wären sie natürlich wenn ich sie auf deiner Haut einbrennen oder eintätowieren würde.", als Epitos diese Worte vernahm spürte er wie sich Anne's Finger fester um die seinen schlossen aber auch ihm lief ein kalter Schauer über dem Rücken, bei dem Gedanken, das Anne Runen auf ihrem Körper eingebrannt werden würden. "Aber ich denke, dass dies nicht notwendig sein sollte. Zwar kenne ich dein eigentliches Wesen nicht, aber da du nur für die Zeit der Prüfungen ruhiger werden möchtest, denke ich, dass es genügt, wenn ich dir die Runen auf deine Haut zeichnen werde."
Nachdem der Runenmagier diese Worte allerdings von sich gab, war Epitos sichtlich erleichtert. Auf die Haut zeichnen klingt doch schon viel besser, als einbrennen oder eintätowieren ...
Als Anne dann fragte wie der Magier plante die Runen aufzuzeichnen, lauschte Epitos und bemerkte wie ein breites Lächeln auf dem Gesicht des Runenmagiers entstand.
Was lächelt der Kerl nun schon wieder so, das macht einem ja Angst ...
"Nun, ich werde die Runen Isa und Nauthiz mithilfe von Blut auf deine Haut malen. Dabei werde ich meine astralen Kräfte einsetzen und dafür sorgen, dass die Zeichen auch ihre Wirkung erfüllen. Du brauchst keine Angst zu haben, denn ich werde behutsam sein und eine Stelle deines Körper auswählen, bei welcher nicht gleich jeder die Runen zu sehen bekommt.", erläuterte der Mann weiter und wandte sich dann an Epitos. "Dich würde ich bitten, solange vor der Tür zu warten, bis ich meinem Zauber vollendet habe und ich denke, dass diese Maßnahme den sittlichen Gebräuchen dienlich sein wird."

Epitos antwortete sogleich. " Natürlich. Falls irgendwas ist, ich werde warten." Blut ... er wird behutsam sein ... eine Stelle ihres Körpers auswählen, bei welcher nicht jeder gleich die Rune sieht ... ich soll draußen warten ... Epitos stand auf, während er sich in seinen Gedanken ausmalte, was passieren würde, er wollte nicht den Raum oder eher Anne verlassen, aber er musste es, er musste dem Magier vertrauen. Aber in Zyranus würde kein verrückter Magier an der Universität unterrichten. Er musste vertrauen haben. Als Epitos sich dann aufmachte den Raum zu verlassen, bemerkte er die Hand von Anne, aber er musste sie jetzt loslassen, er musste sich von ihr lösen. Als eben jenes Geschah, als seine Hand nicht mehr die Wärme von Anne spürte, fing sie leicht an zu zittern. Doch Epitos umschloss sein Handgelenk so gleich mit seiner anderen Hand und starrte auf seine Handinnenfläche. W-w-was war das ? Was ist da gerade passiert? Dann bemerkte er etwas anderes und zwar wie eine einzelne Träne seine Wange hinunter rann, an sein Kinn gelangte und dann zu Boden tropfte. Als er dies sah, richtete er seinen Blick auf Anne. Würde man seinen Blick beschreiben, so wäre es eine Mischung aus Trauer, Reue, Nervosität und Verwunderung. Epitos wandte sich aber sogleich ab und schritt auf die Tür zu. Bei eben jener stoppte Epitos noch kurz, aber schließlich verließ er den Raum.
Als der junge Student die Tür hinter sich schloss, lehnte er sich an der Wand gegenüber der Tür an, sackte jedoch nach kurzer Zeit in sich zusammen. Er wusste nicht was mit ihm Geschah. All diese Gefühle die ihn gerade innerhalb von wenigen Stunden durchfluteten waren völlig neu für ihn. Daraufhin legte er eine Hand an die Stirn und überlegte.

Nachdem ein wenig Zeit verstrich wurde es Epitos allmählich klar. Ich glaube … ich habe mich in sie verliebt. Dabei nahm er wieder die Hand von seiner Stirn und bemerkte, es war die selbe mit welcher er auch die Hand von Anne hielt. Gleichzeitig fragte er sich noch, wie es wohl Anne innerhalb des Zimmers erging.

Benutzeravatar
Gestalt
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 667
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:13
Lebensenergie:

Re: Die Universität

Beitrag von Gestalt » Freitag 17. September 2010, 07:32

Die Bedingungen waren von dem Professor gestellt und nun galt es diese auch auszuführen, sodass Anne endlich wieder ruhiger werden würde und vielleicht auch ihre Prüfungen bestehen würde. Epitos erhob sich und das Mädchen schaute ihn aus leicht ängstlichen Augen heraus dabei an, aber es half nichts ja nicht, er musste der Raum verlassen. Langsam löste er seine Hand von der ihren und als sie schließlich getrennt waren, konnte er einen Seufzer von ihr vernehmen. Offenbar gefiel es ihr genauso wenig, wie ihm, dass er nicht bei ihr sein konnte, während des magischen Vorgangs. Sie legte ihre Hand nun auf ihren Schoß, schaffte es aber nicht ihren Blick von Epitos abzuwenden. Sie schaute ihm nach, als er zu Tür ging und unterschiedliche Gefühle machten sich in ihr breit.

Anne hatte Angst, Angst um ihre Familie, Angst vor dem, was nun vor ihr lag und Angst, dass Epitos draußen nicht auf sie warten würde. Aber warum hatte sie solche Gefühle für den angehenden Luftmagier? Eigentlich wusste sie doch, dass er vor der Tür sein würde, wenn es vollbracht war und sie den Raum verlassen würde. Es war schon seltsam. Sie blinzelte und als sie wieder ihren Blick auf ihren neuen Freund richtete, nahm sie etwas wahr. Sie konnte es nicht recht beschreiben, aber hatte sie da eine Träne gesehen? Sie war nicht sich nicht sicher und als sie den Blick von Epitos bemerkte, mit welchem er sie kurz ansah, wurde ihr erneut ganz warm ums Herz. Dann war er außerhalb des Zimmers, die Tür geschlossen.

Der junge Dailo lehnte sich gegen die Wand, welche sich gegenüber des Raumes befand, den er gerade verlassen hatte. Auch ihn ihm schien irgendetwas vorzugehen, irgendetwas stimmte nicht und dies hatte er bemerkt. Er lies sich auf den Boden nieder und schien in seinen Gedanken zu verweilen. Was waren das für Gefühle, welche derzeit in ihm hausten? Sie schienen ihm irgendwie fremd zu sein. Hatte er so etwas schon einmal empfunden? Noch konnte er es nicht sagen, aber nach eine ganzen Weile, in welcher er dort saß und darauf wartete, dass Anne wieder aus dem Zimmer des Professors kommen würde, schien ihm ein Gedanke klar zu werden. Hatte er sich verliebt?

Es dauerte und dauerte, es mochte dem Adepten wie eine kleine Ewigkeit vorkommen, in welcher nichts weiter geschah. Er hörte keinerlei Geräusche aus dem Zimmer, kein Schreien, kein Ächzen. Was mochte nur darin vor sich gehen? Schließlich jedoch öffnete sich die Tür und die junge Frau, auf die er gewartet hatte, stand im Rahmen und schaute ihn aus eigentümlichen Augen heraus an.
"Epitos.", sagte sie und in ihrer Stimme klang der traurige Unterton nicht mehr so stark mit, wie noch zuvor. "Du bist da. Du glaubst ja gar nicht, wie sehr mich das freut." Bei diesen Worten schaffte sie es sogar ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern, das erste mal, wo er es bei ihr sehen konnte und es war wirklich bezaubernd. Sie schritt auf ihn zu und umarmte ihn, drückte ihn fest an sich.
Dann erschien auch der Professor in der Tür. Er schaute den beiden zu, lächelte ebenfalls zufrieden und schien glücklich, dass seine Magie geholfen hatte. Als Anne schließlich wieder von Epitos ab ließ, kam er ebenfalls zu ihnen herüber und erhob seine Stimme:

"Es ist vollbracht. Die Runen sind gezeichnet und sie scheinen schon die erste Wirkung zu entfalten.", erklärte er ihnen. "Es wird zwar noch ein Weilchen dauern, bis sie vollends ihre Aufgabe erfüllen, aber ich bin zuversichtlich, dass es keinerlei Probleme geben wird. Ihr müsst nur aufpassen, dass sie nicht verwischen oder aber gänzlich abgewaschen werden, denn dann wäre die Wirkung natürlich vorbei." Er nickte ihnen freundlich zu. "Nun, da dies erledigt ist, könnt ihr wieder gehen und euch auf eure Prüfungen vorbereiten. Morgen beginnen ja bereits die ersten Theoretischen, daher sollte ihr die Zeit wohl nutzen, welche euch noch bleibt."
Bild

Benutzeravatar
Epitos Dailo
Gast
Gast

Re: Die Universität

Beitrag von Epitos Dailo » Freitag 17. September 2010, 16:15

Es kam dem jungen Studenten wie eine halbe Ewigkeit vor die er vor der Tür wartete. Er vernahm keinerlei Geräusche aus dem Zimmer und fragte sich schon was wohl in eben jenem Raum vorgehen würde, vor dem er saß. Dann aber öffnete sich die Tür und in ihrem Rahmen stand Anne. Als Epitos das öffnen der Tür vernahm richtete er sich sogleich auf und erblickte dann auch Anne. „Epitos.“, sprach sie zu ihm und ihre Stimme umspielte kein so starker trauriger Ton mehr, wie vorher. „Du bist da. Du glaubst ja gar nicht, wie sehr mich das freut. “ Epitos war verwundert als er sie dies sagen hörte. Warum hätte er nicht da sein sollen? Er war niemand der weglief, wenn er jemandem seine Hilfe zusagte, deswegen runzelte er auch leicht die Stirn. Aber als er hörte, dass es sie freuen würde, wurde auch ihm Warm ums Herz und er war sichtlich erfreut dies zu hören. Nachdem er dann bemerkte wie sie lächelte, war Epitos überglücklich. Er hatte sie noch nie lächeln sehen, aber dieses Lächeln war einfach nur atemberaubend schön. Er hätte nicht gedacht es das noch besser werden würde, aber sie schritt dann sogar auf ihn zu, umarmte ihn und drückte ihn fest an sich. Epitos wusste erst gar nicht wie er sich verhalten sollte, aber dann legte er sanft seine Arme um sie und sprach : „Natürlich bin ich da, ich habe ja immerhin auf dich gewartet.“ Aber dann verstummte er auch wieder, da er nicht wusste was er noch sagen könnte.
Nachdem Anne wieder von ihm abließ und auch er seine Umarmung löste, bemerkte er wie der Runenmagier zu ihnen herüber kam und seine Stimme erhob. „ Es ist vollbracht. Die Runen sind gezeichnet und sie scheinen schon die erste Wirkung zu entfalten. „, Epitos lauschte weiter den Worten des Professoren. „Es wird zwar noch ein Weilchen dauern, bis sie vollends ihre Aufgabe erfüllen, aber ich bin zuversichtlich, dass es keinerlei Probleme geben wird. Ihr müsst nur aufpassen, dass sie nicht verwischen oder aber gänzlich abgewaschen werden, denn dann wäre die Wirkung natürlich vorbei.“ Dabei nickte er ihnen freundlich zu und fuhr dann fort. „Nun, da dies erledigt ist, könnt ihr wieder gehen und euch auf eure Prüfungen vorbereiten. Morgen beginnen ja bereits die ersten Theoretischen, daher sollte ihr die Zeit wohl nutzen, welche euch noch bleibt.
Epitos hatte während all diesen Geschehnissen mit Anne völlig vergessen das morgen bereits die theoretischen Prüfungen begannen. Plötzlich war all die Fröhlichkeit wie weg gewaschen. Er wollte schon losstürmen da fiel ihm etwas ein was er vergessen hatte. Epitos drehte sich um und sprach zu dem Magier : „Habt vielen dank für eure Hilfe, ich hoffe ich könnte mich irgendwann einmal revanchieren.“ Dann griff er nach Annes Hand und sprach zu ihr: „Wir sollten uns ein Wenig beeilen damit wir noch etwas üben können ohne morgen verschlafen bei den Prüfungen zu erscheinen. Das wäre nämlich auch nicht sehr schön.“ Dann machte er sich mit Anne auch schon auf den Weg.
Während der junge Student so in Eile war, vergaß er völlig das sein Zimmer mittlerweile wohl nicht mehr leer sein würde, sondern sich vielleicht schon einer der anderen Studenten, mit denen er sich jenes teilte, dort ausruhte. Daraufhin stoppte Epitos und erhob die Stimme.
„Wüsstest du einen Ort wo wir uns ungestört auf die Prüfungen vorbereiten könnten? Ich vermute nämlich das mein Zimmer im Studenten-Dorf mittlerweile nicht mehr leer wäre. Am besten wäre wohl ein Ort wo du dich auch gut entspannen kannst, für kurze Pausen während wir lernen.“ Er blickte Anne an und erwartete ihre Reaktion.

Benutzeravatar
Gestalt
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 667
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:13
Lebensenergie:

Re: Die Universität

Beitrag von Gestalt » Sonntag 19. September 2010, 10:18

Nachdem der Professor seine Erläuterungen bezüglich seiner magischen Runen abgeschlossen hatte, erinnerte er die beiden daran, dass am nächsten Tag bereits die theoretischen Prüfungen begannen, aber Anne schien dies nicht weiter zu stören. Noch immer hatte sie ein leichtes Lächeln auf den Gesicht und es schien gerade so, als würde sie sich keinerlei Sorgen machen, die Prüfungen nicht zu bestehen. Sie war wie ausgewechselt, die Runen machten ihre Arbeit wohl ziemlich gut. Epitos erging es diesbezüglich wohl etwas anders. Seine Freude, dass es Anne besser ging, war auf einmal wie weggewischt und er machte bereits Anstalten davon zu stürmen, als er sich doch noch einmal dem Lehrmeister zuwandte.

„Habt vielen dank für eure Hilfe, ich hoffe ich könnte mich irgendwann einmal revanchieren.“, meinte er und der Mann nickte ihm wieder zu. Dann wandte sich der Magier von den beiden Adepten ab und schritt zurück in seinen Raum, worauf die Tür auch schon geschlossen wurde. Schließlich ergriff er Annes Hand und sagte: „Wir sollten uns ein Wenig beeilen damit wir noch etwas üben können ohne morgen verschlafen bei den Prüfungen zu erscheinen. Das wäre nämlich auch nicht sehr schön.“

Das Mädchen strahlte ihn an und stimmte seinem Vorschlag zu. Etwas zu üben schien jetzt genau das Richtige zu sein und so machten sich die beiden wieder auf den Weg, wobei sie Hand in Hand die Gänge und Flure der Universität entlang schritten. Für andere, welchen sie unterwegs begegneten, mochte es den Anschein haben, als seinen sie ein glücklich verliebtes Paar, welches hier entlang ging, denn sowohl Annes entspanntes Strahlen, als auch die Tatsache, dass sie gegenseitig ihre Hände hielte, waren diesbezüglich oftmals ein eindeutiges Zeichen. Hier und dort erhob sich schon wieder ein leises Tuscheln, wenn sie an kleineren Grüppchen zusammenstehender Studenten vorbei kamen, aber Anne machte sich derzeit nichts daraus. Sie ignorierte es so gut es eben ging und konzentrierte sich darauf, was nun bevor stand: das Üben für die Prüfungen. Doch plötzlich, gar nicht weit von Eingang zur Universität, blieb Epitos einfach stehen und zwang auch somit seine Begleitung inne zu halten. Sie schaute ihn etwas verwirrt an und wartete auf eine Erklärung, warum er gestoppt hatte. Diese Erläuterung sollte auch sogleich folgen: „Wüsstest du einen Ort wo wir uns ungestört auf die Prüfungen vorbereiten könnten? Ich vermute nämlich das mein Zimmer im Studenten-Dorf mittlerweile nicht mehr leer wäre. Am besten wäre wohl ein Ort wo du dich auch gut entspannen kannst, für kurze Pausen während wir lernen.“

"Mhhh...", war das Einzige, was Anne momentan von sich gab, dann rollte sie ihre Augen nach oben und legte gleichzeitig ihre Stirn in krause Falten. Sie dachte nach, ganz offensichtlich. Guter Einwand. Wo könnte man gut lernen und trainieren? Gut, die praktische Anwendung der Zauberei ist uns nur auf dem Gelände der Universität und des Studentendorfes gestattet, aber hier gibt es ja genügend Plätze, wo man die Windmagie gut trainieren kann. Aber... mhhh... wie wäre es, wenn wir... ja, das ist eigentlich gar keine schlechte Idee. Ihre Stirn glättete sich wieder und sie schaute Epitos genau in die Augen. Offenbar hatte sie eine Idee und diese tat sie auch gleich kund.

"Wie wäre es, wenn wir in den Park der Magier gehen und schauen, ob wir dort ein ungestörtes Plätzchen finden, wo wir uns für die Prüfungen vorbereiten können?", fragte sie ihren Freund und blickte ihn begeistert von ihrer Idee an. Natürlich wusste sie, dass auch Epitos über die Regeln für die Studenten bezüglich der Magieanwendung Bescheid wusste, aber erst einmal wollte sie auf seine Reaktion warten, bevor sie sich etwas neues ausdachte.
Bild

Benutzeravatar
Epitos Dailo
Gast
Gast

Re: Die Universität

Beitrag von Epitos Dailo » Sonntag 19. September 2010, 22:58

Nachdem sich Epitos bei dem Magier bedankte und zu Anne sagte, das sie sich am besten ein wenig beeilen sollten damit sie genügend Zeit zum Lernen hätten, strahlte diese ihn an und stimmte seinem Vorschlag zu. So machten sich die beiden auf und schritten durch die Gänge. Während dies geschah, bemerkte Epitos das ein oder andere Tuscheln von kleineren Gruppen an Studenten, dies Interessierte den jungen Studenten aber relativ wenig, er selbst war dies gewohnt und Anne schien dies auch nicht sonderlich zu stören. Sie behielt weiterhin ihr entspanntes Strahlen, von daher sah Epitos keinen Grund darin, irgendwas dagegen zu unternehmen. Als er dann plötzlich stehen blieb, schaute Anne ihn etwas verwirrt an, aber die Erklärung für den Stopp folgte sogleich. Epitos fragte sie nämlich ob ihr ein geeigneter Ort zum lernen einfallen würde.

Als er Anne ansprach ob sie denn einen geeigneten Ort kennen würde, zum Üben für die Prüfungen, gab sie nur ein: „Mhhh...“, von sich und dachte nach. Man konnte es an ihrem Gesicht ablesen, denn sie rollte ihre Augen nach oben und gleichzeitig bildeten sich Falten auf ihrer Stirn. Währenddessen musterte Epitos die Umgebung um überhaupt zu wissen wo er stehen geblieben war. Sie standen in einem Flur der zur Eingangshalle führte, er konnte diese sogar von seinem jetzigen Standpunkt sehen. Nachdem sich der junge Student dann wieder Anne zu wandte, war sie auch schon nach einem kurzem Moment fertig mit dem Nachdenken und schaute Epitos dann direkt in die Augen. Und dann begann sie zu sprechen. „Wie wäre es, wenn wir in den Park der Magier gehen und schauen, ob wir dort ein ungestörtes Plätzchen finden, wo wir uns für die Prüfungen vorbereiten können ?“ Der angehende Luftmagier war ein wenig überrascht als er ihren Vorschlag vernahm. Der Park der Magier, damit hätte er nicht gerechnet, er hätte erwartet das sie vielleicht vorschlug in die Bibliothek zu gehen, aber der Park der Magier? Das war definitiv unerwartet. Aber warum eigentlich nicht, dachte sich Epitos. „Hm, das hätte ich zwar nicht als Vorschlag erwartet, aber warum nicht?“ , antwortete er, „Aber du musst mir unterwegs nochmal erklären wie du darauf gekommen bist, in den Park der Magier zu gehen.“ Nachdem sich die beiden Studenten auf den Weg machten zu dem Park der Magier, verlor sich Epitos in seinen Gedanken.

Wie lange war der junge Student wohl schon nicht mehr im Park gewesen? Es musste eine Ewigkeit gewesen sein. Als Epitos klein war, verbrachte er viel Zeit im Park, aber das war noch bevor er in der Akademie aufgenommen wurde. Dann dachte er häufig an seinen Vater. Ja seinen Vater, denn Epitos wurde nur von seiner Mutter aufgezogen. Sein Vater lebte an einem anderen Ort, wie war noch gleich der Name? Achja, Hymlia, wie es dort wohl sein würde, fragte sich Epitos oft. Und er fragte sich auch, wie sein Vater dort wohl leben würde. Würde er ihn erkennen? Wohl kaum, sein Vater verließ in schon vor seiner Geburt. Aber auch auf Hymlia gab es eine Luftakademie. Vielleicht sollte Epitos dort nach seinem Abschluss an der Akademie mit der Suche nach der Schriftrolle beginnen? Selbst wenn sie dort nicht war, das ein oder andere interessante Buch würde es dort sicher geben. Aber was würde dann weiter zwischen Anne und ihm geschehen. Wie dachte sie über ihn? Sollte er vielleicht erst ihr helfen, Kontakt zu ihrer Familie aufzunehmen ? Aber würde ihn das nicht aufdringlich wirken lassen? Hymlia und die Luftmagieschriftrolle oder Anne? Epitos wusste nicht was er tun sollte. Aber er hatte noch Zeit bevor er sich entscheiden musste und außerdem würde es wohl auch von Anne abhängen. Anne, woran sie wohl gerade dachte? Würden die Runen sie nicht beeinflussen würde sie gewiss an ihre Eltern denken, aber woran dachte sie jetzt? Gewiss nicht an ihn selbst, dachte sich der junge Student. Würde sie nach den Prüfungen überhaupt noch mit ihm reden? Vielleicht, oder? Achja, sie hatten sich verabredet, für die Zeit zwischen Prüfungen und Abschlussfest. Die Zeit, in der die Studenten meist sorgenlos und ausgelassen auf den Straßen von Zyranus feierten. Würde sie auch so sorgenlos sein? Epitos hoffte es. Er hatte geplant ihr dann seine Gefühle zu gestehen, da sie dann auch nicht mehr unter dem Einfluss der Runen stehen würde, so dachte der junge Student. Und dann würden diese auch keinen Einfluss auf ihre Antwort haben.

In dem Kopf des jungen Studenten schwirrten so viele Gedanken und Fragen. Er merkte wohl nicht einmal mehr das er völlig Gedanken versunken verschiedene Wortfetzen sprach.
„ Vater … Hymlia? … Schriftrolle … Anne? … Nein … oder? … verabredet … gestehen...“ Es war mehr ein gemurmel, aber es war wohl deutlich genug um es zu verstehen, wenn man nah genug bei ihm war. So wie Anne. Aber würde sie es auch bemerken?

Benutzeravatar
Gestalt
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 667
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:13
Lebensenergie:

Re: Die Universität

Beitrag von Gestalt » Dienstag 21. September 2010, 07:28

Nachdem sie kurz vor dem Eingang zur Universität stehen geblieben waren, um zu besprechen wo sie denn nun zusammen für die Prüfungen lernen und üben konnten, machten sie sich nach einer kurzen Diskussion wieder auf den Weg. Anne hatte den Park der Magier als möglichen Ort vorgeschlagen und Epitos hatte nach wenigen Augenblicken des Überlegens zugestimmt. „Hm, das hätte ich zwar nicht als Vorschlag erwartet, aber warum nicht?“, hatte er zunächst gesagt und dann fügte er noch an: „Aber du musst mir unterwegs nochmal erklären wie du darauf gekommen bist, in den Park der Magier zu gehen.“ Anne kicherte leise bei diesen Worten, stimmte aber zu und so gingen sie wieder weiter.

Sie verließen das große Lehrgebäude, stiegen die Treppen hinunter und folgten dem breit angelegten Weg, welcher direkt südlich durch das Studentendorf führte. Es war nicht besonders viel los, denn viele Studenten hatte noch immer Unterricht und jene, die dies nicht hatten, befanden sich größtenteils noch in der Bibliothek oder bereits wieder in ihren Zimmern. Nur hier und dort kam ihnen ein einzelner Student entgegen oder es standen mal vereinzelt kleiner Grüppchen zusammen und unterhielten sich.
Das Wetter war an für sich recht schön, denn kaum Wolken bedeckten den Himmel und so konnte die Sonne ihre restliche Kraft für dieses Jahr entfalten und die Luft auf Celcia erwärmen. Dennoch merkte man bereits deutlich, dass die Zeit der dunklen Tage unaufhaltsam näher rückte, denn die Temparaturen waren bei weitem nicht mehr so warm, wie noch vor einigen Wochen.

Während die beiden so nebeneinander durch das Dorf der Studenten schritten, sagte Anne nicht sonderlich viel und es machte ebenfalls den Anschein, als dass Epitos seinen Gedanken nach hing. Das Mädchen schaute immer mal wieder zu dem Jungen hinüber, aber er schien keinerlei Notiz von ihr zu nehmen und so konzentrierte sie sich wieder auf den Weg. Über was denkt er denn wohl nach? Grübelt er, was wir zusammen lernen können? Überlegt er vielleicht, was für Themen morgen in den Prüfungen abgefragt werden können? Oder beschäftigt ihn etwas ganz anderes?, waren ein paar Gedanken, welche Anne durch den Kopf gingen, während sie der Straße folgten. Am Ende des Weges angekommen, lenkte die Adeptin ihre Schritte nach rechts und schon nach wenigen Augenblicken, erreichten sie eine mannshohe Mauer, an welcher sie weiter entlang gingen. Dies war bereits die Mauer, welche den Park einschloss und dahinter würden sie zusammen ihre Vorbereitungen treffen. Aber Anne wusste auch, dass sich dort der Sitz des Magierrates befand. In einem Turm, direkt in der Mitte des Parks, residierten die höchsten und mächtigsten Magier ganz Zyranus' und regierten über die magische Stadt.

Plötzlich vernahm das Mädchen ein paar gemurmelte Worte und verwundert blickte sie zu Epitos hinüber. „Vater … Hymlia? … Schriftrolle … Anne? … Nein … oder? … verabredet … gestehen...“ Wieder schlich sich ein Lächeln auf Annes Gesicht, während sie die einzelnen Worte hörte, aber doch riss sie ihren jungen Begleiter nicht aus seinen Gedankengängen heraus. Vielleicht würde sie später noch Gelegenheit bekommen, Epitos nach dem zu fragen, was er eben gemurmelt hatte. Und dies würde sie auch tun, denn ihr Name war ebenfalls dabei gewesen, zusammen mit den Wörten verabredet und gestehen. Hatte er ihr etwas zu gestehen? Wenn ja, was mochte dies wohl sein? Sie konnte es nicht sagen, auch wenn sie vielleicht eine Vermutung hatte und dann hatten sie ihr Ziel erreicht.

Anne hielt an und zog Epitos am Arm, sodass auch er stehen blieb. Vielleicht lies ihn dies auch aus seinen Grübelei zurück ins hier und jetzt kommen. Zumindest standen sie nun vor einem Gittertor, welches offen stand und den Blick auf den prachtvoll angelegten Park der Magier gestattete. "Wir sind da.", sagte sie und blickte auf die mittlerweile kahlen Bäume, welche die Zeit des Übergangs mit sich brachte. Dann schaute sie dem jungen Dailo direkt in die Augen und öffnete ihren zarten Mund noch einmal: "Und, Epitos? Wollen wir?"

[weiter in: Die magische Stadt Zyranus --> Der Turm der Magie --> Der Park der Magier (Seite 1)]
Bild

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4247
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Sonntag 17. Februar 2013, 13:53

Alea kommt von Der südliche Teil Celcias ‹ Reich der Dunsthügel ‹ Die Piratenstadt Rumdett > Das Versteck an der Küste

Rabaukenheimer hatte nicht zu viel versprochen. Die durch die Magie des Kobolds geschaffenen Flügel sorgten für eine schwirrend schnelle Reise durch das Loch. Es ging durch einen Erdtunnel und über Stunden hinweg konnten weder Alea, noch Devin oder Jhin etwas Anderes ausmachen. Es wäre auch bei weitem furchtbar dunkel gewesen, hätten die Flügel nicht diesen regenbogenhaften Farbreigen hinter sich ausgestoßen wie einen Regenschleier, der die Umgebung bei jedem Flügelschlag erhellte. Es war eine fantastische Reise, wenn auch - abgesehen vom Fliegen - ereignislos.
Unterwegs tollte Devin mit dem fliegenden General herum. Sie jagten einander und schwirrten wie wilde, bunte Fliegen um Alea und Jhin herum. Der Tha'Roon hielt sich bedeckt. Er beobachtete vielmehr immer wieder interessiert Aleas Flügelschlagen und das seiner eigenen Gewitterschwingen. Seine Miene blieb jedoch unbewegt. Hin und wieder gab er ein "Interessant." oder ein "Faszinierend." ab, das war aber auch schon alles. Rabaukenheimer unterhielt die Gruppe während der Reise mit einigen flachen Witzen, die aus seinem Munde aber zumindest bei Devin für Heiterkeit sorgten. Der Junge blühte richtig auf, er sauste herum und jauchzte immer wieder auf. Das Abenteuer war offensichtlich ganz nach seinem Geschmack.

Plötzlich drang aber auch vor ihnen Licht in den Tunnel hinein. Erde ließ nach, wandelte sich in Stein. Sie erreichten einen richtigen, unterirdischen Gewölbegang und schließlich flatterte das Grüppchen vor einem Portal aus simplem Holz. Die winzige Quietschestimme des Kobolds drang aus dem Ring: "Schaut, schaut, ich hab euch beschleunigt und schon sind wir da. Wenn ich euch jetzt groß mache, werdet ihr reichlich müde sein, aber ihr seid wenigstens da. Das ist einer von vielen Zugängen nach Zyranus. Ich hoffe, ihr mögt Papier."
"Papier", wiederholte Jhin geradezu mit monotoner Stimme, aber kurz darauf gab er ein Keuchen von sich, als die Flügel in einem gleißenden Blitz zersprangen und sich auflösten. Dafür schoss der Tha'Roon in die Höhe, wuchs und wuchs. Er erreichte seine ursprüngliche Größe, stieß beinahe mit dem Kopf an. Umsichtig duckte er sich, bevor er mit dem Kopf noch an den Stein donnerte. Sogleich "platzten" auch Devins Flügel, sie verpufften in einem munteren Sternenregen und schon ließ auch der Zauber auf dem Jungen nach. Zeitgleich mit ihm erhielt das Pferd seine ursprüngliche Größe zurück. General wieherte. Ihm hatte die Feengestalt wohl besser gefallen. Er blähte die Nüstern, schnaubte und legte die Ohren an. Schon klopfte ihm Devin den Hals, was das Tier beruhigte.

Nun folgte auch noch Alea. Der Sand rieselte wie ein Regen zu Boden, prasselte dort körnig vor sich hin, bis eine trockene Pfütze aus feinstem Wüstensand zu Aleas Füßen lag. Die Diebin hatte wieder ihre ursprüngliche Gestalt angenommen. Sie war nun wieder normal groß, ohne Flügel und eine Welle an Erschöpfung ebbte wohl ebenso über sie hinweg wie über die anderen. "Macht die Tür auf", forderte Rabaukenheimer aus dem Ring heraus. "Aber seid leise, ihr gelangt in das Papierlager der Zauberer. Beu-Blio-Thek oder so ähnlich."
"Die Bibliothek? Faszinierend!" Sogleich versuchte Jhin das Portal zu öffnen. Es stellte kein Hindernis dar und der Raum dahinter war ein Kellergewölbe mit Regalen, die bis unter die Decke reichten. Staubige, alte Wälzer, Unmengen von Pergamentrollen und weitere Abschriften aller Art beherbergten den Kellerraum wie zuvor der Goldschatz die Höhle an der inzwischen fernen Küste. Zwei Lesepulte standen hier, daneben Kerzenleuchter. Die dicken, weißen Wachskerzen darauf waren entzündet. Man hörte Schritte und leises Murmeln. Jemand wuselte zwischen den Regalreihen umher. "Sapperlot! Es muss doch hier irgendwo sein."
"Das ist Melongiar, die Sprache der Magier", erkannte der Tha'Roon richtig. Er hatte seine Stimme auf ein leises Raunen gesenkt und war drauf und dran, die Tür wieder zu schließen. Es wäre nicht von Vorteil, wenn man sie hier irgendwo entdeckte. Sofort hielt Devin den Atem an und bedeckte die Nüstern des Pferdes mit seinen Fingern - viel zu kleine Hände für so große Nasenlöcher.
Bild

Antworten

Zurück zu „Die Universität der Magie“