Die Universität

Hier lernen schon die Kinder wie man mit Magie und besonderen Gegenständen umgeht. Jeder Bewohner hat diese Universität schon besucht, einige wurden weiter gefördert und sind nun mächtige Magier
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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Montag 11. Juni 2007, 22:02

*Gnädige Frau... Gnädiges Kind.... lass mich frei... schnell geschwind!* Klagte der Pfannkuchen auf ihrem Teller. *Ni... cht... Ess... en... schme.. cken... sch.. euu.. ss.. lich. Ja... nicht.. ess... en... lie... ber... fa... sten.* Sang es aus Iarens Mund verstummte immer wieder wenn sie ihn schloss. Falnar antwortete ihr nicht sondern schaute sie einfach an. wirkte verträumt. Er betrachtete ihre Wange. "Mhmm" Stimmte er ihr abwesend zu. Mehr tat er nicht.

Um sie herum war reges Treiben im Gange. Schüler bedienten sich an der Theke - assen, lachten unterhielten sich. Nur Falnar sass stumm am Platz und schaute sie an.

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 13. Juni 2007, 20:19

Als Iaren aufstand und weg gehen wollte sprang Falner auch auf und hielt sie fest.

„Geht ihr heute Abend mit mir weg? Wir könnten in den Gärten spazieren gehen oder etwas essen gehen…etwas was nicht singt!“
Er lächelte sie an und wartete auf ihre Antwort. Iaren öffnete erstaunt den Mund und zu ihrem Erstaunen waren die Pfannkuchen verstummt. Falner lächelte sie immer noch an und ließ sie dann los. Auf ihrer Haut kribbelte ein warmes Gefühl nach wo er sie angefasst hatte.

„Wenn ihr natürlich nicht möchtest dann werde ich dich auch in Ruhe lassen. Aber…“
Er beugte sich ein bisschen näher zu ihr, sein warmer Atem kitzelte an ihrem Hals.

„Ich dachte nur dass es ganz schön wäre sich einmal mit noch einem Hybrid auszutauschen.“

Er grinste sie an vielsagend an.

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Samstag 16. Juni 2007, 21:36

Falner wirkte enttäuscht begleitete Iaren aber dennoch freundlich zum Lehrerzimmer und verabschiedete sich dann bis auf weiteres von ihr:

„Wir sind da, Iaren! Wenn ihr möchtet könnt ihr jederzeit zu mir kommen, ich würde mich sehr freuen!“

Er lächelte sie noch einmal an, verbeugte sich und ließ Iaren allein zurück vor der großen, schweren Eichentür stehen. Drinnen hörte sie Stimmen. Sie klopfte an und, wie durch Zauberhand öffnete sich die Tür. Drinnen standen viele Tische und Stühle, mit hohen Lehnen und roten, schwer wirkendem Stoff. Mehrere Professoren saßen dort, unterhielten sich und tranken Tee. Einige von ihnen zeigten sich neue Zauber und wieder andere waren fast gänzlich hinter hohen Bücherstapeln verschwunden. Iaren schaute sich fragend um und entdeckte Meister Torben in einer Ecke an einem Tisch sitzen.

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Montag 18. Juni 2007, 21:26

Meister Torben schaute seine Schülerin mit einem freundlichen Blick an.

„Setz euch nur, Iaren.“

Sie setzte sich und Meister Torben fuhr fort:

„Also, meine Liebe, ich möchte euch sagen das ich über eure Fähigkeiten sehr beeindruckt bin und ich möchte das ihr vorerst hier bleibt und mit Falner übt. Er hat auch die gleichen Probleme und ist ebenso ein Hybrid wie ihr. Ich denke ihr werdet euch gut mit ihm verstehen. Er ist in seinem Zimmer, denke ich. Folgt einfach dem Gänseblümchen, es bringt euch zu ihm. Zudem werde ich euch ein Zimmer besorgen in der Universität. Morgen Mittag werde ich euch beide testen um die beste Möglichkeit zu finden euch zu schulen. Bis dahin, viel Spaß in Zyranus meine Liebe.“

Iaren stand ein wenig fragend auf. Dann schaute sie zu ihren Füßen und sah dort ein kleines Gänseblümchen, es verbeugte sich vor Iaren und rannte los.

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 21. Juni 2007, 22:37

Iaren wollte gerade das Zimmer betreten als schon die Tür aufging und Falner mit ihr zusammen stieß. Er entschuldigte sich schnell, gab Iaren einen kurzen Handkuss und bat sie herein.

„Eigentlich wollte ich euch abholen, Meister Torben hat mir soeben mitgeteilt das wir zusammen lernen sollen. Euer Zimmer ist direkt neben meinem, also denke ich dass es das Beste ist bei mir zu lernen. Eurer Zimmer wird erst noch eingerichtet.“

Er trat ein und setzte sich an einen kleinen Tisch. Das Bett war mit einem roten Stoff bezogen, an dem Tisch standen 3 Stühle. Darauf stand ein kleiner Blumenstrauß. Falner bat Iaren sich zu setzen und seufzte dann:

„Ich denke du hast nichts dagegen!“

Ohne Iarens Antwort abzuwarten wuschelte er durch seine Haare und zwei große rötliche Ohren kamen zum Vorschein. Er war ein Katzenhybrid. Dann setzte er sich wieder und sagte unsicher:

„Hat dir Meister Torben etwas gesagt was oder wie wir üben können? Ich weiß nämlich nichts!“

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Montag 2. Juli 2007, 19:39

Die zwei übten noch ein wenig die Übung die Iaren vorgeschlagen hatte. Dann schüttelte schließlich Falner den Kopf.

„Nein, ich denke das ist so nicht richtig. Vielleicht sollten wir in der Bibliothek nach einem Rat suchen!“

Damit ging er aus dem Zimmer und ging schnurgerade zu der großen Halle mit den vielen Büchern und setzte sich an einen Tisch. Mit einem Handwinken flogen einige Bücher aus den Regalen und legten sich vor ihn auf den Tisch.

„Dann lass uns mal suchen.“

Er vertief sich in ein Buch, lächelte dann nochmal Iaren zu und las in Ruhe weiter.

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 11. Juli 2007, 20:46

Iaren saß gelangweilt an dem Tischherum und blättert in dem Buch herum. Ihr Lernpartner unterhielt sich mit einer anderen Schülerin über die Luftmagie. Dann spürte Iaren plötzlich einen kitzelnden Lufthauch an ihrem Nacken. Sie schauderte, ihre Nackenhärchen stellten sich hoch und eine Gänsehaut krabbelte über ihren Körper. Fragend schaute sie sich um, konnte aber niemanden entdecken.

Sie begann wieder zu lesen als eine leise Stimme neben ihr zu hören war.

„Hallo, findest du es hier nicht auch langweilig? Ich könnte dir Zyranus zeigen und dir mit der Luftmagie auch noch helfen ohne diese dämlichen Bücher!“

Iaren zuckte zusammen und schaute einem jungen Mann ins Gesicht. Wo er herkam wusste sie nicht, aber er lächelte freundlich und machte keinen bösen Eindruck.

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Freitag 20. Juli 2007, 21:59

Der Fremde lächelte sie an und meinte:

„Mein Name ist Niro, freut mich euch kennen zu lernen Iaren. Ich bin auch ein Student hier, doch ich finde es furchtbar langweilig hier. Lasst uns gehen ich zeige euch Zyranus!“

Er stand auf und verließ die Universität, ließ Falner und seine neue Unterhaltung links liegen und wandte sich zum Marktplatz.


[weiter am Marktplatz]

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Sonntag 8. Juni 2008, 15:20

Marius Freund lachte schallend auf, als dieser mit einen *Rums* zu Boden ging. Hatten den Schatten den Norina beschworen hatte, nicht bemerkt und es sah deswegen besonders komisch für ihn aus, wie Marius auf einmal, ohne ersichtlichen Grund, den Halt verlor.
Marius hatte das Ziehen an seinem Fuß wohl bemerkt, konnte aber nicht so schnell reagieren und hätte sich wohl auch kaum gegen eine magische Attacke dieser Art wehren können.

„Au, das tat weh.“ Er blickte zu Norina auf, die ihn schmunzelnd ansah, ein freches ‚Danke’ über die Lippen brachte und dann über ihn hinweg stieg und rasch davon eilen wollte.
Sie hatten jetzt Freizeit und wollte man länger als nötig in der Akademie sein?

„Hey! Warte!“ Rief Marius ihr hinterher und zog sich am Türrahmen hoch, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.
„Na, die hat es dir aber gezeigt.“ Stellte sein Freund fest, während Marius seine Robe glatt strich.
„Ach, sei doch ruhig, Nerrem!“ Erwiderte er beleidigt und rief Norina hinterher, „Hey, jetzt warte doch!“ Marius eilte der jungen Frau hinterher die sich schon eine ganze Ecke entfernt hat.
„Wie hast du das gemacht?“ Fragte er sie als er bei ihr ankam, „Das haben wir doch noch gar nicht gelernt.“ Er stellte sich ihr in den Weg, damit sie nicht weiterlaufen konnte.

Würde Norina stehen bleiben und dem jungen Schattenmagierlehrling Auskunft erteilen, nachdem er sie nicht durch Türe gelassen hatte oder würde sie ihn einfach zur Seite schieben, um ihren Weg weiter zu folgen.

Besagter Nerrem folgte Marius, nachdem er sein Lachen unter Kontrolle bekommen hatte. Er war auch neugierig wie sie das gemacht hatte. Entweder kannte sie jemanden, der ihr bereits Magie lehrte oder sie war einfach, besonders talentiert. Beides konnte nur von Vorteil sein.

„Ja los, sag schon.“ Forderte er sie auf, als er ebenfalls bei ihr angekommen war. Er musste sich das Grinsen verkneifen, als er seinen Freund ansah.

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Re: Die Universität

Beitrag von Erzähler » Montag 30. Juni 2008, 18:05

Genervt war Norina stehen geblieben, schließlich blieb ihr auch gar nichts anderes übrig, den Marius platzierte sich direkt vor ihr und versperrte ihr damit den Weg. Eigentlich wollte Norina nur ihre Ruhe haben. Sie mochte Marius nicht und für seinen Freund Nerrem, der ihm auf Schritt und Tritt folgte, hatte sie auch nichts übrig. Sie wünschte sich, sie könnte beide mit einem Fingerschnippen verschwinden lassen und alle würden ihr dafür danken, weil sie die Zwei ebenfalls nicht mochten, aber leider war ihr das nicht möglich…
Eine aufordernde Stimme hinter ihr, holte sie wieder in die Realität zurück und sie musste feststellen, dass das alles nur reine Wunschträumerei war. Anstatt Marius und Nerrem auf die Frage zu antworten, begann sie ihr eigenes Szenario auszuspielen, wie sie sich die Unterhaltung, wenn sie denn sein musste, vorstellte. Doch leider würde sie nicht so ablaufen.

<i>“So hätte mir das Gespräch besser gefallen… aber leider bist du zu ungehobelt und unkultiviert um solche Worte aus deinem Mund dringen zu lassen.“</i> Warf sie Marius an den Kopf und ging ein paar Schritte auf ihn zu, immer darauf gefasst, dass er ihr wahrscheinlich eine Ohrfeige oder Ähnliches verpassen würde.
Irritiert blinzelte dieser sie an. Er war sich sicher, dass sie nun den Verstand verloren hatte. Also nickte er ihr nur zustimmend zu, um dies nicht weiter vertiefen zu müssen.
<i>„Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach talentierter bin als du?“</i> führte sie ihren Satz weiter fort.

„Ist schon Ordnung, Norina.“ Versuchte Marius das Gespräch abzuwinken. Er hatte ihr nur eine Frage gestellt und konnte es gerade überhaupt nicht nachvollziehen, wie sie auf einmal so überreagieren konnte. Denn das tat sie in seinen Augen. Er hatte doch lediglich in der Türe gestanden, während sie ihm mit einem Zauber zu Boden geworfen hatte, nur weil er sie nicht sofort durchgelassen hatte, aber sie war nun mal keine Prinzessin, der man eine roten Teppich ausrollen musste. Außerdem glaubte er zu wissen, dass sie nicht mal wirklich Zyranerin war, aber da war er sich nicht so sicher.
„Ich weiß ja nicht, was dir über die Leber gelaufen ist, aber du verhältst dich äußerst seltsam.“ …Ein leises, kaum hörbares: <i> „Entschuldige…“</i> kam über Norinas Lippen, fast zeitgleich mit dem Gesagten von Marius.

„Was macht ihr denn noch hier?“ Ertönte plötzlich eine männliche Stimme hinter den Dreien. Sie kam von ihrem Meister. Er hat hatte seine Sachen endlich zusammen gepackt und verließ immer als Letzter den Unterrichtsaal, umso erstaunter war er als er nun die Drei hier auf dem Gang erblickte, da die meisten der jungen Adepten es kaum erwarten konnten, das Universitätsgelände zu verlassen.

„Lass uns gehen.“ Raunte Nerrem Marius zu, ging an Norina vorbei, wobei er ihr so kräftig auf die Schulter schlug, dass sie einfach nach Vorne stolpern musste, aber es nicht unbedingt auffiel, das er es absichtlich so stark gemacht hatte. Er grinste sie hinterhältig an, dann packte er Marius an dem Ärmel der dunklen Adeptenrobe, um ihn schnell den Gang hinunter zu ziehen, damit sie sich nicht noch mit Meister Ortran, der ihnen die Schattenmagie lehrte, auseinander setzen mussten.

„Norina“ hörte sie nun die Stimme des Meisters hinter ihr, während Marius und Nerrem den Gang hinunter eilten und bald aus ihrer Sicht verschwanden. „Gut, das du noch hier bist.“ Es war üblich, dass die Älteren die jungen Adepten duzten, während man den Lehrmeistern immer den üblich Respekt entgegen brachte.
Der Magier trat vor sie, „Ich war heute ein wenig enttäuscht. Ich dachte dir würden die Zauber besser gelingen.“ Er sah sie an und machte eine kurze Pause, „Du wirktest am Anfang etwas gelangweilt… Man muss auch Freude an der Magie empfinden. Es reicht nicht, einfach nur die Techniken zu beherrschen, dann wird man nie gut in der Magie werden, man muss es auch fühlen.“ Versuchte er ihr zu erklären und sein Blick schweifte ab… „Überlege dir, ob es wirklich das ist was du willst.“ Freundlich nickte er ihr zu, „Ich bin mir sicher du hast das Potenzial eine gute Schattenmagierin zu werden. Dir fehlt nur die Leidenschaft.“

Schritte waren auf dem Gang zu vernehmen und ein Magier in einer roten Robe, die üblicherweise die Feuermagier trugen, kam auf ihnen zu. Er hatte braunes, etwa schulterlanges Haar, welches er hinten zusammengebunden hatte, dunkle Augen und war mittleren Alters. Wahrscheinlich war er ebenfalls Lehrmeister. Er blieb in etwa fünf Schritt von ihnen entfernt stehen und nickte Meister Ortran zu.
„Oh ja!“ Viel es diesem ein, „Ich habe ja noch eine Besprechung.“ Er nickte Norina zu und folgte dann dem anderen Magier.

Etwas Seltsames ging von diesem Magier aus. Etwas das sich nicht gut anfühlte.
Vielleicht lag es dem eisigen Blick, denn man meisten nur von den Eismagiern kannte oder an den sehr dunklen Augen, sodass sie fast schwarz aussahen.
Vielleicht waren es auch Norinas hellseherischen Fähigkeiten, aber eigentlich lösten sich diese nur bei Berührungen aus und die hatte nicht stattgefunden.
Sie konnte ein leichtes Schwindelgefühl bemerken, als die beiden Magier weiter den Gang hinunter gingen und kurz bevor sie um die Ecke bogen, schoss ihr plötzlich das Bild ihrer verstorbenen Großmutter durch den Kopf…

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Re: Die Universität

Beitrag von Gestalt » Freitag 10. September 2010, 00:08

[Epitos kommt von: Die Universität der Magie --> Das Studentendorf]


Epitos und Anne hatten nun einen Plan, mit welchem er der jungen Adeptin helfen konnte und jetzt galt es diesen in die Tat umzusetzen. So verließen sie das Zimmer des jungen Mannes und erreichten schließlich auch die Eingangstür des Wohngebäudes. Auf dem ganzen Weg dorthin hatte keiner von beiden auch nur ein Wort gesprochen und so wurden sie von einer unangenehmen Stille begleitet. Auch wenn dem Mädchen wohl die Erleichterung anzusehen war, so fiel ihr in diesen Momenten nicht wirklich etwas ein, über das sie mit Epitos hätte sprechen können und so verließen sie das Haus, wobei der junge Mann ein wahrhaftiger Kavalier war, denn er öffnete ihr die Tür und bat sie hinaus. Augenblicke später folgte er ihr.

Sonderlich viel war auf den Wegen des Studentendorfes nicht los. Die meiste Bewohner hatten sich in der kurzen Zeit, welche die beiden in dem Zimmer verbracht hatten, selbst zurück gezogen oder waren zu ihrem Unterricht in die Universität gegangen. Diese war nun auch ihr Ziel und so schlugen sie den direkten Weg dorthin ein. Hin und wieder standen aber noch vereinzelt einige der Adepten in kleinen Gruppen zusammen und unterhielten sich. Sie nahmen nicht wirklich Notiz von Epitos und seiner Begleiterin, sondern folgten einfach weiter dem Thema, welches sie gerade besprachen.
„Anne, ich hoffe dich stört es nicht, aber wahrscheinlich werden jetzt viele Studenten anfangen, irgendwelche Gerüchte zu spinnen und weiterzuerzählen...", meinte der junge Dailo plötzlich zu Anne und fügte noch an: "... aber ich werde mein bestes tun das sie nichts über dich erzählen. Das fehlt ja noch, das eine zusätzliche Belastung auf dich zu kommen würde, weil ich versuche dir zu helfen.“
Sie wandte sich ihm zu ohne auch nur ihren Schritt zu verlangsamen - was nicht sonderlich schwer war, denn sie liefen ja nebeneinander - und schaute ihn aus wissenden Augen heraus an. Wieder schaffte sie es nicht ein Lächeln aufzulegen, aber vermutlich würde Epitos das verstehen. Dennoch wirkte sie nicht mehr so bedrückt wie zuvor. Langsam und ganz allmählich nahm hob sie ihre im Laufen mitschwingende Hand und führte sie zu jener des Jungen. Dann griff sie nach seiner und sollte er sie nicht zurück ziehen, dann würde sie sie packen und festhalten.

"Das ist ganz lieb von dir, Epitos.", sagte Anne leise, sodass nur Epitos sie hören konnte. "Das mit den Gerüchten ist leider wahr und wahrscheinlich hat das Gerede bereits begonnen, als ich dich vor deiner Tür aufgesucht habe. Es scheint mir so, als wäre das Tratschen über Andere eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Studenten. Leider kann man dagegen kaum etwas unternehmen, denn hat man es bei einem klargestellt, hat das Gerücht schon drei weitere erreicht." Sie seufzte leicht, als würde sie dieses Prozedere genau kennen. "Wobei die Mädchen noch schlimmer sind, als die Jungs, was das weitererzählen angeht. Aber schauen wir erst einmal welche Ausmaße es annimmt."

Während des Gesprächs hatten sie bereits den kurzen Weg zum Universitätsgebäude zurück gelegt und standen nun vor dem großen Eingangsportal. Zwar hatte Anne die letzte Frage ihres Begleiters bezüglich ihrer Zukunftspläne nicht vergessen, aber hatte sie ihm darauf keine Antwort gegeben. Sie selbst wusste es noch gar nicht so recht, was sie nach den eventuell bestandenen Prüfungen machen wollte. Natürlich wollte sie ihre Familie besuchen, schauen ob es ihnen gut ging, aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit würde sie sowieso die Hauptstadt des Landes nicht erreichen und so musste sie sich neue Gedanken über ihre Zukunft machen.
Nachdem sie die ersten Schritte in die große Halle des Gebäudes gemacht hatten, erhob Anne wieder ihre Stimme und teilte Epitos ihre Bedenken mit.
"Bestimmt kannst du dir ja denken, dann ich nach den Prüfungen unbedingt wissen möchte, wie es meinen Eltern und meinem Bruder geht. Aber wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, so wird Pelgar belagert und dann ist ein hineinkommen sowieso unmöglich. Daher werde ich meine Pläne dorthin zu reisen, zunächst verschieben müssen, auch wenn mich die Ängste um meine Familie quälen." Sie hatte bei diesen Worten ihren Kopf leicht gesenkt, denn natürlich waren ihre Sorgen berechtigt und noch immer vorhanden. Doch dann wanderten ihre Gedanken zu der Zeit zwischen den Prüfungen und der Ernennung der Magier und ihr stellte sich die Frage, was sie da wohl machen würde. "Mhhh...", begann sie wieder zu sprechen. "Ich weiß noch gar nicht so recht, was ich in der Woche zwischen den Prüfungen und der Ernennungsfeier machen soll. Vielleicht können wir ja etwas zusammen unternehmen?"
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Re: Die Universität

Beitrag von Epitos Dailo » Freitag 10. September 2010, 14:47

Während sie auf dem Weg zu der Universität waren und Epitos zu Anne sprach, bemerkte er wie sie ihn anblickte. Sie lächelte zwar nicht jedoch wirkte sie als ob man ihr etwas von der Last von den Schultern genommen hätte. Epitos verstand das sie nicht lächelte. Ihre Familie war wahrscheinlich in Gefahr, in einem belagerten Pelgar und Anne konnte nichts tun um sie zu kontaktieren, da ist es nicht sonderlich einfach zu lächeln. Aber Epitos wusste, selbst bei der größten Trauer helfen auch Kleinigkeiten. Sie machen es einem leichter und angenehmer und teilt man seine Leiden mit jemandem so ist es noch viel einfacher sie zu überstehen ohne geistig zusammen zu brechen. Dann spürte er, wie Anne ihre Hand zu der seinen führte und nach ihr Griff. Als dies Geschah errötete Epitos, war ihm so etwas ja noch nie passiert, aber er empfand es als angenehm. Er spürte die Wärme, die von ihrer Hand ausging. Deswegen umschloss auch er die Hand von Anne. Dabei begann sein Herz schneller zu schlagen. Aber er ließ es einfach geschehen. Während dies geschah sprach Anne, es war mehr ein flüstern, war es doch nur so leise das er es verstand. :„Das ist ganz lieb von dir, Epitos. Das mit den Gerüchten ist leider wahr und wahrscheinlich hat das Gerede bereits begonnen, als ich dich vor deiner Tür aufgesucht habe. Es scheint mir so, als wäre das Tratschen über Andere eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Studenten. Leider kann man dagegen kaum etwas unternehmen, denn hat man es bei einem klargestellt, hat das Gerücht schon drei weitere erreicht.“ Dann seufzte sie so als ob sie dies genau kennen würde und fügte hinzu: „Wobei die Mädchen noch schlimmer sind, als die Jungs, was das weitererzählen angeht. Aber schauen wir erst einmal welche Ausmaße es annimmt.

Als Anne's Stimme wieder verstummte waren sie bereits bei der Universität angekommen und standen vor dem Eingangsportal. Nachdem sie in die große Halle des Gebäudes eingetreten waren, sprach Anne erneut und erzählte Epitos von ihren Sorgen. „Bestimmt kannst du dir ja denken, dann ich nach den Prüfungen unbedingt wissen möchte, wie es meinen Eltern und meinem Bruder geht. Aber wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, so wird Pelgar belagert und dann ist ein hineinkommen sowieso unmöglich. Daher werde ich meine Pläne dorthin zu reisen, zunächst verschieben müssen, auch wenn mich die Ängste um meine Familie quälen.“ Dann verstummte Anne kurz und Epitos merkte wie sie leicht den Kopf hängen lies und spürte förmlich ihre trauer, aber dann sprach sie schon wieder. „Mhhh... Ich weiß noch gar nicht so recht, was ich in der Woche zwischen den Prüfungen und der Ernennungsfeier machen soll. Vielleicht können wir ja etwas zusammen unternehmen? “ Als Epitos diese Worte vernahm, spürte er etwas. Nämlich sein Herz, welches stärker zu schlugen begann, als jemals zuvor. Es verschlug ihm die Sprache, er errötete und begann zu stottern : „ Ähm … also … ich ... mmh … äh … ich würde … ähm … also, ich würde gerne etwas mit … mhh … also gerne etwas mit … mit d-d-dir unternehmen.“ Als er schließlich mit größter Mühe seinen Satz zu Ende brachte, sprang ihm ein etwas älterer Herr ins Auge, er trug die Gewandung eines Runenmagiers, welche sich an der Orangen Farbe erkennen ließ.

Dieser Herr schritt gerade an ihnen vorbei, da sprach Epitos ihn an.
„ Entschuldigung werter Professor, aber dürften wir kurz mit ihnen Reden? Wir haben da ein kleines Problem.“ Epitos blickte ihn mit einem hoffnungsvollen Blick an, wobei sein hochroter Kopf so langsam wieder seine normale Farbe annahm.
Daraufhin begann Epitos zu erzählen. „ Unser Problem ist folgendes, meine Freundin, Anne und ich haben bald unsere Luftmagie Prüfungen, allerdings ist Anne sehr besorgt und kann sich nicht auf das Lernen konzentrieren. Besorgt ist sie, da ihre Familie in Pelgar lebt und dieses belagert wird. Nun hatten wir die Idee mit Hilfe von Runen es ihr zu ermögliche, das sie sich mehr auf die Prüfungen und die Vorbereitungen dazu konzentrieren kann. “, Epitos verstummte kurz um Luft zu holen und sprach sogleich weiter, „ Und da sie ein Runenmagier sind, dachten wir, sie könnten uns vielleicht helfen. “ Während Epitos dem Magier ihr Anliegen erklärte, bemerkte er etwas Wichtiges nicht.
Nämlich das er zu Beginn „ ... meine Freundin, Anne ...“ sagte. Aber er war wohl zu vertieft als das er darauf reagieren würde, oder darauf das er weiterhin Anne's Hand festhielt. Genauso wenig würde er Anne's Reaktion auf seine Worte nicht wahrnehmen.

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Re: Die Universität

Beitrag von Gestalt » Sonntag 12. September 2010, 23:46

Kaum dass Anne die Worte ausgesprochen hatte, das Epitos und sie in der einen Woche nach den Prüfungen und vor den Feierlichkeiten etwas zusammen unternehmen könnten, schien der Adept verlegen zu werden. Sie wandte ihren Blick zu ihm um und war da wirklich ein leichter Hauch von Rot auf den Wangen des Jungen zu sehen? Wäre sie nicht so in Sorge um ihre Familie gewesen, dann hätte sie jetzt ihre beiden Mundwinkel nach oben gezogen und ihn angelächelt. Es war doch schon recht seltsam zu sehen, wie jemandem etwas verlegen war und dann hörte sie noch folgende und wahrlich passenden Worte von Epitos:

„Ähm … also … ich ... mmh … äh … ich würde … ähm … also, ich würde gerne etwas mit … mhh … also gerne etwas mit … mit d-d-dir unternehmen.“, stammelte er und schaffte es offensichtlich kaum den Satz zu beenden. Anne konnte deutlich merken, dass es ihm wohl nicht wirklich so einfach viel. Waren da nun doch leichte Ansätze eines Lächelns auf ihrem Gesicht zu erkennen? Epitos würde es nicht sagen können, denn augenblicklich drehte Anne ihr Gesicht wieder von ihm ab. Ruhe kehrte ein und eine ganze Weile schwiegen sie.

Schließlich jedoch schien das Schicksal erbarmen mit den beiden jungen Menschen zu haben, denn jemand lief an ihnen vorüber. Aber dieser jemand war nicht einfach nur eine belanglose Person, nein, es war genau eine von jenen, welche Sie gesucht hatten. Sie waren ja auch aus einem ganz bestimmten Grund zur Universität gegangen, nämlich um einem Runenmagier aufzusuchen und nun kreuzte ausgerechnet eben solch einer ihren Weg. Augenblicklich erkannte der angehende Windmagier den Professor an seiner orangefarbenen Robe und sprach ihn direkt an. Der Mann blieb stehen, wandte sich ihnen zu und so konnten sie sehen, dass es sich bei dem Lehrer um einen noch relativ jungen Kerl handelte. Sicherlich war er nur fünf oder acht Jahre älter als Epitos selbst und auf seinem Gesicht, sowie der ganzen Kleidung waren vornehm aussehende, teils mit Gold- und Silberfäden an den Säumen aufgenähnte Runen zu erkennen. Auch wenn zumindest Anne nicht wusste, um welche es sich dabei handelten, so erkannte aber auch sie den Mann als Runenmagier.
Eptios schilderte kurz, was ihr Anliegen war, erwähnte sogar die Familie von Anne und fragte im selben Atemzug, ob der Mann ihnen helfen konnte. Die junge Adeptin lauschte den Worten ihres Begleiters und sofort schoss ihr ein Gedanke in den Kopf. Muss er gleich allen das von meinen Eltern erzählen? Naja, aber er meint es ja nur gut, warum rege ich mich überhaupt auf?!? Er hilft mir und das ist alles was zählt!! Und... und hat er mich gerade als... als seine Freundin bezeichnet? Ja, auch diese Worte hatte sie wahrgenommen und bei den letzten Gedanken wurde ihr ganz warm und für den Bruchteil einer Sekunde, hatte sie alles um sich herum vergessen. In dieser kurzen Zeit zählte nur, dass sie bei dem jungen Dailo war und dass er offenbar so über sie dachte. Doch dann war der Augenblick auch schon wieder vorbei und mit der Wucht eines einschlagenden Komenten kehrte sie in das hier und jetzt zurück und augenblicklich kamen auch schon wieder die sorgenvollen Gedanken zurück.

Der Professor schaute Epitos genau an, wandte sich an dann Anne zu und musterte sie von oben bis unten. Es entging ihm nicht, dass sie offenbar ein nervliches Frag war und nach einer kurzen Zeit des Überlegens nickte er schließlich.
"Nun gut.", meinte er an den Adepten gewandt. "Auch wenn es eigentlich nicht üblich ist, dass sich Studenten der Runenmagie betätigen, um sich innere Ruhe zu verschaffen, so scheint es mir in diesem Fall wohl angebracht. Bitte folgt mir, ich bringe euch in einen ruhigen Raum, wo ich schauen werde, wie ich deiner Freundin helfen kann."
Bei diesen Worten drückte Anne die Hand von Epitos fester, sagte aber kein Wort und schaute ihn nur aus ihren traurigen Augen heraus an.
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Re: Die Universität

Beitrag von Epitos Dailo » Montag 13. September 2010, 00:45

Während Epitos dem Professor ihr Anliegen schilderte, bemerkte er das dessen komplette Kleidung, sogar sein Gesicht verziert waren mit Runen. Auch bemerkte der Student das der Professor nicht viel älter war als er selbst und überlegte sich, das dieser dann wahrlich ein Talent für die Runenmagie haben musste. In so jungen Jahren schon Professor zu sein, war sicherlich nicht etwas das jeder Magier schaffte.

Als der junge Professor die beiden Studenten musterte und ihnen seine Hilfe zusagte, bemerkte Epitos wie Anne seine Hand fester drückte, allerdings schwieg und ihn nur mit einem traurigen Blick ansah. Daraufhin flüsterte Epitos ihr etwas ins Ohr, was sie vielleicht beruhigen würde. „Keine Sorge, es wird alles wieder gut. Wir werden das schon schaffen. Vertrau mir.“ Bei diesen Worten warf er ihr ein Lächeln entgegen und dann folgten sie dem Professor durch die Universität.
Er brachte sie in ein Zimmer, welches relativ klein war. Aber es war gemütlich eingerichtet. Es befanden sich mehrere ausgepolsterte Stühle in dem Raum, sowie ein Schreibtisch und ein Stuhl, welcher mehr einem Sessel ähnelte. Während Epitos den Raum musterte und ein Regal mit einer Sammlung aus verschiedenen Büchern, sowie mehrere Rollen Pergament entdeckte, ließ sich der Professor auf dem Stuhl hinter dem Schreibtisch nieder. Epitos fragte sich ob dies sein eigener Raum in der Universität war und ob dieser Herr überhaupt ein normaler Professor war, auch wenn er selbst nicht wusste, ob jeder Professor sein eigenes *Büro* hatte, oder auch nicht. Epitos selbst würde sich hier sicherlich wohl fühlen, aber es ging hier nicht um ihn. Daraufhin warf er Anne einen sorgsamen Blick zu und hoffte das seine Worte von vorhin sie ein wenig beruhigen konnten. Er wusste nicht woran sie dachte, aber er hoffte, das es nicht ihre Eltern waren. Dadurch würde sie nur noch trauriger werden und das wollte er nicht. Als Epitos aber merkte das sie schon eine Weile im Raum standen, blickte er wieder Richtung Professor und bemerkte das sie sich wohl setzen sollten. Also ging er auf einen der Stühle zu und ließ sich auf selbigem nieder. Er hielt allerdings weiterhin Anne's Hand, denn er wollte sie aus irgendeinem Grund nicht loslassen. Epitos hatte aber auch das Gefühl das dies Anne beruhigen würde, von daher bestand gar kein Grund sie loszulassen. Schließlich blickte er den Professor an und erwartete gespannt, ob dieser schon eine Idee hatte.

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Re: Die Universität

Beitrag von Gestalt » Dienstag 14. September 2010, 23:19

Nachdem der Runenmagier zugestimmt hatte, seine Kunst bei Anne anzuwenden, führte er sie durch die Flure der Universität. Sie kamen an unzähligen Türen vorüber und einige kannte Epitos sogar, denn in den Räumen dahinter hatte er immer seinen Unterricht in Luftmagie erhalten. Während des ganzen Weges sprach der Professor kein einziges Wort, er schritt nur mit raschen Schritten vornweg und die beiden Adepten hatten teilweise Mühe mit ihm mitzuhalten. Seine Gewänder bauschten sich bei jeder Bewegung auf und kamen gar nicht mehr zur Ruhe. Doch dann erreichten sie endlich jenes Zimmer, welches der Mann als das Richtige erkoren hatte. Er öffnete die hölzerne Tür und bat die beiden Schüler hinein.

Der Raum an sich war relativ klein, zumindest im Vergleich mit den Klassenzimmern, aber er war gemütlich eingerichtet. Es gab mehrere Stühle, welche mit einem bequemen Stoff gepolstert waren, einen kleineren Tisch, um welchen diese Stühle standen, einen Schreibtisch und dahinter eine weitere Sitzgelegenheit. Ein Fenster erhellte alles und machte es möglich, auch ohne Kerzenlicht die Bücher und Schriftrollen von den Regalen zu lesen.
Der Runenmagier ging zu seinem Platz hinter dem Schreibtisch und lies sich dort nieder, Epitos begutachtete zunächst das Mobiliar. Anne tat es ihrem Begleiter gleich, lies aber nicht seine Hand los und schließlich wandten sie sich wieder dem Professor zu. Dieser hatte seine Ellenbogen auf den Tischplatte gestellt und seine Finger vor seinem Mund verkreuzt. Er wirkte nachdenklich, aber doch zeigten seine Augen deutlich, dass er mit seinem Geist im hier und jetzt war. Er beobachtete die beiden und wartete darauf, dass ihre Aufmerksamkeit wieder ihm galt. Als Epitos sich dann schließlich auf einem der Stühle nieder lies und Anne, geführt durch ihn, es ihm gleich tat, nahm der Mann seine Hände von seinem Mund und legte sie vor sich hin. Dann erhob er seine Stimme.

"Nun denn, wenn ich es richtig verstanden habe, dann möchtest du, dass ich die Runenmagie anwende und mit ihr dafür sorge, dass deine Freundin Anne, wieder etwas zur Ruhe kommt, denn sie ist wegen ihrer Familie dermaßen besorgt, dass sie sich nicht mehr auf das wesentliche für ihre Prüfung konzentrieren kann?", wiederholte er noch einmal das Anliegen von Epitos und Anne de Fein. "Wenn dies so ist, dann schlage ich vor, dass ich die Rune Isa als Hauptrune in Kombination mit Nauthiz verwende - wobei Nauthiz eher als Nebenrune dienen wird. Isa steht für den Stillstand und bringt eine gewisse Ruhe mit sich. Nauthiz dagegen steht für den Schmerz und wird häufig bei Trauer, Krankheit und Seelenschmerz eingesetzt, wobei der Seelenschmerz hier im Vordergrund steht." Diese Erklärung der benötigten Runen diente dazu, den beiden angehenden Luftmagier zu erklären, was der Mann gleich vor hatte und was die genaue Wirkung war. Er ging ähnlich vor, wie bei Erstsemestlern, welche gerade erst ihr Studium begonnen hatten, denn er wusste ja nicht, in wie weit sowohl Epitos, als auch Anne über diese Art der Magie Kenntnis besaßen. "Am wirkungsvollsten wären sie natürlich wenn ich sie auf deiner Haut einbrennen oder eintätowieren würde.", fügte der Professor direkt an Anne gewandte an. "Aber ich denke, dass dies nicht notwendig sein sollte. Zwar kenne ich dein eigentliches Wesen nicht, aber da du nur für die Zeit der Prüfungen ruhiger werden möchtest, denke ich, dass es genügt, wenn ich dir die Runen auf deine Haut zeichnen werde."

Bei diesen Worten huschte ein Ausdruck des Erschreckens über die Lippen der jungen Frau und ihre Finger schlossen sich abermals fester um jene von Epitos. Bei dem Gedanken, dass ihr etwas eintätowiert würde oder aber dass sie Brandmarbem in Form der genannten Runen haben könnte, breitete sich eine aufkommende Angst in ihr aus. Sie wollte weder das eine, noch das andere. Zum Glück jedoch hatte der Professor aber auch erwähnt, dass er eine weniger schmerzhaft- und dauerhafte Lösung anzubieten hatte.
"Und... und... wie gedenkt Ihr, mir diese Runen aufzuzeichen?", fragte Anne plötzlich und bracht somit das Schweigen, welches in dem kleinen Raum entstanden war. Der Runenmagier schaute sie aus seinen Augen heraus an und legte ein breites Lächeln auf sein Gesicht.
"Nun, ich werde die Runen Isa und Nauthiz mithilfe von Blut auf deine Haut malen. Dabei werde ich meine astralen Kräfte einsetzen und dafür sorgen, dass die Zeichen auch ihre Wirkung erfüllen. Du brauchst keine Angst zu haben, denn ich werde behutsam sein und eine Stelle deines Körper auswählen, bei welcher nicht gleich jeder die Runen zu sehen bekommt.", erklärte der Mann weiter und wandte sich dann an Epitos. "Dich würde ich bitten, solange vor der Tür zu warten, bis ich meinem Zauber vollendet habe und ich denke, dass diese Maßnahme den sittlichen Gebräuchen dienlich sein wird."
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