Unerklärliches wird fort gesetzt...

Dies ist einer der größten Märkte Celcias, was den Verkauf von Eisen- und Goldwaren wie Waffen, Schmuck und Rüstungen angeht, welche in den einheimischen Schmieden erzeugt wurden.
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Parak
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Dienstag 31. Dezember 2013, 12:06

Es kostete Marek viel Überwindungskraft, endlich auszupacken. Aber es verlange Parak nicht weniger ab, darauf zu warten. Diese Untätigkeit. Irgendwo da draußen ein Monster, ein böser Zwillingsbruder, eine dämonische Katze. Und der Jäger hatte vielleicht Informationen, die weiterhelfen konnten.
Parak wollte aufstehen, um wenigstens seine Füße zu betätigen, oder mit den den Fingern auf den Schreibtisch klopfen. Aber er musste äußerlich Ruhe zeigen, denn sonst würde Marek noch länger brauchen, sich seelisch zu festigen.

Endlich! Er packte aus und erzählte von seiner Kindheit. Parak hörte ihm aufmerksam zu, aber verkniff sich zahlreiche Fragen. Nachdem er die Quelle zum sprudeln gebracht hatte, wollte er sie nicht in ihrem Lauf aufhalten.

Auch wenn noch viele Fragen offen blieben, bekam Parak etwas vom größeren Bild zu erkennen. Die Katze und das Buch gehörten eng zusammen. Sie waren das Produkt von Hexerei, aber etwas anderes als der Magier sich erhofft hatte. Das Tier und das Buch hatten beide Intelligenz erlangt, aber sie unterschieden sich. Parak kratzte sich am Hinterkopf. Die Katze wollte jede Einmischung verhindern und das Buch wollte seine Leser noch tiefer in die Bredouille ziehen.

Der Rattenfänger erstarrte, als ein Lichtflimmern auf dem Tisch erschien und Augenblicke später das Buch dort lag. Er rieb sich die Augen und berührte es vorsichtig. Es war keine Einbildung, er konnte das alte trockene Papier spüren. Es schlug sich von selbst auf und zeigte ein seltsames Bild. War das die Szene aus der Vergangenheit, von der Marek erzählt hatte? Parak entschloss, das gezeigte später noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aber nicht jetzt. Er blätterte eine Seite zurück, um zu schauen, ob noch weitere neue Bilder gekommen waren und schloss es leise, damit Marek es nicht bemerkte.

Die Frage, was wohl mit dem Buch passiert war, nachdem es in den Brunnen geworfen wurde, war damit beantwortete. Das Buch konnte sein, wo es wollte. Das war unheimlich. Und damit war es so gut wie unzerstörbar, denn es konnte verschwinden, bevor man es ins Feuer werfen oder seine Seiten zerschneiden konnte.

„Marek, dich trifft keine Schuld. Ihr wart noch Kinder und das ganze ist jetzt wie viele Jahre her?“, fragte Parak. „Aber du musst mir jetzt zwei wichtige Fragen beantworten, in Ordnung? Dieser fremde Magier, was kannst du mir alles über ihn erzählen? Wie er aussieht, wo er herkam, wo sich dieser Keller befindet?“
Das war die erste Frage. Denn wenn Parak den Hexer aufspüren konnte, könnte er Licht ins Dunkel bringen.
Aber das war nicht die einzige Fährte, die er verfolgte. Eine andere Strategie war vielleicht noch gefährlicher.

„Du meintest, das Buch könne Fragen beantworten. Wie genau geht das?“ Es war klar, dass Marek trotz seiner Trunkenheit dahinter stieg, was Parak vorhatte, also konnte er gleich erklären: „Ja, ich möchte das ausprobieren. Ich werde die Antworten des Buches mit Vorsicht genießen und mich nicht wie Aiden davon verderben lassen. Aber vielleicht kann es uns zeigen, wie wir das Monster aufhalten können.“

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Montag 20. Januar 2014, 09:18

Hexerei, Ungeheuer und was sonst noch vielleicht alles? Dabei wurde der Rattenfänger anfangs nur wegem einem Ungezieferproblems gerufen. Oder Randler hatte von Anfang an mehr geahnt, ohne es speziell zu wissen. Zumindest war klar, dass das Buch ein Eigenleben hatte und scheinbar sich gerne einmischte.
Als Parak kurz zurückblätterte, konnte er die Darstellung eines fremden Wesens sehen, welches auf einen düsteren Thron aus Knochen und Schädeln saß. Die Person, ob männlich oder weiblich war nicht zu erkennen, aber sie hatte ein Buch dabei, welche sie gerade durch eine Art Portal warf.
Ein anderes Bild, was er kurz erblicken konnte, war ein Bild eines Kellergewölbes und einen Ritualkreis, darin saß ein Mann mitte vierzig mit einem aroganten Blick, der nur vor Hochmut trotzte. Die Züge, wenn auch jünger hatte Parak schon gesehen, auch eine Stab, der bei dieser Zeichung am Boden abgebildet war, konnte er als den Spazierstock des seltsamen adligen Mannes erkennen, der ihn vor einiger Zeit nach den Weg fragte. Langes weißes Haar hatte dieser adlige gehabt und unbeschreiblich teue Kleidung, die aber über den kalten Blick nicht wegtäuschen konnte.
War das vielleicht der Sohn? Jemand der ebenfalls nach den Buch suchte?

Marek, der sich nur schwer wieder fing, weil die Vergangenheit zu schmerzlich war, klammerte sich an sein Glas. Man konnte Angst haben, dass er es noch zerdrücken würde.
„Marek, dich trifft keine Schuld. Ihr wart noch Kinder und das ganze ist jetzt wie viele Jahre her?“
eifrig nickte der Mann, versuchte sich so wohl wieder Mut zu machen und blickte Parak wieder in die Augen. Gerötet waren sie und ein Grauen, welches schon viel zu lange verborgen war, war wieder an die Oberfläche gekommen. Er wirkte jünger- fast schon zerbrechlich. Mit einem Schluck nahm er den Rest aus dem Glas und stellte es lauter als beabsichtig auf die Tischplatte.
„..über dreißig Jahre...bestimmt“ gab er nun zur Antwort. Seine Fassung fand der Mann wirklich schwer wieder. Und da hatte er diesen noch anfangs für Aiden gehalten?
Die Stirn legte sich in Falten, während jetzt der Mann an diesen Magier dachte und sich an jedes noch so kleine Detail erinnern wollte.
„Also....schlank....über vierzig, wenn nicht fünfzig. Es ist lange her...ein sehr kaltes Gesicht und eine Harkennase...glaube ich zumindest. Dunkles...vielleicht schwarzes oder dunkelbraunes Haar?...jedoch er hatte einen Stab bei sich, der einen eisblauen Kristal zeigte. Ich erinnere mich an den sehr gut, weil es mich an Schnee und Eis erinnerte.“ er kratzte sich über sein unrasiertes Kinn und überlegte weiter.
„hmm...ich glaube, dass...das war das alte Haus, welches später....jaja...nachdem das Haus im Jahr darauf abbrannte, wurde darüber die Schlachterei aufgebaut. Mehr weiß ich wirklich nicht...“
Ungeniert griff er über den Tisch rüber und stoppte. Fragend blickte er jetzt zu dem Buch, blinzelte bevor er durchatmete und sich die Flasche griff. Er wollte es wohl nicht wahrhaben. Großzügig goss er sich wieder ein, ließ das Glas jedoch überlaufen als ihn Parak erzählte, was er vorhatte. Er spang auf, seine Hände stemmten sich auf die Tischplatte.
„BIST du VERRÜCKT????...das ist wahnsinn...wahnsinn.“ brummte er wild, beruhigte sich aber, nachdem man von draußen die Hunde hörte und an die Tür geklopft wurde.
„Mach doch was du willst...Aiden hat mit dem Buch gesprochen...“ er gestikulierte wild herum.
„und dann.. dann hat sich ihm angeblich die Zukunft eröffnet. Was weiß ich, ich hatte Angst vor den Buch.... es bringt nur Probleme...Da hast du mehr Glück mit der Katze“ er lachte schäbig, kippte wieder das Glas in einem Zug in den Rachen. Es würde nicht mehr lange dauern und Marek würde einfach umkippen.
„...die....*hicks*...die hat wenigsten...die...die Wahrheit....“
RUMPS! Der Kopf landtet mit einem dumpfen Aufprall auf den Tisch und ein lautes Schnarchen ertönte. Er hatte alles gesagt, was er wusste.
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Freitag 24. Januar 2014, 10:06

Parak fühlte sich einigermaßen erfolgreich. Er bekam einige Antworten, manche vielleicht reichlich dürtig, aber immerhin. Zuvor hatte ihn ein Gefühl geplagt, in einem Netz gefangen zu sein, aber jetzt hatte er sich befreit und konnte das Netz erkunden.
Das Buch, welchen Weg hatte es bereits hinter sich? Ein Magier hatte es herbeigezaubert, konnte aber nichts damit anfangen. Dieser Mann hatte einen Stab, der genauso aussah wie der Stab des weißhaarigen Adeligen, den Parak gestern vor dem Schlachthaus getroffen hatte. War das sein Sohn oder ein Schüler? Parak nahm sich vor, dem Weißhaarigen in naher Zukunft einen Besuch abzustatten.
Aber zurück zum Buch. Der Magier hatte es nicht erschaffen, es stammte eigentlich von der Gestalt auf dem Schädeltron, wenn man dem Buch Glauben schenken konnte.
Das ist nirgendswo in Dessaria! Ich glaube, das ist nicht mal auf unserer Welt.

Das Buch hatte seinen eigenen Willen und suchte sich seine Besitzer selbst aus. Und es spielte ein makaberes Spiel: Den einen Zwilling Marek hatte es gründlich zermürbt, während es den anderen Zwilling Aiden erlaubte, seine Boshaftigkeit auszuleben. „Und es wird auch versuchen, mit mir etwas anzustellen...'', meinte Parak nachdenklich.
Der Jäger konnte nicht darauf antworten. Er hatte sich engültig die Kante gegeben. Der Kammerjäger schaute auf das Buch und überlegte sich, wie er vorgehen sollte. Bevor er aber seine Gedanken in die Tat umsetzte, stand er auf und öffnete die Tür. Dann ging er zurück zu Marek. Als er dessen Statur musterte, seufzte er. Er war definitiv schwerer als Parak. Das konnte ja heiter werden.
Der Rattenfänger zog den Oberkörper des Jägers vom Tisch hoch, drehte den Stuhl, auf dem der Mann saß, stellte sich breitbeinig vor den Stuhl, beugte sich über den Jäger, legte dessen Arme über seine Schultern, um danach seine eigenen Arme unter dessen Achseln legte. Mit großer Mühe und viel Kraft hievte Parak Marek hoch.

Der junge Dessarier hoffte innerlich, dass Marek jetzt nicht aufwachte und zu brechen anfing. Das wäre widerlich. Er schleppte den schwereren Jäger rückwärts bis vor die Bürotür und wartete, bis zwei Wächter vorbeikamen. „Bringt ihn bitte in eine Ausnüchterungszelle oder so etwas ähnliches, in Ordnung? Wenn er nüchtern ist und gehen will, lasst ihn. Er ist ein Zeuge in Hauptmann Randlers Fall.“

Parak betrat wieder das Büro und schloss die Tür hinter sich. Er war jetzt alleine mit dem Buch. Er ging zum alten Schmöker hin und schlug ihn auf einer frischen Seite auf.

„So, jetzt zu uns beiden.“, sagte Parak. Er war sich sicher, dass das Buch alles verstehen würde, was er sagte. Der Rattenfänger grinste gemein, während er in seine Hosentasche griff. Er holte sein Rasiermesser hervor. „Du hast Pech, dass du kein Mensch bist, denn sonst dürfte ich das nicht tun.“ Er klappte das Messer auf.

„Versuch' ja nicht, mich hinters Licht zu führen. Ich werde dir einige Wesen nennen und du zeigst sie mir in der Gegenwart.“ Er legte die Klinge behutsam auf das Papier.
„Der Zauberer, der dich damals mit dem Ritual hierherbrachte“
„Der weißhaarige Fremde, dem ich heute begegnet bin.“
„Aiden.“
„Die dreiäugige Katze.“
„Das Monster, das Reinhold Bendoro umgebracht hat.“

Wenn Parak überhaupt keine Antwort bekam, würde er hörbar für das Buch bis zehn zählen und dann die Seite mit seinem Rasiermesser einschneiden.

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Sonntag 9. Februar 2014, 12:59

Die Wachen vor dem Büro des Hauptmannes staunten nicht schlecht, als Parak mit Marek durch die Tür kam und dann gleich Anweisungen gab. Irritiert blickten sie sich an, immerhin was bildete sich der Rattenfänger ein? Aber als gerade einer etwas aufmüpfiges Sagen wollte, hatte sich ein anderer Soldat erhoben und gesprochen. “Erledigen wir, Hauptmann Randler wird in Kürze auch wieder hier sein. Er wurde wegen etwas kurz weggerufen.“ Neben diesem Mann saßen die beiden Hunde von Parak und wedelten Freudig mit ihren Ruten.
„ich bin Leutnant Remus Cassallan Randler und wenn ihr etwas habt, sollt ihr euch an mich wenden, so lange zumindest bis Hauptmann Randler zurück ist. Wir werden euch nicht stören…bringt den Mann in die Ausnüchterungszelle:“ erschall der Befehl und die anderen gehorchten sofort. Der Leutnant stellte keine Frage, was Parak machte noch störte er sich daran, dass der Rattenfänger im Büro tat. Auffällig war, dass er leuchtend rotes Haar hatte und trotzdem sich die Züge vom Hauptmann in jünger zeigten.
Marek wurde somit erst mal bei Seite geschaffen und Parak hatte seine Ruhe. Der Leutnant sah noch kurz zu dem jungen Mann, lächelte freundlich.
„Sobald mein Onkel zurück ist, wird er gleich zu Ihnen kommen. Lassen sie sich nicht stören. Wollen sie etwas zu Essen oder trinken, ich würde etwas bringen lassen. Ebenso würde ich ihren Hunden etwas zukommen lassen“ Onkel hat recht, er hat den Scharfsinn eines Spürhundes.

Kurz darauf war Parak somit wieder im Büro, das verhexte Buch vor sich. Es war schon reichlich seltsam anzumuten, als er mit dem Buch sprach und diesem sogar drohte. Und gefühlt schien selbst sein runterzählen ewig zu dauern. Okay, Gefühle hatte so ein Ding ja nicht. Aber es verhinderte gewöhnlich, dass man es zerstörte. Die Rasierklinge schwebte somit unheilvoll über den Seiten, als sich die Seiten alle von den Rändern anfangend erst blutrot und dann schwarz einfärbten. So als drohte es im Umkehrschluss den Mann, der davor saß. Ein Gefühl, welches am besten mit Beklemmung und Enge zu tun hatte, drängte sich auf. Das Licht des Raumes war für einen Moment ein wenig dunkler und Parak konnte sehen, dass sich beim Ausatmen von ihm kleine Dunstwolken, wie bei großer Kälte zeigten. Dann wurde das schwarz der Seiten heller und heller, dunkelgrau, helles grau und wieder weiß. Die Kälte und die Beklemmung wich und es entstand ein erstes Bild, welches sich wie Zauberhand auf die Seite malte.
Das erste Bild erschien, es war recht fleckig gehalten. Komische seltsame Formen und seltsame Fransen und Linien. Wurzeln? Eine Maus, die in einer Höhle hockte und sich weiter grub. Erdreich? Dann zeichneten sich vereinzelte Knochen ab, irgendwann ein Schädel, den der Unterkiefer fehlte. Tja, er wollte ja die Gegenwart von der Person wissen.
Nächste Seite, Nächstes Bild. Das Bild eines Mannes erschien, harte und scharfe Züge im Gesicht. Eine Hakennase und langes wallendes helles Haar. Das eine Bein leicht überschlagen über das andere, den seltsamen Stab an der Seite mit einer Hand halten, während in der rechten ein Glas mit Flüssigkeit geschwenkt wurde. Er sah entspannt aus, doch die Augen waren kalt. Zudem blickte er, als wäre er im Gespräch.
Die Seite blätterte um, dort stand Aiden. Er blickte nach draußen aus einem prunkvollen Fenster, wie sie nur bei den Adligen vorkam. Er sah genau so kalt und hartherzig wie früher aus, wenn seine Kleidung auch besser war. Bei ihm konnte man eine Menge Waffen sehen, Mordinstrumente wie sie üblich ein Auftragskiller oft trug. Auf dem Simms neben seiner Hand stand ebenfalls ein Glas, doch dieses war leer.
Die Katze saß auf einem Dach. Eingerollt, wie es Katzen so oft machen, doch ihre Augen waren auf ein Gebäude gerichtet. Das Wachhaus, wo sich Parak befand. Tatsächlich würde man sogar sagen, sie blickte genau auf das Fenster, welches zum Büro des Hauptmann Randlers gehörte.
Das letzte Bild, war irgendein dunkler Ort, denn die Person war selber so tief im Schatten das man glauben konnte, sie wäre von dunkler Farbe. Jedoch konnte man spitze Ohren sehen. Die Gestalt war von breiter Statur, muskulös und reinigte, so sah es zumindest aus, eine enorme Armbrust, die aber in dessen Händen nichts zu wiegen schien. Seine Gesichtszüge sahen aber nicht wie die eines Monsters aus, eher wie eines Menschen oder Elfen.

Soviel dazu, so wirklich hatte es Parak vermutlich nicht geholfen. Doch noch ein weiteres Bild zeichnete sich und das war auch das letzte, bevor es laut sich zuschlug.
Parak selber, der neben der Leiche einer Person kniete. Sein Gesicht vor Grauen verzerrt, hielt er den Körper einer …einer Frau hoch. Blut strömte aus einer Wunde am Hals und der Blick dieser Frau…diese hübschen Mädchens, der Tochter des Bäckers, war leer. Die Kehle war zerschnitten wurden. Und Rot färbte sich die Seite.
„ irgendetwas neues?“ Randler stand an der Tür, hatte etwas essen dabei.
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Freitag 14. Februar 2014, 17:45

Der Rattenfänger hätte den Bogen beinahe überspannt, als er den Wachen Befehle gab. Aber schlecht fühlte er sich nicht, denn erstens wurde er für Ergebnisse und nicht nach Zeit bezahlt und er hatte definitiv wichtigeres zu tun. Zweitens, was sollte man mit sonst mit dem betrunkenen Jäger machen? Ihn seinen Rausch im Büro oder auf dem Flur ausschlafen lassen?
Ein höhergestellter Wächter pflichtete der Logik des niedrig gestellten Zivilisten bei. Es stellte sich heraus, dass dieser Leutnant aus der selben Familie wie Randler stammte. Parak konnte es nur recht sein: Wenn die Randlers alle so kompetent waren, dann war es nur gut, dass sie Offiziersposten einnahmen.

Man bat ihm Speise, Trank und Futter für die Hunde an. „Ihr habt Hundefutter? Ach, vermutlich habt Ihr einen Zwinger auf der Wache. Ja, die beiden könnten etwas vertragen, aber ich brauche vorerst nichts.“
Parak wollte auch nicht unnötig gestört werden.

Zurück im Büro fing er mit einer der verrücktesten Zeugenbefragungen der Rechtsgeschichte an. Er bedrohte ein Buch und verlange Antworten in Bildform. Und es tat sich etwas. Die Seiten des Buches verfärbten sich am Rand und Parak fiel es plötzlich schwer zu atmen. Dunkelheit und Kälte fielen über den Raum, wie damals im Haus des Fleischers.
Parak glaubte, dass er vorerst seinen Willen durchgesetzt hatte und das Buch nur ein schlechter Verlierer war. Während sich das erste Bild aufbaute, entfernte er die Rasierklinge und verstaute sie wieder in der Hosentasche.

Beim ersten Bild rätselte Parak kurz, bis er feststellte, dass der Mann tot und schon lange begraben lag. Er brauchte sich aber nicht beschweren, denn er bekam nur, was er zu sehen verlangt hatte. Er verschwendete keinen Gedanken mehr an den alten Magier und die nächste Person kam an die Reihe.

Der weißhaarige Fremde sonnte sich in Überheblichkeit. Ließ er diesen Stab niemals aus der Hand? Oder war das nur ein Zufall? Mit wem er sich wohl unterhielt? Parak fand nichts konkretes, was seinen Verdacht erregte.

Aiden war als nächstes an der Reihe. Oh, mit seiner feinen Kleidung und mit dem schmuckvollen Fenster, neben dem Randlers Bürofenster klein und mickrig aussah, war er fein raus. Aber er war nichts weiter als ein mieser, kleiner Auftragsmörder. Parak prägte sich ganz genau ein, wie das Fenster aussah. Der Hauptmann hatte versprochen, Aidens Akte zu suchen. Wenn das nicht reichte, um Aidens heutigen Aufenthaltsort zu finden, könnte Parak immer noch auf gut Glück durch die wohlhabenden Viertel spazieren und Ausschau nach diesem Fenster halten.

Auch die Katze wurde nicht ausgelassen. Was hatte er sich davon versprochen, sie zu sehen? Das wusste er selbst nicht einmal so genau. Sie schien auf der Lauer zu legen. Irgendwas kam Parak dabei seltsam vor. Er kratzte sich am Hinterkopf. Plötzlich erkannte er das Wachgebäude auf dem Bild und schaute deshalb aus dem Fenster. Verdammtes Vieh, er konnte es tatsächlich da draußen sehen.

Aber genug mit den üblichen Verdächtigen. Jetzt war es an der Zeit. Parak musste sich endlich das Monster ansehen. Aber was das Buch ihm zeigte, war menschlicher Gestalt. „Du solltest mir das Monster zeigen.“, grollte Parak. „Oder ist das etwa...“
Der Rattenfänger erinnerte sich an bisherigen Erkenntnisse im Fall – das Monster war gewaltig stark, stand auf zwei Beinen, hatte lange Krallen an menschenähnlichen Fingern und das Gebiss eines Allesfressers. Er schaute sich die Gestalt genauer an. Dann warf er den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Wie konnte das zusammenpassen?
Parak seufzte, öffnete die Augen und sah, dass sich noch etwas im Buch tat. „Hab' doch gar keine weitere...“
Er erstummte. Das bin ich! Aber wer... Annabell! Das Buch schlug zu und der laute Knall war wie das Startsignal eines Rennen. Parak wollte aufspringen und los rasen.

Aber er tat es nicht. Im Gegensatz zu den anderen Bildern war das nicht die Gegenwart. Er wusste nicht einmal, wo das Mädchen jetzt wohnte. Randler hatte nur „bei Verwandten“ gesagt. Er musste Ruhe bewahren. Seine Hände ballten sich. Vielleicht war das gar keine Vorhersage, sondern nur ein Trick des Buches, seinen Geist zu beeinflussen – wie damals bei den Zwillingen. Parak wollte trotzdem Vorkehrungen für ihre Sicherheit treffen. Aber er wusste nur noch nicht, welche.

Hauptmann Gregori kehrte zu seinem Büro zurück. „Etwas neues? Das Buch ist bei meinem Gespräch mit Marek aus dem Nichts aufgetaucht.“, berichtete Parak.
„Ich hoffe das Zeug in der Flasche war nicht allzu teuer – Marek hat sich ordentlich einen hinter die Binde gegossen und ist jetzt in der Ausnüchterungszelle. Er hat mir erzählt, was ungefähr vor dreißig Jahren passiert ist. Er und sein Bruder haben als Kinder gesehen, wie ein fremdländischer Zauberer dieses Buch aus einer anderen Welt herbeigezaubert hat. Das alles fand in einem Keller statt, wo heute die Schlachterei steht.
Kurz gesagt, der Magier konnte nichts mit dem Buch anfangen, die Brüder haben es genommen und das Buch hat mit ihren Gedanken herum gespielt. Sie haben es in einen Brunnen geworfen, aber...“ Er deutete auf das Buch und zuckte mit den Achseln. Es hatte offensichtlich nichts gebracht.

„Der alte Magier ist tot, aber ich weiß, dass sein Nachfahre seit kurzem in der Stadt ist. Hat weißes Haar, Pelzkragen und so einen Stock mit einem blauen Kristall dran – der Zauberstab seines Herrn Papa. Und er hat sich in der Menschenmenge vor dem Tatort rumgetrieben. Zu viele Zufälle für meinen Geschmack.“, erklärte Parak und hob die Augenbrauen an.
Der Moment wurde unterbrochen, als Paraks Magen ganz unmännlich knurrte. Er konnte jetzt wirklich etwas zu essen vertragen.

„Habt ihr 'was über Aiden ausgraben können?“

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Sonntag 2. März 2014, 13:40

Randler sah den gehetzten Ausdruck auf dem Gesicht des jungen Mannes und seine Stirn legte sich in Falten. Irgendetwas war geschehen und damit war bestimmt nicht das Auftauchen dieses magischen Buches gemeint. Sein Wachsamer Blick ging zu dem Buch rüber, welches irgendwie noch immer fast tiefrote Seite von außen zu haben schien. Er stellte sein Tablett auf dem Tisch, schob es Parak rüber, als der Magen des jüngeren Mannes laut zu knurren begann.
„Speist…“ sagte er freundlich, fuhr sich mit einer Hand durch seinen Bart und legte dann die Papiere auf dem Tisch, die er unter dem Arm geklemmt hatte.
„Es hört sich wirklich mehr als seltsam an…und geradezu unheimlich. Wegen dem Schnaps macht euch keine Gedanken, wenn es so zumindest die Zunge gelockert hat, so hat es doch einen guten Zweck erfüllt“ Er trat zu den jungen Mann, legte ihn die Hand auf die Schulter und drückte sie beruhigend. Zwar war auch der Hauptmann ziemlich mit den jetzigen Ergebnissen überfordert, doch sie würden es schon gemeinsam durchstehen.
„Ist aber alles in Ordnung?...ich bezweifle, dass die Informationen von Marek euch so erschreckt haben können. Ihr seid blass und wirkt schreckhaft…“ Aufmerksam und mitfühlend war der Blick deswesentlich älteren Mannes. Bevor er sich abwandte und die Akte von Aidan zu sich zog und aufblätterte.
„Nun, als wenn das alles noch nicht genug wäre, sind hier ebenso viele Ungereimtheiten. Tatsächlich liegt hier sogar ein Bericht vor, der besag, dass Aidan bei einem Versich der Flucht ums Leben gekommen wäre. Also, wie weit könnte Marek seinen Bruder spielen? Aidan hatte eine lange Liste von Straftaten und es wundert mich, dass er nur zu Zwangsarbeit verurteilt wurde. Zudem ist auffällig, dass alle Personen, die damals seine Verurteilung beschlossen hatten und es abgesegnet wurde, heute nicht mehr leben oder weggezogen sind. Also die Merkwürdigkeiten hören nicht auf.“ Er sah zu Parak rüber, goss diesem klares Wasser ein und reichte es ihm. Die Hände hinter dem Rücken verschränkt, trat er zum Fenster und blickte raus.
„ich habe weiter geforscht, deswegen dauerte es auch etwas länger…nun, ein Name fiel recht oft und der …jetzt kommt es, hat auch zurzeit Besuch von außerhalb- wohl einen angehenden Magier…heißt Satinavo oder so ähnlich. Der Name des Grafen ist: Gerald Mestro duMont. Du Mont hat wohl nach Aussagen der wachhabenden Männer immer Aidan besucht gehabt…“
Tatsächlich war der Name DuMont auch Parak schon zu Ohren gekommen, wenn die Damen auf den Straßen wieder tratschten. Er sollte angeblich schon des Öfteren in Einem Freudenhaus gesehen worden sein, zudem mochte er die Gesellschaft von Männern viel zu gerne und seine Frau hatte nach all den Jahren noch immer kein Kind bekommen. Aber DuMont war für seine Spenden bekannt und das man sich immer an ihn wenden konnte, wenn es finanzielle Probleme gab. Er war fast schon zu spendabel, genau wie seine Festlichkeiten sehr ausschweifend und luxuriös galten. Doch auch, dass er unbarmherzig zum niederen Volk war.
„Er hat ein großes Anwesen und dort würde es natürlich Möglichkeiten geben, jemanden zu verstecken…und bei seinen Kontakten, nun, da würde es mich nicht wundern, wenn für den richtigen Obolus auch Akten gefälscht wurde….Dieser Gedanke bleibt aber unter uns!“ er lächelte. Man merkte es Randler an, dass er nicht viel von DuMont hielt.
„hmm…als würde die Katze dort drüben mich ansehen! „ nuschelte er gedankenverloren.
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Sonntag 9. März 2014, 11:14

Parak hatte seine Aufmerksamkeit ganz auf den Bericht gewendet und deswegen das Bild im Buch aus der oberen Schicht seines Bewusstseins verdrängen können. Aber offensichtlich konnte der Hauptmann etwas im Gesicht des Mannes erkennen und fragte nach.

Der Rattenfänger zögerte. Mit einem anderen Mann über Gefühle sprechen... Das passte nicht. Aber lügen wollte er auch nicht. Also antwortete er.
„Habe ja erzählt, dass das Buch mit den Köpfen der Brüder rumgespielt hat. Nachdem euer Neffe den Jäger fortgebracht hat, habe ich dem Ding ein paar Fragen gestellt und ich denke, es will bei mir keine Ausnahme machen...“
Parak schaute durch das Fenster in den weite Himmel. Er öffnete den Mund erneut, sagte aber dann doch nichts. Sein Blick fiel auf das Tablett hinab. Er hatte Hunger.

Während Randler erzählte, aß Parak. Er hatte schlechte Tischmanieren, benutzte das Besteck grob und kaute trotz geschlossenen Mundes hörbar. Aber kein Krümel und kein Tropfen landete abseits des Tellers.
Jedes Mal wenn er einen neuen Namen hörte, schluckte er runter und wiederholte den Namen, damit er ihn ja nicht vergaß.
„Satinavo.“
„Gerald Mestro duMont.“
Er sagte die Namen im gleichen ernsten Tonfall, wie er vorhin beim Buch nachgefragt hatte. Aber er wollte den Wälzer in nächster Zeit nicht damit behelligen. Nur wenn die Ermittlungen stockten.

Es hatte damals im Gefängnis auch etwas von adeliger Einmischung gehört. Parak war sich sicher, dass nicht exakt der Name Gerald Mestro duMont gefallen war, sondern das was die Ohren und Münder einfacher Gefangene aus einen solchen kompliziert klingenden Namen machen würden: Gravand von Hohenfels.
Parak interessierte sich nicht die Bohne von Klatsch und Tratsch, weder aus der Nachbarschaft, noch über die großen Damen und Herren. Aber gelegentlich schnappte er in der Schlange beim Bäcker oder von plappernden Weibern am Brunnen etwas auf, sodass er doch oberflächliche Kenntnisse besaß. Gerald war ein Lebemensch, der anscheinend nie pleite ging, egal wie viel Geld er ausgab.

Parak hatte fertig gegessen. Auch wenn seine Lippen noch so sauber waren wie vor dem Essen, wischte er sich mehrmals mit der Serviette die Mundregion ab.

„Damals im Gefängnis hätten wir von einem ernsthaften Fluchtversuch erfahren, besonders wenn's tödlich ausgegangen wäre. Dann hätte es haufenweise neue Sicherheitsmaßnahmen und Zellendurchsuchungen gegeben, so als würde das rückwirkend funktionieren. Aber Aiden war einfach nur fort. Was hat ihn eigentlich in den Knast gebracht?“

„Ihr glaubt, Aiden versteckt sich auf duMonts Anwesen? Was für eine Verbindung gibt es zwischen den beiden?“ Unterschiedlicher mochten sie ja nicht sein. Parak dachte an Mareks Geschichte zurück und fing an, zu spekulieren: „Wisst Ihr, wie alt Gerald ist? Aiden und Marek sind in ihren Vierzigern und wenn ich mich nicht irre, hat Marek von einem Ziehvater geredet...“

In dem Moment murmelte Gregori Randler, dass er sich von der Katze beobachtet fühlte. Parak blieb sitzen – in seiner seiner jetztigen Position sah er durch das Fenster nur den Himmel und ein Stück von der Steinbrücke, die über Dessaria thronte, und das war gut so. „Ist es dieselbe, die ihr am Tatort verscheuchen musstet?“, fragte Parak im wissenden Tonfall.

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Sonntag 30. März 2014, 15:32

Randler horchte auf, als der junge Mann vor ihm das Ereignis um das Buch erzählte. Zwar war er ein erfahrender Mann, trotzdem spürte er deutlich dass sich ihm die Nackenhaare sträubten. Ein magisches Buch, welches Leute in den Wahnsinn führte. Zumindest jemanden zu dunklen Taten verleitete, denn wahnsinnig war Aidan nach seiner Akte nicht wirklich. Sehr kalt und diszipliniert, nur wer sagte schon, dass Wahnsinn immer so aussah, dass man wild hysterisch rumschrie und vor sich hinsabberte.
„es versucht es bei euch auch?..hmm, sollten wir vielleicht es an einen Priester abgeben…oder einen Magier aussuchen? Vielleicht können sie das Buch vernichten“ gab der Hauptmann leise zu bedenken. Etwas Nervös schielte er dabei zu dem Buch rüber, welches jetzt wie jedes andere Buch auf dem Schreibtisch lag und nichts geschah. Zum Glück geschah nichts!
Mit Wohlwollen nahm es der Hauptmann zu Kenntnis, dass sich Parak über das Essen und die Getränke hermachte. Zwar ließen dessen Tischmanieren wirklich zu wünschen übrig, doch was sollte man erwarten. Parak war in einer vollkommen anderen Schicht reingeboren und aufgewachsen, da gehörte mit besteck essen nicht wirklich zum guten Ton- oder man konnte es sich nicht leisten. Trotzdem achtete der Rattenfänger sorgsam darauf, dass er nicht krümelte oder sein Gesicht verdreckt war. Er hat seine eigene Art von Manieren entwickelt.
„das hätte ich mir denken können. Gewöhnlich verschärft man dann die Sicherheitsmaßnahmen. Laut Bericht wurde er bei der Flucht getötet…oder eher ist bei der Flucht um Leben gekommen, weil er einen Abhang runter gestürzt war. Zumindest stand das im Bericht“ Der ältere Mann suchte zwischen den Papieren das betreffende Formular hervor und legte es zu oberste Stelle. Deutlich stand dort, natürlich nur in knappen Worten, was geschehen war. Für Strafgefangene machte man sich gewöhnlich nicht so einen Aufwand. Und tatsächlich stand bei Aidan es sogar viel zu gewählt, als bei anderen Sträflingen.
„Aidan wurde von meinen Vorgänger, den „unbestechlichen Kanten“ dort reingebracht. Ihr habt von ihm gehört? Wenn nicht, auch nicht schlimm, zumindest sagte man, dass er sich nie bestechen ließ und alle gleich behandelte. Er hatte 10 Jahre als Hauptmann verbracht, dann musste er aufgrund von Krankheit aufgeben. Bald darauf ist er verstorben.“ Eine Spur von Bedauern lag in den der Stimme des Hauptmannes und auch Trauer. Er hatte kanten gekannt und sie waren befreundet gewesen. Manchmal spielte das Schicksal eben einen böse mit. Zumal niemand wusste, woran er letztendlich erkrank war.
Doch vielleicht würde Parak bemerken, dass Aidan auch im letzten Jahr angeblich verstorben war…und er war ein Mann gewesen, der sich auch mit Giften auskannte. Wohl dosiert hätte man jemand auch schleichend umbringen können.
„ja, ich denke, dass Aidan bei DuMont lebt. Es würde zu diesen Bastard von Adligen…verzeiht meine Ausdrucksweise, wie der Dämon zum Harax passen. Zumal man dort nicht mal eben reinkommt, selbst wenn es einen Verdacht gibt. Er hat so viele Beziehungen, dass es immer eine und endliche Diskussion…hmm, aber jemand, den er noch nicht kennt, könnte ich reinmogeln…“ dabei warf er Parak einen flüchtigen Blick zu. Den Rattenfänger in bessere Kleidung stecken und ein wenig an dessen Umgangsformen feilen, dann könnte der junge Mann es schaffen. Natürlich müsste Parak da mitspielen.
„In ein paar Tagen hat er einen Empfang,…“ meinte der Hauptmann fast zu beiläufig.
„Nun er dürfte so über 60 oder so sein. Es käme von Alter also hin…aber väterlich, nein! Wie gesagt, er soll…seltsame Neigungen bezüglich, ähm, naja….auch Männer haben…das ist natürlich nicht öffentlich bestätigt“ er zwinkerte den Mann , der nur zu gut wusste, dass solche Themen immer hinter vorgehaltener Hand angesprochen wurden und ein Tabu waren.
Die Katze auf den Dach des anderen Hauses räkelte sich in der Sonne und als wenn es das Signal war, sprang sie auf, als Parak redete. Irritiert blickte der Mann zu der Stelle und dann zu Parak rüber, als wenn der genau wüsste, wovon der Hauptmann sprach.
„also…“ begann er er, besann sich dann aber anders. Vor zwei Tagen hätte er noch geantwortet, dass es nur eine ähnliche Katze war und es doch tausende davon gäbe, jetzt war er sich nicht mehr so sicher. War dies diese seltsame Katze, die Parak schon öfters erwähnt hatte?
„Woher…?...ich denke, dann ja. Ist dieses Tier ebenso eine Gefahr oder…etwas anderes“ meinte er noch und trat vom Fenster weg. Ein leicht wehmütiger Blick auf die leere Flasche, er hätte jetzt so überhaupt nichts gegen einen Ablenker gehabt.
Der Hauptmann nahm auf dem Stuhl Platz, der gegenüber von Parak war.
„Nun, um nochmals auf meine Idee zurückzukommen. Ich würde gerne euch da einschleusen…bei den DuMont, vielleicht bekommst ihr so mehr heraus. Wenn wir einen konkreten Beweis haben…und das wäre für mich euer Wort, dann könnte ich eine Durchsuchung veranlassen. Natürlich können wir auch erst die Kanalisation durchsuchen, nur das wird ewig dauern…und wir wissen noch immer nicht, was für ein Monster wir suchen….hat….“ er warf einen flüchtigen Blick zu dem Buch, schüttelte ungläubig den Kopf. Man befragte jetzt schon magische Bücher.
„…also hat es etwas genaueres gesagt? Ist es eine Monsterratte oder so?“
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Sonntag 13. April 2014, 15:28

Der Rattenfänger schielte auf das Buch. „Ein Priester oder Magier, sagt ihr?“ Er schloss die Augen. Damals gab es im Gefängnis Besuche eines Priesters des Brocknars. Damals hatte Parak nie viel auf diesen Mann gegeben. Es war nur ein weiterer Vertreter des Systems, das ihn weggesperrt hatte. Aber hier und heute saß er am Tisch eines Wachoffiziers, für den er in den letzten paar Tagen Respekt entwickelt hatte. Warum dann nicht dem Priester einen Versuch geben? Er nickte.

Der unbestechliche Kanten, was für ein Titel, hatte Aiden überhaupt erst hinter Gitter gebracht. Der Hauptmann hatte selbst erklärt, dass die meisten Leute, die in der Angelegenheit beteiligt waren, heute weg vom Fenster waren. Der Rattenfänger brauchte also das offensichtliche nicht auszusprechen.

Parak war mit seiner Vater-Sohn-Theorie vermutlich auf dem Holzweg. Aber selbst wenn duMont tatsächlich solche Vorlieben hatte, war der Rattenfänger skeptisch. „Wer von beiden bückt sich eurer Meinung nach?“, fragte er ganz nonchalant. „Wenn dann glaube ich höchstens an eine geschäftliche Beziehung.“

Das Thema wurde schließlich durch die Katze abgelöst. Parak erläuterte knapp: „Laut Marek kam diese Katze zusammen mit dem Buch. Ich denke, wer das Buch besitzt, wird auch von dem Flohballen verfolgt.“

Der Hauptmann hatte einen Plan gefasst, den er schon angedeutet hatte. Aber erst als er es direkt aussprach, dachte der Rattenfänger über die Möglichkeit nach. Wenn ein Uniformierter oder ein bekannter Offizier das Anwesen betrat, wäre Aiden vorgewarnt und würde das Versteck wechseln.
„Aber einer würde mein Gesicht kennen – Aiden. Und wenn er mich zuerst sieht, denn er hat ja Heimvorteil, dann wird entweder abhauen oder mein Fischgericht nachwürzen. Ich mag den Plan überhaupt nicht.“
Parak verschränkte die Arme. „Ich würde lieber erst weitere Spuren verfolgen. Zum Beispiel den Freund des Bäckers befragen. Das sollten wir als nächstes tun. Wenn Ihr herausfindet, dass der weißhaarige Magier und duMonts Gast ein und dieselbe Person sind, dann können wir vielleicht noch einmal darüber reden.“

Und es gab noch eine weitere Quelle, die noch nicht völlig ausgeschöpft war. Die Informationen des Buches. Als der Hauptmann nachfragte, schloss Parak die Augen. Die Kopfschmerzen kamen wieder. Wie ein Muskelkater im Gehirn. „Wenn das Buch nicht lügt, können wir die Kanalisation durchsuchen, bis wir schwarz sind. Es sollte mir den Mörder Reinholds in dieser Stunde zeigen und ich bekam einen Mann zu sehen.“
Mochte Randler zweifeln, so sagte Parak vorsorglich: „Ich habe Euch nie verboten, selbst in das Buch zu sehen.“

Der Rattenfänger überlegte und er hatte eine Idee: „Wenn jemand die Stadt mit einer Waffe betritt, wird das auch irgendwo aufgeschrieben? Oder könnte man die Torwächter befragen? Ich rede hierbei von einer lächerlich großen Armbrust, die der Mann auf dem Bild trägt.“

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 8. Mai 2014, 00:21

„dann werde ich mich nach einem Magier oder besser einen Priester erkundigen, der sich dem Buch annimmt. Die sollten immerhin sich besser mit solchen Dämonenwerk auskennen“ und so griff sich Randler ein Stück Pergament und schrieb sich eine Notiz auf. Lieber alles notieren, denn dieser Fall war nicht annährend mit anderen zu vergleichen.
Die nächste Äußerung von Parak ließ den Hauptmann aufblicken und ein nach Luft schnappen. Verlegene über diese nicht gerade nonchalante Thema, rieb er sich über den Nacken und suchte nach Worten. Nicht das er jetzt prüde war, aber das war doch etwas sehr intimes, selbst wenn er DuMont nicht mochte.
„Also….“ Räusperte er sich. „ Darüber habe ich noch nie einen Gedanken verschwendet. Ich finde es so oder so….Bettgeschichten sind nicht das meine, zudem würde ich euch zustimmen, dass es bestimmt nur geschäftliche Beziehungen sind. DuMont soll sich eher sehr junge Männer, laut Gerüchten sogar Knaben zu sich geholt haben…Furchtbar“ Er schüttelte angewidert den Kopf, während er die Faust ballte. DuMont nutzte die Armut der Jungen aus und diese ließen sich auf den älteren Mann ein, weil es ihnen Geld brachte, was sie zum Leben benötigten. Zu gerne hätte Randler diesem Bastard das Handwerk gelegt.
Wegen der Katze konnte er nur nicken, wenn ihm auch ein Frösteln überkam.
„Vielleicht ist sie sowas wie ein Wächter…oder ähnliches. Oder von ihr geht alles aus“ erleichtert hatte Radler festgestellt, dass sie Katze nicht mehr da war.
Parak hatte sich die Idee von Randler angehört und seine Begeisterung war nicht gerade hoch. Was ja auch verständlich war und er zählte auch gleich die Komplikation auf. Tatsächlich musste sich der Hauptmann eingestehen, dass er Aidan ganz außer acht gelassen hatte. Waren das die Folgen der Überforderung für diesen Fall? Das der Junge dabei noch einen kühlen Kopf bewahrt…hmmm!

Der Hauptmann stemmte seine Hände auf die Tischplatte und fixierte den jungen Mann. Was er sah beeindruckte ihn schon seit dem Moment, als er ihn kennengelernt hat.
„Ihr habt natürlich recht…widmen wir uns erst allen anderen und erkundigen wir uns. Trotzdem, ich möchte euch einen Vorschlag unterbreiten. Mir müsst ihr jetzt nicht antworten, doch …nun, ich gebe zu, dass so einen kühlen wie den euren gut brauchen kann. Ich würde euch gerne eine dauerhafte Stellung als Ermittler geben, auch wenn das alles hier geschafft ist. Ich habe Lebenserfahrung und Parak, ihr habt etwas, was vielen meiner Leute fehlt. Eure Vergangenheit ist mir egal, ich zähle auf die Person, der ich gerade gegenüber sitze.“ Er hob die Hand und jeden Protest zu ersticken.
„ihr braucht nicht zu antworten…ich könnte die anderen Daten jetzt einholen und ihr könnte darüber nachdenken, wenn ihr spazieren wollt. Ich muss mich um die Termine vor allen bei den Bäcker kümmern.“
Das Randler die Genehmigung für das Buch erhielt, dankte er mit einem Nicken und zog das Buch zu sich. Er blieb bei der Zeichnung mit dem Mann hängen. Nachdenklich zog sich seine Stirn kraus.
„Hmm, dieser Mann könnte auch ein Elf sein…seht die Ohren, sie wirken zumindest spitz. Doch ich habe noch nie einen Elfen gesehen, der so…so tot und kalt von den Augen wirkt“ Was für Parak interessant war, dass es das letzte Bild im Buch war. Die Zeichnung von Ihm und der Bäckerstochter war nicht mehr vorhanden.
Randler blickte auf, als von Parak seiner neuen Idee sprach. „ In der tat gibt es solche Bücher…wartet, ich hole sie mal kurz.“ Damit schlug er das Buch zu und verschwand mit eiligen Schritten nach draußen. Ein kurzer Moment zum nachdenken.
Doch ein Klopfen würde ihn ablenken. Auf der Fensterbank vom Büro saß eine ihm wohlbekannte Katze, die Einlass verlangte. Und das Buch schien ebenfalls zu reagieren, hüpfte ein paar Zentimeter zur Seite.
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Sonntag 18. Mai 2014, 16:33

Parak nahm dem Hauptmann den Vorschlag nicht übel. Offensichtlich hatte Randler nicht durchdacht, dass Aiden ein Auge auf die Gäste werfen würde. Vielleicht würde Aiden ihn aber überhaupt nicht erkennen. Damals war er ein Niemand mit einem verdreckten Wildwuchs von Haaren auf dem Kopf und im Gesicht. Heute war er kahl, sauber und besser genährt. Aber die Haft hatte ihn misstrauisch gemacht und er wusste, dass man die Gesichtszüge seiner Mitgefangenen nicht so einfach vergaß.

Während er darüber nachdachte, überraschte der Offizier ihn mit einem Vorschlag aus heiterem Himmel. Ein Angebot für einen Posten. Als hätte er nicht schon genug zum Nachdenken. „Darüber reden wir, wenn das ganze hier vorbei ist, klar?“, entgegnete Parak. Das klang zwar ausweichend, aber bedeutete eigentlich, dass er dieses Angebot nicht vergessen würde.

Als der Hauptmann mit seiner Erlaubnis durch das Buch blätterte, schaute sich Parak die Bilder kopfüber an und musste feststellen, dass das letzte nicht mehr dabei war. Das Buch konnte also auch Zeichnungen verschwinden lassen. Interessant. Und der Hauptmann gab seinen Kommentar zu der Gestalt ab.
„Ein böse aussehender Elf? Ich kenne keine Elfen, aber wenn das Geschwätz der Leute stimmt, dann soll es ja nicht nur die Baumknuddler geben, sondern auch ein Volk von Kriegstreibern.“, sagte Parak und hoffte, sich damit nicht lächerlich zu machen.
Egal welcher Rasse er angehörte, der Rattenfänger wollte den Mann ausfindig machen. Und die Armbrust war im Moment der einzige Anhaltspunkt. Randler ging los, um die Aufzeichnungen zu holen und Parak blieb wieder einmal allein im Büro.

Er schloss die Augen. Seine Zeigefinger strichen über seine Daumen. Der rechte Daumennagel hatte eine hervorstehende Ecke. Parak fühlte sich unbeobachtet. Er führte den Daumen zu seinen Lippen und setzte die Schneidezähne auf den Nagel. Während er ihn behutsam bearbeitete, füllte er seine inneren Kräfte wieder auf.

Nach einiger Zeit öffnete er seine Augen und begutachtete zufrieden seine Arbeit. Nur Anfänger rissen sich das Nagelbett ein oder gingen so weit das es blutete. Er dachte darüber nach, wie es jetzt seinen Hunden gehen mochte. Und Annabell, die Arme. Wie lange noch, bis Randler zurück kam?
Parak überlegte sich, ob er aufstehen sollte. Sich ein bisschen strecken und ein paar Schritte im Büro herumgehen. So konnte er die Zeit der Untätigkeit vielleicht überstehen. In dem Moment hörte er ein Klopfen, aber nicht an der Tür, sondern vom Fenster.

Die Katze schon wieder. Und das Buch fing an zu zappeln. Was ging hier vor? Parak stand auf und spielte mit dem Gedanken, das Fenster aufzumachen. Vielleicht würde er endlich mal ordentliche Antworten bekommen. Er ging auf das Fenster zu, blieb aber auf Höhe des Schreibtisches stehen und schaute zum Buch.
„Was meinst du? Soll ich sie reinlassen? Wenn ja, dann hör mit dem albernen Gehopse auf.“

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Dienstag 8. Juli 2014, 15:30

Randler bemerkte, dass Parak mit dem Arbeitsangebot ein wenig überfordert war. War ihm ja auch nicht zu verübeln. Der Junge hatte vermutlich sein ganzen Leben eher Ablehnungen und Spot geerntet, wie sollte er da auf sowas reagieren.
„Überlegt es euch, es wird nicht schaden“ meinte er sachlich. Wenn sich Parak Gedanken darüber machte, dass der Hauptmann diese Abfuhr ihn übel nahm, so sah er, dass er sich irrte. Verständnis sah man nur im Gesicht des älteren Mannes. Der Mann würde schon das Richtige tun und jetzt galt es immerhin wirklich erst einen verrückten Mörder zu fangen. Deswegen sagte der Hauptmann auch nichts weiteres mehr zu seinem Angebot.
„Baumknuddler?“ Randler blickte zu dem jüngeren Mann und ein Schmunzeln bildete sich um seine Lippen. Es hatte etwas Väterliches.
„Tatsächlich werden zunehmend Gerüchte zu uns getragen, dass in vielen teilen Celcias Krieg herrscht mit dem dunklen Verwandten der…Baumknuddler. Sie sollen grausame Wesen sein, die sich auf Morden und Folter spezialisiert haben. Niemand, den man hier in unserer kleinen Stadt haben möchte… Vielleicht gehört diese Person dazu? Aber ich weiß es nicht, ich habe in meinen leben gerade meinen einen Elfen gesehen…und das war sogar noch als Kind“ gestand er und kratzte sich nachdenklich an Kinn.

Kurz darauf machte sich Randler auf um nach den Aufzeichnungen wegen der Armbrust zu machen. Parak nutzte den Moment für sich, wenn nicht das Buch wieder etwas gehabt hätte.
Die Katze strich am Fenster lang, setzte sich vor einer der Scheiben und ihre kleinen Pfoten kratzen über die Scheibe. Wieder und wieder, es war als würde jemand stetig und immer wieder klopfen. Sie hielt nicht inne, als sich Parak zum Buch drehte, wurde sogar energischer.
Das Buch dagegen hüpfte und als Parak seine Frage in den raum stellte, da sprang es sogar. Nein, es schien eindeutig dagegen, dass man die Katze einlassen sollte, die energisch gegen die Scheibe klopfte und nun auch zu Mauzen begann.
Wie als würde ein Windzug aufkommen, schlug sich das Buch auf und es blätterte wild umher. Dabei hüpfte es weiterhin, die Seiten wieder in diesem Tiefen rot bis schwarz. Jede der Seite zeigte das selbe Bild, Ein geöffnete Fenster! Dieses Büro! Das Buch in Fetzen und Parak am Boden…Als würde es einen größere Aufnahme von Parak zeigen war er am Boden, das Gesicht in schmerz und Entsetzen verzerrt, während ihn ein katzenähnliches Wesen die Kehle zerriss. Parak dabei Einblicke durch die Zeichnungen auf das Innenleben seines Halses erhielt, dass einem deutlich der Magen sich bemerkbar machte.
„mache endlich auf“ war jetzt deutlich die Stimme zu hören. Die Katze sprach wieder zu ihm. Wem der Rattenfänger trauen wollte, lag bei ihm! Beides war zumindest mehr als unheimlich. Und vor der Tür zum Büro hörte man nur das normale übliche Geschwätz.
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Dienstag 15. Juli 2014, 20:06

Das Buch hörte nicht auf, sondern wurde nur noch wilder. „Ja, ich verstehe, aber jetzt hör' gefälligst auf damit.“, zischte der Rattenfänger, ging zum Schmöker und wollte ihn festhalten. In dem Moment öffnete sich das Buch ruckartig und rammte Parak dabei den harten Einband in den Bauch. Er krümmte sich mit dem Oberkörper nach vorne und sah die grausigen Bilder seines Todes eine Handbreit weit entfernt vor seinen Augen.

Er erschrak und wurde bleich – dieses Bild war genauso schlimm wie die das von Annabell. Sein Magen drehte sich um und er musste sich bemühen, dass die Mahlzeit von vorhin nicht wieder hochkam. Aber er fing sich schnell ein und wurde misstrauisch. Hatte das Buch ihm den Mörder von Reinhold gezeigt, diesen Spitzohren-Spitzbuben? Wie kam es dann, dass hier die Katze sich in das Monster verwandelte?

Entweder das Buch widersprach sich selbst oder es gab eine Verbindung zwischen der Katze und dem Armbrustliebhaber. Bevor er aber weiter darüber nachdenken konnte, musste er sich jetzt der Katze widmen, die schon langsam ungeduldig wurde. Er richtete sich wieder zur vollen Größe auf und ging zum Fenster. Aber er machte keine Anstalten, es aufzumachen. Stattdessen verschränkte er die Arme.

„Wir können doch jetzt schon reden. Oder wolltest du etwa mehr, als nur reden?“, meinte Parak ruppig. Er traute weder dem Buch, noch der Katze, aber wenn die beiden gegeneinander arbeiteten, würden sie vielleicht die jeweiligen Lügen des anderen aufdecken.

„Was bist du und welche eine Rolle spielst du hier? Und drück' dich mit deinen Antworten gefälligst klar aus, haben wir uns verstanden!“

Er sprach nur so laut, wie er glaubte, dass es draußen keine Aufmerksamkeit erregte. Das hier war vielleicht die Gelegenheit, endlich etwas Licht ins Dunkle zu bringen, und die wollte er sich von keinem neugierigen Rekruten versauen lassen, der hier reinplatzte. Aber andererseits musste er sich eingestehen, dass er in diesem Fall schon so oft geglaubt hatte, vor einem Durchbruch zu stehen, nur um eines Besseren belehrt zu werden. Für jede beantwortete Frage, stellten sich zwei neue, kniffligere Probleme. Aber es war ein beständiger Fortschritt und das musste ausreichen.

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Samstag 26. Juli 2014, 13:49

Was für ein Spiel wurde mit dem Rattenfänger gespielt? Wer hatte welche Rolle intus? Zumindest, bei der Katze und dem magischen Buch, war es schwer zu erkennen. Ob die nächsten Minuten ihm zudem noch Erleuchtung bringen würde, dass würde sich zeigen. Das Buch hatte zumindest mit seinem dargestellten Bild die Aufmerksamkeit des Mannes erreicht. Nicht das es dabei Rücksicht auf dem Zustand des Mannes nahm, wie sollte es auch, so war es doch nur ein Gegenstand….oder?
Parak wurde vorsichtig und näherte sich dem Fenster, wo jetzt die Katze aufhörte an der Scheibe zu trommeln. Sie saß wie eine Statue da, aufrecht und nur ihr hin und her schlagender Schwanz zeigte, dass sie lebendig war. Die Augen hatte sie wachsam auf ihn gerichtet. Tatsächlich waren es nur die Augen, die jetzt sich zu bewegen schien, zu ihm rüber schielten.
„Was sollte ich denn vorhaben? Bist du skeptisch? Hast du Angst vor mir, wenn du doch sonst den Schutz deiner Hunde hast“ schnurrte sie zu ihm rüber. Ihre Stimme klang immer ein wenig so, als würde sie selbst das Glas des Fensters nicht zurückhalten wollen. Doch auch verführerisch und geheimnisvoll und eindeutig weiblich.
„keine Rätsel?...Miiiiiiaauuuuuu…..ich bin eine Katze oder? Und keine Katze hat je klare Aussagen gemacht. Ich bin Wächter und Beobachter…so vieles war ich schon. Behüter des Lebens und….des Todes. Meisterin des Mystischen. „ Sprach sie weiter.
Es interessierte sie wenig, dass Parak klare Antworten wollte. Sie konnte eben nicht anders. Und wenn er sie verscheuchen würde, wer wüsste dann, was sie machen würde?
„ich soll mich klar ausdrücken? Verstehst du denn die Tragweite meiner Worte?….ich bin Bewahrerin des Wissens…und nicht jedes Wissen ist gut…zeitweilig verdorben und korrumpiert es einen…aber es spricht auch die Wahrheit.“ Mauzte sie weiter, und drückte ihr Köpfchen an die Scheibe. Dabei öffnete sich das verdeckte dritte Auge auf der Stirn des Tieres.
„ich bin die andere Seite! Was einst hierher geholt wurde, ist nicht für jeden bestimmt… ich bin eine Seelenfresserin…doch schade ich dir weniger, als du denkst! Hat es mit dir gesprochen?…dir Bilder gezeigt, die deinen Tod sagen…oder Tod deiner Liebsten? Mache mir auf und ich werde dir offenbaren, wer die Gefahr ist“ Und sie gähnte genüsslich, streckte sich und bog ihren Rücken durch.
„Was willst du riskieren? Was willst du wissen?“ sprach sie wieder in Rätseln weiter.
„Vertrauen solltest du keinen von uns, aber zumindest einer kann dir weniger schaden! Und hat gesehen, was wirklich Grauen heißen kann“
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Montag 28. Juli 2014, 19:50

Musste die Katze unbedingt darauf herumreiten, dass seine Hunde sich von ihr ins Boxhorn haben jagen lassen? Parak würde gerne mitansehen, wie ein paar dreiäuige Hunde diese Katze auf einen Baum scheuchen würden, ja das war ein Spektakel!

Der Rattenfänger wollte klare Antworten haben, aber die gab es wohl nicht vom Fellbündel. Wissen also, das einen Menschen verderben konnte? Parak glaubte zu verstehen, was damit gemeint war – Aiden hatte seine Nase zu lange in das Buch gesteckt und war deshalb zu dem geworden, was er heute war.
„Es zeigt die Wahrheit? Ausschließlich oder hat es da noch Spielraum?“
Wenn das stimmte, dann musste Parak die Warnung des Buchs ernst nehmen.

„Es ist nicht für jeden bestimmt, meinst du?“, fragte Parak. „Warte einen Augenblick.“
Er ging zum Tisch und schaute aufs Buch. „Für wen bist du bestimmt? Also nach Meinung vom Dreiauge? Zeigen!“

Er ging zurück zur Seelenfresserin, wie sie sich nannte. Der Dessarier prägte sich diesen Namen ein, denn er würde bald einen Priester darüber ausquetschen. Die Katze würde ihm angeblich offenbahren, wer die größere Gefahr darstellte. Das konnte aber auch bedeuten, dass die Katze ihre harmlose Tarnung ablegte und sich selbst als das größere Übel entpuppen würde. Verdammte Zweideutigkeiten!

„So, Seelenfresserin. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass du das ganze nicht aus Herzensgüte tust. Was willst du letztendlich mit dem Buch machen? Es zurück in deine Welt holen? Es zerstören? Oder dafür sorgen, dass ein anderer Mensch es bekommt?“

Der Kammerjäger erinnerte sich an Mareks Warnung vor dem Buch. Marek hatte gesagt, dass er sich lieber an die Katze wenden sollte. Aber war dieser gebrochene Mensch wirklich der beste Ratgeber? Außerdem konnte Parak die Meisterin des Mythischen nicht ausstehen. Und im Moment war das Buch auch ein Beweismittel und deshalb eigentlich Taboo für Außenstehende. Um etwas Bedenkzeit zu schinden, ließ er eine Bemerkung vom Stapel:
„Interessant. Ich soll also ein Risiko eingehen, um von dir zu erfahren, wie gefährlich die Dinge sind, die ich vom Buch erfahren könnte?“

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Sonntag 17. August 2014, 02:10

Die Ungeduld, die verständlicherweise aus dem Mann hervorbrach, war nur zu gut nach zu vollziehen. Zumindest für einen anderen Menschen. Doch das interessierte, die Wächterin reichlich wenig. Sie verhielt sich eben so, wie man es von einer Katze erwarten würde. Ob sie tatsächlich eine echte Katze war, oder selber nur eine Kreatur des Harax, nun, diese Antwort war bis jetzt noch nicht erforderlich.
„die Wahrheit ist immer das, was man für wahr erachtet, Mensch…Miau!... doch lasse dich nicht täuschen Wahrheit über Geschehnisse, die waren ist immer leichter zu sagen, als die die vielleicht noch existieren werden. „ Schnurrte sie und buckelte ein bisschen vor der Scheibe. Nach dem Verhalten hätte es wahrlich eine Katze sein können, wenn es nicht in Rätseln sprechen könne. Die Ohren stellten sich auf, als jedoch Parak zu dem Buch marschierte und diesem einen Befehl entgegen sprach.
„jede Nutzung wird Tribut von die verlangen…seih auf der Hut Mensch“ Sie stellte sie auf, ihre Vorderpfötchen drückten sich an die Scheibe. Fast schon angespannt schien sie zu sein. Ihr Schwanz zuckte erregt von links nach rechts.
„Das Buch blätterte sich auf, die Seiten flogen nur so vorüber. Blätterte die Bilder weiter, die Parak schon kannte. Dann hielt es, sachte fielen die Seiten wieder, offenbarten ein neues Bild. Linien und Striche entstanden aus dem nichts, erschufen mehr und mehr ein Bild. Auf den Seiten zeigte sich deutlich ein Mann, der langes weißes Haar trug. Einen Stab, der ihn als Magier auszeichnete. Und je mehr Details sich einfügten umso mehr erkannte Parak, dass dies der Mann war, der wohl um die Hand einer gewissen jungen Bäckerstochter angehalten hatte.
Die Katze fauchte auf, kratze an der scheibe.
„Glaube nicht, was du siehst Mensch… Verführer…es macht was es will, quält wen es will“ jaulte sie deutlich auf. Sie wurde erst ruhig, als sich Parak wieder dazu entschloss zu ihr hin zu gehen. Sie setzte sich und hob ihren Kopf, sah zu Parak auf.
„ich will es zerstören, ja..miau…..Es bringt mehr Unheil, als ich an Seelen aufnehmen kann. Mein Herr will es zurück! Doch es ist gebunden an den aktuellen Besitzer… so wie ich… Es tut mir Leid…“ und ihre Augen trafen die von Parak, die Lider schlug sie fast schon menschlich nieder.
„Ein Segen oder ein Fluch, beides können wir sein…miau…Wir können nicht ohne und doch sind wir allein…“ Fast schon ein schmunzeln sah man in ihren Zügen ihres kleinen Reimes. Sie schmiegte sich abermals an das Fenster.
„Glaubst du, du kannst noch viel verlieren? Außer die Liebenden, denn dein ist nun das Buch und somit auch ich. Lass mich ein und du wirst erkennen, was ich bin… Ich bin nicht dein Fluch, der Fluch ist schon an dich gebunden, doch ich hoffe, dass wir das schlimmste verhindern können….Miau“ und sie blickte wieder zu den Griff am Fenster. Sie wollte eingelassen werden. Doch ob es gut war, nun, dass würde Parak wohl testen wollen. Das Buch selbst, schien zumindest nicht begeistert davon zu sein. Es zeigte wieder deutlich das Bild, wo Parak starb.
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Sonntag 24. August 2014, 18:36

Parak klebte mit den Augen an dem Bild, dass das Buch erschuf. Es sollte ihm zeigen, wer nach Ansicht der Katze der eigentliche Besitzer des Buchs sein sollte. Es zeigte den weißhaarigen Magier. Parak fiel etwas am Zauberstab auf und er fokussierte die Augen auf den Kristall an der Spitze. Die Facetten reflektierten Bilder von der Bäckerei, vom Bäcker und von Annabell. Der Dessarier verstand nun: Diesem Mann hatte der Bäcker seine Tochter versprochen!

Das Buch hatte einen wunden Punkt getroffen und Parak fragte sich, ob das ein billiger Trick vom Buch war oder die Dinge wirklich so gestrickt waren. Die Katze verlor in diesem Augenblick ihre Ruhe und wurde wütend. Der Rattenfänger hörte sich an, was sie weiter zu sagen hatte.

„Halt, Moment mal. Dein Herr will es zurück haben und du willst es zerstören, wie soll das denn zusammen passen?“

Parak mangelte es an Geduld und er überlegte bereits, das Fenster zu öffnen, nur damit endlich etwas passierte. Aber dann überdachte er noch einmal alles. Die Katze erinnerte ihn an Marktschreier, die behaupteten, dass der Vorrat dieser oder jener Ware gleich zu Ende wäre – mit dem Ziel, dass die Leute nicht nachdachten, ob sie das wirklich brauchten oder ob der Preis gerecht war.
Sie gab selbst kaum Informationen, stellte Wissen als gefährlich dar, wurde wütend, wenn das Buch ihm etwas zeigte und versuchte eine blinde Entscheidung zu ihrem Gunsten herbeizuführen.

Deswegen traf Parak die Entscheidung, die Katze nicht einzulassen.

„Nein. Heute nicht.“, erklärte Parak. Und er konnte es sich nicht verkneifen hinzuzufügen: „Und wenn du wirklich an das Buch und mich gebunden bist, wirst du ja auch morgen, übermorgen oder in einer Woche zur Verfügung stehen.“

Demonstrativ nahm er das Buch und wickelte es im geschlossenen Zustand in seinen Mantel ein und verließ das Büro.

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 17. September 2014, 13:05

Natürlich, wie so oft, waren die menschlichen Bewohner außerhalb des Harax nicht gewillt ihr zu glauben. Das war doch zum Mäuse melken, sagte doch ein menschliches Sprichwort, wenn sich Rianass’ah cel mirr oder auch Seelenfresserin genannt, nicht verstand, wie man es bei diesen kleinen Kriechvichern schaffen konnte. Mäuse melken? Sie schmeckten zwar vorzüglich, aber melken?Menschen kamen auf Ideen! Wie sollte sie erklären, ohne das auf dieses verflixte Buch gehört wurde, dass sie diesen Mann nicht schaden wollte? Sowas stures von den Menschen auch!
„ja, mein Herr will es zurück….doch ich will ihm nicht gehorchen….Genug ist geschehen und vieles wird noch geschehen. Schenke mir vertrauen und vertrauen werde ich dir schenken…nur so , können wir etwas tun: Miau!“ Versuchte sie sich zu erklären, kratzte wieder an der Scheibe. Doch der Rattenfänger blieb unerbittlich…oder eher war vorsichtig. Wieso nur glaubte jeder, dass ein paar Seiten Papier weniger Schaden anrichten würen als sie? Das war mal wieder was! Wieso musste sich alles wiederholen?
Seine Worte waren harsch an die Katze gerichtet und diese mauzte kläglich auf, doch wurde sie nicht wütend, sondern stellte sich auf ihre Hinterläufe und machte sich groß an der Scheibe. Hieß sie streckte sich so weit sie konnte.
„Dann lasse es für heute sein! Miau! Doch höre meine Rat, nicht alles was es schreibt, geschieht in der Tat… es verdirbt und je länger es existirt, ein anderer stirbt…. Du glaubst das Monster ist die Gefahr? Nur Mittel zum Zweck, wie einst der Bruder war“ Und mit diesen Worten drehte sie sich um und schritt die Fensterbank entlang. Ein Sprung zu den Dachzinnen und erstmal war Parak die unheimliche Katze los.

Parak selber war mit dem Buch nach draußen gegangen. Doch ein feines Kribbeln in seinen Arm, als würde etwas sich leicht erschüttern. Oder bebte das Buch leicht, so als würde es lachen? Fast meinte man ein Lachen zu vernehmen. Weit kam Parak aber nicht, denn Randler kam gerade durch eine andere Tür in den Flur. Unter den Arm, hatte er ein dickes Buch und er hielt verwundert an.
„Na nun….wolltet ihr mir entgegen kommen? Ich habe das Buch gefunden und…“ er grinste dem jungen Mann lobend an.
„Nun..ich habe einen Eintrag gefunden, der für uns wichtig sein könnte. Und zwar in mehr als einer Hinsicht…ähm, wolltet ihr es euch später ansehen, oder zurück in mein Büro?“ Wollte der Hauptmann wissen und blickte sich irritierend um. Doch dann besann er sich anders. Parak war keiner seiner Leute und er sollte ihm vielleicht noch Zeit geben.
Eine andere Stimme jedoch erhallte aus einem der Nebenraume. Und Parak würde sie erkennen. Es war die Stimme des seltsamen weißhaarigen Mannes, der gerade darauf pochte mit dem Hauptmann sprechen zu dürfen.
„Oh, siehe da…“ murmelte Randler und sah zu Parak rüber. Er machte seinen Leuten mit einem Wink klar, dass er nicht gewillt war den anderen jetzt zu empfangen.
Trotzdem konnte man durch die halboffenen Tür einen Teil mitbekommen.
„Hören sie guter Mann. Sie verscherzen sich eindeutig meine Geduld. Meine Zeit ist ebenfalls begrenzt. Ich bin sicher sie verstehen ihre Arbeit, aber ich verlange den Hauptmann…gut ich wünsche des Hauptmann zu sprechen. Immerhin geht es hier um den Vater meiner Zukünftigen….“ Weiter konnte man nicht hören, weil eine Tür klapperte. Das Buch jedoch zitterte gewaltigt in den Händen des Rattenfängers.
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Sonntag 21. September 2014, 09:34

Tja, Parak hatte seine Entscheidung getroffen – er musste noch herausfinden, ob zum Guten oder zum Schlechten. Aber ihm hallten die Worte der Katze im Kopf herum. Das Monster war Mittel zum Zweck. Parak erkannte das Prinzip. Er selbst ließ seine beiden Hunde auf Ratten los, mit dem übergeordneten Ziel, seine Arbeit gut zu machen. Und irgendjemand in dieser Stadt ließ das Monster los, um... Ja, um was zu erreichen? Es hatte mit diesem teuflischen Schmöker zu tun – so viel war sicher.

Hauptmann Randler tauchte in diesem Augenblick mit einem noch viel dickeren Buch auf, als Parak es trug. Und er schien zuversichtlich, darin einen wichtigen Hinweis gefunden zu haben. Der Rattenfänger war begierig, mehr zu hören. Das war aber bevor er aus dem Zimmer neben Randlers Büro eine Stimme hörte, die ihm bekannt vorkam.

Es war der weißhaarige Nebenbuhler! Und er verlangte, unverzüglich den Hauptmann zu sprechen. Der Rattenfänger hätte in dieser Situation vermutlich einen ähnlichen Tonfall gehabt, aber das gestand er sich natürlich nicht ein, sondern rollte lieber die Augen darüber. Aber das Buch wurde unruhig. Parak dachte einen Moment lang nach, bevor er sich selbst an den Hauptmann wandte:

„Wenn ich einen Vorschlag machen darf: Geht da rein, vertröstet ihn einen auf einen Augenblick. Und nutzt die Zeit, die Stelle in diesem Buch zu markieren und mir zu sagen, wie ich zu Remus komme. Dann könnt Ihr Euch anhören, was der Mann zu sagen hat und ich lasse mir währenddessen von Eurem Neffen die Stelle vorlesen.“

Auf diese Weise konnte er auch den Weißhaarigen vorerst vom intelligenten Buch fernhalten und trotzdem später vom Hauptmann erfahren, was denn so wichtig war.

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 15. Oktober 2014, 17:36

Ein wenig verwundert war der Hauptmann schon, als ihn Parak darum bat, sich erstmal um diesen unmöglichen Herrn mit den weißen Haaren zu kümmern. Er sah auf das Buch runter und seine Brauen zogen sich kurz nachdenklich zusammen. Das der Junge scheinbar des Lesens nicht mächtig war, hatte er inzwischen verstanden. Und um der Seele ruh zu geben, wäre es auf jeden Fall angebracht sich mit diesen Herrn zu unterhalten.
„Gut….Remus befindet sich draußen vor dem Gebäude. Er kümmert sich um eure Hunde.“
Er lagerte das Buch kurz auf einem Pult und nahm ein Lederband, welches sich in dem Buch befand um die Seite zu markieren. So würde sein Neffe dies ohne Probleme finden, was der Hauptmann gefunden hatte.
„Erklärt ihn worum es geht…zumindest weswegen es wichtig ist. Und Parak, egal was andere von euch halten, ihr seid mein wichtigster Ermittler in dieser Angelegenheit.
„Damit Schlug der Hauptmann das Buch wieder zu und überreichte es ebenfalls dem Rattenfänger. Jetzt musste dieser zwei schwere Bücher schleppen.
„ich werde alsbald zu euch stoßen…und berichten, was dieser feine Herr hier will.“
Er nickte dem Rattenfänger aufmunternd zu und drehte sich um. Ein anderer Mann kam ihm gerade suchend entgegen. Randler nickte ihm zu, dass er wusste, worum es ging und folgte in den Raum, wo der ungeduldige Adlige war. Kurz als die Tür aufgeschwungen war, konnte Parak sehen, dass die Eisblauen Augen des Adligen auf dem Rattenfänger lagen. So als spürte er dessen Anwesenheit…oder die es Buches. Ein Kalten Funkeln war in die Augen zu sehen, so wie man es bei dem Tod selbst erwarten würde.
Die Tür fiel wieder zu, gedämpft waren die Stimmen zu vernehmen.
„So, der Herr, was sollte der Lärm. Sie wollten mich persönlich sprechen, hier bin Ich. Ich bin Hauptmann Randler und ich führe die Untersuchungen zu dem Vorfall mit den Tierangriffen.“
„Na das wurde ja auch Zeit!...Sie wissen ja wer ich bin…und es geht hier um den Tod des Vaters meiner Zukünftigen. Ich erwarte, dass man mir Auskünfte gibt. Mir ist zu Ohren gekommen, dass sogar der hiesige Kammerjäger mehr Information….“ Verachtung sprach aus der Stimme des Adligen, der trotz der Worte sehr kalt und distanziert wirkte. So als würde seine Stimme keine Emotion zulassen.
„Und wer hat ihn so was mitgeteilt? „ erhob sich die Stimme von Randler.
Von Draußen drang plötzlich lautes Gebell, ließ so die weiteren Worte nicht verstehen.

Tatsächlich würde Parak den Neffen außerhalb des Hauses vorfinden. Nicht nur die Hunde von Parak waren da, sondern auch ein weiterer ausgebildeter Jagdhund. Die Hunde spielten, während der Neffe, lässig an der Wand lehnte und auf einem Strohhalm kaute. Er war jetzt in Zivil gekleidet und wirkte dadurch sogar ein wenig jünger. Als die Türe sich öffnete und der Wachhabende Offizier für Parak die Tür aufhielt, bellten Paraks Hunde und stürmten zu ihrem Herrn.
Nicht weit von der Szenerie saß auf einem Baum eine Wohlbekannte Katze und eine Kutsche war vor der Tür geparkt. Der Kutscher war in einem langen Mantel mit hohem Stehkragen gehüllt und ein Hut legte das Gesicht komplett in den Schatten. Trotzdem schien er Ebenfalls Parak zu beäugen. Wie wohl fast jedes Wesen…oder war es Verfolgungswahn?
„Eure Hunde haben euch vermisst…Alles geklärt?“
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Sonntag 2. November 2014, 08:16

Dieser vornehme Fatzke hatte einen eisigen Blick. Wenn Parak nicht die Hände voller Bücher hätte, würde er sie jetzt zu Fäusten ballen. Der Rattenfänger war sich sicher, dass es mit diesem Kerl noch mächtig Ärger geben würde. Dann fiel die Tür zu und unterbrach den Sichtkontakt.
Parak murmelte ein Wort, für das seine Tante ihn dreimal hintereinander geohrfeigt hätte. Sein Mundwerk war eben nicht so sauber wie sein Körper. Dann begab er sich zum Ausgang des Wachgebäudes und versuchte, so natürlich wie möglich auszusehen, obwohl er gerade zwei Bücher trug. Ob die Leute jetzt wohl ahnten, dass er gar nicht lesen konnte?

Parak trat vor die Tür. Seine Hunde hatten Freundschaft mit einem ausgebildeten Hund der Wache geschlossen. Dass ein gezüchteter Rassehund eigentlich ein Adeliger in der Welt der Hunde sein musste, schien wohl nicht zu gelten. Etwas Beschnüffeln und dann ohne Achtung der Unterschiede herumtollen, bei den Menschen ging das nicht.
Seine Hunde bemerkten aber sein Auftauchen und begrüßten ihn stürmisch.

„Die beiden haben keinen Ärger gemacht, oder?“, fragte Parak, „Die halten das ganze vermutlich für Urlaub mit viel Auslauf.“ Ganz gerecht war das aber auch nicht gegenüber den Tiere. Georg und Dariah mussten genauso wie er die ständige Präsenz der Katze ertragen. Sie würden bestimmt ganztägiges Malochen bevorzugen, wenn sie die Wahl hätten!

Der Kammerjäger trat etwas näher, bevor er erklärte, was Sache war. Dabei sprach er gerade so ruhig, dass man es nicht als Flüstern bezeichnen konnte.

„Wir sind weiter gekommen – aber das ganze zieht einen Rattenschwanz an weiteren Fragen hinter sich her. Du kannst aber helfen. Der Hauptma... Euer Onkel muss sich gerade mit einem besorgten Bürger abplagen. Nach seinem Auftreten würde ich sagen, dass das seine Kutsche ist.“

Dabei deutete Parak auf das Gefährt mit dem unheimlichen Kutscher. Wenn jemand derartig vermummt zu Fuß unterwegs war, würde man ihn für einen Räuber halten. Aber mit einem bisschen respektablen Stoff und einer feinen Kutsche unterm Hintern konnte er sich wohl alles erlauben.

„Gehen wir irgendwohin, wo wir ungestört sind und wo Ihr dieses Buch aufschlagen könnt, Remus.“, meinte Parak. Auf dem Weg würde er erklären, was los war.

„Wir sind auf der Suche nach einem Burschen, der im rechten Licht als einer von diesen miesen Dunkelelfen durchgehen könnte und der vermutlich in letzter Zeit mit einer großen Armbrust im Gepäck in die Stadt kam. Euer Onkel hat in dem Buch hier nachgeschaut und irgendetwas bemerkt, was er besonders wichtig hält und deshalb eines von diesen... Teilen, ihr wisst schon... zwischen die Seiten geklemmt.“ Parak meinte das Lesezeichen.

„Wenn Ihr mir das vorlest, verstehe ich vielleicht, was er damit gemeint hat. Und wenn Ihr eigene Gedanken dazu habt, nur heraus damit.“

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 19. November 2014, 12:57

Sich ärgern, brachte bekanntlich nichts. Sollte sich doch der Hauptmann mit diesem eitlen Kerl auseinander setzen. Was dieser auch tat, einen kurzen Blick hatte er noch zur Tür geworfen. Vielleicht nur aus dem Grunde, weil auch der Weißhaarige dorthin sah. So als habe er etwas gesehen, was ihm gefiel.
Remus musste schmunzeln, als Parak nachfragte, ob die Tiere Probleme bereitet hätten.
„keine Sorge, sie haben sich gut benommen. Man merkt, dass ihr die Erziehung gut überwacht habt. Und Rascal akzeptiert die beiden ohne Probleme…ich glaube eure Hündin geht in eine Läufigkeit“ merkte er an und wuschelte Rascal, ein Tier mit glatten Fell und kräftiger Statur über den Kopf. Fröhlich wedelte die Rute.
Irritiert blickte Remus den Kammerjäger an, als dieser mit gedämpfter Stimme zu ihm sprach. Den Blick des glatzköpfigen Mannes folgen, erfasste er schnell, was diese Diskretion sollte. Parak an der Schulter führend schritten sie ein wenig weg.
„könnte sein, wenn der Mann mit dem mein Onkel spricht weißhaarig ist und einen übertrieben prächtigen Spazierstab mit sich führt. Mir kommt nur der Kutscher verdächtigt vor… ich war schon kurz davor ihn zu befehlen, dass die Vermummung aufgehoben gehörte. Bei den Todesfällen in der letzten Zeit, erinnert dieser Mann eher an Gevatter Tod und könnte Bürger verunsichern, zumindest mich, muss ich gestehen.“
Remus nahm das Buch entgegen, welches Parak ihm gab. Blättere dieses durch, während Parak noch sprach.
„Teilen?“ er blickte verwirrt auf. Der Fingerzeig von Parak wies zum Lesezeichen. Musternd sah er dem anderen Mann an, griff nach dem Lesezeichen und schlug das Buch auf. Ein Finger wanderte über die Worte und Zeilen. Was genau hatte sein Onkel gemeint?
„Die Teile nennt man Lesezeichen oder auch Markierbänder. Wenn ihr möchtet könnt ihr das Lesen noch erlernen…natürlich nicht gerade aktuell..“ bot er dem Mann an. Es war wirklich eine Schande, dass es nicht jedem Bürger genehmigt wurde, Lesen, scheiben und Rechnen zu können. Und dieser Mann wirkte wie Jemand, der es bestimmt schnell erlernen würde.
„Ahh…also, hier ist ein Eintrag von circa 4 Tagen, da wurde eine Armbrust unbekannter Herkunft geliefert. Es hatte sogar eine Weigerung gegeben, als es um das Öffnen der Kiste ging. Eine weitere Kiste mit unbekannter Herkunft… das kann nicht stimmen“ nuschelte er de letzten Worte.
Er kratze sich am Kinn, blickte dann zu Parak. Stimmt ja, er war ja nicht allein.
„…oh, entschuldigt….die zweite Kiste beinhaltete einen toten Mann. Komplett vollbandagiert. Seltsam, oder?... und dieser soll wohl ein Verwandter von Du Mont sein. Weitere Detail wurden aus Respekt…da wurde jemand geschmiert,.-nicht erfragt“ Er sah zu Parak auf und klappte das Buch zu. Wieder taten sich mehr Fragen auf.
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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Parak » Freitag 5. Dezember 2014, 20:59

„Läufig?“, fragte Parak und blickte auf Dariah. Schon wieder diese Zeit im Jahr. Und das zu einem so ungünstigen Zeitpunkt. Als er diese Straßenhunde zu sich geholt hatte, hätte er sich auf zwei Männchen beschränken können, aber er hatte in Dariah eine Kämpfernatur erkannt, was sich dann auch als richtig herausgestellt hatte.
Wenn Dariah gedeckt wurde, würde sie dann ihr Temperament verlieren? Parak glaubte das. Außerdem war die Geburt ein übelkeitserregender und ganz und gar nicht wunderbarer Vorgang für den Rattenfänger. Und überhaupt, was sollte er mit einem halben Dutzend Welpen anfangen?

Aber zurück ins Hier und Jetzt. Remus hatte dieselben Vorbehalte gegen den Kutscher wie Parak. Aber was konnte man machen? Gespannt wartete er auf darauf, was so wichtiges im dicken Wälzer der Torwächter stand. Etwas abseits fing er das Lesen an und bot Parak an, auch diese Fertigkeit zu erlernen. Der Rattenfänger kratzte sich am Hinterkopf. Beide Randlers machten ihm ständig Versprechungen. Das war zu gut, um wahr zu sein. War das ein Trick so wie man einen störrischen Esel mit einer Karotte lockte? Das blieb abzuwarten.

„Sagt doch, was da drinnen steht.“, forderte Parak, der umso neugieriger wurde, je länger Remus die Worte studierte. Was dann kam, schlug dem Fass den Boden aus. Ein bandagierter Toter wurde vor den Augen von Wächtern in die Stadt geschmuggelt, zusammen mit der Armbrust. „Warum habe ich bloß das Gefühl, dass der nicht hierher gebracht wurde, um begraben zu werden?“, spottete Parak. Er wurde stiller und ernster: „Glaubt ihr, dass man auch einen Lebenden auf diese Weise in die Stadt bringen kann?“ Er blickte Remus in die Augen. Der Rattenfänger war es selbst gewesen, der das Wort Dunkelelf vorgebracht hatte.

„Vor vier Tagen also? Frischt mein Gedächtnis auf, wann war der erste Angriff innerhalb der Stadtmauern?“

Das mysterienbeladene Buch hatte ihm den Armbrustschützen als Mörder von Randler gezeigt. Parak nahm an, dass es sich dabei um den bandagierten Mann handelte. Und wieder steckte dahinter Du Mont! Der Adelige hatte seine Helfer: Ein sadistischer Mörder, ein fremdländischer Magier und ein eingeschmuggelter Armbrustschütze. Parak graute es vor dem Tag, an dem er diesem mörderischen Zirkus entgegentreten musste. Diese Leute waren mit einem dichten Filz von Beziehungen an die Monsterangriffe, das Buch und die dreiäugige Katze verbunden.

Parak bückte sich und kraulte die Köpfe seine Hunde. Das war ein ganz großes Ding, aber es war zu spät, um mitten in den Ermittlungen aufzuhören.

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Re: Unerklärliches wird fort gesetzt...

Beitrag von Erzähler » Freitag 24. April 2015, 12:52

Wenn einem viel Negatives wiederfahren war, so fiel es einem recht schwer, Positiven zu glauben. Der Rattenfänger war eine solche Person, der in seinen jungen Jahren schon so verbittert war, wie es Menschen mit dem dreifachen Alter oftmals waren. Das Leben war nicht einfach gewesen und so sah er vermutlich hinter jeder gutgemeinten Geste einen Hacken oder den Eigennutz des Anbieters.
Dabei war Remus ebenso wie sein Onkel Menschen, die anderen nicht nach ihrer Herkunft beurteilten. Die Potenzial in Menschen erkannten, was diese oftmals selber nicht sahen. Vielleicht lag das auch daran, dass die Familie Randler sich hochgearbeitet hatten. Nicht in den Adel hineingeboren waren, sondern sich durch harte und ehrliche Arbeit auszeichneten.
Remus bemerkte den fragenden Blick des Jüngeren Mannes, als dieser zu seiner Hündin sah.
„Sie hat Kraft und Energie…falls ihr über eine Deckung nachdenkt, würde ich meinen Hund anbieten. Ich würde mich auch für die Aufzucht der Welpen interessieren. Sie ist eine reinrassige Hündin und ihr Charakter könnte sich beim Weitervererben gut als Wachhund geben. Überlegt es euch“ meinte Remus, um gleich auch klarzumachen, weswegen er das mit dem Hund angesprochen hatte.

Jetzt aber ging es erstmal um das Buch und dem Eintrag. Die Nachrichten waren nicht erfreulich und mehr und mehr bildete sich ein Muster aus dem Geschehnisse. Wer musste schon, ob man nicht heimlich einen Dunkelelfen in die Stadt geschmuggelt hatte?
„Ich befürchte auch, dass die Person wohl weniger tot war, als vermutet…ich hoffe kein Untoter oder so. Bei Lythandor, dass hätte noch gefehlt. Aber ja…möglich wäre es. „ Remus klemmte das Buch unter seinem Arm, rieb sich nachdenklich das Kinn. Er blickte ins nichts, während seine Gedanken das durchgingen, was Parak sagte.
„hmm…also der erste Mord passierte vor…knapp drei Tagen. Zeitlich käme es hin. Doch wenn der Wächter geschmiert wurde, muss dies eine ordentliche Summe gewesen sein….immerhin nur ein Auge zudrücken wegen einer zweiten Kiste, oder wenn jemand reingeschmuggelt wird, ist schon mehr als auffällig. Besonders eine Kiste, ist der Inhalt nicht geklärt.“ Er sah zu Parak, ließ ihn teilhaben.
„Wenn der angebliche Tote..nun ich frage mich, warum bandagiert? Aus Respekt wofür? Tod ist Tod…und es wurde keine Begräbnis oder eine Leichenverbrennung durchgeführt. „

Die Hunde begannen plötzlich zu bellen. Alle drei gleichzeitig kläfften sie in eine Richtung, wo- als hätte man es gewusst und geahnt, auf einer Regentonne, eine Katze sah. Sie leckte sich ihr Pfötchen und beachtete die Hunde nicht, die sich ihr auch nicht näherten.
Remus kratze sich irritiert am Kopf.
„seltsam….Eins ist auf jeden Fall klar, wenn der Tote gelebt hat, dann…nun dann schien man seine Ankunft verbergen zu wollen… zudem dürfte der Transport ziemlich unbequem gewesen sein. Parak, sie glauben, dass das mit den Morden zusammenhängt? Das wir unsere Bestie selbst in die Stadt gelassen haben?“ Sein Entsetzen war nicht gerade unauffällig. Das man selbst den Tod in die Stadt geführt hatte, war beunruhigend. Und vielleicht sogar noch gefährlicher als die Katze und das Buch. Wenn auch alles irgendwie zusammenhing.
„Was geht hier vor?“ wollte er wissen, kniete sich zu seinem Hund und kraulte das Tier beruhigend hinter dem Ohr.
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Beitrag von Parak » Samstag 25. April 2015, 18:16

Der Rattenfänger bückte sich und kraulte seine Hunde. Gerade in Anwesenheit der unheimlichen Katze brauchten sie Beruhigung. Hoffentlich war der Spuk in einer Woche vorbei! Dann konnte er seinen Lohn genießen, die Hunde ihren versprochenen Braten und über Welpen ließe sich dann auch verhandeln. Einer für sich, einer für Annabelle und der Rest für die Wache vielleicht?

Also an die Ermittlungen. Nach Aussagen von Remus C. Randler passten die Monstermorde zeitlich mit dem Eintreffen des Bandagierten zusammen. Dieser Zusammenhang musste ergründet werden.

„Bandagiert wozu? Ich glaube, damit keiner sieht, dass es sich um einen Dunkelelfen handelt. Und komplett eingewickelt kann man viel leichter den Toten spielen.“ Er vergaß, dass Remus nicht wusste, was es mit der Dunkelelfengeschichte auf sich hatte. „Fragt Euren Onkel danach.“

Remus wurde bald vom Entsetzen gepackt, als er realisierte, dass korrupte Torwächter vielleicht bei der Tragödie mitspielten, während das den Rattenfänger kalt ließ. Auch wenn Parak und Remus sich gut verstanden, wurde doch ein Unterschied offensichtlich. Als Parak im Gefängnis saß und dort seine Lektionen lernte, steckte Remus vermutlich in der Offiziersvorbereitung und lernte andere Dinge.
Mit einem Achselzucken meinte Parak: „Im Moment ist das doch egal. Wichtig ist nur, dass dahinter Geld und Organisation steckt. Die Bestie ist ein Mittel zum Zweck und das halte ich für besonders gefährlich. Wir müssen eben gefährlicher sein.“

Erst kurz darauf wurde er sich bewusst, wie verrückt das klang. „Ich meine damit, wir müssen die Initiative ergreifen. Zum Beispiel der Kutscher, der uns beide nervös macht. Weißt du, wie ich damit umgehe?“ So als ob er das Gespräch beendet hätte, winkte er seine Hunde mit sich und ging zum Eingang des Wachgebäudes. Bevor er aber eintrat, drehte er wie beiläufig den Kopf und hielt inne.

Er hob den Arm. „He!“ Dann lief er geradlinig zum Kutschbbock und sprach dabei: „Wir kennen uns doch, stimmt's?“ Beim Kutschbock ergriff er ohne zu fragen die Haltegriffe und zog sich hoch, wobei er weiter plapperte: „Mit Namen hat ich's nie so richtig, Klaus, richtig, oder war's Klaudrick?“
Seine Hunde spielten bei dem Theater mit und tänzelten mit erhobenen Ruten um die Pferde herum.

Parak war eigentlich eine verschlossene Persönlichkeit, aber hinter Gittern hatte er viele Taschendiebe und Trickbetrüger kennengelernt und von ihnen erfahren, wie dreist man sein musste, um zu bekommen, was man wollte. Und im Moment wollte einen ganz nahen Blick auf den Kutscher werfen und außerdem den Neffen des Hauptmanns beeindrucken, als wäre das eine Lausbubenmutprobe.

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