Draußen vor dem Tore...

Ein magisches Tor versperrt euch den Weg. Keine Wachen weit und breit zu sehen, wie bekommt man hier nur Einlass? Und wer hat diese vielen Kanonen erfunden, die alle schützend auf die Stelle vor dem Tor zeigen?
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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 29. November 2006, 20:22

Eine ganze Weile geschah nichts. Thror glaubte schon, seine Rede sei umsonst gewesen. Niemand schien sie gehört zu haben. Da tat sich plötzlich etwas an der Stadt selbst. Die seltsamen Schießvorrichtungen in den Mauern bewegten sich. Sie neigten sich, richteten sich neu aus und zeigten schließlich alle auf den Zwerg. Würden sie ihn nun niederschießen?

Etwas schnellte hervor und Thror hob abwehrend die Axt. Aber es war nur ein seltsam langes bewegliches und sich windendes Rohr mit einer runden Kugel am Ende. Als die Kugel ganz nahe an Thror war, drehte sie sich und plötzlich starrte ihn ein blinzelndes Auge an. Allerdings befand sich dieses Sehorgan immer noch im Inneren der Kugel, diese hatte lediglich ihr "Lid" geöffnet, wenn man es so nennen konnte.

Das magische Auge betrachtete Thror eingehend, dann schoss grelles Licht aus seiner farblosen Pupille und flutete über den Zwerg hinweg. Es hüllte ihn ein, aber es verletzte ihn nicht. Schließlich erlosch das Licht wieder. Das Auge schüttelte sich, als wollte es "Nein" sagen und zog sich dann wieder in die Stadtmauer zurück. Dort verschmolz es mit dem Gestein und war nicht merh zu sehen. Keiner der Gruppe zweifelte jedoch daran, dass man sie beobachtete.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 29. November 2006, 22:36

Auch wenn es nicht so aussah, so strengte auch Runenmagie den Anwender ziemlich an. Erschöpft wischte sich Thror den Schweiß von der Stirn und sah sich hoffnungsvoll nach etwas um. Ein Zeichen, eine Antwort, irgendetwas. Doch das Tor rührte sich nicht. Lediglich die Schussvorrichtungen, diese merkwürdigen Kanonen, lenkten plötzlich um. Sie zielten nicht länger auf Thror, sondern kehrten in ihre Ausgangsposition zurück, den schwarzen Fleck vor dem Tor.
Anscheinend half es doch, ein wenig magiebegabt zu sein, zumindest bei einer Stadt wie Zyranus. Die Kanonen sahen in einem magischen Vertreter einer Rasse scheinbar keinen Feind. Jedenfalls richtete sich kein einziges dieser schwarzen Rohrdinger mehr auf Thror. Allerdings tat sich auch sonst nichts. Nicht einmal das Auge fuhr noch einmal aus der Wand.

"Na, meine werten Wandergesellen. Da steht ihr noch immer vor den Toren, ich habe es mir gedacht. Niemand von euch kennt die nötigen Mittel, in diese Stadt zu gelangen." Das war doch Adelmunds Stimme. Und tatsächlich, da spazierte er ihnen entgegen, die Hand voller Gräser und kleiner Blumen. Den bunten Strauß überreichte er an Anezka. "Etwas Zauberhaftes für eine Zauberhafte. Wenn ihr nun gestattet, ich will euch helfen, Zyranus zu betreten. Ich habe mir ein solches Missgeschickt nämlich bereits gedacht. Nicht viele Anreisende erhalten Einlass und das nur, weil sie keinen Magus aus Zyranus bei sich haben, der die Formel kennt."

Adelmund legte sein Büchlein ins Gras und hob unter übertriebener Dramatik die Arme. Er schwang mit seinen Händen hin und her, dass die weiten Ärmel seiner Robe im Wind flatterten. Dann beschwor er die magischen Worte: "Zynracal Zyranus Zinthasia!"
Sofort knarrte es und die Tore pulverisierten sich, zerfielen zu glitzerndem Staub, der scheinbar in alle Himmelsrichtungen fortgeblasen wurde. Adelmund lächelte.
"Wer die zyranischen Worte des magischen Rates kennt und ausspricht gelangt in die Stadt, ob er magiebegabt ist oder nicht. Merkt sie euch besser, wenn ihr uns noch einmal besuchen wollt. Aber gebt sie nicht achtlos in aller Hände." Dann nahm er sein Büchlein und spazierte in die Stadt als wäre es die einfachste Sache auf der ganzen Welt. Er hob ein letztes Mal die Hand zum Gruße und winkte vor allem Anezka zu, die er so zauberhaft fand.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Asmodeus » Montag 26. Februar 2007, 00:42

[komme mit Iaren, Zuris, Palmer, Mallahall von "Im Grasland"]

<b> Bleib mir weg mit deiner verdammten Magie du elendes Miststück!!</b> Wollte er eigentlich sagen, stattdessen kam ein gepresstes: „Danke… liebe… Mallahall, mir geht es gut soweit...“

Dem Dämon war es schlecht, kotz schlecht. Diese Turteltauben vor ihm hingen wie Kletten aneinander und die anderen seltsamen Gestalten im Wagen nervten ihn allein durch ihre Anwesenheit. Er hatte die grösste Zeit damit verbracht sie anzuglotzen, wenn sie ihn anschauten und irgendwelches unverständliches Zeug vor sich hin zu fluchen.

Anscheinend hatte er sich bei weitem nicht mehr so gut unter Kontrolle wie er es eigentlich geplant hatte.

Blacky wollte sich erst zu ihm legen, doch als sie ihm näher trat fauchte sie plötzlich und versteckte sich auf Mallahalls Schoss.
<b> Du Pelziges kleines Mistviech, dir dreh ich den Hals um!</b>

<b> Diese Stadt ist nicht gut für uns, mein alter Freund. Was denkst du was Magier mit Mördern wie dir machen hä?... … und Dämonen wie mir…</b>

Asmodeus kam sich in den Ketten absolut idiotisch vor, war er doch derjenige, dem die anderen zu gehorchen hätten. Dieser aufgeblasene „Held“ sprach etwas von Schmieden und blablabla. Pha! Hat der denn ernsthaft geglaubt er würde angekettet in die Höhle des Löwen gehen?
<b> Oh ich geh nicht in diese Stadt hinein! Du warst ein Narr, Asmodi, dass du auch nur daran gedacht hast hier hin zu reisen!</b>

Da hielt der Wagen mit einem Ruck an und Mallahalls neue Flamme bat sie auszusteigen. Asmodeus grummelte vor sich hin und liess sich massenhaft Zeit dabei und humpelte schliesslich immer noch vor sich hinfluchend langsam aus dem Wagen.
<b> Verdammte Miststadt</b>

Er bemerkte plötzlich, dass ihn die junge Hybridin misstrauisch musterte. Er gab nur ein wütendes: „Was glotzt du denn so?“ Zurück, so leise, dass es die anderen nicht hören mochten. Er funkelte sie böse an.

Es stand nicht gut um seine Selbstbeherrschung. Solange Mallahall nichts merkte war seine Welt noch in Ordnung. Dieses Weib merkte in Moment ohnehin nicht viel, weil sie zu sehr mit ihrem Helden beschäftigt war.

<b> Der wird sicherlich Weinen und Flennen wenn ich sie in Stücke gerissen habe!</b> Er grinste und malte sich seine Vorstellung in Gedanken noch blutiger aus.

Da sah er dieses seltsame magische Tor vor sich und ihm wurde ziemlich bang. <b> Wie viele Weiber von Mallahalls Schlag gibt es wohl in dieser verfluchten Stadt? Oh ich will da nicht rein!</b>

Er blieb stehen und bewegte sich keinen Schritt mehr nach vorn, so dass er leicht von der Gruppe zurückfiel. Dann war ihm dies wohl doch zu auffällig und er humpelte ihnen zögernd hinterher.

Der Dämon betrachtete das Rohr und den Fleck.

<b> Ob das Schwarze die ungebetenen Gäste waren? Oh diesem verfluchten selbstgefälligen und eingebildeten Magiern wäre diese Art der Selbstjustiz durchaus zuzutrauen. Mistpack! Keine zwanzig Pferde werden mich hier rein bringen!</b>

Als Parlam dann auch noch die Frechheit hatte breit grinsend seine Mahnung auszusprechen, riss Asmodeus Geduldsfaden – oder in seinem Fall wohl eher Geduldsfaser, denn der Dämon war darin nicht gerade sehr bewandt –

„Anstatt so grossspurig vor euch hin zu quasseln könntet ihr uns vielleicht noch so einen „gut gemeinten Rat“ verpassen, wenn ihr sowieso schon wisst wovon ihr sprecht oder etwa nicht, grosser Held!“ Meinte er giftig. <b> Verdammt! Hab ich das eben Laut gesagt?</b>

Da merkte er, dass jene Aussage seiner Tarnung wohl gerade ziemlichen Abbruch getan hatte und er bereute seine Bemerkung. Was er nun sagte war für ihn selbst schlimmer als jede Übelkeit: „Oh… entschuldigt… bitte mein ungehaltenes Gerede, ich habe furchtbare Kopfschmerzen und mir ist überhaupt nicht gut“ Um dies zu unterstreichen biss er sich unauffällig auf die Zunge, Blut rann ihm über die Lippen und er tat so als würde er es selbst nicht merken. Dabei sah er Mallahall so gequält wie möglich an, um ihr Heilerherzchen anzuregen nun fing er an absichtlich vernuschelt zu sprechen: „Ich gllaub ich ssszieh mich bssr in den Wagen sszrück.“ Murmelte er „entschuldigend“. Er machte kehrt und humpelte schwankend und vor sich hin nuschelnd zum Wagen zurück. Er versuchte so seinen "alten Freund" zu imitieren, welcher sich auch so verhielt wenn er mit Arnika in berührung kam.

Er musste völlig verwirrt und seltsam auf die Anwesenden wirken und in gewisser Weise war er das ja auch. Beim Wagen angelangt holte er sich erst Schmerzmittel, schmiss sich davon massenhaft in den Rachen und griff dann nach seinem Skalpell, welches er sich in seinen Stiefel steckte.

Für Mallahall hatte er sich aber den Tod durch ersticken reserviert. Er würde jenes mit seinen Handketten vollenden, was der schwächliche Teil von ihm beim Sklavenhändler nicht fertig gebracht hatte.
Durch die Überdosis an Schmerzmittel sah er ziemlich schnell, ziemlich Krank aus und er legte sich hinter dem Wagen ins Gras, als wäre er – schon wieder – zusammengeklappt. Obwohl sein Körper miserabel aussah, war sein Geist hell wach, er hatte sich schon längst an die hohe Dosis gewöhnt und der Dämon machte ihn weit widerstandsfähiger.

Mallahall müsste sich um ihn zu heilen vor ihm niederknien, in jenem Moment würde er sie an der Kehle packen.
Lumina schaute ihn nervös an, sie schien noch mit sich selbst zu ringen. Einerseits sah sie ihr Herrchen vor sich, gleichzeitig schien sie das Unheil zu ahnen, welches Besitz von ihm ergriffen hatte.
Seine Falle war gestellt. Jetzt musste ihm nur noch sein Opfer folgen.

<b> Komm her gute Heilerin, komm heilen, dass machst du doch so gerne!</b> Er hoffte, dass sie allein nach ihm schauen würde, er glaubte, dass sich die anderen viel zu sehr auf das Tor konzentrieren würden als auf Mallahall und ihn zu achten. Er würde sie leise töten und genau so leise im Schutz der aufbrechenden Dunkelheit verschwinden.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Montag 26. Februar 2007, 09:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Erzähler » Montag 26. Februar 2007, 21:15

Mallahall versorgte den Vogel, half ihn mit der Lichtmagie und verband ihn dann.

„Lass ihn die nächste Zeit nicht fliegen!“, sagte sie und wollte nach Asmodeus schauen.

<b> Was hat er denn? Er ist doch sonst nicht so? </b>

Doch sie kam nicht allzu weit. Ein großer, älterer Mann tauchte aus der Dunkelheit auf. Über ihm leuchtete eine kleine Kugel aus Licht. Er wirkte nachdenklich und auch ein wenig traurig. Als er dann jedoch Mallahall sah hellte sich seine Miene auf und er ging schneller. Die kostbare Robe aus schimmerndem roten Samt flatterte beim gehen um seine Beine, in dem wenigen Licht schimmerten noch die kleinen Edelsteine und Silberstickereien. Die Kugel eilte ihm hinter her. Auf dem Spitzhut waren kleine Monde und Sterne an dünnen Silberketten befestigt. Er trug einen Umhang mit einem hohen Kragen um die Schultern, der ebenfalls beim gehen hin und her schwang. Er hielt einen gewundenen Knorrenstab in der einen Hand und eilte damit auf die kleine Gruppe zu. An seinem Gürtel hing eine Sichel und einige kleine Beutel. Seine Brille wippte bei den schnellen und großen Schritten auf und ab.

„Mallahall! Ich habe euch so lange schon nicht mehr gesehen! Was führt euch nach Zyranus?“

rief er der Gruppe entgegen. Mallahall schaute den Mann an und auch ihre Miene hellte sich auf.

„Adelmund Constellano d'Artinell! Ich habe euch schon so lange nicht mehr gesehen!“

Sie umarmten sich und begannen ein Gespräch. Dann stellte Mallahall den Zauberer vor.

„Das ist mein ehemaliger Professor. Ich habe von ihm sehr viel gelernt. Das ist Adelmund Constellano d'Artinell, seines Zeichens Lichtmagus!“

Sie lächelte ihn an und Adelmund machte eine kurze Verbeugung.

„Es reicht wenn ihr mich Adelmund nennt!“

Er gab Iaren einen flüchtigen Handkuss und begrüßte mit einem Handschütteln Zuris und Parlam.

„Ihr wolltet nach Zyranus, nehme ich an?“, fragte er und Iaren nickte.

„Allerdings macht mir einer unserer Reisenden Sorgen. Er benimmt sich merkwürdig!“, sagte Mallahall, stellte sich auf die Zehenspitzen und flüsterte dem Lichtmagier zu das Asmodeus einen Dämon in sich wohnen hatte. Adelmund schaute sie erst fassungslos an und wollte dann wissen ob es vielleicht daran liegen könne. Doch Mallahall verneinte:

„Ich habe ihn die ganze Zeit mit der Lichtmagie behandelt. Er kann nicht ausgebrochen sein!“,

flüsterte sie. Die anderen bekamen es nicht mit, sondern betrachteten wieder das Tor. Parlam ließ Iaren und Zuris weiter raten wie man das Tor aufbekam.

„Lass uns mal nach ihm sehen!“, flüsterte Adelmund und ging nach hinten zum Wagen.

Asmodeus lag auf dem Boden und wartete auf Mallahall. Doch statt ihr kam Adelmund.

Der Lichtmagier sah Asmodeus an und wusste sofort dass dieser Mann von einem Dämon gelenkt wurde.
Er hielt Mallahall zurück und hob den Stab, flüsterte leise einige Worte. Wie aus dem Nichts tauchten einige Seile auf. Sie wickelten sich eng um Asmodeus. Die Seile waren aus Licht und der Dämon schrie wütend auf.
Doch die Magie von Adelmund war wesentlich stärker als die des Dämons. Asmodeus kämpfte gegen die Fesseln an, doch er hatte keine Chance. Durch seinen Schrei waren die anderen auch aufgetaucht. Adelmund hielt sie ab.

„Geht nicht näher! Der Mann muss sofort zum Magierrat! In ihm wohnt ein Dämon. Wir müssen etwas dagegen tun, sonst wird er sich und andere verletzen und umbringen. Wir haben hier sehr viele fähige Magier und Heiler, wir werden ihm helfen können!“

Asmodeus lag immer noch zappelnd auf dem Boden und schrie die anderen an. Adelmund verdrehte sie Augen, hob den Stab und ein weiteres Seil tauchte auf. Es wickelte sich fest um den Mund von dem Halbdämon und hinderte ihm am weiter schreien.

„Am besten fassen wir ihn nicht mehr an. Diese Dämon können eine furchtbare Kraft entwickeln.“

Adelmund tippte das Licht an das über seinem Kopf leuchtet und die Kugel verschwand. Dann flüsterte er wieder ein paar leise Worte und eine sehr viel größerer Lichtkugel erschien um Asmodeus. Der Lichtmagier hob den Stab, die Kugel hob sich auch. Asmodeus lag gefesselt in der Kugel und schwebte nun einen guten Meter über dem Boden.

„Dann wollen wir mal zum Magierrat. Ich denke es reicht wenn Mallahall und ich dorthin gehen! Es wird nicht schön werden. Aber bitte, geht in die „fliegende“ Schenke. Vielleicht brauche ich euch noch einmal. Nehmt euch dort ein Zimmer, falls ihr kein Gold dafür habt zahle ich das!“

Sie gingen zusammen zum Stadttor zurück. Asmodeus zappelte herum und gab unterdrückte Laute von sich. Adelmund, Iaren, Parlam, Zuris und Mallahall gingen weiter.

„Meine liebe Mallahall wärst du so gut das Tor zu öffnen?“

fragte er und die Heilerin nickte. Sie riss ihren Blick von der Lichtkugel ab in der Asmodeus schwebte, stellte sich aufrecht hin, hob die Hände und sagte:

“<i>Zynracal Zyranus Zinthasia</i>”

Das Tor zersprang in tausend bunte Farben und gab den Weg zur Magierstadt frei.

„Ich denke ihr kennt den Weg zur Schenke!“, sagte Adelmund zu Parlam. Dieser nickte. Zusammen gingen sie durch das Tor. Als sie hindurch gegangen waren schloss es sich wieder.

„Ich werde mich später bei euch melden. Schaut euch ruhig um, ich werde euch schon finden!“, sagte Mallahall und Adelmund nickte. Er hielt die Lichtkugel immer noch in der Luft. Asmodeus zappelte und versuchte zu schreien aber die Seile waren fest. Er hatte keine Chance sich zu wehren.

Die Wege trennten sich wieder Asmodeus wurde von Adelmund zum Turm der Magie gebracht und Mallahall begleitet ihn, während Zuris, Parlam und Iaren sich zur „fliegenden“ Schenke aufmachten.

Mallahall schaute Adelmund fragend an:

„Zum Magierrat? Du kennst ihre Methoden! Was ist wenn er….!“

Sie beendete ihren Satz nicht. Adelmunds Miene hatte sich verdunkelt.

„Ja, ich kenne ihre Methoden nur zu gut. Aber ihm muss geholfen werden!“

Er ging weiter, Mallahall folgte ihm. Die Lichtkugel mit Asmodeus schwebte weiterhin einen guten Meter über dem Boden.


[Asmodeus: weiter am Turm der Magie im Thema <i>Am Turm der Magie</i> ]
[Iaren: weiter entweder am </i>Marktplatz</i> oder aber in <i>der „fliegenden Schenke</i> ]
Zuletzt geändert von Erzähler am Montag 26. Februar 2007, 21:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Asmodeus » Montag 21. Mai 2007, 19:43

<b>Was hast du bloss getan mein alter Freund. Welch Unglück bringst du über dich und deine Hure! Sprich nicht in diesem Ton über sie du Bastard! Hahahaha! Du hast sie geschlagen mein lieber Freund, du hast ihren Körper genommen. Nein! Doch! Nein! Doch! Nur dank dir, konnte ich diese Schranken überwinden, welche mir dieser Bastard von Lich auferlegt hatte! Nur dank dir… dir ganz allein… du hast es gewusst!

Nein! Oohhh doch du hast es genau gewusst! Ich werde all dies Blut allein für dich vergiessen! Es klebt an deinen Händen und an DEINER Seele! Heheehehehehe! Und irgendwan… wenn alle deine Freunde tot sind… wirst du mir endlich folge leisten und mir gänzlich deine Seele überlassen! Niemals! Ooohh doch! Nein! Oooohhh doch! Warum?! Aach komm mir nicht auf diese warum dies warum das warum ist die Welt so grausam zu mir balblabla Tour! Weißt du Asmodi, es ist eine schande, dass so jemand wie du überhaupt existiert! Du bist ein grässlicher Wirt für meinen freien Geist! Ständig meckerst du rum! DU BIST KRANK! NEIN… du… du allein bist Krank! Du weißt nicht was Macht ist und wie man sie nutzt! Du zerstörst! JAA ich zerstöre… und forme mir so die Welt wie sie mir gefällt! Deine Welt ist krank! Aber es ist MEINE! Aber erst… zerstöre ich DEINE. </b>

Zufrieden stellte er Fest wie Lumina langsam lahmte und trieb sie noch weiter an. „Komm du elender Gaul!“ Brüllte er es an und gab ihr erneut die Sporen obwohl es schon alles gab.

Er starrte der Aufgehenden Sonne entgegen, sah das friedliche Zyranus wie es noch schlief. Bald wird es ein böses Erwachen geben.

<b>Sie werden dich aufhalten! Werden sie nicht! Oh doch! HA und wenn schon, was schert mich das! Sie töten uns! Aber aber… das werden deine lieben Freunde doch sicherlich verhindern wollen… oh wie sie leiden würden, wenn sie dir beim sterben zuschauen müssten! Das ist absolut KRANK! Hahaahah! </b>

Er spiee angewidert aus als ihn das Licht blendete. Er mochte es nicht. Er mochte den Sonnenuntergang – das sterben der Sonne. Nicht der Aufgang.

Er trieb Lumina weiter an. Lass von ihr ab! Hah was interessiert mich dieses dämliche Pferd! Bitte! Was flennst du mich schon an?! Du bist ja wirklich erbärmlich! Eine Schande, dass ich mit dir den gleichen Körper teilen muss!

Lumina konnte nicht mehr. Asmodeus musste sich gezwungener massen von seinem Pferd schwingen – wenn er nicht mit ihr am Boden landen wollte. Er stand neben sein Pferd hin und starrte es spöttisch an. Dann nahm er die Arzttasche und das Schwert. Er sah, dass er noch etwas Proviant mitgenommen hatte. Er hatte Wasser bei sich. Wasser nach dem sein Pferd hechelte. Er leerte es vor den panischen Augen des Tieres ins Gras und grinste dabei. Mit der Spitze seines Schwertes fuhr er ihr dem Bauch entlang, so dass eine lange - wenn nicht all zu tiefe Wunde entstand. Er hatte nicht vor ihr Leiden damit zu verkürzen - im Gegenteil, dass Blut sollte wilde Tiere aus den Herumliegenden Wäldern anlocken. "Behalt mich in guter Erinnerung!" Lachte er ehe er zu Fuss weitermarschierte. Er hatte wichtigeres zu Quälen als ein einzelnes Pferd.

Der Medicus tobte innerlich vor Verzweiflung und flehte ihn an mit seinem treiben aufzuhören. Doch dies stachelte den Dämon nur weiter an. Er näherte sich unaufhaltsam dem Tor und starrte es finster entschlossen an. Erst der Brunnen… dann Malligalli… dann Adelschund… und zuletzt Asmodi… zuletzt bist du drann… du darfst dir die ganze Sache in ruhe ansehen. Hehehehe! Und ewig mit deiner Schuld leben!

Er grinste bei dem Gedanken, dass er ausgerechnet in der Kleidung eines Geistlichen, all dies verderben über die Stadt bringen würde. Die Zeit der Rache war gekommen. Seiner Rache.

Er erreichte das Tor und umklammerte sein Schwert fester. Sah sich um, versuchte jemanden zu erblicken den ihn vielleicht einlassen konnte. Er versuchte seine Ungeduld in einem unschuldigen Gesicht zu verbergen. Dabei schaffte er es sogar seine glühenden Augen zum erlöschen zu bringen. Jeder der Asmodeus kannte würde seine dämonische Aura sofort entlarven können. Doch als Fremder wirkte er einfach etwas kühl und seltsam. Wie ein Mann der etwas schrekliches Erlebt hatte.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Montag 21. Mai 2007, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Erzähler » Montag 21. Mai 2007, 20:26

Da stand er nun, vor dem großen Tor, das in die Stadt Zyranus führen würde ... wenn man denn das Passwort kannte. Aber der Dämon war nicht wirklich anwesend gewesen, als Asmodeus damals die Stadt betreten hatte. Wusste denn sein menschlicher Teil das Passwort? Er würde sicherlich versuchen, sich zu wehren. Jammer, Quängel, nein nein nein! Ja, das würde er sagen, aber das Geplärre half dem Dämon dann auch nicht hinein.

Er blickte sich um. Weit und breit kein Mensch, kein Magier, den er ein wenig .... "überreden" konnte. Das steigerte den Hass auf die Magier nur noch mehr, schürte die Rachegelüste. Oh, wie würde er diese Stadt in Schutt und Asche legen! Er gierte danach wie sein menschlicher Teil nach der Zuneigung anderer. Wie abstoßend und verweichlicht!

"Mööhhhhh!", machte es plötzlich neben Asmodeus. "Möhhh, Möhhhhhh!" Welch grässliches Geräusch. Was sollte das? Ein weißes Plüschwesen stand hinter ihm. Es war ein Schaf. Dem Tier folgten weitere. Sie blökten und alle machten sie "mäh". Nur das eine, das vorderste Schaf, es blökte "möh".
Zwischen der Horde aus weißen Wolken auf vier Beinen marschierte ein Bursche von nicht einmal 12 Jahren. Er trug trotz der Tatsache, dass er wohl Schafhirte sein musste, eine lange Robe und einen viel zu großen Spitzhut. Diesen schob er sich gerade aus dem Gesicht, als er Asmodeus entdeckte.

"Oh, ein Priester! Die Götter mögen Euch grüßen, werter Herr. Stimmt etwas nicht? Ihr seht ... leicht rampuniert aus." Der Junge warf einen Blick auf die viel zu kurze, zerschlissene Priesterrobe, die an einer Stelle einen leichten Pfefferminzduft verbreitete. Dann fixierte er die Stiefel. "Welchem Gott dient Ihr? Hat man Euch überfallen?" Der Junge strahlte eine angeborene Neugier aus ... wie störend. Doch vielleicht kannte er einen Weg in die Stadt.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Asmodeus » Montag 21. Mai 2007, 21:21

Der Dämon tobte – er gehörte nicht gerade zu den Geduldigsten seiner Art – und seine Art war nicht dafür bekannt geduldig zu sein.

Düster funkelte er die Mauer an. Auf der Anderen Seite hockten die Magier in ihren feinen Roben auf ihren viel zu fetten Hintern! Sie vergruben ihre Nasen in stinkende Bücher! Und sie waren allesamt überheblich! Oh ja!

<b>Diese verfluchte Mauer! Dieser verfluchten Magier! Elendig! Haben wohl das Gefühl, dass sie mit ihrer Magie alles Übel fernhalten können! Dafür ist ihr eigener Hochmut und Stolz das grösste aller ihrer Übel! Und es lebt in ihnen drinnen ohne dass sie es merken! Irgendwann werden sie sich selbst zerstören… doch warum warten?!</b> Er warf der Mauer unablässig vernichtende Blicke zu. „VERFLUCHT!“ Schrie er die Mauer an als er merkte, dass weit und breit kein Mensch zusehen war.

<i> Möööhhh!</i> Er fuhr herum und starrte auf die Quelle dieses grässlichen Lautes. Ein Schaf. Ein dummes möh-blökendes Schaf glotzte ihn an. Er starrte dieser Plüscharmee entgegen. <b> Auch das noch!</b>

Dafür hatte er keine Zeit als er dann auch noch den Jungen sah – einen hässlichen kleinen Bengel dessen Mutter offensichtlich nicht in der Lage war ihn anständig einzukleiden.

Da begrüsste ihn der Junge und er wurde sich erst wieder seiner Gewandung bewusst, da musste er grinsen. Offensichtlich taugte gar das finsterste Wesen dazu für einen Priester gehalten zu werden. Diese Vorstellung gefiel ihm irgendwie.

Doch der Junge schwieg ihm zuwenig und sprach ihm zu viel. Ausserdem starrte ihn noch immer dieses Schaf an. Am liebsten hätte er ihm einfach das Schwert zwischen die Augen gerammt und dabei in dessen dummen Augen gestarrt. Doch der Junge konnte ihm vielleicht von Nutzen sein. Aber er war so geschnörrig! Das würde Stunden dauern bis der ihm das Passwort geben würde… ausserdem gab es spassigere Methoden es aus seiner Kehle zu quetschen.

Der Medicus in ihm protestierte. <b> Das ist ein Kind! Na und?! Kinder essen zu viel und sind nichtsnutzig. Ausserdem… ist es ein Kind Zyranus! Auch diese Mauern können nicht verhindern, dass ihre Kleinen an grässlichen Dingen sterben.</b> Er grinste. <b> Oh jaaa….</b> Er wusste was er machen würde und trat langsam auf den Jungen zu. Er wirkte wie ein Riese im vergleich zu ihm und starrte zu ihm hinab.

<b> NEIN! Das kannst du nicht machen! Nein! Nicht! Hehehehehee!</b>

Er legte seinen Kopf schief. „Welchem Gott ich diene?!“ Grollte er tief und wandte sich dem seltsamen Schaf zu. Ohne mit der Wimper zu zucken holte er mit seinem Schwert aus und teilte das Schaf entzwei. Einen Menschen würde es einiges an Kraft kosten das Rückrad eines Schafes zu durchtrennen – nicht aber dem Dämon für ihn war es ein leichtes. Er packte den völlig verstörten Jungen am Kragen und hob ihn auf, so dass seine Füsse in der Luft strampelten. Er grinste ihn böse an. „Ich diene der Gier, dem Bösen. Ich bin der, der deiner Mutti die Arme abhaken wird und sie ihr auf dem Rücken wieder ansteckt – mit einem Eisenpfahl als Halterung. Ich bin der der deinem Vater die Haut von den Knochen schabt und daraus ein Zelt fertigt… und deinen Geschwistern… sofern du welche hast… werde ich ein drittes Nasenloch verpassen…“ Er zog sein blutiges Schwert hoch und tippte damit dem Jungen auf die Stirn. „mit… DEM hier! Nun reicht dir das mein kleiner Freund?!“ Grinste er hämisch. Er sah sich um… noch immer keine Menschenseele. „Kein Magierpappi da der dir helfen könnte?! Wie schade….“ Er lachte auf.

Er riss den Jungen herum und schmetterte ihn zu Boden – an jene Stelle wo das geteilte Schaf lag. Er stemmte seinen Fuss auf den Nacken des Jungen und drückte ihn in die noch warmen Innereien des Schafes. Er stützte sich auf seinem Oberschenkel ab und starrte den Jungen an. „Es sei denn… du verrätst mir das Passwort für die Stadt… dann lass ich dich und deine Familie in Ruhe… na?!“ Seine Stimme klang belustigt und eiskalt. Er strich mit der Schwertspitze über den Kopf des Jungen – ohne ihn dabei zu verletzen sondern nur um ihn das vom Blut gewärmte Metall spüren zu lassen.
Ihm ging es offensichtlich zulange. „Iiichhh höre nichts!!!“ Mahnte er böse und verstärkte seinen Druck auf den kleinen Nacken des Jungen. Sein spitzer Hut sah nun - da er sich langsa mit dem Blut dieses seltsamen Schafes aufsog - irgendwie ganz witzig aus.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Montag 21. Mai 2007, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Erzähler » Montag 21. Mai 2007, 23:53

Der Junge stieß einen Schrei des Entsetzens aus, als dieser fremde Mann scheinbar völlig wahllos sein Schwert zog und eines seiner Schafe – ausgerechnet die alte Millie – in zwei Hälften teilte! Noch ehe der Junge es ganz registrieren konnte, hing er an der Faust des Mannes und strampelte mit den Beinen. Tränen liefen ihm bereits über das Gesicht. Er hatte soeben einen Mord mit ansehen müssen. Seine Millie war tot ... und dieser Priester gab sich wohl damit noch nicht zufrieden. Er diente Gier und dem Bösen.

<b>Ein Faldor-Anhänger? Hier?!</b>

Der Junge war so mit Furcht erfüllt, dass er sich einnässte. Er zitterte am ganzen Leib, holte so heftig Luft, dass er schon fast hyperventilierte. Da rammte dieser Schreckenspriester ihn in Eingeweide – Millies Überreste! Der Junge wurde tief hineingedrückt, denn der Mann presste ihm den Stiefel in den Nacken. Er konnte nicht nach links oder rechts schauen, bekam Blut und Gedärme zu schmecken und musste sich übergeben. Erbrochenes floss über den Schaf-Kadaver.

Und da verlangte er tatsächlich das Passwort zur Stadt. Wenn nicht, würde er seine Eltern umbringen! Und seinen Bruder! Der Junge zitterte noch mehr. In seiner Angst verlor er den Sinn für die Logik. Denn ohne das Passwort konnte dieser Mann unmöglich zu seinen Eltern und dem kleinen Bruder gelangen. Dann würde nur der Junge selbst sein Leben lassen müssen. Denn natürlich war klar, dass ein Mann von dieser Boshaftigkeit kaum jemanden verschonen würde. Sein Versprechen war nicht einmal der Dreck unter seinen Stiefeln wert.

Doch der Junge war erst 12 Jahre alt. Und er lag in den Überresten eines zerteilten Schafes, einen Stiefel im Nacken. Ein Stiefel, der einem so bösartigen Mann gehörte, dass niemand ihm die Priesterrolle nun noch abkaufen würde.
Das Kind sah nur eine Möglichkeit, um sich zu retten und in einem Drang des natürlichen Überlebensinstinktes, schrie er die magische Formel heraus, so laut er konnte.

<span style="color:B24079;">"Zynracal Zyranus Zinthasia!"</span>

Er rief sie in der Sprache der Magier aus, Melongiar. Das einzige und letzte Fünkchen Hoffnung, dass dieser Kerl die Sprache nicht verstand und somit die Formel nicht wiedergeben konnte. Doch wieder vergaß das Kind dabei die Logik. Es hatte zu laut geschrien. Das magishce Tor nach Zyranus teilte sich wie ein Puzzle, das man auflöste. Der Weg in die Stadt der Magier, er war frei.
Die überlebenden Schafe strömten blökend hinein, denn sie fürchteten diesen Menschen. Er besaß eine seltsame Aura und er hatte eine Artgenossin auf dem Gewissen.

Dummerweise wussten die Schafe nicht, dass ein Dämon wie Asmodeus überhaupt kein Gewissen besaß.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Asmodeus » Dienstag 22. Mai 2007, 00:45

Der Dämon verzog sein Gesicht als sich der Junge einnässte. „Elendiger! Was soll dass?! Pinkelst du dir jetzt in die Hosen! Widerlich! Weichei elendiges Weichei! Dein Vater sollte sich schämen einen solchen Sohn wie dich zu haben! Was bist du denn für einen Mann häh?!“ Keifte er den völlig verstörten Bub an und sog seine Angst in sich auf, stärkte sich damit, ergötzte sich daran. Spottete über alles und jeden der Liebe empfinden konnte.

<b> Na gefällt dir die Vorstellung mein alter Freund?! NA?! Warum schweigst du?! Hat es dir die Sprache verschlagen?! Sieh nur… deine Hände… deine Stimme… DEINE TATEN! Heheheeh! Oh jaaa Asmodi… dein Name wird in ewiger Schande gehalten werden und er wird angst und schrecken bedeuten! Kinder werden sich Schauermärchen über dich erzählen und jeder der ein funken Böses in sich hat wird dir heimlich nacheifern!</b>

Der Mensch in ihm schrie panisch auf, flehte um Gnade, flehte um das Leben des Jungen.

Dieser krächzte gerade die Magischen Worte die das Tor öffneten. Der Dämon verstand sie nicht und er wollte den Jungen dafür auch gleich anfauchen, doch da sah er wie sich das Tor öffnete er grinste bös. Die Stadt lag ihm zu Füssen. Noch sah ihn niemanden. Noch ahnte niemand welch Schrecken gerade dabei war ihre ach so heile Welt zu betreten – denn er wusste, die Zyraner fürchteten niemanden – weil sie glaubten niemand fürchten zu müssen. Doch er war kein Nichts. Er war das Grauen. Er war das Böse. Er war die Rache und bald, ja bald würde er zur furchtbaren Geissel der Magierstadt werden.

Er sah wie die anderen Schafe sich an ihm vorbeidrückten und blökend auf die Stadt zurasten er versetzte dem einen mächtigen Tritt in die Flanke so dass es zusammenbrach und keuchte und panisch versuchte sich wieder aufzurappeln. Der Dämon lachte dabei – es wäre durchaus nicht nötig gewesen, doch er hatte gerade das Bedürfnis dazu gehabt. Durch den Tritt hatte er kurz vom Nacken des Jungen abgelassen. Er starrte ihn genüsslich an. Nahm noch einmal seine Todesangst in sich auf. Er legte den Kopf schief, langsam zog er ihm mit dem Schwert den spitzen Hut aus, so dass seine Haare zum Vorschein kamen. Er beugte sich über ihn und packte ihn daran um ihn ruckartig auf die Beine zu reissen.

Als der zitternde Junge stand umschlang er ihn von hinten, legte seinen starken arm um dessen Brust, es sah so aus wie ein Vater der seinen Jungen drückte – doch die Szenerie verriet, dass es sich hier weder um einen liebenden Vater noch um eine zärtliche Handlung ging. Er spürte sein panisches Schnaufen und er sah, dass er vor Schreck und Panik erstarrt war. Er konnte fühlen wie sein Herz panisch gegen den Brustkorb pochte.

„Nicht doch mein kleiner…“ Grinste er hämisch und streifte ihm über die Brust. „Mein Kleiner Zyranier…“ Fügte er spöttisch hinzu.

„Weißt du, ich war schon einmal in diesem Turm da!“ Er richtete den Kopf des Jungen auf den Turm. Damit dieser ihn zweifellos sehen musste. „Kannst du ihn sehen?! Ja kannst du?!“ Er spuckte verächtlich auf den Boden. „Ich will dir mal was über die Menschen erzählen die dort drin sitzen! Kennst du die Geschichte von dem kleinen Jungen der gestohlen hatte?!“ Er drehte den Jungen um und drückte seine Backen zusammen, so dass er nicht wirklich sprechen konnte und ihn anstarren musste. Mit der anderen Hand strich er ihm über die Stirn. „Weißt du was sie mit ihm gemacht haben?“ Er fuhr ihm über die Augen und grinste dabei. „… weißt du… du bist auch ein kleiner Dieb.“ Begann er plötzlich einen anderen Satz. „Du hast mir Zeit gestohlen… wertvolle Zeit die ich brauche um deine Mutti und deinen Pappi zu töten. Jaaa du bist ein kleiner Dieb… und das Gesetz in dieser Stadt schreibt vor dass du… dafür bestraft wirst.“ Er hielt inne. Sah dem Jungen ein letztes Mal in die Augen – und das letzte was der Junge sah waren die seinigen – diese böse Fratze.

Unbarmherzig drückte er dem 12 Jährigen seine Finger in die Augen und lachte auf als dieser Schrie und sich in seinem Griff wand. Seine Tritte und Schläge schmerzten nicht er grinste nur bei diesen kläglichen Versuchen sein Leben zu retten und seiner Strafe zu entgehen – er drückte fester zu. Bis Blut heraus quoll.

Er liess den Jungen los, gab ihm einen mächtigen tritt in den Oberschenkel so dass er erneut zu Boden fiel, nichts sehend und sich vor Schmerzen windend. Der Dämon starrte auf den Jungen hinab. Er empfand – Freude. Dämonische Freude. Er ergötzte sich an seinem Elend.

"Oooch ist es dunkel geworden? Mitten am hellichten TAg?!" Er lachte auf nahm den Hut des Jungen in seine Blutige Hand und wischte sie daran sauber, ehe er ihn achtlos wegwarf.

Der Mensch in ihm drin jedoch weinte. Er weinte bitterlich und flehte die Götter an, man möge ihn doch aufhalten – koste es was es wolle. Denn er wusste, dass der grösste Fehler der er je begangen hatte jener war, sich überhaupt wieder unter den Menschen zu zeigen – denn er war keiner. Er war dieses Monster.

<b> Ach mein alter Freund… was ist denn? Hasst du mich? Hasst du dich dafür? Wieso? Was bist du diesem Jungen schuldig! Was bist du dieser Stadt schuldig?! Einen Dreck! Sie sind Dreck, du bist Dreck. Dreck dreck dreck dreck! Also wen kümmerts?! Ach jaa und deine Meister… hah! Vergiss sie. Niemals wirst du mehr mit Menschen zusammen sein können! Sieh es endlich ein! Nur ich bin dein Freund. Nur ich bin dir treu. ICH sonst niemand! Denn sie werden dich verachten… sie werden dich jagen… aber keine angst mein Lieber… ich werde schon guuuut zu dir schauen!</b> Der Dämon spottete über ihn. Erniedrigte ihn. Zerstörte die menschliche Seele und stiess sie in den tiefsten aller Abgründe.

Langsam ging dem Dämon das Gejammer und Geschrei des Jungen auf die Nerven. „Sei still! Das sind eure Gesetze! Die deiner Stadt! Die solltest du verachten, sie sind schuld daran!“ Knurrte er ihn an. Er hatte seinen Gefallen daran gefunden, diesen kleinen Bengel leben zu lassen. Sein Leben – es war ohnehin zerstört. Doch er wollte nicht, dass dieser Bengel zu schnell in die Stadt gelangte und Alarm schlagen konnte. Er starrte auf sein Schwert. – In Zyranus waren bewaffnete Menschen nicht gerne gesehen – sie fielen ziemlich schnell auf.

Also holte er damit aus und stach dem Jungen senkrecht in den Unterleib – auf Höhe der Nieren. Er wendete dabei soviel Kraft an dass die Klinge des Schwertes sich tief in den Boden bohrte. Der Junge steckte so fest. Er würde nicht die Kraft haben sich selbst zu befreien – und er würde auch nicht so schnell sterben. Vielleicht langsam verbluten. Aber darüber lohnte es sich nicht mehr weiter nachzudenken.

„Sooo und jetzt werde ich mich um deine Mami und deinen Pappi kümmern!“ Flüsterte er leise und verschwand lachend. Dabei putzte er sich das Blut des Schafes welches an seinem Stiefel klebte notdürftig im Dreck ab und setzte wieder eine Mine auf, als wäre nichts passiert.

Der Dämon betrat mit einem erwartungsvollen lächeln die schöne Stadt Zyranus. Die aufgehende Sonne im Rücken habend, warf er seinen Schatten voraus.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Dienstag 22. Mai 2007, 01:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Erzähler
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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Erzähler » Dienstag 22. Mai 2007, 10:33

Es war ein Bild des Grauens, welches der Dämon in Asmodeus zurückließ. Der Junge lag am Boden, rührte sich kaum und in seinem Leib steckte das Schwert. Er wimmerte, denn zu mehr war er nicht mehr fähig. Der Schmerz ließ ihn wissen, dass er noch am Leben war, doch langsam würde er sterben – langsam und qualvoll.

Asmodeus wandte sich – für einen Dämon ziemlich gut gelaunt – der Stadt zu, die ihm nun zu Füßen lag. Wächter brauchte er keine zu fürchten, denn Zyranus besaß in all ihrer Arroganz keine. Sie glaubten ja felsenfest, die Magie würde sie beschützen!
Der Dämon hätte am liebsten laut gelacht, aber für einen Priester, der die Stadt betrat, wäre das zu auffällig. Seine Kutte sah sowieso nicht mehr ganz ... priesterlich aus. Sie war leicht zerfetzt, roch nach Pfefferminz und am unteren Rand klebte etwas Blut. Dämliches, totes Schaf! Er hatte den Mantel beim Hinknien in die Eingeweide schleifen lassen. Dafür würden die anderen Schafe noch büßen müssen – aber natürlich würden sie das, sie befanden sich jetzt schließlich auch <i>in</i> der Stadt.

Er würde sie alle vernichten, ganz Zyranus war sein!
Vom Größenwahn getrieben marschierte der Dämon durch das Tor, welches sich hinter ihm langsam wieder zum Puzzlebild eines Stadteingangs zusammentat und für Besucher ohne Passwort nicht überwindlich war.
Wie gut, dass er sich auf so freundliche Art das Passwort hatte geben lassen. Er grinste vor sich her. Heute war ein guter Tag zum Morden.


<i>[weiter in einem Stadtbereich von Zyranus ... wo immer es deinen Dämon hinlenkt <img src="http://images.rapidforum.com/images/i25.gif" border="0"> ]</i>

Edit:
<i>[den lenkt es ins Wohnviertel...]</i>
Zuletzt geändert von Erzähler am Dienstag 22. Mai 2007, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Kazel Tenebrée » Montag 18. Juni 2007, 22:47

[OT: Hier geht's weiter --> <a href="http://69169.rapidforum.com/topic=11367 ... >Adelmunds Haus</a>]
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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Wanya » Donnerstag 27. September 2007, 21:32

[komme mit Rascall, Bran, Ron und Karev von Das Grasland--> Im Grasland]

Wanya saß neben echel auf dem Kutschbock und beobachtete immer noch die Wölfe, die bereits einige Meter voraus waren. Und dennoch jagte der anblick Wanya einen Schauer über den Rücken.

Sie war eine Katze und daran konnte vermutlich niemand etwas ändern. Und sie würde alle Hundeähnlichen Tiere für immer hassen. und auch daran konnte vermutlich niemand mehr etwas ändern.

<span style="color:FFFFFF;"> Cosimo, komm her ich will nicht, dass du vor dieser Stdt hier ausgesperrt bist. Also komm her. ich beschütze dich vor den Wölfen.</span>

<b>was sagst du dem Armen da eigendlich... ich kann ihn ja gar nicht beschützen... Na ja muss <i>er</i> ja nicht wissen...</b>

Doch schon kam eine Antwort aus dem Gebüsch und dann saß Cosimo auch schon auf ihrem Schoß. Und sie streichelte ihn liebevoll. Sowohl um ihn von den Wölfen abzulenken, als auch sich selbst.
Zuletzt geändert von Wanya am Donnerstag 27. September 2007, 21:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Rascall » Freitag 28. September 2007, 10:24

Rascall trug den kranken Goblin Esask auf dem Arm wie ein Vater sein Kind. Dieser kleine Kerl brauchte Hilfe und Rascall als ehemaliger Sklave konnte nicht mit ansehen, wenn Arme und Schwache in Not waren. Er hätte Esask vermutlich auch nach Zyranus gebracht, wenn man ihm nicht diese magische Formel zum Öffnen der Türen angeboten hätte.

Wanya trug nun den Zettel mit sich, auf dem besagte Worte standen. Und scheinbar war es gut, dass sie diese Formel besaßen, denn als die Gruppe das Tor erreichte, waren keine Wachen zu sehen. Das Tor selbst wirkte wie ein fester Bestandteil der Stadtmauer, welcher sich nicht öffnen ließ. Man sah weder Türknauf noch einen Spalt, mittels den man die Tür eventuell hätte aushebeln können.

"Wanya, lies mal die Worte vor, vielleicht tut sich dann was", schlug Rascall vor, denn eine andere Idee, in die Magierstadt zu gelangen fiel ihm nicht ein.

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Wanya
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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Wanya » Freitag 28. September 2007, 16:55

Wanya war so vetieft darin gewesen, ihren kleinen schwrzen Kater zu Streicheln, dass sie zuerst gar nicht mekte, dass der wagen bereits gehalten hatte. Doch als Rascall ihr zurief, sie solle die Worte auf dem Zettel vorlesen, wusste sie sofort, was zutun war.

Sie holte den Zettel hervor und laß die Worte erst mal leise durch, um sich dann nicht zu versprechen.<b>Zynracal Zyranus Zinthasia, irendwie hört sich das lustig an...</b>

Und dann sagte sie laut und deutlich: "Zynracal Zyranus Zynthasia!"

Wanya beobachtete voller Neugierde das Tor, es passierte nichts. Sie blickte erneut auf den Zettel. <b>Ich muss mich versprochen haben... gut dann nochmal...</b>

Beim zweiten Versuch jedoch hielt sie den Blick auf die Buchstaben gerichtet und laß jedes Wort sehr genau durch bevor sie es Aussprch.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Erzähler » Freitag 28. September 2007, 23:11

Rascall nahm den angebotenen Zettel von Gilindor entgegen und reichte ihn mit den Worten <i>“Da kann ich ja schlecht nein sagen.“</i> und einem Lachen auf dem Gesicht der Katzen-Hybridin Wanya. Kurz erklärte er dem Mädchen, dass das Pergament bei ihr wohl besser als bei ihm aufgehoben sei und dass er sich um den verletzten Goblin kümmern würde. Kaum hatte der alte Halunke das gesagt, stapfte er auch schon zu Esask hinüber und ließ sich von der Heilerin Medrica zeigen, wie er ihn aufzunehmen hatte, ohne dem Goblin unnötige Schmerzen zuzufügen. Danach bat er seinen Schüler Bran und den Jungen Ron Wanya an den Wölfen vorbei zu führen, aber noch bevor weder der eine noch der andere etwas machen konnte meine Wanya mehr oder minder schnippisch: <i>“Das werde ich schon alleine schaffen…“</i> und schon huschte sie, so schnell es ihre Beine und die Situation zuließen, um den Wagen herum, auf die Seite des Wagens, die von den Tieren abgewandt war.

Der Halunke nahm den Goblin schließlich auf seinen Arm und verabschiedete sich mit einem Kopfnicken von Karev mir Dar und seinen Begleitern. Dem Kundschafter schien die Nachricht, dass es Esask nicht gut ging und dass er dringend eine heilerische Behandlung brauchte, recht schwer zuzusetzen. Aber schnell faste er sich wieder und schob die Gedanken, wie es dazu hatte kommen können und was sie jetzt tun sollten, bei Seite und nickte Rascall zustimmend zu, als dieser Esask aufhob. Dann wandte er sich kurz dem anderen Goblin namens Koa zu. <span style="color:D2FF78;"><i>“Koa, begleite Esask und pass gut auf ihn auf. Ich will nicht, dass er aufwacht und dann alleine und vielleicht noch halb geschwächt zurück nach Lobariok reiten muss.“</i></span>, gab er ihm als Befehl und sprach danach noch einmal zu den Fremden. Er bedankte sich und versicherte ihnen, dass sie, sollten sie einmal im Drachengebirge unterwegs sein, stets im Goblindorf Willkommen sind. <span style="color:D2FF78;">“Karev!“</span>, meinte Koa noch zu dem Kundschafter. <span style="color:D2FF78;">“Nimm Esask Wolf am besten mit dir. In der Stadt werden wir schon genug Schwierigkeiten haben meinen unterzubringen. Ich kann nicht auch noch auf Esasks Tier acht geben.“</span> Ohne ein weiters Zeichen zu geben ging Koa zu seinem Tier hinüber und folgte mit ihm den anderen zur Stadt. Schließlich bestieg Karev wieder seinen treuen Wolf Thorak und ritt zusammen mit seinen Begleitern aus der Magierstadt Zyranus los, gen Osten in Richtung des Gebirges davon.

Wanya hatte unterdessen den Zettel von Rascall angenommen und ihn sich mit einem verwirrten Blick angesehen. Als sie allerdings das Wort <i>“Zyranus“</i> darauf entdeckte, schlich sich ein verstehender Ausdruck auf ihr Gesicht. So kletterte die Katzen-Hybridin auf den Wagen von Echel und ließ sich neben dem Händler auf dem Kutschbock nieder. Sie vernahm noch die Einladung von Karev und musste unwillkürlich daran denken, dass sie diese wohl niemals annehmen würde. Der Mann an ihrer Seite konnte sich bei dem Anblick der jungen Dame ein Grinsen nicht verkneifen und so wandte er seinen Kopf von ihr ab und starrte stur gerade aus.

<b>Dieses Mädchen ist wahrhaftig einzigartig. Zwar konnte sie ihre Angst von den Wölfen nicht vollends besiegen, aber dennoch ist sie nicht gleich weggerannt. Dies verdient doch schon einigen Respekt, vor allem da ja sogar ich Furcht bei dem Anblick dieser Tiere in mir aufsteigen spürte. Wahrhaftig eine große Leistung für ein solch junges Kind.</b>

„Na, gehtf dir jetft wieder beffer?“, fragte er Wanya plötzlich als sie kurz davor waren, dass Stadttor von Zyranus zu erreichen.

Während er sie nicht angesehen hatte – um nicht lauthals loszulachen – hatte die Katzen-Hybridin ihren kleinen Freund, den schwarzen Kater Cosimo, auf ihren Schoß genommen und streichelte ihn liebevoll über den Rücken. Ob dies nun eine Ablenkung für sie von den Wölfen war, wusste wohl nur sie allein.

Endlich hatten sie es geschafft, sie hatten die große, mächtige und prächtige Stadt erreicht. Rascall war stets mit Esask in den Armen voran gegangen. Danach folgte gleich der Echels Wagen mit Wanya und dem Gepäck. Daneben liefen Ron und sein Bruder Bran. Der Rattenjunge war noch immer in seinen Umhang gehüllt und stützte sich nun auf seinen Stab. Koa befand sich auf den Rücken seines Wolfes und ritt, immer über sie wachend, als Letzter hinter ihnen her, bis die Mitglieder der Gruppe anhielten und sich das beeindruckende Tor von Zyranus anschauten. Es wirkte wie ein Bestandteil der Stadtmauer, welcher sich wiederum nicht öffnen ließ, denn weder ein Türknauf, noch ein Spalt, wo man das Tor eventuell hätte ausheben können, waren vorhanden.

<i>“Wanya, lies mal die Worte vor, vielleicht tut sich dann was.“</i>, schlug Rascall der Hybridin vor.

Diese schreckte aus ihrer Konzentration auf, in welche sie eingetaucht war während sie ihren Kater gestreichelt hatte, holte das Stück Pergament schnell hervor und las still kurz für sich noch einmal die Worte durch. Dann sprach sie <i>Zynracal Zyranus Zynthasia!“</i> laut und deutlich aus. Alle beobachteten neugierig das Tor, aber nichts passierte. Kein knarren einer öffnenden Tür erklang, keine Flügel schwangen nach innen auf, alles blieb wie es zuvor war. Irritiert blickte Wanya erneut auf die Notiz und versuchte es anschließend noch einmal. Diesmal jedoch hielt sie ihren Blick auf die Buchstaben der Wörter gerichtet und las jedes Wort sehr genau durch bevor sie es aussprach.

Kaum das die junge Katzen-Hybridin geendet hatte, erschien wie auf magische Weise gezeichnet, ein Spalt mitten in dem stabilen Stadttor. Er zog sich von oben bis hinab auf den Boden, leuchtete kurz auf und erlisch dann. Zurück blieb wahrhaftig ein Spalt und schon erklang auf das knarrende Geräusch. Das Tor schwang nach innen auf und offenbarte einen Sicht auf die ersten Häuser von Zyranus.
Zuletzt geändert von Erzähler am Freitag 28. September 2007, 23:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Wanya » Samstag 29. September 2007, 00:09

Wanya starrte auf das Tor. Sie konnte gar nicht recht glauben was sie da sah. Ein Riss zog sich über die ganze Flache des Tores. Und dann schwang das Tor nach innen auf ohne das irgendjemand es auch nur berührt hatte.

<b>Das muss Wahre Magie sein... nicht so ein SChnickschnack den ich immer fabriziere...</b>

Doch was Wanya hinter dem Tor erblickte war für sie weit eindrucksvoller, als das Tor selber. Sie hatte noch nie so viel Häuser auf einem Fleck gesehen. Die vielen Türme und Dächer.

<b>Wie viele Meschen hier wohl leben... eine Stadt... Das ist wirklich etwas großartiges...</b>

Als der Wagen durch das Tor fuhr konnte Wanya ihren Blick einfach nicht senken. Sie musste einfach alles was sie hier sah in ihrem Gedächtnis einspeichern... Alles aufsaugen...

<span style="color:FFFFFF;">Wanya guck nicht so blöd, die Leute starren dich ja schon total an.</span> Die stimme ihres Katers hallte in ihrem Kopf wieder und es dauerte eine zeit bis Wanya den satz verstnd.

Doch Wanya war noch gar nicht aufgefallen, dass hier Leute herumliefen. Die meisten hatten lange Umhänge an und sahen aus wie Zauberer.

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Re: Draußen vor dem Tore...

Beitrag von Rascall » Samstag 29. September 2007, 12:36

Kaum dass Wanya die Formel von dem Zettel vorgelesen hatte, flog Rascalls Blick auf das Tor, welches wie ein Teil der Mauer wirkte. Gleich würde es aufgehen, gleich ... nichts tat sich. <b>Nanu? Haben diese Begleiter Karevs uns betrogen? Wohl kaum, wenn ich Esask in die Stadt bringen soll. Es wäre sein Verderben!</b>

Aber Wanya glaubte, sich verlesen zu haben. So studierte sie den Zettel erneut und verlas die Worte dieses Mal laut und deutlich – und exakt. Schon zog sich ein magischer Spalt durch die Mauer und das Tor zur Stadt tat sich auf.

Rascall riss die Augen auf. Solcherlei Magie hatte er nie zuvor gesehen. Es war beeindruckend. Sein Mund klappte auf und für einen Moment schaute der alte Halunke doch wahrhaft komisch aus. Er schluckte und betrat mit seiner Reisegruppe Zyranus. Sein Pferd folgte ihm auf dem Fuße.

Die Stadt der Magier war mehr asl beeindruckend. Allein der Baustil überstieg die kühnsten Träume. Alles wirkte magisch an diesem Ort. Zauberer und Hexen aller möglichen magischen Begabungen wanderten über feine Mosaikstraßen oder unterhielten sich in gemütlichem Plausch. Alles wirkte heiter. Ihre Gewänder ließen jedoch sofort darauf schließen, dass sie gehobenere Ansprüche gewohnt waren. Zu dieser Jahreszeit trug der modebewusste Magus erlesene Samtgewänder mit Pelzkragen und Rüschen am Ärmelsaum. Teilweise waren sogar Spitzhüte gegen pelzige Mützen ausgetauscht worden. An den Händen schützten Samthandschuhe vor Verkühlung. Dennoch trug jeder zweite seinen Magierstab mit sich herum.

Rascall amüsierte dieser Anblick. Er musste hier ja auffallen wie ein Ork unter Elfen. Seine Erscheinung war das genaue Gegenteil von den Magiern: verlottert, zerschlissen, schmutzig, verfilzt und nicht zuletzt das spitzbübische Grinsen im fahlen Gesicht. Dieses verschwand jedoch sofort, als Esask in seinen Armen ein klägliches Seufzen von sich gab.
"Ich muss einen Heiler finden!", rief Rascall. "Verzeiht, Freunde, wenn ich nicht bleibe!" Ja, jetzt musste es schnell gehen, er konnte keine Sekunde länger warten. Schon stürmte der Halunke mit dem Goblin im Arm durch die Straßen und rief lauthals: "Ich brauche einen Lichtmagier! Ich habe einen Verletzten hier! Schnell, helft doch, ihr Zauberer!" Am liebsten hätte er geflucht, doch sein gesunder Menschenverstand sagte ihm, dass es ihn nicht sonderlich weiterbringen würde.

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