Orientierungslos im Arus

Dieser prächtige Wald liegt im Norden Celcias. Der Fluss Tangros lässt dieses Gebiet blühen. Ein einsamer Priester ließ sich in diesem Wald nieder und erbaute ein Kloster, aber auch die Nachtelfen blieben nicht ohne Taten.
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Orientierungslos im Arus

Beitrag von Allrick » Mittwoch 2. Juni 2010, 12:11

Langsam entkroch Allrick der Traumwelt, nur langsam öffnete er die Augen. Ein wenig Sonnenlicht schimmerte durch das Dach des Waldes hindurch und blendete Allrick ein wenig als er aufsah, er hob seine Hand ein wenig, um sich so einen Schatten zu schaffen. Das kleine Feuer, das er in der Nacht entzündet hatte, war schon seit Stunden erloschen und lediglich ein graues Häuflein Asche war davon zurückgeblieben. Er runzelte die Stirn und sah sich um, sein Blick wurde klarer, langsam zeichneten sich die Konturen der Bäumen um ihn herum ab. Wo zum... Allrick stand auf, sein neuer Umhang glitt an seinem Körper herunter während er sich genauer umsah. So weit er durch den dünnen Nebelschleier schauen konnte, gab es nichts als Bäume um ihn herum, die stehende Luft des Waldes war feucht und roch nach einer Mischung aus Erde und totem Holz. Er war bei seiner Flucht wohl weit tiefer in den Wald hineingerannt, als er dachte. Ein Seufzen entfleuchte ihm. Seine Finger tasteten sachte seinen Oberarm ab, er strich sich über den Verband. Es schmerzte noch leicht, die Zeit würde ihr Übriges tun müssen... Er sah an sich herunter und hob seinen Umhang auf, warf ihn sich über die Schultern und zog sich die Kapuze über den Kopf, klopfte sich den gröbsten Dreck von der Kleidung. Allrick griff nach der Tasche und dem Laib Brot darin, rupfte ein kleines Stück heraus und kaute darauf herum, dabei besah er sich erneut die für ihn fremde Umgebung. Irgendwie kommt mir der Wald hier bekannt vor... zumindest diese Art Baum habe ich doch früher schonmal... Er betastete mit der Hand die Rinde des Baumes, an dem er im Schlaf gelehnt hatte. Da fiel es ihm ein, ähnliche Bäume hatte er damals mit Rabanna zu Holzkohle verarbeitet, dennoch kam ihm hier alles sehr fremd vor. Egal in welche Richtung ich gehe, vermutlich ist eine so gut wie die andere..., dachte er sich und schulterte seine Tasche mit dem Brot, sammelte den Feuerstein, sowie das Messer zusammen und verstaute sie. Den Wasserschlauch hängte er sich mit der Trageschnur über die Schulter und griff schlussendlich seinen Stab um weiterzuziehen. Er strich sich durch den Bart und stapfte davon, nicht wissend, wohin er ging oder woher er kahm...

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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 2. Juni 2010, 15:21

Allrick war eingeschlafen und sein Körper hatte sich in den vergangenen Stunden die Energie zurück geholt, die er in der Zeit davor verloren hatte.
Das Feuer war erloschen und hatte keinerlei Schäden an der Umgebung angerichtet.
Die Vögel zwitscherten und der Tag war wie jeder andere im Wald für die Natur, lebendig, voller Geräusche und Gerüche. Hin und wieder raschelte es in der Umgebung, wenn irgendein Tier durch das Unterholz huschte und die Blätter des Strauchwerks dadurch auch bewegte. Jedoch schien er vorerst noch immer in Sicherheit zu sein, unbehelligt von den Männern, die ihm am Vortag noch derart zugesetzt hatten.
Ob er die Gelegenheit nützen und nochmal ein kleines Feuer machen sollte? Es war sehr frisch um diese Uhrzeit und der Nebel sorgte dafür, dass selbst die Sonne nicht dazu kam, auch nur ein bisschen Wärme zu Boden schicken zu können. Allerdings war dadurch das Holz bestimmt etwas feuchter, gemeinsam mit dem morgendlichen Tau. Das würde Rauch verursachen und das wäre nicht so gut, denn es könnte Aufmerksamkeit erregen.
Nein, das war zu riskant, außerdem hatte er geschlafen und wusste nicht, ob Feinde denn nicht in der Nähe waren, ohne, dass er sie bisher bemerkt hatte. Deswegen war ein rascher Aufbruch bestimmt die bessere Wahl und Bewegung sollte ja bekanntlich auch für Wärme sorgen.
Jedoch... wohin sollte der Weg ihn führen? Da eine Verfolgung des gestrigen Fluchtweges nicht mehr möglich war, gab es auch keinen Anhaltspunkt, wohin er auf alle Fälle nicht gehen sollte. Somit hatte er wirklich alle Richtungen zur Auswahl und obendrein kein konkretes Ziel, zu dem er gelangen wollte.
Wo sollte er schließlich auch hin? Er war ein Gebrandmarkter, die Wunde war zusätzlich noch frisch und durch den improvisierten Verband auch deutlich zu sehen. Es gab also einige Orte, die er definitiv meiden sollte. Aber auch welche, zu denen er gehen könnte. Nun stellte sich eher die Frage, wo letztere lagen und wie er dorthin gelangen könnte.
Wenn sich der frühe Nebel gelichtet hatte, könnte er vielleicht am Stand der Sonne ein wenig die Himmelsrichtungen ausmachen. Sofern er Glück hatte und auch eine Stelle fand, an der er bis zum Himmel hinauf sehen konnte. Schließlich war dieser Wald sehr dicht und Lichtungen waren selten.
Ein Kompass wäre jetzt sehr von Vorteil gewesen, doch den besaß er nicht. Wenn er ihn überhaupt hätte deuten können...
Wie auch immer, es war Zeit für den Aufbruch und sein Weg würde ihn schon irgendwo hin führen, denn immerhin war selbst ein Wald nicht ewig, sondern musste irgendwann einer Ebene oder einem Gebirge weichen. Und bot obendrein genügend Nahrung, um diesen Weg auch zu überstehen.
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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Allrick » Mittwoch 2. Juni 2010, 16:24

Wie groß wohl die Chance ist, hier jemandem zu begegnen? Ungebetene Gesellschaft ist jetzt das letzte, das ich gebrauchen kann... In sich gekehrt wanderte Allrick durch den Wald und grübelte nach. Wenn es hier wenigstens mal eine Lichtung geben würde... Dann könnte ich wenigstens versuchen herauszufinden, in welche Richtung ich hier eigentlich laufe. Er schüttelte sich kurz, als er für einen Moment an einem alten Baum Rast machte. Er hatte eine Gänsehaut, denn der dünne Nebel umstrich mit seiner nass-kühlen Berührung Allricks Beine und Unterarme. So wie es hier aussieht, bin ich wirklich weit abgeschlagen. Wie lange ich wohl bewusstlos war... Er setzte einen Fuß auf den Stamm eines modernden Baumrestes und bestieg selbigen gekonnt. Seine Augen schweiften nun über die dünne Nebeldecke hinweg, er besah sich den Boden, in den er seine Fußspuren gedrückt hatte und das Moos auf dem Stamm, an dem noch Tau klebte. Der Mann stieg wieder vom Stamm herab und fuhr mit seinem Finger durch das Moos, ein paar Tropfen Tau blieben an ihm hängen, sodass Allrick ihn kosten konnte. Modernde Bäume auf denen Moos wächst, kaum ein Windstoß. Der Nebel fängt sich zwischen den Bäumen. Allrick dachte einen Moment nach, da ihm klar wurde, dass er vermutlich meilenweit von jeder Art Straße, oder anderen Zeichen der Zivilisation abgeschlagen war. Plötzlich raschelte es im Gebüsch, reflexartig zuckte Allrick zusammen und stieß mit seinem Stab in die Richtung aus der das Geräusch gekommen war. Doch scheinbar hatte nur ein Kleintier an einem Ast gezerrt. Allrick schnaufte nur und trank noch einen Schluck Wasser aus seinem Schlauch. "Alter Narr...", spottete er über sich selbst. "Lässt dich von einem Busch erschrecken..." Für einen kurzen Augenblick musste er grinsen, doch schnell hatte er sich wieder gefasst. Ich sollte mich besser wieder auf den Weg machen. Vorankommen ist jetzt das Wichtigste, denke ich. Außerdem habe ich keine Lust, in diesem Wald zu verrotten, so schön er auch sein mag. Oder von irgendwem aufgegriffen zu werden. Finden ist besser, als gefunden zu werden! Und mit dieser Motivation suchte sich Allrick weiter einen Weg durch den Aruswald...

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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Erzähler » Montag 14. Juni 2010, 21:13

Es war gar nicht so leicht, sich einen Weg durch das Unterholz zu bahnen und dabei gleichzeitig darauf zu achten, nicht im Kreis zu laufen. Das Laubwerk war derart dicht, dass so gut wie kein Blick in den Himmel möglich war, selbst dann nicht, wenn sich der Nebel endlich gelichtet hätte. So gab es auch keinen Anhaltspunkt zur Orientierung.
Da half auch nicht wirklich, dass Allrick sich einen kleinen, erhöhten Aussichtspunkt ausgesucht hatte. Der Stamm war vermutlich bei einem Gewitter oder einer sonstigen Naturgewalt zu seinem jetzigen Aussehen gekommen, und er wirkte nicht mehr sonderlich gesund. Trotzdem war er zu Allricks Glück noch fest genug, sein Gewicht zu tragen. Aber es war höchstwahrscheinlich das Beste, als er kurz darauf wieder herunter sprang, selbst, wenn er dem Zustand des Holzes wenig Beachtung geschenkt hatte.
Seine Schlussfolgerung, weit weg von irgendeiner Behausung zu sein, traf im Moment zu. In der Nähe des Fleckchens Arus', wo er sich gerade befand, gab es tatsächlich nichts und niemanden außer die Natur mit all ihren Lebewesen.
Und ein paar Kleintiere fühlten sich durch die vielen Bewegungen, die er verursachte, gestört, sodass sie instinktiv flüchteten. Sie waren stets Gejagte, immer auf dem Sprung und verursachten dadurch auch Geräusche, die sich nun mal nicht vermeiden ließen. Diesmal war es eine Maus gewesen, die lieber die Flucht angetreten hatte.
Durch seine Erfahrungen geprägt, reagierte Allrick genau so, wie man es von ihm vermuten würde. Er setzte sofort zur Verteidigung an mit seiner Waffe und er hätte sich einen möglichen Feind wohl auch vom Leib gehalten, hätte es diesen gegeben. Aber es war eben nur ein kleines Tier gewesen, das sowieso schon längst nicht mehr in Greif- oder gar Sichtweite war.
Wenngleich wahrscheinlich jeder mit seiner Vergangenheit und seiner derzeitigen Situation genauso reagiert hätte, spottete er über sich selbst. Doch es brachte ihm auch nichts, wenn er nun mit sich lediglich schimpfte und vor Ort blieb.
Also ging er weiter, schlug sich erneut durch das Unterholz des dichten Waldes.
Dass die Zeit verging, konnte Allrick sich denken, allerdings auch sehen, da sich der Nebel endlich ein wenig auflöste und anzeigte, dass der Morgen verstrichen war.
Trotzdem war ihm noch immer der Blick zum Himmel leider verwehrt. Lediglich manchmal schaffte es ein dünner Sonnenstrahl, durch das Laub durchzudringen und das seltsame Zwielicht eine Spur mehr zu erhellen. Viel wärmer wurde es jedoch dennoch nicht und würde es zu dieser Jahreszeit kaum werden. Wenigstens wehte kein Wind, der das Ganze noch frischer gemacht hatte.
Nach ein... oder waren es schon zwei Stunden? Wie auch immer, nach unendlich langer Zeit gelangte Allrick zu einer kleinen Lichtung, bei der er sich eine Pause gönnen konnte.
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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Allrick » Montag 14. Juni 2010, 22:50

Dieser unseelige Wald scheint ja kein Ende zu nehmen... Allrick suchte sich einen Weg durch das Gestrüpp des Arus, ohne wirklich sicher zu sein, wohin er ging. Der Nebel legte sich während seiner Wanderschaft ein wenig, wie ein feuchter Schimmer blieb er allerdings gefühlt an Allrick kleben. Viele hätten es als unangenehm empfunden, Allrick hatte dieses Gefühl irgendwie lieb gewonnen. Es war ihm stehts treu geblieben, wenigstens auf den Nebeldunst konnte man sich immer verlassen. Nach einer schier endlosen Sucherei durch den Wald, erblickte Allrick, dass das Geäst vor ihm etwas lichter zu werden schien. Vor ihm lag eine kleine Lichtung, ein Loch im Blätterhimmel. Die Blicke des Mannes wanderten über das Gras und die Moose, die die kleine Lichtung bedeckten. Niemand da... Erst etwas zaghaft betraht Allrick nach einer Weile die Lichtung und suchte sich einen Platz um zu rasten, fand einen flachen Stein vor, auf den er sich setzte. Dieser dämliche Wald... Allrick starrte auf die Wälle aus Holz, die ihn umgaben und zwischen denen lediglich Gebüsche hervorlugten. Allrick strich sich durch den Bart und seufzte. Erst besah er sich noch ein wenig die Umgebung. Doch schon nach einer kurzen Weile schloss Allrick die Augen und lauschte dem Wald, fast schon mit einer gewissen Andachtsstimmung und lies sich in Erinnerungen treiben... Endlich mal ein Moment, in dem mich keiner aus meinen Träumen reißt... So dachte Allrick, kurz bevor er einnickte.

Der Schreih eines Vogels ertönte, jäh wurde Allrick aus dem Halbschlaf gerissen. Er sah sich erschrocken um, fasste sich jedoch schnell wieder und griff seinen Stab und die Tasche, die er zuvor neben dem Stein abgelegt hatte. Besser, ich ziehe weiter... es regnet bald wieder. Ein kurzer Blick zum Himmel gab ihm genug Grund, diese Annahme zu tätigen. Er erhob sich und streckte seine Glieder. Das Nickerchen hatte ihm gut getan, so ergibig war sein Schlaf zuvor auch wieder nicht gewesen, alsdass er ihn vollkommen hätte Auslasten können. Auch wenn es hier schön ist... Ich gehe lieber weiter. Allrick sah noch ein mal prüfend in den Himmel, die Wolken zogen sich scheinbar über den Wald zusammen. Wieviel Zeit wohl vergangen war? Er wusste es nicht, doch die Sonne hatte sich wohl kaum binnen weniger Minuten verdrängen lassen... Von dort bin ich gekommen... Seine Fußabdrücke waren zum Glück noch zu sehen, er drehte sich um und sah zum nahen Rand der Lichtung und ging auf ihn zu, nur wenige Schritte waren es. So wandte sich Allrick von der Lichtung ab und wanderte weiter...

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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Erzähler » Samstag 19. Juni 2010, 01:28

Es war gar nicht so leicht, sich in diesem dichten Wald zurecht zu finden. Vermutlich würde sich hier selbst jemand verirren, der an diesem Ort aufgewachsen war! Alles glich allem, jeder Baum wirkte gleich und selbst Lichtungen, sobald es welche gab, schienen sich nicht voneinander unterscheiden zu lassen. Wie sollte da Allrick jemals einen Weg nach draußen finden?! Er konnte ja nicht mal ausmachen, in welche Richtung er lief, geschweige denn, ob er überhaupt gerade ging und nicht doch eher einen ständigen Bogen machte, der ihn nur zu seinem Ausgangspunkt zurück führen würde!
Nun jedoch war erst einmal eine Pause dran und die hatte er sich auch verdient nach der verstrichenen Zeit. Sein Körper hatte sich wohl noch nicht so recht erholt und reagierte dafür nun umso intensiver auf die Entspannung, die er sich gönnte. Sonst wäre er vermutlich auch nicht so leicht eingenickt. Aber es passierte ihm und ohne es zu merken, verging mehr als eine Stunde.
Bis plötzlich ein Vogel seine Stimme erklingen ließ, ein wenig empört über irgendeine Störung eines anderen Tieres. Allerdings kam dieser Laut derart unerwartet, dass er bis in Allricks Unterbewusstsein drang und ihn somit abrupt weckte.
Wie jeder andere brauchte er dadurch ein paar Atemzüge, bis sich sein Bewusstsein wieder vollständig in der Realität befand und er nicht mehr erschrocken wie ein gehetztes Tier um sich blickte.
Es war Zeit vergangen... und somit wäre es auch besser, wenn er so rasch wie möglich wieder aufbrach. Dadurch käme er hoffentlich auch weiter und könnte demnächst endlich diesen verfluchten Arus verlassen.
Ob ihm das auch auf trockenen Fuß gelingen würde? So, wie das bisschen Himmel, das er über sich einsehen konnte, aussah, war dies sehr fraglich. Demnach wollte Allrick also weiter wandern, seinen Weg fortsetzen, in der Hoffnung, auch ein Ziel zu erreichen.
Doch er kam diesmal zu seinem Leidwesen nicht weit. Auf einmal raschelte das Blattwerk um ihn herum und er wurde durch eine metallene Spitze, die aus dem Blattwerk ragte, aufgehalten.
Diese Spitze gehörte zu einem zweischneidig geschliffenen Schwert, das von einer starken Hand gehalten wurde, die zu einem Körper zählte, der sich langsam aus seiner Deckung löste. Gleichzeitig wurde Allrick auch jeder weitere Fluchtweg von einigen anderen Gestalten abgeschnitten, die sich ebenfalls nun zeigten.
Es waren allesamt Männer in Rüstung und mit gezogenen Waffen. An sich kein ungewohnter Anblick für ihn, sehr zu seinem Leidwesen.
Nur eine Neuerung gab es diesmal... Jeder der Angreifer hatte spitze Ohren und auch Haut- und Haarfarbe so, wie es nur einer Rasse zugeschrieben wurde, die zur Zeit Celcia unsicher machte. Dunkelelfen...
Toll, während Allrich geschlafen hatte, schien ein Trupp Dunkelelfen seine Spur aufgenommen! Und sie schienen ihn ernst zu nehmen, denn eine Fluchtmöglichkeit gab es nicht...
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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Allrick » Samstag 19. Juni 2010, 13:20

Nur für einen winzigen Moment hatte sich Allrick nach seiner Umgebung umgesehen, da wäre er schon fast in ein Schwert hineingelaufen. Als er die schimmernde Spitze im Blattwerk entdeckte und sich selbige zu nähern begann, wich Allrick einige Schritte zurück und nahm seinen Stock in beide Hände. Was zum... Er sah wie gebannt auf die Klinge, die mit samt Besitzer aus dem Gebüsch vor ihm herauswachsen schien. Fast als wären sie eins gewesen, löste sich der dunkelhäutige Elf aus seiner Umgebung und näherte sich Allrick, der erneut einen Schritt zurückwich. Gerade als der bärtige Mann kehrt machen und selbst im Wald verschwinden wollte, näherten sich ihm schon zwei weitere Gestalten von den hinteren Flanken Allricks an. Die Schritte einiger weiterer Elfen in der Nähe wurden hörbar. Ich sitze in der Falle!

Wie ein umzingelter Wolf, oder Bär wandt sich Allrick mit dem Stab vor seinem Körper immer wieder nach den Dunkelelfen um, die stehtig näher kahmen. In ihm kochte durchaus eine gewisse Unruhe, da er nie zuvor Dunkelelfen gesehen hatte und nun gleich von einer kleinen Rotte in Rüstungen und Waffen umzingelt war. Sein Blick war hart und ernst, er hatte fast etwas Agressives und Verbissenes. Allrick war zwar bewusst, dass er sich wohl kaum mit ihnen messen konnte. Allein schon weil sein Arm immernoch schmerzte und ein Stock aus Holz kaum viel gegen Rüstungen und Schwerter auszurichten vermochte. Es war einfach zu schön um wahr zu sein. Dieser verfluchte Wald. Ich hätte es mir denken können... In Gedanken starrte er für einen kurzen Moment in den Himmel und warf mit Verwünschungen geradezu um sich.

Allrick sah in ihre düsteren und ernsten Gesichter und spührte wie er eine Gänsehaut bekam. Er hatte lediglich aus Geschichten von Dunkelelfen gehört und konnte nur schätzen, dass es sich bei diesen drei um Selbige handelte. Ob sie wirklich Lebewesen lebendig häuten, oder blenden, wenn ihnen der Sinn danach steht?? Der Pelgarer schluckte und wurde sich einer Sache zunehmend bewusst: Er war weit fort von Zuhause... und so sehr er es sich vielleicht wünschen würde, würde ihm nun niemand zu Hilfe kommen. Allricks Anspannung nahm stehtig zu, er biss instinktiv die Zähne zusammen, hielt seinen Stab immernoch schützend vor sich. Schwäche zu zeigen, war in seinen Augen wie ein sicheres Todesurteil. "Was wollt ihr von mir? Ich habe keinen Streit mit euch..." Bellte Allrick fast schon, Wehrhaftigkeit war das Gebot der Stunde...

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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Das dunkle Volk » Mittwoch 23. Juni 2010, 10:38

Ja, Allrick hatte es richtig erkannt, er saß in der Falle und zwar ordentlich! Nicht nur, dass er noch immer keine Ahnung hatte, wo genau im Arus er sich befand, war er nun auch noch auf einen Trupp Dunkelelfen gestoßen, die ihn auch noch in die Mangel zu nehmen drohten.
Ein Fluchtweg war ausgeschlossen und selbst mit seinem Stock sowie seiner Erfahrung wäre er dieser Übermacht unterlegen, sollte er einen Ausfall wagen.
Auch wenn sie sich in ihren körperlichen Merkmalen nicht wirklich ähnelten, hatten sie ein paar wenige, aber wichtige Details gemeinsam. Zum einen ihre Waffen und die Rüstung an ihren Körpern und zum anderen den harten, entschlossenen Blick, der sie als erfahrene Kämpfer auszeichnete. Diese Männer wussten mit ihren scharfen Schneiden umzugehen und so wie sie aussahen, würden sie das auch ohne zu zögern anwenden.
Verdammt, was sollte er tun?
Was er nicht sehen konnte, waren die beiden gut verborgenen Bogenschützen, die diesen Trupp laut Befehl begleitet hatten und sich noch immer verborgen hielten, wenngleich mit gespannten Bögen. Eine falsche Bewegung von Allrick oder ein zu glückender scheinender Angriff seinerseits und er wäre keine zwei Sekunden später mit Pfeilen bestickt.
Überleben würde er diese Attacke höchtswahrscheinlich schon, da sie noch nicht die Absicht hatten, ihn zu töten, schmerzhaft wäre es auf alle Fälle, von der Dauer des Heilungsprozesses ganz zu schweigen!
So blieb Allrick nur übrig, so schnell wie möglich heraus zu finden, was diese Wesen von ihm wollten.
Würden sie ihn lebendig hier heraus kommen lassen oder stimmten all die Gerüchte, die auch von ihrer Lust an der Folter berichteten? Hoffentlich nicht, er wollte seine Haut noch behalten, so heil wie möglich!
"Der sieht kräftig aus. So einen brauchen wir immer.", bemerkte einer der Männer hinter dem Eingekreisten.
Der Dunkelelf ihm gegenüber nickte knapp und zustimmend.
Ein feines, kaltes Grinsen schlich sich in seinen Mundwinkel. "Du befindest dich auf unserem Gebiet, ohne unserer Erlaubnis. Demnach gehörst du dafür bestraft! Aber wir werden gnädig sein, du wirst die Ehre haben, für uns zu arbeiten.", verkündete er hochmütig und das mit Absicht.
Denn er wollte den anderen provozieren, um noch mehr das Recht zu haben, ihn niederschlagen zu lassen. Dass ihm das blühte, stand sowieso fest, da er nicht so aussah, als würde er sich freiwillig in Ketten legen lassen. Und einen Fluchtweg gab es für ihn nicht!
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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Allrick » Mittwoch 23. Juni 2010, 12:52

Die Elfen umkreisten Allrick, bis er sich vollkommen umzingelt sah. Er bekahm eine Gänsehaut, es war, als würde sich eine beklemmende Kälte um ihn legen und unter seine Kleidung kriechen, um ihn an Ort und stelle festzuhalten. In seinem Magen rumorte es, seine Hände wurden ein wenig schwitzig. Sie umzingelten ihn drohend. Allrick spührte fast schon, wie ihre Blicke musternd und abschätzend seinen Körper entlangkrochen, begleitet von unverständlichem Gezischel. Der Pelgarer schnaufte nur abfällig, wandte sich schließlich einem der Elfen zu, als dieser ihn ansprach: "Du befindest dich auf unserem Gebiet, ohne unsere Erlaubnis. Demnach gehörst du dafür bestraft! Aber wir werden gnädig sein, du wirst die Ehre haben, für uns zu arbeiten." Der überhebliche Ton des Elfen tat sein Übriges Allrick zu reizen. Als würde man mir eine Wahl lassen. Ist ja nicht so, dass ich freiwillig hier wäre... Von mir aus können die in ihrem elenden Wald verrotten! Zwar hatte der Pelgarer mit Schlimmerem gerechnet, dennoch überraschte ihn die nun offensichtliche Intention seiner Bedränger nicht im Geringsten. Klar, Sklaven kann man ja immer gebrauchen... Wie gern Allrick mit dem Gesicht des Elfen den Waldboden gepflügt hätte, wusste nur der Pelgarer selbst genau, doch er rümpfte lediglich die Nase. Allrick suchte nach einer Möglichkeit zur Flucht, auch wenn seine Chancen geringer nicht sein konnten, so sträubte er sich trotzdem massiv dagegen sich erneut versklaven zu lassen. Und der Gedanke an Fesseln ließ seine Nackenhaare abstehen, änlich den Borsten eines Ebers. Der Blick des bärtigen Mannes verfinsterte sich zusehens, sein Griff um den Stab wurde fester. "Ich bin eigentlich nicht hierhergekommen, um mich gefangenehmen zu lassen." Allrick knirschte mit den Zähnen. Kommt nur her... selbst wenn ihr mich packen solltet, ohne eine blutige Nase werdet ihr mich nicht bekommen!

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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Das dunkle Volk » Mittwoch 7. Juli 2010, 12:50

Oh ja, ohne es zu ahnen, hatte Allrick mit seinen Gedanken den Nagel auf den Kopf getroffen. Sklaven und unfreiwillige Arbeiter brauchten die Dunkelelfen immer und überall, konnten davon nicht genug bekommen. Denn fast genauso beständig fielen welche von den verweichlichten Rassen aus oder konnten anderweitig eingesetzt werden. Den Verlust an Ort und Stelle allerdings mussten sie ausgleichen.
Und wenn einer nicht willig war, so gebrauchten sie durchaus fast schon mit einer sadistischen Freude Gewalt. Wobei es sich hierbei nicht nur um körperliche handelte. Manchmal brauchten die dunkelelfischen Soldaten auch einfach nur ihren Spaß. Da mussten dann eben ein paar Sklaven, die man entbehren konnte, hinhalten und meistens taten sie das auch gut genug, um danach sogar die ein oder andere Stunde Erholung gewährt zu bekommen. Oder die Gnade, das Privatvergnügen eines einzelnen zu sein, vor allem bei den Frauen.
Doch das stand Allrick noch nicht bevor, nein, er musste seine Haut erst einmal so teuer verkaufen, wie nur möglich, wenn er einer Gefangennahme schon nicht völlig würde entgehen können.
Die drei sichtbaren Soldaten grinsten einander flüchtig an, als Zeichen, dass das hier noch sehr amüsant zu werden versprach.
Und sollte er sich als zu stark erweisen, würde der Anführer das Zeichen für einen Pfeil geben, dem ihr neuer Sklave nicht würde entgehen können.
Dieser blickte nun wieder direkt in Allricks Gesicht und grinste überheblich. "Dann siehe es als Fügung des Schicksals, dass dir diese Ehre zuteil wird.", erwiderte er im Brustton der Überzeugung, dass die Dunkelelfen allein die Berechtigung hatten, die Besten ganz Celcias zu sein. "Aber wir wollen ja nicht so sein. Lege deinen Stab nieder und ergib dich freiwillig, dann müssen wir dir nicht weh tun."
Wobei allein schon sein arroganter Tonfall derart provozierend ausfiel, dass es wirklich kein Wunder wäre, wenn Allrick von sich aus zu einem Angriff übergehen würde. Dieser Anführer gab sich betont eingebildet und von sich sowie seinem Volk selbst überzeugt, dass es schon regelrecht widerwärtig war... für alle, außer den Dunkelelfen.
Unbemerkt von dem Eingekreisten grinsten sich die zwei anderen Dunkelelfen an und sprachen wortlos bereits ab, wie sie ihn in die Mangel nehmen würden. Natürlich von zwei Seiten, der eine würde jedoch zusätzlich noch eher auf die Beine gehen, während sich der andere dem Magen und Solarplexus widmen würde.
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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Allrick » Mittwoch 7. Juli 2010, 14:40

Allrick lauschte den Worten des Elfen mit zunehmendem Argwohn. Was bildete sich diese Gestalt ein??? Allrick war hin und hergerissen zwischen seinem kochenden Zorn und der Stimme der Vernunft, die in seinem Kopf um die Vorherschaft rangen. Einerseits war ihm klar, dass es klüger wäre, die Waffen zu strecken und wenigstens noch nicht völlig zum Krüppel geschlagen zu werden. Andererseits geboten ihm sein pelgarischer Stolz und sein Zorn, das zierliche Nasenbein seines Gegenüber zu zertrümmern und sich mit den Elfen zu schlagen, bis entweder er, oder die Elfen als einzige übrig blieben. Der Pelgarer schielte unauffällig zu zweien der Elfen, die sich schon berieten, ihn niederzuringen. Ihr könnt es kaum erwarten, hm? In Gedanken ging er seine Optionen durch, während er wachsam seine Bedrängter im Auge behielt und nicht sicher war, was er tun sollte. Die bedrohlich grinsenden Gestalten waren vollkommen auf ihn fixiert. Worauf warten die eigentlich? In seinem Inneren bebte es, seine vor Anspannung zitternden Hände klammerten sich an den Holzstab, als wäre er ein Seil, welches Allrick vor dem Abgrund retten würde. Sollte er sich nun ergeben und erneut unterwerfen lassen? Oder sollte er heldenhaft kämpfen? Du bist verletzt, alter Narr! Was denkst du dir? Du hast nichts davon wenn du dich von diesen Kreaturen wie alter Käse in der Hand zerreiben lässt!

Allrick sträubte sich hin und her, besah sich sein Gegenüber mit ernster Miene. "Ihr seid euch eurer Sache sicher, hm?" Er steckte den Stab in die Erde und hielt ihn nurnoch mit einer Hand, während er sich mit der Anderen durchs Gesicht fuhr. "Hört mir kurz zu, dort hinten irgendwo..." Er deutete mit der Hand in seine geschätzte Herkunftsrichtung. "...da treibt sich ein ganzes Lager voller 'Arbeitskräfte' herum, was macht ihr euch die Mühe einen alten Mann wie mich zu behelligen, obwohl ihr Besseres bekommen könntet?" Der Pelgarer grinste freundlich. "Man sollte meinen ein großer Krieger wie ihr wüsste, wie man seine Zeit und Energie am sinnvollsten nutzt." Gekünstelt amüsiert lugte er unter dem Schatten seiner Kapuze hervor und hoffte auf eine Reaktion des Elfen. Wenige Wimpernschläge später fiel Allricks stichelndes Grinsen wieder zu seiner bitteren und ernsten Miene zusammen. Der Griff des Pelgarers festigte sich wieder um den Stab und er war bereit, sich zu verteidigen...

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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Das dunkle Volk » Montag 12. Juli 2010, 14:59

Hätten die Dunkelelfen Gedanken lesen können, hätten sie sich vermutlich noch mehr darüber amüsiert, was in Allricks Kopf vorging. Vor allem hätten sie vielleicht selbst überlegt, ihm zu sagen, warum sie noch warteten. Sie wollten nicht als erstes angreifen, denn das wäre zu leicht gewesen. Nein, sie wollten reizen und zu Dummheiten provozieren, um umso mehr ihren Spaß an ihm zu haben, ehe sie ihn ohnmächtig schlagen und nach Kosral schleifen würden. Wenn sie jedoch als erstes auf ihn losgehen würden, würden sie ihn sofort überwältigen können und hätten absolut keine Herausforderung erlebt. Gut, er wäre es auch so nicht, aber es würde zumindest einige Sekunden länger dauern.
Die Worte überraschten die Soldaten im ersten Moment.
Dann allerdings lachte der Anführer aus vollem Halse los und auch die anderen Beiden grinsten vor sich hin. Guter Witz, wirklich ein guter Witz!
Es schien ewig zu dauern, bis der Anführer sich halbwegs beruhigen und den Kopf schütteln konnte. "Der war gut, eindeutig, den muss ich mir merken.", spottete er und grinste den Delinquenten herausfordernd an. "Denkst du tatsächlich im Ernst, dass wir das nicht längst wissen? Wer sagt dir, dass unsere Männer nicht auch in dem Lager drin stecken? Oder wir von dort Arbeitskräfte beziehen?"
Gut, letzteres war noch nicht sonderlich häufig geschehen, aber eine Räuberbande, die sich Sklaven fing, konnte selbstverständlich nicht ohne dem Wissen der Dunklen Armee in einem besetzten, eroberten Gebiet bestehen.
Demnach war ihnen nicht neu, was der Mann da behauptete. Es war lediglich überraschend, dass er denen entkommen war, wenn er davon wusste.
"Ob wir ihn zurück bringen und ihnen überlassen sollen? Das wäre sicher auch nicht schlecht.", meldete sich einer der beiden hinteren Soldaten zu Wort.
Sein Anführer grinste ihn flüchtig an Allricks Schulter vorbei an.
"Wäre sicher keine schlechte Idee. Aber was hätten wir davon? Nein, sehen wir erst mal, wie widerstandsfähig er ist. Notfalls können wir ihn immer noch ins Lager schleppen.", erwiderte er, wobei er den zukünftigen Sklaven nicht aus den Augen ließ und noch breiter grinste.
Gerne hätte er jetzt gewusst, was dieser sich denken würde, wenn sie miteinander sprachen, ohne dass er sie verstehen könnte. Zumindest nahm er nicht an, dass dieses Menschlein etwas von Lerium, die Sprache des Feindes, verstand.
Wieder das Celcianische verwendend richtete er das Wort nun direkt an den Mann:"Na komm, was willst du mit deinem Stab, uns kitzeln und ein paar Splitter bescheren?"
Die Soldaten hinter Allrick lachten leise, hinterhältig und wissend.
Während er provozierend fortfuhr:"Wirf ihn weg und wir werden nett zu dir sein." Wobei er hoffte, dass der Typ das Gegenteil machen und endlich angreifen würde.
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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Allrick » Montag 12. Juli 2010, 19:48

Ein missgünstiges Schnaufen war alles, mit dem Allrick auf das Lob der Elfen bezüglich seines Humors reagierte. Spaß verstehen sie... Er war schwer in Versuchung genau im Gelächter mit seinem Stab zuzuschlagen, dennoch hielt ihn die Vernunft noch zurück. Die wollen, dass ich sie angreife... Arogantes Pack. Wissen genau, wie sie mich fertigmachen können... Langsam bekahm er fast das Gefühl, dass sich die ganze Welt scheinbar um ihn herum zusammenzog und alles immer näher kahm...

Hatte er etwa Angst? Nein, Pelgarer fürchten nichts und niemanden! Er wurde wütend; Das musste es gewesen sein, denn statt noch irgendetwas zu sagen, knirschte Allrick lediglich mit den Zähnen. Wie lange wollen die hier noch rumstehen und gaffen??? Er sah sich instinktiv noch einmal nach all den Gestalten um, die ihn umstellten. Sie begannen wieder, in einer für Allrick unverständlichen Sprache miteinander zu sprechen, er konnte nur Vermutungen anstellen worum es ging, auch wenn ihn der Inhalt inzwischen kaum noch kümmerte... Dieses Gezischel... es klingt alles gleich, das ist keine Sprache, das ist ein Brei aus Geflüster! Man sah ihm durchaus seine Nervosität an. Er war es nicht gewohnt, so in der Zwickmühle gehalten zu werden. Dieses scheinbare Hängen in der Schwebe machte dem Pelgarer doch allmählich die Knie weich. Er konnte es selbst nicht klar für sich empfinden, dennoch war es auffällig, wie er langsam innerlich zu schwächeln begann.

Es war aus für ihn, seine Instinkte gewannen die Oberhand. Als sich der offensichtliche Anführer der Elfen wieder an ihn wandte, köchelte tatsächlich der Zorn eines stolzen Mannes in ihm auf. Dieser Emporkömmling redet mit mir wie mit einem kleinen Kind oder einem betrunkenen Greis! Wenn ich schon nicht hier herauskomme, dann er auch nicht! Allrick schnaufte, festigte seinen Griff um den Stab und stürzte wutentbrannt auf den Elfen los. Den Stock auf den Kopf des Anführers gerichtet, das Messer griffbereit. Zu verletzt war sein Stolz, zu katastrophal seine Situation, alsdass er nun noch vernünftig sein konnte und wollte!

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Das dunkle Volk
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Re: Orientierungslos im Arus

Beitrag von Das dunkle Volk » Samstag 17. Juli 2010, 02:21

Das Zähneknirschen war deutlich zu hören, ein Zeichen dafür, wie viel Kraft dahinter stecken musste. Was die drei Soldaten nur noch mehr amüsierte und ihnen bestätigte, dass sie bald viel Spaß haben würden mit diesem Wicht.
Nur leider müssten sie gleichzeitig auch Rücksicht nehmen, sonst könnten sie ihn nicht mehr, wie eigentlich geplant, als Arbeitskraft einsetzen. Einen Tag könnte es vielleicht durchgehen, dass er nicht fähig dazu wäre, mehrere waren ausgeschlossen. Da würde es sich nicht lohnen, ihn am Leben zu lassen.
Auch konnte, vor allem der Anführer, immer deutlicher sehen, welche Wirkung allein ihre Anwesenheit bei ihm hervor rief.
Sein Grinsen wurde noch arroganter, obwohl das kaum möglich zu sein schien. "Er wird nervös.", klärte er seine Kumpane auf, sodass sie in dem Rücken ihres Opfers leise hämisch lachten.
Tja, sollte er ruhig, er hatte durchaus Recht damit, aufgeregt zu sein. Schließlich würde ihm bald eine gewaltige Ehre zuteil werden, egal, ob durch auszuführende Arbeiten oder die Unterhaltung, die er ihnen bieten würde dürfen.
Gewarnt durch das Schnaufen und den sich enger schließenden Fingern um den Stab, konnte der Anführer rechtzeitig reagieren, sonst hätte der Mann ihm womöglich gedroht den Schädel einzuschlagen. So wich er im letzten Moment aus und stellte Allrick ein Bein, sodass dieser strauchelte.
Sofort waren die beiden anderen Dunkelelfen auch bei ihm. Einer von ihnen packte ihr Opfer bei den Haaren, nachdem er ihm die Kapuze unbarmherzig gegenüber dem Material vom Kopf gezerrt hatte. Er riss ihn zurück auf die Beine, während der Zweite bereits seine Faust schleuderte, die direkt sowie zielsicher in der Magengrube landete, sodass ihm die Luft ausgehen würde.
Der Anführer hingegen trat nach Allricks Hüfte, sodass die Knochen bedrohlich knirschten. Gleich darauf traf ein zweiter Tritt direkt in die Kniekehlen, sodass er gar keine andere Wahl hatte, als dass er diese beugen musste. Somit hing er noch stärker im Griff des Soldaten, was an der Kopfhaut zerrte und auch einige Haare kostete. Doch das war noch nicht alles.
Die Fäuste und Füße flogen auf Allrick nur so ein, dass sich einzelne immer seltener ausmachen ließen. Die drei Soldaten kannten kein Erbarmen und irgendwann gingen bei ihrem Opfer auch die Lichter aus.
Sie hatten sich allerdings so sehr in ihr Vergnügen hinein gesteigert, dass die beiden Bogenschützen zu der Lichtung kommen und sie von weiteren, gröberen Taten abhalten mussten.
"Es reicht, Jungs. Wenn ihr weiter macht, ist er nicht mehr zu gebrauchen.", mahnte einer der Bogenschützen.
Die anderen Drei schnauften zwar schwer atmend, aber sie hörten ausnahmsweise darauf und stoppten ihr Handeln.
Stattdessen nahm der zweite Bogenschütze den bewusstlosen Körper und warf ihn sich über die Schulter. Die restlichen Sachen wurden ebenfalls mitgenommen, sie könnten noch nützlich sein.
So wurde Allrick, ohne etwas dagegen tun zu können, weggeschafft, an einen Ort, wo es ihm nicht besser ergehen würde als bisher.


Die Soldaten tragen Allrick nach: Die Festung
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