Reise durch den Arus

Dieser prächtige Wald liegt im Norden Celcias. Der Fluss Tangros lässt dieses Gebiet blühen. Ein einsamer Priester ließ sich in diesem Wald nieder und erbaute ein Kloster, aber auch die Nachtelfen blieben nicht ohne Taten.
Benutzeravatar
Asmodeus
Gast
Gast

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Asmodeus » Mittwoch 22. April 2009, 13:48

"Achte mehr auf deinen Wirt. Hole dir Rat von ihm, um herauszufinden, was sein Körper braucht. Du kannst es dir und Aurelius dann viel leichter machen." Asmodi schüttelt e sich. Diese Worte gingen ihm nicht mehr aus dem Kopf, sogar nicht einmal dann als er sich gerade die Steine aus dem Leib kackte. „RAHRHRHRH!“ Knurrte er. Bastard! Da war seine Achtsamkeit für Aurelius. Warum hast du nichts gesagt häh?! Dämlicher Bastard! Fluchte der Dämon ungehalten. Danke… Asmodi… Hauchte es leise im Geist des Dämons. „WAS?!“Brüllte er laut so dass es auch Mallahall hören mochte. Danke dass du es für mich ausgehalten hast… „SCHWEIG!“ Der Dämon kratzte sich wütend über den Kopf und sprang wild schnaubend herum. Es machte ihn wütend dass jemand ihm gegenüber Dankbarkeit zeigte. Dankbarkeit stank, war hässlich und unappetitlich.

Asmodi bewegte sich weit breitbeiniger und langsamer als sonst. Sein Hintern brannte und blutete wie ein brennendes und ausgeschlachtetes Schwein. Ausschlachten… jaaa DAS würde ihm jetzt gefallen! Am besten dieses dumme überbemutterte Pferd welches Mallahall so gerne Beritt.

Wütend stierte er Mallahall entgegen. „DU hättest mir den Bauch aufschlitzen und die Steine rausholen sollen!“ Fauchte er ihr entgegen. „Versagerin!“ Knurrte er ungehalten und trippelte langsam hinter dem Pferd her. Er rollte mit den Augen als sie ihm noch befahl Handschuhe anzuziehen! HANDSCHUHE! Er war ein Dämon! Wütend kam er auf sie zu und riss sie ihr aus den Händen um sie sich anzuziehen. Wie demütigend war denn dies? Jetzt musste er noch mit Damenhandschuhe herumlaufen. „RRHRHRHRHRHRH!“ Knurrte er immer wieder während er schmollend hinter dem Pferd herlief.

Die Nacht hüllte sie ein und die silberumrandeten Lichteinfälle des Mondes liessen die Illusion einer seltsamen Anderswelt aufkommen. Das bläuliche Glühen von Asmodis rauchenden Augen war momentan die einzige andere Lichtquelle. Neben dem lauten klacken der Hufen des Pferdes war das leise Trippeln von Krallen zu hören. Asmodi trug die Handschuhe, doch er hatte es sich nicht nehmen lassen deren Fingerspitzen mit seinen Krallen zu durchstossen.
Sag ihr dass dir der Hintern weh tut Dämon. Aurelius war aktiver als es dem Dämon lieb war. NIEMALS! Knurrte er zur Antwort und schnaubte verächtlich. Dass würde dir so passen dass sie beginnt dir an deinem Arsch rumzufummeln häh?! Asmodi sagte nichts sondern sprang hinter dem Pferd her.

Benutzeravatar
Erzähler
Gast
Gast

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 22. April 2009, 20:02


Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4182
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 13. September 2012, 09:35

Eáránë Fëfalas kommt von Das Reich der Nachtelfen -> Das Stadttor ins Reich der Nachtelfen -> Am Tor zum Nachtelfenreich

Sie verließen das Reich der Nachtelfen durch deren Haupttor und erklommen die unendlich viele wirkenden Stufen der Wendeltreppe, welche hinauf an die Oberfläche führte. Das Glück war ihnen hold, wenn man berücksichtigte, dass Nachtelfen von Glück sprachen, weil die Sonne ihre Haut nicht verbrannte. Es nieselte. Der Regen war allerdings keineswegs unangenehm. Er durchnässte nicht einmal großartig die Kleidung, nistete sich aber trotzdem im Stoff ein, so dass er kühler und klammer wirkte. Aber es war erträglich und allemal besser als eine Reise unter prallem Sonnenschein. Obwohl auch hier die dicht stehenden Nadelbäume des Arus ihren Teil dazu beigetragen und Akái, sowie Eáránë vor brennender Haut bewahrt hätten. Es drangen üblicherweise nur wenige Sonnenstrahlen durch das dichte Nadeldach. Der Regen kam da schon weitaus besser hindurch.
Wolf schnaubte, während die beiden Nachtelfen ihre Reise fortsetzten. Hier oben, an der Oberfläche Celcias und mitten im Wald, konnten sie sich ungestört unterhalten, ohne ihre Stimmen dämpfen zu müssen. Akái, der darum gebeten hatte, dass seine Begleiterin ihren Kristall der Schattenmagie befragte, lauschte zunächst nur ihren Worten, während er einen Schritt vor den anderen setzte. Er hob kurz die Hand, als sie von ihrer Freundin sprach und aus ihrer Stimme allein heraus zu hören war, wie sehr sie Miriel vermisste. Aber dem Elfen war das Aufblitzen der Tränen in ihren Augenwinkeln aufgefallen. Er hatte sie fortstreichen wollen, doch Eáránës Mantelärmel war schneller, so ließ er die Hand wieder sinken, ohne ein Wort zu sagen - jedenfalls so lange, bis Eáránë ihm ein Versprechen abnehmen wollte. Er schmunzelte wehleidig. "Als Spione im Namen der Stadtherrin haben wir wenig Entscheidungsgewalt darüber, was wir sagen und was wir verschweigen dürfen. Ich muss Mentára Tronás berichten, wenn sie etwas wissen will." Er hob den Kopf und erneut die Hand, dieses Mal aber, um sie seiner Gefährtin auf die Schulter zu legen. "Aber solange sie nicht fragt, sind die Informationen zu deinen Freunden bei mir sicher. Ich glaube kaum, dass sie überhaupt von ihnen weiß und so wird sie nicht einmal Fragen stellen. Außerdem sind wir jetzt unterwegs, weg von ihr. Mach dir keine Sorgen."

Sie marschierten weiter. Es ging unter Kiefern, Lärchen und einigen, wenigen Rotbuchen hindurch. Der Boden war mit altem Laub, vor allem aber Nadeln vergangener Jahre bedeckt. Überall knisterte und knackte es unter ihren Füßen. Lediglich Wolfs Schritte schienen so leichtfüßig, dass er kaum ein Geräusch verursachte. Hin und wieder raschelte es auch im Gestrüpp. Einmal scheuchte der weiße Wolf ein paar kleine Eichhörnchen auf, die ihre Nüsse für einen bevorstehenden Winterschlaf vergruben. Doch ansonsten traf nichts Ereignisreiches während der weiteren Reise ein. Das Interessanteste war immer noch das Gespräch zwischen Akái und Eáránë. Der Nachtelf schüttelte den Kopf, während er weiter ging. "Du sagtest, du willst meine Schülerin sein. Wir sind Spione des Nachtelfenreichs, folglich dienen wir Mentára Tronás - wir sind ihre Augen und Ohren. Wenn sie etwas über den Kristall wissen will und du ihn ausfragen kannst, dann solltest du es tun. Du dienst jetzt einem höheren Wohl, Eáránë. Du hast deinen Beitrag zu leisten, wie wir alle." Beim letzten Satz seufzte er und schritt etwas schneller, so dass er an ihr vorbei ging. Dann warf er einen Blick über die Schulter zurück. "Dieser Kerl heißt Moth, aber das weißt du bereits. Lass uns einen Handel eingehen. Ich erzähle dir von ihm und du fragst deinen Kristall, um mir dann diese Informationen zu geben." Akái schaute plötzlich irgendwie wehleidig drein. Wolf kam zu ihm gelaufen, ließ sich hinter dem Ohr kraulen, ehe er weiter trabte.
Bild

Benutzeravatar
Eáránë Fëfalas
Gast
Gast

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Eáránë Fëfalas » Mittwoch 7. November 2012, 00:08

Feine Regentropfen fielen auf sie herab, als die drei schon am Ende der endlos scheinenden Treppe angelangt waren. Durch die Dichte der Baumkronen kam nur sanfter und angenehmer Nieselregen hindurch. Es war ein angenehmes Gefühl auf der Haut und irgendwie auch erfrischend.
Als die junge Nachtelfe von ihrer Freundin Miriel sprach kamen ihr die Tränen. Akái hob schon seine Hand um diese wegzuwischen, doch Eáránë selbst kam ihm zuvor und trocknete sie mit ihrem Ärmel. Sie sah noch seinen Arm sinken, als sie dann zu ihm blickte. Die Diebin verlangte von ihm, dass er der Stadtherrin nicht die Dinge berichtete, die Eáránë ihm anvertraute. Zwar verlangte sie dies von ihm doch wusste sie, dass er dies nicht wirklich versprechen konnte. Oder vielleicht doch? Was wäre wenn es zum wirklich gefährlich wäre bestimmte Informationen an Mentára weiterzugeben? Würde Akái das Leben anderer riskieren nur um seine Herrin zufrieden zu stellen? Nur er selbst wusste, wie weit er gehen würde.
Die Nachhelfe spürte seine Hand auf ihrer Schulter. Nachdem er gesprochen hatte, atmete sie durch. Die Luft war kühl und frisch. Durch den Regen duftete der Wald ganz anders. Akái hatte recht, sie waren weg von Mentára und würden ihr so schnell nicht mehr begegnen.

Für eine kurze Weile schwiegen sie. Eáránë beobachtete Wolf, wie dieser leichtfüßig das eine oder andere Eichhörnchen aufschreckte. Man sah ihm wirklich nicht an, dass er sich so leise fortbewegen konnte. Die Schritte der beiden Nachtelfen erschienen hingegen wirklich laut. Die Nachtelfe unterbrach die Stille zwischen den beiden und sprach ihren Unmut aus. Sie sagte ihrem Begleiter ganz klar, was ihr im Moment nicht passte und was sie bedrückte. Schweigend lauschte sie seinen Worten. “Es ist aber kein höheres Wohl, wenn man das Leben anderer riskiert. Und wie weit geht eigentlich diese… ‘Loyalität’…? Beziehungsweise wie weit sollte es deiner Meinung nach gehen?” Sie sah ihn mit einem etwas traurigen Blick an, während sie neben ihm her lief. Dann begann er etwas schneller zu laufen. “Lieber opfere ich mein eigenes leben, als das leben von mehreren zu riskieren.” Sprach sie etwas leiser, vielleicht hörte ihr Gefährte ihre Worte noch. Er sah sie dann über seine Schulter hinweg an, die darauf folgenden Worte machten sie ein wenig wütend. Einen Handel?! Und welch ein schlechter Handel er doch verlangte. Die Nachtelfe begann dann auch etwas schneller zu laufen, sodass sie ihn einholte. “Dies ist ein schlechter Handel Akái! Du scheinst nicht zu ahnen welch eine Gefahr es ist Informationen über die Kristalle an die falschen Personen weiterzugeben.” Sie stellte sich vor ihm hin und sah ihm direkt in die Augen. “Meine Aufgabe als Hüterin des Schattenkristalls nehme ich sehr ernst! Ich diene dem Schattenkristall und meinem Volk. Und für die Sicherheit anderer würde ich mein Leben riskieren, auch wäre ich bereit es zu opfern. Die Loyalität meiner Freunde und meinem Eid gegenüber ist stärker als die Loyalität zu Mentára Tronás.” Sie atmete tief durch. “Ja, ich bin bereit deine Schülerin zu sein. Ich bin bereit unter Mentára als Spionin zu dienen. Doch erkläre ich mich nicht dazu bereit den Untergang anderer zu verantworten. Ab einem bestimmten Punkt sollte ein Spion seinen Verstand einsetzen und abwägen was nun tatsächlich erzählt werden sollte oder nicht. Ein Spion sollte aber nicht nur seinen Verstand benutzen sondern auch darauf hören.” Eáránë legte ihre zierliche Hand auf seinen Brustkorb, wo sein Herz schlug. Sie konnte es deutlich pochen spüren. “Bitte… Verstehe doch die Lage in der ich mich gerade befinde.” Auch ihr Blick wurde wehleidig und traurig. Ihre Hand nahm sie aber noch nicht von seiner Brust weg.
Wieder herrschte Schweigen. Es war nur noch der Regen zu hören. Sanft nieselte es auf das Haupt der jungen Nachtelfe, die vor Akái stand und ihm tief in die Augen sah. Ihr weißes Haar wurde ein wenig nass, da sie ihre Kapuze nicht trug.

Benutzeravatar
Gestalt
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 667
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:13
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Gestalt » Mittwoch 1. Mai 2013, 12:26

Sie hatten beide einen neuen Auftrag, genauer gesagt zwei. Eigentlich sollten sie wieder nach Kosral gehen, herausfinden, was dort vor sich ging. Zum anderen sollten sie mehr über Eáránës Schattenkristall herausfinden. Dazu wollte Akái einen gewissen Nachtelfen namens Moth aufsuchen, der selbst Schattenmagier war und sich offensichtlich auch mit der Verarbeitung von Edelsteinen auskannte. Die ideale Kombination, um sich Informationen zu beschaffen. Allerdings hauste er angeblich in Andunie oder war dort zuletzt gesehen worden. Ihr Weg sollte sich demnach zuerst dorthin führen. Akái zeigte Loyalität gegenüber seiner Stadt und deren Herrin, aber Kosral war ihm momentan einfach zu gefährlich. Er hatte Mentara Tronás gewarnt. Sie wusste nun Bescheid, konnte entsprechende in den Kasernen des Nachtelfenreiches einleiten. Mehr war im Grunde nicht nötig. Sie würde andere Spione aussenden, sollte sie zu lange nicht mehr von Akái hören und der hatte aktuell keine Lust, ihr Botschaften zu schicken. Weil er nicht nach Kosral wollte. Außerdem gab es noch einiges zu klären, hier mitten im Wald Arus, mitten im Regen.
"Es geht immer zunächst um das Wohl der Nachtelfen, Eáránë. Das musst du lernen. Lerne, wem du dienst. Wer hinter ihr steht, den hast du zu schützen. Alle anderen sind die Bauern auf der anderen Seite des Schachbretts." Er machte somit sehr deutlich, dass er bereit war, Leben anderer zu riskieren. Das Leben von jenen, die zufällig nicht auf jener Seite standen, für die er sich entschieden hatte, aber konnte man es ihm verübeln? Er war Spion, diese hatten keine Konfliktentscheidungen zu treffen. Sie sammelten Informationen und lieferten sie. Dafür erhielten sie entsprechend Lohn. Die einzige Entscheidung, die sie in diesem Spiel aus Heimlichtuerei, Intrigen und Lügen trafen, war jene, auf welche Seite sie sich stellten. Und Akái schien nicht der Elf zu sein, der zwischendurch die Seiten wechselte. Sicher, solche gab es auch, doch er bewies hier Loyalität.
"Du musst aufhören, so selbstlos zu denken, meine Schülerin", sprach er weiter, als er schon ein Stück voraus gegangen war. Den Kopf hielt er etwas gesenkt und anscheinend fielen ihm die Worte nicht leicht, die er aussprach. Aber er hielt seinen Redefluss nicht auf. "Es wird immer jemand die Konsequenzen zu spüren bekommen, die durch deine Art zu handeln entstehen." Die Nachtelfe stand jetzt vor ihm, hatte ihn eingeholt und sie legte ihre zarten Finger an seine Brust. Akái schaute darauf herab. Er schwieg, lauschte ihren Worten, aber seine Aufmerksamkeit schien nur diesen kleinen Händen zu gelten. Das Herz darunter pochte mit neuer Heftigkeit. Sie würde wol spüren, wie es zu rasen begann und mit welcher Intensität es plötzlich gegen den Brustkorb hämmerte. Nach außen hin zeigte sich Akái allerdings vollkommen ruhig. Ein Seufzen huschte über seine Lippen. Leicht schüttelte er den Kopf. "Du bist keine Spionin und mit dieser Einstellung wirst du niemals eine sein. Auf dem Pfad der geheimen Informationsbeschaffung hast du keine Freunde. Denn dann passiert genau das. Ich sage nicht, dass ein solches Leben angenehm ist. Ich sage nicht ...", er legte seine eigene Hand auf jene von Eáránë, "... dass ich nicht einsam bin oder mich nicht nach Freundschaften sehne. Es war falsch, zu glauben, du könntest mir in eine solche Lehre folgen. Es war der Wunsch nach deiner Nähe. Gemeinsam diesen Weg zu gehen, um nicht vollkommen allein zu sein. Wenn dir deine Freunde so wichtig sind, entbinde ich dich als meine Schülerin. Dann solltest du nicht das werden, was ich bin."
Akái betrachtete sie. Er ließ den Blick über ihr regenfeuchtes Haar wandern, an ihrer Haut entlang und zu ihren Augen. Die Einsamkeit sprach aus seinen. Offenbar war er mit seiner Idee, sie zur Spionin ausbilden zu wollen, nicht der Förderung ihrer Talente gefolgt, sondern einmal etwas, das über den Verstand eines Spions hinausging: seinem Herzen.
Bild

Benutzeravatar
Eáránë Fëfalas
Gast
Gast

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Eáránë Fëfalas » Samstag 6. Juli 2013, 13:28

Nasse Haarsträhnen klebten der jungen Nachtelfe im Gesicht. Sie stand vor Akái und sah ihm direkt in die Augen. .Als dieser zu ihr sprach, achte er ihr seine Position deutlich. Natürlich war das Volk der Nachtelfen für sie sehr wichtig, doch hing ihre Existenz von der Existenz Celcias ab. Und Eáráne fühlte sich verpflichtet Celcia so gut es ging zu beschützen. Dies versuchte sie, indem sie auf den Kristall aufpasste. Die Diebin überlegte, wie sie es ihm denn noch sagen konnte. Warum verstand er denn ihre Lage nicht? “Akái…” Begann sie dann nach einer kurzen Weile. “Das Wohl unseres Volkes hängt auch vom Wohl Celcias ab. Versteh doch, dass man selbst mit Informationen über die Kristalle vertraulich umgehen sollte. Einen der Kristalle zu tragen ist eine sehr große Verantwortung, die über die Loyalität des eigenen Volkes hinausgeht. Gerät einer der Kristalle in die falschen Hände, so ist Celcia gefährdet und dadurch auch das eigene Volk. Es könnte das Ende unseres Volkes bedeuten, wenn auch nur Informationen auf die falschen Ohren treffen könnten. Verstehst du mich jetzt? Es geht hier nicht nur um meine Freunde. Es geht um viel mehr.”
Als sie ihre Hand auf seine Brust gelegt hatte, spürte sie, wie heftig sein herz gegen seinen Brustkorb pochte. Für einen kurzen Moment zögerte sie noch, dann versuchte sie weiterhin auf ihn einzusprechen. Eáráne war zwar nicht richtig aufgebracht, aber sie sprach etwas emotionaler und gefühlsbetonter als vorher. Die junge Frau begann zu zittern. Es war nicht heftig, nur ganz leicht, irgendwie war sie recht aufgewühlt. Sie konnte es sich selbst nicht erklären warum. Die Hand, die auf seinem Brustkorb lag hielt sich leicht an seiner Kleidung fest. Viel mehr so, als würde sie befürchten, dass er gehen und sie alleine lassen würde. Vor allem seine folgenden Worte verstärkten diese Befürchtung. Ihre Hände zitterten etwas mehr und mit einem geschockten Blick sah sie ihren Begleiter an. Nun war sie vollkommen aufgewühlt. Einerseits war sie verletzt darüber, dass er darüber nachdachte sie aus ihrer Lehre zu entbinden. Dann war sie ein wenig über seine Worte verwirrt, dass er sie bei sich haben wollte. Wobei sie sich viel mehr über diese Worte freute als, dass diese sie verwirrten.
Für eine ganze Weile herrschte dann Schweigen zwischen den beiden. Irgendwann kam die Nachtelfe dem Spion näher und umarmte ihn dann. “Wie kannst du so was nur sagen?” Flüsterte sie in sein Ohr. “Glaube mir, ich hab es mir gut genug überlegt. Würde ich keine Spionin werden wollen, dann wäre ich jetzt nicht deine Schülerin! Ich bin aber auch Hüterin des Schattenkristalls und habe somit noch sehr viel mehr Verantwortung zu tragen.” Eáráne machte eine kurze Pause. “Ich habe nicht nur eine Verantwortung gegenüber unserem Volk, sondern auch gegenüber Celcia. Weshalb ich es auch ganz praktisch finde… Eine Lehre als Spionin anzufangen.” Die Nachtelfe gab ihm dann einen sanften Kuss auf die Wange, umarmte ihn aber weiterhin. “Bleib bitte bei mir…”
Zuletzt geändert von Eáránë Fëfalas am Mittwoch 31. Juli 2013, 00:31, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4182
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 10. Juli 2013, 12:53

Akái beobachtete Eáránë. Er ließ sich nicht beirren, schaute ihr weiterhin in die Augen, aber als sie sprach, ergriff er ihre beiden Hände. Wie klein sie waren und so weich, dennoch steckte in diesen zarten Fingern eine Menge Kraft und hinter der hübschen Hülle, die sich der Nachtelf betrachten durfte, wusste er, verbarg sich eine stärkere Seele als die seine.
Sanft strichen seine Daumen über Eáránës Handrücken. Der grün leuchtende Blick lag immer noch auf ihr. "Du solltest deinem Volk vertrauen. Außerdem befindet sich der Kristall in guten Händen - in deinen. Du entscheidest, dennoch werde ich meinen Auftrag erfüllen. Du magst noch keine Spionin sein, Schöne, weshalb du vielleicht dieses Verständnis noch nicht aufbringen kannst. Aber ich kann es und ich kenne meinen Platz. Spione sind Werkzeuge des Volkes. Wir arbeiten und dienen so lange, bis wir unbrauchbar werden. Also gib dein Bestes in dieser brauchbaren Zeit, damit durch deine Kraft etwas geschaffen werden kann, das deinem Volk dient." Er teilte ihr sein Weltbild mit. Das Verständnis, das man ihm auf dem Weg seiner Karriere beigebracht und wohl auch vollends eingeflößt hatte. Als Spion war er nicht für seine eigenen Bedürfnisse unterwegs. Er schuf sich eine eigene Meinung, lebte aber nicht nach ihr. Er diente, mehr wohl noch als ein einfacher Soldat. Das waren seine Ansichten.
Akái ließ Eáránës Hände dann los, von denen sich eine direkt über sein Herz legte, das sofort mehrere Takte schneller schlug. Er hielt den Atem an. Weiterhin ruhte sein Blick auf ihr, wenn er jetzt auch etwas flackern mochte. Eignete sich die Nachtelfe wirklich für seine Welt; eine Welt der Spionage, Heimlichtuereien und des Daseins als jemand, der nur benutzt wurde und sich auch bewusst benutzen ließ? Er begann zu zweifeln, doch gehen lassen wollte er sie auch nicht. Ihre Nähe machte ihn benommen und er konnte die Umarmung kaum erwidern, so perplex stand er nun dicht an ihr heran, lauschte ihren Worten. Sein Mundwinkel zuckte.
"Ich bete zu Manthala, dass dir dein Verantwortungsbewusstsein hinsichtlich des Kristalls nicht im Weg stehen wird, wenn ich dich weiter ausbilde. Und ja ... natürlich bleibe ich."

Wolf, der beide beobachtete, senkte etwas den Kopf und entschied sich plötzlich dafür, lieber in der näheren Umgebung herum zu streunen und der aufmerksame Wächter der Gruppe zu sein. Eáránë und Akái waren schließlich mehr als beschäftigt. Der Nachtelf legte eine Hand an den Rücken seiner Begleiterin und Schülerin, strich dort sanft entlang. "Wie gehen wir nun weiter vor? Da du gegenüber der ganzen Welt eine Verantwortung hast, sollte ich mich nach dir richten, um dir keine Steine in den Weg zu legen."
Bild

Benutzeravatar
Eáránë Fëfalas
Gast
Gast

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Eáránë Fëfalas » Mittwoch 31. Juli 2013, 01:44

Waehrend die Nachtelfe zu ihrem Begleiter sprach, nahm er ihre Haende in die seine. Kurz stockte sie, sprach dann aber weiter. Er sah ihr in die Augen und streichelte mit seinem Daumen ueber ihren Handruecken. Er hielt sie noch immer, auch waehrend er begann zu ihr zu sprechen. Akai schien wohl doch zu verstehen in was fuer einer Situation sich die junge Fau befand. Sie befand sich gerade in einer Zwickmuehle und musste sich entscheiden, was wichtiger war. Entweder diente sie Tronas, indem sie ihr alles ueber den Kristall erzaehlte was sie in Erfahrung bringen wuerde, oder sie schwieg und diente somit ihrem Kristall und Celcia. Eigentlich fiel ihr die Entscheidng nicht schwer. Aber Akai machte es ihr ein wenig schwer, wenn auch nicht bewusst oder gar gewollt. Es tat ihr naemlich leid, dass sie es nun ihm schwierig machte und es wuerde auf ihn zurueckfallen. Earane wollte nicht, dass er wegen ihr bestraft wuerde. Sie hatte ihn schon zu sehr in ihr Herz geschlossen.
Die Diebin und angehende Spioninlauschte schweigend seinen Worten und erwiederte seinen Blick. Sein Weltbild stimmte sie ein wenig traurig und sie empfand grosses Mitleid mit ihm. Was hat dieser Mann nur durchmachen muessen, dass er scheinbar keinen Wert auf seine eigene Meinung legte? Akai liess ihre Haende los, die Nachtelfe legte einer ihrer Haende aber auf seine Brust. Es herrschte Stille zwischen den beiden.
Die Frau konnte nicht anders las ihn zu umarmen. Er erwiederte diese zunaechst nicht, doch sprach sie wieder zu ihm. Es war aber mehr ein Fluestern. Seine Antwort kam sofort und es fiel ihr ein Stein vom Herzen, als er bestaetigte, dass er bei ihr bleiben wuerde. Sie konnte ein ein Laecheln nicht verkneifen, das er nicht sehen konnte, da sie sich noch umarmten. "Ich hoffe auch, dass es mir nicht im Weg stehen wird." Und sie hoffte dies wirklich. Ungern wuerde sie die Ausbildung abbrechen. Waehrenddessen lief Wolf ein wneig herum, um auch die Umgebung im Auge zu behalten. Dies bekam seine Freundin eher am Rande mit, da sie sich noch Akai widmete. Dieser hatte eine Hand auf ihren Ruecken gelegt und strich sanft ueber diesen.
Earane loeste, wenn auch zoegernd, die Umarmung nachdem ihr Begleiter zu ihr gesprochen hatte. Sie sah erst ihn nachdenklich an, guckte kurz nach oben und schloss ihre Augen. Der Regen rieselte sanft auf ihr Gesicht und er hatte eine angenehme Temperatur. Die junge Nachtelfe atmete tief ein und langsam wieder aus. Nach einer Weile des Nachdenkens sah sie wieder zu Akai. Sie zuckte mit den Schultern. "Wir haben nach wie vor einen Auftrag zu erledigen. Lass uns usneren Weg weiter fortsetzen. Lass uns diesen Moth suchen. Ich werde Tronas aber bestimmt nichts ueber den Kristall verraten, das schonmal im Vorraus und ich hoffe, dass sie ihr Interesse daran verloren hat und dich nicht danach fragen wird, nachdem sie erfuhr, dass die Kristalle nicht mehr ihre urspruengliche macht besitzen. Wobei wir genug Zeit haben um ein Schlupfloch zu finden, sollte sie dich doch fragen." Mit ihrem Blick gab sie Akai zu verstehen, dass sie auch seine Situation verstand. Beide befanden sich in einer Zwickmuehle.
Wobei Earane ihre eher zu seiner machte, weshalb sie entschuldigend zu ihm blickte. Sie seufzte schwer. "Es tut mir so furchtbar leid, dass ich dir solche Schwierigkeiten bereite..." Und diese Entschuldigung war ernst gemeint. Sie fuehlte sich eher wie eine Last fuer ihn, als dass sie ihm irgendwie half. Umso mehr wunderte es sie, dass er sie scheinbar so gerne um sich hatte. Aber irgendie freute es sie.

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4182
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Freitag 9. August 2013, 11:41

Akái machte deutlich, dass er die Lage seiner Begleiterin verstand. Ach, natürlich verstand er! Es war für ihn sicherlich auch nicht das erste Mal, dass er sich in einer ähnlichen Zwickmühle befunden hätte. Die Bürde eines Spions erforderte absolute Loyalität gegenüber dem Auftraggeber und wenn das die Stadtherrin des Nachtelfenreichs war, dann musste man sich eben ihr beugen. Soldaten hielten es nicht anders. Sie dienten meist ihrem Hauptmann und jener beugte das Knie vor einem Regierenden.
Akái hatte sich in dieser Hinsicht entschieden. Er war ein Diener seines Reiches und dessen Stadtherrin. Eáránë befand sich nach wie vor im Zwiespalt. Behutsam versuchte der Nachtelf, ihr die Sorgen zu nehmen. Er nickte. "Wir suchen Moth. Es hieß, er befindet sich nahe Andunie. Dann gehen wir dorthin. Alles andere wird sich klären, sobald wir ihn gefunden haben - die Informationen zum Kristall und weiteres. Lass uns darüber noch nicht nachdenken. Es ist nicht deine Schuld." Er wagte sich etwas vor, neigte sich der Nachtelfe entgegen. Im letzten Moment schloss er seine leuchtenden Augen, wandte sein Gesicht ab und stricht ihr nur wiederholt an der Wange entlang. "Du hast Recht, wir sollten weiter."
So stapfte er voran durchs Dickicht. Kaum dass Wolf dies bemerkte, war er wieder an Eáránës Seite. Fragend winselnd schaute er zu ihr auf, doch das Trio setzte seinen Weg fort. Sie wanderten lang und es war nicht gerade einfach. Der Wald bot ihnen Nahrung im Überfluss. Sie reisten bei Nacht, denn am Tage drangen Sonnenstrahlen selbst durch das dichte Nadeldach des Arus und sie mussten ihre Haut schützen. Schließlich näherten sie sich nach Tagen den einstigen Ruinen von Kosral, jetzt neu erwachte Stadt und regiert von den dunklen Völkern. Noch waren sie weit genug fort, um unentdeckt zu bleiben.
"Ich weiß, unser Auftrag beinhaltet auch, weitere Informationen über die Stadt und ihre Bewohner zu ermitteln, aber es ist zu gefährlich und Moth hat für mich höhere Priorität. Lass uns auf dem Rückweg nach dem Schicksal Kosrals schauen", hauchte Akái und entschied so für beide. Sie reisten weiter. Dieses Mal musste es noch vorsichtiger voran gehen, denn im Neldoreth gab es plötzlich dunkelelfische Patrouillen. Orks spazierten mit Wargen an der Leine durch den Wald, machten diesen unsicher. Zum Glück entkamen die beiden Nachtelfen ihnen immer rechtzeitig, denn Wolf suchte ihnen die sichersten Fährten. Es dauerte weitere Tage beschwerlicherer Reise und als ihre Vorräte langsam zu Ende gingen, fanden sie den Ilfar, der sie aus dem Neldoreth und auf die Stille Ebene führte. Sie folgten dem Flusslauf.

weiter bei: Die Stille Ebene -> Das Fischerdorf -> Rast im Fischerdorf
Bild

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4182
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Montag 3. März 2014, 22:39

Dormian kommt von --> Das Grasland --> Die Reise beginnt

Einige Zeit war nun schon verstrichen, seit Dormian Arboris das letzte Mal diesen Wald betreten hatte. Nun befand er sich auf einer neuen Reise, neue Möglichkeiten würden sich ergeben, doch schon wieder musste er diesen für ihn wohl unfreundlichen Ort betreten. Es würde ihm aber nichts weiter übrig bleiben, denn schließlich ist dies der kürzeste Weg, sein Ziel zu erreicht: die Troll-Stadt Kroar.
Nach nur kanpp über einem Tag Wanderung hatte er den Wald erreicht. Die Ausläufer der Bäume reihten sich aneinander, liesen jedoch genügend Platz um einen Blick weiter voraus werfen zu können. Wald, bestehend aus Nadelbäumen bot einem einen wunderschönen Anblick, romantisch würde ihn so mach ein verliebtes Pärchen bescheiben. Grün über Grün "blühten" die Nadeln der Bäume, hohe braune Stämme säumten kaum sichtbare Pfade. Buschwerk und mit Moos durchdrungenes Gras bedeckte den Boden.

Es war noch nicht einmal ein halber Tag verstrichen, seit Dormian sein letztes Nachtlager verlassen hatte. Auch weiterhin war nicht sonderlich viel geschen, hin und wieder hatte er einen Vogel sehen können, aber von anderen Menschen war weit und breit keine Spur gewesen. Eigentlich seltsam, warum mochte wohl keine Seele unterwegs sein? Es sollte doch bestimmt zumindest Händler geben, die von einem Ort zum nächten reisten, aber selbst diese waren niergends zu erspähen gewesen.

Nun stand der junge Adept vor den Ausläufern des gigantischen Waldes. Sein kleiner Freund hockte ihm auf der Schulter, schaute ebenfalls in das neue Gebiet hinein.
Bild

Benutzeravatar
Dormian Arboris
Gast
Gast

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Dormian Arboris » Dienstag 4. März 2014, 11:24

Dormian betrachtete die alten Fichten und Tannen, die sich wie eine braungrüne Mauer vor ihm auftürmten. Die rechte Hand schloss sich ruhig und doch fest um seinen Wanderstab, die Linke strich Elias über die Wange. Der Erdmagier hatte schon viel über den Arus gelesen. Sowohl die romantischen, als auch die finsteren Auslegungen der Schatten des Waldes. Die Nachtelfen hausten dort, ebenso wie andere Kreaturen, die sich sonst nirgendwo wohlfühlten. Er hatte einmal eine Geschichte von einem Jäger gelesen, der die Wölfe des Arus anführte und selbst zu einem solchen geworden war. Ob sie der Waheit entsprach? Dormian holte tief Luft und setzte einen Fuß vor den anderen in die dumpfe Stille des Waldes hinein.
"Die Sonne scheint sich alle Mühe zu geben, nicht wahr, mein Freund?", raunte Dormian gegen die drückende Stille an, als er der warmen Sonnenstrahlen gewahr wurde, wenn er die sonnigen Flecken inmitten der Düsternis betrat, die sich durch die dicht aneinanderstehenden Bäume kämpften. Das Eon-Männchen zitterte leicht und wühlte sich in die geborgenen Untiefen der Kapuze seines Herrchens, der sich ein beruhigendes Lächeln aufzwang. Mit der Sicherheit von Zyranus´ Straßen hatte dieser Ort trotz der romantisierten Atmosphäre nicht mehr viel gemein.

Etwa eine Stunde später blieb Dormian stehen, um eine kurze Rast einzulegen. Der Pfad hatte ihn bis jetzt zielstrebig in die gleiche Richtung geführt, nichts Ungewöhnliches war geschehen. Seufzend und froh, seinen Füßen eine Rast zu gönnen, ließ er sich auf einem Stein am Wegesrand nieder und kramte aus seinem Rucksack das Schwarzbrot seiner Mutter hervor. Er brach sich ein Stück davon ab, verstaute es wieder und begann, darauf herumzukauen. Die Umgebung im Auge behaltend, reichte er ein paar Krümel seiner Mahlzeit mit der Hand nach hinten, woraufhin Elias hervorgekrochen kam, um schnurrend auch sein Mahl zu verputzen. Der Erdadept griff sich einen kleineren Stein und konzentrierte sich auf die Magie in seinem Inneren.
"Urgeist, weise mir den Pfad deiner Macht. Zeige mir den Norden, du mächtiger Fels unter meinen schwachen Füßen", murmelte er und ließ den Kiesel mit einer fließenden Handbewegung vor sich auf den Pfad fallen. Sofern der Urgeist ihn erhörte, würde der Stein sich nach der Landung, nachdem er ruhig liegen blieb, ein paar Fußlängen nach Norden hüpfen. Neugierig betrachtete das Eon die Gebärden seines Meisters und setzte einen fragenden Gesichtsausdruck auf, während sein kleiner Schweif sanft hin und herwiegte, während die Ohren trotzdem in alle Himmelsrichtungen huschten. Wer wusste, welche Kreaturen sich wirklich hier verbargen...

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4182
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Sonntag 26. April 2015, 12:47

Der Stein kullerte raschelnd noch ein kleines Stück über den mit abgestorbenen Baumnadeln übersäten Waldboden, ehe er liegen blieb. Ein, zwei Herzschläge lang schien dann gar nichts zu passieren, und Elias schnupperte bereits desinteressiert an Dormians Kapuze. Wer wusste schon, wozu die Menschen Steine durch die Gegend warfen?
Aber dann kam doch Bewegung in den Kiesel: er rollte ein sehr kurzes Stück, dann hüpfte er gar, wie von einem Miniatur-Erdbeben geschüttelt über den Boden und zeigte damit recht deutlich eine Richtung an. Grob in diese Richtung verlief auch der Pfad weiter, wich aber etwas in östlicher Richtung ab. Wer wohl überhaupt diesen Pfad nutzte und wohin er führte?

Zum Glück musste Dormian nicht fürchten, wieder an die gleichen Stellen zu kommen wie auf seinem Weg, um die entführte Leliana und die anderen Mädchen zu retten - das alte Gut der Familie Faust befand sie eher in südöstlicher Richtung.
Aber würde dieser Pfad, auf dem er sich jetzt befand, ihn ernsthaft direkt in die Trollstadt Kroar bringen? Wer würde da schon hin wollen? Ein Handelsweg nach Morgeria war genauso absurd. Am wahrscheinlichsten schien es, dass dieser gutteils nach Norden verlaufende Pfad zu diesem seltsamen Kloster führen würde, von dem Dormian mal gelesen hatte, als er sich mit der Geographie rund um Zyranus befasste. Das Kloster war dabei genannt worden, weil dort die Energiemagie gelehrt wurde, was für Magier immerhin ein wissenswertes Detail zu sein schien. Davor durchschnitt der Fluß Tangros den Arus.
Deutlich vorher würde sich Dormian jedoch in östliche Richtung bewegen müssen. Ob es in diese Richtung dann überhaupt Wege gab? Immerhin... ein Blick in die Tiefen des Waldes bestätigte wieder einmal das, was er bisher schon über den Arus gelernt hatte: Mit dichtem Unterholz hatte man eher selten zu kämpfen, und durch die unten oft noch kahlen Stämme hatte man meist einen recht guten - und eintönigen - Überblick. Moose herrschten am Boden vor, und immer wieder dürre Zweige von jungen Birken, Espen oder anderen Gewächsen, die versuchten, sich einen Platz an der Sonne zu erobern. Wenn es doch unwegsam wurde, handelte es sich ab und an um Heckengewächse, die größere Flächen einnahmen, wie Blaubeeren oder Heckenkirschen. Jetzt im Herbst mochten diverse Früchte oder auch Pilze sogar reif sein und wären eine schöne Ergänzung des Speiseplans - wenn man wusste, was genießbar war...

Während der junge Magier seine Gedanken in diese und jene Richtung schweifen lassen mochte, setzte er seine nächsten Schritte... als der geworfene Stein plötzlich noch einmal hüpfte. Mit einer deutlichen Zeitverzögerung zu seiner vorigen Bewegung und, soweit Dormian es einschätzen konnte, in nordöstliche Richtung.
Elias miaute fragend, kletterte ein kurzes Stück an Dormian hinunter um auf den Boden zu springen und sich vorsichtig diesem lustigen großen Kiesel zu nähern und ihn zu beschnuppern. Aus magietheoretischer Sicht konnte der Erdmagier sich keinerlei Reim auf dieses gerade beobachtete Phänomen machen. Er hatte doch nicht geträumt oder sich was eingebildet? Was war das jetzt?
Bild

Benutzeravatar
Dormian Arboris
Gast
Gast

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Dormian Arboris » Freitag 1. Mai 2015, 17:36

Der junge Erdmagier nickte zufrieden, als sein Zauber die erwartete Wirkung erzielte und ihm den Weg nach Norden zeigte. Er wusste zwar nicht, ob diese Richtung einzuschlagen der schnellere Weg war, Kroar zu erreichen, doch er vertraute auf seine Studien bezüglich der Pfade und Wege des Arus und machte sich daran, seinen Weg fortzusetzen. Dormian schnalzte mit der Zunge und setzte den ersten Fuß voran, als etwas Seltsames geschah. Der von ihm verzauberte Stein machte einen weiteren Satz nach Nordosten. Der Zyraner verharrte und sah ungläubig auf den Kiesel hinab, der sich ohne sein Zutun ein weiteres Mal bewegt hatte. Jetzt verstand er auch, weshalb sich Elias an seinen Kleidern nach unten geschlängelt hatte.
"Nanu?", entfuhr es ihm ungläubig und er bückte sich nach dem Steinchen. Es schien auf den ersten Blick völlig normal zu sein... ein Stein eben. Dormian richtete sich wieder auf und sah sich aufmerksam um. Elias miaute und spitzte die Ohren nach allen Richtungen. Wenn sich wilde Tieren oder andere Menschen nähern würden, so konnten sie das feine Gehör seines pelzigen Begleiters nur schwer austricksen. Doch das Eon verhielt sich recht gewöhnlich. Kein Magier oder ein anderes Lebewesen schien sich in der Nähe aufzuhalten, wenn man von dem verhaltenen Vogelzwitschern absah. Dormian schloss die Augen und griff seinen Stab fester. Er suchte nach der Magie in seinem Inneren, berührte sie und weckte sie sanft, um ihr einen Zauber zu entlocken.
"Verrate mir...", wisperte er konzentriert und mit leiser Stimme, "...wer wandelt auf meinen Pfaden?"

Dormian wirkte den Erdbefragungszauber. Er versuchte, herauszufinden, was sich in seiner Nähe auf dem Boden befand oder sich bewegte. Für ihn fühlte es sich stets so an, als würden sich Wurzeln durch seine Stiefelsohlen in das Erdreich darunter graben und wie tastende Fühler die Umgebung auskundschaften. Berührten sie beispielsweise ein Kaninchen, so wusste er, wo sich dieses gerade befand. Der Magier beschloss, einen etwas größeren Bereich auszukundschaften, auch wenn dies um einiges anstrengender werden sollte. Sein Vertrauen galt Elias, dass sich nichts in unmittelbarer Nähe aufhielt. Er würde schon den Zauberer oder das Phänomen finden, dass soeben seinen Kiesel hatte hüpfen lassen. Sofern sich nichts auffand, wollte er den Weg nach Nordosten fortsetzen. Vielleicht war der zweite Hüpfer ja ein Zeichen gewesen?

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4182
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Dienstag 5. Mai 2015, 14:12

"Verrate mir...", wisperte er konzentriert und mit leiser Stimme, "...wer wandelt auf meinen Pfaden?"

Die Wahrnehmung des jungen Magiers verschob sich wie gewohnt und er spürte den "Sinnen" der Erde nach, die er gerade um Auskunft fragte. Aber wo sollte er mit der Suche beginnen? Nun ja, zunächst gewiss dort, wo der Kiesel sich bewegt hatte... was nicht weit weg von ihm war. Und nach was wollte er suchen? Vorzugsweise wohl menschenähnliche Wesen, aber auch Tiere waren als Ursache für das Beobachtete vermutlich nicht völlig auszuschließen. In der unmittelbaren Nähe des Steins ließ sich kaum aufschlussreiches finden. Sobald Dormians Gespür etwas tiefer ging, begann er bereits, auf die ersten Käfer unter den abgestorbenen Nadeln oder gar auf Geschöpfe wie Regenwürmer innerhalb der Erde zu stoßen... wenig hilfreich.
Durch seine Übungen und sogar durch das Wissen seines Urahnen, auf das Dormian teilweise zurückgreifen konnte, war er wenigstens recht versiert darin, den "Sinnen" der Erde die gewünschten Informationen zu entlocken. Schließlich konnte ihm der Boden im Prinzip nur mitteilen, welches Gewicht auf ihm ruhte und in welcher Form; der Magier konnte also unterscheiden, ob irgendwo zwei gefüllte Stiefel auf der Erde standen oder vier Hufe und daraus seine eigenen Schlüsse ziehen.
In der Nähe des Steines schien zwischen einigen Blättern eine Kröte oder ein größerer Frosch zu hocken - hatte das Tier etwa von ihm unbemerkt den Stein auf dem Rücken gehabt oder ihn beim Hüpfen weggeschleudert? Dormian hätte aber keine andere Bewegung oder gar das Tier selber in dem Moment gesehen. Hatte er zu wenig darauf geachtet? Es schien ihm eher abwegig, wenn auch nicht unmöglich.

"Wer wandelt auf meinen Pfaden?" - eine ebenfalls eher wenig präzise Angabe, und ein Teil des Zaubers, der solche Worte als Richtlinie verwendete, weitete die Suche zunächst auf den Bereich aus, den Dormian zuvor längs gegangen war. Er hatte, ohne es zu merken, eine Ameisenstraße gekreuzt... für wenige Momente nahm er mit den magischen Fühlern aberdutzende winziger Füße war, die über den Boden krabbelten.... brrrr! Die Suche wurde schnell nicht nur geistig anstrengend, sondern auch frustrierend. So leer das Stück Nadelwald für das ungeübte Auge wirkte, so quicklebendig war die Umgebung doch im Kleinen: hier ein Maulwurf, der sich zwischen den Wurzeln eines Baumes gerade an die Oberfläche grub, dort ein Kaninchen, das einige Meter entfernt hastig über den Boden hoppelte und in einem Bau verschwand. Noch ein Stückchen weiter weg stemmten sich vier Pfoten auf die Erde und sprangen kaum einen Lidschlag später auf die Stelle zu, wo das Kaninchen gewesen war... vom Gewicht her wohl ein Fuchs. Anderswo zwei kaum fingerlange Füße, die ein recht kompaktes Gewicht trugen und im Verhältnis dazu ziemlich schnell ebenfalls scheinbar flüchtend irgend wo hin zu huschen schienen. Dormian konnte die mögliche Gestalt nicht ganz zuordnen - ein anderes Eon?
Nichts, was darauf schließen ließ, dass irgendwo halbwegs in der Nähe ein Magier versteckt stünde und sich einen Spaß mit ihm erlaubt hätte.

Als der Magier den Zauber endlich beendete, fühlten sich seine Gedanken ein paar Momente stumpf an, als hätte er längere Zeit bei brüllendem Lärm einen vollen Marktplatz überquert und stünde plötzlich wieder in einer stillen Gasse. Außerdem blieb einige Minuten die Einbildung, dass seine Haut juckend an mehreren Stellen kribbelte - zu viele Käfer und Ameisen hier, bah!
Bild

Benutzeravatar
Dormian Arboris
Gast
Gast

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Dormian Arboris » Donnerstag 21. Januar 2016, 15:49

Dormian entzog sich nach einer Weile der Wirkung seines Zaubers und atmete tief durch, um seine Sinne wieder zu sammeln. Er öffnete die Augen und schaute sich in seiner Umgebung um. Die Magie hatte gewirkt, doch vermochte sie ihm nicht zu helfen. Elias kletterte flink wieder auf die Schulter seines Meisters und rieb seinen Kopf an dessen Wange. Ein Miauen riss den Erdmagier aus seinen Überlegungen und er zuckte schließlich mit den Schultern.

"Wenn Logik und Magie nicht helfen, dann eben dem Bauchgefühl folgen."

Also schlug Dormian die nordöstliche Richtung an, in die der Kiesel unvorhergesehen gehüpft war. Seinen Wanderstab fest in der einen Hand, die andere am Gürtel seiner Robe verstaut, folgte der Zyraner so zielstrebig wie möglich der Richtung und achtete stets darauf, sich nicht zu verlaufen. Während dieser bisher ereignislosen Wanderung gingen dem jungen Mann viele Gedanken durch den Kopf. Was trieben Rufus Faust und seine Schergen in diesem Moment? Wussten sie bereits von seiner Reise und dass er die schützenden Mauern der magischen Stadt verlassen hatte? Auch über Kyras, seinen Erzfeind aus Kindertagen, dachte er so manchen Augenblick nach. Es war ein grausames Gefüge des Schicksals, dass sein Kindheitsfeind (ein Verhältnis, dass sich desöfteren im Erwachsenenalter aufbesserte oder sich schlicht verlor) tatsächlich zum Handlanger eines gefährlichen Nekromanten geworden war? Es war eine grausame Ironie, doch ließ sich die Situation nicht ändern, wenn man seinen Geist mit ihr trüben ließ. Sein Urahn Lucrecious Dinivan Arboris hatte ihm den Weg gezeigt, den er nun mit aller Überzeugung und vollem Mut antreten würde. Die Macht der Erdmagie, der Erhaltung... einer der drei Pfade, der allgegenwärtigen Dreieinigkeit des Elements. Er würde sie meistern und zu einem Erzmagier heranwachsen, vor dem sich alle Lebewesen fürchten würden, die Zerstörung im Sinn hatten.

Als hätte Elias die finstere Entschlossenheit des Adepten gespürt, miaute sie tadelnd und rüttelte ihn wieder in die Wirklichkeit.
"Verzeih mein Freund... ich habe den Kopf in den Wolken", seufzte Dormian und beschloss, im Schatten einer alten Tanne eine kurze Verschnaufpause einzulegen. Hätte man ihn gefragt, wie lange er in Gedanken nach Nordosten gewandert war, er hätte nicht sicher antworten können. Also tat Dormian, was er für das einzig Richtige in diesem Moment hielt. Seinen Reiseproviant anzapfen.

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4182
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 23. März 2016, 15:33

Der Magier war tatsächlich ein recht gutes Stück voran gekommen, auch wenn er nun gänzlich "querfeldein" lief, eben der Richtung des letzten seltsamen Steinhüpfers folgend. Rein vom geographischen Aspekt her konnte er damit ohnehin nicht völlig verkehrt liegen. Mehr Probleme hätte er bekommen, wäre der Stein nach Süden oder gar Westen gehüpft...

Nur merkte Dormian zunehmend, dass dieser leichte Marsch ohne besondere Behinderungen nicht ewig so weiter gehen würde: Das Gelände stieg allmählich an, immer öfter konnte er steile Hänge ausmachen, an denen er hochklettern müsste - oder sich vielleicht auch Stufen in das Erdreich formen konnte? Der Untergrund wurde deutlich felsiger. Bäume, die unter ihrer eigenen Last an einer solchen Erdkante abgebrochen waren, waren ein immer häufigerer Anblick geworden. Er bewegte sich schnurstracks auf den Grenzbereich des Gebietes zu, das den Aufzeichnungen nach von den Nachtelfen beansprucht wurde... Ob er diesen begegnen würde? Sie sollten nicht unbedingt angenehme Zeitgenossen sein, allgemein war vor ihnen eher gewarnt worden. Allerdings mieden sie das Tageslicht und sollten ausgedehnte Höhlensysteme unter der Erde bewohnen.

Es war später Nachmittag geworden und Dormian beschloss, im Schatten einer alten Tanne eine kurze Verschnaufpause einzulegen. Der Boden war weich, denn fast überall bildeten abgefallene Nadeln eine beige Decke auf der Erde. Die Tanne sah stabil aus und war von einigen Hecken flankiert, die Windschutz und ein gewisses Gefühl von Privatsphäre boten.
Umso überraschter war der Magier, als beim Niederlassen, als er sich mit seinem vollen Gewicht kurzfristig auf ein Bein stützte, eben dieser Fuß plötzlich im Erdboden einzusinken begann und dann unter dem Rieseln von Erde und dem Reißen dünnerer Wurzeln bis gut übers Knie in einem sich bildenden Erdloch verschwand! Irgend etwas unter seiner Sohle knirschte und knackte und für einen Augenblick musste Dormian fürchten, mit dem Fuß schmerzhaft umgeknickt zu sein - das könnte er nun gar nicht gebrauchen! Sein Fuß suchte instinktiv festeren Stand und trat auf irgend etwas herum, wieder knackte und knirschte es mehrfach.
Der Schmerz schien aber halb so wild, und als er das Gefühl hatte, dass seine Position das erste Mal wieder stabil war, konnte er einmal durchatmen.

"Ich fasse es nicht! Das kann nicht wahr sein, WAS, verdammter großer Esel, hast du da getan?! Ich bin erledigt! Neiheeeiiiin!" An ein plötzlich eintretendes Gezeter einer... männlichen Stimme, die irgendwie seltsam klang, schloß sich fast schon theatralisches, aber auf jeden Fall dramatisches Geheule an. Es klang wie ein erwachsener Mann - der im Stimmbruch war.
In den Brombeerbüschen neben der Tanne raschelte es und Elias war wie ein Wirbelwind hoch zur Schulter seines Freundes geschossen, krallte sich in diese und fauchte die Brombeeren an, die niedlichen Pinselohren böse nach hinten gelegt!
Sehen, wer da so fürchterlich schimpfte, konnte der Magier im ersten Moment nicht.
Bild

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4182
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Reise durch den Arus

Beitrag von Erzähler » Freitag 2. November 2018, 09:49

(Marga kommt von: Ein erhabener Anblick)

Einige Stunden später erreichten sie eine erste Landmarke, die sie auf den Karten ausgemacht hatten und machten eine kleine Pause, damit sich alle die Beine vertreten konnten, etwas aßen und sich erholten. Marga und Protho rollten eine Karte aus und bestimmten ihre Position und die Richtung in die sie dann weiter fliegen wollten, während Ragna herum tollte, schnüffelte und Gras kaute. Auch hier war es kalt, aber nicht so zugig wie im Gebirge. Die niedrigere Lage machte das Klima angenehm. Bei der Landung waren auch nur ein paar Tiere geflüchtet und sonst hatten sie auch noch keinen Menschen gesehen. Sie hielten sich von den Schneisen frei, die Wege in den Wald schnitten und sobald Ignizor mit seinen scharfen Augen irgendwo eine Bewegung ausmachte, korrigierten sie ihre Flugrichtung. So dauerte die reine Reisezeit wohl etwas länger, aber sie versetzten auch nicht das Land, was keine Drachen mehr kannte, in heillose Panik. Prothostreckte seinen Arm aus, zeigte in eine Richtung und meinte dazu noch:
„Hier in der Gegend lebten früher Elfen im Untergrund, so weit ich weiß. Westlich von hier, befindet sich ein Eingang in ihre Welt, aber sie waren schon damals nicht sehr gastfreundlich. Sie nennen sich Nachtelfen, aber ich nenne sie Maulwürfe. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie etwas mit diesen Spinnen zu tun haben, die du auf deiner Reise gesehen hattest. Manche von ihnen hatten echt nen Knall! Wir sollten hier nicht zu lange herumsitzen.“
Also tippte Marga noch einmal auf die Stelle, wo sie von den Spinnen verschleppt worden war und wo sie sich eigentlich mit Orok hatte treffen wollen. Bis dahin war es noch ein Stück, aber im Flug verging die Zeit schnell.

(weiter bei: Am Rande des Neldoreth)
Bild

Antworten

Zurück zu „Der Wald Arus“