Ein Schimmer voller Hoffnung

Dieser seltsame, aber auch einzigartige Wald liegt im Südwesten. Er ist zum Großteil ertränkt in Wasser und nur mit einem Floß lässt er sich durchquehren. Die Namudus sind die Einheimischen dieses Waldes, sie haben sich dessen Nachteile zunutze gemacht.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Erzähler » Dienstag 28. April 2015, 19:23

Solas hatte den Dolch ihres Vaters fort in Richtung geworfen und sprintete los. Sie konnte nicht sehen, ob Friedrich ihn erreichen konnte oder was weiter geschah, sie hatte einen tödlichen Gegner vor sich! Die weit auseinander stehenden Beine der Spinnenfrau machten harte, klackende Geräusche, um so näher sie kamen. Sie war langsamer als sie und genau hier sah sie ihre Chance. Die Elfe setzte auf ihre Wendigkeit und das war es auch, was ihr vermutlich das Leben rettete. Sie war los gerannt und hatte sich den größten Raum zwischen den schwarz glänzenden Säulen ihrer Beine ausgesucht. Der wuchtige Körper über ihrem Kopf schwankte, als die Arachniede begriff, was Solas vor hatte. Die Beine knickten ein und der dicke Hinterleib begann um sich selbst zu rotieren, als wollte sie sich auf sie setzen. Der vor Gift triefende Stachel kam ihr gefährlich nah, doch die Elfe war schneller. Solas duckte sich seitlich und lies sich genau im richtigen Moment auf einen Unterschenkel fallen, als es eng wurde. Ein paar Tropfen erwischten ihre Wange. Sie schlug nach den Beinen die ihr am nächsten waren und der Bogen tat auch hier seine magische Wirkung entfalten, doch war er nur ein Bogen und keine Messerscharfe Klinge, die die Beine durchtrennen könnte. Doch die Wucht des Schlages zeugte von mehr Kraft, als Solas sich selbst zugetraut hätte und warf sie fast selbst von den Füßen. Ungeübt mit dieser Waffe, übertrug sich der Schlag auch in ihre Schulter und hinterließ ein starkes Summen in den vibrierenden Knochen und ein Brennen in ihrer Muskulatur, so dass es für einige Sekunden ihren Arm nicht spüren konnte. Kaum war sie zwischen den beiden Beinen am Hinterleib hindurch gerutscht, erkannte sie auch die Wirkung ihres Schlages und nahm ihn in die andere Hand. Der Spinnenfrau musste es schlimmer ergehen wie ihr, denn ein Bein war gebrochen und das nächste getroffene Bein hing schlaff, wie gelähmt am Körper herab und behinderte sogar das nachfolgende. Solas dachte nicht lange nach. Kaum das sie wieder auf den Beinen war rammte sie das andere Ende des Bogens hinter sich, wo der Hinterleib sein müsste. Durch die Schräglage, hervorgerufen, durch ihren Treffer und die ungewohnte Koordination ihrer „falschen“ Hand gelang es ihr nur sie zu streifen, aber auch dass verursachte Schaden. Über den klobigen Allerwertesten zog sich eine blutige Riefe, dort wo die Chitinpanzer in weichere Gewebe übergingen. Von vier Beinen auf der linken Seite waren drei in ihrer Funktion eingeschränkt und behinderten die Spinnenfrau erheblich. Das letzte Bein wandte sie nun aber von ihr ab und reckte Solas die dornigen, zuckenden Spitzen ihres rechten Vorderbeins entgegen. Solas musste schnell ausweichen und auf Abstand kommen, denn im Nahkampf war das Spinnenweib immernoch tödlich und gefährlich. Der spitze, harte Fuß mit den Daumen ähnlichen Krallen sauste dicht neben ihr in den brüchigen Boden und kleine Steine splitterten durch die Luft. Kalter Schweiß rann Solas unwillkürlich den Nacken herab. Hätte sie dort gelegen, wäre sie aufgespießt worden, wie ein Schmetterling, von einem Zahnstocher. Der massige Leib wollte sofort nachsetzen, aber nun machte sich die fehlende Wendigkeit der verletzten Beine bemerkbar. Die linke Seite sackte nach unten und die übrigen Beine mussten das Verliebende unterstützen um den Körper bewegen zu können. Solas erkannte auch als ungeübte Kämpferin im Nahkampf, dass ihrer Gegnerin nun immer nur noch eins tun konnte. Entweder angreifen – ODER sich bewegen. Noch war sie wütend genug, dass sie fast blindlings auf sie zu rutschte und nach ihr schlug, aber das könnte sich bald ändern. Solas musste noch einmal sehr schnell handeln, oder besonders gut taktieren um ihren Vorteil weiter ausbauen zu können. Sobald sich das zweite Bein auf der linken Seite wieder erholt hätte, wäre der Vorsprung dahin. Sich nicht von diesem wütenden Monster treffen zu lassen war dabei oberste Direktive! Noch handelte das Spinnenweib rein instinktiv, aber sobald sie erkennen würde, dass das Blatt sich zu ihren Ungunsten wendete, so würde sie vielleicht anders taktieren.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Erzähler » Freitag 15. Mai 2015, 15:56

Marga und Eilmana kommen von: Am Rande des Neldoreth

Eilmanas Geist lag während des Transportes in tiefer Bewusstlosigkeit. Ihr Körper hatte zwar keinen Schaden genommen, aber ohne Geist gab es auch keine Kontrolle über den Leib. Sie nahm nur tiefste Schwärze war in der das kleine Licht ihrer Seele ihr einziger Halt war.

Margas Magie hingegen nahm den Weg der Beständigkeit und kroch Zelle für Zelle durch ihren Körper. Auch das Gift durchlief dabei eine Veränderung. Es ging sehr langsam von statten, aber sobald die Kälte es eingefroren hatte, wurde es inaktiv. Margas Seele nahm diese Veränderung wahr, als würde an ihrem Strand die Zeit still stehen. Die glühenden Flocken schwebten still in der Luft und kein Blatt regte sich mehr. Nur sie konnte tun war immer ihr beliebte und die langsam vereisende Welt um sie herum betrachten. Es war eine schöne Welt, still und rein. Kalt und klar.
Die Spinne die sie trug, merkte von dem allem etwas daran, dass sie immer wieder den Faden erneuern musste, mit dem sie ihren Leib hinter sich her schleifte. Irgendwie riss er häufiger als bei der Elfe. Wenn Marga an den gefrorenen Seelenstrom heran trat, sah sie durch die verzerrten, gläsernen Gesichter ihre äußere Umwelt. Sie sah wie durch einen Vorhang den Waldboden, den Himmel, die Bäume und hin und wieder ein Monster, dass sie neu aufhob, sie mehrfach um die eigene Achse drehte und dann wieder hinter sich durch die Gegend schleifte, wo es in ihrem inneren vollkommen still war. Sie erkannte sogar aus ihrem Traum ein paar Landmarken und dann sah sie auch den Baum mit der merkwürdigen Rinde. Zwischen seinen Wurzeln wurde sie unter die Erde gezogen und es wurde dunkel unter dem Eis. Ihr Strand lag unter Schnee begraben und nur noch freie Teile zeigten grünes Gras oder braune Rinde an den Stämmen des Uferwaldes. Erst als die ganze Welt erstarrt war, begannen sich nach einigen Minuten kleine Risse zu bilden. Ein leises Knirschen kündigte das Brechen an, das Margas Welt in Abermillionen kleine Kristalle platzen ließ.

Marga erwachte als erstes und spürte sofort, das die Wirkung des Giftes fort war.
Das Erste was sie wieder hörte war das Getrippel der Spinnenbeine. Tipp-Tap, Tipp-Tap, Tipp-Tap.
Dieses Geräusch war überall zu hören, es füllte Margas Bewusstsein und brachte sie langsam wieder ins Hier und Jetzt. Sie brauchte eine Weile, bis sie die Orientierungslosigkeit überwunden hatte und das Pochen in ihren Kopf ignorieren konnte. Als die Halborkin ihre Augen öffnete, drehte sich noch alles und sie war unfähig sich zu bewegen. Erst nach mehrmaligem Blinzeln konnte die junge Frau wieder etwas sehen.
Wie sie zu ihrem Erschrecken feststellen musste, hing sie kopfüber von der Decke, was ihr aber sicher mehr Angst machte, war die Tatsache, dass sie ihre Gliedmaßen nicht bewegen konnte. Der einzige Teil, der frei war, war ihr Kopf. Als die Halborkin einmal nach links und rechts geschaut hatte, stellte sie fest das ihr Körper in einen Kokon gefangen war. Das erklärte zwar warum sie sich nicht bewegen konnte, machte aber die ganze Situation auch nicht besser. Sie war gefangen.
Sie ließ ihren Blick durch die Kammer, in der sie sich befand, schweifen und betrachtete die Umgebung. Es stank leicht nach Verwesung und irgendetwas Saurem! In der Höhle hingen Dutzende von Kokons an der Decke, aber auch einige lagen auf den Boden, ab und an sah sie unterschiedlich große Spinnen, und auch eine von denen, die sie gefangen genommen hatten. Dieses Monster war so hoch wie ein ausgewachsener Ackergaul und wickelte gerade einen Kokon um eines ihrer Opfer. Marga erblickte aus ihrer Position auch vereinzelt ein paar Löcher in der Decke, durch die das Tageslicht brach und die Höhle so gut es ging beleuchtete.
Was sollte sie nur tun? Je länger sie so an der Decke hing um so stärker pochte es in ihren Kopf, dieser Schmerz wurde langsam unerträglich und Marga war klar das es nicht gut für sie war noch länger hier so rumzuhängen.
Gerade als sie das bewusst wurde, tauchten zwei Gestalten auf die durch die Kammer schlichen und sich leise unterhielten. Was für eine Rasse die Beiden angehörten, ließ sich nicht sagen, aber sie waren nicht besonders groß.
„Schon schlimm was mit Red passiert ist oder?“
"Ich mochte die Elfe lieber."
„Ist glaube, ist nie toll von einer riesigen Spinne gefressen zu werden!“
„Du, mir kommt es so vor, als hätten wir dieses Gespräch schon mal gehabt?!"
„Kann sein. Ich glaub, kurz bevor wir Solas gerettet haben. Sind wir nicht Helden?!
„Mir egal ich konnte beide nicht sonderlich leiden, aber wir sollten zusehen, dass wir hier raus kommen. Sonst ergeht es uns auch noch so wie dem Perversen und seinen Vater!“
"Oder wie Red und Solas!"
"Was mischt sie sich auch ein!"
„Mist das er tot ist. Mit seinen Bildern hätten wir echt ne Menge verdienen können!“
"Müssen wir halt nen neuen Künstler suchen!"
"Jemand der Bilder machen kann!"
"Sie liebt Bilder und wird uns belohnen, wenn wir ihr welche bringen."
"Oder wenigstens nicht fressen!"
"Oder wenigstens nicht fressen!"

Sie stimmten ein ein synkrones Gelächter ein und spazierten weiter unbehelligt zwischen den Spinnen umher. Irgendetwas stimmte nicht an dem Bild und Marga viel vielleicht auf, dass ihre Körper und ihre Kleidung von zähem Schleim bedeckt waren. Sollte sie um Hilfe rufen, oder doch lieber versuchen sich selbst zu betreien.

(Marga ist jetzt schon mit Handlung drann und Eilmana muss leider noch einmal träumen, da sie sich das Hirn verbrutzelt hat :;): )
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Eilmana Silva » Montag 25. Mai 2015, 18:56

Das Licht welches Eilmana umschlungen hielt begann plötzlich zu sprechen.

„Weine nicht,...es wird alles gut werden!“

Eilmana blickte auf, im ersten Augenblick war sie verwundert wer da sprach, doch dann sah sie das Licht an.

„Hast du gerade gesprochen?, wie meinst du das?“

Das licht Sprach wieder, „ Ja ich bin ein Teil von dir und doch nicht ganz du, ich bin deine Energie, deine Magie..“

Eilmana sah erschrocken, „ Aber,...wer willst du wissen das alles gut wird?“

„Weil ich gut bin,...und wenn ich gut bin ist auch deine Magie gut...und aus etwas gutem wird auch etwas gutes...vertraue mir, bleibe wie du bist...“


Eilmana war verunsichert und konnte den Worten des Lichts nicht ganz Glauben schenken doch es umschloss sie warm. In dieser Geborgenheit verfiel auch ihr Geist in tiefen Schlaf.

((Diesmal nur ein kleiner post :P ))
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Marga » Dienstag 26. Mai 2015, 09:48

n der Zwischenwelt von Leben und Tod schaffte Marga es mit ihrer Magie einen eisigen Frieden zu erzwingen. Die Schmerzen ließen nach und sie verlor doch nicht das Bewusstsein. Die Halborkin stand auf, klopfte sich den Sand und Staub von ihrer Kleidung und schaute sich um. Hier war sie also gelandet. Nicht ganz tot, nicht ganz lebendig, aber wenigstens wurde sie nicht mehr gemartert. Nach einer Weile brach sie die Stille, indem sie zu sich selbst sagte: „Habe mich auf das Essen gefreut.“ Der geflochtene Korb hatte ihre Leibspeisen enthalten. „Hoffe, dass Orlo nichts passiert ist.“ Das war auch wichtig.

Es verging wieder etwas Zeit und Margas Blick wurde schärfer. Am Horizont sah sie verblichene Gesichter vorbeischwimmen. Waren das Seelen? Wäre sie selbst ein Teil von diesem Seelenfluss, wenn ihr Lebensfaden vollkommen durchtrennt worden wäre? Oder hätte sie ihren eigenen Weg gefunden, wie so oft auch?

Wenn sie ihre Augen anstrengte, durchstachen ihre Blicke den Strom der Verstorbenen wie eine helle Laterne durch Nebel leuchtete, und sie konnte Bilder dahinter sehen. Sie konnte einen Wald erkennen, nicht unähnlich dem aus ihrem Traum. Und nach einer Weile erkannte sie aus der schiefen Perspektive, dass sie über den Boden geschleppt wurden.

„Verdammt seist du, Königin von die Spinnen.“

Tatenlos schaute sie diesem stundenlangen Spektakel zu und dachte darüber nach, ob sie wirklich zurück ins Diesseits wollte. Das Leben war doch eine Plackerei, ihre Freunde starben wie die Fliegen und ihre Feinde waren im wahrsten Sinne des Wortes Spinnen. Aber dann dachte sie an all die losen Enden, die nie in das Gewebe hinein geknüpft werden würden, das ihre Chronik war. Eilmanas Überleben, der Verbleib von Orok, ihrem Verlobten und das Buch, das sie noch lesen wollte. In gewisser Weise kam es ihr nicht einmal auf den Erfolg an, sondern einfach nur auf den Versuch.
Sie hatte ja auch ihr Haus in Jersa am Vortag ihrer Abreise geputzt, obwohl es da schon verkauft war.

Sie erkannte, wie diese Zwischenwelt zerbröckelte. Diese Erkenntnis half ihr trotzdem nicht, denn das Erwachen in der realen Welt war schummrig und unklar, wie an dem verkaterten Morgen, den sie vor ein paar Tagen gehabt hatte.
Marga biss die Zähne zusammen und zwang ihre Augen auf. Das was sie sah, verwirrte sie, bis sie realisierte, dass sie kopfüber hing. Und selbst diese Erkenntnis machte die Lage nicht weniger unangenehm. Abgesehen davon, dass sie sich nicht bewegen konnte, war sie in einer Höhle und es kam etwas Licht von unten. Nein, von oben kam das Licht, korrigierte sie sich. Als sie sich genauer umschaute, kam ihr das Schaudern. Hier hingen sehr viele, große Kokons. In genau so einem hing auch sie selbst fest. Das war die Speisekammer des Spinnenkönigreichs.

Und an diesem Or war auch einiges los. Kleine und große Spinnen waren hier im Raum beschäftigt. Dann aber kamen zwei halbe Portionen vorbei. Sie waren die Rettung. Zweibeiner hier im Spinnenkönigreich mussten doch zusammenarbeiten, nicht? Bevor Marga den Mund aufmachte, um nach Hilfe zu rufen, zügelte sie sich. War das nicht zu gut, um wahr zu sein? Was machten die zwei hier überhaupt? Schlendernder Gang, wirres Geplapper und alles unbehelligt von den Spinnen. Marga befürchtete nicht nur, dass es sich um Tunichtgute handelte, sondern sogar um welche, die mit den Spinnen unter einer Decke steckten. Wortlos schnappte ihr Mund wieder zu.

Als die beiden wieder außer Sichtweite waren, brauchte die Halborkin einen neuen Plan, um hier raus zu kommen. Zuerst schaute sie sich um und suchte nach Anhaltspunkten, in welchen anderen Kokons noch etwas lebte. Sie trieb ihr Glück sogar auf die Spitze, indem sie mehrmals die Zunge schnalzen ließ. Hoffentlich hatten die Spinnen nicht das Gehör oder den Verstand, das zu erkennen.

Erster Schritt ihres Planes: Sich aus dem Kokon befreien. Zweiter Schritt: Improvisieren. Was würde Orlo dazu sagen? Kurz ließ Marga die Gedanken schweifen und wusste es auf einmal besser: Dieser Kokon war aus einem starken Material, besser als so manche Kettenhemden, vermutete sie. Es wäre schade, das nicht irgendwie auszunutzen. Schritt eins lautete also jetzt: Bewegungsfreiheit zurück gewinnen und soviel vom Kokon wie möglich als Schutzpanzer anbehalten. Margas schurkische Ader pochte beim Gedanken, die Spinnen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.
Von ihrer Position aus konnte sie beobachten, wie ein Kokon gewickelt wurde. Fast immer waagrecht wurden die Fäden gezogen. Ein horizontaler Schnitt versprach also am ehesten die Freiheit. Wie beim Holz, da wurde in Sekunden längs gespalten, was in Minuten quer gesägt wurde.

Aber hatte sie überhaupt einen scharfen Gegenstand am Leib? Man hatte sie direkt von ihrem Schlafplatz verschleppt. Sie wünschte sich, so unachtsam gewesen zu sein, mit einer Klinge am Gürtel einzuschlafen zu sein. Oder einen Feuerstein in der Hosentasche oder sogar mit den selbstgemachten Angelhaken würde sie sich zufrieden geben.

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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Erzähler » Dienstag 26. Mai 2015, 18:52

Eilmana träumte von Licht und einer sanften Stimme, die zu ihr Sprach und schöne Versprechungen machte, doch ob sie dieser glauben sollte, stand noch auf einer anderen Seite der Geschichte. Jedoch schenkte sie ihr vorerst Wärme und Geborgenheit, sodass sie in tiefen erholsamen Schlaf fiel und von dem ganzen Drum herum, dem Transport und auch der Ankunft in der, an Spinnen äußerst reichen Unterwelt nichts mitbekam. Die letzten Stunden, Minuten, wie viel Zeit auch immer vergangen war, verbrachte sie in tiefer, traumloser Bewusstlosigkeit. Dann begann auch ihr Körper langsam wieder erste Lebenszeichen zu senden. Allerdings waren diese nicht unbedingt angenehm, denn durch die Überreizung ihrer Magie brannten ihre Hirnnerven lichterloh und verursachten so schreckliche Kopfschmerzen, dass sie kaum einen klaren Gedanken fassen konnte. Dazu kam auch noch, dass ihre Schläfen pochten, als hätte man sie kopfüber irgendwo aufgehängt. Eilmana würde noch einige Minuten brauchen um sich zu orientieren und zu begreifen, wo sie war und was sie fest umhüllt hielt.

(Eilmana ist: Bild – starker Erschöpfungszustand nach magischem Ausbrennen ihres Geistes, ähnlich einem starken Migräneanfall mit Licht- und Geräuschempfindlichkeit.)

Während Eilmana noch ihren Träumen nach hing, kehrte wieder Leben in Margas Leib zurück. Schnell hatte sie sich einen Überblick verschafft und überlegte ganz pragmatisch, was sie nützliches an Klingen am Körper trug. Sofort fiel ihr ihr Dolch im Stiefel ein, doch der war in dieser Position von ihr unmöglich zu erreichen. Die beiden kleinen Männer hatte sie auch nicht bemerkt und schritten durch eine kleine Öffnung in der Wand aus der in einiger Entfernung plötzlich ein wütender Schmerzenslaut erklang. Dem Hall nach zu urteilen, war es eine Frau und auch die weiteren Geräusche ließen einen Kampf vermuten. Auch die Reaktionen der Spinnen überall um sie herum war eindeutig, denn sie begannen ebenfalls in diese Richtung zu laufen. Manche schnell, manche langsam, je nach dem wie lang ihre Beine waren. Ein weiterer entfernter Schrei mit einem
„STILL! Sie gehört mir! ...Verschwindet!“
folgte und die Spinnen, sowie die kleinen Männer wechselten sofort die Richtung, kamen zurück und liefen auf die Öffnungen in den weiter entfernten Nischen der Höhle zu. Marga konnte aus ihrer Position das Hin und Her gut beobachten und bewegte sich instinktiv so wenig wie möglich. Sie trieb ihr Glück sogar auf die Spitze, indem sie mehrmals die Zunge schnalzen ließ. Das Gehör der Krabbeltiere war anscheinend nicht das beste, denn sie klapperten ununterbrochen mit ihren Kauwerkzeugen und liefen einfach weiter. Marga hatte in ihrem Leben schon früher fette Kreuzspinnen beobachtet, die ihre Beute in Kokons einwickelten und für die späteren Mahlzeiten an die Ränder ihrer Netze hängten. Flog dann eine fette Fliege in die klebrigen Fäden und brachte es so zum Schwingen, kam die achtbeinige Besitzerin rasend schnell an und ihr Opfer hatte keine Chance mehr zu entkommen. Schaute sich Marga in dieser Höhle um, und zog pragmatisch ihre Vergleiche, so fand sie erstaunlich wenig einzeln gespannte Fäden, aber um so mehr Kokons. Und eigentlich waren die Spinnen in ihrem Garten immer sehr nützlich gewesen, hielten sie das Ungeziefer doch in annehmbaren Mengen. Nicht so schön war es eben in der jetzigen Situation, dass SIE das Opfer war und in der Speisekammer der Spinnenkönigin hing. Ein Nachzügler rannte eilig unter ihr entlang, einer jener von der Größe eines Hundes, dann verschwand auch er in den entfernten Löchern. Dann war die Halborkin mit ihren Gedankengängen erst einmal allein. Erst jetzt bemerkte sie ein Brennen ihrer linken Wange, dann leider auch an ihrer Schulter, dem Arm und ihrem Becken. Es fühlte sich heiß und unangenehm an. Wie eine leichte Verbrennung die unter der engen Seide schlecht atmen konnte. Die Schmerzen kehrten ohne die lindernde Kühlung langsam zurück.

(Marga ist: Bild – Verbrennungen I.Grades (starke Rötung) an der linken Seite, überall dort, wo sie an Ragna gekuschelt war.)

Eilmana hörte ein leises Schnalzen und Marga könnte erste leichte Bewegungen in einem Kokon neben sich ausmachen.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Eilmana Silva » Mittwoch 27. Mai 2015, 20:28

Nach einer ganzen Weile begann Eilmanas Körper ganz langsam wieder zu erwachen. Ihre Muskeln zuckten teilweise unkontrolliert wegen der Überlastung und ihr Kopf schmerzte als hätte man ihr mit einem großen Hammer eins über gezogen.
Ihre Gedanken begannen wieder ins rollen zu kommen, sie lauschte und vernahm wirre Geräusche. Mit den Kopfschmerzen war es für sie schwer etwas zu lokalisieren oder überhaupt genau wahrzunehmen. Sie war noch wie in Trance, die Augen hielt sie geschlossen. Sie hörte das Laufen und klappern der Spinnen, eine Stimme,..und ein leises knacken,...zumindest klang es für Eilmana wie ein knacken.
Eilmana fragte sich woher diese Geräusche kamen und wer oder was sie verursachten. Sie zog die Augenbrauen zusammen und ihr gesamter Gesichtsausdruck war verkrampft auf Grund der Schmerzen. Sie fragte sich warum ihr Kopf so schmerzte und ihre Schläfen so pochten. Nach einer Weile viel ihr wieder ein was passiert war, es war das erste mal seit Jahren das Eilmana sich wieder an einen Ausbruch ihrer Magie erinnern konnte.
Die Erinnerung kam langsam, aber deutlich, sie hatte Naif und ihre Gefährten schützen wollen doch hielt sie sich in der Situation hilflos den Spinnen gegenüber. Dann brach Energie in ihr Los und entlud sich mit großem knall den Spinnen entgegen.
Dann viel ihr wieder ein das sie Marga und den Warg damit in große Gefahr gebracht hatte. Die ganze Lichtung brannte und auch Marga und der Warg fingen Feuer....

Dann wurde es dunkel.....

Die Erinnerung war schrecklich doch Eilmana versuchte die Augen zu öffnen, kniff sie aber gleich wieder zusammen da selbst der kleinste Lichteinfall ihre Schmerzen verschlimmerte.
Mit zusammengekniffenen Augen versuchte sie sich umzusehen und bemerkte nach einem Moment der Verwirrung das sie Kopfüber hing. Warum, konnte sie allerdings noch nicht lokalisieren jedoch vernahm sie ein klackendes Geräusch aus ihrer Nähe und versuchte herauszufinden wo es herkam, dabei bewegte sie sich so fern es möglich war mit ihrem Kopf hin und her.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Marga » Sonntag 31. Mai 2015, 09:03

Margas Plan sich freizuschneiden scheiterte an mangelnden Schneidwerkzeug. Es gab zwar noch die letzte Verzweiflungstat, sich mit den Zähnen freizubeißen, aber eine Vergiftung am Tag reichte ihr voll aus. Wer wusste, was für üble Säfte die Spinnen in diesen Schleim gespuckt hatten!
Als wollte ihr Körper diesem Gedanken zustimmen, fühlte sie ein Brennen an der linken Schulter und Flanke. Wegen des Betäubungsgiftes war sie vorher von den Schmerzen verschont geblieben. Das konnte nicht gut für ihre Haut sein.

Ihre vorherige Planänderung nahm sie wieder zurück. Weg mit diesem elenden Kokon, sie wollte das Ding nicht mehr sehen. Das war jetzt der neue, alte erste Schritt. Aber wie nur ohne Hilfsmittel?

Marga musste feststellen, dass irgendetwas im Gange war. Waren das Kampfgeräusche? Und liefen die Spinnen dorthin? Das war ein guter Zeitpunkt, um zu entkommen, aber auf welche Weise vermochte sie das anzustellen?

Sie versuchte, mit den Füßen zu strampeln, und sie versuchte, einzelne Muskelpartien anzuspannen, aber nichts schien zu helfen. Resigniert verbrachte sie einige Augenblicke damit, die verbrannten Stellen mit einem Hauch Eismagie von innen zu kühlen. Dann realisierte sie aus dem Augenwinkel Bewegung neben sich. Dort hing doch ein Kokon. Das hieß, das Opfer darin lebte noch.
War das vielleicht Eilmana? Oder Ragna! Marga hatte Ragnas eigentliches Schicksal nicht miterlebt und vermutete deshalb, dass ihre Wargdame genauso vergiftet und verschleppt wurde. Oder es war eine weiteres, namenloses Opfer der Spinnenpatrouillen. Aber es war lebendig und hatte allein deswegen Rettung verdient.

Was sie bisher nicht versucht hatte, war ganzer Körpereinsatz. Wenn sie es schaffte ihren Kokon wie ein Wahrsagerpendel zum Schwingen zu bringen, konnte sie vielleicht ein Zusammentreffen erzwingen. Möglicherweise musste der andere Gefangene dies ebenfalls tun, damit sie sich in der Mitte trafen. Aus ihrem Blickwinkel konnte sie die Entfernung schlecht abschätzen.

Sie wusste nicht, was dann passieren würde. Vielleicht würde eine der beiden Seidenhülsen bersten, vielleicht würden sie aneinander kleben bleiben oder eine landete auf dem Boden. Aber die Gelegenheit war gut, denn die wenigen Spinnen in der Nähe waren anderweitig beschäftigt.

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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Erzähler » Dienstag 2. Juni 2015, 09:48

Bei Eilmana und Marga

Eilmana vernahm ein klackendes Geräusch aus ihrer Nähe und versuchte herauszufinden wo es herkam, dabei bewegte sie sich so fern es möglich war mit ihrem Kopf hin und her. Sie spürte die Seidenfäden in ihrem Gesicht und das Ziehen an ihren Haaren, aber es gelang. Das Klacken verwandelte sich im Rauschen ihres Blutes in ein Knirschen und sie sah nicht weit neben sich ein zweites und dahinter noch viele weitere dieser weißen Gefängnisse. Der Kokon neben ihr schaukelte und näherte sich ihrem. Der nach untern hängende Kopf ähnelte sehr ihrer Begleiterin, auch wenn weiße Fäden ihn noch teilweise umhüllten. In der Bewegung war das nicht so genau zu erkennen, doch sie wusste sofort, nur wenn sie mitmachen würde, könnten sie sich erreichen.

Resigniert verbrachte Marga einige Augenblicke damit, die verbrannten Stellen mit einem Hauch Eismagie von innen zu kühlen, was den Schmerz verschwinden ließ und eine dünne Schicht aus Raureif auf die Spinnenseide legte. Erste dünne Fasern begannen zu knirschen und zu reißen, aber ihr fehlte noch der Bewegungsspielraum um sich zu befreien.
Dann realisierte sie im Augenwinkel Bewegung neben sich. Dort hing doch ein Kokon. Das hieß, das Opfer darin lebte noch. War das vielleicht Eilmana? Oder Ragna! Ragna nicht, denn der Kokon war viel zu klein und sehr schmal. Selbst ein relativ kleines Wargweibchen wie Ragna würde mindestens das vierfache an Raum in Anspruch nehmen. Der nach unten hängende, etwas weniger eingewebte Kopf, ähnelte der Eilmana, also letzte sie noch. Das gab einen ordentlichen Motivationsschub und die Halborkin versuchte es dieses Mal mit ganzem Körpereinsatz. Wenn sie es schaffte ihren Kokon wie ein Wahrsagerpendel zum Schwingen zu bringen, konnte sie vielleicht ein Zusammentreffen erzwingen. Möglicherweise musste der andere Gefangene dies ebenfalls tun, damit sie sich in der Mitte trafen. Aus ihrem Blickwinkel konnte sie die Entfernung schlecht abschätzen, aber die Gelegenheit war gut, denn die wenigen Spinnen in der Nähe waren anderweitig beschäftigt.
Marga begann wie wild hin und her zu schwingen und mit einem Mal gab es ein etwas lauteres Knirschen, gefolgt von einem Reißen, dann war ihre Hand und der linke Arm bis zum Ellenbogen frei. Die Kombination von Eismagie und Bewegung schien die sonst sehr flexible Hülle porös zu spröde zu machen. Auf jeden Fall hatte sie nun einen Weg gefunden sich selbst zu befreien.

Der ferne Kampflärm ging indessen ununterbrochen weiter.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Eilmana Silva » Mittwoch 10. Juni 2015, 20:29

Mit der Zeit wurden ihre Sinne immer klarer, zwar immer noch von Kopfschmerzen geplagt und der Schuld dessen was sie getan hatte belastet versuchte sie heraus zu finden was in der zwischen zeit der Bewusstlosigkeit mit ihr und den anderen geschehen war.
Sie erkannte das sie in einem spinnen Kokon gefangen war und Kopfüber von der Decke einer vermeintlichen Hölle hing. Die Spinnen mussten in der Nähe sein und es schien ein streit oder ähnliches in der Hölle von statten zu gehen.

Eilmana hing in ihrem Seidenem Gefängnis fest und bemerkte eine weitere Person. Dem Kopf nach zu Urteilen musste es Marga sein. Zwar war Eilmana von den Kopfschmerzen noch stark benebelt, dennoch war ihr bewusst das es nur einen Weg gab es heraus zu finden. Sie musste versuchen das Kokon zum schwingen zu bringen. Ihre starken Kopfschmerzen und ihre Benommenheit machte ihr dies jedoch nicht gerade einfach.
Wärend sie sich mit allem Kräften bemühte sich zum schwingen zu bringen bemerkte sie wie bei dem anderen Gefangenem plötzlich das Kokon aufriss und ein Arm befreit werden konnte.
Erstaunt sah Eilmana dort hin und versuchte leise Kontakt mit der Person aufzunehmen.
Da sie an der Decke hingen und der Lärm des Kampfes einiges übertönte hoffte Eilmana das es kein unnötiges aufsehen erregte.

„hey.....bist du es marga?“ flüsterte Eilmana leise in der Hoffnung gehört zu werden.

Erwartungsvoll blickte sie in die Richtung der Person die sich stückweise befreien konnte und spitzte ihre feinen Ohren um etwas zu hören.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Marga » Sonntag 14. Juni 2015, 15:55

Die ehemalige Schülerin der Eismagie hatte nicht erwartet, dass Kälte der Schlüssel aus diesem klebrigen Gefängnis sein konnte. Aber da kam ihr verbrannter Arm überraschenderweise frei. Nachdem ihr ganzer Körper fest eingepackt war, war es eine Erleichterung endlich wieder ein paar Muskeln frei bewegen zu können.

Sie hörte Eilmanas Stimme aus dem Nebenkokon. Anstatt verbal zu antworten, bewegte Marga ihre freie Hand an das Fadengeflecht vor ihrem Gesicht, schickte etwas Eismagie dorthin und demaskierte sich wie ein Adeliger am Ende eines Maskenballes mit einer fließenden Geste.
Margas Kopf war ganz rot vom Blut – das übliche fahle Grün war überhaupt nicht mehr erkennbar. Gierig schnappte sie nach der stinkenden Höhlenluft.

Mit ihrem besseren Sichtfeld konnte sie Eilmanas Kokon genauer betrachten.

„Die dich nicht so dick eingepackt haben wie mich.“, stellte die Marga fest. Immerhin war die Elfe ja leichter als die stämmige Halborkin. Kurz dachte sie nach und meinte dann: „Wenn ich dich erreiche, dann ich kann dich befreien und du hilfst mir dann.“ Diese Reihenfolge würde Margas geringe magische Kraft weniger stark belasten. „Als letztes wir beide befreien Ragna, klar?“

Doch zuerst musste sie Eilmanas Kokon ergreifen können. Marga selbst hatte wegen der Erklärung etwas an Schwung verloren, aber mit dem freien Arm gewann sie den schnell wieder zurück. Wenn sie die letzten paar Handbreit mit dem Arm überwand, konnte sie sich an der Spinnenseide festkrallen und das Material mit magisches Raureif bedecken, auf dass er seinen klebrigen Zusammenhalt verlor und brüchig wurde.

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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Erzähler » Dienstag 16. Juni 2015, 09:56

„Die dich nicht so dick eingepackt haben wie mich.“
, stellte die Marga fest. Immerhin war die Elfe ja leichter als die stämmige Halborkin. Kurz dachte sie nach und meinte dann:
„Wenn ich dich erreiche, dann ich kann dich befreien und du hilfst mir dann. Als letztes wir beide befreien Ragna, klar?“
Schaukelnd hingen die beiden Kokons von der Decke. Eilmana versuchte Marga zu erreichen und Marga versuchte Eilmana zu erreichen. Mit jedem Schwung kamen sie sich ein wenig näher, bis nur noch wenige Fingerbreit fehlten, dann ein Fehlversuch sich aneinander fest zuhalten und nach erneutem Anlauf, darauf ein Erfolg. Marga krallte sich etwas grob in den Rücken der Elfe. Ihr freier Arm hatte ein großes Bündel klebriger Seidenfasern und Kleidung, aber auch ein wenig Haut erwischt und sofort ließ sie ihre Magie fließen. Für Eilmana kam dies recht überraschend, denn die plötzliche Kälte vereiste kurz ihr linkes Schulterblatt. Dass die Halborkin dazu in der Lage war, war eigentlich erstaunlich, sagte man Orks doch nach, dass sie normaler Weise keinerlei magische Fähigkeiten besaßen. Dies zu lernen musste ihr wohl einiges abverlangt haben. Nachdem Eilmanas Rücken gefror und Marga ihr Gewicht mit einem kräftigen Ruck dazu einsetzte, sich wieder von der Elfe zu befreien, riss der Kokon auf und Eilmana konnte sich gleich einem Schmetterling aus ihrem Gefängnis befreien. Sie brauchte nur den Rücken zu krümmen und sich mit dem Hintern voran aus der Öffnung zu schieben. Die Beine rutschten automatisch nach, befreiten sich und mit den Armen konnte sie sich am Rest des baumelnden Konstrukts fest halten. Allein, dass ihr Körper plötzlich wieder aufrecht hing, ihr Blut schlagartig ihren Kopf verließ, ließ die Welt um sie herum tanzen. Lauter kleine dunkle Punkte huschten durch ihr Sichtfeld und ihre Muskeln hatten zu kämpfen, nicht einfach los zu lassen. Sie hing zwar nur knapp zwei Mann hoch über dem Boden, doch ein unkontrollierter Sturz, konnte auch aus dieser Höhe fatale Folgen haben. Da es weit und breit keine Leiter gab oder etwas anderes, was man benutzen konnte, sollte sie sich gut überlegen, ob sie sprang oder erst lieber Marga half sich ebenfalls zu befreien. Das die Halborkin ihren Warg erwähnt hatte, wühlte unwillkürlich in ihren Gedankengängen. Eilmana hatte das Tier brennen sehen. Und auch ihr Vogel, der Rabe Naif war auf den ersten Blick nirgends zu sehen. Vielleicht hatten sie sie weiter hinten in der Höhle aufgehängt? Hatten sie sie überhaupt mitgenommen? Oder schon gefressen?
Erst einmal musste sie sich auf ihre Freundin neben sich konzentrieren! Arm und Gesicht waren frei. Wenn sie die Verbindung an der Schulter noch gelöst kriegen würde, könnte Marga aus dem Kokon heraus rutschen und würde vermutlich Kopf voran hinab stürzen, wenn sie sich nicht krümmte. Eilmana hatte keine Klinge bei sich. Sie hatte nur die Kleidung die sie am Leib trug und diese war auch stark verklebt mit Resten der inneren Seidenfaserschicht. Also blieb ihr nur die rohe Gewalt und so schaukelte sie zu Marga heran, hielt sich mit einem Akt akrobatischer Höchstleistung mit den Beinen an ihr Fest und machte sich daran die Halborkin zu befreien. Ein fieses Knirschen von der Decke verhieß, dass die Aufhängung des Konstruktes nicht für zwei Personen gedacht war und so ergab sich noch eine weitere Möglichkeit nach unten zu kommen.
Prompt schlug das Schicksal erneut zu. Kaum hatte die Elfe ihre Freundin erreicht, das Knirschen vernommen, da stürzten sie auch schon gemeinschaftlich von der Decke. Marga konnte sich geistesgegenwärtig noch gerade so weit in der Luft krümmen, dass sie nicht mit dem Kopf voran auf dem Boden aufschlug und sich das Genick brach. Sie landete, gepolstert durch ihr Gefängnis, trotzdem etwas unsanft auf dem Rücken. Die Wucht raubte ihr ein paar Atemzüge, aber sie hatte es gut überstanden. Eilmana lag halb auf ihr und rappelte sich gerade auf, als aus der Ferne das leise klackende Geräusch von großen Spinnenbeinen zu vernehmen war. Erst hörte es die Elfe, später auch Marga. Vielleicht ein Wächter? Ihr Sturz hatte ein paar der kreuz und quer auf dem Boden verlaufenden Seile zum schwingen gebracht.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Eilmana Silva » Dienstag 30. Juni 2015, 21:28

Der Versuch ihren Kokon zu vereisen war gelungen, nach dem er aufriss versuchte Eilmana sich mit ansträngung all ihrer Kräfte aus dem Kokon zu befreien. Der Schmerz und ihre Kraftlosigkeit machten es ihr jedoch sehr schwer und sie kam nur langsam voran. Nach dem sie es geschafft hatte schwang sie sich rüber zu Marga was ihr auch gelang, doch die Fäden des Kokon hielten das Gewicht von Zweien nicht aus und so stürzten beide zu Boden. Sie lag auf Marga und rappelte sich auf als sie schon Spinnenbeine näher kommen hörte.
Eilmana half Marga aus dem Kokon und wollte schnell in ein Versteck doch wusste sie nicht wo hin. Sie sah sich hastig um ob es eine Ecke, Nische oder dergleichen gab in der sie sich verstecken konnte.
Das Bild der beiden Frauen musste schrecklich aussehen. Margas Gesicht war voller Blut und sie war sichtlich lädiert. Eilmanas langes Haar hing ihr Strähnig über Schultern und Gesicht, ihre Kleidung war von der Reise und dem Kampf immer mehr zerrissen und auch sie hatte sichtliche Wunden abbekommen. Wirklich vital wirken wohl keiner von ihnen, ob da an einen Kampf zu denken war,....? wohl eher nicht!

Eilmana war die Panik in ihre Lila farbenen Augen geschrieben. Weg, nur schnell weg, dachte sie aber wo hin. Ihre Ohren zuckten wild hin und her während sie die Geräusche vernahm.

Die Junge Elfe hatte Angst, eine andere Angst als je zuvor, sie wollte nicht Sterben und sie wollte niemals jemanden Leid zu fügen, doch das hatte sie schon getan. Diese Reise hatte sie schon verändert und das mehr als es der Elfe lieb ist. Doch in diesem Augenblick zitterten ihre Knie, ihr Mund war trocken und alle ihre Sinne mit all ihrer restlichen Energie so angespannt das sie jede luftvibration versuchte wahrzunehmen. Und doch war sie dabei so in Panik das eine durchdachte Handlung wohl nur sehr schwer zu sein schien.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Marga » Samstag 4. Juli 2015, 18:44

„Vorsichtig... Vorsichtig...“, murmelte Marga, als der Gewicht beider Frauen dem von der Decke baumelnden Seidenfaden hing. Doch dann geschah, sie beide plumpsten zu Boden. Die Halborkin hätte sich dabei den Hals brechen können, aber eine schnelle Drehung war die Rettung und stattdessen wurde der Fall von ihrem Kokon gebremst. Marga konnte sich mit Hilfe ihrer Elfenbegleiterin aus dem Gefäß herauswinden und stand auf.

Ihr war schummrig zumute. Ihr Gleichgewichtssinn musste sich wieder auf die aufrechte Stellung einstellen und das viele Blut floss vom Kopf zurück in den Unterleib und die Beine. Nachdem sie sich wieder zurechtfand – und zu dem Zeitpunkt hörte sie die nähernde Spinne noch nicht – hob sie einen menschlichen Oberschenkelknochen vom Boden auf und lief die Kokons in der Nähe ab. An jedem Behälter, der groß genug war, einen Warg oder einen Humanoiden zu halten, hielt sie an, klopfte mit dem improvisierten Hammer dagegen und wartete auf eine Regung. Vergeblich.

„Mir schwant Übles.“, murmelte Marga. „Von deinem Pflückebeutel auch keine Spur?“

Als sie dann die Spinne hörte - und das tat sie viel später als Eilmana – hielt sie inne. Sie blickte zu Boden und entdeckte die Fäden. Sie erkannte das Prinzip, denn in ihrer Heimat hatten die Krämerläden Schnüre und Glöckchen an den Türen, damit der Besitzer immer Bescheid wusste, ob jemand kam oder ging. Aber bei ihrer Aktion hatten sie zu viele Fäden in Schwingung gebracht, als dass die Spinnen es als Fehlalarm interpretieren konnten.
Ganz kurz wurde sie von Panik ergriffen. Aber in solchen Momenten erwachte ihr schurkisches Gemüt. Der Spieß musste noch erfunden werden, den Marga nicht umzudrehen vermochte!
Sie klaubte die Reste der Kokons vom Boden auf in ein Bündel.

Da die kleinen Männer hier durchgelaufen und später mehrere Spinnen ebenso, wusste Marga, dass es mindestens zwei Ausgänge gab und auch, in welche Richtung sie lagen.
„Genauso stehen bleiben.“, wies sie die schockstarre Elfe an und lief zu den einem Höhlengang, wobei sie viele von den gespannten Fäden bewusst durchschritt. Dann warf sie das Bündel mit den Kokonresten dort hinein und zu guter Letzt schleuderte sie den Knochen in flachem Bogen so weit sie konnte in den Tunnel. Sie drehte sich um und ging so vorsichtig wie sie nur konnte, um das Alarmnetz nicht in Schwingung zu bringen.

„Das man nennt falsche Fährte. Wir jetzt gehen den anderen Weg. Und wir dürfen auf keinen Strang treten.“

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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Erzähler » Montag 6. Juli 2015, 22:11

Eilmana war die Panik in ihre Lila farbenen Augen geschrieben. Ihre Ohren zuckten wild hin und her während sie die Geräusche vernahm.
„Mir schwant Übles.“
, murmelte Marga, während sie inzwischen mit dem Menschenbein die Kokons abklopfe. Die Halborkin ging mit Angst einflößenden Situation, einfach pragmatischer um.
„Von deinem Pflückebeutel auch keine Spur?“
Der Gedanke an ihren treuen Begleiter machte Eilmanas Situation nicht besser. Ihre Knie zitterten. Marga hatte dann auch die Spinnen näher kommen gehört, die Spannfäden auf dem Boden erblickt, da hob sie schon die Reste der Kokons vom Boden auf in ein Bündel und handelte schnell.
„Genauso stehen bleiben.“
, wies sie die vor Schock ganz starre Elfe an, die vermutlich sich so oder so nicht geregt hätte, und lief zu den einem Höhlengang, wobei sie viele von den gespannten Fäden bewusst durchschritt. Dann warf sie das Bündel mit den Kokonresten dort hinein und zu guter Letzt schleuderte sie den Knochen in flachem Bogen so weit sie konnte in den Tunnel. Sie drehte sich um und ging so vorsichtig wie sie nur konnte, um das Alarmnetz nicht in Schwingung zu bringen.
„Das man nennt falsche Fährte. Wir jetzt gehen den anderen Weg. Und wir dürfen auf keinen Strang treten.“
Aus dem hinteren Teil der Höhle hörten beide plötzlich ein Schaben und Knacken, wie wenn Holz brach. Irgendwo polterten Steine. Dann erhob sich ein Hügel – nein – Im ersten Moment sah es so aus, doch die Erde rutschte von dem massigen Körper der Grabspinne.

(Bild per Pm gesendet)

Sofort war klar, wer hier das unterirdische Tunnelsystem angelegt hatte. Das dick gepanzerte Exoskelett dieses Monsters hatte die gleiche Färbung wie die Umgebung und nur Kopf und ein gezackter Streifen auf dem Rücken waren etwas heller. Die spitzen der Beine waren wie Spitzhacken geformt und schimmerten leicht Violett, fast so wie Eilmanas starre Augen. Der kleine Kopf mit den winzigen, hell gefärbten Augen war unmöglich für gutes Sehvermögen gemacht, dass konnte man mit klarem Verstand sofort erkennen. Vermutlich war es sogar Lichtempfindlich, was erklären würde, warum es in der Erde schlief. Das Tier lief schnurstracks auf Margas „Ablenkungsmanöver“ zu. So groß es war, so erstaunlich flink bewegte es sich. Größer als ein Pferd und mit dem breiten Körperbau war es das schrecklichste was die Unterwelt je ausgespien hatte. Marga konnte aus ihrer Position zwischen Eilmana und dem Monster gut erkennen was vor sich ging. Die Grabspinne lief zum ersten Faden, den sie durchtrennt hatte und klebte ihn mit flinken Bewegungen ihrer Kiefer und den Seidendrüsen wieder zusammen, dann kam der nächste und der nächste, bis sie sich dem Tunnel genähert hatte. Dort stand sie vor dem Tunnel mit dem Rücken zu den beiden erstarrten „Gästen“. Marga wusste, wenn sie sich ganz ruhig verhalten würden, gab es eine gute Chance, dass dieses Ding sich einfach wieder eingrub und sie weiter schleichen konnten, doch Eilmanas Gesicht sprach von einem anderen Verhalten. Die arme Elfe war kurz davor in Panik zu geraten und wohl möglich hysterisch los zu schreien oder noch schlimmer kopflos wegzurennen! Solange sie sich nicht bewegten, sollte alles gut gehen.

Doch dann kam eine der etwas kleineren Exemplare durch einen Tunnel nicht al zu weit von ihnen entfernt. Eilmanas Beine drohten nachzugeben und die Angst wurde übermächtig. Die Grabspinne drehte sich zu der kleineren um und die beiden schienen auf eine ihre ganz eigene Art miteinander zu kommunizieren indem sie ihre vorderen Beine in unterschiedlichen Rhythmen gegeneinander trommelten. Ein Rhythmus schien sich dabei ein paar Mal zu wiederholen. Vier mal ganz schnell hintereinander und zwei mal kurz, aber einzeln. Es war ein Laut der bei Marga eine Erinnerung weckte. Die klickenden Laute erfüllten den Raum. Marga fühlte sich aus einem irrationalen Grund an ihre frühe Kindheit erinnert, als ihr Vater ihr einmal erklärt hatte, das diese Tiere nützlich waren, denn sie tilgten das Ungeziefer von der Welt. Dabei hatte er mit den Fingern auf seine Stuhllehne geklopft. Vier mal vom kleinen Finger bis zum Zeigefinger, zwei mal Zeigefinger und von forne.

Fast könnte man meinen, die große Spinne würde die kleine beruhigend auf die „Schulter“ klopfen, dass alles in Ordnung sei und sie dann in den kleinen Gang schob, wo Marga ihr Bündel hinein geworfen hatte. Im Gegensatz zu den anderen Spinnen, schien dieses gewaltige Monster seinen eigenen Willen zu besitzen. Nachdem die Andere weg war, überprüfte sie noch einmal ihr Netz und kam ein paar Meter auf die Elfe und ihre Freundin zu. Ihre scharfkantigen Beine zupften mal hier an den Seilen und überprüften die Schwingungen, bis kaum mehr als vier Schritt von ihnen entfernt war. Sie hatte die beiden noch immer nicht bemerkt, aber würde das so bleiben?
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 12. Juli 2015, 14:50

Eilmana stand wie angewurzelt da und rührte sich nicht. Sie beobachtete Marga wie diese einen Knochen Aufhob, die Kokons abklapperte und ihn Anschließend in einen anderen gang warf.
Marga entgegnetet zu Eilmana das dies eine Falsche Fährte sei.

Eilmanas Ohren zuckten immer mehr, ihre Augen waren aufgerissen, sie vernahm noch vor Marga ein leichtes Geräusch und verspürte etwas, sie schaut in die Richtung aus der das Geräusch kam und sah den sich erhebenden Erdhügel. Als die Spinne zum Vorschein kam wurde die Angst in ihr noch größer. Sie hatte noch nie solche Spinnen gesehen, sie wusste nicht einmal das es derart große Spinnen gab und das alleine jagte ihr Angst ein. Das sie die Achtbeinigen Lebewesen nicht sonderlich mochte verstärkte das nur.

Spinnen waren Eilmana schon immer unheimlich gewesen, sie verstand diese Wesen nicht so ganz, sie versteckten sich im Dunkeln, überfielen ihre Beute aus dem Hinterhalt heraus und hatten die Stärksten Gift der Erde. Lediglich ihre kleine Größe macht diese Wesen für Elfen und andere große Lebewesen weitestgehend Ungefährlich. Doch ein Solches schrekenstier in einer derartigen Größe hier vor sich zu sehen war für die Junge Elfe beinahe unerträglich. Sie hatte die kleineren Artgenossen öfters beim Fressen beobachtet und empfand dabei nur Ekel und Abneigung diesen Geschöpfen gegenüber. Dennoch hätte sie niemals einer Spinne etwas zu leide getan, doch in diesem Moment wünschte sie sich nichts mehr als dieser Spinne zu entkommen egal wie.

Vollkommen erstarrt blieb Eilmana stehen, sie beobachtete die beiden Spinnen wie sie mit einander kommunizierten und wie sich die eine umdrehte. Ihr ganzer Körper war angespannt doch sie rührte sich nicht einen Minimeter. Sie bleib wie Eingefrohren stehen und starrte die Spinne an. Vollkommen Schockiert bewegte Eilmana nur ihre Augen Richtung Marga die neben ihr Stand. Ein Hilfe suchende Blick der zeigte das die Junge Elfe keine Ahnung hatte was sie tun sollte.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Solas Soul » Montag 13. Juli 2015, 03:02

Heute ist definitiv nicht mein Glückstag, dachte Solas bei sich, während sie hektisch der unkoordiniert zuschlagenden Monstrosität vor sich auswich.
Noch hatte Solas den Vorteil die Spinnenfrau aus dem Gleichgewicht gebracht zu haben, allerdings würde dieser Vorteil nicht lange andauern. Einen flüchtigen Augenblick dachte Solas an Bendal und die Goblins, doch da diese ihr bis jetzt nicht zu Hilfe geeilt waren, brauchte sie wohl erstmal auch nicht auf sie zu hoffen. Friedrich war eine Möglichkeit aber in ihrer momentanen Lage hatte Solas keine Chance, um nach dem nackten Elfen zu schauen. Sie konnte nur hoffen, dass er ihr bald würde helfen können. Vielleicht wurde er aber auch von weiteren Spinnen traktiert. Egal was ihn aufhielt, Solas hatte keine Zeit um sich darum Gedanken zu machen. Sie hatte eine rasende, absolut tödliche Gegnerin vor sich und hatte den Nachteil im ihr ungewohnten Nahkampf handeln zu müssen. Da sie nicht daran glaubte mit ihrer Magie irgendwas außer einem kleinen Gänseblümchen hinzubekommen blieb ihr einzig der Bogen.
Als Schlagwerkzeug war diese meisterhaft geschaffene Waffe zwar bestimmt nicht gedacht, gewesen, doch in der Not muss man erfinderisch werden. Solas hörte auf zurückzuweichen und setzte erneut auf ihre Wendigkeit, als sie auf das Spinnenweib zustürmte. Die Schwäche der linken Seite ausnutzend stürmte die Elfe auf dieser Seite mit weiten Schritten um die Monstrosität herum und schlug dabei nochmal mit aller Kraft auf jedes Bein ein, was ihr dafür nahe genug kam. Den Bogen hielt sie dabei mit beiden Händen. Solas hielt sich immer auf der linken Seite der Spinnenfrau, denn hier kam diese mit den unverletzten rechten Beinen nur schwer an die Elfe heran. Sie versuchte ihre Gegnerin endgültig aus dem Gleichgewicht zu bringen und ihr an empfindlichen Stellen größeren Schaden anzurichten. Dort wo der Panzer in weicheres Gewebe überging platzierte sie so viele feste Hiebe wie sie konnte. Doch trotz dieser Anstrengungen würde ihre Gegnerin vermutlich schnell einen Weg finden die junge Elfe weiter in Bedrängnis zu bringen. Ein Guter Plan musste her.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Erzähler » Montag 13. Juli 2015, 17:05

Bei Solas

Solas wirbelte wie ein kleiner Tornado um die Beine der Spinnenkönigin. Zweihändig lag ihr die Waffe deutlich mehr, obschon jeder Bogenbauer, jeder der jemals einen solchen Bogen auch nur in den Händen gehalten hätte, oder einen Pfeil auf eben diese edlen Sehne gelegt haben mochte, sich nun im Grabe umdrehte. Ihn als Schlagwaffe zu missbrauchen war ein Vergehen an der Kunst, aber Solas blieb nichts anderes übrig. Sie hatte keine andere Wahl. Sie durfte auch nicht ständig zurückweichen, um dem größeren Gegner Zeit für Erholung zu schenken.
Mit beiden Händen hielt sie ihn fest und drehte sich flink, wie im Tanz, um die eigene Achse, nutzte den Schwung um ihre eigene Kraft zu verstärken und landete krachend den nächsten Schlag. Sie hatte gut getroffen und die Spinnenfrau schrie laut auf. Ihr Hinterleib zuckte und an einer Stelle quoll tatsächlich dunkles Blut unter einer der Hornplatten hervor. Dort wo der Panzer in weicheres Gewebe überging platzierte Solas so viele feste Hiebe wie sie nur konnte. Sie war schneller, doch trotz dieser Anstrengungen würde ihre Gegnerin vermutlich schnell einen Weg finden die junge Elfe weiter in Bedrängnis zu bringen. Ein Guter Plan musste her, wenn gleich das Denken innerhalb der fesselnden und angespannten Situation nicht unbedingt leicht war.
Plötzlich knallte etwas gegen den Hals der Königin und ein weiterer wütender, kehliger Schrei löste sich gurgelnd aus ihrem weit vor Schreck aufgerissenen Mund. Ihr Kopf ruckte in eine andere Richtung, wo sie wohl den zweiten Angreifer nun vermutete und schenkte so Solas einen freien Schlag. Wenn Solas sehen wollte, woher der das Wurfgeschoss kam, würde sie ihn verschenken, denn die Spinnenfrau hatte nicht vor sich eine Blöße zu geben.

Bei Marga und Eilmana

Noch bevor Marga etwas tun konnte erklang kurz hintereinander aus einem der abführenden größeren Gänge ein heiserer Schrei. Der erste war laut und wütend. Der zweite kehlig und endete in einem wütenden Gurgeln.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Marga » Samstag 18. Juli 2015, 22:19

Margas falsche Fährte zwang die beiden Begleiterin sprichwörtlich von der heißen Pfanne ins Feuer. Sie hatte nämlich eine große Grabspinne geweckt. Ein Koloss, der diese Höhlensysteme angelegt oder zumindest ausgebaut hatte. Auch wenn die Spezialität dieses Gliederfüßers das Graben war, konnte es bestimmt auch Leute ins Grab bringen.

Und das Tier schien schlau zu sein. Es kommunizierte mit seinen Artgenossen und hatte Befehlsgewalt über sie. Und es beherrschte seine Netze meisterlich und ersetzte so seinen in der Dunkelheit stark degenerierten Sehsinn.

Die Halborkin verfiel in Erinnerung an Orlo, der Spinnen für nützliche Vertilger von Ungeziefer hielt. Und deswegen durften sie ruhig Winterruhe in Gartenschuppen, Scheunen und Dachböden der Menschen halten. Leben und leben lassen - Ungeziefer ausgenommen.

Die Grabspinne bewegte sich weiter langsam im Raum. Eilmana war kurz vor einem Panikanfall, aber Marga blieb ruhig. Einmal waren fünf gespannte Bögen auf sie gerichtet und sie hatte trotzdem überlebt. Das mit den Bögen war Laiyas üble Eiselfenverwandschaft gewesen. Aber ihr elfischer Freund Belenus hatte die Bogenschützen mit seiner Lichtmagie blenden können und dann waren jorsanische Soldaten zur Hilfe gekommen.

Aber Eilmana war nicht im richtigen Zustand für diesen Blendtrick. „Bleib ruhig, Ei.“, flüsterte die ehemalige Schülerin. Ruhe und Kälte, das waren Margas Elemente und vielleicht waren sie erneut ihre Rettung. Die Grabspinnee war ganz nah an die Halborkin herangekommen. Einem Einfall nachgehend, streckte sie einen Arm langsam in die Höhe und schickte Eismagie in die Luft über der Spinne.

Die Höhlendecke hatte Löcher. Es war also nichts ungewöhnliches, wenn in der kalten Jahreszeit etwas Schnee herabrieselte. Aber dieser bullige Gräber, der sein Leben im molligen Schoss der Erde verbrachte, musste doch Kälte hassen. Darauf spekulierte Marga. Nur ein paar magische Schneeflocken, die auf seinem Rücken landeten und vielleicht setzten die tierischen Instinkte ein und das Monster buddelte sich wieder an genau derselben Stelle ein, aus der es hervorgebrochen war.

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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Eilmana Silva » Montag 20. Juli 2015, 20:42

Margas ruhige Art half auch allmählich Eilmana sich wieder etwa zu besinnen. Die Elfe atmete ganz leise ein und aus nur ganz leicht und ihr Blutdruck sank ein wenig dabei.
Das große Spinnentier stand immer noch vor den beiden Frauen doch es kam Eilmana plötzlich mehr so Furcht erregend vor. Es war trotz der Größe nur eine Spinne. Wobei die Größe dieses Tier schon bedrohlicher machte. Zwar war Eilmana auch immer noch sehr mitgenommen von ihrem Ausbruch der Magie doch so langsam erholte sie sich Stück für Stück. Ihr Blick wandert zu Margas Hand und dann zur Höllendecke zu der Marga ein wenig behutsam eingesetzte Eismagie schickte.

Eismagie war ganz und gar nicht Eilmanas Stärke doch die junge Elfe wusste das jede Magie ihre vor und Nachteile hatte. In dieser Situation konnte Eismagie nützlich sein, Sie selbst besann sich dabei weiter darauf sich zu beruhigen und sich so weit es diese Situation ermöglichte zu erholen.

Aus der Richtung wo die beiden Schreie zu hören gewesen waren hörte Eilmana mit ihrem Feinem Gehör noch weitere Geräusche. Es schienen die Geräusche eines Kampfes zu sein doch wer im Vorteil lag war über die Geräusche nicht heraus zu finden.

Eilmana schloss die Augen, blieb weiterhin neben Marga stehen und konzentrierte sich auf die Geräusche um etwas genaueres hören zu können. Während sie die Augen Schloss und den Geräuschen lauschte entstand ein Bild vor ihrem Geistigen Auge. Sie sah ein Wesen mit Elfischen(Menschlichen) Zügen Kämpfen, welcher Art es angehörte war nicht zu sagen aber es bewegte sich scheinbar sehr schnell. Viel mehr konnte sie den Geräuschen jedoch nicht an Informationen entnehmen.

Sie öffnete wieder die Augen und war gespannt wie die Spinne auf Margas Eismagie reagieren würden.
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Beitrag von Erzähler » Dienstag 21. Juli 2015, 19:33

Bei Eilmana und Marga

Eilmanas Herzschlag beruhigte sich langsam wieder. Der Anblick der Spinne war überwältigend, aber gleichzeitig auch faszinierend. Es war als betrachte man ein völlig normales Insekt durch eine dieser aus Bernstein gearbeiteten Linsen, die die alten Gelehrten manchmal zum Lesen brauchten oder man sei selbst plötzlich ganz winzig klein, verwandelt und schaute nun zu dem gleichen scheinbar „normalen“ Tier auf. Manche Dinge verloren in der Größe an Ekel und gewannen durch die Schöpfung der Natur an Ehrfurcht. In diesem Fall lagen Furcht und Ehrfurcht sehr nahe beieinander.
Seit ihrem Erwachen waren erst wenige Minuten vergangen und die erhoffte Erholung zog sich quälend in die Länge. Bis sie wieder vollständig genesen wäre, sollte sie mindestens ein bis besser zwei Tage ruhen und ihre magischen Fähigkeiten zu schonen und nicht noch mehr Schaden ihrem ausgebrannten Gehirn zuzufügen. Dem Kampflärm lauschend, folgerte Eilmana aus den Geräuschen, dass es sich um einen sehr schnellen, höchst wahrscheinlich elfischen Paart handeln könnte, denn die Schritte waren leise und oft waren es die Elfen, die sich so schnell und leicht bewegen konnten. Von der Geräuschkulisse her war ein ebenso mehr beiniges Monster, von ähnlicher Größe, wie jenes dass nun vor ihr selbst stand, an diesem fernen Kampf beteiligt, was nicht sonderlich beruhigend erschien, jedoch verriet, dass dort vielleicht noch jemand Hilfe brauchte.

Marga kümmerte sich derweil mehr um die naheliegenden Probleme. Auch ihr Schädel dröhnte noch ein wenig vom Blutstau, allerdings waren ihre Verletzungen mehr körperlicher Natur. Einzig der Einsatz von kleinsten Dosen Eismagie hatten die Schmerzen der Verbrennungen gestoppt und ebenso kleine Dosen Magie sandte die Halborkin nun den Löchern in der Decke hingegen, wo die von draußen feucht herein sickernde Luft sofort zu kleinen Schneeflocken kristallisierte. Die weißen Kristalle schwebten hernieder und legten sich auf den dicken Chitinpanzer der Grabspinne und ihre Umgebung. Die Reaktion viel erst etwas anders aus, als vielleicht gedacht, aber war nicht minder interessant. Selbst die kleinen Schneeflocken lösten anscheinend den feinen Spinnensinn aus, wenn sie die Warnseile berührten und das Monster begann mal hier mal da die Fäden kurz und erstaunlich sanft anzutippen, immer dort wo die Flocken sich nieder gelassen hatten. Erst schienen ihr die vielen kleinen Störungen gehörig auf den Geist zu gehen. Sie wuselte herum, berührte sogar einmal Marga kurz mit einem Bein, aber registrierte sie gar nicht, dann jedoch wurden ihre Bewegungen langsamer. Endlich begann die Kälte ihre Wirkung zu zeigen und ab und an stand das Monster sogar schon still. Nur noch die Kauwerkzeuge zuckten durch die Luft und dann beschloss sie sich wohl für einen erneuten „Winterschlaf“ einzugraben.

Marga hatte die Temperatur auf empfindlich kühle acht Grad abkühlen lassen und beide Frauen fröstelten gehörig. Wenigstens hatte das Monster sich wieder schlafen gelegt und solange sie keines dieser „Warnsysteme“ berührten, die mit ihr verbunden waren, waren sie nun erstaunlich sicher. Nirgends war eine Spinne zu sehen, als hätten sie sich alle verkrochen.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Marga » Dienstag 28. Juli 2015, 17:08

Es musste einfach funktionieren. Es gab keinen anderen Weg. Die Spinne musste sich wieder in ihre Ruheposition begeben. Aber eigentlich durfte von „müssen“ keine Rede sein. Die Realität entschied und für die vielen bedauernswerten Opfer dieser Spinnenkolonie hatte die Realität den Tod bedeutet.
Aber dieses eine Mal nicht. Marga hatte ihr Glück strapaziert wie ein Unterhemd auf einem Waschbrett und war damit vorerst davon gekommen – vielleicht aber nur für einige Augenblicke. Die Grabspinne ließ sich nämlich von magischer Kälte einlullen.

Da stand Marga. Sie ahnte, dass dies hier eine kleine Heldentat war, aber es fühlte sich nicht so an. Bei einer Heldentat war man nicht verklebt, ängstlich, hatte Kopf- und Gliederschmerzen. Nein, das war eine Verzweiflungstat, um den eigenen Hals zu retten. Sie schaute zu Eilmana.

„Jetzt aber raus hier, nicht?“, fragte sie mit einem gezwungenen Lächeln.

Die Halborkin schaute sich die Fäden an und dann ihre eigenen Füße. Diese Plattfüße könnten heute ihr Untergang sein. Es galt größte Vorsicht. Sie befahl der Elfe: „Wir laufen niemals beide gleichzeitig. Wir gehen langsam und warnen uns gegenseitig, bevor wir noch einen Faden übersehen.“

Vier Augen waren besser als zwei. Und bestimmt war hilfreich, dass Marga, die weiter vom Ausgang entfernt war, Eilmanas Pfad folgen wollte.
„Du fängst an.“

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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Eilmana Silva » Mittwoch 5. August 2015, 23:07

Nein diese 8 Beinigen Kreaturen waren Eilmana alles andere als Sympathisch und die Größe dieser Geschöpfe machte es nicht besser.

Als sich die Grabspinne auf Grund der Kälte wieder eingrub war Eilmana erleichtert doch sie vergaß den Lärm des Kampfes nicht der sich einige Gänge weiter zutrug. Doch selbst wenn sie Marga davon erzählte konnte sie keinem zur Hilfe eilen. Ihre Kräfte waren selber völlig aufgezehrt und es grenzte an ein Wunder das sie nur eine kleine Chance bekommen hatten Lebens dort heraus zu kommen.

Es machte auch keinen Sinn weiter in den Kokons nach dem Wargweibchen und ihrem Raben zu suchen. Der Schmerz um seinen Verlust sahs allerdings sehr tief und nur die Anspannung überhaubt lebend aus dieser Situation zu kommen machte es Eilmana möglich sich zusammen zu reisen.

Marga betrachtete die Situation und sagte zu Eilmana das sie vorgehen sollte. Eilmana nickte ihr zu und drehte sich um den Blick in Richtung Ausgang gerichtet.
Doch auch Eilmana viel es schwer keinen der Fäden zu übersehen den ihr Kopf schmerzte immer noch und ihre Konzentration kostet sie große Anstrengung.

Behutsam setzte sie einen Fuß vor den anderen immer wenn sie 4 Schritte gegangen war und guten Stand hatte drehte sie sich um sah zu Marga und achtete mit darauf das die Halborkin keinen der Fäden übersah.
Selbst bemühte sich Eilmana in die einfachste und größten Lücken zu treten um es Marga so einfach wie möglich zu machen.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Erzähler » Sonntag 9. August 2015, 11:02

„Jetzt aber raus hier, nicht?“
, fragte Marga Eilmana mit einem etwas aus der Form geratenen Lächeln. Die ganze Situation stand nicht zum besten und die Halborkin sah zweifelnd auf ihre Plattfüße und die dünnen Spinnenseile. Wenn das mal gut ging?! Aber sie hatte ja noch eine Elfe bei sich, die sich so leichtfüßig bewegen konnte, als müsste sie überhaupt nicht den Boden berühren. Ohne ein weiteres Wort setze sich Eilmana auch gleich in Bewegung und wählte zum Glück für sie beide auch immer Lücken die groß genug für ihrer beide Füße waren. Es war ein anstrengendes und schweißtreibendes Unterfangen, aber zum Glück war es hier unten recht kühl, auch wenn einige schwache Luftbewegungen wärmer waren als andere, je nach dem wohin man sich wand.

Ja, der Ausgang … das war so eine Sache, denn davon gab es einige aus dieser Höhle. Marga wusste nur von einem sicher, dass er von diesen Pferd-großen Wächterspinnen bewacht wurde und diesen wollten sie gewiss nicht nehmen! Insgesamt konnten sie drei größere und zwei etwas höher gelegene Löcher ausmachen die eine Flucht versprachen. Fünf Wege zur Auswahl und alle waren erfüllt von der Angst wohin sie wohl führen mochten?!?
Loch eins (groß) war jenes, wo Marga etwas hinein geworfen hatte, worauf hin die Grabspinne sofort reagiert hatte. Dort flossen sehr viele dieser feinen Fäden zusammen und würden die Flucht höchstwahrscheinlich sehr schwer machen.
In Loch zwei (groß) waren die Wächterspinnen verschwunden und diesen sollen sie nicht folgen, wenn sie noch irgendeine Hoffnung auf ein weiteres Leben haben sollten.
Loch drei (groß) war jenes aus dem der Kampflärm am lautesten schallte.
Loch vier (klein) lag am höchsten und war schwer zu erreichen und in
Loch fünf (klein) waren die beiden kleinen Herren verschwunden.

Eilmana war noch immer gefangen von dem schweren Gefühl in ihrer Brust, dass um ihren Begleiter trauerte. Naif, seine ganze Familie vor ihm, er war ihr so ans Herz gewachsen und jetzt sollte sie ohne ihn weiter machen? War das richtig? Konnte sie damit leben, dass sie diese Höhlen verließ ohne ihn? - Wie sollte sie ihn finden? Wie fand sie ihn normaler Weise, wenn sie von einander entfernt waren und sich nicht sahen, was häufig vor kam, denn er war ein Rabe, ein Wesen der Luft und sie eine wunderschöne Elfe die jedoch das Leben auf der Erde bevorzugte. Wenn er überlebt hatte so wie sie, musste es doch eine Möglichkeit geben ihn zu finden. Verband Eilmana so viel mehr mit diesem Raben als wohl möglich Marga mit ihrem Wargweibchen? Sie kannten sich von Eierschale an und hatten schon so einiges zusammen erlebt. Wie wichtig war er ihr und vor allem, würde sie ihr Leben und das ihrer Freundin für ihn riskieren? Solange sie hier planlos durch die Höhlen schlichen war es schwierig nachzudenken, aber das Sehnen in ihrer Brust würde sicher nicht so schnell verschwinden, dafür liebte sie ihn zu sehr.
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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Marga » Samstag 15. August 2015, 20:40

Die Elfe lief voran und machte ihre Sache gut. Während Marga still stand, konnte sie ihre Aufmerksamkeit auf die Ausgänge der Speisekammer richten. Es gab die großen Durchgänge und die kleinen. Marga entschied sich instinktiv für einen kleinen. Das verringerte die Gefahr, auf eine Riesenspinne zu treffen und außerdem führten sie nach oben. Und wer unter der Erde gefangen war, verband Aufstieg tendenziell mit etwas Positivem.

Also zeigte Marga auf den Ausgang, durch den die beiden kleinen Männer geklettert waren. „Außer, du hast besser Idee.“

Hoffentlich führte der Tunnel ins Freie.Weniger erpicht war Marga darauf, den beiden Tunichtguten über den Weg zu laufen. Aber sie konnten hilfreich sein. Immerhin wirkten sie so, als kannten sie sich in diesem unterirdischen System aus.
Wenn Margas Vermutung stimmte, arbeiteten sie für die Spinnenkönigin. Das konnte problematisch sein. Ihr kamen nur drei Möglichkeiten in den Sinn, trotzdem ihre Hilfe zu erschleichen. Bestechung, Erpressung, Geiselnahme. Und für die ersten zwei fehlten die Voraussetzungen.
Ob die sanftmütige Eilmana so eine rabiate, dritte Möglichkeit ablehnen würde? Marga dachte nach.

„Im Gang ich übernehme die Führung wieder.“, flüsterte die Halborkin streng.

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Re: Ein Schimmer voller Hoffnung

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 16. August 2015, 11:46

Eilmana sah die 5 Höhlen, sie schaute sie sich ganz genau an und grübelte welche wohl die beste wahl war. Während sie darüber nachdachte gingen ihre Gedanken zurück zu Naif. Sie konnte nicht einfach Flüchten ohne ihn zu suchen. Sie brauchte die Gewissheit, wenn er lebte musste sie ihn um jeden Preis retten aber wie?

Als sie in einer der Lücken auf Marga wartete drehte sie sich um und sah sich um, ihr Blick ging an die Decke der Höhle wo die Kokons hingen. Ohne es bewusst wahrzunehmen begann sie zu weinen, sie konnte Naif nicht einfach hier lassen,....
Dann kam ihr plötzlich ein Gedanke, Wenn sie und Marga wach waren sollte es auch so langsam Naif geschafft haben. Sie wusste nicht ob er wirklich dort hing oder ob sie ihn woanders suchen musste aber sie musste zumindest eines versuchen.
Ihre Lichtmagie konnte sie nicht anwenden, dafür war sie zu geschwächt doch sie konnte ihn jederzeit mit einem Pfeifen rufen, Eilmana hatte auch immer den Glauben daran das Naif es Spürte wenn sie ganz fest an Ihn dachte und sich so ganz verbunden mit ihrem Freund fühlte.
Sie sah Marga an und deutete ihr mit der Hand stehen zu bleiben. Dann faltete Eilmana ihre Hände vor der Brust und schloss die Augen.
Mit aller Kraft dachte sie an Naif, zuerst rief sie ihn sich ganz genau in Erinnerung, seine Augen, sein Schnabel, jede Feder seines Gefieders, als sie ihn ganz genau vor Augen hatte sprach sie in Gedanken mit ihm.

Naif, bitte komm zu mir, wenn du irgendwo bist gib mir ein Zeichen wo ich dich finden kann,..Bitte....

Sie öffnetet die Augen, beobachtete die Decke der Futterhöhle ganz genau und spitze ihren Ohren um jedes noch so kleine Geräusch zu hören.

Es musste funktionieren zwar hatte Eilmana ihren Raben meist mit einem Pfiff gerufen, jedoch hatte sie große sorge das durch das Geräusch die Spinnen erwachten, deshalb hoffte sie auf das gute Gehör ihres Freundes und spitzte Ihre Lippen um einen Pfiff so leise das ihn Marga kaum hören konnte von sich zu geben dabei beobachtete sie weiter die Höhlendecke.


Marga beobachtete die 5 Höhleneingänge und entschied den kleinen zu nehmen, Eilmana war damit einverstanden da sie auch keine bessere Idee vorzuweisen hatte. Ebenso hörte sie das Marga sagte in der Höhle wieder die Führung zu übernehmen. Auch damit war Eilmana einverstanden.
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