Eine Nacht im Sarius

Dieser seltsame, aber auch einzigartige Wald liegt im Südwesten. Er ist zum Großteil ertränkt in Wasser und nur mit einem Floß lässt er sich durchquehren. Die Namudus sind die Einheimischen dieses Waldes, sie haben sich dessen Nachteile zunutze gemacht.
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Erzähler
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Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Erzähler » Samstag 17. März 2012, 22:33

[Naya und Nihil kommen von hier: Sonstige Orte Celcias ‹ Die Himmelsstadt Hymlia ‹ Die Luftakademie ‹ Stallungen]

Fast im Sturzflug ging es hinunter und der Erde entgegen. Nicht weil Naya es so wollte, sondern weil sie kaum eine andere Wahl hatte. Aus ihrem ursprünglichen Ziel, dem Waldmenschendorf, würde nun erst mal nichts mehr werden. Zwar hatten die beiden Hymlianer bereits ein gutes Stück bis dahin geschafft, aber bei dem schlechten Wetter, konnten sie unmöglich weiter reisen. Wenigstens regnete es nicht, aber sonst sprach alles gegen eine schnelle Weiterreise.
Von ganz alleine zielte Alban eine Lichtung an, auf der er landen konnte, kurz danach berührten seine Hufe klackernd den harten Erdboden. Der Himmel über ihnen war schwarz und selbst hier unten rüttelte der Sturm an den Bäumen. Aber wenigstens war niemand verletzt worden. Jetzt konnten sie genau so gut aus der Not eine Tugend machen und Rasten. Sicher, es gab schönere Lagerplätze ... aber wenn Naya erst mal ihre Karte studiert hätte, würde sie sicherlich feststellen, dass sie sogar noch ein wenig näher an Ganda waren, als wenn sie im Dorf der Waldmenschen übernächtigt hätten.
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Naya Shan'don
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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Naya Shan'don » Montag 19. März 2012, 09:55

Es verging einige Zeit und Naya entspannte sich langsam, als sie plötzlich eine wohlige Wärme empfang. Sie spürte Albans Muskeln unter ihren Oberschenkeln, die sich deutlich entspannten und bemerkte kleine Funken um sich herum. Das konnte nur Nihil gewesen sein. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen, als Nihil zu sprechen begann:
Ich hoffe so ist es ein wenig angenehmer. Meinst du es wäre möglich, einen kleinen Zwischenstop in Ganda einzulegen? Es wäre mir ein wirklich großes Anliegen und es dauert auch nicht lange“, sagte er und Naya überlegte sofort, wie sie am besten nach Ganda kommen würden. Doch gerade, als sie Nihil antworten wollte, wurden sie plötzlich von einer starken Windböe erfasst. Alban wieherte aufgeschreckt auf und Naya erstarrte sofort. Diese Situation war ihr wohl bekannt und sie wusste auch, was beim letzten Mal passiert war... Sofort sah sie auf ihre Hand, die wieder vollständig taub wurde. Dennoch versuchte sie, Albans Zügel so gut es ging zu halten und ihn einigermaßen kontrolliert durch den Wind zu führen. Doch es wurde nicht besser. Immer wieder wurden sie von Winden erfasst. Das Rauschen war laut und Naya verkrampfte immer mehr. Sie sah kurz nach hinten um sicherzugehen, dass sie sich Nihils Hände auf ihrer Hüfte nicht nur einbildete. Er saß noch hinter ihr... Zu ihrem Glück setzte ihr Gehirn nicht aus. Im Gegenteil. Sie war hochkonzentriert und führte Alban weiter durch das Unwetter. Lange dürften sie nicht mehr hier bleiben. So weit sie abschätzen konnte, waren sie wenigstens nicht mehr über dem Meer und könnten eine Landung wagen...
Als Naya das nächste mal hoch sah, war der Himmel bereits dunkel. In weiter Ferne schossen Blitze aus den Wolken, die Alban mächtig verschreckten.
"Halt dich fest!", schrie sie plötzlich und gab Alban das Zeichen, tiefer zu fliegen. Alban reagierte sofort und setzte zum Tiefflug an. Naya spürte den Druck in ihren Ohren, als sie immer tiefer flogen. Hören konnte sie kaum noch etwas. Wenigstens schien es nicht zu regnen... Wieder erfasste sie eine Windböe und Naya verlor fast die Kontrolle. Alban flog nun fast im Sturzflug auf die Erde zu und Nayas Herz begann zu rasen an. Nein.. nicht schon wieder! Gleichzeitig schwor sie sich, ihr Bestes zu geben und beruhigte sich langsam. Seit ihrem letzten Sturzflug waren einige Jahre vergangen und sie hatte - Ventha sei Dank - einiges an Flugerfahrung dazubekommen.
Nach einigen weiteren quälenden Minuten konnte Naya Baumwipfel erkennen. Den Baumarten nach zu Urteilen, waren sie über dem Wald Sarius und Naya atmete tief durch. Sie glaubte sogar, in noch weiterer Ferne wieder andere Baumarten sehen zu können. War dies vielleicht der Urwald Kapayu? Es hatte sie also nicht allzu weit von ihrer Route getrieben... Schon spürte sie Albans Tiefflug stärker werden. Er wollte nur noch auf den Boden, was verständlich war. Ohne Wiederrede ließ sie ihrem Pegasi den Willen und sah ihm dabei zu, wie er eine Lichtung ansteuerte. Es war keine große Lichtung. Aber für eine Landung würde sie reichen. Einige Sekunden später prallten Albans Hufen auf den Erdboden und Naya seufzte. Ihre Nerven waren blank und auch Alban schien immer noch unter Schock zu stehen, als er endlich zum Stehen kam. Er zitterte am ganzen Leib und sofort stieg Naya herab um ihn zu beruhigen. Sie selbst war immer noch zu angespannt, um irgendwelche körperlichen Reaktionen äußern zu können. Ihr nächster Blick galt Nihil und seinem Katzenhörnchen. Das Katzenhörnchen bewegte sich leicht in seinem Beutel - wenigstens lebte es anscheinend noch. Dann erst fiel Naya erschöpft auf die Knie. Ihre Hand war immer noch taub und sie sah die Spuren der Zügel, die sie bis eben noch so krampfhaft festgehalten hatte. Ein paar Stellen bluteten sogar leicht, doch sie spürte keinen Schmerz. Es war alles gut gegangen... Sie brauchte keine Angst haben... Alles war... gut. Gerade noch konnte sie einen Schluchzer unterdrücken, so tief saß der Schock. Noch eine Bruchlandung hätte sie nicht überstanden. Vor allem wenn sie dabei an Nihil dachte. Sie würde alles dafür geben, dass ihm nie etwas passieren würde und wollte nie der Grund dafür sein, dass er Schaden nahm. Naya wartete auf Nihils Reaktion und ging in Gedanken bereits die nächsten Schritte durch. Nachdem sie sich etwas beruhigen würden, würde sie die Karte studieren und herausfinden, wo genau sie waren. Dann könnte sie weiter planen und auch auf Nihils Wunsch, Ganda zu besuchen, eingehen. Eine Rast würden sie wohl hier machen müssen. Weiterfliegen wollte sie nun keinesfalls. Irgendwie würden sie sich schon ein Lager einrichten können, hoffte Naya und atmete tief durch.

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Nihil De´val
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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Nihil De´val » Montag 26. März 2012, 21:24

Der Flug verlief völlig ruhig und problemlos... zu ruhig. Gerade, als Nihil wohl eine Antwort auf sein Anliegen bekommen sollte, wurden sie plötzlich und ohne Vorwarnung von Windböe erfasst. Kurz darauf kamen weitere Böen dazu und der Himmel verfinsterte sich. Für einen kurzen Moment schätzte Nihil ab, in wie Fern er irgendwie helfen könnte, doch waren seine magischen Kenntnisse im Bereich der Windmagie bei weitem nicht ausreichend, um einen derartigen Sturm auch nur ansatzweise zu beeinflussen. Trotzdem gab er nicht auf. Er lies den Lichtzauber erlöschen und Konzentrierte sich vollends darauf, die Windböen abzufangen. Und wenn es auch nur ein Hauch war, den er den Böen entnehmen konnte, so konnte er zumindest guten Gewissens sagen, dass er sein bestes gegeben hatte.
Auf Nayas Anweisung, sich festzuhalten, reagierte der Lichtnovize augenblicklich. Seine Hände krampften sich um Nayas Hüften zusammen, seine Knie pressten sich so fest es nur ging an Alban und mit seinem Torso fixierte er noch einmal seine Tasche, in der Suki der Ohnmacht nahe war. Sie setzten zum Sturzflug an. Schlagartig fiel der Druck ab und Nihil verlor vollends die Orientierung. Er konzentrierte sich nun nurnoch darauf, nicht loszulassen und kurz bevor er an seine körperlichen Grenzen geriet, setzten sie zur Landung an. Nihil glitt von Alban herunter und prallte auf den Waldboden. Den leichten, pochenden Schmerz nahm er garnicht wahr, zu groß war der Schock. Als er langsam wieder bei Sinnen war, erkundigte er sich nach Suki. Das kleine Tierchen lag eng zusammengekauert und zitternd in seinem Beutel und traute sich erst garnicht die Augen zu öffnen. Erst, als sie die Hand ihres Herrchens spürte, die sanft über ihren Kopf streichelte, hob sie diesen und schaute verängstigt in seine Augen. Suki kroch vorsichtig aus dem Beutel und tastete sich verwirrt über den Boden. Auch Nihils Sinne kehrten langsam zurück und er stellte fest, dass der Boden auf dem sie hier standen sich vollends von dem in Hymlia unterschied. Er war so fest und feucht und.... seltsam. Dazu fühlte sich der junge Hymlianer hier auf dem Erdboden irgendwie schwerer und das Atmen fiel ihm noch etwas schwer. Alles war anders, doch darum konnte er sich auch noch später kümmern. Die anderen waren wichtiger. Sofort schritt er auf Naya zu und untersuchte sie von oben bis unten.
"Danke..... du... lass mich erst einmal deine Wunden versorgen"
Auch wenn es nur ein paar Schrammen waren und Nihil körperlich völlig erschöpft war und auch seine mentalen Fähigkeiten schon sehr erschöpft waren musste er sich um Naya kümmern. Irgend etwas musste er doch tun. Er nahm sich noch einmal zusammen und stimmte einen harmonischen, ruhigen Gesang an. Im Gegensatz zum letzten Mal dauerte es nun schon um einiges länger, bis er seine Kräfte kanalisieren konnte, zu aufgewühlt war er noch, doch langsam begann sein ganzer Körper gold-bläulich zu glimmen. Er ging vor der am Boden sitzenden Naya auf die Knie und gab ihr die heilende Umarmung. Sofort ging der leichte Schimmer auf die Hymlianerin über und all die Schrammen und kleinen Wunden schlossen sich. Ein Gefühl der Geborgenheit und wohlige Wärme blieben zurück, doch Nihil löste die Umarmung nicht mehr. Völlig erschöpft war er nach dem Wirken seines Zaubers über Naya zusammengesackt und in einen Ohnmachtähnlichen Schlaf gefallen. Auch Suki lag neben der Tasche zusammengekauert im Tiefschlaf. Jetzt brauchten die beiden erst einmal ein wenig Erholung um wieder zu Kraft zu kommen.

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Naya Shan'don
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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Naya Shan'don » Dienstag 27. März 2012, 21:50

"Danke..... du... lass mich erst einmal deine Wunden versorgen", vernahm Naya und sah auf. Vor ihr stand ein sichtlich verwirrter und erschöpfter Nihil, der dennoch versuchte etwas zu machen. Einige Augenblicke später leuchtete er blau-golden auf und kniete sich vor Naya, nur um sie dann mit dem Schimmer zu umarmen. Naya spürte wieder diese Geborgenheit und Wärme, die sie bereits beim ersten Heilversuch Nihils vernommen hatte. Nach einiger Zeit verschwand der Schimmer, doch Nihil stand nicht erneut auf. Sie spürte sein Gewicht auf ihr schwerer werden. War er etwa eingeschlafen?
Sofort wurde Naya von Schuldgefühlen übermannt. Er hatte sich wegen ihr nun völlig verausgabt... Ohne lange über ihre Tat nachzudenken, schob sie ihn ganz sanft etwas weiter, bis sein Kopf auf ihrem Schoß ruhte. Er sah nun friedlich und völlig entspannt aus. Anscheinend hatte er sich übernommen und es war nur ihre Schuld gewesen. Sie strich ihm ein paar lose Strähnen aus dem Gesicht, ehe sie sich erneut umsah. Alban graste bereits völlig entspannt, als wäre nie was passiert. Das Katzenhörnchen ahmte seinem Herrchen nach, in dem es zusammengerollt neben der Tasche schlief, aus der es herausgeschlüpft war. Würde ein Fremder vorbeikommen, so würde er denken, hier würden zwei Hymlianer einfach ihren Tag genießen, wäre da nicht die Tatsache, dass sie gezwungenermaßen hier landen mussten. Naya seufzte tief und sah wieder auf Nihil herab. Wieder fiel ihr auf, dass er vollkommen anders aussah. Ein erneuter Schub an Herzklopfen wallte in ihr auf. MIt einer Fingerspitze strich sie vorsichtig über seine Wange, um sicher zu gehen, dass das hier wirklich stattfand. Als sie seine Haut spürte, zuckte sie zusammen. Sie hoffte, sie würde ihn nicht wecken und verweilte so noch eine Weile, ehe sie sich irgendwann dazu aufraffen konnte, sich vorsichtig und äußerst langsam aus dieser Position zu befreien. Als wäre Nihil der heiligste Schatz in Celcia, legte sie seinen Kopf auf den Erdboden und stand auf. Ihr Kopf drehte sich sofort, doch der Schwindel verging.
Immer noch etwas verwirrt schritt sie auf Alban zu, der sich nciht von seinem Abendbrot irritieren ließ und ergriff die Seitentasche, die immernoch um den Sattel hing. Als sie diese vom Sattel löste, sah sie hinein und holte ihre geliebte Karte heraus, die ihr ein Gefühl der Sicherheit vermittelte. Solang sie wusste, wo sie war, war sie nicht nervös oder ängstlich. Also klappte sie die bereits alte Karte auseinander und breitete sie vor sich auf den Boden aus. Es war gerade noch genug Tageslicht vorhanden, um ein wenig erkennen zu können. SIe hatte sich nicht getäuscht. Sie mussten sich irgendwo im Wald Sarius befinden. Recht nahe der Grenze zum Urwald Kapayu, wie sie abschätzen konnte. Wie es schien, hatte Ventha den Weg für sie entschieden. Von hier aus war Ganda deutlich näher, als Zyranus, was Nihil bestimmt freuen würde. Es wäre fast dieselbe Strecke, die sie auch heute geflogen waren. Naya nickte zufrieden und packte die Karte wieder in die Umhängetasche, nur um danach festzustellen zu müssen, dass Alban nicht mehr neben ihr graste. Sie sah sich kurz um, ehe sie gerade noch seinen Schweif hinter einem weiter entfernten Baum ausmachen konnte. Sie wollte ihm hinterherufen. Doch dann erinnerte sie sich an den schlafenden Nihil und unterließ einen Ruf. Sie kannte sich hier nicht aus. Sie dürfte nicht zu weit weg von Nihil gehen, aber Alban könnte sich noch schneller verlaufen... Mit einem kurzen Blick sah sie auf das Katzenhörnchen und ging dann schnellen Schrittes zu Nihil. Sie ging kurz vor ihm auf die Knie und beugte sich runter.
"Ich muss Alban zurückholen. Ich bin gleich wieder da.", flüsterte sie und und hauchte Nihil dann - ohne zu Überlegen was sie da eigentlich tat - einen winzigen Kuss auf die Wange. Dann stand sie einfach wieder auf und rannte Alban hinterher. Nach einigen Augenblicken erreichte sie die Stelle, an der sie Alban zuletzt gesehen hatte. Vor ihr wuchsen riesige Bäume, die dicht einainder gereiht waren. Feiner Nebel schwebte um die Bäume herum und verlieh Naya Gänsehaut.
"Alban?", rief sie kleinlaut und hoffte auf ein Zeichen seinerseits. Doch es blieb stumm. Es war mittlerweile schon fast dunkel und kühl war es zudem auch noch geworden. Doch Naya musste Alban finden. Wieder rief sie nach ihm, diesmal lauter. Und wieder blieb alles stumm. Dann trat sie durch die Bäume. Vor ihr erstreckten sie noch mehr Bäume, die mit Büschen umrandet waren. Alban könnte sich hier leicht verletzen und dieser Gedanke trieb Naya in den Wahnsinn. Ihr Herz begann zu rasen und ihre Schritte wurden schneller. Wo war dieser neugiere Pegasus nur hin?...

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Nihil De´val
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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Nihil De´val » Montag 2. April 2012, 22:31

Eine tiefe Schwärze umhüllte Nihil, als er seine Augen öffnete. Vor ihm stand ein Mann. Hochgewachsen und stolz blickte dieser in die Schwärze scheinbar durch den Hymlianer hindurch. Langsam ging er auf den scheinbar unbekannten zu und auch dieser bewegte sich. Es schien so, als würde er sein Spiegelbild sehen und doch war ihm diese Person unbekannt. Als er den Mann erreichte, sah er vor sich das Gemälde seines Vaters, das seine Mutter gezeichnet hatte, doch auf diesem Gemälde war nun nicht länger Nathanael, sondern Nihil zu sehen. In verworrener Weise schien es, als würde er mit seinem Vater die Rollen tauschen. Mal sah er sich, mal wieder seinen Vater in den verschiedensten Situationen und plötzlich stand er direkt vor ihm. Nathanael beugte sich zu seinem Sohn vor und flüsterte ihm ein paar Worte ins Ohr.
"Komm zu mir..."
Nihil wollte etwas erwiedern, als plötzlich ein lautes Rauschen seine Sinne betäubte und ihn wieder in Schwärze hüllte.

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Nach Luft schnappend, als wäre er dem Ertrinken nahe gewesen, öffnete Nihil seine Augen. Er fand sich auf einer Lichtung wieder in einer ihm völlig fremden Umgebung.
Was war das gerade???? Ein Traum?! Eine Naricht?! Eine Vision?!
Er fasste sich an den Kopf und versuchte ein wenig zur Ruhe zu kommen. Langsam kamen auch seine Erinnerungen an die Bruchlandung zurück. Aber wo war Naya? Als er auch Alban nicht sehen konnte, packte ihn die Angst, dass Sie ihn hier zurück gelassen hatten... aber warum?
Nihil ging zu seiner Tasche und hing sie sich um. Suki, die gerade erst erwacht war, sah sich genauso verwirrt um und kletterte dann zu ihrem Herrchen auf die Schulter.
Der junge Lichtnovize beschloss, erst einmal in der näheren Umgebung nach Naya zu suchen. Weit konnte sie ja noch nicht sein. Er sah zu Suki und lächelte sie an.
"Hilf mir meine kleine. Hilf mir Naya und Alban zu finden. Wenn du sie noch riechen kannst zeig mir ihre Spur"
Wären sie in Hymlia, so wäre es für alle wieder ein handfester Beweis gewesen, dass Suki nicht nur irgend ein Haustier war, sondern eine ganz besondere Verbindung zu Nihil hatte. Intelligenz ´funkelte in ihren Augen und als hätte sie jedes Wort verstanden, sprang sie mit einem Satz von Nihils Schulter und streckte ihre Nase in die Höhe. Dann lief das kleine Tierchen los und führte ihren Herrn durch das Labyrinth von Bäumen. Nach einigen Minuten entdeckte Nihil einen schwarzen Schweif, der zwischen den Bäumen umherhuschte.
"Alban"
Eilig huschten die beiden dem Pegasus hinterher, bis hin zu einer kleinen, glasklaren Quelle, die einem Fels entsprang. Der Pegasus stoppte und stärkte sich an dem kristallklaren, kühlen Wasser, doch wo war Naya. Suki sprang ohne zu zögern auf den Rücken von Alban und kletterte auf dessen Kopf, dann schien es so, als würden sich die beiden Tiere unterehalten, da beide abwechselnd immerzu die verschiedensten Geräusche von sich gaben. Nihil war sich sicher, dass Naya irgendwo hier in der Nähe sein musste und sicher gleich auftauchen würde. Er ging ebenfalls zur Quelle und zog sich sein Oberteil aus, um sich etwas zu erfrischen und sich den Schlaf aus den Augen zu waschen. Dann öffnete er den Zwirn, der seine Haare zusammenhielt, und die wilde Mähne fiehl ihm wieder ins Gesicht. Nihil benetzte seine Haare und seinen Oberkörper und lies sich dann zufrieden ins Gras fallen. Suki und Alban spielten nun scheinbar miteinander und Naya würde sicherlich gleich auftauchen.

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Naya Shan'don
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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Naya Shan'don » Dienstag 10. April 2012, 08:37

Naya irrte eine Weile umher, in der Hoffnung, auf Albans Spur zu sein. Eine Weile verging, ehe sie die Luft anhielt und ihren Augen nicht traute. Zwischen den Bäumen, die direkt vor ihr aus dem Boden ragten, bildete sich eine Lichtung heraus. Eine Quelle entsprang dort und bildete einen winzigen See. Naya bemerkte erst jetzt, dass sie durstig war und schluckte schwer. Tatsächlich konnte sie Alban nun ausmachen. Doch er war nicht allein. Nihils Katzenhörnchen tänzelte auf seinem Kopf herum und Naya lächelte fast. Nihil müsste also auch hier sein. Er würde vermutlich nicht ohne seinen winzigen Begleiter fortgehen. Also trat Naya vor und suchte nach ihm.
Als sie ihn auf dem Gras liegen sah, blieb ihr Herz stehen. Er hatte kein Oberteil an und sein Körper war mit Wasserperlen besetzt. Hatte er etwa - bei dieser Kälte - ein Bad genommen? Naya wurde erneut rot und schimpfte nun selbst über sich. Wenn sie nur nicht immer so rot werden würde.... Dann schüttelte sie ihren Kopf und ein paar blonde Strähnen fielen ihr ins Gesicht, die sich sofort wieder aus dem Weg strich. Sie müsste sich beruhigen. Sie war eine erwachsene Frau, ja, sogar eine Himmelsreiterin! Sie dürfte sich nicht von solch einem Anblick aus der Fassung bringen lassen. Mit neu gewonnenem Mut, stampfte sie nun auf Nihil zu und ballte ihr Hände zu Fäusten.
"Du...", ihre Stimme fiel in sich zusammen, als sie nun vor ihm stand und auf ihn herunterblickte. Verlegen räusperte sie sich und sah gezwungenermaßen zu Alban und seinem neuen Spielgefährten.
"Du!", sagte sie diesmal lauter und wollte sichergehen, dass ihre Stimme normal klingen würde, wenn sie weitersprechen wollte, weshalb ihr "Du" etwas fehlt am Platz wirkte und aus dem Zusammenhang gerissen schien. "Verkühlst dich noch...", fuhr sie fort und räusperte sich erneut, ehe sie bereits bemerkte, dass ihre Wangen rot glühten. Verdammte Scham!, wieder fluchte sie über sich selbst, ehe sie - sichtlich verwirrt - auf den Felsen mit dem Quellenursprung zu ging und beide Hände, wie ein Gefäß, vor die Quelle hielt, nur am einige Augenblicke später von dem herrlichen Wasser zu kosten. Sofort fühlte sie sich belebt und - vorallem - nicht mehr so nervös. Mit einem zufriedenen Lächeln drehte sie sich wieder zu Nihil und atmete tief durch.
"Wir sollten uns ein Nachtlager suchen.", sagte sie dann ruhig und ging dann zu Alban, um ihm den Hals zu streicheln.
"Und du ... solltest nicht mehr alleine weggehen...", flüsterte sie dann zu Alban und war sichtlich froh darüber, ihn wieder an seiner Seite zu haben.

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Nihil De´val
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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Nihil De´val » Samstag 14. April 2012, 06:11

Es war etwas frisch, doch das störte den jungen Hymlianer nicht weiter. In den luftigen Höhen Hymlias war es auch manchmal ziemlich kalt und trotzdem war dies kein Grund für den Lichtnovizen, nicht pünktlich zu seiner Lehreinheit zu kommen. So lag er nun auf der Wiese und driftete ein wenig ab, als er spürte, dass sich ihm etwas näherte. DIe Augen geschlossen, wartete er darauf, dass dieser jemand oder etwas nah genug an ihm war, um reagieren zu können. Innerlich bereitete sich gerade jede Zelle seines Körpers darauf vor, einen Kampf gegen irgendein Ungetüm der Bodenwelt auszutragen. ALs er dann schließlich eine zittrige Stimme hörte, die er als Naya ausmachen konnte, öffnete er die Augen, sprang auf die Beine und umarmte sie.
"Da bist du ja... du kannst mich doch nicht einfach so alleine lassen..."
letzteres sagte er mit einem neckischen Grinsen auf den Lippen. Schließlich löste er sich wieder von ihr und ging zu Alban.
"Ja ein Nachtlager können wir aufschlagen, doch sollten wir besser so bald als möglich wieder aufbrechen.... nicht, dass wir uns wieder verlieren."
Nihil setzte sich auf den Boden, zog sich sein Oberteil wieder über und holte sein Notizbuch aus seiner Tasche. Er schlug es auf und studierte die verschiedenen Zauberbeschreibungen und Nebennotizen, die er immer zu Papier gebracht hatte. Kurze Zeit später erhob er sich dann jedoch wieder und ging zielstrebig auf Naya zu. Er fasste schnell nach ihrer tauben Hand und hob sie an. Mit einem lächeln auf den Lippen blickte er darauf und studierte sie.
"Ein jeder Magier hat seine eigene Note, die sich in der Wirkung und Art seiner Zauber zeigt. Zwei Magier der selben Klasse wirken ein und den selben Zauber und trotzdem wirken beide sowohl optisch als auch in ihrer Art völlig unterschiedlich..... hat man einen neuen Zauber erlernt, so muss man erst seine eigene Note darin einbringen, um die optimale Wirkung zu erreichen. Ich denke, wenn ich meine eigene Note in den Unterstützungszauber gelegt habe, wirst du deine Hand besser und länger spüren können als bis jetzt.
Er lies die Hand wieder nach unten gleiten und blickte Naya freudig an.
"Wir beide schaffen das schon"

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Naya Shan'don
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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Naya Shan'don » Sonntag 22. April 2012, 18:44

Naya staunte nicht schlecht, als Nihil sie einfach mal umarmte. Sofort wurde sie wieder nervös und räusperte sich vor lauter Verlegenheit. Dann ließ er sie los und ging zu Alban. Er war mit dem Nachtlager einverstanden. Naya war froh. Weiterfliegen wollte sie jetzt nicht, zumal die Dunkelheit eingebrochen war. Naya beobachtete Nihil. Er zog sich wieder an und studierte ein Buch auf, dass er konzentriert studierte. Schulterzuckend wandte sie sich Alban zu und streichelte ihm sanft über den Hals. "Morgen früh gehts weiter, mein Großer.", sagte sie kaum hörbar und lächelte. Sie war gespannt, was die Reise noch bringen würde.
Plötzlich wurde sie um ihre eigene Achse gedreht und blickte direkt in Nihils Augen. Er hielt ihre Hand fest und hob sie an. Dann lächelte er und studierte sie.
"Ein jeder Magier hat seine eigene Note, die sich in der Wirkung und Art seiner Zauber zeigt. Zwei Magier der selben Klasse wirken ein und den selben Zauber und trotzdem wirken beide sowohl optisch als auch in ihrer Art völlig unterschiedlich..... hat man einen neuen Zauber erlernt, so muss man erst seine eigene Note darin einbringen, um die optimale Wirkung zu erreichen. Ich denke, wenn ich meine eigene Note in den Unterstützungszauber gelegt habe, wirst du deine Hand besser und länger spüren können als bis jetzt.", sagte er und Naya blickte ihn verwirrt und völlig nervös an. Eigene Note... das klang so vertraut und... intim. Sie wurde sofort wieder rot, als sie spürte, dass Nihil ihre Hand losließ, die langsam wieder an ihre Seite sank.
"Wir beide schaffen das schon", sagte er schließlich und Naya nickte. Sie war Ventha dankbar, dass Nihil an ihrer Seite war. Alleine wäre diese Reise bei weitem nicht so toll, wie mit Nihil. Dann konnte sie sich selbst ein Lächeln aufzwängen und sah sich um.
"Hier... ist doch ein gutes Plätzchen.", stellte sie fest. Es war genug Wasser in der Nähe. Die Bäume und die Büsche würden auch vor Kälte und Wind schützen. Sie ging auf Alban zu, befestige ihn schnell und sicher an einem Baumstamm und holte dann einen Reiseumhang aus dem Beutel, der an Albans Sattel hing. Fest umklammernd ging sie zu Nihil und zeigte ihm diesen.
"Darauf müssen wir heute wohl schlafen...", stammelte sie und sah wieder auf den Boden. Dann ging sie auf einen Baum zu und breitete den Reisemanten aus, auf den sie sich sogleich niederließ. Erst jetzt bemerkte sie, wie müde sie eigetnlich war. Sie legte sich auf die Seite, hob ihre Knie an, die sie mit ihren Armen dann leicht umarmte und versank in einen traumlosen Schlaf.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Der nächste Morgen brach an und weckte Naya eher unsanft. Es war kühl und die Feuchigkeit des Erdboden hatte sich durch den Reisemantel gearbeitet. Naya stand langsam auf und bemerkte, dass sie Kopfschmerzen hatte. Stöhnen raffte sie sich auf und ging zur Quelle, um sich das Gesicht zu waschen. Das Wasser war eisig und weckte sie auf, verstärkte jedoch gleichzeitig ihre Kopfschmerzen. Sie seufzte. Was würde sie heute Nacht für ein ordentliches Nachtlager tun.... Ein weiches Bett... in einem warmen Zimmer... Sofort fühlte sie sich etwas besser und sah zu Alban, der - Ventha sei Dank- noch an selber Stelle stand. Sie tätschelte seinen Kopf und befreite ihm vom Baum. Dann holte sie nochmals die Karte aus der Satteltasche, um die Route nun genau planen zu können.

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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Nihil De´val » Freitag 27. April 2012, 17:42

Nihil machte sich sofort daran, sich vollends auf den Zauber zu konzentrieren, als wolle er ihn wirken. Als er jedoch die Kräfte dafür kanalisiert hatte, lies er sie durch jede Pore seines Körpers fahren und stimmte sich genau darauf ein. Bei simplen Zaubern war dies noch relativ leicht. Erst bei den komplizierteren Zaubern würde es schwerer werden, sich auf auf den Zauber einzustellen und seine persönliche Note hinzuzufügen. Palanthor hatte einmal erzählt, dass es einige Zauber gab, für die er mehrere Monate intensives Training benötigt hatte, um sich darauf einzustellen.
Nihil erhob sich wieder und ging zu Naya.
"Morgen früh werde ich deine Hand wieder für eine Weile bewegungsfähig machen"
Als sie den Reisemantel ausgebreitet hatte, musste der unge Hymlianer schmunzeln. Viel Platz war darauf nicht. Er wartete darauf, dass Naya sich hingelegt hatte, und legte sich dann in Löffelchenstellung von hinten an sie heran. Seinen Arm legte er um ihre Hüfte und schmiegte seinen Körper an den ihren - natürlich ohne Hintergedanken.
"So... jetzt sollte keiner von uns über nacht unterkühlen. Gute Nacht Naya...

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Als Nihil am nächsten Morgen seine Augen öffnete, stellte er schnell fest, dass Naya nicht mehr an seiner Seite lag. War sie etwa schon wieder verschwunden???? Er erhob sich und stellte fest, dass ihm jeder Knochen weh tat. Die Nacht auf dem harten Waldboden überhaupt auf dem BODEN schien ihm nicht sonderlich gut bekommen zu sein. Der junge Lichtmagier streckte sich und sah sich um. Erleichtert stellte er fest, dass Naya ein paar Meter entfernt auf dem Boden sahs und die Karte studierte. Er näherte sich von hinten und ging neben ihr in die Hocke
"Guten Morgen. Ich hoffe die Nacht war für dich erholsamer als für mich. Ich würde sagen wir essen erst einmal eine Kleinigkeit, dann kümmere ich mich um deine Hand und danach sollte einem Weiterflug nichts mehr im Weg stehen"
Mit diesen Worten ging Nihil zu dem Rucksack, dem ihm seine Mutter mitgegeben hatte und holte etwas Brot, Käse und Trockenfleisch heraus. Er gab Naya einen Teil ab und teilte seine Portion mit Suki. Als er gesättigt war, wandte er sich der Himmelsreiterin zu. Er umfasste ihre Hand und stimmte einen harmonischen, magischen Gesang an. Währenddessen, streichelte er immer wieder mit beiden Händen über Nayas Hand, von der ein leises Knistern ausging und die langsam begann zu glimmen. Plötzlich hielt Nihil inne und senkte seinen Kopf hinunter zu der Hand der Hymlianerin um sanft darüber zu Hauchen. Es fühlte sich so an, als würde eine frische Brise an einem heißen Sommertag über Nayas Haut fahren und das Gefühl in ihre Hand zurückgleiten. Zufrieden lächelte Nihil, als er spürte, dass sein Zauber gelungen war und erhob sich, um geraden Schrittes auf Alband zuzugehen.
"Das wäre geschafft... na dann auf auf"

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Re: Eine Nacht im Sarius

Beitrag von Erzähler » Sonntag 6. Mai 2012, 22:34

Wenn man daran gewöhnt war, jede Nacht in einem weichen, warmen Bett zu verbringen, war es eine ganz ordentliche und vor allem brutale Umstellung, plötzlich auf dem harten Boden in einem kalten, feuchten Wald zu nächtigen. Für Naya, die mit ähnlichen Umständen bereits Erfahrung gemacht hatte, war es zwar nicht ganz so schlimm, wie für Nihil, aber trotzdem hinterließ so eine Nacht auch bei ihr deutliche Spuren. Dabei konnten sie noch von Glück sprechen, dass sie nur ein wenig durchnesst und steif waren. Genau so gut hätten se sich auch Unterkühlungen zuziehen können oder im Schlaf von Waldbewohnern überrascht worden sein. Aber vor beidem waren sie glücklicherweise verschon geblieben und ein paar schmerzende Knochen würden keinen der beiden umbringen. Es war doch eher eine Lektion, dass das Leben nicht überall so angenehm war, wie in der Stadt über den Wolken.
So unsanft die Nacht selbst auch gewesen sein mochte, so schön war dafür der Morgen. Es war zwar noch ein wenig frisch, aber die Sonne lachte bereits kräftig am Himmels und kündigte einen warmen Tag an. Der Wind war noch erfüllt von dem Geruch nach Regen, aber abgesehen von ein wenig Tau auf den Blättern der Büsche, war alles trocken. Es gab kein Anzeichen mehr von dem Unwetter, dass sie am vorigen Abend zu diesem Zwischenstopp gezwungen hatte. Es waren die Perfekten Vorraussetzungen, um die Reise fortzusetzen. Aber zuvor galt es natürlich die eine oder andere Kleinigkeit zu erledigen. Frühstücken stand dabei ganz oben auf der Liste. Solange sie am Boden waren, mussten sie das ausnutzen, denn auf Albans Rücken war es sehr schwer, etwas zu sich zu nehmen. Zwar fiel die Mahlzeit ein wenig schlicht und dürftig aus, aber die Proviantrationen reichten zumindest aus, um ihre Mägen zu füllen. Währenddessen untersuchte die junge Himmelsreiterin ihre Karte und legte die Reiseroute fest. Auf Nihils bitten hin änderte sie das nächste Ziel von Zyranus nach Ganda. Wie lange sie in dem großen Handelsdorf bleiben würden, stand zwar noch nicht fest, aber der Aufenthalt wäre sicherlich kürzer als in Zyranus, daher war dieser Entschluss nur logisch. Als die Hymlianerin endlich alles erforderliche festgelegt hatte, kam der Höhepunkt des Morgens, in dem der Lichtmagiernovize die Hand seiner Begleiterin abermals heilte. Tatsächlich war sein Zauber dieses mal bereits ein wenig stärker, als am Tag zuvor, aber trotzdem würde die Wirkung schneller verfliegen, als beiden lieb war. Aber zumindest den Flug über, sollte Naya keine Probleme mehr haben. Aber eventuell würden diese kommen, wenn Nihil den Belebungszauber noch häufiger einsetzte. Palanthor hatte es ihm einmal erklärt. Wenn man nur die Symptome und nicht den Ursprung mit Magie bekämpfte, konnte es sein, dass der Körper gegen den Zauber immun wurde. Bei zwei Fast-Heilung bestand da natürlich noch keine Gefahr, aber wie oft Nihil seiner Freundin noch helfen konnte, war ungewiss.
Ohne hektik brachen die beiden Hymlianer ihr Lager ab und verstauten wieder alle ihr Hab und gut in ihren Reisetaschen oder den Satteltaschen des schwarzen Pegasus’. Nachdem sie sichergegangen waren, nichts vergessen zu haben, schwang sich Naya in den Sattel und zog Nihil hinter sich auf Albans Rücken. Der Pegasus schnaubte ungeduldig und scharte mit den Hufen, begierig darauf sich wieder in die Luft zu erheben. Suki hingegen wirkte nicht sonderlich begeistert. Die kleine Katze hatte sich in Nihils Tasche versteck und wollte nicht mal mit dem Köpfchen raus gucken. Dann ging es endlich weiter! Alban musste zwar ein paar Runden um die Lichtung drehen, ehe er genug Geschwindigkeit gesammelt hatte, aber dann ging es wieder hinauf in den Himmel, der Sonne entgegen.

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