Das Haus der Familie Askalda

Dieses Dorf beweist, dass unterschiedliche Rassen auch friedlich miteinander leben und auskommen können. Menschen und Elfen haben sich zusammengetan und dieses Dorf geschaffen. Im Einklang und friedlicher Harmonie hilft man sich gegenseitig.
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Das Haus der Familie Askalda

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 10. Januar 2013, 12:14

Tondred kommt von: Der westliche Teil Celcias ‹ Der Wald Sarius ‹ Ein Schimmer voller Hoffnung
Das Tondred nicht auf die Frage bezüglich des anzüglichen Buches über nackte Elfen einging, verwunderte Pong schon sehr, aber er kannte diesen Gesichtsausdruck von seinen Bruder. Wahrscheinlich war Red in Gedankenversunken und damit sollte der kluge Goblin recht haben. Der angehende Magus dachte über die möglichen Konsequenzen nach, die eventuell durch die beiden Brüder entstehen konnten. Schließlich waren viele Goblins auf der Seite des dunklen Volkes und versorgten diese mit schaurigem Kriegwerkzeug. Das die Bewohner des Dorfes der Waldmenschen bei ihren Anblick ein mulmiges Gefühl bekamen, war durchaus verständlich.

Trotz aller Vorurteile und skeptischen Blicke erreichte die Gruppe das Geburtshaus von Tondred. Sein Vater verschwand mal wieder eilig und bekam von den neuen Freunden seines Sohnes nichts mit.
Dafür war seine Mutter sich dem neuen Besuch durch aus bewusst und ehrlich gesagt nicht all zu Begeistert. Doch Tonnie wäre nicht Tonnie wenn er nicht ständig irgendetwas oder irgendwen anschleppen würde. Einmal als Kind hatte er ein Stinktier gefunden und es stolz mit nach Hause gebracht. Das Tier war darüber nicht begeistert gewesen und hatte sein Namen alle Ehre gemacht. Über diese Erinnerung musste Lessien leicht schmunzeln. Sie gab ihr Einverständnis unter der Bedingung dass die Goblins sich benehmen sollten. Irgendwie hatte sie so eine Ahnung, dass diese Beiden Exemplare mit dem Chaos sehr eng verbunden waren. Schließlich hatte sie gerade auch den kompletten Boden zu einer Graswiese verzaubert!
Sie ging schon voran um zwei weitere Teller bereit zu stellen. Die Brüder waren während des Gespräches zwischen dem Lichtmagier und seiner Mutter verdächtig ruhig gewesen. Sie hatten da etwas gehört, was sie lieber nicht gehört hätten, wenn es jedenfalls nach Tondred ginge. Als er den Beiden sagte sie sollten sich benehmen nickte diese nur. Red war schon wieder in seine Gedanken versunken und folgte seiner Mutter. Das Tatsu den Goblins einen fiesen Blick zugeworfen hatte, bemerkte er gar nicht. Als Tondred dann auch noch sein Kommentar los ließ das nur er und seine Mutter nicht beißen, hörte er irgendein Gemurmel. Kurze Zeit später kamen dann auch Ping und Pong ins Haus. Gerade rechtzeitig, denn als hätte man einen Knopf gedrückt, fing es an zu Regnen. Es war ein feiner Schauer, aber so wie er sich anhörte würde es wohl den ganzen Tag schütten.
Die Beiden Brüder blickten sich um, der Raum hatte eine beträchtliche Größe und die Ranken sorgten für die nötige Privatsphäre. Sie erkannten auch im hinteren Teil eine Treppe die wohl in die Obere Etage führte. Ping und Pong folgten Tondred in die Küche wo sie seine Mutter erwartete. Der kleine Hölzerne Tisch war für die beiden Neuankömmlinge gedeckt. Es gab einen Schüssel mit Früchten des Waldes. Dazu eine Karaffe voll mit frischer Ziegenmilch, sowie Käse, ein kleinen Becher voll mit Honig sowie ein Gefäß mit selbst gemachter Marmelade und genug Brot für alle. Fleisch gab es bei der Familie Askalada erst und nur zum Abend, warum das so war wusste keiner so recht. Es war halt schon immer so!
Der angehende Magier ging zu seinen üblichen Platz. Die beiden Goblins nahmen auf den Stühlen mit den Sitzkissen platz, damit sie auch den Tisch erreichten. Den schließlich war die komplette Familie Askalada hoch gewachsen und hatte ihr Mobiliar angepasst.
Tondred kam das verhalten der Beiden mehr als seltsam vor, sie benahmen sich so…
Anständig?!
Seine Mutter behielt die Goblins auch im Auge und als hätten es die Zwillinge gemerkt begann einer von ihn zu sprechen.
„Ein Schönes Haus habt ihr Mutter von Tonnie. Sehr gemütlich eingerichtet!“
Dabei machte er eine Geste die den Raum mit einschloss, sein Bruder nickte derweil und erwiderte.
„Vielen Dank das wir bei Ihnen Unterkommen dürfen. Wir können das Essen auch bezahlen.“
Lessien sowie Tondred blickten die Beiden mit offenem Mund an. Der Schüler der Lichtmagie hätte ja mit allen Gerechnet aber das Ping und Pong Manieren besaßen und höflich reden konnten, damit hätte wohl keiner gerechnet. Auch seine Mutter war erstaunt über das Verhalten der Zwillinge. Schließlich hatte sie so einiges über Goblins gehört. Zum einen das sie Arrogant sind und alle Anderen für dumm abstempelten. Aber dass sie Höflich waren, hatte sie noch von keinen gehört.
Die Brüder blickten Tondred und seine Mutter verwundert an und fragten auch sogleich.
„Haben wir was Falsches gesagt oder getan?“ Lessien fing sich als erstes wieder.
„Nein Nein alles bestens! Bedient Euch ruhig. Es ist genug da und ihr müsst dafür nicht zahlen!“
Das ließen sich Ping und Pong nicht zweimal sagen und schlugen sich die Teller voll.
Ping wendete sich an Tondred, nachdem er ein Stück Apfel den er mit Honig überzogen hatte runter schluckte.
„Wir suchen nach Erdlöchern die von einem gewissen Wurm namens Waldschreck gegraben wurden.“ Lessien zuckte zusammen und blickte die Beiden entsetzt an. Für den Lichtmagier ergab das alles kein Sinn. Er hatte noch nie von so einer Spezies gehört und vor allen er kannte fast alle Tiere die im Wald Sarius lebten und hatte diese auch gezeichnet. Was ihn aber mehr verwunderte war die Reaktion seiner Mutter.
Pong bemerkte das Tondred nicht wusste worum es ging und holte ein Stück Pergament aus seiner Lederweste hervor. Ohne viel umschweife überreichte er den angehenden Magus das Dokument.
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Re: Das Haus der Familie Askalda

Beitrag von Tondred Askalda » Freitag 11. Januar 2013, 07:31

Als Tondred sich an den gedeckten Tisch setzte knurrte sein Magen, aber so leise dass keiner außer ihm es bemerkte. Nachdem die Goblins sich gesetzt hatten wollte er schon nach einem Apfel greifen doch dann sagte einer der beiden: „Ein Schönes Haus habt ihr Mutter von Tonnie. Sehr gemütlich eingerichtet!“ Er hat Manieren!? ER HAT WIRKLICH MANIEREN! „Vielen Dank das wir bei Ihnen Unterkommen dürfen. Wir können das Essen auch bezahlen.“ sagte der andere Goblin. Als der zukünftige Magus dies hörte fiel ihm fasst seine Kinnlade auf den Tisch und er dachte sich Was ist mit den beiden denn los? Erst sind sie total Laut, verprügeln sich beinahe und auch etwas piesackend und jetzt? Jetzt sind sie höflich und bieten sogar an für ihr Essen zu bezahlen! Das hätte ich nie gedacht und Mutter anscheint auch nicht! als Tonnie, wie ihn seine Mutter und jetzt auch die Goblins nannten, wieder dem Gespräch folgte bekam er gerade noch mit wie seine Mutter das Angebot der Goblins ausschlug und sie zu essen animierte. Tondred, dessen Magen nun noch lauter knurrte, griff sich schnell einen Apfel, ein Stückchen Käse und etwas von dem Brot bevor die Goblins anfingen sich ihre Teller voll zu hauen. Er lies seinen Blick über den Tisch schweifen und ihm fiel auf, dass etwas wichtiges fehlte. Also stand der Halbelf, noch bevor er einen Bissen essen konnte, auf und durchsuchte die Schränke nach einer Karaffe mit dem kalten grünen Tee, den er so liebte. Kurz bevor er schon die Hoffnung aufgeben wollte fand er sie und sie war randvoll mit dem Tee. Kaum in die Hand genommen saß Red schon wieder am Tisch und goss sich den Tee in seinen Holzbecher. Nach seinem ersten Schluck seufzte er vor Freude. Man das tat gut! Der erste Schluck ist immer der beste!!! Danach fing der hungrige mit seinem Frühstück an indem er genüsslich in seinen Apfel biss.
Gerade als Tonnie das Stückchen Käse vertilgen wollte begonnen die Goblins ein Gespräch mit ihm. „Wir suchen nach Erdlöchern die von einem gewissen Wurm namens Waldschreck gegraben wurden.“ sagte einer der beiden, der gerade ein Stück mit Honig überzogenen Apfels runter geschluckt hatte. Tondred blickte in das entsetzte Gesicht seiner Mutter danach wendete er sich wieder dem Goblin zu Was ist dieser Waldschreck? Ist das eine Spezies die hier im Wald lebt? Wenn ja warum habe ich sie bis heute noch nicht einmal gesehen? Warum ist Mutter so entsetzt über den Wurm? Kaum hatte er den Bissen, den er im Mund hatte, runter geschluckt reichte ihm der eine der Goblins auch schon ein Stück Papier. Der Lehrling der Lichtmagie entfaltete das Dokument. Es war die Zeichnung eines Wurmes größer noch als eine Bär. An stelle von Haut hatte der Wurm Chitinplatten, so nannte man das Außenskelett einiger Insekten soviel wusste der Bücherwurm. Die Chitinplatten hatten einen fahlen Farbton, das heißt sie hatten die Farbe von Leichen ein sehr helles und blasses Grün. Sein Mund, obwohl Schlund passender war, war mit mehreren Reihen spitzer, scharfer Zähne besetzt. Der Schlund und einige Stellen in der Chitinpanzerung des Wurmes leuchteten rot. „Das ist also ein Waldschreck!? Sieht für mich aus wie ein sehr großer Wurm. Ist der irgendwie gefährlich oder ist er ein schlechtes Omen? Was für ein Material wollt ihr aus den, von ihm gegrabenen, Löchern holen? Etwa Chitin oder doch was ganz anderes? Wofür benötigt ihr das Material?“ fragte Tondred verwirrt in die Runde und sah alle eindringlich an. „Weiß Vater davon und ist er deshalb so schnell gegangen? Los sagt schon ich hasse es wenn ich über etwas im unklaren gelassen werde!“ sagte er dies mal in einem eher wütenden Tonfall und seine Augen leuchteten erneut in einem feurigen orangegelb auf. Der Jüngling, dessen Augen noch immer leuchteten und funkelten, leerte schnell seinen Becher Tee und füllte ihn erneut nur um ihn wieder zu leeren. Er spürte auf einmal einen starken Kopfschmerz und er sah Sterne. Der Versuch die Sterne weg zu blinzeln brachte rein gar nichts und auch das Massieren seiner Schläfen half dem Halbling nicht weiter. Er spürte schon wie er auf seinem Stuhl anfing hin und her zu wippen. Doch jeder Versuch seinerseits sich wieder in eine ruhige Sitzposition sorgten eher für das Gegenteil er wankte nur noch mehr. Ihm wurde schwarz vor Augen und das letzte was er wahrnahm war wie er auf dem warmen, weichen Boden aufschlug.

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Re: Das Haus der Familie Askalda

Beitrag von Erzähler » Dienstag 15. Januar 2013, 09:17

Die Ohnmacht von Tondred kam eher unerwartet. Die Mutter von Red wusste das ihr Sohn unglaublich Wissensdurstig war und es hasste über etwas im Unklaren zu sein, aber das er sich so in etwas hineinsteigerte war Neu. Tatsu war sofort zu seinen Bruder gerannt und leckte ihn mit seiner Zunge quer übers Gesicht.
Einer der Goblins, vermutlich war es Ping sprang auf den Tisch. „Verdammt das Mistvieh versucht Tonnie zu fressen, mach was Ping!“ Anscheinend war es doch Pong der auf den Tisch gesprungen war. Ping jedenfalls blickte entsetzt zu seinen Bruder und dann wieder zum Wolf.
„Was soll ich?... Mach du das doch!“ Lessien konnte nur müde über das Verhalten der Goblins lachen und ging zu ihren Sohn und Tatsu. Da sie sich regelmäßig um Verletzungen und Krankheiten jeglicher art kümmerte, erkannte sie sofort das ihr Sohn nur Hyperventilierte und durch den damit entstehenden Sauerstoffmangel das Bewusstsein verlor. Kurz hockte sie sich in Höhe seines Kopfes hin und überprüfte seinen Puls. Ein kurzes nicken und sie verschwand in das Behandlungszimmer.
Die Zwillinge blickten weiterhin entsetzt den Wolf an und dachten noch nicht mal daran, sich diesen zu nähern.

Tondreds Mutter erschien wieder, in der Hand hielt sie eine kleine Phiole. Tatsu dachte noch nicht mal daran aufzuhören das Gesicht seines Freundes abzulecken, doch als Lessien den Verschluss öffnete, entfaltete das Riechsalz seine Wirkung.
Der Wolf hörte sofort auf mit seinen feuchten Weckversuch und legte sich flach auf den Boden. Seine beiden Pfoten verdeckten dabei seine Nase. Tatsu war ein wirklich treuer Begleiter, denn die meisten hätten bei diesem Geruch und solch einer feinen Nase das weite gesucht. Nur nicht der treue Wolf, dieser haderte der Dinge.

Die Öffnung der Phiole befand sich direkt unter den Nasenlöchern des angehenden Magus. Lessien machte ein paar kreisende Bewegungen damit der Geruch besser aufstieg. Es dauerte auch nicht lange und Tondred wurde durch den beißenden "Duft" wieder zurück geholt. Ruckartig richtete er sich auf und musste einen Würgereflex unterdrücken. Seine Mutter hatte rechtzeitig das Behältnis mit dem Riechsalz zurückgezogen und wieder verschlossen.
Tatsu glücklich dass es seinen felllosen Bruder wieder besser ging, stieß kurz mit den Forderpfoten gegen den Rücken von Tondred. Das war eine eindeutige Aufforderung zum Spielen. Trotz seines alters verhielt sich der Wolf noch manchmal wie ein Welpe. Wie der junge Gelehrte aus einer Abhandlung über Caniden wusste, war dieses Verhalten bei Wölfe die unter Menschen lebten normal. Der Grund so vermuteten Einige, lag daran, dass diese Tiere durch die Haltung der Menschen nie erwachsen wurden und sozusagen Welpen blieben. Diese These ist aber noch nicht bestätigt und wird noch einige Dekaden untersucht.

Lessien half ihren Sohn wieder auf seinen Platz und nahm ihn den Tee weg. Stattdessen stellte sie ihn einen Krug Wasser hin. Pong setzte sich wieder auf seinen Platz und blickte zur Mutter von Tondred. „Hat er solche Anfälle öfters?“ Er blickte besorgt zu dem Lichtmagier. Sein Zwillingsbruder hingegen behielt Tatsu im Auge, er vertraute den Frieden nicht und der Wolf funkelte mit seinen Augen Ping an. „Sagen wir es mal so! Tonnie ist sehr Wissbegierig und steigert sich gerne in etwas hinein.“ Dabei zwinkerte sie ihren Sohn zu. „Achso! Das kenne ich, Ping muss ich manchmal auch erinnern zu essen. Wenn er gerade etwas Neues Konstruiert!“ Der Angesprochene blickte seinen Bruder entsetzt an. „Was ich?!!! Du meinst wohl ich muss dich ständig erinnern zu essen oder zu trinken. Ich meine manchmal vergisst du sogar zu sch…“ „Schluss damit!“ Fuhr ihn Lessien mit einer Strenge ins Wort, die Red nur kannte wenn er als Kind heimlich zur Schlafenszeit noch ein Buch gelesen hatte. Es ging damals weniger darum das er nicht lesen durfte, sondern das es nicht gut war mit einer Decke über den Kopf ein Buch zu lesen, während eine brennende Kerze jederzeit das Laken entzünden konnte.
Die Brüder zuckten genauso zusammen wie Tonnie. „Erzählt uns jetzt lieber warum ihr nach diesen Wurm sucht, als euch zu streiten!“
Ping und Pong schluckten beide Lautstark, bevor einer von Beiden das Wort ergriff. „Dieser Wurm, wobei wir noch nicht mal wissen ob er noch oder überhaupt jemals existiert hat, soll ein besonderes Körpermerkmal haben. Es geht um seinen Panzer, der ihn vor Schlägen und sogar angeblich vor zaubern schützen soll. Diese Schuppen sollen sich hervorragend zu Rüstungen verarbeiten lassen, nur gibt es niemanden in ganz Celcia der noch oder jemals solch eine Rüstung im Besitz hatte. Wie gesagt, das sind alles Legenden und Erzählungen, wir sind nur durch Zufall auf den Waldschreck aufmerksam geworden.“ Der andere Goblin ergriff jetzt das Wort. „In einen sehr alten Buch über die Herstellungen von Rüstungen bin ich auf die Schuppen des Waldschrecks aufmerksam geworden. Wir haben uns dann weiter auf die Suche gemacht und hier im Wald frische Erdlöcher gefunden, die verdächtig groß waren. Wir haben die Löcher auf unserer Karte markiert und haben ein Muster feststellen können und wenn uns nicht alles täuscht, müssten wir hier in der nähe des Dorfes der Waldmenschen auf ein weiteres Loch stoßen.“
Tondred Mutter blickte besorgt zu ihren Sohn. „Ich hoffe bei Florencia und Phaun das dass Loch zu dem gerade Tonnies Vater unterwegs ist, nicht eins von diesem Waldschrecklöchern ist. Zwei Kinder werden vermisst und dein Vater ist zur Sicherheit mit fünf Kriegern in das Loch abgestiegen. Es stellte sich heraus dass es ein Tunnelsystem unter dem Wald gibt. Was und bis jetzt verborgen blieb.“
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Re: Das Haus der Familie Askalda

Beitrag von Tondred Askalda » Dienstag 22. Januar 2013, 09:21

Mit Einverständnis des Mods

Tondred hörte etwas, auch wenn es für ihn nur nach rauschen klang. Er atmete tief ein und sog dabei die Luft durch seine Nase. Da war er, ein Geruch wie er ekliger nicht sein konnte. Es roch nach einer Mischung aus Erbrochenem, Exkrementen, faulen Eiern und Rosenkohl. Er richtete sich schlagartig auf und musste einen Würgereflex unterdrücken. Der junge Magus blinzelte. Ihm war schwarz vor Augen aber nach mehrfachem Blinzeln legte es sich und er sah wieder etwas, auch wenn es verschwommen war. Red spürte einen leichten Stoß gegen seinen Rücken, als er sich um sah bemerkte er einen rostbraunen Fleck hinter sich. Das musste Tatsu gewesen sein. Er spürte wie jemand ihm hoch half und ihn auf seinen Stuhl setzte. Schnell blinzelt saß Tonnie am Esstisch und versuchte dem Gespräch zwischen den Goblins und seiner Mutter zu folgen. Nach einigen Augenblicken konnte er wieder klar sehen. Sein Mund war trocken also nahm er einen Schluck von dem Wasser das seine Mutter ihm hingestellt hatte. „...Zwei Kinder werden vermisst und dein Vater ist zur Sicherheit mit fünf Kriegern in das Loch abgestiegen. Es stellte sich heraus dass es ein Tunnelsystem unter dem Wald gibt. Was uns bis jetzt verborgen blieb.“ hörte er seine Mutter sagen. Tondred wurde hellhörig. Da ist Vater also hin gegangen! Aber was hat das jetzt mit dem Wurm zu tun? Existiert er wirklich oder ist er doch nur eine Legende? Ist er gefährlich? Hat er die Löcher und Tunnel gegraben? Ist sein Panzer wirklich so widerstandsfähig? Er versuchte immer wieder selbst Antworten auf seine Fragen zu finden, doch sein Gehirn wollte sich nicht dazu bequemen lassen sie ihm zu liefern. Er nahm noch einen Schluck Wasser und überlegte dabei immer wieder was die Antworten sein könnten aber er bekam sie einfach nicht. So fasste der junge Magier einen Entschluss, er würde selbst in das Loch hinab steigen und das Tunnelsystem untersuche. „Mutter, Ping, Pong und Tatsu ich hab euch etwas mitzuteilen! Ich stelle mir einige Fragen und weil ich ihre Antworten nicht kenne werde ich den Grund meiner Fragen untersuchen, dazu muss ich in das Loch hinab steigen und nach dem Wurm suchen. Ich gehe auch alleine wenn ihr nicht wollt, aber da ihr beiden, Ping und Pong, nach den Materialien suchen wollt wäre es gut wenn wir gemeinsam gehen würden. Mutter ich weiß, dass du dir sorgen machst wenn ich da runter steige aber ich muss es machen sonst werde ich dieses Gefühl, etwas nicht zu wissen, einfach nicht mehr los. Falls Vater und den Anderen da unten etwas passieren sollte ist es auch besser einen weiteren Heiler runter zu schicken! Ich werde dafür sorgen das alle wieder nach Hause zurück kehren können.“ Red holte Luft und sprach weiter: „Egal was passiert Mutter ich möchte nicht, dass du in das Loch hinab steigst. Ich werde in Erfahrung bringen ob es diesen Wurm gibt, wer für die Tunnel verantwortlich ist und, wenn er denn existiert, ob sein Panzer wirklich so gutes Rüstungmaterial ist wie ihr beiden gesagt habt.“ Sein Herz schlug schneller, sie Hände wurden feucht vom Schweiß und seine Augen funkelten in einem hellem Gelb. Der Magus war aufgeregt, nervös und auch ängstlich, aber dies Angst musste er überwinden. Tonnie stand auf und ging, ohne ein Wort zu sagen, die Treppe hinauf. Ein Stockwerk höher war die Bibliothek seines Vater, die der Halbelf schon zu Dreivierteln durch gelesen hatte. Sein eigenes Zimmer betrat er durch eine Tür am anderen Ende der Bibliothek. Er öffnete die Tür und bemerkte, dass seine Mutter sein Zimmer aufgeräumt hatte. Der Bücherwurm legte seine Tasche ab, nahm sich eine Mappe und suchte einige seiner Bilder aus den Stapeln heraus. Es waren die Bilder, die Tondred von Elfen gezeichnet hatte, er wollte dem Goblin der die Idee hatte die Bilder in Buchform zu verkaufen. Seine Tasche umhängend und mit der Mappe in einer Hand verließ Tondred sein Zimmer und ging wieder in die Küche. Dort angekommen zeigte er die Mappe den Goblins. Dann achtete er darauf, dass seine Mutter gerade abgelenkt war und sagte: „Das sind die Bilder von denen wir vorhin gesprochen haben, erzählt Mutter nicht was für Bilder es sind.“ Red öffnete die Mappe und zeigte den beiden das oberste Bild.

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Re: Das Haus der Familie Askalda

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 24. Januar 2013, 12:59

Die drei oder besser gesagt die vier, da man Tatsu nicht vergessen durfte, schauten den angehenden Magus hinterher, wie er nach oben in sein Zimmer ging. Reds Mutter musste wieder einmal feststellen, dass ihr Sohn ganz der Vater war. Dieser wurde auch von einem enormen Wissensdrang geleitet und wenn er etwas nicht verstand setzte er alles daran dies zu verstehen. Mit einen seufzen räumte sie den Tisch ab, sie wusste, dass sie ihr Kind nicht aufhalten konnte und das wollte sie auch nicht. Die beiden Brüder stritten sich gerade darüber wer zuerst die Höhle betreten sollte, damit wenigsten einer überleben konnte. Der Wolf hingegen legte sich einfach hin und behielt die Zwillinge im Auge.

Es dauerte auch nicht lange, da war Tondred wieder da, Tatsu blickte ihn freudig an, bliebe aber liegen. Lessien säuberte gerade die Teller und war in ihre arbeit vertieft und diesen Moment nutzte ihr Sohn auch gleich aus. Verstohlen zeigte er den Brüdern die Bilder. Diese verstummten sofort und die Augen von Pong weiteten sich. Man konnte förmlich sehen wie Goldmünzen in seinen Augen aufblitzten. Ping gab Tonnie zu verstehen das er die Bilder wieder einstecken sollte, bevor seine Mutter wind davon bekam.
Als der Magus dies tat legte Pong ihn eine Hand auf die Schulter und flüsterte ihn ins Ohr. „Das wird uns eine Menge Geld einbringen. Wir müssen jetzt…“
Tatsu begann laut zu knurren als er sah wie nah der Goblin seinen Bruder im Geiste war. Das lies auch Lessien von ihre arbeit aufblicken und sofort zog sich der tüchtige Geschäftsmann von seinen Mitverschwörer zurück.
Ping blickte den Wolf Schulter zuckend an. „Hat der Blähungen? Hört sich ja seltsam an!“

Die Mutter von Red konnte nur den Kopf über die Zwillinge schütteln, so richtig schlau wurde sie nicht aus den Beiden. Als sie fertig war ging sie zum jungen Magus und legte ihn ihre feingliedrige Hand auf die Schulter.
„Tonnie das Loch befindet sich in der nähe der Behausung von Alassë Táralóm, sie wird dir den Weg zeigen.
Ich kann dich leider nicht begleiten, du weißt ja das immer einer hier bleiben muss, falls es einen Verletzten gibt.“
Natürlich wusste er das, aber was ihn in Wirklichkeit Unbehagen verspüren lies, war der Gedanke zu Alassë zu gehen. Schließlich war sie es die auf den Bild zu sehen war und Tondred konnte nur hoffen das sich die beiden Brüder nicht verplapperten. Denn das würde sonst sehr unangenehm werden!
Lessien hatte den blick ihres Sohnes nicht bemerkt, denn ihr viel gerade ein das die Vier eventuell Verpflegung brauchten, denn keiner wusste wie tief das Tunnelsystem war und wo sich die verschwundenen Kinder befanden.
Eilig packte sie noch schnell eine Tasche voll mit Proviant. Die für 3 Tage reichen sollte und gab die Tasche ihrem Sohn, sowie einen Kuss auf die Wange. Die beiden Goblin Brüder begannen zu kichern wie kleine Schulkinder, doch das knurren von Tatsu ließ sie schlagartig verstummen.

Also machte sich die ungleiche Gemeinschaft auf den Weg. Red verabschiedete sich noch einmal von seiner Mutter und ging dann an die Spitze der Truppe. Dicht gefolgt von Tatsu, danach kamen erst Ping und Pong, mit einen gehörigen Abstand zum Wolf. Das sich Goblins im Dorf befanden, hatte sich schnell herum gesprochen und mittlerweile herrschte auch ein geschäftiges Treiben in der Siedlung der Waldmenschen.
Auf den Hängebrücken oder auf der Straße, überall konnte man Menschen oder Elfen lang laufen sehen. Jeder hatte seine Aufgabe in dieser Gemeinschaft. Einige gingen zu den Waldstücken die sie bewachten, andere Begaben sich auf die Jagd. Manch einer sammelten die Früchte des Waldes und auch ein paar wenige gingen Fischen. Einige hatten aber auch einfach einen freien Tag und musizierten, malten oder besuchten Freunde. Da mittlerweile auch die Sonne aufgegangen war und das Licht der Sonne das Dorf erhellte, kamen auch die Kinder aus ihren Betten gekrochen.
Einige von den jüngsten der Waldmenschen tobten gerade lautstark auf der Straße. Das einzig unnormale an dieser Situation war, das ein Elf die Kinder bewachte und sie nicht aus den Augen ließ. Der Magus bezweifelte das diese Maßnahme wegen den Goblins ergriffen wurde. Eher die verschwundenen Kinder würden der Auslöser gewesen sein, denn normalerweise konnten die Kleinen hier immer ohne Aufsicht von Erwachsenen spielen. Kriminalität gab es unter den Waldmenschen nicht. Man half sich gegenseitig in schweren Zeiten.
Hier konnte man also als Kind unbekümmert aufwachsen. Jedenfalls bisher. Jetzt galt es diesen Mysteriösen Tunnel genauer zu untersuchen und ob in diesen auch wirklich ein riesiger Wurm lebte.

Das Haus von Alassë Táralóm war jetzt vielleicht noch fünft Minuten entfernt und langsam wurde das Gefühl in der Bauchgegend von Red immer schlechter. Die Goblins bemerkten nichts von Tondreds Unbehagen, sie sprachen laut über irgendwelche Konstruktionen die das schreiben beschleunigen sollten. Wenn der Zeichenkünstler nicht so abgelenkt von seinen schlechten Gewissen gewesen wäre, hätte er bestimmt aufmerksamer zugehört, denn ganz so uninteressant war die Unterhaltung der Zwillinge nicht.

Die Hütte der Elfe war jetzt klar zu erkennen, diese stieg Knapp aus dem Erdreich heraus, die Elfe wohnte in Gegensatz zu ihren Verwandten, lieber am Boden. Das lag daran das sie als Kind beim spielen in den Bäumen von einen herunterfiel und sich beide Beine brach, seitdem hatte sie panische Höhenangst.
Dies hatte sie dazu gebracht das Haus ihrer mittlerweile verstorbenen Eltern tiefer ins Erdreich setzten zu lassen. Moss und Efeu überwucherten das Dach und die Wände der Hütte. Von weiten konnte man schnell denken das die Hütte eigentlich ein Hügel war und so wurde er auch von vielen Kindern behandelt. Selbst Red war damals aufs Dach geklettert und hat König des Berges gespielt.
Nun aber war aus den kleinen Jungen ein junger Mann geworden und das Alassë nicht unattraktiv war, konnte niemand abstreiten. Was keine Rechtfertigung für die Zeichnung sein sollte!

Die besagte Elfe hatte wie es schien auf Red gewartet und vor der Hütte Stellung bezogen, als sie den jungen Mann erblickte ging sie mit zügigen Schritt auf ihn zu. Als sie die Goblins erblickte zog sie kurz eine Augenbraue hoch, ging aber nicht weiter auf sie ein. Sie begrüßte Tondred mit einer herzlichen Umarmung.
„Du hast dich schon lange nicht mehr sehen lassen Tondred Askalda!“ Es klang schon ein wenig vorwurfsvoll wie sie dies sagte. Als sie Tatsu erblickte löste sie die Umarmung auf und hockte sich in die Richtung des Wolfes. Dieser ging freudig zu ihr und lies sich ordentlich durchstreicheln. Danach widmete sich die Frau den beiden Goblins. „Seit gegrüßt, man nennt mich Alassë Táralóm und mit wem habe ich das vergnügen?!“
Die beiden Brüder nuschelten kurz und Tonnie verstand etwas wie: „genau wie auf dem Bild!“
Sein Herz rutschte ihn fast in die Hose, weil er schon dachte einer der Zwillinge würde sich verplappern.
Doch zum Glück bestätigte sich sein Verdacht nicht, als einer der Goblins sich vorstellte.
„Ping und Pong nennt man uns. Wir sind erfreut eure Bekanntschaft zu machen!“ Mit einer tiefen Verbeugung beendeten sie ihre Vorstellung. Die Elfe verzog abermals die linke Augenbraue, auch für sie war das Verhalten der Zwillinge mehr als seltsam. Darum wendete sie sich wieder an den angehenden Lichtmagier.
„Falls du deinen Vater und die anderen suchst, die sind schon unten. Ich habe sie lange nicht mehr gesehen oder gehört. Der Tunnel scheint länger als Gedacht zu sein. Ich kann dir den Eingang zeigen wenn du willst?“

Tondred bestätigte ihren Verdacht und bedankte sich dafür dass sie ihm den Weg zeigen wollte.
Danach führte Alassë Táralóm die Gruppe an ihr Haus vorbei und direkt in dem Dickicht des Waldes Sarius.

Einige kleiner Äste schlugen den Magus ins Gesicht oder die Reste von Spinnenweben hafteten sich an sein Gesicht, aber lange musste er sich nicht durch das Gestrüpp kämpfen. Schon nach kurzer Zeit standen die Gruppe auf einer Lichtung. Es sah hier eigentlich wie immer aus, wenn man von dem fünf Meter großen Loch absah. Das sich mitten in der Freifläche befand. Die Gruppe ging näher heran und blieb kurz vor der Öffnung stehen. Die Zwillinge schauten sich die Öffnung an und untersuchten die Erde, die sich um das Loch befand. Tatsu schnüffelte eifrig, anscheinend war dieser Geruch auch für ihn neu. Wenn man ein Blick in das Loch warf, konnte man in weiter ferne ein kleines Licht leuchten sehen, das war aber auch schon alles. Sonst dominierte die Dunkelheit.
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